- j A Zahrgang I L -■ .• tig ein mgen der Ue’s ässer .US Dhstein hon 484 'säume ischen 3cher - Feste ung ist, an- >en Auflage 20 statt von der 1 tschlHaW 6 ’frte kostend jl ®. ärztliche unb ■■_6elt^Nren r^*§t)gieneunb imm« gebraucht. *3etien> Friseur, unb Sl_yLlnb 3.70. tten.1 ISSäLauityr fes juieictftflb * *“ 8»»'' „ hP11 Cd) if« SS""ll,tri' B •* * * s«ne * tig $ieicn*d hcr * -*Si< wjft5 1 WS lei« 1t 8W. . b, den 11- 3unu soll ba§ ■veuflv^ lersteigerl werden glSX** ;rt« ®‘“6e’ * fes* Erster Blatt rneral-Anzeiger für Gberheßen Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Nr. 128 Ter «iehener Anzeiger erscheint täglich, atifter Sonntag?. - Beilagen: viermal wöckenklich EiehenerZamilienblätter: zweimal ivöchenil.llreis- blattsürden Arns Siegen (Dienstag undFieikagl; zweimal inonatl. Lanv- wirlschaftliche Seitfrcgen Fern jv rech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme orn Anzeigen für die Tagesnnmmer bis vormittags 9 Uhr. Tagcskalender aus dem Jahre 1813. i. Juni. Der preußische General Bülow schlägt mit 15 000 Mann den viel stärkeren Marschall O u d i n o t bei L u ck a u, macht^500 Gefangene und erbeutet viele Munitionswagen Die Franzosen haben einen Verlust von 2000 Mann an Toten und Verwundeten, während die Preußen nur 700 Mann verlieren — Das hessisch 1. Chcvauxlcgcrsregiment nimmt gleichfalls an dem Gefecht teil An demselben Tage Abschluß des W a f f e n st i l l st a n d e s zu Poiickwitz zunächst bis zum G. Juni. Tie hessische Brigade kommt nach L ü b e n in Schlesien. (S. Feuill.) Mittwoch, 4. Juni 1913 Bezugspreis: monatlich75Ps^ viertel- jährlich Alk. 2.20; durch ^bhole- il Zweigstellen ■ W ■ v monatlich 65 Pf.; durch ■ diePostAlk.2.—-.nertel- T ■ jährl. ausschl. Bestellst. HÄ Zcilcu,preis: lokal 15Pf^ wy ansivärtS 20 Pfennig. Chefredakteur: ?l Gocg. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes' und NolationsdruS und Verlag der Vruhl'fchen Unio.-vuch- und Zteindruckerei 8. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstraße rath; für „Stadt und ^«dingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschästrfteile vahichosftratze 16a. a^ntefi-^^Sed. unb her; Napoleon zeigte eine sonst an ihm ganz ungewohnte ^'^ttckwnenhett. 5r zögerte immer noch- mit der Annahme der ^vaffcnilnlstandsverhandlungen, an denen auch Oesterreick beteiligt n'ar. Endlich in der Nacht zum 30. wurde Coulaineourt abgesaridt, und die Verhandlungen nahmen nun zwischen ihm und den Generalen Schuwalow und Kleist vom 30. Mai bis zum 4 Juni ">ren Gang, znnäch'r in Kloster-Vehlstatt, daun in Gräbersdorf und zuletzt in Pläswitz. Man nennt deshalb den Waffenstillstand auch den von Plaswitz, welchen Ort die französisch- llrlunoc bc 3c1$nct’ t preußische llrtunbc datiert aus P o i s ch w i tz, wo Ep^..^?.r/vndelt wurde, und so ist denn diese Bezeichnung bei uns die übliche. Für die Russen war eine Pause im Streit ebenfalls von höchster Bedeuütng. Der neue Oberbewhlshaber Barclah de —olin, der am -6. Mai an die Stelle von Schvarzenberg getreten mar, zeigte sich vom ersten Tage seines Oberkommandos an über seugt, datz er sich nut seinem geschwächten und verwilderten Leer nicht mehr aus dem Kriegsschariplatz halten könne und nach Polen zuruchgehen müsse. cr F-rmen beziehen, die sich weigern, ihre Bucher, Register und Fakturen den amerikanischen Konsularbeamten vorzulcgen. Nach der vom Ncpräsentantenhause bereits an- aenommcnen Vorlage sollen bekanntlich alle auf amerikanischen Schiffen eingeführte Waren eine Zollermäßigung von .^Prozent genießen. Außerdem soll der Schatzseiäetär die Befugnis erl-alten, nach eigenem Ermessen die Waren- emfuhr solchen Personen zu untersagen, die in ihrer Eigenschaft als Verfrachter oder Verkäufer im Auslande ihre Bücher unb Recl-nungen über die Klassifikation und den Wert der B5aren nicht einsehen lassen wollen. Gegen beide Bestimmungen ist von den Vertretern verschiedener Mächte Einspruch erhoben Nwrden. Sehr energisch fyat namentlich bec französische Botschafter in Washington protestiert, in- bem er mit Repressalien gegen bie Einfuhr amerikanischer Waren nach Frankreich drohte. Bei bent Niesenimport der Vereinigten Staaten nach Europa würde sich Pen europäischen Staaten, insbesondere auch Deutschland, in der Tat reichlich Gelegenheit -u'Repressalien bieten. Im letzten Jahre hat der Wert unseres Handels mit den Vereinigten Staaten die Riesensunnn? M^liarden Mark erreicht. Davon fallen aber nur V-‘ Milliarden auf die deutsche Ausfuhr nach der Union oagegen 1,6 Milliarden oder 70 Prozent auf die Einfuhr von Waren der Union nach Deutschland. Aehnlich stellt stch die Bilanz- des Handels der meisten übrigen Staaten Europas mit der Union. Nur amerikanische Rücksichtslosigkeit kann unter solchen Umständen über selbstverständ- Anstandspftichten sich Hinwegsetzen unb Zollbestimmungen entführen, die allen handelspolitischen Gepflogenheiten und verkragiichen Abmachungen iviber- iprechen. Ter preußisch-amerikanische .Handelsvertrag enthalt in seinen Artiteln 3 unb 4 die klare Vereinbarung, daf; alle auf preußischen Schiffen in bie Vereinigten Staaten ewgeführten Waren dort keinen anderen oder höheren Abgaben unterworfen werden dürfen, wie die auf Schiffen der Vereinigten Staaten eingefüh-rten Waren. Aehnlick>e Bestimmungen finden sich in den Handelsverträgen, welche seinerzeit von anderen deutschen Staaten mit'der Union abgeschlossen worden sind. Alle diese alten Verträge sind formell nie aufgehoben worden und haben denn auch später eben noch so fröhlichen Menge der wandelnden Menschen die ^onne be§ ichonen Frühlingstages schien nur auf Verzweifelnde -öci dem Gebauten an bie Möglichkeit eines unrühmlichen Friedens waren alle wie versteinert." Man wurde erst ruhiger, als am ?■ yun'.c’^ .Uwersichtliche Bekmintmachung des Königs erschien m der die Waffenruhe fast wie ein Sieg angekündigt wurde Im »towöerg aber schlossen neun Heißsporne einen feier- "a in bent sie gelobten, daß jeder, der einen für Preußen ÄÄÄ toctbc' b“ SR“d,; bcc rätselhaftes Element will der eng. lfcr 1 o n von der Universität Cambridge entdeckt haben, dem er den Namen X3 gegeben hat. Es soll stch 9^mThflmti^L?ufht^un9 bl"es neuen Verfahrens der chemischen Analyse handeln^ und^zwar um eines von ungewöhnlicher Feinheit. Zugleich ,oll ^.homfon, wie der „Frkft. Ztg." mitgeteilt wiro, ein zweites neues Element mit dem Awmgewicht 22 gefunden baacn. Wir werden aut die Erfindung, die nach unseren Erknn- horlaustg noch >ehr Problematisch ist, da sie nur auf 5n;üätomm€n)eni ^C9C ^^eftellt ist, in längeren Ausführungen — Eine zweihundert Jahre alte Papiermühle uttOxna e 'S1??"’9, för Buchgewerbe und Graphik ? 