Ar. 281 fünftes Blatt 163. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Tie „Siebener Familienbkätter" werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das .Zkreirblatt für den Kreis Gießen" zioeimal wöchentlich. Tie ..Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen ilionallich zweimal. Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen 5am§tag, 29. November l9s5 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls - Buch- imb Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaklioii, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition imb Verlag: e=^31. Redaktion: 112. Tel.-Abr.:AnzeigerGießen. Zur Krijis der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften. m i. . dem großen Interesse, das die Verlwndlungen der Hessi- imcii Momme' über die Krisis im Hess. Genossenschaftswesen haben Heroen, werden die solgenden Becrachtuirgen vielfach Beachtung slnden, die Herr S t c i n - Darmstadt in den „Blättern für Genossenschaftswesen" austellt. Er schreibt darin: Bor wenigen Tagen sind zwei Anträge an den Hessischen ofc ■ Qq qc*"*c**t tüptbeai, bic bezwecken, eine Lösung der landwirt- schaftlichen Genossenschaftskrisis herbeizuführen. Ter eine, an ixe Erste Kammer gerichtete Antrag rührt von den Abgeordneten fvrcibcrrii von Hebt zu Worms, Fürst Isenburg Bir- stcrn und Graf Kuno Stolberg-Roßla her, danach möge ytc Erste Kammer beschließen, die hessische Regierung um Vorlage eine« Gesetzentwurfes zu ersuchen, der zum Gegenstände habe, 1. die Errichtung einer Hessischen Zentralgenossenschaftskasse nach dem Vorbilde der Preußischen Zentral Genosseusckafts- Kasse, die unter Aussicht und Leitung der Großherzoglichen Regierung sieben und folgende Ausgaben haben soll: a) eine K red schnelle und Ausgleichstelle für die hessischen Genossenschaften zu sein, in dieser Eigenschaft den genosscn- schaftlichen Persvnalkredit zu fördern, sich aber von Im- mobiliärkrebitgcsch iften vollkommen fern zu halten, b) <£n Gläubigergenossenschafien der Landwirlsckastlichen Genossenschaftsbank ein Darlehen zu geben von 50 Prozent ihrer Forderungen an die Landwirtschaftliche Genossen- schasrsbank gegen eine mäßige Verzinsung sowie gegen Verpsänbung der Forderungen an die Landwirtschaftliche Genossenschaftsbank und des Stimmrechts für ihren Aktienbesitz, c) die Iörberung der Liquidation der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank durch Ausübung der Gläubiger- und Ak,ionär Rechte. 2. Tie für diesen Zweck erforderlichen Mittel sollen durch Inanspruchnahme des Staatsl'redits zur Verfügung gestellt werden. , Diesem Anträge ist eine Begründung beigegeben, die Bezug nimmt am zwei Anträge, die in einer Gläubigerversammlung der Lantwirtsckastlichen Genossenschastsbank vom 17. Scptcmbcr‘1913 behandelt wurden, wonach 1. die Gläubigergenossenschaften aus 50 Prozent ihrer Forderungen bei der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank verzichten sollten, wenn und insoweit dieser Verzicht zur Vermeidung einer Ueberschuldiing der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank notwendig würde, 2. der Zentralkasse, der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften in Darmstadt ein Betrag von 1>- Prozent des Guthabens bei der Landwirtschaftliehen Genossenschaftsbank nach dem Stand vom 1. April d. Zs. lungesähr 14 Millionen j Mark) zur Verfügung gestellt werden solle. Erläuternd möchte ich hierzu bemerken, daß die Verfügungs- Stellung dieser 11 ? Prozent dazu dienen soll, die Forderungen derjenigen Genossenschaften aufzukaufen, die bis jetzt dem Mora- ckorium der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank nod). nicht beiMtreten sind, während der verlangte Verzicht auf die 50 Pro;, nach den Worten des Vorfitzenden der Gläubigerversammlung „der liquidierenden Bank den Mcken stärken soll gegenüber der Reichsgenossenschaftsbank, damit sie einen Einfluß gewinne auf die Verwertung der verpfändeten Werte, ohne immer das drohende Gespenst des Konkurses und eine Ueberschnldung befürchten zu müssen. Auf diese Art sei zu hoffen, daß der Erlös aus diesen Immobilien einen allzugroßen Vertust verhüte". Die Begründung des Antrags von H e l> l erwähnt das Mittel der Erhöhung des Geschäftsanteils und der Anforderung von Zahlungen auf den erhöhten Geschäftsanteil zur Herbeiführung der Balanzierung der Bilanzen der Genossenschaften, hält dieses Mittel mit Rücksicht auf die ichlechte Getreide- und Weinernte für schwer durchführbar und bespricht weiter die im Anfänge ordnungsmäßige und t erdienstvolle Tätigkeit der Landwirtschaftlichen Ge- nosscnschastsbank, die aber in Verbindung mit der Vermallungs- und Verivertungsgesellschaft, mit - der Rcichsgenossenschaftsbank, Lvaucn-Nnnd-chcru. Hausfrauensorgkn vor 100 Jahren. Tie Erinnerungsfeiern an das große Jc-hr von 1813 haben uns tief hineingeführt in das geistige Leben und Streben dieser heldenhasten Zeit, uns besonders vertraut gemacht mit den seelischen- Stimmungen, aus denen heraus das Volk das fremde Joch abschüttelte. Doch so begeistert wir die ideelle Atmosphäre dieser Epoche nachempfinden, so schwer dürfte es uns werden, uns in die wirtschaftlichen Verhältnisse des alltäglichen Daseins zu versetzen, denn von den materiellen Grundlagen jener Epoche trennt uns eine ganze Welt, aus der nichts zu unserer eigenen,Lebensgestaltung hinüber führt. Umso wichtiger