Nr. 52 Zweites Blatt M. Jahrgang Erscheint »-«ch nm Ausnahme des Sonntags. AA ^^18 AA ▲ Die „Siebener Zamilienblätter" werden dem 1 | fcZ |g / 1 || X ||Z 1| gg S „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das G. ® lä H ffl WL, ÄL W S II IL UM |L „Kreisblatt für den Kreis Sietzen" zweimal v V «I V S V W Bi W | V V ™ V wöchentlich. Di», „Landwirtschaftlichen Seit- « - »T8®' fragen" erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Gberhepen Montag, 3. März M3 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universuäts» Buch» und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Berlag: 51* Redaktton:S^A1I2. Tetz-Adr.: AnzeigerGießen. Aus Hessen. Eine andere Erledigung der Wahlpriifnngen. Abg, Grünewald und Genossen beantragen irr der Zweiten Kammer: Die Kammer wolle an die Großh. Regierung das Ersuchen richten, einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher die U e b erweis ung der Wahlprüfungen zu den Wahlen der Abge ordneten der Zweiten Kammer der Landstände an das Großh Oberlandesgexicht in die Wege leitet. Die Begründung dazu lautet: In allen Parlamenten, auch im Deutschen Reichstage und im Hessischen Landtage, leidet die objektive Prüfung und sichere Be urteilung der Wahlergebnisse unter den Rücksichten, welche die Parteien auf den eigenen Mandatsbesitz und den der anderen Richtungen nehmen. Das 'Recht, das allein maßgebend sein soll für die Frage der Gültigkeit der Wahlen, tritt hinter die Parteivcr hältnisse zurück, wenn auch nicht behauptet werden soll, daß die Wahlprüfungskommissionen oder das Plenum der Parlamente ab- sichtlich oder auch nur bewußt das Recht verletzen. Die Tatsache, dq>ß fast immer nach Parteien abgestimmt wird, beweist, daß eine freie und unbefangene Rechtsprechung bezüglich der Wahlprüfungen nicht obwaltet. Aus diesen Gründen ist die Uebertragung dieser richterlichen Tätigkeit an eine neutrale, unabhängige, mit allen gesetzlichen Garantien für eine objektive Rechtsprechung ausgestattete Instanz, wie sie der höchste Hessische Gerichtshof darstellt, geboten. Die Verwendung der E'scnbahniiberschüfse in Hesien. Der Abg. Joutz hat in der Zweiten Kammer folgenden Antrag gestellt: Die Kammer wolle beschließen: Großh. Regierung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, daß zukünftig die Eisen- bahnüberschüssc der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinchaft, welche dem Hess. Staate zugehen, prinzipiell ausschließlich zur Tilgung der Hessischen lAsenbahnschuld bezw. zu Eisenbahnzweckerücklagen dienen. In der Begründung heißt es u. a. Tic hessische Eisenbahnschuld beträgt zurzeit rund 360 Mill. Mark und eine Tilgung, wie sie jetzt vorgesehen ist, ist in Anbetracht der hohen Eisenbahnüberschüsse und daß neue Schulden zu machen sind, eine sehr minimale. Daß aber neue Eisenbahnschulden unausbleiblich sind, dazu muß uns die Erwägung zwingen, daß die Vage unseres Landes, trotzdem wir schon ein verhältnismäßig dichtes Bahnnetz, haben, im Interesse einer vorteilhaften Entwicklung unserer Landwirtschaft und Industrie zum Abschluß noch vieler Landesteile an die Hauptbahnen drängen. Ob diese Anschlüsse durch normalspurige Nebenbahnen oder Automobilfahrzeuge oder durch elektrischen Straßenwagenverkehr am besten erreicht werden, ist noch eine offene Frage. Mir erscheint ein elektrischer Straßenwagenverkehr mit Normalspur (zirka 143 Zentimeter), um die kostspieligen und die landwirtschaftlichen Erzeugnisse schädigenden Umladungen zu vermeiden, andererseits man diese Geleise auf ben sogen. Reitpfad der Chaussee verlegen faim und auch Anhöhen überwunden werden können, die beste Art der Zukunft, um heute noch rückständige Landesteile anzuschließen, während der Automvbilwagenverkelw mit seinen Rücksichtslosigkeiten auf andere Fahrzeuge und auch Personen, vielleicht manchmal nicht ganz mit Unrecht, von den Landbewohnern als ein grober Unfug bezeichnet wird und eine Vermehrung dieses Verkehrs auch noch durch Automobillastsahrzeuge des Staates nicht tunlich erscheinen dürste. Die Vereinigung der Hoch- und Tief- bezw. Strahenbauamter. Der Abg. Joutz hat ferner in der Zweiten Kammer folgenden Antrag eingebracht: ' Tie Kammer wolle beschließen. Großherzogliche Regierung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher die Hoch- und Tief- bezw. Straßenbauämtern in ein Amt vereinigt. Erhebung des Feuerversicherungs-Stempels für die Zeit rom 1. April bis 14 Juli 1912. Die Abg. Kor^ll - Angenrod und Dr. Weber beantragen in'der Zweiten Kammer: Großh.' Regierung zu ersuchen, die nachträgliche lErhebung des Feuerversicherungs-Stempels für die Zeit vom 1. April bis 14. J-uli 1912 im Verwaltungsweg zu erlassen. In der Begründung herßt es: Wie allgemein bekannt ist, ist die Erhebung des Feuerversicherungs-Stempels, wie es durch das Abänderungsgesetz über den Urklmdenstcmpel vom 17. Juli 1912 bestimmt ist, allenthalben als eine große Härte empfunden, umsomehr als er auch in seiner finanziellen Wirkung weit hinaus geht über die Beträge, die seitens anderer Staaten, insbesondere in Preußen und Bayern erhoben werden. Eine ganz besondere Härte aber ist, daß das erwähnte Gesetz gerade hinsichtlich des Feuerversicherungsstempels Rückwirkung auf den 1. April 1912 erhalten bat, so daß also für die Zeit vom 1. April 1913 bis 14. Juli 1913 der d oppelte Stempelbetrag erhoben werden muß. Die A'Flinders'aqe an den deutschen Hochschulen, die erst neulich im hessischen Sanbtage auf eine Anregung des Abg. Dr. Osann hin vom Minister des Innern beantwortet wurde (s. Bericht über die Kammersitzung vom 28. Februar) ist von einer im „Kaisersaal" zu Darmstadt tagenden Versammlung deutscher Studierender am Sonntag wiederum angeschnitten worden. Diese Versammlung hat dem Rektorat der hiesigen Technischen Hochschule und durch dessen Vermittlung dem Ministerium des Innern folgendes Schreiben unterbreitet: Die Versammlung bittet ein hohes Rektorat, in den Ausnahmebestimmungen folgende Gesichtspunkte wahren zu wollen: 1. Die Zahl der Ausländer darf 15 Prozent der Gesamtzahl der Studierenden nickst überschreiten. Aus eine m Staate dürfen nickst melw als 7 Prozent aufgenommen werden. Ausländer, die'Mbsolventen von als vollwertig anerkannten deutschsprachigen Schulen sind, werden von diesen Bestimmungen nicht betroffen. 2. Ausländer haben sich einer akademischen Prüfung in der deutschen Sprache zu unterziehen. Erst das Bestehen der Prüfling berechtigt zur Teilnahme an den Hebungen und Praktika. 3. An ausländische Studierende und Hörer werden erst 14 Tage nach dem Programmäßigen Beginn der Vorlesungen Plätze in Hör- und Hebungsfällen vergeben. 