Nr. 99 Der Skehener Anzeiger erscheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GiehenerZamilienblütter: zweimal wöchenll.Nrei§i blatt fürdenUreisGiebcn (Dienstag und Freilag); zweimal inonatl. Land- »irtschastttche Seitsrage» Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Dienstag, 29. April (9(3 (63. Jahrgang Erstes Blatt Rotationsdruck und Verlag -er Vriihl'schen Univ.-Buch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: schulftratze 7. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße |6a. Bezugspreis: monatlich75Ps., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePostMk.2.—oiertel- jährl. npsschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokallbPf^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtssaäl": 1t. Neurath; für „Stadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Veck. Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Die Wahrheit über Portugal. 'Zu den ebenso spärlichen wie beunruhigenden Nachrichten enn nicht gar Tausenden von Gestalten in unaufhörlicher Reihe: prunlnolle Gastmähler mit all den galanten Reizen einer ver- weichlickNen Zeit; vornehnie Römer voll blasierter Genußsucht, arme, unscheinbare Christen, die demütig im verborgenen beten. TaS brenrtertbe Rom, das meisterhaft wiedergegeben ist, die Schrcckensfzenen in der dem Untergang geweihten Stadt, die Kämpfe in der dichtbesetzten Arena, wo Tutzende von Glyriften den Löwen vorgeworsen werden; Wagenremien und Gladiatoren; die lebenden Fackeln in 'hen Gärten Neros und vieles andere noch, was voriiberwallt in übervollen Bildern voll feiner malerischer Reize und eine geradezu verblüffende Meisterschaft in lebhaft bewegten Massengruppen beweist. Tas braust und wirbelt und wühlt durcheinander in fdjner beängstigender Fülle und zeigt mit klarer Deutlichkeit, in westchemi Maße die Möglickffeiten des Films zu erweitern sind unh zugleich welch eine Summe von Arbeit dazu gehört, um eine derartige Mescnleistung .zu bewältigen. Aber auch die Leistungen der einzelnen Tarsteller gehen weit über das DurchsckmittsMäß hinaus, unh ohne durch ein Zuviel an Gebärden den natürlichen Eindruck zu stören. Besonders glücklich ist deu kluge und seine Petronins mit Gustav Serena besetzt, aber auch die anderen alle stehen gut in dem Rahmen unh geben sich als Römer, nicht als moderne Bienschen im römischen Gewände. So mag dieser Film, der überall einen starken Zulauf gefunden hat, wirklich als eine gute Bereicherung der Lichtbühue angesprochen werden, und diese freudige Aufnahme beweist auch zugleich, daß der Sinn für ernste und wertvolle Filmbilder doch bei weitem nicht so gering ist, wie geschmacklose Filmfabrikanten glauben machen wollen, wenn sie sich zur Entschnldigung ihres .stitsches daraus berufen, daß das gerade vom Publikum verlangt Würde. Man sieht, das Gute braucht nur da zu fein, unh es wird ausgesucht. — Die nachgelassene Oper Masscnets. 9Cit§ Paris wird uns geschrieben: Ist c» die letzte dieses friickst- barsten OpernkoMponisten, den unsere Epoche gekannt hat? Ich möchte es nickst bescküvören, denn Massenet produzierte mit einer Leichtigkeit, die fabelhaft war, und in seinem letzten Lebensjahr arbeitete er an nicht weniger denn drei Operniverl'en. Wie dem auch sei, die musikalische F-arce „P a n u r g e" hatte einen ziemlich geräuschvollen Erfolg. Es wird natürlich viele Musiker geben, die von her „seichten und bannten Mache", wie das Verd«iiN- mungsurteil für Massenet nun einmal lautet, wiederum mit Entrüstung sprechen werden, und ein Pfadfinder war der witzige und lebensftohe Jules ja gerade nicht, aber ein feiner und oft reckst origineller Melvdiker, der in Manvn Wundervolles an Frivolität und Grazie gab und in „Weriher" auch tiefere Leidenschaft und Schwermut nickst beriniffcn ließ. Hub vor allem war er einer her besten Handwerker seines Metiers, ein Meister her Orchestration, bpu dem alle Musiker Jung-,Frankreick)s gelernt haben. Pamirge, dieser gefräßige Held des genialen Rabelais, ist freiiich kein passendes Modell für die stets etwas verliebte und schmachtende Muse Massenets. Maurice. Bmikay, ein bekannter Clwnsonier und Exminister . . . solche Okgenfätze sind nur in Frankreich möglich . . . hat die einzeln en Episoden des Gargantua in botb' Wegs dramatische Form gebracht, dem Paimrge ein ^cib bei; gegeben und das Paar nun durch die Parlier Hallen,, in hie Abtei bet oent ]td) vier Aerzte befinden. Diese berichten, daß di« lieber gäbe Skutzaris ohne vorherigen Kampf, der Sach- läge nach anscheinend ganz unmotiviert, erfolgte. Ms Essad Pascha die Uebergabe proklamierte, erhob sich unter den Albanesen eine Meuterei gegen ihn, welche er blutig erstickte. Essad Pascha UeK sich bereits in Skutari als Fürst von Albanien ausrufen. Die Truppen hatten noch Proviant, aber die Not der Bevölkerung Skutaris war sehr groß; täglich starben etwa 5 0 am Hungertod. Das Gros der serbischen Truppen, welche an der Belagerung Skutaris teilgenommen hatten, waren bei Durazzo konzentriert. Die Räumung des nördlichen Mbanien durch die Serben ist noch nicht vollzogen; es fanden nur teilweise Abtransporte statt. Serbische Ueberhebnng. Wien, 29. April. Bei einer serbischen Skutarifeier in PrizreUd kündigte der bärtige 5) ö chst kommandierende Jankov'itsch offen den baldigen Kampf gegen Oesterreich-Ungarn an und erging sich in Ausfällen gegen diese Monarchie. Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Semlin: Serbien trifft längs der ganzen Grenze militärische Vorbereitungen gegen Oesterreich. Die russische Zögerun^staktik. Wien, 28. April. Einer Mttteilnng von maßgebender Stelle zufolge konnte der gemeinsame Schritt der diplo- mattschen Vertreter der Großmächte in Konstantinopel wegen der Beschleunigung der Friedenspräliminarien bisher nicht erfolgen, weil der russische Botschafter noch ohne Instruktionen ist. Ans Belgrad wird gemeldet: Der Zar hat dem russischen Gesandten Hartwig das Großkreuz des Weißen Adlerordens verliehen. In serbischen Kreisen ruft triefe Auszeichnung um so größere Befriedigung hervor, als sie sonst nur Botschaftern verliehen wird. Ein flüchtiger türkischer Prinz. Konstantinopel, 28. April. Der Neffe des Sultans, Prinz Abdul, ist aus bisher unbekannten Gründen auf die englische Botschaft geflüchtet. Deutsches Reich. Das Jubiläum des Kaisers. Der König von Württemberg hat angeordnet, daß das Regierungsjübiläum des Kaisers von den wür t Lemberg ischen Truppen am Sonntag, den 15. Mai durch Gottesdienste und am 16. Mai durch Appelle und große Paroleausgaben und eine Feier, wie am kaiserlichen Geburtstag, begangen wird. Der Verein gegen das Bestechungsunwesen, E. V., tritt am 3. Mai in der Münchener Handelskammer zu seiner Hauptversammlung zusammen. Ausland. Zur Beschickung der Internationalen Technischen Konferenz, welche im September in Bern zusammen tritt, und die Grundlage für ein Internationales Uebereinkommen wegen Bettrots der industriellen Nachtarbeit jugendlicher Arbetter vorDseraten soll, haben sich bis jetzt 10 Staaten bereit erklärt, insbesondere haben auch Frankreich und England zugesttmmt. Aus Französisch Fndvchina. Die „Agenoe Havas" meldet aus Saigon (Jndochina): Samstag abend 7 Uhr schleuderte ein Annamit in Hanoit eine Bombe, durch welche zwei französische Majore getötet, sechs Euro päerund fünf Eingeborene verwundet wurden. Der Täter hat die Wucht ergriffen. Der General von Jndochina Sarrut erließ einen Aufruf, in welchem er an die Besonnenheit der Franzosen appelliert. Die französische und die Eingeborenenbevölkerung legt große Kaltblütigkeit an den Lag. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Ein Telegramm des Gouverneurs von Jndochina an den Kolonialnttnister besagt: Stteng auf ihre Zuverlässigkeit geprüfte Erhebungen führen den Anschlag auf Parteigänger des Fürsten Couongte zurück. Der Anschlag ist in den Werkzeug säbriken EantonS und Hongkongs vorbereitet, in dem sich rebolutionäre Chinesen befinden, welche die aufrührerischen Annamiten beraten und unterstützen. 'Lin unbekannter Eingeborener tötete sckon am 2. dlpril durch eine Bombe den Thuangfu der Provinz! Thaibisch THAöme und schließlich auf die Insel Lautern es geführt, so daß die munterften Pl-chen der fünf Bücher Rabelais vor den Zn- idjauern defilieren. Die Musik ist in den sentimentalen Steilen reizend, vertieft sich etwas in der derben Komik und gibt dafür geistreiches Getändel. Ms gelungenste Stellen sind rnt ersten Akte die prächtigen Loblieder aus die schöne Landschaft der Touraine h?r- vorzuheben, eine kurze Arie der Colonrbe, zu der das Englischhorn eine seltsam' schöne Begleitung bietet, die folgende Szene mit bent Liebesverlwr, von naiver Heiterkeit, ein Duo im dritten Mt zwischen Colombo und Baguenade, das bester Massenet ist, unb endlich das unvermeidliche „intermebe", das wir bei Massenet seit „Thais" kennen und das nwoeigerlich mit einem effektvollen Violinsolv beginnt: auch diesmal wurde der Schlager stürmisch zur Wiederholung verlangt. Mso ein „populärer" Erfolg, was in Paris heißen will, daß bei der hundertsten Ausführung das melodiewütige bürgerliche Publikum sich ebenso enthusiastisch frei gen wird wie jetzt das angeblich so ironische, ober im' Grunde recht naive und in musikalischen Dingen hilflose Publikum des „Tont Paris". F r a n z F a r g a. — Preisaufgaben. Nach dem Märzheft des „Deutschen Statistischen Zentralblattes" (Verlag B. G. Teubner, Leipzigs hat die Gruppe „Statistik" der Internationalen Ausstellung Leipzig 1913 sechs Preisaufgaben gestellt, für die Preise im Gesamtbetrag von 3000 Mark verteilt werden. Die Aufgaben lauten: 1. Welckze statistischen Grundlagen sind zur Ausstellung von Bebauungsplänen für größere Städte erforderlich? — 2. Die Rentabilität der Wohnhäuser in den Städten. — 3. Bestellbauten und Verkaufsbauten. — 4. Tie bevölkerungsstatistischen Unterlagen für eine planmäßige private Bautätigkeit. — 5. Geschichte des Baugewerbes in Deutschland nach den Berufs- und Betriebszählungen. — 6. Die Schwankungen des Straßenverkehrs nach Wochentagen und Tagesstunden. — Die Lösungen der Ausgaben sind bis zum 15.' Juni 1913 an das Direktorium der Ausstellung ht Leidig einzureichen. — Kurze Nachrichten aus Kun ft und Wissenschaft. Vom 4—6. Mai findet in Frankfurt a. M. die erste Tagung des kürzlich gegründeten Frauenkunst-Verbandes statt. Dieser BetzbaiU» bezweckt den Zusammenschluß aller in der bildenden Kunst berufsmäßig arbeitenden Frauen und hat zum Ziele die gegenseitige Förderung in allen beruflichen und wirtschaftlichen Fragen. Angeftrcbt wird die Einrichtung von