der Landwehr soldaten übertönt. Dann stimmen sie das muntere Lied von Prinz Eugen dem edlen Ritter an und ziehen hinüber an den Feind. Nach ihnen kommt die Kavallerie. Sie führen ihre Pferde am Zügel, wegen der schwankenden Bretter der Schiffsbrücke. Blücher nimmt seine kurze Pfeife aus dem Münd und ruft den schwarzen Husaren zu: „Vorwärts Kinder, und gut aushalten! Wer nicht siegt, der muß in der Elbe ersaufen. Die Brücke laß ich hier hinter Euch abbrennen." Die jungen Reiter lachen zwar und antworten mit einem fröhlichen „Hurra, Vater Blücher!", die alten, empfindlichen brummen dagegen und meinen, dies sei nicht nötig. Ob die Brücke hinter ihnen stehe oder brenne, sie täten doch ihre Schuldigkeit. „Na Kinder," beruhigt sie Blücher, „Ihr wißt ja, wies gemeint ist, nehmts man nicht übel, wir kennen uns ja schon. Und nun vorwärts." Auf Unglaublichen Sumpfwegen, durch knietiefe Pfützen, schleicht sich General von Horn, der Tapferste der Tapferen dieses Tages, an das von den Feinden besetzte Dorf heran. ,^Jhr führt uns ja Mordswege," sagt er endlich zu dem Bauern, der als Führer dient. „Davor heißt et hier auch der Sauanger," lautet die ruhige, trockene Antwort des braven Bauern. Ein freiwilliger Jäger erinnert sich wohl der Kellerszene in Goethes Faust und meint lustig: „Es wird uns hier aber kaum so kannibalisch wohl werden, als wie 300 Säuen." Der Humor leuchtet hier bereits etwas schweflig auf. Noch immer muß Horn seine Ungeduld, sich auf den Feind werfen zu dürfen, bezähmen. Endlich, nach einem fragenden Blick auf Yorck erhält er die Antwort: „Ja, Horn, jetzt ist es Zeit." Schon hat der Oberst seine Sttirmkolonnen gebildet und drauf an den Feind. Allen voran Horn. Aber die erste Kugel, die der anstürmenden preußischen Brigade entgegenfliegt, trifft sein Pferd mitten in die Brust. Das Tier stürzt zusammen. Der General liegt unter ihm. Da schreit sein Adjutant, Graf Kanitz: „Herr Jesus ! Da liegt der General." „Was ist da zu Herr Jesussen! Mir fehlt nichts; zum Donnerwetter helft mir vom Gaul," antwortet Horn, der sich vergeblich bemüht, unter dem Pferde bervor- zukommen. Einige Landwehrleute greifen zu und der General krabbelt hervor. Der Unfall hat ihn aber nur noch wütender gemacht. Er ergreift die Flinte eines Toten und ruft: „Dem Ding da muß ein Ende gemacht werden! Ein Hundsfott, wer noch einen Schuß tut. Marsch, marsch!" Seinem Anprall gelingt es, den Feind zurn<^uwerfen. General Yorck prägte an diesem Tage von ihm das, Wort: „Gegen Horn ist Bayard nur ein Lump!" Und von diesem selbst sagte Blücher: „Der Schwerenöter Yorck ist schwer ins Feuer zu bringen, aber habe ich ihn einmal drin, so ist keiner besser als er." Ms am nächsten Tage die stark gelichteten Scharen seiner Truppe an Yorck vorbeizichen, und der Mrende Offizier zum Gruß den Degen senkt, zieht Yorck die Feldmütze vom Haupte und bleibt mit seinem ganzen Stabe im strömenden Regen entblößten Hauptes stehen, bis der letzte Soldat an ihm-vorübergezogen ist. ♦ — Max Liebermann über Rembrandt. Der Maler Erich Hanck erzählt im neuesten Heft von „Kunst und Künstler" von einigen gemeinsam mit Max Liebermann in Amsterdam verbrachten Tagen, in denen der große Maler mit ihm das Rembrandt-Haus und das Reichsmuseum besuchte. Er teilt dabei einige interessante Urteile Liebermanns über seinen „größeren Kollegen" mit. Der moderne Impressionist fühlt sein eigenes Schaffen der Kunst von Franz Hals näher verwandt. „Wenn man Franz Hals sieht," meinte er, als sie von der „Nachtwache" fortgingen, „bekommt man Lust zum Malen, wenn man Rembrandt sieht, möchte man es aufgeben." Rembrandts „Nachtwache" gilt ihm als „der größte Effort der niederländischen Kunst". „Rembrandt sei dabei bis zum äußersten gegangen und habe doch den Vordergrund nicht bewältigen können. Die beiden Offiziere seien leblos, die Hand des Hauptmanns sogar miserabel. Das Ergreifende an dem Bilde sei das ungeheure Wollen." Die „Stalmesters" machten dagegen weniger Eindruck auf Liebermann. Er meinte: „Je älter man wird, desto mehr zieht man die „Nachtwache" vor. Durch die „Nachtwache" hat Rembrandt seine Karriere vernichtet, darum nahm er sich bei diesem neuen wichtigen Auftrage in acht, feinen Auftraggebern durch Kühnheit zu mißfallen." Zu Liebermanns Lieblmgsbildern gehört die „Judenbraut". Das Porträt der „Fran Bas" hielt er nicht für echt; ebensowenig den Franz Hals zuge- fchnebenen berühmten „Narren". Außer für Rembrandt begeisterte er sich bei diesem Nrüseumsgange für Franz Hals. Vor dem großen Schützenstück von Codde, auf dem Franz Hals einige Köpfe und Hände und eine ganze Figur, den Fähnrich, gemalt hat, blieb er lange stehen. Jeden Strich, der von Hals herrühret, könne er in dem Bilde erkennen, meinte er. Man sähe, wie er erst nur wenige Aenderungen inadjen wollte und nach und nach immer mehr ins Malen hineinkam. „Woran liegt es nur," meinte er, „daß ein Meister nur ein paar Sttiche in die Arbeit eines Stümpers zu setzen braucht, um daraus ein Meisterwerk zu machen?" Dabei erzählte er von zwei neuen Porträts des Hals, die er soeben in Haarlem gesehen hatte. Hier fand er die Verbindungslinien zu feiner eigenen Kunst. „Ich habe da eben ein Porträt gemalt, and) ganz in Schwarz" «es war das Bild des Hamburger Bürgernieisters Burchardt, sagte er, „da finde ich das eben wundervoll, wie Franz Hals das Schwari behandelt. Und diese wunderbare Hand und das Kleid mit dem Gold. Und haben. Sie das Rosa au dem Aermel gesehen? Das ist göttlich." ===t m. 252 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für ©bereiten liniert Zu der Einweihung des Völckerschlacht^DenEmals bei bium "wurden 100 Teilnehmerkarten zur Verfügung gestellt. ' aMiel / Mökow- 1 0/ ds (wrBtaan VI der Oberschicht, wenn auch langsam, immer mehr Anhänger gewinnt, so liegt die Unhaltbarkeit des oben erwähnten Anspruchs der Franzosen auf der Hand. Ist Belgien ein französisches Land? Die französische öffentliche Meinung betrachtet zumal in Literatur und Presfe Be lgien als ein französisches Land und Brüssel als eine französische Stadt. Das ist aber nach den Mitteilungen des Vereins für das Deutschtum im Ausland nicht der Fall. Nach dem Statistischen Jahrbuch sprachen Ende 1910 in Belgien 2 822 000 Einwohner nur Flämisch. 2 574 000 nur Französisch und 801000 beide Sprachen. Mit verschwindenden Ausnahmen sprechen aber nur Flamen und Deutschbelgier beide Sprachen. Da diese Doppelsprachigen also den Flamen und Deutschbelgiern zuzurechnen sind, so standen in Belgien Ende 1910 den 2 574 000 französischen Wallonen mindestens 3 600000 Flamen gegenüber, wozu noch etwa 112 000 Dcutschbelgier kommen, die überwiegend in den Gebieten von Limburg, Lüttich und Belg. Luxemburg ansässig sind. In Brüssel ist das Verhältnis noch schärfer zu ungunsten der französischen Sprache ausgebildet. Brüssel mit feinen Vorstädten und Außenbezirken Vilvoor- den, Halle, Assche, Wolvcrthem, Leßmick, Ukkel zählt gegenüber den 250 000 Französischsprechenden etwa 600000 Flamen. Da außerdem die flämische Sprache in den Kreisen aus, er habe den Eindruck gehabt, daß Kammler geistig nicht ganz normal sei. Das habe er aus Kammlers ganzen Auftreten geschlossen, sowie aus seinem eigenartigen Blick. Bei keiner Kon- trollversammluna seien so strenge Strafen verhängt, worden,wie unter K. Im Bureau sei K. vor sick; hingestarrt. Der _ „ wiederholt schlüpfrige Redensarten geführt; er habe Knittel vor Kammler gewarnt, weil er Kammler für einen heimlichen Feind Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:S^112.Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. Geschichten vom (Elbübcrgang bei Wartenburg (3. Oktober.) Der Fall Knittel erneut vor Gericht. ~ Gleiwitz, 1. Okt. In der fortgesetzten Zeugenvernehmung erklärte Hauptmann Schütte (Breslau), von einem geistigen Defekt Kammlers nichts bemerkt zu haben. Obersekretär Jäckel (Rybnik) hielt manche von Kammler gebrauchten Ausdrücke wohl für scharf, aber nicht schärfer als die anderer Offiziere. — Tie Zc-igin Hein, Wirtschafterin Kammlers, hat an ihm nie etwas Auffälliges bemerkt und hält ihn auch für keinen Trinker. — Der Zeuge Hauptmann G i e f c, der in Abwesenheit Kammlers vernommen wird, sagt Die „Gießener Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitsragen" erscheinen monatlich zweimal. Zreitsg, 3. Oktober tzftZ Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unioersitäts - Buch- und Steitldruckerci. R. Lange, Gießen. politische Tagesschau. Zur Wclfenfrage. Die Hoffnungen der Welfen hat der welfische Reich s- tagsabg. Colshorn bei einer Geburtstagsfeier für den Herzog von Cumberland in Diepholz neu belebt. Er sagte nach der „Diepholzer Kreisztg.": Wird der Prinz Ernst August Verzicht leisten oder nicht? Wir (die hannoversche Partei) haben nie gezweifelt an einem Fürstenwort. Wir wissen, daß er nie verzichtet bat und nie verzichten wird! — Ich will nicht verhehlen, daß vielleicht Anzeichen vorhanden waren für Leute, die nicht genau orientiert sind, die darauf schließen lassen, daß der Prinz Ernst August sich von Hannover losgesagt hat oder lossagen wird, daß der Brief, den er vor der Verlobung an die preußische Regierung gerichtet hat und der später veröffentlicht worden ist, der Vorläufer eines wirklichen Verzichtes auf Hannover ist. Dieser Brief ist von gegnerischer Seite mit großem Triumphgeschrei begrüßt worden. Aber dieser Bries ist weit davon entfernt, mit einem Verzicht etwas zu tun zu haben. — Was ein Verzicht ist, werden wir in nächster Zeit erfahren, wenn bet der Thronbesteigung des Prinzen in Braunschweig der Herzog erklärt, daß er seine Ansprüche an Ernst August abtreten wird, dann werden wir sehen, wie ein Verzicht eines Fürsten aussieht. — Vorerst war es die Kreispresse, die sich freute, daß der Prinz verzichtet hätte. Bald darauf ging ein Waschzettel der preußischen Regierung an alle Kreisblätter, daß der Bries kein eigentlicher Verzicht des Prinzen sei, aber da der Prinz den Fahneneid geschworen habe, käme dieser einem Verzicht gleich. — Die nationalliberale Partet hat eine Eingabe an den Bundesstaat gemacht, den „Prinzen von Hannover" zu bewegen, öffentlich und in aller Form Verzicht auf Hannover zu leisten. — Damit verlangt die nationalliberale Partei nichts anderes wie Landesverrat . . . Der Eid des Prinzen Ernst August zu den preußischen Fahnen hat nichts zu sagen. Der Fahneneid verpflichtet nickst fürs Leben, sondern für die Zeit, in der man wirklich Soldat ist . . . Wir (die Leiter der Welfen) haben uns zurückgehalten damals bei der Verlobung des Prinzen, weil wir keine Trübung in das junge Glück des hohen Paares bineintragen wollten. Jetzt können wir frei sprechen... Leute, die nicht im polittschen Leben stehen, könnten an dem Briefe des Prinzen irre werden. Aber unsere Gegner haben erklärt, daß der Brief kein Verzicht sei, daß der Verzicht noch ausgesprochen werden müsse. Der Brief ist wirklich kein Verzicht. Wenn ich es nicht gewußt hätte, dann habe ich es erfahren aus dem Munde des Herzogs in Gmunden, daß weder der Herzog noch die preußische Regierung ihn als. einen Verzicht angesehen haben. Wir brauchen weiter nichts als 'das klare Faktum, daß kein Verzicht vorliegt. Wir haben den Kampf 47 Jahre lang durchgeführt, und wir werden noch weitere 47 Jahre weiter arbeiten. Der Herzog von Cumberland und sein Sohn werden sich zu diesen Dingen doch näher äußern müssen! des Amtsrichters hielt. Der Zeuge Hauptmann Günther meint, die von Kammler verhängten Strafen seien weder sehr ftreng noch auch sehr häufig gewesen. Hauptmann Kammler gibt, nachdem er wieder im Saale erschienen war, an, er könne wenig Sekt vertragen, dagegen wohl! eine Flasche Rotwein. Wenn er bei einem Liebesmahl einen Anfall erlitten habe, fo sei er wohl „besoffen" gewesen. Er ser damals in einen Spiegel gefallen, weil er eben erst Hauptmann geworden und an das Tragen von Sporen noch nicht gewohnt war. Die inzwischen aus Berlin eingetroffenc Zeugin Frau Dr. Schön, die Gattin des Zeugen Tr. Schön, bekundete, man habe sie und ihren Mann schon bei ihrer Ankunft in Rhbnik vor 8 Jahren vor Kammler als einem Geistesschwachen gewarnt. Kammler solle infolge eines Schädelbruches, den er durch einen Sturz vom Pferde erlitten habe, geistig nicht ganz intakt sein. Dr. Graßmann habe ihr das zuerst mitgeteilt und später erklärt, Kammler sei ein Idiot und blödsinniger Mensch. Auf ihre verwunderte Frage, wie man einen solchen Mann im Dienste lassen könne, habe Dr. Graßmann gesagt, der gehöre „wo anders hin", was sie so aufgefaßt habe, als sei damit gemeint, Kammlev gehöre ins Irrenhaus. Die ärztlichen Gutachten bezeichnen Kammler nicht als geisteskrank. Hierauf wird die Verhandlung vertagt. ~ Gleiw itz, 2. Okt. In der heutigen Sitzung fragte zunächst der Vorsitzende den Angeklagten, ob er eine Erklärung abzugeben hätte. Angekl. l Ich kann nach dem Gutachten der Sachverständig gen meine Behauptungen nicht mehr aufrechterhalten. — Bors.: Sonst haben Sie nichts zu erklären?, — Mngekl.: Nein. — Es folgte nunmehr das Plaidoyer des Staatsanwalts. Staatsanwalt F i g g e führte aus, indem er zunächst auf dil Vorgänge einging, die den Angeklagten zu einer Eingabe führten, und besonders lange bet der Frage der Versetzung zur Landwehr verweilte, aus, daß die Versetzung keine Maßregelung und keine (Strafe sei. Der Bezirkskommandeur habe die Frage lediglich vom militärischen Standpunkt aus betrachtet und es in Anbetracht des Vorgehens des Angeklagten für seine Pflicht gehalten, diese Versetzung zu beantragen. Es muß die Vermutung weit von der Hand gewiesen werden, als ob es sich um eine Aktion gegen das Zentrum gehandelt hätte. Wir wollen and) nicht in eine Prüfung der Frage eintreten, ob es vom deutsch- nationalen Standpunkt zu rechtfertigen ist, daß der Angeklagte für die Wahl eines der großpplnischen Partei angehörigen Mannes eingetreten ist. Ich will zugeben, daß, wenn man ein freier Mann ist, nicht als antinational zu bezeichnen ist, wenn mart nach dem Grundsatz wählt: Von zwei liebeln das kleinere. Hiev handelte es sich darum: Durfte der Angeklagte unter Berücksichtigung des Treuverhältnisses, das er freiwillig für den Kaiser eingegangen ist, für einen Kandidaten eintreten, von dem allgemein gesagt wurde, er sei ein Großpole, also einer Partei, die das Endziel der Nenerrichtung des polnischen Staates unter Losreißung von Landesteilen vom preußischen Staat erfolgt. Ich häufig untätig dagefessen und baba Zeuge gibt weiter an,~ K. habe Aus Hessen, Aus den Ausschüssen der Zweiten Kammer. bs. Darmstadt, 2. Okt. Der Finanzausschuß setzte heute seine Beratungen über | hie Beamtenbesoldungsvorlage fort. Von der Regierung uah- > men die drei Minister sowie die Geheimräte Süffert, Becker » und Best an der Sitzung teil. Nachdem die Regierung einen Bericht über die allgemeine Finanzlage des Lau- r des gegeben hatte, die sie als durchaus befriedig g e n d bezeichnete, wurden innerhalb des Ausschusses wieder die allgemeinen Punkte beraten. Die Verhandlungen, über die sich im einzelnen noch nichts sagen'läßt, nehmen einen Hotten Fortgang. Der Vierte Ausschuß hielt heute gleichfalls eine Sitzung ab, in der u. a. die Vorstellung der elektrotechnischen Spezialfabriken wegen der U eb e rlan d z en tralen besprochen wurde. Der Ausschuß steht auf dem Standpunkte, daß die lieber» landzentralen auf kommunaler Basis aufgebaut fein müß- ■r ten. Der Vorstellung der Frau Angter-Worms wegen Entlassung ihres Sohnes aus der Irrenanstalt in Alzey konnte keine Folge gegeben werden, da nach ärztlichen Gutachten eine Entlassung nicht angängig fei. Die Anträge der Abgg. Reh und liebel wegen Verlegung des Amtssitzes des FeldbereinigungSkommiffärs nach Alzey resp. nach (einem Orte des Kreises Dieburg wurden abgelehnt. Wegen der Vorstellung des Gendarmen Freuno (Wie- dereinsteltuug in dm Dienst) soll die Regierung nochmals um Auskunft ersucht toerben. Zu der Feier der nationalliberalen Verbände in Bingen aut 19. Oktober ds. Js. teilt uns der Vorsitzende des Lan- r dcsausschusses der nationalliberalen Partei in Hessen, der Landtagsabg. Dr. Osann, folgendes mit: , „Um Mißverständnisse aufzuklären, nehme ich Veranlassung auf folgendes hinzuweifen: Zu der Sitzung des Ausschusses, welcher die Festfcier am 18. Oktober d. Js. vorbereiten sollte, und die aus den 30. August d. Js. cinberufen worden war, hatte sowohl die nationalliberale Landespartei wie auch die Freie Vcr- cintgung hessischer Nationalliberaler seitens der Geschäftsstelle ter nationalliberalen Partei für die Rheinprovinz Einladungen erhalten. Ich konnte an diesem Tage wegen anderwciter Abhaltung «richt in Bingen sein und entschuldigte mein Fernbleiben, teilte aber auf Anfrage der Geschäftsstelle der nationalliberalen Partei für die Rheinprovinz alsbald mit, daß die hessische Landes- i’Citei selbstverständlich bereit fei, an dem Feste teilzunehmen. In der zweiten Sitzung vom 22. September d. I., an welcher icki als Vorsitzender der hessischen Landespartei teilnahm, wurde das Programm der Feier festgelegt. Nachdem