Er. 284 Zweites Blatt. 165. Jahrgang Erscheint tAgllch mit »uenefymt brt 6onntegt. Tie „•lf|rntr jeeulieiiMittfr“ rotrten brm .Knjeiaer* viermal wöchentlich be,gelegt. ba« „Krtitblatt fir den Kreis tiefcen“ jioennal wöchemuch. Tie ,^a>s»lrsichaftllch<» idi- fraßt» ' rtfdjttnen monatlid) zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhejjen Mittwoch, 5. Vezember <9|5 llo<ee UntpetfudK • thufr- und Etembrucfertu 9L Lang«. •lefceiL Rebeftion. (hrprbHten und Tmrfevet: S^ul» ftra»e 7. ffjrebman unb Seridfl: e-wM« Rrb.ift.on:te*blll IeL-^bt^Siueiflen*ieeerv DohnungSpfleae. leitungSrede. Btii rflermcifter Scholz begrützte den flvnflrcft tumS und des ganten ^ati Regenten de» L>erzogtum? und dem Herzog Albrecht Meteorologflche Beobachtungen der Station Gietzen. Tez. Setter bel |lunde. (Briet de« Jakobus.) Plärrer Schwabe. MfcirPart itag. — Braunschweig, 1 De» Landwirtschaft. ko«. Ter Cf in U n 6 der Mästung auf b a 8 Rett ift schon lange bekannt. Durch die (finfübtinm neuer Ruttermtttel ift tue Wüte des Reite» oft Schwankungen nntenvor’eit unb es ift da- her do । Wert I r den Piebzttchtei, ut^ roifien, dasi Mat« allein sowie uifammen mit Kle e ebenlo wie Lauern ilch unb emibobnen em gute- Ruticr eracbcn. Serben Rlellttab'älle mit vertritt rt. so wird da« Reit et na« letter und bei der Beriulierung von Baum- irodlnatinchl tritt em aeriitqer Tro^enfan un. efättifltcr Säuren im 7tet aus, da« aber noch bi« 37 oder 88 Wrad C. leit bleibt. Mästungen m t Soja unb Erdnusi ergeben baaeae i siulstgeS Rett mit viel nnaesättitttcr Saure, durch eine Aendernnq in der Rufter zusamnien'etzung Iaht sich aber die'er Uebel tand sehr schnell wieder ändern. $ 9(ii« der Wetterau, 2 Dez. Trotz steisiig betriebener Vergiftung der Rtlbnimnr treten dieselben immer noch in großen Mengen auf und treiben aut den mit Wintersaaten bestellten Feldern tbr ZerstömngSwerk Unter dieser Plage haben auch die Bem-obner von fciufern zu leiden, welche an die Feldgemarkung anftofen, indem die Mäuse zahlreich in die L>äui'er em* ^T‘n^ Altenstadt. 2. Dez Einem längst gefühlten Bedürfnisse wurde durch Gründung eme« Geflügel-, Vogel - und fl a n i n rf) e n ; 11 d) t v r r c i n 5 für Altenstadt und Umgegend Rechnung getragen Zum Vorsitzenden wurde Lehrer Rudolf tzen- r ich-^öchu a. d Ridder gewählt r. Renzendorf, 2 Dez . An unserem Bahnhof findet gegenwärtig ein großer Versand von Getreide statt. Tie Wandler kaufen den Weizen in den umliegenden Lrtschai- ten den Doppelzentner für 19 Mark Täglich kommen hohe Vagen voll Weizen hier an, um waggonweise verfrachtet zu werden. Kongreh für Dolfsrootylfa' rt unö Wohnungspflege. Eharlotlenburg, 2. Tez. Im hiesigen Rathause begann heute der stongreh Höchtte leiiweratu* Siieberschtoq: 0,8 an Ter Vorsitzende begründete diese Entfchlicsiung, indem er daraus bimvicS. dasi die Absicht früherer Versammlungen die war, Gesührdele» aufzubauen, heute gelte e«. die Partei zu zer tdren und doch errortfe die e Absicht allfeitiae Be riedigung der Parleimitalieder und der treuen Brann schweig er, da da« ersehnte Ziel glücklich erreicht sei Denn die pohhidie Partei auch nicht mehr bestehen werde, werde dock noch bei« Band der gleichen vaterländischen (Besinnung die Einzel vereine umfchliesien. Ter jubelnde Empfang de« langen LerzogSpaare? sei ein Beioeiö, wie treu und monarchisch gesinnt die Einwobnerichait de« ganzen Herzogtums sei, er verbürge eine erfolgreiche Zukunst de« Herzog tum« und des ganzen Vaterlande? Der Redner dankte dann den Regenten de» Herzogtums, dem Prinzen Albrecht iwn Pre