m. 75 Erscheint täglich m« Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Oberhchen so beliebte Programm 02419] Schlüter. ist zur Erhöhung der Schlagfertigkeit, der Zuweiten Lcbensideals. Die Durchführung der Jugendabstt ^fiorrnÖ w- um. OSTEKD Zonutao, bcn 30. März Tanzmnsik (r-5 labet ftcundlichil ein und besondere sorge vermehrt richtnngen weitern. Schließlich ’wcrin Jlary Morrison ^m,ei tauten 80 “Verhaft ge- V WMckliche 1 als Meisterwerk Die „Eiehener Kamilienblatter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für -en Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Dir, „Landwirtschaftlichen 3cib fragen" erscheinen monatlich zweimal. während junge, diensttaugliche Mannschaft zurückbleibt und beini Eintritt ungefähr erst ausgebildet werden muß. Leitender Gedanke der Vorlage ist deshalb der Ausbau derallgcmcinen Wehrpflicht nach demStan de der Bevölkerung. Rund 63 OOO Rekruten sollen jehrlich mehr eingestellt werden. Ihre Einstellung >vird vor allem dazu dienen, den Friedcnsstand der vorhandenen Truppenteile zu erhöhen. Durch die so verbesserte Zusamvrensctzung der Truppenteile erfährt das .Heer einen Zuwachs an schnell- bereiter Kampfkraft, wird ihm der llebergcrng vom Friedens - in den Kriegszustand erleichtert, werden die im Kriegsfälle ein- zurcihcnden Jahrgänge des Beurlaubtenstandes verjüngt und verstärkt. Soll die vermehrte Anspannung unserer Wehrkraft hiernach grundsätzlich nicht dazu dienen, zahlreiche neue Truppenteile auszustellen oder neue große Truppenoerbändc zu schassen, so können doch crnzclne Neuformationen nicht länger entbehrt werden. Dies sind u. a. für die Infanterie die bei 18 Regimentern itod) fehlenden dritten Bataillone, die 18 Jäger- bataillone, Radfahrer- und Maschinengewehr- k o m p a g n i e n, für die K a v a l l e r i e 6 n e u c R e g i m c n t c r und bei 4 bayerischen Regimentern die noch fehlenden fünften Eskadrons, für die Fußartillerie drei neue Regimenter und ein württcm bergisches Bataillon, für die Pioniere 11 und für die B er k e h r s t r u p v e n 13 neue Bataillone, für den Train 1 Bataillon und 20 Kompagnien. Um den zahlreichen Hccrcsersatz ausbildcn zu können, muß das Offizier- und Uu t er o ffi z i e rs ko r p s wesentlich vcr- stär k t werden. Zur Sicherung dieser Verstärkung sollen die Kriegsschulen in Preußen noch nm eine vermehrt, die Kade t t en a n st a l t cn in Preußen und Sachsen vergrößert, in Preußen zu? ei U n t c r o ffi z i c r s chu l e n neu geschaffen, die preußischen und sächsischen Unteroffizierschulen und Vorschulen verstärkt werden. Der U n tc r o ffi z i c rs c r sa tz wird aber in erster Linie durch Sicherstellung seiner Zukunst nach dem Ausscheiden gewonnen. Daher soll die T i c n st p r ä m i e nach zwölfjähriger aktiver Dienstz-eit von 1000 Mark auf 1500 Mark herausgesetzt und die Msindung für Nichtbenutzung des Zivilversorgungsscheines erheblich höher bemessen werden. Um die Unterofsizierslaufbahn sonst noch günstiger zu gestalten, wird eine Besserstellung oer Unteroffiziere und Kapitulanten hinsichtlich der Verpflegung und durch Gewährung von einzelnen besonderen Zuschüssen vorgeschlagen. Bekanntlich Hand in Hand mit der Steigerung der Fricdens- pr-äsensstärke muß daS Beamten personal für allgemeine ne in 2 Akten Kindes Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e=^51. Redaktion: ^^112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen» nenz würde durch das Beispiel enthaltsamer Eltern mrd Erzieher aufs nachdrücklichste gefördert werden. ff. Einer, der Tote auser wecken will. Ein aiueri- konischer Gelehrter ftanzösischer Abkunft, Dr. August de Eastel- lane-Seynlore, behauptet, unter gewissen Umständen Tote wieder zum Leben erwecken zu können, dann nämlich, wenn sic erfroren sind und die Leiche im Eise gelegen hat. In einem großen.amerikanischen Blatte setzt dieser Doktor seine „Erfindung" auseinander. Die Grundlagen, auf denen er fußt, sind vollkommen richtig, aber was er darauf aufbaut, klingt reck-t phantastisch, umsomehr, als er seine Methode auf den inr Schneesturm nmgckommencn Polarforscher Scott und seine Begleiter anzuwcndcn verspricht. Dabei scheint der Erfinder von dem Gelingen seines Vorhabens ganz fest überzeugt zu sein, denn er erbietet sich, seine eigene Person zu Versuchen hergeben zu wollen: man soll ihn ein Jahr, zehn oder auch hundert Jahre in Eis aufbewahren, und daun nach seiner eigenen Methode wieder aufkauen und behandeln! Ter Amerikaner gebt davon aus, daß niedrigstehende Tiere, 3. B. Frösche mrd Fische, längere Zeit int gefrorenen Zustande leben können, wobei sie sicher keine Nahrung aufnchmen und vielleicht auch nicht atmen. Es ist durchaus richtig, daß viele Fische, Frösche, Kröten nsw. den Wärter. int gefrorenen Zustande im. Wasser zubringen: findet tatet ein solches eingefrorenes Tier, so kann man es zerbrechen, wie Glas: taut inan cs aber allmählich auf, so lebt cs weiter, als sei nichts geschehen. Der Winterschlaf bei Säugetieren, der auch mit einer gewaltigem Herabsetzung aller Lcbenstätigkeiten verbunden ist, hat nun Dr. August de Eastellane- Seymore dazu veranlaßt, Gefricrversuche mit Säugetieren zu machen. Nach seiner Behaupnmg ist er dabei zu ganz merkwürdigen Ergebnisse gekommen: seine erste Versuck>stierc vertrüge zwar das Einfrierm nicht, aber nach Vervollkommnung der Teckmik gelang es ibta angeblich, einen Himd cinfricren zu lassen, eine Zeitlang iM Eise aufzttbewahren und dann von