Nr. 502 Ter leyifer tri ehern: täglich, miet- 6mrxiQfl<- - VeilOge : oierutal ti» fie^reer^eedlieeMitler fvetma' :?-od.mtl.lren: «■jei^rr • icfte«. leaahtet wa lajctget •nr die lofleenttminex bis vorrntttaqS 9 Ufrt. Elftes Blatt Mittwoch, 24. vezember 1915 165. Jahrgang GietzenerAMger General-Anzeiger für Oberheffen Lotarioirdnick nö Verlag der vrihl'fchr« Um». Sich ind Steieöniieret R. kaige .. , , _ - , _ _ ____. _ Run fknbt; für den Reödftien, Lspedmon inö Dradcrei: SchslKratze 7» timeiflenteil: H. Beck. rr»natttcb75 BU oiend- hibdid) SM. UO. durch Mbtwle- u. 3rodaf:eUea monatlich Ä tff.; durch biet.(Bericht«- fnnl": Rad Neuiach; ür ,EMbi imb Land*: Die heutige Nummer umfaßt 12 Seilen. laflf»la(fn»rr au» dem Zähre 1813. 2 5. Tewembcr Hiuffebr ber bdTifdirn Truppen au5 Torgau und au« ber ©eanflenfdvi*! von Reu Ruppin Vie Botschaft des weihnachtsfestes. Tu lau’enbmal besungenes Pfcft Und immer muh ich neu dich gruben! Die gern Iah idi des Fohres Nest Von dir mir märchenhaft perfü6cn Mein her» wird Kind, mein Ange quillt, Jetzt glaub' ich an der Menschheit Adel, An küitst'gen Trieben, her uns stillt, Rn künst'gc Menschen ohne Tadel. Das tausendmal befuiiflcnc Fest ist wieder da, und wie gern glauben wir an lünft'gni Frieden, der uns stillt, an rünft’fle Menschen ohne Tadel, wie gern hören wir die Bot schaff, die nun schon feit bald rwei Fahrtausenden criönt und uns Friede auf Arbeit und den Menschen ein Wohlgefallen kündet oder, rmc es in der von den Sprackforickcrn richtig gestellten Fassung beiBt: Friede auf Erden an den Menschen des Wohlaesall.no Freilich bat die verheißungsvolle Bot schaff nur zu oft in schroffem Gegenfatz ;u den Singen dieser Welf gestanden Begingen wir doch im Fahre 1911 das Frn densfcsf ini Zeichen des ttrieges »wischen Ffalien und der Türkei, und als im vergangenen Fahre das Weihnachtslied ..Ehre fei (Holt in der hübe und Friede auf Erden" ertönte, klang in diese holde Botschaft mißtönend der Toiincr der Geschütze auf dem Balkan hinein. Doch diese traurigen Erinnerungen lehren uns, daß wir allen Anlaß haben, es nut Freuden zu begrüßen, wenn diesmal die Botschaft „Friede auf Erden", in der »ns so oft her Glaube fehlte, wirklich im Zeichen des Friedens erklingt, ob auch das bivloniatifdie'Jtodiipief »u den Balkankriegen noch fortbaueii und die wirtschaftlichen Nachwirkungen dieses bin ligen Völkerringens sich auf lange Zeit hinaus fühlbar machen werden Das aber empfinden wir um io schwerer, da der gewaltige industrielle Aufschwung der letzten Fahre ohnehin einer rückläufigen Bewegung Platz ui wachen droht, mit allen ihren Folgeerscheinungen des verschärften Wett bewerbe«, der drohend um sich greifenden Arbeitslosigkeit und des erschwerten und heftigeren Kampfes nrns Dasein, ums tägliche Bro: So lehren uns Nicht mir die blutigen Abrechnungen »wischen den Nationen, von denen uns die letzten Fahre io manche betrübenden Beispiele gaben, sondern e» lehrt uns teder Tag in unserem Leben die alte, aber ewig neue Wahrheit, daß Mensch sein heißt Stampfer fein, daß im Lehen der Menschheit ber Zustand des „Friede auf Erben" die Ausnahme, der Kampf die Regel und daß es eben deshalb mit dem Wohlgefallen der Menschen ober mit den Menschen des Wohlgefallens noch immer schwach bestellt ist. Diesem Zustande des Kampfes, der „der ganzen Menschheit zugefeilt ist", diesem Kasten und Fagen. diesem Raffen, und Streiten des täglichen Lebens, das sich im kleinen zwi scheu den Menschen, wie im großen zwischen den Nationen abf vielt, ruft das Wei hu acht sielt ein Kalt ui mit jener Macht, die vielleicht doch die stärkste in der Welt ist, mit der Macht der Liebe! Wenn am Weihnachtsbanm, dem ewig grünen, die Hellen Kerzen aufilammen und mit ihrem Glanze zugleich die Kerzen erwärmen, wenn in unterer Seele die löitner Uraufführungen. Aus Wien nhib uns geschrieben: Mit ber vieraktigen Tragödie Tie Besessenen . die oui der BolkSdü dnc ihre Urau hibnmfl frnib, bai bei Autor Nikolaus B/ r m i n betriarn, bah iebe5 cd e Nuuinner? Umfdi btc ihm flcbübrcnb* Horm b. i 4)1 imb fick gegen trbe andere erzwungene xtunftioikn.- enolgmch Ali metten treib Benoms Tragödie ist die Tramal,nerung bei Tostojewskischen Roman . .Dämonen", unb i:as von dem grandiosen, spannenden Eoo^ in den mer "her ubrig bli-b, in trob aller B -t-ibung für da.- Tfcratraludi.-J-lor. eine unerauid liche Häunina grausiger Effekte, Morde und -elbumorde, die unheimlichen Raketen gleich odgeknaUt werden '.e ballen bar- Bub! r- fum wobt in Atem, ohne ienr fetnuennv.iten lethubcn e. öffnen sich auch r.:/ : untw .»g bie Gemüt-. > v.en sonst b.i 2nr. r?n brr durch («Maubcn - benb gewordenen Maid n,chi ionber - b Enwtion ;u . nng n vermoch - -Tareeller.i uno ch'gie waren mti f.üdlidw::i cirr * -r Zacke und rcrhalfen dem M rcken zu einer 'ehr mmpaibniben Aiiwahme. s-, Ugo D o n 6 o f man u-J: bald „3 < b c r m a n n". b'.* mit Hel künstlerischem ^eitbmai geichanene Erneuerung dos alten cni li(6en 3ril# vorn 2::rb-’t de r.lchen Mannes, br 'ckon ae nt Inh ber jReinl-arbrid n Aunüdrung .rbüb: nbe 2. .rbiiuni 'and, ging nun auch aui dem wiener B u r - tbeater tn ---- ' >ciFeite btc Auimerdamk r b ? „ubldum: Deines -er ^rt'Ieiruna brt eine R'iKe glückliclvr Unfälle unb a ir. einem geickmackroll und gefdidt gC'ä-ane ' t dekorative-, rm-rr. bitfret unb dennoch t-.irFan: aflc etrelte reraj. len.t m Ni.vt noch der trndnaen Einzelleistim en Laul. - ' rrnar;; ler* Tcurel uiw -eines Mammon. ia . >:r rtrr -.mbrn Ta'rstcttung der Frauen Sifbranh: unb 'o . a? jene würdige Fmerpretanon, bie die>cm Premicmiabend zu cinan Bilder vergangener Zeiten lebendig werden, da noch das Auge der Eltern dos Glück der Ainder widerspiegelt, dann zieht in das Herz auch des verstocktesten Realisten so etwas, das fick nicht definieren, nicht mit Zahlen und Taten belegen läßt, etwas, was man mit dem Namen Veihnachlsstimmung bezeichnet. Bon dem Ctte aus, wo ein Äeihnachfsbaum steht. webt sich ein magisches Batch oft bis zu den weitesten Fernen hn, und ein teder, der Weihnachten feiert, fühlt fich, fei es in der volkreichen Stadt, sei es draußen auf dem Lande, fei es fern in der Fremde, wo oft genug der deutsche Tannen bäum durch ein exotisches Gewäck - ersetz: werden muß.tzils em Mitglied der großen Veihnachtsgemeinde Veidnachfen ist das Fest, ivo wir alle mehr oder weniger bie Selbstsucht, die uns Fchmenschen inne roohut, beiseite legen und den edleren Regungen, den reineren Gefühlen, oen idealeren Gesinnungen Raum geben, die durck die Forderungen des Tages nur zu viel zurückgedrängt und abgcfduvädit werden. Freilich, schnell gehl der Weihnachfstag vorüber. Aber ob auch die Kerzen des Weihnachlsbaumes herabbrennen und erloschen, ein Abglan.; davon bleibt doch davon zurück in unseren Augen, in unseren vervn Und die Summe