Nr. 98 gebieten vorhanden sind. * Erscheint IL-NH mit Ausnahme des Sonntags. Die „Sietzener KamiUrnblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ^relrtzlatt ?Sr -en Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- stsges" erichemen monatlich zweimal. Amtliche Erklärungen über den Zoll Krupp und die Wehrvorlagen. Scheuerung der Krastsahrzeuge zur Unterhaitung der Straßen. Airs AirvcrlLssiFcr Quelle erhalten mir folgende intern — Caruso vor den Zuchthäuslern. W Mittwoch besuchte Caruso das große Zmchtbaus von Manta, imt die Einrichtungen dieses Musterrpefirngnisses Tonten zu lernen: aber er schied nicht, ohne den Sträflingen durch seinen Gelang etwas Licht in das Dunkel ihrer Tage getragen M bähen. Die 900 Sträflinge versammelten sich in der grohor Halle, und hier samt Caruso eine Wie aus der „Afrikanerin", eine Ballade von Tvsti und die große Arie cm3' bemj „BajazZo". — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- schvst. Dieerste Aus stelleng derBe rli ner Seze sfr on ist Samtztag mittag eröffnet worden. — Der Arzt Dr. mvd. Lrünvig Deppe in Dresden ist zum Regierungsarzt und Leiter des Krankeichaufes in Tanga (Ostafrtka) berilfor worden. immerhin D^prechunKm si»ttgefmri»en Jgm, tNoNen wir die Regierung urcht tadeln, daß ste maßvou und eutgegenkomniend gewesen ist. Nur^ommt rhre V^- öffentlichung reichlich spät! Das Volk hatte ern Recht in oem. yvuiiuuu uuäu - —— - 3 Dorrit^ in dem Romane durchaus nicht mit denen von Dickens Jugendfreundin ibentifd). Mit Vorlirbe Pflogt- Frm L>°v-r zu erzählen, wie Dickens ste auf der Landbesttzung ihres Valero in Sunbnrv besuchte, und aus Pietät gegen ihren berühmten Freund hatte- sie aus ihrem Vaterhause das Bett mitgenommen und bis zu ihrem Tode .aufbewahrt, das Dickens bet seinen Besuchen in Sunbury zu benutzen pflegte. Auch, von ben kleinen Scherzen des Dichters erzählte sie gerne: emMÄl verkleidete sich Dickens und sprach auf dem Landgute um Arbeit an. Der Scherz endete nicht so, wie er sollte, denn der ->ater kam ntcht sc-cher Frau Cooper muß zahlreiche Urbtlder zu den 9wman- gestälten von Dickens gekannt haben, und von erntgen erzählte sie oft, jedoch scheint sie keine schriftlichen Aufzetchnungen hinterlassen zu haben — die Meldungen von ihrem Tode tn der englischen Presse sagrn wenigstens nichts darüber — unb Jo fft durch ihren Tod eine reiche Quelle zur Jugendgeschtchte von Dickens auf immer verschüttet. — Das wissenschaftliche Wörterbuch KU den Vaphrusurkunden ist nrmMehr finanziell gesichert, nack>- dem die Straßburger Wissenschaftliche Gesellschaft zu den von der Heidelberger Wabentie der Wissenschaften und von privater Seite yur Verfügung gestellten je 5000 Mark ihrerseits auch 5000 Mark lje 1000 Mark für 1914—1918) bewilligt hat. Ein gemischter Rat beider Körperschaftett wird für die Zwecke des Unternehmens gebildet, dessen Ausftihnrng dem Papyrusforfcher Dr. jur. et Phil. Friedrich P-reifigke, kaiserl. Telegraphen- divektor in Straßburg t. E. übertragen worben ist. Montag, 28. April 1913 Rotationsdruck und «erlag der Brühl'schen Universitäts - Buch» und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. — Das Urbild der Klein-Dorrit gestorben. Das Urbild der berühmten. Dickensschen Romangestalt Mem- Dorrit, Frau Mary Ann Cooper, ist dieser Tage, kurz vor ihrem 100. Geburtstag in Southgate gestorben. Damit ist wohl die letzte Fugendgespielin des großen Romandichters dahingegangen. Fraii Coper erfreute sich bis in die letzten Jahre hinein einer erstaunlichen Rüstigkeit und wußte zahlreiche Einzelheiten aus der Zeit ihrer Jugend, wo sie mit Dickens verlobt war, zu erzählen. In ihrer frühesten Kinderzeit wohnten ihre Eltern gegenüber der Familie Dickens, und diese Nachbarschaft gab Anlatz zu V1 c beiden. Dickens konnte den Namen Ann nicht leiden und taufte sie daher auf Ein Aufruhr in Stflabon. Lissabon, 27. Avril. Heute nacht und am Vormittag fanden auf den Straßen Kundgebungen statt, angeblich um die bedrohte Republik zu verteidigen. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. U ä wurde der Hauptmann Lima D i a z vom 5. Fnfanterie- Regiment verhaftet. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung wurden militärische Maßnahmen ergriffen. Fn früher Morgenstunde erschienen ungefähr hundert Menschen, Revolverschüsse abgebend und „Hoch die ^wikale Republik'" rufend, vor der Pionierkaserne und erklärten, in den Straßen befänden sich Mitglieder einer Verschwörung Es sei dahier nötig, die Republik zu verteidigen. darauf, alsbald die volle Wahrheit zu erfahren und die Tatsachen über die Klagen der Insassen von „Z 4 hatten längst bekannt gegeben werden müssen. ÄT feine beide» m stehst^von"einer eigentlichen dramatischen Handlung llmn keine Rcke sein. Wenn Wolzvgen es. dennoch verstanden fat funt Mte daraus zu Machen, von denen wder tMer^s^t ist so sprich, das für eine sichere Beherrschung der Bühnentechnik Wotogen hat ben beiden Hauptfiguren, dem Herzog unddem ^chvctntchen, auch einen dramatischen. Unterton gegeben, der uns die beiden Lüderjahne auch meitschlich näher bringt. Die WTülynmg in Darmstadt hat aber ^wtbe Me©eite zu wenig hervortreten lassen, nnb fft man nur von einer freundlichev Aufnahme des Hurtts sprechen kann. Dazu koMmt nock)>, daß das Spiel m der Spracht ener Zeit geschrieben ist, die den Darstellern mcht gelanfta genug ist, wodurch die Vorgänge auf derBühne zuMTeil mwarstandlick blieben. Tie Darmstädter Künstler gaben sich rebl chr Mühe, dem Stück zmn Erfolg zu verhelfen. Den Fohannes Heinz, beim! es besonders gelang, ben guten Stern be- verlmnpten Fürsten glaubhaft mackwn Frmt Laura von Wol^vgen gab die Margarete. Der Dichter hat dieser Rolle einige .Lautenlieder eingeflochten, und nur diffe rechtfertigten eigentlich das Gastspiel der Frau Elsa Laura Gerade fle blteb L wenigsten Verstands, und im Spiel hat M nM dte notige Gewandtheit. .Herr BauMeister spielte den Schwetnwten^Er batte Meln das gute Herz des rauhbeinigen Ritters betonen dürfen. ^Eftre präckchge Ssestalt scknff .Herr Wester-Mann der enten berimtergelomMenen Tlieologen gab. -pie Damen Berkaum Henmann als Herzogin uiib SchelleudorfiN verdienen anerkennend genannt zu werden. Der Zall in Luneville Md die Nachgiebigkeit der deuischen Regierung. e>„ tinem Artikel der „Norddeutschen Waemeinen Zei- hriht es Ml dem Fall von Luneville u. a.: so/ufribmt die französische Regierung von der Landung des ZeppAin-Luftschiffes in Luneville Kenntnis erhalten hatte, trat j He cllsbald die erforderlichen Anordnungen zur Regelung d. Angelegenheit. Der ftanzösischen Regierung hatte sehr wohl das Reckt zuaestanden, ein längeres U n t e r su ch u n g s v er- -.Aren — eventuell wegen Spionageverdachts — emzuletten und das Sckstff wie die Besatzung festzuhalten Ste hat da^. mdt aetan Subern ditrch die schnelle Freigabe des Schiffes den pv^isi-s^niall beizulegeit gesucht. Für diese prompte entgegenkommende Erledigung der Angelegenhett ist der ^vnzöstschen Regierung gedankt worden. Später wurden t^m Auswärtigen Amt K lag e n über unfreundliches Der halten der Bevolkevu ng sowie nicht ausreichenden Schutz durch dre lokale Behörden bekannt. Diese Magen wurden zumG cgenstand ?