Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Tageskalender aus dem Jahre 1813. 27. November. T tigten Interessen der Presse in Wohlgefallen aufzulösen, sondern er ist überhaupt der ganz modernen Ansicht, daß es auch für die Militärverwaltung nur von Nutzen sein Habinöra Nach Tagore als Dramatiker. , war im vergangenen Frühjahr, an einem Maiabeud, fca ick in London einen indischen Dichter eines seiner Dramen vorlesen hörte," so beginnt Guglielmo Emanuel im (Sorrierc della Sera eine Schilderung der Eindrücke, die er als unbefangener Beobachter unb Zuhörer von der Persönlichkeit des indischen Nobelpreisträgers und seiner dramatischen Dichtung empfangen hat „Ein Zug milder Askese lag über diesem Antlitz, dessen Hobe Stirn zwei lockige Streifen grauen Haares schmückten, die bis über die Ohren hinabftelen; und grau war auch der Bart. Tie schönen sanften Augen breiteten über das Gesicht einen Aus- ^nKf von Melancholie. Er las mit wenig Gebärden und nut einer melodischen, aber etwas zu durchdringenden Stimme. Es Ivar eine seltsame Stimme, die fast nickt die feine schien und die nicht recht mit dem Ernst und der Wirde dieses Antlitzes und dieses Bartes zusammenktang: eine Frauenltimme. Der Mann, der hier seine dramatische Dichtung vortrug, war Rabindra Nath Taqore der Säuger Bengalens. Tie Vorlesung an jenem Abend ließ ganz gewiß nicht ahnen, daß der indische Dichter dazu aus- erwällt werden würde, in dje Gemeinschaft jener emzutreten, bic als die größten Tichter und Schriftsteller der Welt gelten sollen Die Dichtung, die er in einer englischen Prchaüberwtzung lad) dem bengalischen Original vortrug, war nicht bemertens- wer - das nickt große Publikum, unter dem man eine Anzahl Künstler und Schriftsteller sah, mochte sich eher zu, dem Zwecke eftigesunden haben, einen in einer andren WeltlMtte bekannten Dichter zu eljrtn, als daß es das Ziel der Zuhörer schien, grauen Genuß aus der Belanntschaft nut Jeinem Werke zu schopftm Und man begebt keine Indiskretion, »veun. man jagt, datzstch ein unbestimmtes Gefühl der Langweile icker die eurovastcheu Zu- börer legte, indes der Dichter seine Gerichte von Khitra erzählte. Sinard Shaw bci'trcbte sich, ein wohlwollendes Jnterefte an Tim tu legen, aber dieser moderne Dichter mutzte 1 ick in seinem Empfinden sehr abseits von diesem mytholognchen Märchen des ^rftnt fühlen. Die Prinzestin Khitra war, ichon, mutig und eher als bis im Walde .Armna,> den .Helden tra bn aui 12 Jabre" em Gelöbnis der, Keuschheit ,abgelegt batte empfand sie zum ersten Rial Angst:' Angst datz er je - nickt'gewigend schön finden könnte. Aber dagegen bietet Indien ein Mfttel^ Khitra.bittet den Gott der Jugend, datz er ihr alle Reize der votlkommensten Schönheit verleibe- Und fte was sie erfleht — am ein Saftr. Astor bald suhlt die arme Kbftra iwß sie eine gefährliche Unbedachtsamkeit begangen hat. Denn dn Einsiedler & Waldes ist bereis lern Gelöbnis einer 19iäbriacn Wartezeit aufzugeben und das Verbrechen zu brechen. beginnt Khitra ihre eigene Schönheit zu >ürchten, die Eifersucht auf ihre eigenen Reize quält sie. Unter fremdem Namen Nr. 279 Erkies Blatt 163. Jahrgang Donnerstag, 27. November 1913 SMetzenerAilzeiger General-Anzeiger für Oderhesien WM Annahme von Anzeigen 67 ! * ' ' Bendt; für den bis voruHuagT*"nium Rotationsdruck und Verlag der Srühl'schen Univ.-Yuch- und Zteindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Anzeigenteil: p. Beck. Ausland. Eine Unterredung mit Stönig Ferdinand. Die „Neue ^reie Presse" bringt den ihr zur gleichzeitigen V er offen tlichuug zur Verfügung gestellten Bericht über eine .Unterredung, die der Sonderkorrespondent des „New Vvrk Herald" im Palais Koburg mit dem König von Bulgar>en hatte. Zu den Abdankungsgerüchtcn erklärte der König, daß er wirklich nicht begreifen könne, woher diese »stammten. Sobald er seinen Erholungsurlaub absolviert habe, werde er nach Sofia zurückkehren Während seiner langen Regierung durch saft 30 Jahre habe es wohl .teilen gegeben, wo er daran gedacht habe, die schwere Last den Regierung abzugeben, aber das sei gerade jetzt sick)erlich nicht der Fall, jetzt tn dem Augenblicke, wo das Land mehr als je seinen trainierten Verstand brauche. Er glaube nicht einen Moment, daß eine einzige antldyuaslische Partei in Bulgarien existiere. Bei den Bulgaren gebe es fein Hebel- wollen: das alberne Geschwätz über die Abdankung sei nicht aus Sofia getommen, es sei vielmehr außerhalb Bulgariens erfunden worden. Ärenso bezeichnete der König die Berichte über geheime Unterredungen mit dem Grafen Berch- told als baren Unsinn. Auch der Ztzronprinz Boris lnrde telegraphiert, daß im Lande alles ruhig sei. Ter König schloß, daß er sich nur um den Fortschritt und die Unabhängigkeit seines Landes kümmere, und das behage manchen Leuten nicht. Ter griechisch,»bulgarische Bündnisvertrag von 1912. Ter „Matin" veröffentlicht nunmehr auch den Wortlaut des am 10l Mai 1912 in Sofia abge< schlossenen griechisch-bulgarischen Bündnisvertraaes sowie des am 22. September v. I gleichfalls in Sofia unter-' zeichneten griechisch-bulgarischen Militärabkommens. Ter Bündnisvertrag hatte einen rein defensiven Charakter. So heißt es in einer Zusatzerklärung, daß Bulgarien, falls es infolge der Zulassung der kretisch.'n Ab geordneten zum griechischen Parlament zu einem kriege zwischen Griechenland und der Türkei komme, Bulgarien, lediglich zu einer wohlwollenden Ncutralitit gegenüber Griechenland herpfliditet war. Durch das vier Monate spät er geschlossene Militärabkommen wurde das Bündnis jedoch für den Hall eines .Krieges mit der Türkei