Nr. 3 viertes Blatt 163. Jahrgang Erscheint ISglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener ZamtlienblStter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisblatt für den Kreis Hießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 3eit- fragen" erscheinen monatlich zwennal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Samstag, 4- Januar 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e-^51. 9leb(ittion:e^ll2. Tel.-Adr.: AnzergerGreßen. Aen-erungenmdenoberhesslschenOderfSrfterelbezirien Am 1. Oktober d. I. treten in her Gebietseinteilung der ob er hessischen Oberförstereien folgende Aenderungen ein: 1. Oberförsterei Romrod. Wurde aufgeteilt. 2.0 b e r f ö r st e r e i N o m r o d R o r d. Zugang von der O b e r f ö r st e r e i Romrod: Die Gemarkungen: Angenrod; Billertshausen mit Getürms; von Heimertshausen kleine Teile an der östlichen Grenze der Gemarkung Leusel; Liederbach mit Oberrod, ausgenommen ein kleiner Teil an der südöstlichen Grenze der Gemarkung; Romrod, ausgenommen die Fluren 10, 13, 14, 15, 16, 17, 18. 19, 20 und den in Flur 8 und 9 südlich der Straße Maulbach-Romrod und den in den Fluren 11, 12, 21. 22, 23 und 24 gelegenen Domanialwald sowie die Kameraldomünen in Flur 9 und Nr. 1,97, Nr. 3,3 und Nr. 3,6 in Flur 22 (vergl. Oberförsterei Romrod Süd); von Strebendorf der nördliche Teil der Gemarkung, jedoch ausgenommen die Domanialwiesen am Löffelberg in Flur 1 und 10 und den Domanialwald ,int Distrikt Löffelberg und Bonhecke (vergl. Oberforsterei Rwmrod Süd); Zell, ausgenommen den südlich der Straße :Maulbach-Romrod gelegenen Teil der Gemarkung. — Zugang von Oberförsterei Storndorf: Die Gemarkungen: Altenburg; von Hopfgarten der nördlich der Straße Romrod—Ober-Sorg gelegene Teil; von Liederbach ein llei- ner Teil an der südöstlichen Grenze der Gemarkung; von Strebendorf Feld und Wiesen ht Flur 1 sowie im Mersch- röder Gründ der nördlich der Straße Romrod—Ober-Sorg gelogene Teil. 3. Ober försterei Romrod Süd. Zugang von der O b e r f ö r st e r e i Romrod: Die Gemarkung' n: von Ehringshausen die Fluren 16 und 18 und der Domanialwald in den Fluren 3, 14, 15, 17 und 19 östlicher Teil der Gemarkung; Nieder-Breidenbach, ausgenommen kleine Teile an der südwestlichen Grenze der Gemarkung; von Romrod die Fluren 10, 13, 14, der in Flur 8 und 9 südlich der Straße Maulbach—Romrod und der in den Fluren 11, 12, 23 und 24 gelegene sDomanialwald nebst dem Buchstolzenteich in Flur 19, sowie die Kameraldomänen in Flur 9, 19 und 20 und Nr. 1,97, Nr. 3,3 und 3,6 in Flur 22 (vergl. Ober- •jörj) ' Romrod Nord); von Strebendorf in Flur 1 und 10 die -Tonm.lialwiesen am Löffelberg und der Domanialwald im Distrikt Lüffelbera und Bonhecke (vergl. Oberförsterei Romrod Nord); von Zell der südlich der Straße Waulbach- Romrod gelegene Wald in Distrikt Lehnchen, Heinzeberg, Jünglingshecke Abt. 1—4, 11 und von 12, Gebrannte Kostf Abt. 1 b und 5 b, Hostlerberg von 2, sowie die Wiesen tn Flur 32, 33 und 34. — Zugang von der Ober försterei Windhausen: Die Gemarkungen: von Ehringshausen kleine Teile an der Ostgrenze der Gemarkung; Groß-Felda mit Klein-Felda mib Schellnhausen; Kestrich, ausgenommen den südlich der Straße Groß-Felda—Kestrich'—Windhausen gelegenen Teil der Gemarkung (vergl. Oberförsterei Storn- dors); von Nieder-Breidenbach süd-westliche Teile der Gemarkung Ober-Breidenbach, ausgenommen den .östlichen (Teil der Gemarkung; von Romrod bte Fluren 15, 4tz, 17, 18 und der Domanialwald in Flur 19, 20, 21 und 22; Windhausen, ausgenommen den südlich der Straße Kestrich-Windhausen, östlich der Straße Windstaufen—Ober-Breiderbgch und südöstlich des Distrikts Ztpsen gelegenen Teil h . Gemarkung (vergl. Oberförsterei Storndorf-; von Zell der südliche Teil der Gemarkung, begrenzt im Norden von der Mehlbacher- . trästschneise, der Rittschneise, der Eisenbahn, dem Distrikt Heinzeberg und den Wiesen int Göringer Grund. 4. Oberförster ei Storndorf. Abgang an die Oberförsterei Romrod Nord: Die Gemarkungen: Altenburg; von Hopfgarten der nördlich der Straße Romrod—Ober-Sorg gelegene Teil der Gemarüüng; von Liederbuch ein kleiner 25,eil an der südöstlichen Grenze der Gemarkung; von Strebendorf Feld und Wiesen in Flur 1, sowie im Merschröder Grund der nördlich der Straße Romrod—Ober-Sorg gelegene Teil. — Zugang von der Oberförsterei W i n d.h a usen: Die G'Markungen: von Kestrich der südlich der Straße Gro'-Felda—Kestrich—Windhausen gelegene Teil der Gemarkung (vergl. Oberförsterei Romrod Süd); von Köddingen der Domanialwald und die Domanialwiesen nördlich der Kr.isstraße Köddingen—Meiches und der Domanialwald .Hellerstrut in Flur 20; von Meiches der Domanialwald und die Domanialwiesen im westlichen Teil, nördlich der Kreisstraße Köddingen—Meiches; von Stumpertenrod der Domanialwald an der nördlichen Grenze in Flur 8 und 10; von Windhausen der südlich der Straße Kestrich—Windhausen, östlich der Straße Windhausen—»Ober-Breidenbach und südöstlich des Distr.kts Zipfen gelegene Teil der Gemarkung (vergl. Oberförsterei Romrod Süd). 