Zweites Matt Ur. 78 163. Jahrgang Erscheint täglich tuü Ausnahme des Sonntags. Geyeral-Ayzeiger für Obertzeffen kolonial gleich vor ödem Drill zu bewahren vermögen, denn nur toentt die Individualität der Schüler gebührend berücksichtigt, wenn ihnen mehr Freiheit in der Betätigung gewährt >vird, wird die Freude an der Schule wachsen und mit ihr die Freude am Vatcrlande. lichen Bezirtsrichters im Deutsche Kolonien. Ueber d i e Ermordung des Händlers Wil helmLehners a u f S a m o a gibt ein Bericht des KaiserDie „Kietzener Zamiklendlätter" werden drin .Anzoigei" viermal wöchentlich beigelegt, das ..ttreirblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 5eii- frageu" erscheinen mouattich zweimal. Mus öen Reichstagsaurschüffen. Die auswärtige Politik im Budgetausschnß des Reichstags. Berlin, 3. April. Zu Beginn der heutigen Sitzung des Bud getan sschusses des Reichstages teilte der ÜCbg. Spahn mit, der Reichskanzler haba erklärt, er werde sich am kommenden Montag im Plenum über die aus- wärtige Lage äußern. Bei der Beratung Voranschlags für das Auswärtige Anrt wünschte der Referent Basser m an n Auskunft über die Lage auf dem Balkan und begrüßte das Zusammenwirken Deutschlands und Englands bei den Balkanwirreu und begrüßte weiter den freundlichen Ton, auf den die jüngsten Reden der englischen Staatsmänner im Untevhause gestimmt mareu. ■^he 5)altung Deutschlands bei den gegenwärtigen Wirren Hobe bewiesen, daß Deutschland eine friedliche Politik verfolge. Staatssekretär b. Iagow machte daraufhin Mitteilungen über Fragen, die mit dem Balkan kriege zu- ^ammenhäwgen. Diese Erklärungen waren vertraulicher Für die Presse wurde folgender Bericht ausgegeben: Der Staatssekretär beantwortete in zum Teil' vertraulichen Ausführungen eine Reihe von Fragen, die mit dem BaKankrieg im Zusammenhang stehen. Zunächst machte er Mitteilungen über die Entstehung des B a l k a n b u n d e s , der, ursprünglich als eine Vereinigung sämtlicher Balkanstaaten mit Einschluß der Türkei gedacht, infolge der ablehnenden Haltung der Pforte als Vereinigung der nichttürkischen Balkanstaaten zustande kam und mit der Spitze gegen die Türkei etwa im Juni 1912 endgültig abgeschlossen wurde. Der Staatssekretär ging sodann auf die Frage ein, ob die deutsche und europäische Diplomatie durch den Ausbruch des Krieges überrascht worden sei. Tatsächlich habe in den Hauptstädten der Balkanstaaten noch bis in die letzten Tage vor dem Ausbruch des Krieges überrascht worden sei. Tatsächlich habe in den .Hauptstädten der Balkaustaaten noch bis in die letzten Tage vordem Ausbruch des Krieges die Stimmung geschwankt und der Kriegsbeginn sei gegen die Absicht der anderen Verbündeten durch den srühzeitigenLosbr u ch M o n t e n 'e g r o s erfolgt. Dm Staatssekretär erörterte sodann die verschiedenen diplomatischen Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- braße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion.^^112. Tel.-Adr.:AnzeigerÄießen. Kirche und Schule. Der Allgemeine Deutsche Realschulmän- ne r b er eilt u n d d-er Verein für Schulreform hoben in ihren Hauptversammlungen vom 6. Juli und 13. Okt. v. I. einmütig beschlossen, sich zu einem einzigen großen Vereine zu verschmelzen, „der eine gesunde Ent Wicklung unseres gesamten höheren Schulwesens in Vater- ländischem Geiste zu fördern bestrebt ist". Auf dem Boden des Erlasses vom 26. November 1900 stehend, tritt er ein für den Grundsatz der Gleichwertigkeit und Gleichb'erecl> tigung der drei höheren Lehranstalten, ganz- besonders der Realgymnasien und Oberrealschulen. Neben der äußeren Schulreform aber, deren erfreuliche Fortschritte schon heute unbeslrittcn sind, wird, so heißt es in einem Aufruf der genannten Vereine, die innere Schufiesorm um unausgesetzt zu beschäftigen haben, und gerade hier bietet sich unserem Vereme ein weites und fruchtbares Feld seiner Tätigkeil. „Noch sind zahlreiche Forderungen einer gesunden Pädagogik unerfüllt, noch sind bedeutsame Fragen der Erziehung und des Unterrichts uugelöft. Der lateinlose Unterbau bedarf einer größeren Ausdehnung, wenn er wirklich segensreich wirken soll: noch mangelt ihm auch der organische Zusammenhang mit der Volksschule. Fehlt so dem Unterbau unserer höheren Lehranstalten die nötige Einheitlichkeit und Festigkeit, so bedarf es in unserer Zeit der strengsten Arbeitsteilung auf allen Gebieten des menschlichen Schaffens für den Oberbau einer größeren Beivegungsfreiheit - „multum, non multa“ muß die Rickftschnnr sein, mehr Freiheit der Studien und der Persönlichkeit, wie sie Adolf Matthias mit beredten Worten fordert, wird auf der Oberstufe allein zum Ziele führen, wird unsere Jugend vor zerstreuendem Vielerlei und zuDas preußische Abgeordnetenhaus setzte die Beratung am gestrigen Donnerstag beim Titel „Kultur und Unterricht gemeinsam" fort. Abg. Tr. v. Campe sNatl.) regte die Aenderung des kirchlichen Disziplinarverfahrens an. Der Kultusminister v. Trott zu Solz sucht, obwohl er in dem Verfahrm des Oberkirchenrats manches selbst nicht zu billigen schien, die Ausführungen des Vorredners zu entkräften. Ter volks- parteiliche Abg. Tr. R nnze zog wenigstens gleich darauf noch um etliche Nüancen schärfer als Tr. Campe gegen den Oberkirchenrat und sein „mittelalterliches Geheimverfahren" zu Felde. Weiter äußerten fick über den Fall Traub die ?lbg. Heckenroth (Kons.) Viereck (Freik.) und Dr. Liebknecht (Soz.). Recht lebhaft ging es bei dem nun folgenden Kapitel „Katho- ltscher Kultus" zu. Abg. Tr. b. Campe (Natt.) bittet den Kultusminister um eine Erklärung, daß die preußische Ordensgesetzgebung, ganz gleich, ob im Reich das I e s u i t e n g c s e tz anf- gehoben wird oder nicht, im vollen Umfang aufrecht erhalten wird. Der Kultusminister verhielt sich hieraus recht diplomatisch. Er will erst einmal abwarten, ob das Jesuitengesetz aufgehoben wird; eine Antwort, die den Zentrumsabgeordneteu Glättfelter dazu veranlaßt, die Liberalen zu beschwören, wahrhaft freiheitlich zu fein und im Reichstag für die Zulassung der Jesuiten zu stimmen. Zur zweiten Beratung des Kultnsetats ist im Abgeordnetenhaus von der nationalliberalen Fraktion das Ersuchen an die Staatsregierung gestellt toorben, tunlichst noch vor der dritten Lesung des Etats, jedenfalls aber bei Beginn der nächsten Legislaturperiode, bent Hause eine Denkschrift vorzulegen, aus der bie Gesamtaufwendungen bcr Kommunen ‘für das Elementarunterrichtswesen und zwar gesondert a) der Kommunen bis zu 7 Schülstellen, b) der Kommunen bis 25 Schulstellen, c) der größeren Kommunen sowie diejenigen Beträge ersichtlich sind, welche der Staat diesen drei Kategorien von Kommunen zur Deckung der Sckwllasten gezahlt hat. 3um besuch des englischen Aönigspaarer. Die „Times" schreibt zu dem bevorstehenden Besuche des englischen Königspuares in Deutschland: Der König wird den ersten Festlandbesuch seit seiner Thron-' besteigung bei einer glückverheißenden Gelegenheit machen. Das Blatt verweilt ausführlich bei den Familienbezieh-- ungen der fürstlichen Häuser und fährt fort: Regierende Souveräne können heutzutage keine Reise unternehmen, oder auch nur ihre nächsten Verwandten besuchen, ohne politischen Dilettanten einer gewissen Klasse eine willkommene Gelegenheit zu geben für unbegründete