in ein offensives umgewandelt. Die Kämpfe in Mexiko. Nach einem Telegramm aus El Paso ist die Meldung, daß die Regierungstruppen in dem Gefecht bei Juarez sich zurück- zogen, von einem Journalisten bestätigt worden, der von einem 300 Fuß hohen Funlentelegrapl)enturm die Bewegungen der Truppen beobachten konnte. Bei Los Bogas gegenüber Diario (Texas) ist ein Gefecht im Gauge. Die Zahl der sich gegenüberstehenden Truppen beträgt etwa 400 auf jeder Seite. — Nach einer Depesche aus El Paso sind 700 gefangene Bundessoldaten in Juarez angekommen. Die Lazarette von Juarez sind voller Verwundeter. An» Stadt und Land. Gießen, 27. November 1913. Das Spiel mit der Schußwaffe? Es ist ein trauriges Kapitel in der Geschichte der Menschheit, das wir hier aufrollen: Tas Spiel mit der Schußwaffe! Unzählige Opfer hat es Jahr für Jahr gefordert, hoffnuugs volle Knaben und blühende Mädchen dahingerafft und doch immer wieder täglich dieselbe Nachricht: Sie spielten mit der Waffe, kamen dem Lahn aus Unvorsichtigkeit zu nahe, der Schuß ging los — schwerverletzt oder tot! Und wie ents.'tzlich für den jungen, unglücklichen Schützen, aus dem ein ganzes Menschenleben lang der furchtbare Truck liegt, Mörder, wenn auch unschuldiger Mörder zu sein! Leider mehren sich gerade in und nm Gießen derartige Unfälle in beänstigender Weise. Erst kürzlich mußten wir von einem Todesfall durch Spielerei mit Waffen berichten, nm Dienstag trafen gleich zwei Meldungen solcher Art ein. Ter eine Vorfall hatte sich inBischosshei m bei Zeil am Main abgespielt und endigte mit tödlichem Ausgange, der andere ereignete sich in Tarrn st adt. Auch hier ringt ein getroffenes Mädchen mit dem Tode. Und nun am selben Tage, als die wirkte damit, daß der wirtende Meister lächelte und sich wieder in den friedlichen Hausherrn von Trieben verwandelte. Er hielt es aber für seine Pflicht, noch einmal in den Barl zu brummen: „Aber daß öS fq viele Esel auf Erden gibt!" Ausfallend in dem Gegensatz ihrer Erscheinung wirkte da) berühmte Paar, wenn es auf der- Straße sich darbot „Frau Cosima, in einer hvck»st geschmackvollen Bcsuchstoilette, kam die Stiege hinauf, sich graziös aus den Arm Wagners stützend. Er trug einen ivci'.en grauen Mantel, der wie ein Sack um seinen schmächtigen Körper hing: ein großer, weitkräinviger sck/warzer Hut „ä la Wotan", der etwas schief saß, verlieh seinem Gesicht den Ausdruck gut wütiger deutsärer Biederkeit und sein ganze- Aussehen stach im höchsten Grade von der eleganten, schlanken Erscheinung Cosimas ab." • — ElnDrama Halbesauf deren glischenBüh ne. Mai halbes kraftvolle« Drama „Der Strom", das im Jahre 1901 erschien und nach kurzen! Tbeaterersolg von der bnitidxm Buhne verschwunden ift, bat in England soeben eine glücklich? Auferstehung im Rampenlicht erlebt. Die Gesellschaft von Mr. Esrnk- Peron führte das Werk unter dem Titel „T h e Rive v" nm Repertoire-Theater von Dirmingbanr in der Uebersetzung von Ebriswvber Sandeman aus und übte damit eine bedeutende .Wirkung aus. Das Drama mit seinen starken Konflikten, seiner spannenden Handlung nnd dem Svmbol der im Eisgang wüten den Weichsel sand trotz oder vielleicht nn'gen seiner we.isisch deutschen Stimmung und der echten Heimat.ninst. die sich Her ausdrnckt. beim englischen Publikum Berdändni und Beifall, und die Londoner Blätter, die über die Aufführung berichten, wünschen dem Stück, daß es in England volkstümlich werden möge. kf. Die Ursache der R o t s ä r b u n a d e S Herbst» laubech In der Pariser Akademie der Wissenschaften hat soeben O'aston Bonn ter vorftuftee Mitteisungen übet ch-mische Ar Beilen aus dem Gebiete der Pslanzenvbvsiologie gemacht die nach seiner Darstellung sehr wichtig sind Raoul Eombes bat fick nämlich mit der Chemie der Blatlver'ärbung beschäftigt und bat die Rotfärbung des S?crbftlaube> tnt Reageuzglase uackabmen können Nach Bouniers Angaben in damit ein Problem, das die Cbemiker jahrelang beschäftigt hat, gelöst. Eine weitere Arbeit über bis Sketche Gebiet, deren Endergebnis Bonnier gleichfalls mitteiltc, ommt von Guilliermond Dieser Forscher soll nachgewiesen baden' daß der rote Farbstoff des Herbstlaube» durch di- Mitochondrien erzeugt wird. Man muß natürlich nähere Einzelheiten abwar' n, efie man entscheiden kann. ob eS sich bei diesen französischen Jo-, schunaen nm neue Erkenntnisse handelt, die tn dem neuen, soeben zum Abschlüsse gebrachten Werke Richard W-Ustätters und Arthur StollS über das Ehlorophtzll noch nicht enthalten sind. — Kurze N achr rcht e n au» ft n nst und Wisse n schäft. Der Maler und Radierer Professor Ignatius I a i cb ner ist gestern nachmittag in Dachau an Kerrlühmung g c storben. Meldungen noch nicht in den Länden unserer Leser waren, em drittes schweres Unglück ganz tn unserer Nähe in Klein- Linden, das wiederum eine lebensgefährliche Verletzung im Gefolge hatte. Und immer wieder die gleiche Ursache: Spielerei und UnkenntnisderGetahr. Tcr lOjährigc Sohn des För- sters zu Bischofsheim spielte mit der gleichaltrigen Tochter des Landwirts Heuß. Sie erblidfcn das Gewehr des Försters und wußten nicht, daß es geladen war. Ter Knabe machte sich, wie alle Linder gern tun, an der Büchse zu schaffcnz zielte vielleicht auch auf das Mädchen, um es bange zu ma dien, da ging der tödliche Schuß los. — Genau dieselbe Spie- lerer hatte auch in Darmstadt ein Mädchen zum Opfer. Ter 14 Jahre alte Sohn der Familie Gaper hatte in der Woh- nung eine alte Reiterpistole gesehen und erklärlicherweise großen Gefallen daran gefunden. Er wartete daher den günitr gen Zeitpunkt ab,^aß die Eltern abwesend waren, um dann die Waffe