— Eine Dramatisierung de S „R o t c n Zimmers". Man schreibt der Boss. Ztg.: Der berühmte Roman August Stcindbergs „Das rote Zimmer" („Röda Ruminet") ist von dem Schweden Herrn Algot Sandberg dramatisiert worden und wird demnächst im Stockholmer >-venska Theater ausgcführt werden. Wie das „Astonbladct" niitieitt, ist die Dramatisierung schon vor ein paar 3 n Irr eit auf die Anregung des Stocthotmer Bolts- theaters hin im Einverständnis mit Strinbbcrg selbst erfolgt. Sandberg erhielt von Strindberg verschiedene Weisungen und Winke für die Art der Bearbeitung, und es ist denn auch auf den ausdrücklichen Wunsch Strindbergs selbst zurückzuführcn, wenn für die künstler finden in einer zweiten Abteilung statt und in der dritten Gruppe soll Kunst in .Handwerk und in Industrie vorgesührt werden und zwar Erzeugnisse verschiedener Gewerbe in Einzeldarstellung und Raumkunst. Einzelgebiete der Werkkunst umfaßt lüe 4. Gruppe, auS der nnr einzelne besonders interessante und auch neue Abteilungen hervorheben möchten. Die kirchliche Kunst und Friedhofskunst wird in Köln wohl deshalb von besonderer Bcdeuttrng «sein, weil der verstorbene Kardinal frischer verfügt hatte, daß alle kirchlichen Gegenstände in der Art des 12. Jahrhunderts l>ergestellt werden sollten. Wie sich der neue Erzbischof dazu verhalten wird, ist noch dahingestellt. In der Gruppe Farben schau sollen vorgeführt werden die Farbenharmonie in der Natur und gleichzeitig, wie sie von den Jtfmftlern benutzt wird. Ebenfalls neu wird, die Abteilung Kunst im Handel sein. Auf dem Wege zur Ausstellung sollen zu beiden Seiten einer nicht zu breiten Passage Berkcrufsläden errichtet werden, deren Schaufenster eine mustergültige Auslage zeigen sollen. Auch im Sport soll vorbildliches geschaffen werden und namentlich wird es eine mit in das Äusstellungsgebiet einbezogene mustergültige Rheinbadeanstalt sein, die zahlreiche Besucher anziehen wird. Etwas durckmus neues ist das Haus für die deutschen Kolonien. Der Vortragende wies darauf hin, daß in Deutsckrland dafür noch gar nichts geschehen sei, während die Engländer schon seit Jahren darin vorbildliches geleistet haben. Gedacht ist auch eine Ausstellung für Frauenbekleidung, auf die der Vorttagende ganz besonderen Wert legt. Da diese Abteilung in Wien und München großen Erfolg gehabt hat, hofft man, daß die Künstler sich stark beteiligen, damit wir endlich einmal von dem Pariser Geschmack freiwerden. Bei dieser Gelegenheit erwähnte der Vorttagende noch, daß in Köln kürzlich zwei große Häuser von französischen Firmen eingerichtet morden seien und daß dabei für das eine Haus mehrere Millionen aufgewendet worden seien, deshalb könne eine Werk- bündschau gerade hier besonders erzieherisch wirken. Gruppe 5 umfaßt künstlerische Erziehungsmethoden, Gruppe 6 das österreichische Hans. Bühne verschiedene Personen und Situationen „hinzugedichtet" wurden, die sich im Roman nicht finden: Strindberg war der Ansicht, daß diese Zusätze notwendig seien, um der Dramatisierung Leben und Kolorit zu geben. Aus dex Aufsührung des Stücks am Volkstheater wurde indessen nichts, da Sttindberg und Sand- bcrg der lleberzeugung geworden waren, daß das Haus zu klein und die Regie dort zu einfach seien. Inzwischen hat der bekannte schwedisckic Theateröirektor Ranft das Stück erworben: er wird es nach einer sorgfältigen Einstudierung in seinem Svenska Theater aufführen, wo die Rollen in den besten Händen sein werden. Wie verlautet, soll sich Strindberg seinerzeit mit der endgültigen Form der Dramatisierung seines berühmten Romans sehr zufrieden erklärt und sich auf die Aufführung gefreut haben. — Ein Durchfall am Burgtheater. Aus Wien, 2. Febr., wird uns geschrieben: „Wie Man einen Mann gewinnt" nennt sich die letzte Neuheit des Burgtheaters, die am Samstag in Szene ging und einen glatten Durchfall erlebte. Der Autor dieses .Lustspiels" heißt Ri da Johnson Poung, und es geschal) das erstemäl, daß ein amerikanisches Stück auf unserer Bühne erschien. Herr Thimig, der noch immer provisorischer Leiter ist, schien große Hoffnungen auf seine erste selbständige Erwerbung gesetzt zu haben. „T h e L o t t e r y m'a u" hat die inimerhin artige Idee, daß ein junger Journalist, Jack Wright, der an einem Blatt als „Spezialist für Sensationen" angesttllt ist, sich selbst als Haupttreffer einer Lotterie aussetzt, wovon ein Los für einen Dollar zu haben ist. Der gut begonnene Scherz wird aber nicht mit frischen Späßen und Witzen durchgeführt, sondern durch ewiges ''Auswalzen^u einem’ dünnen Teig ansgezogen. 300 000 Lose sind verkauft worden, die Gewinnettn ist eine dürre, häßliche Gesellschaftsdame: Jack, der „Haupttreffer", ist umsomehr bestürzt, als er ein anderes Mädck>en liebr, auf deren er und feine Mutter, die uni die Neigung des Sohnes weiß, eine Anzahl Lose aufgekauft haben. Lustig, nicht? Der „Konftikt" löst sich: das dürre Fräulein hat das Los — dem. Küchenmädchen entwendet, welches sich aber zum Glück inzwischen verlobt hat, so daß die Bereinigung der Liebenden nichts im Wege ffrHt. Die Darstellung konnte deur öden Machwerk, das, selbst durch den Fasching nicht zu entsckmldigeu war, nickn aushelsen. M. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wisse-n- schaft. Zwei schwere Verluste hat die Univei-sität Kiel erlitten. Am 31. Januar starb der Geheime Medizinalrat Prof. Dr. med. Arnold Heller, Direktor des pathologischen Instituts, im 73. Lebensjahre, Ulnd am 1. Februar Verschied der Ronnnrrft Geh. Rat Prof. Dr. vhil. Gustav Körting im 68. Lebensjahre. — Ein Fortbildungskursus für Zahnärzte wird im Einverständnis mit dem Ausschuß der Fortbildungskurse deutscher Zahnärzte rm Rheinland an der K ö l n e r Akademie für praktische Medizin vom 16. bis 19. Februar 1913 veranstaltet werden. ’M 'Wäsche , “Wäsche’ I “Wäsche äsche ! euge Sßhürzenl. schürzen tirzen*' 1 •rkleider, r Artikel gewähr; j chuM u. Mädchn nncntgeltliit d Ausklck llgelcgechill alhausMam NiNivoch uz 6M limstofie m billig kaufen. xl zu räumen, j jedem ibaren Preis® ihBmiil ovt Eicken. mftstelk iitntauft. n. Mädchen er- I ntgeltlichR« 1 uuit für aCt 1 alienRnlhW j 111 TienSla; 1 .6 von 6>/r bi- 1 Nr. 29 Der Sietzrner An^iger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehenrrKmrrWLüblLlter zweimal wöchentl.Nreis-. blatt für den Kreis Stehen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Land- wirtschaftliche Zeitfragen Fenisprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag tu Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. W-J K >- . 