Spekulationen und überflüssige Ratschläge. Der Besuch des Königs und der Königin bei dem deutschen Hofe zur Hochzeit ihrer Verwandten wird schwerlich eine Ausnahme, von dieser Regel bilden. Wir lverden angenehm überrascht sein, wenn diese Nachricht nicht eine ganze Ernte von Gerüchten der üblichen Art zeitigt. Man könnte erwarten, daß man weittragende politische Forderungen jeder,Art aus einer Tatsache nicht ziehen wird, die wirklich der einfachste und n a t ü r l i ch st e Vorgang von der Welt ist. Aber es gehört zu den Nachteilen einer Stellung von hohem Range, daß gewisse Leute stets ungewöhnliche Erklärungen für die einfachsten und gewöhnlichsten Handlungen suchen; ober das ist nicht bie Auffassung von Staatsmännern ober gut unterrichteten Leuten ober auch nur von Leuten mit besonderem 9)tcit= schenverstande. Leute dieser Art werden den Besuch des Königspaares in rechtem Lichte sehen, sie werden in der Hochzeit ein großes Familienfest erblicken, an dem der König und die Königin, mit größer Freude teilnehmen werden, und von dem sie sich a n st a n d s h a l b e r k a u m f e r u h a l t e n könnte n. Tas und nicht mehr werden wir darin erblicken, und wir werden das Geschäft, aus einem reinen Familienereignis Politische Schlüsse zu ziehen, den geistreichen Leuten überlassen, die sich daraus ein Steckenpferd machen. blatt" näheren Aufschluß: Lehners, der vor etwa 21,2 Jahren in das Schutzgebiet gekommen war, lebte allein aus einem von ihm gemieteten Grundstück in Vailoa. Er hatte dort einen kleinen Laden, in dem er Waren aller Art hauptsächlich an Eingeborene und Chinesen verkaufte. In seinem Wohnraum, der hinter dem Laden lag, verabfolgte Lehners auch unerlaubterweise alkoholische Getränke. Hier verkehrten zumeist Weiße und Mischlinge, doch dürften auch zuweilen Eingeborene und Chinesen dort Alkohol erhalten haben. Ta Lehners fleißig war und bedürfnislos lebte, machte er nicht unerhebliche Ersparnisse, und es war bekannt, daß er ständig größere Summen Geldes im Hause hatte. Am Abend des 2. Januar, als Lehners in seinem Laden einen einzelnen Käufer bediente, hat ihm dieser einen sicher geführten, wohlgezielten Stich mit einem scharfen, kräftigen Messer in die Herzgegend versetzt. Der Stich ist, wie die später erfolgte Leichenöffnung ergeben hat, auf der Stelle tödlich gewesen. Vorn überfallend ist Lehners auf einige Kisten gestürzt, hat sich dort eine Weile festgeklammert, und ist dann schließlich an der Kiste herab zu Boden gefallen. Mit dem Körper an die Kisten angeschmiegt, mit dem Gesicht nach unten zugekehrt, ist er am nächsten Morgen ausgefunden worden. Nach vollbrachter Tat hat der Mörder bie Lampe im Laden ausgelöscht, hat sich dann in den Wohnraum begeben und dort bü Holzkiste, in der sich das Geld befand, mittels eines Beiles erbrochen. Nachdem er sich das Geld und ein Paket Nickel- uhren angeeignet hatte, hat er auch im Wohnranm das Licht ausgelöscht, und ist durch bie Seitentür, durch bie er auch wohl hineingekommen ist, ins Freie gelaugt. Der Verbacht ber Täterschaft lenkte sich in erster Reihe auf Chinesen, besonbers auch beshalb, weil Lehners bereits vor einiger Zeit von Chinesen übersatten war, bie damals freilich unverrichteter Sache flüchten mußten. Dieser Verdacht hat auch insofern eine Bestätigung gefunden, als bei einigen Chinesen Nickeluhren, bie sehr wahrscheinlich mit den gestohlenen identisch sind, vorgefunden wurden. Indes haben sich weitere Anhaltspunkte, die diesen Verdacht verstärken könnten, nicht ergeben. Aus der Art der Ausführung ber Tat und ber zielbewußten Ueberlegung, bie bei allem zu erkennen ist, glaubt ber Bezirksrichter tnbeö den Schluß ziehen zu müssen, daß ein Weißer der Täter ober doch zum mindesten an ber Tat beteiligt sein müsse. Die Verdachtsmoente, die sich im Lause ber Ermittelungen nach dieser Richtung ergeben haben, sind jedoch nicht derart, daß ein Sttafverfahren gegen eine bestimmte Person eingeleitet werden konnte. Aus Hessen. Der Gesamtausschuß der Fortschrittlichen Volkspartei wird seine Landesversammlung am 17. und 18. Mai in Bad- Nauheim abhalten. * — Lauterbach, 3. April. Der Parteisekretär der Fortschrittlichen Volkspartei Kuhlmann hält gegenwärtig in Gemein- schvst mit Pfarrer Ml öbus - Udenhausen Versammlungen im Kreise ab. Sie besprechen die politische Lage und die Wehrvorlage, wobei die von der Regierung vorgeschlagene Art der Kostendeckung kritisiert wird. Freitag, April IM Rotationsdruck und Verlag ber Brühl'schen Universums - Buch- und Sieindruckerei. R. Lange, Gießen. wchrvorlagen unö ReichstagöfrMoneri. Berlin, 3. April. Die Fraktionen des pteicb3tag£' haben Hencke mit der Beratung der neuen Wehr- und Stenergesetze begonnen. Nach Hern Wunsck)e der Fraktionen soll am Montag und Dienstag der nächsten Woche zunächst die neue Wehrvorlage beraten warben und von Mittwoch bis Freitag! die neuen Stenergesetze. Die Beratung der Wehrvorlage wird mit einer Rede des Reichskanzlers eingeleitet worden, wäh-, rend die Einleitungsrede für die neuen Steuergesetze der Reichsschatzsekretär übernommen hat. Ob die Steuergesetze einem besonderen Ausschuß überwiesen werden sollen, ist noch nickst entschieden, aber doch ziemlich wahrscheinlich. Die zweite Lesung des Militäretats soll nach Beendigung der Beratung der Steuergesetze in Angriff genommen werden, hierauf folgt die.zweite Beratung der Etats des Reichskanzlers und des Auswärtigen Amtes. Man hofft bis zum 23. April die zweite Lesung des Etats abschließen zu können. Ob im Anschluß hieran die dritte Lesung des Etats vorgenommen werden soll, bleibt späteren Beschlüssen des Seniorenkonvents überlassen. In liberalen Kreisen lvird 'ber Wunsch gehegt, die dritte Etatslesung erst nach den Psingstserien vorzunehmen, da durch die neuen Steuergesetze üiii> durch die neue Heeresvorlage mit den vorgelegten Ergänzungsetats große Teile des Etats eine andere Gestaltung erfahren werden. Tie Regierung legt jedoch Wert darauf, 'daß der Etat bis Pfingsten erledigt wird. Eine Verabschiedung her Heeresvorlage vor Pfingsten und eine gesonderte Beratung der Steuergesetze nach Pfingsten oder gar im Herbst dürfte kaum stattfinden, da das Zentrum und die Rechte dafür sind, arte Vorlagen kurz hintereinander mit «denselben Mehrheiten zu verabschieden. Es dürfte also dahin Ikvinmen, daß die Heeresvorlage bis Pfingsten wohl im Ausschuß zur Verabschiedung gelangt, im Plenum' aber erst nach Pfingsten beraten wird. Bis dahin dürfte auch über |bie Steuergesetze eine Entscheidung im Ausschuß gefallen sein. Man nimmt an, daß der Reichstag nach Pfingsten noch zwei bis drei Wochen tagen wird. Wie die „Tägliche Rundschau" hört, macht sich in der n a t i o n a l li beraten R e i ch s t a g s f r a k t i o n eine starke Strömung gegen die Einbringung des Antrages auf Einführung der Er ba n s a l l st e u e r geltend. Sollte die Strömung siegen, so werde die.Fortschrittliche Volkspartei oder die Sozialdemokraten den Antrag: stellen. Phasen bey Krieges, bie Aufgabe ber StatuSguo Formel, die durch bie von allen Mächten angenommene Formel ber Lokalisierung ersetzt würbe, besonders auch die Entwicklung der albanischen Frage, bei der bie deutsche Diplomatie sich Nändig auf feiten unserer Verbündeten gehalten habe, unter Benutzung