sien und dem Herzog Albrecht von Mecklenburg Namentlich legieret sei eifrig und mit Erfolg bemüht gewesen, die Drücke innidKn Velsen und Lwhen zoll ent zu schlagen. Ter Beweis, das; bie Braunschweigisch-wel isckie Partei mit ihrer Trete zum angestammten Herrscher Hause erisienzderechtigt war. sei nunmehr erbracht, denn fo-nitf rixe der 5?erzog au, brm Throne seiner 91 "'nen. Auch die Braunlch:^ iger, br um ihre? braunfrfirre giid'cn vaterländischen Standpunkte? willen g^mastrege t wurden, kämen heute zu ihrem Recht Der Redner stellte fest, dasi nach dem Tarter» la tut die Partei nur dann als auigeldit zu detrachlni »et, wenn zwei aufeinanderfolgende Parteitage die Auslösung gebilligt HÜtteii. E« sei deshalb nötig, einen zweiten P a rteitag einzu- berusen, der den gleichen Beschlutz sassen müsse. AuS der Versammlung wurde angeregt, diesen zweiten Parteitag in Dolsenbüttel ab ui halten, doch wurde schliesilich dem Vorstände die Wahl de? Crtel überlassen — Zn der wetterm Be- sprechung kam auch ein (Gegner der Auslösung, Rechtsanwalt Dassel, zu Wort. Er wies darauf hin, das; den einzelnen Vereinen nach An'hören der politischen Partei da» Zu- ammengehörigkeitsgesühl abflehen werde Wenn sich später einmal der Dieverzusammenschlusi dieser Vereine ju_ einer Tartci notwendig machen sollte, so würden sich hieraus Schwierigkeiten ergeben, eventuell würde eine Wiedervereinigung gar nicht mehr möglich sein. — Diesen Ausführungen wurde verschiedentlich enloeqengctrden. , schliesilich adanflte einstim m t g der Antrag der Vaterländischen Vereinigung Drauni'chweig aus Auflösung der Partei zur Annahme. — Die Tagung wurde dann nut einem Hoch auf den öcrjofl Ernst August geschlossen im Namen der Stabt. > Das Joauvtlbema lautete: „T a« Arbeitsgebiet der ] Dohnungsaufsicht und WohnungSv siege" AlS erster Slebner sprach WohnungSmspektor G re tzsche l (Darmstadt- über „Tie Wohnungsordming al# Grundlage der Wohnungsaussicht". Der Redner führte au#, dasi zur richtigen und geseyinäsiigen Durchführung der WobnungSaussicht der Erlöst von Vorschriften über die zu stellenden Mindestanforderungen zu fordern sei. Ttes biloet die (Grundlage zur BeuNeilung der für die WohnungSaufsickt ausschlaggebenden Fragen hinsichtlich der Zulänglichkeit der Wohnungen in sozialer, gesundheitlicher und fitllidxr Beziehung Die Porsckmi't n hätten sich zu beziehen auf die Benutzung der Wohn, und Schlafräume und flüdxn, ferner anc hie an f-- iu fiel nben Minde ansorderungen hinsichtlich der Ofrötze der bau! ch n unb h g nischen Be ch-ss nhei:, au di an bie ’JtebcnräiL.ic ime Aborte und Zugänge, wie Treppen- und Dausflure sowie hinsichtlich der Be- und Entwässrung zu stellen- den Ansorderungen und schliesilich auf br Anforderungen der Sittlichkeit und der Art der Bewohnung E# empfiehlt sich, bereit» im ßlefeb selbst gewisse Mindestforderungen festzuleaen und gleichzeitig zu benimnun, in welcher Einsicht ausierdem die WohnungS- treffen bitte Tie mit der ®vhvuni-\- aussicht betrauten Lokalbehörden seien durck, Wefeb vu verpflichten, für die Ausübung der örthdxn VohnungSausiichl besondere Woh- nungSordmingen zu erlassen. Diese Pflicht könnte, soweit e8 sich um kleinere Wcnrinbeit, besonder# solche unter 10 000 Einwohnern babbelt, aus weitere .ttoinmunalv"rbände ober ihre Verwaltungsbezirke übertragen werden Zn der WohnungSordtuing seien er- sorberliclensalls die im ttteseh niederge'eiten Mindestforderungen nach Mastgabe der örtlichen VerhälNiiise und Gewohnheiten v.i verschärfen. Die Mindesisordermtgen hatten sich zu er^r^cken