dies geschehen nmr, erklärte der Vorsitzende der Freien Vereinigung hessischer NatioucMberaler, RechtSanwall Dr. Pagenstecher, daß die Freie Rocicitiiguitg keine besondere Organisation neben der Landespartei fei, und daß sie deshalb, na^bein die Landespartei sich an der Feier beteilige, mit der Landespartei die Feier begehe. Man darf nur wünschen, daß nach dieser Aufklärung weitere Meinungsverschiedenheiten nicht hervortreten, denn die nationale Feier an dem Gedenktage der Völkerschlacht dürfte pm rieften Anlaß geben, alle auf dem Boden der nationalliberalen Partei stehenden Männer zu einer einheitlichen Kundgebung zu- jammenzufassen." Zu bemfeiben Gegenstände erhalten wir auch von der Geschäftsstelle der Freien Vereinigung hessischer National- h liberaler eine Zuschrift, die den vorstehenden Sachverhalt bestätigt. Die „Vereinigung" hatte zuerst geglaubt, die hes- Isische Landespartei werde in Bingen nicht offiziell vertreten ■ fein. Damit entfallen, wie die Geschäftsstelle der Freien Ver- l'rittignng feststellt, die hämischen Auslassungen der „Hessi- I scheu Laudeszeitung", des jüngst in Darmstadt organisierten ,,rechtsstehenden" Organs, das mit einem wahren Wohlbaha- Ißcu in dieser harmlosen Sache herumgestochert hatte. ' 'tzlbar uhr. a,-in!]suu , ----ZV" R.Cl.>sia" LainiliciE"W 0 mit Tanz „ui btt n Ter Vorita-d. «W tLh 9 W' Zweites Blatt M. Jahrgang Gießener Anzeiger 6 ettxucb 111 ichitietiÄti $»- StlMWUa baitlk sofort m timte Intime unseren fiaiptfca- l»toa über tausende Artikel aller Un, i „j, glllH und traako versenden. itir.ltHMInMUiN ___■ jibrii-UtMiedbair. •— -IN'aE' m] uvk , ■ Abends - j flttfli • 9letne^cljc' * SieuM Läe°dK SÄr-* i- ffI Iitttrt Zu der Einweihung des Volkers cytacyr^enrrnals be- fll(lH(116* * * 5i'ttlflUllHlUUll iLeipzig ist auch der Reichstag erngeladen. Dem Präsi- . Veit'ÄN' 1 DH ntr SRprFwmtrrrY npftpfff IflflC 64. $tr w* Dir.: H'""*.5*. 1913, Der prächtige Geist, bei" während des schwierigen Elbüber- - Hanges bei Wartcnburg herrschte, wird durch nichts besser charak- Lterifiert als durch die vielen, zum Teil sehr luftigen Gefchichten, S die von' dieser blutigen Schlacht überliefert sind. Kurz vor dem Angriff wird Kriegsrat abgebalten. Blücher und Gneifenau sind Kr kühnes Draufgehen. Müsfling, der Generalguartiermeisttr dagegen rückt mit seiner Meinung nicht recht heraus, so daß tzwei- senaus Unruhe aufbraust und er ausruft: „Sagen Src nur Ihre »Meinung heraus, Herr Oberst Ich gebe Ihnen im voraus die Versicherung daß sie nicht befolgt imrd. Kurz darauf hat Blücher eine Besprechung mit Bernadotte, die van Graf Goltz, dem Adju- danten Blüchers, verdolmetscht wird. Blücher hört aus der zagen Rede des Kronprinzen eine ausweichende Antwort heraus, uJib ebc Goltz mit der llcbersetzung fertig ist, ruft Blücher: Sagen Sre ibent Kerl, der Teufel sott ihn holen, svenn er mcht wolle." Dann macht er Kehrt und eilt davon. Die preußischen Truppen formieren sich eben zum Angriff. Drüben int Dorfe Warteuburg entsteigen weiße Rauchwnlen htn Kaminen Da reitet Blücher vor die Front und ruft mit seiner Hellen, wohlllingenden Stimme: „Jungens seht da backen sich die verfluchten Franzosen. Weißbrot zum^Frühstück, das wollen wir ihnen wegnehmen, wett es fwch warm rfe Manch! shorck dagegen, der knurrige „Esftgblicker" ist imt bett Weismmen «neifenaus nicht einverstanden. Leise brummt er vor sich hm: ©in so unüberlegtes Stück dieses großen Strategen, als es nur fi geben kann Wird schlecht ausfallen/' Es kam besfer, als cr es ttw aedawt hatte An der Schiffsbrücke, die tn dem Elbknie, wo die schwarze Elster einmündet, geschlagen ist, hält Blückxw indSdnnnen de- Korps Yorck an sich vorbeimarschieren. Ä^i^/Äi.ne voll Zuversicht und innerer Unruhe und bat für febe Kompagnie einen Scherz. Einige Landwehrsoldaten r c 4°! aprrinenen Schuhe ausgezogeu, auf den ^orn^ nun mit bloßen Füßen durch hvDreck Blücher ruft ihnen zu: ,Ml Jungens, W fech llng J?r looft lieber barfuß, als daß Ihr Euchre esieb ln vollfüllt " Verdrießlich antworte^em Landwchrsoldat: taSjieften tut! Frankr-ick, surüdSS «"d n ba d fo^titg nro iabri Mo Kind-t man tritt bruf, holt Euch.von beiijranjmen neue ZtiebeT" WiW G-lachi-r nnrd »» b-m nach lauteren an an an M B Ortschaften km Turnverein Zeit Obmann StA 33 10.59, § 21 20 t eventuell w: ff) S c 2 Ö 2’ ®®' c o» c 2e 6,5 3,5 3,0 20 11 9 a® 3 9 15 9 10,5 AO 33 4,5 25,5 11.47 12.01| 11 1,5 8,5 2,5 1,0 3,5 B ? 16,5 13,5 von Oberndorf ^lbshausen Stcinborf Wetzlar Dutenhofen Klein-Linden Gießen Reislirchen Lindenstruth Grünberg Mücke Ruppertenrod Ermenrod Schellnhausen Romrod AlSfeld Renzendorf Brauerschwcnd Reuters Lauterbach AngerSbach Landcnhausen 10.06, 10.17, 10.26' le / 0 Tv. BurgsolmS „ AlbShausen „ Steindorf „ Wetzlar W.-NicdergirmeS Tv. Dutenhofen „ Klein-Linden „ Gießen jMtv. Gießen -Z- 0 3 S £ ? = 9 5,5 4,5 5,0 »c. 0 17 11 15 19,5 15 >cZ I I Sq ttfifit oh, Zn sagen, baß ich in Uebereinstmrükung mif der etpcrten ursprünglichen Auffassung Knittels das nicht für anhängig halte. Knittel hat sil^ anders entschieden und er kann verlangen, daß seine UeberzeugUng geachtet nrirb. Ich verlange bann aber auch, daß er gerecht ist und die Berechtigung des ^entgegengesetzten Standpunktes anerkennt, und er darf nicht 'sagen, daß er ein Opfer einer politischen Hetze geworden sei. Frhr. v. Bietinghoff hat sich zwar gesagt, daß der Angeklagte nichts gegen die Offiziersehre getan i habe. Der Llngeklagte ist nicht bestraft worden. Ich kann es aber dem Angeklagten nachfühlen, daß es ihm schmerzlich gewesen ist, aus dem ihm liebgewordenen Osfizierkorps zu scheiden. Er hat aber Sic Sache von seinem Ehrenstandpunkt aus aufgefaßt, obwohl •er sich sagen mußte, daß seine Ehre unberührt sei. Es ist zu verstehen, daß er trotzdem ein Ehrengerichtsverfahren gegen sich beantragt hat. Alle Instanzen bis zum Kaiser hinauf haben ihm aber attestiert, daß seine Ehre unberührt geblieben ift Nun aber setzte ein Kampf ein, der als äußerst frivol zu bezeichnen ist. Tie Anzeigen Knittels nxiren unbegründet. Ich habe nicht den Eindruck gewonnen, daß wir einen Mann vor uns haben, der unbekümmert um die Folgen für Freiheit und Gerechtigkeit eintreten wollte, sondern um einen Mann, der in unbe leh rb arem Eigensinn seinen eigenen Kops durchsetzen wollte und der, mn dieses Ziel zu erreichen, bereit ist, über Leichen zu schreiten. Die Eingabe ■an den Kriegsminister enthält die grandiosesten Ber- leumdungen und Beleidigungen. Der Angeklagte stellt sich als das Opfer eines bösartigen, heimtückischen und geisteskranken Mannes hin, als das Opfer eines Lügners und Verleumders, er unternimmt es, hochverdiente Offiziere der Lüge und Verleumdung zu zeihen, er unternimmt es, den Offizier an der Spitze eines Ehrenifates als Leiter einer Faree zu bezeichnen, lediglich um fein Unrecht zu verdecken. Niemand kann zweifeln, daß der Beweis der Wahrheit dem Angeklagten nicht in einem einizigen Punkte gelungen ist. Ich bin sogar der Ueberzeugung, daß der Beweis der Unwahrheit gelungen ist. Das Ergebnis der Beweisaufnahme mag in Manchem Punkte unerfreulich gewesen sein, aber sie war doch rin Teil der Kraft, die stets das Böse will und nur das Guta schafft. Ich habe den Eindruck gewonnen, als ob Hauptmann Kammler vernichtet werden sollte. Welche Qualen dieser Herr in den letzten Monaten erlitten hat, mag sich jeber vorstellen. Kammler ist vor der öffentlickm Meinung als ein bösartiger, heimtückischer, geisteskranker Mensch hingestellt worden, der seinem Gegner eine Falle stellt. Wir haben aber gehört, daß wir es mit einem musterhaften Offizier und untadeligen Ehrenmann zu tun haben. Wenn Hauptmann 'Kammler auch manches Tolle getan haben mag, so ist cs unrecht, so grandiose Beschuldigungen gegen ihn zu erheben. Wenn der Angeklagte bei Kontrollversammlungen sehr scharfe Aeuße- rungen gebraucht hat, so ist das bei allen Armeen der Vergangenheit so gewesen und wird auch in Zukunft so bleiben. In früheren Zeiten hat man sich sogar nicht gescheut, dieselben Ausdrücke und Reden, wie sie Kammler gebrauchte, von der Kanzel herab zu gebrauchen. In dem schweren Dienst der Armee wirkt ein scharfes Wort befreiend und erlösend. Und das wollen wir nickst missen. Wer wollte beispielsweise die christliche Einladung vermissen, die Goethe in seinem „Götz von Berlichingen" ergehen läßt? In diesem Sinne habe ich gegen die derben Redensarten Kammlers nichts einzuwenden. Wie man daraus beweisen will, daß Kammler geisteskrank ist, ist mir nicht erfindlich. Der