aber ist es, wenn wir uns die Menschen jener Heldentage vorstellen, auch der kleinen Sorgen ihres Haushaltes 'nicht zu vergessen, und gern werden unsere Damen hören, wie eine Hausfrau vor 100 Jahren wirtschaftete. Unendlich einfach und anspruchslos waren Küche und Keller damals bestellt, wenn wir sie mit unfern Lebensstil vergleichen. Der König ging darin voran: von seinem Mittagstisch erzählt Bopen: „An den gewöhnlichen Tagen gab es vier Schüsseln, der König sträubte sich gegen jede Erweiterung oder Verfeinerung der Kochkunst, und weißen und roten Wein." Zwischen 6 und 7 Uhr gab es bann bei Hose Tee, statt dessen häufig auch „dicke Milch", und das Abendbrot bestand aus zwei, höchstens drei Schüsseln. In den bürgerlichen Kreisen ging es dementsprechend zu. „Zu Mittag", sagt Gustav Freptag in seinen Erinnerungen, „nur ein Gericht,' am Abend erhielten die Kinder selten ein Stück Fleisch, häufig Wassersuppe, welche die Mutter durch Wurzeln ober einen Milch- iufats anmutig machte. Wein wurde nur aufgesetzt, wenn ein lieber besuch kam." Fleisch gab es mittags nur in beit reicheren Fa milicn, doch wochentags in der Regel auch nur gekochtes Fleisch, foa Suppenfleisch. Die Hausfrau hatte unendlich mehr zu tun als hcutc'-'beiirt Speise und Trank wurden zumeist im Hause selbst bc reitet' Einen wichtigen Teil der Nahrung bildete das ganze Jahr hindurch das „Schlachtewerk", das durch das Schlachtfest tm Winter aeroonnen wurde. Oft ging diese Schlachterei auf offener Straße vor lick' gute Freunde durften an der „Wurstsuppe" teilnehmen. Das gab" für Alt und Jung im Hause ein fröhliches Fest," er- "äblt Gustav Klemm in seinen Erinnerungen, „auf das man sich ? rtnrher freute. Aus dem Herde brannte ein gewaltiges Feuer !mt?r dem großen Kessel, worin erst das Wellfleisch und dann die Mürste aekockt wurden, die dann zum Teil mit den Schinken und in der Rauchkammer auf dem Oberboden aufgehangen 2' Verwandten und Freunden sendete man bann Wnrst- Vöckstbem wurden von wolilhabenben Familien in ben fftÄhSw’ ouck Vorräte von Rindfleisch in Pöckelfässern eingelegt, Sir Vorrat ward sehr gehalten, ba man nicht wie jetzt ui den SSLSihpn fenben unb bas Gewünschte sofort herbeiholen lasten ^lestchladen fenoei^^.^ .fi ^ineren Städten noch eine r^pnhpit Die Hausfrau pflegte das Brot selbst zu backen, und es etwas Außerordentliches zu bereiten galt, etwa einen nur, wenn gtanqCntud)cn, ließ man eine Kunstverständige ins Z^kommen der alle Zutaten an Mehl, Butter, Eiern usw. genau zugewogen wurden. Trockenbrot war das gewöhnliche; „belegte mit der Landwirtschaftlichen Kreditbank sich schließlich in die gewagtesten Immobiliarkreditgeschäfte eingelassen habe, wozu be sonders in der LZersonal-Union, die in ben genannten Instituten bestand, die Veranlassung gelegen habe. Es wird auf die f r ü Here amtliche Stellung des Herrn Geheimerat Haas verwiesen, durch welchen Umstand die Genossenschaften, ihre Vorstände und ihre Mitglieder in ihm, als dem Vorsitzenden des AussicktSrates der Landwirtschaftlichen Geiiosscnschaftsbanl und des Verbandes der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften, einen ftaat l>chen Beninien erblickt hätten, bereit Führung man sich hätte vertrauensvoll und bereitwillig hingeben können. Die Beteiligung der landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank bei den oben angegebenen Gesellschaften sei aus der Bilanz nicht ersichtlich gewesen, man hätte besonders aus ihnen nicht ersehen können, daß die Summen sestgelegt seien. — Tie erst kürzlich durch die ländlichen Genossensck>aften ins Leben gerufene „Zentralkasse der Hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften" Tonne ohne Hilfe des Staates ihre Aufgabe nicht erfüllen: ihr Versuch, mit der Preußenkasse in eine enge Verbindung zu treten, lasse auf einen raschen Erfolg dieser Bestrebungen nicht rechnen, dagegen sei für den Eintrag ein Vorbild in der Preußenkasse vorhanden, welches volle Nachahmung verdiene. Tie neue Staatskasse hätte auch die Liquidation der Landwirtschastlichen Genossenschaftsbank zu fördern und die Aktionär- und Gläubiger-Interessen der einzelnen Ge nossenschaft zur Förderung der Liquidation wahrzunehmen. Durch das neu zu schaffende Staatsinstitut könne der katastrophale Zustand aus dem Lande beseitigt werden und noch nebenbei könne die neue Staatskasse, der gewiß bedeutende Summen zufließen würden, auch bei der Hebung der Rente der Staatsanleihen eine erhebliche Rolle spielen." Cs unterliegt keinem Zweifel, daß eine Reihe von Genossenschaften durch bas Festlegen ihrer Guthaben bei der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank in eine recht unangenehme Verlegenheit gefommen sind, mit ihnen auch ihre Mitglieder. Ehe die gesetzgebenden Faktoren zu dem Anträge des Herrn von Hehl Stellung nehmen können, ist doch abzuwarten, welche Stellung die Regierung zu dem von den beiden Kammern an' sie gerichteten Ersuchen, eine Vorlage einzubringen, wonach der Zentralkasse c. G. in. b. H. Mittel bis zu einer Million Mark zur Verfügung gestellt und geeignete Vorschläge für die Verzinsung, Sicherstellung und Rückzahlung dieser Mittel gemacht werden, ciunehmen wird. Diese Frage der Gewährung eines Staatsbarlehens an die Zentralkasse, die von der größten Anzahl der seither der Landwirtschaftlichen Gcnossenschastsbaiyk angegliederten Genossenschaften