Aeitag, p. September W Erstes Blatt 163. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhessen für die Redaktion 112, Berlaq u. Expedition 51 Adresse Mr Depeschen: Nr. 214 Ter Gieherer Anzeiger BA VT ö «ezugSprer». erscheint täglich, außer ÄHÄD V vW Ea ▼ monatlich75Ps^viertel- Sonntags. - Beilagen: 4 A Jk A A A rt» '" i pH A ▲ ▲ jährlich Mk. 2.20-, durch viermal wöchentlich » V* I »J V »JJ V <- | ♦** WVttfVJJ*'» ^Gerichtssaal": K.Reu- mT'dl^T^esnummer RotatioHsbrwf und Verlag der Vruhl'fchen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Land": E.Heß; Mr den bis vormittags 9 Uhr. Geschäftzstelle Büdingen, Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfa&t 10 Seiten. Tagcskalcndcr aus dem Aahre 1813. 12. September. Die Preußen und Russen nehmen Weißen- fels ein. König Konstantin und die Mißstimmung in Mnkmch. Die bekannten Trinlsp-rckche, die am Montag zwischen dem Kaiser und König Konstantin gewechselt worden sind, und in Idenen die griechische Anerkennung der deutschen militärischen Lehrmeister widerklang, haben recht bemerkenswerte Nachwirkungen in — Frankreich gehabt. Richt nur die dortige Presse .hat sich ü'öcr die angeblliche Zurücksetzung Frankreicl>s ereifert, spndern es scheint auch eine hochnotpeinliche diplomatische Aktion erfolgt zu sein. Wenigstens meldete gestern eine amtliche Note der Agence Havas: Der Minister des Aeußern Pichon empfing heute (Donnerstag) vormittag den griechischen Gesandten Romanos, welck>er Kenntnis von einem Telegramm seiner Regierung gab, wonach Griechenland zu sehr sich dessen bewußt sei, was es Frankreich schuldet, um nicht alles zu tun, was notwendig ist, um jedes Mißverständnis zwischen den beiden Ländern zu zerstreuen. Der Ministerpräsident V e n i s c l o s , oer von Athen ablvescnd ist, sollte heute vormittag dorthin zu- rückkehren. Man kann eine Erklärung seinerseits erwarten. Das klingt echt französisch. Aber auch in Athen ist der amtliche s2£pparat in Bewegung gesetzt worden, und die ,,1)lgence d Athenes" verbreitet eine Erklärung, in der an dem Königswort Konstantins in höchst auffälliger Weise herumgedeutelt wird. Es heißt darin nämlich: „Die Presse und die öffentliche Meinung ist lebhaft erregt von dem M i ß v e r st ä n d n i s, das durch die Antwort des Königs auf die Rede des deutschen Kaisers her- vorgcrufen worden ist. Griechenland wird niemals die große n Dienste, das Wohlwollen und die kostbare Mi ta rbeit vergessen, die Frankreich jederzeit (Griechenland geleistet hat und ebensowenig die Dienste des Generals Eydoux und der französischen Militärmission. Die Presse weist nachdrücklich darauf hin, daß man den Worten des Königs nicht die Bedeutung beilegen dürfe, die man ihnen in Frankreich beilege." Wir haben schon bemerkt, daß d-ic Pvlitik der Trin5- sprüche, die bei der Uebcrreichung des Feldmarschallstabes an König Konstantin gewechselt worden sind, nicht unseren uneingeschränkten Beifall hatte, so angenehm auch das Lob des Königs der Hellenen in deutschen Ohren erklinge^ Imochte. Ganz und gar hat uns mißfallen die auffällige Veröffentlichung im deutschen Regierungsorgan. Deutschland hat es wahrhaftig nicht nötig, sich mit diesen fremden Lobes- federn auf^uputzen. Selbstlriiik und Selbswertrauen sind uns viel wichtiger. Dann machte die Veröffentlichung auch, äußerlich genommen, nicht gerade einen stolzen, imponierenden Eindruck. In Frankreich, das viel auf seine guten Beziehungen mit Griechenland hält und eine Militärmission dorthin entsandt hatte,, die bisher anscheinend noch kein besonderes Lobeswort gefunden hat, gehen die Wogen um so höher, als gerade in diesen Tagen der Besuch des Königs Konstantin in Paris bevorsteht. Unter diesen Umständen ist es doch beachtenswert, daß der „Matin" seine Angriffe gegen die Rede des Königs Konstantin mit Hartnäckigkeit und Heftigkeit fortfetzt und man darin die Absicht erblicken muß. die öffentliche Meinung Frankreichs zu Kundgebungen bei der bevorstehenden Anwesenheit des Königs in Paris aufzuwiegeln. Das Blatt bringt eine Erklärung des griechischen Gesandten in Paris, Athos Romianos,^in der cs heißt: Es hat niemals die Absicht meines Souveräns sein können, die Gefühle dieses Landes zu verletzen, für welches er eine tiefe Bewunderung und die lebhafteste Sympathie empfindet. .Hat er nicht seine Absicht ausgesprochen, nach Paris zu kommen, um dem Präsidenten einen Besuch abzustatten, bevor er noch vor Ablauf der Trauerzeit ihm einen offiziellen Besuch machen kann? Indem der König bei den deutschen Manövern von militärischen Operationen sprach, die er als siegreicher Feldherr geleitet hat, wollte er vor allem der Tapferkeit seiner Truppen Anerkennung zollen. Er hat gleichzeitig vor dem deutschen Kaiser seine Bewunderung für die deutsche M il i t ä r t a k t i k ausgesprochen, jene Taktik, die sogar in Frankreich zahlreiche Bewunderer unter den militärischen Autoritäten zählt. Unsere Regierung dankte vor zwei Monaten der Regierung der Republik für die wertvollen Dienste, wclclie die französische Militärmission Griechenland bei dem Werke der Heereswieberherstellung erwiesen hat und verlangt, daß die tun 21. Januar 1911 geschlossene Konvention um zwei Jahre verlängert werde. Dieses Verlangen erscheint aber als unleugbarer Beweis dankbarer Anerkennung der Dienste des Generals Eydoux und seiner Mitarbeiter durch den König und die Re- nierung. Der bevorstehende Besuch des Königs ist ein glänzender Beweis der Gefühle gegen Frankreich. Gestatten Sie mir, die Hoffnung auszudrücken, daß das bedauerliche Mißverständnis bald verschwinden werde. Der „M atin" erachtet diese Erklärung für ungenügend und schreibt: Hätte König Konstantin sich damit begnügt, seine Bewunderung für die deutsche Militärtaktik auszudrücken, so hätte er niemanden in Frankreich dadurch angestoßen. Er ist viel iDetter gegangen. Seine Worte bedeuten, daß er dem General und den französischen Offizieren, welche seit drei Jahren voll Aufopferung an der Hebung der griechischen Armee gearbeitet haben, gar nichts verdankt. Diese Worte sind nicht in mitteilsamer Wärme des Banketts gesprochen, sondern auf dem Exerzierplatz in frischer Lust vor den versammelten Generälen vor dem Frühstück. Sie und nicht aus dem Stegreif gesprochen worden, sie sind mit Vorbedacht wiederholt worden, da der König sagte: „Ich kann mich nicht enthalten, noch einmal laut und öffentlich zu wiederholen". Die Veröffentlichung dieser Worte ist nicht übereilt geschehen, sondern es sind 48 Stunden verstrichen zwischen dem Augenblick, da sie gesprochen und demjenigen, da sie der Presse übergeben worden sind Wir bestehen ohne Freude auf diesen Einzelheiten, weil man der Wahrheit immer ins Gesicht sehen muß, wenn sie auch noch so mißliebig sein mag. Wir hören die Stimmen, die sagen: Man darf keine Zwischenfälle schaffen und muß geschickt sein: aber für uns ist es keine Geschicklichkeit, keine Berechnung und kein Interesse, wenn es sich um Frankreichs Würde und Stolz auf das Heer handelt. Wenn des Königs Worte nicht seinen ganzen Gedanken aussprechen, so soll man es sagen: wenn sie nicht die Meinung seiner Regierung ausdrückten, so soll man es kundtun: wenn sie nach Korrektur oder Ergänzung verlangen, so korrigiere oder ergänze man, aber das Mißverständnis muß beseitigt fein, bevor man s i ch am 2 1. September im Elysee an b i c Tafel setzt. Mahlzeiten, bei denen es Mißhelligkeiten gibt, bevor man sich zu Tische setzt, werden schlecht verdaut: Trinksprüche, welche man nach dem Gastmahl ausspricht, wo kein Vertrauen herrscht, verhallen ungehört. Es wird ein Canossa-Gang