«--i,7idscknftlicker Besprechungen nut der französischen UÄ & Äffl* Eniste- des Aeutze-N legte unserem Botschafter dar, daß der Marre ebenso wie die andtren Behörden ihr möglichstes zum Schutze d«, Deutschen getan haben Jedenfalls können Unzuttaglichkerten, bte stattgefund^n haben mögen, gegenüber dem Entgegenkommen der Regrmumi und der schmllen Erledigimg der Angelegenheit nicht ins Gewicht fallen Graf Zeppelin hat seinersetts erklärt, daß er die Angelegenhett als völlig erledigt betrachte. Bon einigen Blattern wurde ferner bie Beförbemng des Unterpräfetten von Luneville zum Prawkten eines anderen Gouvernements kommentiert. Die Kennung: von Beamten ist eine interne Angele gen heit des ^treffenden Staates, zudem hat der franzöftsche Mtniswr des Aeußern in einer fteundschaftlichett Aussprache dem kaiserlichen Botschmter qegenüKr betont, daß die Ernennung sicher vM^f^glware Ein nicht gerade dieser Beamte zur raschen Abwicklung des h-sonders beigetragm hätte. In den Berichten von das Luftschiff fti deuttcher Gm.nd und Boden Diese Auffassung enppricht nicht dem gel- Ä W Sann wurde behauptet das Betreten des Luft- dnrck bie Franzosen trotz des Protestes des Schifss- führers sei als Hausfriedensbruch aufzusassen. Auch dies trrfft Der Raistr in Strafjburg und Aarlrruhe. Schlettstadt, 2«. April. Dem mis der Uk°mgs- bürg weilenden Kaiser brachte heute nachmittag dwF l re aerstation Straßburg emen Gruß besonderer Art dar. Gegen 5 Uhr erschienen von Straßburg lM nacheinander ackt Militär-Flugzeuge, drei Tauben und fünf Doppeldecker über der Hohkönigsfburg, die ste ^ prachtvollen Flügen mehrfach umkreisten und führten e ne Rech von Manövern aus, die sämtlich wohlgelungen find. Dr? Kais« mit ötefolge traf t>on MMtan« 6 Uhr 15 Min. in Schlettstadt ein, überall auf den Straßen von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. Er verztchtetclldoch rnit Rücksicht auf das prächti°n warm rnurd 67 dEMt MM SEcyugc brr Brihilsa onerfannt. Es i'l,^346 000 Krirasttil- 1914 von ben mntmatzlich nodu lebenden u4b UVU rrrlegsreti- nehmern 261000 Beihilfen zn gewahren. essaute Nachricht: Die starke Zunahwe des Kraftwageuverkehrs und bte damit verbundene ungewöhnliche Fnanspruchnahme der Straßen hat das Reichssüwtzamt veranlaßt, eine einheitliche Regelung der diesbeUüg'lichen g^chgebertschen Maßnahmen und Vorschläge ins Auge zu fassen. Zu dtesent Zwecke sollen Erhebungen veranstaltet werden: 1. Welche Erfahrungen über die Steigerung der Straßenunterhaltungskosten infolge des Kraftwagenverkehrs vorltegen, .getrennt nach Personen- und Kraftfahrzeugen, auch hinsichtlich der Beseitigung von Staubentwickelungen. 2. Wie groß die Kosten der Stratzenunterhaltung sind, getrennt nach Dürchgangsstraßen und nach im allgemeinen nur örtlich benutzten Straßen. 3. Welche technischen Erfahrungen über den Schutz der Straßen gegen Zerstörung und über die Verminderung der Staubentwickelung vvrlregen, ins- besondere hinsichtlich der Jnnenteerung. 4. Für welche Durchgangsstraßen eine solche Fnnenteerung zurzeit besonders erwünscht sein würde. 5. Ob statistische Unterlag^ über den Kraftwagenverkehr in den einzelnen Verwültungs- Darmstädter Hoftheater, bs. Darmstadt, 26. Wrif. ttSÄS UM-WWKZ WZWWHMß SM Ä MB das wie er besitzt, geht er auf die Reffe. Kurz ^delfrmk/ ber Schellendorfin, fennert unb SÖV Ä "L7 $ efYtntiw rrirf lärme Zeit, um bald darauf als Jungfer Margarete SÄ Die Liebe ber beiden, bie so in Sturm unb ‘UtoTerprobt ist, hält von Nun an fest. SDerAug Öcinnch fft ....... cmÄ Nmh Iahten ziirückgEirt ^-^Ä^Maiilschelle uerteibigt I der' Kinbersreunbschaft bet EXÄÄÄÄ“ -«l'-iner Win, M°r» An Zmiter Blatt l65- WW * Gießener Anzeige? straße 7. Expedition und Verlag: General-Mzeiger für ©berijtjjer. " ber Reichskanzler ersucht, ^ngeriugsten Normaltagegelbsatz ftu dm Postboten auf 2,20 Mark unb ben VochstMtz auf 3,50 festzusetzen unb 10 