1914, bie natürlich auch das Papier, seine Entstehung 8^^bitung und Verwendung eingehend vorführt, wird in dieser Ä'?16 2°2 °lte Papiermühle m.s Haynsburg bei Zeitz ausitellem die vom Verein Deutscher Papien'abrikanten ?yr Muicum in München angelauft wurde und vor chrer endgültigen Ueberstihrung nach München der Internationalen ^^öur VEignng gestellt wird. Tie alt" Papiermühle, die nach der Schenkungsurkunde im Iabre 1700 rr- baut würbe unb bie eine lanbschaNliche Zierde »nn Lh„&Lj; Eomm^ abgerissen unb nach ber Ausstellung geschafft wo sie nnebcr ruiammengesetzt wirb. Tie Mühle bifrH'6 giutK D«hnsbnrg auch auf ber Buchgewerbeausstellnug tUr^' Aosrrkratt getrieben wird, soll vor den Äugen de-> 'tbihfi9 ^n^UttCnDa9ie{tcnc Gelegenen!, die Her- es Büttenpapiers ganz in der alten Art von der Ber- aründlich^ bT§ LErstellung de. Büttenkarte 2,,nm ^rncw. — Besser mär.' es aber wohl ge- la^sck^s!!tzl^?- d'e MuhIe auf ihren Platz gelassen hätte als ^.?udsti,astliche Zierde , anstatt pe m cm Museum zu stopfen. Mir das Museum hatte eine Nachbildung denselben Dienst getan, m Polareis. Durch die traurigen stcalynchten, die über das Schicksal der Expedition Schröder-Strantz Napoleons größter Fehler. (Zum Waffensttllstand am 4. Juni.) . Aeu größten Fehler seines Lebens hat Napoleon selbst später ben Waffenstillstand von Poischwitz genannt, durch den der erste Lkt in dem gewaltigen Drama des Vötterringeus vor 100 Jahren beenbet wurde. Die meisten Historiker sino derselben Ansicht «ewesen und Graf Yorck sieht in seinem grunblegenben Werk m>er Napoleon als Feldherr in diesem ersten Nack>geben des Kaisers den deutlichsten Beweis für den Niedergang seines Genies. Erst in neuester Zeit lsttt man bie subjektiven Gründe Napoleons besser zu würdigen gelernt. „Ich darf Ihnen nickt verhehlen," schrieb er an Eilgen Beauharnais, „was mich bestimmt, den Gang mnner Siege zu unterbrechen. Es ist die Rüstung Oesterreichs und der Wunsch, Zeit zu gewinnen." Dazu Farn der Mangel en Kavallerie und der schlechte Zustand seines kriegsungewohn.'cn veeres, das durch große Verluste und verheerende Krankheiten oezimiert war. Wenn er Zeit gewann, so konnte er die öunbert- tai0cnöe, die er int Frühjahr unter die Wasfen gerufen, besser oi^bilden und auf den ^triegsschauplatz bringen, unb jo beugte er !sch denn unwillig der Macht der Umstände, mit der festen Ab ^cht' Nach. kurzer Rnl-e den eittscheidenden Schlag zu führen. Die Akschichtliche Fvrsckstlng, die heute die Gesamtlage llarer über- ’i?^, als es selbst dem genialen Blick des Korsen möglich war, muß trotz dieser wichttgen M-ottve Fehlerquellen in der Anschauung Icapoleons feststellen, die die Grundlage zu seinem Sturz legten. Lt überschätzte Oesterreich, das mit seinen Rüstungen damals noch im Rückstand war, und er unterschätzte Preußen, das ans ^Drrsänmnisseii ftüherer Jahre gelernt bitte und mit erstann- ckcher ^Energie feine Kriegsrnstung in ungeahnter .‘Srafi vollendete, wittnel Napoleo-.i trotz seiner beiden Siege an einer Beendigung JE'“* mertigften3 Unterbrechung des Kamptes gelegen war, beweist Olc Bereitwilligkeit, mit ber er auf die zunächst von Oesterreich aiigebahnten Verhandlungen cinging, und die Nachgiebigkeit, die iL VL Stellung der Vorbedingungen zeigte. Bereits am hatte der österreichische General Budna Napoleon Bor- Eage zu einem Waffenstillstand unterbreitet. Daraufhin schickte ’Cr am 18. Mai den Großstallmeister Coulaineourt zu den Vorposten, nm durch diesen dem Zaren besonders sym- Mth.schcn Unterhäktdler direkt mit dem russischen Kaiser zu ber ^"deln. Aber Alexander ließ Caulincourt nicht vor und blieb wndhaft bei der Bedingung, daß er nicht ohne Teilnahme seiner Verbündeten und nur durch die Mitteilung Oesterreichs unter- Rweln werde. So peinlich dies dem sranzösischen Kaiser war, gab er doch endlich nach. Am 29. Mai bemerkte man in seinem y°uptquartier zu Liegnitz eine große Spannung unb Unruhe. h ntlLjnor9clt^ tocr alles zum Abmarsch unter bem Gewehr, unb wieder verzögerte sich der Aufbruch Adjutanlen eilten hin Marburg lbisher Fk.). Bredt (Fk.) wurde mit allen gegen zwei sozialdemokratische Stimmen wiedergewählt. K i r ch h a i n - F r a n l e n b e r g. Der bisherige Abgeordnete Konfistorialpräsident Frhr. Schenk zu Schweinsberg (Fk.) wurde mit allen Stimmen wiedergewählt. Hanau lbisher Ntlst. Der seilheriae Vertreter Baurat Wohlfarth «Ntl.) erhielt 194, Landwirt Lind i.Qonf.। 49, Parteisekretär Tißmann (Soz.) 93 Stimmen. Wohlfanh ist somit gewählt. Ofrafschast Schaumburg (bisher K.). Der bisherige konservative Abgeordnete Generalmajor z. D. v. Ditfurtl; (K.) mit sämtlichen Stimmen wiedergewählt. Es chwege -Schmalkalden i bisher Ntl.). Dr. Wendt- f a n b lNtl.) mit 174 Stimmen gewählt gegen Lattinann iD.-S.), auf den _ 120 Stimmen entfielen. . Hofgeismar-Wolfhagen (bisher K.). Der bisherige konservative Wgoordnete von P a p p e n h e i m - L i e b e n a u wie- bergewählt. Melsungen-Fritzlar (bisher K.). N ö l l (K.) mit 136 Stimmen wiedergnvähll. Wollenhaupt (Ntld erhielt 61 Stimmen. Ho^nberg - Ziegenhain. v. Gehren (K.) mit sämtlichen stimmen _ wiebergenählt. Gelnhausen-Schlüchtern (bisher K.). Amtsgerichtsrat Hengstberger >Fk.) mit 183 Stimmen gewählt durch Zentrumshilse gegen Schwarzhinpt (Ntl.), der 62 Stimmen erhielt. Wiesbaden-Stadt, Untertaunnslreis, Garnison von Mainz. Bartling iNtl.) mit 327 Stimmen gewählt. Fortschrittler und Sozialdemokraten enthielten sich ber Abstimmung. Wiesbaden-Land (bisher Ntl.). Bürgermeister a. D. Wolff-Biebrich «Ntl.» wurde mit 275 Stimmen wiedergewählt, ber Kandidat des Zentrums erhielt 79, der Volksparteiler 52 St. St. -Goarshausen, Rheingaukreis, Meisenheim. xsm ersten Wahlgang erhielten Geil iZtr.) 159, v. Berg (Fk.) 135, Vnrgeff (Vpt.) 32 und v. Kioeden (Bbd.) 30 Stimmen. Im zweiten Wahlgang wurde Geil Ztr.> mit 186 Stimmen gewählt. Auf v. Berg (Fk.) entfielen 1.64 Stimmen. Unterlahn kreis bis her Ntl. i. AmtSgerichtsrat Lieber (uctl.) ‘nut 146 gegen eine sozialdemokratische Stimme wiedergewählt Ober tau nnsl reis (bisher Ntl.). Es erhielten: Amtsgerichtsrat v. Bülow iNtl.» 88, Schwarz (Z.i 44, Goll lF.i 18 stimmen. Die Sozialdemokraten enthielten sich der Abstimmung, v. Bülow ist also wieder gewählt. 2l’erIa Unfrei 3 bisher K.). Dr. Lohmann tNtl.) 138 stimmen, Cahenskv (Z.^ 44, Hilf (Freis.) 1, Behrens lEhr -S) hatte an seine Wähler die Bitte gerichtet, der Wahl fern zu bleiben, da an der Wahl des nationalliberalen Kandidaten nichts geändert werden könne. Dillkreis-Oberwesterwaldkreis bisher tNtl.). Landrat B ü ch t i n g lNtl.) 203, Weber (Elw.-S.) 16, Hepp (Freis.) 3 Stimmen. Unterwesterwaldkreis bisher Z.). Justizrat Dr. Dahlem (Z.) wuckergewählt. v (bisher L ). Kammerzienrat Cahenslv (Z.) mit 183 stimmen wiedergewählt. Tie Nationattiberalen hatten Stimmenthaltmig proklamiert. Fra n f f u r ta. M. -Stadt (bisher Funk Vp., Flesch Vp.). -l<} e m ^^-) unb Oe) er zweiten Wahlgang Konietzky Vpt.) 975, Stroßer nLnSUnl?