neuem* 5u beleben! Er bedient sich dabei einer von ihm crfiindene (und natürlich geheim gehaltenen!) Flüssigkeit, die dem Versuchstiere nach dem' Wiederauftarte eingespritzt wird. Außerdem wurde das neu, belebte Tier künstlicher Atmung unterworfen. — Soweit die Versuche des Amerikaners. Bei den itioberen Tieren stimmt die Sache vollkommen: bei den höheren ist sic sicher soweit richtig, daß sich die Gewebe eines eingefrorenen Tieres bei genügend kalten Temperaturen nicht zerstören. Daß aber ein eingefrorenes Säugetier neu belebt werden kamt, ist eine Behauptung, ^die erst bann Glauben verdient, wenn Dr. Augrtst de Caftcllane-Seymvre feine, Erfindung am eigenen Leibe erprobt haben tuirb. Er behauptet, auf der Suche nach einem geschickten Arzte zu fein, der bcn VersuM an ihm ausführen soll. Es ist zu vermuten, daß er selbst hi? Amerika keinen findet, der so leichtsinnig ist. Vcrwaltungszwecke, für Rechtspflege und Scel- werden. Desgleichen sind die sanitären Ern- der Ucbungs- und Schießplätze zu er- Samstag, 29. MrZ M Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheii Unioersitäts - Buch- und Steiudruckerei. R. Lange, Gießen. verlässigkcit der Mobilmachung und des inneren Wertes wiederum die Vermehrung der Offiziers st cllen ein unabweisbares Bedürfnis. Die D u r ch f ü h r u n g s ä in t l i ch e r M a ß n a h m c n bei den drei Hauptsachen ist in Anbetracht ihrer Dringlichkeit soweit möglich für den Oktober 1913 geplant. Nur bei den Spezialwaffen zwingen Rücksichten organisatorischer Art zu einer Verteilung der Durchführung auf einige Jahre. Hingegen sollen die bereits in dem Gesetz über die Friedens- Präsenzstärke des deutschen Heeres vom 27. März 1911 und 14. Juni 1912 ungeordneten organisatorischen M a ß - regeln, bereit Vcrwirkliclmng noch im vorigen Jahre bis aus 1914 und 1915 verschiebbar erachtet wurde, schon int Herb st 19 13 d u r ch geführt werben. In ähnlicher Weife müsse bie größtenteils durch bie Etats der letzten Jahre bereits angeftrebte Beschaffung von Kriegsmaterial aller Art beschleunigt werden. Auch ist ein rascherer und vermehrter Ausbau unserer Festungen erforderlich, damit diese dem Feldheer einen sicheren Rückhalt und Stützpunkt bieten können. Neu werden Mittel für bcn Ausbau der Luftschiff- flotte angeforbert. Im Zusammenhang mit den bie Schlagfertigkeit des Heeres, erhöhenbeu Maßnahmen wird die Bereitstellung von Mitteln für eine bessere Verpflegung ber Mannschaften, sowie für freie Urlaubsreifen in bie Heimat vorgeschlagen. auf bent Zürichberg — abgchaltcn werben soll. 1000 Mitwirkende, die von den großen Gesangvereinen, bcn künstlerischen Gesellschaften, Studentenverbindungen usw. unter Leitung von Ton! alle und Stadttheater gestellt werden, sollen sich an der Veranstaltung beteiligen. Die Proben zur Aufführung des „P art' ifal" sind unter der musikalischen Leitung von Dr. Lothar K c m p b c r in vollem Gange. Voraussichtlich dürfte die Aufführung in der zweiten Hälfte des April ftattfinben. Hsr. — Melchior leugnet in Üonbon. Am Ostermontag, bent lustigen „Bankfeiertag", au bent alljährlich eine ganze Menge von Erstaufführungen erfolgten, führte Sir Herbert T r e c an His Majesty's Thcatte Lengyels „Prophet Perceval" auf, in ber englischen Bearbeitung I. B. Fagans „The Happy Island" l„Die glückliche Insel"! geheißen. Schon Wochen vorher hatte man eine riesige Reklame entfaltet, bie hochgespannten (Srroartungen sind aber durch die Aufführung arg enttäuscht ivordcn. Wie cs bei Tee fast immer geschieht, erdrückt auch diesmal die blendende Darstellung gänzlich den geistigen Inhalt des Werkes. Dieser prunkliebendc Regisseur, bent jedoch als Schauspieler in den meisten Rollen alle Innerlichkeit und Gefühls tiefe abgeht, hat das Erdenkbarste aufgebotcn, um ein unendlich farbenprächtiges Bühnenbild zustandezubringen. Es war lieber eine echte Lonboncr Sensationsaufführung, die ein Vermögen verschlang, ohne von eigentlicher künstlerischer Bedeutung für das englische Theater zu sein. Aber das Auge ist jedenfalls aus seine Rechnung gekommen. K. W. U e ber die alkoholfreie Erziehung iin Hause.machte Präfekt Dr. Strehler, Neiße, auf dem deutschen Kongreß für alkoholfreie Jugenderziehung etwa folgende Ausführungen: Die richtige Erziehung berücksichtigt das Wohl des Kindes in ber Gegenwart und streut Samen für die Zukunft. In beider Hinsicht muß die häusliche Erziehung alkoholftet fein. In den ersten Jahren ist wichtig die Gewöhnung an reizlose Kost. Früchte, Milch und einfache Mehlspeisen^ müssen vorherrschen. Der Anblick des Alkoholgenusses ist dem Kinde möglichst zu ersparen. Mau bewahre das Kind vor dein Alkoholaberglauben, und belehre es gelegentlich über die.Alkoholtatsachen, soweit cs Interesse Dafür zeigt. Sehr wichtig ist, bafi Die Kindheit reich sei an schönen, reinen Freuden. Die Spielfröhlich- keit ist nach Kräften zu fördern. Ter Schwerpunkt liegt darin, daß die Abstinenz mit der Willensbildung eng verknüpft wird. Die Erziehung soll sich an die Kräfte und Strebungen des Kindes wenden und au sein. Verlangen nach Wachstum, nach Tüchtigkeit und innerem Wert anknüpsen. Selbstbeherrschung, Erziehung zur sittlichen Freilnit und Pflege einer charaktervollen Selbständigkeit stehen mit der Jugendabstinenz in enger Verbindung. Das Ideal muß sein — ein tüchtiges, sittlich gutes, ftommes und segenbringenbes Leben. Je edler der Mensch ist, und je höher er steht, desto mehr schuldet er seine Kraft, feine Hilfe, feine