Er. |02 fünftes Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. R. Lange, Gießen. iten en tter BS sich sozialen Bc- r. Glase rinxen gegen die Nechtsaus Übung und die Streitlust breiter *st billig! jsbesitzer! Redaktion, straße 7. Redaktion: Expedition und Druckerei: Schul- Expedition und Verlag: 51. e=^112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. etephon 36 D.15.3. Famelren-Naehrrehten. 8. Bayerischer Frauentag in Regensburg. Nachbem am Sonntag eine Festaufsührung im Stadttheater den &om_ Hauptoerband bäuerischer Frauenvereine veranstalteten k. bäuerischen Frauentag cingelcitet hatte, fand die Eröffnung am Montag vormittag durch die Vorsitzende, Frau v. Forster (Nürnberg) statt. Nachmittags wurden die Verhandlungen mit einem Vortrag 'ln Fräulein Sofia Gonbstikker (München) über „Rechtsbewußt Un int Volke" fortgesetzt. Aus den großen, in ihrer Tätigkeit " der Münchener 3iechtsfchutzstclle für Frauen, beim Jugend bricht und bei ordentlichen Gerichten gesammelten Erfahrungen iecrns, untersuchte die Rednerin die wichtigsten psychologischen Grundlagen für das Rechtsbewußtsein des Volkes, das leider in- olge der historischen Entwicklung noch tief eingewurzelte Miß- xjit der Menbv er sammlnng am *28. April sprach zunächst Frl. Lotte Willi ch (München) über „Soziale Hilssarbeit." — „Soziale Frauenberufe" behandelte Dr. F. Tuensing (Berlin, Ihre Darlegungen gipfelten in der Forderung eines sozialen Ans bildungsjahres als zehntes oder elftes Schuljahr innerhalb der höheren Mädchenschule und weiteren 2 bis 3 Ausbildungsiahren ntit besonderen Lehrplänen für diejenigen, bic " ' ' rufen zu weit den wollen. — Zenttalvercin deutscher Zahnärzte. Frankfurt a. M., 2. Mai. llnter Teilnahme der Behörden und Vertreter von wissen- sckaftlichen Korporationen wurde hier im Physikalischen Verein die 52. Jahresversammlunq des Z e n t r a l ve r c i n s d c u t s ch e r Zahnärzte eröffnet. In Verbindung mit dieser Tagung be- Samstag, 3. Mai 19(3 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen lläv Universiläts - Buch- und Steindruckerei. „Bilbungs- und Erziehungsfragen" wurden am 2. Tag verhandelt. lieber „Fortbildungsschulen" sprach Frau ~ Rosa Kempf (München). Sie skizzierte u. a. einen schnittslehrplan für landwirtschaftliche Pflicht-Fortbildungsschulen, der die weibliche .Handarbeit als Volkslvirtschaftliche Kraftverschwendung ablehnt und die Hebung der produktiven Tätigkeit der Frau in den Vordergrund schiebt. -- ment Großherzog (1. Badischen) Nr. 14, seither beim Stabe des 2. Gro'gh. Hefs. Feldartillerie-Regiments Nr. 61; das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens: dem Rittmeister v. Go rissen, Eskadronchef im Lchleswig-Holsteinschen; Dragoner-Regiment Nr. 13, seither Oberleutnant im Garde-- Dragoner-Regiment (1. Hess.) Nr. 23; das Silberne Kreuz desselben Ordens: dem Wachtmeister a. T. Riegel, seither im Hessischen Gendarmeriekorps. ** Fen sh er, Balkons und Vorgärten im Blumenschmuck! Durch die Ungunst der Witterung im Sommer des vorigen Jahres hatten die Schmückungen ein wenig befriedigendes Ergebnis, wenn auch einige prach- tige Dekorationen zustande gekommen waren; der gute Wille lag überall vor und bet Wertungs-Ausschuß des Verkehrs- Vereins konnte bei seinen Rundgängen im Frühjahr und Herbst doch noch seine Anerkennung zollen und in 3 Abteilungen 71 Preise zur Verteilung bringen. In diesem Jahre hofft der Berkehrsverein bei der Einwohnerschaft eine größere Unterstützung seiner Bestrebungen zu finden, denn es ist unbestritten, daß eine Straße mit blumengeschmück- ten Häusern nicht nur auf die Einwohner einen wohl? tuenden^ Eindruck macht, sondern auch die Fremden, die unsere Stadt besuchen, werden sich wohl und angeheimelt und zu längerem Verweilen veranlaßt fühlen. Bei der Bepflanzung der Vorgärten lasse man unsere städtischen Anlagen als Muster dienen. Die „Eichener LamHienblätter" werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblctt für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtjchsstlichen Seit- stagcn" erscheinen monatlich zweimal. Unter den 30 000 eingeborenen Christen der Basler Mission auf der Goldküste ist die Polygamie tatsächlich abgeschafft, und die »Uten Folgen zeigen sich dort im wirtschaftlichen Aufschwünge der Leute. Wir dürfen ähnliche gute Wirkungen auch in unseren Kolonien von der fortschreitenden Missionierung erwarten, deren rctkraftige Ermöglichung auch die N a t i o n al s p e n d e zum rlaiserjubiläuin unserem Volke aufs Herz und Gewissen legt. o r t-? \n 9 c ” 7 ,?8* ^pyU* (Schoffengerichtsfitzung). Tie I' H- Ehefrau, geb. I. von 