sein, den der König der Hellenen nach 'Paris tut, oder aber er wird vielleicht, um das Mittagsmahl im Elysee verdaulich zu machen, wieder einen Trinlirruck, tun. in dem er „laut und öffentlich" wiederholt, wie glänzend erhaben die militärischen Einrichtungen Frankreichs über alles Lob und allen Tadel sind. Dann wird der gallische Hahn aus den Spalten des „Matin" heraus ein stolzes und befriedigtes Kikeriki ertönen lassen. Paris, 12. Sept. „Excelsior" will wissen, daß Ministerpräsident V e n i z e l o s den König K o n st a n t i n vielleicht bei feinem Besuch in Paris' begleiten werde. Der griechische Ministerpräsident Ven izelos hat an den „M a- l i n" ein Telegramm gerichtet, in dem es heißt: „Die öffentliche Meinung in Frankreich regt sich zu unrecht Über die von König Konstantin in Berlin gesprochenen Worte auf. Seine Majestät hat nur den militärischen Einrichtungen und der Militärakademie in Berlin, wo er und die Offiziere seines Generalstabes ihre militärische Ausbildung vollenden durften, seine Huldigung ausgesprochen. Eine solche Huldigung als Erwiderung auf die in Berlin bezeugten Ehren kann dem Werke nichts schaden, welches die französische Militärmission mit großem Nutzen in Griechenland vollbringt. Niemand denkt daran, dieses Werk zu verkleinern oder zu verkennen. Die griechische Nation vergißt übrigens nicht, d a ß Fr ankreich einer der Schöpfer ihrer Unabhängig k e i t ist, und daß sie auch im UnMick in Frankreich beit treuen uneigennützigen Verteidiger ihrer verkannten nationalen Rechte gefunden hat." Der „M atin" fügt hinzu: Das ist für uns ein Anfang der Genugtuung. Zweifel los werden Politiker und- Regierung diese (Genugtuung vollenden frnub sich bemühen, schnell das Mißbehagenzu zerftrcueit, das ihr Monarch geschaffen hat. kriegerische Kundgebungen in Japan. Tokio, 11. Sept. Im Theater Meideidmsa sand eine von Tausenden besuchte Versammlung statt, in der eine En tscheidung über die mandschurischen und mongolischen Fragen durch Waffengewalt gefor* dert wird. Extrablätter verlangen entweder die Absendung von Truppen nach China oder die Abdankung des Kabinetts. Eine große regierungsfeindliche Kundgebung wird vorbereitet. Die Japaner haben Mannschaften zum Schutz der Geschäftshäuser in Nanking gelandet. Peking, 11. Sept. (Reutermeldung.) Japan überreichte heute der chinesischen Regierung eine Re ihe von Forderungie n, die sich beziehen: 1. auf die Marterung des japanischen Leutnants Nihimira in Han-> kau am 11. August, dem die Uniform heruntergerissen und der an den Händen aufgehängt wurde, 2) auf die Verhaftung eines anderen Offiziers in Schantung und 3) auf die Be drückung von I ap anern in N an- ting und schließlich auf dieBeleidigungeinerjapa- Nischen Fahn e. Die Forderungen betreffen die Zahlung einer Entschädigungssumme, deren Höhe später festgesetzt werden wird. Man erklärt auf der japanischen Gesandtschaft, daß China diese Forderungen unverzüglich annehmen müsse, andernfalls würde eine Aktion, wie sie für notwendig gehalten wird, unternommen werden. Ohne Rücksicht auf die maßvollen Forderungen erwartet man, daß sie China unverzüglich annehmen wird. Die Gürtei und Bulgarien. Wien, 11. Sept. General Sawow erklärte dem Konstantinopeler Korrespondenten der „döenen Freien Presse", die sogenannte Frage von Gümüldschina wird den erfolgreichen Fortgang der Verhandlungen nicht stören. Ueber die letzten türkischen Grenzvorschläge muß ich gleich den tür" tischen Delegierten strengste Verschwiegenheit bewahren. Die Verhandlungen sind diplomatisch nahezu abgeschlossen; sie können sich höchstens wegen militärischer Einzelheiten noch einige Tage hinziehen. Konstantinopel, 11. Sept. Da die Instruktionen für die bulgarischen Delegierten noch nicht eingetroffen sind, ist die amtliche Zusammenkunft der türkischen und bulgari- Fürsten nach und saß ihm mehrere Male. Trubezkoi ließ daS Standbild des Dichters in Stockholm in Bronze gießen, und das jetzt vollendete Werk wird voraussichtlich in Jasnaja Poljana ausgestellt werden. — I m September 1813 in Paris. Wie war in den Tagen, da die Sache der deutschen Freiheit mit den Schlachten bei Großbeeren und Dennewitz, an der Katzbach und bei Mulm, endlich zu triumphieren begann, wie war damals die Stim- mung in Paris? Nock) ahnte man dort nicht, wie ernst sich bereits die Lage für die französischen Waffen gestaltet hatte. Die amtlichen Zeitungen mußten sich nach wie vor höchst zuversichtlich zeigen und veröffentlichten munter eine Lügennachricht nach der anderen. Das „Journal de Paris" brachte z. B. einen ihm angeblich aus Dresden zugegangencn Bries, worin cs u. a. hieß: „Ich gebe Ihnen keine Einzelheiten, aber unsere Erfolge setzen uns selbst in Erstaunen ! Fast ohne Verluste haben mir, ober haben wir doch beinahe, dieses schreckliche österreichische Heer vernichtet. Ich glaube, daß wir wenigstens 30—40 000 Gefangene von den Oesterreichern in Dresden eingcbracht haben, und immer kommen noch neue." Das österreichische Heer war aber bekanntlich nicht vernichtet, sondern sollte sich bald wieder als sehr lei- Itungsfähig erweisen. Napoleon war indeß mit Eifer bedacht, dafür zu sorgen, daß Kaiser Franz I. und seine Regierung,' mit denen er noch immer hoffte, sich einigen zu können, keinesfetls von Paris aus unnütz verletzt würden. Er schrieb von Breitenau an den Minister des Innern, Herzog von Bassano, daß jede persönliche Spitze gegen den Kaiser und gegen Metternich vermieden werden müsse. Man solle auch in den Kriegsberichten niefit von dem österreichischem Hofe oder Kaiserhause, sondern immer nur von dem Kabinette reden und auch ben leitenden Minister des Kabinetts lieber weglassen. In engeren Kreisen freilich konnte man damals in Paris schon wissen, daß cs mit den Franzosen on- fing. schief zu gehen. Damals hatte Ney an den Generalstab be reits einen sehr bezeichnenden Brief nach Paris geschrieben. Zum ersten Male zeigte sich der „Bravste der Braven" in diesem Brief mutlos; er äußerte sich folgendermaßen: „Die Moral der Generale und im allgemeinen auch die der Offiziere ist besonoers er schlittert: unter diesen .Verhältnissen kommandieren heißt iiber- haupt nur halb kommandieren, und ich möchte lieber einfacher Grenadier fein. Ich bitte Sie, beim Kaiser durchzusetzen: entweder, daß ich alleiniger oberster Befehlshaber bin und die Di- vifionsgeneräle unter meinem Befehle stellen, ober aber, daß S. M. mich aus dieser Hölle erlöse." Die „Hölle", von der Ney hier spricht, war Torgau, das von Flüchtlingen überfüllt, vom Feinde bedroht, von Lebensmitteln entblößt war: Ifatifi, Wissenschaft und Leben. — H ErkesJslandforschung. Im Monat Juli unternahm Heinrich E r k c s aus Köln seine fünfte Jslandreise, die, obsckwn von kurzer Dauer unb ungeachtet der zum Teil ungün- ftigen Witterung, recht erfolgreich war. Nach „Peterm. Mttt." führte sie in teils sehr wenig bekannte, teils nie zuvor besuchte Gegenden des innem Hochlandes, zunächst von Akureyri über die Felsterrasse Vattiahjalli zum Nordolttand des großen Binnen- Ees Hoftjökull, der an dieser Stelle wegen der ihn in weitem Umkreis umlagernden Schlammassen bisher als unzugänglich galt. Oestlich vom Gleftcherendc wurden an der Höhe Häalda die nördlichsten Zuftußguellen der Thjörsä, des größten Flusses Islands festgeftellt Bei Durchquerung des nordwestlichen Teiles der Geröllwüste Sprengisandur sand Erlös die Quellen der Flüsse Bleikmyradalfä und Kidagilsä. Der zwecke ^.eck der Reise führte lz-rkes in die Lavawüste Odäkraun, deren nördlichsten Teil er in lanaen Wanderungen untersuchte; er blieb füm Tage aus