Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. 255 Erstes Statt 165. Jahrgang Donnerstag, 30. ©höbet 1415 Der Sieheinr ÄRzUqer JBK HM Ä~k A Ve;nq4vr.-lS: ^chkint tätlich, außer JHBk! JöRk MÄ monatlich75Pi.,vienel- Sonntags. - Beilagen: M ▲▲ A. A. xk Mhrlid) 'J)lt. 2.20; burd) 2;Srino( wöchentlich M WÄ jCk 8$ M JWk Abhole- n. Zwei Kletten S'chrver.^nmlienblätter, M WGU M 1>HT 1 W Ha ■▼ ES B MM M M M MM K- * monatlich 65 Bl.; durch ÄiDcitnni mödxMitl.Kreis: B SQ HM B IJF P&LA> fli M B ■ JF B jy B B B .J£, B B B Bfc^F B diePost btatt für den Kreis Siehrn «Ä B B B BF HwwBl Br H H Br B B B B Bl B B B Bk B Bestella. (Dienstag und Freitag); M B Bk M HW B B B JBL B I W| B B_ Zeilenpreis: lokal 15 Ps^ zweimal Land- Bk Sy MA Wh/ B B 1A B B EA B Bh^ B>Ck auswärts Pienniq. wirtfchafttiche Zettfragen V ▼ ■ M B V B " ▼ ▼W ” ~ Cheiredakleur: A Goetz. 'f.ernfvrech - Anschlüße: ■ ■ MM Peraulworllid; iür den mr btt Redaktion 112, ¥V^f polit. Teil: Aug. Goetz; MM General-Anzeiger für Oberhesfen DZM bis vörn^lags"EE Rofatiottsönid »nd Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Anzeigraleil:' H? Beck! Tageskalendcr aus dem Jahre 1813. 0- Unb 31. Dftobcr. Schlacht bei Hanau. Napoleon erkämpft sich den Rückzug nach dem Rhein, an dem ihn der bayerische General v. Wrcdc verhindern will. In der Nacht vom 30. zum 31. Oktober übernachtet Napoleon in einem Zelt auf dem heutigen Exerzierplatz von Hanau, unweit des Nordbahnhoss. Ein Nachspiel zur Völkerschlachtfeier. Aus Berlin wird uns geschrieben: Die Ablehnung der vom Kaiser verliehenen rden durch den „Vater des Völkerschlachtdenkmals" Clemens Thieme und den Leipziger Oberbürger- m e r st e r D r. D i t t r i ch hat die zuständige Berliner Stelle SU einet Erklärung veranlaßt, dahingehend, daß die Verleihung der beiden Auszeichnungen nicht auf Grund bestimmter Wünsche des Kaisers, sondern auf Vorschlag der zuständigen Ministerien erfolgt sei. Der Kaiser werde von den Ordimsablehnnngen offiziell nicht verständigt, sondern die Rückweisung werde einfach zur Kenntnis genommen, womit der Fall für die Behörjde erledigt sei. Man erkennt an dieser Erklärung "das löbliche Bestreben, die Person des Deutschen Kaisers nicht ins Spiel zu bringen, aber man wird die Vermutung nicht los, daß die Verleihung der beiden Orden auf Grund bestimmter Winke von höfischer Seite beeinflußt worden ist. Wer in Leipzig mit dabei war, weiß davon zu erzählen, wie verstimmt, ja offensichtlich verärgert der Kaiser während der eigentlichen Einweihungsfeierlichkeiten erschien, und zwar schon vor Eintreffen der Hiobsbotschaft der L2 Katastrophe, also am Tage vorher, war diese Verstimmung des Kaisers deutlich zu bemerken. Man erinnert sich wohl auch, daß der Kaiser im Gewandhause eine Rede, die man erwartet hatte, nichk hielt; als der König von Sachsen seinen Toast auf die Gäste ausgebracht hatte, schwieg der Kaiser. Dies wurde dahin gedeutet, daß das Völkerschlachtdenkmal als Volksdenkmal an den maßgebenden Berliner Stellen von jeher nid# viel Enthusiasmus erweckt hatte. Verstimmend' soll gewirkt hab en, daß die ganze Sache nicht unter ein allerhöchstes Protektorat gestellt worden war. Bezeichnenderweise stellte die „Rheinisch-Westfälische Zeitung" fest, daß an dem Denkmal nicht c i n Medaillon oder sonst eine Tafel an die an der Völkerschlacht beteiligten Fürsten erinnert. Haben die Leipziger Herren die Ordensauszeichnung ab- gelehnt, weil sie als geistige Protektoren eines Volksdenkmals auf die Dekorierung von dynastischer Seite verzichten zu können glauben? Oder weil die angedeuteten Verstimmungen während der Feier ihnen die Lust und Freude am bunten Band vergällt haben? In beiden Fällen hätte die Gegnerschaft nicht so weit führen dürfen, eine Dekoration in ostentativer Form abzulehnen. Kein Mann von Takt und Geschmack wird eine erwiesene Artigkeit oder Liebenswürdigkeit mit Unhöflichkeit beantworten oder zurückweisen; tut er es aber, so äußert sich darin eine fast ebenso peinliche Protzerei, als wenn er mit der ihm erwiesenen Auszeichnung prunkte. Auf einen anderen möglichen Grund der Ablehnung ist bereits bei der Verleihung der Orden in der Presse hingewiesen worden, nämlich darauf, daß die erwiesenen Ordensauszeichnungen nicht der Würde der großen Feier! und der Stellung der betreffenden Herren innerhalb der Veranstaltungen entsprochen hätten. Dagegen wird uns aber von einer Seite, die in Dingen der Ordensverleihung als unterrick)tet und maßgebend bezeichnet werden muß, geltend gemacht, daß durchaus korrekt und ohne jede ungünstige Nebenabsicht verfahren worden sei. Das Ordensverleihen sei in den Statuten begründet und habe fid) aus der Tradition entwickelt. Tie Gepflogenheit, daß der Kronenorden mehr an Privatleute, tret Rote Adlerorden mehr an Staatsbeamte verliehen wird, sei gerade unter dem jetzigen König und Kaiser durchbrochen. Ten Oberbeamten wird wie den mittleren Beamten zuerst immer der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen. Sie erhalten aber, wenn sie sich, bevor sie zur Dekorierung „reif" sind, auszeichnen, sei es burd) Arbeit an einem Gesetzentwurf oder durch sonstige Betätigung in der Verwaltung, nicht den Roten Adlerorden, der als erster für sie zuständig ist, sondern den Kronenorden 4. Klasse. Geh. Hofrat Clemens Thieme mußte als Nichtpreuße mit der vierten Klasse des Ordens beginnen, den er noch nicht besaß. Jeder Offizier in Preußen müsse mit dem Roten Adlerorden 4. Klasse beginnen. Gegen diese Einwendungen ist jedoch wieder vor^ubringeu, daß aud) von preußischer Seite schon oft Privatleute, die sich ein besonderes Verdienst erworben haben, ihre Dekorationen erhielten, ohne daß, die Reihenfolge innegehalten wurde; man bewertete die Persönlichkeit. Wie oft erhielt ein bedeutender Gelehrter, ein Großindustrieller, ein Künstler als erste