'DHttelgrünbou wurde wegen Forst- entmendung im dritten Rücksalle 31t einer Geldstrafe von 6 Mk. oder 2 Tagen Heckt verurteilt. — Der Fahrbursche B. H. von Büdingen luurbe von der?lnklage wegen Körperverletzuitg als nicht schuldig sreigesprochen. Als er am 18. Februar (. Js. mit seinem Pritschenwagen durch die Stadt fuhr, hängten sich mehrere Buben daran. Um einen Unfall zu verhüten, wehrte H. mit der Peitsche ab mit) traf hierbei den 7jährigen O. Scb. von Büdingen am Kopfe, so daß ein schmerzhafter Striemen an der Stirn entstand schlimmere Folgen hat die Verletzung nicht gehabt. — Tie ^rivo.t- klage des Mittlers und Landioirts I. L. von Hitzkirchen gegen den gebt der Frankfurter Zahnärzte-Verein sein 30 jähriges Stiftungsfest. Die von mehr als 500 Zahnärzten besuchte Ver- fammlung hat ein Überaus reichhaltiges Programm von wissenschaftlichen Vorträgen und.Demonstrationen zu bewältigen, aus denen cm klares Bild von der bedeutenden Entwicklung der zahnärztlichen Wissenschaft und von dem Ansehen der deutschen Zahnarzte zu entnehmen ist. ------- Die Nachmittagssitzung wurde durch einen Vortrag von Fräu- lem Anna Freund (München) über „Höhere Mädchenbildung" cmgcleitct. ^^?lkbruugsschichten. oic betonte bann die bringenb notiuenbige Rechtsbelehrung, vor allem für bie Frauen und ging näher auf die verschiedenartigen Rechtsbegrisfe von Mann und Frau cm um Nch bann bem Rechisbcwußtsein der Jugenblichen zuzuwenden' Kraulern Goudstckker schloß ihre Ausführungen mit bem Hinweis, da>'. bie Forderung bei" F-rauen nach weiblichen Schöffen beim Jugendgericht unermüdlich bis zu ihrer Erfüllung erhoben werden muß, weck ein wirkliches Recht nur gesprochen werden könne, wenn “ le- nach den zur Verhandlung stehenden Fällen — Mann und Frwl bas Laien-Richleramt ausiiben. — Die Versammlung nahm bann folgenbe Entschließung an: i 3 "2er 8. bayerische Frauentag spricht sich für eine Regelung de.' Danlenpckegewesens in Bayern aus unb erwartet, daß die staatliche Krankenpflegerinnenprüfung, wie sie in allen größeren deutschen Bundesstaaten schon längst besteht, baldigst zur Ein führung gelangt." , Unter koloniales Interesse gebietet uns, bie Mssionen m bicjem Kampfe möglichst zu irnterstützen. Hie und : und oa hat man wohl versucht, mit Vrordnuugen in bie eherecht- W? Verhältnisse einzugreisen. In Kamerun hat man schon 1896 itaudescrmtl'.che Register für ckpistliche Ehen Eingeborener ■ pmufyet, mit vollberechtigten Wirkungen gegenüber An fpruck)en, die auf heidnischer Sitte beruhen. Eine Konfeenz in x u a l a 1909 empfahl für einige Küstenstriche Maßnahmen i gegen Vielweiberei, Weiberkauf unb Kinderheiraten. Für einige Stamme Neupommerns hat man durch Bestimmuiigen über Eheoruch unb Ehcfcheibung versucht, ben uns geläufigen Rechtsanschauungen Bahn zu brechen. Auch in Ostafrika hat man für bie Ehen von Christen besondere Verordnungen gegeben Abcr ^^^^berische Behandlung in der Uebergangszeit ist schwer I Wichtiger ist die Förderung der Mission, von deren Wirken ' allem eru Erfolg zu hoffen ist. Gouverneur Reiy schrieb mit Bezug üut Kamerun eKot. Rundschau 1909, 329); E- wird . «uyerott^ntlich viel schwerer fallen, die Bielwci- veoei abzuschaffen, als die Sklaverei. Sic ist in Pen mohammedanischen Gebieten ein Teil des religiösen Rechtes übrigen Stämmen dem Bewußtsein des Volkes so in Fleisch ™ ^bvgegangen, daß ihre Aufhebung nicht mir eine Frage ber volitpchen Macht, wildern vor allem die Aufgabe einer Umwandlung rm Fühlen und Denken des. ganzen Vol- ' " m’ Hauptarbeit auf diesem Gebiete muß ben christ- Men Mrs, wn en überladen bleiben unb sie werden sich, inbem ’ie ben Negerii einen Begriff von ber Ehe in christlichem unb qcr maniichem Stirne beibringen, um das Schutzgebiet ein Verdienst erwerben, bas ebenso auf nationalem unb sozialem wie religiösem Gebiete liegt." a 'v * ** Ordensverleihungen. Der Großherzog hak verliehen das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Oberstleutnant v. Ostrowski, Chef der Zentralabteilung der Fetdzeugmeisterei, seither beim Stabe des Großh. Artilleriekorps, 1. Hessischen Feld art - Regiments Nr. 25; die Mronc zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Major Andreae beim Ltabe des Husaren-Regiments Fürst Blücher von Wahlstatt (Pommerschen) Nr. 5, seither Eska- dronchef im Leib-Dragoner Regiment (2. Hess.) Nr. 24 und dein Major Becker beim Stabe des Infanterie-Regiments Markgraf Karl (7. Brandenburgischen) 60, seither Kom- pagniechef im Jnfanterie-Leib-Regiment Großherzogin (3. Hess.) Nr. 117; das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Or- dens: dem Major v. Arndt, Batailtons-Kammandeur