begründete neue Kreditquelle, ist heute noch offen. Ich glaube, baß man damit noch nicht fertig ist, die Sage der einzelne n, dieser Zenttaliasse angeschlosscnen Genossenschaften eingehend zu prüfen und ihre Notlage festzuftellen. Diese Arbeit muß ab ei' jeber Hilfsaltion unbedingt vorausgehen. Denn eine solche Tann sich nicht auf Behauptungen unb allgemeine. Rede- wendnngen, sondern nur auf Tatsachen stützen, und diese Tatsachen müssen belegt werden. Eine Anzahl Don Genossenschaften haben bereits den Beschluß gefaßt, sich aufzulösen. Sie nehmen alio zweifellos an, daß die Auflösung gefahrlos, b. h. ohne Furcht tcor einem hereinbrechenben Konkurse durchgeführt werden kann, und sie bestätigen durch die Auflösung, baß ein Bedürfnis für ihre zukünftige Existenz nicht vorhanden ist. Wäre beides nicht der Fall, bann bin ich überzeugt, daß die Verwaltting und die Mitglieder alles tun würden, und zwar aus eignen Kräften, um die Genossenschaft lebensfähig zu erhalten, sie sogar noch ftnanziell besser zu stellen, als dies seither bei dem vielfach mangelnden eigenen Vermögen der Fall gewesen ist. (Sterne gebe ick zu, das; es manchem Mitgliede einer Genossenschaft bei schlechtem Ausfall der Ernte schwer sein wird, bas nun einmal notwendige Opftr für bas Unternehmen, das seither seinen Inter essen gedient hat und weiter auch dienen soll, aufzubringen. Tas Mitglied muß sich aber mit diesem Opfer ab finden, lind wenn es ihm ans wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist, — was nachzuweisen ist, — der Genossenschaft das Don ihr geforderte Opfer auf einmal zu bringen, so muß die Genossenschaft so ein sichtig sein, die Bereitstellung der notwendigen Geldmittel, im besonderen der Einzahlungen auf den erhöhten Geschäftsanteil zu erleichtern, im gegebenen Falle auch zu ftunben. Butterbröter" düngten als ein unerhörter Luxus, und Kuchen gab es nur bei seltenen Festen. Die Kinder erhielten als Delikatessen „Musstullen" und „Stzrupsemmeln", die heute wohl so ziemlich verschwunden sind. Nickt minder wichtig als das Schlachten war das Einmachen der Gemüse und Früchte, die man noch nirgends in Säbenjaufen konnte. „Freilich war die Kunst," erzählt Otto Bähr, „in geschlossenen. Blechbüchsen Nahrungsmittel anszubewahreii, noch ganz un= bekannt. Weißkraut > Sauerkohl , Gurken, „Strünke" geschnittene Stengel von Sommerendivien- und „Schnippelbohnen" wurden mit Salz ^und Pfeffer eingemacht unb sanden im Keller ihren Platz. Von Früchten wurden Kirschen, Heidelbeeren und Zweffchen eingekocht unb in der Speisekammer aufbewahrt. Preißelbeeren galten für ein sehr luxuriöses Obst unb kamen in bürgerlichen Haushalten nicht vor." Ihre Weisheit schöpfte bic Hausfrau gewöhnlich aus einem schon von ber Großmutter überkommenen handschriftlichen Kochbuch, das sie wie ein Heiligtum bewahrte unb in bas sie sorgfältig neue Rezepte eintrug. Mehr als ein Dienstmäbchen zu halten, galt für einen in Bürgerkreisen unerhörten Aufwand. Der miüitigfte Tag in ber Woche war für die Hausfrau vor 100 I«ihren der Sonnabend, ber „Besementag", wo bas „große Reinemachen" stattfanb. An diesem Tag-' wurde in wohlhabenden Bürgcrfamilien zu Mittag nicht gekocht, sondern nur Kaffee getrunken. Tas Reinemachen halte euen noch eine ganz andere Beoeutung als-heute und mag auch wohl noch intensiver gewesen fein. — Der deutsche Frauenbund beabsichtigt auf der Ausstellung „Im Reiche ter Hausfrau und Mutter" in ben Ausstellungshallen in Berlin eine große Bückerausstellung zu errichten, um wirksam im Kampfe gegen den Schund und Sckmutz in der Literatur vorzugehen. In dieser Büchersammlung sollen den Müttern gleichzeitig Vorschläge gemacht werden für den Bücher - cintauf zum Weihnachtsfest. — Der Neubau bgc- führt werden konnte. Do,st man einzelnen Persönlichkeiten, die in der Begründung des Antrages näher aufgeführt sind, wegen ihrer früheren öffentlichen ober nachherigen privaten hohen Stellung ein Vertrauen ohne jegliche Kontrolle unbeschränkt entgegengebracht hat, läßt sich doch niemals als ein Entschuldigungsgrund an führen. Wo sind bann die anderen Mitglieder ber Verwaltung, die bock einen Einblick in die Geschäfte ber Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank, ber Reichsgenossenschaftsbank und der anderen mit diesen verquickten Unternehmungen haben mußten? Haben die ruhig dabei gesessen unb alles geschehen lassen? Diese Frage sollten die Aktionäre und die geschädigten Genossenschaften gründlich prüfen und diejenigen Personen heranziehen, die eben ihre Pflicht unb ihre Schuldigkeit verletzt haben. Auf Autorität von Personen allein läßt sich fein Unternehmen führen, zumal wenn cs soweit verzweigt und mit solcher Verantwortung bedacht gewesen ist, wie die Landwirtschaftliche Genossenschaftsbank in .Hessen. Anerkannt mirb doch auch im Anträge, daß die Landwittschaftlicke Genossenschaftsbank im Anfänge eine recht verdienstvolle Tätigkeit ausgeübt habe. Warum ist man, muß ick wiederholt fragen, nicht in den richtigen Bahnen geblieben und hat auch die Grundsätze, die von ben Revisoren unb von den Leitern des Verbandes ben Genossenschaften immer gepredigt worden sind, nicht nur bei den Genossenschaften, sondern mtch bei sich zur richtigen Geltung gebracht. f In der Begründung wird auf die erfolgreiche Tätigkeit ber Preußischen Zentral-Genossenschafts-Kasse hingcwiesen. Die Antragsteller