'MW 1 D . ■ ■ Erstes Blatt Dienstag, 4. ßebruar 1915 165. Jahrgang jTSk ’WsT’ Bezugspreis: UU monatlich75Ps.,viertel« jährlich Mk. L.20; durch Abhole-- u. Zweigstelle« monatlich 6o Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- jahrl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., auswärts 20 Pfennig. Ehesredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August eneml-Anzeiger fur Oberhessen »tzs-ZL Rotatisn§-ruS und Verlag ter Vruhl'schen Univ.Vuch- und §tein-ruäerei R. Lange. Redaitron, Expedition und vrnSerer: Zchulstratze 7. And« ^E.Heß^ür den Büdingen: Kernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Die Beschießung von Adrianopel. Am gestrigen Montag abend ist di« letzte Frist des gekündigten Waffenstillstandes abgelaufen, und wirklich bornierten auch sogleich die Kanonen vor Adrianopel: Konstantinopel, 4. Febr. Die Beschießung Adrianopels durch die Bulgaren hat um 5 Uhr begonnen. Angeblich hat bei Tschataldscha ein ernster Zusammenstoß stattgefuuden. Die Bulgaren sollen Tschataldschaköj in Brand gesteckt haben. Wien, 3. Febr. Die „Neue Freie Preffe" meldet aus Sofia: Ihr Korrespondent erfährt authentisch, daß soeben um 8 Uhr 7 Minuten die Kanonade von Adrianopel begonnen hat. Regierungsseitig wird diese Mitteilung bestätigt. Die Konsuln der fremden Mächte haben bereits' um freien Abzug nachgesucht oder um Nachweisung eines Platzes, wo sie von dem Feuer der Bulgaren unbehelligt bleiben. Einen solchen Platz zu finden, wird natürlich nicht leicht sein. Die Türken wollten die Sultansgräber und Moscheen in ihrem Besitz erhalten, und nach einer letzten Meldung sollte Bulgarien auch geneigt gewesen sein, einen Vertreter des Kalifen in Adrianopel rejidieren zu lassen.1 Freilich sollte er nur geistliche .Hoheitsrechte haben und die Bulgaren in oer Verwaltung der Stadt nicht beeinträchtigen dürfen. Wie wird es nun aber mit den alten, ehrwürdigen Bauten, auf die der Türke so stolz ist? Man vergegenwärtige sich das Bild der alten Sultansveste. Die Stadt ist bekanntlich auf 3 Hügeln erbaut, die durch die Flüsse Maritza und Tundscha durchschnitten werden. Fünf Kilometer südwestfich von der Stadt fließt die wilde tArda in die Maritza. lieber die Arda führt eine Brücke der Eisenbahnlinie Konstantinopel—Adrianopel—Philippo- pel. Die Brücke ist bis heute intakt, und so konnten die bulgarischen Züge während des Waffenstillstandes nach Tscha- taldscha fahren. Vom Montag an können die Bulgaren die Brücke kaum mehr benutzen, da sie im Bereiche des Feuers der Festung Adrianopel liegt. Auf den höheren und gesünderen Quartieren befinden sich die prachtvollen Moscheen, unter denen die erste Stellung die Sultan Selims II. (1524—1574) einnimmt. Diese Moschee ist wundervoll, hat vier Minarets, und auf Rebern sind drei Gallerien. ibie Sultan Selim-Moschee ■ftat 1000 Fenster. Ein Fenster ist immer geschlossen, weil in der Phantasie des Volkes die Größe des Banes besser Zum Ausdruck kommt, wenn man sagt: die Moschee hat „Dokus jus doksau dolus" (999) anstatt „bin" (tausend) Aenster. Dieser Prachtbau ist von Granit und Marmor m ■) gilt als das schönste Bauwerkaufder ganzen Balk an ha lbinsel. In Adrianopel sind viele Paläste, die zum Teil -in Kasernen Uimgewandelt sind. Unter vielen Sehenswürdigkeiten ist erwähnenswert: „Ali Pascha Tscharsisi", der »Marktplatz von Bei Pascha. Dieser Marktplatz ist einen Kilometer lang' und ist wie ein Tunnel aus Stein gebaut und mit Blei gedeckt. Inwendig sind Magazine "eingerichtet. In diese Magazine dringt kein Strahl Sonne. Es ist fast immer dunkel. Die Luft ist sehr schlecht. Die Verkäufer sehen daher alle blaß und mager aus. Morgens um 8 Uhr wird der Platz geöffnet, am Abend um 7 Uhr wieder geschlossen. Drin bleibt kein Mensch, mit Ausnahme des Nachtwächters, pusavant, der mit einem dicken Stock von Zeit zu Zeit auf die Steine klopft, um zu zeigen, daß jemand die Magazine bewacht. Die Straßen Adrianopels sind schmal und krumm. Die Häuser sind sehr leicht gebaut, und es ist klar, daß ein Bombardement hier schreckliche Wirrnisse anrichten kann. Mit größter Spannung richtet sich jetzt das Interesse der Welt wieder auf die Eingeschlossenen, die sicher unter Entbehrungen zu leiden haben, die aber bisher so glänzende Beweise ihres ungebrochenen Mutes und tapferen Aus- harrens gegeben haben. Wir erhalten noch folgende Meldungen: Konstantinopel, 4. Febr. Nach offiziellen Angaben hat vor Adrianopel ein heftiger Kampf begonnen. Vor Tschataldscha kam es zu einem belanglosen Zusammenstoß. Nach der Agence Ottomane meldete ein serbischer Offizier vor dem Kampfbeginn vor Adrianopel dem türkischen Kommandanten, daß der Waffenstillstand um vier Tage verlängert sei, um 'ihn irre zu führen. Die Konsuln in Adrianopel ersuchten die türkische Regierung um Anweisung einer vor dem bulgarischen Bombardement geschützten Stelle ober andernfalls um die Erlaubnis freien Abzugs. Sofia, 4. Febr. Aus Mu stapha-Pascha wird vom 3. Februar 9 Uhr abends telegraphiert: Gewaltiger Kanonendonner von Adrianopel her macht die Fenster hier erzittern. In unterrichteten Kreisen rechnet man, daß die Festung in höchstens 14 Tagen fallen wird. Ein bulgarisches Entgegenkommen? Das Reutersche Bureau ist zu der Erklärung ermächtigt, daß Bulgarien durchaus bereit ist, den Vorschlag der Mächte anzunehmen, daß ein Vertreter des Kalifen in Adrianopel ernannt wird, der nach der Uebergäbe der Stadt an die Verbündeten in Adrianopel residieren soll. Auf der Berliner bulgarischen Botschaft wurde erklärt, es sei unrichtig, daß Bulgarien noch in letzter Sttinde nachgegeben habe. Durch das Zugeständnis eines geistlich en Vertreters des Kalifen für Adrianopel gebe Bulgarien seine Ansprüche auf die Stadt und die Umgebung tricht auf. Im übrigen werde Bulgarien für dieses Zugeständnis Beengungen, die noch nicht bekannt seien, stellen. Die Botschafterkonferenz. London, 3. Febr. Die Botschafter hatten um 31/2 Uhr heute ngchmittag im Auswärtigen Amt eine Zusammenkunft mit Grey, die nur eine halbe Stunde dauerte, da tatsächlich nichts zu erldbigeit war. Die Botschafter tarnen zu dem Entschluß, daß es zwecklos sei, vor Donnerstag.wieder zusammenzukommen, wenn nicht ein besonderer Anlaß vorliege. Die türkischen Friedensbevollmächtigten erhielten den Befehl, erst nach Wiedereröffnung der Feindseligkeiten von London äbzureisen. — Eine offiziöse Note erklärt, die türkischen Truppen seien angewiesen worden, nicht früher zu feuern, als bis die Bulgaren nadj- Ablauf der Kündigungsfrist des Waffenstillstandes zu schießet! beginnen. Die Pforte hielt es für nötig, diese Weisungen ru erteilen, damit die öffentliche Meinung überzeugt werde, daß die Verantwortung für den Wiederbeginn des Krieges ausschließlich auf die Verbündeten falle. Der bevorstehende Angriff auf Skutari. Dnrazzo, 3. Febr. Gestern sind 1300 Serben mit reichlichem Proviant eingeschifft worden. Man nimmt an, daß sie sich nach Alessio begeben, um sich mit den anderen Streitkräften zu vereinigen, auf Skutari vorzu- rücken und im Sturm gegen die Stadt vorzugehen. Der türkische Nationalgeist. Konstantinopel, 3. Febr. Der Scheich! ü l I s'• l ain