. 50 Erscheint ISgllch mV Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener §amtlienbläver" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- sragen" erscheinen monatlich zweimal. Drittes Blatt 165. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Freitag, 28. Hebruar 1915 Rotationsdruck und Vertag der Br üblichen Universiräts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießern Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: eo51. Redaktion:e-«NI12. Tel.-Adr.: AnzeigerGiegen. Mb. Deutscher Reichstag. 121. Sitzung, Donnerstag, den 27. Februar. Am Tische des Bundesrates: v. Breitenbach. Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. Der Etat der Neichseiseubahueu. Abg. Fuchs (Soz.): Reichseisenbahnen zeigen einen steigenden Ueberschuß' !um Leit infolge der günstigen Konjunktur. Er ist aber auch erausgewirtichaftet durch eine Sparpolitik, die auf die unteren Beamten und Arbeiter drückt. Die berechtigten Verkehrswünsche der Bevölkerung werden nicht berücksichtigt. Der Wagenpark mutz unbedingt vergrößert werden, damit der ewige Wagen - mangel aufhört. Tie Verwaltung würdigt die direkten Wünsche der Beamten und Arbeiter nicht einmal einer Antwort. Die Arbeiter können mit den gezahlten Löhnen nicht aus-- iommen und müssen Schulden machen. Dabei hat sich die Ver- Maltung trotz des Verlangens der Arbeiter von der Akkordarbeit rucht emanzipiert. Die Reichseiscnbahnen kennen eine Arbeitszeit bis zu 14 Stunden den Tag. Ein Arbeitstag von 8 Stunden ist nur eine Ausnahme. Die badischen Eisenbahn- arbeitet sind bedeutend besser gestellt als die elsaß-lothringischen. In den Arbeiterausschüssen haben sie nichts Nennenswertes zu sagen, sind nichts mehr als Staffage. Auch bei der Versicherung geht die Verwaltung ganz unsozial vor. Mit patriotischen Reden ist da nichts geholfen. Der Erlaß, der den Ausschüssen verbietet mit einander in Verbindung zu treten, könnte ebensogut von einem untergeordneten Scharfmacher bcr- rühren, als von einem Minister. Daß Mitglieder der Ausschüsse nur vom Minister entlassen werden dürfen, will nichts sagen. Ob der Betroffene den H e n k e r s a k t der Entlassung vom Wortführer, Generaldirektor oder Minister unterschrieben erhält, ist ihm sehr gleichgültig. Gegen das Koalitionsrecht der Arbeiter wird eine Politik der Schikanierung angewandt; vor dem Leipziger Aerzteverband beugt sich die Regierung. Freilich, das ist ein mächtiger Verband, der nach dem Minister nichts zu fragen hat. Das Sh st em Brcitenbach muß immer stärkeren Widerspruch Hervorrufen und die Arbeiter mit einem glühenden Haffe erfüllen. Das ist in einem .Grenz- fanhe wie Elsatz-Lothringen doppelt gefährlich. Abg. Schiffer-Borken (Zentr.): Es ist wünschenswert, daß die Verwaltung die berechtigten Dünsche der Ilnterbeamten und Arbeiter erfüllt . Der steigende Verkehr hat eine Vermehrung der Beamten nötig gemacht, trotzdem sind etatsmäßige Stellen in dem Umfange, wie es geboten wäre, nicht gesck)afsen worden. Heute müssen die Hilfsarbeiter zu lange auf Anstellung ivarten. In der B e tri ebs werk- statte Monti g nh bei Metz sind Verbesserungen nötig. Ueberhaupt soll die Frage eines Staatsarbeiterrechts auch für die Reichscisenbahnen geregelt werden. Eine Petition des Elberfelder Eisenbahner-Verbandes sollte von der Regierung in Erwä- grmg gezogen werden, zusammen mit der beiliegenden Denkschrift. Für diesen Fall erschien eine ausdrückliche Resolution, die ein Staatsarbeiterrecht fordert, zurzeit überflüssig. So viel bleibt aber richtig, daß die jetzigen Verhältniffe unhaltbar sind. Jetzt sind die Arbeiter allein vom Wohlwollen der Behörde abhängig. Das kühlt sich auf dem Wege nach unten erheblich ab. Schließlich wäre die Errichtung paritätischer Staats- Larifcinheit und fast völlig uberelnstlmmen hätten viele aralcn Klassen. Wenn der Vorredner mcmtz wir hatten viere Maslandstarise im Verkehr von Aorden Tarifs iueil ° rse Tatsachi einem hervorragenden In eresse de^ Tarif^weil sth dadurch eine Anpassung an d e k-w fl 9. automa - v-rbiadung »möglichen laß'. Mü d '8 toir un8 h»ü. ^Tas beweist am besten cm BergU^ etdo tillstatistik, die ein relativ glanzendiv Bst bie aut03 W der Eisenbahnen in den ^„geführt ist. Ein der- Datische Sicherung in sehr hohem Maße e 0 1 ).£ * , «tiger Vergleich ergibt, daß wir einen ganz a u tzerossen , P ch e n Vor £p_r ung besitzen. Die Einführung automatischer Sicherungen macht den Lokomotivführer ganz unwillkürlich sorgloser. Das können wir aber erst verantworten, wenn wir festgestellt haben, daß ein Versagen der automatischen Sicherung ausgeschlossen sei. Diese Gewißheit aber bietet bis jetzt noch kein System. Gegenüber dem Wunsch nach Vermehrung der etatsmäßigen Stellen mochte ich darauf Hinweisen, daß der Reichstag selbst bei Verabschiedung der Besoldungsreform int Jahre 1909 den Wunsch geäußert hat, mit der Vermehrung der ctatsmäßigen Stellen recht vorsichtig jzu sein. Natürlich muß die Zahl der etatsmäßigen Stellen dem vorhandenen Bedürfnis angepaßt werden. Ich kann nicht aner- Icnnen, daß die Stellung der Eisenbahnarbeitersch>stt eine unbefriedigende sei. Die Arbeiter, die sich unseren grundlegenden Bestimmungen fügen, haben nahezu die Sicherheit, daß sie nicht entlassen werden, und daß beim Herabgehen der Konjunktur auch keine Lohnkürzung eintritt. Die länger als zehn Jahre dienenden Arbeiter fürfen sogar nur auf Grund der Entscheidung einer Generaldirektion entlassen werden. Ich kann auch nicht anerkennen, daß ^ie Bewegungsfreiheit ber Arbeit hinsichtlich ihres Vere,nigui' echtes wesentlich be=i schränkt wird. Selbstverständlich haben 1 c Arbeiter D i - s z i p I i n zu wahren und sclbstvcrst stich können sie kein Streikrecht beanspruchen. Abgesehe: von diesen natürlichen Beschränkungen, die jebem Arbeiter bei der Einstellung bekannt- gegeben werden, haben die Eisenbahnarbe^er dieselbe Bewegungs-. freiheit, wie alle anderen Arbeiter. Abg. Fuchs behauptete, die Verwaltung der Reichseisenbahnen trage aus fiskalischen Gründen den berechtigten Verkehrswünschen nicht Rechnung. Diese Behauptung ist nicht zu beweisen. Ebenso unberechtigt ist die Behauptung, daß der Wagenpark nicht genüge. Im vergangenen Herbst, als der Wagenmangel auf der preußischen Eisenbahn sich so unangenehm fühlbar machte, da haben wir bei den Reichseisenbahnen in den kritischen Monaten Oktober und November 10 bis 12 Prozent mehr an Wagen gestellt, als zu derselben Zeit im Vorjahre. Es ist auch eine ganz unberechtigte Uebertreibung, wenn Abg. Fuchs von einem Hungerdasein der Reich seisenbahn- arbeiter spricht. Ich vermisse in seinen Darlegungen jede Würdigung dessen, was die Reichseisenbahnverwaltung in den letzten Jahren für ihre Arbeiter getan hat. Seit 1908 sind diesen Arbeitern Lohnerhöhungen um 22 Prozent gewährt worden. (Hört! Hört! rechts.) Deshalb möchte ich auch davor warnen, dem sozialdemokratischen