Angeklagte hat auch nicht in Wahrung berechtigter 'Interessen gehandett. Er mußte sich sagen, daß seine Eingabe nicht geeignet war, die von ihm gewünschte Rückversetzung zur Reserve zu erwirken. Er wollte auch etwas ganz anderes. Er wollte gegen sich eine Anklage erzwingen und unter dem Schutz des § 193 alle diese Dinge zur Sprache bringen. Das liegt aber 'gar nicht in der Absicht des Gesetzgebers. Selbst wenn man aber dem Angeklagten zugute halten wollte, daß. er ab und zu berechtigte Interessen vertreten wollte, so geht doch aus einigen .Punkten seiner Eingabe die Absicht der Beleidigung hervor. Es liegt auch nicht eine fortgesetzte Beleidigung vor, sondern .verschiedene Beleidigungen, das bitte ich auch bei dem Strafmaß !zu berücksichtigen. Der Angeklagte hat inbezug auf die Beleidigten Wehauptllngen aufgestellt, die geeignet sind, die Herren ^moralisch totzuschlagen. Das hat er ohne Rücksicht auf die Folgen getan, er war von allen guten Geistern verlassen sund es scheint auch, als ob er keine guten Berater hatte. Ich hatte erwartet, daß der Angeklagte nach dem Gutachten der Sachverständigen hervortreten und sagen würde: ich habe gesündigt und gefehlt, ich will meine Strafe dafür hinnclMcn, verurteilen Sie mich, wie ich es verdiene! Das wäre ein großer Augenblick gewesen: aber trotz der Anregung des Herrn Vorsitzenden hat der Angeklagte diesen Augenblick vorüb''cgehen lassen und sich damit einen Teil der Sympathien der Richter verscherzt. Die Höch st zulässige Geldstrafe für eine Handlung ist 6 0 0 Mark. Ist das eine ausreichende Sühne für eine solche Beleidigung? Ist das eine genügende Ausgleichung des vorhandenen Rechtsbruches? Ich wäre dem iAngellagten gern entgegengekommen, aber ich kann nicht anders, ich muß gegen ihn eine Freiheitsstrafe beantragen. Ich beantrage gegen den Angeklagten wegen Beleidigung des Hauptmanns Kammler eine Gefängnisstrafe von drei Monaten, wegen Beleidigung der übrigen Herren eine Gefängnisstrafe von je zwei Monaten und bitte die Gesamtstrafe in sechs Monate zusammenzufassen. Hierauf sprachen die Vertreter der Nebenkläger, die ebenfalls Bestrafung beantragten. Verteidiger Justizrat Manrroth: Ich habe nicht geglaubt, 'daß ich hier gegen ein solches Strafausmaß und ein solches Urteil !werde plädieren müssen, wie der Herr Staatsamvalt es für richtig befunden hat, gegen ein Strafmaß, welches den bürgerlichen und -richterlick-en Tod meines Mandanten nach sich ziehen müßte. Der Staatsanwalt hat die Qualen, die Kammler ausgestanden hat, voll gewürdigt, nicht aber auch die Qualen, die Knittel in der Zeit erduldete, wo er vergeblich sein Recht suchte. Generalmajor v. d. Groebcn hat anerkannt, daß die in der Meldung Kammlers enthaltenen Tatsachen nicht genügen, um eine Maßregel, wie die Versetzung zur Landwehr zu rechtfertigen. Es ist fest- gestellt, daß das Verhalten Knittels bei der Kirchenwahl ein- , wandsfrei war. Nun wurde gesagt, daß die Uebcrführung zur Landwehr keine Strafe oder Maßregelung sei. Das kann im all- ' gemeinen richtig fein, aber Knittel ist noch nicht int „Landwehralter" und jeder, der von der Versetzung hörte, mußte sie als ' eine Maßregel auffassen. Auch das hat man nicht bedacht, daß ' Knittel sich nicht vorstellen konnte, daß die ihm bekanntgewor- ■ denen Gründe die einzigen für die Maßregelung waren und , !daß er lange Jagd darauf gemacht hat, die wirklichen Gründe zu erfahren, Nachdem nun General v. d. Groeben eingesehen ; hatte, daß Knittel Unrecht geschehen war, hätte ein gerecht denkender Mensch erwartet, daß General v. d. Groeben das geschehene Un- I recht gutjumadjen suche. Statt dessen mißbilligte der General, 1 das; man dem Amtsrichter die Gründe für die Versetzung zur i Landlvehr mitgeteilt hat. Das ist für jeden rcdjtlid) denkenden 1 .Mensch geradezu ein Schlag ins Gesicht und deshalb bat sich ; ibie öffentliche Meinung auch mit der Sache beschäftigt. Mit ' Stolz hat man die Freisprechung in Ratibor begrüßt und die , öffentliche Meinung sagte fick), daß das Rattborcr Urteil der Gerechtigkeit Genüge tat. Vors. (unterbrechend): Die öffentliche Meinung ist nicht \ Gegenstand der Verhandlung gewesen. Id) bitte sid) auf die : in der Verhandlung erörterten Okgciiflänbe zu beschränken. Justiz rat M a m r o t h: Solche Unterbrechungen halte ich -nicht für berechtigt. Wenn ich weiter unterbrochen we^de, müßte ich um einen Gerichtsbeschluß bitten, daß id> über den Einfluß . des Ratiborer Urteils auf die öffentliche Meinung sprechen barr. Es ist nicht richtig, daß Knittel -wischen dem Ratiborer Urteil und diesem Prozeß die Zeit benützt hat, uni nach dem Vorleben Kammlers zu spionieren. Alle Beweismittel sind ihm von fremder Seite ohne sein Zutun zugetragen worden. Ter Angeklagte hat erfiärt, den Vorwurf der Geistesschwäche nicht mehr ausrechterhalten zu können, und daß es ihm leid tue, ■ dergleichen gesagt zu haben. Mehr kann man doch von . ihm nicht verlangen. Sie können dock) von einem Mann, der i , 2 |12 12 112, 30 [ 15 8 12! 60 Ans Stadt und Land. Gießen, 3. Oktober 1913, ** Das Großh. Hessische Regierungsblatt, Beilage Nr. 23, ausgegeben den 1. Oktober, hat folgenden Inhalt: 1—3. Oefsemliche Anerkennung. — 4. Uebersicht über die in den israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Oppenheim zu erhebenden Gemeindesteuern für das Rechnungsjahr 1913. — 5. Uebersicht der für das Rechnungsjahr 1913 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Darmstadt. — 6. Uebersicht über die in den Gemeinden des Kreises Lauterbach zu erhebenden Gemeindesteuern für das Rechnungsjahr 1913. 7. Ordensverleihungen. 8. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. - 9. Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft. — 10. Dienstnachrichten. — 11. Charaktererteilungen. — 12. Berichtigungen. **DerEilbotenlaufderdeutschenTurner- schäft zum Völkerschlachtdenkmal, den wir schon mehrfad) erwähnt haben, ist in mehrere Haupt- und Nebenläufe eingeteilt, von denen der Nebenlauf von Nassau (Steindenkmal) nach Fulda durch unser (Gebiet führt. Der Gau Hessen übernimmt vorn Lahn-Dill Gau in Oberndorf den Lauf und führt ihn nack) folgender uns von dem Gau- turnwart Will zugegangenen Ordnung durch., 5 11.04 3L i cv § eventuell auch Schüler der Bürgerschule ©rünberg. In Fulda übernimmt der 7. Kreis die Führung. Wünschenswert wäre es, wenn die Prinzipale und Meister bei einer derartig groß angelegten Feier der deutschen Turner- schaft ihren Angestellten und Gehilfen die Möglichkeit gäben, sich an dem Laufe zu beteiligen. "Preußische K l a s s e n l o t t e r i e. Tie Erneuerung der Lose zur 4. Klasse muß mit Vorlegung des Vorklassenloses bis zum 6. Oktober, abends 6 Uhr, geschehen. Auch müssen bis zum vorgenannten Termin die Freilose gegen Rückgabe der Gewinn- lose abgeholt werden. Landkreis Gießen. ig. Rüddingshausen, 28. Sept. Unsere in den Jahren 1765—68 erbaute Kirche wurde im Laufe dieses Sommers renoviert, nachdem schon vorigen Herbst eine mrrttwHc Orgel mit 11 klingenden Stimmen aufgestellt iwrbeu war. Tie Wiederherstellungsarbeiten an der Kirche hatten etwa 3 Monate be' ansprucht. Seit dieser Zeit wurden in dem einen Schulsaal die Gottesdienste gehalten. — Ten Hauplidunuck unserer Mirdx bilden 19 auf Leinwand und 2 auf Holz gemalte Oelbildcr. Die Leinwandbilder stellen die Propheten, die Holzbilder die Weisen, aus dem Morgenland und Kreuzigung Ehr ich bar. Diese beiden Bilder, von denen man bisher nichts wuche, wurden unter dem Anstrich gefunden unb freigelegt. Es liegt die Vermutung nahe, daß die auf Leinwand gemalten Bilder schon in der 1765 abgebrochenen Kapelle hingen und von dort in die neue Kirche übcrsührt wurden. Außerdem wurden and) 9 fast lebensgroße Figuren über den Fenstern (Richter und Könige Israels) wieder freigelegt und wie die übrigen Bilder von Malere Velte-Frankfurt erneuert. Gestern wurde nun die mit einem Kostenaufwand von rund 5000 Mark renovierte Mirdje wieder geweiht und in Gebrauch genommen. Bis auf den letzten Platz mar das große, prächtige Gotteshaus gefüllt, aud) die Patrone der Kirche, Freiherr von Nordeck zu Rabenau, waren vertreten. Die Weihe vollzog Dekan Röschen-Freienseen, dem die beiden Geistlichen von Londorf assistierten. Tie Festpredigt über 1. Petr. 2,5 hielt Pfr. Bausch-Londorf — Die von Lehrer Becker mit den Schulkindern eingeübten mehrstimmigen Lieder trugen zur weihevollen Stimmung bei. Nad) dem Gottesdienst vereinte noch ein gcmütlidxr Kaffee die Patronatsherrschaft, .Geistlichen, Lehrer und Kirchenvorstand