4. In den Aussührungsbestimmnngen zu § 2 der Aufnahmebestimmungen bitten wir den Punkt a) 9 wie folgt zu ändere: (Zur Aufnahme als Studierender an der Darmstädter Hochschule berechtigen:) Die Reifezeugnisse der achtklassigen russischen Gymnasien, wenn die Abiturienten auf Grund des bestandenen Konkurrenzexamens oder unter ausdrücklicher Dispensierung davon aus Grund hervorragender Schulleistungeu zum Besuche einer russischen Technischen Hochschule zugelassen sind. Wir bitten um Mitteilung an die Hnterzeichn"ten, inwieweit ein hohes Rektorat gewillt ist, unfern Beschlüssen entgegen zu kommen. Gleichzeitig bitten wir darum, daß dem Großherzoglich Hessischen Ministerium beigefügte Abschrift überreicht und ihm somit die Beschlüsse der Versammlung deutscher Studierender bekannt gegeben werden. (Folgen Hnterschristen.) Der besuch der Kaiserin in Gmunden. Gmunden, 1. März. Die Kaiserin, Prinzessin Viktoria Luise und Prinz Ernst August trafen mit dem Herzogspaar zu Braunschweig und Lüneburg, dem Großherzogspaar von Mecklenburg-Schwerin, dem Prinzen Maximilian von Baden und Gemahlin und den Prinzessinen Friedrich und Olga zu Braunschweig unb Lüneburg, die den: hohen Besuche bis Attnang entgegen- gefahren waren, um 3 Hhr 30 Min. aus dem hiesigen Bahnhof ein, wo sie von beit Spitzen der Behörden empfangen wurden. Nach kurzem Cercle begaben sich die hohen Herrschaften zu Wagen nach dem herzoglichen Schloß, aus dem ganzen Wege von der Bevölkerung stürmisch begrüßt. Der Herzog vom Cumberland, der die Uniform seines öfter reichisch-ungarischen Infanterie-Regiments angelegt hatte, stellte auf dem Bahnhof der Kaiserin die zur Aufwartung erschienenen Herren vor, welchen die Kaiserin die Hand reichte. Ter Bürgermeister von Gmunden Dr. Krakowitzer gab in einer kurzen Ansprache der Freude der Gmundener Bevölkerung über den Besuch der Kaiserin und des hohen Brautpaares Ausdruck und übermittelte die herzlichsten Glückwünsche der Bevölkerung. Die Kaiserin erwiderte mit einigen Worten herzlichen Dankes. Inzwischen stellte Prinz Ernst August feiner Braut die zum Empfang erfchienenen Herren vor. Bürgermeister Krakowitzer überreicht- der Prinzesfin ein großes Bukett aus weißen Rosen, weißem Flieder und Maiglöckck>en, mit rot-weißer Schleife, den Farben der Stadt Gmunden, und übermittelte die herzlichste Gratulation der Gmundener Bevölkerung. Die Prinzessin dankte in liebenswürdigen Worten für den herzlichen Willkomm. Im ersten Wagen, einem Landauer-Viererzug, nahmen der H a u s m a r s ch a l l, der H o f m a r f ch a l l und der Kammervorsteher des Herzogs von Cumberland Platz. Es folgte ein Vorreiter in rotem englischen R o ck. In einem Sechser-Landauerzug, die Pferde reich geschirrt, die Kutscher mit pelzverbrämten roten Mänteln, folgten im Fond die Kaiserin Auguste Viktoria, daneben die Herzogin Thyra von Cumberland und gegenüber das Brautpaar. In Landauer-Viererzügen folgten die übrigen Gäste. Den Schluß bildeten die Gefolge. Aus dem ganzen langen Wege, der über die Esplanade durch die Stadt ins Schloß führte, bildeten ein zahlreiches Publikum, Feuerwehr, Veteranenvereine und Schulkinder Spalier, welche die Gäste begrüßten. In dem herrlich gelegenen Schloß des Herzogs von Cumberland, das Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut ist, und von feinen Zinnen einen wundervollen Blick auf den See und das Gebirge bietet, waren für die Prinzessinnenbraut die im ersten Stockwerk gelegenen Appartements, von bereit Fenstern man den Traunsee, sowie die schönsten Partien des Höllengebirgs sieht, reserviert, mit seltenen Blatt- und Blumenpflanzen reich geschmückt. Im Augenblick der Ankunft der Gäste wurde auf den Zinnen die Standarte der Kaiserin hochgezogen. Gmunden, 2. März-. Heute nachmittag machten die Kaiserin, die Herzogin Thyra von Cumberland und Prinzessin Friederike eine längere Spazierfahrt in einem Viererzug längs des Traun-Sees. Das Brautpaar, das Großherzögspaar von Mecklenburg, Prinz Max von Baden und Prinzessin Olga fuhren in zwei Automobilen! über Altmünster, Traunlirchen und Ebensee bis in die Nähe von Ischl, von wo sie auf denrselben Wege nach Gmunden zu rückkehrten. Das vordere Automobil lenkte Prinz Ernst August, ihm zur Seite saß Prinzessin Viktoria Luise. Das Publikum, welches das Brautpaar erkannte- begrüßte es auf dem ganzen Wege auf das lebhafteste. Hm 8i/2 Hhr abreds war im Schlosse wiederum Familientafel. An diese schloß sich eine musikalische Abendunterhaltung, wozu außer dem Gefolge der Gäste, die Herren und Damen der Hofgesellschaft und andere Persönlichkeiten von Gmunden geladen waren. Deutsche» Reich. JmReichstage hat man sich seitens der Fraktionen bereit erklärt, zur Beratung der Heeresvorlagen und der Deckungsgesetze zu einer Sommertagung nach Psi ng st en am 27. Mai zusammentreten und vom 30. April bis 27. Mai eine Vertagung eintreten zu lassen, hauptsächlich mit Rücksicht auf die Landtagswahlen in Preußen. Tie erste Lesung der neuen Vorlagen soll noch im April stattsinden, damit der Ausschuß schon im Mai seine Arbeiten beginnen kann. Bis zur Vertagung sollen der Voranschlag verabschiedet, die erste Lesung der Heeresvorlagen absolviert und einige kleine Gesetze beraten werden. Im Juni sollen dann die übrigen Vorlagen, soweit sie plenarreif sind, verabschiedet werden. Man rechnet damit, daß der Reichstag sich Ende Juni spätestens auf den Herbst vertagen wird. Die Gesetzentwürfe betr. die vorläufige Regelung des Reichshaushalts und des Haushalts der Schutzgebiete für das Rechnungsjahr 1913 nebst Begründung, sind, wie sie vom Bundesrat beschlossen wurden, dem Reichstage zur verfas'ungsmäßigen Beschlufinahme zugegangen. In § 1 wird, bis zur gesetzlichen Feststellung des Reick)shaushaltsetats für das Rechnungsjahr 1913, auf die, nach der Begründung, nach der gegenwärtigen Lage der Reichstagsverhandlungen vor Beginn dieses Rechnungsjahres nicht mehr zu rechnen ist, der Reichskanzler ermächtigt, für April, Mai und Juni alle Ausgaben zu leisten, die Mr Erhaltung der gesetzlichen bestehenden Einrichtungen und zur Durchführung der ersetzlich beschlossenen Maßnahmen erforderlich sind, ferner die rechtlick) begründeten Verpflichtungen des Reiches zu erfüllen und endlich die Bauten, für die durch den Etat eines Vorjahres bereits Bewilligungen stattgefunden haben, fortzusetzen. Der 15. R ei ch s ta g s a u s s chu ß zur Vorberatung der Anträge betreffend Regelung des Submissions- und Lieferungswesens hat sich Line neue Theorie Cer £crn. Zu diesem in Nr. 45 veröffentlichten Aussatz aus dem British Medical Journal wird uns geschrieben: Tr Engelbreth hat seine Theorie, daß der Aussatz des Menschen aus die Ansteckung durch Ziegen zurückzuführen sei, in einem am 19. März in der Medizinischen Gesellschaft in Kopenhagen gehaltenen Vortrage entividelt. . Ta seine Theorie die Ziege in Mißkredit bringt, hat der Landesinspektor für Tierzucht Dr. Attinger (München) schon in Nr. 18, Jahrgang 1912 der Zeitschrift für Ziegenzuckst diese Ansicht zurückgewiesen. , , . . Tr Engelbreth stützt lerne Theorie einmal aus die geographische Verbreitung der Ziege: wo die Ziege verbreitet ist, da tritt auch der Aussatz in großer Zahl aus. Ware das wahr, dann müßte in Deutschland die Lepra in den letzten Jahrzehnten bedeutend angenommen haben, denn die Zahl der Ziegen