Ver- kaufsvernnttlung und Faärauskunftsftellen und die Förderung günstiger Ausstellungsaelsgen'heiten. — Ter Ausschuß für das Heinedenkmial in Frankfurt a. M. hat den Bildhauer Kolbe- Berlin ntit der Ausführung beauftragt. ans der gleichen Veranlassung; außerdem entdeckte die Polizei am 24. März in Saigon und Cholon acht Bomben. Die chinesische Anleihe. Die „Times" meldet aus Peking vom 27. d. Mts.: Ter Grad der Empörung der revolutionären Partei^ Über die Anleihe kommt darin zum Ausdruck, daß Dr. Sun- jatsen den Konsuln in Sckstmcchcn förmlich mitgeteilt hat, daß die Vollziehung der Anleihe ohne Teilnahme der Nationalversammlüng einen Bruch zwischen dem S Ü d e n u n d Norden herbeiführen würde. Die Drohung ist nicht unbedeutsam, da man Grund zur Annahme hat, daß die Revolutionäre gewisse vorbereitende militärische Maßregeln ergriffen haben. Ans Stadt und Land. Gießen, 29. April 1913. •• Der neue Fahrplan des Gießener Anzeigers ist erschienen und liegt der heutigen Stadtauflage bet. Er enthält in der gemolpitcn übersichtlichen Anordnung sämtliche für Oberhessen hauptsächlich in Betracht kommenden Fahrpläne, den Personen- und Geväcktaris, sowie ein Verzeichnis der für Gießen vorwiegend in Betracht kommenden Fahrpreise nach deutschen und ausländischen Stationen. Dem Fahrplan sind einige Notizblätter und ein Kalender neu beigefügt. * •• Titelv erleihung. Der Großherzog hat dem Oberlehrer an der Realschule zu Butzbach Friedt. Glas erden Charakter als Profestor verliehen. •• Lehrerpersonalien. Dem SchulamtSaspiranten Phil. Gieg au§ Eckelsheim wurde eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Volxheim übertragen. ** ® rlebigt ift die Stelle eines Maschineningenieurs bei der Dampfkesselinspektion in Darmstadt. "Die Hagelschäden in Hessen 1912. Im ganzen gab es in 22 Gemeinden Hagelschäden, die sich über 2908 ha erstreckten. 260 h waren versichert und 2648 h waren nicht versichert. Der Geldwert des Schadens betrug 29 899 Mk. der versicherten Schadenfläche unb 313 373 Mk. der nicht versicherten Schad'ensiäche. Von den Versicherungsgesellschaften wurden 26 009 Mk. Entschädigungen bezahlt. In Oberhessen wurden nur aus 2 Gemeinden des Kreises Alsfeld und einer des Kreises Schotten Hagelschäden gemeldet. Versichert waren 39 h und 341 h nicht versichert. Der versicherte Geldwert betrug 1400 Mk. und wurde voll vergütet. Nicht versichert waren 5150 Mk. Geldwert. ** Der B ü r g e r b e r e i n Gießen hielt gestern abend im Hotel „Einhorn" feine sehr anregend verlaufene Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Lehrer Müller,' gab zuerst einen Jahresrückblick über die Tätigkeit des Vereins im verflossenen Vereinsjahr, mit dessen Fassung sich die Versammlung einverstanden erklärte. Es ging daraus hervor, daß der Verein auch im letzten Jahr bemüht war, durch sachverständige Vorträge, Belehrung und Aussprache klärend zu nrirken und das allgemeine Wohl der Bürgerschaft zu fördern. Ohne auf die einzelnen Punkte der Vereinstätigkeit näher einzugehen, sei nur daraus hingenriesen, daß sich der Vorstand in einer Eingabe an die Eisenbahndirektion Frankfurt gewandt hat wegen Aushebung der lästigen Bahnhofssperre für die Wartesäle, leider ohne den gewünschten Erfolg. Die Rechnungsablage mußte bis zur nächsten Versammlung zurückgestellt werden, da die Rechnung zwar fertig» gestellt, aber noch nickst geprüft ist. Doch konnte der fRcdmer. Kommerzienrat Mueller, berichten, daß das Vermögen des Vereins von 850 Mark auf 110^ Mark gestiegen ist. Die ausscheidenden Borstaiidsmitglieder würden durch Zuruf wieder gewählt. Da keine Anttäge eingebracht waren, konnte man sich dem letzten Punkte „Aussprache über städtische Angelegenheiten" zuwenden, was denn auch in der ausgiebigsten Weise geschah. Die Aussprache dichte sich hauptsächlich um die Frage der Verlegung der Bürgermeisterei, deren Räume längst nicht mehr den heutigen Anforderungen genügen. Eine Zusammenlegung der zurzeit gehennten Aemter liegt im Interesse der städtischen Beamten und der raschen Erledigung ihrer Arbeiten und im Interesse der Bürgerschaft, besonders der Geschäftswelt. Der eine Zeitlang bestandene Plan, das alte Kliniksgebäude zur Aufnahme der Bürgermeisterei Herrichten zu lassen, daN als überwunden angesehen werden, wenn auch ein Redner dafür eintrat, den Gedanken nicht kurzerhand abzuweisen. Es fei unter den gegebenen Umstünden angebracht, die alten Kliniksräume zur Unterbringung sämtlicher städtischer Aemter, wenn auch nur provisorisch auf eine Reihe von Jahren zu verwenden. Man war sich schließlich darin einig, daß das Gebäude wegen seiner Sage, ganz nahe der Eisenbahn mit all den Störungen und Belästigungen, seiner unpraktischen Bauart und ungünstigen Licktverhältnisse weder zur Unterbringung von Schulklassen, wie auch vorgeschlagen mürbe, noch als Bürgermeisterei verwendet werden könne. Das einfachste und beste sei immer noch der Verkauf und es sei erwiesen, daß sich Käufer fänden, wenn der Vorgarten als Bauland frei gegeben1 2 würde. Beherzigenswert sei auck der Vorschlag des Pros. Dr. Rauch, der sämtliche Kunstsammlungen Gießens hier bereinigen wollte, zumal in absehbarer Zeit die im alten Schloß am Braud untergebrachte Sammlung anderweit untergebracht werden musst. Im Fall der Raum ausreiche, sei dies gewiß ein guter Gedanke, eine Dauerausstellung für Handel und Gewerbe damit zu verbinden. Die Bürgcr- meifterei indessen gehöre mitten in die Stadt, auch schon mit Rücksicht auf die Bewohner des nördlichen Stadtteils, denen man seither nacheinander so ziemlich alles genommen habe, was mit Recht infolge der dadurch erlittenen schweren Schädigung eine große Unzufriedenheit hervorgerufen habe und weiterhin be?