seiner Spielerei nutzbar zu madjen. Tavon, daß die Pistole mit Schrot geladen war, hatte er keine Ahnung, zumal sie bei mehrmaligem Trüden des Lahnes nicht losging. Ilm nun wenigstens einen Knall hcrbeiznführen, nahm er ein Zündplättchen oder Knallpapierchen, das in Menge für wenige Pfennige überall zu haben ist, und legte dieses auf die Zündung. Tann zielte er auf feine 16jährigc Schwc Her, nm ihr Furcht einzujagen. Ein Schrotkorn trat das Auge, das nid)t zu retten ist, ein Korn verursachte eine schwere Verletzung der Schlagader. Leichtere Verletzungen befanden fid) im Gesicht und am Oberkörper. Tcr Zustand des Mädchens ist nod) immer lebensgefährlich. — Und nun das schwere Unglüd in Klein-Linden. Wieder das Spielen mit dem Schießgewehr. Verbotene Früchte schmecken ja so gut! Ter Sohn des Landwirts Schaum bekam eine Waffe in die Land, wußte ebenfalls nicht, daß fic geladen war, und hielt sie aus Neckerei gegen feinen Bruder. In den Unterleib getroffen stürzte dieser zu Boden. Wie wir hören, hat sich ba-3 Befinden des Unglücklichen noch nicht gebessert. Immer und immer wieder find allein Spielerei und Unkenntnis der Gefahr die Urfachen, die solche Un- glüdsfälle Hervorrufen, niemals kommt tüdifchc Absicht dabei in Frage. Einer solchen Untat sind Kinder, auch wenn sie hassen können, doch niemals fähig. Darum ist cs unverständlich, wie ein Mensch nach solchem Unglüd seine ersten Schritte nach der Polizeiwache lenken kann. Tie kann nichts wieder gut machen, und nie wird ein Gericht daran denken, solchen unglücklichen Schützen in Strafe zu nehmen. Nein, vorher muß die Abhilfe cinsctzcn, den Kindern müssen die Möglichkeiten zu Streichen ans der Land genommen werden und das soll allein den Eltern überlassen bleiben. Sie tragen die Verantwortung für ihre unmündigen Kinder und ihnen fällt die Schuld zu, wenn sie nicht beizeiten Vorsorge getroffen haben. Tie Schule tut ihre Schuldigkeit, die Eltern können mehr tun. Helfen Warnungen und gute Worte nicht mehr, sind Schläge, fruchtlos-, so muß die Gelegenheit zu einem dummen Streiche beseitigt werden. In keiner Familie darf ein scharfer Säbel in der Ecke stehn, darf eine geladene Schußwaffe an dcr Wand hängen. Erst bann können bic Eltern ruhig bas Laus verlassen, ohne befürchten zu müssen, fick) nnb ihre Kinder unglücklich zu machen! K. B. ♦ ** Tageskalender für Donnerstag, 27. Nov. Akademischer B tsin a rck b und: Oefsenllicker Vortrag «Der Ultra- moiuaniSnins in der Wissenschaft* *, Pfarrer Tr. Kirsch. Hotel Einhorn. Uhr. Gesellschaft für Erd- u n b Völkerkunde: Tr. Rüdiger-Hamburg .lieber seine Teilnahme an der Cchrödei- Stianz-Expedilion nach Spitzbergen" mit Lichtbildern. Neue Aula, 8' . Uhr. •• Der Großherzog hat den Staatsanwalt om Landgericht der Provinz Cbcrhcffcn Dr. Ernst Brill zum AiutLrichter bei dem Amtsgericht Schotten mit Wirkung vom 15. Dezember 1913 ernannt. " Prinz Friedrich Karl von Hessen wird in etlichen Jahren von einem regelmäßigen Winteraufenthalt in Frankfurt, der durch den dortigen Schulbesuch feiner Söhne biß jetzt nötig >var, Abstand nehmen nnd bauernd auf Schloß FriedrickShof feinen Wohnsitz behalten. Die Vorbereitungen hierfür sind durch verschiedene Bauten schon einneleitet worden. ** Groß Herzogs Geburtstag. Am Mittwod) feierte der Kriegerverein Gießen in seinem Vereinslokal Groß- Herzogs Geburtstag. Die Ansprache hielt der 1. Vorsitzende, Staatsanwalt Trümpcrt. Sie klang in ein Hoch auf den Landcssitrsten aus. Oberbahnassißent M a r g o l f unterhielt die Anwesenden noch lange durch Schilderung seiner Erlebnisse aus dem Feldzug 1870 71. — Der Finanzbeamtcn -Verein feierte ebeusalls den Geburtstag des Großherzogs bei zahlrciäier Beiestigung seiner Mitglieder. Auf ein an den Landes Herrn ahgestiubtes Glückwunschtelegramm ging folgende Antwort ein: „Für die treuen Gcburtstag-sglückwmische des Finanzbeamtcn- Vereins Gießen sage ich herzlichen Tank. Ernst Ludwig." *• Das Stadttheater schreibt unS: Vor der morgigen Erstausführung dürste uoch beifolgende Besprechung 6c5 ,£>am- bürget Freindenblaltes" interessieren: In .Kammermusik* Int Jlgenstem daö Gebiet der politischen Satire verlassen, um eme aei-'ivoste Persiflage auf aewisse Kreise zu schreiben, die die Kunst als unsittlich und die Sittlichkeit als uukünstlerisch betrachten. Sein breiaflmc» Stück ist ein lustiges stets kurzwelliges Spiel in dem 'Willen des Ho'theaterS; e4 ist reich au aktuelleu Auspielunaeu, und brinnt so ziemlich alle jene TageSfragen aiös Tavek, die in den letzten Jabren Prüderie, Muckerium oder dovvelke Moral zu solweu zu ftemv'ln versucht haben und die hier in ftingeschlisseuen Pointen an den Mann nebrarbt werden. Ter Erfolg war d n r ch sch l a a e u b, lo baß sich ber anwesenbe Autor schon vom ersten Akte ab unzählige 'Ulnie verneinen konnte. Eine Abschiedsfeier für den in den Ruhestand getretenen VolkSschnllehrer N i ck o l a i von vaufen fand gestern im .öotel Kobel* statt. Nickolai hat nahezu 50 Jahre al» Lehrer geivirft ** Tic Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns- Erholungsheime schreibt uns: Landtagsabaeordncter M o l- l Han-Mainz, dem dos Ritterkreuz erster Klane des Verdienstordens Phiupp-s des Großmütigen verlieben nnirbc, bat nicht nur leit Jahren an den Verhandlungen und Aufgaben des hessischen L a n d tags als Abgeordneter der Zweiten Kammer und Mitglied des FmanzausschufskS tatkräftig mitgewirkt, sondern er hat sich auch in hohem Maße an den Arbeiten der Deutschen Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime, deren Vor- irand er von Anfang an annebört, beteiligt, und iitb sehr um sie verdient gemacht. Er ist Vorsitzender des hessischen Lan - V" slchuis cs dieser Gesellschaft, die bekanntlich in Bad « a l j I) a m c n Lberbciicn) in diesem Sommer ihr Crnst-Ludnng- vcrm eroimct bat. au er m dc v,, iÄngste Veteran auS dem Feldzüge 1870/71. fiO ^hrrn"n^f,Jk’r ^okob Mahn, ist im Alter von f- Jahren vor wenigen ^agen in 01,-ßen iur großen Armee h.