( Otto Mt-grr n« if Uchcndcn HttiM ltgtnübct kintrlti Reit Mack beot* Äiisrii! bei Sorte mbnnbuiluiifletÜM : Türe lihou ;u iS. dic Mahuu ia, ht der 2ine i'la.t g<- cdtanner vor brr: inglidj iiir kor':tt ) eine Unrorfntlij- Schm auf bitfijn •cbt M M Smulfton alle den Leber- m reich ihnen ilk. und PhoS- ing der Zähne LSR ”• Stete «Nr. l9l >uh bttk, "'"ngtt tify* J.^eü °>lauheu vaf? n‘"unb q-4 £ { °°d bit Sm,, fetten geben auck vaters. T. * l ei deinen tfy Antintere. «* Mlbr.bei iienätaa, bett 23, lll,n- Tonntr*tr.e Jei Heinen «tti|.ir 1 !°U6r. ?ireüd^ kleinen ?rflifn 'lerie-Re-imeni,,: Udr. de: deinen r caniMv, den , bet geirotnhten Ie,'dtn 3nfinttrib ie in 3 thcn vn *• b"dt 10« Ubr, i'olkoreiitn (unter fflimenll): Kinder, in ‘lläntienloitl in It bs Intiigen > 1 V. Ubr. °» WZ begnabizi ? den -jeliLV JJJJub Kor kL *hfe? ibflbnidwnr.tr Sd* I Wi« MnJ oücr Setnnck 5« lltvin W'> 79R> Wojcik. M'itt S°'°d ropA 571 «Iw ■ M-: * E" SiiidJ ., । 'ilionatt • leit!*- 1" . 05t(. Ivtg Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten ge- 1. Ausfuhr nach Finnland: der me damit, das; das Snftcm der deutsche Einfuhr- naten des laufenden Wahres erkennen läßt, mobci die waltige Steigerung im laufenden Jahre hcrvortrilt: Roggen Roggenmehl Trr .. k<. Ge- nach Äo- Mochten Scizen Hafer 2. «liefubr 173 SSö 344 571 1912 10T»fi06 T.-3tr 474 5u Wiesbaden im engen Kreise und andächtiger Betrachtung noch ein anderes Fest, den Jahrestag der Konvention Don tau» roggen. durch die ihr (tenoral und Führer den Anstoß ;u all dem Großen von 1813 gegeben. Tic Ankündigung, daß die russische Regierung als (9e- genmaßregel gegen die deutschen Einfuhrscheine, die in der Wirkung einer verschleierten Ausfuhrprämie gleichkommen. die Erhebung einens Zolles auf ausländisches Wette ibc und zwar sowohl in Rußland selbst, als auch in Finnland plant, ist geeignet, einiges Erstaune,, u erregen Trr russische Handelsm, nister begründet diese Maßnaht scheit ' ichleierten AusfuhrprZmieil, wie . Kaiser und Reichskanzler. Die ..Rordd. Allg. Ztg." meldet: Trr Man'cr machte am Samstag vormittag dem Reichskanzler einen längeren Besuch Tie Betriebs-Einnahmen der preußisch- hessischen Staatseisenbahnen haben im Monat November gegenüber dem gleichen Monat des Bonahres im Tic durch die Einfuhrscheine ermöglichte Verbilligung Getreideausfuhr nach Rußland, hi? so groß ist. daß scheine die Entwicklung der russische,t Landwirtschaft hin- bete, und zwar werde die Lage noch schlimmer, sobald Rußland seine Anbauflächen vergrößern und in der Feldkul- tur vollendetere Methoden anwenden werde Dieser Hin- ti'cis bezieht sich auf die von Stolnpin eingeleitete Agrarreform. durch melrtK die Anbausläche sich in den letzten 1913 A»2849 D -Ztr E548 ,. 98 2*5 6575 2luslan0. Tel casses Rückkehr n a di Frankreich. Der „Matin" beröffentlidtt die anscheinend offiziöse Mitteilung: Als Herr Tel cass4 im März d. I. den Botschaftcrposten in Petersburg annabm. wurde ausgemacht, daß er nur in außerordentlicher Mission für sechs oder zehn Monate dorthin gehe. Aus persönlichen Gründen und namentlich aus Familienrücksichten wollte sich Delcasse nicht für unbestimmte Zett von Paris entfernen. Seiner Absicht gemäß wird also Herr Telcasi'4, der in acht Tagen nach Petersburg zurück- kehren wird, nur noch wenige Tage dort verbleiben und Ende Januar endgültig nach Frankreich zurückkehren. Lein Nachfolger ist noch nicht namhaft gemacht. Verstärkung der schwedischen Wehrmacht. Ter schwedische Staatsmimstcr Staat hielt in Karls- krona eine Rede, in der er die Hauppunkte seine- Regio» acivachsen. Zur Erläuterung geben wir nachstehend eine Tabelle, welche die Ausfuhr deutscheii (tetrcibet nach Rußland und nach Finnland im Fabre 1913 und in den 11 Montan den Doppelzentner Roggen in den russischen Grenz- aebieten um etwa 50 Mk billiger kaust als 'n Icnr-^.r land, hat die mertwürdi^e Erscheinung zur Folge gehabt, daß in senen Gebieten eine Menge russischer Mühlen errichtet worden sind, die den deutschen Roggen lauten und vermahlen, wobei sie das Mehl in Rußland verkaufen, die daraus gewonnene Kleie aber, die bei uns zollfrei »st. mit großem Gewinn nackt Deutschland zurückfenden Das Ergebnis davon ist. daß dos in diesen russischen Mühlen hergestellte deutsche Mehl in Rußland billiger ist als das in deutschen Mühlen fabrizierte Eben über diese Mott- iurrenz beklagen sich die russische Mnhlenindustrie und die russische Landwirtschaft. Auf deutscher Seite wird nun entschieden bestritten, daß dic russ. Reoieruttg zur Einführung eines Zolles auf deutsches Getreide in Finnland oerechkigt ist. denn das Zusatz- vr o t o k o l l zum deutfch rnsstschen Handelsvertrag von 1 9 05 verpflichtet die russische Regierung. ..bevor sie zur Einverleibung des Zollgebietes des Groß- fürftrntumo Finnland in dasjenige des russischen Kaiser icichcs schreitet, die deutsche Regierung m t tt d e fl e n s zwei Fahre vorher von ihrer diesbezüglichcti Entschließung zu verständigen". Tic Ankündigung, daß der Zeitpunkt des Fnkrafttretens des betr. Gesetzentwurfes „noch nicht feft- ftett", scheint denn auch anzudeuten, daß man im Zarenreiche diese Bedenken anerkennt. Aber auch die Berechtigung der Einfübrung von Getreidezöllen in Rußland erscheint als höchst