mit Familien. Hessen-Nassau. h Marburg, 1. Okt. Die Einnahmen der elektrisdOn Straßenbahn betrugen im September d. Js. 8141.30 ML gegen 5709.82 ML im gleichen Monat des Vorjahrs — Beim Jager- j bataillon wurde heute die Masdßncngewehr- und die "Radfahrer-1 Abteilung' formiert. h Fulda, 1. Okt. Die Oesfnung des vor einigen Tage» auf dem Dvmplatz gefundenen 5 t c inf ar tob ba g cd fand heute mittag in Gegenwart des Bifchoss, des Domkapitels und zahlreicher Historiker statt. Der Sarg barg die Reste eines männlichen Leichnams, zu dessen Füßen sich die Spuren einer älteren Bestattung zeigten. An Beigaben sand _man einen Bußqürtel, einen Ledergurt und eine Bronzeplatte Tie Inschrift dieser dem 12. Jahrhundert entstammenden Tafel konnte noch nicht enttaselt werden. Der gesamte Fund würbe zur näheren Untersuchung dem Diözesan-Muieum übertoiefen. ICercbe rind Sdntle* ^-^-rbeshausen 2. Okt. Die hier abgehaltene Synode d e S L e k a n a t s Lauterbach hatte sich säst ausschließlich mit der Vornahme von Wahlen zu beschäftigen, vor allem mit der Neu- mabl eines -tefanS. Oberpfarrer Müller von Lauterbach wurde tast emlhmimg gewählt, zum Stellvertreter Stadtpsarrer Schlösser von Lauterbach. Die Wahl des Dekanatsausschusses hatte das Ergebnis, daß Geheimer Justizrat Wahl - Schliß , Bürgermeister «toppler-Lauterbach unb Pfarrer Grauliug - Engelrod gewählt wurden. Als Ersatzmänner würben Pfarrer Wahl-Queck und Bürgermeister Schrimps-Schlechtenwegen bestiuimt. Ferner wiirde r e^au. 8um Abgeordneten für die Laubessynobe gewählt. Schließlich ivurde noch Pfarrer Naumami-Niederuioos zu>n Leiter ^-^^'"^^^iebuugsvereins ernannt und Pfarrer Schorleniiner- Frischborn zum Vertreter für innere Mission. Der Synode voraus ging, wie »'blich, ent Gottesdienst, in dem Stadtpfarrer Schlösser von Lauterbach predigte. Gemeinsamer Gesang beschloß die Synode. 1,5 6,5 5,0 7,0 1,0 3,0 5,0 3,0 3,5 Tv. Wallenrod ■jl , Lauterbach !|Tgm. Lauterbach J*u. event. Sckiüler der höh. Bürger- stchnle Lauterbach Resultat, wenn man bedenkt, daß der A. T. A. C. mit 22 000 Mitgliedern nur 76 Wagen, bei der Westdeutschen Zuver- lässigkettsfahrt 8 KiartelMuds mit 3500 Mitgliedern 28 Wagen zusammenbrachten, während der erst seit wenigen Jahren bestehende Hessische .Automobilklub 125 Wagenbesitzer Zählt. Außer diesen 18 Wagen, unter denen nur deutsche Marken — Opel, Adler, Benz, Protos, Presto, Dürrkopp, Mathis, Neckarsulm und Loreley — vertreten sind, laufen noch zwei Wagen für die Leitung, Arzt usw, die von den beiden großen Fabriken Adler und Opel zur Verfügung gestellt wurden. Alle schwierigen Stellen des weiten Weges find mit blauen Fahnen markiert, die Fahrtrichtung ist mit roten Pfeilen angegeben. Es wird ernste Arbeit für alle Teilnehmer in den 3 Tagen werden, aber jeder wird auch die Genugtuung nrit- nehmen, einer Veranstaltung beigewobnt zu haben, die den Forderungen unserer modernen Zeit entspricht. Gute Fahrt Ft 1.171 1.20 1.29 1.44 153 2.04 ! 9.24 8j 9.32 3 9.351 11 9.46 S. « 6 er e 5 *5 ' 2 z. 21 9 15 9 11 auch noch die Turnvereine Lützellinden, Großen Linden unb Allenborf (Lahn). ungerecht angegriffen worden war, nicht uerlmtgar, daß er hier be- unb wehmütig um Verzeihung nrinfetn soll, nur um sich das Wohlwollen feiner Herren Richter zu verschaffen. Es muß berüzffid)tigt werben, baß der Angeklagte durchaus des guten Glaubens war, daß Kammler geisteskrank ist. Weshalb zweifett man denn daran? Knittel befindet sich doch mit dieser Meinung in sehr guter Gesellschaft: die Ratiborer Strafkammer, fünf unbefangene Richter haben nach unbefangener Verhandlung ihr Urteil dahin abgegeben, baß man es mit einem bösartigen Geisteskranken zu tun habe, unb diese Richter sind doch ebenso unbefangen gewesen, nric Sie meine Herren Richter. Wir haben doch auch hier so viele Wunderlichkeiten von Sammler gehört, unb Dinge an ihm bemerkt, bie ein normaler Mensch nicht hat. Der Herr Staatsanwalt hat in sehr netter humoristischer DÄse ausgeführt, baß ein derbes Wort auf die müden und abgearbeiteten Soldaten erfrischend wirkt. Ganz richtig, das wird nicht bestritten, aber hier handelt es sich nicht um ermüdete, vom Marsch hcim- kchrende Leute, sondern um Leute, die aus bürgerlichen Berufen zu der Kontrollvenammlung tarnen, und Kammler ha: nidft bloß derbe Ausdrücke gebraucht, ,andern auch verletzende, die umsomehr verletzen mußten, weil sich bie Ausdrücke vor allem gegen die Frauen unb das eheliche Verhältnis der Kontrollpflichttgen wen- beten. Nach allebcm ist die Verfehlung Knittels sehr milde zu beurteilen. Es liegt auch eine einheitliche Handlung vor unb es Ifeifjt, dem Recht Gewalt antun, wenn man in dem Brief an den Krieggsminister vier selbständige Handlungen Knittels konstruieren will. Der Antrag auf Gefängnisstrafe wird damit begründet daß das Gericht nur 600 ML für einen Fall zulasfe. Wir sind ja n^cht dazu da, Gesetze zu verbessern, und deshalb, weil das Gefetz eine vielleicht zu milde Strafe Vorsicht, jemanden härter zu bestrafen als er verdient, zumal eine solck>e Strafe den Amtsrichter Stnittel auö seiner Karriere herauswerfen würde. Wenn das 0K- ncht den AngeNagten nach § 186 für schuldig hält, so muß er in eine Geldstrafe verurteilt werden, die sich in angemessenen Greiizcu bewegt. Der Angeklagte ist überhauvt nicht zu bestrafen. Er hat in der Wahrung berechtigter Interessen gehandelt; er suchte nur das Unrecht gegen ihn, das in der Ueberführung zur Landwehr bestand, abzuwälzen. Es liegt allo hier der typische Fall des 8 IW vor. Auch aus der Form ist bie Absicht der Beleibigung nicht zu erkennen, so baß der Angeklagte freizusprechen ist. Nach Replik und Duplik erhält i m der Angeklagte Knittel bas letzte Wort., Er gibt folgende Erklärung ab: „Id) habe nach den erschöpfenden Ausführungen meines Verteidigers zu den Einzelheiten nichts hinzuzufügen. Ich erfläre nur, und zwar mit benemgen Gewisfenhastigkeit, die der Ehre eines prcußffdfcn Rid>- ters entspricht: ich Hobe mit meiner Eingabe an den Kriegsminister beleidigen wollen. Ich habe nur mein Recht gebuht und habe es dazu für notwendig gehalten, zu was ich gesagt habe, unb waS ich für nötig und wahr hielt. Wenn sich, wie id) rückhaltslos anerkenne, burd) die im Ver- faljren erfolgten Aufklärungen manches davon, iusbefondere die Bchoiiptung der Geiitesschwäche des Hauptmanns Kammler und Oie -öeljauptung, daß einzelne Maßnahmen mir gegenüber „wider besseres Wissen geschehen sind, während sic im guten Glauben erfolgten fid) als eine Annahme hcrausgestellt haben, so nehme ich alles dieses selbstverständlich zurück und bedauere, daß ich die Herren mfortrcit — ohne meinen Willen — beleidigt habe." Hierauf zieht sich der Gerichtshof zur Beratung zurück. Das Urteil. Gl ei witz, 2. Okt. In dem Prozeß gegen den Amtsrichter Knittel wurde um Mitternacht das Urteil gefällt. Amtsrichter Knittel wurde wegen Beleidigung einer Reihe höherer Offiziere zu einer Geldstrafe von 2400 Mark u u d z u den Kosten verurteilt. Tv. Grünberg „ Lauter „ Laubach „ Niederohmen „ Großeichen Zudwestdeutsche Siroerlaffigteitsfatyrt Ziemlich am Ende der sportlichen Saison dieses Jahres ladet der 5-essische Automobilklub noch für den 4., 5. und 6. Oktober zu einer Vevanstaltung großen Stils ein, die aller Voraussicht nach das Interesse weiter Kreise erregen wird. Die Zetten der Automvbilrennen sowohl, Ivie die der großen Tourenfahrten, wie der Herkomer- und Prinz-Heinrich fahrt, scheinen endgültig vorbei zu sein. Wie m allen übrigen Zweigen unserer Kultur beginnt auch im ttutomobilismus die gründliche Tetailarbeit nach diesen großen Prunkveranstaltungen, jene Arbeit, die in der Stille geleistet wird, die aber Fahrer erzieht, die auch in schwierigen Lagen kaltes Blut und ruhige Nerven bewahren und dte beim Bau der Wagen nicht mehr nur auf deren Schnel- Iigtmt und Stärke Bedacht nimmt, sondern bie den kleineren Wagen genau so zuverlässig herstellt, wie den schweren, und die namentlich dem Gebrauchswagen auch seine Schnelligkeit und Sicherheit gewährleistet, die ihn zum unentbehrlichen Verkehrsmittel macht. Die Aufgabe, die der Hessische Automobilklub für die ausgeschriebene Fxchrt stellt, berück- sichtigt beide Gesichtspunkte. In den 3 Tagen ist eine Strecke von fast 1000 Kilometer Länge und bedeutenden Terrain- unterschieben zu durchfahren. Während der F^hrt darf der Motor des Wagens nicht stillstehen, Haube und Kühler bleibe» geschlossen, sie sind plombiert und können ohne Anrechnung von Strafpunkten nicht geöffnet werden. Alle Arbeiten