aut den baulichen unb hngieniidwu Zustand von Wohn-, 3*Iaf- und Kücken räum en, aus bi.1 Restsesiiing von Be'simmnngen darüber, unter ivddicn Weiidlnfräumc. bie Einrichnmg, AuSstatNing jinb UnterbalNing der an familien- frembe "Per'onen vennieteten Räume, die zur Durchsilhrung der getroffenen Bestimnniiigen den Beteiliaten obliegentnen Vermlick)- tungen u a m Der Redner legte Leitsäve vor, die sich tm Rahmen dieser Ausführungen halten. hierauf sprach Beigeordneter Rath (Ssfen> über: „Tie Wob- nungSmängel unb die Art ihrer Bek'mntnn^". Der Nebner teilte die vvii der W^hnimaSin'pek ion zu bekämpfenben Dohniing» Mängel ein tu Rannnnängel unb Wohnmängel Tie Bekämpsimg hat seiner Ansicht nach in erster Lini. durch Belehrung und Ermahnung. nur in Notfällen durch polizeiliche Aiwrdnimg zu erfolgen sie ist ebne .Härte, namentlich in Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage her Mieter und Vermieter dnrchzufühven lieber ^chlafstellemvelen unb Schlafstellenkontroll^ sprach Reg -Ban'ue'is-er Dipl-Rng El u t (Sharlottenl-urjY Er macht* ein- eilend Mitteilungen üb r die Ausdehnung bes chl a fstel len wesen S und erör'erte bie mit ihm verbundenen Miststände an der vand einer Reibe von Beispielen Zn der richtigen Erk.mntni? der im Schlafstellenivesiu h’rricbmben Miststände iR_ schon eine grosie Anzahl von StffiMrn dazu überaeaangen. ha? SchlaMellenwelen zu rcfldn Am besten ist da# Lchlafstellenwesen in regeln durch den Erlast einer LchlassteUenorbining unb zwar in R-orm einer T'-'hict- wrorbnunn Tire Schlafstell mordmntg bat sich auch auf billige möblieric Ummer unb bie -chlafräum- der bei ihrem Arbeitgeber wohnenden Arbeiter. Angestellten, Lehrlinge, sowie SandlungS- und Ecwerbegehilsen auSzudehnen. Da-> folgende Thema betraf: „Die Wohlfahrtspflege im Zu fannnenhang mit der WoblfahrtSarbe.t" Generalsekretär Lwfrat SRufthiitl Bünden nibr'e aus, bar bie WohnungSvstege non der WohmmgSaufficht begrifnitb unb fachlich zu trennen fei Tie WohmmgSaufficht verfolge ben Zweck festzustetten, ob nnliieilid1 u Borichnnen über das ^5ohnungSwe,en eingehalten £ -ft -Ion i« au* noch in human uni makvnll ÄwH i. hat He ho* in erürr Linie wli.eili-ben tfta- bianz anbei bie Aufgaben dr WohnungSpstege L>* b^ldi n* »onm > nh mir oui htr 3nlmber_ her Snhmm.i unb wSJbJt sich vor allem an br LwuSirauen rie WobnuuaSpfleae iS h^hel ein fUwifl der öffentlichen Wohltahnsv'leae und kann J!.r ;m 'Habrntn der allgemeinen ionalen Rürforgetängkeit mir- Kmn^fl fehl AI? Organe der Wohnumi-vstege kommen in kmgsvoff ,em Q^ro(bt: ^onax. weldr mit der ^sunddeits uÄi Äfab^Spfleae vertraut unb imstand unb taktvoll aber unb ~o'm Bebandlima ber v .-„wohmini dauernd Cnf{?^drn unb de-i rinn für ord-iitlidx, Bob'rn zu wecken sowie ,U ‘^r-naenb u cmmchlen ist bie An'tellung von ri^nnm b?r Sobnun.: vstege gras -lrbeiter Bauvernne STuSUS kommen Wirkungen her WohnungSpstege aJ^blunTn" über alle" Themen eröffnete Tr A fch er 11C - w 'Vcr Vorsteher b neun aruir-eien ^tThner W.'b (öomnt t «■ Rapporte berichtet? innielbnten über die nunflSamte-- * • * Kontrolle durch daS DobnungSami fei Arbeiten de» - V. VodlsadnSpflege über hau tu So fei notmcnNi. V" ' m nnfr cinüflen Familie die eine Tochter feüflCtcllt nmree ^eih. ,n(bpljfd3 lin> dritte tüdtsch ioar. um eüanflfluct l/-. ’ . ^oblfahrtseinrichtungen der verschiedenen ®yT,. .m-tniAafteu au-r-nubT zu können ES gebe soviel Reliflionsaemi n-äxttti ffinf ^aensi-itige Ahnung von ibrer^Eristen^ unb ibrnt verteilten Unterftübungen hätten unb morgen. Mittwoch, rortgelefrt. SüchkNifch. — Vriechifche