fragwürdig, deiln der dentsch-russifche Handelsvertrag, welcher die Meistbeaünstigung Vorsicht, läuft erst im Zahle 1917 ab. und cs müßte tedenfalls als ein sehr ungewöhnlicher und als ein unfreundlicher Akt angesehen werden, wenn der eine Kontrabenl innerhalb der Vertragsdauer Abänderungen zu llnflunöcn des anderen vornehmen wollte. Voraussichtlich wird die Regierung des Zaren auch in diesem Punkte noch mit sich reden lassen, ebenso wie die in letzter Zeit mehrfach aiigcdrohtc Sperre bc-r russi scheu Laifonarbei- ter schon deshalb nicht recht ernst genommen wird, weil das Zarenreich icdenfalls noch auf geraume Zeit hinaus eher einen Mangel an Arbeit als an Arbeitern aufweisen dürfte. Tie einstige» FreSken in der Friedbergeck 2 t a b i f t r d> r Herr E Änthes glaubt, meine Mitteilung Uber die einstigen Fresken der Friedberaer £'id)frauenfir(fr in der Beilage Ar 295 der ..Darmstadter Zeitung" berichtigen -,u muffen. Zch tobe ihm zu ernKdern: 1. Rach erneuter Versicherung von Herrn Hoiphowgraph Albert Schmidt Friedbera find die allermeisten der meit über 30 Aufnahmen ..bisher tatsächlich unbekannt". Abzüge wurden nur von einigen wenigen Platten gemach: Von einer ..Entdeckung" kann aldo sehr wohl o,e 'fibb irtn. 2 Die Fresken find in den ..Cuanafbtdrtrrn" 1*96 als Jpätromanifd)" festgelegt 3 Ein Snl der Aufnahmen leichr tal'-ichlich in die lATOer Zabre zurück Lollodiumplatten!' 1 AuS 2 Schreiben des Herrn E Amhest bom 13 'Jftnx irnb R T**> «1913 an Herrn 2 rr- flibt sich daraus, daß. bei Heilmaßnahmen mit Mesothorium die Anwendung von Vorsichtsmaßregeln sehr geboten ist ~ — Die kleine Landratte ..Gewiß." erflärte stolz bei Steuermann den benmndernden jungen Damen, die zum crfi-nmnl die Planken eine- größeren Donuners betreten, „dies Sckuff macht in ter Stund«: 16 Insten." ..Ach." meint die hübsche Wortführerin der nnßöegierigen Weiblichkeit verblümt, „ba muffen Sie ja entsetzlich viel Schnur im Jahre verbrauchen . . schönic ihm sein Weihnacht-sest und ließ ihn während dieser Tage noch mit gutem Humor ausführliche Anordnungen für die Dintcr- auaniere einleiten, die er doch me zu beziehen gedachte Eine Menge fraiizösiichcr Beamter, die aus den deutschen Ländern, wo sie angeftellt gewesen, sich in Frankfurt zuiammengesunden hatten. ließ er am 26. Dczember sämtlich nach Mainz abrübren. da mit diese zur Verbreitung der Rachncht beitragen könnten, die Preußen dächten nicht mehr an Krieg Der Feldmarschall aber bat am selben Tage den Freiherrn voin Stein, seinen wackeien Helfersbeller am Werk des Weiterkämpkens. um ..feinen Segen" und schloß mit den Worten: ..Vorwärts soll es gehen, ba« für stehe ich Fhnen Auch im jbauvtonanier des eifernen Park harscht- an gewisses Behagen, wie feit langem nicht Zwar hatten Cihifcre wie Soldaten nicht allzu viel .,zu brechen und zu beißen", und auch mit dem ftomtort mar es in den provisorischen Stanpouartiftcn übel bestellt So war für ntele die schönste Scib nachtsbescherung „das große Avancement", mit dem der Monier von Frankfurt aus die Heldentaten seiner Drupven belohnte: sie erfuhren z. T gerade in diesen Tagen ihre Beförderung Der itrertfl- Pork war ioaar mit Vahnachtsurlaub freigebig, weil ja allgemein vor Neujahr kein Deitermarsch erroanet mürbe Blücher benachrichtigte ent am 26 auf SdHPanenbergs Befehl hin seine SoipSführer eigenhändig davon, die die Armee den Rhein mit dem Tagesanbruch des 1. Januar überschreiten solle. Die Erradlung einer Weihnachtsfeier von 1813, die 'N vieler Hinsicht als topisch gehen kann, ist uns in den Tvge budvtn Äarl p Roeders erhalten Roeder hatte Bneie von Freunden aus Heidelberg erhalten, die ibn zum L-erbnachtstest ein- luden, und las 'ie gerade, als General Bork mit inner Piene gemütlich bei ihm antrat. Er wagte ».ch». um Urlaub ;u bitten, aber Bork gab ibn ihm freiwillig mit den Worten: „Warum nicht? Bor ^eutadr beginnen keine Feindselig kni rn lachen Sie nur immer bin. Sie können rmr^artn auch manches erzählen Und wissen Sic nod) etwas? Reisen Sie als Kapitän hm. Ich mar gekommen. Fduen zu sagen, daß Sie Äaxntün geworden find " Wer war froher als ich, und so trat ich denn auch meine Reise an." Fm Mrnfe des Dichter. Fohann Heinrich Boß und der Goethe-Freunde Sui- Picc und Melchior Botsfer^e feierte nun der lunge Kapitän Lrih- nechren ..Tausendfache Beweise der Liebe für mich und her Ach- tung Tür uns Preußen mürben mir zurri! '. schreibt er davon an feine Eltern „So etwas ist eine Freude, die von den Himmels- hobeu kommt, den müden Wanderer zu laben. Man nehme sie dank- bar gegen Gott am, vergesse aber mchr. daß fre nur ;j unten 9n- ttiengungen nörfen sollen und neue Berpflichtungen aufleqen. da- mit w:r die Liede und Achtung edler Menschen verdienen " Roeder wohnte auch einer Weibnachtsbescherung in einer Erziehungsanstalt bei. hie großen Eindruck auf ihn machte ,^Zch war rnundervar bewegt." schreibt er, „dic Freude der Nxnocr, das Gefühl, für Weihnachten 1815. ES tvar ein denkwürdiges Wrihnachtsfest. das die Freiheits- 'ämpfer ven 181.3 an den Ufern des Rheins mit der Aussicht ui den baldigen Einmarsch ui Frankreich begingen Blüche, 'vrach nr sie alle aus. was fie an diesem Fest mit frommem Hochgefühl mpfänden, ii*cnit er schrieb: ,.Fch will mit meinen