Liebe der Gemeinschaft. Abstinenz wird so ein Bestandteil eines hohen. Lm Sieg der deutschen Sprache. Berlin, 27. März. Zu einer originellen Veranstaltung waren heute mittag die Vertreter der Berliner und auswärtigen Presse in Den grünen Festsaal des Boardiitg-Palastes am .Kurfürsten-Damm geladen worden In der Reick)shauvtstadt ivütet feit längerer Zeit schon die Untugend, Hotels und Kaffeehäuser mit ausländischen Namen nnb Titeln zu schmücken, so daß man beim Durchstreifen ganzer Straßenzüge fast bcn Eindruck hat, in einer englischen oder französischen Stadt zu weilen. So war auch die kürzlich eröffnete Freinbcu-Karawanferci auf dem Kurfürsteiidamm mit dem Tcamcn „Boarding-Palast" geschmückt worden. Der Name bürgerte sich aber nicht ein, und das über 600 Zimmer zählende Haus, das einen Flächenraum bedeckt, wie sonst kein anderes Hotel in ber Welt, blieb von dem zunehmenden Fremdenverkehr Berlins fast unberührt, während auf der anderen Seite deutsche Gäste ganz unverhohlen ihre Mißstimmung über bcn Gebrauch des fremben Namens zum Ausdruck brachten. Daraufhin hat sich nunmehr der Boarding-Palast entschlofseu, feinen bisherigen Namen abzulegen und sich nut bent heutigen Tage Cumbcrland-HauS zu nennen, unb zwar mit Rücksicht nUf den bevorstehenden Wiedereintritt des Hauses Cumberland in bcn deutschen Staatsverband. Diese Umläufe des Hauses wurde von den aiiwesendcn Vertretern der Presse mit gebührender Genugtuung darüber nufgenontmen, dap es den vereinten Bemühuitgen der deutschen Presse und des Allgemeinen beuttoen Sprachvereins gelungen ist, diesen Sieg der deiitschen Sprache über ausländische Hotelbezeichnungen errungen zu haben. * _ Neue Arbeiten von Gerhart Hauptmann. Gerhart Hauptmani: hat bie Zeit nach seiner Geburtstagsfeier benutzt, nm einige schon im vorigen Jahre begonnene Arbeiten fertig zu stellen. So ist 'zunächst bas Drama „Ulys les der B 0 g enspanner" fertig geworben. Zurzeit ist ber Dichter mit ber Dramatisierung einer Novelle von SclmaLagerlöf beschäftigt. Beide Arbeiten werden in ber fontmenben Saison auf die Bühne komnicn und zwar in Dem Theater der Sozietäre »es Lessingtheaters, bas unter bem Titel „Deutsches Künftler- theater" int Herbst 1913 in ber letzigen Kurfürstenoper in Berlin eröffnet wird. Anfang Juni nimmt Gerhart Hauptmann an ber Inszenierung seines großen Jahrhunbertfcstspieles teil, das unter Max Reinhardts Leitung in der Festhalle der Breslauer Jahrhundertausstellung zur Aufführung gelangt. — Wagner-Feiern in Zürich. Aus Zürich wird uns geschrieben: Richard Wagners 100. Geburtstag beabsichtigt man hier am 18. und 25. Mai in Form eines mittelalterlichen M a i f e ft e s zu feiern, das im Rahmen der Schlußszene der „Meistersinger" unter freiem Himmel im Dolderpark — Vie Veröffentlichung der Heeres- und Veckungsvorlagen. Endlich hat die Regierung ihre Pläne ganz enthüllt; eine Extraausgabe der Norddeutschen Allgemeinen 3 ei tun g veröffentlicht eine Uebersicht der dem Reichstage vorzulegenden Gesetzentwürfe. Es wird darin mitgeteilt: 'Die Hecresvorlagc sieht eine Erhöhung der Friedens- Präsenz von 544 2 1 1 auf 661 176 Mann vor. Die Infanterie halt künftig 669 Bataillone (bisher 651), die Kavallerie 550 Eskadrons (bisher 516), die Fußartillerie 55 Bataillone (bisher 48), die Moniere 44 (bisher 33), die Verkehrstruppen 31 Bataillone (bisher 18), der Train 26 Bataillone (bisher 25). Die Zivilvcrsorgungscntfchädigwtg wird von 12 auf 20 Mk. monatlich erhöht und die Geldabfindung von 1500 auf 3000 Mk. Wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" weiter meldet, betragen die dauernden Ausgaben für 1913 54, für 1914 153 und für 1915 186 Millionen Mark, also zusammen 393 Millionen, die einmaligen Mehrausgaben für 1913 435 Millionen, für 1914 285 Millionen unb für 1915 178 Millionen, zusammen 898 Millionen Mark. Zur D eckung der Mehrausgaben dienen eist erhöhter Betrag ber bestehenden Zölle und Steuern, die Erhebung eines Stempels für Gesellschafts-Verträge und Versicherungsguittungen, die Erweiterimg des ^Erbrechts des Staates, die Ueberschüsse von 1911/12 unb die Erhebung eines Wchrbeitrages. Die gefanttc Hecresvermehrung beträgt rund 4000 Offiziere, 15 000 Unteroffiziere, 117 000 Gefreite unb Gemeine, sowie 27 000 Pferde. An bent1 vaterländischen Opfer des Wchrbeitrages werden sich auch die d e u t s ch c n Bundesfürsten beteiligen. -Der Wehrbeitrag beträgt Vs Prozent des Vermögens; außerdem ist die Heranziehung der Ein - kommen über 50 000 Mark zu einem außerordentlichen Beitrag von 20/0 vorgesehen, sofern nicht schon aus dem Vermögen ein gleich hoher Betrag geleistet wird. Von einer Staffelung ist abgesehen worden. Die Vermögen unter 10 000 Mark sind freigelas sen worden. Der Beitrag ist in zwei Raten zu entrichten; eine Stundung bis zu drei Jahren ist zugclafscu. Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien werden herangezogen. Der Nennbetrag des Aktienkapitals unb die geschäftlichen Guthaben ber Gesellschafter werden in Mzug gebracht. An ber Erhöhung der Friedenspräsenz stärke sind beteiligt: Preußen einschließlich der unter preußischer Militärverwaltung stehende Kontingente mit 513068, Bayern mit 73168, Sach- s c 11 mit 49 472, Württemberg mit 25 468 Gemeinen, Ge- . freiten und 'Obergefreiten. In der Begründung der Wehrvorlagt heißt es: Durch die Ereignisse, die sich auf dem! Balkan abspielen, sind die europäischen Machtverhältnisse verschoben worden. Deutschland hat in einem Kriege, der ihm auf genötigt werden sollte, langgestreckte, von Natur zum großen Teil offene Grenzen möglicherweise gegen mehrere Feinde zu schützen. Infolge der cüigctrctenen Verschiebung ist es jetzt mehr denn je unsere oberste Pflicht, diesen Schutz so stark zu gestalten, wie unsere Volkstraft cs zuläßt. Die Starke unseres Heeres hat mit dem Wachstum der Bevölterung nickst völlig gleichen Schritt gehalten, Teile der luelyrfräfligen Bevölkerung bleiben gegenwärtig für den Waffendienst unausgebildet. Tie allgemeine Wehrpflicht ist aber bie bewährte Unterlage für Deutschlands Stärke. Nur wenn sic verwirklicht bleibt, können wir ber Zukunft mit dem sicheren Gefühl erfüllter Pflicht und festem' Vertrauen cntgegeu- sehcn. Daun bleibt auch die Armee jung, und wir sind nicht genötigt, im' Kriegsfälle ältere Jahrgänge, Männer mit Frau unb Kind, sofort nnb in vorberster Linie vor bcn Feinb zu führen, Zweites Blatt 165. Jahrgang Gießener Anzeiger Begründung des Marrrtschaftsverforgungsgesetzcs. Zur Begründung der Aenderung des Mannschaftsversorgungs» gesetzcs wird gesagt: Als wirksamer Anreiz zur Kapitulation, im Heere sollen dienen: a) die Erhöhung ber laufenden Zioilversor- gungsentschädigung von 12 auf 20 Mark und b) bie Erhöhung der einmaligen Geldabfindung von 1500 auf 3000 Mark. Einesgleichen Anreizes bedarf auch die kaiserliche Marine namentlich für ihre technischen Kapitulanten, die in so großer Zahl durch die günstigen Aussichten in der Privatindustrie vorzeitig bent Marincbienst entzogen werben. Die Erhöhung wirb voraussichtlich zur Folge haben, daß eine größere Anzahl von Militäranwürtern als bisher von ber erwähnten Entschädigung für Nichtbenutzung des Zioilversorgungs- scheines, soweit ein Wahlrecht vorliegt, Gebrauch machen unb eine nicht unerhebliche Verminderung der im Zivildienstc ztt versorgenden Kapitulanten eintreten wird. Auch wird eine merkliche Entlastung der Zivilversorgung int Reichs-, Staats- und Kom- munalbienftc erzielt werben. Das Bedürfnis zur Erhöhung der Entsckwdigung für Mcht- benutzung des Zivilversorgungsscheines ergibt sich ferner aus folgendem : Durch das nach Inkrafttreten des Mannschaftsversorgungsgesetz erlassene Beamtenbesoldungsgesetz haben sich die Bezüge der Beamten unb ihrer Hinterbtiebenen wesentlich erhobt. In die Stellung biefer Beamten gelangt ber Kapitulant von zwölfjähriger Dienstzeit durch den in tz 15 des Mamtschaftsversorgungs-- gesetws 1906 vorgesehenen Zivilversorgungsschein, der somit ein erhebliches Mehr darstcllt. Kann er keinen Gebrauch von dem Zivilvcrsorgungsschein machen ober verzichtet er aus bcn in ber Begründung zum Mannschaftsvcrsorgungsgesctz 1906 in tz 21 angegebenen Gründen auf diesen Schein, so sind die in bcn §§ 19, 20 nnb 21 des genannten Gesetzes vorgesehenen Geldbeträge bei ber seit Jahren eingetretenen Verteuerung ber ganzen Lebenshaltung keine ansreicbenbe Entschäbigung für bas, was ber Betreffende aufgibt ober aufzugeben gezwungen ist. Das gilt besonders, wenn in Betracht gezogen wirb, daß ein Unteroffizier, der im Durchschnittsalter von 32 bis 35 Jahren steht, sich mit dem Betrage von 1500 Mark auch unter Zuhilfenahme der Dienstprämic von 1000 Mark (1500) eine sichere Lebensstellung nur in den seltensten Fällen wird verschaffen können. Wenn nun auch die Geldentschädi- gung für Nichtbenutzung des Zivilversorgungsscheines nicht den ganzen Wert der entgangenen Zivilversorgung ersetzen kann unb auch nicht ersetzen soll, so wird der ältere Unteroffizier doch den gleichaltrigen, aber in Beamtenstcllcn untergebrachten Kapitulanten gegenüber ganz wesentlich benachteiligt. Die Zivilversorgung hat allein den Zweck, langjährig gedienten Kapitulanten nach ihrem Ausscheiden aus der Klasse ber_ Unteroffiziere eine sichere Lebensstellung zu verschaffen. Es ist daher nicht berechtigt, den Kapitulant^, deren Zukunft durch die Hecrcs- verwaltung tn anderer Weise sichergestellt wird, und zwar durch Beförderung zum Offizier oder durch Einreihung in die nach dem Offizierpenfionsgeseh abzusindendeir Personen, nach deren Beförderung zum Offizier usw. noch weiterhin einen Anspruch auf Versorgungsgebührnisse aus dem' Ntannschaftsversorgungsgesetz zu bclasseic. Die bisherigen Pensionsgesetze haben diesen von der Militärvmwaltung als niaßgebend angesehenen Standpunkt nickst besonders zum Ausdruck gebracht. Dadurch ist neuerdings ein unhaltbarer Rechtszustand hervorgerufen, der befeitigt werden muß. Dies ist gerade jetzt notwendig, iveil anläßlich der Heeres- verstärkung die Entschädigung für Nichtbenutzung des' Zivilver-- sorgungsscheins erhöht werden soll, und die aus den Kapitulanten hervorgehenden Offiziere infolge dieser Erhöhung der Zivilversor- gungsmtschädigung ihre frühzeittgc Pensionierung erstreben könnten. Es ist aber notwendig, daß diese Offiziere möglichst lange bem Militärbicnst erhalten bleiben unb in diesem Dienste ihren Lebensberuf erblicken. (Fortsetzung im 1. Blatt.) Giessen »sä* das wre virf) «»iS? uS i Vs Da; Kaiferpaar in Hamburg. H 0mbürg v. d. H., 28. März-. Der Kaiser, die! Kaiserin ainb die Prinz«-essin Viktoria Luise mit Gefolge sind um 10,30 Uhr mittelst Sondcrzuaes hier eingetroffen. Auf dem Bahnsteig waren anwesend Landrat Dr. Ritter von. Marx und Oberbürgermeister Lübke. Die Majestäten und die Prinzessin begaben sich im offenen freist* m Zoniuan, bcn 30. Mrz tibk pte i'icn'c beitchea a«*? öbel im ©eiamtmett w M-ck. , M GM „Wt W AriSkirckcn. Lnttnslok.Hailw.Gnndrun V. St. B. ?ic diesjährige orbcntlit M-WMiM Lamstag, >)« ?,rs., abends 8V« m 6 im Zraokiurrer Ho^ ,ial Tagesordnung: 5 9 der Lavuligeu. * Ter ^ontani^ **!! •ft* *' Ende 6C0CI1 .. .,zi *N£. Konfekt Auftrieb: Rinder *7 (Cdjjea 25* Bullen Kühe 32^ Kälber 201, 51 sind 84-86 44—49 44-47 49-53 37—92 44—43 60—69 81-82 79-00 Itllb QU len. Die Freun Meteorologische Beobachtungen der Station Sichen. Niederschlag: 0,0 mm. hvn/j die Wirkung rasch und sicher ist. 81—82 80-31 87—41 32—35 80—85 74-79 113—120 108-117 100—107 93-IOC 5—80 3—86 94—98 86-9*2 68—72 65—70 60—64 55—59 Trct’e für 100 Dld. Lebend» Schlacht« ceivi.cht 45 50-47 00 . 