- borrufen müsse. Das Prinzip der Sparsamkeit müsse zukünftig mehr als seither hockigehalten werden, aber die Bürgerschaft werde gewiß zu den alten Lasten noch die neue nehmen, ein der Stadt Gießen würdiges Bürgermciftereigebäude zu errichten. Gegen V2I2 Uhr schloß die Versammlung. ** Vogelschutz. Die in der Frankfurter Straße stehenden Linden- und Kastanienbäume sind die Hauptniftstätten der Hänflinge und Finken. Sie sind jetzt in der ersten Brut. Geht man jetzt mittags und abends die Frankfurter Straße entlang, sieht man eine Schar Kinder mit Steinen und Holz- stücken nach den Bäumen lucrfcn, um die Maikäfer zu erhaschen. Die so nützlichen Vögel, die ja selbst die Maikäfer lesen, werden in ihrer Brut verjagt. Heute abend fand ich unter einem Baum ein vollständiges Distelfinkennest mit zerbrochenen Eiern. Die Lehrer sollten in der Schule die Kinder anweisen, diesen Unfug zu unterlassen. Kreis Schotten. d. Ober-Seemen, 28. April. Ein von hier in Hirzenhain bei dem Erdarbeitenunternebmer Vonacker von Heblos bei Lauterbach beschäftigter löjähriaer Junge hatte sich am Samstag eine zum Schießen fertige Dynamitpatrone an geeignet, um zu Hause Schießmeister zu spielen. Am Sonntag nachmittag ging er ins Feld und entzündete die in tbcr Hand haltende Patrone, die sich plötzlich entlud und itym einige Finger abschlug und die nicht weg- aeschlagcnen arg verletzte. Er ging sofort mit der stark blutenden Hand zu dem in federn wohnenden Arzt, der einen 'st^>tverband anlegte und ihn in die Klinik nach Gießen schickte. d. H a r t m a n n s h a i n , 28. April s Bei dem Festtagen Gewitter schlug der Blitz in den Schornstein des Sattlermeisters Heinrich Strauch, entzündete aber zum Glück nur den Ruß. Durch den hierdurch aufsteigenden Rauch rechneten die Bewohner auf einen Brand, und sofort wurde die Feuerwehr alarmiert. Diese brauchte jedoch ihre Gerätschaften nicht in Tätigkeit zu setzen. Starkenburg unb Rhein Hessen. w. Darmstadt, 28. April. Prinz Heinrich der Niederlande ist heute mmittag 1 Uhr im Antoobil znm Besuche des Großh. Hofes hier cingetroffen. Die Königin Wilhelmine, deren Besuch ebenfalls angemeldet war, hatte kurz vorher absagen lassen. Der Prinz reift nach der Früh- stückskafel wieder nach Hohemark zurück. h. Do rnheim, 28. dlpril. Ter 75-jährige Heuhändler Hardt von hier, der sich 'kümmerlich durchs Leben schlug, wurde gestern im Walde bei Bickenbach verhungert au f ge fanden. Hessen-Nassau. h. Frankfurt a. M., 28. April. Die jüdischen Viehhändler haben infolge des israelitischen Feiertags den heutigen Viehmarkt nicht beschickt und damit das ganze Geschäft kl ahm gelegt. Es waren nur Schafe unb Schweine aufgetrieben; von Großvieh standen nur 9 Ochsen, 7 Bullen, 44 Kühe und 20 Kälber zum Verkauf. Preisnotterungen erfolgten deshalb überlMtpt nicht. (-) Bad Homburg v. d. H., 28. April. Durch die Unachtsamkeit einiger Ausflügler wurde gestern nachmittag an der Elisabethenschneise eine Schonung junger, ü^aunen durch einen Brand vernichtet. Den Feuerwehren von Homburg und Dornholzhausan gelang es schließlich, den Brand einzudämmen. $rau Vr. Blume vor Gericht. 2£ Posen, 29. April. Nach einer umfangreichen Voruntersuchung beginnt am Freitag in einer außerordentlichen Schwiirgerichtsperiode die Verhandlung gegen Frau Dr. Blum e, die unter der Anklage steht, ihren Marin vorsätzlich erschossen zu haben. Die bisherigen Ermittlungen haben schon die Einzelheiten der schrecklichen Tat ge- llärt, die Veranlassung aber ist noch immer in Dunkel gehüllt. An einem September abend des vorigen Jahres kam Frau Dr. Blume in den Gasthof von Mandel bei Unterberg in der Nähe von Pofen gelaufen und teilte mit, daß. sich ihr Mann aus Unvorsichtigkeit erschossen habe. Der Behörde gegenüber machte sie dieselben Angaben. Sie hätte sich mit ihrem Manne im Walde gelagert und plötzlich ein Geräusch gehött, auf das sie den Gatten aufmerksam machte. Dieser habe erwidert, sie möge keine Angst haben, denn er habe einen Revolver bei sich. Ihr Mann habe ihr auch die Waffe gezeigt und dabei sei der Schuß losgegangen, der ihren Mann tödlich verletzte. Diesen Angaben wurde zunächst Glauben geschenkt, die Leiche wurde begraben unb Frau Dr. Blume reiste nach >dem Gute ihrer Eltern Ruszkowo bei Schroda ab. In der Folge machten sich aber verschiedene Verdacktsgründe geltend, daß ein Selbstmord ausgeschlossen sei, unb die Frau wurde nach acht Tagen bei ihren Eltern verhaftet. Zunächst blieb sie bei ihren früheren Angaben. Der Untersuchrmgsrichter hielt ihr aber vor, daß ihr Eheleben schon kurz nach der Hochzeit völlig getrübt gewesen, und daß in ihrer Privatkorrejpondenz Briefe gesunden wurden, die auf ein intimes Verhältnis zu einem Arzt hindeuteten. Es wurde weiter festgestettt, daß Dr. Blume Beweise der Untreue seiner Frau in der Hand hatte unb sich mit der Absicht trag, die Scheidung