im 2. Badischen Grenadier-Regiment Kaiser Wilhelm I. Nr. 110, seither Adjutant der Hessischen (25.) Division dem Generaloberarzt Dr. Schneider, Divisionsarzt der 34. Division, seither Oberstabsarzt und Regimentsarzt des Garde-Dragoner-Regiments (1. Hess.) Nr. 23 und dem Major Becker, Abteilungs-Kommandeur im Feldartillerie-Regi- Den Bericht über die Tätigkeit des Hauptverbanbes bayerischer fvmuerttiemne erstattete Frau Elise Hopf iNürnbergü Hervor- mheben ist folgenbes: der Hauptverbanb legte neben ber Pflege ber Idee burch Propaganda befonberen Wert auf prakttschc Tätig- icit; er beschäftgite sich mit der Frage ber Mädchen-Fortbilbungs- IcfiUcn, gab dem Gesuch bett, eine Staatsprüfung für Krankenpflegerinnen eine neue Fassung, arbeitete einen Satzungs- Nkwurf für Jugenbgruppen aus unb nahm an ben Arbeiten des Bundes beutscher Frauenvereine" teil. — Die bekämpfMß der Vielweiberei in den Kolonien. <. Worte Vielweiberei verbinden viele zunächst nur öic Vorstellung einer zügellosen Sinnlichkeit, die nom tropischen Klima nicht zu trennen wäre. In Wirklichkeit handelt es sich -5tne ^)lcrc^ Herkommen und Rechtsforderung legi- tmnette Einrichtung des sozialen und noch mehr des wirtsckmft- lichen ^bens. L-ie Frauen kommen als Arbeitskräfte in Betracht; bcc Beütz Dreier Fronen bedeutet darum Wohlstand und An- = mtrh in ein ein Zustande der SKaverei erhalten, SLlr - als Fmnckiengut dem Erben des Mannes zu. Der Mann M leine ,yrau für sich arbeiten, entzieht sich der produktiven -Tätigkeit und ergibt >ich bem Biertopf, der Händelsucht und schlim rneren Lalt-ern. Es stimmt and) mit den Beobachtungen in anderen ^ai^ern überein, wenn der Gouverneur aus Kamerun schreibt die Melwecherei fm „mit ein Hauptgrund für bie gering- Zahl und die schwache Zunahme der Bevölkerung". Die kulturfeind Iicyen Wrrkmrgen der Prstygamie werden am deutlichsten beim Begleich mit wehret en, in denen durch alte Sitte oder christ - lichen Einfluß die Einche vorherrscht. Mit ganz anberem Fleiß arbeitet ber Schwarze dort, wo er nur ein Weib als Gehilfin ™ imb Feld um sich.hat; man findet da in Dörfern oft Famckienbckdcr, die an deutsche Bauernhäuser erinnern Das stärkste Hindernis bildet bie Vielweiberei für die Christi antfierung. Katholische und evangelische Mission stimmen in ihrer Verwesung übereui, aber der Kampf wird ihnen nicht leicht. Zwar hat bie für unser Empfinden harte Forberung, daß ber Mann, wenn er getauft werden will, seine rechtmäßig verheirateten #rauen bis auf eine entlassen, soll, in Afrika nicht ganz >?vrel zu bedeuten, denn die heidnische Vielehe hat nicht ben tiefen sittlichen Gehalt wie die christliche Ehe, und bie Frauen werden durch bie Entlassung keineswegs ber Not ober Schande preisgegeben, solidem kehren zu ihrer Fainilie zurück unb sind .nbezug auf Wiederverheiratung kaum in Verlegenlxnt 2lb'r es liegen auf diesem Gebiet allerdings schwierige Probleme vor, und nur eine durch Generationen fortgehende christliche Erziehung kann bie festgewurzelte Sitte überwinden. Der Islam mit seiner ©irfbung der Vielweiberei hat zunächst einen Vorsprung vor der christlichen Mission und ist auch aus diesem Grunde bei ben Häuptlingen beliebt. men f1Vu'J*p|ePl Aus Stadt ttttfc Gießen, 3. Mai 1913. Anzeigen und Verhaftungen der Gendarmerie 1912. Die hessische Gendarmerie erstattete im Jahre 1912 28901 Anzeigen (in Starkenburg 11846, in Oberhessen 9294 und in Rheinhessen 77611, sowie 3825 Verhaftungen (in Starkenburg 1679, in Oberhesfen 787 und in Rheinhessen 1359). Die Anzeigen erfolgten wegen unerlaubten Aufenthalt 89 (in Obedhessen 9), Uebertretung baupolizeilicher Vorschriften 374 (131), Bedrohung 461 (71), Be- tnigj und Urkundenfälschuug 892 (154), Bettelei, Kollek- neren, MüßiMang und Landstreicherei 157 (73,, Richtein- sriedigung von Brunnen, Stein brächen, -Land gruben und sonstige Verttefungen 134 (50), Konkubinat 103 (41), Diebstahl und Unterschlagung 1779 (452), Feld vergehen 514 (89), Feuerpolizeivergehen 469 (204), Fischereivergehen 100 (ö4), Uebertretung der Vorschriften über Aufnahme von Fremden, Reisenden und Dienstboten in Wohnungen 1460 (470), Uebertretung gefundheitspolizeilicher Vorschriften 2048 (937), Uebertretung gewerbepolizeilicher Vorschriften 1828 (724), Hausfriedensbruch 410 (95), Hehlerei und Begünstigung von Verbrechen 71 (17), Jagdvergehen 547 (106); Körperverletzung 2873 (790), Führung eines fal- schen Namens 37 (17), Geschäftsbetrieb ohne Patent 188 (105), Nichteinhälten der Polizeistunde 102«) (450), öffentliche Ruhestörungen unb grober Unfug 3664 (1183), Sachbeschädigung 578 (145), SittlichPeitsverhrechen und -Vergehen 194 (49), Störung der Sonntagsfeier und des Gottesdienstes 532 (209), verbotene Spiele 58 (19), Umgehung fron Stempelabgaben 1072 (489), StratzenpoliKei-Bergehen 5366 (1495), Beschädigung durch bösartige Tiere 421 (135), Werfen oder Herab fallen von Gegenständen 514 (174),' Widerstand und Beleidigung 60 (13) und sonstige Vergehen 288 (90). Verhaftungen erfolgten wegen 'nnerlaübten Aufeitthalts 44 (15 ,. Arrest-Entweichung 12 (31, Arretierungen auf richterlichen Befehl 53 (19;, Bedrohung 22 (8), Begünstigung von Verbrechen und .Hehlerei 15 (0Betrug und Unterschlagung 87 (35), Bettelei 1272 (236 , Desertion und Verletzung der Wehrpflicht 27 (2), Diebstahl 213 (62), Hausfriedensbruch 26 (9-, Körperverletzung 76 (26), Landstreicherei 220 (211, Legitimationsmangel 12 (3st »Mord und Totschlag 13 (1., Raub und Erpressung 10 ((<, Sittlich- keitsverbrecheii und -Vergehen 100 (12), Strafverbüßung 1327 (217), Straßen- und sonstige Polizeivergehen 65 (38H grober Unflrg und Trunkenheit 69 (17), Ungehorsam gegen richterliche Vorladungen 56 (161, Urkundenfälschung 10 (3) und jonfeige 80 (31). Den „Gemeinsamen Unterricht" behandÄte Herr Oberlebrer Dr. ö 1 e r t m a n n (Steglitz-Berlinst Er erklärte sich für den gcniciinamcn Unterricht überall da, wo innerliche ober äußer- lidje Grunde dafür sprechen, lebnte dagegen den Gedanken, grund- wtzlw, alle gesonderten Knaben- und Mädchenschulen zugunsten des gemeinsamen Unterrichtes aufzuheben als zu weitgehend int untere)ic der gesunden Entwicklung beider Geschlechter ab. —. Endlich sprach Frau Dr. Ilse Berlin (Fürth) über „Frauenstudium", indem sie den hoben Wert der Zusammen- q 1 beit von männlichen ujnb weiblichen Stndi er enden nachwies, auf die Bedeutung des Frauensttidiums für die Wissenschaft und das ofientliche Loben einging nnd die Zulassung der Akademikerinnen zu juristischen und theologischen Berufen forderte. In der Abeiidversammlung behandelte Frau Luise Kies- «elbach (München) das sehr zeitgemäße Thema „Die Frauen^ vewegung und ihre Gegner." Sie ging dann auf den Bund gegen die grauen Emanzipation" ein, ber mit seinem 'Feld- zrig ein 10 klägliches Fiasko erlebte und kaum erträumte völlige Einigkeit der gesamten deutschen Fraueichewcning zur Folae hatte. Frau Kie),clbach lohnte endlich die u n g l a n b t i ch c T a k flk der e n g l r s ch e n Su f f r a g e 11 es i m Kampf mit den Gegnern fehr e n er g i s ch ab. . Daran schloß sich am Mittwoch jdie zweite Hauvtfrer- f a m m t int g des „Hmiptverbandes bayerischer Franenvereine". Der Schluß der Tagung gehörte der Jugend, ihren Ausgaben und ihrer Organisation. In der letzten großen Mendversanimlung richtete Frau v Forster bcginsiert aufgenontmenc „Worte an bie Jugend" Sie betonte bie Notwenbigkeck ber Erwerbung leiner tiefen Menschenliebe für alle soziale Arbeit, feuerte die Jugend zu dieser Arbeit an, lüarnte |ie aber davor, durch Vernachlässigung etwa bestehender Pflichten im engeren Kreise ber Familie ben Wert bes Schassens für bic Allgemeinheit illusorisch zu macheii. laden sch davon zu ni-mnilen mit CT!B munlicö billig oerfau’C- r -KedaufSlotflL - •* Sch wimmen. Wieviel besser sind wir doch heute gegen frühere Zeiten dran, da uns zu jeder Jahreszeit Gelegenheit zum Schwimmen geboten ist. Freiti ch kann nie das Hallenbad den freien Fluß mit dem fließenden Wasser, der bewegten, frischen Luft und der Lonne ersetzen. Aber es hat den Vorzug, baß es nie burch Fabrik- ober Kanälabwässer verunreinigt werben kann. Und jedenfalls ermöglicht es uns, daß wir stets die herrliche, gesunde Hebung des Schwimmens pflegen können. Wer diese verständig betreibt, dem ist sie eine Quelle der Kraft. Aber sie bietet daneben jedem Gelegenheit zur Ausbildung turnerischer Gewandtheit. In Gießen, wo doch die Badegelegenheiten jeder Art so sehr günstig sind, wird leider das Schwimmen noch nicht genügend gepflegt. Gewiß, viele „schwimmen", aber ein kunstgerechtes Springen und Schwimmen sieht man hier nur selten. Darin sind uns andere Städte vorausgeeilt, in denen große Schwimmvereine die Kunst eifrig pflegen, wo sogar unentaeltlich Schwimmunterricht erteilt wird! Eine große Anregung bot unserer Jugeud schon das schöne Schülerschwimmen beim Gäuttrrnfest. Tas soll dieses Jahr wiederholt werden; in den Jungdeutschlandkreisen sind die Borbereittingen. schon im Gange, und der 26. Jun ist dafür in Aussicht genommen; die Militär badeansta.lt ist hierzu — wie übrigens auch zu einem atabernischen Schwrmnrfest am 28. Juni — zur Verfügung gestellt. Zur Vorbereitung werden nächsten M 0it t a g , o. Mai, .einigeHerr e n d