-^rittCn ^Agang Wagner lFk.) 883, Poesgen -^atl 520 Sttmmen. Ehlers, K 0 nietzkv unb Wagner wiederholt auf den Handelsverkehr des Deutschen ReickM mit der Union Anwendung gefunden. Die Drohung europäischer Regierungen mit Repressalien scheint inzwischen in Washington doch nicht ohne Wirkung geblieben zu sein. Nach telegraphischer Meldung soll der Präsident Wilson erklärt haben, der Ausmerzung der B^estimmuna über die Zollermäßigung für Waren, die auf amerikanischen Schiffen ein geführt werden, nicht entgegen treten zu wollen. Man wird abwarten müsseii, ob hiernach der Differentialzoll wirklich beseitigt werden wird oder nicht. Washington, 4. Juni. Das Unterkomitee des Finanzausschusses des Senats beabsichtigt, die vom Auslände angesackstcncn inguisitorischen Tcstimmungcn des Zolltarifs bahi-i abzuändern, baß der Schatzamtssekretär ermächtigt wirb, in Streitfällen die Einfuhrwerte u n a b hängig v 0 mAnsland s- markte f e st z u s e tz e n. Nur in Fällen, wo die Fabrikanten hiergegen protestieren, soll die Unterbreitung der GesckKftsbücher verlangt werden. Da; Ergebnis der preußischen Landtagswahlen. Das Ergebnis der Hauptwahlen zum preußischen Abgeordnetenhause ist nach dem Wolfffchen Telegraphenbureau folgendes: Es sind 4.‘59 Abgeordnete definitiv gewählt: in zwei Wahlkreisen haben für vier Abgeordnete Stichwahlen statt- zufinden. Von den Gewählten sind 147 Konservative, 53 Freitonservative, 73 Nationalliberale, 37 Volksparteiler, 103 Zcntrumsabgeordnete, 12 Polen, 2 Dänen, 10 Sozialdemokraten, 1 Deutschsozialer und ein Christlichsozialer. Bei 42 Mandaten hat eine Verschiebung in der Fraktions- zugehörigkeit stattgefunden: Die Konservativen gewinnen 10 und verlieren 15, die Freikonservativen gewinnen 2 und verlieren 9, das Zentrum gewinnt 5 und verliert 5, die konservativen Wilden gewinnen 2 und verlieren 1, die Po len verlieren 2, die Nationattiberalen gewinnen 13 und verlieren 5, die Fortschrittliche Vollspartei gewinnt 6 und verliert 5, die S^ozialdemotraten gewinnen 4 Sitze. Die Gesamtverschiebung reduziert sich wie folgt: Konservative minus 5, Freikonservative minus 7, konserv. Wilde plus 1, Nationalliberale plus 8, Fortschrittliche Volt'spar- tei plus 1, Sozialdemokraten plus 4. ' In Stichwahl stehen in Brandenburg drei Konservative mit drei Kandidaten der Fortschrittlichen Voltspartei, in Berlin 13 der Fortschritts Runze mit dem Sozialdemokraten Ernst. Ter Wahlkreis Ober- und Nieder- Barnim ist mit drei .Mandaten an die Sozialdemokraten! gefallen. Die Rechte hat also doch 11 Mandate verloren, womit freilich die parlamentarische Lage nicht erheblich verändert wird, da die Konservativen mit dem Zentrum doch noch >as Heft in der Hand haben. Bemerkenswert ist, daß die Sozialdemokratie nur einen spärlichen Gewinn einae- heimst hat. Hessen-Nassau, Kassel-^-tadt bisher Ntl.). Von 531 abgegebenen Stimmen erhielt der bisherige naiionalliberalc Abgeordnete Dr Schröder 426, Redakteur Hausschilo ,S.) 105 Stimmen. .Kassel-Land-Witzenhausen bisher K). Lehrer Heins 4 hm ' sch» 51 9ti tü, toi ei» tto Es be 2d Dru ru \ der sörd 11 Vor ' erfd. abei - er hi mit an?J< nan BüfT deuten Lukacs gebrauchten beleidigenden Ausdruck für straflos Wien, 4. Juni. Der Kaiser wird den Rücktritt Lukacz zweifellos annehmen. Als Nachfolger wird G r a f K h il n H c d e r- Dnti) genannt. Lukacz selber soll den Grasen Tisza vorge- fditagcn haben. Wie verlautet, soll aber auch Tr. 23 c 3 c r L c mit der Kabinettsbildung beauftragt werden. sind somit gewählt. (Die Sozialdemokraten traten nur für die Fortschrittler ein.). , fiiciuifc (bisher 1 F., 1 Rats.). Gewählt wurden in der Stichwahl Tr. Pohl >F.) und Schäfer (St). Die Sozialdemokraten stimmten nur für den volksparteilichcn, nicht auch für den nationalliberalen Kandidaten. In diesem Wablkrepc waren die liberalen und konservativen Wahlmänncr ziemlich gleich an Zalsl. Die Prüfung der Wahlen hat, dann offenbar dm Konservativer ein kleines Uebcrgewiät verschaisl, das ihnen dann zu den einen Mandat verholten hat. Nach genauerer Meldung erhielt in der Stichwahl Dr. Pohl (F.) 307, Schäfer (K.) 2<6 Stimmeu, während aus Witzmann 264 stimmen entfielen. GörlikLauban (bisher 2 Natl. und 1 K.). A/ic hbc* rafat fönibibatcn v. Schenken do rf (Natl.), Fritsch (Natl) rind Haase '??.) wurden gegen die komcrvativen mit großer Mehrheit gewählt. Die Sozialdemokraten übten Stimmenthaltung. Brandenburg. cfrt der Stadt Berlin behaupteten fortschrittliche Vokks-partei und Sozialdemokraten ihren Bentzstand, bis auf den 12. Wahlkreis In dteem Wahl reis wurden abgegeben 343 Stimmen für den fortichrtttlicken Kandidaten Dr. Rnnze, 331 für den Sozialdemokraten^E r n st und 37 für den Konservativen Ulrich. Es hat also ^tlchwaol Mischen dem fortschrittlichen und dem sozialdemolratschen Kandidaten statt zu finden, der Termin ist aus Montag festgesetzt .Oberbarnim-lNiederbarnrm (bisher 1 K., - gl., 1'9?) In der S t i ch-wa hl wurden gewühlt: Braun (OJ, Sffet (©.' >ind S8nif<6 (S.) mit ie 1119 ® tmmen. ®ä erhielten ferner Treskow (K.), Pauli unb Btctöen (Fr) je 769 Stimmen. Die. Liberalen enthielten sich der Abstimmung. Westhavelland -Brandend u r g bisher 3 ft.). Es «Ketten »tebon> 'S ' und Ernst S ' >e .359, Brandcnftcm 353, Wenckebach Bpt. und Buhtz ie 204, Graue (Vpt.) 208 Stimmen, die drei Sozialdemokraten Sidow, Baron uno Fcaatz je 179 Görcke Mail? 25, Lindner 15 und Flacher lNatl.i 14 stimmen Es ist Stichwahl erforderlich zwischen Konservativen und der Fortschrittlichen Doltspartci. Teltow -Berlin-Wilmersdorf. Gewählt mann (Nat.) mit 1052 Stimmen und Pfarrer Traub (Vpt.) mit 1053 Stimmen. Gerhardt (K.) und Haselow (5t) erhielten ic 589 Stimmen. . . , ..1(L ., Potsdam-Stadt. Eckert (Fk.) wtedergewahlt Mit 103 Stimmen. Leidig (Natl.) 99 Stimmen. Westfalcn. Dortmund. Im Wahlkreis D or tmu n d - San d (bisher Z.) wurde Dr. Creme r (Natl. > mit o34 gegen 213 sozialdemokratische Stimmen gewählt. Er hat hiernach auch die meisten Zentrumsstimmen erhalten. . , Bochum. In Bochum-Herne (bisher Z.) wurde der national- liberale Kandidat Bergassessor A l t h o f f gewählt. Rheinprovinz. Wetzlar. Im ersten Wahlgang erhielten: Kriiger (Natl.) 93, v. Bodelschwingh (K.) 73, Kyrmse (Vpt.