der Liebe, die iich schon in den Vorbereiiungen zu diesem Fest der Feste knndgab, ist keine verlorene Fm Weihnachfvfest erhebt sich zur trüben Winterszeit, zur Zeit des Todes'chlafes der Natur der Glaube an bie Mmif des Lebens, die trvtz allem besteht und ewia wirksam bleibt, und für die uns der immer grüne Tannenbaum, der mit seinen strahlenden Lichtern so recht das blühende Leben versinnlicht, ein schönes, ein leuchtendes Snmbol ist. „Finsternis bedeckte das Erdreich unb Tunkel die Völker," so heißt es in einem weihnachtlichen ttirchengebet. Aber die Finsternis und das Tunkel wichen dem Lichte, und wenn es auch heute noch zuweilen finster um uns her zu fein scheint, so wissen wir doch, daß auch diese dunklen Mächte einst weichen müssen dem mächtigeren, dem siegenden Gebote: E S werde Licht! Sine Hufroanöfttutr als Heithsfttuer. Ein Borschlag, der viel Bestechendes hat und mit dazu beitragen soll, etwaige Finanznote des Reiches zn beheben, ist ber einer Anfwänbsteuer im Aigcrcn, ja iin^ engsten Sinne Aufwandsfeuer kannte man bisher als Sammel begriff für bestimmte, spezielle Besteuerungsarten, die an besondere Manifestationen des Ausnmndes gebunden waren Man rechnete dahin die Gefränlesteuern, die Verbrauchs- unb DerzehrungSsteuerii, die fich an Gegenstände deS täglichen Bedarfs, wie Mehl, Salz und Zucker knüpften und auf diesem Wege indiziell den Auswand treffen wollten, weiter Tabak , Del-, Seifen , Leuchfmittel , Papiersteuer — alles Tinge, die ein stewisses Maß von Äufnnind bedeuten sollten, unb endlich die Mief- und .Wohnnngsstener und das ganze -eer ber Luxussteuern Ter Angriffspunkte solcher Aiiswandsteuerii ist Legion, und die Formen, in denen die Ainwandbestenerung ins Leben getreten ist, waren teils der bireitcn, teils der indirekten Besteuerung zugehörig. Etwas ganz Andersgeartetes ist bie generelle direkte Aufwandsteuer, die in einem Aussätze im neuesten Hefte von Eonrads „Jahrbüchern für Nationalökonomie" der Re- aierungsassefior «ar l Elfter vorschlägf. Tiefe Steuer soll als eine bireife Besteuerung, die die Finanzhoheit der Einzelstaaten nickt berührt, den gesamten Aufwand als solcken innerhalb der familiiten Gemeinschaft treffen. also gerade die leistungsfähigen -reise ber Bevölkerung treffen, und zwar an einer Stelle, an welcher die bireho Besteuerung in der Form ber Einkommen- imb Vermögens steuer bisher versagte Während» man nämlick jetzt Beträge, die man leichthin ausgab, anstatt sie zu sparen, nur einmal versteuern mußte unb fick etwa sagen konnte wenn sie zur Berinögensbilbung dienen, werden sie zum zweiten Male, nachdem sie schon als Einkommen besteuert waren, von der Vermögenssteuer ergriffen, würde es diese neue direkte und allgemeine Aufwanbsteuer gerade mit diesen Cbiehcn zu tun haben Sie wurde also die Be» rnögensbilbuna zu fordern geeignet fern und nebenher auch die i^legenheitsgewinne in extenso treffen, die bisher als etwas nickt Äiederkehrendes von ber Einkommensteuer fick entziehen und, falls sie ausgegeben werden, auch von der Vermögenssteuer nicht erfaßt werden Tiefer Gedanke ist ohne Zweifel tbeoretifdi sehr diskutabel, ia glänzend Schwierigkeiten bereitet jedoch feine pralttscke Durchführung Tod» mit dieser Eigensdiaft steht die neue Besteuernligsmöglichleif nicht allein — das haben andere Steuerarten auch —, ihre wirtschaftlich und sozial wertvolle Funktion aber läßt den Wunsch lebendig werden, es möchten um dieser Vorzüge willen die Schwierigkeiten bemeiftert werden Tenn bie Steuer würde in ber Tat eine Ergänzung der bisherigen Stcuerarten in einer Werfe bitten, die schwache Schultern frei läßt, starke aber ganz entsprechend ihrer Starke belastet und soziale Ausgleiche schafft. 21u> Liessen. nn Die Vertreter der hessischen Sranken- kaff e n hielten am TienStag im Furstenfaal in Tarrn- ft a b t eine aus dem ganzen Großherzogfum sehr gufbesuchte Versammlung ab, in ber über den Abschluß der neuen Ber. träge mit bcu Aerzten gesprockien mürbe Nack) eingehenden Bi richten kam ein Vorschlag der Aerzte zur Besprechung, der aber bei ber Mehrheit der Vertreter in bei eingehenden Aussprache wenig Gegenliebe sand Tu eine Einigung nicht erzielt wurde, soll nunmehr auf Grund neuer Vorschlüge in ber nächsten Woche nocknnals pcrhanbelt werden Für die LandfagSerfatzwahl im 4. hessischen LandlagSwahlkrei Wald Michelbach ist der Stickwahltermin auf den 2. Famterr anberaumt worden. vcnkscbL» Reich. Der Wechsel im braunschweigischen M i nist c r, u m. Wie die amtlichen „Braunschweig Aiizeigen" erfahren, ist zum 1. Februar 1911 an Stelle des LtaatS- ministers fcartroieg znm Vorsitzenden des herzoglickien StaatsministeriumS unb zum Staatsminister der Minister Wolff unb zum Minister des Funern der schon jetzt mit den Geschäften eines stimmführenden Mitgliedes des herzoglichen Staatsministeriums beauftragte ttreisbirektor Boden ernannt worden. Ter gcfchäftsführende Ausschuß des Reichsverband^s der Vereine ber national- liberalen Fugendhat nach einer Besprechung der politischen Lage nach den Vorgängen in Zadern die Entschließung gefaßt: „Gerade, weil mir au sc nllerfthärffte jedes Bestreben, unsere Armee zu schädigen und ihre Stellung in unserem Volksleben zu enthüttern, verurteilen, stimmen wir brr besten Burgthealcrabende stempelte unb ben warmen Beifall, für den fick auch ber Tickt r bebanfen burftc, voll berechhnt erscheinen lietz Tr M M Der $tcpf)ansritt. Em ^ermcrnncker Volke brauch am zweiten Weibnacktsseiertagc Während ber erste Tag bes Weihnacht-festes im germanischen Volksleben von ,e als stiller Tag begangen worben ist, trug her urcite Feiertag einen ganz anhercn Ebaralter Ter heilige, bem bicfer Tag von her tiirdx geweiht, war St. Stephan, den, wie be- kannt, die katdolifche Mirche als den „Vrotomartvr ' ganz besonders ebn Wie 3l Stephan zur Würbe b.» Schutzpatrone» bes zweiten Weibnacktsieieriages gekommen ist, läßt fick, wie ee schein:, nicht mehr bes genaueren 'eststellen: foviel aber ist wahrscheinlich, baß er bicfer feiner Würde wegen, auch mancherlei bat auf feinen Nemrn übernehmen müsse», was in ben Tagen bes germantfeben yetben turne» bem Gorte Freu zu kam Tenn her war in ben .Heroen leiten her Schutzpatron bes Tages, unb Frev gehörte unzertrennlich zusammen mit bem ibm heiligen Tiere; hem Bierbe So ist' es gekommen. haß ber »weite Veidnachtsfeiertag fein Kennzeichen im fermamiebfn Volksleben hurcto ,enes Pi'erbeiest erhielt, bas unter em Namen .Sicphan-sritt" lange, ja tn ben letzten Ausläufern noch bis tir in baS 19 FabrHunbert hinein gegangen worben ist. Ter bcihflf Stephan irarb als ber Nachfolger FreoS ber Schub- beckige des Lferoes. uno bei ber Skbeutun?, bie bas Roß in ber germantid. n Landn irtfchait batte, war es von Belang, fich ben Legen des heiligen für ben Stall und durch forgfame Beachtung der für ben zweiten Feiertag geltenben «Gebräuche den braven stamc- ■ men 1k Forscher bu Liettung bes heil en Htepban als des Br- schützers des Pferdes haben darauf turüdfübren wollen, baß der heilige als ber „unbesiegte Fahnenträger ber Kirche" als berittener XXlb «u d;nken unb auf birfe Sdäe zur innigen Verbinbnng mit dem Pferbe gelomme» fei, so ist biefc Deutung hoch wohl iu weit htr gcEr'.: Befonb^rs im germanifchen Norden bat der Stephanen!! viele Spuren »urückgelafse». Fn Tänemark sang n an an diesem Tage nn Stephan-lied. bas lautete etwa ,.S]_ Stephan, bet reitet die Fohlen ms dauer. Noch unter ben bellen Sternen: Tenn wahr- lick ist nun brr Pro ober geboren. Der erlösen fall bie Welt" Fn S ckwedi-n ist ber heilige Stephan bann noch einet weiteren Wanb- Iima uTuerwvncn worden: er ist hort zu einem Stallknechte ge» .'t XTt, ter allmorg.