es Ersten Frankfurter Schwimm kl ubs hier im Volksbad Sprünge und Schwimmarten zeigen) es gibt ja auch eine neue,, anderswo schon viel geübte Schwimmart, das Hand-übor- Hand-Schwimmen, das man hier noch gar nicht steht. Die gute Gelegenheit zu lernen, sollten die nicht versäumen, die sich für das Schwimmen interessieren. Hoffentlich folgt die Jugend jedes Alters zahlreich der Einladung, läßt sich velchren, um selbst auszuübeu oder wieder wetter zu lehren, — und dann erleben wir im Sommer einen gewaltigen Wetteifer aller im Springen und Schwimmen! Kreis Büdingen. lieber „handwerksmäßige Ausbildung ber Frau" sprach ber Syndikus ber Handwerkskammer in Augsburg, Dr. Pnrpiis der für die Befctziing von Jimungsämtcrn durch weibliche Hand' Werker eintrat. In der Aussprache berichtete ber Syndikus ber Hanbwerkskam M ber Oberpfalz Dr. Z eitler, daß in Regensburg bereit 265 weibliche Lehrlinge im Damenfchneibergewerbe bic Gesellen Prüfung unb 71 Frauen die Meisterprüfung abgelegt hätten. ■n*L Met«« Stoffe n») T äs* 0 1.60 MK- u- Roiileaus n« 150 > l8 ‘ &Ct , Zu bem, ben ersten Tag charakterisicrenben Thema: „So ist al e unb konimunalc Fragen" sprach zunächst Frau Ilura Lang ^Zweibrücken! Sie behanbelte „Die Frau in ber y-emeirtbe" unb kam im Interesse einer vollkommenen sozialen Msorgotätigkcit zu der Forderung ans umfassende Abstellung ton Frauen in ber Armen unb Waisen pflege, in ber Schick- torwaltung, in ber Wohnungs-Inspoktion, ini ArbeitSnackstvois, 'v„ber Trinker-, Tuberkulose- unb Säuglingsfürsorge, als Polizei- h'fistentin, als Schulärztin unb als Schulschwcstor. F-ran Lang 'erlangte außerbeni für bic Frauen bic Möglichkeit, in ben ‘^nieinben das volle Bürgerrecht zu erwerben. Die Verjammlimg tinnnte ben Forberungen ber Rcbnerin nach einer angeregten blssprache einstimmig zu. — t> 0, ' fei| M nr B de er dc _ Öeir Lchc» lebe Nati sis । 'ich r-org DesS Da- toeif un tot re sie Vi» Landwirt H. Sp. I. wegen Beleidigung wurde durch Vergleich erledigt. Kreis Wetzlar. ©Liefert Stand es aintsira errichten Jahre alt. 51 2 Wochen alt. Großen-Linden. 54 Jrchre alt. ** Der Greßeuer Radfahrer-Verein 1885 e. V. eröffnet ant 3. Mcki m der Turnhalle fein sportliches Programm durch ein Frühjahrs-Sportfest. Zur Vorführung kommen Niederradreigen, Kunstreigen, 2er Kunstfahren und Radballspiele, zu denen die benachbarten Vereine, u. a. Siegen, Herborn und Marburg, ihre besten Mannschaften entsenden. Tas »vahres- programm umfaßt weiter ein 50-Klm.-Rennen am 18. Mat, em 100-Klm-Rennen am 1. Juni, ein 150-Klm.-Rennen am 13 .\iilt. Am 24. August toirb die Meisterschaft des Vereins ausgefallen, verbunden nrit einem Sommerfest auf der Karlsruhe. Außerdem wird der Verein sich an verschiedenen Gau- und Bundesveranstal- tungen beteiligen. Bei dem Jubiläum unserer 116er toirb der Mehener Radfahrer-Verein durch.saalsportliche Vorführungen vertreten sein, die gewiß das größte Interesse erwecken, da gerade das Gebiet des Saalsports bei den 85ern besonders gepflegt toirb. Lollar, 29. dlpril. In ber heutigen Versammlung des Veteranen- und K' r i e g e r v e r e i n s , bie außerordentlich stark besucht war, wurde einstimmig beschlossen, den Antrag des Vcrbandsvorstandes der ftah'ia, das Vereinsorgan obligatorisch für jedes Mitglied einzusühren, abzulehnen. Auch wurde ber weitere Antrag, von jedem Mitglied jährlich 60 Pfg. für Drucklüften des Blattes zu erheben, abgelehnt. Lang-Göns, 1. Mai. Am 15. Juni feiert ber hiesige Turnverein sein diesjähriges Sommer fest und verbindet damit eine Hundertjahrfeier sowie die Feier des Regierungsjubiläums S. M. des Kaisers. Montag findet Jugend- fest statt. --Rainrod, 1. Mai. Am 1. und 2. Juni feiert der Mannergesangverein sein Ibjähriges Stiftungsfest, verbunden mit Fahnenweihe und dem 3. Bun des fest des R i d d a t a l s ö n g e r b u n d e s. Die Vorbereitungen sind m „ollem Gange. Eine Anzahl Vereine hat sich bereits angemeldet, die Zusage anderer wird noch erwartet. Ter schattige ^estplatz liegt inmitten des Dorfes. GEOQG A. J ASM ATZI AKT. GES DRESDEN Grösste deutsche CigarettenFdbnk = ®-r-of&orf, 1. Mai. Der Plan über die Her- fUHswi-fl einer oberirdischen Telegraphenlinie in Krofdorf tiegfc bei dem Telegraphenamt in Gießen vom 1. Mai ab 4 Wochen aus, der gewaltige Ausdehnung angenommen hat. Ms heute mittag waren bereits 17 000 Morgen Wald und Herde vernichtet. Das Feuer steht jetzt vor dem Dorfe Rebberlah und dem Forst der königlichen Klosterkammer. Tie Feuerwehren der Nachbargemeinden und mehrere Kompagnien des Infanterie-Regiments Nr 77 aus Celle waren bemüht, das Feuer von dem königlichen Forst