^ 49 und Kremser (S.) 12 Stimmen. Im zweiten Wahlgang wurde Kruger (Natl.) mit 142 Stimmen gewählt, während v. Bodehchwingh 73 Stimmen erhielt. f. r Saarbrücken (bisher Natl.) Tie nationalliberalen Kandidaten erhielten 3382, der fortschrittliche 1390 Stimmen. ___ " Eine Nabinettrttise in Ungarn. Au dem Fall Redl wirbelt in Ungarn noch eine andere Angelegenheit arge Auseinandersetzungen auf. "Der oppositionelle Abgeordnete De sh stand vor Gericht, weil er dem Minister- präsidenten unerlaubte Verwendung von Geldern für polityche Zwecke vorgeworfen hatte. Der Gerichtshof in Ofenpest ist nun am gestrigen Dienstag zu einem sreisprechenden Urteil gekommen, und Ministerpräsident Lukacz hat in einer Konferenz der Regierungspartei bereits mitgeteilt, er to~rbc dem Abgeordnetenhause die Demission des Kabinetts anjetgen, worauf das Hau-, bi5 zur Entscheidung des Königs vertagt werden, wurde Aus der Begründung des Urteils ist folgendes her- vorzuheben: Da der Angeklagte Desh nachwies, daß der Ministerpräsident bei dem Abschluß von Verträgen mit der U n g a r Urnen Bank von dieser einen Betrag von ü b e r b r c i JJt 1111 o n e n Kronen annahm, und es ferner vom Gesichtspunkte der Moral unzulässig ist, das ein Minister von einem nut dem Staate in Vertragsverhältnis stehenden Unternehmen irgendwelchen (Geldbetrag annimmt, wenngleich der Minister, wie irn vorliegenden Falle, sich nicht den geringen Berrnögensvorteil verschafft, sondern nur parteipolitische Zwecke gefördert hat, musste der Gerichtshof den vom Angeklagten Desy gegen den Mmifterprafi- tommen, erl-alten die Mitteilungen besonderes Jnterepe, die weben über die Art und Weise veröffentliäst werden, in der Dr. Mawson, der F-ül-rer der australischen Polarexpedition, sein Unternehmen ins Werk gesetzt Ijai. Auch er hat in den antartlisck-en Regionen groste Gefahren zu bestehen gehabt, und zwei wackere Gefährten, Leutnant Ninnis und Dr. Mertz, durch einen ^meeihmn verloren, und must nod bis zum Dezember in seiner Einsamleit ausharren. Seine Expedition gilt nicht der Erforschung des Pols, sondern nur goographisck-en Studien. Und nun sitzt er dort einsam im Polarcis,'nur von wenigen Männern und seinen Hunden umgeben, und — steht doch in dauernder Verbindung mit den Manschen! Das kommt daher, das; er eine Station für drahtlose Telegraphie erridjtct hat. Diese Nutzbarmachung der mo- dernsteii aller Wissensck-aften verleiht seinem Leben einen Schimmer zauberhafter Romantik. Wie einer der Zauberer der Märchen Und Sagen, der in seinem Eispalast sitzt itnb doch alles über bic Menschen erfährt, haust er in der unnnetlichen Eisregion an feinem Llchparat. Da l-ört er die Kriegsschiffe einander Signale geben, liest die Zeit ab und hört die Gespräche der grosten Passagier- damnfer. Er spricht mit .Melbourne, Shdnev und Wellington, erführt von ihnen die neuesten Nachrichten, lässt sich über das Wetier berichten und gibt Kunde von der Witterung der oben EiSregion, ia teilt die Ergebnisse seiner Forschungen mit. Und auch das Gemüt erhalt Nahrung! Er erzählt drahtlos von den Schicksalen seiner treuen Hunde! Man kann diese Berichte nicht ohne grose Bewuiideiuiig und starke innere Anteilnahme lesen, und die Ptentasie .laubert ein Bild herauf von unerhörter Romantik, das- dort fein int Pol ar eis ein einsamer Mann lebt, der sein Leben der Wissensck-aft geweiht hat, imd mm dank der staunenswerten Fortsck.ritte der Wissenschaft ein Dasein führt, das dem eines alten Märchenzauberers bi treten# nichts nachgibl. - Ein russischer Fäl scherpr o z e ß. In Moskau tet sich vor dem Geschworenengeincht wieder einer, der in letzter Zeit häufigen Fälscherpiwzesse abgespielt, der durch die^begleitenden Umstände die Erinnerung an die berühmte Tiara des Saitaphernes ans dem Louvre wachruft. Im Jahre 1908 hatte, lote der Cicerone berichtet, das Moskauer Historische Museum von einer Frau aus dem Volke einige Silberg egen stände für mehrere tarnend Mark erworben, auf denen sich alte Darstellungen mit scytbifclien Motiven befanden. Die Gegenstände sollten aus einem >yunbe int Gouvernement Iekaterinoslaw staminen. Dabei waren die Sack^'t so fein gearbeitet und die Komposition stilisttsch so aefchickt ausgeführt, dast die meisten russischen Archäolegen sie als echt anerkannten, toenir. auch -rinialls Niel abgelehnt und dadurch an der Niederlage des französischen Heeres mitschuldig gewesen sei. (Stürmischer Widerspruch links.) Der republckanisck)--sozicilistische Deputierte Augagneur rief: „Gambetta hat mit einem improvisierten Heer bic Ehre Frankreichs gerettet!" , Der radikale General P e d o ha sagte: Frankreich wurde 1870 geschlagen, weil die Armee durch den mexikanischen Feldzug erschöpft, weil kein Mobilisierungsplan vorhanoen und der Jntendantnrdienst mangelhaft war. Re in ach entgegnete: „Gambetta hat mit einer improvisierten Armee die Ehre Frankreichs gerettet, aber mit einer geschulten Armee hätte er Frankreich vor der Niederlage bewahrt!" Hierauf sprach der sozialistisckf-rabikale Professor Thala- mas gegen den Gesetzentwurf. Er erklärte, Frankreich stehe nicht allein. Es könne angefichts^der Bevölkerungs- fiiffer mit Deutschland nicht gleichen Schritt halten. Es müsste aber stark genug fein, um den ersten Anstoß aus- znhalten, es besitze aber die Entente evrdiale und das Bünd- nis Rußlands. Der Redner sprach die Hoffnung aus, daß der französische (Heneralstab sich bemüht habe, die russische Regierung von der Notwendigkeit zu überzeugen, daß sie Vorkehrungen treffen müsse, um im Bedarfsfälle ihre Mobilisierung beschleunigen zu können. Hierauf wurde die Aussprache abgebrochen, und der sozialistische Abgeordnete P a i n l e D e begründete seine Anfrage über das Polizeiverbot gegen die Kundgebung der republikanischen Studenten vor dem Feanne d'Arc-Denkmal sowie seinen Beschlußantrag, daß der Bekundung der republikanischen und sreidenterischen Gesinnung keine Hinder- nisse bereitet werden möchten. Der Minister des Innern .Klotz erklärte, daß der Leiter der Geheimpolizei eigenmächtig vorgegangen und deshalb pensioniert worden sei. Er nehme übrigens anstandlos den Beschlußantrag Pain- leves an, welcher durchaus den Tendenzen der Regierung entspreche. Hieraus wurde der Beschlußantrag mit 483 gegen 17 Stimmen angenommen. ©esttidKs Kced». Der Kaiser in Ahlbeck. Das Kaiserpaar jraf am Dienstag um 2,30 Uhr in Ahlbeck ein. Die Majestäten begaben sich in den Automobilen nach dem Kinderheim; der Ort war festlich geschmückt. Abends um 10,50 Uhr traf das Kaiserpaar' wieder in Wildpark ein. Geldern, 3. Juni. In Erwartung des Besuches des Kaisers aus Anlaß der Z w e i hu n d e r t j a h r -F ei e r der Zugehörigkeit des Herzogtums Geldern zu Preußen hat die alte Herzogstadt Geldern ein glänzendes Festgewand angelegt. Am Balstihaf Geldern—Köln—Minden ist die Wartehalle zu einem Empfangsraum umgebaut worden. Bor der Rampe, wo der kaiserliche Wagen hält, wird ein breiter Läufer gelegt und rechts und links 0>ruppen von Lorbeerbäumen und Palmen angebracht. Manche der da zur Schau gestellten Riesenpalmen repräsentieren Werte von mehreren tausend Mark. Der Marktplatz mit dem seiner Enthüllung harrenden K a i s e r-W i l helm-De n km al, ein Werk des Pros. Schaper-Berlin, trägt ein herrliches Festgewand. Militär!) oh kott einer Zeitung. Das Generalkommando des 15. Armeekorps hat den Militärpersonen des