-TNlich ickon vor Senmrnonfgang, ''ckon bei Stet» neulich! feine für.' y.oile, zwei rote, zwei weiße un? einen Apfel- icfc'.mmd beiorgtt, ihnen '^oldzoum unb Owlbiciiel auflegte unb iur Quelle rii. Tann würbe er von veiben en'dilagen und soll tn Nortala begraben licn -n. Cber es wriß die Sage sogar zu berichten, daß StepdanuS Stallkneckt bei Lönig Hetodec geroeien fcl Wie bem auL fei, auf diele Sage bezieht fich b-e fckwebu'che ..Srephans- weise", die zu Tcutsch etwa folgendermaßen Lautet: „Stephan ein wackerer Stallknecht war — haltet euch brav alle meine Fohlen! Er wartete ber Fohlen alle fünf — Helf (Hott unb St. Stephan!" Werfen wir nun einen Blick ai, vom Block deutscher Künstler-Berlin, Georg Schäfer (Düs- seldorf), die erst iseit 2 Tagen ausgestellten Orig.-Zeichnungen von Hermann Keil (Frankfurt) und das von E. T. Compton ausgestellte Aquarell „Die Gießener Hütte mit dem Zauberernock" bleiben nur noch 4 Tage ausgestellt. Die Ausstellung ist bis einschließlich nächsten Sonntag täglich, mit Ausnahme des 1. Weilmachtsfeiertags, geöffnet ** Rosselenker und Chauffeure, die gerade dienstfrei waren, begingen gestern nachmittag von 7—9 Uhr abends iur Hotel Len; eine kleine originelle Weihnachtsfeier. In der Hauptsache kam es den Leuten, die das Jähr über mit ihren Wagen am Bahnhof halten, darauf an, dem Wirt des Hotel Lenz und dessen Gattin, die die telephonischen Bestellungen von Wagen übermitteln, eine kleine Freude zu machen. Bei dieser Gelegenheck wurde ein hübsches Blumengebinde überreicht. ** Gewerb eausstellung Gieße n 1914. Nach den „Ausstellungs-Bedingungen" müssen die Anmeldungen zur nächstjährigen Gewerbeausstellung bis zum 1. Januar 1914 bewirkt sein. Bon diesem Zeitpunkt ab tritt, soweit Ausstellungsfläche überhaupt nocy vorhanden ist, eine Erhöhung der Ausstellungsgebühr ein. Die Anmeldungen sind so zahlreich eingelaufen, das; die hierfür ursprünglich vorgesehenen beiden Geschosse bei weitem nicht ausreichen. Weit über 100 Einzelberufe sind bereits zuqelassen, mit anderen sind Unterhandlungen noch im Gang. Es ist erfreulich, daß nicht nur das oberhessische Gewerbe sich an der Gc- werbeschau beteiligt, sondern daß auch zahlreiche Aus- teller aus den angrenzenden Gebieten ihr Können zeigen verden. Die Ausbesserungsarbeiten im Aussigllungsgebäude ind bereits in Angriff genommen. Das von Künstlerhand entworfene Plakat wird in Kürze versandt. An dem Entwurf ür eine Ausstellungsplalette arbeitet ein sehr geschätzter oberhessischer Künstler. Eine Gegenstände-Lotterie hat für Hessen Genehmigung gefunden, für ihre Zulassung in der Provinz Hessen-Nassau und dem Kreis Wetzlar ist die Ge- nehmigung nachgesucht worden. Die Ausstellungsleitung ist, um die Ausstellung möglichst vollständig, interessant und lehrreich zu gestalten, in den letzten Tagerr mit Erfolg bemüht gewesen, einerseits das für unser Oberhessen besonders charakteristische Kleingewerbe (Rechen- und Sensenwurfmacher, Spinnraddreher, Schindler usw.) heranzuziehen, andererseits auf der Ausstellung selbst das sog. Althandwerk, das in unseren Tagen nur noch vereinzelte Vertreter aufweist (z. B. Nagelschmiede, Löffel- und Stockschnitzer usw.), in Tätigkeit vorzuführen. Tie Ausstellung soll nicht nur unterhaltend sein, sondern vor allem belehrend wirken und zu ernstem Studium anregen. Sie soll ein Stück Geschichte unseres hessischen Gewerbes bieten. ** Besitzwechsel. Das Doppelhaus an der Ecke der Hammstraße und Gabelsbergerstraße, bisher dem Bauunternehmer Bill gehörig und mit 65000 Mk. ortsgerichtlicher Taxe bewertet, ging durch Zwangsverkauf für 60000 Mark an den Bauunternehmer H. W. Rinn über. ** Tageskalender. Stadttheater. Am 1. Weih- nnfblefeietfoge, abends 7‘/, Uhr: .Des "DleereS und der Vicbe Wellen." Am 1. Weihuackiskcierlaae, nndmt. 31/, Uhr: .Film- zanber"; abends 1% llbr: PTie spanische Fliege.^ " i ch t s p i e l h a n 5: Täglich Vorilellung. Union-Theater: Täglich Vorstellung. (Dienstags und Samstags neues Programm.) ** Adreßbuch 1914. Das Adreßbuch der Stadt und des Kreises Gießen für das Jahr 1914 ist jetzt im Verlage der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei in der bekannten, einfachen und übersichtlichen Anordnung des umfangreichen Stoffes erschienen. Der Preis beträgt nur 3 Mark. * ** Ehren-Urkunoen von der Handwerkskammer z u D a r m st a d t. Nachdem die Handwerkskammer zu Darmstadt beschlossen hat, an unselbständige Personen des Handwerker- l andes, welche 25 Jahre in ein und bem eiben Betriebe ununterbrochen tätig gewesen sind, als Anerkennung für die treue Arbeit, Ehren-Urkunden zu verleihen, haben auf cingercichte Anträge und nach Erfüllung der satzungsgemäßen Verleihungsbestimmungen 67 gelernte Handwerker Ehren-Urkunden erhalten, darunter aus Oberhessen folgende: Christ, Gg., Schneider zu Butzbach bei Braubach & Fischer, Färberei zu Butzbach; Ruppel, Gg., Gerber iu Butzbach bei Gg. Sparwasser I., Lederfabrikant zu Butzbach: Scheibel, Peter Josef, Maurerpolier zu Ober-Mörlen bei Th. Mörschel, Baugcschäft zu Friedberg; Laporose, Gg., Lang, Gg., Hanitsch, Hch., Geisel, Michgel, Bauer, Aug., Marten, Wilh., Müller. II., Hch, Winter, Louis, Hill, Wilh., Drechsler zu Alsfeld bei Auguit Ernst Waldeck, Pseifenfabrikant zu Alsfeld: Fritz II., Hch., Zimmerer zu Crainfeld bei Johs. Fritz jetzt Sebasttan Fritz II., immermeister zu Creinfeld; Nagel, Herm., Hutmacher zu Gießen bei Firma W. u. G. Schuchard zu Gießen; Nuhn II., Hch., Zimmerer zu Treis a. Lda. und Nuhn, Otto, Zimmerpolier zu Treis a. Lda. bei B. Nuhn, Zimmermeistcr zu Lollar; Kraft, Hch., Gerber zu Gießen bei Louis Lotz, Lederfabrik zu Gießen; Wagner, Phil., Maurer zu Baasen und Wahl, Hch., Maurerpolier zn Klein-Linden bec der Hoch- und Tiefbaugesellsck^ast Vorm. H. Winn, G. m. b. tz., ju Gießen: Bockenheimer, Joh., Dreher zu Harheim bei Firma xS- Knabenschuh jr. zu Frankturt a. M.: Schmidt, Hch., Steinmetz zu Grünberg bei