-r ' ‘ und box Verein mu Zahlte ;ur Leichen- Darabc anrerurft j t M oft nrnbau t " -»anu. re-n ienbtc ftinem ebnnaliqen -angeSdn^cr br Sibe-.deii d not ^rortnual -Rab- btner < r renotr hielt die Grabe tv n^> t rend der c oren t'nr • sitzende des Kriegervercin-, T Kameraden einen warm eitä^funbenen Nachruf widmete, loorüt er nihmenb hervorhob, daß der Entschlafene, kaum zum Jüngling berangewachsen, begetftert für daS Batcrlarw freiwiNig mit in den Kampf nach Frankreich gezogen sei. Als 163 ddbriger war er beim b Jägerbalaillon, das dnmalS m Wetzlar »eine (»arm»on hatte, 2ls Freiwilliger änqctreten. Er nahm an den Schlackten bei (branelarte, Rancv nnd Orleans ruhmreich teil und feierte in Feindesland seinen 17. GebnNslag. • • Gegen den Häusermakler Rosenthal wurde erneut Anklage erhoben wegen Betruges im Falle Weißbäcker. • • Ein Flugzeug überflog beute morgen zwilchen 10 und jll Uhr unsere Stadt. Es hänselt »ick um einen Eindecker, der die Ricktuna nach Frankfurt inne hatte. Das Flugreug befand fick in beträchtlicher Höbe. • • Frankfurter Würstchen. Eine den Franksntter Metzgern und Snrüfabrifanten nicht gerade angenehme Eröffnung hat die HandcIska m in c r in einem 'Zkritbt an den Handels-- Minister gemacht. Während die Metzger den Standpunkt vertreten, daß die Bezeichnung „Frankfurter Würstchen" als strenge Herkunftsangabe gilt und daß nur die Würstchen Anspruch auf den Namen „Frankfurter" erheben dürfen, die in der Stadt Frankfun selbst herqestellt find, verttitt die .Handelskammer bat Standpunkt, daß auch den Fabrikanten in anrr Anzahl hessischer Orte auch Gießen wird davon berührt die schon feit Jahrzehnten ihre Erzeugnisse unter der B-zcicknuitg „Frankfurter Würstchen" in den .Handel bringen, dieses Recht auck fernerhin erhalten bleiben muß Damit ist eine seit Jahren wäl-rende 3treu- frage zu Gunsten der hessischen „Frankfutter Würstchcn"-Fabri- kamen entschieden. Landkreis Gießen. ' — K l e i n > L i n d e n, 27. Nov. Die Bürgermeister w a h l findet, wie ortsüblich bekannt gemacht worden ist, endgültig am 4. Tczember statt. — Bürgermeister Schaum hat wegen seines vorgerückten Alters eine Wiederwahl abgelehnt, da er schon im 73. Lebensjahr steht. Er gehört dem Gemeindevorstand 41 Jahre lang an; zuerst als (Mcmcinberat, dann als Beigeordneter und zuletzt 18 Jahre als Bürgcrmei sler. Vor vier Jahren wurde er vom Großherzog mit dem silbernen Kreuz am Bande des Verdienstordens Philipp des Olroßmütigen ausgezeichnet, da er sich durch seine gute Amtsführung das Wohlwollen dcr vorgesetzten Behörde erworben hatte. Sein Rücktritt wird allgemein bedauert. Immerhin hofft man, daß er sich auch fernerhin noch zum Wohle der Gemeinde nützlich machen wird. t. Rcinhardshain, 26. Nov Die Gemeinde Rein- hardshain fyat in ihrer Gemcrrlnng nodi eine Anzahl Triften und Rasenwege, die eine ©diaffyerbe bis zu 200 Stück gut ernähren können. In den letzten Jahren war die Weide and; an einen auswärtigen Schäfer verpachtet, der seine eignen Tiere hielt. Tie Gtemeinbc hatte dadurch eine Einnahme von etwa 500 Mk. Einige Schasliebhaber wollten nun eine eigene Gemeindeschäferei ins Leben rufen. Eine vom Bürgenneister einberufene Ortsbürgerverfamm- lung soNte darüber beschließen Tie dRoinungen gingen jedoch auseinander und die Schafe, an denen eben Geld verdient wird, bleiben vorläufig aus der Gemeinde. Kreis Büdingen. e. U n t e r-S ch m i t t e il, 26. Nov. Großes Glück im Unglüd hatte ein Zimmermann, der beim Aufschlagen eines Neubaues aus bedeutender Höhe ab stürzte und auf einen Erdhaufen fiel, so daß er mit dem Schieden und einigeck leichteren Verletzungen davon kam. c. Echzell, 26. Nov. Im Alter von 61 Jahren ttnirbi der Mühlenbesitzer Heinrich Wagner 1. zu Grabe getragen. In drei Wahlperioden gehörte er dem Gemeinde rate an. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 26. Nov. Tie Militärverwaltung beabsichtigt ein neues Lazarett zu erbauen und hat eine betreffende Vorlage bei dem Reichstage eingcbracht. L. Bad-Nauheim, 96. Nov Tie Ortskrankenkasse hat bei dem Kreistage den Antrag ciiigcbrodn, ihre Ortskrankenkasse in eine allgemeine Ortskrankenkasse um» zuwandeln. Starkenburg und Rheinhessen. m Ollen bad», 27. Noo. Tie zweck« Herbeistihrnng einet früheren Ladenschlusses in den Ziaarrengeschäften unter ben Zigarrenbändlern vorgenominene Rniibftage halte da» Er- aebniS, baß saft sämtliche JnteresseiUen für bie Verkürzung bet LadenlchlusfeS um eine halbe Stunde (nu! */,9 Uhr) an ben Wochentagen stimmten. An ben SamStagen bin« aegen soll auch im Hinblick auf den Ü'llhr-Ladenfchluß dieser bei- behalten werden. ck. Bingen, 26. Nov. Unter dem Verdachte, der langgesuckite Raubmörder des Kaufmanns B r c ch n c r aus Darmstadt zu sein, wurde hier ein Reisender verhaltet. Ein anderer Gcschästsrciscnder, der schon reichlich dem Alkohol zugesprochen hatte, hatte in den hiesigen Wirtschaften dieses Gcrudit auspcüreut. Die sofort von der Polizeiverwaltung eingcleitctc Ilntenuchung ergab die vollständige Haltlosigkeit des Olcruchtes. Der angebliche Raubmörder entpuppte sich als ein durchaus harmloser Bouillon-Würfel-Rcisender. ch. Vom Mittelrhein, 26. Nov. Trotzdem in den letzten Tagen wieder Regenfällc eingetreten waren, acht das Wasser