41—43.50 .... weiteres rnitzuteilen. — Femei Oaxytbnrtcnmabkn Mitte nächsten x)i; Ter von einigen Landtagsabgeordneten in der 2. Lftrnde- kamuv'r an die Regierung gestellte Antrag über die tonitiftaho» itterurq der Gendarmen, um auch kner eine Verminderung der Beow iinb somit weitere Ersparnisse im Staatshaushalt mi genehmigte man die Ausnahme einer Anleihe von 300 0 0 Ö Mar t bet dem Llllgem. deutschen Bersicherungs Verein in Stuttgart nudelte jüngere Kühe Mäßig genährte Kiche uns Färsen . . Ü ä L bcz. feinste Mastkälbee . w, allere Mast- und l?e'"te Saugkälber . Geringere Ltast- und gute Saugkälber Geringere Saugkälber S> ch a Werdemaüichafe: Mastlämmer und Malthammel . . Geringere l'lniiijamincl und Schaie . S ch w e i n r. gestattet. " Provinzialdi-rektor Geheim erat Dr. Usinger ist au? dem Urlaub zurückgekehrt und hat seine Tienstgeschäfte wieder übernommen. Verfügung gestellt — Der Niederrheinische geologische Verein, der seine dreijährige Hauptversammlung in Gießen abhält, beginnt heute mit seinen Erkursionen. Dtc wrfsenschaftlichc Sitzung, zu der zahlreiche Vorträge angemeldet sind, findet Sonntag vormittag 81/2 Uhr im großen Hörsaal der Universität statt. Der Zutritt ist allen Freunden der Geologe welcl-. e i nm als über,! Aus Hessen. Zur Einzelstationierung der Gendarmen. Aurlanv. Mexikanische Greuel. Aus Mexico City wird gemeldet: Der Neffe des Präsidenten Huerta, der Distrikts-Gouverneur Ze- peda, begab sich mit einer Reiterschar vor das Gefängnis und ' kündigte der Wache an, daß er vier Gefangene, da runter den früheren Gouverneur, töten wolle. Die Wache weigerte sich, die Ge- ,fangeneu aus-uliefern. Cepeda erklärte daraus, daß seine Len':e das Gefängnis beschießen würden, wenn ihm die Waclie. nicht Hern and ez, den früliereu Kommandeur der Rurales, ausliefere. So eingeschüchtert, gab die Wache nach, worauf die Reiter Hernandez erschossen f Befehl Zef^edaH die Leiche verb-rann-. _.e Freunde Zepedas erklären, er sei betrunken ge-- ) liefen. Hernandez habe ihn früher entlassen und seine Märkte. F.C. Wiesbaden. V le h h ok -M a r k tb e e: cht vom Marz. Kreis Büdingen. -j- Nidda, 28. März. Das größte industrielle Unternehmen in unserer Stadt, die C. Rings hausensche Möbelfabrik, ist durch Erweiterung der Werkstätten und durch die Ausstellung einer neuen großen Dampfmaschine von dem jetzigen Inhaber Fritz Reuning kürzlich bedeutend vergrößert worden. Die Hoffnung, daß auch da? HimmelS- bachsche Sägewerk von Eichelsdorf hierher verlegt werden würde, hat sich dagegen nicht erfüllt. — Rach vierjähriger Wirksamkeit an der hiesigen höheren Bürgerschu le ist Lehr- amtSassesior Ehrhard zum Leiter der höheren Bürgerschule in Beerfelden ernannt worden. Durch sein freundliches und stets taktvolles Auftreten, durch die Gewissenhaftigkeit und Gerechtigkeit in seinem Beruf hat er sich die Liebe seiner Schüler und die Wertschätzung aller erworben, die nut ihm in Verkehr traten. Stolz, Dünkel und Titelsucht waren ihm zuwider. Die Kasinogesellschaft und der Zweigverein des V. H. C. ver- Heren ein rühriges Mitglied, das bei Vereinsabenden und Wanderungen nie fehlte und durch seinen Humor sehr viel zur Unterhaltung und Erheiterung beilrug. Deshalb veranstaltete unser Zweigverein des V. H. C. gestern im Vereinslokal zu Ehren des Scheidenden einen Familienabend, der recht gut besucht war. Aktuar Geiger würdigte die Charaktereigenschaften und Verdienste deZ Assessors Ehrhard und brachte die besten Wünsche für sein ferneres Wohlergehen in der neuen Heimat in herzlichen Worten zum Ausdruck. Kreis Schotten. = Ulfa, 28. März. Bei' der gestern hier vorgenommenen Bürgerm eist erwähl waren drei Kandidaten aufgestellt. Von 269 Stimmberechtigten waren 239 Stimmen abgegeben. Gg. Ludwig Hofmann erhielt 111 Stimmen, Gg. Phil. Stoll 69, Konrad Schmitt V. 59 Stimmen: es findet am 7. April zwischen Hofmann und Stoll Stichwahl statt. 1UL 96 '1—95 fe. Frankfurt a. M., 28. März. Hen- und St ro 5 markt. Angefaßren waren - Wagen Heu, 1 Wagen Stroh. Bezahlt würbe für ven ,50 Mk., Stroh lKornlangstroh) O.ou-O.OO TIL, Wirrstroh ,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft ruhig. Ti« Zufuhren waren aus den streuen Frieddnrg, Tiebnrg und Hanau. als auzuderaumen. Auch •• Arbeitsvergebung. Die Betonarbeiten für den Amtsgerichts-Neubau, ein Objekt von 10000 Mk., der Lolat-Eisenbeton-Geiellschaft übertragen worden. Spidplan der vereinigten Srantfurter SLMHeater. Opernhaus. Sonntag, beu 30. Mär-, naminutag-3 '/.4 Uhr: .Ter Zigeuner- baron." Abends 7 Uhr: »Tiefland.' "tontag, den 31. Atärz, abends XAR Uhr: .drohens und Eurvdike.' Tiendtag, ben 1. April*): „Violetta" (La Traviata). Thttrood), ben 2 .lpril: .Ter Rosen- fauoher." Donnerstag, den 3. Avril: »Dlanon." Freitag, ben 4. Zivril, abends 1 ,s Uhr: .Ter liebe Augustw.' Samstag, den 5. April: .Astgnon." Sonntag, den 6. Avril, nachmittags .3'; Uhr: .Der liebe Augustin.