Waffenbrüdern n diesem stolzen Strome alle unechtschast abmaidv'u, unb als freie deutsche wollen wir das Gebiet der großen Ration betreten " Die nnerc Weide, die sie hur* die Abschüttetung der Sklavenketten sich rrungen hatten, mußte fie für manch äußeren Mangel entidki- ngen Die CcfterrcKbcr mären zu Weihnacht schon ;um größten teil auf dem Marsch: iie hatten sich in der Zeit vom 8. bic mm 20. Dezember in der Schwei; zusammen gezogen, unb begannen :m 21. bei Basel die Ueberfthmtung des Rdeins («eribc am 24 nd 25 war der llcberqang der österreichischen «oros durch alleres Schwierigkeiten bedinden. und so werden die esterreicher eben- o wie die Württembrrgei und Baoern, die die gleiche Bewegung ne sie au#fübrten. nicht viel Zeit zum Feiern des Ehristfestes getobt hoben. Anders war es imt Preußen Sie hatten sich ia zum -chein. um die Franzosen am andern Rdemufer za täuitbai. in bren Cuerttertr., io gut es ging, häuslich eingerichtet und ftan >en ruhig längs des Rheins zwischen Noblen; und Mannheim, nährend das Haupt beer der Verdnndetrn betritt durch die Schweiz 'nn Feindesland zustredtc Die Porberrinmgen mm '♦ibemubergang wurden in oller Stille ietroffen, und als am Abend des 2 » Dezember mtber Erwarten iflb die flunotberung des Cbrrbefebl-Ababer* Schwarzenberg nr. raf, über den Strom zu geben u«d durch Beschäftigung des Fern -r4 di.' bedrohte rechte Flanke der Hauptarmee zu decken, war man dlgcmetn überrascht Man batte geglaubt, die Feiertage noch ganz m Rude zu verleben Blücher, der gegen die ..Federfuchser" -vetterte und seine Wut durchaus nickn verborg, solange die Fne- )ensverHandlungen am Horizont drohten, war teht wieder guter -Saune, da sein ..Borwart--' doch noch zur Devise des Tages ce worben mar. Die .Komödie" jur Täuschung der Franzosen wachte rr voll Behagen mit Er redete viel von seinen Sinterguartierm and schien sich nun endlich nach so vielem Widerstreden in das Lotz eine. ..faulen Ruhe" zu finden Am 25. Dezember verlegte tr sogar noch aus freien Stücken sein Haaptouamer von Höchst »ach Frankfurt, inbem er sagte, da er nun einmal doch den Str.r-T ruf der Bärenhaut liegen muffe, so wolle er fichs in der alten ^aiferstadt recht^wohl fein lassen Herzhaft nahm er mit. was sich ':rn in diesen Tagen der fdicinbarrn Muße an '.’lnnrfimlnbfc’ten ut# Lebens bot, front „im Steife guter Freunde r.n gut Glas Ah.inwrin" und tänzle sogar bet der lauten Feier seine- 72 Ge- irtstages jugendfrisch mit Bork m einer Quadrille mit. Der Ge Hartle, daß es mut bald „nach Frankreich" bmrin ging, ver- Die russische Zollandrohung. Peter - burg , 20 De» Der russische Handel-minister lrnt dem Ministerrat folgende Gesetzentnmn«- vorgelegt 1 einen i-efetzentnmri bett die Au'erlegung eines 3ol,e4 auf ausländisches f*etr JMT Ä -^r A «c|iia»>r l«: erichrim läqlidj, außer jflLK« p] • vrfui11: 7M:^ mettel- mtofeoitOT 71 tttOtAOt 2 Wlvnvllvl 4lll1vlUvl ,’enifpred) • rtmAinnt: • VL ■ ^rronnrorilid) Im heu Hli die Hebafnoa 1H, yolit. Zeit Au.i. Goeiz: MM General-Anzeiger für Oberhessen MW i vönnuia^"i»'"lth^ »Otatioirtznick II»- verli- her vrühfscheN Uilv. Vuch intz 5tet«tznlckerei rr. can-e. Nedattso«, Lspebitio» und vrickerei: Schtzlpraße 7. Anu-.aeiuk":' o. Beck! E b< dt b< B tv d . 61 !)•;< »• d„ s*i, n 5' rungsprogrammes betreffend die nationale Verleid i guttg bekannt gab und die Wichtigkeit betonte, das Neu - tralitätsprinziv festzuhalten. Schweden müsse mit allen Mächten Freundschaft halten, ohne zu irgend einer in zu herzliche Beziehungen zu treten. Für das Fußvolk sollte die Winterausbildung eingcführt werden, doch erst nach den Neuwahlen von 1914 werde bestimmt, wie groß die Verlängerung der Uebungszeit für die Fußtruppen sein soll. Die Mittel dafür wären vorhanden. Die Wehrkraft wurde weiter erhöht durch die Aus bildung allerStude ntenals R e s ervechargen. Die Vermehrung der Kosten für die Ausrüstung des Heeres, den Bau von Krie gsschiffen, die Verstärkung der Küstenbefestigungen und die Verlängerung der Wehrp flichtzeit der Spezialwaffen würde durch die wachsenden Staatseinnahmen sowie durch eine nach deutsch em Muster gestaltete progressive Wehr st euer auf größere Vermögen und Einkommen gedeckt. Neue Treibereien Essad Paschas? Nach serbischen Blättermeldungen sanden zwischen dem 17. und 19. Dezember in albanischem Gebiete westlich von Dibra blutige Kamp fe statt. Es wird vermutet, daß es sich um Zusammenstöße zwischen Anhängern der Provisorischen Regierung in Balona und solchen Essad Paschas handelt. EtngriechischesArmcekorPsunter e inem fra nzösischen Gener al. Durch Dekret des Königs der Hellenen wird ein eigenes Armeekorps von Attika_ geschossen, das dem französischen General Eydo uz unterstellt toüt und als Modellkorps für die anderen Armeekorps dient. Au» Stadt und Land. Gießen, 21. Dezember 1913. "SeingoldenesDoktorjubiläum feiert heute Geh. Hofrat Professor Dr. Siebeck. Der Rektor und Dekan der Philosophischen Fakultät überbrachte ihm heute die Glückwünsche der Landesuniversität und überreichte ihm zugleich das von der Universität Halle erneuerte Doktordiplom. *" D e r g o l d e n e S o n n t a g. Die endlich eingetretcne kalte Witterung der letzten Tage hat einen Umschwung im Geschäft herbeigeführt. Nicht nur die