Tienstalterszulagen von je 10 Pfg. für ben Tag zu gewähren. Ein Antr a g SpahN. Dem Reichstag ist von dem Abgeorbneten Spahn ein An- tran ^geoang* bet® ben Reichsck-nzler ctfMt, «i HM ÖSefeh über ben Hanbel Mit Düngemitteln, »utter | mitt ein unb Sämereien entffnecfcnb dem Grundgedanken des Nahrungsmittelgesetzes zum Schutze ber Landwirtschaft un des reellen Handels baldigst m bie Wege zu letten. ,er Wahlprüfungsausschuß des Reichsta9ff "bat '^eridn erstattet über die Wahl des Abg. Dr. A achnicke Datchim-Lnbwigslnst,. In dcr Stichwahl hatte ^.t. Pa »nick- 11 987 Stimmen erhalten, fern Gegenkanvidat Prof, -tr n o 8203 Stimmen. In ben eingelegten Wahlprotesten bau schwere Verstöße gegen das Wahlgesetz und bas Wahlreglement vo?g'Lmen i^dbatz WaWeeEuNnng -usg-ubt wat^n ! . durch Vorgesetzte von Bahnh-ofsangestellten. Der MsMist be antragt, über diese Wählprotefte Beweis ^u erheben. Zur Reichstagsersatzwahl tn Waldeck-Pyrmont. Die Vertrauensmänner der Jo^schr it tlichen V olts^ hnrtt>i in den Fürstenttimern Waldeck,undPyrmon stellten für die nötig gewordene Reichstagsenatzwahl ^nstim- migFri-brichNanm°nnalsR°,ichst°gskanbrd-t-rr Ans Stadt nnd Land. Die Einweihung der Aüelphenhauser. h( 8c Schafe. fc. Frankfurt a. M 1 im 75. hv14/« Gies, h- ds ge in ai gi bi 56.00—59.00 55.00—57.00 gems ijrossi fU Ti I- s ( I I 72.00-74.00 70.00—72.00 Reiski Die Be ri v '.b. 5 V b t-' L e a e 71 o 6 r t t 5 rr si Di ti'i fe 9) n $ d. ei bi b< ei getj D' di ft* M so liefert billigst die Brflhl’Sffhc Universitäts-Buch-und Stein- druckerei. Gießen. Schulstr.7 StaNinastschale: Mastlämmer und jüngere Masthammel ' Schweine. Vollfleischige Schweine von 80-100 kg Lebendgewicht....... Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht........ Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht . . ff <$ t sind. Das Obergeschoß enthält Wohnungen, das Erdgesckwß die Haushaltungsräume usw. Äuch im einzelnen ist viel schönes und zweckmäßiges zu finden, so das; sich bic jungen Akademiker sicherlich recht wohl fühlen werden m dem Hause, das in seinem schmucken Kleide eine neue Sterbe unserer Stadt ist. Märkte. V i e h h o s-Ma r kt b e r i ch t vom 28.April. Austrieb: Rinder o4, darunter Ochsen 9, Bullen 1, Hübe und varseu 44, Kalber 10, Schafe 136, Schweine 2514 Tendenz: Schafe ruhig, geräumt, Schweine bleibt Uebevftnnb. steinfegergewerbeZ, Beseitigung des Monopols, Re- Vision der Gebührenordnung und Vorschlag einer netten Er- hebungSatt mit detailliertem Quittungszettcl, hat das Ministerium einen ablehnenden Bescheid erteilt und den einzelnen Ortsverbändcn anheimgestellt, sich da, wo sie Veranlassung zu Beschwerden zu haben glauben, sich an ihre zuständigen Kretsämter zu wenden. Der Verband Mainz hat auf dlesen Hinweis nun eine ausführliche Eingabe dem Kreisamt eingereicht. Kreis Büdingen. m Ä. $ ’r 6,eJt h n in, 25. April, lleberall rfmet man, nm das 9 SV ** l.§ on die Erheb u n g des deutschen Volkes und die Befreiung von fremder Herrschaft würdig zu begehen, ^luch hier ist der 1. Juni für ein großes V o l k s s e ll vorgesehen, ^.en Mlttelvniikt bildet die Aufführung des Theaterstückes .Ans großer ett! L ü tz o w und s e i n e H e l d e n!" "Außerdem wird noch für alle möglichen Vergnügungen gesorgt, besonders für ötc ^tgenb, bfmnt ihr dieser Tag für das ganze Leben ein Ge- dachtnistag bleiben soll. Um in keiner Weise von der Witterung Kint ^ifle Eisenwerk bereitwilligst die neu fügung6 gestell^^ ' c ^000 Quadratmeter Raum bietet, zur Ver- Kreis Lauterbachs X Schlitz, 27. April. Pfarrvikar Reith au§ Maar wurde mit Versehung bet durch den Tod des Dekan Schmidt verwaisten ersten hiesigen Psarrstelle betraut und hielt heute m der Stadtkirche