abzuhalten. Ta das Feuer auch über den Eisenbahndamm der Linie Hannover-Hamburg vordrang, mutzten die Züge auf offener Strecke halten und hatten mehrstündige Verspätungen. Der reiche Wildbestand ist sehr ge,chä- bigt, auch sind mehrere Schuppen, die auf der Heide standen, verbrannt. Die Ursache des Brandes ist noch nicht festgestellt. Ein starker Gewitterregen hat jede Gefahr beseitigt. IM ganzen sind gegen 12 000 Morgen guter Waldbeftand von vier ßanbgcmeinben vernichtet. Tie Forsten ber königlichen Klosterkammer blieben unversehrt. rt. Waldbrand. In ber Nähe der Ortschaft Gransee bei Ovanienburg brach vermutlich infolge Funkenfluges aus einer Lokomotive ein Waldbraud aus, der sich in einer Länge von 300 Metern dicht aM Bahndamm entlang ausbehnte. Als, abends der Kopenhagener v-Zug, der mit mehreren hundert Passagieren besetzt war, heraukam, schlugen die Flammen noch lichterloh empor Der Zug wurde zum Halten gebracht, fuhr aber bann zum Entsetzen der Reisenden, die schleunigst die Fenster schlosst, mitten Durch den Rauch Uitb die FlaMmen hindurch. Der Passagiere bemächtigte sicks eine große Erregung, doch erlitt niemand Schaden. Aus Kassel wird gemelbct: Ein großer Teil der Waggonfabrik der Firmst Wegmann u. Co. im Stadtteil Robenditmold -wurde durch ein Großfeuer zerstört. Der Schaden ist sehr groß. Bei bat Aufräumungsarbeiten wurden zwei Feuerwehrleute schwer verletzt. , In Storkow brach ernt Freitag auf einem Holzlagerplatz ein Feuer aus, bas bald eine große Ausdehnung annahm, uer heftige Wind trieb die Flamüien nach einem gegenüberliegenden Hause und setzte es in Brand Die Ortsfeuerwehr und sämtliche Wehren der umliegenden Ortschaften eilten Herba, dock gelang es erst nach stundenlangen Bemühungen, den Brand zu lou^n. Bei dem Zusammenbruch des Hauses ist der ^chloiftrmufter Kauer von der Friedrichsdorfer Wehr von herabsturzenden brennenden Balken erschlagen worden. Zwei andere Feuerwehrleute wurden erheblich verletzt. In Brüssel brach im St. Jean-Hospital Feuer aus, das namentlick tm Pavillon für weibliche Tuberkulosekranke große Verheerungen anrichtete, so daß sämtliche Säle geräumt werden mußten. Um 11 Uhr abends war das Feuer emgebammt. Obwohl die Decke des KranknHaales etnstürzte, sind feine Menschenleben zu beklagen. * * Beim W ilder n erschossen. Im königlichen Forst bei Schild berg Posen t wurde der Wirt Urbaniaf von einem Förster beim Wildern überrascht und erschossen. * Kohlen st au b e x p lo s i o n. Aus Kottbus> 30 April, wird gemeldet: In der Kühlanlage der Brikett- fabrik „Mariannes Glück" bei Kausche ereignete sich heute vormittag 103'4 Uhr eine Kohlenstaubexplosion. Drei. Monteure wurden schwer, drei Hilfsmonteure und vier Arbeiter leichter verletzt. Sämtliche Verunglückte wurden in das .Knappschaftskranfenhaus nach Klettwitz uder- geführt. Mit dem Löschen des durch die Explosion ent-, standenen Brandes sind drei Feuerwehren beschäftigt. * Erdbeben. Aus Athen, 30. April, wird gemeldet : In Patras wurden um Mitternacht zwei starke Erdstöße wahrgenommen. Die Bevölkerung verließ erschreckt die Hauser. Zu derselben Zeit wurden Erdstoße in Pyrgos, Zante, Missotanghi und Aegion verspürt. Drucksachen aller Art liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Biühl’sche Universitäts-Druckerei. Schulstr. 7 verettlrnachrichten. ** Wartburgverein Gießen. Eine Abteilung !^s Wartburgvereins unternahm am Himmelfahrtstage eine -'Arschtour irach Braunfels. Um 6>, Uhr morgens ging es von (meßen ab über Klrtn-Linden, Dutenhofen, Garbenheim, Wetzlar, Nauborn, Lauf dort. Hier wurde zum Frühstück abgekocht, ^ann be- mrtzte man den hmrlickien Waldweg von Lausdorf bn> Oberii- dorfer-Hos, wo mit Erlaubnis des Besitzers zu Mittag abgekocht wurde, welcher auch das dazu nötige Holz bereitwillig st schenkte. Nachdem ein jeder sich gestärkt und ausgeruht hatte, mng es zum Schloß Braunfels hinauf, welches wir zu ermäßigtem Preis besichtigen konnten. Um 5 Uhr nachmittags ging eS wieder zurück über Steinberg nach Wetzlar, von wo Mit der Bahn nach Gießen gefahren wurde. ** DerVom Männerturnverein veranstalttte Him - melfahrtturngang führte die Teilnehmer in eme larw- schaftlich hervorragend schöne Gegend. Der Zug 4.o8 Uhr vorm. brachte sie nach L4mburg, wo der Dom besichtigt und ein kurzer Rundgang durch bie Stabt unternommen wurde Von ba gsim's mit der Bahn nach Z o 11 ha u s unb in dreiviertelstuudigem Marsch durch berdW Buchenwälder zur wundervoll gelegenen Mine H o h l e n f e l s, von deren Turm man emen schmien Blick auf die umliegenden Waldungen hat. Die nassauische Kleinbahn brachte von dort die Wanderer nach Katzenelnbogen, von wo um 3/tl0 W der Marsch in's Jammertal angetreten wurde. Auf der Attenhäuser Mittelmühle, welche uM i^l Uhr erreicht wurde, wurde gerostet und nach lV2stündigew Aufenthalt ging es im herrlichen Waldtale aufwärts nach Singhofen und von da ans den Schilde köpf, von dessen Spitze man einen wunder- voNen Einblick in's Mühlbachtal hatte. Nach kurzer Rast auf der Schulmühle ging§ durch das Mühlbachtal nach Nass au, wo man um 61/4 Uhr ankam. 