Antrag zuzustimmen, der eine weitere beträchtliche Erhöhung der Löhne fordert. Die jetzt von uns gezahlten Löhne stehen durchaus im Einklang mit den Löhnen, die von der elsaß-lothringischen Privatindustrie gezahlt werden. Die Forderungen, die der Abg. Fuchs hier als Forderungen der Hauptwerkstättenarbeiter vorbrachte, sind großenteils von den Arbeiterausschüssen längst zurückgezogen worden. (Hört! Hört! rechts.) Wenn die Ausschussmitglieder wirklich schikaniert würden, so würde ich das entschieden mißbilligen. Diese Beschwerden treffen aber gar nicht zu, sie entspringen nur der Tendenz, eine unserer hervorragendsten Wohlfahrtseinrichtungen herabzusetzen. Selbstverständlich müssen wir die Forderung ablehnen, daß ein Arbeiterausschußmitglied während des Dienstes mit der gesamten Arbeiterschaft in Verbindung treten kann. Dabei wäre ein geordneter Dienstbetrieb gar nicht möglich. (Sehr richtig! rechts.) Die Angriffe des Abg. Fuchs sind durchaus unberechtigt, und es zeigt sich in ihnen deutlich die Absicht, unsere für die Arbeiter so nützlicher; .Einrichtungen zu diskreditieren. (Beifall rechts.) Abg. Röser (23t).):' Dem Antrag der Budgetkommission auf Schaffung bet nötigen Zahl von neuen Assistenten st eilen und auf Gewährung von Freifahrscheinen auf den Reichseisenbahnen für die Mitglieder des elsaß-lothringischen Landtages stimmen wir zu. Der Redner trägt bann zahlreiche Wünsche verschiedener Beamten- und Arbeiterkategorien vor. Sie wollen zwei bis drei freie Sonntage im Monat, beschränkte freie Aerztewahl, Ausgestaltung der Arbeiterausschüsse und Sicherung ihrer Mitglieder. Die gebo reuen Elsaß-Lothringer müssen mehr in die höheren Stellen aufrücken können. Abg. Windeck (Lothringer) wünscht bessere Verbindungen zwischen Lothringen und der Pfalz. Tie Beamtengehälter müßten erhöht werden, da in einem Grenzlande alle Lebensverhältnisse teurer seien. Abg. Dr. Werner-Gießen (Wirtsch. 33g.)' Die Fürsorge für Unterbeamte und Arbeiter ist durchaus berechtigt. Es sollte ihnen übrigens auch nach Möglichkeit die Militärdienstzeit angerechnet werden, sobald sie sich dazu melden. Eine der Fragen, die der Regelung bedarf, ist die des Nachtdienstes. Daß die Angestellten eine Besserung der Gehaltsverhältnisse wünschen, ist kein Wunder. Wie die Dinge liegen, können wir augenblicklich an eine Aenderung der Besoldungsordnung nicht denken. Einer der wesentlichsten Punkte ist die reichsgesetzliche Regelung der Ruhezeitz Wohl liegen hier viele Schwierigkeiten vor, aber wenn uns ihre Notwendigkeit nachgewiesen wird, loerdest wir uns einer Aenderung nicht verschließen können. Die Beamten werden im Verhältnis zu ihrer Tätigkeit nicht ausreichend bezahlt. Die Beförderungsverhältnisse sind ungünstig. Es sollte möglich sein, in höhere Klassen aufzurücken. Auch für die Arbeiter wünschen wir eine größere Freiheit. Weshalb soll ein Arbeiter, der 25 Jahre alt ist, nicht in die Arbeiterausschüsse gewählt werden können? Die ablehnende Haltung der Verwaltung ist nicht recht verständlich. Die Aufsicht über die Ausschüsse erscheint doch ein wenig zu streng, es könnte hier etwas mehr Freiheit gelassen werden. Diese Dinge können wohl einer kräftigen Regelung unterzogen werden. Für die 4. Klasse wären mehr Sitzgelegenheiten nötig. Gegen die Plakatreklame und Bahnhofsreklame tu den Bahuhofsräumen muß ich inrch Ivie im vergangenen Jahre ganz entschieden aussprechen. Es gibt da ein Vorbild in Dänemark, das sehr gut mit diesem Unfug fertig geworden ist. Abg. Telsor (Elsässer) wünscht die Anlegung zweiter Gieise im Breuschtal im Interesse der Beschleunigung des Verkehrs sowie den Ausbau von Quer- bahnen; wenn man so große Mittel für strategische Bahnen auf- wenden kann, muß man auch etwas für daS platte Land tun. Eisenbahnminister b. Breitenbach 1 weist auf die finanziellen Folgen der Erfüllung der Wünsche des Vorrebners hin. Die Ka s s e n a r z t f r a g e hat die Verwaltung einseitig nach dem Gesichtspunkt entscheiden müssen, daß die Beamten möglichst bald behandelt werden können; das erfordert das Interesse des Tienstes. Abg. Werner-Hers^eld (Rfpt.)ä trägt Deamtenwünsche vor. DaS Haus vertagt sich. Freitag 1 Uhr: Weiterberatung, MarineetaH Schluß .6^4 Uhr. im -ng; ~ je . Allend 0 rf a. d. L. Jahre 1913 eingestellten Mttel einstimmig bewilligt. Ziffer 6, Jiistizrat. Hirschhorn-Gießen habe beantragt, daß st 1 als Wunsch des Kreistages ins Protokoll auf frei • Dem Beschlüsse des Kreistags sei nachgekomme i wo; dings nicht nur für den Kreis Gießen, sondern aus > der Proviirzialverwaltung für Oberhessm und > dem Provinzialtage eine Denkschrift des Provinz > die Anlage von Kleinpflaster auf ben .Hanptverst st Hessens unterbreitet worden wäre, deren Borschlä - tag einstimmig angenommen hätte. Nach diese Di innerhalb der Provinz zur Anlage von Kleinp-st genommen die St rastenstrecken, deren UMerha^ Kreistag des Kreises Giehen. (Schluß.) Bei Ziffer 5 wurden die in den Voranschlag für den Neubau einer Kreis st raße von Heuchelheim 11 a a)< „Kleinpflasteranlagen": Der Vorsitzende bemerkte, daß der Kreistag in seiner letzten Sitzung auf Anregung des Kreistagsmitgliedes Justizrat Grünewald-Gießen bescklosseir habe, Erhebungen darüber anKM stellen, ob es nicht empfehlenswert sei, auf den Kreisstraßen des Kreises Gießen nach und nach fruni Kleinpflaster üherzugehen, das in der Unterhaltung bedeutend billiger sein soll- Geh. "iv Fibcr*’ -'ineial- i 1 riilt ; i stvkss das Jahr und Kilometer 1265 Mart und mehr b-st ugr Hobe.- In der Provinz seien verhältnismäßig wenig , oewt Unterhaltung diesen Betrag übersteigt, immerhin aber genug, um den Versuch mit Kleinpflaster zu machen. In der Provinz kämm 40 Kilometer freie Strecke und rund _(> Kilometer Ortsdurchfahrt in Betracht. Auf den Kreis Gießen entfielen die Strecken. Hungen—Inheiden (2 Km.), Gießen—Rod heim 1,150 Km.), Lich—Eberstadt (1,600 Km.) und Gießen—Steinbach (1,500 Km.). Die jährlichen Unterhältungskosten dieser Strecken Härten seither pro Jahr und Sttfom. betragen 1712, 1550, 1580 und 1500 Mk. Für diese Straßenstrecke gestalte sich die Anlage von Kleinpflaster drlrchans' rentabel. Die Provinz sei bereit, die für die Kleinpflasteranlagen! erforderlichen Gelder den Kreisen durch Kapitalaufnahme zur Verfügung zu stellen und die Anleihe zu verzinsen und zu tilgen. Die Streife hätten nur den auf sie entfallenden Anteil, d. i. bic Hälfte der für Verzinsung imd Tilgung erwachsenden Beträgen der Provinz zurückzuerstatten. Da 1914 innerhalb des Kreises! Gießen die Strecken Hungen—Inheiden (2 Km.) und Gießen—• Rodheim (1,150 Shn.) mit Kleinpflaster angelegt »verden sollten^ würde dem Kreise von 1914 ab ein Köstenauswand für Verzinsung und Tilgung von jährlich 3290 Mark erwackffen. Man müsse, jetzt schon beschließen, daß der Einstellung dieses Betrags erstmalig in Voranschlag für 1914 keine Bedenken entgegenstüuden, weil