A. «Leonhard, Steinmetzmeisker zu Grünberg. — Anträge auf Verleihung an Weihnachten 1914 find von der gewerblichen Korporation, welcher der Arbeitgeber angehört, bei der Handwerkskammer zu Darmstadt bis spctestens 1. November 1914 cinzureichen. Ten Anträgen ist ein ausführlicher Lebenslauf des zur Auszeichnung Vorgeschlagenen, sowie ein von dem Betriebs- Inhaber auHgeftelltcs, ortspottzeilich beglaubigtes Arbeitszeugnis, das gleichzeitig den Nachweis der 25jährigen ununterbrochenen Tätigkeit in ein und demselben Betriebe enthalten muß, sowie ein von der Polizeibehörde ausgestelltes Leumundszeugnis bet» zuschlicßen. ** D i e L a n d w i r t s ch a f k s k a rn rn e r für das Groß Herzogtum Hessen veranstaltet am 10. Februar 1914 in Tarmstadt die 3. Pferde- und Fohlen- auktion. Auf dieser Auktion werden nur Pferde und — dies trifft auch für andere Läitder zu — Mangel an Pflegs- personal bcpände. Tiefer könne nur durch die Ausbildung und Emftellung von Frauen — analog der allgemeinen Wehrpflicht der Manner — behoben werden. Nun, es besteht bei der bekannten Schwerfälligkeit nicht die geringste Aussicht, daß in absehbarer Zeit etwas derartiges oder auch nur ähnliches eingeführt wird. Wohl aber wurde diese Frage, nie der Deutschen Medizinischen Wockwrv- icl riit geichrieben wird, in der Lchwestermonarchie Ungarn eifrig erörtert. Ja, das ungarische Rote Kreuz hat bereits im Einver- nehmen mit der Regierung eine Gesetzesvorlage ausge>- arbeitet, die demnächst im Parlament zur Verhandlung kommen soll. Icach ihm werden die Frauen im Alter von 30—40 Jahren im Krankenpflege eingezogen, nachdem sie im Frieden Nnd, sick. die dazu nötigen Kenntnisse zu erwerben. Natürlich find gewisse Befreiungen möglich. So z. B., wenn der Furiorge bedürftige Kinder vorhanden sind. Auch eine Ablösung burd; einen 1 Prozent Zuschlag auf die Steuer ist geplant, womit allerdings wieder sehr viel an diesem vernünftigen Gesetz illu- lorisch wird. . «."eß g c l u n b Stark st romleikung. Aus Görlitz -'' September wurde berichtet: Von einer förmlichen Kata- Itropbc Unirbe bei Heidersdorf ein riesiger, nach dem Süden Ehender Schwarm ^-tare betroffen. Ter größte Teil des Schwor- mr- bPU der Ueberlandzenttale in Berührung, Ln pi.Lb^t?rrC/CrrU '^erren getötet würden. Ein Mann sand ?!!> C 0 CtK T-00 tote etare. Den meisten Tieren waren die Flügel,pitzen und die Futze abgebrannt. - Unter Beifügung ni hm o lLS1"5 .^btlsckie Elektrizitätswerk Chemnitz ,Ä??°^rcln Sächsischer Hermatschntz in Dresden: Bei- gefaltet uberreickwn mir Ihnen eine Zeitungsnotiz der L N N Staren durch eine Starksttomlntung. Leider kehren derartige »talle immer baunger wieder. Wir ftihlen uns deshalb veranlagt, Äie hoftE darauf hinzuweifen, daß solche be- dauernswertem Vorkommnis,e vermieden werden können wenn eleftrudK Hockipannungen nur in unteridisch verlegten'Kabelnetzen übertragen wertem Im Netzbereich unseres Werkes werdm tzochspamwngen von 2000 und 6000 Volt nur mittels untere npfe'* Kabel fortgeleitet und nur das Niederspannungs- neb außerhalv des Weichbildes der Stadt Chemnitz ist als ^rei- nhp(at}?9/st damit innerhalb unserer Netzbereiche ausgeschlonen day Vogel durch Berührung mit den elekttischen fiethmgeu getötet werden. Vielleicht können Sie Ihren lNnftuß dahin geltend machen, datz dem Ueberhandnehmen Ärarti^r mit Uebelstände nach Moglich- ^tan witt». Wir zweifeln nicht, daß viele aLere Elektrizitatswene ebenso verfahren könnten, ,me es bei ims ac- Ichreht. ’ a Aus Stabt und Land. Gießen, 24. Dezember 1913. Weihnachten. Kein Fest wird in der ganzen Wett mit solcher Anteilnahme gefeiert als das Meihnachtsfest im lieben deutschen Vaterland. Tie Tannenbaume, die man schon wochenlang vorher zum Verkaufe ausstellt, die glänzend ausgestatteken Schaufenster, die frohen, geschäftigen Menschen, die. Pakete tragend, am Winterabend durch die Straßen ziehen, das alles verbreitet festliche Stimmung schon vor dem Feste. Diese Stimmung erreicht am Weihnachtsabend ihren Höhepunkt. Lichterglanz und Kinderiubel, die Freude der Erwachsenen, im Frieden des traulichen Hauses geborgen zu sein, stilles Gedenken an errtschwundene Jugendtage, da liebe, jetzt längst heimgegairgene Menschen noch neben dem Christbaume standen, das sind die Elemente, aus denen sich die Feier des deutschen Weihnachtsabende zusammensetzt. Wenn je, so kommt es am Weihnachtsabend zur Geltung, was ein gemütvoller, deutscher Dichter einmal gesungen hat: „Ein Wunderborn das deutsche Herz, gar schwer ist's zu ergründen." , Wir können uns jedoch nicht verhehlen, daß die deutsche Weihnachtsfeier in der Gegenwart immer mehr zu verflachen droht. Vor allem in den Städten. Wir halten in Vereinen, Kirchen, Schulen und Anstalten schon vor dem Feste so viele Weihnachtsfeiern, daß die eigentliche FZtfeier auf uns keinen Eindruck mehr macht. Wir hören, ehe der Weihnachtsmorgen kommt, die alten, schönen Bibelworte, die von der Geburt des Heilandes reden, wir singen die reizenden Weihnachtslieder, in denen die Gemütskraft unseres Volkes zur Geltung kommt, in so häufiger Wiederholung, daß sie allmählich ihren Reiz verlieren. Es geht uns mit ihnen wie mit einer Blume, die wir zu oft mit den Händen berühren: der zarte Blütenstaub wird verwischt. Die Art unserer Altvordern, die am Weihnachtsabend froh waren im häuslichen Kreise, am Weihnachts- morgen durch den glitzernden Schnee zur Christmette gingen u^d an den beiden Festtagen Gott in seinem Hause die Ehre gaben, erscheint uns als ein Ideal, nach dem wir wreder streben müßten. Dos ist das Bedenklichste an der Weihnachtsfeier unserer Tage, daß sie fast ganz in Aeußerlichkeiten auf- geyt und von dem Kern des Festes nichts mehr weiß. W.'ih- nachten ist das Geburtsfest Jesu Christi, und nur der feiert dieses Fest recht, der sich vergegenwärtigt, was JesuS für die Weltbund für das eigene Leben gewesen ist. Wohl preisen ihn die Frommen als den, der ihnen Leben und volle Genüge gegeben hat, aber viele strebsame, im Geistesleben führende, ernste und ehrenwerte Menschen wissen mit dem, der im Stall zu Bethlehem geboren und am Kreuz auf Golgatha gestorben ist, nichts anzufangen. Für diese unsere Zeitgenossen gilt immer noch, was Karl Gutzkow vor zwei Menschenaltern gesagt hat, daß das Leben Jesu eine kleine Aneidote gewesen fei, die welthistorffche Bedeutung erlangt habe, und daß dieses Leben auf keiner höheren Stufe gestanden habe als das des Pythagoras, Zoroaster und Sokrates. Gutzkow war ein Manu, in dessen Geiste sich das ganze Kulturleben des 19. Jahrhunderts nischer Hinsicht bringt, soll nach der „Umschau" von Heidelberg aus die Wanderung durch das ganze Großherzogtum Baden an- treten, um eine intensive Aufklärung .