richtete an die geistlichen Behörden ein Run d f ch r ei- 6 en, in dem er sie auf fordert, auf die Bevölkerung einzuwirken, zur Verteidigung des Vaterlandes durch Spenden beantragen. Ein Komitee zur Verteidigung des Landes, das sich in Smyrna bildete, stellt fünf Bataillone auf. Unausgesetzt schreiben sich Freiwillige für den Kriegsdienst ein. Frauen der türkischen Gesellschaft bieten Spenden für die Truppen an und melden sich als Krankenpflegerinnen. Eine Entschuldigung Bulgariens. Sofia, 3. Febr. Das Blatt „Mir" weist es zurück, daß die Bulgaren jetzt mit übertriebener Hast handelten. Diese Vornürse sind, schreibt das Blatt, nicht verdient. Denn die Langsamkeit in den Verhandlungen, die dem Lande ungeheuere Opfer, die selbst diejenigen des Krieges übertreffen, auferlegte, durfte nicht ins Unendliche fortgesetzt werden. Es genügt, dar an zu erinnern, daß Bulgarien wegen der Halsstarrigkeit der Türkei mehr als 1/2 Million Mann auf dem Kriegsfuß erhält, um die Notwendigkeit der von der Regierung getroffenen Entscheidung zu verstehen. ^Da die Türkei der Kollektivnote der Mchte nicht nachgegeben hat, konnte niemand von den Mächten verlangen, daß sie zu Zwangsmaßnahmen gegenüber der Pforte greifen. Di«' Wiederaufnahme des Krieges ist daher unausweichlich, und dann wird es sich nicht mähr um d as Wilajet Adrianopel handeln, sondern es wird nur von Kvw ftantinopel und den ^Dardanellen, zu sprechen jein. Serbien und Bulgarien. Belgrad, 3. Febr. „Trogvinski Glasnik" erfährt, daß zwischen Serbien und Bulgarien ein neues Einvernehmen getroffen sei, nach dem Bulgarien für die großen von der serbischen Armee im Interesse Bulgariens in Thrazien und vor Adrianopel gevrachten Opfer territoriale Kompensationen in Mazedornen an Serbim erteilte. Belgrad, 4. Febr. Das Nationalistenorgan „Srpska Zastava" beschwört König Peter, er solle nicht die Blüte der serbischen Kraft nach Adrianopelund Tschataldscha in den sicheren Tod nm Fremden Vorteils willen schicken. Die serbische Regierung treibe nicht nationale, sondern bulgarische Politik. Wer werde Serbien helfen bei einer etwaigen Invasion von Norden her. „Wohin schicken Sie uns, Majestät?" schließt der Artikel. aus üieDüii hnhofstr. U- ia* 1 _ rtfi Deutsche werkbund-Aurftellung Köln 1914. Die Deutsche Werkbund-Ausstellung Köln 1914 ist eine gemeinsam nie Veranstaltung der Stadt Köln und des Deutschen Werkbundes. Sie soll in Köln int Jahre 1914 von Mai bis Oktober stattfinden. In deml eingettagenen „Verein zur Veranstaltung der Deutsänni Werkbund-Ausstellung Köln 1914", an dessen Spitze Ler Oberbürgermeister von Köln, Max Wallraf, und der Vorsitzende des Deutschen Werkbundes, Hofrat Peter Bruckmann, sowie als Geschäftsführender Vorsitzender der Beigeordnete der Stadt Köln, Carl Rel-orst, stehen, ist ein Organ zur Durchführung 5er Ausstellung geschaffen. Der Geschäfts führende Vorstand des Vereins bildet den Vorstand der Ausstellung, drmt der weitere ^csamtvorstand des Vereins als Arbeitsausschuß und 7 Tättgkeits- eusschüsse zur Sefte stehen. Herr Rehorst führte amJ Sonntag in Frankfurt vor Werkbundmitgliedorn die bisherige Tätigkeit, denPlan imb die N>ee der Ausstellung in großen Umrissen aus. Von der Stadt Köln sind für die Vorarbeiten 50 000 Mark bewilligt und als Beitrag zu dem in der Bildung begriffenen Garantiefonds 500000 Mark gezeichnet worden mit der besonderen Maßgabe, daß un «Falle fines Fehlbetrages die Hälfte dieser Summe vor allen lonstigen Garantiezeichmmgen vorweg in Anspruch genommen werden darf. Auch ist für die Ausstellung ein rund 200000 Ouadrat- meter großes Gelände auf dem rechten Rheinufer gesichert, das, mit dem Blick auf das berühmte, vom Tom beherrschte Stadtbild •bon Köln, eine wohl einzigartige Möglichkeit zur Gestalttmg reiz- »oller Ausstellungsanlagen bietet. Tie Ausstellung soll zeigen, was die deutsche gewerbliche Arbeit im Zusammenwirken mit der Kunst zu leisten vermag. Der vom Deutschen Werkbund vertretene Gedanke der Turchgcistigung und Veredlung der deutschen Arbeit durch die Steigerung der Qualität fcmb die >>Entnncklung der Form ihrer Erzeugnisse soll zu sinn- Wigem Ausdruck gebracht werden. Qualitätsgesinnung und das Gefühl und Verständnis für die neue Form! der deutschen Arbeit lollen bei denen, die es zunächst angeht, vertieft und besesttgt Änd auch in den Kreisen derer geweckt werden, die heute noch ferner stehen. Die Ausstellung soll weiteren .Krciseii zum' Be taußtseiii bringen, daß es sich hier um1 eine Zukunftsfrage der deutschen nationalen Arbeit handelt, an deren Lösung jeder zu 'einem Teil, sei es als Hersteller oder als Verbraucher, mitzu virken hat. Der Plan der Ausstelliing ist in großen Linien folgender- ttaßen angelegt: / In vorbildlichen Sammlungsräumen, die gleichzeitig der nepräsenttltion dienen, sollen auserlesene Einzelstücke alter und neuer Zeit gezeigt »Verden. Sonderausstellungen einzelner Werk- . L' *--5—r- ■ ■ Oberbergbehörde verliehen. einer alten Frau im dritten Stocke. Ein Zimmer verhalt ist durch die Rede des Ministers in der Zweiten ' rau ntenv 1 im 3 n Ans, aus bc itc 2^ >- Nac Sohn des Stiftsdechanten Klingelhöfer zu Lich, ist dorthin bestimmt und wird nächsten Sonntag ordiniert und in sein Abschied im Liede. Herr Junker dankte und bat, ihm ein treues Gedenken bewahren zu wollen. Kreis Büdingen. wasser gelitten. Diesmal scheint aber das Hochwasser noch schlimmer zu werden. DaS Ohmtal von EchweinSberg bis in die Nähe von Kolbe bildet einen großen See und manche Straßen sind völlig unpassierbar. In Kirchhain reichten suchungen stattsinden. Hoffentlich geschieht dies bald, damit ffiantmer am 31. Januar 1912 so eingehend klar gelegt! die vorhandenen Spuren durch die beim Eintreten besserer worden, daß sich nochmals ein Eingehen darauf erübrigt. I Witterung wieder anfangcnden Steinbruchsarbeiten nicht auS- X Nidda, 3. Febr Das Ober-Konsistorium hat auf wiederholte Eingaben der kirchlichen Körperschaften genehmigt, daß die Konfirmation aus 2. Ostertag und die Prüfung der Konfirmanden auf Sonntag Judika abgehalten wird. Es sind besondere Bedingungen an diese Erlaubnis geknüpft, die die Ruhe der Karwoche und die Würde des Konfirmationstaaes betreffen. Tie Entlassung der Konfirmanden aus dem Schulunterricht finbet nach wie vor Samstag vor Palmarum statt. So früh wie in diesem Jahre ist vordem noch keine Konfirmation gehalten worden. X Geiß-Nidda, 3. Febr. Unsere durch den Tod beS Kreis Friedberg. L. Friedberg, 3. Febr. Heute entstand wiederum in die Fluten heute bis an die tiefer liegenden Straßen heran, in einigen Orten der Umgebung war eS nicht bester. Auch südlich von Marburg, bei den Dörfern Roth und Argenstein, überflutete die Lahn heute die Niederungen. X. Hanau, 3. Febr Der gefährliche Charaktet der T n v h" s e p i d em ic beim 1. Bataillon des EisenbaM^ regimcnts Nr. ."