zeitig die Beschaffung guten und billigen Materials erniög*1 licht werden müßte. Sollten sich wider Erwarten Schwrerigkeiten mit der Verwaltung der Biebertalbahn ergeben, so daß für 1914 eine Pflasterung der Strecke Gießen—Rodheim noch nicht möglich wäre, so könnte das für diese Strecke rechtzeitig beschaffte Material: zur Pflasterung der Strecke Gießen—Steinbach verwendet toerben. Kreistagsmitglied Winn - Gießen beklagte sich über die schlechten Zustände auf der Bieber t al ba hu und bat der der Aufsichtsbehörde, darauf hinzmvirlen, daß endlich einmal bessere Verhältnisse auf der Bahn geschaffen und daß insbesondere für- bessere Betriebssicherheit gesorgt würbe. Wenn in 1914 cind Pflasterung der Strecke nach Rodheim wegen etwaiger ^chwrerig- feiten, die aus dem Bahichetrieb entstünden, noch nicht möglich sein sollte, bitte er statt dieser Strecke die Frankfurter Straße (Gießen—Klein-Lindens mit Kleinpflaster zu versehen, da es auf, dieser Straße viel nötiger sei als auf der Steinbacher Straße. Kreistagsmitglied Oberbürgermeister Mecum-Gießen bemerkte: die fortlvährenden Verkehrsstöruiegen und Unglücksfälle durch die Bibertalbahn hätten ihm Veranlassung gegeben, bet der Aufsichtsbehörde der Balm, als bie das Ministerium der Frnanzm, Abteilung für Finanz wirtschaft und Eisenbahnwesen, in betracht komme, Beschwerde zu verfolgen. Eineit Erfolg habe seine Be- schtverde jedoch nicht gehabt. Die Verwaltung der Bahn habe alles- in Abrede gestellt und gesagt, es sei alles in Ordnung. _ Für die Aufsichtsbehörde wäre damit die Sache erledigt gewesen. Dck diese Frage nun aber hier in der Oeffentlichkeit von neuem angeschnitten Ivorden sei, bitte er die Provinzial- und Kreisverwaltung, auch ihrerseits Beschwerde über die schlechten Verhältnisse auf der Biebertalbahn zu führen. , Krnstagsmitglied Justizrat Grünewald- Giessen schloß tun- diesen Mssührungeu an. Er halte es für lvünschenswert, daß die Verwaltungsbehörde Erhebungen über die durch den Bahnbetrieb vorgekommenen Unglücksfälle anstelle uitb der Aufsichtsbehörde bann Vorlage mäche, damit diese Abhilfe veranlasse. Die ganze Bahnanlage und der gesamte Bahnbetrieb befände sich tn rin cm Zustande, der unbedingt Verbesserung erheische. Sei es doch schon vorgekomMen, daß Lokomotivführer sich geweigert hätten, Lokomotiven zu fahren, weil sie in zu schlechtem Zustande seien. Nack feiner Ansicht könne sich die Bahnverwaltung der Pflasterung der Straße nicht widersetzen. Wenn Aenderungen des Straßenkörpers für notwendig befunden würden, so müsse die Bahnver- waltunng dies sich ohne irgendwelchen Anspruch an die Straßenverwaltung gefallen lassen und die dadurch bedingten Kosten der Aenderung der Bahnanlagen selbst tragen. Auch das Kreistagsmitglied Bürgermeister Kreiling- Heuchelheim führte Beschwerde über die schlechten Zustände auf Der Vorsitzende erklärte, daß vielfach die irrige Ansicht iM Publikum bestehe, das Kreisamt oder die Provinzialdirektion habe Aussicktsbefllgnisi'e über die Bahn. Irgendwelche Möglichkeiten, auf die Verwaltung der Biebertalbahn in dem von den Vorrednern gewünschten Sinne einzuwirken, stünden den von ihm vertretenen Behörden aber nicht zu. Wenn ihm aber, wie z. B. aus Zeittrngsnotizen, von angeblicheir Mißständen in dem Bahnbetriebe Kenntnis würde, nehme er Veranlassung, der Aufsichtsbehörde entspreck^ende Vorlage zu machen, ör habe dies erst kürzlich wieder getan, indem er ihr eine an seine Adresse gerichtete Eingabe der Großh. HandelskMnMer Gießen mitgeteilt habe. Was^ den Antrag des Kreistagsmitgliedes BammternehMer Wimr axv=\ lange, statt der Straße nach Steinbach eintretenden Falles die Frankfurter Straße zu pflastern, so bitte er hiervon abzusehen ' da zurzeit Verhandlungen mit der Stadt Gießen im, Gange seien, die auf die Uebemahme desjenigen Teils der Frankfurter Straße in Eigentum und Unterhaltung der Stadt Gießen abzielten, der noch nicht in Eigentum der Stadt Gießen stehe (des Teiles von der pshchiatrischeir Klinik bis zur Bahnunterführung bei Klein- Linden). Kreistagsmitglied Geh. Jüstizrat Hirschhorn- Gießen erklärte, daß er es ebenfalls für wünschenswert halte, dass an der ursprünglich geplanten Reihenfolge, in der die einzelnen Straßen- strecken mit Kleinpflaster versehen werden sollten, festgehalten werde. Im übrigen fei auch er der Ansicht, daß durch die BiebertalbahM keine Schwierigkeiten bei Ausführung der Kleinpflasteranlage bereitet werden könnten. Kreist«gsmitgliiä) Oberbürgermeister Mecum- Gießen machte. Mitteilung von den guten Erfahrungen der Stadt Gießen mit ihren Kckeinpflasteraülagen. Die Vorlage an den ‘31001 n?rmLtaff- über die Kleinpflasteranlagen sei finarrzieU einwandfrer und ge-s bat «9 d,r n CM SBii Vl,nq Dlk , 3M27;’, 24tb'it bei i nÄ und Achte evangelische Lanöessqnode. rm. Darmstadt, 25. Febr. Die 8. ordentliche evar- gelischeLandessyn v de begann ihre Beratung unter Leitung ihres Präsidenten, Professor 2t. D. Stamm- Gießen. Des (J5cbrt sprach Pfarrer Strack- Birkenau. Zu Ehren der v»> torbenen Mitglieder, Pfarrer,Lü hl und Justizrat 2t. Luciul, denen der Vorsitzende einen warmen Nachruf widmet, erhebt ü die Versammlung von den Sitzen. Als Ersatz für die Verstorbene' wurden Dr. Ttttmann und Landgerichtsdirektor Obenaiiei An it I Heute möchte Mden, reden. -J k deiligkeit cur Kon läge geht I tretet in das heticncn ein, uni ritfr daran, es t M es zu tun, iMigem berzen -meutrt. 'Xbcr ;n euch gerichtete, | >ll willig und f ;etrcu bei dem, eilen Pflichten, d Üe Belt von cu i npien eurer lid ! cuf gutem Weg« imgarne. Tenl liäen Liebe zur ! heitszeiteu, da t gewacht bat, da verkürzte oder des Finanzaus chusses gewählt, dessen Stellvertreter roiri) Prof. Dr. Weimrr Gießen. Hierauf iverden die Anträge D. Hermann und Waltn. i wegen der Ephiphaniakollekte beraten. 2er 9faitrag Hcrmairr I bezweckt, die Zuwendung der Kollekte an eine Missionsaesellsch-s: / in Zukunft in jedem zweiten Jahre den Kirckenvorstäi^cu iri gebenden Gemeinden M überlassen. 