Auszeichnung einen Halsorden, der für einen General zuständig wat. Man hätte also sehr wohl vom Schema F abweichen können! Und endlich: warum wurde nicht die Praxis eingehalten, daß Leute, die nicht in einem preußischen Dienstverhältnis stehen, vorerst befragt wurden, ob sie die Dekoration an- ncchmeu? Tann wäre sehr wahrscheinlich der Oeffentlichkeit das unschöne Nachspiel zur Völkerschlachtfeier erspart geblieben. * Wir können uns mit den Ausführungen unseres Berliner Mitarbeiters nicht ganz einverstanden erklären. Die Ordensverschwendung sollte überhaupt aufhören. Dienstalters-Anerkennungen kommen in der Höhe der Besoldung zum Ausdruck; Orden und Ehrenzeichen, wenn sie einmal Nicht zu entbehren sind, sollten nur für außerordentliche Leistungen vergeben werden. Dann fällt die jetzt gehandhabte büreaukratische Musterung ganz von selbst fort, und es würde nicht vorkommen, daß irgend ein Mann von besonderem Verdienst mit einem Orden „an fang en" muß. Aur Heften. Aus den Finanzausschüssen. rb. Darmstadt, 29. Okt. Der Fi n a n z a u s s ch u ß der Zweiten Kammer setzt seit gestern wieder seine Beratungen über die Befoldungsreform fort, doch werden die Verhandlungen noch immer streng vertraulich geführt. Die in der vorigen Woche gehegte Erwartung, daß die Beratungen in der jetzigen Woche zu Ende kommen würden, bestätigt fick) leider nicht. Es fanden gestern und heute sehr lebhafte Erörterungen statt und über deren Ergebnisse wurde dann wieder mit einzelnen Ministern verhandelt. Nach dem jetzigen Stand der Dinge wird das Kammerplenum frühestens im letzten Drittel des November an die Beratung der Besoldungsvorlage herantreten können. rb. Darmstadt, 29. Okt. Der Finanzausschuß der ErstcnMammcr hielt heute unter Vorsitz des Grafcn_E rbach - Fürstenau eine bis zum Nachmittag ausgedehnte Sitzung ab, in tucldjcr in erster Linie der Antrag der Mitglieder Frhr. Hehl zu Herrnsheim, Graf S tv l ber g-Noßla unb Für st I s en- bürg-Birstein, betreffend die Erriästung einer hessischen Zentra l g e n o s s e n s ch a f t s-'k a s s e nach dem Vorbild der preußischen Zentralgenossenschaftskasse und unter Aussicht und Leitung der Regierung, beraten wurde. Nack) eingeheirder Erörterung unb bern Hinweis darauf, daß aus verschiedenen Teilen des Landes bereits zahlreiche Genossensdraften sich zugunsten des Antrags ausgesprochen haben, wurde dieser von: Finanzausschuß m der sdwn mitgeteilten Fassung angenommen. — Eine wettere Aussprache veranlaßte der Nachweis der Staatsein nahmen und Ausgabe n für da sJahrl907. Die Zweite Kammer hatte bekanntlid; das von der Oberrechnungskammer abgegebene Monitum bezüglich der Gehaltsfestsetzung eines Gymnasialdirektors, der auf seinen Wunsd) aus Oberhessen mit seinem ^irektoren- gehalt nach Darmstadt als Oberlehrer wieder zurückvenetzt worden war, gutgeheißen, im Gegensatz zum Ministerium, das sich nach Maßgabe der Gesetzesbestimmungen zur Bewilligung bev hol-eren Gehalts für befugt erachtete: es handelte sich übrigens nur nur ein Mehr von jährlich 200 Mark. Der Ausschuß der Ersten Kam-» mer hat sich heute der Beanstandung angeschlossen, aber gleichzeitig fid) für eine authentische Interpretation pes Art. 13 des Besoldungsgesetzes vom Jahre 1898 ausgesprochen, wonach unter „Versetzung in ein anderes Amt" nur die Versetzung in ent höheres Amt verstanden werden solle. Ein Zentrumsantrag betr. Veranlagung zur Grund- und Gewerbesteuer. rb. Darmstadt, 29. Okt. In Sachen des neuen Ge- meindeumlagengesetzes haben Abg. Mol t h a n und die übrigen Zentrumsabgeordneten folgenden Antrag bei der Zweiten Kammer eingebracht, der eine Revision des Gesetzes bezüglich der Veranlagung zur Grund-undGewerbesteuer noch im gegenwärtigen Landtag verlangt: Die Kammer wolle Großh. Regierung ersuchen, nochi_in. diesem Landtag den Kammern eine Vorlage zugehen zu las)en, welche gegenüber den durch das neue Gemeindesteuergesetz veranlaßten Verschiebungen in den Gemeindeumlagen, vo>i beiten zahlreiche Steuerpflichtige ungerecht betroffen werden, sollende Aenderungen und Erleichterungen herbeiführt: 1. Daß bei den in der Nähe der Städte gelegenen Grundstücken, die bereits zum Gegenstand der Terrainspekulationen geworden sind, nur ein Mittelwert zwischen gemeinem Wert und Ertragswert zu versteuern ist, wenn die Grundstücke im landwirtschaftlichen Betrieb des Eigentümers bewirtschaftet werden. 2. Daß bei der Veranlagung zur Gewerbesteuer den Steuerveranlagungsbehörden die Möglichkeit gegeben wird, bei allzustarker Belastung des Steuerpflichtigen die Veranlagung in der Weise vorzunehmen, daß bei Berechnung des nach Art. 11 des Gemeindesteuer- gesetzes in Anschlag zu bringenden Ertragszuschlags eine entsprechende Ermäßigung unter die in obigem Artikel genannten Zuschlagsstufen eintritt. Der Bahnbau Bensheim —Lindenfels. Darmstadt, 29. Okt. Bezüglich des Bahnbaupro- fekts Bensheim — Lindenfels hat Landtagsabgeordneter Auler-Bensheim mit Unterstützung der nationalliberalen Fraktion folgende Anfrage an die Regierung zu richten beantragt: Wir fragen angesichts der durchaus berechtigten Klagen aus dem Odenwald über den Bahnbau von Bensheim nach Lindenfels bei der Großh. Regierung an, warum sich der absolut notwendige rascheste Ausbau der Bahnlinie so lange verzögert und wann endlich der Bau in Angriff genommen werden wird? Ernste und heilere Nulturbilder aus der SSdsee. Gießen, 30. Okt. Auf Veranlassung des Frauenbundes der Deutschen Kolvnialgesellfchaft sprach gestern abend Marinepfarrer o. D. Wangemann in der dichtbesetzten neuen Aula der Universität über „Ernste und heitere Kulturbilder aus der Südsee". Ter Redner begann seinen fesselnden Vortrag mit einem Rückblick auf die Entstehung unserer Kolonien und hob l»esonders die.große Mühe und die lange Zeit hervor, deren es bedurfte, um das Reick) zum Schutze seiner