9lm Abend beteiligten sich die Teilnehmer an einer von einem Limburger Verein dargebrachten Huldigung am Denkmal des Freiherrn vom Stein. Zamilien-Nachrichlen aus anderen ©den. Gestorbene: Herr Johannes Toll VIII. m Borsdorf. 7 Herr Inda Adler in Storndori. — Frau Christine Kalbfleisch, get. Rührig, in Schlitz. — Herr Wilhelm Hainer in Offenbach. — Fror Luise°Füller, geb. Wallbrach, in Wetzlar. — Herr A. Kneip t: Herborn. — Fräulein Lina Kipp in Biedenkopf. — tfrau Auguste Knögel Witwe, geb. Stahl, in Dillenburg. Leihgestern. Aufgebote: April 21. Karl Volk, Bahnarbeiter, nul Marie Jung, beide in Leihgestern. — 25. Johannes-Eugen Ernst Deggau, Pfarrer in Beerfelden, mit Henriette Lma Pauline Ida Marie Streck in Leihgestern. Geborene: April 21. Dem Grubenarbeiter Otto ^ern eine Tochter, Emma. — 25. Dem Lackierer Philipp Brück eine Tochter, Ella. — 26. Dem Weißbindermeister Georg Brück eine ^^St'ctbeYälle: April 14. Adam Peter Pauli, 83 Iah« alt. — 15. Konrad Wallbott III., 53 Jahre alt. Lollar. Aufgebote: April 26. Heinrich Henkelmann III., .Schrn- ner, mit Katharina Seipp, beide in. Lollar. — Karl Hasselbam, Hüttenarbeiter, mit Lina Schwalm, beide in ^.ollar. Eheschließungen: April 25. Friedrich Albert Augustm. Kgl. Schutzmann in Fulda, mit Anna Helene Werner in Lollar Treis an der Lumda. Sterbefälle: April 26. Tobias Will, Taglöhner Giehen. Aufgebote: April 25. Ludwig Heinrich Betz, Sandformer, mit Anna Auguste Henrich, beide irr Herborn — Julius Weniger, Kaufmann in Gießen, mit Helene kitzel in Elbersild. — I 28 Otto Keßler, Bankbeamter, mit Antome Berber, beide in Gießen — 29. Gustav Königsthal, Metzger und Handelsmann in Earlshafen, Mit Helene Keßler in Gießen.— Karl Lachmann, Straßenbahnarbeiter in Frankfurt a. M., mit Katharina Wege in Niederweidbach. — 30. Michael Ledermüller, Postasliftent in Kupferdreh, mit Maria Ruhl, in Gießen. — Georg Kloos, Schuhmacher, mit Margarete Rinn, beide in Heuchelheim. — Mai 2. Johann Georg Kober, Arbeitshaus-Aufseher in Mau, Gemeinde MingolsheiM, mit Elisabetlw Ploch in Gießen. _ r | Eheschließungen: April 26. Richard Boller, Fabrikant in Darmstadt, mit Emma Schreiner in Gießen. — Eberhard Paulus, Fuhrmmin, mit Sophie Pfaff, beide in Gießen. Geboren e : Llpril 18. Dem Bäckermeister Konrad Witzner eine Tockfter, Anna Lina. — 21. Dem Malermeister Eugen Groß eine Tochter, Anna Helene Johanna Therese — 24. Dem Sveckalarzt Dr. Adolf Wetzl ein Sohn. — DeM Taglochier Karl Meistl ein Sohn. — 26. Dem Taglöhner Wilhelm Nanz em Sohu, Heinrich Friedrich. — 27. Dem Versicherungs-Kassierev! Richard Piaft eine Tockfter, Mathilde Hermine Anna Elisabeth. — Dem' EHenbahnhiffssckafsner Max Zsckmnke em^ Sohn. Helmut. — 28 Dem Fuhrmann Wilhelm Jaeob em Sohn, Heinrich — 29. Dem Bäckermeister Karl Rudolf Sommer eine Tochter, Anna Elisabeth Katharine Ernestine Hilde. _ . . Sterbefälle: April 25. Friedrich Hemncki Vetter, 3 Wochen alt, Wolkeiigafte 19. — 26. Karl WM Bittkow, fünf Jahre alt, Sonnenstraße 3. — Ludwig Lott, Bureaudicmer l P., 73Jahre alt, Bleickchraße 88. - 27. Leopold MW. Bureaugehilfe, 20 Jahre alt, Ludwigftr. 14. — 30. Christoph Ranft, Kaufmann, 70 Jahre alt, Liebigftr. 65. — Mai 1. Wilhelm Vogelhöfer, Zigarrenmackser, 60 Jahre alt, Hammstr. 11. Alsfeld. Esise. Sterbe* alle: April 2: Aufgebote: April 26. Heinrich Weber, Forstasfessor, mit Hedwig Katharina Thiery in Frankfurt a. M. Geborene: April 23. Dem Taglöhner Johann G«rg Weiß eine Tochter, Katharine Antonie. Grünberg. geb. Wolf, 28 Jahre alt. — 26 unwcklt, 34 ^hre alt. — 27 45 Jahre alt. — 28. Johann Jakob -August Karl (yertnnani) Decker, 78 Jahre alt Aufgebote: Heinrich Hermann Schönhals, Weißbinder, mit Frieda Margaretha Belling in Ruppertenrod. Geborene: April 7. Dem Landwirt Hermann Pfeffer II. eine Tochter, Anna Marie. — 15. Dem Arbeiter Christian Sickck II. eine Tochter, Emima Marte. — 21. Dem Glaser Konrad Feldmann II. eine Tochter, Gertrude Bertha. — 2d. Dem Gerichtsvollzieher Peter Drodt ein Sohn, Erwin. ________ Sterbefälle: April 21. Karl Neeb, Landwixt, 76 Jahre Aufgebote- April 14. Willftlm Christian Renk, SMosser I cht. — 26. Sina Sckhrt, 56 Jahre alt. in