2er, Antrag SBaftet jm:1. eine zweite, jährliche Landestirchenkollekle für bic Heiommistst^ | 2er 2. Ausschuß stimmt unter gewissen Einschränkungen füi 1 den Antrag Walter. Es entsteht eine längere 'Aussprache, an dcn | sich das Oberkonsistorium mit einem Antrag Etzer eiiwerslandek erklärt, durch den die Kirchengemeindcn allgemein, zur 'Erhebrnic 1 und Verwendung der Kollekte nach ihrem Ermessen ermichtir werden. In der Besprechung werden von verschiedenen SyM i baten die Verdienste der Baseler Missionsgesell schäft hert>ortr I ausgabc eines Gesangbuches vorzubereiten, das, durch bessere ■ Papier, schöneren Druck und Bildschmuck den gefteigerten äflbc ■ tischen Ansprüchen genügt und die Freude am Gesangbuch: r, 8 unserem Volke zu erhöhen geeignet ist. Für bat Soiwerausichu j berichtet Pfarrer Widmann- Darmstadt. Von bat 12 M U gelegten Grundsätzen lautet der erste, das Hauptgewicht ^fei c-' gutes Papier und guten Truck zu legen, und künstlerischer ^chmt. ist in beschränktem Maße anzubringen. Es anpfiehlt sich, iwei ucr Inhalt und Druckausstattung völltg miteinander übe r einftinnncö Ausgaben herzustellen, eine sog. Schulausgabe mit buligerra Papier und eine Geschenkausgabe mit gutem, dünnem Pav« Mit der künstlerischen Ausstattung soll Kunstmaler Gengnac4 Darmstadt beauftragt tverden. Ter Ausschuß beantragt btc ^drr fung des neuen Gesangbuchs nach diesen Grundsätzen zu beroa? stelligen. Prälat Dr. Fl ö r i ng erkennt die Leisdingen »» : Sonderausschusses an, kann aber den Vorschlag, die Gesam«»» gäbe, einschließlich bat Luxusausgaben des Buches in eigne zu übernehmen, nicht empfehlat. Sylt. D. Schlosse r b^n^ ebenfalls die 9lrbdtcu und Anregungen des Sonderausschuß» doch würde er es gerne sehen, wenn durch Weglan'eu 0%.ir:e gebrauchter Lieder der Umfang und damit der Preis des Gaar-Y buches beschränkt werden könnte. Syn. Marx- Tarmstadt |W-' fest, baß das neue Buch, trotz des Notenzusatzes handlicher ml Eine Streichung von Liedern solle inan bei einer späteren Gestus burchsicht vornehmen. Aehnlich spricht fick Pfarrer Dr. Dit. Tarmstadt aus, der gegen die Beseitigitng von Liedertextm i |* Wiffenbaft aufgestellt. DK Rentabilität des Mernpflasters stehe I wir keine Zölle auf Futtermittel hätten. Teure Futtermittd sind «ryer Zweifel. immer noch besser als schlechte für die Landwirtschaft. Gegen KreistagsMitglied Bürgermeister Schneider-Utphe gab Schicksale kann man nicht aus der Haut fahren. Schlechte Jahre seiner Meinung dahin Ausdruck, daß für Kleinpflasteranlagen in müssen ertragen werden. Man muß sich nach den Verhältnissen ländlichen Gegenden mit starkem landwirtschaftlichen Fährverkehr rickten, wie wir das auf bem Lande auch tun. Kollege Korell die Derhältniste nicht fo günftig seien wie in Städten. Vielleicht würbe im Reichstag ein Unikum gewesen sein, wenn er hinein- «mpfelste es fick, zunächst nur eine Lktlage zur Probe zu machen gekommen wäre. Wir begrüßen es ja, wenn uns Hilfe versprockcn Er schlage hierfür bte viel befahrene StrÄke Trais-Horloff—Utphe wirb, hoffen aber, wenn ben Worten auch die Tat folgt. An vor. Die Straße Hungen—Inheiden habe wenig Verkehr. dem Geburtenrückgang ist das Luderleben schuld, bas besonbers in Nachdem der Vorsitzende hierauf erwidert hatte, daß! der Stabt herrscht. Hauptnahrungsmittel auf bem Lande ist das genügenbe Erfahrungen über die Vorteile des Kleinpflasters vor- Brot, nickt das Fleisch. lagen und deshalb unbedenklich an seine Ausführung herangetreten Er beklagt sich über Umständlichkeiten in der Geschäftsführung werden könne, wurde der Antrag des Zkreisausschusses bezüglich der Kreisämter und Bauverwaltung. 'Er fuhrt einige Beispiele bet Anlage von Kleinpflaster von dem Kreistag einstimmig an- hierfür an. genommen. Ministerialrat Kratz geht auf einige Beschwerden des Vor- Rubrik X Landwirtschaft, Handel und Ge- redncrs ein. Tie bestehenden Bestimmungen müssen befolgt wer- werbe"- Zu Ziffer 1, Sammelwasenmeisterei, führte den. Er verliest Mitteilungen über Feldwegabfahrten der Krets- Kreistags'mitglied Bürgermeister Benner-Treis a. d. Lda. Be- banbehorben von Frtebberg unb Gtetzen. Danach erscheint es schwerbe, baß es mitunter 3 Tage bauere, bis gefallenes Vieh notn^nbig. Mit allem Nachdruck leitend ber Behorben vorzugehen, von ber Abdeckerei abgeholt würbe. L, Mmisterialrat H o l z i n g e r lehnt es ab, bie Zuckst ber Regierungsrat Welcker bat, berartige Falle alsbalb bem ichwarz-blanen Kühe zu forbetn. Kreisamte mitzuteilen, bamit dieses Abhilfe veranlaßen könne. Abg Bach (Ntl.): Ein Lehrer kann unter Umstanden nicht Zu Ziffer 3, Förderung der Anlage von Vogel- nur das Recht, sondern auch die Pflicht haben, in einer 105ml- Icku tza ebölz en ' demokratischen Versammlung zwecks Aufklärung Vorträge zu halten. 1 Der Vor sitzende bemerkte, daß für diesen Zweck 300 Mk. Aber das darf nur in Ausnahmefällen geschehen. Etwas anderes neu in den Voranschlag eingestellt worden seien, um durch Ge° ist es, wenn es sich um einen Bildungsverein lwndelt. Ich bin Währung von ZusckMen aus diesem Betrag in Höhe von 50 Mk. dariim mit den Hnren Dr. Winkler und Dr. Schmitt nicht ganz in einzelnen Fällen die Gemeinden zu ermuntern, an die Frage ber emderstauben. Ich halte es nicht für richtig, baß Eltern unb Herstellung von Vogelsämtzgehölzen werktätig heranzutreten. Auch Lehrer 1 ich mit Mißtrauen an,ehen. Umgekehrt barf auch ber £ mit ber Anlage von Vogelschutzgehölzen be- Lehrer nicht gegen bie Eltern ein Mißtrauen haben, weil sie chst an der Straße nach Lang-Göns ein solches Sozialdemokraten sind. Es muß dem Takt des Lehrers überlassen werden, das Richtige zu treffen. Es gibt einen Bildungshunger nnfnfichpr Oberbürgermeister Mecum-Gießen !m Volke. In Orten, wo Industrie ist, soll der Lehrer versuchen, ' üSeron^ Er- m Arbeiterversammli.ngen zu sprechen, um die Eltern zum Rachlin Gießen mit ber &rSme von Vogelschutz- ^"ken anzuregen. Verallgemeinern bürfe man tiefe Sache nicht. , , worben stnen urck e^pfahlen^ bie ber Lehrer soll möglichst lange an einem Ort bleiben, er soll ? ur Nackwlmrung in den Gemeinden, insbesondere auch spater seinen Einfluß behalten. Er soll an Freud und Leid . . u ?aö Insekten- dos Volkes teilnehmen. Tas darf mcktaflein für. agrarische , j.-,r die Landwirt ckaft Prtc gelten, auch für bie, wo Sozialdemokraten ntzen. Wir Lung der folgenden Rubriken imitbe hierauf k nnen nur konkurrenzfäkng bleiben wenn wir Qualitätsarbeiter ür 1913 cmtacbciüen unb bie Einnahmen und erziehen. Deshalb muß lebe Veranstaltung mit Freuden begruyt A-, - , d^n ÄeTiihen "und Ge- werde» die den Zn^k hat, dieses Ziel zu erreichen. Bilt.lNgskurse inucrungen zu eryebmdm .Kreiskassebeiträge auf 401102 Mk. auf ollen auchan den Orten abgehalten werden, wo Sozialdemokraten VLHrnrt nnn^724 919 59 Mk feftacftellt slud. (Sehr richtig!) Auch sonst werden m von Amts wegen Vor- Antrag auf Errichtun einer allgemeinen Aste der Gewerkschaften gehalten unb Herr von Hombergs hat als Orts kr a n ken kas^/e u nb e 1^0^ ^Landkrankenkasse ^ovlnzialbirektor m Mainz es ^ugelass^, babbei-artige.Vor- sür ben Kreis Gießen: hiermit in Serbinbunn: trage gehalten werben. Auch btc Iuaenbpflege fofi bazu bestimmt Best e l l u n g ein er Ä r e i skommission zur weiteren st'n ble ganze Juaend beranzuziehen aiich die, bereu Väter A Hroa ber aesetzlichen Aufgaben. Er- Sozialbemokraten seien. Gegenüber bem Ausspruch, ber von hoher n 1t 1, n a o n »i er 9?o wrn i f f iTn S mi 10 ?i e bern. Die Stelle fallen ist. die Lehrer hätten in dieser Beziehung versagt, »NN hrnt Kreismissckuß öestellten Einträge 1 der Kreistag wolle 'o muß ick konstatieren, daß bei einer Versammlung „Jung- X KrSSS? Ä 9 und deutschland" 3/ Lehrer gewesen sind. Daß man zu der.Tnrn- einer Laiidkrankenkasse für den Landkreis Gieße,l beschließen, halle^ersammluna Mick Soz.ial^^^^ Hot, ist nicht 2. der Kreistag wolle eine Kommission von fünf Mitgliedern zur . ken insonmert werden. Wenn meiteren Durckführuna der ihm gefetzlick obliegenden Aufgaben, aefarbte Benckte in der Preße standen, so will man nur den SS? inSnbac der Errichtung der Satzungen und der. Vor- Erdrück verwischen. (Zuruf: Nattoualliberale Blätter?) Tonn standswahlcii der Landkrankenkaffe^ gemöiß Artikel 31 Ziffer 9 QC^tnierc 0 nt$^r‘ will nicht, daß sich ber ber Kreis- und Provinzialordnung bilben, würbe von dem Kreis- Lehrer polittsch betahge. 