am Mittelrhein immer noch zurück Arn Oberrhem war ein geringe- Steigen des Waft'erS zu verzeichnen, doch war dieses bald beendet, da das Wasser bei der kühlen Witterung schnell ablief. Mit der Leichterung größerer Fahrzeuge dürfte bei weiterem Ab- sluten der Wassermengen in ben nächsten Tagen begonnen werden. Lessen Nassau. ft Kirdorf, 26. Nov. Entgegen den vielfachen Klagen über einen bedenklichen Geburtenrückgang kann Kirdorf mit einer Geburtenzunahme von rund 10 Prozent seit dem letzten Jahre aufmarten. h Frankfurt a. M., 26. Nov. Die städtische Steuer' Verwaltung wird vorn kommenden Rechnungsjahr ab auch dir i ic n ft b o t c n. zu Steucrleistungen hcranziehen. Sie ermittelt das steuerpflichtige Einkommen brr Leute dadurch, haft sic am den Fragebogen, bic gegenwärtig den Herrschaften zugestellt werden, die Löhne feststellt. Frankfurt durfte die erste Stadi P " u ß c u s sein, die bic Dienstboten steuerpflichtig matfit. vereinrnachrichten. Gießen, 27. Nov. D^r Be r e i n dc r De t a i l l iste n hielt am Mittwoch abend in der Gastwirtschaft „KaiserHof" seine ordentliche Hauptversammlung ab Den Jahresbericht erstattete der erste Vorsitzende, Kaufmann E. R ö h r - Gießen. Die Tätigkeit des Vereins war auch in dem verflossenen Jahr sehr umfangreich Die Arbeiten de- Vereins nmrbni erledigt in sieben Vorstandssitzilngen und der gestrigen Hauptversammlung. In der d-m Detaillistenverein angeschlossenen Rabattsparvereini- a u n g sanden neun Vorstandssiyungcn und eine HaupVersammlung statt. Außerdem wurde eine Versammlung der Interessenten am P c t r o l e u m rn o n o po l abgehalten, in welcher Angelcgen- hcit da- Vorstandsmitglied Ang N o I l and) einer Sitzung zu Darmstadt und dem HandelSkammertag in Frinkfurt a M bei- lohnte. — In dein Verband 5? es». Tctaill,sten-Vcr- eine, dem der hiesige Verein anqebSrt, wurde gleichfalls eine sebe rege Tätigkeit gezeigt, inSbeiondere hat dieser Verband eine Anzahl von AuS'chußiitzungen abgehalten: an den Beratungen wurde für den hiesigen Verein immer tctlgenomnum. Tu* Hauptversammlung bc« Verbandes fand am 27. ÜTtobcrtnCffcnbaih statt T«r Verband läßt in Zukunft Anfragen, die einzelne Mitglieder an ihn n(fiten, nur an den Vorsitzenden deS bett. OrtsoereinS beantworten, n Vairic des ft obres wurde im Verbände zur besseren und sckniel- leren Gtlcitguug aller Verein-angelegenhciten eine eigene Ge- Märtte. Gebend» Sdjladjt« gewicht. Mk. 90-92 43-44 82-88 54-57 72.00—74.0) 56.00—59.00 70.00—73.0) 56.0)—57.00 70.00—74 00 56.00—59.00 76.00—72.03 56.00—53.00 vermischter Käse :;l - Ulichhiilft Äilndcu Ms. 68-70 60-65 54—58 50-52 Gießeirr PedaMgiüm Bleichstraße 6 Produkt ist Graphit. . n,- ff. Eine neue Wonbf arte. Der Gottmger Astronom F Hahn hat soeben eine umfangreiche Arbeit zum Abschlüsse gebracht, und deren Ergebnis soll demnächst in Gestalt einer Mondl'arte veröffentlicht werden. Cs handelt sich hierbei um eine möglichst genaue Starte der Randgebiete des Mondes, die zur genauen Bahnbestimmung des Mondes von einschneidender Bedeutung ist unb neues Material zur Theorie der Wonbbe wegung beibringt. Sonne und Planeten erscheinen nämlich, wie A. Marcusc im nächsten Söefte der „Ratttrwissenschaften" aus einandcrsetzt, wegen ihrer größeren Entfernung als Kreise ober Ellipsen, und so ist ihre genaue Ortsbestimmung nicht besonders schwierig: der Mond dagegen erscheint nicht kreis- ober ellipsenförmig begrenzt, und daher ließ sich bisher sein Mittelpunkt oder Schwerpuntt nicht genau genug bestimmen. Man suchte bisher diesem Uebelstan.de durch Einführung eines „Fixpunktes" abzu- helsen, dessen selenographischc ftoorbinaten bestimmt wurden. Hayn hat nun den aussichtsreicheren Weg eingeschlagen, ben Mond- mittelpunlt besser zu definieren und dazu eine möglichst genaue Karte des Mondrandes herzustellen und alle Beobachtungen aus möglichst viele Punkte des Umfanges zu beziehen. Cs sind im Ganzen 200 Mondbilber hergestellt und 10 000 Punkte mit ihren selenographisclnm Koordination festgelegt. Die Mondkarte Hayns ist auf photographischem Wege hergestellt und durch Messungen von Sternbedeclungen verbessert. Auf den dazu nötigen Platten tim Formate 6:9 Zentimeter' wurden immer je zwei Mondbilber ausgenommen: ferner sind die Platten durch aufkopierte Sternbilder in befanittem Positionswinkel orientiert worden. Endlich wurde nahe dem Bildzentrum eine sehr feine Marke angebracht, von der aus eine große Zahl ton Mondradien gemessen wurde. Auf solche Weise erhielt man durch Ausgleichung der Radien den Ort des wahren MondzentrurnS sowie die Abweichungen des pJlonbcd von der Kreisform. Diese neue Möndkarte bedeutet zulässiges gefan unb es seien auch in ähnlichen Klage,allen stets Frrispreckungrn eriolqt. Eine große Anzahl ton Käufern als Zeugen wideiivricht sich. Das Gerecht fällte abends < Ubr das Urteil dahin, daß der Angeklagte freizu sprech en ter. Es nahm an, daß eine Verfälschung im Sinne des Ü 10 nicht torlicgc unb trat dann der Meinug bei, daß dem Publikum be- fannt ,ei, es werde zur Erzielung der frischen roten oder grünen Farbe ein Farbmittel verivandt. Auch subjeknv fet keine ftra, bare .Handlung anzunehmen, denn man habe keine bessere •Qualität damit vortäuschen wollen. Fräulein empfiehlt sich zum Mlcibermadjen unb Kostüm. 09-1061 Wcicritranc 31 v. WetterauSsichten in Hessen kur Freitag, den 28. Nov. 1913: Vorwiegenb trüb unb wolkig, strichweise Regen, Temperatur iveiug geändert. einen wesentlichen Fortschritt für die, Astrometrie und die Mechanik des Himmels und bei allen Aufgaben, bic mit dem Monde, ui tun haben Sie ermöglicht es, die Ortsbestimmung unteres so wichtigen Trabanten nach Richtung und Entfernung erheblich tiniaucr und von systematischen Fehlern meicntlid) freier auszuführen. 