Handelsniederlassungen zu veranlassen. Durch die Einführung der Maschinen wurde die Nachfrage nach Oel besonders rege, und man kam daher in Deutschland auf den Gedanken, dieses wichtige Betriebsmittel nicht wie bisher von den Engländern teuer zu erstehen, sondern selbst Schiffe hinauszusenden und es selbst von den Eingeborenen zu erstehen. Tu jedoch ein großer Teil der in Betr«rcht kommenden Länder unter englischer Herrschaft stand, wandte sich der Blick, der deutschen Kaufleute auf die vielversprechenden und noch freien Südseeinseln. Rack) mouatelanger, beschwerlicher Reise, auf der Pökelfleisch und Hülsenfrüchte die Mahlzeit und Skorbut den Nachtisch bildeten, kam man bann in die paradiesische Fülle der lieblichen Inseln, die sich wie große Blumenkörbe in herrlich leuchtenden Farben aus den blauen Fluten erhoben. Hinter der heulenden, stäubenden Brandung grüßten Palmenbäume verlockend herüber, und als die Boote der Seeleute im ruhigen, spiegelglatten Wasser landeten, empfingen die Eingeborenen die Fremden mit offenen Armen, führten sie in ihre kegelförmigen Häuser und boten ihnen Speise Den abgeplagten und von der herzlichen Aufnahme erfreuten Seeleuten tat diese herzliche Art wohl und nur schwer trennten sie sich, nachdem sie für Spiegel, Messer und andere Kleinigkeiten Oel und Kokosmatten erhandelt hatten. Bald sah man jedoch ein, daß man durch - das ewige Hin- und Herfahren unb den langen Aufenthalt der Schisse viel Zeit unnötig vergeudete, und man beschloß Niederlassungen zu gründen, mo die Kokoskeme, Kakao und ähnliche Dinge gesammelt werden könnten, um dann später in der Heimat verarbeitet zu werden So entstanden auf einer ganzen Anzahl In,ein Handelsflotten, in denen hauptsächlich frühere Matrosen, die durch das Seeleben an Einsamkeit gewöhnt waren, nach Gutdünken schalteten und walteten Ost kam es da vor, daß die Schiffe öde Plätze fanden wenn sie kamen nm Fracht aufzunehmen, denn mancher deutsche Händler, der sich mit einer Eingeborenen vermählt hatte, hatte seine letzte Ruhestatt im Magm seiner Verwandten gefunden, die durch den gleißenden Tand verführt, ihn ermordet und verzehrt hatten. Infolgedessen vergrößerte man das Arbeitsfeld und legte große Pflanzungen an, in denen man die 2lusfuhrpro- dukte zu ziehen gedachte. Aeußerst schwierig gestaltete sich dabei die Arbeiterfrage, da sich den Eingeborenen alles in Hülle und Fülle bietet, unb sie daher recht unüiftig zur Arbeit sind. Als dann nach großen Anstrengungen sich ein Erfolg zu zeigen begann, suchten sich die Amerikaner in den Besitz der Inseln zu setzen. In ihrer Bedrängnis wandten fick) die Ansiedler an das Reich und baten um Unterstützung des deutschen Handels, doch selbst ein Bismarck formte damals (1880) nichts gegen die Gleichgültigkeit des Reichstages durchsetzen. Dem energischen Eingreifen des deutschen Kapitäns von Werner war es aber schon imi Jähre 1879 gelungen, einen Vertrag zu erzielen, in dem den Deutschen Kohlenstationen und andere Vorteile zugebilligt wurden, wogegen ihnen, zu ihrer größteMFreude, dieselben Vergünstigungen in Deutschland zugebilligt wurden. In Parteikämpfen wurde in den achtziger Jahren das Eigentum der Deutschen stark mitgenommen; der damalige König Malietoa wurde gefangengenommen und Tamasese zu feinan1 Nachfolger ernannt. Durch die Aufstellung eines Gegenkönigs brachen die alten Unruhen wieder aus; Landungstruppen der Krcuzerkorvette Olga wurden von samoanischer Uebermacht geschlagen, und das deutsche Konsulat niedergebrannt. Die im Hasen ankernden deutschen und amerikanischen Kriegsschiffe ivur- den im März 1889 durch einen Orkan an Land geworfen und scheiterten, außer der Korvette „Olga". Erst nach langen schweren Kämpfen fam es zum völligen Frieden und zur Teilung der Inseln zwischen den interessierten Mächten. Der Vortragende warf fesselnde Streiflichter auf die Kultur der Samoaner, hob ihre tiefe, dichterische Veranlagung hervor, erzählte von kühnen Fahrten der Eingeborenen nach weit entlegenen Inseln und vergaß auch nicht ihre besondere Kenntnis von Natur- und Himmelserscheinungen zu erwähnen. Die behagliche, humorvolle Art, mit der Herr Wangemann die anziehenden unb belehrenden Schilderungen vorbrachte, hielten die Versammlung, die naturgemäß besonders von Damen stark besucht -war, in unausgesetzter Spannung und fortwährender Heiterkeit, wenngleich auch dabei die ernsten Schilderungen nicht ihren Eindruck verfehlten. Der Redner beendete feinen, mit starkem Beifall angenommenen Vortrag mit einer großen Anzahl prächtiger Lichtbilder, die das Leben unb Treiben der Einwohner, sowie eine Menge charakteristischer Landschaften veranschaulichte. 0. N.. * — Keine Universität in Hamburg. Aus Hamburg, 29. Okt., wird gemeldet: Die Bürgerschaft beendete heute die Beratung der Universitätsvorlage in der vierten, diesem Gegenstände gewidmeten Sitzung. Ter Antrag Eifse, die Vorlage und den Antrag Dücker an einen Ausschuß zu verweisen, wurde mit 80 gegen 73 Stimmen abgelchnt. — Darauf wurde die Senats^ Vorlage abgelehnt und der Antrag Dücker angenommen, einen Ausschuß zur Prüfung der Frage einzusetzen, in welcher Weise unter Fortsetzung und Ausbildung des Vorlesungswesens der weitere Ausbau des Hamburger Kvlonialinstitutes als einer selbständigen der Forschung, Lehre unb taftifd)en Ausbildung gewidmeten Anstalt mit tunlichster Beschleunigung dauernd ermöglicht werden könnte. Damit ist die Universitätsvorlage gefallen und der Senat wird um den Ausbau des Kvlonialinstttuts zu einem Forschungsinstitut ersucht. — Neue Entdeckungen in den Caracalla -Thermen. Eine Entdeckung von weittragender archäologischer Bedeutung ist in diesen Tagen dem italienischen Forscher Prosessor Ferri in unmittelbarer Nachbarschaft des Gebietes gelungen, auf dem sich die berühmten antoninischen Thermen, die sog. Thermen