Bieber,'mit Katharine Spahn in Offenbach a M. — 15- August beUÄelbeiM Rübl, Schuhmacher in Ehringshausen, mit Anna Gela. Eisenach I , w , ^n ru 5 ~, in Lauterbach — 29 Adolf KlaMm, Großh. ,-,-orftaftessor in Aus geböte: April 29. Georg Kloo^, Schuhmacher, mit Alsfeld mit Anna Emilie Hermine Fuchsin Müllftim a. Mosel I Margarete Rinn in Heuchelheim. — Marl Friedrich Wilhelm Eheschließungen: April 12. Paul Wohlgemutb, Buck Hillgärtner, Taglöhner in Gleiberg, mit Elisabethe Reitz in Hcuchel- balter in Gießen, mit Elise Ottilie Feiser in Alsfeld. — 19. heim .. __ f frehtrttf) Karl Schrimpf, Taglöhner in Alsfeld, mit Ltamslawa Eheschließungen: April 27. _ Friedrich Karl^ Rinn, -^toornik in Mtenburg — 25. Hertnjann Josef Meeßen, Guts Landwirt, mit Lina Gilbert, beide in Heuchelbeim. _— Johann Verwalter in Burg-Hfudenau (Kreis Bonns, mit Helena Schlabach Georg Hederich, Bäckergeselle in Kinzenbach, mit Helene ^ack in Alsfeld. | in Heuchelheim. . Geborene: Avril 6. Dem Fabrikarbefter Karl Schlosser I Sterbe fälle: Mai 2. Hans Rudols Mandler, 7 I. all. ein Söhn, Alfted — 14. Dem Bäckergchilfen Wilhelm Tief. I Klein-finöen »Ä&wlUr «ML Kpmgftw Max Paul Zausch ein Sohu. Paul Heinrich. 28. Hnnrick Ludwig Neurath nn ^ohn, Albert. - 24. -cm Emu Dem Wrtßbindergehilfen Valentin Rothletz eine Tochter, Marie l oiehcr ^ubroig Iller ein <2ohn, Rudolph Katharine Dorothea Böckner, I £flll§ ®Ön$. _ Georg Karl Schuckmw, Reckfts-| Eheschließungen: April 27. >carl Zeitz, Landwirt m 2lifabe.lhe Welker, geb. Kick. | Holzheim, mit Anna Jung in Lana-Göns. 2tpril 26. Aisabetha Bette, geb. Jung, Unrverßrtüts-Ntrch richten. Hk. Marburg, 30. April. Lier lyabilitierte sich Dr. jur. G. Wolzendorff mit einer Antrittsvorlesung über „Dm ko m- munalc Wohlfahrtspflege als Ursache polizeittcher Be- chränkungen der (Änzelfreiheü". _ . _ . ±, DÜe 20. Versammlung des Vereins deutscher Laryngologen sindet zu Stuttgart am Mittwoch, den <. und Donnerstag, den 8. Mai 1913 statt. Bonder Heidelberger Aka de Mi, e der W1 Heu* chasten. Von der mathematisch-naturwisiemckiastlictzLN Klasse der Heidelberger Akat^mie der Wissenschaften sind bewilligt worden: Geheimrat Prof. Dr. Lenard, Direktor des physikalischen Instituts in Heidelberg zur Besck>affung einer Moleyilar- Luftpumpe 1064 Mk., Geh. Rat Prof. Dr. Th. Curtius,, Direktor des Chemischen Laboratoriums in Heidelberg unb Pros. Dr. H. Franzen daselbst für ihre Untersuchungen über bie chemischen Seftanbteilc ber grünen Pflanzen 300 Mk., dem Privat- dozenten für pathologische Anatomie Dr. W. G r 0 ß in Heidelberg zur Anschaffung eines Gftterfpcktroskopes Tür icme Untersuchungen über vitale Färbungen 970 Mk., dem Physiker Pros. Dr. I^b. Königsberger in Freiburg i. Br. 'ür seine Untersuchungen über Kanalstrahlen unb Lichteinsision 800 Mk., dem Privatdozenten Tr. 'K. Fajans rn Karlsruhe zur Durchführung einer Untersuchung über die Atomgewichte von Blei und Wismut verschiedener Herkunft 700 Mk., dem a*o. Proseftor Dr. Max T r a u tz in Heidelberg für Arbeiten über den Tempecaturkoeffizien- ten der spezisischen Wärme von Gasen 600 Mk., Prof. Dr. Otto Cohnheim in Heidelberg zur Fortführung seiner physiologischen Untersuchungen 1000 Mk. unb dem Arzt Dr. Albert Frankel in Badenweiler für den Bau eines Apparates zur unblutigen Blutdruckmessung bei Versuchstieren 700 Mk. LnstschißfahrL. ßlfrenäit (Eifel), 30. April. Bei Nrtirherg landete heute nachmrttas ein franKösifcher Flieger, der sich auf einem Fluge nach Berlin befand. Er gab an, bie Richtung verloren zu haben. Eine Kvnrmiffion, die^ aus dem Landrat und anderen Beamten bestand, stellte seine Persönlichkeit fest. Auf eine Anfrage beim Generalkommando in Kodier wurde der Weiterflug sofort gestattet. Dir 6' Daß 0* die Montm Mtlich beft iaht ferner, nur Ikutar Hären zu li lruppen zu breitet, Sru i»s muntern Inter „Lokal Herlm höre Liesbadenet die Wmmii md) nicht t beschlossen i iidt nur die zu besetzen, mobil genta tragender P tm Ausnah bestimmter :eu zu regt Mischen . Mmach mt tolt seine Aontag bie Lnbuna" । i*n könnte, unb daß bii titächten, Oe tenn nun h biplmatisch cignissen u: Wir et Ae ,J Mreichen nbteUun Tlbanie Deditioisi soll angebl c ft c mischen eei Mt banien /runbert' 'urückgez haben rfünfta für .. 2erc lur Bvsni ,.. Durch Zierlichen werden ein Sir ’tttbefoc Zivil obren K Wfte whmbert geniert er Mnelie und 5; -ören j StB ?CBfl Ä “•Wien chJ 5 sein Äbu? >'ch>v entfai W btou «taff. 'Np S^fein stijyS «btt-wn j toe £et tw. ^anidag-'" blatlstr^" |Cjensta9l Lerlagu-. Adresse ’llt 'Avzcigc' wv ssir die ~ bis oorniu NESTLE Altbewährte Nahrung fürKinder und Kränke