mögen bock einmal bic Perhanblungcn im Preußisckstm Abgeordnetenhause Dom März 1913 lesen ober sic mögen sich erkundigen bei ber Landwirtschaftlichen Zentral-Darlehnskasse in Berlin (Raiffeisen )ober bei ber ReichSgeiiossenschaftsbank selbst, welche Erfahrungen sic mit ber Preußischen Zentral-Genossenschafts-Kasse gemacht haben. Gewiß hat die Preußenkasse Erfolge» zu verzeichnen, aber am ausgeprägtesten wohl in ihrer Tätigkeit als „Bank-Institut" wie alle anderen Großbanken auch, die ebenfalls ben Tepositenverkehr, das Effekten ,'Wechsel- unb Lombardgeschäft als gewinnbringende Geschäfte betreiben. Mit ihrer Ausschließlichkeitserklärung erhält sie die Ueberschüsse der Genossensck^f- ten unb kann sie bei teurem Geldstandc zu ihrem eigenen Nutzen und Frommen recht gut verwenden. Dank dieser Ausschließlichkeitserklä- rung sind die mit ihr arbeitenden, in Verbandsfassen zusammen- geschlo,selten Genoffenschasten verpflichtet, ihre Gelder, selbst wenn sie anderweit zu besseren Oleldsätzen angebracht werden können, der Preußenkassc zu verhältnismüßig recht billigen Sätzen zu überlassen. Auch die Zinsbedingungen für die Bereitstellung des Kredits sind nicht so gümtig, als sie auf dem Papier unb in ber Oefsentlick-- feit erscheinen. Gerade bic Hessische Zentralkasse c. G. in. b. H leibet unter den hohen Gcldsätzen, bic die Preußenkassc von ihr verlangt. diese Vorlage im Unterhaus mit 101 gegen 6 Stimmen angenommen; sie wird demnächst dem Oberhaus unterbreitet werden . . ~ Ter Rekordslng einer Fran Man entsinnt sich vielleicht noch des schweren Unglücksfalles, dessen Opfer vor drei Jahren in Reimes bic französische Fliegerin Baronin bc Laroche wurde, die erste Frau, die sich der Flugkunst gewidmet hatte Sic erlitt einen schweren Sturz mit einem komplizierten Schenkelbruch unb inneren Verletzungen. Monatelang schwebte die Fliegerin zwischen Tod und Leben, die Aerzte zweiselten an ihrem Auskommen, aber die zähe Natur ber Verunglückten blieb Siegerin Sofort nach ihrer Genesung wandte sich die Baronin wieder ihren Flugversuchen zu, bic schlimme Erfahrung und die wachsende Zahl der Opfer ber Flugkunst vermochten sie nicht abzuschrecken, sie flog zuerst einen Eindecker, ging dann wieder zu dem Zweidecker über, durch den sie ihren Sturz erlitten hatte, und arbeitete seitdem im Stillen an der Vervollkommnung ihrer Geschicklichkeit Am Dienstag itieg sic unerwartet auf, um sich um den Femina-Pokal für Fliegerinnen zu bewerben; bic Xrophäe war durch einen etappenlosen 280 Kilometer-Flug in ben Besitz ber Mme Pallier gekommen. Mit ihrem Zweidecker gelang es der Baronin de Larockw trotz der böigen Winde unb der kalten Witterung den Rekord ihrer Vorgängerinnen zu brechen, in 4 Stunden legte sie ohne Etappe 325 Kilometer zurück und eroberte dadurch den Femina-Pokal. — Frauen als Polizeibeamte. In Chicago sind zehn Frauen als Polizelbeamte angestellt. Davon sind acht Wttwen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren. Sie sind vorläuffg für eine Zeit von 60 Tagen angestellt unb haben bann, bevor ihre endgültige Aiistclliiiig erfolgt, noch eine Prüfung vor dem Ausschüsse Mr ben Zivildienst zu leisten. Ihre beionberc Aufgabe wirb ber ?5r?u£VHnl> Kinder fein, boch sind ihnen ausdrücklich alle Rechte und Pflichten eines Polizisten überwiesen worden. Neues über Strümpfe. Es wäre notwendig, ein eigenes Kapitel in jebem Roman damit zu überschreiben' ihre Strümpfe" womit selbstverständlich nicht bic Verehrer der mon- bamen echonheit gemeint sind, sondern etwas noch intimeres- die Bekleidung zarter Damenbeine. Spinnwebfeinc Seid" ist Trumpf. Manchmal können die Masck)en aus Gold -oder echten Perlen zuiammengefügt sein. Das dürfen sich aber nur jene wenigen Berufenen erlauben, bic finanziell gut gewählt haben ccnc Damen, die für ihre Strümpfe nicht ein kleines Vermögen anlegen wollen oder tonnen, greifen eben zu den „Spinnwest- feinen", bic sie aber mit soviel Feinheiten der Koketterie aus- statten, daß sie zumindest hinter ihren kostbaren Rivalinnen nicht zurückstchen. Ganz besonders beliebt sind statt der seitlichen Spitzen- infruftationen solche, die am Rist beginnen und sich dort eine Weile fortsetzen. Bald sind es ancinandergereihte Rosetten ober andere feine Stickereien jeder modernen Art, Medaillons aus alten loflbaren Spitzen, die hier Verwendung finden. Ja sogar ein Kreuzband, wie bei den Schuhen, wird vorne am Rist angebracht unb endigt unterhalb dem Knie in einer zierlichen Masche oder Rosette. Farbenbuntheit gilt als Zeichen größter Eleganz. Lnü anüererseus Irioen Die Äenosfenschaften roteöer unter den Geld* fäften, ine die Zenrralkasse nut einrin berechtigten 3uffchlore für eZgenen Verdienst von ocn (^cnofTenftfiaften nehmen mutz Ich befürchte, beR rin hessisches Staa» nftitut sich ähnlicher Geschäfts Grundsätze wie bk Ireufoenfaii'e bedienen mut- unö wenn baä In Itxtirt nicht direkt als ein gemeinnütziges gegründet und auf einen geringen TivchendenAnspruch zug^schnrtten iottö, cs den Ofcnon-nr schafttn auch nicht al(w billige Geldsätzc ein rau men kann. Tre Antragsteller übersehen idcutt die (Gefahr, die ein Staats- Irrihtrnrirtut für die S c l b ft ä n b 1 a f c 11 Der (Genossenschaften haben nrufe. Erfreulich ist, haß bir Vürttembergifchen Handels fanrmern und Die Handwerkskamm-nm und schließlich die Württem bergischc Zentralstelle für (bewerbe