über Wesen, Entstehung, Verbreitung, Heilung und Bekämpfting der Tuberkulose in weite Volkskreise zu tragen unb die Aerzte und Tuberkulose-Vereine in ihrer prohibitiven Arbeit zu unterstützen. — Ein Richard-Wagner-Tenkmal für Dresden? Man schreibt uns aus Dresden: El'en jetzt, da der Plan eines Magnerdenkmals in Dresden die Oefsenllichkeit be- sMftigt, stellt der hier lebende Bildhauer Professor Richard Guhr seinen Entwurf eines solchen Denkmals aus. Das Werk verdient als Arbeit eines ernsten Künstlers und großen Könners besondere Beachtung. Niemand wird dem hier Geleisteten die Hockr- achtung versagen. Denn man begegnet nicht oft einem plastischen und dazu so umfangreichen Werke von solcher Ausgeglichenheit, von so ruhiger imd reifer Kraft. Ihn dieser Vorzüge willen müßte yran Guhr für einen engeren Wettbewerb bei der Erteilung dieses Auftrages unbedingt Vorschlägen. Gegen die Ausführung dieses Entwurfes freilich sind imcktige prinzipielle Bedenken zu erheben. Guhr pellt Wagner in priesterlich-milder, hoheitsvvller Gebärde dar: von dem weiten, auf der Brust gepanzerten Mäntel dr-s Gralsritters umwallt, den linken Arm auf eine von einem kreuzüberragten geflügelten Löwen gekrönte Harfe g,:stützt, in der Rechte» die Fenerschale des Grals: so steht er vor uns, umgeben von fünf klar und ruhig bewegten Akten. Ter tiefere Mangel der Guhrscheu Plastik ist, daß ihr Akademismus alle Ausdruckswerte glättet. Darum imponiert die'es Werk, ober c5 bewegt uns nicht. — JT t e Stätte de s englischen Nat iona 11 h ea-- t e r s Für das große britische Nattonaltlrrater, das von England zur Erinnerung an seinen größten Dichter Shakespeare errichtet werden sol', ist nun endlich eine würdige Stätte gefunden worden. Ter Bauplatz, der für 1 200 000 Mark erworben wurde, liegt nickt gerade in der Tbeater'gegeud der britischen Hauptstadt, sondern in her Nähe des Britischen Museums, in Cower>Street Wie der Vor'itzende d^s Komitees, der bekannte Literaturhistoriker Prof I. Gol'ancz mitteilte, ist nun ein erster wichtiger Sckritl zu dem Untemelzmcn geschehen.- Mit dem Bmi könnte nun begonnen werden, doch bedarf man bg.=tu einer Summe von 3 Millionen Mark, die noch nicht ganz aufgebracht sind. Man wendet sich daher mit einem Aufruf „an die Freigebigkeit und Begeisterung her Verehrer Shakespeares". — Die Dienstpflicht der Frau in Ungarn. Von verschiedenen Seiten loerben neuerdings ernsthafte Vorschläge gc macht, die Frauen für die Gesellschaft dienstbar ;u machen und zum Sanitätsdienst im Kriege heranzuziehen. So hat letzthin der bekannte Wiener Chinrrg Prof. v. Hochenegg in einem Vortrage darauf hingewiesen, daß im; Falle eines Krieges in Oesterreich der Haltung d e r it a t i o n a 11 i b e r a l e n Fraktion des Reichstages und ihrer Führer Basserrnann und Paasche aus vollem Herzen zu. Wir sehen in den Ausführungen der beiden Redner das von tiefstem vaterländischen Gefühl getragene Bestreben, unserem deutschen Heere seinen Charakter als Volksheer im besten Sinne zu wahren und zugleich den deutschen Rechtsstaat zu schützen. Die Fraktion hat sich der schwierigen Situation voll gewachsen gezeigt und sich den Dank aller national und liberal Denkenden in vollstem Maße erworben." Zabern und der Weihnachlsurlaub. Bis Dienstagmorgen haben sich bei dem Zaberner Wachtkom- mando fünfzehn beurlaubte Leute, welche den ver- fchie-ensten Armeekorps angehören, vorschriftsmäßig gemeldet, ebenso auch ein Einjährig-Freiwalliger vom Jnf.- Regt. Nr. 99. Somit ist die Nachricht, nach welcher niemand ein Urlaub nach Zabern bewilligt werde, unrichtig. yeev unb Flotte, Das Unterseebootswesen. Wie der „Lokal- Anzeiger" hört, beabsichtigt die Marineverwaltung, im nächsten Jahre eine selbständige Inspektion des Unterseebootswesens mit dem Standort in Kiel zu errichten. eines Hauses in der Frankfurter Straße in einer Höhe von 10 Metern. Plötzlich kam die Leiter ins Rutschen und Röhrig iel herunter. Er war über eine halbe Stunde bewußtlos und hatte heftig blutende Verletzungen erlitten. Zivei Leute der Sanitätsabteilung trugen den Verunglückten in die Klinik. *’ Herr Rechtsanwalt Fischer schreibt uns: In der Privatklagesache Kling gegen Noll bitte ich zu den wiederholten Auslassungert des Herrn Heinrich Noll in Ihrer gestrigen Nummer bemerken zu dürfen, daß ich meine Behauptungen selbstverständlich im vollen Umfange aufrecht erhalte. Herr Moeser hat als Zeuge die unter Anklage stehenden Behauptungen nicht bestätigt, vielmehr erklärt, das gerade Gegenteil fei wahr; und Herr Noll ist wegen Übler Nachrede (StGB. § 1861, nicht nur wegen formeller Beleidigung (§ 185) verurteilt worden. Ter Sachverhalt steht so klar und ist so leicht nachweisbar, daß ich nicht) recht verstehe, wie Herr Noll dazu kommt, seine falschen Behauptungen aufzusteUen und aufreckt zu erhalten. Einem solchen Verhalten gegenüber würde ich auf eine weiters Erklärung verzichten, wenn ich nicht vermieden sehen möchte, daß weitere Unwahrheiten über meinen Auftraggeber verbreitet werden. Aus dem gleichen Grunde habe ich bei Gericht beantragt, dem Angetlagten das in seiner Abwesenheit vertttndete Urteil nebst Gründen schleunigst zuzusteklen. ** D e r W i n t e r hat nicht nur nach dem Kalender, sondern nach laugen Jahren diesmal wieder wirklick>es mit Winterwetter feine Herrschaft begonnen. Das Thermometer zeigte in den letzten Nächten Temperaturen bis zehr. Grad unter Null an, und auch in der Mittagszeit bewegte sich das Quech'ilber kaum über den Gefrierpunkt nach oben. Die kleinen Wasserläufe und Teiche in der Umgebung, sind an ruhigen Stellen ftugefroren und haben zur ^reubc der Jugend eine tragfähige Decke. Dee Schlittschuhsport, der tu den letzten Jahren sehr vernachlässigt werden mußte, scheint einer neuen Blütezeit -entgegenzugehen, und die Holländer, Amerikaner, Halisarer usw. sind ;etzt noch nachträglich auf manchen Weihnachtswunschzettel gesetzt worden. Da mit dem aßi) bie mvunfdite Sdmrcbfrfr bin .layttoanii^n. io Mw! nrt tudrt* zu einer rechten Wesb- achtyftunwun^ •• Tas Wetter bet Feiertage wirb iub nach octi Skuerbericbtrr sehr erfreulich gestallte» Zunächst b-iben wir noch Sckmcefälle zu erwarten, sodaß he« Eseidnachtstoqen auch bie weifte Leihe nid» fehlen rvirt», demnach ift ober viebet Ausheucrung und Fron -u erwarten Vtmbfreiv Ziehen w Taebringen, 23 Tez Unterm 23 September 1913 fcnb hier Bürgcrmeistclwahl Hall, bet btt der ^abn- i;rbettet Wilhelm Vilberg mit 8ö gegen 82 Stimmen, bie aif den 'rithengeii Bürg . ncistcr Waltet cmiirten. gewählt ;7örbf Nachdem diese Wahl durch Urteil des Kretsausschin'se- für unaultig crflärt worden war. fand deute erneuter Wadi gang flat- Hierbei entfielen aus Bürgermeister Walter ■’ - : 72 Stimmen . vtertenmal aui weitere neun Fahre gewählt Von 169 Wahlberechtigten machten 167 ober 98 Prozent von ihrem Wahlrecht tfkbraud) Hoffen wir daß die feit Monaten so iebr erregten Gemütei teftt endlich tur Rude kommen und der Friede in unsere Gemeinde mieberfehrt. i'otm :• 11 i'. n io 1:: ereignet- sich auf der Grube.Friedrich* in Traig-Horlot e n schwere Unglück. D.i den oergenonn; enen Bagger- o beiten riH an dem Bagger eine flritr, n odurch eine*!: l 7 jährigen Arbeiter namens Ra mm er onß Cbbornboren ein floeb derart ans die Brust geschleudert wurde, daß bet leb aus der Stelle eintrat An der lyisallltätle wurden deut' nachmittag die näheren Untersuchungen emgelcitd. Krei- Büdingen tr Aldda. 