* Abends 7 Uhr: .Figaros Hochzeit." Montag, ben 7. f?lpril: .Ter Fraucnfrener." TicnSkag, ben 8. März: .Figaros Hochzeit." Mittwoch, den 9. April, abend- '/,8 Uhr: .Fidelio ' Tonnerstag, den 10. Avril: .Tas Spielwerk und die Prinzessin.* Freitag, 11. Avril, geschlossen (12. MusenniS-stonzerck. Schauspielhaus. Sonntag, den 30. Marz, nachmittags 1 4 Uhr: .Alt-Heidelberg ' Abends 7 Uhr; „Ronin Heinrich der Vierte.' ErsterTeil. Montag, den 31. März'): .Herobes und Atariainne.' Dienstag, ben 1. Jiprti: .Tie Fahnenweihe." Atittwoch, den 2. April: .König Heinrich der Vierte.' Zweiter Teil. Donnerstag, den 3.April, abends »Uhr: .Püppchen.' Freitag, beit 4. April, abends 8 Uhr: .Ter gute Muf.' Samstag, ben 5 April: .König öcinrtcb der Vierte.' Zweuer Teil. Sonntag, ben 6. '.'lpril, nachmittags 7,4 Uhr: .Kirai T2epi.* 'jlbenbS 7 Ubr: .König -Heinrich der 'liierte.* Zweiter Teil. Montag, den 7 Avril: »Püppchen.* TienStag. den «. April: /’cnin Heinrich der Vierte." Zweiter Teil ' Mittwoch, ben 9. April: „£)eiobe5 und Mariamne" Donner-tag, ben '0 April, abend* 8 Ubr: Ensemble-Gastspiel der Münchener stainmerspiele (Direktion Dr. Eugen Robert> mit Herrn Frank Webekind und Frau Tilly 2'3ebetinb: Zum ersten Male: .Franziska.' Arin modernes Myste rinnt in 5 'Akten von Frank Wedekind. Freitag, ben II. April, abcitbS 8 Uhr: Zweites und letzter 6nfemble-Gastspiel der ‘Sifin;!)en« Rammerfpiele: .Franziska.' *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Vollflelfchige Schweine von 80—100 k? Lebendgewicht .........17 3-64 VoUfleischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht 62V,-63 Vollslcijchige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 64'/,-65'/, Vollflestchige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht <>3-00 Seit vielen Jahren bitt icb jtittt e stentnal w eder meine Schmerzen los. Ein unvergleichliches Mittel. Ein Herr ans Donaueschingen berichtet: Als id? so plötzlich .Heilung von meinem Leiden erhielt, sagte icb meiner Frau, daP ich dieses den Zeitungen nritteilen würde, wenn ich bis vim Ende der Doäre feine Schmerzen mehr haben würde, damit auch andere kranke lnervon mähren würden. Es besteht fetzt fein 3n*eiftf mehr darüber, das. ich geheilt bin. Gebellt, nadjbem ich viele Jahre hirwureb Ian und Nacht die entsetzlichsten Hcfmwwn gehabt habe. Was hatte es für mich bedeute:, wenn ich von dem Mittel, das mir half, eher gewußt Kitte. Ich bin davon überyugl, daß es leben Schmer; heilt, menn er auf Hermschuß. Ischias, fdimmen und dertzl. zurück)'.ifiihren ist. Kein Fall hätte schlimmer fern können als der meiniiN? 3di gebe daher jedem Leidenden den Rat, sich aus der nächsten Apotheke das überaus billige und unfehlbar wirkende stwbaldol zu besorgen. Tiefe Ausgabe wird Ihnen nie leid tun. Zwei Tabletten auf einmal genommen, führen augenblicklich Grleidp tenmq herbei. Das Präparat ist vollkommen harmlos, rjnw6( Starkenburg und Nheinhessen. * Darmstadt, 27. März. Der Katholische Lehrer Verein in Hessen hielt hier seine Vertrete r- versammlung ab. Die sämtlichen Bezirke ivaren bis auf einen vertreten. Für den Hauptvorsdaüd begrüßte Lehrer Schorn-Mainz imb im Auftrage des Bezirksver- eins Darmstadt Lehrer Blnmöhr-Darmstädt die zirfa 100 Vertreter. Nach dem von Lehrer L. Schmitt- Darmstadt erstatteten .Jahresbericht zählst der Verein in 18 Bezirken rund 1340 Mitglieder. „Die .Hessischen Schulblätter" erscheinen in einer Auflage von 1550 Exemplaren. Die mit dem Verein verbundene Fürsorgekasse weist ein Barvcr- mögen von 83 000 Mk. auf. Ihr gehören 533 Versicherte an. Künftig können auch Lehrersfrauen in die Sterbekassc des Vereins ausgenommen werden. Die Wahl eines neuen Schriftleiters wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. m. O f f e n b a ch , 27. Mürz. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde für die Gründung eines Deutschen A r b e i t e r h e i m s in P a r i s ein Beitrag von 100 Mark bewilligt. Der Erlaß einer Drtssatzung über die Befreiung von Gemeindesteuern, nach dem die Einkommen bis zu 750 Mart steuerfrei sind, wurde in der von dem Ministerium des Innern genehmigten Fassung angenommen; die beabsichttgte Steuerbefreiung der Vermögen bis zum Werte von 3000 Mark ist nach der Ansicht des Ministeriums nicht zulässig. In der Streitfrage um die Amtsbezeichnung „Versicherungs-Amtmann" für den zweiten ständigen Stellvertreter des Vorsitzenden des Versicherungsamtes beschloß die Versammlung, gegen die Entscheidung des ProvinzialauSschusses vom 1. März Berufung an den DerwaltungSgerichtshof 'einzulegen. Das Vermächtnis des Lehrers Phil. Bender, bestehend in der Bibliothek des Verstorbenen für die .Höhere Mädchenschule sowie Betrags von 6000 Mark zur Errichtung be; „Stiftung des Lehrers Philipp Hr. Bender" wurde mit dem Ausdruck des Dantes angenommen. Für die .stosten der Prüfung der .Nassen- und Buchführung des Stadtrechners durch die Sberrechnungskammcr nmrden 1486,60 Mark bewilligt. Für die Weiterbeschäfttgung der Arbeitslosen wurden 5000 Mark zur Verfügung gestellt. Weiter beschäftigten sich die Stadwerordneten mü der Errichtung einer La n d kr an ke n ka s s e. Es wurde beschlossen, davon abzuseben und die Ortskrankenkasse zu einer allgemeinen Ortskrankenkasse für den gesamten Be» zirk des Versicherungsamtes Offenbach auszugestalten. Zum Schluß wurde die Vorlage über die