jeder Gelegenheit zu vermittelndem Eingreifen. Im ganzen Verlauf dieser Frage habe Deutschland treu zu Ceftcrrciri)- Ungarn gestanden und sei auch sofort ans den Wunsch seines Verbündeten bereit gewesen, an der F l o t t e n d e m o n st r a - t i o n an der montenegrinischen Küste teilzunehmen. Wie sich bei weiterer Hartnäckigkeit Montenegros diese Angelegenheit entwickeln werde, darüber lasse sich heute noch nichts sagen. Der Staatssekretär stellte hierbei fest, da ßsämtliche Mächte dahin übereinstimmten, daß S k n t a r i, die größte von Albanesen bewohnte Stadt, zu Albanien geschlagen werden solle, nachdem über die Zuweisung von Ipek, Prizrend und Djakowo an bie Balkanverbündeten eine Einigung erzielt worden sei. lieber den Gang der Verhandlungen, die den bulgarisch-rumänischen Ausgleich betreffen, lassen sich Einzelheiten gegenwärtig nicht mitteilen. Deutschland sei hier bemüht, den rumänischen Wünschen nach Möglichkeit zum Erfolg zu helfen. Ter Staatssekretär ging sodann auf den Zweck der gemeinsamen Note ein, bie vor dem Sturze des Kabinetts K i a m i l an die Pforte gerichtet worben ist. Es handelte si chdarum, nach dem Zusammenbruch der Türkei für diese bas Mögliche zu sickern. Tie Vorgänge in Konstantinopel machten bie Bemühungen ber Mächte fruchtlos. D i e Gesamtheit der finanziellen Fragen werde unter Zuziehung von Fachmännern in Paris erörtert werden. Vorbesprechungen seien seit einiger Zeit im Gange. Tie Grenze Midia-Enos sei jetzt aus Anregung Rußlands zur möglichst schnellen Beendigung der Feindseligkeiten von den Mächten den Kriegführenden vorgeschlagen und von der Türkei bereits angenommen worden. Die Aeußerungen ber Balkanverbünbeten zu den Mebiationsvorschlä- gen ständen noch aus. Die Frage der Inseln, bereu Lösung sich die Mächte verbehalten hätten, böte erhebliche Schwierigkeit. Deutschlands Politik gehe bahin, diese Frage tunlichst in einer Weise zur Lösung zu bringen, daß der a s i a t i s ch e B e s i tz st a n d de r Türkei nicht gefährdet werde. In diesem Punkte gingen die Bemühungen der deutschen Diplomatie darauf, den Statusguo zu erhalten und die Lebensfähigkeit der Türkei zu stützen. Die Dardanellenfrage habe bisher keine Macht angeschnitten. In der weiteren Beratung wurde die diplomatische Vertretung von Reklamationen deutscher Firmen besprochen, ferner bie Greuel, bie von den Balkanstaaten auf türkischem Boden verübt worden sind. Auch finanzielle Fragen, wie die Heranziehung ber Balkanstaaten zur türkischen Staatsschuld gaben Anlaß zu weiteren Erörterungen. Soweit der offizielle Bericht. Man wird nicht behaupten tonnen, daß man damit etwas Neues erfährt. Es wird aber versichert, daß die Aussprache trotzdem sehr eingehend gewesen ist. Morgen sollen im besonderen die o stasi atis chen Verh ä l tnis s e besprochen werden, und auch hier sollen alle auftauchenden Probleme sehr gründlich angefaßt werden. Dieses Vorgehen seitens des Reichsttages wird jedenfalls in allen den Kreisen volle Bittigung finden, die aus einer engen Fühlung z w i s ch e n 'Regierung und Volk auch in der auswärtigen Politik 9ttitzlicheres für die Zukunft unseres Reiches erhoffen, als aus dem eng abgeschlossenen Diplomatentämmerlein, dem wir bisher nur allzu leichtgläubig vertraut haben. Der Leuchtölansschuß beendete heute in unerwartet rasch boranschrertenben Verhanblungen die ganze zweite Lesung des Entwurfs zu einem großen Teil in der Fassung ber Regierungsvorlage. Einer wesentlichen Ver- änberung, würben nur die Bestimmungen über die Entschädigung der Angestellten unterzogen, bei welck-en durchweg für die Angestellten günstigere Bestimmungen angenommen würben und wobei aus- drücttich auch bie Arbeiter mit in ben Genuß biefer Bestimmungen bineingesogen wurden. Tie allgemeine Entschädigung würbe von drei Monaten auf sechs Monate ausgebehnt, ferner ber Gesamtbetrag der Entsckstibigung im Maximum auf bas Siebeneinhalbfache gegenüber dem Fünffachen ber Regierungsvorlage erhöht; desgleichen würben bie ungünstigen Bestimmungen der Vorlage für die zunächst in den Betrieb der VertriebSgesellschaft übernommenen Angestellten beseitigt: bie in ber Vorlage vorgesehenen Entschäbi- gungen aus Billigkeitsgrünben würben dagegen gestrichen. Ausdrücklich mürbe bie Mitwirkung bes Reichstags noch vorgesehen. Tie britte Lesung soll ungefähr nach 14 Tagen beginnen. Jahresbericht der Grotzh. Hess. Gewerbeinspektionen. Die nächsten Gruppen von Hausarbeitern bilden 104 Säckenäherinnen, 92 Stuhlsitzflechterinnen, 7(1 Schneider, 67 Sticker- und Garniererinnen, 40 Portefenillearbeiter, 36 Kleider- und Weißzeugnäherinnen, 21 Strickerinnen, 20 Feilst ü ck e k l e b e r , 7 Poliererinnen, 8 Schirmnäheriniien, 3 Bürsten- einzieherinnen und 2 Pfoifendreher. Zwischenmeister, bie übernommene Arbeit nicht selbst aus- führen, sondern nur als Mittelpersonen bie Ucbertragung von Hausarbeiten an Tritte vornehmen, gibt es im Aufsichtsbezirke nicht. Zwischenmeister, die übernommene Arbeit selbst ohne fiembes Personal in ihrer Werkstatt auMhren und gleichzeitig an andere Hausarbeiter weitergeben, also Arbeitgeber und Hausarbeiter in einer Person sind, gibt es einige int Portefeuillegewerbe. Zivischemneifter, sogenannte kleine Produzenten, die für bestimmte Fabriken arbeiten, also von diesen wirtschaftlich abhängig sind, aber ihrerseits fiembes Arbeitspersonal in ihrer Werkstatt befdjäftigen und deshalb nicht unter das Hausarbeitgesetz fallen, gibt es einige in der Zigarren- und Portefeuilleindustrie. Bet der Besichtigung von Hausarbeitwerkstätten und bei ben Erhebungen muß man sich sehr hüten, aus ben Verhältnissen in einzelnen Betrieben auf bie bes ganzen Gewerbes zu schließen, wozu man leicht verführt werden kann. Die Verhältnisse liegen, wie atterwärts, in jedem Hanse anders, und damit sind auch' die Auskünfte, die man erhält, überaus mannigfach und widersprechend. Was der eine lobt, tadelt der andere. Viele Hausarbeiter stehen auch den Fragender BeanÄen mißtrauisch gegenüber, viele stellen sich dunmi. Während man in dem innen Betrieb lange verweilen . kann und sich eine anregende Nnterbaltung über das Oiemcrbc usw. abspielt, macht die Unzugänglichkeit anderer Hansarbeiter jedes längere Verweilen unmöglich. Die vorerwähnte Arbeit des Fettstückeklebens auf Pa Pier streifen gab dem Berichterstatter, da er einen baldigen Schutz der Arbeiter und F-amilienmitgfieber gegen die der Gesundheit nachteilige Staub- RechnungsaLlage Beachten I). NiederRosbach () Franken berg, 3. April. xsm jüngsten Torfe Deutsch la nbs, dein Orte Neu-Berich, das an Stelle 509*. -5 Meteorologische veobachtungen der Station Gießen. April Wetter 1013 cd eo April Höchste Temperatur am 2. bis 3. 3. niit ihren Karne Beruf oder Stand: Ott: Nähere Adresse: 11,3 10 9 10,3 7,0 7.2 7,7 '46,8 746,1 4 i 2 1 4 f + 11,6’0. + 5,1 ° C. Senden Sie mir eine Probe Utn-Vaisam toitenlos und portofrei zu. NE E NE Asthma. .... ..... .. 