Korpsbereiches das Halten der „Straßburger Neuen Zeitung" verboten. Der Grund zu dieser Verfügung ist in der abfälligen Kritik zu suchen, die das Blatt über einen jüngst in der verkehrsreichen Mittagsstunde vom kommandierenden General am Broglie-Platz angenommenen Vorbeimarsch einrückender Artillerie gebracht hatte. Der Vorfall hatte auch eine Anfrage in der Zweiten Kammer des elsaß-lothringischen Landtages veranlaßt. Anslanv. Neue Steuern in Behgien. .Aus Brüssel wird gemeldet: Infolge der von der Kammer beschlossenen Reform der allgemeinen Wehrpflicht werden 30 Millionen ordentliche Heeres- ansgaben und jür die Festungsbauten gebraucht. Die neuen demnächst vor das Parlament gelangenden Steuern bestehen in einer Besteuerung der in Belgien Filialen besitzenden ausländischen Aktiengesellschaften und deren Emis- sionsgeschäfte, ferner in einer Erbschaftssteuer, die unter Ausschluß von Söhnen und Töchtern alle Seitenverwandten betrifft, in einer Filmste ne r, einer verstärkten Jmm ob ilien steuer und in einer Erweiterung der Plakatsteuer. Zum Falle Redl. Die Wiener „Militärische Rundschau" dementiert die im Zusanrmenhang mit der Angelegenheit Redl in der Tagespresse aufgetanchten .Gerüchte von einer beabsick)- ligten oder bereits erfolgten Demission des Generalstabs- ckwfs Conrad v. Hoetzendorf, des kommandierenden Generals von Prag Freiherrn v. Giesl und sonstiger hoher militärischer Funktionäre. Im Abgeordnetenhaus brachten "die Christlick)>-Svzialen eine Anfrage zu dem Fall Redl ein. Sie beklagen, daß man, anstatt Redl vor ein Militärgericht zu stellen und ihn der gerechten Strafe zuzuführen, das Berbrecten des Selbstmordes na he legt und die Oeffentlichkeit durch die unwahren Meldungen über den Selbstmord irregeführt habe. Dieses Mittel sei nicht geeignet, die Standes^rg der Offiziere zu schützen und die Ausregung der Bevölkerung zu beruhigen. Gkuppenfltzllng de; allgemeinen deutschen Zrauenverein;. Frankfurt, 3. Juni. In Gegenwart von Vertreterinnen aus mein als 50 Städten und Ortschaften der Uingebüng FranHurts begann heute die erste G rnppen tagu ng des all g. deutschen F r a u e n v e r e i n s im hiesigen kaufmännischen Verein. Nach einer Begrüßungsansprache der Vorsitzenden Frau Zenny X Kinzet ?»rde der Kano ^tragen, der an iid) den Tod gef in Diedenhofen unb Kameraden .j, FeuekveA zu retten-., h --Nebg ,.b -m ( Als er a * „„ gefot Jinc y r A-ß- * L. Stadtverou ?.(««• * jfi ein «,*. groben »an " >nit ME-- «rkiSadl"! " w* o,i5ä zZad-Na liebtet Gast,/o rfltc# £l!bl neues Programi ßOber-L xcrwirrnng, du Mah des V Schankwirt von w WormZ bei einer Ra^ nahm, zu einem heru inftreifen shutzmann Wür mußte. Ec gab ifriedrich Schon deach und in we inbcrcn wurden ickannt. Apolant (Frankfurt) sprach iyrau Martha Back (#yranffite) über Die Bestrebungen des allg. deutschen Frauenvereins', tn bent sie ein Bild der fast .50jährigen Geschichte des Vereins entwarf um bann die einzelnen Erfolge der Frauenbewegung »d besprechen Frau Alice Bensheimer führte bann in die praktische Bekämpfung der Tuberkulose ein. An beide Vorträge schlossen sich rege Aussprachen, an denen sich vor allem Frmi Prosessor Edinger, Frau Lands berg, Frl. Hartmann ouS Frankfurt und Fran Jellineck und Frl. Dl uni aus Allendorf a. d. W. beteiligen. Den Schlußvortrag hielt Frau Heraeus (Offenbach) über „die Mitarbeit der Frau in der kommunalen Armen- und Waisenpflege". Später folgten Besichtigungeii von Krippen. Am Mend fand eine öffentliche Versammlung statt, in der Frl. Sophie Steinhaus (Franffurt) und Frl. Dr. Kröhne (Womis) über „die Fürsorge für die weibliche Jugend in den Weckrselbeziehungen zwischen Stadt und Land" sprachen. ______________________________________ Aus Stadt mid CanD. Gießen, 4. Juni 1913. • • Lehramtspersonalien. Der Großherzog hat dem Oberlehrer an dem Ludwig-GeorgS-Gyninnsiiim zu Darmstadt Dr. Will). Hamann den Charakter als Prosesior erteilt und den Lehramtsassessor Rob. Köhler auS Lich zum Oberlehrer an dem Gymnasium zu Bensheim ernannt. '* Ruhestandsvcrsctzung. Der Großherzog hat den Direktor an der Landes-Heil- und Pflegeanstalt „Philipps- hofpitaf bei Goddelau Medizinalrat Dr. Rud. Mayer auf fein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner treuen und ersprießlichen Dienste, unter gleichzeitiger Verleihung des Charakters als „Geheimer Medizinalrat", in den Ruhestand versetzt. * * A u§ dem Militär Wochenblatt. Vollen, Hauptmann und Komp.-Chef im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116 wurde als Lehrer zur Kriegsschule in Metz versetzt. • ’ Landw. Schulwesen. Der Großherzog hat den zweiten Landwirtschaftslehrer an der landwirtschaftlichen Winteischule Michelstadt Dr. Karl Vogeley zum zweiten Landwirtschaftslehrer an der landwirtschaftlichen Winterschule Worms ernannt. * * Ernannt wurde der Gefangenwärter am Hastlokal in Lampertheim Karl Stork zum Gefangenauffeher an der Zellenstrafanftalt Butzbach. Vom Landtagsabg. Prof. Urstadt erhalten wir folgende Zuschrift: Herr Dr. Linse ist mit meiner Agitation im Odenwald unzufrieden. 9hin, sämtliche Versammlungen, die ich dort hielt, waren öffentlich mit freier Aussprache. Da hatte er Gelegenheit gehabt, mir entgegen,vutreten, wie er ja auch androhte, aber ich habe ihn vergeblich erwartet. Im ^lpril sprach ich hier in öffentlicher Versammlung mit völlig unbeschränkter Diskusiion. Auch da benutzte Herr Tr. Linse bic Gelegenheit nicht. Statt dessen macht er seinem Herzen in einer Vereinsversammlung Luft, zu der zwar Gäste eingeladen waren, in der aber freie Aussprache nicht angetünbigt war. Ich verzichte deshalb darauf, den völüg un- verfänglick-en Zusammenlxing darzulegen, in dem ich den Ausdruck „L i n s e n g e r i ch t" brauchte, und überlasse es den Lesern, zu entscheiden, in .ivelche Klasse der Agitatoren Herr Dr. Linse gehört, wenn er mich in die 4. stellt. Gießen. O. Urstabt. Wir haben von der Zuschrift Notiz genommen, obgleich Pros^lrstadt unter sein letztes Schreiben an uns die Wendung ,m i t g e b ii h r e n d e r Hochachtung" gesetzt hatte. Wir wollen der Eigenschaft Urstadts als Landtagsabgeord- ncter Rechnung tragen. Bom Standpunkte einer Einigung des Liberalismus in Hessen kann das VorLeheu des Herrn Urstadt nicht als förderlich angesehen werden. Herr Dr. Linse, der Geschäftsführer der Freien Vereinigung Hess. Nationalliberaler verfolgt bekanntlich die Tendenz, gewisse Einflüsse, die auf den rechten Flügel der Nationalliberalen, einwirken, zu bekämpfen, und.in dieser Richtung bat die Volkspartei, die in Gießen von der letzten Reichstagswahl her zudem einige Rücksichten üben will, schwerlich Einwendungen zu erheben. Anspielungen wie „Linsengericht" waren baljer nicht nützlich und höchstens geeignet, das politische Leben zu verbittern. Besondere Diskussionsabenda über solche