dem Scknldvulkan Kerlingardyngja. Aul feiner Sudiecke erheben fich bis zu 920 Meter ü. M. die Tunberge Hvammnöll, die ebenso wie die iveiier nördlich gelegenen Schiidvulkanc Kelildyngja, Skjald- boko unb Skuggadyngja von Erkes befuckst würben. Die Rstckreif'e erfolgte über das bekannte Vulkangebiet des Mückensees (Myvatn- nach^Aku^eyrr corfer Theaterbrief: Neues von Herbert Eulenberg. Man schreibt uns aus Düsseldorf, 8 September- Gegenwärtig hält in Düfseldorfder Deutsche Mo- nistenbund seine Hauptversammlung ab. Ihm widmeten Hertz e r t E u l e n b e r g und das S ch a u f Pi e l h au s eine Festaufführung, in der zum ersten Male zwei kleine Werke von Eulenberg I k a r u s u n d D ä d a l u s" und „K r i e g b c m n r i c g", gegeben wurden. Ikarus und Tädalus nennt Eulenberg ein Oratorium Es ist ein Gedicht nick dramatischen Impulsen. Tie Geschickte von Dädalus unb Ikarus gibt der Dichtung den unentbehrlichen Zusammenhang, innerlich hat sie mit ihr bis auf eine gewisse Symbolik nichts zu tun. In freien Rhythmen, wechselns mit vornehmen und strengen Versformen, schrecket das Gedicht daher, das in bisweilen etwas absichtlicher und überladener Form Weltanschauung vorträgt. Persönliches Weltempfinden mildert diesen Mangel, dichterischer Impuls und Ausdruck trägt darüber im stärksten Augenblick hinweg. In der Anfführung des Schauspielhauses, die der Dichtung ein farbiges Gewand unb klangvolle Deklamationen lieh, sand das Werk starken Beifall des Publikums. Das freundliche Scherzspiel Eulenbergs „Stieg dem Krieg", das zwecke Stück des Abends, verspottet voll graziösen Witzes die Mgst des^Publikums vor dem Kriege. — Münchener Musi kb rief: Eine neue Operette. Aus München wird uns geschrieben: Die Uraufführung der drei- akttgen Operette „Flora Bella" im Gä r t n e r t h e a t e r in Anwesenheit des Komponisten Charles Cuvillier und des Autors Felix Doermann l-atte rauschenden Erfolg. Nach kühler Ausnahme der Ansangsszene, deren hölzerner Dialog wenig gutes für den weiteren Verlauf des Abends versprach, trat schnell ein Stimmungsumschlag durch die ersten Tanzkuplets ein, an denen die Operette sehr reich ist. Der zweite Akt entschied das Schicksal der Novität, deren nirgends besonders originell, aber immer gefällig ansprechende Musik sich durchaus in den hergebrachten Bahnen der Wiener Operette bewegt. Nach den meisten Gesangsnummern, mit denen sich das neue Mitglied Fräulein von Moosburg trefflich einführte, das in den Herren Gruber, Ludl, Seibold, sowie Fräulein Menari gute Partner sand, wurde der Beiiall so stürmisch, daß die Sänger zur Wiederholung veranlaßt wurden. Viel trug zu dem Erfolge die äußerst glänzende Aus- ftattungjiei, die an das Stück verwendet war. Namentlich kam bei vielen Tänzen der künstlerische Wurf und die Farbenpracht der Frauengewänder zur Geltung. — Ein neuer Thoma. Ludwig Thoma hat ein neues Stück geschrieben^ das im Manuskript von Direktor Barnowski für das Lessing Theater und noch für zahlreiche andere Bühnen erworben worden ist. Tas Stück heißt „Die Sippe" und behandelt die Geschichte einer jungen Liebesehe zwischen einer bekannten Münchener Künstlerin unb einem Professor, der bie Künstlerin in München kennen unb lieben lernte. Das junge Ehepaar, bie Schwester des Professors, ber Privatgelehrte, der unter ber Strenge bcs Gesetzes zu leiden hatte unb auswanderte, um sich in Amerika als Privatlehrer, Journalist, Kellner, Portier unb durch noch anbere Stellungen ehrlich durchzuringen, bas sind die Hauptrollen, bereu Darsteller Thoma vor dankbare Aufgaben gestellt haben soll. — Zwei Denkmäler für Tolstoi. Leo Tolstoi soll nun zwei Denkmäler auf einmal erhalten. In ber Moskauer Stadtbuma beantragte ber Stabtoerorbnete N. A. Schamin ben auf ben 9. September fallenden 85. Geburtstag L. N. Tolstois durch Aufftellung einer von dem Bildhauer Merkulow herge- stellten Statue des Dichters auf dem Hose des Hauses auszuzeichnen, das früher L. N. Tolstoi gehörte unb von der Stabt erworben würbe. — Die zweite Tolstoistatue stammt von dem Fürsten Trubezkoi, dem bekannten russischen Bildhauer. Dieser war, vor einigen Jahren in Jasnaja Poljana zum Besuch beim Grafen Tolstoi unb faßte ben Plan, eine Porträtbüste bes greifen Dichters herzustellen. Tolstoi gab schließlich dem Drängen des Deutsche Kolonien 7- Ecfiotten . . < Rainrod . . Eichelsdott CbnMimilttn llnterfd)intltcn 8" 8" 8” 8" 8" Die Züge Feiertags vom 7M • • Schotten . . an 8" , , 4184 und 4193 verkehren nur Gönn- und Wert Konferenzteilnehmer auf übermorgen verfcho ben worden. Ludw K> orst zum Oberlehrer an der Realschule zu Wimpfen mit Wirkung Pom 1. Oktober an cninrmt. .** Pfarrwesen. Ter Gronbcrzog hat dem Pfarrer .aUius Lehr gai Ober-Roßbach die evangelische Pfarrstelle zu Wirhausen, Dekanat Darmstadt. übertragen. “ Kr etsgesu n dde l t S we scn TtrGrvßheirzog hat ben rraknschcn Arzt und Assistenten am Institut für gc- ruhtiithc Medizin in Leipzig Dr. Robert Eng au in Leip. itfl-£inöcnau zum Kreisasiistenzarzt bei dem'Kteisgesund- neitsamt Darmstadt mit Wirkung vom 16. Oktober 1913 er- nannt. •• Entlassen wurde die Lehrerin an der Muster- schule zu Friedberg Margarete He im bürg auf ihr Nachsuchen vom 1 Oktober 1913 an aus dem Schuldienst. ** Erledigt ist die nut einem evangelisckien Lehrer zu besetzende Lehrerstclle zu Metzlos, £rei-> Lauterbaci», nnt der Kantortnenft verbunden ist. Dem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage gewährt werden. "Finanzwesen. Der G r oßhc r zog hat bem stän- digen Hilfsarbeiter bei der Abteilung für Steuerwesen des Ministeriums der Finan.zen und Vorstand der Registratur dieses Ministeriums, Ober-Finanzassessor Kart K'ubn zu Darmstadt mit Wirkung voin 29. Juli i>. Is. ab den Charakter als „Finanzrat": dem wontrollbeamten der Lokalkasscn des Bezirks IV. Finanzamtmann Heinrich Lohnes zu Mainz und dem Vorstand des Finanzamts Lauterbach Finanzamtmann Justus Reim Herr zu Lauterbach den Charakter als „Finanzrat" verliehen. ** Tas Großherzoglich Hessische Regierungsblatt Nr. 21, ausgegcbcn in Darmstadt am 8. Semptember 1913, enthält: Ocffentliche Anerkennung. — Bekanntmachung, die Brennholztaxe für die Großherzogli- chen Domanialwaldungen für das Rechnungsjahr 1914. — Errichtung von Kirchengemcinden und Pfarreien sowie Äen- dcrungen der Bezirke. — Dienstnachrichten — Eharakterer- tcilungen. 15./11. bis 15./6. nach Bedarf bei günstigem Wintersportwetter ans jedesmalige besondere Anordnung. •• Bel oh nung en. Durch böswillige Beschädigungen der Fernleitungen der elektrischen'Ueberlanbanlage der Provinz sind nnedcrbolt Störungen im Betrieb eingetreten Es wird deshalb, wie aus dem Kreisblatt ersichtlich ist, eine Belohnung von 25 Mark jedem zuaesichert, der Serenen, die in irgend einer Weise die Fernleitungen gefährden oder beschädigen, der Provinzialdirektion derart namhaft macht, daß strafrechtliche Aburteilung erfolgen kann. "Erwischte Ladendiebin. In der Hofmetzgerei von F. Schreiner am SeltcrSweg wurde eine Frau erwischt, als sie ein Stück Schweinckamm in ihren Korb verschwinden *-Reichsversichcrungsordnung. Mit Beginn des nädnten Jahres treten die Vorschriften der Reictevrrsicherurigs- ordnung über die Krankenversicherung in Straft E« werden damit aukrrordenUich wichtige Aendcrungen eingeführt, die von den^ Kaufleuten und ihren Angestellten genau beachtet werden müssen. 