seine Antritlspredigt. Der Vorsitz im Kirchenvorstand und der Kirchengemeindevertretung ivurde dagegen von dem Ober-Konsistorium für die Zeit der Vakanz der ersten Pfarrei dem Stadtpfarrer Boeckner übertragen. Das Dekanat Lauterbach sieht sich durch den Heimgang des seitherigen Dekans vor die Reiiwahl eines Dekan? und eines geistlichen Abgeordneten für die Landechynode gestellt. Ter Sonntag wurde nut einem Konvent der Alt-Adolphia eingeleitet, in dem Geh. Medizinalrat Balser unter allgemeinen Bedauern wegen ArbettsÜberhäufung von deut Vorsitz mrücftra? %^0T^C^rr- lm,rbc a^dann Kreisschulrat Kissinger gewählt. Als 2. Bor,, wurde Amtsgerichtsrat Funk w eder Und ^6- Brettwteser gewählt. An den Konvent schloß sich ein Zrühschoppen der gesamten Adelpl-en mit ihren Damett Am mittag fanb ut dem Prächtig ausgestatteten, hochgewölbten Usaal ein Festes,en statt. Hier sprach zunächst R^htsanE c ’ 0 b n auf Landgerichtsdirektor Praetorius und überreichte der Verbindung dessen großes Bild, das in dem Hause emen Chr-Nvwk erhallen solle. In bewgten Sorten dankte der Gießen, 23. April 1913. * Elektrische Ueberlaudanlage ber Provinz O b e r h e s s e n. In der vergangenen Woche mürben die Hochspannungsleitungen, Transformatorenstationen »ind Ortsnetze für die Elektrizitätsversorgung der Gemeinden Steinfurth, Oppershofen, Rockenberg, Wohnbach, Obbornhofen und Bellersheim unter Strom gesetzt. Die Inbetriebnahme ging Tank der guten Vorbereitungen anstandslos von statten. In dieser Woche werden voraussichtlich die Gemeinden Griedel, Bettenhausen und Berstadt folgen. ** Der Landesverband der evang. Erztte- $U1l?$<£e?,e.*ne Hesteu hielt seine Hauptversammlung 2i ^?EnI tm Hotel Trapp zu Friedberg ab. Der Vor- frtzende, Pfarrer Zimmermann aus Wixhausen, konnte daber eine stattlich Anzahl von Geschäftsführern und Ver- beT Behörden begrüßen, die vvm Oberkonsistvrium, Ministerium ves Innern, Kreisämtern, Amtsgerichten und Stadtverwaltungen entsendet waren. Besonders wertvoll r™r E Teilnahme der Kandidaten des Predigerseminars unter Führung von Direttor D. Schoell. Der Varsitzende gab eine Uebersicht über die Tätigkeit des Verbandes 1912 und konnte daraus feststellen, daß die Zahl der dem 23cr= ^^Ebii Zwangszöglinge (1047) den prozen- all/r Evang. (60 Proz,) an der Gesamtzahl Hessen, in r^milienpflege befindlichen (1545) Zwangszoglinge übersteigt, ein offenkundiger Beweis der A^^L-^er Arbeit und ihrer steigenden Anerkennung. Aufialligerweise ist unter der Gesamtzahl der Pfleglinae ff^isenkinder und 209 in freiwilliger Befindliche gehören, nur ein entlassener Strafgefangener. Der Verband ist bereit, auch auf diesem schwie- rlAen Gebiet fozraler Fürsorge mitzuarbeiten. Der gegen- ioartige Stand der Arbeit zeigt ein erfreuliches Bild, ^das einzelne Miete des Verbandes ?ü? 191 a?Ä>cn. Nach Erstattung der Rechnung für 191 _ durch Tekan Roschen- Freienseen, die richtig befunden wurde, hielt Dr. W. Pönitz, Fürsorgeinspekto? bei der Regierun.g in Wiesbaden, einen anschaulichen Vor- x t'Au fg ab en der Erz iehung s v e r ein e b e.1 $ fuhruna der Z wa n g s ersieh u n q" ^n Ionu gab er auf Grund vielseitiger Studien und reicher Erfahrung wertvolle Winke für eine erfolg! reiche Erziehung innerhalb! der Familie; es kommt alles Nuß^ Qn u”b °uf den persönlichen Ein- 2" bie genaueste Kenntnis durch die orts- und personalttindigen Vertrauensmänner dringend nötig Landesverband durch die Ortsgeistlichen un^d Geschäftsführer zu ermöglichen sein. Diese werden vor £^irr, Herstellung eines persönlichen Berttauensver- ^"Ä^s zu dem Pflegling erreichen können, das dann bei Bfrufswahl und -ausbildung förderlich ist und störende Einflüsse nach Kräften