2a§ ist heute nicht Mehr zeitgemäß, unter 51? bild?>w'^KDmMflswn'^d^ bS^K?e?srat^ode? Geheimrat Süf sert: Die Sckulverfügung ist von sämt- sdn Stellvertreter ohne weiteres anzugehören hat, gewählt Kreis- liehen Herren der Schulabteilung unterschrieben. Wenn ich scharf -tagsmitglftb^ Bürgnmeister Törmer, Lick, Kreistagsmitglieb Alt- aewewn war gegenüber bem Abg Korell-Jngelheim, so ist bas bürqern?eister Gilbert, Grüningeii, Kreistagsmitglieb Bürgermeister a»s^ben N^bm zu erklären. Ick bitte c§ nur zu überlassen, Kreiling, Heuck-elheim, Kreistagsmitglieb Bürgermeister Schwalb, wenn 'ck das Wort ergreife. In der Lehrerfrage hat,die Regierung Grottcn-Buseä I deveits ihre Erklärung abgegeben. Abg. Korell hat zwei schwere , n ©rPiaftifÄfcbu» icd auf ^enebmi« gegen uns erhoben: wir hätten Heimlichkeiten ge- tierärztliche Unter- Kleben und bic Regierung hätte nicht die notwendige Achtung Ä^ba chtSnalVcVietm716T?s ^^dÄsmitgßedmn im wirb,^wir seie^"ä^stlich. ^Daß^ich ^Furcht^ha^-,T ffintimitfc iuMangenc CtcUfÜnt wurde °°n bem Kreistag «in- "«S. bäfeX sttmMig genehmigt , _ .. . a ober der andere dieser Bewegung im Innern nahe steht. Man 5. Ersa tz wa hl zu m Krei Sa uS\ chu ß fu r das ver mu^ ben Schein vermeiden, wenn man Beamter ist. Die Ver- storbene Krer saus s c^u ß^tglied Gern ustizt in ber Turnhalle wäre besser unterblieben. Sic haben Dv. S ch äf er - G leßen. WaWe enMiiMMg dadurch bensenigen erschwert, bie sonst gerne für sic einae- den Großh. Landgerichtsrat Wimm^icßen^m o^tliämi trcten roären Die Gewerkschaften sind nicht harmlos (Nicht gliebe bes Krcisausichuises für ben Rest richtig, bei den SozI Genau dasselbe ist es mit ber Jugcnb- ftorbCTum Mitgliedes Geh Iustizrat ^r. Schafer-GiCMN. pflege. Was Herr Bach sagte, daß ben Lehrern bic Beteiligung 6. Wahl zweier ^^tglieber unb zw f tz sein müßte, ist nicht nchtig. Die Regierung ist ver- Manner zur .^Euosscnschaftsversammlugpflichtet, dafür zu sorgen, baß keine Begriffsverwirrung besteht, land- unb forstwirtschaftlichen ^r»fS gen0 f sen- ^ravo rechts unb Zisckm links.) schäft. Dl^erPunkt jicl -ba bw Wahl ^nmehr durch Singer (Ztt.) macht kurze Ausführungen, die auf die BczirkSausfchüife der Landwirt,c^std.ckammer vorzunehmen ich I ber Tribüne wegeii Unruhe unverständlich sind. a»er "•Tn«10Vpt njäbltc^burd) i^ud Abg. Reh (ft. Vv.) verteidigt seinen Kollegen Korell, der 1V 1I1Q fol^be der- niÄt ini Dause ist. Wir billigen ben Stanbvunkt bet Regieruna ruf für dle tis Ende 1919 dauernde Mchlzett, w mnde^ Per nichtz Das Verbot ist ein Eingriff in das Recht der Beamten wneu: Rmttier Helfrich, Gicßcm . .Jimtncr Älan^oncRen, Adelung (Soz) wendet sich in längeren Aussührun- 3. Stadtverordneter ^ENl, ^^f» ' ßiinn7ihnffer Hok-Graß gegen die Rebe des Abg. Schmitt von gestern. Er geht BöroSmiÄm'Holler Ober- dann nochmals auf bie Bestattungs- unb Schulsrage ein. Die 6 Pachter Kammer, Bellersheim, . Bi gern O , Regierung unterstütze dnrck ihre engherzigen Maßnahmen nur Hörgern. P*0 Bestrebungen ber Sozialbcmokrattc. 8. Anträge und M i t t c 11 ult g c n. Aus Antrag des ^roßh. I wird bann eine Pause von 25 Minuten gemacht. Kreisbauinspettors genehmigte ber,5trcistag,,a)'ben Vettäufbcs ^lbg. Winkler .'Ntl.X Der .Abg. KoreN-Jngekbeim bem Kreise Gießen nehörenben ^teinbruchgelanbes m ^warkung nCq'fairßt/ mich mit einer Hanbbewcgung abzutun. Es scheint Geilshausen Flur lll Nr. 449, ^5/W an ,Konrad Hllberg zu I bcm Boykott ein System zu Grunbc zu liegen. Zu welchen Kon- Geilshauseu zum Prcc von 1692^50 .Ucf, b) bic ro)te, l le fP(nieniCn fann dieser Modus führen? Sic müßten ja auch den Übertragung des Eigentmns des durch Verlegung der Kchcisstrach I SqqI verlaßen, wenn ich überhaupt erscheine.. von Queckborn nach Ettmgshauien bei ^.ueckborn 1 - Der Redner beschäftigt sich einaebenb mit ben Ausführungen geworbenen Stram.iigelandes an die ^^ude ^ueck- Mg. KoreU-Ingelheirn. Insbesondere krittsiert er die Wandborn, c) bie Uebernähme ber Verdindungsltratzc „ijaurcT—----- -- - Hohe Straße" in Unterhaltung des Kreises und der .Pvomnzl unter der Bedingung, baß 1. bic FaMmhn profil recht migedeckt intb gewalzt wirb, 2. Bankette unb Gräben orbnungsmaßig her- gestellt werben, 3. bic Strecke kilometriert unb mit Wegweisern versehen wirb, 1. bas Aussteinen unb Uebcrschreiben bes Geländes veranlaßt wirb, 5. bic Ausführung bicfcr Arbeiten auf Kosten ber Gemeinbc Lauter burck den Kreis errolgt. Kreistagsmitglieb, Bürgermeister ^chneider-Utphe UeUtc bic Anfrage, ob cs' nickt möglich sei, bic Straße Utpk^—Unter- Wibdersheirn, die bic beiden beteiligten Gemernbcn auf ihre SMtcn hergestellt und ckiaiissiert hätten, als Krcissttaße in Unteryaltung des Kreises und ber Provinz zu übnnchmen. Der V 0 r s i tz e n b e erwiderte, bas; er int Laufe des Jahres die Verhältnisse durch die Banbehörde untersuchen laßen wolle, um festzuställeu, was in der Sache zu machen sei. »,il 6«' d- I di-« L.‘ $ IMJ gnötnir' L j‘tl ,n oef)tpl< V Ssrundlöve p ^Lchterst MSn Wünlck^ \*L genirfiiditig1 fflK ®‘™b, P’nn Äch- Sd , Kinken vor. ’^Äidite, den Ä Ander bi bis zur ui : t, Jüchproven, Wissen laßen ui Ohe«. , 2er Ponitzenc -tiAfcrg crläuter *n, b’ibd durfl «promiße «ultal recht anichau vielem Nachben rie Verhaublu Professor' Doktor Baum Kolberßer Anstalten für ExtoriKaltur, Ostseebad üvIderA. Grade als er sich erklären wollte J» (MK cs war beim Dollarprinzesfiuen Walzer — uberkani mich ein V Huitenaniall; wir muhten auösetzen u. der ailnfttae Auaenblick 552! mar vervani. Wer mein mann er null svrechen wird. —„Das «taby-Wäsche b=i A. Salomon & Cie. «; den Inhaber der Wach- und Schließgesellfchaft Währung. — Ta§ Besitztum deS (Seb. JuliizratS Profesior Dr. Arthur Schmidt, Lonystraße 18, ging für 40 000 Mk. an Professor Oberlehrer Dr. Trapp über. Blendend weisse Zahne GericH^faal. 200 000 Mark unterschlagen. 0 Düsseldorf, 25. Febr. Bei der groben Düsseldorfer Bank- und Weinfirma Gebriider Stein, einem Millionenunter' nehmen, dem eine große Anzahl .Hotels in verschiedenen Teilen des Deutschen Reiches, Theateretablissements und Grundstücke ge- Au» StaOt uatfc L'KnV. Gienen, 28. Februar 1913. 2ln unsere lieben Konfirmanden. ............................ Trotz des Gebrauches «Iler möglichen Mittel wur en meineZähne immer schlechter. bis Ich das Kosmodont- Systera kennen lernte, so daß mich jetzt alle Bekannten um meine tadellos weißen Zähne bcnciden.Frl.C.B Braunschweig, 24. 9. 1911. Kosmodon t-Zahncreme.: dauernd haltbar, nie ver-; härtend. Tube 60 Pfennig; und 1 Mark. Uebcr-: all zu haben »t ii m b „t,t, 26. QlM.VL Syn. ffictl fat ScbcnTat gegen die Festsetzung der Dienstreit aut mir 10 .sabre, wird aber von Oberkonsistorialrat Euler aus dir Notwendigkeit dieser Maßregel hingewiesen. Der Betrag itrifb genehmigt Hierauf wird der Entwurf einer neuen biblischen Geschichte für die evang. Schulen beraten. Der Sonderausschuß empfiehlt im Einverständnis mit dem Oberkonsiftorium die Annahme des Entnmrfes. Der Vorsitzende legte der l^hnode mit Rücksicht auf die Ächtigkeit der Vorlage eine sorgfältige, gründliche Prüfung an- Gcy. Oberkonsistorialrat Dr. Petersen behandelt die Vor- !^eschlchtc des Entiourfes, der ein Teil einer Neubearbeitung ganzen Lehrplanes für die Volksschulen sei. Er berichtet über die Grundsätze, nach denen die Ausarbeitung zustande ge- ibricht wurde. Der Bericksterstatter des Sonderausschusses, Shn. Mink, imift auf die vielen Schwierigkeiten hin, die man mit Rücksicht ms Wünsche der Lehrer zn überwinden hatte. Auch sei der Ausschuß bereit,, einigen, nach Beendigung der Beratung vor- gebrachten Wünschen nachzukommOi. Shn. Strack-Birkenau bringt eine Reihe von Beanstan bungcit vor, die besonders darin liegen, daß in dem Werk der kiHeittliche Gottesglaube, der auf der jüdischen Geschichte be- mhe, nicht f)inrcid)cnb zum Ausdruck komme, und bittet uni bereu Berücksichtigung. Auch Syn. Dr. Dickmann vermißt tüt stärkeres Glaubensbekenntnis, null aber keine Anträge stellen. Syn. Geh. Schulrat D. Stam m - Gießen bringt eine An- ^hl Bedenken vor. Er bemängelt besonders, daß man die Schöp- sragsgeschichte, den Snndenfall, die Geschichte Josefs u. a., die fir .die Kinder besonders belehrend, aufklärend und spannend mitten, bis zur Unverständlichkeit gekürzt habe. Er verliest eine sltcihe Stichproben, die die wichtigsten Punkte der Erzählungen bmuissen lassen und anders dargestellt sind, als sie geschichtlich zse-stehen. Der Vorsitzende des Sonderausschusses Syn. Dr. Eger- - Friedberg erläutert die Grundsätze, die den Ausschuß geleitet baten, dabei dürfe man nicht verkennen, daß das Werk durch s Kompromisse zustande gekommen jci. Man wollte den Kindern |eilte recht anschauliche und durchsichtige Darstellung, die nicht zu vielem Nachdenken Veranlassung geben, widmen. Die Verhandlung wird auf Donnerstag 9 Uhr. vertagt. Sw , ä wA Motöl htung. e^onij^e I I .^tSbienftWl 6e6|uierc, hä J inu. Lcinc tictefk ÄH hb* W die Billig Kleine Tageschronik. Doktor Fritz Baumgarten, Direktor des Gym- Donaueschingen und Professor an der Universität nf der erlittenen Verletzungeii. — Bei einer Aiitomobilsahrt von München nach Frankfurt a. M. verunglückte gestern int Spessart bei Rohrbrunn der Inhaber der Münchener „Otto-Flugzeug-WerkeDas Automobil überschlug sich, als cs einem Holzsuhrwerk auswetchen wollte. 011 o und seine Frau wurden schwer verletzt von Waldarbeitern unter den Trümmern des Automobils hervorgezogen. Der in New York angekommene Berliner Arzt Dr, Friedmann lehnte das Angebot eines amerikanischen Bankiers ab, der ihm sür die Verwertung seines Tuberkuloseserums eine Million M a r k geboten hatte. Et soll erklärt haben, er Jet gekommen, um zu heilen; er werde Arme umfonst bel-andclit. hören, war lange Jahre der BuchlMcr Heinrich Geb der das Jubiläum seiner 25 jährigen Tätigkeit betder Firma babunf) feierte, daß er 200 00 0 M a r-k ,u n t e rb*1j fll iu* damit nach der Türkei flüchtete. Die Ricscnunterschlagungi beschäftigte heute die hiesige Strafkammer, vor der lieh auej wj Geb wegen Beihilfe zu oerantmorten hat. In der -Verhandlung konnte dem Angeklagten seine Behauptung, er habe, alser der Scheck ausstellte, iwch nicht die Absicht gehabt, ihn zu verwenden, nicht widerlegt werden.. Infolgedessen ÄnNage wcge Betrugs und Urkundenfälschung ai,S. Der Staatsanwalt bean fragte wegen der Unterschlagung eine Gefängnisstrafe von vier Jahren sowie fünf Jahren Ehrverlust, feriier gegen die mit angenagte Ehefrau wegen Beihilfe sechs Monate Gericht herIktltätigte bei der Strafzumesiuna die Höhe der unter l'rfifagcncn Summe und verurteilte den --Angeklagten zu »wer Jahren Gefängnis, während es itch von der Sckiulo der Ehefrau I des Angeklagten nicht überzeugen konnte und daher gegen teejc auf Freisprechung erkannte______ ___ itehmer. ... , x Wettsaasen, 26. Febr. Eine eigentümliche Diebstahlsgeschichte, die sich hier zugetragen hat, macht viel von sich reden. Die Frau eines Bergmanns hatte schon öfters bemerkt, daß kleine Beträge in ihrer Kasse abhanden kamen, ohne daß sie wußte, wohin. Als ich die Frau dieser Tage nach Grünberg begab, verbarg fic| vorsichtshalber ihre Hauskasse im Betrag von 70 Mark int Bette. Bei ihrer Zurückkunft ist bas Geld fort. Die Frau machte Anzeige bei der Gendarmerie und der Wachtmeister kommt. Dabei äußert er, daß er am anderen Tage mit seinen zwei Polizeihunden wieder käme. Als am nächsten Morgen die. Fran ihre Haustüre öffnen wollte, lag ihr gestohlenes Geld davor. () Ruppertenrod, 27. Febr. Sogenannte „Kette n b r i e f e" werden den Leuten nachts unter die Haustüren geschoben. Die Briefe sind durckv-us harmlos; sie enthalten ein kurzes, einfaches Gebet und die Aufforderung, den Brief neunmal abzuschreiben und weiter an Verwandte und Bekannte zu senden, dann werde am 9. Tage der erste Empfänger Glück und Segen empfangen. Kreis Alsfeld. OK. Alsfeld, 27. Febr. Die Gastwirtschaft. „Pfefferhöhe" von Pfeffer ging zum Preise von 4000 Mark in den Besitz des Lilorfabrikanten David Adler jr., hier, über. In den Kauf sind noch sechs Mesten Land eingeschlossen. — Am 25. Februar überflog,eine Flugmaschine in der Richtung Nord -Süd unseren Kreis. Für die meisten war dies die erste Flugmaschinc, die sie sahen. In Alsfeld konnte man den Apparat nur in weiter Ferne vorbeischweben sehen. In verschiedenen Dörfern glaubte man, das Geräusch rühre von einem Automobil her. — Am Mittwoch wurde im Deutschen Haus der land wirt sch. Buchführungskursus eröffnet. Ungefähr ."0 Landwirte aus der hiesigen Gegend nehmen daran teil. Am Samstag, 1. März, hält der Leiter des Kursus, Dr. Lung! aus Darmstadt, einen Vortrag über: Aufgaben und B e d e u r u n g d e r l a n d w i r t f ch. B u ch f ü y r u n g. () N i e d "e r - G e m ü n d e n, 26. Febr. Nachdem nenn- nardrrektor i. P. Dr. Quentell vor einigen Wochen einen Experimentalvortrag über Reibungselektrizität im hiesigen Bezirkslehrerverein gehalten, sand jetzt eine Lehrprobe in der hiesigen Bolksschul-Lber- klasse statt. Der Ohmtalbezirk und die Nachbarb?zirke hatten sich eingefunden. Auch Kreisschulinspek.or Schulrat Eck nahm teil. Die Unterrichtsprobe befriedigte alle Teil- ub°n»nfLll°. Auf d« WW '^onftmttüt btt Große" bei B o ch u m geriet das Flöz „Dicke Bant wi® r and. Es ist teilweise gelungen, den Feuerherd emzumauern. Auch auf der Zeche „Thies" soll ent großer Brand wüten. -- der Zecke „Friedlicher Nachbar" zersprang der Zylmder emer ivörter. maschine. Der Maschinist wurde lebensgefährlich verletzt er hatte soviel Geistesgegenwart, die Maschine zum Stehen zu bringen, so daß schweres Unheil verhütetwurde. . * Mordtat. Ans Kufstein w.rd gemeldet. In dem Dorfe Kiefersfelden bei Rosenheim wurte, der Gastwirt Kloo von einem unbefannten Manne, der lieb m Woh Inung einschlich, durch Messerstiche getötet und ^r aubt Ter Täter flüchtete. Als, ihn drei Gendarinen zur BorzeigüNg seiner Paviere an hielten, lchost er auf ne, ohne sie »u treuen. Bei der Verfolgung verschwand der Mörder am Ul er des Inns, Man nimmt an, daß er im Inn ertrunken ist * S ck' w e r e r W a g e n u n s a l l. Aus Priebes, ö.c bruar, wird gemeldet: Dem Inspektor des^Gutes Grammom üt heute aus der Fahrt nach dem benachbarteu^Es^^^^m gegangen. Der Wagen prallte gegen einen ötem unb kppte unu Der mitfahrende Gutslehrer brach das Genick und war sofort tot. Der Inspektor erlitt ichwere innere Verletzungen und wurde nach dem Rostocker Krankenhaus gebracht. * Von der S chröder --s tran z- Er Pcd i tro n. Rus Müllheim i Baden, 27. Febr., wird gemeldet: Bei dem hier lebenden Hauptmann Ritsche r vorn Lothnngischen pnißartillerre- Regiment Nr. 16 ist ein Telegramm seines Bruders, des Kapitäns Ritscher von der Schröder-Strantz-Expedition uu-' getroffen, demzufolge Ritscher sich auf dem Wege der>e ff e r u n g I befindet. Es mußte lediglich eine Amputation der Zehen des rechten Fußes vorgenommen werden. öermiid>tee. * 60 000 Mark unterschlagen. Aus Breslau- 26. Februar, wird gemeldet: Der zuletzt in Neu-Mittelwalde beschäftigt gewesene 22 jährige Postay'istent Otto ^bomaS beging Fälschungen im Postschecks und PostanweUungsverkelw. Die unterschlageueu Betrage belaufeii sich ans über 60000 Mark. Thomas der am 15. Februar einen Urlaub angctriten batte, ist seitdem flüchtig. Er reift in Begleitung einer 22 Kontoristin Käte Wenier sowie deS 22 Mhngen Handlungs aebilsen Geora Büttner. Die drei Genannten sind zuletzt am 17 Februar in Leipzig gesehen worden. Von dort fiut) he nach Frankfurt a M weiter gereift. Dort und in Leipzig hob Werner für Thomas je "7500 Mk. bei den Banken ab Auf die Ergrei- I fung deo Thomas setzte die Behörde eine Belohnung von 1000 ‘^ar* UUna lückliche Ehe. Gestern abend sand bei dem Bankier Erl er in Paris eine kleine Gesellschaft statt. Währenddem erschoß sich die Fran des Bankiers in. ihrem Schlaszimmer das sie wegen eines angeblichen Unwohlseins ausgesucht ^hatte^ lieber die Gründe des Selbstmordes ist nichts bekannt. Die Ehe Ä?T,XrüI» Eis-n°ch tteignete ,ich in der Fraiikfurter Straße ein schweres Antomobilun gluck. Beim Nehmen einer Kurve überschlug sich der W°gen emn Fahr^ zeugfabrik und begrub Oie Insassen unter sich, .^^enb ter Ehausseur leicht verletzt wurde, wurde dem 3o fahrigen Betriebs ingcnieiir Wallgruen der Brustkorb e in g e drück t, so da?o der Tod sosort eintrat. Tas Automobil wurde vollständig zer- Heute möchte ich ein Wort mit euch, ilxr lieben Konfir- Miideii, reden. Ich möchte euch an diesem Platze die Wichtigkeit und Heiligkeit eures Konfirmationstages ans Herz legen. Mit I diesem Tage geht die Kinderzeit, die liebe unvergeßliche, zu kxnbe. Ihr tretet in das große Anforderungen stellende Leben der Er- > niacfnenen ein, und euer Konsirmationstag mahnt euch mit allem IErnst daran, es treu mit der Pflichterfüllung zu nehmen. Ihr e gelobt es zu tun, und es wird euch hoffentlich allen ans aus- iilhligem Herzen kommen, wenn ihr euer Taufgelübde am Altar erneuert. Aber nicht allein der Mund soll die verschiedenen i an euch gerichteten Fragen beantworten, sondern eure ganze Seele l soll willig und freudig das geforderte Beteiintuis ablcgeu. Seid getreu bei dem, was der Herr von euch fordert, seid getreu bei I allen Pflichten, die ihr euch selbst auferlegt, oder deren Ersüttung I öle Welt von euch Ku fordern berechtigt ist. Tretet tn die ^nß- I lapfen eurer lieben Eltern, deren höchste Sorge^es ist, daß ihr I ans gutem Wege bleiben möchtet und daß die eünbe euch nicht I umgarne. Denkt heute an die tausendfachen Beweise der eller- Ilichen Liebe zurück; versetzt euch nochmals un Geist in Krank- I lieitszeiteii, da eure treue Mutter für euch gesorgt, gebetet und I gewacht hat, da der gute Vater sich die wenigen Ruhestunden I verkürzte ober ganz aufhob, um bei eurem Krankenbette zu sitzen [ ob euch aufzuheitern und auf bessere Zeiten zu vertrösten. £>eib lingebenf, wie schwer es beiden geworden ist, euch groß zu ziehen. Erinnert end) daran, baß ihr fröhlich spielen durstet unb die schone Kindheit genießen konntet, obgleich die Sorge osimals V mit am Familientische gesessen hat. Ihr habt es nicht beachtet I nub solltet es auch gar nicht inerten, wenn sich des VaterS Lrtirn I sorgenvoll furchte, und wenn Kummer die Wangen der Mutter I Icheickte. Ihr wäret-glücklich in eurer harmlosen Unbesangenheit. | -Ijnn aber sind die Kiuberjahre, die für niaucheu Menschen die l einzig guten seines ganzen Lebens sind, auch für euch dahin, und ■ euer Dasein wird fortan in anderer Weise denn bisher verlaufen. I Vielleicht fordert das Leben nicht gleidi so sehr viel von euch. L Xhr dürft noch 'für eine Keine Weile im sichern Hasen des '-Llterii: | iuaufes bleiben. Die stürmischen Wogen werden euer Lebenssdnss V itodi nicht bedrohen. Ihr seid ihnen uocks Nicht machtlos über. I liefert Tie Gebete der Eltern stehen gleich einer Engelwache um I fiter Lager her: ihre Fürsorge erftrnit sids aus alles und sedes ■ .vag euer Wohl und Wehe anbetrifft. Dies kann aber nicht ijmncr so bleiben, beim die ein wichtiges Wort initsprecheuben Verhältnisse treiben euch auf das unruhige Lebensmeer lnNaus. I s-sb-r miißt es lernen, euch in die Welt zu schicken, und wohl euch. 8 kenn ihr den Kampf ums Dasein frühzeitig autncljmen mW unb I dies schwere Werk nicht erst, gezwungener Weise, ,n spateren I Jahren auszuführen braucht. Ihr heben Kmber nehmt bei eurer I bahrt ins Leben den besten, den allerbesten Steuermann, den I heuen Heiland an Bord eures Schisses mit. SBertraut ihm I ganz und gar, er wird euch , sicher an das gewünschte Fiel • Bringen unb in ber Zwischenzeit m guter Hut galten. Wider- I fleht mit ihm bem Treiben ter Welt uub behaltet bei allem, I S ihr tut immerdar das Wort der heiligen Schrift vor Augen. | Was Hilfe es tem Menscheii, wenn cr^bie ganze Welt gewönne imb nehme bod; Sdstiden an seiner eeelc i Kosmodonf Zahncreme ■' ■ ■ ■ ——I—. kommt davon! Du meint, das; du erkaltet bist, und doch hast du deine Sodener nicht mttnenommem Wie oft mim tdi dir lagen, daß man eine Sod. Pastille ivenmstens auf dem Weg zur Gesellschaft iniMunde zergehen lassen