Entgleisungen sind aber gewiß nicht nötig: sie sind dazu doch nicht ernst und wichtig genug. • • Die Festrede dc§ Rektors, die gelegentlich der Jahrhundertfeier im Stadttheater gehalten wurde, erscheint heute zu einem Teil in den Gießen er Farn ilien blättern. • • Gewerbeinspektion Gießen. Der Großherzog hat den Maschineningenieur bei der Dampskesselinspektion Diplom-Ingenieur Dr. Gust. Stöckle zu Darmstadt zum Assistenten bei der Gewerbeinspcktion Gießen ernannt. * * Für bas Nationaldenkmal auf der Elisen- höhe bei Bingen sind in Gießen 2520 Mark gesammelt worden. * * Zu dem Selbstmord Jahmcl wird uns mitgeteilt, daß der Mann nicht mehr Insasse der Provinziate siechenanstalt war. Er ist am 28. Mai mit Zustimmung des Armenamtes aus der Anstalt entlassen worden. **UeberdicBrandstiftung des Drechslers Walther erfahren wir noch: Walther hat das Feuer mittels Holzwolle und Terpentin entfacht, nachdem er kurz vorher einen Streit mit feiner Frau gehabt hatte. Der Täter, der schon seit langen Jahren an hochgradiger Nervosität leidet und wiederholt in der Psychiatrischen Klinik unter gebracht war, hat seit 6—8 Jahren nicht mehr gearbeitet und die Ernährung seiner Fainilie der Fi:au überlassen. Vielfach wurde angenommen, daß der Mann ein Simulmit sei, der es nur darauf abgesehen hatte, nicht mehr zu arbeiten. Mit seiner Frau hatte Walther stets in Unfrieden gelebt und er hat die fleißige brave Frau häufig auch mißl)and>sjekt Heranzuge ... w Franksu "Wer Hop gestorbene * Mark erb, Hanau, ;urbe 'n der Sei J lausendes ’W und tödlich •.,hRd ®r°nber .AeudenTrus * i« Saiftt h! $on y n-°°n K, :*"• We in KL Z »*Sä gifte .ÄV" und Verhütung von Verstopfung für Erwachsene und Kinder. Höchster Wohlgeschmack, milde, sichere Wirkung, ärztlich glänzend begutachtet und empfohlen. « ......Dose (20 Fruchtkonfitüren) Mk. 1.20. - ^Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXIN-KONFEKT. W I ■ Urstadt erhallt. Km-u. Seefische Schellfische s Seb. Kalbfleisch - clterSwcg 12. Tel. 285 Bad Äusser. 4. Juni. (Priv.-Telcgr.). Bei einem Zusammenstoss zweier Züge auf dem Bahnhof wurden zwei Per- onen getötet und sechs sckMcr verletzt. Lntsettungs-ckur § von verblüffendem Erfolg, nngenebm und unschädlich durch Apoth. Wagners Ent- ^"ungs-Tee. In Dosen ä aiif. 3—. $ßilb. Schrader, Biktorra-Drog., Murktstr. 5. LWgch-mNLL Pros. vi-.GrunwaldsEnt baarnngsvulv. Dos. M. ILO. Pelik.-Äpoth., Kreuz pl. L”78 vermischtes. . * Raubanfall Aus Beuthen, 3. Juni, meldet ein ^nhat-Telegranrrn: Unwett T rz ebinia an der schlesisch-gali- a^ftVciT Grenze wurde der Schichtmeister Sliwinskv von drei Bandtten im Walde überfallen und um 6000 Kronen beraubt Tic Rauüer, anscheinend russische Ueberläufer, sind entkommen, ©ic verloren auf der Flucht 1600 Kronen, die später gefunden wurden. Amtlicher Wetterbericht. Oesfentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 5. Juni 1913: Zeitweise wolkig, bis auf Gewitter trocken, warm. Unwetter. fj Marburg, 3. Juni. Heute morgen gegen 7 Uhr lobten im Lahntal und im Ebsdorfer Grund schwere Un- In LM Mi> Lülld ist es bekannt, wer Herd und Ceieu braucht sie nur beim Häuser kauft, denn er bat bekannterweife die größte Auswahl und 1818] billigsten Preise J.B.Häusei* Neustadt56 Telepbon660 Spezial-Ausstellung Rodbeimer Straße 42. ober töridit, erlaubt oder verboten, strafwürdig oder entsckluldbar linb. Alles will ich dem Hefte lägen, was ich sonst keinem Menschen vertrauen bum und was dock irjn der Seele herunter toi 11," so ickrieb die ISiäbrigc Jungfrau einst. Sie hat treulich als Künste IcTtn ihren Borsatz ailsgeführt. Was Wim der, daß ihr Buch tcine Lektüre für Backfisch ist. Aber der cbrlidv Theaterfreund, die hochgemute Theaterfrenndiu sollten sich der ?l.ufgErlaß eines zeitgemäßen Reichsthcatergesetzes ist auch erst in Sicht. 5in- iemc erstklassige Sterne bezieljen wohl in der Bühnenwelt Minister- gek>älter und mehr, aber ungezählte andere darben. Und doch wird der Zudrang zur Bühne mit ihrem lockenden Flitter ein immer größerer. Ganz ohne Entgelt bieten Ungezählte sich an, zunächst^ als Eleven und Elevinnen einzutreten, wobei die kostbaren L-parpfennige für spätere Zeiten dringender Not unter den Ringern zerrinnen und namentlich für die Sck)auspielerin dann nur ein Weg übrig zu bleiben schnitt, um die teueren Toiletten 8U bestreiten und den Hunger zu stillen — der Weg der Schande! Vor uns liegt ein ergreifendes Buch. Wir müssen sagen: Selten nur packte uns eine Streitschrift so tief wie diese; sie ist mit Blut geschrieben, wie nach der Sage die Gesetze des Trafo; aber die Verfasserin schrieb sie mit ihrem eigenen Herzblut und ihren Tränen. In glühender Scham nur gibt sie die Geheimnisse jenes Tagebuck^s preis, das sie seit ihrem 18. Lebensjahr" zuerst als geprüfte Lehrerin und dann als Schauspielerin niederge-- schrieben. Sie tttt's, obwohl ein seltsames Geschick sie der Bühne mtführte und in gesicherten ländlichen Lebensverhältnissan den Frieden finden ließ, sie tut es deshalb, weil sie für ihre Bühncn-- kolleginnen cintretcn, ihnen helfen will, sie vor Nol und Schande 5u_ beroabren, um den Schauspielerstand auf jene 5)öhcn empor- zuftiljren, auf denen allein er dem bcutfdru Volke das sein kann, wozu er berufen ist, ein Timer der Kunst. Delene Sckjarfeiistein ist die glänzende Schriftstellerin, von der wir reden. Ihr Buch „Aus dem Tagebuch einer deutschen Schauspielerin" ist im Verlag von Robert Lutz-Stuttgart 1912, drosch. 6 Mk., .geb. 7 Mk. bereits in zehnter Auflage erschienen. Ver- sasserin hätte es getrost mit dem bekannten Schlagwort des fran- zösisckjcn Romanschriftstellers überschreiben können: Ich klage an. Aber das ist das Packende an diesem Buch, das Seite um Seite die tiefgründig gebildete Künstlerin und die tapfere Kämpferin für höchste Ideale rerrät, daß sie nun nicht etwa einseitig auf diese ober jene los wettert, über die sich zumeist die Scl>au spiel er beklagen, als Theateragenten, aud> wohl Theaterdirektoren, Regisseure. Nein, auch dem Schauspi. lerstand selbst und seinem unsozialen, so oft von.kleinlichsten Eifersüchteleien und kindischer Gefallsucht beherrschten Empfinden gilt il/r herber Tadel, bann dem P. t. Publikum, dem männlichen, das die weiblich? Theaterwelt so oft als Jagdgründe für unlautere Liebesabenteuer ansieht, dem weiblichen, das durch die maßlojen Anforderungen an die Eleganz und Wivochselung der von schlecht bezahlten Künstlerinnen noch immer selbst zu bestreitenden .Toiletten den Ische Schwestern durch Rot der Prostitution direkt in bie Arme treibt. Nicht minder gilt den Stadweriraltungen ihr „Ich klage an", bie, während sie ihren Beamten willig^ auskömmlich?? Gehälter zubilligen, es nicht ver- hinberten, daß Schau Mieterinnen an Stadt tl-eateim zwischen .hunger und Schande zn wählen hätten ober vielmehr