> scheint behoben zu sein. Es sind nur noch 73 Kranke vorhanden, darunter 8 mit hohem Fieber. Im fcilffr* lazarett befinden sich 9K Genesende, 41 sind auf Heimaturlmm und 18 sind in einem Genesungsheim unter gebracht — Dcrvom Schwurgericht Hanau am 5. November v. 3. wegen iErmorvung seiner Tochter nun Tode verurteilte Fabrikarbeiter Koch crus Bergen hat, nachdem seine Revision vom Reichsgericht verrvorM worden ist, nunmehr ein Gnadengesuch an den Wmg gehtm lassen. ■ Äoß sick / Valle Ledere Wer Ku ö°t Hunde SRobbe Werber 0,1 Artrc Welver b, Igetilgt werden. . , au»ian». I o Lick, 3. Febr. Der Wasser st and der Wetter ist Dre Sechs >u«ch t ea n l c r he a n China I feit dem Eintritt des Tauwetters stark gestiegen. Auf ben {ft mnmxhr xum gekommen Tne '.'hilerbc rührt ben Xeidicn der Umgebung nickten die Eiskellerbesitzer bis heute noch Namen „fyttproaentigr -^eo^tianuationS-Geldanleihe der chinefr > an Eis für sick zu retten, was nur noch zu erreichen war: sogar scheu ^Regierung von 1913' Der Anlerhedetrag ist 25 Millionerr I am Sonntag wurde fleis ig Eis eingefahren. Die hiesigen Brauerei Pfund Sterling. Dir Bauten werden ^vrozeirtige ?)olbbonds I besitzer und Metzger babeit den in den Vorjahren mit Leichtigkeit auSgrknm Mit cirtigvn nnwesenlticheir Vorbehatten soll der Air^ l gewonnenen Hbltehnt Bedari noch nicht ganz gedeckt. Icüiebetrag ausschtiesü'ch für folgende Zwecke venvandt werden: g. E b e r stck d t, ! Febr Lehrer F uu k r r scheidet von Zur Erfüllmrg der Vcrbrndlrckktitnr der Zerttralregierung, Rück- hier, um eilte Lehrerstelle in Södel zu übernehmen Er war kauf der aussdeheirdeit Provmzutlairlellx-n Be.wbiung von ?*Ttt|dwi£n-hoi 2 Fuhre in unserer (fernembc tätig Sein entgegenkom gunaen für dre Dcrlulte, dte rnwtge der Revolmwn eutitandcn sind, mcnbe.-. hilfsbereites Wesen hat ihm viele "vreinibc pr bni Verwatttliwsausgalnm und Reorgau"arion der Verwaltung -.trirerkran^ irnd die ^.chuliugeiu. cmeit ^ackel^ug nach dem der Sv'zölle. ^ie Ba.nkeugruvt ' tK'piiicbi sich, zrve Piütionei I 'reuen Lchulhauit. Lfarrer .apvestcr sprach zit Herzen Pfmch fätexltilfl sofort twisuu ctor, iikscui btc >scheine ous-j gehetüte ,'ichchtedstvorte dte Studer und btc Zanger nuhnien ?»/»»• nmir türkische BevevLlis^MUs. I gegeben werben sollen. Die Anleihe läuft auf 50 ^abre, jedoch hat - f China das Recht, sie nack sechsmonatiger .Kündigung a Mn su « 1 Z' V lonvertteren oder ,mü^ukaufen. Ter Rückkaw der Anleihe be; „Bors M."^rset Puschas Laufbahn wte folgt. S J ginnt nach 15 Fahren. Der UebernnkTmeorers der Anlerbe r>t Izzet Pascha, in der Mitte der 50 er Jahre stehend, hat die g «t0 nt unter bcn: normalen Werre der Sck>atzlcheme, dre rn gewöhnlichc Laufbahn des türkstchen GeneralstabsoffAiers'bis zu ^icht unter 96> ,-Prozmt und in Paris nicht unter 97 Proz. seinem am Anfänge der M er ^ahre des vorigen ausgegccheu werden sollen. erfolgte» Kommando nach Deuttchland durchgemackk. Den Kapeler l .... Dujaren ungeteilt, erfaßte er iäutell und scharf die Eigentümlich- CattÄ* kerttn der mm der türkischen so ganz verschiedenen Dtenstauffmmng niw . iq13 und fiel bereite damals seinen Borge,etzten vorteilhaft auf. Nack Gteüen, 4. Februar 1.15. der Türkei zurückgekehrt, sand er Verwencnmg tm bärtigen General- ** Tageskalender für Dienstag, 4. rzevr. etaot» stabe und hat im griechischen Feidzuge 1897 einen großen Eiustust theater: „Der Weg zur Hölle'. Anfang 8 Uhr. auf die Operattonen aufcgeübt Nach der Schlacht von DhomokosI * leitete er ine WaffenWlstaudsver Handlung en ein. Trotz l einer **Ordensan gelegen hei t. Der Grotzyer^og Tückstigkett fiel er dem Hasse seines Namensvetters, deS S»«iten Eisenbahndire^tor 'in der Hessisch-Preußischen Eisen A wtlü-ytluvu, Sekretärs Lbckrl Hamids, A r ab Izzet Paschas, iumOPser und tarn Ernst Zimmermann zu Gießen bic 03facrcrg Sauer verwaiste Psarrstelle wirb jetzt durch einen “* htta&nB ^"Annahme und zum Trugen des ch>n vom ^Erw-tt-r v-rs-hrn Ps-irromtskandidat K li n g e l h ö? c r. deutschen Kuriers in D-«,k.ö nmrbe S«et| N verliehenen Roten Wl-r-Ordens merterIF. --------— — —- Beh Oberst, doch blieben ferne und andere Bemühungen, ihm üursfe lwtnlt. ,, ,, miirifnr. ein stöfiercs Feld der Tätigt«! zu schass-n, «rsolglos. Der Auf- - AuS dem Militarwochenblatt. Ter MiMar. EinQeroieIen roerbcn stand im Pemen wurde von seinen Feinden benutzt, um ihn vor tzs^Zgxjstljche der 21. Division Dr. Fritsch m Mainz wurde\' 9 last unlösbare Aufgaben zu stellen. Wie et sie gelöst Mtd wie es Divisionspfarrer ernannt. Krels Lauterbach. ihm gelang, zur Beruhigung der Araber beizuttagen, ist noch m ° .. Sta d t t he ater. Am Freitag wird Lessings -r. AngerSbach, 3. Febr. Pfarrvecwaltcr Hofmann 1908 inriirfoefehit tvurde er Cbef deS türki- „Emilia Galotti" zum ersten Male im neuen Hanse auS Bingen wurde gestern durch Dekan Schmidt auS Schlitz sehen C^ncralftafL 1 Im Jahre 1910 \on bem deutschen Kaiser gegeben werden, wobei die Gräfin Orsina von M. Rtza in sein Amt alS Pfarrer unserer Gemeinde emgesübrt. — zu den Paraden und Manövern eingeladen I und XVII., Garde- Bäjvr vom Deutschen Theater gespielt wird. Es wird Wohl Die am Anfang voriger Woche in einem hiesigen Gehöft aus- und IH Korps», wurde er mit dem Roten Adlervrden 1. Klasse tvenige Prvvinztheater geben, die derartig anerkannte Gaste gebrochene Maul- und Klauenseuche ist bis jetzt auf dekoriert , ihren Besuchern im Abonnement bringen und es Ware : ■ «tall beschränkt aebliebcn, und c5 ist, wenn 1911 wurde I^zet Pascha, unter Beibehalt 'emes Postens, von wünschen, daß die Bestrebungen der Drrektton . . ,, npifx,pn tri-irirn hören0 balbiae3 Erlöschen ru erneuern Oberkommandeur im Pemen, wo er bald das bekannte d^ch stärkeren Besuch dieser Gastspiele ihre Anerkennung ^lle Zeichen trugen, deren b g S Ich z Abkommen mit dem Imam Jahia schloß, das diesem wohl ^"' linden Es ist iedenralls nur noch eine Wiederholung warten. gehende Rechte verlieh, dafür aber wich zur anscheEd dauernden N »E s^n Meisterwerkes möglich. Engelrod, 3. Febr. Der'Gewerkschaft Luise, i?fcfne ^SteC Stcnc^afö " B/koss K a >n m e r-L i ch t s p i e l e bringen in ihrem Brauneisenstein - Bergwerk in Esten (Ruhr), wurde cm tiOt ü Programm von heute ein interessantes .FilmereigmS", und i 999 500 Quadratmeter großes Gelände in den Gemarkungen L^et ^ücha ist ein "'ehr tiichtiger ffuger Solbat, bcr,än,eifel^’|I®n9c^ro^ und Hörgenau als Berg w erkS et ge ntum zur ohne Führereigenschaftlm tmd Initiative besitzt und als Jungtürke 3acconi, Wedenin der Hauvtrolle des Film- Gewinnung der in diesem Felde vorkommenden Etsenerze durch den Reformen nicht ablwld , Rrc^ganz klm st - her, (Padre). Zacconi ist von der Itala Film Eomp. I die Oberbergbehörde verliehen. bildnng des letzteren kornnten zu lassen, abgelehnt Hatz „I" .en. 6 r Karnevalckesellsckaft schreibt WckTÄÄK 3nrnta$atim3: Sin fretti (itetooge Mstttt Damen imb Serren ierrf<6tt I btt Apothekergasse ein kleiner Brand. 