5. O b er f ö r st e r ei Windhausen. Wurde aufgeteilt. ICercbe und Schule. Die Freie Landeskirchliche Bereinigung für das Gro^herzogtnm Heften hielt am 2. Januar in Frankfurt ihre 7. ordentliche Mitgliederversammlung ab, die aus allen Teilen Hessens aut besucht war. Der Vorsitzende, Professor Dr. A. E. Berger, erstattete den Jahresbericht. Dieser erwähnte den Anschluß der Bereinigung an den am 16. September letzt. Jahres zu Dortmund gegründeten Bund deutscher Protestanten, in welchem sich die 17 kirestlich-! ‘beraten Organisationen Deutschlands zu einem festen Verband und einer zielbewußten Arbeitsgemeinschaft unter dem Vorsitz von Pfarrer Traub-Dortmund zusammeng"schlossen haben. Ferner wies er auf die Gründung des Hessischen Landesverbandes d s Allgnnenen Cvang.l.scheu M ss ous- b er ein 5 hin, der im November sein erstes Jahresfest in Offenbach feiern durfte. Es wurde weiter mitgeteilt, daß Pfarrer Traub-Dortmund auf Einladung der Vereinigung am 14. Februar in Darmstadt und dann wahrscheinlich auch in Mainz und Worms sprechen wird. In der um i/24 Uhr beginnenden öffentlichen Versammlung hielt Pfarrer Kübel aus Frankfurt einen Vortrag über das Thema : „Wie hat sich die ftircfye zu dem Rückgang der Geburtenzahl zu stellen?" Der Redner brachte eine Fülle wohlgeordneten Materials, das in erschütternder Weise den Rückgang namentlich des evangelisch-germanischen Teils Deutschlands, der nun schon seit 40 Jahren stetig anhalt, nachwies und die Pflickst der Kckrche betonte, das Volk wieder zu dem sittlichen Ernst dieser Frage gegenüber zu erziehen. Denn nicht eine Erlahmung der Volks kraft oder wirtschaftliche Not ist an dem Medergang in erster Linie schuld, sondern Mangel an Idealismus, an Glaube, an Fähigkeit zur Selbstverleugnung. Freilich müsse auch die äußere Lage kinderreicher Familien vom Staate mehr als seither günstig gestaltet werden. Es folgte darauf eine lebhafte Aussprache. Arbeltrrberveqvng. Ein Aufstand von 300 Bergarbeitern im Saargebiet. Nun ist cs doch zu entern Ausstand im Saargebiet gekommen. Aus Saarbrücken wird berichtet: Aus der Grube „Velse n" sind am Freitag morgen von 160 Bergleuten der Frühschicht 300 nicht angefahren. Die Arbeitsniederlegung ist aus das Verhalten der Sicherheitsmänner dieser Grube zurückzuführen. Diese hatten am 18. Dezember für die ganze Belegschaft und für sich selbst gekündigt. Die Kündigung war für sre selbst angenommen, für die übrige Belegschaft aber als rechtsungültig zurückgewiesen worden. Bei ihrer Anfahrt zur Mittagsschicht wurde am Donnerstag den Sicherheitsmännern gesagt, daß sie nicht ansahren könnten, bevor sie nicht ihre Kündigung zurückgenommen hätten. Sie verweigerten die Zurücknahme aus Grund einer Zusage, die der Vorsitzende der Bergwerksdirektion dem Abgeordneten Giesberts gegeben hätte und kündigten eine Beschwerde beim Vorsitzenden der Bergwerksdirektion an, was indessen bis zur Stunde noch nicht geschehen ist. Der Ausstand ist ohne weitere Erklärung erfolgt. Zu der angeblichen Erklärung des Vorsitzenden der Bergwerksdirektion ist zu bemerken, daß der Abgeordnete Giesberts gefragt hatte, ob einzelne Bergleute wegen ihrer Beteiligung an der Ausstandsbewegung Schwierigkeiten zu befürchten hätten. Der Vorsitzende hatte erklärt, dies sei ausgeschlossen, wie ja auch der Herr Handelsminister erklärt habe. Die Bewegung im Saargebiet. Saarbrücken, 3. Jan. In Geislautern und Ober- völklingen sanden heute Bergarbeiterversammlungen statt, in denen mehrere christliche Gewerkschaftsführer sprachen. Es wurde ein» stimmig beschlossen, wegen der Vorgänge aus der Grube Velsen bezüglich der Sicherheitsmänner tn den Ausstand einzutreten. Die Bewegung geht allem Anschein nach von Bergleuten der Grube „Velsen" aus, welche die Bergarbeiter der benachbarten Gruben für eine Solidaritätserklärung zu gewinnen suchen. In Betracht kommen die sämtlichen Gruben der Berginspektionen 2 und 12. Landwirtschaft. Winterfiitterung des Geflügels. Da die Hühner in den Wintermonaten sehr zeitig den Stall anfsuchen und wohl 13—16 Stunden in den Ställen verbleiben, sind sie vielfach den Einwirkungen der Kälte ausgesetzt und bedürfen daher am Morgen eines schnell erwärmenden Futters. Es empfiehlt sich daher, das Itor- genfutter, das aus gekochten Kartoffeln besteht, warm zu ( verabreichen. Das Morgenfutter ist keineswegs, wie dies : noch vielfach geschieht, an den Stallwänden entlang oder 1 gar auf dem Hof herum auszustreuen, sondern in Trögen ' zu verabreichen. Hierdurch wird das Futter vor dem zu schnellen Erkalten geschützt, bleibt außerdem sauber und wird auch weniger oder gar nicht von Sperlingen ange- fallen, die sich im anderen Falle in Scharen einstellen und den Löwenanteil wegfressen. Die Mittagsfütterung kann gegebenenfalls