durch hunger der Schande zugeschleppt würben. Selene Scharfensteins .Ich Nage an" gilt in letzter Linie dem Reiche, denn ohne wuchtiges staatliches Eingreifen seien die Nöte .des Schauspielerstandes, die zu den künstlerischen Idealen der angehenden Mimen in so krassem Gegensatz ständen, unüberwindliche. "Ich will Tagebuch schreiben. Nicht weil ich jetzt reif geworden wäre, und weil meine Reife ber Welt etwas zu sagen hätte, nein, weil ich reif werden will! . . . Und so soll mir dies Tagebuch ein scharfer Spiegel sein, in den ich meine geheimsten Gedanken, meine tiefsten Wünsche, mein? innerste Lust, mein Leid und in ine Sorgen, aber auch meine Leidenschaften und meine Schuld blicken lassen iiill, damit sie sich prüfen, ob sie echt oder unehrlich, begründet- !trof;c, per Pfund 35 H Aabliau o.Kops „ 26 Jtal. Karton- 3 „ 29 Matjesheringe St.12 ä, ^audbuttcrv.Pfd.120^, Molkcrcibutter 140 E Psd. 60 wie Feuerversichernrngspvkire usw. in Sicherheit gebracht. Erst; der Feuerwehr gelauy eA, sie aus dem brennenden Haufe »u retten. , ' " ' f' Kreis Schotten. = Rebgeshain, 3. Juni. In Dem nahen Walde gab ein Handwerksbursche auS einer Pistole einige Schüsse ab. Aks er auf Anruf eines Försters auf diesen anlegte, echnc neu geladen zu haben, packte ihn der Förster und schaffte ihn auf die Bürgermeisterei. Letzte n^tbreebten. Cin Grubenunglück bei Ober-Rosbach. I. Ober-Rosbach, 4. Juni. (Priv.-Tcl.) Bei der Eisen- und Mangan erz-Gewerkschast fehlten heute früh zwei Bergleute. Obersteiger Lenz fuhr mit einem Begleiter in den Stollen ein. Beide sind bis 10 Uhr noch nicht zurückgekehrt. Man nimmt an, daß alle 4 durch das AnSströmen giftiger Gase, die sich iu der Grube angesammelt haben, belaubt und vielleicht schon gestorben sind. Zwei we terc Rettungsversuche blieben ebenfalls erfolglos. Ein Steiger, der allein eingefallen war, war ohnmächtig geworden und konnte ngr mit Mühe durch Zurückziehen des von ihm angelegten Seils gerettet werden. Der Direktor machte ebenfalls einen Versuch, in den Schacht einzudringen, doch mußte er wegen der in dem Stollen herrschenden Dunkelheit nmkehren. Es ist jetzt ein Automobil von Frankfurt unterwegs, das die neuesten Rettnngsapparate mitbringt. * Ein Protest der Duma gegen die russische innere Politik. Petersburg, 4. Juni. Bei Schluß der Haupt- anssprache über den Haushalt des Ministeriums des Innern nahm die Reichsduma mit 164 gegen 117 bei 23 Stimmenthaltungen eine Tagesordnung der Okt0bristen an, welche gegen die Ausnahmebestimmungen undWillkürhand- lungen der Behörden und die Förderung des Rationalitäten- hader? protestiert und das Ministerium des Innern beschuldigt, die Achtung des Voltes vor dem Gesetze und der Staatsgewalt 511 untergraben, die die oppositionelle Stimmung tm Lande erhöhen. Zum Schluß wird die schleunige Durchführung umfangreicher Reformen gefordert. Kreis Friedberg. n L. Friedberg, .3. Ium. In ihrer letzten Sitzung hat die Stadtoerordneten-Versammlung beschlossen, eine neue Kaserne dahier zu erbauen. — Bei dem Kanalbau dahier ist ein großer Teil der Rohre gebrochen, so daß ein Schaden von über 40 000 Mk. entstanden ist. Die Stadt« verordneten haben beschlossen, eine Sachverständigen-Koinmission mit schleuniger Untersuchung zu betrauen. — Ein kleiner Preisabschlag des Fleisches hat stattgefunden. — Die hiesige Ortskrankenkaffe wird zu einer Kreisortskranken« kaffe umgebildet werden. 8 Bad-Nauheim, 3. Juni. Ein bekannter und beliebter Gast, Robert Kothe, fang heute abend int Kurhause alldeutsche Lieder zur Laute. Der Künstler bot cin ganz neues Programm, das viel Beifall fand. 8 Ober-Mörlen, 3. Juni. Bei der allgemeinen Verwirrung, die bei dem Unwetter am Sonntag auf dem Fcstplatz des Nadfahrer-Bereins entstand, wurden einem Schankwirt von einem Teller gegen 80 Mark gestohlen. Starkenburg und Rheinhessen. Worms, 3. Ium. Heute früh gegen 3 Uhr kam e° bei einer Razzia, die die hiesige Kriminalabteilung unter- "ahm, zu einem schweren Zusammen st 0 ß mit einigen herumstreifenden Burschen, wobei der Krimmalschutzmann Würtz in bet Notwehr zum Revolver greifen wußte. Er gab zwei Revolverfchüfse auf den Tagelöhner Friedrich Schoninger ab, der tötlich getroffen zusammen- brach und in wenigen Minuten eine Leiche war. Die beiden anderen wurden verhaftet. Schoninger war als Rohling bekannt. Kreis Wetzlar. X Kinzenbach, 3. Juni. Am Dienstag nachmittag wurde der Kanonier W. E. Schubecker zur letzten Ruhe getragen, der am Freitag beim Baden in der Mosel plötzlich den Tod gefunden hat. Bon dem 16. Artillerieregiment in Diedenhofen nahm eine Abordnung am Begräbnis teil, und Kameraden trugen auch den Sarg nach dem Friedhof. Hessen-Nassau. n Fran kfurt a. M., 3. Juni. Die Eisenbahnverwaltung Plant eine durchgreifende Veränderung und Verlegung der Homburger Eisenbahn bei ihrer Einführung in den hiesigen Bahnhof. Die zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Bockeuheim bisher gemeinsame Strecke der Homburger mit der Casseler Bahn soll aufgehoben und für die Homburger Linie ein neuer Bahnkörper geschaffen werden, wobei aber Bockenheim ausgeschaltet wird. Das vom Magistrat ausgearbeitete Projekt hat die Billigung der Bahnverwaltung gefunden, vorausgesetzt, daß die Stadt die Mehrkosten von 748 000 Mark trägt. Heute beschäftigte d.) die Stadtverordnetenversammlung mit der Vorlage. Die Redner aller Parteien hießen das Projekt gut, erklärten sich aber ulle einmütig für Beibehaltung Bockenheims als Station der ftomburger Bahn. Ebenso verurteilte man die Heranziehung ber Stabt zu den großen finanziellen Leistungen, die allein Sache des Staates seien. Der Magistrat und der Hochbau- ausschuß wurden beauftragt, mit größter Vorsicht an das Projekt heranzugehen. v Frankfurt, 3. Juni. Die Untersuchung gegen den Giftmörder Hopf erstreckt sich jetzt darauf, ob Hopf seine 1911 gestorbene Mutter vergiftet hat, von der er 30000 Mark erbte. h. Hanau, 3. Juni. Der Werkführer Schreuer wurde in der Seifenfabrik von Girth, als er einen Riemen auf ein laufendes Rad legen wollte, von dem Räderwerk erfaßt und tödlich verletzt. n Kronberg, 3. Juni. Gelegentlich der im August stattfindenden Truppenbesichtigungen auf dem Mainzer Sand wird der Kaiser hierher kommen. b. Bad Homburg v. d. H., 3. Juni. Der Bau einer neuen Kaserne dürfte vorerst kaum zustande kommen. Wie in der heutigen Geheimsitzung der Stadtverordneten mitgeteilt wurde, hat die Stadt für den Kasernenplatz 350000 Mark geboten. In einer Unterredung, die kürzlich der Kriegsminister mit dem Oberbürgermeister 2übk e und Stadtverordnetenvorsteher Dr. Rüdiger gewährte, sollen sich die Baukosten der Kaserne für die Stadt auf 1 400 000 Mark fftellen. Da diese Summe ■u den wirtschaftlichen Vorteilen der Stadt in keinem Verhältnis steht, waren Magistrat und Stadtverordnetensitzung beute Einmütig der Meinurg, dem Projekt vorläufig nicht näher zu treten. d Arg rw. .AN Ä)ln bi; °nd eine Mi 9len litation im Cbeim? |tn, die ich dock M a hacke er Gclegenhr Ach andrvhte, al« ü >rach ich hier in öfe ftcr Diskvfjion. 