des Caracalla in Rom erheben. Ferri sand die unterirbbi schen Gänge, Stollen und Aquädukte, die in ihrer Gesamtheit einen Einblick in bas meisterhafte Kanalisationssystem dieser berühmten Badestätte des alten Roms gewähren. Der unterirdische Hauptgang hat eine Länge von nicht weniger als 1 Kilometer bei einer durchschnittlichen Breite von 8,9 stetem; nur an bestimmten Stellen wird der Gang schmäler und verengt sich bis zu 7 Metern. Die Seitenstollen, die teilweise die gleiche Länge erreichen, weisen 1,20 Meter Breite bei 2,30 Metern Höhe auf. Die mächtigen Abflußstollen, durch die das Wasser abgelassen wurde, erreichen 2 und 3 Kilometer Länge, alles in allem haben die jetzt entdeckten unterirdischen Gänge und Abflußstollen eine Streckenlänge von 5 Kilometern. Die meisten dieser unterirdischen Bauten sind verschüttet, der Durchgang zurzeit unmöglich, denn bei den mannigfachen Ausgrabungen auf dem Stadion wurden die Träger der unterirdischen Galerien durch die Erdarbeiten und damit verbundenen Gewichtsverschiebungen überlastet. Tie freigelegten großen Gänge ziehen sich durch das ganze Gelände unter den Thermen und dem antoninischen Stadion, begleiten die Hauptfront und die hintere Front der Bauten und durchschneiden kreuz und quer den Mittelbau, während die Absluß- röhren die Richtung nack) einem mächtigen großen gemeinsamen Abfluß nehmen, der alles Wasser dem Tiber zuführt. Alle Anzeichen weisen darauf hin, daß diese Röhren viele Gegenstände bergen, die Interesse haben, aber wahrscheinlich wird die Mehrzahl verloren gegeben werden müssen, denn es erscheint kaum möglich, die Stollen vom Wasser zu befreien. Ein Teil der großen Galerie war für den Verkehr der Sklaven eingerichtet, in einer anderen befanden sich Wäschevorräte aufgestapelt und auch Holz, um die großen Kessel zu heizen. In den Mauerwänden sind zahlreiche Stufen eingeschlagen, so daß es jederzeit möglich war, von den Thermen aus in die tiefsten unterirdischen Gänge und Känalirätionsstollen hinabzusteigen. Der wichtigste Fund, der cinit» weilendgemacht wurde, stammt aus einer Kloake und besteht aus den Fragmenten einer großen Marmorgruppe. Sie stellte den Gott Mitra bar, der einen Stier tötet; das Blut des Stieres! wird von einem Hunde und einer Schlange aufgeleckt, während ein Skorpion den Stier sticht. Auf den bisher aufgefundenen Fragmenten sieht man, in zwei Bruchstücken, den Kopf des Hundes, zwei Beine des Stieres, zwei Füße des Gottes, die Schlange, den Skorpion, die Scheide des Messers, sowie die gesamte Basis der ungewöhnlich großen Gruppe. Deutscher Reich. Tie gescheiterte mecklenburgische Verfassung N. 1 -V 1 b & in dem Rabattmarken verabfolgt werben. Da der Beklag: - vifen sichtlich mit dem Plakat den Zweck verfolgt, sein Geschäft, in d-.-m keine Rabattmarken verabfolgt werben, den anderen Gescheiten gegenübernistellen. so folgt daraus, t»a& er den Shmbcit den (* danken ausdrängen will: der Kaufmann, der Mbattmarkcn abglbl, verkauft ui teuer Diese Schlußfolgerungen lassen sich aber mit den nnrklichen Perbältnissen nickt in Einklang bringe. Des Klägers gutes Reckt ist es wohl, Reklame zu treiben und seine Kon kurrenten dadurch zu schädigen, doch darf er sich keiner unlauteren Mittet bedmen. DaS Verfahren des Klägers verstößt gegen das Zeichenstcine in Gießen in Augenschein genommen hat, erklärt, die Zeichen seien zweifellos von Menschen hergestelltt die damit etwas haben sagen wollen: es sei die Möglichkeit nicht von der S?anb zu weisen, daß es sich um Runenschrift handelt. Man hat bisher niemals derartige auffallende Seidxm und Figuren auf Steinen bei den verschiedenen zutage geförderten Bestattungen auf dem Trieb beobachtet, trotzdem man 1909 ganze Wagen voll Bafaltfteine Annandsgefuhl jedes recht und billig denkenden Memchen, deshalb mußte der Unterlasfungsklage ftattgegeben werben. Gegen das Urteil hatte der Beklagte ebnet?rfolg wjm ' • ' ~ : II. Zivilsenat des höchsten Ge» Landesuniversität. Am 28. Oktober d. IS. wurde der ordentliche Professor der Staatswissenschaften an der LandeSunioersilät Dr. August Skalweit zum Mstgued der Prüfungskommission für den höheren Finanzdienst un Nebenanit ernannt. •• Schulwesen. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Hermann Roth aus Langsdorf die erledigte Lehrerstelle an der Volksschule zu Wcttsaasen. " Notar. Der Großherzog hat den Rechtsanwalt Karl Kleinschmidt in Alsfeld zun» Notar mit dem Amtssitze in Groß-Gerau ernannt. "Ernannt wurde der Gerichtsvollzieher mit dein Amtssitze in Homberg Friedrich Fritz zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Bensheim mit Wirkung vom Tage deS Ausland. Tie Schaumwein st euer in Oesterreich. beten. Tie Zündholzsteuer soll, wie die „Voss. Ztg." hört, sobald als möglich abg.eichaift werben. Dem Reichstag soll aber eine Vorlage betr. die Versteuerung der Zündholzersatz mittel zugehen. Erschossene und mißhandelte Deutsche in der Fremdenlegion. Nach der „Stettiner Abendpost" sollen drei, deut,che Fremdenlegionäre, Friedrich Paul und Alfons v. Zenel aus^resden und der Bayer Alfred Fossel erschossen worden sein. Stcjeien nach der Angabe dreier Stettiner, denen die Flucht aus der Fremdenlegion gelang, unter der Beschuldigung der Meuterei verurteilt worben, weil sie bei einer Weihnachtsfeier d t e „Wacht am Rhein" gesungen hätten, v. Zeisel sei vor ,einer in- richtung 12 Stunden in den heißen <5 anb gelegt worden. Die „Berliner Neuesten Nachrichten" zweifeln die Richtigkeit der Meldung stark an. beziehen. , •• Kun st gewerbliche Ausstellung. Tie rxivma Julius Bach, der selbst wesentlich größere Städte als (Sieben kaum ein ähnlich ausgedehntes Unternehmen dieser Art entgeaei> setzen können, hat im Lauie des Verb»es ihre Raume wesentlich nmqeftaltct und erweitert, um mehr Platz für daS moderne Kunst- geiverbe zur Vernlgung zu