und Handel es vor wenigen Monaten abgelehnt haben, den den landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaften schon früher eingeräumten Staatskredit von einer Million Marl zu erhöben, .ind dabei betonten, daß auch ein Bedürfnis für eine Landesanstalk ur Gewährung von Kredit an den Mittelstand in Handel und Gewerbe nicht vorliege. Mit der einmütigen Ablehnung eines ähnlichen Antrages, wie er jetzt den hessischen.Landsiändeii vorliegt, haben die befragten «reite fanb- netan, daß sie die Selbständigkeit der Genossenschaften, ihre ^clbst- verwaltung und Selbstverantwortung erhalten sehen mochten, und daß sie auch Vertrauen in die eigene Kraft dieser Genossenschaften haben. Landwirtschaft. Vertilgung der wilden Kaninchen. Die im vorigen Jahre getroffenen Anordnungen zur Belämpfung der Kaninchenvlage waren nach eingegangenen Berichten der Großh. Lberforstcreien an die Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung von gutem Erfolg. Trotzdem war das Jahr 1913 der Kaninche»Vermehrung wiederum recht günstig, sodaß abermals besondere Bertil gunstSmatznahmen im Interesse der Landeskultur notwendig erscheinen. , *£ic Forstbehördc hat deshalb angeordnet, auch im kommenden Jahre ekne ausreichende Verminderung der Kaninchen überall da zu veranlassen, wo die Voraussetzungen zu einem Einschreiten der höheren Polizeibehörde vorliegcn. In Domanialjagdcn ist die Tomanial-Verwaltung befugt, wilde Kaninchen durch das Forstpersonal abschießen oder auf andere Art vertilgen zu lassen, falls nach Aufforderung zunr Abschuß oder sonstiger Vertilgung der Iagdpächter nicht oder nicht in ausreichendem Maße nachkommt. Aach Artikel 28 des Iagdstrafgcsctzes ist es dem Jagd- bcrechligten nicht erlaubt, sich zum Fangen von Kaninchen einer F a t l c zu bedienen. Es soll daher im Falle polizeilichen Einschreitens der Gebrauch solcher Fallen zum Kaninchcn- fang ftattfindcn, die den Forderungen des Tierschutzes Rechnung tragen. Tie Großh. Obcrförsterei Langen hat eine M u st c r f a l l e hergestellt, mit der jetzt Versuche über einen zweckmäßigen Kaninchenfang angcstcltl werden und demnächst zur Verwendung kommen füllen. Sollte trotz verstärkten Abschusses und Fangens keine ausreichende Verminderung der Kaninchen stattfinden, so ist während des Frühjahrs und Sommers das Vergiften mit Schwefelkohlenstoff zu empfehlen. * Vortragskursus für praktische Landwirte in T arm ft ab t. Januar 1914. Der schon seit einer längeren Reite von Jahren aEgebaltenc Kursus wird in diesem Winter vom -9. Januar in Tarmftabt abgehalten werden. Als Referenten auf den verschiedenen Gebieten der landwirtfchastliclfen Technik, der landivirtichaftlichen Betrielslehre und der Volkswirtsclstfft sind folgende Herren gewonnen worden: ES werden sprechen: Herr Prof. Tr Pohle-Frankfurt a. M. über „Die neuere Entwicklung von Großbetrieb und Kleinbetrieb in der Landwirtschaft": Herr Prof. Tr. Muth-Opvenheim über die Frage „Welche Urfadxn haben die 191.3er Mißernte im Weine bewirkt und wie ift denselben zu begegnen?": Herr Geh. Hofrat Prof. Tr. P. Wagner-Darmstadt über „Tie Kalidüngung der Kulturpflanzen": Herr Direktor Scku- mackrer Köln über „Tic Zuckst «des kaltblütigen Pferdes": Herr Prof. Tr. G/isevins-Gießen über „Die Fortschritte des Pflanz-en- bans int letzten Jahrzehnt": Herr Pros. Tr. Kracmer-Hobenheim über „Ziele in der Rindviehzucht": Herr Prof. Tr. F. Lehmann- Göttingen über „Tic Ernährung der Zucht- und Mastschweine": Herr Geh. Hofrat Prof. Tr. Ebler-Jena über „Einige fmchtige betriel'sUnrtschaftlicbe Fragen". L ratsch iffahrt. Zur Katastr 0 p fc bes Marinelu ftschtsf eS. Welches find die Imacfien der Katastrophe von Jolfannis- ihal, der das Marinelnffschisf zum Opfer siel? Diese Frage beantwortete Professor Alex. Baumann, Lehrer,für Flug- technik und Lustschifsahrt an der Stilttgatter Technisckstn Hoch schule in einem Vortrag, der in Der Iahresvcriammlung^b.s «ürttembergiftben Ingcnieurvcreins gehatten wurde ~vt _\aT’ leaunqcn Professor Baumanns, der zunächst über Die ,reuetr-qc^ fahr bei LuftfchrEcn un allgemeinen sprach, stützten iud bezüglich brr Ior-annisthaler statastrooh: auf experimentelle Forschungen, Die beim Luftschiffbau Fnebrichsyafen unternommen worben sind. . , Tiefe Experimente erstreckten sich vor allem auf cremte: lunger. Darüber, unter welchen Voraussetzungen Knallgas m die Nähe der Motoren gelangen kann. Zu die,em Zweck wurdm in Da» Innere eines Lumchiffkörvermodells Rauchkörper gelebt unb ber Der Luftschiff hülle alsdann entströmende Rauch mar kette bei diesen Untcriudningcn ixen Wafferitoff, der einem in ber Fahrt bcfinDlicbcn Lufrich sie eifr.ncitbi. Man wollte mir bicfe Seife feststet len, ob ber Wasserstoff, nachdem er bic Hüllen des Ballonkörpers verlassen hat, ohne weiteres entweicht, und wie Ansammlungen des Wasserstoffes entstehen können. Bei all diesen Versuchen hat sick nun gezeigt, daß ber Rauch unb mithin auch Wasferitoff, ebenso wie bie mit ihm ausströrnendc Luft ,0 fori von dem Luftstrom, in dem ein Luftschiff dahin,ckwebt, erfaßt unb nach hinten entführt, gleichem verweht unb Der flüchtigt wird Aber — unb bas ist bas Wichtigste an Den Er gebmven dieser Untersuchung — nur dann reißt ber vorbei- ziehende Luftstrom das Gemisch mit sich fort, wenn an der Gondel feine Schutz wand angebracht ist. Bei den angc stellten Experimenten hat es üch