am Wagen sind vorn Fahrer selbst auszusichren, die Zeit für Beseitigung von Reifenschädcn wird nicht mit Strafpunkten belegt. Fahrerwechsel ist nicht gestattet. Alle Wagen müssen als Toureuwagen ausgestattet sein und den behördlichen Vorschriften entsprechen. Jeder Wagen wird mit drei, resp. mit zwei Personen und 75 Kilogramm Ballast beschwert. Außer dem Fahrer nimmt in jedem Wage» ein Kontrolleur Platz, wozu sich die Herren Ingenieure der Hess. Dampstesselinspektion und verschiedene Offiziere in liebenswürdiger Weise bereit erklärt haben. Tie Wertung der Wagen erfolgt in der Weise, daß für jede PS. Normalgeschwin- digkeitcu verlangt werden, über und unter die ohne Straf- piLnhc^nic()t gegangen werden darf Die Fahrt geht am elften Tag von Darmstadt nach Luxemburg, am zweiten Tag von dort uaich Freudenstadt, am 3. von bii nach Darmstadt. Der Start beginnt am nächsten Samstag, vormittags 6 Uhr, an der Nord Ost-Ecke des Exerzierplatzes. Die Wagen iver- den am Freitag mittag plombiert und bleiben unter Wache < ??acht in dem von der Großh. Kommandantur gütigst überlassenen Exerzierhaus. Tas Ende der Fahrt wird am Montag mittag zwischen 3 und 4 Uhr am Böllenfv. stian. - »fett' 7 2o Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen. Sieber — Altenberg — Bermoll — Bellersdorf Wetter cv Z E tV Oktober E9 Bis ! 33,10.59 h30' L=* 2 2 2 6 2 8 Okt. 1913 2 5 19,2 11,6 12,4 SSW s SW Sonnenschein Bew. Himmel 6) S 5* L 63 90 92 S5 5 C Cj -1 to 03 Rennweg — Herborn. (Mitgeteilt vom V. H. C. Gießen.) 6) 3; 5* a« 255 9“ 721 S» Z Ä“ ?'o d4?S 2. 2. 3. s ft C J5-" » rr K 5 Sl (55 2 c P & 3 gp c e to@" p ,'2. ~ 747,4 747,9 748,5 53 to D I I -I CD Ü< o & 8 l o o L 8 pr Ä - L Z SO-^c K HS s SS E I 1 9.24; 5 8 9.32. i 3 9.35! Ä11 9.46i 1,5 20110.06* i.5 1110.17 I । 910.26 + 19,3' C. + 6,4' 0. S8a-ä8»? °8 TS^f LSA KZ «LS fohlen. Die Gesamtmarschzeit dürfte 41/» bis 5 Stunden beanspruchen; bei Weglassung des Dünsberges eine Stunde weniger. F. 00 ro 3

e^-Ä- ~ CD M P: L 3C3 CO I CD <0 tO >-* K) bO To72 7^ S P BvS.m 3 ~72 10,4 9,2 9,9 J2.CS) SS» « <5 s 6)öp = p 6)i, Bro*-1 3 rt « P "CT." 12i 12 12 39, 15 af cS> ö-?n> er s uu" (q" wandern und Reisen, Bäder. Rund um Gietzen. Bieber — Dünsberg — Helfholz — Hohen- svlms — Bieber. ■«3 «2 $ S f "K Ä K O"ro f S S'Sl5uja; £Dta cp _ 925 i±: er ö 3. «'S Ö CP rro Höchste Temperatur am 1. bis 2. Niedrigste » • 1« « 2- Stiederschlag: 0,0 mm. Wenn wir einem M enschc n begegnen, wenn wir ihn grüben, mit ihm sprechen, so fdyauen wir ifjnt ms Gesicht, das erfordern die Regeln des Anstandes. So ist es denn ganz natürlich, daß die Gesichtsfläche eines Menschen der Beobachtung semes Gegenübers am meisten unterliegt, und wir das kleinste Ge- sichtspickelchen viel eher wahrnehmen, als eine Beule an semor Hand Diese Tatsache läßt in jedem. Menschen den begreiflichen Wunsch aufkeimen, eine möglichst mne, glatte, frischeGesichts- haut zu besitzen, die sympathisch und angenehm wirkt. Doch es ist leicht sich diesen Wunsch zu erfüllen, wenn man flch an tag liche Waschungen mit der bewährten Steckenpfer^Teerschweseb- seife von Bergmann & Co., Radebeul, gewohnt, die für 50. l\g. das Stück überall zu haben ist. JJ2 5© o 2 5- DW COjä 3ä? «3d» cP —; 3 _ S-'o Uti C7? 3 — Ter Oberingenieur des Werke? Nürnberg der Maschinenfabrik Aiigsburg-Nürnberg, Karl K u tz b a ch in Nürnberg ist zum ordentlichen Professor für Maichinenelemente in der Mechanischen Abteilung der Technischen Hochschule zu Dresden berufen worden. $. e ^ojährige Doktorjubelfeier begeht am 5. Oktober der Internist Geh. Medizinalrat Prof. Dr. med. Heinrich Quincke in Kiel. . . — Aus Göttingen wird gemeldet: tote hier verlautet, wird der Nationalökonom ©eh. Ober - Negierungsrat Prosesior Dr. L e r i s an der Göttinger Universität mit Ablauf des bevorstehenden Wintersemesters vom Lehramt zurücktreten. Prof. Lexis gehört der realistischen und sozialpolitischen Richtung der deutscheii Natioitalökonomie an. 32 20' ö lMitgeteilt vorn B. H. C. Gießen.) Eine sehr hübsche, abwechselungsreiche Wanderung bietet diese, f Hohensolms mit schwarzen Punkten bezeichnete Strecke. Am ingang von Bieber gehen wir rechts ab über den Dünsberg, der Mit mehrere Male erwähnt wurde, nach dem Dünsbachtal, das ic durchqueren und dann in mäßiger, aber steter Steigung durch zald ilnd Teld an der -Oberförsterei Strupbach vorbei durch den Distrikt Hclfholz, immer hübsche Ausblicke, namentlich auf Königs- > rg bietend, nach dem hochgelegenen Holrensolms. Von dem, nt alten Kastanienbäumen und mächtigen Basaltblöcken bestan- l^tiicn Marktplatz genießen wir einen weiten Blick auf Vogelsberg, Raunus und Westerwald. In Hohensolms gute Unterkunft. Wer sic!» die Besteigung des Dünsberges ersparen will, kann direkt von der Station durch den Ort Bieber und das liebliche Bieber- Ml an den Mühlen vorbeigel)en. Bei der Obermühle gehen wir Durü eine Pappelallee bis kurz vor das.Forsthaus Bieber. Hier teile sich der Weg; wir wählen den linken und kommen so auf ine Öro^; " ISU P?P ro 3 P- 3 « S ™ p^^ » = srE Vom Bahnhof Bieber beginnend führt die erste ictt vorigem Jahr bestehende Wegebezeichnung (gelbes liegendes Kreuz) durch das liebliche Biebertal. Hinter der Obennühle ivendet sich die Königsberger Landstraße, auf der wir wandern, nach links. Eurige hundert Schritte nach dieser Wegebiegung ist Vorsicht notig, denn gier geht die Markierung, die Landstraße verlassens in einen suldweg über, nunmehr abwechselnd durch schönen Waldbestano und über Heide führend. In mäßiger, aber steter Steigung geht es Mi halste des Altenbergs vorbei, immerzu hübsche Ausblicke dietend; imrientlich der Dünsberg, sowie das hochragende Hohensolms zeigen sich von dieser Seite äußerst vorteilhaft, während in oer Ferne Bürg Greifenstein sichtbar ist. Nach etwa findigem, abwechselungsreichem Marsche ist, nachdem man Bermoll Mssiett hat, Allersdorf erreicht, ivo eine Erholungspause am Platze erfcheint. ^.ilfen die Möglichkeit ga- :n. „ie. Tie Erneuerung initre in den W l eine ittrwoue Ä Tys: ' 'tXl*U"l9!Ü4 ,cmv bisher n'^Aegi die nb Ireigel L schon oanb gemallkv in äinfl« Äf«* 9Ja i^Äunb A lipern ,..r von Müler ic übrigen s, mlt einem wurde Mirdjc irf renovier/ ,cp,teu J-n & A bic sMonC 1C"'M flu62? Vertretern us . waren «“ ^n -*L d-md'-^ HSKs UUgtN zur . tl8 i:'n JY‘.nir vcrcmte " M a ?j| a-9 Märkte. Wiesbaden, 2. Okt. Heu- und Stroh markt. Anaefahren waren 8 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte; ö en 6,20-6,80 Akk. Stroh (Nichtstroh) 0,00-0,00 Mk., Krumm« siroh 4,00-4,40 Alk. — Fruch tmarkt. Hafer 17,00-17,20 Alk. 2ine§£imbura(°ä d Lahn, 1. Okt. yruchtmarkt. Durch- IchniWxr-is vro Matter. ! lN°N->m,ch°^ Vj,20 WC. weiber Weizen (angebante flremdforlen) 15, «0 l'.k., Korn 11,90 Gerste (Fntier) 00,00 Mk., Braugerste 00,00 Mk., Hafer 7,80 0,00 Lik., Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 3,60—4,00 Alt. cT>ta> ä 2-3?:. 6) p ^Ö3 P 3 .. Lustschissahrt. Friedrichshafen, 2. Okt. Innerhalb des Lustfchiffsbaues Zeppelin hat sich die F i r m a ,,Z e v p e l i n - ß\,npnrtnnb &>. m. b. H/, mit dem Sitz in Friedrichshofen gebildet. Gegen tand des Unternehmens ist die W o h l s a h r t s p t leg e für Beamte und Arbeiter des Lustfdnffsbaues Zeppelm. Das Stammkapital betragt 500 000 Mark. Zum Geschäftsführer wurde *.r. Sols mann gewählt. .. — Ein Fliegerwettstreit Europa-Asien. Aus Paris wird berichtet: Die Vorbereitungen zuder Organisation von zwei großen internationalen Wett- flügen, die unter dem Protektorat der Nationalen Luft- liqa von deren Präsidenten Quinton geleitet werden soll, sind nun so weit gefördert, daß dre Grundlagen des Plans belanntgeqeben werden. Der eine Wettflug wird- vonParrs über Konstantinopel und Jerusalem nach Kairo f^en, der zweite von Paris ebenfalls über Konstantinopel nach Bagdad und weiter bis zum Persischm Gols. Zwei sehr bekannte französische Herrenflieger haben sich ber^ts gemeldet. Sobald der über Kleinasien zu wählende Weg end- aültia sestaestellt ist, wird mit der Anlage der notwendigen Zwischenstationen, die in Abständen von 200 bty 300 Kilometer errichtet werden sollen, begonnen. Für ben Flug Konstantinopel—Kairo werden zurzeit zwei Wege studiert, der eine folgt der Küste über ^myrna, Mersina, A^xan- drette, Beirut und Port Said, ber zweite schließt sich der Eisenbahnlinie Konstantinopel—Konm an, >hrtd von Bul?enrod aus die gelbe Strichmarkierung, bic bei der . J ntemben bcs $rp; Obermühle wieder das Biebertal erreicht, angelegentlichst emp- ÄSStiF" - -—......... * to-chunqkll R rc gäÄte i.