ist von 1873—1900 von 2 316 715 auf 3 203 440 Stuck gestiegen, was einem Prozentsatz von 38,3 entspricht Die Zunahme der Ziegen ist in einigen Landestecken noch bedeutender. So fuhrtDr Attinger an, daß in Bayern die Zahl der Ziegen von 1810—1907 von 65 289 auf 308 150 Stück angewachsen ist. Nun befinden sich aber in Deutschland nur noch ungefähr 30 Aussätzige in einem in der Nähe von Memel gelegenen Aussatzheim Gegenübe dic-sen vereinzelten Fällen m Ostprentzen ist das ganze übrige Deutsche Reich frei von Lepra. Nach der Theorie Dr Engelbreths müßten also in Ostpreußen sehr viele Ziegen gehalten werden. In Wirklichkeit liegen die Verhältnisse gerade umgelehrt. Die Zahl der Stegen nimmt in Deutschland vom Westen nach dem Osten beständig ab. Wahrend z. B. in Hessen auf 100 Einwohner 11,1 Ziegen entfallen, find es in Ostpreußen nur 1,5 Ziegen. Ostpreußen hatte 1900 30 74, Ziegen, Hessen 124 790 Ziegen. Aus die Große des Laiides umgerechnet, tönernen in Ostpreußen auf 1 Quadratkilometer 0.8, in Hessen 16,0 Ziegen. Der Kreis Memel hat nur 335 Ziegen. Des weiteren führt Dr. Engelbreth an, daß der Aussatz sich meist bei Männern finde, eine Erscheimrng, welche dadurch erklärlich würde, daß die Ziegen meist von Männere gehütet wurden. Auch diese Ansicht trifft für Deutschland nicht zu: denn die Pflege und Wartung der Ziegen liegt meistens in der Hand der Frauen, wie jeder Ziegenzüchter bestätigen wird. Als Hauptstützpunkt führt Dr. Engelbreth Hnterfuchungen an, die Tierarzt Hertha in seiner Dissertation „Beitrag zur Kenntnis der Ziegentuberkulose" gemacht hat, Hertha untersuchte die inneren Organe von 8 Ziegen, die an verschiedenen Schlachthöfen wegen Tuberkulose beanstandet waren. Er sand Formen von Tuberkelknoten, wie sie bei der Rindertuberkülose austreten: in der Mehrzahl der Fälle aber sah er Knoten mit starken, innen glattwandigen Kapseln nebst einem nicht rein käsigen, leicht herausschälbaren Inhalt von festweicher bis schmieriger Konsistenz und grauer bis grauweißer Farbe. Dieser Befund soll nach Dr. Engelbreth den Erscheinungen ähneln, wie sie. bei der Lepra des Menschen an den inneren Organen auftreten. Bekannt ist, daß die Leprabazillen den Tuberkelbazillen morphologisch und biologisch äußerst ähnlich sind. Hertha konnte nun Tuberkelbazillen nur in 2 Fällen mikroskopisch in den Knoten nachweisre, in den anderen Fällen gelang dieser Nachweis nicht. Dagegen konnte er durch Verimpfen von Material auf Meerschweinchen stets bei den Versuchstieren Tuberkulose Hervorrufen und in den aus den Krankheitsherden angefertigten Ausstrichpräparaten zahlreiche Tuberkelbazillen nachwnseu. Ebenso erhielt er durch Uebertragung von tuberkulösem Material auf erstarrtes Rinderserum oder Glyzerinagar stets Reinkulturen von Tuberkelbazillen, die sämtlich die Merkmale des Typus bovinus (Erreger der Rindertzuberkickose) trugen. Hiernach ist der Schluß berechtigt, daß die Ziegentuberkulose, wenn sie auch Pathologisch-anatomisch von dem üblichen Bilde der Tuberkulose bei den Haustieren abweicht, doch eine echte Tuberkulose ist. Wichtig ist auch, daß die Tuberkulose der Ziegen in pro- Oortionalem Verhältnis zur Rindertzuberkickose steht und dort am häufigsten auftritt, ,roo die Rindertuberkülose berbreitet ist. Es ist deshalb wahrscheinlich, daß die Ansteckung der Ziegen gewöhnlich durch" Rinder erfolgt, wozu die Haltung in gemeinsamen Ställen und die Fütterung der Sammer mit Kuhmilch beiträgt. Tr. Engelbreth stützt seine Theorie auf keinen einzigen sicheren Beweis. Wie die Lepra auf den Menschen übertragen wird, kann er nickt angeben: daß überhaupt sckwu eine Uebertragung der Lepra auf den Menschen von der Ziege ans stattgeffmden hat, belegt er ebenfalls nicht mit Beweisen. Er verliert sich nur in Vermutungen. Andererseits führt die Literatur einen Fall an von Uebertragung der Ziegentuberkulose auf den Menschen. (Deutsche Tierärztliche Wochenschrift 1908, Nr. 35.) Jedenfalls darf die Theorie Dr. Engelbreths, so interessant sie auck sein mag, kein Grund sein, der zur Aufgabe der Ziegenzucht führt. Die Ziegenzucht ist volkswirtschaftlich von so hoher Bedeutung, daß sie um1 einer unbewiesenen Theorie willen feine Einbuße erfahren darf. Das möge den Ziegenzüchtern Hessens, von wo der Aufschwung der deutschen Ziegenzucht in den letzten Jahrzehnten feinen Ausgang genommen hat, warm ans Herz gelegt sein. Schöningen. Tierarzt Dr. A. Machens. * — „Isabeau" vonPietro Mascagni. Aus Wien wird uns geschrieben: Es liegt etwas Tragisches in dem Schicksal des einst so gefeierten, jetzt fast schon vergessenen Mascagni. Zuerst urplötzlich wie ein Meteor emporgestiegen zu dem unerhörten, über die ganze Erde eilenden Erfolg der „Cavalleria resticana" und dann, ebenso plötzlich und unerwartet, ein völliges Versagen der Arbeitskraft, ein tragisches Ringen um den Erfolg, der nach dem ersten Male sich nickst mehr einstellen wollte. Auch Mascagnis neuestes Werk, die dramatische Legende „Jsabeau", Text von Luigi I 11 i c a, dürfte wohl keinen weiten Weg zurücklegen- Noch weit farbloser als der Text ist die Musik geblieben. Die ganze Oper hindurch ein belangloses Hingleiten abgegriffener Akkoicke, manche Wendungen aus der „Cavalleria", manche von Mascagnis glücklicherem Nachfolger Pucciui entlehnt. Kaum ein einziges Motiv, das stärkeren Eindruck machen könnte, ein Verschwimmen der Farben ohne bedeutsame Konturen. Freilich klingt alles in Mascagnis Orchester sehr gut, aber das tönende Nichts, das vergebliche Warten auf friirbt barere Momente sckstäfert unwiderstehlich ein. Selbst für die Höhepunkte, selbst für die große Liebes- szene im dritten Akt findet der Komponist nur ein paar gangbare, oft gebrauste Phrasen. Es wäre sckstver, aus der Partitur auch nur wenige Stellen heranszufinden, die etwas eigenes zu sagen hätten. Die Aufführung an der Volksoper unter Kapellmeister Auderieths Leitung war durchaus ackstmigswert, ohne eine besondere Höhe zu zeigen. Dr. Johannes Brandt. — Die Mannheimer Schauspieler gegen Gre- gori. Aus Mannheim wird gemeldet: Acht Mckglieder des Mannheimer Schauspiel-'Tnsembles veröffentlichen in den Mannheimer Zeitungen eine Erwiderung auf eine Anfang Februar von Prof. Ferdinand G r e g o r i, dem ehemaligen Mannheimer Intendanten, in Wien gehaltene Rede über seine hiesige Theaterzeit, in der er schwere Beschuldigungen gegen die Mannheimer städtische Verwaltung, gegen Die Theaterkommission und insbesondere auch gegen die Schauspieler erhoben hatte. Die Künstler halten ihm jetzt entgegen, er habe als Bühnenleiter eben versagt. Er selbst sei es gewesen, der feine Autorität untergraben habe, und er möge die lirsache für seinen unfreiwilligen Rücktritt nicht in den Mannlieimer Theaterver-, hältnissen, sondere in seinen eigenen Fähig kecken suchen. Mr. 75-81 41-44 84—93 47-52 98-00 47—00 80.00- 8200 79.00—81.00 80.00—82.00 80.00—81.00 100 Kg. 47—50 44-46 93-98 85-91 62-68 55—60 78-88 76—80 105-115 93-102 43-46 40-44 37-42 31-36 25-30 