11. a. sind vom 1. Januar 1914 an alle Handlung-^ l e h r l i n g e ohne jede Ausnahme krankenversicherungs- pl l r ch t i g Es ist also ganz gleichgültig, ob die Lehrlinge von ihrem Prinzipal irgendeine Vergütung erhalten oder nicht Ferner Ickten, baß die B e rs i ch e r u n gs g re n ze non 2000 aui 2?00 Mark hinauf gesetzt worden ist, so dost weile Streise von .lngrstellten, die bisher versicherungsfrei waren, verflcherungS- vilichtig werden. Sodann must beachtet »verden, das, die freiwillige Fortsetzung der Mitgliedschaft bei Olts-, Betriebs- und Innungskrankenkassen mir noch zulässig ist bis zu einem (Hefanit- ein kommen von 4000 Mark Der also durch jahrelange Beitragszahlung Rechte auf Krankenhilfe und Sterbegeld in einer Zwangs- krankenkasse erlangt hat, verliert fein Anrecht, wenn fein gesamtes lährliches Einkommen 4000 Mark übersteigt, er ist somit in vor- gerückten Jahren, sobald er ein auskömmlictres Okbalt erreicht bat, unversichert. Einsichtige Prinzipale werden daher von vornherein ihre Lehrlinge und Angestellten einer kaufmännischen Ersatzkran - kenkafic zuführen, in der die Rechte der Versicherten nach jeder Richtung gewahrt bleiben und mit der Dauer der Mitgliedschaft wachsen. Außerdem sind die Beträge bei ben kaufmännischen Krankenkassen durchweg niedriger als bei den Zwangskassen, die LeiMingen dagegen hoher. Als bHeutcndstc und größte kaunnän« miche Ersatz kranken lasse ist die des Verbandes Deutscher Handlungs- gehilsen zu Leipzig anzuschen. Diese Kasse, welche neuerdings auch eine FamiUenkrankenkaise gegen mir 3 Mark McmatSbe,krag nn- tübrt, wMt über 50 000 Mitglieder und nnmnt in-rsichrrunqs- Mlichtige Lehrlinge und Angestellte ohne ärztliche Untersuchung auf-. Der Verband Deutscher .HandlungSgehilfen ,u Leip»iq, Har- kortttratze 3, ist, wie uns mitgeteilt wird, gern bereit, genaue Ausklärung über die tvrcttoäbntrn yruenBestimnnmgen der Reichs- vernchemngsordnunq zu geben, und zwar völlig kostenfrei an selbständige Kaöfleutc, wie mich an Angestellte ohne Rücksicht duT (tnxiiflf Berbandsmitgliedschaft Ebenso sind die m allen Städten Deutschlands vorhandenen Geschäftsstellen und Knisverrinc des über 100 000 Mitglieder zählenden Leipziger Verbandes angenne- [en, an alle Anfragenden kostenlos Auskünfke zu erteilen Kohden Nidda... an * Die gemein uützigenBauvercine im Groß. Herzogtum Hessen halten ihren diesjährigen Ber- bandstag am Sonntag, den 21. ds. Mts., in Vilbel ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Eröffnung der Versammlung und Begrüßung der Erschienenen. 2. Bericht des Verbandsvorsitzenden über das abgelaufene Geschäftsjahr. 3. Kassenbericht. 4. Wahl des Verbandsvorstandes. 5. Tie Kalkulation der Kaufpreise und Mieten in den Genossenschaftshäusern. Berichterstatter: Direktor Doering-Gießen 6. a) Die Ent- Wicklung der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Vilbel. Berichterstatter: Oberlehrer Geck Vilbel, b) Die Bürgschaft der Gemeinden. Berichterstatter Vorbehalten. 7. Mitteilung, be- treffend Gründung einer Zentralverbandskasse. 8. Wahl des Ortes für den nächstjährigen Verbandstag. ** S t a d t t h e a t e r. Aus dem Theaterbureau wird ungeschrieben : Die Ausgabe der Abonnements für bie diesjährige Spiel,zeit beginnt am Montag, den 22. September vormittags. — Da besonders im Damenpersonal größere Veränderungen eingetreten sind, so dürfte es interessieten, daß es der Direktion gelurrgen ist, einige erste Kräfte von großen Bühnen als Ersatz zu gewinnen. Tie erste Salondame des Basler StadtthvaterS Siittt) Sonntag-Blume und die erste Naive des Chemnitzer Stadttheaters vTrnm Lindeck, beides interessante und pikante Darstellerinnen, die bereits in Bad- Nauheim mit großem Erfolge gastiert haben Als glückliche Akquisition darf auch das Engagement der Soubrette Hanfi Martini vmn Eniser Kürtheater bezeichnet werden, ha die Tarne sich bei verschiedenen Auschllssgasttpielen diesen Sommer hier sehr glücklich eingeführt hat "Wintersportzug. In den Winter-Fohrplan vom 1. Oktober 1913 ist auf der Strecke Nidda—Schotten ein neues Zugpaar 4194 und 4193 aufgenommen worden. Der Fahrplan ist folgender: Angrinsrichtung im allgemeinen erkannt war und bevor der Feind leine Batterien aufgefahren hatte . . Oberst v. Helldorff trat um > ?6 Ubr den Pormarfch von Bir- ^rrod an. III./U6 befand sich beim Gros I. und - ^arm direkt von Unt.-Reichenbach durch ben Forst Aurora aui Ulntbatb befohlen worden. Als das „rote" Detachement ben Salo nördlich Kerbersdorf erreicht hatte, wurde die Besetzung der .Vobc nrbwefckich von Ulmbach gemeldet. Die Frldartillerie 61 gmg m »rrveritellnng östlich der Straße Kerbersdorf—Sarrod Das Regriwevt 115 ging in Schützenlinien aur Himbach tx>r, ru‘1J?r. i no<6 rechts, III 116 und die Maschinengewehre 115 natb Imre ausholten In diesem Augenblick lietz der .'tommanbcifr bon ."Blau" die noch in Reserve stehenden Batterien des Ar tillerie^Regiments Nr. 25 auf der Höhe östlich her Strane Ulm- 4194 4193 ab 7" Uhr nachm. Nidda . . . ab 8- Uhr nachm. - . Robben . . ““ - 7" - Unter'chmitlen OderfchmiNen EichelSborf Rainrod . . Furchtbare Beschuldigung gegen die Griechen. Berlin, 10.Scvt. Die Königlich Bulgarische Gesandtschaft versendet folgenden amtlichen Bericht Man hat genau feststellen können, wie die f u r ch t b a r e S ch 1 ä ch- teret in Serres, die von den Griechen gegen die Bul garen verübt wurde, vor sich gegangen ist. Außer dem gc- retteten Beleff haben sich noch andere sieben Personen, darunter Frau Maria Nikolowa gerettet, indem sic stundenlang trotz ihrer Wunden zwischen Leichen dahinslüchteten. Zeder von ihnen hatte vier bis sechs Wunden an Kops und Hals. > Diese wie durch ein Wunder geretteten Personen sagen über- L - ~ ~--- — — v,...w einstimmend aus, daß das bulgarische Heer sich am 5 '^uh .-s Infanterie Angriffs tn'f „rote"" Artillerie" betan° übetlfnfn 111! tl n in hprinlnpti *11 hx .... I i' . J. «los bung zu verfolgen. Dw Andarten (griechische Banden) er- wäre, gab er den Befehl, daß die Batterien sich der Wirkung klaren gerade heraus, daß sie vom griechischen Hauptouartier tnndlichen Feuers vorübergehend entziehen sollten und be ausgejchickt worden sind, um die bulgarische Bevölkerung zu I whl um 10 Ubr bonmttag« Stellungswechsel nach der Hohe 421 vernichten. Die von ihren Häusern fortgetriebenen Bulgaren I ~ar- 'üblich Ulmbach. In dieser Lage drängte aber die „rote" wurden vorden griechischen Btschofgeführt ber I ^n,onl,rie knig nach, fo bop ber „blaue" Führer nicht in d. r ihnen versprach, sie zu befreien unb sie troljbem ins Gesang "cun" l" - Herstellung gehe» rc n miirhm 'N tve 1 h u n b e r t Bulgo ging „Blau" zur Ruhe über und setzte Vorposten in her Linie n ^Ebunben in bemielben Rommer.z -Fl.eden aus „Rot" ging mit dem Gros bei Rad Gefängnis in em besonderes Zrmmer geführt, wo fic wie niuhl mü Vorposten in der Linie Hinlersteinau-Äressenluch Tiere hi ngesch lachte t wurden. Die Griechen gingenI öur Ruhe. ta ihrer Grausamkeit so weit, daß sie ihnen die Kehlen durch fc. Divisionsstabsguartier Birstcin, 11. Sept, fchnitten. Diese in der Geschichte unerhörten Grausamkeiten Die Verwendung der Flieger bei den lieb langen ü.s 2 Uhr nachmittags gedauert. Sobald die Andarten Während der heutigen Hebung in dem Gelände zwischen y.c” Kanonendonner der griechischen und bulgarischen Ar. Flieden und Fleschenbach sanden.die Flieger "bei ber roten 6er- lillerie hörten, flohen sh: aus der Stabt, inbem sie auf ihrem stärkten 49. Infanterie-Brigade Verwendung mit zwei Euler- zbege alles verbrannten unb vernichteten. Unter ben auf Doppeldeckern. Die Fliegeroffiziere brachten Mei wertvolle "Rlel- diese tierische Art Getöteten befanden sich mehr als dreißig wagen bem «mhrer von „Rot", Generalmaior Clissord Cog von bulgarische Solbaten, 6 Frauen unb 25 Schutzleute Noch Kommandeur der 25. Kavallerie-Brigade über ben Vor^ ®re^nm^ ™ s i I 1 L t i'n unb°® r ("Ve n'(a nVu uVcV'*1 'h & f * ? ^"dm-n-Sero-bnisic tatsächlich nu»ba'/ iin lamreiten ben Bulgaren zugeschrieben hat, war ber Urheber "ochst Horen, ob er zur EriÜNuna des Auftrages imstande ist. Ist dieser schrecklichen Szenen. Der russische Arzt, ber ,c5ticr.. 