aus Küchenabfällen und geringem Hinterkorn bestehen, während das Abendfutter aus Gerste oder anderen Getreidekörnern bestehen soll. Durch die Körnerfütterung wird nicht nur eine gute Sättigung der Hühner erzielt, sondern es tritt auch eine schnellere Blutumsetzung und mithin erhöhte Körperwärme ein. Durch die erhöhte Körperwärme kann das Huhn der eindringenden Kälte einen größeren Widerstand bieten und ist daher weniger den nachteiligen Einwirkungen des Winters ausgesetzt. Besondere Vorsorge ist auf das Tränken des Geflügels anzuwenden; das Wasser darf im Tränktroge nicht einfrieren und das Geflügel darf nicht gezwungen werden, Schnee zu fressen; letzteres bewirkt sehr viele Erkrankungen. Es ist ratsam, in das Tränkwasser immer einige roftige Nägel zu legen oder ihm eine ganz geringe Menge Eisenvitriol znznsetzen. Universitäts-Nachrichten. Erlangen, 28. Dez. (Todesfall.) Am Samstag abend starb nach srebenwöchigem Krankenlager Geheimrat Dr. Paul Gordan im 76. Lebensjahre. Der Verstorbene, in dem die hiesige Hochschule einen ehemaligen Lehrer von Weltruf verliert, war am 27. April 1837 zu Breslau als Krauen-LeniUeto. Orientalische SchönheitSgehei-unisse. Der Orient ist gegenwärtig Trumpf, sowohl in der Politik, als auch in der Mode. Die Mode schöpft aus dem Orient die Anregung zu Neubeiten, und mit orientalischen Schönheitsmitteln erhalten sich die Pariser und Londoner „Beautss" ihre Jugend- frifdx und Geschmeidigkeit. Orientalische Schönheitsrezepte! Von jeher hat ein geheimnisvoller Reiz sie umwoben, und manches Mägdelein wäre glücklich, wenn der Schleier auf Augenblicke gelüftet würde! Wohlan! Hier seien einige, genannt, die von geschwätzigen Haremsdamcn einer Mitarbeiterin eines Londoner Blattes t erraten worden sind. Das Geheimnis des wunderbaren Teints, > Jen Orientalinnen nachgerühmt wird, liegt nicht so sehr i 'Gebrauche der unergründlichen zahllosen Kosmetika, sonde >n erster Linie ist er darauf zurückzuführen, daß sie streng d^n Gesetzen einer gesunden, ihnen von alters überkommenen -chönheilshygiene leben. Wohl teine unserer abendländischen Damen nimmt ihr Morgenbad mit einer derartigen Sorgfalt wie die Orientalin. Tie richtige Temperatur ist das Haupkenordernts des Bades, und tn langjähriger Erfahrung hat die Orientalm herausgeklügelt, daß das lauwarme, ins Kalte hinüberspiclende Bad dem Körper am zu ttäglichsten ist. Erst wenn man geraume Zeit int Bade verweilt hat, ist es angängig, warmes Wasser nachzugießen. Und weiter soll das Wasser möglichst „fließend" sein, denn fließendes Wasser hat mehr Lebenskraft als stehendes. Aber die wunderbare Feinheit ihrer Haut verdankt die Orientalin m letzten Grade doch ihrem — Stärlebad. Ein Stärkebad versa. . nicht allein die Haut, sondetu soll auch für die Nerven von großer Bekömmlichkeit sein. Vor dem Bade wird der Körper sorgfältig mit dem erlescndsten Olivenöl aufwärts massiert, so daß die Blutzirkulation in harmo- nifdyer Weise geregelt wird. Tie Massage muß so lange fortgesetzt werden, bis auch das kleinste Parttfelchen des aufgetragenen Oels in die Poren verrieben ist. Erst dann steigt die Schöne ins Bad. Mit einer mittclwe'chen Bürste, die mit Alkohol in irgend welcher Form und Zusammensetzung (meist besonderes Geheimnis! getränkt ist, wird der Körper „geschrubbert", und zwar ebenfalls von unten nach oben. Hierauf ruht die Orientalin eine halbe Stunde im Wasser aus, nimmt eine kalte Tusche, und dann beginnt eine Trockenmassage mit dem sogenannten türkischen Hand- tnche. Ter Trockenprozeß wird beendet durch em Bestäuben des ganzen Körpers mit Schwertlilienpuder. Eine besondere Pflege erfährt das Gencht. Zur Waschung des Gesichts wird nach Möglichkeit ausschließlich Regenwasser benutzt, das mit elivas Petersilie versetzt wird. Im Frühling und Sommer wird auch ein wenig Rosen- und Lilienöl lnnzugetan. Eines der beliebtesten Kosvietika zur Pflege des Gesicksts ift eine Mischung von Zitronensaft und Sahne, die täglich von der Orientalin eigenhändig bereitet wird. Das' beliebteste Mittel gegen Runzeln ist „Gerstenwasser", das folgendermaßen herge- ,stellt wird. Eine Handvoll Perlgerste wird in Wasser geschüttet. Sind die Körner durchweicht, so wird die Flüssigkeit durch feines Musseline hindurchgefiebt, einige Tropfen Benzoesäure werden hinzugefügt, und das Ganze hierauf gut geschüttelt. Zur Haarpflege gebrauckst die Orientalin eine Buchsbaumlösung, die besonders den Haarausfall verhindert. Den Haar- wuchs befördert eine Lösung, die aus Nesselwurzeln bereitet wird. Die sprichwörtlich gewordene Weiße ilyrer Hände aber erhält sie dadurch, daß sie sie häufig in einem Wasser wuscht, das mit einer Handvoll Mais und ein wenig Sägespänen versetzt ist. • !r. Finnlands Frauen in Kirchen Sintern. In Finnland, wo die Frauenbewegung an Erfolgen so außerordentlich reich ist, haben die Frauen wieder einen neuen Fortschritt zu verzeichnen. Wie aus