nämlich gezeigt, baß beim Bor- handensem einer Schutzwanb ober eines DinbsckstrmeS der Rauch sich dickt bei der Gondel ansammelt. In ganz gleichgearteter Form mischt sick also bei einem Luftschiff, denen Gondeln mit Schutzwänden versehen sind, der aus der Hülle austretende Wasserstoff mit den nach hinten treibenden Luftwirbeln: cm Gemisch von Wasserstoff und Luft erfüllt bann nicht nur die ganze Gondel und umhüllt bic Motoren, fonbern dieses Gemisch zieht auch als lange Schleppe hinter der Gondel her, wie es sich an den Versuchen mit dem Rauck der dem Luftscküffkörper entftrömtc, deutlich zeigte. Alle diese Versuche wurden durch photographische Aufnahmen festgehalten und in Lichtbildern wiedergegeben, an denen man deutlich erkennen konnte, wie der Rauch, durch den der Wasseritoff markier wurde, ohne Wind- schirm o7;ne weiteres fottgeweht wird, während die Win d- schirme sosott eine Ansaugung des Rauches und al)o bei einem fahrenden Luftschiff des Knallgases bewirken. Daraus erflärte es sich, betonte der Vortragende, daß die Katawrovhc des Ma- iinelustschifses eintreten konnte, ja eintreten mußte, obgleich im Betrieb der Motoren nicht die geringste Störung erfolgt war. (ScrtcbftfaaL 10. Aachen, 27. Nov. Tas Schwurgericht verurteilte heute Nackt den zu Beggendorf geborenen 23 Jahre allen Arbeiter Martin Stecgers und die 38 Jahre alte zu Barmen un Landkreise Aachen geborene Witwe des Ackerers Koch, zuletzt auf Gut Dlaustrin in der (Gemeinde Uebach wohnend, zum Tode und zum dauernden Verlust der Ehrenrechte. Außerdem wurde die Witwe Koch noch wegen vcrsucksten Giftmordes in drei Fällen zu fünf Jahrni Zuchthaus verurteilt. Tic Seiden Angeklagten wurden überfühtt, in Der Nacht zum 21. Juli d. I. zu Blaustem gemeinschaftlich unb mit Ucberlegung den Ehemann der Koch, den Landwirt Peter Josef Koch getötet zu haben. Ferner wurde fest- gcstcllt, daß die Witwe Koch allein im Jahre 1913 in drei verschiedenen Fällen ihren Ehemann zu töten versucht hatte. vermischtes. * Die B erliner Gepäckträger tragen, um sich den Reisenden besser kenntlich zu machen, an den Mützen ihre Nummer, während in anderen Direktionsbezirken noch die alte Bezeichnung „Gepäckträger Nr. .. die von Fremden weniger verstanden wird, üblich ist. Ein Ministerialerlaß ordnet jetzt an, daß die Gepäckträger fmutig überall, wie in Berlin, Mützennum- mern aus weißen Ernäillcziffern zu tragen haben. * Fünf Arbeiter verbrannt. Aus der Schiffswerst in Helsingfors brach auf einem Dampfer während der Arbeit Feuer aus. Fünf Arbeiter sind in den Flammen umgekommen, zwei erhielten schwere Brandwunden. Tas Feuer wurde bald gelöscht. * W i r warnen Zu ziehende. Man schreibt unS: Aus San Franzisko koinint troni „Verein christliclier Jungfrauen" die Warnung an die gesamte Frauenwelt, nicht irgendwo eine Stellung in der Hoffnung auszugeben, daß bic bevorstehende Weltausstellung (Megenheit zu besserem Verdienst bieten würde. Es sind jetzt bereits an Ort und Stelle mehr Frauen vorhanden, als für die Ausstellung Verwendung finden können und bic Unglücklichen, die etwa jetzt noch Zuströmen, mögen dem tiefften Elend verfallen. Auch der genannte Verein besitzt dagegen keine ausreichenden Mittel und warnt daher vor Zuzug. * Vorsichtig. Im französischen Badeort Tieppe hatte die Badepolizei folgende Verordnung erlassen: „Den Badewärtern wird hiermit anbesohlen, wenn eine Dame in Gesahr des Ertrinkens gerat, bieieioe am StlciDc za ctiunea uiu nicht au x'-iau.i, weil die'e gewöhnlich in ber Hanb des banad) Greifenden Zurückbleiben." , • „Tiner von 1 bis 4 U br." „Sie, Kellner, kann mar benn nct mal a halb Ständchen Bause machen? Er- ist mir Mit* möglich, drei Stund' hinterLnamrer m essen!" Handel und verkehr, Volkswirtschaft- ♦* Tic «Mechanisch-Technische ik1 a t c r 1 a l p r ü * fungSanstali an ber Teck ' iscken vockickulc -u T a r m n a b t, nxl i mit der Prüfung von Mil en vöt. m Seilen. M.tten, Riemen, Zement, ; :u.i, jiatürlicb::i uno t um - lichen Steinen, Lei unb äbnlidcu Material. soeben ihren 4. Jahresbericht. Tanadi ist die An,ahl der erledigten Anträge, itrie auch stets in den Vonahr.n. rotehenim gc.va..- /1 Ter Tätigkeitsbcircht erwähnt eine Reihe von Prüfungen, lodete beiünD nrir- den z B. für Luftschiisbauzweckc verschi bene Leichtrnetallsotten. geprüft, deren Festigkeit nahe u die Festigkeit von Eisen erreichte. In einer Unfalliadr. mddvbcn T00 ein.- M. trur herbrige- rührt hatte, koniue nackgewiesen werden, daß ber Unfall nicht aut das betr Material .uruckzufuhrrn ivai Tas Mattr-.al einer gebrockten en Kürbclwelle erwies sich bei der Br.innig al geeignet. Ter Bruch war demna.. nickt au sallsizc konstruktive Mängel ober Betriebsv.rhöltni s. lurückzu- führen. Ein zur Prüfung eingesmck:er Zement zeigt.- sich als durchaus minberivertig. Von einer Firma wurden zur rergleichenden Prüfung '"wci ihr angebotene Zu: ntorten ringe schiel. Bon diesen beiden Zcmentsottcn, bie im Preise nur sehr^ unwesentlich ver- sck.