haben. Mit der Eröffnung deS Umbaues ist nun eine Ausstellung neuzeitlicher Zierstäcke v-rvilnden, die ungewöhnlich reichhaltig ist und vor allem in der Porzellan- abteiliing sehr schone und wertvolle Stücke enthalt. Zn iiberiiau- licher und wirkungsvoller Einordnung stnden stch hier Prachtrverie aus der Königl. Porzellaufabrik in Kopenhagen, für die die Firma die alleinige Vertretung am Platze hat, sowie auS der Konigl. Poizellanmanukaktur in Meißen. Auch schöne Marmor- und Bronzeplastiken fehlen nicht, ganz abgesehen von den vielen jUoten, die in seltener Rlannigfaltigkeit vertreten sind, -ter v chim der ^tusstelliina. die einen guten llebevblict über daS moderne Kunst- geiverbe gibt, ist jedermann gestattet. m " Unbestellbare Postsendunge n. Bei der Ober- Postdirektion in Darmstadt haben, wie iinS niitgeteilt wird, im sichre 191*2 28 704 Postsendungen aus Orten des Großberzogtunis dessen (und zwar 67OS Briefe. 21476 Postkarten und 620 Drucksachen) vernichtet werden müssen, weil ihre Zustellung weder an den Empfänger, noch an den Absender möglich war. ±ie 5nhl der unbestellbaren Postsendungen hat gegen daS Vorjahr erhellnt zugenommen. Dies ist insbesondere auf die uiwollnandige Auf. schnst der Sendungen und die ungenügende Bezeichmmg der Jb« scnder zurückzuführeii. Wie viel Unannehmlichkeiten mögen in-olge der Unanbriiiglichkelt der Sendungen den Empfängern und den Absendern erwachsen fein, und wie viel ungerechte Vorwur'e find wohl gegen die Postverwaltimg und ihre Beamten erhoben worden . I Es wird daher den Briefschieiberii und namentlich den b in'iefcrcvn von Ansichtspostkarten von neuem empfohlen, in oder a u f d en I Sendungen stets Name und Wohnung des **Absenders hand- I schriftlich oder durch Abdruck eine« Stempels anzugeben, damit I ihnen, falls der Empfänger nicht ermittelt wird, die eenbungen zurückgegeben werden können Landkreis Gießen. = Wi eseck, 30. Okt. Die auf Donnerstag, den 30. ds. Mts., anberaumte Gemeinderatssitzung findet erst am Freitag statt. Es kommen noch folgende Punkte zur Tagesordnitng: Konzessionsgesuch deS Heinrich Ziegler und Genehmigung der Sandgrube m der Heide. -i- Lick, 29. Okt Der hiesige Bolksbildungsverein wird am nächsten Sonntag seine Wintertätigkeit eröffnen linb zwar zunächst wieder mit kinematographischen Vorsührunaen Es kommen selbstverständlich nur gute und belehrende Films zur gefunden, sorgfältig gereinigt und nach etwaigen Zeichen an ihnen gesucht hat. Auf der .Hauptversammlung be* Wciamt- Vereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine die im September 1909 in Worms Uattgefunden hat wurde über die Au-gradung unter Vorlage einzelner Zeichen,teine berichtet, doch konnte eine sichere Klärung dmer merkwürdigen Zeichen auch dort nicht berbeigefilbrt werden. Dr Kra mer hat nun kürzlich auf dem Trieb ein weitere» Grad zutage gefördert, und dabei bie gl eich e nZ eichenste ine vorgefunden. Tie Figuren decken sich vollkommen mit den 1908 aufgefundenen, und es ist dadurch mit Sicherheit ,e,t gestellt daß es sich um Gebilde von Menschenhand herruhrcnd handelt. Auch dieses Grab mit feiner keltischen ^rodcnmauei als Grabaufbau und seinen Beigaben gehört der r.a-^ene- Zeit, etwa 200 vor Ehr, und zwar der gallischen Periode an, die hier so selten beobachtet worden istt W. •• t Handwerkskammer zu Tarmftaöt har einen Leitfaden zur Vorbereitung aus die Meisterprüfung im Handwerk herauSgegeben, der im 35. Tausend erscheinen wird. Er soll dem Handwerker dazu dienen, sich die für die Meister- Prüfung notwendigen Kenntnisse der einfachen^Vuchfuhning, der Hauptbestimniungen deS Wechselrechts und Scheckverkehrs, der Gewerbe-, ArbeiterversicherungS- und GenoNenschaitS- Gesetzgedung rc. auf die leichteste Art anzueignen. Durch daS Znkrasttreten deS kleinen Befähigungsnachweises, wonach un allgemeinen nur noch Derjenige Lehrlinge anleiten darf, der die Meisterprüfung bestanden hat, ist diese Prüfung nun von besonderer Wichtigkeit geworden. Dem trägt and) der Leitfaden Rechnung. Er ist auf den neuesten Stand der Hand- iverkergesetzgebung gebracht und enthalt alle in Betracht ko,umenden Reichsgesetze der letzten Zeit (insbesondere die Gewerbenooellen von 1907 und 1908), außerdem ,st er cr- weitert durch Aufnahme eines Kapitels über Kreditgenosien- schaften und Scheckverkehr. Der Leitfaden ist für 1 Mark (ohne Postgeld) durch die Handwerkskammer Darmstadt zu Tas österreichische Abgeordnetenhaus nahm die Regierungsvorlage betreffend die Perbrauchsabgabe für Schaumweine in zweiter Lesung an. Die Steuersätze betragen für Traubenschaumwein in t/ mu||kl> „ einer Neinen Flasche 40 Heller, in der ganzen Flasche (850 cem) bcnn 11)ic c§ cirf) gestern abend zeigte, schreckten sie 80 Heller, in größeren Flaschen sur lebe weiteren -30 ccm S e l b st 1 a r i l a tu r zurück. 20 Heller. Sodann folgte die Beratung über die Regierungsvorlage 0 betreffend die Erhöhung der Branntweinsteuer. ,»ii !iMmi.iW|iiii» ii ■Wlilil Illi IHlMmn Dienstantritts feines Dienstnachfolgers. ♦* Gießener S t a d 11 h e a t e r: Ter Königs- l e u t n a n t. Als erste Volksvorstellung dieses Winters wurde gestern abend unter Herrn Tworkowskis nichtiger Leitung vor gut besuchtem Hause Gutzkows Ko- nigsleutnant ausgeführt, der schon in der vergangenen Spielzeit so viel Anklang gefunden hatte. Ten aus Sentimentalität und kTerbheit seltsam ^gemischten Grafen Thorane, der im Waffenlärm die Schmerzen seiner getäuschten -ieoe zu vergessen sucht, spielte Herr Rotteck mit bestechender Gewandtheit und Abrundung. Boll sicheren Feingefühle traf er den richtigen Ton für diesen milden Kriegshelden und nur bei der Erzählung seiner Enttäuschungen beeiittrachtigte er seine Leistung mitunter durch zu leises Sprechen. Eine liebe und gütige Frau Goethe schuf Fr. Frenzel, die sicher in ihrer Haltung und sicher