Eisenbahn, sondern besonders die abgetrockneten Landstraßen hatten ein Heer von Menschen am Nachmittag in die Stadt gebracht, die aber nicht nur Umschau hielten, wie am vorigen Sonntag, sondern als Einkäufer die Geschäfte füllten. Der Han - delin allen Branchen war des goldenen Sonntags würdig. Artikel, die in diesem Jahre bisher wie Blei lagen, wurden stark begehrt und die Kaufleute, die in ihren Anforderungen an die Geschäfte bescheiden geworden sind, maty ten wieder frohe Gesichter. Auch die wenigen kalten Tage in der letzten Woche hatten schon kräftig belebend aus den Handel einaewirkt. Wenn der gestrige Sonntag auch nicht vom Golde strahlte, so ließ er doch die Hoffnung auftommen, daß die drei Tage, die uns noch vom Weihnachtsfeste trennen, sich noch für die Geschäftswelt befriedigend gestalten können, wenn der Frost anhält und dabei trockenes helles Wetter bestehen bleibt. ** Stadttheater. Es sei darauf hingewicsen, daß die "Aufführung des neuen Schwankes „Tie spanische Fliege" am Freitag, den zweiten Feiertag, abends bei gewöhnlichen Preisen stattfindet und nicht bei tleinen, wie irrtümlich auf dem Wochenzettel angegeben ist. — Tie neue Operette „D a s Musi- kanten mädei" van Georg Zarno, dem Komponisten der „Försterchristel", die für Samstag vorgesehen ist, gilt als das beste Wert Jarnos und wird überhaupt von Fachleuten als eine der musikalisch gediegensten Erscheinungen des Künstlers erklärt. Tie Ausführung dürfte sich hier umsomehr zu einem großen Erfolg auswachsen, als wir in unserer Soubrette Fräulein Hansi Martini eine prädestinierte Vertreterin für die Titelrolle besitzen ; in ihrem letzten Engagement in Amerika hat Frl. Martini nach vorliegenden Besprechungen gerade mit dem „Müsi-- kantenmädel" große Begeisterung erweckt. •• Hebe r fahren und getötet wurde am Samstag abend auf dem Gießener Bahnhof der Rangiermeister G i m bet von Lützellinden. Gimbel wollte die Gleise überschreiten und wurde dabei von dem von Coblenz kommenden Personenzuge erfaßt und vollständig zermalmt. Der Getötete ist Vater von sieben zum Teil noch unmündigen Kindern. ** Unterschlagung iin Am t Der Fahrkartenverkäufer Karl R. von per Gießener Fahrkartenausgabe ist nach Veruntreuung von etwa 1000 M k. vereinnahmter Gelder vom Dienst dispensiert. Er hat die Fehlbeträge, die er an der Fahrlärten-Truckmaschine unterschlagen hat, dadurch zu verdecken versucht, daß er den Kon- trollstreifen verfälschte. Der Fehlbetrag, den die Frankfurter Fahrkarten-Kontrolle entdeckte, ist sofort von Verwandten beb R. bezahlt worden. ** Urlauber. Die am 1. Oktober bei unserem Regiment eingetretenen Mannschaften gingen heute in Urlaub, wogegen die Stamm-Mannschaft erst morgen von hier geht. Unsere Soldaten können sich bis Neuiahr ausruhen. Sik müssen am 3. Januar kommenden Jahres erst wieder morgens zum Dienst antreten. ** M ilitärtrans Porte. In der Samstagnacht passierten zwei Militär sonderzüge, der eine von Kassel, bei andere von Frankfurt a. M. kommend, unsern Bahnhof. Gestern waren es 4 Militärzüge, welche unsere Station berührten, Transporte mit klrlaubern von Berlin bis Gießen, Berlin — g^-.aukfurt a. M., Straßburg—Kassel und Straßburg—Hannover. . eiche Massentransporte die Eisenbahn über Weihnachten durch die Urlauber zu bewältigen hat, geht auS der Mitteilung hervor, daß die Garnison Wilhelmshaven am Freitag und Samstag allein 17 000 Urlauber ins Land hinein geschickt hat. **Respektvorden99ernausZabern ! Samstag nacht konnte der aus Elsaß-LothriNgen kommende Militär-Sonderzug mit Urlaubern nicht in unseren Bahnhof cin- fahren und hielt auf dem Eisenbahndamm an der Hamm- straße längere Zeit. Die Mannsckxrftcn im Zuge äußerten zum Abteilfenster hinaus laut ihren Unwillen über den Aufenthalt, bis ihnen ein Passant des Viadukts bei der Gail- sußfchen Villa zurief: „Halts M . .? Ihr Pollacken." Ta tarn er aber schon an. Stolz rief man ihm zu: „Wir sind nicht aus Polen: „Respekt vor den 99 c r n aus Za bern !" Kleinlaut zog der Zivilist auf der Straße von dannen, und der haltende Zug fetzte sich langsam in Bewegung. ** Die Mitteldeutsche (Srcbitbant, Filiale Gießen, macht heute im Anzeigenteil bekannt, daß sie ihre Kassen stunden am 24. Dezember (Weihnachtsabend) auf 8—12 Uhr vormittags und 2—4 Uhr nachmittags festgesetzt hat. Landkreis Gießen. t. Burkhardsfelden, 20. Dez Die Bürger- mei st erwähl ist auf den 29. d. Mts. festgelegt worden. Die Wahl des bisherigen Bürgermeisters dürste als gesichert gelten. — Eine arge Enttäuschung erlitten gestern abend die Besitzer des „Elektrischen", als gerade zur Füttc- rungszcit die Leitung versagte. Dies war bereits das zweite Mas, daß der Strom ausblieb. Die Petroleumlampen dürfen nicht ganz beiseite gestellt werden. i. Göbelnrod, 20. Dez. Die auf einem Berge so schön gelogene Kirche zu W irberg wird gegenwärtig nur noch von den Gemeinden Reinhardshain und Göbelnrod ioden Sonntag besucht, während die Filialen Beltershain und Harbach in ihren Gemeinden Gottesdienst haben. Nur einmal im Jahre versammeln sich droben die vier Gemeinden, nämlich Pfingsten zur Konfirmation. Es ist dann ein schönes, feierliches Bild, wenn die Gerne in do- glieder von allen vier Himmelsrichtungen zur einsamen Kirche emporsteigen. Im Winter allerdings zog fe” bisher mancher vor, daheim zu bleiben; denn die Wege sind dann schlecht und die Kirche war kalt. Diesem letzten Mißstande ist nun glücklich abgeholfen worden. Seit diesem Herbst wird die Kirche an jedem Sonntage geheizt. i. Beltershain, 19. Dez. Heute abend ließ uns das elektrische Licht zum ersten Male im Stich. Kurz nach 6 Uhr war das ganze Dors plötzlich in Dunkel gehüllt. Bald sah man dann manches Fenster erhellt durch den Schein der alten treuen Petroleumlampe. 