-den gewesen sein dürften, zeigte die eine Sorte eine Mörtel- festigkeit von 276 kg qcm, bic au3 r nur von 158 kg qcm. Man crfrmit daraus, wie wertvoll Derartige Präningcn für die Abncd- mer sind In einem Falle war das günstigste Beton Misckuuias- Verhältnis bei glrickbleibender Zementmenge und Peränberter Mi- scknmgsart der Zufö läge festzustellen. Tic gefundenen Trucffeüig- keitswette lagen zwischen 333 und 414 kg/qcm. Hieraus friicbt man, wie bei der Anwendung der gleichen Zcmcntmengc unb znx ck- mäßiger Wahl ber Zuschläge die Betonfestigkcit sich crln-blid) steigern laßt. Von einer Firma nnirben zwei Sorten Raoialkamiimcine eingesandt, welche in der Preislage keinen rocient!idxn Unterschied ausgewiesen haben bürsten. Trotzdem war die Truclicstigkrit der aus der einen Stciniortc hergestelltcn Mauerwerkskörpcr^in Alter von 90 Tagen 205 kg qcm und ber aus der anderen steinsotte hergestellten Mauerwerkskörper nur 106 kg qcm. Tie angeführten Beispiele dürften zeigen, wie wertvoll derartige Materialprilfungen für Handel und Gcivorln', für Lieferanten und Abnehmer sind und von welch wittsck»ftlichcm Vorteil eine sachgemäße Auswahl ber Materialien auf Grnitd einer zweckmäßigen Prüfung ist. DleQualifäis . i Standesaintsttachrichten Gießen. Aufgebote: Nov. 21. Julius Michel, Monteur in Ofießeu, mit Helene Katz in Offenbach a. M. — 22. Ferdinand Xaoer SieS- hiancr, Kaufmann, mit Lina Johanna Marie Eugenic Hedwig Günther, geb Bauer, beide in Frankfurt a. M. — Peter Schmidt, Schlosser in Hannes, mit Maria Zicrlcin in Gießen. — Lorenz Bcrckcnkops, Bergmann in KwvscrdrOi, mit Anna Lina Habig in Gießen. - 24. Paul Albert Frick, Eisenbahnschaffner, mit Alwine Marie Martha Rerhäufcr, beide in Klein-Linden. — Heinrich Wil- heim Strack, Maurer, mit Katharine Wagner, beide in Lick. — Wilhelm Stark, Taglöhner, mit Anna Elife Katharine Wehrum, beide in Lick. Otto Johannes Schonhals, Rechtsanwalt in Lick, mit Gertraude Suffcrt in Hungen — 26. Heinrich Adolf Mohr, Kaufmann, mit Emilie Otto, beide in Olicften. — Friedrich August Eduard Worin, Sdiloffrr, mit Auguste Karoline Hcinzrnann, beide in Gießen Philipp Eidcnmüllci. Handarbeiter, mit Maria Geiger, beide in Wersau. Friedriä) Wilhelm Heinrich Fuhrmann, Metzger. mit Wilhelmine Schneider, beide in Hamburg. — 27. Georg Jakob Reinhcrr, Lehrer in Gießen, mit Alma Psitzenmaier in Frankfurt a M Karl Taliinp, Bahnarbeiter, mit Emilie kfifrher, Leibe in Geiß-Nibda Konrab Torr, Fabrikarbeiter in Lohra, mit Margareta Bölck in Oberweimar. Eheschließungen: November 22. Eugen Alfred Henke, Handlungsgehilfe in Gießen, mit Maria Stroh in Eifa. Geborene: November 15. Tem Maschinisten Wilhelm Bricmer ein Sohn, WUhelm Karl. — 16. Dem Wirt Jakob Lölrr eine Tochter. Maria Sufanna. — 18 Dem Kaufmann Heinrich Werner Fahrenbach ein Sohn, Werner Karl Wilhelm Heinz — Dem Metzger Heinrich Leonhard Magner ein Sohn, Walter August. 19. Tem Metzmrmcister und Wirt Marl Mräiner eine Tochter, Erna Tem Kutickci Johann Heinrich Wilhelm Stcvhan Kliffmüller eine Tochter. Henriette Dem Burcauvorstehcr Wilhelm Oiümbcl eine Tochter, Erna Frieda. - 24. Tem Großh. Geometer II. Klaffe Ferdinand Möller eine Tochter. Gestorbene. November 21 Julius Buch, Rentner, 66 Jahre alt, Roonstraße 21 23. Julie Leib, ged Vogt, 61 Fahre alt, Seltersweg 87 24 Karl Zimmermann, -ckreine. nteiün. 77 Jahre alt. Neuen Bckue 15. Fakob Kahn, Schneider 60 Fahre alt, Bahn hot nr 20 25. Ernestine Weder, Büglerin, 19 Jahre alt, kleine Mühlgasse - 26 Felix Altmann, Student der Veterinärmedizin. 27 Fahre alt. Seltersweg 20. Wilhelm Pdilivv Karl Weiß, SdnimcBti, 22 Fahre alt, Wiesecker Weg 23 — ">7 Luise Georgine Linkmann. ged. Tiehl, 43 Jahre alt, Wil hclmstraße 43 - Heinrich Bruchhauser, Rentner, 75 Jahre alt. Molfstraße 6. Aufgebote: Nov. 13. Friedrich August Jung, Prediger in Al-scid mit Maria El lsabel l> Bormann in Boerd. — 20 Ernst Kassa, Fabrikarbeiter ;u Alsfeld, mit Marie Schäfer in Zell. Geborene: Nov. 13. Tem Taglöhner Christian Bücking ein Sohn, Heinrich Johann Philipp. — 11. Dem Schreinergehilfen Karl Friedrich Habermehl zu Düsseldorf ein Sohn, Karl Friedrich. •— 14. Tem Bahnarbeiter Johann Heinrich Bücking eine Tochter, Anna. — 15. Tem Bankbeamten Konstantin Kranz ein Sohn, Josef Albert. — 18. Tem Schreinergehilsen Heinrich Rühl ein sohn, Wilhelm. — Tem selbständigen Schlosser August Koch eine Tochter, Luise Marie Gertrude. — 19. Tem Schncidergehilscn Heinrich.Hölscher ein Sohn, Johannes Otto — 21. Tem Lehrer Jakob Usinger ein Sohn, Walter Sterbesälle : Nov. 18 Christine Grünewald, geh. Bücking, Rentnerin, 78 Jahre alt. — 19. Wilhelm Hahn I., Gerbermeister, 68 Jahre alt. — 26. Hermann Scklörb, Metzgergehilfe, 32 Jahre alt. Bcirrn. Sterbe fülle: November 27. Wilhelm Schomber I. Landwirt, 66 Jahre alt. Büdingen. Sterbesälle : Nov. 19. Karolmc Methfessel, 23 Jahre alt. Friedberg. Aufgebote: Nov. 24. Karl August Reinhold Mischlin, Architekt in .Höriin, mit Tvrothea <100b tu Friedberg. Eheschließungen : Nov. 22. Wilhelm Treß, Elektromonteur, mit Mina Blum, beide in Friedberg. Geborene : Nov. 17. Tem Eisenbahnarbeiter August Huhn ein Sohn, Albrecht Georg Arthur. — Dem Weißbinder Theodor Weber ein Sohn. Ernst August. - 18. Tem Cbcrponaififtentcn Heinrich Böhl ein Sohn, Paul Heinrich. - 19. Tem Monteur Andreas Karl Goldmauu ein Sohn, Georg. — Tem Schreiner Georg Friedrich Philipp Künstler eine Tochter, Margaretha Marie - 20. Dem Maler Karl Mrctidimar eine Tochter, Emilie Marte Tem Elektromonteur Foscph Wilhelm Haub eine Tochter, Maria *5Inna. — 22. Tem Taglöhncr Karl Witzcl eine Tochter, Elia — 23. Tem Apotheker Theodor Türen ein Sohn, Karl Theodor. Großen-tinden. Geborene: Nov. 18. Tem Sthulbtcner Ludwig Weiß III. eine Tochter, Lutte — 22. Tem Bahnarbeiter