einzüleiten. Unter dem Druck dieses Materials gab die Frau dann an, daß sie ihren Mann in einem Augenblick der Verwirrung erschossen habe. Sie wurde daher in einer Anstalt untergebracht und aus ihren GeistesMstand untersucht; ed wurden bei ilr- aber keine Anzeichen entdeckt, daß etwa der § 31, St. G. B. in Frage kommen könnte. Schließlich legte sie dann ein Geständnis ab, baß 'sie ihren Mann vorsätzlich erschossen habe, und zwar an der Stelle, an der sie sich etwa ein Jahr vorher mit ihm verlobt hatte. Wie die Arrklage annimmt, hat die Frau ait5 Angst und Scham gehandelt, sie wollte den Mann beseitigen, ehe sie im Ehescheidungsverfahren als Schuldige erkannt worden war. Nachdem sie in der Untersuchungshaft von einer Tochter entbunden worden war, wurde die Anklage gegen sie erhoben. * Frau Dr. Blume war eine gefeierte Schönheit unb hatte schon als junges Mädchen zahlreiche Verehrer, galt aber immer als etwas exzentrisch. Sie hat die Handels- unb Gewerbeschule in Posen besucht unb verlobte sich nach Abgang aus der Schule mit einem Ingenieur. Bald nachher lernte sie den Assistenten am hiesigen Museum Dr. Blume kennen, dessen wohlhabende Eltern in Berlin-Steglitz wohnen. Aus sein Drängen löste sie die Verlobung mit dem Ingenieur auf unb ging mit Tr. Blume ein Verlöbnis ein. Im April sand die Hochzeit.statt, obwohl die junge Frau damals schon in anderen Umständen war und der junge Ehemann um diesen Zustand gewußt haben soll. Für die Verhandlung ist ein ziemlich umfangreicher Zeugenapparat aufgeboten. ____________________________________________ Soldü tenmißhandlun gen - eines Ha uptwanns. 4. Thorn, 28. April. Vor dem' Kriegsgettckst der 35. Division wurde nad) namtägiger Verlstmdlung der umfangreixbe Prozeß gegen den Hauptmann Köhler itnb den Feldwebel Krein i n, beide von der ersten Kompagnie des Infanterieregiments Nr. 176, ivegen Mißhandlung Untergebener zu Ende geführt. Wie bei der ganzen Verhandlung, so mar auch bei der Urteils-, bcgrünöung die OÖffentlichkeit ausgeschlossen. Das öffentlich verkündete Urteil lautete: Der Hauptmann Köhler wird wegen vorschriftswidriger Behandlmrg Untergebener in 2 Fällen, wegen Mißbrauchs der Tienftgewalt in einem1 Falle, wegen Vergehens gegen § 147 in 5 Fällen, wegen Vergehens gegen § 117 in einem Falle und wegen Vergehens gegen § 139 in zwei Fällen, freigesprochen, dagegen wegen Vergel>ens gegen die §§ 115 und 116 in fortgesetzter Tat, wegen vvrschriftswidriger Behandlung Untergebener in 62 Fallen, wegen Mißhandlung Untergebener in 45 Fällen, darunter 2 in Strafverschärfung gemäß § 55 Abs. 2, wegen Mißbrauches der Dienstgewalt in 2 Fällen unb wegen Vergelwns gegen § 147 in .2 Fällen zu sechs Monaten Festungshaft verurteilt. Der Feldwckbel Kvenrin wirb wegen Mißhandlung Untergebener in 3 Fällen, vorsckwiftswidriger Behandlung in einem' Falle, Vergehens gegen § 147 in einem Falle unb wegen Verbrechens gegen § 97 in einem’ Falle frei gesprochen; dagegen wegen Mißhandlung Untergebener in *58 Fällen, vorschriftswidriger Behandlung Untergebener in 9 Fällen, darunter 2 in Strafversckrärsung gemäß § 55 Abs. 2 und wegen Mißbrauches der Tienftgewalt in einem’ Falle zu sechs Wock>en gelrnben Arrestes verurteilt. — Hauptmann Köhler erklärte sofort, daß er sich bei dein Urteil beruhige. ♦ Leipzig, 28. April. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Brunnenbaners ßluftau Kolbe, der vom Schiour- nericht in Berlin TI am 15. Marz tu eg en T 0 tschlaaes an dein Sekretariatsasftsteitten Franz Bebm ani 7. Oktober 1909 in Taben- dort zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt worben war. Gordon-Ben net-Fahrt. Kopenhagen, 28. April. Der Ballon „Niederschlesten^' vassierte heute früh 5 Uhr Süd-s^land. Der Führer ftann wart Aiuci nach Dresden bestimmte Telegramme aus der Gondel. Ter Ballon „Otto Lili thal" überflog heute vormittag U3/* Uhr M SÄSj 'London, MM L Apparat Iti ia Fliegt # Berlin her Mtoninw" ^siiooche fan Neunten 'ÄMpd YlWrs unb Ailift bingterte. ♦ Sterine er in der Rack W leitete hie milckungsverM da M m Mc das Lpfei W Zeit V«M in Aachen. Cs in her Aachener jittfuit.q der Tl MMert. * Bawult gilicler Wa Er starb bald i * Das Exv Hai das vierte Tr as kailoivitz. * 3m bad wie schwere WäM.en und "Wöhren iem Ererziervlal ttrie--9legimeiit s *6inc £' tinn der wohl unter der Bes zu habm, in S firan des Ar Herrn mit den abgchrndt; ge< Birne er die j Freudig nahm chrem Kontol erheben, hie Der Gauner sttllungsloser sein, hätte < Giess dem lieb ai .. Attib W-Konto »aren Nlien Abituren v3««gIX. g, A S °"s- Selben. " Ädh«. =§5 fit. ■ h?n'hti •y-•yff' / i .‘X.f -' v fe’-A'-»V. ■ :v - N W M W '?LE Frida Struck Arthur Struck» Giessen (Marburger Str. 9), den 29. April 1913, Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines unvergesslichen Gatten, unseres lieben Vaters sagen innigen Dank Minna Struck geb. Ruckstuhl I MW aus Laaland. Markgräfler-Land gingen strich- schläge nieder und richteten an den 2739 03599 MM« faste Scheck-V erkehr. cw, iilÄÄn 03502 Paniidösu. Caialonier,rot u.weiß 0.70 85 1 nrbi^’taWI Ausführung von Bövscn-Auftrügen an den deutschen nnd den mouHffebensten an«- Händischen Börsen unter bill. Bedingungen Vermietung v. Schrankfächern (Safes) in ge- panzert.Tresor unt.Selbstverschlnss d.Mieter :: Agentur der Hamburg-Amerika-Linie :: Eöliesme iteseline Satin Kattune Or. ECleän sen. ist verreist 8»is Ende und wird vertreten durch die Herren Dr. Richter San.