'Jiad) halbstündiger Unterbrechung funktionierte das Licht wiedet. S. Lang-Göns, 21. Dez. Gestern abend brannte zum ersten Male das elektrische Licht in den Straßen. Da in den meisten Häusern die Leitung 'fertiggestellt ist, aber die Zähler noch nicht angebracht sind, wäre es sehr wünschenswert, daß diese noch vor Weihnachten fertiggestellt würden, damit auch alle hiesigen Bewohner, welclse die Leitung schon seit einem halben Jahre und noch früher angelegt haben, in den Weihnachtsfeiertagen das schöne Licht erhielten. /\ Inheiden, 21. Dez. Fast zwei Jahre hat man um da? Beigeordnetenamt gekämvft, das Glück schwankte wiederholt zwischen den beiden Kandidaten Ludwig Dietz und Karl Junker. JedcSmal wurde die Wahl vom Kreisamt Gießen aufgehoben und die Gemeinde hat den größten Teil der Kosten zu tragen. Jetzt hat endlich Ludwig Dietz das heiß umstrittene Beigeordnetenamt erhalten. Kreis Friedberg. m Bad-Nauheim, 21. Dez. Am Sonntag vormittag gegen 11 Uhr wurde in der Wohnung der Witwe 91 it ft in deren 26jährigcr Sohn, der Drogist A ustin und eine 21 jähr. Kellnerin auS Brcmdoberndori bewußtlos aufgefunden. Nach näherer Untersuchung stellte eS sich heraus, daß beide Arsenik genommen hatten. Der junge Mann war bereits tot, während das Mädchen noch lebte und nach AuSpumpen des Mögen? im städtischen Krankenhause jedenfalls mit dem Leben davonkommt. Der junge Mann war seit kurzer Zeit in der Drogerie H. hier in Stellung, lernte die Kellnerin kennen und soll sich ini Verkehr mit ihr ein unheilbares Leiden zu- gezoaen haben, was ihn veranlaßte, Rache an ihr auSzmiben, indem er sich und seine Geliebte durch Arsenik, welche? er leicht in der Drogerie erholten konnte, aus der Welt schaffte. k. Butzbach, 21. Dez. In der städtischen Turnhalle veranstaltete der Vorstand der Kleinkinder schule heute abend eine Weihnachtsfeier. Die Frier wurde durch Gesänge eingeleitet denen die Vorträge der Kleinen folgten, die die Lehrerin Möller eingeübt hatte. Pfarrer LooS hielt im Namen des Vorstandes der Kleinkinderschule eine Ansprache, in der er darauf hinwies, daß es durch die zahlreichen Spenden hiesiger Bewohner dem Vorstand ermöglicht worden sei, 100 Kindern je ein Weihnachtsgeschenk zn verabreichen. Es war eine Freude, zuzusehen, wie die Kleinen unter dem geschmückten Weihnachtsbaum ihre Geschenke entgegennahmen. Die Sammlung hatte in diesem Jahre nahezu 400 Mark ergeben. Kreis Schotten. tz. Herchenhain, 20. Dez. Bei der heutigen B ür - aermei st erwähl wurde der bisherige Bürgermeister Heinrich Komp V. zum zweiten Male mit 82 Stimmen wiedergewählt. Von 98 Wahlberechtigten machten 85 von ihrem Wahlrechte Gebrauch. Kreis Friedberg. in. Nieder-Mörlen, 21. Dez. Nachdem Pfarrer Dietewich das neuerbautc Pfarrhaus bezogen hat, wird nach den Erneuerungsarbeiten das alte Pfarrhaus seinem Zweck als Schwesternhaus übergeben werden können, vorausgesetzt, daß die Gemeindevertretung die für die Umänderung des Hauses erforderlichen 12 000 Mk. bewilligt. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach a. M., 22. Dez. Die Wahl der Ausschußmitglieder zur Ortskrankenkasse wurde nach voraufgegangenen ziemlich heftigen Wahlkampf am Samstag vorgenommen, bei der in elf Wahllokalen insgesamt 50 Ausschußmitglieder zu wählen waren. Von rund 28 000 Wahlberechtigten wurden 15 728 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf die Liste I, die von den freigewerkschaftlichen Organisationen aufgestellt wurde, 13 422 Stimmen und auf die Liste II der christlichen Gewerkschaften 2306 Stimmen. Nach dem System der Proportionalwahl erhalten demnach die Freiorganisierten 43 Ausschußmitglieder und 7 Vorstandsmitglieder, die christlichen Gewerkschaften 7 Ausschußmitglieder und 1 Vorstandsmitglied. Die Mehrheit im Vorstand der Ortskrankenkasse behält demnach nach wie vor die sozialdemokratische Partei. — Tie vom Verein für ftun ft. pflege veranstaltete Weihnachtsausstellung „Gebu r t Christi und Madonna" wurde am Sonntag int Vortragssaal der Technischen Lehranstalten eröffnet. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt bis zum 28. dieses Monats geöffnet. Kreis Wetzlar. 