-~w ‘beuriit »’9Un9en' MW n,öüua Uttivevsitäts-Ncr errichten. Hk. In Hannover ist am 1. ds. Mts. der emerit. ordent- - fiifc Professor der Tierzucht und Geburtshilfe an der Tierärztlichen .öachschule zu Hannover, Geh. Regierungsrat Heinrich »Kaiser, im Alter von 75 Jahren gestorben. — Prof. Dr. Gustav Störriiig m Straßburg wich Mit Rufe aus den Lehrstuhl der Philosophie und Psychologie Lt der Universität B o nu als Nachfolger O. Kulpes zum 1 April 1914 Folge leisten. , — Neue Professuren. Im neuen Etat des bayerischen Kultusministeriums sind vorgesehen: „eine außerordentliche^ Pioie ,ui fit Kinderheilkunde an der Universität Wurzburg, eine wettere Kuöosstelle bei der Universitätsbibliothek in 501 uneben, feiner fuc bic Technische Hochschule tu München die Umwandlung der ai'iierorbent(id)en Professur für landwirtschasttiche BetriebKehre in ordentliche Professur, die Errichtung emer °"berordentli^ l-rofessur für Grundzüge der Phyttk, die Errichtmig der Stelle -ineJ*vonieroa.0t§ an der Landivirtschaftlichen ^nlrab^ ftntion und die Errichtung der Stelle eines Kustos der Architektui- scinimlung. ,b lt 2.04- ßAL yh'öjen t L - We 3 ' |inb. »$Un8 jefteUf flkn > ft 'Ä *“ mil- ),5 IT, 11.41171 's » I 1412.01: 181 ! 6. 9 S l ) 1512.16115 !5 512:21 2*-= J 9, #12.4\\ \ -i* laiiyA - i .70 » i.»l i! ,T> L tot «"LÄ • - ' M- M-- LsS," rt to l I e o> CI ~CP Qi Ä • ro ' oo.iu^y, - ^3 = = js 1,5 5 11.04 । i,5 2611.30 J |-S£a§: co a 5 o$> S p V» W P SK 5. CD 6503 Plcichstrafre 18 T Lcss. 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12144 12253 12325 12361 12416 12419 12445 12457 12578 12612 12620 12624 12634 12679 12698 12718 12824 12893 13713 13788 13818 13845 13895 208 509 538 412 200 350 181 541 60 496 212 689 268 564 59 393 223 366 651 577 477 110 563 518 404 549 378 118 307 633 686 653 136 169 260 123 172 438 574 500 314 544 351 319 467 694 106 501 211 173 411 598 567 84 83 692 309 520 316 560 13984 14090 14098 14115 14161 14302 14331 14380 14385 14394 14406 14436 14572 14573 14604 14626 14649 14654 14669 14684 14832 14901 14978 14984 15057 15073 15089 15113 15138 15260 15276 15330 15367 15383 15413 16490 16548 16564 16669 16779 16859 16864 16902 16905 16924 16937 16964 16981 17009 17010 17030 17033 17046 17244 17245 479 236 675 688 334 65 214 259 271 225 370 424 210 324 465 192 254 440 86 360 175 566 293 542 155 58 107 473 228 600 262 685 610 660 68 677 681 696 557 Norm.-Hcrrenhemd 111 Regen-Pferdedecke 550 221 643 415 402 684 105 90 452 403 390 657 678 180 484 489 506 79 18839 18876 18884 20398 20413 20435 117 619 535 22609 22636 22655 22936 22984 23099 23140 47 215 583 514 621 33 303 325 216 97 193 306 131 239 661 588 637 1452 1474 1482 1486 1502 1518 1560 1648 1717 1754 1766 । 1787 1797 1837 1842 1860 1930 1954 1966 2004 2054 2062 2086 2132 2158 2205 2212 2223 2243 2261 2422 3442 3465 409 363 27 699 78 380 460 352 673 593 632 88 371 349 275 585 134 441 494 381 322 445 127 178 384 652 115 57 227 388 602 664 559 170 187 209 451 308 72 285 341 202 29 503 628 474 622 407 630 504 519 137 11749 11751 11824 11829 11848 11959 11964 15458 15511 15530 15558 15636 15643 15653 15689 15691 15715 15719 15721 15741 15823 15843 15848 15878 15923 19579 19611 19618 19758 19780 20646 20662 24564 24592 24900 24906 24965 426 166 365 552 213 414 102 483 358 77 222 432 640 457 335 74 247 232 263 43 220 355 4186 4226 4274 4316 4354 4369 4420 4474 18889 18891 18988 18989 19018 19033 19036 19046 19067 19161 19169 19183 19225 19252 19273 19444 19462 19512 19543 429 231 587 568 656 338 682 663 410 267 257 362 613 594 229 529 427 655 21746 21863 21885 22372 22408 22411 22424 22450 22464 22474 22746 22747 22750 22778 22837 22906 22923 23654 23664 24055 24062 24113 24151 I 24192 : 24206 ■ 24268 24277 85 64 154 616 242 683 329 76 165 582 312 17610 17653 17829 17835 17889 17890 17893 17914 18449 18469 18510 18675 18696 18752 18775 18796 20698 20751 20783 20804 20835 20935 20982 528 650 63 428 422 101 330 658 158 120 527 492 453 391 649 570 416 125 286 354 139 468 425 21305 21368 21399 21401 21414 21508 21583 21626 21720 23147 23163 23217 23284 23359 23377 23388 23399 23431 23452 23514 23549 498 198 379 434 149 343 36 505 558 624 396 459 87 177 142 511 157 318 69 233 96 188 374 524 42 Hängematte Waschleine Pferdedecke Ofenschirm KupeeKoffer Pferdedecke Tischdecke Vase [ 17986 18049 18072 18113 18206 18215 18228 18259 18337 18353 19792 19804 19807 19892 19903 19909 19961 19980 20089 20102 20112 20131 20140 20161 20221 20225 20271 20455 20463 20482 20484 20534 20536 20552 20553 20576 258 277 604 196 50 112 373 103 116 333 161 517 521 545 491 420 642 475 304 41 199 283 554 623 495 164 569 455 146 243 22248 22253 22255 22257 24309 24361 24372 24469 24481 24528 24553 24554 450 Bettkolter 539 Handwaschapparat 9594 654 9597 288 9614 555 9615 24 10546 18 10574 671 10581 159 10621 4 Bettvorlage Garnitur Baumgeräte, 3teilig Kochapparat Kamm und Bürste Tischdecke Kaffeeservice Flurgarderobe Küchensee [decken IPaar weiße Bett- Blaurote Schimmelstutc, «jährig Füllfederhalter lP.Kopfkissenbez. Handwaschapparat [Undine) 1 , Dtzd. Hand- 1 P. Damenschuhe Aktenmappe 1 Paar Ohrringe 1 P. Damenschuhe Bunte Tischdecke Bettvorlage Bunte Bettdecke ’/2 Dtzd. Handtüch. Seidenes Halstuch 537 114 197 667 439 442 147 321 367 270 634 45 508 626 48 548 279 144 55 274 609 121 148 264 129 311 230 584 140 433 368 Mod. Hängeuhr Nähtisch 1 Paar Damen- Promenadestiefel Reisebügeleisen 2 silb. Hutnadeln । 22 Eif.HintcrPflng 49 Freischwinger 62 Reitzaum 525 Bierkrug 291 Brodtschneidmasch. 48 51 55 78 103 129 348 51 603 194 497 346 3290 3333 341» Kohlenkasten Schließkorb Garnitur Garten^ gerate, 2-teilig Wandkaffeemühle Buch, Der Südpol' Iapankoffer Kabarett Futterbeutel 2 Bilder [Land» schäften) Garnitur Kämme Silb. Zuckerstreuer und -Zange Wecker 1 P. Herrenstiefel Herr.-Regenschirm Mundharmonika 1 P. Damenschuhe 1 Paar Damen- Promenadestiefel Kaffeeservice, 9-teilig Rauchständer 1 P. Damenschuhe Bogenpeitsche Wäscheleine 1 Paar Krawatten Bild [Großherzogspaar) Tischdecke 2Bilder(Heide- laudfchaftcn) Sägebock m. Säge Haussegen [u.Beil Blumenkrippe Garnitur Ketten, Vogelbauer [5tcil. Thermometer Wäscheleine Wringmaschine Bogenpeitsche Eismaschine Univ. -Küchenhob. Garnitur Gartengeräte, 3teilig Iuckerkorb [Silb.) 3944 3973 4013 4014 4031 4063 4099 4115 4128 326 Silb.Schmuckständ. 167 Steil. Waschgarn. 184 Haussegen 70 Srlb.Zigarettenetui Notenständer 1 P. Damenstiefel Brett m.Werkzeug Silb.Marken- behälter 1/2 Dtzd. Handtüch. Fuchs-Wallach- fohlcn m.Blässe Zigarrenetui Zierkanne Garnitur Gartengeräte, 3teilig Reiserolle Photogr.-Rahmen Bügeleisen Tortenplatte Reibmaschine Garn. Werkzeuge Iuckerkasten Damen-Regen- schirm 1 Paar Damen- Promenadeschuhe Bunte Tischdecke Bohnenschneider und Reibmaschine Schulranzen Schließkorb Herrenregenschirm Likörservice Tischdecke Thermometer Gebäckkasten 2520 2529 2575 2629 2651 2678 2693 2694 Weiße Bettdecke 16teil.Küchengarn. Aluminiumtopf Bogenpeitsche Tischdecke Bild [Heide) Haarschneidmasch. Butterdose Rasiergarnitur Obstschale [Steilig Garnitur Ketten, 1 Paar Ohrringe 1 P. Knabenstiefel 3032 3045 3049 3083 3096 3100 4527 4557 4591 4609 4615 4626 4629 4663 4682 11608 11621 240 Kohlenkasten mit Schaufel 290 Universal-Haus- Haarbürste Bild [Pferdekopf) Kohlenkasten Garn.Ketten,5teil Salzgestell 1 Paar Reitstiefel Thermosflasche 1 P.Kopfkissenbez. 13397 £98 13414 443 Bettkolter Garnitur Kämme Iahnstocherschale Wollenes Halstuch Garnitur Gartengeräte, 4teilig Teegedeck, 7teilig 1 P. Damenschuhe 2 Vasen Schreibzeug mit Briefbeschwerer Silb.Tortenschauf. Tischdecke '/.Dtzd. Handtüch. Reißzeug Teeglas mit Löffel Silb. Herrenuhr Hocker Sin Lanterbach. Wagen mit Kutfchierbock u. Bremse nebst brau». Wallach, 5jähr.,mit komplett. Kummet- geschirr Silb. Teeseiher 1 Dtzd.Dessertteller Aluminiumtopf Pferdedecke Garn. Türvorlag. Küchen-Standuhr 1 P. Damenschuhe Kartoffelreibmaschine Kohlen-Bügeleis. Aktenmappe 1 Dtzd. Bestecke P'üreepresse 635 35 608 389 662 287 132 38 255 464 1 Dtzd. weiße Taschentücher Kohlenkasten mit Schaufel 1 Paar Reitstiefel 1 P. Mansch -Kn. Silb. Bilderrahm, mit Kaiserbild 7g Dtzd. Weinglä . Garn. Gartenger., Obstschrank [4teil. Gold. Herren - nhr [Waschgarnit. Waschgestell mit Puddingsorm und -Teller Silb. Tortenheber 590 679 463 156 206 203 672 Pferdedecke Etagere Toilettespiegel Pokal 1 P. Herrenstiefel 1 Paar Damen- Promenadestiefel Waschgarnilurmit Schüssel Postkart.