in ihrer Weltanschauung war; ganz die muntere, kluge Frau Aja, die uns in ihren Briesen so entzückend frisch entgegentritt. Herr Goll den schnüffelnden Professor Mittler mit feinem, vedachtsamem Humor, nicht aufdringlich nach Wirkung suchend, aber doch in jeder Bewegung von liebenswürdiger Komik. Etwas zu unterwürfig war der gute Seekatz des §errn Grosser-Braun, zu derb Frau N a t h u si us als sein eifersüchtiges Ehegespons. Voll derber, naturwüchsiger Kraft gab sich Frl. Stettner als Gretel, die vollblütige Frankfurterin. In den Rollen, die sie schon im vorigen Zähre sehr gut vertraten, bewährten sich Frl. Dagny als junger Goethe, Herr Grosser als Sergeantmajor und Herr Volck, der uns mit Ablauf dieser Spielzeit leider verläßt, um an das Baseler Stadttheater iiberzugehen, als Rat Goethe. Die Frankfurter Maler, die so unkünstlerisch da- I stehen, müssen dennoch recht humorvolle Leute gewesen fein, denn wie es sich gestern abend zeigte, schreckten sie nicht vor Vorstellung. . t, (?) Lich, 28. Okt. Heute wurde die sterbliche Hülle des beliebten und hochgeschätzten Prinzen Ludwig zu Solms-Hohensolms-Lich, eines Onkels des regle- renden Fürsten Karl und der Großherzogin Eleonore, ui feierlicher Weise beigesetzt. Der Verstorbene, der Kgl. preußischer Rittmeister a. D. war, hat als junger Offizier im Garde du Korps den Feldzug 1870/71 mitgemacht und das Eiserne Kreuz erworben. Dadurch wohnten viele hohe Offiziere der Beerdigung bei. Die Feier beaann kurz nach 3 llhr mit einer Andacht in der Stiftskirche, wo die Leiche, begleitet von Fürst Karl und den Söhnen des Berstorbenen, gestern abend feierlich im Chor aufgebahrt worden war. Fürstliche Förster hielten die Ehrenwache. Zur heutigen Feier in der Kirche hatten sich die hohen Leidtragenden, darunter der Großyerzog und die Großherzogin von Hessen, viele hohe Offiziere, Abordnungen des Gießener und Marburger Offizierskorps, hohe staatliche Beamte und eine zahlreiche Gemeinde eingefimden. Stiftsdechant Kl i n - gelhöffer hielt die Trauerrede, wozu der Verstorbene die Richtlinien selbst angegeben, indem er, seinem schlichten lunb einfachen Sinn entsprechend, gewünscht hatte, daß sie I kein rührender Nekrolog sein, sondern nur religiöse Gc- ! danken zum Ausdruck bringen solle. Gesänac des >rirchen- gesangvereins und der Trauergemeinde erhöhten noch die l ernste und feierliche (Stimmung dieser erhebenden fird)- I lichen Andacht. Nach der Aussegnung durch den amtieren- den Geistlichen setzte sich bann von der Kirche auS der ftatt- I liche Trauerzug nach der Begräbnisstätte in Bewegung. Dem von vier Pferden gezogenen und von einer Abordnung des Kriegervereins und von Forstbediensteten begleiteten ! Leichenwagen, der reichen Kranz- und Blumenflor trug, Ischritten die Gießener Regimentskapelle, die sämtlichen Vereine der Stadt mit ihren Fahnen, die fürstlichen Pächter, I Beamten imt> Wiener, die fungierenden Geistlichen und Ober- I sörster Kuntze-Hohensolms mit dem Ordenskissen voraus. I Hinter dem Wagen folgten dann die nächsten Verwandten und Angehörigen des Verstorbenen, zunächst seine beiden Söhne und der Großherzog Ernst Ludwig, bann Fürst Karl und die zahlreich erfdnenenen übrigen Verwandten, fast alle in Uniform. Es folgten dann die Offiziersabordnungen, die höheren ftaattidien Beamten (darunter Provinzialdirek- tor Dr. Usinger-Gießen), der Gemeinderat, die Bürger- und Beamtenschaft von Lich. Am fürstlichen Friedhöfe trug die Abordnung deS Kriegervereins den Sarg zur Gruft, wo Sttftspfarrer Freitag die Leiche e i n f eg n c t c. Der Gesangverein „Cacilia" fang am Grabe das „Auferstehn" und die Militärkapelle spielte Trauerweisen. Nach drei Ein Ergänzungsentwurf zum Dreijahrgesetz in D-r franiöfw Wunsch I Adrehbuch derZtadt und des Ureises Gießen 1414. auSschusseS des Senats einen Ergänzungsentwurr zum Treiiahr- Einwohnerschaft der Stadt wird hiermit darauf auf» gesetz ausgearbeitct, den er dem Bureau des Senats nach' I merffarn gemacht, daß während der nächsten Tage die Haus- Wiederzusammentritt vor egen wird Der Entwurf betriM be- . Verteilung kommen. Um ein möglichst vollständiges sonders die Er atztommmionen, die Verwaltungl ^ großen R ^HLerloses Adressenmaterial zu erhalten, werden na- sE-ssmerschulm. bte TOdUarSenfionen und d,° Zangen NN d,e Adr „n b-e orbnung3J KoloniÄtruppen. mäßige Vorlegung der Hausliste an jeden selbständigen Haus- Die Besserung ^ Befinden des Königs beroobner zu sorgen. Es ist besonders wesentlich, daß die ist soweit fortgeschritten daß die Aerzte ilnn gestatten, für kür- Hauslisten von jedem einzelnen Bewohner selbst ausgefüllt zere Seit an den Festlichkeiten der Leibgarde teilzunehmen. Der werden. Nur auf diese Weise laßt sich em genaues Adressen- Liönig übernimmt am 3. November die Regierung wieder. material ermitteln. Da aber em zuverlässiges Adreßbuch für - j----------- --- " -------- jeden einzelnen Bewohner der Stadt zweckdienlich ist, wird Reet Urt& Flotte. sich gewiß jedermann gerne der kleinen Mühe des eigenhändi- a , m a n p Sanders der gen Eintrages unterziehen. Die ausgefüllten Hauslisten wer-! an der Spitze der neuen Reform-Mission deutscher Ossi- den nach einigen Tagen durch die Revier-Schutzleute von der ziere nachher Türkei stellt, gilt, so schreibt der „Berliner Lo-s gleichen Stelle abgehoit, an die sie auvgehandigt wurden, kalanzeigcr", als einer unserer besähigsten Generale. Als alte j Generalstäbler ist er nicht nur ein vorzüglicher energncher Trup- S'ifi, Ä ÄÄÄ X«U^nÄml6M -Stab ttbeaU r Da di- lebte Schül-rvorstellung int Alter von 38 Jahren und ist zurzeit Kommandeur der 22. Ti- von „Hermannsschlacht völlig ausverkauft war, sodaß Viele Vision in Kassel. keinen Platz mehr erhalten konnten, so ist für ^-amstag, den —------------------------------------------*------ 8. November nachmittags 