-But Dr. Schliephakc Dr. Steinreich San. Rat Dr. Zinsser. [CREME DEHNE b°estV6IW in aus Kattowitz. * Im badischen - Sarfenkies liefert prompt und billigst Tel. Ü59. Hübsamen Fünen, passierte Bogense und flog über das Kattegat nordwestlich weiter. Der Ballon „Hannover" passierte heute früh Nakskow Weä^haBBe I Ecke Wolkengttssc weise schwere Hagel, Obstbäumen und Feldfrüchten viel Schaden an. * Während eines schweren Gewitters wurde auf dem Exerzierplatz Lerchenfeld der Musketier Lehrt vom Infanterie-Regiment Nr. 120 vom Blitzschlag getroffen. * Eine Leichtgläubige. Vor einigen Tagen war einer der wohlhabendsten Bürger der Gemeinde Rißegy da: es gwl rem Arerr, oas ihm der Idee oder dem künstlerischen Standvnnkle nach ähnlich wäre. Tie vielverzweigten Interessen und literarischen Richtungen unserer Tage bringen es allerdriigs mit sich, das; auch die gowissenhasteste Kritik die melerlei etvo- rnungeu verschieden widerspiegelt, — ost lobt sie, wo man meint, daß sie tadeln müsse. Max Geißler stellt sich mit seinen Urteilen über die nwdische Literatur in scharfen Gegensatz zu der landläufigen Einschätzung, yirtiflentum und Verfalldichtung sind im Schwung, sie beherrschen einen Teil der Bühnen und liefern die weitaus größte Zahl der Romane. In dem Vorwort zu seinem Werke bezeichnet Geißler seine Stellungnahme dieser Zeitströmung gegenüber als „grundsätzlich vom Standpunkte gesunder Kunstwertung ; darum lehnt er ab den zersetzenden Geist des Artistentums und der Dekadenz, wo und unter welchem Namen er ihnen immer begegnet. Jeder Besitzer einer Literaturgeschichte findet im Geisster'schen „Führer" ein ergänzendes Lexikon bis zu Beginn des Jahres 1913. Wer sich zurechtfinden will in der Vielheit der Erscheinungen vo„ heute, tver sich in der deutschen Literatur von dem bezeichnete,, Standpunkte ans rasch und gründlich orientieren will, der dürste von Max Geißlers „Führer" nirgends im Stich gelassen werden. unter der Beschuldigung, seine eigene Scheune angesteckt ^u haben, in .hast genommen worden. Gestern erhielt die ftrent des Verdäckchigten den Besuch eines sein gekleideten Herrn mit dem Vorgeben, er sei vom Amtsgericht Biberach abgesandt; gggen sofortige Aushändigung von 30 000 Mk. könne er die straflose Freilassung ihres Mannes bewirken. Freudig nahm die Fwau das Anerbieten an. Sie ging mit ihrem Kontobuch Kur Bank nach Biberach, das Geld zu erheben. Hier klärte man sie über den Schwindler auf. Der Gauner wurde im Hotel verhaftet. Er gab an, ein stellimgsloser Metzger Eberhard Zweifel aus Gutenzell zu sein. Hätte er nur 5000 Mk. verlangt, die Frau hätte Hannover, 29. April. Der Flieger Audemars, der gestern früh in Villacoublah bei Paris anfgestiegen ist, ist nach einer Zwischen!andung in Mühlheim um 6 Uhr hier auf lher lVahreüftelder Heide gelandet. Heute h at er fc-ott Weiterflug aufgegeben. w Kopenhagen, 28. April. Heute morgen landete auf der Insel Seeland, nördlich vonHvalsee, der Ballon „Prinz Adolf" aus Bonn, der gestern abend mit sieben anderen Ballons in Dresden ausgestiegen war. Ein Passagier, der Fabrikant Andernach, fiel vor der Landung aus der Gondel und wurde erheblich verletzt. Der zweite Insasse.war ein Herr Dr. Groba. London, 28. April. Als der Militärflieger Leutnant Harrison beute morgen nach Farnborough fliegen krönte, überschlug sich infolge eines hefügen Windes sein Zweidecker. Der Apparat sttrrzte ans einer Höhe von 350 Fuß zur Erde. Ter Flieger war sofort tot. Amtlicher WetterbeUcht. Wetteraussichten in Hessen für Mittwoch, den 30. April 1913: I Wechselnd bewölkt und ivArm; strichweise Gewitterregen. 0.60 0.80 0.85 1.20 1.00 1.00 1.10 0.90 1.20 1.20 1.50 1.30 1.80 1.50 1.80 1.40 1.20 2.30 1.20 Portwein .... Sherry ..... 7#loRCttiel, fein süß Kognak-Verschnitt Kognak-Wein brand San Lorenzo, bitter . SpamscsSae Bahnhofstraße (03099) Georg A.Jasmatzi Akt.Ges.Dresden Größte deutsche Cigarettenfabrik Bio ja d. Vilinfranca, rot n Prtorato n. Alicante, rot u ISr.ioJva, weiß . . In ei Nanin» BI ntroter Süßwein. Sflconnt bei Ech,sU nib toben nur "i« »ttfcuf. wt Nicht M- Surd, bi, Jtcrn nachmittag I lungec. 2^^ kHMren von sÄirtzlich, ben Seliistfleieri. Cißßhnnen bei Aua. Schneider [ns0,s Svengleriustr., Dammftr. 6. Liquidations-Bilanz am 1. April 1913. .xfdik Ichtö e rrlti'l,lir' | JH, 1947.— 2865.34 : 2891.55 476.69 212.21 8392.79 F Beste Bettenfüllang^ sind die vorzügl. stillenden, sehr elast., echt chinesischen Monopoldaanen Ifief. aesch.) Pfund M. 2.85 34 wmb genüg, zu großem Oberbett. Vers. geg. Nachnahme. Verpackung frei. Gustav Lustig Berlin S154, Prinrenstr. 