ausschaltet. Der reiche Inhalt des Bortrages loste eine lebhafte Besprechung aus^ die hin-! fichtllch der Ausgestaltung der lokalen Aufsicht, der Höhe der Pflegekosten u. a, wertvolle Ergänzungen bot lieber den ^rfVorjahre gegründeten „Bund deutscher Fürsorgeverbanr-e kam man nach eingehender Desvrecknin.? Beschluß^ die Erledigung vorerst zu vertagen da die Belanntgabe neuer Besttmmungen des Bundesrates inten vom Bünde vertretenen Fragen in naher Aussicht Die Pionreroffiz-iere weigerten sich trotz der dringenden Aufforderung der Menge, die Kaserne ohne höheren Befehl zu verlassen. Die Menge begab sitzh darauf in das Gebäude der republikanischen Bereinigung, wo sie Waffen erhielten; einigen wurden Bomben übergeben. Mehrere Personen wurden verhaftet. Nach einer BlättermeÜdung fanden außer vor der Pionier- kaserne auch vor anderen Kasernen Kundgebungen statt Die Soldaten gaben auf die Menschen blinde Schüsse ab und zerstreuten sie. Die Polizei soll in den Räumen der. radikalen republikanischen Vereinigung zwanzig Leute ver-! haftet haben. Nach einer Besichtigung des Hauses begann um i/29 Uhr der Festkornmers, zu dem sich u. a. der Rektor nebst einer großen Anzahl von Professoren, der Provinzialbirektor, Stabtverorbneter Eicheiiauer als Vertreter des Oberbürgermeisters, mehrere Herren vom Osnzierkorps sowie Abordnungen auswärtiger Verbindungen eingefunben hatten. Ter Abeno wurde mit einem von Fran Taickw verfaßten und von Frl. Tasche vorgetragenen Prolog wirkungsvoll eröffnet, worauf der erste Chargierte, stud. jur. Brieg-. o- I' rQur" .Vakerland, Kaiser und Großherzog sprach. Nach einem Ucb begrüßte er bic zahlreich erschienenen Gäste und erteilte daun dem Vorsitzendeii des Hausbaiwereins, Herrn Landgerichts- direktor Prätorius, das Wort, der sich in Längeren Ausführungen über die Vorgeschichte des Banes ausließ und feine jungen Verbindungsbrüder ermahnte, auch im neuen Hause den guten alten Geist zu wahren, der seit fast einem halben Jahr-! hundert die Verbmdnilg beherrscht uiid sie groß und stark gemacht habe, insbesondere betonte er das vornehmste Prinzip der Ver- blildung, die Verwerfung des Zweikampfes, deren Durchführung meist mehr Mut erfordere als das Duell und schloß seine oft von lebhaftem Beifall unterbrochenen Ausführungen mit einem Salamander auf die Zukunft der Adelphia. Auf de>l .Hausbauverein und seinen unermüdlichen Vorsitzenden, der sich seit Jahr und Tag um bic Errichtung des Heimes hoch b erb ich t gemacht I>abe, sprach der zweite Chargierte, sind Phil Neurath, indem er in längerer Rede den herzlichen Dank der Verbindung zum Ausdruck brachte. - Cand. jur. H. Feilbach sprach auf die Universität, mit der die Adelphia feit 43 Jahren feft verwach,en sei, und warf dabei interessante Streiflichter auf bic Beziehungen zwischen der Hochschule und der Verbindung Sein Lalaniander galt der alma mater Ludavüiana und ihren Dozenteil. Mit gutem Humor dankte sodann der Rektor, Prof , Tr. Eck, zugleich cm Mimen der Dozenten, des Provinzialdirektors und des OfflzlcrkorpS für die Einladung und verbreitete sich des weiteren über die Beziehungeii der Studentenschaft zu ihrer Hochschule, indem er der Hoffni.ng Ausdruck verlieh, daß auch bei der ernsten wijicnfchaftlickwn Arbeit der Humor nicht verloren gehen möge und daß m den Jüngern der Ludovieiana allezeit ein guter von echter Mcmchlichkeit beseelter .Geist herrsckw. Sein §0^ mauder galt dem ferneren Gedeihen der Adelphia. Medizinalrat Balser, der Vorsltzcnoe der Alt-Adelphia, dankte dem Rektor für seine herzlichen Sorte und ermahnte bie Jugend, stets ihrer Pachten an die Allgemeinheit eingedenk zu fein. Im Namen des pbcrbi-rgcrmciitcrö, ber verhindert