23 Tez Ter am letzten Samstag iu Tarmftabt endigenden Vrnfung iur Finanzamts- gehilsen batten sich drei am hiesigen Finanzamt be- unifrAD.ien, bir sämtlich beftnnben sind bie Schreibgehiljen Xdols Zeitz von hier, W Bechtold aut- Schwickartohauien und besitzt vhir.ihrvicn-^e- An her M.V. - t.ir lehr fteifug g-aroettet ES sind bereits mehrer* <*c’. u efteschäft? Zwecken ernmtet h arbeiten 1.50 ,i aus Tauern heim, Ranstadt. ' ein stimmig abgelehnt hat. berichten wir daß auf Anfrage bei Großh Mimsterium bet Zustiz. bu Begründung für dessen in obiger Sache getroffenen Maßnahmen injnnldum cingetroffcn und dem 6kmeinberat ti feiner gestrigen Sitzung wie folgt mitgcteilt worden ist. An >'errn Bürgermeister Berg Bilbel Auf die Anfrage vvm 22. dS Mts erwidern wir. das dem früheren Bürgermeister Mühlschwein die Aemtcr eine- Ltt-aerichtt-vorsteher- und Slande-bramten deShaU di- auf wertere- belassen worben sind, weil er in erheblict höherem Maße wie Sie. zu schriftlichen Arbeiten b*, jabigt ist gez von Ewald Ta nun. wie bereite ermähnt, unser derzeitiger Bürgermeister sein Amt al- Bürgermeisterei,ckretar. Crtsgerichls- und Standesamt-gehrlfe 13 Fahre lang mit au-gezeichnetem OH-fdncf und (*eroiifcnhaftigint geführt und von der Ge famtarbeitblaft den Löwenanteil, u a. von den 3528 Stan- de-amtsregistereinträgen in den texten zwölf Fahren allein .1211 Einträge bi» zur llnterfchnrt selbst betätigt ha;, so dürfte er in bezug auf alle schriftlichen Arbeiten, ganz bc- sonders aber in der l^esetze-kunde. dem Standesbeamten Mühlfcknveiu mindesten- gleich stehen, wenn nicht bedeutend überlegen fein, was bie gesamte Wählerschaft des Bürgermeister» Berg und der Gcmeinderat geschlossen bc Ixmpten — Zn Anbetracht dessen hat denn auch in richtiger Erkenntnis der Sachlage der Gcmeinderat in feiner gestrigen Sitzung unter Borfitz de» ersten Beigeordneten berget nacu längerer Airssprrckc bie ohenfuhtlidi eine Entrüstung zeitigte. einstimmig Mditeffen, zur Bohrung der Rechte der z»temrtnde Bilbel und iur Steuer der Sobrbeit. gegen den der Tatsache auch nicht im entferntesten entsprechrnden Bc icbcib de- \>robb Ministerium» der Zustiz. der oetmuthfl) auf irrige Berichte der unteren Verwaltungsbehörde |J» rückzufuhren fein dürfte, mit allen zu (*ebot stehenden g:* letzlichen Mitteln energischen Protest e i n A u (e g <• n und beauftragt Hiermit nach Maßgabe der Art M, Ist« und 124 der L'anbgcmrinbeorbnung den Gros'b Beigeordneten £e r g ;t, das weiter Erforderliche alsbald in die Wege zu leiten und ermächtigt ibn zu diesem Behufe. wenn möglich ober tunlich, aui Kosten der Ckmanbc nach feinem Ermessen, einen Rechtsanwalt zu befreiten m Badran beim. 23 D.z Ta» Mädchen, welches am Sonntag mit dem nommen bai, ist nach furchtbarem Leiden im ftäbnfrhcn «ranlenbaufe heute vormittag gestorben m S der-Mörlen, 2! Tez Auf die Tauer von vier Wochen linden Hier und in hiebei Mörlen durch die zinerpater Mission-Predigten für trauen und ZüNst irauen. am Schluffe für Manner und Zunglinge statt. ö: ist dies eine Einrichtung, welche ftir beide Crtc schon lang Fahre besteht und sich alle 25 Fahre wiederholt Mieder-Weisel. 23 Tez Ta» Fest der goldenen Hochzeit konnte gestern Herr Konrad Bill 18. und feine Ehefrau begehen Starkenburg und Rheinhessen. rm Darmstadt, 23. Tez. Tic hessische Ten tifien-^ereinigung hat nunmehr mit den hessischen - ranken lassen einen Bertriw abgeschlossen, der mit dem 1 Januar 1914 in Kraft tritt Tie Behandlung losten sind darin nicht unwesentlich Höher wie seither. rm Tarmftabt, 24 Dez Zum erstenmal seit Bestehen des hiesigen Kriegsgericht- wird den in Strafhaft im Militärgericht befindlichen Soldaten der (ibnftbaum nnqe*ünhrt werden. Für die in Untersuchung-Haft oder in Verbüßung einer Strafe befindlichen Soldaten wird am Ebrist abend im Verhandlungösaale de- Gerichts bei einer Ansprache eine entsprechende Feier mit kleinen (beschenken stattfinden, so daß ihnen der heilige Abend nicht allzu schwer werden wird. h Mörfelden, 23. Tcz. Ein fremde- Automobil, da- den £rt wie rafeub durchfuhr, riß an einer Straßenecke den 12jährigen Schuler Jourdan um und zerquetschte ihm da- rechte Bnn voNständig. daß e- wahrscheinlich abgenommcii werden muß Tie rücksichtslosen Fahrer entkamen leider unerkannt. Hefsen-Nafsau. [) Kirchhain, 23. Tez Im Lhmflusse bei dem Torfe Niederwald wurde ein mit Schuh und Strumpf versehcne- menschlichesBein gefunden. Fedensafl- handelt e- sich irm ein Dein der Schrankenwärterin Michaelis, die vor iwa einem Fahre bei dem Eisenbahnunglück auf der Wohrabrücke zerstückelt und in den Fluß geschleudert wurde. > - > ■ ..i - ' Derein$na1)rid)ten. •• Der (i o a n o e L ^trbetterueretn haft am Sonntna, den 28. I. Tt*. im Ei'- Leid feine Wetdnncdt-Iefcr, be- lebend in Anniert, Ansprachen, Theater, Gefana-Vorträgen, ftui- 'ttieder uhp. ob. Tie Festansprache hat Professor D. Schian ..bernommen. Gießener Strafkamtner. Gießen, 23. Tez Wegen Biehseuchevergeben batten sich ;u verantworten: der Weißbinder W K.. der Bäcker mb Landwiu F Sv, der Schuhmacher D. V, alle in Ober- Uo-bach, und der Landwirt M. T. in Vlcichenbaä, Tie Angcklag- -en, hie mit AuLnahme de- T aui ihren Antroq vorn (hn'dKinrn in der L'auptverhant'lung entbunden n«aren, wurden 'ämtlich mit 'er geringsten gesetzlich zulässigen Geldstrafe von je 15 Mark bestrast Unter der Anklage der ll r k u n d e n s ä l s lb u n g stand der Bürgermeister und OrtSgeruhtsoorsteber Ä in Cb- 'otnbofen ror Gericht Wegen Anstiftung zur Urkundenfälfchung nuangeNagi ist der Maurermeister Z. P L. in Cbbornboien. Tieiei hatte im Fahre 1909 von dem Cberpouichanner G S. abicr, dcr früher in Wohnlack nanb und für den sich L anmal 'fibürflt batte, al- Gegcngcsälligkeit bi. Zusage der Ucbernadme 'ei Bürgschaft für 850 Marl erpalf n. du L. b i der Dobnbacber lasse auitunchmcn gedachte To « L. aber nicht gelang, neben Sch einen jmuten Bürgen iu stellen, zerschlugen sich feint Ber- andlnngen mit der Sobntachcr ^alse und er wandte sich an ir in Obborndosen, deren Ttrchor der Angeklagte L. war riefet äntcrie aui her ron SA auf einem Exemplar der Wohn sicher Kasse ausgeftellttn VüraichafteerNärung den Vordruck um, indem er an die Stelle her Wohnbacher Kaffe die in Cbborn- wien setzte Als SA hiervon erfuhr, fühlte er sich geichä- iflt und frftattftf Anteigk Tic heutige Verhandlung ergab tiWien, daß bei Büraermeifter sehr wohl der Meinung sein Tonnte, Sd) fei hiermit einverstanden Beide Angeklagte rour : en daher non Strafe und Kosten f r e i g e i v r o ch c n Unter Ausschluß der Ceifentlichkeit winde gegen die Tienstmagd A. M. in Lang-Göns und den ^lektiotcchnikrr F. B von Nnmwegtn wegen Abtrnbuni und Beidilie Hi ri i verbonbelt Tie M erhielt B Monate GefLng- ittf, B 4 Monate abtügliA 2 Monate Unterfudmnflsbaft Nückiallsdiebstabl Ter TtenfihieAt F B. der einige Zeit bei dem Win T M in Zieacnberg in Stell an a war. batte diesem nach und nach eine Rahe von Gegen stunden wic Zigarren, Branntwein, .XniiAtßlanen u. a gestohlen. Ta er im Rückfälle, trifft ihn eine vefängnirstrai'e von I Monatot. 