113-114 102 -110 90—98 85-88 Kohlenfüller mit kleinen Beschädigungen in der Lackierung gebe zu billigstem Preise ab. 17677 Ludwig Kröll, Blockstraße. eine bewährte Krankenkost für Erwachsene bei Störungen der Verdauung, bei Schwäche u. Appetitlosigkeit. (BcridytsfaoL Darmstadt, 26. Nov. Eine interessante, umfangreiche Klage wurde heute vor der Strafkammer I verhandelt Der 39iübrige Direktor der Groß-Gerauer Konservensabni „Helvetia", Wilh. Z arg es, war des Vergehens gegen § 10 des NahrnngSmittelacsetzes angeklagt. Er war beschuldigt^ die in der Fabrik hergestellten Gemüsekonserven, Erbsen, Bolfnen, Spinat unv. mit einem Kupferzusatz, und die Früchtekonserven, wie Erdbeeren, Johannisbeeren, Miriaxn, mit einem Teerfarbstoff versetzt zu haben, um ihnen eine schöne frische grüne oder rote Farbe zu geben, ^ali dieser Zusatz gesundheitsschädlich sei, wurde in der Anklage nicht behauptet, der Angeklagte sollte aber die Verfälschung der in den .Handel gebrachten Waren wissenttich betrieben und somit eine Täuschung des Publikums verübt haben: er hätte jeden- falls ben Zusatz auf der Büchse und Flasche vermerken müllen. 3n der Verhandlung waren vier Sachverständige, Prof. Dr. Welter und die Konservenfabrikanten Basserrnann, Braun und Nägel) geladen, die sich sämtlich dahin aussprack-en, daß eine Verfälschung von Nahrungsmitteln nicht vorliege. Der Angeklagte selber machte geltend, daß es doch für das Publikum kein Geheimnis sei daß ein chemischer Zusatz zur Erhaltung der fanben. Farbe notwendig sei. Jede .Hausfrau wisse, bau gekochtes Gemüse Mw. sofort die Farbe verliere. Er habe also durchaus nichts Un- Schellfische u. Kablian i.Eiövackunwtadellos lebend- frische scinite Nordseeware, soeben eingetroffen u. billigst bet 4828 August Wallenfels, Gießen, Marktplatz 17. Telephon 262. Zweig-toin Giessen Morg., Freitag abeudSUbr Mmts - Scriflinmlung im ,.Kaiserhof" 11. Stock« Vortrag uns. 1. Vorsitzenden: Wanderungen in den V*7/11 Algäucr Alpen. Zahlr. Erscheinen erwünscht. Zum BranO de; Do'turno. London, 26 Nov. Vor dem Handelsamt ist heute der Bra'nd des „Volturno" verhandelt worden. Der Anwalt des Amtes erklärte: Das Schiff führte 19 Boote, welche noch 150 Personen mehr aufnehmen konnten, als an Bord maren. Gegenüber der Erfahrung bei der „Titanic" sei bemerkenswert, daß der Menschenverlust geringer gewesen wäre, wenn der „Vol tumo" keine Boote geführt hätte, denn alle benutzte Boote seien verunglückt, so daß viele ertrunken seien. Die Schiffsladung bestand in Fässern mit Del und Teer, in Torf, Lumpen und stroh bewirfelten Flaschen Daher glaubte der Kapitän und wer sonst die Ladung kannte, das Schiss müsse jeden Augenblick untergehen. Der Kapitän, der Ehefingenieur und zwei Matrosen bauten die ganze Nackt an Flößen, um die noch an Bord befindlichen 300 bis 400 Mensckwn ui retten. Als die Boote der anderen Schisse anlamen, rief der Kavitän den Auswanderern zu, über Bord zu springen. Als sie sich weigerten, sprangen die Ingenieure und mehrere Matrosen voran, um ihnen den Weg zu zeigen. Lord Desart, der den Vorsitz führte, erklärte, daß sie nach guter seemännischer Tradition gehandelt Hüttern unb geringere Mastlämmer . . . Schweine. Pollsleischige Schweine DOitSO—100 kx Lebendgewicht...... • L-ollsleischige Schweine unter 80 k» Lebendgewicht......- - Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht........ Poll fleischige Schweine von 120—150kg Lebendgewicht . . ...... 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Oberstleutnant D s ch e m i - Bei wurde zum M i l i t ä r - A t t a ch 4 bei der Berliner Botschaft ernannt. c^lcischbütten ^leischmuldcn Waschbütten i in größter Auswahl empfiehlt billigst wilh. tzohlermann Küferei, Neustadt 12. IM T H 6 A76K oder km tonzertfeat O«bf« mmSehuti der Summe njeto AnOtDEtoiCTti ds eine smxn M <^rbert.]däeam frhdtoxJi m dlten Apoihr*eiuJ*Döerza PTOdD-ÖrlQwtijcMciiKlLMk O Niederlagen in Giessen: Pelikan - Apotheke, Hirsch- Apotheke, Löwen-Droger., Central-Drog.; in Großen- Linden: Apotheke, von n . Schlich; in Lieh: Drogerie Zimmer.Io Kälber. Feinste Mastkälber . . - - -..... Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . Geringere Mast- unb gute Saugkälber . . Geringere Saugkälber........ Sch ai e. Stalbnastschast: Mastlämmer unb jüngere Masthaunnel . . Aeltere Masthamniel, aut genährte junge Schafe in allen Fächern der .K lasten VI—01 höherer Lehranstalten. Beite Erfolge, deshalb sehr gute Emvseblimg aus all. Streif. Ostern 1913 erreichten von 14 Nach- Hülse-Schülern 13 die Versetzung. 6841 CiiittcbiüabrL Abgestürzt und verbrannt M o u r m e l o n , 26. Nov. Ein Militärdopveldecker mit zwei Insassen ist an der Grenze der Departements Marne unb Aube abgestürzt. Ter Benzinbehälter explodierte und die b e i d e n F 1 i e- ger verbrannten. Ter Absturz ereignete sich etwa 4 Kilo ineter von dem nächsten bewohnten Orte entfernt. Tie Ursacke des Unfalls ist unbekannt. Es ist unmöglich, bir vo 11 st a n d ig verkohlten L e i ck e n zu erkennen. Nur ein Mftitartalcken tuck und die Schuhe sind unversehrt geblieben. Aus ihnen fcklteßt man, daß es sich um ein Militärflugzeug handelt. ♦ Frankfurt a M., 26. Nov. Tie „Viktoria Luise" unternahm heute vormittag 0 Uhr, festlich gescknnückt. unter Führung ton Tr Lampertz von dar hiesigen Luftschifshalle aus ihre 400 Falttt, die sie bis nach Darntstadt führte und 11 - Stunben dauerte. Es dürfte wohl bisher kein Lnftschisf der Welt crifheren. das auf eine