3'/- Uhr eine Wiederholung des 2Ilts Stadt und Land. Stückes als Schülervorstellung angesetzt worden. — Es sei Gießen, 30. Oktober 1913. nochmals darauf hingewiesen, daß am (Sonntag abenb eine I Aufführung von „P u p v ch e n bei kleinen Preisen statt- Das Rabattwesen. findet, und nicht von „Majolika" wie im Wochenspielplan In den schweren wirtschaftlichen Kämpfen, denen der Kaufmann ^ngekündigt. heute ausgesetzt ist, geschieht es leicht, daß über das eigene oder .. m Leib — Kolosseum finden am JTÄ nähten'®an,Sta3 und Sonntag wieder einige «aritiM wesen herausbeschworen morden ist, war die Ursache des folgenden, Vorstellungen statt. Wie man unS mitteilt, werden nur er|t- mit seinen Ereignissen und Folgen lehrreichen Rechtsstreits: I klassiae Künstler auftreten. Der Kaufmann Katzenstein, Jnl>iber eines Garderoben- ** Rätselhafte Zeichen. Im Jahre 1908 hat gcschäfts in Augsburg, war früher Mitglied des Gerne altf ^cm Gebiete der Altertumsforschung besonders für Ue"nb “Sm *1 "Ämto 1911 ift "wegen Ftnttig- unsere Gegend mit Ersolg seit lange» Jahren tätige Direktor feiten mit anderen Mitgliedern des Vereins aus dem Verein aus-1 unseres Museums Dr. K r a m e r auf dem Hinteren Teil des geschieden Er hat darauf in seinem Gescklästslokal große Plakate I Trieb zwei -Lkelettgraber ausgegraben, die aus der La- aufgchängt, auf denen die Sätze standen: „Kein Geschäft kann Töne-Zeit gallischer Periode herruhrten. Außer emem b Proz verschenken. Rabattmarken müssen immer mit bezahlt >88 Zentimeter langen, 5 Zentimeter breiten Schwert werden. Der wirklich kluge Kunde kauft nur dort, Eisenscheide waren es bei diesen Grabfunden wo keine Rabattmarken aus gegeben werd en." Wc- besonder- eine Anzahl Bafaltfteine, die mit eigenartigen Zei gen dieser Behauptungen bat der Rabattiparverein ftlr Augsburg 1,^ versehen sind, die damals das lebhafte Interesse der wis und llmgcgcnb gegen K. Klage auf UntcTlafiniig erhoben und btefc I r incr*inc»f;r(.pn jUelt in Anspruch nahmen. Der Geologe Pro -1 RS.! S ~ sei, seinen Kunden mitzuteilen, weshalb er keine Rabattmarken I terfudjung die Ansicht, daß die: Zeichen: in dem harten .Na mehr ausgebe. terial von Menfcheiihand hergeftellt find. Jrn Gegensatz hier- Landgericht und Oberlandesgericht Augsburg haben dcnl ^u war Oberförster B ehl e m -Ö aig er, der sich ebenfalls Bcllagteu verurteilt, das Aushängen der erwähnten Plakate mit ber Forschung befaßt, der Meinung, es handle sich nicht zu unterlassen. Das Landgericht hat alle drei Sätze des Plakats Zeichen die durch Menschen hervorgerufen sind, sondern beanstandet, das Obcrlandesgericht, daö zwar auch das Aushängen c»ii|Pn 'nhrr Risse die von einer Pflugschar herrühren, des Plakats im ganzen beanstandet, hat jedoch nur in dem letzten um ckiitten oder .nifti, ote Satze einen Verstoß gegen die guten Sitten und somit gegen die die Sina0^ beim Readern bcdSobend über öie in öer ttröe gesetzlichen Bcstimmuugen erblickt. Hierzu fuhrt das Oberlandes gelegenen Steine hmweg gegangen fit. Professor G i s e v i ii. genchi in seinen Entscheidungsgründen naher aus, daß hat auf einem Versuchsfelde mit verschiedenen .IsTlugknaT'cn die Behauptungen „Kein (Md)ift kann .'» Proz. verschenken — I sorgfältige und eingehende Versuche angestellt, um solche oder Rabattmarken müssen mit bezahlt werden" nicht-) Sittenwidriges ähnliche Zeichen auf irn Boden liegenden Basaltftücken hervor- an sich haben, denn jeder reelle Kaufmann müsse den Rabatt in prüfen mit dem Ergebnis, daß die Schrammen, welche da- Rechnung fiel en. d-» ««»anchg- Publikum kch a u m z a h l u n g wurden in der Gemarkung Alteu-Bufeck gezählt: 2 E^og stehende Bäume: Aepfel 2498, Birnen 943 9roÄCnJlt ' nirf?cn J1’ Apikalen 6, Pfirsiche 5, Wo,wisse 32. 2. Noch nicht ,m Ertrag stehende Bäume: Aevfel 901, Birnen 244 ^'/^chen 57, Aprikosen 4, Pfirsiche 8, Walnüsse 1. n§flnn2nt?mm?rtraö stehende Bäume 7262 und noch nicht im Ertrag stehende Baume 1642; zusammen 8904 Obstbäume. Lnftschiffabrt. Pegoud in Deutschland. Johannisthal 29. Okt. Der französische Flieger Po- q on d stieg heute nachmittag zweimal, um 3.52 bis 4 16 Uhr unh bis 4.59 Uhr aufi Er überschlug sich mit seinem Appara etwa 15 Mal Er flog auch heute lange Zeit mit dem Kow nach UNZN- Zum Schluß wurde ihm em großer Lorbeerkranz über- rercht P6mmd fahrt heute nach D r e s d e n. Auch hnrte wohnte emc nach Zehn tau, enden zahlende Menge den interessanten Vorführungen des Fliegers bei. Kreis Friedberg. * 5k ™^aruAeim' 29 Okt. Eine Abteilung von Offi- d!?in t?- Dsenbahnregiments von Hanau, ^"unserer Gegend eine Uebung unternimmt, bezog gestern hier ~ Ms Nachfeier zum 18. Oktober wird Ls «L aXpS rtz^lag abend im Sprudelhotel ^Andreas Lwser. avfsühren- Am Sonntag nachmittag spielt dann * sfj °UU!.Crn Waldschlößchen bei Ober-Rosbach Anzen- gruvers „Merneidsbauer . b. Großkarben, 29. Okt. Das Fischsterben in den Gewässern der Wetterau, die von den Abwässern der Friedberger Zuckerfabrik gespeist werden, hat einen solchen Um» fang angenommen, daß man in Interessentenkreisen um die Vernichtung des gesamten Bestandes besorgt ist und deshalb bereits die Behörde zum Einschreiten veranlaßt hat. Diese hat eine Besichtigung der Ufa, Wetter und Nidda angeordnet, nm die Ursachen der Wafferverseuchung feststellen zu lassen. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Bingerbrück, 29. Okt. Die älteste Einwohnerin von Bingerbrück, die am 22. November 1813 geborene Fran Antoinette Wolff, geb. Koblmann, ist heute gestorben. vüchertisch. . T T?