'den Aerzten des Altertums und gilt auch h-eute noch im ganzen Oriient der sogenannte Arabische oder Utubalsam, der naturreine Harzsaft "eines in den Küstenländern des April. Hier feierte heute der Büchertisch. — „D i e Regatta", unabhängige illustrierte Zeitschrift für den Renilrudorfoort, nennt sich ein ab 1. April wöchentlich er- scheinendes Blatt, das von dem bekannten Ludwigshafener Nennruderer, Olnrnpiasieger und Sportschriststeller Hermann Wilker unter Mithilfe der bedeutendsten Nennruderer und Fachleute des In- und Auslandes, geleitet wird. veremrnachrichten. ** I in Ev a n g. Arbeiterverein spricht am Sonntag Oberlehrer Dr. Klein über den Kampf gegen den A l k o h o l i s m u s. 70 74 82 10 \ Bed. Himmel 10 : „ 5 1 Sonnenschein des Rhcin-Vcainischen Bert andsthearers. VermöschLes. * Ei n Erholungsheim für selbständige Handwerker. Die .Handwerkskammer in Magdeburg bewilligte als K a is c r - W i l h c lrn - Jubiläums- Stiftung aus den Mitteln der Kammer 10 000 Mk. als WM IUUI2> HUM zom Ausbau der Veste COE'J; 17553 Geldg:»im - Kart Niedrigste „ „2. lltiederschlag: 2,6 mm. | des wegen der Edertalsperre dem Untergang geweihten Dorfes Berich erbaut wurde, vernichtete ein Brand das Banbureau der Firma, die das Dors erbaut hat. An ein Löschen war nicht zu denken, weil man bei der Strastenherstellung die neuen .Hydranten mit verdeckt hatte. F. C. Battenberg, 2. April. Der EheMu Thekla Klein von der Kröge bei Barrenbcrg, die zu der berüchtigten Jitzeunerfamilie Ebenber «zählt, wurde der Wandcrgc - wer beschein für 1913 versagt. Tie Behörde begründete die Ablelmung damit, daß die Klein wegen gewohnheitsmäßiger Bettelei übel beleumundet und schon zahlreiche Strafen, besonders von oberhessischen Amtsgerichten < Schotten und Gießen) erhalten und kürzlich erst von bent Schöffengericht Battenberg wegen Bettel mit 2 Wochen Haft bestraft worden fei. Tie am Bezirks-Ausschust Wiesbaden von der Klein erhobenen Klage wurde heilte abgewiesen. Tie fortgesetzte Bettelei der Zigeunerin rechtfertige die Nicht- erteilüng des Scheines. Roten Meeres wachsenden Balsambaumes. Es ist dies derselbe „Balsam", den schon die .^eilige Schrift als den , König der Oele" bezeichnete, dessen konservierende Eigenschaften bereits die alten Aegyptcr zum „Einbalsamieren" von Bureanoorsteher Faust ergab 2430,30 Ml. Einnahme una 2120,40 Ml. Ausgabe. Ten Büchereibericht trug Lehrer W e h r - Heini vor. Tie städtische Bibliorl-et, die dem Verein leihweise zur Verfügung steht, ist auf 331, die Eigenbück>erei auf 2496 Bände angcwachsen: 90 Bücher wurden im abgelausenen Jahr dem Verein gestiftet. An 52 Ausleihtagen gelangten 5308 Bände zur Ausgabe. Tie Vorftandswahl ergab die Bestätigung des seitherigen Vorstandes. i A Gainbach, 3.April. Vom Tode des Ertrinkens rettete Straßenwärter Wagner den Knaben Otto Becker. Der Knabe war in die Wetter gestürzt. Nur mit großer Mühe konnte Wagner das bereits bewußtlose Kind herauS- ziehen und das Bewußtsein zurückrufeu. entwicklung für geboten hielt, die Veranlassung, die Verhältnisse anü deut zuständigen Kreisarzt und Kreisamt sowie dem Arbeitgeber tnäher zu pnlfen. Dem letzteren wurde nahegelegt, die Abfälle vor der Abgabe an die Hausarbeit er einer gründliclwn mechanischen Entstaubung zu unterziehen, wozu sich die Firma auch ohne weiteres bereit erklärte. Auf die Prüfung der Verhältnisse der Hausarbeiten der Schneider der Provinz ist näher eingegangen worden. Im Schneidergewerbe der Provinz waren im Herbst 1912 36 Hausarbeiter als Konfeltionsschneider und 44 Hausfchneider als Maßschneider beschäftigt. Von den letzteren wohnen allein 38 in Gießen. Die meisten sind organisiert. Sie werden nach den Sätzen des »Lchneidertarifs bezahlt. Sechs von ihnen sind 20 Fahre, 12 über 10 und 20 lüs zu 10 Jahren bei der gleichen Firma ununterbrochen beschäftigt. Alle haben ihre bestimmten Gründe', daß sie nicht auf der Werkstatt beim Meister, sondern in ihrer Wohnung arbeiten. Dem einen war die Frau kränk, der andere war selbst kränklich, und die Frau eines Tritten war Hebamme: einige hatten einen Nebenberuf als Diener, Pförtner u. bergt., einer sogar als Stationsvorsteher: wieder ein anderer war taubstumm, diesen hinderte seine Konfession (er war streng katholisch), jenen der Umstand, daß er nicht dem Verband angehörte, sieh unter die organisierten Werkstattsgehilfen zu setzen. Nur ganz wenige waren es, die erklärten, daß sie aus Mangel an Platz auf ber Werkstatt des Arbeitgebers daheim arbeiten müßten. Ter Mehrzahl war auch die Arbeit in der Familie lieber und bequemer. Bei einigen Schneidern helfen die Frauen mit, einige lernen ihre Söhne an, manche arbeiten noch nebenher für Privatkundschaft. Die Löhne sind die gleichen wie die der Werkstattarbeiter, die Verdienste aus dem SÄneiderberuf infolge^der Nebenbeschäftigung der einzelnen natürlich geringer. Jni Jahre 1911 verdienten 9 Schneider, die auf der Werkstatt eines Maßgeschäftes arbeiteten, 1200, 1300, 1370, 1200, 1400, 1250, 1270 1322 und 1300 Ml. Die Arbeitsräume waren im altgcm inen befriedigend. Wo fich Anstände ergaben, lagen sie in den Verhältnissen der Betressenoen selbst, z. B. der großen Kinderzahl oder der Lebsucht In uoölf Fällen wurde die Werkstatt zur Einnahme der Mahlzeiten benutzt. Zu Kücheuzwecken dienten drei Werkstätten, ein Bett stand in sieben Werkstätten. Daß die hausarbeilenden Schneider gesundheitlich hinter ihren Werkstattkollegen beim Meister zurückständen, konnte nicht wahrgenommen werden. Tie 36 Konfektionsschneider verteilen sich auf 22 Orte der Provinz. Sie arbeiten für Geschäfte in Frankfurt, Oberrad und Mainz und find nicht organisiert. Ihre Verdienste stehen fast allgemein, wenn man die Arbeitszeit in Anschlag bringt, hinter denen ber Maßsckmeiber zurück. Nach den au verschiedenen Plätzen gemachten Feststellungen wird bei einer zehnstündigen Arbeitszeit ein Mann kaum mehr als 2 Mk. bis 2,50 Mk. verdienen. Die Bezahlung findec zwar nach Tarifen statt. Nikbt wenige klagen aber, daß die Konfektionsinhaber es in der Hand hätten, die Tarifsätze zu nmgehen. So käine cs oft vor, daß z. B. eine Hose, die ihrem Stoff nach mit 90 Pfennig bezahlt werden müßte, kurzerhand als minderwertiger Stoff angerechnet und nach dem geringen Satz mit 80 Pfennig bezahlt mürbe. Fast allgemein hält man eine Aufbesserung der Akkordsätze sür notwendig uns beklagt sich ferner darüber, daß bei den Postfendungen seitens der meisten Firmen das halbe Porto und das Geld für die Postanweisung am Lohn gekürzt würde. Als Vorteile ihres Berufs geben viele an, daß sie im Vergleich zu anderen Gewerben stets im Warmen und Trocknen arbeiten, keine Ausgaben für Kleider und Schuhe hatten und lid) freier bewegen könnten. Ein Teil der ländlichen Konfektionsfckneider betreibt noch Landwirtschaft, andere haben noch diese und jene Nebenbeschäftigung. Sie fühlen fich fast alle auf dem Laude glücklicher als in der Stadt, in der sie mitunter früher schon längere Zeit gearbeitet haben. Verhältnismäßig viele von ihnen lassen ihre Kinder »icdenmi das cvchneiderhandwerk erlernen. Einige beabsichtigen, ihre Nähmaschinen mit Elektromotoren zu versehen, um das bei langer Arbeit anstrengende Treten mit den Füßen zu sparen. Manche Arbeitsräume waren in gesundheitlicher Hinsicht zu beanstanden, zu klein, niedrig und dumpf, iic dienten auch als Schlafstuben. Tic Benutzung der Werkstatträume aber zu Schlafzwecken sollte im Interesse der Hausarbcitcrfamilien sowie auch ber Kundschaft nach Möglichkeit vermieden werden. #|rt nifmflis öic M^ngd- ä Etetkenpfers, Arbeiterbewegung. rn. Offenbach, 3. April. Der am 20. Februar in der