6s brannte bJ hip Hhfnrhe ^nenchre retten fann. Auf bei der Damen- und F remde n sr tzu n g am Sonntag abend Zimmer einer alten Frau im dritten Stocke. Etn kur Betreiben hat sckwn int Waffenstillstände ein wesentlicher '> StANs Gartm E r^e^ das He?rn Balken, der schon einige Tage glimmen mußte, war in Wechsel in den höheren Kommandostellen stattgefunden und ge- ststswel > und von Frl R^ert u^d den He^ü Brand geraten. eignete PersEN wurden, aus Anatolten ^rangezogen. ScrnerS BerlikFir, Iaskowski und Ö. Neurath flott gespielt h. Vilbel, 3. Febr. Die Verkehtzsschwierigketten mit l^aber^ketne Rückstauf scme mürbe. 'Ein reichhaltiges Programm bot sich den zahlreich Er- Frankfurt gestalten sich durch die Verlegung des Bahnhofs tn &en aer^e l&e @ gSd tö^nen. Nach der Begrüßung durch Präsident Somberger den nördlichen Stadtteil immer imljaltbarcr. Dabei ent- mit eMb^stisch^rÄLn «sein FZArmL und Verlesung des ulkige^Prowkolls hielt Geometer Ludwig wickelt sich Vilbel immer mehr nach Süden zu. Daß die nebtihtenb Erwä^ma^detz Geistig außerordentlich rege, be- lGteßenI emmVortrag: „Tas Gtetzener Mrestbuch 1913 , der mtl Entwickelung des südlichen Stadtteils stärker als die des schäftiat er sich mit allen Nerterscheinungen auf dem Gebiete der großer Bege^erung und reichem ^tfall auft^nonnucn wurdeck sst feinen Grund in der Flucht der Frank «WLK; « beher-n-cht die Lnzösische und bcuW nstt L «SnÄS furter aus den immer teurer werdenden Vororten Borkers. vollkommen. ---—— mrntmern. ^Ausgezeichnet waren^die Betrachtu^en über die äugen- ^m, Eckenheim und Preungesheünnach«dem, iveit btlligeren I blickliche polittsche Lage. Boni Nürnberger Karnevalverein warl Dtlbel. xer Zu.zug der Frankfurter hat fett >^^"re srtsi MUS I Herr Alt Hof als Gast anwesend, der ebenfalls mit seinen Dar- eine unaewöhnliche Bautättgkert zur Folge, dte )elb|t durch Freie Verein igung hessischer Natiomal- bietungen vielen Anklang fand. Auch brachten die.Vorträge der die mißlichen Bahnhofsverhältnisse feine Beeinträchtigung liberaler. Man schreibt uns: Durch Veranstaltung von Herren O. Neurath als Napoleon und Karl Fix als TeufelI erfährt. Alle Eingaben an die Eisenbahnbehörden, weitere vier weiteren ösfenLich-politisä>en Versammlungen hat die großen Beifall. Weiter stellten sich noch Herr Becker (als ^ge im Südbahnhofe halten zu lassen, werden abgewiesen. rocfd)äft»fteac bet Freien Sereiitiflunfl hessischer Ratwnai- Fnsmr-Lchrlmslund Berlin ctn Hau» sammlungen stattgefunden haben, fortgesetzt. Am Donners- dekoriert. ' Mit flotten Lieben,, die von ben Herren Becker, allem bewohnt cmsb em Gott^ttenste kam, sanb^r du^-r tag, 30. Januar, sprach der Generalsekretär der Berernu- U.ir Löhr, O. Neurath, Schmidt und Schwalm Derfaßt mären, I JELJE? gfon 'Bat? Ä, Dr. Otto Linse in Höchst i O. Wofe b« «t verlmrfene Sitzung imt 12 Uhr, der sich daun der LMen^nb^wurde b^xtbtu^b ^r.^Son^ 31. Jamrar, hi Ktrchbroin da ch, am tz Februar m Bohnenball anfchtoß. I gr°6c Erregung. Zwei Verdächtige, die man ücrba(u-t b»2te, Stockheim (für die Städte Erbach und Mtchelstabt, Werteres Sinken der SchWerirepretse. mußten wieder freigelassen werben. mrb am Sonntag, 2. gtorimr, in König. Anch ons dem gesttngen tzanstttnehmcttkt tn ^tanffurt tft btt —— " i— x.tvn Schwetnepretsen eine Abwärtsbewegung festzustellen. Mttis lue^iur. Deutsches Reicd. Die einzelnen Sorten gingen 2 Pfg. für das Pfunb Lebend- + Wetzlar, 3. Febr. Dte Bcntten fttr dte neue flortjRrririi f unwS n na f c6u R dos Reichstags trnd Schlachtgewicht herab. Aurli auf dem Wiesbadener unt ero f ftzt er) chu l e auf dcw Hohe d^. Galgenberge. Lr Mabl des Mo v Lieb ert M-chmarkt fielen die Preise für Schweine dtrrchgättgig um sind unter der Leitung des Architekten Mukler-Gottingen UadüT-eh) Bericht etffttrttetz l—2 Pfg. für has Pfund Schlacht- und Lebendgewicht. Die soweit gefordert worden daß die beiden Mannschaftsge- W her Ansicht, das; bic Preise für die Rinder, däude für je 2 K-mpagnm, nn Manerwrrk.fertig Itnb, ,» - Ä Trin fmSaSemotratWtber ebrafo für Kälber, andauernd hohe bleiben werden, da in dass in den nächsten -tagen die Dächer daraus auigeschlageu Stemmen erhalten, wahrend^ ,NN I»ziauenEr-l I Gegend die Viehbestände zuriukgegangen und die werden können. In diesem Arhre sollen noch da... «tab». Äff 23 den Nachzucht nur langsam erfolgen kann. Die Schweineprcise, gebäude, das WirischaftSgebaudc mit der Kirch« das Wacht- üPimnntPt Lrbffl baft ei^n^ »on di« seit drei Wochen im Anken begriffen sind, werden noch gebäude, das Turn, und Exerzterhaus, die Wassenmeisterei au Mnommeu iu^n weiter etwas fallen. Ein wesentliches Zuriickgehen der mit Pserdestall ;ur du- Dunere, ine W-g-nremtse. d-» 3 J fX XrS “ta SfliwimW toiri' jedoch nicht eintreten, da bald nael>. Wohngebäude ,ur den Kommandanten, das Ofsrzierk-sin-, !^in^maen tottotiften dte Vorräte ausgebraucht und Dauerware bis jetzt 3 F-milienwohnhatrser für 1- 4 verheiratete Unterosstbiere fftti*e Ätt - - -•- - *•-- r * 1 • * --— «—*— ----f • k -4**- geordnete r>o n Kardorff sich geäußert, Baden'habe sich auf die schiefste Ebene in der demokratifchen Wahl- Verelnzumyruylen. d'ir otorboot unter. — SS,5/io Husten und Heiserkeit n schloß 4 mehr ins Haus. (SS*/3 K. Lehmann, ein sparsamer Familienvater. wiederum i» E? brannte' :todt. Gir $te, mar in Ich warne hiermit Jedermann, meiner Frau im Laden etwas anderes wie Erdal zu verkaufen, mir darf kein anderes Schuhputzmittel '■»er ebner über beide Kassen. Voraussichllich werden im Kreise Büdingen nur drei Ortskrankenkassen gebildet werden, in Büdingen, Düdelsheim und Nidda, von denen jede wohl 2500 Mitglieder fühlen dürste. Eine sehr wichtige Neuerung wird die Gewährung von Krankengeld an Wöchnerinnen und die Bestimmung sein, haft unbändige Arbeiter sich selbst zur Krankenkasse anzumelden °it Luise, wurde Gemarkungen tNtum }ut srnerze düng Tanz mtb Vorträgen auch sehr gemütlich verlies. V Großen-Linden, 3. Febr. Letzten SaMstag hielt Her Kriegerverein sein Winterfest ab. Der Schaum- scke Saal loar dicht besetzt. Sanitätsrat Dr. Platz gedachte in seiner Begrüßungsansprache des Kaisers Eine Schülerin der Oberklasse trug einen von Hauptlehrer Bach verfaßten „Geburtstegsgruß dem Kaiser" wirkungsvoll vor und bekränzte die Kaiserbüste. Ein kleines Theaterstück wurde flott gespielt. Herr £suL Menges erntete reichen Beifall durch den Vortrag eines See- nraunsgedichtes. Hauptlehrer Bach zeigte den ernsten Inhalt des Wortes „Vaterland" durch Schilderung der jetzigen Lage der Türkei und der machtvollen Erhebung des deutschen Volkes vor 100 Jahren. An Gemeinderechnungen aus dem Jahre 1813 zeichnete Bürgermeister Leun ein kleines Heimatbild aus jener -Zeit. Sein Hoch galt den Veteranen. Gemeinsame Lieder er- 'höhten die Stimmung.