Neuregelung der Lehrer- und Beamtengehälter endgültig erledigt. Die Verlage sielst fast durchweg eine Erhöhung der Gehälter um 20 Proz. vor, die Mindestgehaltsqrenze für städtische Beamte und Angestellte wurde auf 1700 Mk. festgesetzt. Die Gehaltserhöhung erfordert 250 000 Mk., die in dem Voranschlag für 1913 bereits vorgesehen sind. Die Abstim mung ergab einstimmige Annahme der Vorlage bei 4 Stimmenthaltungen. Hessen-Nassau. §§ Marburg, 28 März Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung der Stadtverordneten stand eine von 15 Stadtverordneten ein gegangene Anfrage, was der Magistrat zu tun gedenke, um im nächsten Winter die Stadt genügend mit Elektrizität verfolgen zu , können? Der Oberbürger, meister gab die Erklärung ab, daß sich vorläufig noch nichts I sagen lasse, well die Verhaiwlungen mit dem Staat wegen des I bei (bi omni en Anschlüsse' an die Edertalfperre-Ueberlandientra'.e i noch nicht so weit gediehen seien, daß ein Vortrag erfolgen 2d>afe 25, Schweine 182. Geschäft mittel. O kbl en. Vollftestchfge, mi-aemästet?, bSchsten Schlacht- wertes im Alter von 4—7 Jahren .... Tie noch nicht gezogen haben (ungejocht» . . ^imae, fleischige, nicht mtfgemd tete imö älter* cuSgemäfieie . . ......... Su(l en. Vollfleischige, auSgero^ höchsten Schlachtw. . . Vollfleischige, Jüngere.......... t' ä ri en. stu ft». Dollsleischige auSgemäftete Färsen sechsten Schlachtwertes . Vollfleischige auSgemä stete stütze höchsten Schlachtwertes bt$ zu l Jahren ... Wenig gut entwickelte Färsen 9l eitere außgemäfteie stütze unö wenig gut ent- .7' das (Profil). Ministerium des Innern veranlaßt, '.r. isämtcr Erhebungen anstellen zu lassen, ob und auf irmerieftationcn ihres Kreises der Dienst am. von --men versehen werden kann und der zwecke Beamte u betrachten ist. Hierzu wird uns von Unteren en ten ntitgeteift, . eie geplante Einzelftationierung, wie sie in Preußen eingesührt ist, nur eine willkommene Maßnahme für die betreffenden Beamten sein wird. Bei der jetzigen Einteilung der Stationen mit zwei Gendarmen hat man in dem Stationsnihrer für jeben zweiten Gendarmen eckten besonderen Vorgesetzten, außer dem Krets- Oberwa htmeister geschaffen, welches schon oft zu unlieb,amen Bor- firmmriifen und Destramngen geführt hat, weil der zwecke Beamw 'denselben militärischen f)tang bekleidet und auch häufig mehr Tgenft- und Lebensjahre hinter fid) hat,,als sein Vorgesetzter. Deshalb wäre den Oknbaonen eine Ecktzelstalionierung sehr angenehm und auch in polizeilichem Interesse vorteilhafter, da er sich feinen Dienst in dem ihm zugewiesenen Patrouillenbezirk nach den ihm gut» dünkei'^en Aufsichtsnotwendigkeiten selbst eckckellen kann, ohne von seinem Vorgesetzten abhängig zu sein. Ob aber eine große Ersparnis an B.-ancken durch die Ein^lstatiomemng herbeigefuhrt werden kann, ist doch.uveiselkwst. Da es unmöglich ist, daß derselbe Bezirk, nt dem seither zwei Gendarmen tätig waren, zukünftig nur von erneut Gendarmen patrouilliert wird, ohne dielen übermenschlich anzustrengen, müßte eine andere Einteilung der Patronillenbezirke erfolgen, welches eine Anzahl neu zu errichtender Gendarmeriestätioiien zur Folge haben würde. Eine Ersparnis an Beamten würde aber schwerlich dabei herauskommen. Antom ^ il nach dem königlichen Schlöffe, wo sie Wvhmmg j ntburg v d. S?., 28 Mär-. Der .Kaiser und die yrucrin machten Ijcute vormittag bald nach ihrer Ankunft einer Gang nach der Erlöserkirche. Am Nachmittag be- suchten die Majestäten und Prinzessin Viktoria Luise in mehreren Automobilen die Saalburg und besichtigten dort durch Ausgrabungen auf der Saatburg und auf dem ch'ömerkastell Zugmantel gemachten neuen Funde. Die .Herrschaften felyrten dann, die gröbste Strecke des Weges ft-u Fus-, nach Homburg v. d. H. zurück. Der Ehef des Marinet'äbinetts, Admiral v. Müller, ist heute nachmittag Hier eingettoffen. Verhaftung veranlaßt. Ein ^Kriegsgericht verurteilte den Gouverneur Zepeda ^um Tode.__ Ans StaOt «nd Can^e Gießen, 29. März 1913. Schulanfang. „Vorsicht ist zu allen Dingen aut", ein Wort, das manchen Eltern zur Mahnung gesagt sein soll, die ihr Kind gern so früh uric nur möglich in die Schule schicken: einmal, um der Beaufsichtigung des Heinen Wildfangs überhoben zu sein und wenigstens während der Schulstunden seinem ewigen Fragen aus dem Wege zu gehen: dann aber auch von dem eitlen Wunsche herrührend, mit dem Wissen und Können ihres Heinen Sprößlings zu paradieren. Er soll und muß lernen und nur immer lernen, damit die Ellern mit seinen Errungenschaften int Bekanntenkreise prahlen können. Möchten sie aber nur einmal darüber nachdenken, wie sehr dem Kinde durch das stete Antteiben gesästttuck wird. Wenn sie auch noch so gut für seine körper- iiche 0>esundheit sorgen, so wird die angewandte Sorgfalt zunichte gemacht durch eine zu große Anstrengung des immerhin noch sehr schwachen kindlichen 0>ehirns. Die geistige G. sundheit geht imfelfibar über kurz oder lang zugrunde, wenn nicht Vtaß beim Lernen gehalten wird. Die Gefahr der zu frühen Belastung des Gehirns liegt sehr nahe, wenn man ein aufgewecktes, lebhaftes Interesse zeigendes Kind vor sich Ijai. Dann aber gerade sollen Eltern und Erzielter eher darauf bedacht sein, der Wißbegierde enge Schranken zu setzen, als daß sie stolz darauf sind, ein ungewöhnlich begabtes stcknd in unglaublich kurzer Zeit zu fördern. Es darf nicht zu früh mit dem Lernen begonnen werden. Der normale Schulanfang ist die richtige Zeit. Alle