Ludwig Deller ein Sohn, Albert Ludwig. Sterbesälle : Nov. 5. Georg Lud V., 80 Jahre alt. Klein=£in&cn. Aufgebote: Nov. 19. Krastwagenfabrer Philipp Germer m Braumel» mit Margaretha Fung in Klein-Linden. - 21 Ei,cndabn»^at,ner Paul Albert Frick, mit Alwine Marie Matta Rcrdämcr, beide in Kirin-Linden Eheschließungen Nov 22, Ludwig Faber III, Babn- arbetter, mit Lui'e Rinn, beide in Klein-Linden - 19 Trm ^Aloffer Friednch Knapp ein Lohn, »rtcbno) Ailhelm Sterbefälle: Nov. 23. Äatbarmc Lud, geb. Deibel, 43 Jahre alt. Langsdorf. Eheschließungen: Wilhelm Dörr, Maurer, mit Maria Roth, beibe in Langsbors. Geborene: Tem Arbeiter Johannes Heinz eine Tochter, Auguste Katharina. Lauterbach. Aufgebote : Nov. 22. Konrad Heuser II., Fabrikarbeiter, mit Sophie Löhr, beide in Lauterbach. Eheschließ wn gen: Nov. 20. Ludwig Köhler, Schlosser in Lauterbach, mit Katharina Reining in Blitzenrod. Geborene: Nov. 13. Tem Schriftsetzer Friedrich Wilhelm llfoner eine Tochter. — 15. Tem Tachdtcker Ferdinand Cazare eine Tochter, Marie. Sterbefälle: Nov. 13. Marie Flach, 19 Jahre alt. —> 17. Johannes Schneider I., Weber, 69 Jahre alt. — 24. Johannes Götz, Taglöhncr, 74 Jahre alt. Nidba. Eheschließungen: Nov. 15. Wilhelm Heinrich Müller, Kaufmann in Enkheim, nrir Macie Scum in Nidda. — 22. Karl Dietz, Fahrburfche, mit Klara Biermann in Nidda. Geborene: Nov. LJ. Tem Kaufmann Heinrich Schmidt ein Sohn Ste rbef ülle : Nov. 18. Herz Katz, Handelsmann, 76 Jahre alt. Scholten. Eheschließungen: Nov. 22.^Heinrich Wilhelm Schütz, Maurermeister in Schotten, mit Anna Schütz in Götzen. Watzenborn Steinberg. Geborene: November 12. Dem Bahnarbeiter Emst Jung eine Tockter. Emilie. — 13. Dem SoLosser Karl Kolmer ein Schn, Karl - 20. Dem Weißbinder Job Georg Schneider ein Sohn, Richard. Vom Vesten das Beste ist der Grundsatz beim Einkauf der Rotzstoffe für Scotts Emulsion. Peinlichste Lauberkcit, größte Sorgfalt wird bei der Herstellung beobachtet, und darum ist Scotts Emulsion die beste m*. allen. c.u I V/Sl TKA R TEN ln btUtbtgen Schl iflan unu Kartonzortt^ ■1- ii. . v sowk mit Zirkeln ai~ r studentischen Vereinigungen liefert iu mäßigen Preisen du Brüh? seht Univ.-Druduruh Glanz Glanz matt matt Nachhilfestunden in aHen Fächern für bis Ober-Prima öffentl. höher. Schulen. Schüler aus Sexta Cöln-Rodenkirchen Remlu a”/11 Alle Schmutz- Resultat auch Obstflecken sind Vorführung ohne Kaufzwang Feldbahnfabrik LFraokturta.il. Amt I, 15Tp._. Gewicht nr 20 kg Ecke Kirchenplatz Lindenplatz. jener mooe erhalt bei jeder Aufnahme Busch’s Musikhaus, Gießen Gleisanlagen ZuKaafu-Mfeie Arbeite- und Staub-, Schweiss-, Fett-, Kakao-, PrElSSB. 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Halten Sie sich an nachstehende bewährte Gebrauchs-Anweisung und Sie werden sofort sehen, wie mühelos, einfach, schnell und billig bei abseluter Unschädlichkeit für das Gewebe mit Persil zu waschen ist. Gebrauchs-Anweisung: ä. Für Weisswäsche. ff an löst Persil in kaltem oder lauwarmem Wasser durch Umrühren im Kessel auf; dann die Wäsche sofort hinein tun, zum Kochen bringen und nur einmal i/ — t/ Stunde unter zeitweiligem Umrühren am Kochen halten. Nach dem Kochen lässt man die Wäsche einige Zeit in der Lauge stehen und spült sie dann in klarem, möglichst in warmem Wasser sorgfältig aus. Jede Zutat von Seife, Seifcnpulver oder anderen Waschmitteln ist unbedingt zu vermeiden, da diese die selbsttätige Wirkung von Persil nur beeinträchtigen und dessen Gebrauch unnütz verteuern. (Nur bei sehr schmutziger Wäsche empfiehlt sich vorheriges Einweichen in Henkel s Bleich-Soda.) 'Pallabona"«? entfettet die Haare rationell auf X trockenemWeae, macht sie locker u. L. leicht au frisieren, verbinden das EA Auflösenderörisur,vcrlechtfemen M Dust, Teiuint d. Stopfbaut. Geseb.l- M^aesch. Aerztl. emvf. Dos. z- Wit.1-50 ItZ4Su.2.50 b. Damenfriseuren u. i. Parf. Aul Wunsch Teilzahlung! • 78X3 Verzeichnisse gratis. Familienbilder _ D8/1 zu entMprechend billigen Preisen w. Dürbeck Nachfolg., Albert Höss Spezialgeschäft in Oefen u, Herden. Diezstr. 6. Tel. 283 spurlos verschwunden, die Wäsche ist vollkommen rein und blendend weiss, wie auf dem Rasen gebleicht. b. Für Wollwäsche. Persil wird hierbei nicht in kaltem, sondern bereits stark handwarmem Wasser aufgelöst und die Wäsche darin etwa x/4 Stunde geschwenkt (also nicht gekocht); hierauf die Wäsche gut ausspülen und ausdrücken, nicht auswringen. Das Trocknen darf an nicht zu beissen Orten oder an direkter Sonne geschehen. Q A, Bei sachgemässem Waschen mit Persil wird die iXC&UiLal e Wolle nie filzig, sondern bleibt locker und griffig; Krankenwäsdie wird gleichzeitig völlig keimfrei, da Persil nach bakteriologischen Feststellungen stark desinfizierend wirkt, Bakterien tätet und Knuskheitskelme erstickt und zwar schon bei einer Temperatur von 36—46® C. Also die glänzendsten Erfolge bei einfachster Anwendung! Zögern Sie deshalb recht Eager und machen auch Sie einen Versuch, denn so waschen Millionen Hausfrauen seit Jahren mit bestem Erfolg und schonen dabei ihre Wäsche 1 Ueberaü erhSRfit*, eietnels tose, nur in OrifteeUPActen. HENKEL & Co-, DÜSSELDORF. KHmmr Fe*r*nte» «A der «llbeDebtwi Viele Ausland-Patente Schont die Wäsche, selbst die feinsten Gewebe. Kein Zerbrechen der Knöpfe. Yx Einfachste Handhabung ohne W Gummiwalzen. 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