80—83 77-85 69-78 62-72 57-67 Ml. 51-56 47—50 <ßcrid?t»faaL ** Entscheidungen in Unfallversichernng«s- sache n. Der Treber Sj. 3. in Biskirchen hat am 29. Dez. 1910 beim Richten eines größere« Zahnrades durch Abgleiten des Hammers einen «ringer verloren unb hierfür bis 3unt 31. Dcz. v. I. eine zehnprozeittige Rente mit jährlich 107 MI. erhallen. Am 23. Dezember v. I. wurde die Rente entzogen mit der Bc- grünbung, daß der Verletzte sich in den atoei Jahren, die feit bem Unfall verstrichen waren, vollkommen an den Verlust des linken Ringfingers gewöhnt habe. Auf die von der Rechtsberatungsstelle des Evang. Arbeitervereins (Hießen eingelegte Berufung wurde dem Verletzten die Rente weiter zuerkannt, mit der Begründung, daß das ärztliche Gutachten, worauf sich die Renteneinstellung gründet, Z weif et darüber zuließe, ob zurzeit schon völlige (Singcmöbnung an den Verlust des linken Ringfingers cingetretcn sei. — Der Zimmermann H. 3. in Ober- Vaudel. ** Erhöhung der Zündholz Besteuerung wurde in der letzten Versammlung der Zündholzfabrikanten beschlossen jmb dementsprechende Gesuche sollen ringer eicht werden. Die Zündwarensteuer beträgt l1/.* Psg. für 60 Hölzer und die Ge fchäfte verlangen, die Westentaschen Zündhölzer mit Reklame per schenken, daß diese Westentaschen Zündhölzer so eingerichtet sind, baß auf jede Reklamefläche 20 Zünbholzer entfallen, so daß mit jeder Reklame ’/■ Psg. Steuer verschenkt wird. Durch die Zünd holzbesteucrung war das Verschenken van Zündhölzern vollständig eingesdstascn. Da sich aber jede Steuer dem Verkehr anvasu. ging cs der verpönten Zündhvlzsteuer auch nicht anders und cs ivurde durch diese Einteilung der Reklameflächen möglich, wieder Zündhölzer in größerem Maßstabe zu verschenken. Das foll nun van den Zündholzfabrikanten unterbunöen werden und deshalb wird die Besteuerung jeder Reklamefläche mit 1 Pf«. Steuer verlangt, da die jetzige Besteuerung von 1 _■ Psg. für 20 Zündhölzer nicht genüge. Es soll also eine künstliche Reklamesteuer geschaffen werden. Ein solches Verhalten ist nicht zu billigen, denn von den Zündholzsabrikanten wird eine Besteuerung der Feuerzeuge verlangt, um den Zündholzkonsum zu heben und die Absatzgebiete sollen durch Steuererbähung abgeschnittcn werden. Märkte. le. Frankfurt a. M. Diehof-Marktbericht vom 3. März. Aultrieb. Rinder 1355, darunter Ochsen 423, Bullen 52, Kühe unb Färsen M80, Kälber 348, Srha’c 25«, Schweine 2557. Tendenz. Ochsen langsam, bleibt Ueberstand, Kalber und Schafe rege, geräumt, Schweine mäßig rege, bleibt Ueberstand Preis für 100 Pld. Lebend- Schlachtgewicht Derein$nad)ri*ten. ** Eine wunderliche Vereinsblüte wird uns aus Watzenborn berichtet. Im Gasthaus zum „Goldenen Löwen" hat sich ein sogenannter „Raubauzenklub gebildet. ~ Klein-Linden, 2. März. Das 48. Stiftung3» fest des Gesangvereins „Einkrack t" gestaltete sich zu einer erhebenden Feier. Die Chöre, Musikstücke und Theateraufführungen ernteten den lebhaftesten Beifall der zahlreichen 3ur)TO rtenberg, 3. März. Gras Kuno zu Stoiber g-Roßla bat das Protektorat über die vom 26.-28. Juli stattsindende goldene Jubelfeier des Turnvereins übernommen. Als Festmusik ist die Kapelle des 24. Hess. Trag.-RegtS. verpflichtet L auterbach, 1. März. Im Ortsgewerbeverein hielt Hauptlehrer Schindel- Msseld einen Vortrag über: Zeitgemäße Geschäftsführung des Handwerkers". Der Vortrag wurde durch Lichtbilder ergänzt und fand regen Beifall. . , . . .. = Frankfurt, 28. Febr. #ur ,yranmirt und denen Umgebung ist ein Kriegerverein ehemaliger Angehöriger des Infanterie-Regiments v. Lützow 1. Rhein 92c 25 ins Leben getreten. Der Verein bat sich die Ausgabe gestellt, die Kameraden der hiesigen Gegend zur Teilnahme an der Anfang Juni in Aackm stattfindenden H u n d e r t j a h r f e i c r des Regime n t zu vereinigen. Alle Angehörigen des Regiments werden gebeten, ihre Meldung an Herrn Leopold Böhm, Frankfurt a. M., Brännerstratze 30 einzusenben. Arbeiterbewegung. Ein AuSstand der Schneider. Berlin, 2. Mär;. Eine Versammlung von mehr als 2000 in der Herrenkonfektion von Groß-Berlin bcfchiftigtcn .sdmewer und Schneiderinnen erklärte sich heute nadwmtrag unter Ablehnung der Angebote der Arbeitgeber einstimmig für die Nieder le» gung der Arbeit, die Montag früh begonnen werden soll. Achte enange ip e Lanoersynode- 23 Sitzung. .. rm. Darmsta d t, 1. Marz. Tie Spnodc berät die Vorlage des Oberkonsiftoriums wegen Rechnungsablage über die unter der Verwaltung des Obenon sistoriums stehenden Fonds für die 3nnanjD€rwbe 1905/1JOJ, über die Syn. Iaudt Bericht erstattet, x-er 9lu5id>uB beantragt, „Die Synode wolle die Rec^iungsablage Gr Oberko m M ori ums über die unter feiner Verwaltung stehenden ,yonds iur die neV nungsveriode 19'5/1909 gutheißeu, die Ärebitüberldtreitungcii als gerechtfertigt anerkennen und den auf dic Finanzperwde 19(0 zu übertragenden Kassevorrat auf 416122,86 Mk. fesftetzen/ xer Antrag wird angenommen. . ... Es folgt die Beratung der Vorlage des Oberkon> istormms wegen der Erbauung einer G a r n i so n ki r ch e in Darmstadt. Tic Tatsache, daß die Stadtkirche zu Darmstadt zugleich der evangelischen Militärgemeinde als @arnuonnrmc Dient ist seit Jahrzehnten von der Zivil- und der Mtlitargemeinde als druckend empsunden worden. Beide Gemeinden wünschen für ihre Hauvtgottesdienste günstige Stunden. Ta als solche aber nur Die von etwa i/210 bis 1'. Uhr vormittags bezeichnet werden können, kann nur eine Gemeinde diese günstigen Stunden benutzen, wahrend die andere Gemeinde aus eine ungünstige Zett angeiviefen ist. Rach der Entwickelung, roeldic bie Vcryaltnine genommen haben, ist die Zivilgcmeinde im Besitz der gümngen Zeit. Der evangelische Kirdwnvorstand Darmstadt hat be)d)loifcit, unter Ablehnung einer Verpflichtung zur Leistung eines Zu schusses als freiwillige Gabe den Bauplatz für die Kirdie im Wert von 6742 Mark zu stellen, falls die Garniwnkirdie tn nächster Zeit gebaut ivirb. Eine höhere Leistung kann der Gemeinde zurzeit nicht angeionnen werden, weil sie beichloftcn hat. Mit Wirkung von 1913 mit Ansammlung der Mittel für ihre neu zu er bauende Resormationskirchc zu beginnen. Die MUttärgernemde zahlt an die evangelische Gemeinde für Benutzung der Stadt- kirche zurzeit jährlich 900 Mark. Das Oberkonsistorium tarn zu der Meinung, daß unter Ablehnung irgend einer Verpflichtung cm freiwilliger Beitrag aus dem evangelischen Zentralkird-enwnds geleistet' werden soll. Bei der Erwägung über Art und Hohe des Beitrages ging man davon aus, daß es für die Zentralbehörden in Berlin leichter sein wird, sich mit einem verhaltmsmatzig geringen Zuschutz zu begnügen, wenn dieses in Gestalt eines bestimmten Objektes, als wenn er in einem Geldbetrag erfolgt. So kam man dazu, eine Orgel im Wert von 15 000 Mark zu zeichnen. Der Antrag wurde angenommen. Syn. Maior o. x eich- mann unb Logischen spricht den Tank der Militärbehörde ÜU^ Ginc Anfrage des Abgeordneten Wagner und Genossen, was ist von dem Oberkonsiftoriurn geschehen unb beabsichtigt, um die an der Landessynode angeregte Vereinsachun g d c S kirchlichen Wahlverfahrens herbei Zufuhren? Vrandent D. Nebel erklärt, das Kirchenregiment hätte wegen der Fülle Der vorliegenden wichtigen Arbeiten der Anfrage nod) nicht näher treten können. Sobald aber die bedeutenderen ?