Schuhfabrik „Hassia" von E. Liebmann ausgebrocheue Schn Hamacher streik ist insofern zu (Simficn ber im Ausstand stehenden Arbeiter ausgegaugen, als Die Arbeitgeberorgcnnsation die schwarze Liste, die im Interesse der Firma aufgestellt war und die Einstellung der streikenden 9(rbcitev in anderen Betrieben verbot, aufgehoben hat. Eine Anzahl Streikender bot bereits tu anderen hiesigen Cchuhiabriken Arbeit erhalten. Ter Streik bei der Firma Liebmann wird fortgesetzt. — Tie Offenbacher Maler-, Weißbinder- und Lackierenneistervereinigimg hatte in einer Eingabe darum nachgesucht, die Aussperrung im Weißbindergewerbe als höhere Gewalt anzuerkennen. Ter städtische Bauausschuß konnte sich nicht dazu entschließen, dem Gesuch stattzugeben, da eS sich nur um eine teilweise Aussperrung handelt und auch in ber Rechtsprechung bis jetzt die Aussperrling als höhere Gewalt nicht anerkannt ivorden ist. Grundstock zum Bau eines Erholungsheims für selbständige Handwerker. - - T i c T c in p e r a t u re n in den Höch st en Höhen. Der Direktor des Observatoriums von Pavia Prof. Gamba ver öftcnilicht jetzt dic Ergebnisse seiner Temperaturmessungen in großen Luflhöheii. Einer der von ihm ausgesetzten Registrier ballons erreichte dic gewaltige Höhe von 37 700 Metern. Dieser mit Wasserstoff gefüllte Kautschukba'lon registrierte in den vc schiedenen Höhenlagen folgende Temperaturen: bei 12 385 Meter Höhe — 55,5 Grad C. Bei 19 730 Meter - 56,9 'Minimume und bei 37 700 Meter Höhe —51,6 Grad (£. Damit bestätigt sich die schon früher gemachte Beobachtung, daß die tiefste Temperatur keineswegs mit der höchsten Höhe zusammcnfallt: in einer Höhe von 10—12 Kilometern über der Erdoberfläche befind n sich eine mehrere filomcterbreitc Luftschicht, die Temperatur - gleichheit aufweist. Jenseits von ihr sind die Temperaturfchwaii' kungen nur noch gering. Der barometrische Druck in ber Höhe von 37 700 Metern betrug nur noch 3 Millimeter. Der Registrier ballen erreichte diese gewaltige Höhe innerhalb von nur 1 Stunde und 18 Minuten. Dann Platzte ber Ballon, und die Gonbel mit den Registricrapparaten senkte sich an ihrem Fallschirm langsam herab. Sie erreichte 40 Kilometer von ber Äiisstcigstcllc unbe schädigt wieder den Erdboden. — Entdeckungen in ber alten Sakristei von S. Lorenzo in Florenz. Aus Florenz wird uns geschrieben: Seit drei Jahren sind auf Kosten der Bauhütte von S. Lorenzo Wiebcrherstellungsarbeiten im Gange, die auf dic Bange schickte der alicn Sakristei, dieses MeisterwerkesB run ell eschis, neues Licht werfen. Das Dach der Kuppel hath'eine ursprüngliche Fornt wieder erhalten, und an ber Laterne hat man die bisher vermauerten schlanken korinchisclwn Söul en freigclegt.^ Hier Hit man auch das wohl von Bnunelleschi selbst in eine Steinplatte ein - gemeißelte Datum 1428 entdeckt. Tic übertünchten plastischen Dekorationen ^T o n a t cl l o s weisen noch interessante Spuren der allen Farben' ans, bereu Freilegung soeben begonnen wurde. Bon den vier Medaillons mit Tarstellungen ber Evangc listen ist zunächst dic Figur des Markus won ber Tünche befreit worden. Jetzt hebt sich die reich vergoldete Figur von einem schönen, tief ultramarinblauen Grunde ab. 2luck) an den vier größeren MÄmillous hat der Letter der Wiedcrherstcllungsarbeitcn, Prof. Giuseppe C a ft c l l u c c i, unter ber Tünche bic alte Farbe wieder entdeck!, und schon eines, dic Airferwcck'iug der Drnsiana, in den früheren Zustand z-urückv ersetzt. In dem kleinen Raum neben der Sakristei ist ber schön, marmorne sWandbrunncu wiederher gestellt worben: in einem) anderen benachbarten Zimmer hat Castellucei unter der Tünche Zahlreiche alte Zeichnungen, vorzüglich modellierte 'ittfte, mehrere Köpfe, eine Eule, Tekorationsent- würfc und rechts von ber Tür in Rötel die Majuskel-Inschrift Michael . . . entdeckt. Die Bewegungen und Verkürzungen der Gestallen fuhren zu der Annahme, daß es sich hier um Arbeiten von Sckftilern Michelangelos l)vnsclt. Sobald die Wiederherstellung der alten Sakristei beendet sein wird, soll die neue Sakristei Michelangelos an dic Reihe kommen. Hier hofft Castellucci Reste der alten Dekorationen Giovannis da Udinc wiederzusinden. I Colter Eelj-Ise ä 3![ 1 Pwo, Berlin, G»i.i7r-., ' noch verhaftet und das Geld beschlagnahmt. Tic erlittene Unter- sucharugshafr wurde auf die erfannte Strafe angercchnet. — Ter Taglöhncr I. K. vvn Norden, z. Zt. hier in Untersuchungshaft, wurde wegen Bettelns $u drei Wochen Haft verurteilt. — Der Schlosser E. G. iwn Barmen, z. Zt. hiev in Untersuchungshaft, erhielt wegen Bettelns eine vierzehntägiye. Haftstrafe. — Der Taglöhner F. K. von Idstein, z. Zt. hier in Untersuchungshaft, wurde wegen Bettelns zu z-etzn Tagen Haft verurteilt. Kreis Friedberg. (L) Friedberg, 3. April. Die Dchille r schule (höhere Mädchenschule, hak dieses Jahr mehr Schülerinnen als sonst, 48 Kinder sind neu ein getreten und die Gesamtzahl beträgt 211. * r. Bad-Nauheim, 3. April. Seit einiger Zeit befindet sich unsere Polizei im Besitz zweier auf städtische Kosten beschaffter Poliz e i h u u bc, die recht gute Arbeit leisten. — Seit heute vormittag ist der Lesesaal im Kurhaus geöffnet, der WirtschaftSbetricb im Kurhaus wird mit Beginn der Winderstein-Konzertc am nächsten Sonntag auf- gcnominen. ? Bad- N a übet in , 2. April. Der Bi l dun g s v cr e i n hielt heute abend seine Hauptversammlung ab. Ten Ge- sck.äftsbericht erstattete Lehrcr Porti,. Darnack hat der Verein 403 Mitglieder. Im abgelaufenen Jahr wurden cin 'Bortrag und eine Uhlandfeier vcranstaliet, ferner fünf Theatervorstellungen bewutzten und der heute noch von den Pilgern, die nach Arekka wallfahrüeii, als eine Art köstlicher Reliquie, in kleinen, um den Hals getragenen Fläschchen in die Heimat gebracht wird. Der echte arabische Balsam war früher so teuer, daß er mitunter mit dem doppelten Gewichte des baren Goldes ausgewogen wurde und kam daher nur als Kuriosität gelegentlich in den Handel. Die Schwierigkeiten seiner Beschaffung sind indessen seit einigen Jahren durch die Aufdeckung bisher unbekannter neuer Produktionsgebiete beseitigt, und wir können heute das so eminent wichtige Heilmittel schon zu einem Preise in den Handel bringen, der es auch Minderbemittelten ermöglicht, seine vortrefflichen Eigcnfchaftcn im Bedarfsfälle auszunußen. Tie Wirkungen des echten arabischen oder iltubalsams, von dem wenige Tropfen pro Tag genügen, sind in Kürze folgende: Ter Balsam niacht den Auswurf flüssig und per- miudert ihn. Infolgedessen hört schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit der lästige Hustenreiz und damit auch der Husten aus. Infolge der Entfernung der in dem Auswurfe enthaltenen Zerfallprodulke tritt da, wv Fieber vorhanden war, eine Abnahme desselben ein. Aus dem gleichen Grunde vermindern sich auch dic Nachtschweiße, die mit der Zeit ganz aufhören. Ein gesunder Nachtschlaf und damit eine Besserung des Allgemeinbesindeus pflegt einzu- treten. Außerdem wirkt der Balsam magenstärkend und appetitanregend und bedingt hierdurch eine größere Nal)- rungszufuhr und damit auch eine Gewirlitszunahme. Der Patient betommt durch das Verschwinden der katarrhalischen Erscheinungen und durch die Besserung semes Allgeniein- befindens wieder neuen Lebensmut und größere Luft und