soll, u. aud) in derUnterbaltung faiiii man eine Sodener unauftaUlg lutfdien. av erhalt die Stellte .zeschineidig und ist ein ausgezeichneter ^ckmv aegen Er- 9 des mititirii; . der öenbot-, leichter gj. m oüf|lüiei#n J Tätigkeit des J orbcn:^ «b rvreMK «n verkaufte sein Anwesen Kaiser-Allee 39 su ** Pfarrpersvnalien. Der Großherzog.hat den rvana Psarrer Phil. Münch zu Dornhelin aus seilt Nach- ssuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu gc-1 Nteten Dienste in den Ruhestand versetzt den Direktor ^es evang Predigerseminars zu Friedberg Geh. Kirchenrat T> Varl (?acr auf sein Nachsuchen behufs Uebernahme einer « i ber Universität HaNe-Wittenberg aus dem Wen Kirchendienste en.lvsien den von dem Mmnt- Medizinalrat Dr. Gg. Lang ermann znm Kreisarzt ei dem KreiSgesiindheitsamt Bensheim ernan.iit. •• Snbmiss onSergebniö wegen der Rolir- legunguter ikenen Zuleitung "W^ von Queckborn nach Gießen ist: Hoch- und Tiesvau. ^seMchost Winn & Eo. Einzelpreis ^8. mi Ganzen Mk 27 032 * Bender, Baugelchäst Gießen 1 . -/ T1 252-, Mk. 2.30 = Mk. «2 »2: lbemmnn Ä™: Mi.Ifm. Die Arbeit besteht in A-beit-leihuna-n. B°d.n°u-h-bmm und wieder Persiillen. nachden, d.e Rohre und der der Gesmntsordernnn des Unternehmer H. • k der Hoch, und Tie!bauq°ielllcho,t Wmn & C. tst -tue anher. nasiumS in Tvnauesd-ingeu unb chrosestor an oer uniueriirai Freiburg, ist im Alter von 56 Jahren an Lungmmtzündung 111 ^Iii"^h a r?oVt c n bu r ’g ist am gestrigen Donnerstag Oberbürgermeister Schustehrns gestorbc n. . In Mannheim fiel ter 34 Jalwe alte verheiratete Dachdecker Jakob K a tz e n Ni a y e r aus Darmstabt, als er nut Aus- besscrungsarbeiten eines Daches beschäftigt war, aus einer Hohe von 15 Metern in beit Hof. Der S chw c r verletz t e, der sofort ins Krankenhaus gebracht wurde, starb gestern abend infolge >mim. morgen 9 I ipnoöe. denllicheeyH dtung unter tn m. Qicßen. W 3u Ehren ba^ ijwt -2t. Sutiä foibmet, echckl für die Scrftotil iftor Dbcncsl rtltncn Geh. «V >Liusenhütle vH d SflniiStitd 1 l Mitglieder V1 |e Togung erril einberusen nni I öchaub-LfÄD it 50 Don 56 «i« nobe gewählt Gel ernannten 6üd ler vor. yliä) des ijiiunuol Pros. 2t. 8eiq ermann unb 2d r ünm-i benen c Mifhms-elelüill Antrag SaltiA ■ die steidemd rinidirmhüipl : ckäsivracked ! 6gcr eiimrd Mein zur Lmessen trg DCTidncbenai des neuen xi dl cht bahnt, by das durch 1 »en gtitriqrrtffil am MM c den 5oiib®^j Lon den 1?1 küitstlertim w nDneUi’i^. nber üb:E t rgabe mlt ton, F beantragt bttj »a Kreis Schotten. h. Schotten, 27. Febr. Die Bälge unserer heimischen Pelztiere sind sehr gesuchte Artikel; üidcr rechnen dabei die Händler auf die Unkenntnis der Verkäufer. 5>asenfelle wurden' mit höchstens 20 Pfg. bezahlt, während man in Frankfurt 80-00 Pfg. glatt erhielt. Um derartige Uebcrvortcilungen zu vermüden, ivollen die Interessenten vom nächsten ^ahr an die Felle gemeinsam an die Großhändler und Kürschner verlaufen und den Zwischenhandel ausschließen. Starkenburg und Rhein heften. (b) M ainz , 26. Febr. In der heutigen Sitzungder Stadtverordneten wurde beschlossen, die wissend s ch a f 11 i ch e n Beamten auf der S t.a d t b i b l i o t h e k um zwei zu vermehren. Die Stellen, die vorläufig provisorisch bleiben, tverdcn ausgeschrieben. — In der nichts öfsentlichen Sitzung wurde als Bauleiter sür die Wiederher st e 1 In n g s a r b eit e n am ehemaligen Kurfürstlichen Schlosse an Stelle des verstorbenen Baurats Ovferniann Stadtv. Architekt Klemens Rühl einstimmig gewählt. Baurat Opfer'mann hatte 13l/3 Jahr die Bauleitung inne. Allgemein wurde angenommen, daß O. hohe Bezüge gehabt hätte. Das war aber nicht der Fall. Es wurde festgestellt, daß sich sein jährliches Einkommen in den 131/- Jahren durchschnittlich auf nur 4200 Mk. ged pellt hat. Rühl behält sein Stadtverordnetenmandat weiter inne. _______________ Universitäts-Nachrichten. — Frankfurt, 27. Febr. Im Wmier-Semefler 1912/13; beträgt die Ral.l ber oibcntlidien S t u b i e r e it b e n ('Jklndier, 416 (Winter Semester 1911/12 8*1), die der Sowitaiiteii imd Hörer 114', oie WcianitfregueiiA beläuft fiel) alfo aiü 15'9 Personen. Von den 416 orbcntlidicn Stubicrenben haben 136, von den 521 Hofvi- tanten 167, b. i. runb 32 Vrozent beider Kategorien afabcmifdier Vorbildung. Unter den orbemlichen Sliidiei enden befinden sich 41 Frauen und 85 Ausländer. Tie Gesamtheit der Teilnehmer umfaßt 399 Kaufleute, 80 Industrielle, Jimemeure, sstrdstielten, Ehemüer usw., 85 Juristen unb höhere Verwaltmigdbeamie, 32 mittlere Verwaltnngsheamte, 281 Vchrcr unb Lehrerinnen ,darunter 37 afabc i'tidi gebildete, 36 Ltudier.-nde der »eueren Lpvadien, 30 Studierende der Mathematik unb 9laturivincidibaften, 42 Aerzte unb anderen geleinten Berufen Angehörige, «v Personen anL sonstigen Berufen und 494Perionen ohne Beruf. Das Winter. ' Semester schließt tn der mit den- 8. März endigenden Woche. ♦* Konzert-Verein. Auf die Eigenart der Kam- । mermusik vom nächsten Sonntag als einem besonders österreichischen Komponisten gewidmeten Konzertes war bereits hingewiejen worden. Den gesanglichen Teil hat Frau Mela Lahner-Rcbner, die Schwester des im Trio initwirkenden Geigenkünstlers Redner übernommen. Frau Lahner-Rebner ist noch in bester Erinnerung von einem früheren Auftreten in Gießen her. Die Kritik sagte damals von ihr: „Als Sängerin dieses genußreichen Abends lernten die Zuhörer Frl. Mela Rebner von der Koburg-Gothaischcn Hofoper kennen, eine Künstlerin von hohem musikalischem Können und mit sehr sympathischer, weicher Sopranstimmc. \ Mit der Arie aus Figaros Hochzeit gewann sic sich im Sturm die Gunst der Zuhörer. Packender noch gestaltete sich die Wirkung bei den Schubertschen und Brahmsschen Liedern." Selbst Wienerin, wird sic Lieder ihrer Landsleute Mahler und Zemlinsky vortragen. Alex, von Zemlinsky, ein Schüler von Robert Fuchs, lebt ebenfalls als Lehrer am Konservatorium in Wien. Die Bedeutung Gustav Mahlers erhellt am schlagendsten aus^dem Aufsehen und dem gewaltigen Eindrücke, den seine 8. Sym- phoni machte. Sie wurde bekanntlich in den letzten zwei Jahren mit ganz außergewöhnlichen Mitteln, mit einem Riesenorchester und Riesenchören in München, Frankfurt, Berlin und Hamburg aufgesührt und dürste noch für lange j Zeit im Brennpunkte musitalischcn Interesses stehen. Ateuiv tu imniuiuin UllU H» UII uuvhv^.w...-. — L— fältunnen. Aber man must Fans adite Sodener fordern, weil sie aus den zum Slurgcbraud) benuhten (9emcmbebeilauellcn gernonnen find. — Die Schachtel tuucl 8., Big._________,|,J 25-" ='9.8'6» g=co‘ .<** 8"o-£i3 g 2 3ec S Q 8.^ TS a ® D 3 6>2-2,3 S.p*. a» “J©= 3 = Die her MS -I io 9 5 3.2:3 • 3- = 5- & 2 61 o- ZL ffL a s?sW «* es =>? Si ocS, 8 B <3 2>? c.'-'■ g = S ¥ i Z2-.F2.2 O'D 61 er Ws s 8 = 8" CD 'Ö’='9r« ■ _ Ä * e 630^6)50 a 8 «0 a dS LS ®Ö -4 3 <3*e •ro E- Z 3 85 E D'ö 2. 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