0 Dorlar, 21. Dez. Am Donnerstag haben die beteiligten Organe aus A^ach-Doriar endgültigen Beschluß gefaßt über den Bau eines neuen Pfarrhauses. Tas Baugelände, das in der Nähe der Haltestelle an der Straße nach Atzbach gelegen ist, wurde durch Zusammenlegung der Feldmark bereit gestellt. Hessen-Nassau. [] Marburg, 20. Dez. Dem Privatdozeittcn der medi- ttimchen Fakultät und Assistenzärzten an der medizmiscl-en und Poliklinik, Tr. Hurter und Dr. Kirchheim, wurde der P r o fe s s o r t ite l verliehen. [] Marburg, 20. Tez. Einen recht eigentümlichen „Ulf" leisteten sich hier drei Studenten. Um die Mitternacht S-- ftunbe wurden die Bewohner des Sternwegs durch einen Schuß erschreckt. Die an die Fenster eilenden Bürger sahen nun wie zwei junge Herren einen schwer stöhnenden Mann sott- transportierten Vorübergehende kamen hinzu, und als sic sich erboten, ärztliche Hilfe zu holen, tröstete sie einer der jungen Herren mit der Bemerkung „Els ist jl-a nur ein Schuß in bic Lunge!" Selbstverständlich nahm sich die Polizei der Sache an und nun stellte sich heraus, daß bic ganze Sache nur markiert gewesen war imb zwar jedenfalls zu dem Zwecke, die Bewohner in Aufregung zu bringen. Ter „Scherz" wird jedenfalls bat Beteiligten teuer zu stehen kommen. ü Biedenkopf, 20 Tez. In Girkhausen im Kreise Wittgenstein brannte das Wohnhaus nebst Scheune und Stall des Drechslers Lückcl nieder. Nur ein Teil der Einrichtung konnte gerettet werden Q Altenkirchen 'Westerwald), 21. Tez. Durch die Verhaftung des 19 jährigen Zahntechnikers Ockler ist es gelungen, den Falschmünzer zu ermitteln, der seit Monaten die Citidntften des Westerwaldes und des Siegerlandes mit falschen Zweimarkstücken oeriah. Ockler ist der >>obn eines Forst- beamten: er war hier in Stellung und Hai in jeinem Arbeits- itaum die Falfchstücke hcrgestellt. Tic Angelegenheit dürste einen großen T^mfang annehmen, da die Staatsanwaltschaft noch mehrere Personen in Verdacht hat, die mit dem verhafteten OcAcr falsche Zweimarkstücke verbreitet haben sollen. Vereinsnachrichten. S. Lang-Göns, 21. Dez. Ter Kriegcrvercin seierte geitcrn abend in der Gastwirtschaft Henrich, unter außerordentlicher Beteiligung, feine diesjährige Weihnachtsfeier verbunden mit einer Verlosung. Pfarrer Weber eröffnete die Feier mit einer Ansprache. $ Bad-Nauheim, 21. Dez. Eine schön verlaufene öffentliche Weihnachtsfeier veranstaltete heute im Sprudel-Hotel der Ev a n g. Jünglings- und Männerverein. Pfarrassistent Elotz hielt die Ansprache. Mitglieder des Vereins gaben gesangliche und deklamatorische Darbietungen. Auch eine Verlosung fand statt. rn. B a d - N a u h eim , 21. Dez. Gestern hat sich hier ein Ver- ein zum Schutz de r Bogelwelt gegründet, dem beveits zahlreiche Mitglieder beigetreten sind. Diese neue Vereinsgründung ist mit Freuden zu begrüßen, da unter den 40 000 Kurgästen Nauheims viele Züchter, Forstleute usw. in der Saison anwesend sind, welche gerne im Ein- und Austausch mit den hiesigen Züchtern der einheimischen zahlreichen Bogelwelt blieben. § Echzell, 20. Dez. Einen guten Verlauf nahm die Weihnachtsfeier des Zweigvereins des Evang. Bundes für Echzell- Gettenau. Vor allem gefielen die Darbietungen der Schulkinder, bestehend in Festspielen, Deklamationen und Gesängen unter Direktion des Lehrers Georg Schuch. Auch die beiden Gesangvereine und der Musiko^rcin. welcher die gemeinsamen Gesänge begleitete, trugen zur Verschönerung des Abends bei. Gedenket der hungernden Vögel! Gießener Strafkammer. Gießen, den 19. Tez. 1913. Als Diplomingenieur hatte sich der Elektrotechniker A. B. von Köln ausgegeben, als er bei dem Jnstallationsmeister R. R. dahier in Stellung war. Als eine Nachfrage in Zürich ergeben hatte, daß er nie dort studiert, geschweige denn eine Prüfung abgelegt hatte, verlor er seine Stelle, obwohl er sich als tüchtig erwiesen hatte, und geriet in Not. In dieser Lage verstand er es, den Elektrotechniker A. P. dahier durch falsche Angaben über seine Vorbildung, seine Beziehungen und Aussichten auf Erlangen einer leitenden Stelle zu bestimmen, ihm Darlehen in Höhe von mehreren Hundert Mark zu geben. Die Kammer erachtete ihn deshalb des Betrugs für schuldig und erkannte, da der Angeklagte, der eine bewegte Vergangenheit hinter sich hat, bereits zweimal wegen Betrugs vorbestraft und somit rückfällig ist, auf vier Monate Gefängnis. Diese Strafe wurde indessen durch die Untersuchungshaft für verbüßt erklärt und der Angeklagte auf freien Fuß gesetzt. Fortgesetzte Diebstähle von Butter in der Molkerei Herbstein und Urkundenfälschung werden dem Molkereigehilfen R. W. F., seither in Herbstein, in der Anklage zur Last gelegt. Der Angeklagte ist geständig, etwa von Januar bis Juni 1913 Butter int Werte von zusammen 870 Mk. aus der Molkerei, wo ihm ziemlich freie Hand gelassen worden war, beiseite geschafft und an Verwandte in Lauscha verkauft zu haben. Zur Verdeckung der Diebstähle fälschte er auf einem Teil der Frachtbriefe den Namen des Absenders und machte auch falsche Angaben über den Inhalt der Sendungen. Gleichwohl wollen die Käufer der Butter, die mitangeklagten Eheleute A., nicht angenommen haben, daß es sich um gestohlene Butter handele. Allein das Gericht erachtete die Ehefrau 9L, eine Schwester des Angeklagten, die infolge der Buttersendungen ihres Bruders einen Handel mit Butter aus-« gemacht hatte, der gewerbsmäßigen Hehlerei für schuldig und erkannte gegen sie auf die geringste zulässige Strafe von einem Jahr Zuchthaus. Bei der Urteilsbegründung wurde hervorgehoben. daß das Gericht bedauere, auf diese Strafe erkennen zu müssen, und daß es auf eine weit geringere erkannt hätte, wenn es gesetzlich möglich gewesen wäre. Gegen den Dieb selbst lautete das Untcit auf zehn Monate Gefängnis. Der Ehemann A. wurde mangels ausreichenden Beweises freigesprochen. Eine jugendliche Diebin stand in