Originale Bon Emil Waldmann. Ein starker Band mit Ten und 300 Volltaseln, nebst einer Einführung in die griechische rfulptur. In balbpergament gebunden S Mk Verlag von E A S ee m a n n in Leipzig Die allgemeine Kenntnis von griechischer .tunft beruht beute fast mehr als auf hei Anschauung der Eriginalbilbmerle der grosieu griechsichen Meister noch immer auf den Kopien, die in hellenistischer und besonders in römischer Zeit von den alten Meisterwerken immer auf« neue angefertigt wurden. die das Besondere daran aber oft keineswegs fenthielten Hat sich schon in der archäologischen Wissenschaft diese» Wirtschaften mit Kopien oft unliebsam bemerkbar gemacht. so vielleicht noch mehr bei den Kunstfreunden, denen bei belvederische Apollo und der Laokoou immer noch die Marksteine griechischer Kunst sind Ta verdient ein Abbildungswerk unser Zmeresse, da? von Tr Emil Waldmann, tm Verlage von E A Seemann brr au »gegeben, irpt einmal über 200 Abbildungen wirklicher griechischer Cnginalbilbmerle in einem schönen handlichen Bande vereinigt Was da von der strengen frunft de« 6 , be« reif- Archaischen und be« klassischen 5. Zahrhundert«. gezeigt wird, unb gerade heute verwandten Bestrebungen unserer Plastik vergleichbar erscheint, bietet ein herrliche? neue*) Material, da« über die flennt* ni5 der i' elehnen bitte noch kaum hmauSgedrungen ist Vietleick» ist die flenntni« eine« OriginalkopfeS de« Skopcrs ober eine» hellenistischen Porträts geeignet, manche verbreiteten Vorurteile von griechischer .flunst umzuwerfeu hierfür charakteristisch erscheint. Trenn Waldmann bet dem Laokoon, auf den einfl eine ganze Aesthetik gebaut wurde, nur von unechter Empfindung, Sentimentalität, formalem Schaustück, Pathologischem, vom Zurschaustellen innerlich schlecht begriffener körperlicher Leiden unb nicbriflcm Jammer, peinlich kontrastierend mit dem ausgeivendelen Mu-kelipirimat unb da» angestammte Fürstenhaus ihren Rortbeftanb zu wahren." ..n.emommen werben, untere gefieberte Welt etwa« mehr al« btvbfr zu schützen Da« StaatSnitmsterium von 2ad)fen- ttodurg ^dtda erl'etz eine Verfügung, durch die folgende Vogelarten bi« «um 1. Januar 19*23 gänzlich mit der Zagb zu verschonen find: Sumpieule, Steinkauz, Waldkau», Uhu, Trappe. Schwäne, Taucher. Würger, Gabelweihe, Mäufo- und Vefpenbusiard. L^ohltaube und Turteltaube. Wetter wird verboten, Nachtigallen, Sprosser. Steinsverlinge unb Wölb» L-äbncben zu fangen, zu halten und lebend »u kaufen ober zu verkaufen. Da« Rangen sowie da« Ausstellen von Vorrichtungen zum Vogelfang auf fremdem Grund unb Boden wirb übe,Haupt verboten. Schliesilich führt die Verfügung noch mehr als 40 Arten von Vögeln an. die weder getötet noch tot feilgehalten, verkauft ober gekauft werden bürtar 2. Dezember — 9 6 C. 2. , - 4- 81 C. :6'»,2 82 76 94 10 Bed. Himmel .49/) 9 1 7 6 88 SW 4 10 -43 8 7.2 6,4 84 SW 2 10 • t Saxlehner's Bitterquelle HUNYADI JANOS Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibigkeit, Blutandrang, etC. (fapöhnl. Do&U: 1 WasBTglas oolL •"<1 s II Qö II IQ 35 Bahnhofstrasse 7715 p3S ßeste vomß^ ^riüglid).,^5^ lerputrCrtme' MM WM über all Andere steht - M Ä I D von von von DameBhemden weiß und farbig Bamenhosen weiß und farbig . Anstaadsrccke weiß und farbig . Nachtjacken f. rbig Familien bilder v"/" Iki!- Kunde erhält bei ergrößernugen nach .jedem Bilde nter Garantie der Ähnlichkeit. FrstldaHMiscM photogr. Atelier mit konkurrenzlos billigen Preisen. Aufnahmen täglich bei .ie'kr Witterung. 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