- -r. Treis a. Äa., 3. Febr. Der Kriegerverein be- Eutol-Bonbons wirken ganz vorzüglich gegen Trauurngsrekord "hatte die Stadt Wien am Sonntag zu verzeichnen. Wie dem B. T. gemeldet wird, haben dort am Sonntag nicht weniger als 1200 Traunngen stattgefunden. Man sieht, daß der uralte Ausspruch „Tu felix Austria mibe", der einstmals auf das .Haus Habsburg gemünzt war, heute auch für die breiten: Mussen des Volkes seine Gültigkeit hat. * Ter Mord im Salon. Ein ähnliches Verbrechen wie die Ermordung des Spielhöllenbesitzers Rosenthal hat sich am 1. Febr. in Jersey'City in einem Salon zugetragen. Zwei Mämter betraten den Salon und feuerten ohne, weiteres zwei Schüsse auf einen Herrn Conay, Führer der Arbeiterpartei, ab. Conay sank sofort tot zu Boden, während die Mörder flüchteten. Die Passanten Und auch die Beiträge selbst zu bezahlen haben. R. Groß-Eichen, 3. Febr. Unser Gesangverein feierte g:ftern abend in dem Saale des Gastwirts Rahn sein Winter- vergnügen. Die verschiedenen Chöre sowie die durch Lehrer Hallstein eingeübten Theaterstücke ernteten reichen Beifall; besonders das Stück „Im Stellenvermittelungsbureau". _ ~ Lauterbach, 3. Febr. Ter Staatseisenbahnbeamtenverein des Bezirks Lauterbach beging gestern nach- i mittag im Saal bau zum Johannesberg hier seine Kaisergeburtslagsfeier Tie Zahl der Teilnehmer betrug etwa 500, und der geräumige Saal war bis zum letzten Platz gefüllt. Nach einer kernigen Ansprache des Vorsitzenden, Bahnmeister Kiefer, und einem auf den Kaiser ausgebrachten Hoch folgten mehrere gut ■nngeübte Theaterstücke, die mit großem Beifall ausgenommen imrden Nach den Festspielen folgte ein allgemeines Tanzvergnügen Tie Beamten aus dem Schlitzerland waren mittelst Zonderzug nach Lauterbach und zurück befördert worden. ,'ofi Angenrod, 3. Febr. Hier beschlossen die Vertreter von neun Bundesvereinen der S ch w a lm-A n t ri f t-S ä n g e r- Bereinigung an: 25. Mai in Leusel einen Sängertag ab- Vermstzchter. * Schneestürme in Schottland. Fürchterliche Sckmee- stürme herrschen seit 24 Stunden in ganz Schottland. Tie Landwege sind infolge der niedergehenden Schneemassen unwegbar ge- wordeii, der Eisenbahnverkehr mußte zum Teile ganz eingestellt m erben. In der vergangenen Nacht fiel der Schnee immer noch. Tie Gebirgspässe in Nord-Wales sind durch den Schnee förmlich blockiert worden, und alle Anzeichen deuten darauf hin, daß es noch weiter schneien werde. Der Schaden, den dieses Unwetter bisher angerichtet hat, ist enorm. In den mittleren Teilen des Hochlandes ist auch Hochwasser eingetreten, da die Teniperatur verhältnismäßig milde ist. Von der Küste Schottlands werden Schiffsunglücke gemeldet. Das Schloß Pluntel in der Grafschaft Roscommon ist vollständig überflutet, die Hauptltraße steht fünf Hofmann CG Möjt aui: jetzt Qll; wenn hei zu fI. I M hielt )noal^' 5. 2er W herungepB bann aus - c die ON hloß sicher Fuß tief unter Wayer. * Explosion. In NewDork entstand durch die Explosion eines Kinematographen im Ausländerviertel im Osten von New York eine Panik. Zwei Frauen erlitten lebensgefährliche Quetschungen, zwölf Personen wurden zu Böden getreten und nach dem Krankenhaus' gebracht. _ Der Brand konnte gelöscht werden, ohne einen größeren Sachschaden anzurichten. — In Seebad) bei Zürich erfolgte heute nachmittag in der Fabrik der Mettrotermischen Werke Aktien-Gesellschaft eine gewaltige Explosion. Während der Fabrikdirektor Kühne damit beschäftigt war, einen Versuch mittels Wasserstoffgase vorzunetzmen, erfolgte die C-xplosiou. Ter Rezipieitt Kühne ist t o r. Tas Fabrikgebäude wurde durch Brand zerftött. Der Sachschaden wird aus 100 000 Franks geschätzt. * Schiffsunfälle. Aus Marseille wirb gemeldet: In der Nähe der Frioulschen Inseln ging während eines Sturmes ein mit fünf Personen besetztes fTO - * - - 4 ~ - * - - * - - Ter große Frachtdampf er „Hadd Jn Seitrt. 9 unb z . IS* H be= > Sou, \ >v>e vvi n Vorbei, Sn$ob bts buri) einen 1,1 dorthinL unb in fein. Wetzlarer ,r,Lollar w H”*» wp und zwei Polizisten nahmen die Verfolgung der Tater aus, die auf der Flucht auch auf ihre Verfolger schossen Nach heftigem Kanipf gelang es, einen der Mörder abzufangen. Der Verhaftete sagte ans, daß er bestochen, worden sei, eine bestimmte Persönlichkeit zu ermorden, die aber nicht mit Conay identisch ist. Man nimmt an, daß es auf den Arbeiterführer Bürge abgesehen war, der schon wiederholt mit dem Tode bedroht wurde. *• Bvmben-Attentat in New-York. Der Zig ar r en- Händler Bernado Herredo sand im Vorranme seiner Wohnung ein Paket, das er seiner Frau übergab. Als diese das Paket öffnen wollte, erfolgte eine Explosion. Die Frau wurde getötet, ihr Gatte und ein Fräulein Fughmann, die bet den Eheleuten als Pensionärin war, wurden s chwer v erle tz t. Fraulein Fughmami war in einer Kleidersabrik beschäftigt, bereit Arbeiterinnen streikten. Sie hatte sich geweigert, sich bem Ausstand anzuschließen. Die Polizei glaubt, daß Aus ständige me Bombe zugesanht haben. Kleine Tageschronik. Aus Göttingen wird gemeldet: Ein Automobil fuhr gegen ein über die Straße gezogenes Kabel per elektrischen Lichtleitung. Dadurch erhielt ein int Wagen sitzender Oberingenieur einen elektrischen Schlag, der ihn s o f o r t t ö t e t e. Der Chaufteur ist schwer verletzt, der Wagen erheblich beschädigt. Infolge einer H e i ß r o h r e x p l o s i o n in den Huld- schinsky-Werken in Sosnowiee sind 9 Mann verbrannt und starben. Etwa 20 wurden verletzt. li die nett Gchrnbll§e- Ier«6öttingE icntnMW fertig smd, i> aufgei W fl da- Stcfe x’, das lassenmeisM enremiie, Lsfizierkaitt IlnterofW ngrin geMr Frühjahr * unipvanb K oerbaut P lfbarakter bc 19*y ge, noch hol '^däudegrus: lerische 9^' igfeiten mit Bahnhofs in Tabei ent- u. Tax bi! als die bt:- t der Frank! :ten Berkersl eit billigere j : ^ahresfchl ’ selbst bürt! intrachtiguijl rben, weiten i t abgeimeir 1 rite des Cn? j während V: I ißafiloeti 1 der >rat ft er die tri ' xer grvije iy l u u; i u u m. p । l l ,,.y u.