fei, und der Stadtverordneten beglückwünschte Stadtvcroroneter Fabrikant Eichenauer die Verbindung zu ihrem schmucken Bau und sprach den Wunsch aus daß die guten Beziehungen zwischen der Adelphia und der Bürgerschaft auch ui Zuiunft erhalten blieben. Auf das fernere ber Wclphia sprach Architekt Meyer, indem er ttnen k^ lleberblick über- bic Entwickliing des Hausbaues gab und auch der' Helfer am, Werk, der Meister und Arbeiter gedachte Starken Widerhall wo die Rede des Prof. Dr. O l t, der als Vertreter des Hausbauvereins Burfchenschast Frankonia auf bic frcunbnX barchen Bezielningcn der beiden Verbindungen sprach und einen Strauß in den tyranFcnfarbcn überreichte. Sein Salamander aas! ber AdE°. JlM dankte LandgerichtSdiiÄor P E o f ins mit herzlichen Wotten und rieb einen Salamander auf bic Burschen schäft Frankonia. Aus bie Gründer der Adelphia, von deren 14 nW 7 MN Leben sind, sprack Prof. Briegleb. S18 uiiAet anmefenber ©tlinta tränt Gel,. Medizinalrat Adelbhen und zog mteressonte Bergleiche iiuildKn einst und je» Äur die körperliche Ertüchtigung der akademischen Jugend sprach Äintsgerichttrat Funk. Tie Vertreter der Bundcsverbchchungen Burschenschaft Alemannia, Leipzig und Arminia Göttingen überbrachten herzliche Grüße und Glückwünsche > Nach dem offiziellen Teil verbrachten bic Anwesenden noch lange in gemütlicher 2afclrunbc. oa) , Kreis Wetzlar. O Wißmar, 27. April. Der Turnerbund ,fiabn- DünSberg* hielt heute hier seine 3. Vorturnersiunde ab, zu der 51 Turner aus den 9tachbarorten antraten. Hessen-Nassau. X. H a n a u, 26. April. Ter Minister für Handel und Geweibe hat die Errich tun g einer Diamantschleiferei- o.aHcmmi im Anschliiß an bie Zeichenakadttnie (Fachschule für bie Ebelmetallindustrie) genehmigt. Die 56 000 Mk. betragenden Kosten für bie Unterhaltung ber ■aafflpule während ber ersten fünf Jahre haben einige beutfch-subwestafrlkanische Diamanten-Schürfgesellschaften aufgebracht, das für Unterrichtszmccke erforderliche Schleifmaterial an Nohbiamanten liefert eine große Hanauer Diamant- fchleiferei. Die Unterrichtsräume stellt die Stadt Hanau zur Verfügung, bis ber Neubau ber Zeichenakabcmie fertig- gestellt ist. J Gießen, ben 28. Aprll. Zugleich mit ihrem 43. Stiftungsfest beging bie stubentische Reformverbinbung Adelphia am Samstag und Sonntag die Weihe ihres Hauses an der Kaiserallee, äu dem im Mai vorigen Jahres der Grundstein gelegt worden ist. Am Samstag nachmittag ß1'? Uhr begab sich bic Verbindung und eine große Anzahl alter Herren unter Vorantritt einer Musikkapelle in festlichem Zuge von ihrer alten Kneipe im Hotel Einhorn über den Sclterswcg und die Süd-Anlage nach ihrem neuen Heim. Architekt Meyer, der Erbauer des Hauses, empfing die Ankommenden an der Pforte und überreichte mit einer kurzen Ansprache den Schlüssel dem Vorsttzenden des Hausbauvereins, Landgenchtsdircktor Präto- rins, der ihn mit einigen herzlichen Worten der aktiven Ver- btnbung übergab. schatt “ Ä MllTr rÄ1’™' d"> ÄnanjaMnmtÄl lo r b 1. aus Msfcld z>um Hmiptstoueramtsassistenten 9 Worms, den Fmanzusplranten Karl V ^td) zum Bezirl.skasseassistenten bei der sOffenbach, ben Finaftziaspirattten Jak 65 rüll Hauptsteueramtss 16.00 Weizenmehl 0 Alk. 32.50-32.75, Weizrn nehl I Mk. 80.50-30.75, Weizenmehl III Akk. 27.26-27M "Ken- niebl 0 Mk. 27.75—28.00, Roggenmehl 0/1 Mk. 23.50—8B 75 00.00-00.00, Weizenklete Mk. 10.60-11 80' Wezenschalen M 11.00-11.15, Roggenkleie Alk. 11.25-1150 Malzkeime Mk. 13.00-13.25, Biertreber 11.00-14.25, RapS Mk 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. ' fc. Frankfurt a. M 28. April. lOrig.