nur annähernd gleiche Anzahl ton roofilgehiugencii Fahrten mit zum Teil reckst bemerkenswerten Leistungen, zurück- blicken kann Am Sonntag ist das Luftschiff nochmals zum er mäßigten Preise ton 25 Pfg. zu besichtigen, bann wird btc Halle über Winter geschlossen. Der Ausbau des Mittellandkanals. Berlin, 27. Nov. Mit der Fortführung des Mittelkanals bis Magdeburg hat sich gestern der große Ai^scknst des Zentralvereins für deutsche Binnenschiffahrt beschäftigt und einen Beschluß gefaßt, in dem cs heißt: Der Ausbau^ des Mittelkcmals von Hannover bis Magdeburg wurde sowohl itn Interesse der deutschen Industrie wie des deutschen Handels und der deutschen Landwirtschaft liegen. Verurteilter Brandstifter. Wer nie die Nächte hustend safi, ber begreift kaum, welche Wohltat der Welt mit FavS hälfen Sodener Liineral Pastillen geschenkt worden ist. Die Pastillen, die aus zur Kur benutzten Heilguellen der Wemeinöc Soden stammen, wirken lindernd, lösend u. beruhigend, n enn man sie vor d. Schlafengehen nimmt, u. sic bekämpfen auch die schwersten Hnstenan'älle, wenn man sie n. Vorschr. verwendet. Man achte aber ans d. Namen „Fay" u. die amtl. Bescheinig, d Bürgerinstr.- Amt.Bad Sod.a.T. aus weiß. Kontrollstr. Pr.lrsPsg.d. Schacht. * Siedende Kohlen. Aus Breslau, 26. Nov., wird gemeldet - In der Schlesischen Gesellschaft Tür vaterländische Kultur brachte heute abend der Direktor des Phhsikalischen Instituts, Geheimer Regierungsrat Dr. Lummer eine Kohle zum Sieben. Er hat die Entdecknitg der Verflüssigung des Kohlenstosses an, ber elektrischen Bogenlampe gemacht, deren Kohlenstifte bei Unter druck des elektrischen Stromes zu sieden begannen. Das Siede- Färberei Gebr. Rover OießÄ£te'8 Swää Chemisches Reinigen u. Färben von Damen-, Herren- u. Kindergarderobe, Vorhängen, Decken, Teppichen, Portieren, Fellen, Spitzen, Federn, Re.hern, Kindermützen, Handschnhen etc. Lhen zirka ,000 An e r u f s g c n o s sen s ch af t" führt und ihren Sitz vorläufig bs 1914 iin Berlin bat. Die Genossenschaft ist in 19 Bezirke eingeteilt. Hessen und Baden bilden einen Bezirk, für den drei Vorstandsmitglieder und drei Ersatzmitglieder bestellt worden sind. Für Hessen sind als Vertreter gewählt: Kausmann Kalbsuß in Darmstadt, Kaufmann Häuser in Offen bach und Kaufmann IC. Röhr in Gießen. — Der Verein hat sich auch in diesem Jahr mit verschiedenen, zum Teil sehr wichtigen Standes-, Berufs- und Tagessragen beschäftigt. Hervorgehoben sollen hier nur werden: Der Protest gegen die reformbedürftigen Bestimmungen hinsichtlich der B e st e u e r u n g der Wandergewerbe auf kurze Zeit. Der Verein steht aus dem Standpunkt, daß hierdurch der ansässige Geschäftsmann auf das empfindlichste geschädigt wird und vertritt die Ansicht, daß eine andere Art der Besteuerung unbedingt ein treten müsse. Auch zu der Frage des Z u g a b e w e s e n s , der Ausnahmebestimmungen über das Detailreisen in der Wäschebranche, Lagerung unb Aufbewahrung von Mineralien usw. hat der Verein Stillung genommen. Dem SubmissivNsweseu wurde gleich falls besondere Ausmerksamkeit geschenkt, man hat gleich wie bei den meisten Handelskammern auch bei der hiesigen Handelskammer die Errichtung einer Zentrale zum Zweck der besseren Regelung des Submissionswesens für Dessen bcfürivortet. Die von der Textil brauche behufs besserer Ueberwachung der Ausverkäufe gegebene Anregung auf Gründung von Einigungsämtern wurde befürwortet. Hinsichtlich des Verbandsorgans ist eine Acnderung vorgesehen: an Stelle des bisherigen Fachblattes soll zukünftig das Fachblatt „Deutsche Rundschau" erscheinen. Verstöße gegen das Gesetz belr. ben unlauteren Wettbewerb kamen auch in dem letzten Jahre vor. Die meisten Fälle erledigten sich auf Aufforderung des Vereins hin, nur in einem Falle mußte Strafantrag gestellt werden. Der Verein hat, wie dies in seinen Satzungen vorgesehen, auch zur .Handelskammerwahl Stellung genommen. Hierbei ist der Wahlvorschlag, den der Verein auf Grund eines Hauptversamm- lungsbeschlusses gefaßt hatte, mit großer Mehrheit durchgedrungen. Tie im neuen Handelskarnnrergesetz vorgesehene Beschränkung hinsichtlich der Wahlfähigkeit einzelner Firmen hat der Vorstand entschieden bekämpft. Im Lause des Jahres hatte ein Teil der hiesigen Kolonialwarcnhändler den 1-Uhr-Ladenschluß an Sonntagen freiwillig eingeführt. Der Verein hat für sich Stellung hierzu nicht genommen, weil die einheitliche Regelung der Sonntagsruhe burd) Reichsgesetz in nächster Zeit bevorsteht. Auf Anfrage der Handelskammer zur Frage der Ausdehnung der K aufmanns- g c r i efj t e bat ber Vorstand unter Bekanntgabe seiner Bedenken sich dahin ausgesprochen, daß man für den Fall der Ausdehnung und bezw. Errichtung dieser (fKrichte solches dem Kreise selbst überlassen solle. Endlich hat sich der Vorstand aus Anfrage der hiesigen Handelskammer für die Einführung der Pflicht zur Führung k a n s m ä n n i s ch e r B ü ch e r auch von den sog. Heitren Gewerbetreibenden ausgesprochen. — Die Zahl der Mitglieder hat sich erhöht, neu hinzugetreten sind fünf Firmen. Satzungsgemäß batten ans dem Vorstand anszufcheiden die Herren R ö h r , V u ch - acker, Dreyfnß und Schulze, die mit großer Mehrheit wiedergewählt wurden. — Den Kassenbericht erstattete der Rechner, Kaufmann Rich. B u ch a ck c r. Steinbach (Kreis Gießen). Auf eine stimmungsvoll verlaufene Großherzvgsgeburtstagsfeier kann der Kriegerverein zurückblicken. Nach einer kernigen Ansprache des Vorsitzenden, Hrch. K e ß l e r VII., die in ein freudig aufgenommenes Großherzoashoch ausklang, sprach der Vorsteher des Hassiabezirks Gießen, Lehrer Da ab cnrs