Ausdauer zur Arbeit. Wir besitzen heute bereits Tausende glänzender Anerkennungsschreiben, die alle unaufgefordert bei uns ein- gelaufen sind, und in denen von dankbaren Patienten und erfolgrcickwn Aerzten dic mitunter geradezu verblüffenden Erfolge bestätigt werden. Alle diese Briefe liegen in unseren Bureaus zu jedermanns Einsicht offen aus. Wer auch noch so viele andere Mittel bisher ohne Erfolg benutzt hat, der möge trotzdem einmal in seinem eigenen Interesse einen Bersucki mit Utu-Balsam machen. Er wird von der Wirkung des Mittels überrascht sein und den kleinen Versuch, der nicht einmal etwas kostet, so leicht nicht bereuen. Zur Erleichterung des Versuches versenden wir kostenlos und franko eine Probe des Balsams an jeden, der uns den hier angehängten Bestellzettel ausgefütlt einsendet und ihm 20 Pf. für Porto ufw. beifügt. Ten Herren Aerzten stellen wir zu Versuchszwecken ein größeres Quantum des Balsams kostenlos zur Berfügung. ss6/]; Morgeilliindischc Drogcn-Jinport-Gesellschaft Berlin W. 15. Veraltete Katarrhe auszuratten ist keine leichte Sache. Jeder, der schon einmal mit einem alten, hartnäckigen Kaatrrh zu kämpfen hatte, weiß dies aus eigener Erfahrung. Mit oen gewöhnlichen Hausmittelchen, löte Hustenbonbons, Pastillen ?c. ist da nicht viel a.nzu- fangen. Ein harmloser kleiner Erkältungshusten, der sowieso schon nach einigen Tagen wieder zu verschwinden pflegt, 'mag mit derlei harmlosen Mittelchen „bekämpft" werden können — 'soweit man Tier überhaupt vvn einem „Kampfe" reden kann. Ein chronisch gewordener, alter Husten, der gar nicht weichen will, ober wenn er einmal einige Zeit verschwunden war, immer wiedertehrt, und der bei dazu Disponierten gar oft den Keim eines- schweren Lungenleidens in sich trägt, sollte aiiemckls il-eichtt genommen und mit Hausmittelchen behandelt werden. Dazu ist die Sache doch zu ernst. Einem solch alten .Husten muß mit ganz anderen Mitteln zu Leibe gegangen werden. Der Feind muß sozusagen in seinem Lager angegriffen und von innen heraus vertrieben werden. 3. 9^ 4.|72t' 745,5 I Märkte. eb. Bingen, 3 April. Zu bem heutigen Vieh markte waren insgesamt 500 Tiere auigeiahren. Die Prefte für Schlachtvieh sind in die Höhe gegangen. Ter Handel ivar bei reger 9lad;- fiage sehr flott, so daß der ganze Zutrieb hi kurzer Zeit verkamt war. Bezahlt wurden für bas Paar beste Fabrochsen 1160 ibiä 1200 Mk., geringerer 950—1100 Mk., für das Stück Fahrkühe 41-; bis 450 Mk., trächtige Kühe 430—450 Mk., frischmelkende Lühe mit Kalb 460—490 Mk., desgleiclien ohne Kalb 430—440 Alk., trächtige Rinder 450 — 460 Mk., halbjährige Rinder 120—130 Mk., jährige 170—200 Mk. Für Schlachtvieh im Zentner Schlacht gewicht wurden erfpfi: fette gemästete Ochsen 93—95 Mk., fleischige weniger gemästete 90—91 Mk., geringere 84—86 Mk., fette gemästete Rinder 93—85 Aik., fleischige weniger gemästete 88—90 Mk., geringere 83—85 Mk., fette gemästete Kühe 86 bis 88 Mk., fleischige weniger gemästete 81-83 Mk., geringere 75 bis 77 Mk., Mastkälber 90—92 Mk., Mastkälber geringeren Schlachtwertes 86—87 Mk., fette Kälber 83— 84 Alk., fette Schweine 88 bis 90 Mk. fleischige 85—86 Mk. Ter nächste Viehmarkt finbet nm Dienstag, 15. April statt. »lB6,lSic8 , von Nil. »D "cischivesel-§ci • Bergmann r, n , 9cg.aüe$rlepfi , Co" Ra, uni>Bautausr*T rcin,ci Pufteln «'öl ,par^01 W? Syhose 1.80%'» 10 > '■Hilft lirhs ■'Wlfborv "l: Wiih. An- Stadt und EanH. Gießen, 4. April 1913. ** Ordensverleihungen. Ter Großhcrzog hat dcm Hauptmann Freil-errn von Fritsch im Großen Generalstabc, seil her Obcrlcurnant im Großh. Anillcriekorps, 1. Hess. Felo attilleerie-Regiment Nr. 25, kommandiert zur Tienstleistting beim Großen Generalslab, und dcm Oberleutnant o. Hesse, Adjutanten^ der 34. Infanterie-Brigade (Großh. Mecklenburgischen), seither im Lcibgarde-Jnsanterie-Regimcni (1. Hess.) Nr. 115 das Ritter- krei'.- 2. Kkbssc des Verdienstordens Philipps des (!iüvßmütigen, und dem Wachtmeister a. T. Joh. Oestreich, seither im Gcn- daimericlorps, die .Krone zum Silbernen Kreuz des Berdienstoroens Philipps des Großmutigen verliehen. ** Ans dem Militär-Wochenblatt, v. Oven, Major und Bat.-Kommandeur im Leibgarde-Inf.-Regt. (1. Hffs.) Nr. 115 und kommandiert zur Dienstleistung beim Kriegsministe- rium wurde mit Wahrnehmung der Geschäfte eines Abteilungschefs beauftragt. ** Lehrer Personalien. Dem Lehrcr Ludwig Frank zu Ober-Schönmattenwag wurde eine Lehrcrftellc an dcr Gemcinde- schule zu Büttelborn übertragen. Kreis Büdingen. Büdingen, 31. März. (Schöffengericht.) Ter Dienstknecht R. O. E. Sch. von Breslau, zuletzt in Tüdclsheim, z. Zt. hier in Umcrsuchungsl-aft, wurde wegen qualiftzierter Unterschlagung rn eine Gefängnisstrafe von 3 Monate n verurteilt. Er hatte an seinen Dienstherrn P.. L. !in Düdelsheim am 6. März lausend. Jahres beit Betrag von 91,70 Ml. zur Zahlung von Frachtkosten am Bahnhöfe Büches erhalten. ^Er ging aber flüchtig mit dem Geldc und wurde an demselben Tage in Heldenbergen Als das beste Mittel zur Beseitigung alter Katarrhe cn Folgezustänben, wie. alter Husten, Verschleimung, , Bronchitis, Lungenspitzenlatarrh usw. galt schon Landwiri Christoph Za ko bi mit seiner Ehefrau das diamantene HochzcitSfeft. TaS greise Paar ist noch außerordentlich rüstig. Starkenburg und Rheinhessen. rm Darmstadt, 3. April Wegen Verdachts der Brandstiftung befand sich der Landwirt Martin Winkler in Bürstadt in Untersuchnng. Anscheinend aus Furcht vor Strafe hat er sich nunmehr erhängt. Hessen-Nassau. = a5.E 02^ ilMM ip« li WM ßW M Schuhhaus Adolf Baer • Gießen • Marktplatz 7 •- V',?V‘‘ '•"- '.-1- -:‘‘ “rf" ?>'•»'■;: •I“-X--,-‘'?'•?’ --V. I t^L-lLLÜL-sL- III Kinder-Stiefel 240 Illi Kinder-Stiefel 325 schwarz Derby, Criösse 25 — 26 Mk. 2.90, Grösse 22—24 Mk. hÜ braun, Lackkappe, Grösse 25 — 26 Ük. 3.75, Grösse 22—24 Mk. Beachten Sie die Preise in. meinen Fenstern und überzeugen Sie sich selbst ohne jeden Kaufzwang von der Preiswürdigkeit AM" Selten günstiges Angebot "dE a.Zi Unsere erste Sorge am Morgen sollte es sein, Stiefel, > die gut passen, zur Hand zu haben. Dies ist nur möglich, wenn Sie „Marke Baer“ tragen. Sie erhalten ferner von mir für wenig Geld die neuesten Schlager der diesjährigen Mode Damenhalbschuheii Lackkappe Derby, hochmodern Damen-Stiefel Derby, Lackkappe, elegant Mk. E3 Posten Herren-Stiefel \ Posten Spangenschuhe . . Paar Mk. Derby Lackkappe, Ä < HS amerikanische Form R R U-Ä R Mk. Ziehung 8., 9., 10,11. u. 12. 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Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anznmclden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Bezeichnung des Grundstücks: Grundbuch für Gemarkung Gießen, Band 21, Blatt 932, Fl. II Nr. 13V10, Hofreite im Gart- feld — 475 qm (Steinstraße Nr. 23). Schätzung 33000 Mk. Gießen, den 29. März 1913. _______Großherzogliches Amtsgericht. b4/, Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Lohnkutschers Ernst Johann Heinrich Fangmann aus Gießen, z. Zt. mit unbekanntem Aufenthaltsort abwesend, ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen — 'Und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensstücke — der Schlußtermin auf Samstag, den 3. Mai 1913, vormittags 9 Uhr, vor dem Großberzoglichen Amtsgerichte Hierselbst Zimmer Nr. 18 bestimmt. Gießen, den 30. März 1913. . B4/., Der Gerichtsschreiber des Großherzogl. Amtsgerichts. Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister wurde bezüglich der Spar- und Darlehnskasse, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Großen-Linden eingetragen: Der Landwirt Philipp Größer VI. zu Großen-Linden ist ans dem Vorstand ausgeschieden. An seiner Stelle ist der Schreibgehilfe Wilhelm Magnus daselbst gewählt worden. Gießen, den 2. April 1913. b4/4 föronbevAool',iie ■ Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma L. Braun & Eomp. in Großen- Linden eingetragen: Die Firma ist erloschen. Gießen, den 1. April 1913. b4/.4 GroßherzogUches Amtsgericht. Btkarmtmachrmg. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Gießener Lichtbühne, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen, eingetragen: Die Vertretungsbefugnis des Karl Theis zu Frankfurt a. M. ist erloschen. Gießen, den 26. März 1913. B4/4 Großherzogliches Amtsgericht.__________ Bekanntmachung. In nufer Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich des Landwirtschaftlichen Konsumvereins Klein-Linden, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, eingetragen: Die Genossenschaft ist durch'Beschluß der Generalversammlung vom 4. Marz 1913 aufgelöst. Liquidatoren sind: Johannes Germer I., Philipp Jung IX., Philipp Renschling l V. und Konrad Lotz, sämtlich üi Silcin= Linden. Gießen, den 29. März 1913. b4/4 Großherzogliches Amtsgericht. Amtliche Bekmmtmachmrgerr, der Stadt Gießen. Die Fubrleistuugen bei dem Erdabtrag in der Straffe neben bem SchützenhanS sollen Freitag, den 11. d. Mts., vorm. 11*2 Ubr, auf unserem Trefbaumt vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen daselbst offen und sind Angebote auf Bor brück bis .mm vorgenannten Zeitpunkt an das Tiesbauamt eiuzureichen. — Zuschlagssrist 4 Wochen. 3rf) mache darauf aufmerksam, daff bas AuSgicffen von Haus-, Wirtschasts-, Stall- «. sonstigen Abwässert», iu drc Straffen riuusteinc, sowie das Eiujcbüttcu dort Schmutrwasscr in die Rcgenwafscreinläufe des ge- rrcunt cutwässcrteu Gebiets verboten und strafbar ist. Frühiahrskontrsllversammlung. (5s haben aus der Stadt (Niesten auf dem Hofe der alten Kaserne am Landgras-Philivv Platz zu erscheinen: 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere, Veterinärosnöiere und Beamte der Reserve und der Landwehr I. Aufgebots «kleiner Dienstanzug). 2. Die Mannschaften der Reserve und Landwehr I. Aufgebote aller Waffen, eftischliefflich nur Garnisondienst- fühigM und zeitig Feld- und Garnisondienstunsäbigen. 3. Die zur Disposition der Trtlppcnieile und Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften aller Waffen. 4. Die Ersatzreservisten, geübte und nicht geübte und zwar: Jahrgänge 1912, 1911, 1908 und 1907 aller Waffen ein- fchlietzlich Ersatzreserpe und die zur Tisposition der Truppenteile und Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften aller Jahrgänge und Waffen am 17. April, 3 Uhr nachmittags. Jahrgänge 1910 und 1909 aller Waffen einschl. Ersatz- Reserve am 18. Avril, 9 Ubr vormittags. Jahrgänge 1906 und 1905 aller Waffen einschl. Ersatz- Referee, sowie die oben unter Nr. 1 Aufgefühneu lOinziere uiro.l aller Jahrgänge und Waffen der Reserve und Landlvehr I. Aufgebots am 18. Avril, 3 Uhr nachmittags. Jahrgänge 1904 und 1903 aller Waffen einschliehl. Ersatz-Reserve am 19. Avril, 9 Ubr vormittags. Jahrgänge 1902, 1901 und 1900 aller Waffen einschl. Ersatz-Reserve am 19. Avril, 3 Ubr nachmittags. ü r d i e a u f B a h n h o f G i e ff e n beschäftigten Beamten und Arbeiter aus Bahnhof ("leffen. Bedienstete des. Bahnhofs, Betriebsamt I, Bahnmeisterei IV, Güterabfertigung, Eilgutabfertigung, Fahrkartenausgabe, Betriebswerrstätte, Betriebs-9keben- magazine. iSämtliche Mannschaften, soweit sie nicht von der Bahn als umibrömiiilidj bezeichnet werden, am 21. April, 9 Ubr vormittags. E S w i r d folgendes -> r i» n e r t: 1. Befreiuugsgcfliche find unter Beifügung der Militärpässe bis spätestens acht Tage vor dem Appell durch den Be- zirköfeldwebel des Haupunelbeamts einzuretchen und müssen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamten bnrd) die vorgesetzte Behörde beglaubigt sein. 2. Jeder Kontrollpslichtige ersieht die Jahresklasse, zu der er gehört, auf dem Deckel seines Militärpasses. 3. Die Militärpässe mit eingeklebter gelber Kriegsbe- ordernng bezw. Paffnotiz und Führungszeugnis sind mitzubringen. , 4. Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen, Stocke, Schirme, Pfeisen und Zigarren sind vorher weg zulegen. 5. Sämtliche Mannschaften stehen während des ganzen Kvlnrolltages bis einschlieffltch Mitternacht unter dem Milltärgesetz. Unpünktlichkeit und Versäumnis der Kontrollversamm- litng werden mit Arrest bestraft. fß4/« Ich madjc die Besitzer derjenigen Pferde und Fahr- zeugc, welche bei der Aushebung im Falle einer Mobilmachung zu gcstcllen sind, bereits im Frieden ausdrücklich auf folgende gesetzlichen Bestimmungen aufmerksam: 1. Uebertretungen der hinsichtlich der Stellung der Pferde zur Aushebung getroffenen Anordnungen werden nach 5 27 des Kriegsleistungsgesetzes vom 13. Juni 1873 mit Geldstrafe bis zu 150 Mark geahndet. 2. Pserdebesitzer, welche ihre gestellungspflichtigen Pferde nicht ungesäuint und vollständig vorführen, haben auffer der gesetzlichett Strafe zu gewärtigen, datz auf ihre Kosten eine zwangsweise Herbeischaffung der nicht gestellten Pferde vorgenommen wird. 3. Der Verkauf eines Pferdes vor erhaltener GestellUngS- aufforderung entbindet rticht von dessen Gestellung, sofern die Ablieferung an den neuen Erwerber noch nicht erfolgt ist. Eine Ausnahme findet nur statt, tueim nachweislich der Verkauf an die Militärbehörde, an. Offiziere, Sanitätsoffiziere ober Militärbeamte, welche sich ihre Pferde für die Mobilmachung selbst beschaffen, erfolgt war. 4. Von Bekanntgabe des Mobilmachungsbefehls bis nackt Beendigung der Pferdeaushebung ist jede Ausführung von Pferden in andere Kreise oder -Ortschaften verboten. Zuwiderhandlungen werden für jeden einzelnen Fall mit der in S 27 des KriegsleistungSgefetzes vont 13. Juni 1873 vorgesehenen Strafe geahndet. (Sine Ausnahme von dem Verbote findet nur statt, wenn nachweislich der Verkauf au "Militärbehörden des Aus Hebungsbezirks ober au solche Offiziere, Sanitätsoffiziere, ober Militärbeamte, welche sich bic Pferde für die Mobilmachung selbst beschaffen, geschehen ist. 5. Bei der Vorführung müsfen die Pferde durch den Besitzer versehen fein mit: Halfter, Trense, zwei mindestens zwei Meter langen Stricken und guten.: Hufbeschlag. Der Wert dieser Stücke ist in der Tare mitenlballen. Fehlt eines derselben, so werden die dadurch entstehenden Kosten bei der Tarsumme in Abzug gebracht. 6. Pferde, welche als brauchbar auSgewahlt, aber zunächst nicht abgenommen werden, sind von den Bendern, bei Meldung der unter 1 erwähnten Strafe, am drei Wochen, vom Tage der Aushebung an gerechnet, zur Verfügimg der Militärbehörde zu halten. BiL zur förmlichen 2lb- imbmc haben die Besitzer ober deren Beauftragte die / Pferde zu beaufsichtigen und auf eigene Kosten zu verpflegen. Wenn die Besitzer dieser Verpflichtung nicht genügen, werden die dadurch entstandenen Kasten bei Auszahlung der Tarsumme in Abzug gebracht. 