Helsingfors berichtet wird, hat jüngst der Kirchengesetzaussckmß entschieden, daß zu den Kirchenämtern Frauen in beschränkter Zahl zugelassen werden sollen. Tie Aemter, zu deneir die Frauen gewählt werden können, sind vorläufig ausschließlich Laien- und Verwaltungsposten. ff- Dichtungen einer ägyptischen Prinzessin vor 3000 Jahren. Die ägyptische Abteilung des Britischen Museums in London ist jüngst um ein wertvolles Stück bc reichert worden, nämlich um eine thebanische Abschrift des T o t e n- buches. Der Papyrus lat eine Länge von 123 Fuß und eine Breite von etwa 18 Zoll: er enthält außer Dingen, die sckwn aus anderen Papyri wöhlbelannt sind, fine ganze Reihe von Hymnen und Litaneien, die vollkvmnren neu sind. Bislang (er ist vor dem Jahre 1881 in der königlichen Grabstätte Deir-el- Bahari gefunden worden) gehörte er einer Frau Mary Greenfield; diese hatte ihn dem Museum geschenkt, und jetzt hat sich Dr. Budge von der ägyptischen Abteilung des Museums mit dem Texte näher besaßt. Tie Texte sind von einer ägyptischen Prinzessin, vielleicht jedoch nur für sie abgefaßt worden. Es handelt sich um die Prinzessin Nesi-ta-nebt Ashern, eine Tochter des letzten Priesterkönigs der 21. Dynastie, Painetchem II. Der ganze Papyrus ist von einer Hand geschrieben, anscheinend von einer weiblichen Hand. Durchweg ist die hieratische 'Schrift an- gewendet; nur einzelne Kapitel sind gleick^zeitig auch in Hieroglyphen abgefaßt. Ferner zeichnet sich der Papyrus durch felyr sein ausgeführte Vigneten aus. Der Inhalt der Hymnen und anderen Dichtungen ist den älteren thebanischen Schriften des TotcubucheS entnommen, und die Verfasserin muß eine 'gründliche Kenntnis der Theologie des neitcit Reiches gehabt haben. Im Text selbst wird die Sckweiberin als „Arbeiter oder Verfaiser der „Rollen" (Bücher) Amen-Ras, des Königs der Götter", bezeichnet. Ferner verrät der Text, daß sie auch bei dem musikalischen Teile des .Kultes zu hm hatte. Man kennt die Prinzessin nicht nur aus diesem Schriftstück, sondern ihre Mumie ist aus- gefunden worden und ist im Museum zu Kairo ausgestellt. Bei der Auswicklung zeigte sich, daß sie ein schmales Gesicht und eine wohlgeformte Stirn hatte; das Haar war dunklebraun und »vellig, die Augen lichtbraun, wenn nämlich die eingcfetüen Glasaugen lebenSwalw sind. Nach dem Erhaltttng^ustande der Zähne ist auf ein Alter zwischen 35 und 40 Jahren zu schließen. Die ganze Körperlänge der Prinzessin betrug beinahe 1,70 Meter. — Di e weibliche ir Geschworenen und das Mittagessen. Die erften weiblichen Geschworenen, die jetzt in Twin Falls im Staate Idaho über eine des Mordes angeklagte Frau Butts zu Gericht saßen, haben ihre Tätigkeit im Dienste der Gerechtigkeit gleich mit einer Neuerung begonnen, die eine Bresche in das amerikanische Dogma von der Klausur der Ge- schivorenen legt. Die Verlxandlung hatte begonnen und verlief auch ordnungsgemäß, als plötzlich die älteste von den weiblichen tzKschworenm sich bemerkbar machte. Sie bediente sich dabei einer Gebärde, die ihr aus ihren Schicktagen noch in der Erinnerung geblieben sein mochte, sie hob den Finger wie eine Schülerin, die. sich meldet. Ter Präsident richtete an die Frau Geschworene die Frage, was sie zit bemerken habe inti) als Antwort wurde seelenruhig der Wunsch ausgesprochen, die Verhandlung nunmehr zu imterbrechen und erst am Nachmittage wieder fortzusetzen. „Sie müssen wissen, Herr Präsident," so erklärte die pflichtbewußte Frau seelennrhig, „daß wir jetzt nach Hause gehen müssen, unt für unsere Männer das Mittagessen zu kochen, denn es ist gleich 12 Uhr." Ter Präsident erklärte bett Geschworenen, daß das Gesetz den Angehörigen eines Geschtrorenengerichtes nicht gestatte, das Gerickstsgebäude zu verlassen, es sei beim in Begleitung eines Gerichtsbieners. Aber die Frauen Geschworenen erhoben sich gemächlich von ihren Plätzen, setzten sich ihre Hüte auf und verließen zur mafrtofen Verblüffung aller Anwesenden den Ver- ltanblungssaal. Eine Stunde später kehrten sie mit derselben ruhigen Selbstverständlichkeit zurück, legten ihre Hüte wieder ab und nahmen ihren Platz wieder ein, woraus die Verhandlung ihren Fortgang nahm. Ms die Beweisaufnahme geschlossen und die Plädoyers gesprochen waren, zogen sich die Damen in das Beratungszimmer zurück und feljrten bald daraus mit ihrem Verdikt wieder, das auf schtckdig lautete. Der Präsident aber fügte sich wohl ober übel: um einen Skandal zu vermeiden, sah er davon ab, die zur Mittagsstunde so einhellig verscktvundenen Frauen Geschworenen verhaften zu lassen, und er ignorierte bte Verletzung des Gesetzes, da es sich ja um Damen lwadelte, und ganz Amerika eifersüchtig darauf hält, die ihnen gebührende Ritterlichkeit nicht zu verletzen. f*f. Heirat als Strafe Im Süden Englands gibt cs eine Gegend, in der sich ein mittelalterlicher Brauch bis in die jüngste Zeit hinein erhalten hat. Hat ein junger Mann tun ent