Lehrer ziehen beim Anfang ein Kind, das nichts vom Lesen und Schreiben versteht, dem vorgeschrittenen vor. ♦ Die Vorbereitungen für die völkerkundliche Ausstellung, die im April hier stattfinden soll, schreiten rüstig voran. Es fanden bereits verschiedene, von Gießener Herren und Damen stark besuchte AuSschußsitzungen statt. An einer davon nahmen auch der MissionSbaumeister Epting und Missionar Gsell teil, die über die Ausgestaltung der Ausstellung Bericht erstatteten. Zur Erledigung der Arbeit wurde eine Reihe von Sonderausschüssen gebildet. An der Spitze des Schulausschusses, der die zweckmäßige Ber- tellung der Schulen auf die einzelnen Ausstellungstage vor- ninnnt, steht Prof. Dr. Alles, an der Spitze des Presie- anSschusieS Ehefredatteur Goetz, die Leititng deS Ausschusses für Fittrrung hat Frau Geheimerat Usinger übernommen, ^ie Arbeit dieses letzteren Ausschusses ist von besonderer Wichtigkeit. ES bezweckt nämlich die Unterstützung der Leiter der Ausstellung bei der FühnmgS- und Erklärungsarbeit. Zu diesem Zwecke bat sich eine Reihe von jungen Damen zurl vnne. Rack längerer Aussprache gab man sich mit dieser AuS- O ? kuntt zmriedcn und enuchte den Magckcka:, ob alb cS angängig | sei, weiteres mitzuteilen. — Ferner L man, die Stadt- März 191 Bäröineter auf 0° reduziert Tempeiatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke örab d»r lBtwÖI6un< in Jehnirl 6«x sichld tzimmel»s Wetter 2R. 2'* Ul,7 14,9 59 46 SSE 4 3 Sonnenicheiu 28. 9“ 543,4 115 5 6 55 SE 2 0 lllarerHimmel 29. 743,4 7,8 6,5 82 NE 2 8 Bew. Himmel döchste Temperatur am 27 .—28. März — 4 - 15,7*0. Jliebngfte , . 27 .—28. . - 4 - 4,0*0. beliebtestes Mittel zur Regelung des Stuhlganges und Verhütung von Verstopfung für Erwachsene und Kinder. Höchster Wohlgeschmack, milde, sichere Wirkung, ärztlich glänzend begutachtet und empfohlen Do#ie (20 Fracht Konfitüren) 1 Hark hr,, Man hüte sieh tot minder vertieren Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXIM-KOSFBKT Chauffeur-Schule mit Stellennachweis I»f. 50 iliet* mme> Darmstädter Pädagogium 8 Bew. y (M. Elias) f SS1*/: Ersatz- und Zubehörteile Gummi Oel Benzin Garagen Grammophone [D . ein modernes Jnlit1 den 11- •^rl^ ^crzen los« ■ &'• fei« H y.‘..-b: ■’'%"L jt vl!- -.-in i® ö A schliß Kaufmännische Fachschule Gießeu Staatlich anerkannte Unterrichtsanftalt für junge Leute männlichen und weiblichen Geschlechts im .Handelsgewerbe und solche, die sich für diesen Beruf ausbilden wollen. _ Das neue Schuljahr der Anstalt beginnt Mittwoch, den 2. Avril, nachmittags 2 Uhr, ,'zn welcher Zeit sich alle Schüler und Schülerinnen in der Schule, Nord-Anlage 15, einzufinden haben, um Lehr- uito Stundenplan, Haus- und Schulordnung und andere Mitteilungen entgegenzunchmen. Anmeldungen neu eintretender Schüler und Schülerinnen werden noch Sühttroodi, den 2. Avril, nachmittags von 1—2 Uhr im Lehrsaal I der Schule entgegengenommen. Die Schulzeit umfaßt drei Jahre. Die Anstalt gliedert sich in eine Unter-, Mittel- und Oberstufe, von denen jede drei Parallelklassen umfaßt. . Die obligatorischen Unterrichtsfächer sind: Schönschreiben, Stenographie, Maschinenschreiben, Deutsch, Korrespondenz, Rechnen, Wcchsellelrre, einfache, doppelte und amerikanische Buchführung, .Handelslehre, HandelSgeographie und Warenkunde. Wahlfächer sind: Iranzösisäi und Englisch. . Der Unterricht in den Pflichtfächern findet an je 2 Nachmittagen m der Woche von 2—5 Uhr und in den Wahlfächern abends von 8-710 Uhr statt. Die Besucher erhalten Semesterzeugnisse und nach Besuch der obersten Klasse besondere Abgangs- Der Besuch der Anstalt befreit die schulpflichtigen Schüler vvm Besuch der allgemeinen Fortbildungsschule; schulpflichtig find alle aus der Volksschule entlaßenen Knaben, sowie die Schüler höherer Lehranstalten, die nach vollendetem 14. Lebensnrhr anstreten, ohne ein ^ahr der Obertertia angehört zu haben. . . Das Schulgeld beträgt für die Pflichtfächer pro Jahr 36 Mr., wsern die Prinzipale oder Väter Mitglieder des Kaufmännischen Vereins und, und für die Wahl- fächer französisch und Englisch je 20 Mk._________________________________________ID29/! Kronenberg & Schilling Telephon 2059 Giessen + 15,7’C- # £ 4,0 ’ C. Wr «Water. 4 Uhr: »Ter Siqeuner- n ■, den 31. März, aiend; ‘itnSleg, ben 1. Amil'): it - ’.’lvril: ,2 er Rosen- „ilmion.* Freitag, de» ' iieuiiin.' Tamslaq, de» ml, nachmittags 314 Uhr: uaros Hochzeit." 2!onlag Tienstag, den 8. März: Avril, obenbd %811h: ,?as Lpielmerk Md Ü: (12. Nuirimis-Konzer. ErnnChallier Rudolph's IlachL Sieben • Ileuenweg 9 * TeL 671 Ulusikalien- u. [IlusikinstrumenfenBaus Die Eröffnung der LTnier«tufe (für schulpflichtige Knaben und Mädchen) kann, da die Verhandlungen mit der vorgesetzten Behörde noch nicht zu einem definitiven Abschluss gekommen sind, erst Mitte April erfolgen. Der Unterricht der Oberstufe beginnt am 1. April 1913. Direktor Brackemann, Bismarckstr. 6a nkt, abends um? Uhr. der StotwnWß Bitar ktztzs (Klassen Sexta bis Ober-Prima) Modes Göbel & Appel, ■ 42-45 • • 44-4S ent. • . 87-41 * . 32-35 c 0<>0<>0<>0<>0<)>0<>0 Iv eine Slimme Daher unser grosser Erfolg! Springmanns Herren-, Damen- und Kinder-Schuhe und -Stiefel sind sehr beliebt! Q Niemand verlässt unbefriedigt unser Geschäft! Streng reelle Bedienung! Umtausch gestattet! Feste Preise! Springmanns Schuhwarenhaus GIESSEN, Bahnhofstrasse 58. Nürnberg. Würzburg. Aschaffenburg. Fulda. 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