7. Bei den bereits früher gemusterten Pferder! sind an den Halftern auf der linken Seite die Bestiinmungstäfelchen, welche die Designation der letzten Musterung auftveifen, zu befestigen. 8. Schläger und bissige Pserde sollen ausdrücklich als solche bezeichnet werben, um Unfällen vorzubeugen._____[B4/4 Wietzener Bauvorschriften. Die baupolizeilichen Bestimmungen der Stabt Gieffen sind neu zusammengestellt und gebrltckt worden. Druckstücke sind zum Preise von 3 Mk. bei dem Sekretariat der Bürgermeisterei erhältlich.iB7 , Städt. Wohnmrgsnachweis Wietzen, Afterweg S. Es sind zu vermieten: B4/< 3 Wohnungen von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 5—G Zimmern, 3 Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 4 Zimmern, 3 Wohnungen von 3 Zimmern, eine Wohnung von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern ohne Küche, 1 Wohnung von 1 Zimmer mit Küche, G möblierte Zimmer, 2 uiimöbl. Zimmer, 3 Werkstätten, 2 Läden, 1 dreistöckiges Lagerhaus mit Pferdestall und Heuboden. Zn mietet: gesucht: 20 Wohnungen von 2—6 Zimmern. eftädt. jfo’beitsnaefiufeis giessen. Asienveg 9. Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Buchbinder, 1 Elaser, 1 Steinmetz lSchristhauerl, ein Tapezier, 1 Fahrbursche, 1 Hausbursche, 1 Köchin, ein Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Steinbrucker, 1 Stukkateur, 1 Buch- binber, 2 Schreiner, 2 Anstreicher u. Lackierer, 1 Kellner, 1 Friseur, 1 Schneider, 1 Pietallgietzer, 1 Tapezier, 1 Glaser. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Anstreicher u. Lackierer, 1 Gärtner, 1 Steinmetz, eit jüngerer Bäcker, 3 Schneider, 3 Spengler. 3 Sattler und Tapezierer, 1 Friseur, 3 landw. Knechte und Arbeiter, 1 Schweizer/1 Dienstmädchen. Es suchen Arbeit: 2 Installateure, 1 Schuhmacher, 1 Gärtner, 1 Garten arbeitet, 3 Bau- und Maschinenschlosser, 1 Sattler, ein Tabakspinner, :> Schreiner, Anstreicher u. Weiffbinber, Taglöhner, Erbarbeiter, lanbtvirtsch. Arbeiter, Haus burschen, Putz-, Wasch- unb Lausftauen, Packer, Lagerarbeiter. Lehrlinge: 3 Schlosser. Gast- und Schanktvirtschastsgewcrbe: 5kellner Aitshilfskellner, Zapfer. (B4« Ergiebig, wohlschmeckend und bekömmlich, Ueberall erhältlich, Meinige Fabrikanten: fl. L. Mohr, G. m. b. tj., Kltona-Vahrenfeld Drei erprobte Marken: jr Lorbeerkrone *v hervorragendste, unübertroffene, buttergleiche > Zahnen-Margarine. Siegerin flUcrfeinfte Züstrahm-Margarine, in Geschmack und Aroma der Molkereibutter am nächsten. palmato Pflanzenbutter-Margarine, van größter Vutterähnlichkeit und feinstem Nußgeschmack. rm MPW MW 05 Sä 8 Chauffeur-Schule mit Stellennachweis 8 Sachgemässe Ausbildung wird gewährleistet Prüfungen werden hier vorgenommen. Beste Gelegenheit zur Ausbildung als Herrenfahrer oder Berufs- Chauffeur :: Anmeldung kann jederzeit erfolgen. Hessische Automobil-Zentrale Kronenberg & Schilling Telephon 2059 Giessen Süd-Anlage 7 L®«c nt.‘8 «#***14 «ithtntr Sfln T vierma Mbl"« =15?* Die Wahlen fa Warlo (3fr.) Tie Komm'lsion - (Rp.) für ungültig S.li tienten der Hcilsta Stadt Beelib aujgena war der An|nüt, daß di Wählerlisten ihres bis Abc beantragt A-kderlv nicht geprüft, ob die 41 sind viele Ausländer 1 stüßuog bezogen oder ' können Sie behaupten, Dazu gehört eine Po dec unerhörtesten Art. Angst um das Mandat datsfrage, sondern um ob das Recht ir werden soll. (Große gung des Recht Mandat kassiert wer! rüstungSruje der Soj Präsident Dr. 9 Weffallch N Hobe keinen ton der Zukunft g, Bolksparter imfi des 36g. Oechen steil, IP ÄchkieSe bei $a flatitttn, baß ber 3n ä'P'ellen Streit ' Mm Berschulden \- .. Mg. S Äage ist einae Praxis »w 412 hoben um ihr ' Mb. - ISl.Sihut Mm Tische des Präsident Dr. $ Einige Rechnun Lei einigen h Isahre 1906 dem Ji K bezeichnend surd hinter! Bm den Schutzgebieten ist m lieb. Man kann d kolonialen Verhaltm Die organisatol Heren Gouverneurs t erkennen. Die mit Recht beuMgen zu tun, tvab^ A, be^*D berechtigt waren. au. (Gelächter! W 2 M.N Wiäiaj Ö **- @dn® hVy daun mufeie ka . S-rM Es ist c:n, t weitere Pro Z- Gerecht? >en 'N 6 K'S. C °Uf3l «iiltj? über u .Sie w# T i^hl h ;’t C., " Ug JSty' *« He Ä I Damenfrisieren Shampoonieren — Kopfwäschen — mit neuestem Warmluftstrom-Trockenapparat Frau Beruh. Dosch Neuen Baue 12, Ecke Weidengasse Damen-Frisiersalon separat Ankauf von Wirrhaar. Regnawa-Schuhe Neben grösster Haltbarkeit sind diese Sachen über streng moderne Leisten gearbeitet, die wir sonst nur bei höheren Preislagen in Anwendung bringen Panther-Stiefel und Für Stotternde! Wer IfflD-ie-Maul Reisemnster Xe n helfen Die Kurse steigen 3g und fallen selten ohne besonderen Grund. Hierüber ständig unterrichtet zu sein, erfordert dringend das Interesse eines jeden Effektenbesitzers. Namentlich durch Kenntnis und Ausnützung der neuen Börsenusancen (Einholung von rechnungsmäßigen Kursabschlägen bei Dividendentrennungen usw.) war in den letzten Tagen hübsch zu verdienen. In diesem Sinne bewährt sich das seit bald 50 Jahren erscheinende „Neues Finanz- und Verlosungsblatt“ von A. t>ann. Stuttgart, aufs beste. Abonn. vierteljährl. M. 2.—. Probenummern gratis, (ss30 Trotzdem ick schon mehrere Male in Wieweit .Sprechstunden abgehalten habe, lauten ständig noch Anfragen bei mir ein, worin ick nm briefliche Auskunft über meine Methode gebeten werde. Ick habe mich deshalb entschlossen, am Donnerstag, d. 10. d. Mts., von 11—1 und 2—7, im Hotel Bictoria, Balmbosstr. 77 nochmals Svreckstnnden abzuhalten. Ick bitte alle Leidenden, sich vertrauensvoll an mich zu wenden. Jeder Stotterer kann sich mit Hilfe meiner sehr einfachen Methode durch Selbstunterricht in kurzcrZcit vom Stottern befreien lohne 'Medikamentei. Bei Bindern kann das Nebel von den Eltern befreit werden. (Es ist nicht notwendig, das; Kinder zur Svrechstunde mil- gebracht werden.» Biele Tausend leidende haben sich in kurzer Zeit mit meiner Methode selbst geheilt. 12308 Bor einiger Zeit schrieb mir ein Pädagoge: „Ihre Methode mühte einen Ruhmes- u. Stegeszug burdj die Welt machen". Im letzten Jahre gingen über 500 Danksagebricse bei mir ein. Eine grohe Anzahl Original-Danksagebriese liegt in der Sprechstunde zur gefl. Einsicht aus. Praktische Aerzte und Lehrer, die zurzeit selbst Stotternde heilen, sind zuerst von mir vom Stottern befreit. (Manche hatten vorher bis zu 8 Anstalten ohne den gewünschten Erfolg besucht.! Diesbezügliche Original-Zeugnisse stehen zur Berfügung. Früher war ich selbst sehr starker Stotterer und habe mich nach vielen erfolglosen Kuren in den besten Anstalten selbst vom Stottern befreit. Die Auskunftöerteilung nimmt für jeden Besucher nur etwa 10 Minuten in Anspruch. Meine Methode ist der billigste u. weit einfachste Weg zur Sicherung u. gründlichen Beseitigung des Stotterübels. Für die Auskunftserteilung ist nur eine Gebühr von 1M. zu entrichten. Internationale Sprachheil-lnslall Hannover hin Waimppb Friesenstr. 33. - Fernsprecher Nr. 5371. Ulli nQlIlubhu | jeder Hut Mk. 1.85 Gelegenheitskau# a1 \ I Kaufhaus Giessen, “fi XnMrfvC (^iv^rvwt' 1--- Meniiget Jabrikanl auch der $0 beliebten Schuhcreme,nigrln'sßarl Gentner, Göppingen. Rhythmische Gymnastik. Der Sonzmerkursus für Kinder beginnt am 12 April. (°26'-’* Elisabeth Decker, Nord-Anl.31 Günstiges Wein-Angebot! Nur bis l