der Person der 14jährigen K. D. von Maibach vor Gericht. Es werden ihr 9 Diebstahlsfälle, darunter ein schwerer Diebstahl, zum Nachteil von NachbarÄeuten, bei denen sic verkehrte, zmn Vorwurf gemacht. In Anbetracht ihrer Jugend erkannte die Kammer auf eine Gefängnisstrafe von einer Woche. Begründete Berufung. Ter Dienstknecht G. T. in Rendel ließ sich infolge von beleidigenden Ausdrücken, die ihm der 14jährige Schüler H. W. wiederholt zugerufen hatte, zu einer Züchtigung hinrrißen, wobei er ihn trat und ihm mit einem Stein in die Seite warf. Tas Schöffengericht Friedberg hatte den Angeklagten freigesprochen, da es annahm, daß er sich gegenüber den Ungezogenheiten G.s in Notwehr befunden habe. Tie Strafkammer hielt eine strafbar« Handlung des Angeklagten für gegeben und gab daher der Berufung der Staatsanwaltschaft statt. Sie erachtete aber nach Lag« der Umstände eine Geldstrafe von 5 Mark für ausreichend. Wegen schweren Diebstahls und Beihilfe hierzu hatten fick zu verantworten: der Taglöhnm I. H. S. und der Taglöhner W. F. R. in Vilbel. S. soll in Frankfurt a. M. in ein Haus eingestiegen sein und ein Portemonnaie mit Inhalt gestohlen haben, während R. aus der Straße Wache gestanden haben soll. Eine strafbare Beteiligung des R. war indessen nicht nachzuweisen. Er wurde daher freigesprvche«. S. erhielt 2 Monate Gefängnis. Bluttat eines Reidjstagsabgeoröneten. Posen, 20. Dez. Der polnische Reichstagsabgeorduet» Graf Mielzynsri hat nach einer hier erngeganaenen Nachricht in der vergangenen Nacht auf Schloß Darowy» motre seine Frau und nach einer weiteren Meldung auch seinen Neffen, den Grafen Miaczvnsk t e r schossen. Hierzu wird weiter berichtet, daß die Gräfin mit ihrem Neffen erst heute früh 2 Uhr von Posen nach dem Schlosse zurückkehrte. Die ciiiziae Zeugin der Tat, die Gesellschafterin der Gräfin, soll gleichfalls schwer verwundet aufgefundeu norden sein Dem ..Lokalanzeiger" zufolge war heute aus dem Schlosse des Grafen Mielczynski Jagd angesagt. Außer oem getöteten Neffen befanden sich noch zahlreiche Jagd- löste im Schlosse. Der „Voss. Ztg" zufolge verlautet, das ' ftck um ein Eifersuchtsdrama handelt. vermischte». — Der gesundheitliche Wert der Banane. Neue Nahrungsmittel führen sich sehr langsam ein. So ging es auch mit der Banane. Und doch hat sie einen ganz besonders großen gesundheitlichen Wert. In der „Medizinischen Klinik" schreibt auf Wunsch der Redaktion darüber jetzt Prof. Dr. Earl von Noorden, Frankfurt a. Mi- der als einer der ersten auf den großen Wert dieser Frucht hingewicsen hat In England und zahlreichen englischen Kolonien wird die Banane schon seit mehreren Dezennien in großen Mengen cingeführi. In Deutschland kcioU man sie erst seit wenigen Jahlren, aber mein als Delikatesse und vornehme Tafel frucht. Und doch steht der Nährwert der Banane, so schreibt Prof, von Noordcn, höher als der fast aller anderen Früchte. Von den heimischen Fruchten kommt nur die voll ausgereifte Weintraube ihr nahe. Beide verdanken chren hohen Nährwert dem Reichtum an Kohlehydrat, das in dem eßbaren Teile der Banane zu ettvtt 18 bis 20 Plrozent, in den Weintrauben nur zu etwa 1 bis 2 Prozent weniger oorbanbot ist. Bei einer Banane mittlerer Größe beträgt der Gehalt an Kohlehydraten etwa 12 bis 13 Gramm. Daß man jetzt zu verhältnismäßig sehr billigem Preise vortreffliches Bananenmeyl anbolireiw S irr tu Amana tfopembrr uah d,e Mtmrtfc !«! t knräbr!. be'enber# btt H oberob im Cbrripotb tft bei H »arten n Sujeemte von IW Mk pro Dur nn. rate r tt Vögel! (Itt Sleme .$adin* ist gesetzlich hlr Tr. Celfer'6 Fabrikate geschützt unb bat1 nicht nachgemacht werden.) Mittel bet !U"-. flfirrroen 47. lV7»i au verkanten IMSI Lützellinden, den 22. Dezember 1913. an ben Wtet'Cncr Anzeig. erb. 8007 <*®1| Steven Baue v. tu t unblunq »oloii au vcrkau» S181 Hauten. den 21. Tcicmbet 1011 8177 Die Peerbi(tunfl iinbrt rtenAfnq um 3 Hbr ftatt ^er’c&unft. abaageben. t*eb.-rener »rawaoie «»nn Brandgane *» IL flhedteay 36p Versteigerungen Stellengesuche Kaufgesuche Empfehlungen Verschiedenes V Vermietungen Stellenangebote SUnhrn fiele Heute n. Urofefloren cuipf.olobcrrorTonrnbnuieo. roirNich pertraiienbroerte» Praktische Weihnachts- Geschenke Familie Lcverzavf ttamilic Horn. 4 ®rnb Räitt au4at|fiOr bie vielen Beweise beulidjftcr Teil- nad'nc bei dem so unerwarteten Hinscheiben untere» lieben Sindeo Xu'.'f.fulck icen* ifünbitMg Vunaetift prhcnina itentebtec Do nnetfranfu na en 6it|eitr pirdigo-iim Bleichftraße 6 Damentaschen Portemonnaies Reisenecessaires leisekofler Reisetaschen Brielmappen Zigarrenetuis Aktenmappn uw. uw. ro sehr hillign Preisen. Mrerinl m OUenbidw Lederwaren wir in nOen Färbern der ÄlaflenVI Olbäferer Vedran »satten. BeNe Ertolae. desdalb febr pule Emotebinna out nfl. Dreit. Litern 1913 «AS nte bä. k ift jede Hausfrau darauf bedacht, einen wohlgelungenen, selbftgebackcncn Festkuchen aus ben Kasfeelisch zu bringen. Sie wird stets Ehre mit ihrem Luchen einlegen, wenn sie dazu das echte Dr. Oetker's Backpulver „vackin" verwendet. Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. Dez , nachmittag* 2 Uhr, vom Trauerhause aus statt. kwi. die'"«', Bcnbtltrcppt Mast noA ,'"1" äfcfe Donk- Rrnu. 81 TR Tr. Tetker's Festkuchen. Zutaten: MO g Mehl. 1 Päckchen von Tr. Leiter 4 Backtn". g Butter, $00 g Zucker, •/» bl» üiler Mckch, 6 Gier, bad Leibe zu Schnee geschlagen. 