(ibcitcn erledigt find, wird es geschehen. Ein Antrag der Abgg. Wagner und Genauen wegen Nationalspende für die christlichen Missionen ni unseren Kolonien und Schutzgebieten, wird einstimmig angenommen. ... Die Tagesordnung ist damit erledigt. Präudent v. Stamm macht darauf aufmerksam, daß im nächsten Jahre Neuwahl en ftattfinben werden, und daß cr seines hohen Alters wegen nicht mehr in die Synode zurückkehren werde. Er bitte daher um ein gutes Angedenken. Tern Präsidenten spricht Syn Dr. Berger Tank aus. Nach einem Schluß gebet, das Syn. Wid- m a n n spricht, wird die Tagung gcsdstossen. konstituiert und den Abg. M alkeiviy (5tons zum Vorsitzenden, den Alm Frhr. v. Richthofen kni.) zum Stelloertreter des Vorsitzenden gewählt. Eine Anfrage über Liberia. Tie Abg. Dr. Paafche und Frhr v. RichtHofen (nati.) haben im Reichstag folgende Anfrage eingeh rächt „Ist es Dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß die englisch-. Firma Lever Brothers sich weiter bemüht, eine Aus beutungskonzession über ca. 12000 englische x»ua = dratmeilen des wertvollsten Landes der Republik Liberia zu erhalten und ist der Herr Reichskanzler bereit, die durch diese monopolistischen Bestrebungen gefährdete Meistbegünstigung der deutschen Interessenten im Freistaat Liberia zu schützen." Die Fleischversorgung Aus Karlsruhe wird gemeldet: Ta die Preise für holländisches Vieh in letzter Zeit erheblich gestiegen mären, hatte der Stadtrat die Einfuhr von Schlachtvieh aus Irland in Aussicht genommen und zu diesem Zweck beim Ministerium des Innern beantragt, Nachsicht von dem Verbot der Durchfuhr von Wiederkäuern uno L-chmeinen aus England zu bewilligen und beim preußischen Landwirt - schaftsminister die Genehmigung zur Durchfuhr durch Preußen zu erwirken Der preußische Landwirtschaftsminister hat aber die Zulassung der Ein- und Durchfuhr von Schlachtvieh aus Irland abgelehnt, weil noch vor kurzem Fälle von Maul- und Klauenseuche in Irland festgestellt und in letzter Zeit in großer Anzahl von Irland nach England verschleppt worden sind. ZwischenPreußenund Oldenburg ist von den beiderseitigen Kommissaren ein Staatsvcr- trag wegen Herstellung einer Eisenbahn von R e u -- stadt (Holstein) nach Schwartau beschlossen worden. Landwirtschaft. of. Alsfeld, 2. März. Heute mittag fand im Deutschen Haus eine Vcrfammluna von Landwirten statt, die von Rittcrgutspäckter Koch-Seibelsdorf cinberufcn worden war. In ber Versammlung wurde ein „Verein der Züchter von schwarz-buntem Vieh" gegründet. Dreißig Lanbwine traten dem Verein sofort bei. Eine interessante Aussprache fand zwischen Dem Vorsitzeiidcn des jkreisrinderzuchtvereins und dem Ginbcntfer statt. Ochsen. Vollfleilchiae, ausgemästete, höchsten Schlacht- toerte», 4—7 Jabre alt die «och nicht gezogen haben (ungcjochtc) . . Jnnge steischige, nicht ansgeinästele unb ältere ansaemastete............ Bulle n. Voll fleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. Vollfleischige, jüngere Färsen, K ü he Vollfleischige nuSgcm. Färsen höchst. Schlachtw Vollfteiichige ansgemastete Kühe höchsten Sck)lach» wertes bis zu 7 Jahren........ wenig gut entwickelte Färsen ältere anSgemästele Kühe Piäßig genährte Kühe unb Färsen (-wring genährte Kühe und Färsen Kälber. Mittlere Mast- unb beste Saugkälber.... Geringere Mast- und gute Sangkälber . . . Sch a f e. Etallmastickalc: Mastlammer unb jüngere Masthammel . . . bereit Unter Leirung bes Korvettenkapitäns GygaS begannen sofort bie Hebungen, die eine halbe Stunde dauerten. BeiDe Flugzeuge gingen guf das Wasser, erhoben sich in dic Luft unb ließen sich im Fluge auf Die Wasserfläche nieder, worauf sie zuerst schleif teil, um darauf int Wasser zu fahren unb landeten sodann. Nadi fünf Uhr kehrte der Kaiser an Bord des „Kaiser" zurück. Der Kaiser hielt am Sonntag vormittag an Bord bC‘5 Linienschiffes „Kaiser" Gottesdienst ab und verweilte einige Zeit in der OffizierSmesse des Schiffes bei dein Lffi- zierwrps. Ausland. Eine Annäherung Spaniens an Italien. Die „Boss. Ztg." meldet aus Madrid: Der hochofsi- ziöse „Diario Universal" erklärt, daß endgültige Fest- legungen in der Frage der spanisch-italienischen Entente wegen derErhaltungdesFlotten- gleichgewichts im Mittelmeer zuversichtlich zu erwarten seien. Die Gerüchte über ein spanisch- französisches Bündnis sind gänzlich unbegründet. Der MannschaftSbest an dd er französisch en Flotte. Der französische M arin emini ster läßt gegenwärtig Von seinem Generalstab verschiedene Maßnahmen zur Vermehrung der Mannschaftsbestände ber Kriegsflotte prüfe«, Da Der Bedarf im Jahre 1918 nach Vollendung des gegenwärtigen Flottcnprogranrms den gegenwärtigen Flottenbestand um nun» destens 20 000 Mann überschreiten dürfte unb im ganzen c c 000 Mann betragen werde, wobei namentlid) Die Bedürfnisse der großen Schlachtschiffe berücksichtigt werden sollen. 11. a. soll das Rckrutie- rungsgesey für Dic Marine, das auf dem znieijährigen Dienst beruht, entsprechend Dem bevorstehenden Parlamentsbefchluß über die Erhöhung Der Dienstzeit des LanDhceres abgeänbert norden. Fertier soll untersucht nxrrbcn, ob alle gegenwärtig im Dienst stehenden Kriegsschiffe jenen militärischen Wert besitzen, welche ihre Ausrüstung und ihren MannschastsbestanD rechtfertigen. Auch eine russische Heeresvermehrung? Der Petersburger Berichterstatter des „Temps^^ meldet aus angeblich sicherster Quelle, daß die russische Regierung bereits jetzt die Vermehrung der Mann schaftsbe stände durch Errichtung dreier Armeekorps inS Auge gefaßt habe. Hierdurch würbe die Zahl der russischen Armeekorps auf 41 erhöht werben. Die für daS laufende Jahr vorgesehene Vermehrung würbe eine Schützendivision und zwei Infanteriedivisionen umfassen. Die Duma werbe die militärischen Forderungen der Rcgiemng zweifellos bewilligen. Eine türkische Eisenbahn konzessiv u für Frankreich. Einer Pariser Gesellschaft ist die Konzession für den Dau einer Eisenbahn von den Dardanellen nach Smyrna erteilt worden. Tas Uebcreinkommen wird demnächst unterzeichnet werden. Dollsleischige Schweine uon8O-lOOkg Vebenbgeroicht........ 62.00—65.00 Vollftestchigc Schweine unter 80 kff Vebenbiieiotcßt 61.00—64.00 VoUflcischige Schweine von 100—120 kg Lebeicdgewickt........ 63.00—65,00 Vollfteischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht 63.00—65.00 ic. Franffiirt a. M., 3. Marz. (Cria.-2eleqr. des „"ste». Aiiz.^1 Amtliche Notierungen der l^iitiacn Frucht rnarkt o rei le. Weizeir (hiesiger, 2".75—21.00, Kurhefstscher Mt. 20.75—21.00, Wetterauer Mk. 00.00—00.00. Roggen C'iengeft Ult 17.75 bi5 17. 5, 'Perlte (Wetterauer) Mt. 18.00—19.