1 Monat Untersuchungshaft !ommt an der Strafe m Abzug. LcrfiAcrungSve rachen. Ter Maurermeister £* L in Gießen hotte dem bei ihm beickäf tigten Maurer iwar die Ver'icherung-batra,e an s--inem Lohn ubuczogen. ir aber trotz mehrfacher fluifprbmini nicht an dir Crtßlraetafcnc cbgerührt. Strafe: 10 Mf. sali- uneinbritvj lief». 2 Tage Gefängm- 0cricb(>faaL Straßdura (ML 2< Tez. Tie -arbandluug aencBj Cderst p illtultt pom Fnlanteiie-Aauiment Ar. Vs> i« Zadern rd ! er vor dein Milcht .'rt 80. Tlvisio« oorau-sichuich am b. Famiar f. 3<. ftattfinben. vermischte». • tiieienfeucr Zn Georgetowu (Britisch Gua» raiio bai ein Fe ucr. das durch eine Orplofion entstanden war, hüt sechs fcäufe r block- zerfrört und in dem *"e» baubc der Semi iara4*etellichaft einen Schaden von 4it)iKX) I.'Nar'S an gerichtet Tonnen Zucker sind vernichtet n orden Ict Schaben ift versichert. Es frebt noch nicht test, ob bei dem Feuer icmaiib umgtfrumnen ist — Autz Äla- d i w v st o ck , 23 Tez, wirb gemeldet: Schon seit acht Ta^en ir.uet ein Brand in den Stiinlobtengrubcn von Arg! Ser Defif : oennittet Brandstiftung in einem au#gebeuteten Su ad't Tas Feuer geht jetzt auf bie zur Bearbeitung vor- btreiteten Schichten über. Fn den Gruden werden J"1 Arbeiter bdcbdfiigt Bei dem Ausbruch des Fetter- befanden nC noch 50 darin Lwde F.uersäuten frei gen aus dem Set '.cht empor. ' Bluttaten. Au» tzambura wird gemrfbft: ^ln d.in Gaisthofe des Torfe- Kaimude hei Itzehoe erhängte iub ^a» seit einigen la am wegen Tif buchte aus Hamburg flüchtige Gast- iriii 'tbtoaar IR r ub e. ^Iu- c I b t n fl roirb gemeldet Tee y'dnhh r S chwirtz aus Aieienburg erschoß in dem Augenblicke, als stch du von ihm aitreniti lebende Frau Mieder zu ihm begab, fem »weiiudriges SöhndKn und sich selbst — AuS Landau Psalzi meldet cm Privattclcgramm: Zn dem Dorse ^mpslingen bei Vanbau ba irftern bu Edeicau de» Ackerer- steutz ihre beid n stinder im Ajter von fün1 und iech- Fahren erwürgt und sich bann frfbit rrbjngt Ter Grund zu der Tat ist noch unbekannt • ll ei'fr fall eine- Kassen boten Aus Köln wird gemeldet: Ate der Bote einer Firma aus Gladbach ! ui- rotmitiao bei dem Bankhause Simen» 7500^ Mark adbolte, über - fielen ihn mehrere Buickchen auf offener Straße, entrissen timt bie Geldtasche und entkamen. * • Ter Tunnel am Harras s elfen bei ffbemnip ist ivieder ujllfiänbifl ireiaelegt, w daß heute mittag der erste iahiklanmLßiaf Zug den Tunnel passieren konnte. ' An einer Billardkuael erstickt. Aus Guben 1 cim flküamant allerlei .'InnststÜckr am Billard vor und versuchte schließlich eine Billardkugel zu venchluckcn Die Kugel Mt'b ihm ,m Öalie stecken und 'udne seinen Tob herbei. Wegen Wechselsälschuugen in Höhe von 700 Dollar mürbe ein Graf Fricbrich Bandisfin au» *.*i c n Crlean -, angeblich der Sohn eines reichen Veiniger Mhut- manns, verhaftet. • 3 n Seenot. Der bönische Postbampier „3 cair" brach heute morgen auf btt Fahri nach Äurför eine Achse nnb warf daher nördlich vom Gebrlsslach Anker Die Passagiere und die Bost wurden von dem vormitlaas 91/» Uhr von Kitt abgegan wnen deutschen Postdampier „Prinz Sigiemunb" übernommen und nach 'iDrför aebrarjit Ter bnitfAe Dampfer traf nachmittag- 3,5 Uhr in Äorior mit den Passagieren und der Post in Kopenhagen in Au- Southampton wird gemeldet: Fin hieiig ' stieß flcfirnt der Dampier ..Lismore" gegen zwei nebenrinember liegende Barken, von denen die Hintere umschlua. Sic hatte sieben Personen art Bord, von denen nur drei gerettet werden konnten: die übrigen vier, darunter bet Führer btt Barke, rt- iranken Die Barke ist gesunken. — Aus Liverpool wird gc- melbft: Ter hiesige Tampicr „EitN os Agra" ist ölniA von Perim ausgelansen Man befürAiet, daß er verloren ist Kleine Tagerchronik. Kieler Fischer erücutctm für 50 000 Mark Sprotten. An dem glücklichen Fana sind 30 Fischer beteiligt 3n den iapanischrn Provinzen Aaomori und dokkaida herrscht eine schreckliche Hunger-not. E- werben furchtbare Einzelheiten äußersten Elends bekannt. vüchettisch. — Ernst Elias Niebergall- Tatterich, die beste lnttfche Lokalpvsfe, ist im F n s e l - B e r l a g in einer sehr schöneir von PreeioriuS mit Bildern geschmückten Ausgabe erschienen Vir werden noch-au.Tübrlichcr auf diese- zum Geschenk voriüg- liA geeignete Werk zurückkommen, wollen es heute aber nachdrücklich empfehlen — Richard Wintzcr bebanbclt jn feinem zweibändigen Roman: Menfiben von anberrm «Alagc unser geiamteS mobernc-.i Kulturleben und wirst darin eine bedeutende ilnzabl von Fragen auf, die Heute die Delk bewegen. Wir werden aur da- inhaltreickre Buch noA jiirürfToinrncn OanöcL tzöAsta M . 23 Tez Sämtliche M S b el fa b r i ke n d c r S t a b t, bie in btt Möbelindustrie TeuttchlandS einen gerot(1»mcu Faktor bilden, haben seit letzten Samstag allgemein ihren betrieb aut bie Tauer von 14 Tagen eingestellt Ter Grund zu dieser umiassenden Arbeitseinstellung ist schlechter Geschäftsgang Tic Arbeit soll nach den biSbern u DiSpofirionen erst cm .. Fanuar wieder aufflcnommiii werden. Amtlicher Wetterbericht. Deffenlltcbet Wetterdienst, Gießen. VettercuSsichlen in helfen Vit T ouncrttap, den 25 Tez 1013; Zunächst trüb u ih ivolkia. Schncelokle, oorrotegenb norbmeftUAe Winde: später erneute v2hifbeiteiimg und Frost. Schneebeeicht de» SAiflebs Gießen. dobetodSkopt: 5 Wrob falt. Sudivest stark. Rebel, heir- lute Raubre'tbilduuaev. Im Walde und auf den ©albroicfeu zu,» ilaufen vorzüglich geeignet. Letzte 21fcn. StarkeSchneesSlle. Köln. 23. Tez. Im ganzen Rbeiutal fint starke Schneefälle zu verzeichnen, so daß vielfach Verkehr-« Körungen eingetrcien find Auf der Kleinbahnstrccke Rem- 'cheid-Lennep ruht der Verkehr vollständig: die Staatsetsen- bahnen haben über große Zugvettpätungcn ru klagen. Br. Jig?r$ W-Hw und »vm t Salomon L Cie. Hllch-Zentrihigen Batten Maschinen Milchkannen Milchkühler sowie alle Geräte ftr 3$iichw1rteeixhen ned lolktnin in neuesten brwÄhrien Konstruktionen [C* u Prospekte umsonst M.Rosenthal UiUnlniu 18 SchlteMe und Schütten emvnchlt in großer AnSwahi biüigit Edgar Borrmann Telephon 16&. Reufiadt 1t. ßirRrncr^friidibon? LSalllotütaße 32 cmoncblt fifiGä la. ?.'laststci ch *»0 Big. dhnboiuurit M) . Lchwcmestench SOu.9O , 1 Tanzvergnügen im Ostend eußeit Sinti t>Bl|ier8tatii6rr heuert aui Hollen aUrrbiQigh Btilcm 8. XrUitl 5iJöbcimct Streite 38 Tri. Lnichtun *»9 4. •> Achtung für llolxhanrr und Rollrnm-I«(rr! Aus remei Wer e dvtzSÄkl I nicht einlaufend 0 nicht fixend Das Beste gegen Schwei^fü^ «s Qualitäten. 