„„0N-Hall ist auf bei Fahrt von Liverpool nach Kapstadt in der Saldanha-Bay in Südafrika auf Strand geraten und befindet sich in gefährlicher Lage. Drei Eingeborene sind ertrunken: die Mannschaft soll sich in Sicherheit befinden. — Nach einer Meldung aus Philadelphia stteß am Montag früh der Dampfer „Prinz Oskar" von der Hamburg-Amerika-Lime vor der Fise Fathom-Bank mit einem Schooner .zusammen. Ter Segler sank. Seine Mannschaft wurde an Bord des Prinz Oskar genommen. Dieser ist zur Ausbesserung nach Philadelphia zurückgekehrt. Das Schiff neigt sich nach Steuerbord. * Aufhebung eines Spielklubs. In einem Hause am Belle Alliance-Platz in Berlin hob die Kriminalpolizei in der -Nackt einen Spielklub auf. Etwa 40 Personen wurden zur Feststellung ihrer Namen nach der Wache gebracht. Der Klub war schon vor 2 3abreu ausgehoben worden, wurde aber kurz darnach wieder begründet. Tie Polizei besetzte sämtliche Ausgänge, darunter auch einen geheimen. * 1200 Trauuna eir an einem Tage. Einen ♦3- Der M2nner-Turnverein Gießen hielt seinen Maskenball am letzten Samstag in Steins Garten ab, der put besucht war und als sehr gut gelungen bezeichnet werden kann. Nach ber Demaskierung fand ent vom 2. Turnwart W. Gerhardt eingeübter und von acht Turnerinnen vorgeführter Tamburintanz .ungeteilten Beifall. Ebenso rief eine vom Spielwart Rud. Leisler eingeübte Quadrille zu Pferd wahre Lachsalven hervor. Geritten nurde sie von vier Herren und vier als Damen verkleidete Herren. -Am! Sonntag fand ein Ausflug nach der Karlsruhe statt, her bei GerichtssaaT. Der Pariser Ap a che n-P r o z e ß. x mgris, 3. Febr. Vor dem hiestgen Schwurgericht be- ginnt heute die Verhandlung gegen 20 ^ltghcber tigten Llpachenbande, die Monate lang bt^Vtabt^^ttWt^mw veranlaßt mich gern u. kostenlos allen Lungen- lind Halsleidenden mitzuteilen, wie ich mich durch ein einfaches, billiges und erfolgreiches Naturprodukt, Dorän Krast-Malz, von meinem langwierigen Leiden befreit habe. H. Veukert, Kaufmann, Berlin SW. 47, Großbeerenstr. 30. b19/n ging gestern die Feier von Kaiser Geburtstag; vormittags war Festgottesdienst, an dem der Verein geschloffen teilnahm, abends Unterhaltung im Saale von Herrn Will, wobei Pfarrer Büchner die Kaiserrede hielt, Präsident Will des Großherzogs gedachte und Lehrer Walter in einem1 Vortrag die eiserne Zett vor 100 Jahren anschcnllich vor Augen führte. Hierauf trugen einige Damen und Schüler passende Gedichte vor. Zinen weiteren Genuß boten die von Vereinsmitgliedern gestellten lebenden Bilder. r. Londorf, 3. Febr. Zu einem vollen Erfolg für den Verein und für den Dirigenten, Musiklehrer Kasten aus Gießen, gestaltete sich das igeftrige Konzert des Gesangverein s'Frotz- sinn. Einige Volkslieder brachte der Verein sehr gut zum Vortrag und auch einige KunstliÄrer gelangen vortrefflich. Ebenso reicher Beifall wurde den Sängerinnen Frl. Lehr und Frau Noll ans Gießen zuteil. Frl. Lehr sang Lieder von Levy, Bohm, Schumann unb Rubinstein unb mit Fran Noll zusammen einige Duette. -r. Nabertshausen, 3. Febr. Unser vor 3 Jahren gegründeter Kriegerverein begeht am 6. Juli seine Fahnen- tveihe, mit der bas Bezirksfest des Kriegerb ezir ks 6) u n g c n verbunden ist. Große Vorberettungen werden getroffen, nm das Fest schön zu gestalten. -m. jungen, 3. Febr. Gestern abend tieranftaltete der Turnverein im Saale der „Traube" eine Abend unt er- L>cyrecken verletzte, -l.il- <,iLarta$en der Aingettaglen, von denen vier Anarchisten sind, umfassen acht Morde unb eine große Reihe von Raubanfällen, schweren Diebstählen usw. Die Führer der Bande Sonnet unb Garnier sind bei Zusammenstößen mit bet Polizei getötet worden, ein Teil der Beweisführung des öffentlichen Anllägers wird sich auf die Erinnerungen Gar niers stützen, die in der „tragischen Villa" von JRogent für Marne, in der Garnier und sein Komplize Valle nach verzweifeltem Widerstände erschossen wurden, gesunden worden sind. Eingeleitet wurden die Schreckenstaten der Bwide durch einen Ueberfaß auf eine Filiale der ©ociete generale in der Rue Ordener, wobei ein Kassierer schwer venrnndet wurde. Dann wurden eine Reihe von Diebstählen ausgeführt, bei denen es den Angeklagten vor allem darum zu tun war, Waffen in die Hände zu bekommen. Weiter stahlen sie ein Automobil, mit dem sie nunmehr Tiebesfahrten in die weitere Umgebung unternahmen. Als einmal ein Schutzmann das Automobil wegen zu schnellen Fahrens aushalten wollte, würbe er einfach niedergeschossen. Die Raubzüge der Angeklagten wurden schließlich bis nach Belgien und Holland ausgedehnt. Am 25. März begingen sie einen Ueberfall auf ein Auto, Um sich in den Besitz des Wagens zu setzen, ,da sie ihren Wagen bei einer Verfolgung hatten im1 Stich lasten müssen. Sie erschossen den Führer des Wagens und nerroimbetcn den darin sitzenden. Fahrgast sehr schwer. Tann fuhren sie mit dem geraubten Wagen nach einer Filiale der <3oc6te generale in Chantilly unb verübten hier einen blutigen Ueberfall. Auf bie anwesenden drei Bankbeamten wurde sofort gesckossen, und zwar mit dem Ergebnis, daß zwei von ihnen auf der Stelle tot waren. Tie Pariser Polizei, der in der Oeffentlichkeit wegen ihres lauen Vorgehens schwere Vorwürfe gemacht wurden, entwickelte nun eine eifrige Tätigkeit. Auf der Verfolgung der Banditen wurde der zweite Chef der Geheimpolizei I o u i n, durch einen Re- volversckmß getötet. Endlich gelang es, den Aufenthalt des Führers Bonnot ausfindig zu machen. Ms bie Verbrecher sahen, daß sie entdeckt seien, verbarrikadierten sie sich und eröffneten ein lebhaftes Feuer auf die Verfolger. Es wurden alle verfügbaren Mannschaften der Polizei soime Soldaten in großer Zahl heran- gezogen unb eine regärechte Belagerung der Verbrecher ernge- ieitet. Nachdem das Gebäude von Kugeln durchlöchert worden war, drangen die Beamten ein unb fanden die beiden Verbrecher aus mehreren Wunden blutend vor. Aus bem Transport nach dem Gefängnis gaben sie ihren Geist aus. Einige Tage später glückte es, auch den Zufluchtsort eines zweiten berüchtigten Führers der Bande auszukundschaften, und zwar in einem Vororte von Paris. Auch hier wurde wieder ein starkes Milttäraufgebot herangezogen und eine regelrechte Belagerung eingeleitet. Man legte sogar an eine Mauer Dynamit, um diese dadurch zum Einsturz zu bringen. Nachdem stunden lang auf das Gebäude gefeuert worden war, fanden die bewen Insassen Garnier und Vals den Tod. Im Laufe der Zeit gelang es auch, der übrigen Mitglieder der Bande habhäft zu werden, so daß in der Bevölkerung endlich wieder Rirhe eintrat. Wir werden über die besonders wichtigen Teile des Prozesses berieten. Berlin, 4. Febr. Tas Schöffengericht Mitte verurteilte den K ll n st s ä l s ck e r K u b e r it a zu 6 Monaten Gefängnis. Derselbe hatte Handzeichnnngen und alte Silhouetten gefälscht^ und die Fälschungen mit falschem Stempel aus der berühmten Sammlung Adalbert von Lanna versebcn. 