160 g Rosinen, 150 g Rorinlben, ein halbe»Päckchen von Tr. Letter 4 BaniNln Zuitcr, Salz nach Geschmack. (tbriftbnumfonfeft n. dvebäck. teb u. f'onie kochen erapnebü 177V Lndwig TaU. «arfrtr. 32, Stentowc. M.SmfraBarenlab. Ectzte n<3*ri*tCM. Bon Lannibalen umgebracht BriSdane ?leu-Mecklenburgs, 22. Dez. Der For- fcfjungyrrifcnbe Tein in ger und ein anderer deutscher Gelehrter mit 1 4 eingeborenen 9 eglei tern , nvlche Proben ivertooller IM her sammelten, sind von Lannibalen um gebracht worden. Bienen, -riedberg, Marburg. HIT, ilk ein bednitu gSvaller 7. ?r :,i tterfwbe. die Tief, von *R»erben tu Bonanenmetl ge - - i btt. ihncr. üm seine anSgedehme Senpe-Mbbartr.t bei ükiaeMt »ob Äraufen befb tchätzen sck vb keiner Ansiükrangen getzi Ure* t-oa R»erden auf verschiebe ne Krankheiten ein. bei benen Bananen ib« aute Dienit' getan buten, > bei i*ubtfronlen, Xirrenfrenlni. armfrankn, Jwferfionten unb de, ihnfeitnRg»fern, wecke recht hfimetigra Silben, bte Sererbevrana lehr erschwert »erbe Tv Venaidapen haben sich sehr <1 j De seither von Herrn Ciuptmann 3olban inne' : cabse Lab'' Bergktr. IS. bertebenb au> 10 Zimmern n (bft Zubehör u V'rrdenaU. isaflenrcmiic Burschen um. u'.o. iit oer 1. Avril 19*.4, :icntL früher >m ganzen ob. tcetlt su Denn. LarlHttaSjr^Krank'.StnZS **it*en - Set ter »men N» Telephon 733. (76T9 4-Zim. Wvba. mit ZilbehOr LU v. ‘.'läh. b. I*. H. IViaer. 2dnaerfttak 36. [4flM Allen brnett bte un» Zhrc Teilnahme bewiesen. sowie unserer lieben Mutter da» legte Geleit gegeben, sagen wir hiermit unteren herzlichen Dank i i. Zubehör, per 1. Avril nt ! vermieten. Nord Anlaae 7, 3 Zimmer One acht en« un L Ledenchahr Herrn Heinrich Bonderheidt im Alter von 30 Zähren *u nch au raten Die trauernben Hinterbliebenen i>amihr ivouderbeibt. Familie Berg. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unser guter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder und Onkel, der Wßck tagimiffiler Herr Frieirieli GiinM im 56. Lebensjahre, heute morgen um 12'/, Uhr, infolge eine» Unglücksfalles plötzlich von uns geschieden ist. Im Namen der Hinterbliebenen: Die tieftraaernden Kinder. WkihuMlvuvslh! Beamter. 27 Zähre all. bei Weltfirma tätig. lucht au« Metern ixtefle inu einer iuobl säuerten aebildeteii, tun gen Dame mit eimao Bermögen bekannt au werben, zweck» spaterer Heirat. Werte fln geböte erbitte uni. MM5 an den Gietzener Anzeiger. . 1 Aorll cd höher au r-erm. Siy Bi0ruarcknr. 10 r | 4 Zimmer“ Re teere», im Lochen frRtöls«Dnvferel K. £angc, Kieke« etiu D. von Dmdaä » darunter ein Id»» in, bei denen fit v? ettachl ihrn rase von einet ing. & sich irrfalge von d U y*»* gung hinrnßctt, w» in die -eite n^ ^klagten irciaem«m ; Ungflogcnbftto^ ner nd gab Wta* ,f aBm-dau- 'stablS ier. bcnW- U 1913 IUI “• «• daher br* ©euehungen und k 1 btilimmen. chm geben. T« g unb erfanirte, be be blnter sich bet, K« mit riiffinjg u -de inbtflta durch br r Angtklagte auf mio Ihle unbensalschma Baic berbsickn, in »er fc N, etwa Pro 3au mn 870 Ml. ans be Üen worden war, k- i>a verlaust iu bde einem Teil der FreA e auch salsche Izxx >hl wollen die ftn l., nicht angnmuB ide. Allem dal Kent lnaellagten, die tiiNr anbei mit Hiner für schuldig und et traft von einem M -- f bMomboba. bei t ju tnülftn. unb bn ti gcievlich achüch daL teV a.' "'11 7ar v XSfit 3« Todeo Anzeige. Ua Allen Fevroanbien -reunoen unv Betannicn fr ’ bte 'chmerAlich- Mi tettuna dasi eb Gon dem AN mächtigen «refallen bai. beute nacht um 3 Uhr meinen inniniigelicftcn Mann unteren ireufor- gruben yoier. 2obn. Zchwiegersobn. Vruber. Schwager unb CnFel QÄ nwstidter Pädagogium ^'Vorbereitg a alle Prüf Gliaz. Erfolg. Nnr Profc*»., Oberlehrer kemeKandid (Cn , Spanischen Carlen Babnhosstratzc 4R Teltcrswcc; 9 Ktrchenplatz 11 = Tclrphno 932 = UrckcheWaaaon 6 einaeirosten nur dm > «chalige Iithe unb ialtige iüarcn 3 Vt. 10Wil I2Di LLPsg. bte Ml. 1.10 Zitronen 2 t. 59liu 12 St 55 «fg. bi« M) Vfg. (Empfehle gute ößs'tl-1. V-Iilöjsk ufm. au brligcn vrecken Holzschwcllcn fe (Blei». Pioft.. Belag, Brand chriiiltche Angeb. unt 7020 a b. 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Dezember 1913: Ulilifärkonzert Berliner Besetzung (12 Musiker) Mitglieder der hiesigen Regimentskapelle. Anfang 41'. Uhr. [099391 Eintritt 30 Pfg. Pelze und Damen Hille zu jedem annehmbaren Preise [8130 Kaufhaus Giessen Bahnhofstrasse 11 Miiblstrasrc 3 PeddigrnHrniöbel, PtddigraHrstjsel von Pik. 7.- bis Mk. 50.—, PläslH-, ÄsHr- null Jrinnulitloppitiitl VON Mk. 2.40 bis Mk. 40.—, MnicnMkrii.KnMii in 22 verschiedenen Fassons, ca. 150®effelÄr >u den denkb. billigst. Preisen in bekannt guter Qualität. Ph. Henkel» 14 Lvnncnstr. 14. 7830 ?>n Skraüeu .Ball n.tOckcll tchajtS'Krisuren einur «ich rVrnu M. Engelhard:. LaHnHositratze 18. <10887 Roggenbrot | flarnntiert rein, cmuüehlt u. lief, frei vono Kinzcubacher Mühle. Tel./,'»Anu Gienen. Gicr.ciicr Fischhans LZalltorstrairc 43 : ^lich-und 5rr=^ijd)f | frisch u. 'nnn- Ue stell werb. 1 zur Zuiriedenh. ausgei. i*1'1 Bekanntmachung! Die Geschäftsräume der hiesigen befinden sich vom 19. 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