5r.Jt(ellinghoff$ Essenzen ----------- f ie. Ter Vorstand. Verein ehemaliger 116er Wir laden unsere Mitglieder ergebenst ein zu unserer Weihnachts-Feier Samstag, den 27. Dez., abends 8 , Ubr nach der Liebigshöhe. Konzert, Theater, Verlosung,Tanz Nur Samilieuangchörige und vom Vorstand eingeladene Gaste haben Zutritt. Um 2 und 3 Uhr gebt je ein Wagen der elektr. Straf,enbahn am Schützenhauö ab. Um AQbb reichen Besuch bittet_______v*/B_______Ter Vorstand. BaiierSfiesangverein Am 1. Weibnachtsseiertag, abends 8 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten Weihnachts-Feier Konzert, Theater, Verlosung Tanz. Nur Mitglieder mit ihren Angehörigen sowie eingeladene Gäste haben Zutritt. — Am 2. Feiertag, abends: rfmilitn-Zchmmnkllnst Läteoffln6’ «runffurter Sos Am 3. Feiertag bei Srtfmfri» ^af vs718 Mitglied Man, vvllil|li- yD|._____Der Vorstand. MWminPlkM Freitag, den 26. Dezember er. (2. Weihnachtsfeiertag). Weihnachts-Feier aus der Liebigshöhe. Darbietungen: Konzert, Per loiung, Theater und Tanz. Beginn abends 8 Uhr. v;,/is Der Vorstand. NB. 1.Feiertag ilachm.Zusammenkunft bclDiitglied Seipel. Siiäiir Freitag, bett 26. Dezember (2. Feiertag), abends 8 Uhr Weihnachts-Feier tut East Leib, bestehend tu AMttMGmtriiiicil, Ucatcr.Perlosintg, Li« i^rennbe des Bereins find herzlich ititQf. Der Vorstand Bodberg-Club Giessen in. 8 ubr-Rnöc' == Weihnachts-Feier = statt OQQRß Theater, Verlosung und Ball, Freunde und Gönner sind Herzlich willkommen. Der Vorstand. Union-Theater Die Direldion wünscht fröhliche uns! vergnügte Weihnachten. r\ -j genannt das Schmuckkästchen von Giessen -j Ql --Seltersweg--Ql HIT1. TT T Ft bleibt das Theater wegen Heiligen Abend XJ U A JO yrr- vS- geschlossen Für die 2 Weihnachtstage extra aeeerwähltes Programm. :: :: Jede Kummer ein grosser Schlager :: :: Grosser Moncpol-Schlager unserer „Smne-Granta-tierie 191314 Liebesintrigen Vaudeville in 3 Akten. In der Hauptrolle die „Eino-Königln" Frl. Susanne Grandais. Dieser amüsante Ausschnitt aus dem Pariser Leben, wird von der entzückenden Pariserin, so bestrickend und reizvoll verkörpert, daß die Zuschauer in Begeisterung und Entzücken geraten. Grösster Schlager der Saison: Lothos, die Tempeltänzerin Aufsehenerregendes Drama in 3 Akten. Einzig und hervorragend sind die SzenenBim Buddhatempel, der Ueberfall und Kampf zwischen den Eingeborenen und englischen Truppen, dbr Raub des Diamanten: Auge Buddhas. Dio Verfolgung und Wiedererlangung des Diamanten, der Ueberfall am Schift', wie auch noch andere, aufsehenerregende Szenen sind außergewöhnlich spannend. Dieses Drama ist einzig dastehend und gehört zu einem Schlager allerersten Ranges. a^/j» Außerdem noch das übrige sensationelle Programm ein wunderschönes Weihnachtsmärchen Das Mirakel MIUrMen Dir.: Hermann Stringoetter. von Karl Vollmocller. Musik v. Engelbert Humperdinck Regie: Mar Reinhardt. [bl,/i2 Frankfurt a. M. Festballe. - 25., 26., 27., 28., 29. Dezember, 8 Uhr abends - H. JkMbkr MmtWMMng 3*|, Uhr. Preise der Plätze 1 biß 15 Mk. zuzüglich Billettsteuer und Garderobegebühr. Borverkauf Frankfurt a. M., Kaiserstr.28. Donnerstag, den 25. Dezember d. J. (erster Weitaciitslelertag) abends 8 Ohr beginnend MM!« mit Mm iroSaale des Felsenkelier. Uniform: Tuch- rußk und Mütze. DAS KOMMANDO v«/« Gesang-Verein Liederkranz Am 3. Feiertag, abends 8 Uhr, in SteinS Garten Weihnachts-Feier unter güt. Mitwirkung des Herrn Opernsänger Carl Pfaff aus Dresden. d21/12 Am 1. Feiertag nachmittags gesellige Zusammenkunft int Hotel Kühne. (Stt EM Inh.: Karl Ohm Am26.,27.58.,29. Dezember Bockbier-Fest im festlich dekorierten Saal. Neu! Der Wurstel-Prater! Musik ausgeführt vom Künstler-Ensemble Dir.: G. Engel \m3L Dezember großer Silvester- Bal! Anfang 8 Uhr. " $tttin Säniilcr nnb ztfuuhtlltr. Der Verein hält seine dies jährige WlitziiliWvkrliisilitßL. Tonntao, den 28. d. Mts. aus der Vnlvermiililc ab. Eintritt frei. Eintritt frei. Jedermann willkommen. Anfang abends 7 Ubr. Es ladet ergebenst ein 0999« Der Vorstand. 9 tauen - Verein. ’X’ Samstag, den 27. Dezbr., abends 8' , Ubr: Weihnachtsfeier im Cafe Ebel, unterer aaL v-*/i.)_______Der Vorstand. ! Ällciidorf iladct Eberhard Ranft, (M•t?yirt. Ei. Heiler-tai Sonntag, den 28. l. MtS., abends 8 Ubr im Eas^Leib (Konzert, 2lu sprachen, Theater, Gcsangs- vorträge.Vcrlosungrc.) Eintritt für Mitglieder und Angehörige frei, Weifte können durch Mitglieder ein- geführl werden. jvw >' ftÄSP“ Der Landauslage liegt Heine ein Prospekt über 4*.—ss* die weltbekannte Universal - Saxonia - Drillmaschine der Firma W. Sicdcrslcben L (^o., Bcrnburg bei. — Anfragen sind zu richten an Heinrich Hütter, Frankfurt a. M., Mamluststrahe ü. D*- \v Donnerstag, b. 25.Dez. 1915 il. Feiertags, abends 71 /. Ubr: Kleine Preise! Kleine Preise' Gutscheine haben Gültigkeit Tes Meeres und der Liebe Wellen Drama in 5 Akten von Franz Grillparzer. Ende nach 10 Uhr. Freitag, d. 26. Dez. I • 13<2.Feiertg,z), nachmittags 3'/_. Uhr. Unter Mitwirkung d. Hapcfh des hiesigen Jns.-Regiments „Kaiser Wilhelm" 9ir. 116. Kleine Preise! Kleine Preise! Neuheit! Neuheit! Ai l'm zauber! Posse mit Gesang in 4 Bildern von Rudolf Peruaner u. Rudolph Schanzer. Musik von Walter Kollo und Willn Bredschneider. Ende 67« Uhr. Abends 77r Ubr: — Gewöhnliche Preise! — Jietlheit! Neuheit! JiksMinschcUitgt Schwank in 3 Akten von Franz Arnold und Ernst Bach. ^5nde 9V» Uhr. Samstag, b. 27.5'03.191313. Feiertag», abcnbs 77, Ubr: Unter Mitwirkung d. Kapelle des hiesigen Jnf.-RegimentS Kaiser Wilhelm" Vir. 116. — Gewöhnliche Preise! — Neuheit! Neuheit! lasisitalemäilel Operette in 3 Akten von Bernhard Buchbinder. Musik von Georg Farno. Ende 107, Uhr. [O/t, Sonntag, den 28. Dezember 191.3, nachmittags 31 Ubr: Unter Mitwirkung d. Kapelle des hiesigen Fnf.-Negiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116. vv^Kindervorstcllung-Mr Volks-Preise! Volks-Preise! dieuheit! Neuheit! RinupklstiWtii Märchen mit Gelang u. Tanz in 5 Bild, von Allee Berend. Ende 57« Uhr. AbendS 7'.. Ubr Unter Dlitwirkting d. Kapelle des hiesigen Fnf.-Regiinents Kaiser Wilhelm Nr. 116. Kleine Preise! Neuheit! Neuheit.' Ail'nuaubcr! Posse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern oon Rudolf Bernauer und Rudolvb Schanzer. Musik von Walter Kollo u. Willn Bredsameider. Ende nach 10' < Uhr.