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Dik. 19.i)U—20.0* i, vaser Mk. 18.00—19.00, Mai4 Mk. k>.40 biö 15.5g, D eizenmebl 0 Ml. 32.50—32.75^ Weizernnehl I tuug gebietend, in FricdcnSzciten deutschem Handel, deutschem Besitz, Dcutl'dxm Interessen mächtigen Schutz gewähren. Es war der Schwaben Vorrecht in früheren Zeiten, daß sie im Streite des Reiches Banner, die Reichs- lt urmiflljne, vorantragen durften allen deutschen Stämmen, a!5 erste in der Schlacktreihe kämpfend. Dies sei auch Dir be schieden. Du stolzes Schiss! Und wenn Dem Kaiser zu den Massen ruft, mögest Du stets das erste sein am Feinde, und allen voran tragen in Ruhm und Ehren des Reidies Flagge durdi Kampf zum Sieg! Aon sdstitzc Dich auf allen Deinen Wegen! Aus Allerhöchsten Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs, Teines obersten Kriegsherrn, taufe ich Dick „Köni g". Ter erstt Ruf, ber Deine Bahn begleite, fei der, der aus unser aller Herzen kommt: Seine Majestät der Kaiser und König Hurra? Wilhelmshaven, 1. März. Der Kaiser begab sick um 5.30 Uhr mit dem Fürsten zu Fürstenberg im Automobil nach der Marincslugstation bei der Kaiser Wilhelm Brücke. Zwei Alba- trof^ovpclbe.lcr ,,D III" mit Kapitänleutnant S dir ö ter und „D V" mit Oberleutnant zur See Langfeld als Piloten lagen seemen erlitt im vorigen Jabre in einem Zimmereibetrrcbe einen Unfall, bei dem er den atöfeten Teil des Imken Vorberarmes verlor. Tie Berufsgenasienichait bewilligte eine Rente von 50 Proz. Auch gegen diesen Befckeid verfolgte die vorgenannte Rechtsberatungsstelle Berufung und beantragte Erhöhung des der Rentenberecknung zugrunde gelegten ^ahresarbettsverdienstes, sowie Erhöhung Der Rente auf mindestens bO Prozent. In der m Voriger Wocke vor Dem Oberversickerungsaint abgchaltcncn Verhandlung kam cs tu folgendem Vergleich: Die Rente wird auf 60 Proz., rücknnrkend vom 1. Oktober v. erbobt. irr Rentenberechnung wird ein Jahrcsarbeitsverdicnst von J30 xrant-Lampe muss die Jnschnjt „03KAM" tragen. — Lletall erhältlich s.utigesellschaft Berlin O. 17 Neue , t OiramDrahflampen B=7- 1. Zeichnungen werden bis einschließlich Id“/e 1 in in in n H m 2. 3. 4. Ich bitte um I. 2. 3. 4. 5. werden mit: Der Bürgermeister. ßSl nom. M „out. M Ich Ich ) Dak Nichtzutreffende ist fortzulaffen. Reichsanleibe Preuß. Staatsanleihe unter Verrechnung von 4 7# Stülkzinien. eilung*) , die unter Sperrung bis 15. Januar 1914 sür midj in das Reichs- oder 1 eiserne Kasette u. a. m. Versteigerung ganz bestimmt. L. Althoff, Konkursverwalter. Staatsschuldbud) einzutragen sind, zum Preise von 98,40 Mark. bitte um Zuteilung*) _ _ _ von Stücken, die bis zum 15. November 1913 der Sverre unterliegen, zum Pretse von 98.60 Mark. bitte um Zuteiluna*) _ „ , , von freien, d. h. keiner Sperre unterliegenden Stucken, zum Preise von 98.60 Mark. Der Zcichnungsvrcis beträgt: a) für diejenigen Stücke, die unter Sperrung bis 15. Januar 1914 in das Reichs oder Staatsichuldbuch cinzutragcn sind, 0S,4O Mark für je 100 Mark Nennwert; b) für alle übrigen Stücke Mark für je 100 Mark Nennwert luiifl nicht in F 8. Wird die Zahlv entgegengenommen bei: dem Kontor der Reichslianptbank für Wertpapiere, der Königlichen Scchandlnngs Hanvtkane und der Preußischen Eentral-GenosscufckastS Kaffe, bei allen RcickSbauk-Haiiptstcllen, Reichsbanküellen und den Rcichsbank-Ncbcnsicllen mit Kasieneinrichtung, bei der Königlichcu Hauptbank m Nürnberg und ihreii sämtlichen Zwciaanüalten, sowie bei den nachstehenden Stellen: Bedingungen. Freitag, den 7. März d. I., mittags 1 Uhr Gießen, den 25. Februar 1913. Gronllerzi'ali e '.’lmt-nericht. Mark 400 Millionen 4°|0 Preußische Schatzanweisungen, nwVon Mark 200 Millionen zum Umtausch der am 1. April d. I. fälligen Schatzauweisungen bestimmt sind, fällig: 200 Millionen am 1. Mai 1917, 200 Millionen am 1. August 1917, werden namens des Uebernahmc-Konsornums zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt: Bedingungen. Berlin: Bank für Handel und Industrie.— Berliner Handels-Gesellschaft. — S. Bleich- röder. — Commerz und Diseonto-Bank. — Delbrück Schickler & Co. — Deutsche Bank. — Directiou der Diseonto-GeseUsdiast. — Dresdner Bank. — Hardy & Co., Ges. mit beschränkter Haftung. — F. W. Krause & Co. Bankgeschäft. — Mendelssohn & Co. — Mitteldeutsche Creditbank. — Natronalbank sür Deutschland. — A. Schaaffhausen'scher Bankverein. — Gebrüder Schickler. Aacbcu: Rheinisch-Westfälische Diseonto- Gesellschast Actiengesellschast. Barmen: Barmer Bank-Verein Hinsber, Fischer & Comv. Braunschweig: Braunschweigische Bank u. Kreditanstalt A.-G. Bremen. Deutsche Nationalbank, Kom- mandit-Gesellschast auf Aktien. Breslau: Breslauer Discomo-Bank. — Eichborn & Co. - E. Heimann. — S. L. Landsberger. — G. v. Pachaly's Enkel. — Schlesischer Bank-Verein. Eaffel: V. Pfeiffer. Berlin, im Februar 1913. Königliche Seehandlung (Preußische Staatsbank) von Dvmbois. Zeichnungs-Aufforderung. * Mark 50 Millionen 4°/0 Reichsanleihe Mark 100 Millionen 4% Preußische Staatsanleihe Unkündbar bis 1. April 1925 werden namens des Uebernahme-Konfortiums zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt: r. rein, liefert frei Haus an Wiederverkäufer izenbachcr Mühle sieben. (3-crnfpr. 770. (OI,M urth uervilichte mich zu deren Abnahme oder zur Abnahme desjenigetl geringeren Betrages, rocldjcr mir auf Grund gegenwärtiger An- itieihunn Aunelcilt Ivird. Als Sicherheit hinterlege ick) " che " eichuuIMSbriese können und) Belieben au jede der obigen Zeichnungsstellen gerichtet werden. rnteiluua ori Varzeicbnungeu erfolgt tunlichst bald nach der Zeichnung. o. Alt j bereite« Besitzer erhalten bet Einreichung ihrer Schatzanweisungen zunächst Quittungen der Zeichnuugs rtrnrii deren Riictaabc, nach Prüfung der Schattanweifungen, alsbald die Aushändigung der neuen Schatzanweisungen erfolgt. 7 Die gegen Barzahlung abzunehmenden Schatzanweisungen tönnen vom 17. März d. I. ab lederzeit voll bezahlt werden, müffen jebodj bezahlt Hannover: Hannoversche Bank.—Ephraim Meyer & Sohn. Karlsruhe: Veit L. Homburger. — Straus & Co. Königsberg t. Pr.: Norddeutsche Credit- nmtnlt. Leipzig: Allgemeine Deutsche Creditan- stalt. — Hammer & Schmidt. Ludwigshafen (Rh.): Pfälzische Bank. Magdeburg: Magdeburger Bank-Verein. — Mitteldeutsche Privat-Bank, Aetien- gesellschast. — F. A. Neubauer. Mannheim: Rheinische Creditbank. — Süddeutsche Diseonto-Gesellschast A.-G. München: Bayerische Handelsbank. — Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank. — Bayerische Vereinsbank. Nürnberg: Bayerische Diseonto- & Wechselbank A.-G. — Anion Kohn. — Vereinsbank. Posen: Ostbank für Handel und Gewerbe. Straßburg i. E.: Allgemeine Elsässische Bankgesellschast. Stuttgart: Württembergische Vereinsbank. und bei den in Deutschland belegenen Haupt- bezw. Zweigniederlaffungen dieser Firmen. Die aufgelegten Anleihebeträge werden ausgefertigt in Schuldverschreibungen zu 10000, 5000, 1000, 500, 200 und 100 Mark mit Zinsscheinen über vom 1. Avril d. I. laufende Zinsen. Ter erste Zinsschein ist am 1. Oktober 1913 fällig. 