6 lrichstein, 1. Febr. Daß auch in unserem Städtchen Humor vorhanden ist, zeigte die von unserer Sektton des V. H. C. h^te abend im Saale des Herrn Pfannsttel veranstaltete karnevalistische Feier Me MittMrkenden, besonders die Herren Dr. Bruchäuser, Breitwieser, Meistt, Trumpf u. a. Iciftctcu vorzügliches. Besonderen Beifall erntete eine mit mel Natürlichem Humor löiebergegebene Prüfung. An den offtztellen Teil der Feier schloß sich ein Tanz an. O Wallenrod, 3. Febr. Gestern abend hcelt der Kriegerverein eine Versammlung tm Saale des Herrn Doll ab. Pfarrer Knott hielt einen Vortrag über Deutschlands Aus- srhen vor hundert Jahren. = Rodheim a. b. Brester, 3. F-br. As Veranlam.tng des Gewerstev er eins würbe tin Saale des Gasmnrts Schlrer- bach ~ ein Vortrag von Physiker Kubach aus Wresbaben abge- i» halten. Er hielt einen Experimentalvortrag über Rerbunas- Äcktrizität, Röntgenstrahlen, drahtlose Telegraphre u.a.m., der üon ben Gewerben ereinsmttglrebern, ^ortbrldungsschülern uftv. ercht zahlreich besucht toar__ Sie sollten sparsamer sein »ad Liebigs Fleisch-Extrakt in ihrer Küche benutzen! Dieser seit fast SO Jahren bekannte und beliebte Küchenhelfer erspart Ihnen bei richtiger "Verwendung Monat für Monat viele Pfund Fleisch, ohne dass Sie deswegen weniger gut ässen. Richten Sie zum Versuch von einer Suppe einem Gemüse- oder einem anderen Gericht die Hälfte mit, die Hälfte ohne „Liebig“ an; Sie werden dann bemerken, dass „Liebig jedem Gericht den gleich guten Geschmack gibt, wie wenn es mit frischer Bouillon gekocht worden wäre. Die interessante Broschüre Nr. 2b 4, gratis versandt von der Liebig Gesellschaft, Köln, unterrichtet Sie eingehend über den Gebrauch von D/■ Liebig’s Fleisch-Extrakt SingesassSt. (Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Alten-Buscck, 4. Febr. In dem Fußweg vor Alten-Buseck nach Trohe befinden sich zurzeit einige Stellen, die einem Teiche gleichen. Ferner befindet sich ein guellenartiger Wasscrauslaus in dem Wege, der ein kleines Dorf mit Wasser versorgen könnte, aber hier den Passanten lästig ist. Ein Anwohner des Weges hat cs nicht nötig, seine Jauche fort- zuschafsen. Hat die Jauche einen gewissen Höhepunkt erreicht, drückt sich vdie Jauche durch die Mauer, fließt auf dem Fußweg etwa 30 Meter entlang und fließt dann in ben Garten des Mannes ab. Den Weg passieren täglich 120—150 Personen. Es wäre zu wünschen, wenn sich die Gemeindeverttetung der Sache an» nehmen unb für Abhil'c sorgen würde. _____________ MrchLiche Nachrichten Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. Mittwoch, den 5. Februar, abenvs 6 Uhr: 1. Passionsandacht. Pfarrer D. Schlosser. Vom nächsten Sonntag, den 9. Februar an beginnen die 5’1061x0- gottesdicnite um 6 Ubr. Weiteraussichten in Hessen für Mittwoch, den 5. Febr. 1913: Wechselnd bewölkt, meist trocken, etwas kälter, stellenweise Nachtsrost. Haltung, die sehr gut besucht war. Das reichhaltige Programm, bestehend in Pyramiden, Tamenreigetr, turnerischen Auf- siihrungcn, lebenden Bildern, Duetten usw. wickelten sich flott ab. Besonders gut gefiel ein Stück: „Zigeunercrufführungen". Musik- üorträge für Klavier, Violine und Zither verschönten den Abend. Nidda, 3. Febr. Gestern feierte der.E i s e n st a h n - Verein den Geburtstag des Kaisers in Krafts Saalbau. 2Cm Nachmittag wechselten Musikvorträge, lebende Bilder und tadellos gespielte Theaterstücke ab. Tie Festrede hielt Bahnhofsvorsteher Dörr von hier. An diese Feier schloß sich ein Ball. — Auf Anregung des GewerbevercinS hielt gestern nachiüittag der Vor- sitzcnde der staatlichen Betriebskrankentasse, Rechnnngsrat Harth von Tarmstadt, im Gamstrinussaale einen Vorirag über „Die Re i ctz i n e r s i ch eru n gso r d nun g". In leichtverständlicher Weise erläuterte er die Neuerungen, die bezüglich der Invaliden^ und Uittallversichcmng in Kraft getreten sind. Wesentliche Aende- iiingen wird aber die Krankenversicherung am 1. Januar 1914 brinaen Die Gemeindekrankenkassen werden an diesem Tage — aufgelöst und es sollen nur noch Land- und Ortskrankettkassen mersiwry M errirttet werden, über deren Anzahl, Bezirke und Verwaltung • ■her ö reisausschuß zu entsckeidcn l)ät. Erngchend verbrettete sich Lott Herr W ■ Hchurr über beide Kassen. Voraussichllich werden im Kreise Letzte N^chviehten. Voml Kriege. Saloniki, 3. Febr. Die 1. und 7. griechische Divi- sion sind durch Crnstellung neuer aus Athen erngetroftenen Truppen beinahe toiedcr auf ihre ursprüngliche Stärke von 20 000 Mann gebracht morben. Der englische Kreuzer „Dartmouth" rst wieder abgedantpft. rm.-r-xa r. n- k Konstantrnopel, 3. Febr. Dre Mrlrtarbehorben betreiben eifrig die Vervollstänbigung von Pferden und W a g c n f ü r M i l i t ä r t r a n s p o r t e. — In den M o s ch e e n werden öffentliche Vorträge und Predigten zugunsten des Krieges abgehalten. Der Großwesrr hatte heute vormittag eine längere Unterredung^mit dem französischen Bosick-after. Mexikanische Eis enbahnräub er. Mexiko, 3. Febr. Zapatisten plünderten gestern einen Passagierzug etwa 30 Meilen südlich von Mexiko. Sie brachten den Zug zum Entgleisen und richteten dann ihr F e u e r a u f d e n 3$a gg o n, in dem sich die militärische Begleitmannschaft des Zuges befaird. Von der 20 Mann starken Begleitmannschaft mürben 12 getötet und die übrigen verwundet. Tie Rau b er töteten auch vier Passagiere unb schleppten ihre Frauen mit sich fort Ein Rettungszug brachte heute bie Verletzten nach Amecameca. "Warum soll man Suppen essen? In manchem kleineren Haushalt wird oftmals gar keine Suppe auf den Tisch gebrackt Ties ist sowohl vom Standpuntt einer richtigen Ernährung als auch vom Kostenstandpuntt zu bedauern. Es ilt nämlich eine Tatsache, daß jede Mahlzeit mit Suppe sich billiger stellt und besser ernährt als Mahlzeiten ohne Suppe, denn ftüssige Nahrung wird vom Körper viel besser ausgenützt als feste, die meist auch viel teurer ist. Mit den bekannten Knorr-Suppenwürfeln stellt man übrigens die besten Suppen schnell und einfach und billig her, nur durch Auslösen der Suppenmasse in Wasser und Kochenlassen. [C*/2 Ende nach 10 Uhr. Anfang 7 Uhr. a*/ä Pilo Interessante Bilder. a4/$ Statt Karten Biograph | Plocksfrasse 12 Eintrittskarten undTextbücher in der Musikalienhandlung von E. Challier und an der Abendkasse. Rheumatische Hexenschuss. i I Vorzügliche Humoreske Aus der Wochenrevue: Schmerzen. Reissen, fn Apotheken Flasche frl 1,30. Die glückliche Geburt eines gesunden JUNGEN zeigen hocherfreut an Aug. Datz und Frau Else geb. Schm all. Giessen, am 4. Februar 1913. Progrmm vm 4. bis 7. Februar Vater Packende Bilder aub dein Balkankriege Die letzten Ereignisse Außerdem d.vorz.ProgrammmitEinlagen Theater-Verein 2. Opern Vorstellung: Mittwoch, den 5. Febr. Gastspiel des Grossh.Hoftheaters u. derHof'musik Wenn ich König wäre! Romantisch-komische Oper in 3 Akten von Adolphe Adam. v51/x X Braunkonlen-Presssteine X ?cr staatlich, (srubc Ludwigshoffnunq billiger und vorzüglicher Brand, gleichwertig iebcm Braunkoblenbrikett. ,, *D '» tirotssh. Bergwerksdirekt. Friedberg (He**en) Zu beziehen in (wichen von der Kohlenhandlung: oliann Fischer, Alieesirahe 28. Sensationsdrama in 3 Akten aus dem modernen Leben. lSvieldauer zirka 1 Stunde.» Mit diesem Drama will ich dem verchrlichen Publikum Gelegenheit geben, den gröhten und genialsten Schauspieler Italiens, der auch in Deutschland durch seine grotzen Erfolge bei seinen Gastspielreisen nicht unbekannt ist, Herrn Krmete Zacconi kennen zu lernen. Die glänzende Darstellung dieses Dramas erregte allgemeines Aufsehen. 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