65 it nid)t. Statt dnft fammlung Luft, zu M freie Ausjprache ra larauf, den völlig u in dem ich den Erlasse es den &jfc itoren tzerr 2r. M O. Urstadl genommen, en an uns die» tung" geseM s Landtags'-' nkte einer Vorgehen # W- iverden. $ Vereinigung ie Tenbey Md' r Nockonalliber-m r Adng ho' ■en Reichstags^ schwerlich ffinroö** 'e „SiWT- ns geeignet, te# riß nD nötig; ■genug. t gelegentlich der ivurde. erschemt lienblattern. rGroßherzoci npfkeMmspewon Darmstadt zum ernannt. ,s der Eliten' gesammelt - rd uns mitgete^ Provrnzlade mit Zusckmmung Wh. lf 41 Äni 1913 c®-®,,66".10» N g^iSiliiinnfium ... ernannt. , [m ■ ”* •»!« mii Jtl* tonn, i,ni 1er, Verleihung de; 1 ,n den Ruhestand $0[1(1]| ■e9t Üaiser Wilhelm ^uegtzschule in m(?) ®r°6ber;og Hal r landwickschastlichr» geley zum zweiten östlichen Winterschu!! 'wärter am Hastlake! lngenaujjeher an da TSter der M r TaK ', Deutfchen Reichs MN heilt Nervosität * 2 BSnbe in feinen gebunden zu Je 18 mark heilt Schlaflosigkeit * hack-».Häufelpflüge «r- Billig’ -ee BT Achtung I 18 Niemand versäume 3681 entgegengenommen. sich den künstlerischen P. Oppenhäuser, Elflainz« Tel. 2116. s8/6 Sommerfrische der auch gleichzeitig ein U M [CVol KARNICKEL Ergebens! ladet ein < Fertige Fahne^u^d Fahnentuchs a4/6 Seibels UWe B*A Die Tragödie einer untergehenden Welt in 6 Akten von H. Sienkiewicz. 3842 Anfang der Vorführungen: 4 bis 6 Uhr t B* a 2 n K3 Plätze können reserviert werden! ! ? Keine Preiserhöhung !! >' j ö 'eit v4/« Der Vorstand. deS Streichorchesters „Toeka" 3448) kommen 2963 J. IC. HÄUSER Neustadt 56 2. 3. 4. 5. 6. 7. :: in jeder Farbe :: auch leihweise, zu billigsten Preisen Jubiläums-Becher zum Regiments - Feste Hausfrauen W Giessen Morgen Donnerstag kommen aus dem Wockcnmarkt auf dem Brandnlatz vrima Mainzer S-rübocntük, Kops salat u. Spargel zum billigen Tagespreise zum Berkaus. NB. Daselbst werden auch Bestellungen für Samötag Am Anfang eines jeden Monats werden Koch- schülerinuen ausgenommen. Nähere Auskunft in der Anstalt. Mittagstisch täglich von 12—2 Uhr im Preise von 85 Pfg. und 1 Mk. Anmeldungen zuvor erbeten. aw. W< I die bei tut flff Pr au Teppich- und Gardinenhaus Ernst Bloedner Nachf. ™r7P2°” Gießen ist aufgehoben. Gießen, den 2. Juni 1913. Großherzogliches Amtsgericht. Erinnerungs- Becher an 1813 Da der grösttc Teil der Sinnen bereits vergeben ist, wird es ratsam sein sich baldmögl. mit Karten z»i verleben. — Die bereits bestellten Starten sind nunmehr baldigst abzuholen. v*°/s ___________________Der QrdnuugS-AuSschnk. PROGRAMM: I. Teil. Hoch Habsburg, Marsch . . . Himmelsfunken, Walzer . . . Ouvertüre zu „Egmont“ . . . Fantasie aus „Waffenschmied Ave Maria, Lied....... Violin-Solo: Concert G-moll . . Fantasie aus „Bajazzo“ .... II. Teil Dur und Moll, Potpourri.......Schreiner Die Schönen von Valencia, Span.Walzer . Morena Treis a. d. Lda., den 3. Juni 1913. Grosth. Cbertörücrct Treis a. d. Lda. N Abonnements Nurführliche Prospekte sind kostenfrei durch jede Budjtjanhlung zu beziehen Verlag des Bibliographischen Instituts in feipzig und Wien 04599 . . . . Kräl . Waldteufel . Beethoven • . Lortzing . . Schubert . . . Bruch . Leoncavallo Donnerstag, den 5. Funi, abends 9 Ubr in d. Rcstanration Herbert Msmts - Scriaiiinilnng Austeilung der Karten zum .lubiläumssest d. Jnf.-Negts. Nr. 116 „Kaiser Wilhelm". Eintritt 40 Pfg. Bei ungünst. Witterung findet das Konzert später statt. Auf Stund amtlicher Unterlagen von Beichs-, Landes-- und 6emeindedet)6rden herausgegeden von vr. e. Uetrecht Mit 52 Sfabtplänen, 19 Umgebungs- und Üdersichtskarten, einer Derkebrskarte und vielen statistischen Beilagen 5r* Bsäs Freitag im an Deutschlands Erhebung ist, anzulegen. Preis infolge der grossen Auflage nur Mark 1.20 '' n haben Gültigkeit! 8. 9. 10. 11. 12. Dru zu s der törb i * Porzellanhaus Löwer & Bechstein Neustadt 2/4 Telephon 484 Grasversteigerung. Montag, den 9. Thtni, nachmittags von 3 Ubr ab, soll das diesjährige Heu- und Grummetgras von den ststalischen Güterstücken in der Gemarkung Staufenberg «Bräune und Rubsteim versteigert werden. — Zugleich kommen zum Ausgebot etwa 50 Stück Düngersäcke und 3 dürre Zwetscheubänme. Zusammenkunft am ö-riebbor. 51 9ü tü tot eil nu ■ Es . be 26 Ußr- Der Stadtauflage der heutigen Nummer ist eine besondere Beilage über die Neue illustrierte «yranerc Zeitung, die int Berlag von W. Bobach & U‘o» BerUm- VciPAin erscheint, beigesügt. Der Bezug kann durch otu Pfeiffersche Buchhandlung in (Siciicn erfolgen. l3toB w L (Wk tansn wF Verein. Cafe Ernst Ludwig Inhaber: Hermann Adam. IV. Extra-Konzert der Haus-Kapelle Donnerstag, den 5. Juni. Bekanntmachung. In unser Gcscllschaftsregister wurde heute bezüglich der Aktiengesellschaft The Singer Manufacturing Company Hamburg, Zweigniederlassung zu Gießen, eingetragen: Die Zweigniederlassung in (Das deutsche Sankt Moritz) Direkte Bahnterb. m. Frankfurt a. M.u. Wiesbaden, Ein landschaftliches Paradies. 400 Meter äb.d, Meeresspiegel. Hundertjahr-Feier Inl-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 Die Tribünen und Wagen-Karten find bei Emil Ctto, Babnbosstrairc 49, int Vorverkauf zu haben. Tribünen karten 1. Platz Mk. 5.—, 2. Platz Mk. 3.—. Anfang 7Vi Uhr. Sonntags 3'/a Uhr. Eintritt frei! Nachkuren. *■ * Tucht|ee Aerzte- Prospekt frei durch die städtische Kurverwaltung. Meitttßiesel Tonrißeiißiesel WW garantiert wasserdicht, in besten Qualitäten billigst bei [04597 FranzNeiMier Sonncnstraste 20. empfiehlt 3113 J. B. Mäusen Neustadt 56. Tel. 660. M SS Mb Ersschränke Speisenschränke Spcisenglocken Eismaschinen empstehlt 3586 J. B. Jausas™ Neustadt 56. Telcvb. 660. 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H. Morgen Donnerstag abend 9 Ubr: Monats- Versammlung 'm Hotel Grostbcrzog. lvV, Philatelistenverein Giessen. Sitzungen jeden 1. u.3.,Zreitag im Dionat abends 9 Ubr im Cafs Ebel. Gäste will- toonioMb$eriicioeniiio. Freitag, den 6. Funi, nachmittags 3 Uhr versteigere ich im Auftrag freiwillig meistbietend gegen Barzahlung in Frankfurt a. M., ?stci>dßraßc 30 im Hose der Landwirtschaftlichen Halle 1 Opel-Automobil. 1 Zi linder. 18/30 PS 6/7-sttziges Dovvel-Phaethan mit Lederverdeck, als Bermietwageu geeignet, 1 Schmidt«-Automobil, 4 Zyl., 11'22 PS 4-fitziges Dovvel^Bbacthon mit amerikan. Berdcck, auch als Lastwagen geeignet. — Beide Wagen befinden sich ip bestem Zustand. Besichtigung und kurze Probefahrten für ernstliche Kaufliebhaber Freitag von 10—12 Uhr. Id3/6 Wilhelm Neuhof, Auktionator u. Tarator, Frankfurt a. M., Taunusstraste 36. 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