46 ersetzt schnell und billig Wilhelm Schmitt Glascrmeister Kanzleiberg 7 Telephon 575. [”■>* Täglich frischen Spargel empfiehlt 2949 J. Klingelhöfer Wetter gaste 5 Tel. 707 Die Mitgliederzahl beträgt 122. Bezüglich Auflösung des Vereins werden die Gläubiger aufgefordert, sich bei der Genossenschaft zu melden. Konsum-Verein e. G. m. u.H. Klein-Lindcn Die Liquidatoren: P. Jung IX. I. Germer I. P. Reuschling IV. K. Lotz._____________________2916 vüchertisch. — Ein aufsehenerregendes Werk über d ie Litera t n r der Gegenwart. Wo die Litcratnraefchichten im Stiche lassen, also bei den Allerneuesten, dort setzt Max Geißlers soeben erschienener .Führer durch die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts" ein. (Alexander Tnnckers Verlag in Weimar.) Tas Buch ist fein Literaturkalender, der nur Namen, Taten und Titel anführt, sondern es entivirit ein oft recht kritisches Bild von jedem lebenden deutschen Dichter und Schriftsteller, ber dem Verfasser seiner literarischen Existenz nach bekannt geworden i|t. 2800 lebende deutschfchreibende Autoren haben in dem Bande v.on über 750 Seiten Ausnahme gefunden, oft mit biogravhischen Angaben, immer mit dein Verzeichnisse der von jedem veröffentlichten Werke. Ter Hauptzweck des Geißler'schen Buches aber ist die Kritik, die bestrebt ist, ein literarisches Charakterbild jedes Schasienden in markanten --------- ------- ,... Fügen zu liefern. So steht der „Führer" in der Tat ganz einzig « Wechselnd beivölkt und marin; str'.chwelse Gewitterregen. ikht. n. 29. M l bcMnt am M !?pcrwbe die $er= i ber Anklage ftehi. biÄerigen Ermitt- ttccklichen Tat gr- in Tanke! gehttlt Ähres kam Frau llnlerberg in dtt sich ihr Mann aur gegenuber nradf’c ihrem Manne im fort, aut das sie erwidert, sie mögt 'lmr bei sich. An tobet sei der Schuß 1 :. Tiefen Angaben X wurde begraben ' er Eltern Ruszkotm 1 ch aber nerichicdeni S ausgeschlossen sei, ihren Eltern Vereen Angaben. Der ihr Ebeleben schon oesen, und datz 'in curben, die auf ein ■ n. Es wurde weiter .ntreue seiner Fran trug, die Äheidunq nals gab 'die Fran Md ber Scmrang fljtalt lutte&bwii ! wucdm bst. Ä. «m ein Geständnis m habe, und zwar chr porto mt M rau ans Angst und näligm, ehe stt m worden war W r Tochter entbunden erhoben. -chonbeit und. M aalt aber imw t iM au5 sie den Wito« n Gängen loste ne nw mit Tr. Min ,... obwohl tf-t baden soll. rM cher ZeugenaVparal GSttsltgts Wdfl-Äegcbot. 5000 Flaschen Wein kaufen wir, solange der Vorrat reicht, zu sehr billigen Preisen. früher. Preis jetzig. Preis MM in I fr1»1“« m 2g1gßdrttg : .[je, wegen » -17 st, U Fallen, j *139 »ö 116 ; en btfJsAL Unter- Behanduw» llt ; ei««!' । w** "'’Lr?1"' kopflos, Iai0/4 4-8-psündigPfd.30Psg. im Ausschn. Psd. 35 Psg. RchMücaPsli.SSPf. LecheA W.8SPs. SrflöHcn Pst. 5»! Pf. Fjschkoitleits M Brststikflfisiise M Spargel Mittwoch cmtrcffcnd: scinst. Gonficnhelmcr II. Qualität Psd. 45 Pfg. Aktiva, dtt Kasia-Konto 3807.04 Waren 3875.38 Mobilien 89.95 Utensilien 21. Debitoren 599.^6 Passiva. Mitglicderguth. Reservefonds Betriebsrücklage Verwaltungskost Reingewinn 8392.79 Jede Mutter kann ihren Heranwachsenden Kindern täglich für wenig Geld und mit wenig Mühe einen nahrhaften, wohlschmeckenden Oetker-Pudding aus Dr. Oetker s Puddingpulver zu 10 Pfg. (3 Stück 25 Pfg.) vorsetzen. a Es ist ein Vergnügen zu sehen, wie Kinder jeden Alters solch einen Oetker-Pudding bis auf den letzten Rest verzehren. Für Kinder gibt es kein besseres Nahrungsmittel, hv*/, BdkofsKdmmer-Lichtspiele amSelfersweg.' ■. * Programm vom 29. April bis 2 Mai: W Heute Dienstag zum letzten Male Sarah Bernhard in I Die letzte Liebe einer Königin [ Versäumen Sie nicht, dieses hervorragende Werk, g welches einen groh. Erfolg errungen hahanzuschen. I Das Amulett Schlager 1. Ranges. Eine Sage in zwei Akten, f Der erste Akt des eigenartig fesselnden Bildes I spielt im Jahre 400 n. Ehr., während das -weite ß. Bild in der Jetztzeit spielt. Wundervolle« Aufnahmen und hervorragende Inszenierung. | Märtyrer der Wissenschaft l Glänzendes Werk in drei Abschnitten. Dieser Gaumontfilm ist ein Meisterwerk der Kinokunst. i Unter der Perücke Reizende Komödie aus der Rokokozeit. Ans dem Tagebuch einer Ente Interessanter und origineller Naturfilm. tarta interessante Schemen! end Einlagen. | Inh: Karl Ohm. Burggraben. Tel.586. Best bekanntes Speisehaus — Diners, Soupers, ä, la Carte. Täglich grate Doppel-Konzert 2 Musikkapellen. — 14 Personen. sseo 1. Schrammel-usik. 2. Tamburitza-Kapelle. Anfang 7‘A Uhr. Progra mm 20 Pfg. Sonntags 31/2 Uhr. Stürme Als 2. Schlager Leta-ta* Bad Worrishofen tÄ aturaufnahme. Puffels Debüt Erstklassige Komödie. Sowie der übrige reichhaltige Spielplan Heute neuer Spielplan uom 29. Hpril bis 2. Mai 1913 Herzens- Ergreifendes Drama in 2 Akten. Dieser ausgezeichnete Film zeigt tn stark realistischen Bildern den tragischen Ausgang einer Jnterefien-Heirat. Das Suiet befitzt nicht nur eine tiefe Moral, sondern ergreift durch seine wunderbaren Aufnahmen das Herz eines jeden Besuchers. a »/< M Plockstrasse 12 ” Drama in 2 Akten. Gespielt von ersten Bühnenkünstlern. Dieses überaus effektvolle Lebensbild istv.tiesergreisenber Realistik und bietet eine Fülle entzückender Einzelheiten. Gairmontwoche ®“ä seit. Biograph 'I 30t i Seidenbatist-Blusen mit Stickerei- Einsatz 1.50 Mk. Bedeutende Auswahl in Seidenbatist-Blusen i. den Preislagen Mk.9.00,8.00, 6.00 bis 3.00 Seidenbatist-Blusen mit reich. Stick.