'xntI' haben sich die Aufträge auf befummle Tinge zu mit dem russischen Roten Kreuz in Serres gelassen wurde S - ,ü,c 8 -etcflcn äic lest, wo die Artillerie steht.- bestätigt, daß dieser griechische Bischof als Verwalter ber ebenfo ®xldnbS,rc,d?!? ci,‘n."clY,ribarcr 9lu,trnfl' Stadt tätig war, bis die griechischen Truppen einzogen. Die beibe,L “ TlC ^n,ppcu S-igt-n oerbennnten Leichen der Bulgaren sind den auswärtigen Sch.,liin' Als si " "Su .i b r^ra^^ ten C;ü^^te.f .srorrefponbenten, die von Saloniki nach Serres bmifenkecf.mq geqen Sicht .meb öben S ftiUf?fbnrnn^l? Seidfcn bc^ietdmet ^orben. Diese My in Wald begaben, ober aber, wenn sie sich in OrtschostenÄfanben,' ßElkation ist von griechischer Seite auch systematisch in Kil-I sofort tn den Häusern Tedung suchten. fitfrf), Doiran unb Struma verübt worben. Heute nachmittag von 5-7 Uhr flogen von dem sslugplatze —'"----------"-L_____________ -N l mehrere Flugzeuge nach dem Gelände, wo sich die Biwaks be- 21u$lanö 1 u,!b bewarfen in der Nähe von Fleschenbach die dort . m biwakierenden Truppen mit Bomben. Kein Rücktritt des Grafen Berchtold. Das Wiener „Fremdenblatt" ist von zuständiger Seite ** or r ... m 'U folgender Erklärung ermächtigt: Die in der letzten Zeit M rl rt a r-W oche n bl a tt. (18. Armee von einem Teil der Presse verbreiteten Gerüchte von einem fIS!? n ^°x ' Kommandeur von Darm beoorftebenben SRüdtritt des Ministers des Nutzern Glasen nd ' den,»n jur Dizpokitn». gelte,,, Berchtold sind u n d e g i ii n d r t. T ------- _ . Le u11on tn Darmstadt, zuletzt im Leibgarde-Ins.-Ncg. Nr. 115. Vmetzt zum Iäger-Reg. z. Pf. Nr. 7: Lt. v Fischer, Ter Staatssekretär des Reickskosonfels Drag-Reg. Nr. 23 ; zum Iäger-Reg. z. Pf. Nr. 13: Sols war am 8. d.Mts' in UfoU, einem Äfi P A tn" ie^Ä^ atissichtsreichen Hafen rm MunXvebiet. '2fm 9. September Reg. Nr. 24; Rstrm. Günther, jetzt ül^zähliqn Rittmeister begab er sich mich Duala, wo ami 10. d. M. eine Besprechung im Trag.-Reg Nr. 24. Ernannt wurde zum Inspekteur der mit der Handelskammer stattsand. Der Staatssekretär sagte l Londwehnnspektiori Düsseldorf und zum Generalmajor Neu- hierbei einen großzügigen Hafenmisöau und eine kräftige Oberst deS Inf-Reg. Nr. 168. Versetzt nnrb: v. Pfeil, Eisenbahnpolitrk zu, lehnte alber den besonderen Etat und Iw Reg. Nr. 161, zum Stabe des Ins.-Reg. Nr. 168. Als den Reichszusckfuß für Neu-Kamerun ab. Bataillonskommandeure werden versetzt: Lotz, beim Stabe des k v ir, Fuftlier-Reg. Nr. 36 in das Inf.-Reg. Nr. 118, Gude will, Y - -Cr 1 Uc ‘r 0 en Ausbau der deutsch beim >2tabe des 5. bad. Inf.-Reg. 113 in das Inf -Reg Nr 168 rf) t n e i ch e n !o o rf) f (ft n l e i n T h n g t a u werden bereit« Zur Dienstleistung beim Kriegsministerium kommandiert • Ritter durch den neuen Mannevoranschlag angeforbert werben, unb Ebler v. Braun, Oberftlt. im Jnf.-Reg. Nr. 117, von nachdem der nach China entsandte Kommissar, Geh. Regie-1 der Stellung eines Baiaillonskommandeurs enthoben und zum rungsrat Rosenberger, bestimmte Vorschläge gemacht Stabe des Regiments übergetreten. Versetzt: die Hauptleute im hat. Der Ausbau wirb zur Universität erfolgen, wobei bie liroycn Gencralstab Frhr. N e u b o r m v. Eisenberg in den chinesischen Verhältnisse berücksichtigt werben. Nach denWün- der 25. Division, v. Nolte in ben (veneralstab schen ber chinesischen Regierung wirb die Universität auch eine Gvuvettiements von Mainz für Hauptmann Riedel, der L2Y-L S Ä"Ä“ÄÄSä S,Ä Sä!, SÜ'Äl«.’S -Nationalökonomie und Medizin und eine technische land-! ^ompagnicchefs loerben ernannt: die Hauptleute Keim Inf wirtschaftliche Hochschule werden. Die chinesische Regierung Nr. 115, Ewald, Inf Reg. Nr. 117, Hohmann, Inf leistet zu den bisherigen Beihilfen erhöhte Beträge und erhält Nr. 118, Dimstcr, Inf. Reg. Nr. 168, Frhr. v. 61 a n s dafür-eine Art AufsichtS- und Mitbestimmungsrecht. Die r1111 i £ im Inf^Reg. 115, Henke im neue Universität soll 500 Schüler aufnehmen können __ >un -Req. Nr. 11/. Unter Beförderung zu Hauptleuten zu (State WtifMuS 6Ct 60C1,,d,U1C 'DirÖ bCm Denk ernannt^- » ».ftfen, - 1 '__Wichert im Jnf.-Reg. Nr. 117, Loeber, Labenburg ==— --------------hin Zm-Rog Nr. 118, Heuvc, Dihm, Gocpel im Inf. ♦Ins unb fatlb« I Reg Nr. 168. Unter Beförderung zu Hauprleuten mürben al? Gießen, 12 Sevteinber 1913. I ^atehauvtleute versetzt: die Oberlt. n. Branbenstetn, ^ipicmoer iJld. 1 Grenadier Reg. Nr 6, in das Inf Reg. Nr. 117. Unter Vom Manöver bcS 18. Armeekorps. I Beförderung zu :ldittmeistern versetzt: die Oberlt Frln v Bll sc Divisionsstateguartier, Frcien-Steinau, 10 Sept hmllhr 'S, ^cg.. Jir. 23 jum State d.>> Iäger-Reg zu Nach äußerst aniirntgcnbcn Märschen von -16 und 42 Kim —I ir«- , ^on bcr. Stellunq als Abteilungskommandear eine Leistung, die von lebet Seite anerkannt wurde, zumal sich 00!,^"- Vollmann ,m Feldart-Reg. Nr 25, Versetzt die unter den ^nippen zahlreiche Reservemannschaften befmben — I «^wre u^d Abteilungskommandeure: v 91 u lotf int m'lbart. tezogen dte Truppen gestern Biivaks, wobei sttömender Reacn Feldart -Reg Nr. r tt> ernannt. Frhr. v Reiche „berg, Jöaupt- üte-r Die „blaue' Armee soll in östlicher Richtung hmtVbie ■nl0"" unb diMmechef im^ Felbart -Reg. Nr. 50 wirb als Ritt- Fulba zuruckgeden. ihre Mitte und tediler Flügel bie IHurfiteril nlTCT,,fr "im ^te do? 4ratnbalaiUon> Nr 18 versetzt Zum benxguui über Altenschlirf verbftem Hopfmannsselb forHeften .^E'-lmechef unter Beförberung zum Rittmeister ernannt: Ober Ter ixührer ber „blauen" Armer halt bie Stellung innkhen 1mL2*V® et> Aiineekorps läuft über Jossa .'Mu*roun—T 2'? - Vorsteher des Train Bat des 18. Armee vcrtz auf'Fulda ’ | Inivektwnsotfizier kommandiert zur K^icqsschuke in Das gestern siegreiche .^Rvt', das mit Schneid in hu- ^orevam, u t er, Cbcrtt. im Ins.-Reg. 118. ;^um Regiment -artt Ober Reichenbach—Ober-Loiümch wrqcbrungcn erhielt b- ntc' ben ‘u"m Oberstateoru Stabsarzt Dr Aufttag, unter Oberst v Hellbor'. Kommandeur te» Leib-^rdc- h?.. 'm ?'nt ,x‘hci Rr. 117 beim 1. itzarde-Gren. Reg Infanterie Regiments Rr 115, ben „Hauen «egnec «uuerrifen l™annl unter Beförderung zu Oberstads- damit bie verstärkte 49. Brigade gegen ben Rucken des fcS IR sfm^rnrn?^1^?chwahn beim Sanitätsamt tes gegn^ einroirlee könne v 3abn >' Req Nr 118 um dritten Kur; nach 6 Ubr beute vormittag wurde dem Führer von Rr Ito • 1 m S*™*' ?r k u st. Inf Reg. Blau geinewet ter m,' der sttast-.- von Unterer,ixvb nach h n ge r S'absarzt Dr. Stüh- Eckardrvtbft«ke fetnblude Lruv^-nmaittn ,m Borinaif.i'. cfni9 r-Nncr \m \n Ä $um Reg Nr 115. Dr. 'n dem Fortt Aurora westlich bc.- Ratenn.-ii-c (Hnmteo An . Van fenba t n m "V.- v IT >n’ ' - ** H7, Dr fanteric-iruptett ficb ictont Oberst v vuddrnbrock te c c hn-r- V«-r,cm rten>rtV«*T t’ K 1Ik lum Eif.mba! n Reg Nr. 2 auf bie Höbe füdwcstlich von Ulmbad) mit li HI . nd i 117. d Rr 1 i >m > r ! v> .. 4 1 ?r 21 nahm auf bem Unken Flügel Reservestrllung ein. während 3. und , V' ,n p n6,f i^roßherzog empffna nm 10 Sm. 4 Pioniere 25 hinter dem rechten Flüvl .1.1'Ctrlluin nahmen Itcmbcr u- a lrofe)(nr Dr. va n Ca lke r von Gienen " P Zwei Batterien des Feldartülenc-Rca 61 rückten westlich der "Schulwesen. Der Gronhcr;>i hat n rL , <. Straße Ulmdach-^arrod in utucrftdUng, sobald bie feindliche'an der Real- und Landwirt sch.1 ft 3 j dml c zu GroßUlmst^! s-c>lu„g ■bet Mr !