Lollar, über das gute Verhältnis des Hessen Volks zu feinem Fürsten, wobei er insbesondere der Zeit vor 100 Jahren gedachte. Herr Daab überreichte darauf bem Landwirt Johannes V., der jetzt 37 Jahre hindurch bas Rechireramt des Kriegervereins bekleidet bat, die ihm vom Gvoßl)erzog verliehene Auszeichnung und sprach ihm die besten Wünsche aus. ? Lang-Göns, 26. Nov. Die Feier von G r o ß h e r- z o g s Geburtstag mürbe gestern abenb vom Krieger verein gefeiert. Ter Ortsvorstand und die Vorstände der hiesigen Vereine hatten der Einladung Folge geleistet. Ter Zither- Uub unb der Gesangverein „Germania" verschönten die Frier. Lehrer S ch w i n n hielt eine Ansprache. Zum Tode verurteilt. Aachen, 27 Nov. Das Schwurgericht verurteilte heute nacht den zu Beggendorf geborenen, 23 Jahre alten Arbeite^ Martin Steegers unb die 38jährige, zu Barmen m .dem Kreise Aachcn geborene Witwe des Ackermanns Koch MM Tode und zum bauernben Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte. Außerdem wurde die Wüwe Kock) noch itogen versuchten Giftmord e s in drei Fällen zu fünf Jahren pickst Haus verorte, t. - ^ie beiden Angeklagten waren überführt nwrbcn, in der Nacht zum 21 Juli zu Bl au st ein gemeinschaftlich und mit llebcrlegung den Ehemann der Koch getötet zu haben. Fermw wurde festgestellt, daß die Witwe Kock) allein im Jahre 1913 in drei' verschiedenen Fällen ihren Ehemami zu töten versucht hatte. (Sir Ebtl Inh.: Karl Ohm TU: Burggraben 9. Täglich Konzert der Künwtlcrkapelle .»Hartwig“ IW" 10 Personen "WI DF- Eintritt frei "OS Anfang 7 Uhr WeitadMettd alle Backarttkcl empfehle in beiter Cualität ferner 17685 Mandelersatz aanz vorzügl., Backvrob. grat. 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Bericht von dem Krankenkassentag Breslau; 2. Wahl der NcchnungSprnsungskommission; 3. Satzungsänderung (§ 27 der neuen Satzung bctr. Familienhülse). d77/11 Wir laden die Herren Vertreter zu zahlreichem Besuche ein.__________________Der Vorstand. SÄNGERKRANZ Zu dem am nächsten Sonntag stattfindenden Konzert können keine Karten mehr ausgegehen werden da alle Plätze besetzt sind ________DER VORSTAND______yW/11 Freitag, 28. November, 8 Uhr, in Steins Garten: W. Meader Hofrezitator: Der Vefreiungskamps 1813/1815. Mit 100 farbige» Lichtbildern. Cm tritt 50 Psg. Mitglieder und Schuler 30 Psg. Alldeutscher Verband Gieße». d11/11 Evangelischer Bund. .s)tcqc Teilnahme an dem Vortrags-Abend des Akademischen Wartbnrgbundes Freitag, 28. d. MtS., 8*/.. Uhr in Steins Garten erwünscht. __Ter Vorstand. Gesellschaftsverein Giessen. Samstag, den 29. d. MtS., findet Vall statt. Wer an dem gemeinschaftlichen Essen teil zu nehmen wünscht, wolle dies spätestens bis Freitag nachmittag bei dem Hausverwalter anmeldcn und Tischkarte lösen. Unangemeldete Gäste können nicht mit Sicherheit auf warmes Essen rechnen und haben ein Aufgeld von 50 Pfennig zu zahlen. |V«/n GeMgeSsteliig des GdSjel- and VogdzncM- Vereins Giessen n.Umgeg. am 29. und 30. November 1913 auf dem Felsenkeller, Giessen, in der Nähe des Bahnhofes. — Um zahlreichen Besnch bittet[7C.O] Der Vorstand. Total-Ausverkauf weern Aufgabe des Laden« der Firma C.F.Schwarz Söhne Inh. Geoix Hildebrandt Ttftfil GIESSEN. Marktstrasse, Ecke Wettergasse Wir bringen nun, Vorkauf nur solide Waren zu Äusserst billigen Preisen und »war: Herren- u. Knabenanzüge, Ulster, Capes, Paletots, Mäntel, Joppen, Sport-Anzüge und sämtliche Artcltn- and Bernlaklelder. Ferner Uorrenbimden e. -Unterhosen, Strlsk|aekei n. Swaaten Reinwollene deutsche und engl. Stoffe Fantasie-Westen Kur ar bis Ende März 1914! Vcruänmc niemand die gönnt. Gelegenheit Flsischgr-Innungskrankenkasse Giessen. Margarine vollwertigster Ersatz für feine Molkerei butter. Die Wahlen des Ausschusses zur Fleischer-Jnnungskrankcnkasse finden Mittwoch, dc» 17. Dezember, nachmittags von 3 -7 Uhr, in der Rcstauratton „3»ni Haberkasten" (I. Ktiuz) statt. Es sind von Seiten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer je 7 Ausschnßmitglicdcr und 7 Ersatzmänner zu wählen. Die Wahlvorschläge müssen bis Mittwoch, den 10. Dezember, abends G Uhr, in der Geschäftsstelle der Kasse, Walltorstraße 71, cingeliefert sein. Es müssen bei den Wahlvorschlägcn der Arbeitnehmer die Bescheinigungen über die Annahme der Wahl beigefügt sein. Die Stimmabgabe ist an die Wahlvorschlägc gebunden. Die Wahlvorschlägc können von den Wahlberechtigten vom 11. Dezember ab in der Geschäftsstelle der Kasse eingcsehcn werden. DteListen der Wahlberechtigten liegen vom 2.Dezentber ab in der Geschäftsstelle der Kasse Walltvrstraßc 71 zur Einsicht offen. Etwaige Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wahl und Stimmbercchtignng, müssen bei Bcrnieidung des Ausschlusses spätestens 8 Tage vor dem Wahltage unter Beifügung von Beweismitteln bei dem Vorstand cingereicht sein. Der Wahlausschuß ist befugt die Wahl und Stimmbcrechtigung jeden Wühlers bei der Wahlhandlung zu prüfen. Es empsichlt sich, einen Ausweis zur Wahlhandlung mitzubringen. In der Geschäftsstelle der Kasse sind für später eingetretene wahlberechtigte Mitglieder Bescheinigungen zur Ausübung des Wahlrechtes zu erhalten. Der MM« Der FleiscDer-laemgetoetetee. Carl Pirr, l. Vorsitzender. iv»/.. Wvm-- d. WMsMtvcrm Kietzen. Am Sonntag, den 30. November, vormittags 11 Uhr, im Volksbad ,767g Anschwimmen. Gäste und Interessenten willkommen. Eintritt frei. Philosopbenwald. Moraca Freitag, 28. November: Schlachtfest. Morgens: Wellfleisch mit Kraut. Abends 0.6 llbr ab Metzeleuppe. wozu freundlichst ei ul adel ,6S4 F. Karnickel. 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