Mädchen das Ebeversprechen gegeben, und wird er wortbrüchig, so erhält die Maid von dem stttchter des Ortes drei Dinge aus- gefywbigt, mit denen sie den Ungetreuen entweder bestrafen ober wieder an sich fetten kann Die drei Tinge sind: ein Schwert, ein Strick imb ein Ring. Mit dein Schwert soll sie ihin den Kopf abschlagen, mit dem Strick ihn aufhängen Will sie ihm aber bas Leben lassen, so überreicht sie ilpu den Ring^ und — der Ungetreue muß sie zur Strafe für deit Treubruck» lieimführen. (?) Sohn eines Kaufmanns geboren und sollte nach dessen Willen ebenfalls Kaufmann werden. Mit 14 Jahren trat er deshalb in den kaufmännischen Beruf ein, blieb aber in ihn nur bis zum 19. Lebensjahr. Nachdem er die Reifeprüfung abgelegt hatte, studierte er in Königsberg, Breslau und Berlin Mathematik, machte 1862 in Berlin fein Doktorexamen und habilitierte sich 1863 in Gießen, wo er bereits 1865 außerordentlicher Professor wurde. Seit 1874 wirkte er in Erlangen als ordentlicher Professor, bis er vor etlichen Jahren in den Ruhestand trat. Vermischtes. * Ei n weit sichtiger Landrat. Der Landrat des Oberwesterwald kreises in Marienberg hat an die ihm unterstellten Bürgermeister eine Verfügung gerichtet, in der sie aufgefordert werden, „im Einvernehmen mit den Lehrern dafür zu sorgen, daß an günstig gelegenen Stellen außerhalb der Ortschaften den Kindern die Möglichkeit zum Schlittenfahren und anderen gesunden Bewegungsspielen geboten wird". * Fahnenflucht eines Zigeuners. Der Zigeuner Max Petermann, der seit dem 1. Oktober bei der 5. Kompagnie des 2. Brandenburgischen Grenadierregiments Prinz Karl von Preußen Nr. 12 in Frankfurt a. O. diente, hatte am 22. Dezember Weihnachtsurlaub angetreten, war aber nach dessen Beendigung nicht in seine Garnison zurückaekehrt. Er hielt sich bei Stammesgenossen in Rathenow auf, die ihn mit Zivilkleidern versorgten. Auch falsche Ausweispapiere hatte er sich verschafft. Die Rathe- nower Polizei erhielt jedoch Kenntnis von der Anwesenheit des Fahnenflüchtigen und nahm ihn vorgestern in dem Augenblick fest, als er sich zum Bahnhof begeben wollte. Der Deserteur wurde zunächst dem Regiment' der Ziethen- Husaren übergeben und wird seinem Truppenteile wieder zugeführt werden. * D i e neuere Liebesgeschichte i m russischen Kaiserhaus, die vor turzem mit der Entführung der Rittmeistersgattin W r u b e l durch den G r o ß f ü r st e n Michael Alexaudrowitsch, den Bruder des Zaren, endete, hat jetzt die übliche offizielle Sühne gesundem Wie aus Petersburg gemeldet wird, ist i>ie Enthebung des Großfürsten von seiner militärischen Stellung, die bereits gemeldet wurde, jetzt auch amtlich bekannt gegeben worden. Großfürst Michael ist des Kommandos seines Garde- Reiterregiments enthoben worden und erhält einen Urlaub von elf Monaten. Der in Ungnade Gefallene hat, wie erinnerlich, die Beziehungen zu der Gattin seines Kameraden und Untergebenen nachträglich dadurch zu legitimieren versucht, daß er die Entführte in Wien heiratete. kf. Der To te spricht. Im Armen Hause zu Aaltre in Flandern wurde vor einigen Tagen einer der Insassen, ein hochbetagter Greis, leblos auf dem Hofe vorgefunden Anscheinend hatte den Alten der Schlag gerührt, und da der Hausvater keinen Zweifel hatte, daß der Schlaganfall tätlich gewesen war, so wurde der Greis zum Leichenhause geschafft. Die Vorbereitungen zur Beerdigung wurden getroffen, der Tote ausgekleidet, mit dem Totenhemde versehen und in den Sarg gelegt. Mer ein eisiges Grauen überlief die Anwesenden, als der vermeintliche Tote plötzlich die Augen aufschilug und im 'entrüsteten Tone die Worte von seinen Lippen kamen: „Donnerwetter, ist das hier kalt!" Kleine Tageschronik. Die Milchsperr e über München, die von der Orga- Tnsatron der Milchproduzenten unter Führung des Zentrums- fuhrers Dr. Heim verhängt wurde, scheint mißlungen zu sem. Die Zufuhr war bloß um ein Viertel des täglichen Bedarfes Geringer als sonst, und dieses Viertel wurde von weiter her, von Lindau und aus dem Allgäu, beschafft Wie aus Havre gemeldet wird, stieß der englische Dampfer „Alfred SVergntnger" bei dem Cap de la H6ve mit dem fran- Aosgchen Fischerboot ,Yvonne Marie" zusammen, die sofort sank' Die aus 24 Mann bestehende Besatzung des Fischerbootes ivurde von dem englischen Schiffe gerettet. Börsen-Wochenbericht. m .... . = Frankfurt a. M., 3. Januar. .... ‘'411 n b Gel d v e r l> ä l t n i s s e waren auch in dieser die Momente, die die Stimmung der Börse lmuplsäcblick) becuiihiBten. Trotzdem nacl, Ansicht der Boise vieles für eine Entivannung »md eine Beilegung der politischen Differenzen svrichr und obivohl die Laote banque in ihren Berichten die Wahnchein- lichteit eines baldigen Frieoeusschlusses betont, rechnet die Speku- latwn noch immer mit der Möglichkeit von Ueberraschungen. Insbesondere zwang die noch immer undnrchsiebtige Haltung Ruß- lanbs zur Surüdhnltiiiig Dle Stimmung war