°ww die Nu«, ^nd »,-nwoch-,Mch-n ^^^orhebliche Mehrerirnahrmm geb rächt. Äuch hinsichtlich ^^erschrockenen Pionieren der neuesten praktischen Wissenschaft, der Entwicklung des Elektrizitätswerkes haben sich die Er- bic)-c schmerzliche Erfahrung lehrt, sollte sehr beachtet wer- Wartungen der Stadtverwaltilng ui vollem Maße erfüllt. bcn, ^mlich, das; die Entwicklung der Luftschiffe mit dem Ausweiche schwerer als die Luft sind. Die Versorgung der Stadt mit elektrischer Energie hat in erheblichem Maße zugenommen, doch ist dor rechnerische Verlust, der sich bei der Herabsetzung des Lichtpreises von 70 auf 50 Pfg. in Höhe von ea. 80 000 Ml. ergab, irotz der bedeuten- 5 883 867 gestiegen. Auch die Einnahme durch die Monatskarten ist von 9207 Mk. auf 32664.40 Mk. gestiegen. Die Aus Ter „Standard" schreibt: Nicht weniger als 14 tapfere Offiziere und Mannschaften der Ein rumänischer Flieger. Bukarest, 11. Sept. Leutnant Kapsa hat mit4025 Metern einen Hö h e ns l u g r c k o r d für R u in ä u i e n aulgestellt. den, nämlich, daß die Entwicklung der Luftschiffe mit dem Austrieb nicht gleichen 5djritt gehalten hat mit den Flugzeugen, Saxlehner's Bitterquelle Zjforffe®!-1* HUNYADI JANOS Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibig- .//, keit, Blutandrang, etc. Gewöhn!. Dosis: J Wasserglas oo/f. U Lnftschiffahrt. Englische Prefsestimmen zum Untergang des Marinelustschiffes. Lo ndon, 11. Sept. Die „Times" schreibt zu dem Unglück des deutschen Marineluftschiffes „LI": Es besteht kein Grund, das Unglück vor Helgoland anders anzusehen, als einen regelrechten Betriebsunfall in der Luftschissahrt. Wir haben noch keine Erfahrungen mit Luftschiffen, welche lveite Strecken über die Meere zurücklegen. Sobald wir eine Luftflotte besitzen, werden wir gelegentliche Unfälle von derselben Art zu erwarten haben. „Daily Telegraph" schreibt: Man empfindet in England die rückhaltlose Teilnahme für die deutsche Nation und den Kummer über den Untergang der tapferen Leute. Das Unglück wird in Deutschland einen um so gewichtigeren Eindruck machen, als es sich ereignete, wo der unbedingte Erfolg nahe zu sein schien. Jedermann wird mit Deutschland empfinden, aber niemand erwarten, daß es seinen Eifer vermindert auf dem Piade fortzuschreften, den cs sich vorgezeichnet hat. „Daily C h r o n i c l e" schreibt: Das deutsche Volk wird die Teilnahme aller Völker haben. Das Unglück beweist neuerdings, daß Zeppelin, wofern er nicht aus ganz falscher Grundlage arbeitet, Schwierigkeiten gegenübersteht, die von ihrer Lösung noch weit entfernt sind. vermischtes. *• Allgemeine deutsche P en si vnSan st alt für' Lehrer und Lehrerinnen, Berlin W. 8, Behren--^ st raße 72 Es ist bekannt, daß die Allgemeine deutsche Pensums . an statt in Berlin durch Reichsgesetz vom 3. Juki öffentliche Der- , siclierungsanstalt Jür Lehrer und Lehrerinnen geworden ist. Ihre . Abteilung für Ange stellten Versicherung (Abt. 3) entspricht in ihrer Einrichtung der Reichsversickiernngsanstalt für Angestellte, fordert die gleichen Beiträge und gewährt unter den gleichen Bedingungen die gleichen Ruhegelder wie dirse^ Nebenher bietet sie Vorteile, die für Lehrer und Lehrerinnen von Bedeutung sind. Zeder Lehrer und jede ehLrerin kann ihr mit rückwirkender Straft vom 1 Zanuar 1913 an beitreten, selbst dann noch, wenn sie bereits Beiträge an die Reichsversicherungsanstalt gezahlt haben. Es bedarf dazu mir eines Antrags an die Allgemeine deutsche Pensionsanftolt auf Versicherung in .Abt. 3 vom 1. Januar 1913 ab, der auch vom Arbeitgeber zu unterschreiben ist. Beizufügen sind die Papiere, die man von der Pensionsanstalt in Händen hat, und die Bftte, die Ueberführuny der schon gezahlten Beiträge vorzunehmen. Ende Juli waren in Abt. 3 bereits 6300 Lehrer und Lehrerinnen versichert, und neue Anträge laufen in wachsender Zahl ein. * Die Verkannten. „Welch eine schreiende Ungerech- tigkeit, die neuesten Ernennungen für dre.Ehrenlegion! Da hat man 50 Aerzte dekoriert und nicht einen einzigen Kranken. Und nurt frage ich, was würde aus den Aerzten, toenn wir nicht mären?" Kleine Tageschroaik. Aus London wird berichtet: Der bei der Mashburn flower- Gescllschast in New Park an gestellte 23jährige Kassenbeamte Schildknecht unterschlug in kurzer Zeit nahezu 400000 Mark. Er führte .ein merkwürdiges Doppelleben. Von 9 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags war er Kassierer bei der genannten Gesellschaft, nachts und besonders Samstags und Sonntags lebte ex in den feinsten Seebädern in den teuersten Hotels zusammen mit einer jungen Dame, die et für seine Frau ausgab. Er besaß zwei große Luxusautomobile, hielt sich einen Kammerdiener, einen Chauffeur und anderes Personal. Der Schwindler ist spurlos verschwunden. Ile-. Herr Schreiner sah zufällig durch die Türscheibe des LadenzimmerS, als die Frau, die in Begleitung eines Mädchens war, das Jlcischstück wegnabm; er nahm der Diebin ihre Beute wieder ab und ließ sie nach einer ernstlichen Verwarnung lausen. Hebet das Abladen von Kohlen ans der Straße enthält das heutige Kreisblatt eine Bekanntmachung, aus bie wir Hinweisen. Danach darf das Abladen der Kohlen nur aus der Fahrbahn erfolgen und das Wegbringen der Kohlen hat umnittelbar nach dem Abladen zu erfolgen. Die verunreinigten Straßenleile find sofort gründlich zu reinigen. Landkreis Gießen. k. Heuchelheim, 11. Sevt. Das goldene Arnts- j u b i l ä u m des .Hauptlehrers Schneider ist auf den 1. Oktober festgelegt worden. Herr Schneider ist trotz seiner 70 Jahre noch sehr rüstig und gedenkt noch einige Jahre in seinem Berufe auszuharren. X. Lich, 11. Sept. Begünstigt durch das vorzügliche Wetter der letzten Wochen, ist die Grummeternte in den ausgedehnten Wiesengründen des Wcttertals nun schon seit einigen Tagen beendet, also im Vergleich zu den Vor- ‘ fahren zu einem sehr frühen Termin. Wie die Heuernte ist euch die zweite Graserntc in Güte und Menge vorzüglich c usgesallen. Trotz den reichen Erträgen wurden bei den Ver- Weigerungen gute Preise erzielt. — Von einer Hamsterplage, wie sie in der südlichen Wetterau herrscht, kann man hier gerade nicht reden. Dafür aber sind es hier Feld- und W ü h l m ä u se, die in manchen Teilen der Gemarkung sehr s arf Auftreten, wenn auch nicht in der großen Zahl des Jahres 1911. Viele Landwirte sehen sich daher jetzt schon ge- r ötigt, mit dem Ausmachen der Kartoffeln zu beginnen. Die Kartoffelernte liefert, wenn man von dem Schaden, den die Mäuse und die Kartoffelkrankhcit, die hier und da aufge- : treten ist, absieht, recht gute Erträge. — Von den hier an- gebauten Obstsorten geben in diesem Jahre nur die ZWetschen eine reiche Ernte. — L o l l a r, 12. Sept. Pvotokokl vom 9. September 1913. I tln der Gemeinderatssitzung waren anwesend: Bürgermeister Schmid t, Beigeordneter Ge rl a ch , sowie der Gemeinde- i rat in beschlußfähiger Zahl. Entschuldigt ist Direktor Weber imb Gemeinderat Ringleb. Zur Olemeinderatswahl am ; 2\ September 1913 wurde als Protokollführer Hofmann, als Beisitzer Erdmann und Ringleb gewählt. Stellvertreter sind Schmitt, Forbach und R ö m e r. Der Ge- j weinderatsbeschluß vom 23. Juli 1913 betr. Gemeinderats- | nahl »wird dahin abgeändert, bufj, die Wahlzeit nicht von 11 —4 Uhr, sondern nachmittags von 3—7 Uhr stattfindet. Die egabe von Basaltsteinen aus dem Gemeindewald an Ausmärker wird abgelehnt. Die von Hch. Deibel II. vorgelegten .^äne über die projektierte Baufluchtlinie auf dem Stein | wird vom Gemeinderat einstimmig genehmigt. Kreis Lauterbach. 