§,miterarif*c Halbmonatsschrift für Lite- raturfreunde (Begründet von Dr. Josef Ettlinger. Herausgegeben ?j0u Dr- Ernst .veckborn Verlag: Egon Fleischel u. Co., Ber- hnW 9). Das 1 Novemberheft i)t soeben mit folgendem Inhalt Mchlenen: Kurt Martens: Gerhard Ouckama Knoop. — Hedwig Schulkwf: Jndwidualpsychologie und Romantik. — Leon Kellner- ?sUgllsche Sufsragcttenlltcratur. — Johannes Reick^lt: Unveröffentlichte Briefe von Caroline und Gottfried v .Herder II — Karl Hans Strobl: Bunte Beute. - Emil Ermatinger: Ein Ju- gntbauM Gottfried Kellers? - Echo der Bühnen. - Echo Äs Auslands. — Kurze Anzeigen. — Notizen. — Nachrichten. — Büchermarkt. fi(b bie bisherige Schutzschirmkonstruktion durchaus bewährt. J-n verfchiedenen Veröffentlichungen äußerten Fachmänner uub Laien r». "Mttnaßlichen ^wuchten und unkontrollierbare Gerückte ent- ttanden. «o soll d« mit dem Luftschiff umgekommenc Maschinist r.aich vor dem Aufstieg ine Offiziere daraus aufmerksam gemacht haben day ine, Wflore nicht in Ordnung seien, die Offiziere aber hatten aus der Fahrt bestanden mit der Begründung der .'tnwesenheit der Abnahmekommission. Für die Richtigkeit eines lotchen an sich wenig glaubwürdigen Vorganges fehlt nicht mir Unterlage, sondern es ist festzustellen gewesen, daß das ker ptotore »or tan Auffticg einwandfrei gewesen ist. Weiter soll die Zeppelmgesellschaft selbst, insbesondere der Lnst- Ichlffkapitan Gluud, die schwersten Bedenken gegen die angeblich von der Marineverwaltung geforderte Konstruktion des ‘ Luft- W.'/s, '.nsbesondere gegen die Verlegung des Laufganges in das schiss leibst gehabt haben. Dies trifft nach einer ausdrücklichen Erklärung der Zeppelmgesellschaft nicht zu. Tie Verlegung des r.aufaanges in den Schisskörper wurde auch zuerst von der Zeppclm- gefellfchaft angeregt, derartige Bedenken der Gesellschaft sind schon deshalb völlig ausgeschlossen, weil andernfalls die über die ftonitaftwn vertragliche bestimmende und für sie verantnwrt licke Gesellschaft ganz selbstverständlich weder die vorhergehenden Werstprobefahrten vorgenommen, noch der Marine das Schiff' auf der ,vabrt von Friedrichshafen nach Johannistl>al unter Füll- rung des .Kapitäns Gluud zur Abnahme vorgesührt hätte und -"..^Kavitän Gluud und seine Teckiniker als Vertreter der Geiellschaft ohne weiteres an den Abnahmefahrtcn hätte teilnehmen laflen. Mit die,er, auch im Nameii der Zeppelingesellschast abgegebenen Erllarung werden alle Gerüchte und jede Legendcnbil- dung widerlegt. Tie nunmehr erkannten Gesahrenauellen werden kunsttg ausgemerzt. Ucber den hierzu einzuschlagenden Weg besteht zwilchen der Manne und der Zeppelingesellschast völliges Einvernehmen. nJjLlV-r?.e,|T. »KegettereinS folgte als Schl^ß- SSetfckuder ist mein Seien". Zu den Nck' bei dem prächtigen z-hkerche auswärtige Besucher, besäniwrs ^<6 2onbc' -"gesundes so daß die Straßen, tomm/ b Trauor^g ging, mit Zuschauern angefüllt orr Kreis Alsfeld. fnefenh • ' S.' öS' d tv o r st a n d s s i tz'u n g.) Anordn et cm ’ ^lsing als Vorsitzender, die Beige- föorfihenh^ «?'• OlükC 10 .Stadtvorstandsmitglieder. Der des Mckst^«^^ lause der Ermittelungen kamen sowohl Polizcirat Braun, wie auch der Chemiker Tr. Brüning von der Chemischen untersuchuugsanftalt von entzgegeugesetzten GesicktSpunkten aus zu der Entdeckung, daß der getötete Hamm das Opfer eines von ihm gestellten und sich zur Wehr setzenden Einbrechers geworden ist. Nunmehr richteten die Geschworenen, die damals das Schuldig aussprachen, eine Eingabe an den ersten Staatsanwalt in Elberfeld und ersuchten ihn, seinerseits das Wiederaufnahmeverfahren zu beantragen. * Wieder ein Brand auf der Genter Welt- ausstellung. Aus Brüssel, 29. Oktober, wird uns geschrieben: Heute abend um 7 Uhr brach im Stadtviertel Altfl andern aus der Weltausstellung in Gent Feiler aus Sieben Hauser wurden zerstört. Fünf Häuser stellten ein Hos- Pij aus dem 16 Jahrhundert dar. In den beiden anderen waren nn Zigarrengeschäst und ein Gasthaus untergebracht. Der Schaden soll bedeutend sein. Das Feuer war nach Verlaus einer Stunde gelofcht. Das Stadtviertel Mtflandern war die Wiederherstel- lung der interessantesten Gebäude und Plätze aus den verschiedensten Städten von Flandern. ICirdpltd^ Uadwicbtcn Evangelische Hemrmde. Donnerstag, den 30. Oltobcr, abends 8 Utzr, im MatthänSsanlr Bibelstunde. (Geschichte vom Sündensall (1. Mos. 3, 1.) Pfarrer D. Schlosser. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage), Samstag, den 1. November 1913: ‘ Vorab end: 4.45 Uhr. Morg enS: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. LchrtfterklSrnug. SabbatauSgang: 5.50 Uhr. * Israelitische Religionsgesellschaft. , Gottesdienst. Cabbatseier am 1. November 1913: Freitag abend 4.35 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Ubr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Eabbat-9(u8grtng 5,50 Uhr, Wochengottesdienst: Morgen« 6.45, abend» 7.30. WSchentl. llebersicht »erToSesfälle L d. Stadt Girtzen. 43. 'Woche. Vom 19. bis 25. Oktober 1913. Einwohnerzahl: angenommen ,u 32 400(inf(. 1600 Ptaun Militär). SterblichkeitSzisser: 14,43 nach Abz»lg von 5 Ortsfrembea: 6,42 °/M. Ri «rdsc ES starben an: Zusammem Erwachsene: int von, AlterSschiväche 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr» KO 1(1) — Gehirn» und Rücken- mark-Entzündung 2 1 — 1 Vauchsellentzündung Gallenblasen-Ent- 1(1) — — 1(1) zündung 1(1) 1(1) — Blasenkatarrh 1(1) 1(1) — — Krebs 1 1 —_ — Verunglückung______ 2(1) 2(1) — — l 1 .1 r < 0 L ti h n V d f< n flc fu M b- d. E fl' 0' di di ni R .m ti 2 Uh in sic, re «k dc tx Mit bcr CviefamtauilQfle beuliaer ?hlau*»bohandlnng I ist für Jeden Alter und Geschlecht gleich vorzüglich I geeignet. Sie ist die einzige Methode, welche das All-1 gemeinbefinden bessert, die Kräfte vermehrt und dabei I zu gleicher Zeit da« Fett beHcitlgt. Meine Behänd-1 hing ist von Medizinern anerkannt und gutgeheissen | und wird von tausenden, einst fetten Leuten, die jetzt alle durch ihre Anwendung im Aussehen und Befinden! um Jahre verjüngt sind, als der Gipfel der Vollkommenheit gepriesen. 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