50 °/0 des zugeteilten Betrages spätestens am 26. März 1913, 25o/o „ „ „ „ „ 14. Mai 1913, 25°/» „ „ „ „ „ 24. Juni 1913. "eicknitnasbelräge bis 5000 Mark einschlreßlid) sind am 17. März d. I. ungeteilt zu berichtigen. Die Abnahme m.un an derselben Stelle erfolgen, welche die Zeichnung angenomiuen hat. lFür die Einlieserer der zum Umtausch angemeldeten Schatzanwetsungen kommt eine GtnäQ^ Qih^n?^Ci'nlW^^?iI!iteite5\Vmu^^e versäumt, so kann dieselbe noch innerhalb eines Monats unter Berechnung einer Vertragsstrafe von - H fälliaeu Retrageö erfolgen. Wird auch diese Frist versäumt, so verfällt die hinterlegte Sicherheit. 9. Die Barzeichner erhalten, soweit die neuen Schatzanwetsungen noch mdjt fertiggeffelll sein sollten, zunächst Quittungen, gegen deren Rückgabe die neuen Stücke m Cc m p f n nn ^flc y 0 m in c n w 1 u ciUömiem diese Fr ist f ü r d i e E in re ichun g b er alten Schatz anweisungen auf Antrag bis zum 14. März er. zu verl ängern. Der Antrag muff die Verpflichtung enthalten, die zu be- rplcknende Summe neuer Schatzanweisungen gegenEinreichung von altenzu beziehen und rechtzeitig biö zum 7. März cr. g e stellt werden. Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister wurde heule bezüglich des Landwirtschaftlichen Konsumvereins Klein-Linden eingetragenen Genossenschaft mit >( - beschränkter Haftpflicht eingetragen: Johannes Weber ist aus dem Vorstand ausgefchieden und an seiner Stelle Johannes Germer I. gewählt worden. Die Eintragung in die Schuldbücher erfolgt gebührenfrei. Der amtliche Schriftwechsel in Schuldbuchangelegenheiten erfolgt als porto- Bei^der^ ^ühnung^vat jeder Zeichner eine Sicherheit von 5% des gezeichneten Nennbetrages in bar ober solchen nach dem Tageskurse zu veranschlagenden Wertvapieren zu hinterlegen, welche die betreffende Zeichnungsstelle als zulässig erachtet. Die vom Kontor der Reichshauptbank für Werlvaviere ausgegebenen Depotscheine sowie die Depotscheine der Königlichen Seehandlung lPieuffische Staatsbank« vertreten die Stelle der Wertpapiere. 'T'en Zeichnern steht im Falle einer geringeren Zuteilung die freie Verfügung über den überschieffenden Test der geleisteten Sicherheit zu. Zeichnungsscheine sind bei allen Zeichnungöüellen unentgeltlich zu haben. Es können aber die Zeichnungen auch ohne Verwendung von Zeichnungsscheinen erfolgen, und zwar brieflich mit folgendem Wortlaut: ... 40, m o . m „Auf Grund der öffentlick; bekanntgemachten Bedingungen zeichne ich von den tetzt amgelegten 4% Reichs- bezw. Preuffuchen Staatsanleihen Als Sicherheit hinterlege ich ■, -■ r. • -. v . Lolche Zeichnungsbriefe können nach Belieben an rede der obigen Zeichnungsstellen gerichtet werden. 5 Die Zuteilung erfolgt tunlichst bald imd; der Zeichnung dergestalt, daff zunächst die Schuldbuck-Zeicknungen, sodann diejenigen ' Zeichnungen vorzugsweise berücksichtigt werden, für welche der Zeichner sich, ohne Eintragung ins Schuldbuch, einer sperre bis zum 15. November 1913 unierwor.fen hat: im übiigen entscheidet das Ermessen der Zeichnungsstelle. Anmeldungen aus bestimmte Stücke können nur insoweit berücksichtigt werden, als dies mit den Interessen der anderen Zeichner ver- 6 Die ich neu? können die ihnen zugeteilten Anleihebeträge vom 17. März d. I. ab jederzeit voll bezahlen, sie sind jedoch verpflichtet: 50 °/0 des zugeteilten Betrages spätestens atn 26. März d. I. 25°/» „ „ „ „ „ 14. Mai d. I. 2o °/o 11 ,, n h v 24. Funi d. F. zu bezahlen. Zeichnungsbeträge bis 5000 Mark einschließlich sind atn 17. März d. I. ungeteilt zu berichtigen. Die Abnahme muß an derselben Stelle erfolgen, welche die Zeichnung angenommen hat. 7 Wird die Zahlung im Fälligkeitstermine versäumt, so kann die,elbe noch innerhalb eines Monats unter Berechnung einer Vertragsstrafe von 50/ de>'> fälligen Betrages erfolgen. Wird auch diese Frist versäumt, so verfällt die hinterlegte Sicherheit. 8 Die Zeichner erhalten vom Reichsbank-Direktoriuiu bezw. von der Königlichen Seehandlung «Preußische Staatsbank) ausgestellte Jnterimsscheine, ' über' beten Umtausch in Schuldverschreibungen das Erforderliche öffentlick« bekanntgemacht werden tvird. Soweit eine Sperrverpflichtung eingegangen in, werden die Schuldverschreibungen den Erwerbern erst vom 15. Wouembcr 1913 ab ausgehändigt. Kerlin, im Februar 1913. Reichsblink-Dircktonum. Königliche Seehandlung (Preußische Staatsbank). Havenstein. v. Grimm. von Dombvis. Zeichnungen oder Anmeldungen für den Umtausch werden bis einschließlich Freitag, den ?♦ Marz, mittags 1 Uhr twmoaenaenommen bei der Königlichen Seehandlung lPreußisckie Staatsbank), den Reicksbankanstalten oder bei den Zeichnungsstellen der ausocaebencn Reichs- und Preuirischen Staatsanleihen ivergl. vorstehende Bekanntmachung«. Dik> Scbabanwei'sungen Iverden ausgesertigt in Absckmitteit zu 50000, 20 000, la000, 5 000, 2 000, 1000 und 500 Mark mit Zinsscheinen über vom 1! April d. F. laufende Zinsen. Der erste Zmsschein ist mn 1. Oktober 1913 fällig. Sür Barzeichnungcn beträgt der Zeichnungspreiö unter Verrechnung von 4% Stückzinsen. Für Umtanschanmeldungen stellt sich der Bezugspreis ebenfalls ans S9°|o» Di? -11111 Umtausdi bereiten Besitzer geben ihre am 1. April 1913 fälligen Schatzanweisungen bis spätestens zum ZeichnungStage <7.Märzf-!- ... noruit ^bluna und erhallen bei Aushändigung der neuen Stücke eine Barvergütung von einer Mark für je 100 Mark Nennwert syL h(-r Zeichnung hat jeder Barzeichner eine Sicherheit von 5nA> des gezeichneten sstennbetraneö in bar ober solchen nach bem Tageskurse z,,' iu>rnnfrfi 1 naenben Wertvavieren zu hinterlegen, welche die betreffende Zelchnitngsstelle als zuläsug erachtet. Die vom Kontor der Reichshaupt bank mr Wertpapiere ausgegebenen Depotscheine sowie die Depotscheine der Königlichen Seehandlung lPreußische Staatsbank) vertreten die' Stelle dcr^crtpapnze. $QÜe ciner geringeren Zuteilung die freie Verfügung über den überschießenden Teil der geleisteten Sicherheit zu. Zpiitzniinasscheitle sowohl zur Barzeichnung als zum Umtausch sind bei allen ZelcknnngSstellen unentgeltlich zu haben. Es können aber die Qpirfiniirirtpn nurfi ohne Verwendung van Zeichnungsscheinen erfolgen, und zwar brieflich Mit folgendem Wortlaut: a „Aus Grund der öffentlick) bekanntgemachteil Bedingungen zeichne ich von den tetzt aufgelegten 4%iöen am 1. Mai oder 1. Atigustl917 fälligen Preußischen Schatzanweisungen _ ---- ■— Konkurs-Verstelqeruncs. Dienstag, den 4. d. Mts., vorm. von 10 Uhr ab versteigere ich im Hofe; Rodhcimer Str. 30 dahier meistbietend gegen Barzablung die Lagerbestände des Konkurses Borngässer und zwar: 37 Sack russ. Hafer, 31 Sack Reisspitzenkleie, 33 Sack Maisschrot, 21 Sack Gerstenfuttermehl, 11 Sack Fluggerste, 26 Sack Reismehl, 311 Sack Thomasmehl, 97 Sack Viehsalz, 41 Sack Kainit, 1 Partie leere Säcke. Ferner: 4 Wagen, 1 Fahrrad, 1 große Mehl- unfc 2 Dezimalwaagen, 1 Mehlreinigungsmaschine, 2 Fruchtkarren, 1 Hundehütte u. v. a. Sodann sämtliche Bureau-Möbel: 1 Schreibtisch, 2 Schreibpulte, ■ 2 Holz , und 2 Pultsessel, 1 Tisch, 2 do. m. Kopierpresse, 1 Aktenschrank, Holzverfteigernngen der Gräfl. Oberfvrsterei Laubach. I. Montag, dcu 10. März nach Zusammenkunft 10 Ubr. auf dem Fägerbause. 