-G arnierung a29/, 4*50 Mk. Mädchenblusen in weiß,blauweiß, Mk. 4.50, 3.00, 2.50 A. Salomon &Cie. “ ta-taii taeo« M Wir fordern alle der Schule entwachsenen jungen Leute aus, unserer v2i/4 Ziigliiigs-Abteilviig beizutreten. Sie haben darin Gelegenheit, durch regelmäßiges Turnen sich Gesundheit, Ztrast und Eelvaudtbeit zu erwerben und die Schäden der einseitigen Berufsarbeit wirksam zu bekämpfen. Der Vorstand. Anmeldungen werden Dienstags und Samstags, abends 8*/2—10 Ubr, vom Turnwart in unserer Turu- balle ISteinsttahe) entgegengenommen. Der vierteljährliche Zöglings-Beitrag beträgt 50 Pfg. Männer-Turnverein himmelfahrtturngang Abfahrt morgens 459 nach Limburg (Besichtigung des Domes». Dann Fahrt bis Diez-Zollhaus. Von da Marsch nachRuineHohlenfels-Katzcn- elleubogen-Jammertal - Singhosen- Mühlbachtal-Nassau. (Führer W. Georg.) Fahrpreis ungefähr 4 Mk. Um zahlreiche Beteiligung bittet v20/« Der Vorstand» Artillerie-Verein Himmelfabrttag Ausflug nach Braunfels. Bon da aus Fufitour durch Siebenmühlental, Honigmühle. Abfahrt nach Wetzlar 8*° Uhr. Nachzügler lso Uhr oder 313 Uhr. Sonntagbillett nach Braunfels. Liederbücher find mitzubringcn- Treffpunkt: Brauerei Wahl. Samstag, den 3. Mai: Monatsversammlnng im Vereinslokal. Um icdit zahlreiches Erscheinen bittet Der Borstand. vro/4 HimmelfahrtiMr M Sichcnfopt Abfahrt 5M Uhr vorm. Fahrkarte lösen bis Buchenau. Nadzzllgler fahren 818 Uhr bis Biedenkopf. Treffpunkt: Restauration Jäger. lv^/«]_______Der Vorstand. Reehmühle im Biebertal Donnerstag, den 1. Mai (Himmelfahrttag), von nachmittags 3 Uhr ab: Konzert und Tanzbelustigung wozu freundlichst cinladet [03592] W. Rech. Leihgestern Wirtschaft „Zum Bahnhof" an der Station Groüen-Linden Kuinttlschil wozu freundlichst einladet Os*] A, Denn, Gastwirt. Sämtl. Rild. z. Fabr.-Pr. nnt. Gar. an Händler. Prosp. gratis. [02902] Kren» 9 I. Uleplplad-M Hiiimelfahrtansflug [halbe Tagestour.) Abmarsch 5'/, Uhr morgens Tour: Forsthaus Hohe Warte —Schiffenberg—Rindsmühle Zusammenkunft: int Vereinslokal. Gäste willkommen! 03604] Der Vorstand. Horstenburg bei Lich Himmelfabrttag, 1. Mai: Tanzmusik im Freien wozu ergebenst einladet 2927] August Schmidt. lielttrMoiir Marburg—Biedenkopf (tn Damen). Abfahrt S38 Uhr vorm. Sonntagsrarte Marburg [Hauvrbahnhof). [2951 Der Vorstand. WWW himmelsahrttour Bieber — Königsberg — Ehringshausen. Abfahrt morgens 8.03 Uhr Bicbcr- talbabn. — Um zahlreiche Beteiligung ersucht v29/« Der Vorstand. u. Damenverein Gabelsberger Donnerstag, 1. Mai Himmelfahrt- Ansslng [Siehe Karte) Abfahrt 6<9 Uhr nach Butzbach. Nachzügler wollen sich nachmittags 2 Uhr aus der Honigmüble bei Wetzlar einfinden. NB. Bei ungünstiger Witterung von 4 Uhr ab Familien -Zusammenkunft im „*43oitfcUcr“. [v”/« Am Himmelfahrttage, nachmittags 3 Uhr, Chchllches MO-Fest auf der Holzburg bei Klein-Linden unter Mitwirkung von Posaunen- und Gesangchor. Ansprachen halten: 2945 Missionar Michel aus Borneo und andere. Auf nach Ladir -Tirol! Entzück. Alvcnluftkurort, altrenomm. Schwefelbad. Pens. M. 4.70. Prosp. sr. d. Dr.RtiUor, Ladis bei Landeck. iC"/« Heuchelheim Am Himmelfabrttag, den 1. Mai [2839 Konzert und Tanzmusik wozu höflichst einladet Heinrich Kröck V., Eintritt frei._______________________.zur Stadt Gießen". Bunsberg Am Himmelfahrttage (von 4 Uhr früh), sowie an den beiden Pfingsttagen ist die Wirtschaft von morgens bis abends geöffnet. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 2950 Liidw. Schlierbach, Gastwirt, Bieber. Juxnlatzs vermähle Mittwoch, den 30. Avril, zum Himmelsahrtsmarkt Eröffnung sämtlicher Geschäfte. Himmelfahrtstag Eröffnung um 3 Uhr. Der Jurvlatz ist besetzt mit Karussell, Schaukel, Schießbude. Kraftmaschine neu eingetroffen. Der kleine Mann aus Amsterdam, großartige Neubett. Grösstes und vornehmstes Lichtbild-Theater am Platze Ab heute bis inkl.nächsten Freitag, 2.Mai' Die gewaltigste Filmschöptung aller Zeiten Quovadis? Die Tragödie einer untergehenden a*/< Welt in 6 Akten von H. Sienkiewicz. Dieser Film wurde in Frankfurt a. M. im U. T. 3 Wochen lang tägl. vor ausverkanftem Hanse gespielt. Die Vorführung dieses Werkes bedeutet für Gießen eines der größten künstlerischen Ereignisse der Saison. Der Erwerb dieses Kiesenfilms ist für uns mit ungeheueren Kosten verknüpft, betragen doch allein die Inszenierungskosten für dieses Werk, welches einen Zeitraum von 2 Jahren für die Herstellung erforderte, 3 Millionen Lire! Trotz . des enorm hohen Leihpreises findet keine Preiserhöhung statt. — Täglich 3 Vorführungen 4, 6Vi und 9 Uhr «Sonntags 3, 5, 7 und 9 Uhr). Wesen des riesigen Andrangs an den Abendvorstellungen empfiehlt es sich, die Nachmittagsvorstellungen zu besuchen. (Abonnements haben keine Gültigkeit.) ü- Platz und Loge) können auf itdliy plal4ü schriftliche oder telephonische Bestellung reserviert werden. Vormittags 12—1 Uhr. Hervorragende künstlerische musikalische Begleitung durch die extra hierfür engagierten Herren Fotsch u. Schreiber aus Frankfurt a.M. Gießener Lichtbühne G.m.b.H. Telephon 2077 (Licht-Spiel-Haus) Bahnhofstr. 34 Die Geburt ei , den Frau. >ril 1913. zeigen an 293 Fabrikant Tröster junior HI. «Ui** Vie» Anzeiger" Ter Adget fleratuna der L ein volkspartem Meilen Lesung kk der Reihenfolge^ Auch die S Iindungin"ch'g vatives Mol örterung Id^le n der Teckungsoom Vehrvorlage vorg daß diese Berbmi entscheidende Fra Vehrvorlagc mdy Ter Krieg gicrnmcn den gn des Gesetzes bis dis zum 1. Cito und ein volksP gegen die von Ze Seite der Geschä diele politischen 1 gerade zweckmäfn mürben M Les Muß wurde jrage der Reihen Zu Beginn I Kurs Edler tz c t forlQge. Nach L im, die Saiiütau 1. 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