aber doch wesentlich zuversichtlicher als in den letzte» Wochen. Tie Börsensvekn- lation, die sich in der letzten Zeit ziemlich stark nach unten engagiert hatte, schritt zu Deckimgen und hier und da war auch bereits ein irmgreüen des Publikums zu bemerken. Eine völlige politische Entspannnng dürste zu einer ivesentlichen Belebung der Geschäftstätigkeit an der Börse und zu neuen Kurs- erböhnngen führen. Einmal deshalb, weil noch immer ein recht stattliches Decouvert vorhanden ist und dann, iveil Hd)_ während der letzten Monate eine solche Fülle von Pessimismus in der Kap'lalisteiiivekt angesammelt Hat, daß ein Umschwung sicherlich zu starken Efsektenkälifen fuhren müßte Vorläufig sorgt freilich schon die imerqiucflicbe Situation am Geldmärkte bonir, daß die Börse sich noch immer Zurückhaltung aus» erlegt. In den letzten Tagen hot zwar der Vrioatdiskont emen schärferen Rückgang erfnhien. Aber diese Bewegung Hängt in der Hauptsache damit zusammen, daß die Hypothekenbanken und Versicherungsanstalten stets in den ersten Tagen eines neuen Quartals in beträchtlichem Umfange Wechsel kaufen. Die wirkliche Situation am Geldmaikte wird sich erst dann zeigen, wenn die Rückzahlungen bei der Reichs bank eiiisetzen werden, die zum Jabresschluß in ganz unaewöhnlichem Maße in Anspruch genommen ivurde. Da Voll fleischige auSgenmstete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ... 42—43 83—90 Wenig gut entwickelte Färsen 45—50 87—96 Aeltere ousgemästets Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 37—41 71—79 Mäßig genährte Kühe und Färse» 31—36 63—73 St d l b e:. Feinste Mastkälbee 66—68 110—113 Mittlere Alan- und beste Saugkälber .... 62—67 103-112 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 56—61 95—104 Geringere tougfolbec......... 50 —55 85 —93 to ch a <•. Werdemastschafe: Mastlämmer und Atasthammel. . » . . 41—00 86—00 Schwein:. Vollfleischige Schweine von 80—100 k» Lebendgewicht 67-68 86—87 Vollfleischige Schweine unter 80kg- Lebendgewicht 66'/,-67 85-86 BoUfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 68'/,-69'/, 86—87 das Gros der bei der Reichsbank eingcreichlen Wechsel langfristig ist, wird wohl der Rückfluß zum 3<,ntrnüioteninftihit sich diesmal ziemlich langsam vollziehen, Andererseits kann nicht bezweifelt werden, daß. wenii lueite Volkskieiie die Kriegsgefahr als beseitigt anlehen werben, bebeuteiibc Geldsummen auf den Markt üdtehren werden, den sie slnchtähnlich verlassen hatten. Es muß übrigens konstatiert werben, baß ber deutsche Gelbmarkt bie ungewöhnlich starke Belastungsprobe, ber er in den letzten Wochen ausgesetzt war, recht gut überstanden hat. Die Gelbsätze waren zwar hoch, aber schließlich hat boch alles ziemlich glatt funktioniert. Dabei war der beutfche Geldmarkt diesmal völlig auf die eigene .Kraft angewiesen, da bas Auslanb seine Guthaben zurückgezogen hatte. Dazu kam noch, baß bie beiden Staatsinstitute, die in normalen Zeiten große Geldgeber sind, nämlich die Seehandlung und die preußische Zentralgenossenschaftskasse, diesmal kein Geld hergaben. Das war darauf zurück- zusühren, daß Preußen beträchtliche Summen für die Eisenbahnverwaltung auszubringen hatte. Ferner mußte bie Seehandlung für Jnterventionskäiife am Markte der heimischen Anleihen beträchtliche Beträge bereitstellen. Eine recht günstige Stimmung herrschte in den letzten Tagen am M o n t a n m a r kt e. Die Berichte aus ber Industrie lauten weiter sehr zuversichtlich. Tie deutsche Eisen- und Stahlausfuhr im November stellte einen neuen Rekord bar, sie betrug nämlich 106 Millionen Mark gegen 87 Millionen Mark im November 1911. Ferner haben am englischen uitb am belgischen Eisenmarkte weitere Preiserhöhungen ftattgefunben unb auch aus Amerika kamen günstige Berichte. Einzelne Jnbustriepapiere konnten ebenfalls größere Avan- ccn erzielen. Privatbiskont 5> \ Prozent. Märkte. •* Märkte im Januar für Gießen und Umgegend: 2. Alsfeld, 8. Homberg a. b. Ohm und Gienen, 14. Kirchhain, 20. Herborn, 22. Gießen, 28. Kirchhain unb Limburg, 29. Schlin, 30. Tilleiiburg unb Fulda. G'iefeu, 4. Ian. Marktbericht. Auf beuttaem Wochenmarkte kostete: 9’ntter das Bf und 1,00—1.10 Mk^ Hühnereier 1 -tlick 10—12 'I fq., 2 Stück 00 '1 fg., Enteneier 1 Stück 0—0 Pfq., Gänfecier iSt. 00 Pf., Käse das Stück 6—8 -l fg„ Käsematte 2 Stück 5—6 bfg., Tauben pr 9 r. (',*0— !,<»() A k., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Tit. Lahnen pr. Stück 0,^0—1,80 Ak., Enten vr. St. 2,00—3.00 Mk' Gänse das Pfd. 70—80 Pfa^ Ochsen fleisch pr. Pkd. 92—100 1 fg. yitnbfleifch vr. Psimd 90—94 9-fg., Kuhfleisch 80.Psg^ Schweinefleisch pr. Vf und 90—110 Vfa., Sialbfieticl) pr. Pfd. 92—96 dfg. Hammelfleisch pr. Pfd. 70—90 Vfq.. Slovtoffeln pr. luO Kg. 5.50 bis UJ 0 Aik., Weißkraut das Stück 5 bis 10 'Ufg„ Zwiebeln ver Ztr. 6,00—8,00 Ml.. Milch das Liter 22 Psg„ 9lüffe 100 Stuck 50—60 Pfg., per Ztr. 0—00 9)1 f., Birnen das Pfund 10 bis 15'Bfg., Aepfel der Zentner 10 bis 15 Mk. Marktzeit von 8 bis 2 llbr. fe. Frankfurt a. M., 3. Jan. Heu- und Strobmarkt. Angefahren waren 13 Wagen Heil, 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für veu 3,3"-Z,-0 Ack., Stroh (flornlonqftroh) 0.00 - 0.00 9)1 f., Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft Nolt. Die Zuflchren waren aus Qberhessen und den Kreisen Dieburg unb Hanau. F.C. Wiesbaden. Vfehh ok-Mark tbericht vom 3. Jan. Austrieb: Rinder i i (Ochsen 27, Bullen 0, Kühe 88), Kälber 152. Schass i7, Schweine 19?. Eejchäit rege. Preise für 100 Pfd Lebend- Schlachtreifen. gewicht Voflflelschiae. on$aemäftete, höchsten Schlacht- Alk. Mk. wertes im Alter von 4-7 Jahren .... 