1. Aus Schiffcnberg. Buchen, Rni.: 14 Scheiter 2. Kl., 9 Prügel 2. Kl., 124 Stöcke 1. u. 2. K'., 4 Nadel- und Weickholzscheiter, 6 Elchen-, Nadel- und Weichholzprügel, 2 Nadelstöcke. 2. Roth: 0,8 Weichholzscheiter, 32 Buchen-, Wabel', Elchen- und Weichholzprügel. 3. Schmitthain, Hoher Rain: 3Nabel- scheit, 47 Bucken-, Eicken- und Nadelprügel. 4. Strtct- bcrg, Buchholz. Bucken, Nm.: 1 Sckeit labstdg.«, 16Prügel lnbstdg.«: 13 Escken- und Eickenvrügel. 5. ltzingelbach: 25 Escken-, Bucken-, Nadel- u. Weickholzprugel, 4,3 Larcken- itiitzvrügel (2 m lang«. 6. Kirchberg., Bucken, Rm.: 24 Prügel labstdg.h 108 Stammrener mbftbg.), 102 Eickeii- prugel, 2 Aspen- und Kirsckbaum-Rundsckeit, 35 Eicken- nutzprügel <2 u. 1,25 m lang'. 7. Tbomasbiegel. Bucken, Rm.: 13 Scheiter 2. Kl., 50 Prügel 2. KI., 90 Stücke 1. Kl., 5 Eicken-, Kirschbaum und Lärchenprugel, 1,2 Etcken- nutzprügel (2 m lang), 2 Eichenstämme (4 und 5 m lang. 24 u. 31 cm Durchm.« --- 0,50 Fstm., 2 Kirschbaum-Absdwitte (3 und 6 m lang, 30 und 33 cm Durchm.) = 0,72 Fstm. 8. Horloff-Mulsa«: 0,5 Eichennutzvrugel (2 m lang), 5 Elchen-Abicknitte <4-6^ in lang, 29-43 em Durchm.« = 2,69 Fm. 9. Wenzclskovf. Bucken, Rm.: 13 Sckeiter 2. Kl., 7 Prügel 2. Kl., 19 Stöcke 1. SIL 10 Tdrnbcrg: 6 Nadelsckeit, 18 Bucken-, Eicken-, Nadel- und Welckholz- vrünel. 11. Hölzchen: 3,6 Buckenprügel 2. Kl., 12 Eicken- 'Nadel- und Weickholzvrügel, 1,8 Eichen- und Bnchen- reisorvrügel. 12. Wallcnberg, Weingartnerskovt: 3 Nadelscheit, 23 Buchenvrügel 2. KL, 21 Eichen-, Birken- und diadelprügel, 5 Buchen- u. 1,2 Nabelstöcke, 46 Buchen- rcifcrurügel, 1,5 Eichemiuhvrllgel (1,8 und 2 rn lang). 13. Giehern, Fcldchen. Buchen, Rm.: 1 Scheit 2. KL, 8 Prügel 2. KL, 7 Eichen- und Nadelprügel. 14. E,els- kovf: 14 Buchen-, Eschen-und Ahornstammrelserprilgel. 15. Betten und Gr. Scekopf. Scheiter, Rm.: 4 Erchen, lr5 Linden; Prügel, Nm.: 10 Buchen 2. Kl., 23 Elchen- und Weichholz; Lesholz und Stoll tret fer flächenweue; auger- bem eine Partie Düngersäcke. , p . II. Dienstag, den 11. Marz, nach Zu,ammenkun»t 10'/, Ubr auf der Scbreinersmüblc bei Freienfcen. 1. Aus Kreuzfccncrberg. Buchen, Rm.: 164 Sckeiter 1. u. 2. KL, 138 Prügel, 20 Stöcke, 20 Reuervrugcl, 7 Sltridi bäum und Nabelvrügel. 2. Wetterauerstrauch, Jmfcn- bau. Bucken, Rm.: 2 Scheiter 2. KL, 24 Prügel 2. KL, 33 Stöcke, 86 Reiserprugel; 57 Eichen-, Nadel- und Weich holzvrügel, 2,2 Nadelstöcke, 7 Fichlenzopsreiser; 3,6 Eichennutzprügel (2 m lang«, 1 Eickenstamm (10 m lang), 29 cm Dchm. = 0,66 Fstm. 3.Altcnbau,Zicgcnberg, Weidenau. Buchen, Rm.: 1,6 Scheit 2. KL, 4 Prügel 2. KL, 41 Stöcke, 32 Reiservrügel; 7 Erlen- und Birkenvrünel. 4. Heinze berg, Struth: 14 Fichtenprügel 2. Kl. 5. Nasicrwald. Buchen, Rm.: 20 Prügel, 25Stammreiserprügol; 16Escken-, Eicken-, Kirsmbamnvrügel (1,5 m lang'; 2 Ficktenstamm reifer (Bohnenstangen«. 6. Petcrswald. Prügel, Rm.: in,5 Eicken (abstda.), 34 Nadel- und Weickholz, 1 Bucken stücke, 4w Nadelstöcke und 3 Buchenreiserprügel. 7. Baum- kircherwald. Bucken, Rm.: 1 Sckeit 2. KL, 7 Stöcke, 15 Neiserprügel. 8. Musbau. Bucken, Rm.: 3 Sckeiter 1 u. 2. KL, 32 Stöcke 1. u. 2. KL, 44 Neiserprügel; 9 Eicken-, Birken-, Kirsckbaum- und 9kadelvrtigel. 9. Dickcbufche. Bnckcn, Rm.: 17 Stammreiservrügel. 10. Wintcrsberg. Bucken, Rm.: 13 Stöcke 1. u. 2. KL und 13 ReiserprügeL Lesholz und Slohlrcifer flächenweifc, außerdem eine Partie Düngersäcke. Blau unterstrichene Nummern kommen nicht zuni Ausgebot.________________________________________ Nutzholz Versteigernng. Am Donnerstag, den 6. März ds. Js. kommt von vormittags 10 Uhr ab in der Wirtschaft von Wilhelm Amcnd zu Groß-Rechtenbach auS den Waldungen der nachbezeichneien Gemeinden folg. Holz zur Versteigeruug: 1. Hochelheim, Eichen: 1 Stamm 1. KL = 3,W Fstm., 5 2. — 9,01 Füm. und 4 3— 2,41 Fstm.; Buchen: 1 Stamm 3. Klasse - 0,45 Fstm. 2. Hörnsheim, Eichen: 8 Stämme 1. Kl. = 12,18 Fstm. 35 3. = 18,95 Fstm. und 5 4. = 1,28 Fstm. 3. Groß-Rechtenbach, Eichen: 10 Stämme 2. Kl. 18,07 Fstm., 32 3. = 17,90 Fstm., 15. 4. = 3,84 Fstm. und 2 Rm. Nutzholz (1 Mtr. lang«; Buchen: 1 Stamm 2. Kl. — 1,62 Fstm.; Erlen: 1 Stamm 2. Kl. = 1,43 Fstm. und 5 3. — 4,78 Fstm.; Nadelholz: 23 Stämme 3. Kl. = 9,95 Fstm., 48 4. = 8,22 Fstm., 153 Stangen 1., 2N 2. und 511 3. KI. 4. Miinchbolzbansen, Eichen: 2 Stämme 2. .Kl. 2,99 Fstm., 413. =28,52 Fstm. und 1 4. = 0,W Fstm.; Nadelholz, 5 Stämme 3. SU. = 2,13 Fstni.; 18 4. = 3,48 Fstm.; 128 Stangen 1. Kl. und 15 Rm. Nutzholz (3 Mtr. lang). 5. Klein Rechtenbach, Nadelholz: 18 Stämme 3. Kl. = 7,42 Fstni., 30 4. Kl. = 5,31 Fstni. und 60 Stangen 1. SM. 6. Wcidenhaufcn, Eichen: 1 Stamin 2.Kl. = 1,72 Fstm., 8 3. = 5,96 Fstm. und 2 4.= 0,55 Fstm. 7. Lützellinden, Eichen: 9 Stämme 3. Kl. = 5,03 Fstm., 1 4. Kl. --- 0,21 Fstm.; 45 Stangen 1. Kl. und 22 Rm. Nutzholz (2,5 und 3 Mtr. lang); Nadelholz: 5 Stämme 2. Kl. = 8,47 Fstm., 137 3. = 81,09 Fstm., 27 4. = 6,17 Fstm. und 21 Rni. Nutzholz (3 Mir. lang). 8. Vollnkirchen, Eichen: 2 Stämme 1 Kl. = 6,23 Fstm., 7 2. - 12,60 Fstm., 5 3. = 3,79 Fstm, 1 4. = 0,16 Fstm. und 6 Rm. Nutzholz (1 Mtr. laug). 9. Hospital Wet?lar, Eichen: 1 Stamm 1. Klasse = 3,77 Fstm, 7 2. -- 13,96 Fstm, 15 3. - 12,87 Fstm. u. 9 Nm. Nutzholz (t Mtr. lang); Bucken:5 Stämme 3. KL 3,65 Fstm. Unter den Eichen sind Stämme bis zu 77 Ztm. Mitten durckmesser. Die Herren Förster Sckülcr, ForsthauS Finsterloh, B o t h, Vollnkirchen und G r a h e, Wicöerfleen werden aus Wunsch AriSkuttst erteilen. Groß-Rechtenbach (Str. Wetzlar), den 19. Februar 1913. bbemttitz: Chemnitzer Rank-Verein. Evblcnz: Mittelrbeinische Bank. Cöln: Delchmann & Co. — A. Levy. — ®nl. Oppenheim jr. Co. — I. H. Stein. Dresden: Gcbr. Arnhold. — Philipp Elimever. Elbe-seid: Bergisch-Märkiscke Bank. — von der Heydt-Kersten L Söhne. Essen: Essener Bank-Verein. — Essener Credit-Anftal:. — Rheinische Bank. — Simon Hirsch (and. Frankfurt a. M.: Deut>'d)e Effeeten- und Wechselbank. — Deutsche Vereinsbank. — Frankfurter Bank. — Lazard Speyer- Ellifsen. — Jaeob S. H. Stern. — L. L E. Wertheimber. Halle a. S.: Hallescher Bankverein von Kulisch, staemvs & Co. Commandit-Gesell- schaft a. Aetien. — H. I. Lehmann. — Reinhold Steckner. Hamburg: L. Behrens & Söhne. — Noh. Berenberg, Goffler & Co. — Conrad Hinrid) Donner. — 'Norddeutsche Bank in Hamburg. — Schröder Gebrüder & Ko. — Vereinsbank in Hamburg. — M. 'M. Warburg & Co. und verpflichte mich zu deren Abnahme oder zur Abnahme desjenigen geringeren Betrages, welcher mir aus Grund gegenwärtiger 2ln= meldnng ,ugeteil. meine Zeichnung bei der Zuteilung nicht berücksichtigt wird, bin ich einverstanden, daß statt Reichs an leihe auchPre aß. Staatsanleihe oder statt Preuß. 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