-Telegr. des ,05^. ar t o fiel mar ff. Man notierte: Kartoffeln 990Ns Mk. 4.26—4.75, im Kleinhandel Dtk. 5.50—6,00, für je 100 Kg. 1 1000 »"Bestem« r',m' Giessen, Rrlarktpiatz £8 na £ Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige K. Schuchard, Rechtsanwalt in Kenntnis zu setzen Verbindung Chattia Gießen, den 26. April 1913 Danksagung Familie Karl Hahn 2904 B. i. a. B. von dem in Alsfeld (Oberhessen) erfolgten Ableben Die Beerdigung findet in Alsfeld Montag nachmittag 4 h statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während oer Krankheit und dem Heimgange unseres lieben unvergeßlichen Sohnes sagen wir tiefgefühlten Dank. Todes-Anzeige. schmerzerfüllt teile ich Berwandien und Bekannten mit, dafi es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, mein innigst geliebtes Kmd Willi im Alter von 5'/r Jahren am Samstag nach kurzem, schwerem Leiden zu sich in dte Ewigkeit abzurufen. l25*'3 Um stille Teilnahme bittet d. tieftrauernde Mutter Frau Clisabet Bittkow geb. Ochs. Gießen (Sonnenstr. 3), den 27. April 1913. Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. Avril' nachmittags 3 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt- Ev. Arbeiter-Verein. Samstag nachmittag starb unser langjähriges Mitglied Herr Ludwig Lott Bureaudiener i. P. Die Beerdigung findet statt Dienstag nachmittag 5 Uhr auf dem alten Friedhöfe. Um zahlreiche Beteiligung bittet vs8/4| Der Vorstand. ■ V IM - 'M M Ä U M ■ ./.'E • ZWY/* V - lI EM ■ ■ W M M MM I Giessen, den 28. April 191z. 2913 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau sage ich Allen innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Hagel- F|rucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühfschc Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Mr den Frühjahr spuiz empMic Scheuermittel Cbenfo Parkettwachs, Terpentinöl, Stahlspäne, Metall- n. Möbelpoli tur, Stanbbindendes Fnszbodenöl Del- n. Lacksarben, Pinsel n. Bronzen. Kreuz-Drogerie August Holl PabnlwMrakc 51. 2830 T-levbo,. 2082. Freunden, Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren innigstgeliebten Vater und Pflegevater Herrn Ludwig Lott nach kurzem, schwerem Leiden in die ewige Heimat abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Käthchen Lott Frieda Mennige. Giessen (Bleichstrasse 38), den 26. April 1913. Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. April, nachmittags 5 Uhr, voll der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. 17 2901 Todes-Anzeige. Gestern vormittag 10 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante ta taMMMitr fatelte Jünger B. Becker im 75. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Jünger. Reiskirchen, Darmstadt, Oppenheim, am 28. April 1913. Die Beerdigung findet Dienstag, den 29. April, nachmittags 2 Uhr in Reiskirchen statt. Statt Karten. Betty Kann Arno Weissbacher Verlobte. Giessen Stuttgart Kirchenplatz April 1913. Gymnasiumstr. 53 Zu Hause Samstag, d. 10. und Sonntag, d. 11. Mai. 3nn;l ge! int ba bei Dn sei M mi B> beer' bc ba er B. tu1 toöL ha. für an » >» >* * » * >» > 4«. * K 5.00 2.00 3.00 3.50 Weisse Batist-Stickerei-Binsen Batist-Blusen reich garniert Backfisch-Blusen mit Stickerei Schwarze Satin-Blusen Eiskellerei und A Bier - Handlung Telephon 581 Mk. 9.00, .. 4.50, 4.50, - 9.00, C. Röhr & Co. MITGLIED DER RABATT-SPARVEREINIGUNG im Haushalt! ■ Immer größerer Beliebtheit erfreut sieh meine hier am Platz bestehende Einrichtung der H Herrichtung von Wäsche als Naßwäsche ■ (Pfundwäsche). Nicht allein, daß zu jeder Jahreszeit die Wäsche blendend weiß ohne Anwendung scharfer Mittel geliefert wird, W ist Naß- und Pfundwäsche bei genauer Bc- ■ rechnung erheblich billiger als jede im Haus gereinigte Wäsche. 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