2. Dermutshain, 10. Sept. Gegen 6 Uhr nach- ; mittags wurde ein von der Richtung Gelnhausen kommender Flugapparat sichtbar, der direkt über unfern Ort, den östlichen D berwald und bis nach Hochwaldhausen flog. Hier kreiste ! er einige Male in großen Bogen und flog dann auf dem- eiben Wege zurück. * ' Kreis Friedberg. L. Friedberg, 11. Sept. Die Militärbehörde hat die betreffenden Arbeiten sowohl an den provisorischen wie an bett neuen Kasernenbauten den hiesigen Handwerkern, den hiesigen Geschäftsleuten übertragen. Ebenso hat bie hiesige Metzger-Innung die Fleischlieferung übertragen bekommen. I Ville 11 Tage liefert ein anderer Metzgermcifter. Der hiesige - S chützenverein, welcher 60 Mitglieder zählt, geht mit dem ! Plane um, einen neuen Schießstand zu erwerben. In unfern nahen Taunuswäldern zeigen sich dieses Jahr viele Hirsche. r. Bad-Nauheim, 11. Sept. Heute nachmittag sand aus I1 btr Naturbühne im Kurpark die erste Vorstellung für Er- inachfene statt. Zur Aufführung gelangte das Lustspiel „Im weißen Si-ißl'. Die Aufführung batte einen sehr hübschen Erfolg und das in leidlicher Anzahl erschienene Publikum unterhielt sich recht gut. ! stur Stücke ernsteren Charakters wird man Umschau nach einein c „deren Platze halten müßen, da die von der Kurhaus-Terrasse > be rübertönende Musik störend wirkt. Im übrigen ist der aus- pc mahlte Platz reizend gelegen, und es ist — da er ringsum mit 1 Daumen und Büschen abgeschlossen ist — sogar möglich, intime i W irkungen zu erzielen. — Im heutigen elften Sinfonie-Kon- j er t der Kurkapelle wirkte Herr Otto W e i n r e i ch vom Leipziger ktonservatorium mit. Herr W. gehört nicht zu den Blendern, aber tr ist eine durchaus noble und selbständige Künstlernatur, die ihre «neuen Wege geht. Ein von ihm mitqebrachtes Klavierkonzert von Jul. Weismann, das bei uns zum erstenmal onS dem Manuskript skivielt wurde, stellt eine bedeutende Leistung deS Komponisten dar, irmüdet aber durch seine drerviertelstündige Dauer. Glücklicher ioar der Künstler mit kleineren Sachen von Beethoven, Schubert und Paul Juon. Prof. Win der st ein brachte zwei Neuheiten liie Orchester zur Aufführung. Den stärksten Erfolg errang Friedr. Gernsheim mit seiner sinfonischen Tondichtung „Zu einem Drama*, tti.i Werk, das jedenfalls seinen Weg durch sämtliche Konzertsäle rnachen wird. Die zweite Neuheit — Ouvertüre zur Oper „Cleo- | patra" von dem Dänen August Enna — entzückte das Publikum bnrd) den bei aller Sinnlichkeit des Inhaltes schwermütigen Ton, der durch die ganze Ouvertüre geht. — ? Butzbach, 11. Sept. Anfang dieser Woche wurden auf Ibem hiesigen Bahnhof Zwotschen zum Preise von 4Mk für den Zentner verladen. Manche Obstzüchter erwarteten eine Preissteigerung, die aber nicht eintraf. Heute wurde der Zentner zu 3 bis 3,50 Mk. verladen. Da nur ein Händler ' am hiesigen Platze ist, so war es ihm möglich, den Preis dc-runterzusetzen. Die Zwetschenernte ist hier sehr gut. f. K irch -- Göns , 11. Sept. Am 17. Sept, findet Gemeinderats-, am 8. Oktober Bürgermeisterwahl statt, und da der Beigeordnete jedenfalls bei der Bürgermeisterwahl kan- i didiert, so wird sich jedenfalls auch noch eine Beigeordneten- ivahl anschließen. Starkenburg und Rheinheflen. bs D a r m st a d t, 11. Sept. In der heutigen Stadt- verordnetenfitzung machte der Oberbürgermeister 7).c Mässing Mitteilung von den Ergebnissen des erften Ge- se'!lschastsia'hres der Hessischen Eisenbahngesellschaft. Danach : bat sich die gemeinsame Arbeit der Provinzial- und städtischen Skrmaltung sowie der Vertreter der Süddeutschen Effen- bcnhngcscllschaft gut bewährt. Die elektrische Straßenbahn hcut, die im Geschäftsjahr 1911 12 unter Führung der städti- jtfiben Leitung 42945.13 Mk. und im Jahre 1912/13, also in bsm ersten Jahre der Heag, 80 624.19 Mk. mehr Ueberschuß ÜI3 in dem vorhergehenden Juhre erbracht. Die Anzahl der beförderten Personen ist von 4.535664 im Jahre 1911 12 ans den Zunahme tzu einem großen Teile noch nicht ausgeglichen. Der noch nicht gedeckte Betrag kann auf ca. 40000 Mk. geschätzt werden. Infolge der Einheit des Verkehrs hat auch die Dampft) ahn eine Verkehrssteigeruug zu verzeickpten, was auf die Möglichkeit des Umsteigens zurückzufüyren ist. Für die nächste Eleneraloersammlung der (Gesellschaft wird von dem klorstand dcr Antrag gestellt, die Verteilung einer Dividende von 4'/z Prozent zu beschließen. m. Offenbach a. M., 12. Sept. In der gestrigen Stadtverordnetensitzung 'bildete die Frage der Einführung der Arbeitslosenunterstützung den Gegenstand langer Beratungen. Diese kommunale Arbeitslosen- versick)erung ist auf Grund des sog. ©enter Systems auf- gebaut und sieht Unterstützungen 'bei unverschuldeter '21 r- beitslosigleit vor. Der Zuschuß beträgt für den Werktag 50 Pfg. für Ledige und 70 Pfg. für Verheiratete. Ferner werden für jedes Kind unter 15 Jahren täglich 15 Pfg. bewilligt. Der Höchstbetrag des Zuschusses darf 1.30 Mk. nicht übersteigern Die 'Gewährleistung erfolgt im Jahre auf höchstens 78 Tage. Die Angelegenheit soll, wie der Oberbürgermeister auSführte, nickst durch ein Ortsstatut, sondern durch die Festlegung der Grundsätze geregelt werden. Beig. Rest begründete die von ihm ausgearbeitenen Grundsätze, die schließlich mit einigen kleinen Abänderungen in namentlicher Abstimmung einstimmig angenommen werden. Die Arbeitslosenunterstützung tritt am 1. November d. Js. in Kraft. Es sollen während der Uebergaugszeit für die ersten sechs Monate auch die Sparer Vorschüsse erhalten, deren Sparguthaben sich noch nicht aus die vo>rgeschrie'bcne Dauer von drei Monaten erstreckt. - Tie Stadtverordneten beschlossen weiter,die seit Jahresfrist eingefiihrte Berufsvormund- s ch a f t auf den Dienstbezirk des Großh. Arntsgerichts Offenbach auszudehnen. Die Grosih. Zentralstelle für Mütter- und Säuglingsfürsorge hat zu den hierdurch entstandenen allgemeinen Verwaltungskosten einen Jahresbeitrag von 100 Mark zu zahlen. — Außerhalb der Tagesordnung brachte Tr. Katz das Eisenbahnunglück an der Sprendlinger Landstraße zur Sprache und richtete an die Verwaltung die Anfrage, ob sie keinen Einfluß bei der Verwaltung geltend machen Tonne, damit das langsame Zeitmaß der Balchhofs- umbau-Arbeiten beschleunigt wird. Weiter bat er um Auskunft über den Stand der ^lstsgleichsvorschläge über das Aufgeben einiger Züge in Offenbach. Oberbürgermeister Tr. Düllo bemerkt, zunächst müsse der G ü t e r b a h n h o f fertig- gestellt werden, dann erst könnte die Höherlegung des Bahnkörpers begonnen werden. Wegen der Ausgleichsverhandlungen habe die S t adt Fra n'kfu rt schon längst ihr Einverständnis zum gemeinsamen Erwerb der Lokalbahn gegeben; beide Städte seien an den Eisenbahnfiskus um Angabe des Kaufpreises heran getreten, der aber noch nicht festgesetzt sei. — Zum Schluß gabs noch eine Aussprache wegen der Straßenbahn, da Offenbacher Kon- trolTbeamte die Frankfurter Straßen'bähnfchaffner wiederholt zur Rede stellen mußten, weil sie Fahrgästen auf Offenbacher Gebiet keinen Gemeinfchaftsvertehr-Fahrschein verausgabt und so die Stadt geschädig't hatten'. Hefsett-Nasfan. h. Rödelheim, 10. Sept. Ein nicht alltäglicher Fall trug sich gestern früh auf dem Bahnhof zu. Man hatte vergessen, für da? Stellwerk einen Beamten 311 beordern. Und so kam es, daß drei Züge vor der Station ankamen, aber nicht einfahren konnten. Erst nach langem Raten wurde von einem nahewohnenden dienstfreien Beamten einer der Stellwerksschlüssel geholt, der Turm aufgeschlossen und den Zügen Einfahrt gegeben. Viele