52—57 91 — 100 Tie noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . 51 -56 90—98 ?uncie, f eiicl'tfle. nicht ausgemästete unö ältere auSgemästets 47—50 85-91 B »ll l e n. Vollfleischige, ausgew^ höchsten Schlachtw. . . 47—50 83—88 Vollfleischige, jüngere ..... 44—46 77—81 t ä t- e n. K u [,•. Vollfleischige oiiSgeinäftete Färsen Höchsten Schlachtiverte-r ........ 50 -55 89-93 Spielplan öes Siebener Staötfljeatcrs. Direktion: Hermann Steingoelter. Sonntag, den 5. Januar, nachmittags 312 Uhr, bei Volks- preisen: Volks-Vorstellung „Rosenmoiitau.^ Ende 6 Uhr. Abends 7'/, Uhr, bei kleinen Preisen (unter Mitwirkung der Kapelle des Jiü.°Regts. Kaiser Wilhelm Nr. Il6): „Autoliebchen." Ende noch 10 Uhr. Dienstag, den 7. Januar, abends d Uhr (12. Dienstag- Abonnemeiit-Vorstellungl: „Dlagdalena." Ende 10 Uhr. Mittwoch, den 8 Januar, abends 7 Uhr (11. Mittivoch-Abonnement-Vor- stellling), bei gewöhnlichen Preisell: Gastspiel von Art. R,za Bajor vom Telitscheil Theater in Berlin : „verodes unb Mariamne/ Ende gegen 10 Uhr. Freitag, den 9. Januar, abeiids 8 Uhr (12. Freitag-Abonnement-Vorstellung), bei gewöhnlichen Preiseii: Gastsviel von Frl lliiza Bajor vo n Deutschen Theater in Berlin: ,Hedda Gabler." Ende gegen 11 Uhr. Sonntag, den 12. Januar, nachmittags 3V, Uhr, bei Volksvreisen (unter Mitwirkung der Kapelle des Jnf.-9iegts. Kaiser Wilheliii 91r. 116): Kinder-Voriiellmig: „Der genieselte Kater." Ende Uhr. abends 7'/, Uhr, bei kleinen Brei en (unter Mitwiiknng der Kapelle des Jns.-Regts. Kaijer Wilhelm Nr. 116: .Parkettsitz Nr. 10." Ende lu1/, Uhr. Unfern Zwiinngskindcrn Martha unb Grete, bie gefunb, ober zart auf bie Welt kamen, hatte unser Arzt von ihrem 11. Monate an Scotts Emulsion zu ihrer Kräftigung oerorbnet. Es war wirklich eine Freude, zu sehen, wie sich die beiden daraufhin von Tag zu Tag l>erausmach1cn, wie ihr Appetit sich ständig besserte unb bie Gesichtsfarbe frisch unb rosig würbe. Von ber Zahnzeit spürten weder sie noch wir etwas, denn bie Kinder, von benen jedes jetzt 8 Zähnchen hat, waren nie unruhig ober verbrießlich, sondern immer gleichmäßig munter. Mit 12 Monaten begannen bie Kleinen ihre Gehversuche, und nach kurzer Zeit konnten beibe ganz allein lausen. Die Kinder sind jetzt 16 Monate alt unb haben sich nicht nur körperlich, andern auch geistig überraschend entwickelt. Scotts Emulsion nehmen sie nach wie vor sehr gern unb greifen mit beiben Häubchen nach ber Flasche, denn jedes will zuerst seinen Löffel voll l>abcn. ■Siegen, Wests. de-. 28 Äugust 1011. (gez.) Adolf Pötz. Un-eihe merweg 20, Die Herren Aerzte verordnen Scotts Emulsion, weil ie dieses seit bald 40 Jahren einaeführte Präparat als ein durchaus zuverlässiges und wirksames schätzen. Es gibt zwar viele Emulsionen, aber nur eine Scotts Eniul- jion, und wer sich den Nutzen dieses lanaerprobten Kräftigungsmittels zuteil werden lassen will, kaufe nur Scotts Emulsion. c4/i ScottS Emulsion wird von uns aitefd>(ie6nelnster Medijinal-Lebertran 150/). prima Glvzertn 60. >. unterphosphor«qsaurer Kalk 4,3 unlerv^oSphorig-aureS Natron -j,o vulo Troga.ic 3,0 fcinflcr aiab. Gummi pulv. 2,0 Wasscr 129X) Älkotiv» li,u. vtcrjn aromatische Emulsion mit -Zimt-. Manbel- uno Gaultpertaöl ie x Trovken. Dfefaamto brauch! nicht auszufallen, meine Kerren, wenn Sie sich angewöhnen, Wybert. Tabletten bei sich zu führen und bei belegter Stimme oder rauhem Kais davon zu nehmen. M(Ss gibt kein besseres Mittel, um die Stimme sofort klar und frisch zu machend Dies ist der Inhalt zahlloser Zeugnisse über die in ihrer Wirkung unerreichten Wyberi-Tobletlcn, die in allen Apotheken und Drogerien 1 Mark pro Schachtel hoffen.Wieher* Innen in Gießen: Peliknn-Apotheke u. Löwen-Drogerie.' 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Geborene: Dem Taglöl/ner Abtun Reif ein Sohn, M- Dem Kaufmann Sally Oppenheimer ein Sohn. Leihgestern. Dezember 27. Georg Dem, Metzger, mit Alma Elisabeths Faber, beide in Leihgestern. Lollar. Eheschließungen: Dezember 26. Konrad Bölzing, For- mer in Lollar, mit Emma Elisabeth Döring in Romrod. . Z^borene: Dezember 25. Dem Spengler Karl Meister em Sohn, Helmut. Schotten. ~ esFließungen: Dezember 29. Karl Julius Bergen, Sattlergehilse, mit Anna Zimmermann, beibe in Schotten Geborene: Dezember 31. Dem Webergehilsen Christian Kirchner cm totes Mädchen Sterbefälle: Dezember 29. Jakob Müller, Schuh- machermeister, 67 Jahre alt. V Zamilien-Nachrichten aus anderen Grien. ® e b u r t e n : Herrn Karl Emmerich in Wetzlar ein Sohn. — ^c mit Herrn Heinrich Fuchs in Hamm t. W e 'n0L"c',eLWlllfi" Dorothea Gerlach in Düdelsheim. - ^Frau Katharine Maraarethe Zell, geb. Bingel, in Kohden - TViauletii Henriette Kumps in Schlitz. — Herr Jakob Tickert in Sandlofs. — Herr August Brehler l. in Bad Calzsckstirf. - Frau v-aifannc Rausch Witwe, geb. -Lchönberaer, in B. etzlar-Nieder- gtrmeS. — Frau Maile Leüderiw, geb wer, in Äarbenbeim — verr Johannes Lotz m Dorlar. — Herr Karl Berken>'oft aus Slblärer H^ Konrad Müller in Klein-Altenstädteii. — Frau Dorothea Grebe Wstwe, geb. Richter, Frau (Christiane Gisiel geb Koch, ,^rau 9Jhnci /schiamm, geb. Gail, sämtlich in Dilleubura - Herr Georg Lttpvich m Marburg. - Herr Jobannes Weiß II. in m ^rau Emilie Wegner, geb. Bahr, in Biedenkopf. — £®rJ. ^outd Vorwerk in Burgsolms — Herr August Schulte in Lotziieim. — ,)rau Kathoriim Klaus, geb. Abel, m Weilbiirg Beuern. , ^"befälle: Dezember 26. Amm Margaretha Muhl, geb. Dietrich, 70 Jahre alt. Büdingen. Aufgebote: Dezember 30. Wilhelm Schlaugius, Fahr- bursche von Selters, mit Lina Helsrich von Rohrbach. Eheschließungen: Dezember 26. Karl Korn, Handarbeiter von Gelnhausen, mit Marie Guth von Büdingen — Eheschließungen: Dezember 28. Ludwig Walter, Uhrmacher in Stuttgart, mit Marie Gemand in Gießen. — Ernst Neiitting, Trompeter-Sergeant in Darmstadt, mit Berta Wolf in «neuen. — 30. Dr. Eugen Lerch, Kandidat der Philosophie, mit Sarah Rabrnowilsch, beibe in Gießen. — Gustav Hoftnann Maschuiemorrner in Wieseck, mit Katharina Kern in Gießen — Lanuar 2. L-iegfneb Werner, Psarrassistent in Mühlheim a. Main, mit Marie Hartmann in Gießen Geborene: Dezember 22 Den, Kaufmann Joseph Gustav Allmayer eine Tochter, Rosalie Gertrude. — 23. Dem Grvßh. |C Lerch eine Tochter, Toni Katharine Mgr e Elisabeth. - Deni Dachdecker Georg Wilhelm Panz eine £od)ter, Jvsephme. — ^em Kaufnumn Philipp Steinel eine Tock>- ^eiU Bezwkchdlbwebel Josef Heinrich Zimmer- mann eine Tochter. — -lein Wagenführer bei ber Straßenbahn Christoph Steil) eine Tochter, Anna Margarete. — Dem Tag- löbncr Peter Schvmber eine Tochter, Maria. — Dem Rnst- (Mrtw Sudler eine Tochter, Else Katharine. — Dem Gartner Otto Noll eine Doch.er — Dem Bäckermeister Karl Paul nne Tochter,^^ol)anua Wühelmme. — 28. Dem Schlosser Karl Euler em -2ohn —- Dem Kausmann Heinrich Carl Emrich eine Tockfter, Lma Emilie Hermine. ’ 57 ä w f: Dl-zember 27 Justine Sckiäser, geb. Müller, 57 ^ahre alt. Am Riegelpwb 37. — Auguste Luise Amalie Haggenniuller geb. Heimann, 82 Jal>re all, West-Anlage 60. — 29. Louis Hahn, Kansmann, 67 Jahre alt, Laiibgrasenstraße 2 — Katharine Falk, “ * — Gertrud Luber, , iV ^. UU|U Dönges, Taglöhner, 75 Jahre alt, Leihgesterner Weg 42. — 30 «erta Rofster geb. Goll schick, 56 Jahre alt, Liobiqstraße 57. — Katharine Jung, ^brifarbeiterin, 63 Jahre alt, Ästerweg 20. Gießen. O n?^^bvte: Januar 2. Heinrich Lotz, Großh: Geometer 2 ."lasje in Halle, mit Frieda Eckharbt in Unter-Schmitten. — Eeorg Gerbig, ^iciistt'necht in Reuters, mit Maria List in Gießen — Ebuavb Friedrich Cruche, Schreiber, mit Maria Grün, beide in Vvieseck. Friedrich Karl Weidling, Fabrikarbeiter von Hanau, mit Johanna Emilie Therese Weidling von Büdingen. Geborene: Dezember 29. Dem Handarbeiter Karl Kai- ™ 111 Sohn, Heinrich Ott-,. — Dem Metzgermeister Karl Wagner III. e.n Sohn, Heinrich. — 31. Dem Großh. Haupt- lehrer ^oscs Mockenhaupt cme Tochter, Anna Maria Josefa Walburgia. , ?Eerbefälle: Dezember 23. Heinrich Urbach IV., Handarbeiter, 67 Jahre alt. Friedberg. Eheschließungen: Dezember 28. Emil Richard Balzer, Feldwebel im Fußartlllerie-Regimeilt Nr. 3 in Mainz, mit Marie Luise Sophie Hohmann in Friedberg. ÖPborene: Dezember 21. Dem Dachbeckermeister Karl Volp eine Tochter, Katl-arine Martha. — 26. Dem Maschinenmeister ^ohaimes Feh ein Sohn, Otto Friebrich — 27. Dem mit Arzt ^.r. Karl Zang eine Tochter, Dorothea Barbara s . S t c r b e f a l l e : Dezember 26. Amalie Johanuette Frie- berike Reuß geb. Himell, 75 I. alt. - Anna Katharina Stolbt, 4 Monate alt — 28. Franz Lllbrecht Klein, Schreinermeister, 92 Jal-re alt. — 29. Hermaim Josef Sieng, 5 Monate alt. Grohen-Linden. Eheschließungen: Dezember 28. Wilhelm Faber I., l,n, GroKen-Lmbeil, mit Luise Mack aus Hochelheim. — Jakob Luh, Bahnwärter i. P., mit Maria Keßler, beide in Großen-Linden. Geborene: Dezember 24. Dem Obsthändler Heinrich Jung Zwillingstochter, Ottilie imb Emilie. — 22. Dem Schuhmacher Heinrich Zörb II. eine Tochter, Luise. Sterbefälle: Dezember 27. Wilhelm Leinhvs, 5 Mo- geb. Ludwig, 46 Jahre att^öbcrstraße^ 5." 3^ Monate alt, DiezKraße 10. — Ludwig