Reisende verpaßten natürlich den Anschluß. h. Cron berg, 11. Sept. Zum erstenmal, seitdem er die Krone der Hellenen trägt, hielt heute König Konstairtin von Griechenland seinen Einzug in Schloß Friedrichshvf. Der .Wnig war kurz nach 1 Uhr über Kassel und Gießen auf dem Frankfurter Hauptbahnhof eingctrvffen, wo er von der Prinzessin Jriedrich Karl von Hessen und seinem Sohne, dem 5kronprinzen Konstantin, empfangen tmirbc. Dann begaben sich die Herrschaften in mehreren Autos nach Cronberg. Heute abend fand im engsten Kreise Familientafel statt. Tie Abreise der Königsfamilie erfolgt am Samstag. w. Kassel, 12. Sevt. Bei dem Bau der Edertalsperre stürzte die Laufkatze der Drahtseilbahn von 25 Meter Höhe ab. Der darin befindliche Führer V 0 lland ist lebensgefährlich verletzt worden. Der Wagen stürzte auf einen böhmischen Arbeiter, der schwer verletzt wurde. J2aufeeeme» K Ä ■ JnTUbonßDiLlOOFfy 3S__ ___ M — Kleins Tube 20 Wvw H «-J ~ÜSfA «Jn alUn.Mothgken. Q gj Ovgerien ^-Parfümerien. Ich denke nicht dran, zu bestreiten, daß eine Autofahrt, eine Fahrt im Aerovlan, daß Bobsleighs, Ski und wie sie alle heißen, so etwas wie ein Nervenbad sind. Aber ich behaupte auch, daß alle diese Sportarten eine stark erhöhte Neigung zur Erkältung in sich schließen. Eben darum verwende ich stets Fays ächte Sodener. Im Auto, beim Wintersport—immer laß tch von Zett zu Zeit eine Mineral-Pasttlle—Fays Sodener — im Munde zergehen, und nun erst hab ich den vollen Genuß,weil ich weiß, daß tai ohneErkältung durchkommen werde. Fays Sodener kosten8)Psg., man hüte sich aber vor Nachahmung. Befand.Kennzeichen: Der Name^ay"u.weiß^Kontrollstreifen mit amtl. Bescheinig, des Bürgermitr.-Amtes Bad Soden a. T. vandeU Herbstverkehr und Konjunktnrrückgaug. Die Berliner Handelskammer hat dieser Tage ein interessanter Urteil darüber abzugeben, wie sich nach ihrer Meinung die Der- kehrsverhältnisse zum Herbst angesichts der rückläufigen Konjunkttir- beroegung gestatten werden. Die Beranlaffung zu dieser Aeußerung bot eine Anfrage der Königl. Eisenbahndirektion Berlin, die sich an die Handelskammer gewandt hatte, um für die alljährlich im Herbst wiederkehrende starke Inanjprtlchnahme des Wagenparkes rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Nach Ansicht der Handelskammer deuten verschiedene Anzeichen im Wirtschaftsleben daraus hin, daß für die nächste Aeit mit einer Abschwächung der bisherigen lebhaften Geschäftsganges gerechnet werden muß. Diese Abwärtsbewegung wird aber in dem Eisenbahnverkehr der nächsten Monate noch nicht zum Ausdruck kommen, denn speziell der 5iohlenversand dürste denmächst noch größere Anforderungen an den Wagenpark der Eisenbahnverwattuna stellen als tm Vor- iahr. Hinzu kommt, daß in Anbetracht 5er nicht gerade sehr günstigen Lage der Binnenschiffahrt voraussichtlich ein Teil der sonst auf dem Wasserwege beförderten Güter auf die Eisenbahn übergehen wird. Für die Verkehrsabwicklungen ist endlich auch der Ausfall der N ü b e n - und Kartoffelernte von großer Bedeutling, die in diesent Jahre recht günstig zu werden verspricht. Unter diesen Umständen glaubt die Handelskammer, daß der Eisenbahnverkehr der nächsten drei Tlonate die starken Verkehrsziffern deS Vorjahres noch übertreffen wird. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst- Gießen. Wetteraussichten in Hessen sür Samstag, 'den 13. Sept. 11913: Zunächst heiter und trocken, später Trübung und Niederschläge mit westlichen Winden. letzte KacbridHen* Gäste des Kronprinzen. Berlin, 12. Sept. Tie hundert Berliner Schüler, die sich als Gäste des Kronprinzen in Danzig-Langfuhr aushalten, besichtigten gestern die Marienburg. Frost im Gebirge. Berlin, 12. Sept. Wie die Morgenblätter melden, ist in den höheren Lagen des Schivarzwaldes und der Vogesen in der Nacht zum Donnerstag der erste Frost eingetreten. Im Riesengebirge ist ebenfalls am Donnerstag der erste Schnee gefallen. Flug auf den Feldberg. Karls rtthe, 12. Sevt. Faller hatte bei seinem Flug aus den Feldberg die Flugvost von Mühlhausen und Freiburg mit Genehmigung der Oberposldirektion in Konstanz mitgenommen. (Siehe unter Luftschiffahrt.) Verhaftung. Kassel, 12. Sept. Der zweite Direktor der hiesigen S a n i- sätsmolkerei Breßler wurde heute wegen Bilanz- t ä l s ch u n g und Unterschlagung verhaftet. aus dem ihr s, KreisLKer SW »“WfS ÄMerb-ch A ^auterbach den E>°!silch- rln J^Nabt am üche Anerkennung. - st>r die Großherzoglß chnungsiahr 1914 __ Mmen sowie Äen- chten. — Charakterer- des «r 'Mchsvepichermioö- in ® Werden 9at emgeführt, die von 9wm beachtet werden an alle handlungs- 'cnversicherungs- g, ob die Lehrlinge von aalten oder nicht. Ferner gsgrenze ton 2000 so daß weite Kreise von waren, Versicherung^ werden, daß die freiwil- ts-, Betriebs- und In- bis zu einem Gesamt- ch jahrelange Beittags- xgelb in einer Zwangs- M, wem sein gesamtes igt, er ist somit in vor- iches Gehalt erreicht Hai, m daher von vornherein nfmännischen Ersatzlran- : Versicherten nach jeder Dauer der Mitgliedschaft bei den kaufmäimijchen i den Zwangskasscn, die >ste und größte fautman’ deutscher ötuiblung^- ; welche neuerdings aiub ’arf ykmatäbcitrw m - nimmt irtfitfeaintj#' ärztliche Untermkuna Men w tzar- ij, oftm bereit, genant Stimmungen der KW- rar völlig kostensm an 'stellte ohne RMÄ auf ind die in allen Städten ;n und Krcizvereine des ygcr verbände- angcmc- Eünffe zu erteilen, nvereine imGroßen diesjährigen Verls Ms., rn Abe ad. SSSSV MVäSr VW durfte es wn enuF^Salondame m. T Äe und die erste lta^luw A bffdes chinitlen, w , hmille" ' 8« , « sdor! ' g" , - ' an 818-' n, uiti ich ®eb jLrbnung-,, Ss-K j (Weitern nOenb entschlief sanft nach langem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgrobmutter ^kauMargaretheBellofWwe. geb. Walter im 85. Lebensjahre. Im Namen der trällernden Hinterbliebenen: Mart Neuling. (Wieben iSteinstr. 72), 12. September 1913. Die Beerdigung findet in eitler Stille statt. Blumenspenden dankend verbeten. 07176 Koabenpensional Goelheschule, Oüahach a. M. privat Neal und Handelsschule, erteilt Linjährigenzeugnir. (Butr Dtrpflefl u Muffldit. Sorgf. Uedrrwach. d. Schulart». Groh Gori. Neubau m.grntrach., rl. Licht, ptäes. pcnMonepr«(e. profpekte d. d. Direktion lhv*/„l Strassburger höhere Bildungsanstalt (ehern. Volkshochech.). Jn^t. Bartboldy, Regenbogen- gaese 10. Vorbereit, z Einjähr.-Freiw.-, Fähnrich- u. Abiturient.-Prüfg. i. d. Hälfte d.sonst übl. Zeit — 21 i. d.J. best. Winteraemest.-Beg. 1. OkL Eintritt jederz. Pens, im Hanse u. ausw. Prosp. d.d. Dir. Ruff. 1912'13best.:6Abit..l0Prim ,9Sek.-Einj .BLchrerinn.lhv*^ EMMA SANDER OST-ANLAGE NUMMER 40 Lehrerin für Elementar- und höheres Klavierspiel beginnt den Unterricht wieder Montag, den 15. September Hotel-Restaurant Balbach, Biedenkopf Inh. Fritz Wenk 8"/. (Mut bürgerliches Hans, 4Min. vom iBnbnbor. Auto (Marage. Bens.v.M.4.00 an. ,1ranz. Billards. Ausschank Balbachschcr Biere. — Anerkannt gute flüebc. — Weine erster Ahmen. Bauerscher Gesangverein Heute fr veit a (i abend 9 Udr: Zusammenkunft im „Frankfurter Hof“. „Etändchen". Tn/e Annerod Sonntag und Montag, den 14. und 15. Sept.; Kirchweihfest friir gute Sveiicu und tOetränke ist behend neiornt. crg^enkt ein täaüniirt Piil. fiätitrr, Ais ta Plitlk. Obftverftcigernttg. Montag, 15. September M. IS., von vor mittags 10 Uhr an, soll da- Obst der Gemc.nde Grüningen, Birnen und große Mengen Zwischen, versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Ort. Grüningen, 12. September 1913. Großh. Bürgernteisterei Grüningen. 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