-Album Bürstengarnitur lP.Kopfkissenbez. Vetlkolter Kohlenkasten mit 2 Vasen [Schaufel Bügelärmelbrett mit Eisen Rasiermesser mit Streichriemen Pferdedecke Bogenpeitsche Ofenschirm Diaphaniebild Weißes Tischtuch Zuckerdose 1 Paar silberne Gewürzschalen Portemonnaie 1 Paar Damen« Promenadeschuhe Blusennadel 1 P. Damenschuhe Rucksack 1 P. Damenschuhe Tischdecke [uhr » Gold. Herren- Holzstoffwanne 1 Paar farbige Mädchenstiefel Brieftasche Toilettespiegel Alumimumkocher Rafiergarnitur Kohlenkasten Kamm und Bürste Tischdecke Büstenständer 1 P. Bettvorlagen Schreibzeug Bild [Pferdekopf) 72 Dtzd. Messer und Gabeln Holzstoffwanne Oelgemälde Fremdwörterbuch Bogenpeitsche '/,Dtzd. Servietten 1 Paar Damen- Promenadestiefel Rasiermesser mit Stteichriemen Universal- Hackmaschine 1 Paar Brustknöpfe Garnitur Gartengeräte, 2-teilig Handtasche 1 Paar Herren-. tourenstiefel 16131 11 Fahrrad m Freilauf,Neckarsulm 16138 631 Wärmflasche 16203 572 7o Dtzd. Obstteller 16216 317 1 P. Damenschuhe 16225 28 Aquarell (Straße i Münchholzhausen) 16273 266 Dild[Großh -Paar) irden vor Anfang der Serien. Bettkolter [paar) Silb. Uhrenständer Kiste Zigarren Küchensee Portemonnaie Garnitur Gartengeräte, 4teilig Taffe 1 Paar Damen- promenade-Schuhe Putzschrank Aluminiumtopf m. Milchkocher 1 Paar Herrentourenstiefel 7, Dtzd. Messer und Gabeln Füllfederhalter Kaffeeservice 1 P. Damenschuhe Haarschneidmasch. Haussegen Bettdecke Fuchs - Wallach m.Stern, 4jähr. Amethist-Kollier Kaffeesero., 9teilig Freischwinger 1_4'D$ö-ScrD’cttcn Wärmflasche Dam.-Regenschirm 7, Dtzd. Bestecke Thermometer in Hirschgeweih Wärmflasche 72 Dtzd. Servietten Handkoffer Hängematte und Waschleine Nickel-Kaffeeserv. 1 P. Bettvorlagen 1 Paar Damen« Promenadeschuhe Kuhdecke Weißes Tischtuch 1 Paar Darnen- Spangenschuhe Haarbürste 1 Dtzd. silb. Obst- Promenadeschuhe 256 Küchengarnitur 99 Fruchtpresse 485 Toilettekasten 532 Messerputzmaschine 17 Gold.Dameunhr 1 Paar Herrentourenstiefel (Barn. Ackergeräte Tuchtischdecke 4teil. Küchengarn. Garn. Türvorlag. Tischdecke Weißes Tischtuch Zeitungshalter 2 silb. Hutnadeln Menage, 5 Teile Schirmständer Pferdeschere Silb. Herrenühr 1P. Kopfkissenbez. Wärmflasche Peddigrohrsessel Portemonnaie Iapankorb 1 P. Sturmlatern. lPaarHerrenstief. Eismaschine Spielkart. m. Etui Obstschale Brieftasche 5 teil. Waschgarni- Brotschneidmasch. Oelgemälde Schreibmappe ' Freischwinger Som.-Pferdedecke Obstkörbchen Wäscheleine 1 P. Damenstiefel Blumentopf Mod. Hängeuhr Bild [Waldlandschaft) Küchenuhr IPaar Hausschuhe 1 P. Damenschuhe 1 Paar Damen- Promenadestiefel Silb. Herrenuhr Weißes Tischtuch Damen-Regen- schirm Futterbeutel Karton Seife IPaar Kopskissenbezüge [löffel 1 Dtzd. Alpaka- Küchenuhr Reißzeug Handtasche Buttermaschine Brieftasche Obstschale Stallhalfter Weißes Tischtuch Mundharmonika (Bansbräter Ein komplettes 4-sitzig. Mhlord nebst dunkclbr. Stute, 6-jährig, mit silbcrplatt. Geschirr und Aufsatzzügel Alum.-Milchkanne Weißes Tischtuch > Holzkaffette mit Briefpapier Schafschere > Waschmaschine 2714 2755 2766 2770 2796 2841 2844 2911 2924 2927 2947 151 638 15 392 323 73 126 300 Kartätsche mit Striegel Garnitur Garten- ?eräte, 4teilig Paar Bettücher 1 Paar Decken- Rucksack [gurten Geldkassette 1 P. Brustknöpfe Herrenuhr 2 Paar Hosenttäg. '/.Dtzd. Servietten Dtzd.Handtüch. IP.ManschettenKn. '/, Dtzd. Handtüch. Kaffeeservice, 9teil. Haltungsmaschine Bogenpeitsche Hängematte Aluminiumseiher Dam.-Regenschirm 1 P. Damenschuhe Kupferne Bowle Bowle [4teilig Garn. Gartenger., 7g Dtzd.Servietten Stern, 4jähr. Kochbuch [schalen 1 P. silb. Gewürz- 1 P. Herrenstiefel Toilettespiegel Brieftasche Geflügelschere 1 Dtzd. weiße Taschentücher Anhänger Tischdecke Hängematte und Waschleine 1 Paar Ehevreau- Küchenuhr [stiefel 1 P. Sturmlatern. IP. Kopfkiffenbez. Weiße Bettdecke 1 P. Damenschuhe Einkochapparat [Ulrich) Dtzd. Servietten l'P. Damenschuhe Silb. Besteck m. Et. Kohlenkasten mit Schaufel 1Dtzd. Hand- Bowle [tücher Kaffeeservice Portemonnaie Weiße Bettdecke 1 P. Manschetten- Grammophon [kn. 7, Dtzd. Servietten Bettuch Handkoffer [stiefel iP.farb.Mädchen- 1 Dtzd. weiße Taschentücher Gebäckkasten Kamm und Bürste i 1 Dtzd. Fischcß- gabelu 'Zuckerkorb [Silb.) Messingkeffel 1 Dtzd. Alpakalöff. Wandkaffeemühle : Spirituskocher Aquarell [Buchenwald) pttmber 1913. ^enchtsvochher. ftT 'm™’" Gegenstand. Löffelgarnitur Bügelbrett Zierttsch Reibmaschine Pferdeschere Reißzeug Likörservice, 2 teil. 7. Dtzd. Meffer u. Gabeln Schacht.Iigaretten Kassette mit Briefpapier 1 Paar weiße Bettdecken Spirituskocher Brotschneidmasch. 2 P. Hosenträger Handtasche Herrenuhr Regen-Pferde- Kabarett [decke Tischdecke Fahrhalfter Silberne Traubenschere Krawattennadel Wandkaffeemühle Schließkorb Likörservice (Barn. Werkzeuge Kollier [kessel Alumin.-Wasser- Kaffee- und Milchkanne Iapankoffer 1 Garnitur Kämme - Garnitur Gartengeräte, 3teilig : 1 P. Damenschuhe i Bunte Tischdecke ' Wärmflasche (Undine) Barometer Ziehharmonika Reitpeitsche Stoff für Dtzd. Küchenhand'tücher Schreibzeug Violine m. Bogen 7, Dtzd. Bestecke 1 P. Steppdecken 1 Paar Damenschuhe Küchenwage 1 Paar Damenspangenschuhe 1 P. Herrenstiefel Rotgem. Teppich Bettkolter Rasiermesser mit Streichriemen Spirituskocher 5teil. Waschgarnit. Salatschüffel mit Besteck [Etui 12 Obstmesser mit 1 P. Damen-Pro- menadeschuhe Vorstecknadel Ziehharmonika Buch „100 Jahre deutsche Gesch." : Weißes Tischtuch : Butterdose : Wäschekorb ! Tischdecke 235 186 92 284 250 430 361 493 12 ittsteignung. Lktobcr H.M., abends im Saale des Gastwirt- im Austrage des Philips Bahnhofstraße dahier bc- udwig Gerhard Erben, be- irfigen Wohnhaus, Scheuer, ib Schweineställen, 514 qm ttcn und 1430 qm Gras- Weißes Tischtuch Weißes Tischtuch Kaffeeservice Silb. Hutnadel Weißes Tischtuch Fruchtschale Küchenuhr Geldkassette Servierbrett Fahrhalfter Silb. Damenuhr Hausleiter Bild [Madonna) Brennschere mit KüchenwagesEisen Bettuch Pferdedecke Rasierspiegel Seid.Theo erbeut. Bettkolter 1 P. Damenschuhe Reisenecessaire Garnitur Ketten, 5-teilig Bild (Kais.Friedr.) Bild (Landschaft) Teegedeck, 7-teil. 1 Paar Mansch.- Knöpfe Reiserolle Garnitur Kämme Reißzeug Weinkühler Blumenständer Haussegen Holzstoffwanne 1 Paar Ohrringe Taschenlaterne 16teil. Küchengar- Geldkassette [nitur Frcischwiuger 7, Dtzd. Bestecke Menage, 5 Teile Bügelbrett Kaffeeservice Dam.-Regenschirm Pferdedecke Blumentopf 1 P. Deckengurten Schreibzeug Garnitur Gartengeräte, 3tcilig 1 Paar Damen« Spangenschuhe 1 Paar Damen« Halbschuhe 1 Paar Damen« Promenadeschuhe KupeeKoffer Nähmaschine (Pfaff) Iapankoffer Wärmflasche Geldkassette Wecker [Holzgehäuse) 72 Dtzd. Alpaka- Barometer [löffel 1 Paar Dcunen- Wecker [schuhe Wäscheleine : Touristenflasche ick|hmungen 218 383 423 Pferdeschere 344 IP.ManschettenKn. 22260 26 Goldplatticrte Herren uhr 22288 369 Dhd.Dessertbest. 22368 6 Braune Stute ur. T) Wltb Kanis sgH hrgal-Tee FR’4?»« Kupf. Wärmflasche Silb. Salatbesteck 1 P. Damenschuhe Bügeleisen Reitpeitsche Teigrührmaschine Portemonnaie 1 Dtzd. Dessertbestecke Kart. Parfümerie 2 P. Hosenträger Geflügelschere IP. färb. Mädch.« Sttefel 1 P. Bettvorlagen Wiegmess. m.Brett Mod. Wauduhr Bild (Heide) Silb. Hutnadel Geldkassette Obstkorb 1 P. Damen-Pro- menadeschuhe Reiserolle Silb. Uhrenständer 1 P.Kopfkissenbez. Postblock Kartätschem Strie- Krauthobel [gel Fahrradlaterne Univ.-Küchenhobel 2 P. Hosenträger Vogelbauer _ , Kamm u. Bürste Braunes Wal- lachfohleu mit Stern ’ Küchenuhr 1 Wiegmess. m. Brett Krauthobel l Bogenpeitsche I Kollier i Tortenplatte . Schwarzer Wallach (Sjährig) Thermometer ! Stoff f. */2 Dtzd. Küchenhandtucher 13899 437 Tischdecke Kaffeeservice,Reil. Sahneservice Wichszeugkasten Wäscheleine Silb. LiköMasche 1 P. Herrenstiesel Zigarettenetui Parkettbohner Holzstoffwanne Schulranzen 1 Paar Figuren Pferdeschere Seidener Theaterbeutel Vorstecknadel Bunte Tischdecke Bogenpeitsche Messingmörser Tischdecke [stiefel 1 Paar Chevreau- 1 Paar silberne Gewürzschalen Pferdedecke Pokal/ 1 Paar Damen« Promenadeschuhe Aktenschrankm. Briesablcger Normal-Herren- Hemd Photographiealb. Bettkolter Freischwinger 1 P. Bettvorlagen Tischdecke Bügeleisen [Eisen Brennschere mit Ofenschirm Wäscheleine Haarbürste • Löffelbesteck Reisehandtasche Holzstoffwanne Stehlampe I Tischdecke . Eisschrauk Haarbürste Pferdeschere 1 lDtzd.Alpakalöffel ' Kamm u. Bürste > 1 P.bunt.Bettdeck. WM MM 272 23 V «and- | 10762 10767 10828 10861 10866 10910 10938 10996 11027 11069 11070 11094 11098 schule, Darmstadt .eiter H. Rupp Fernspr.1512 bt stehende Anstalt bereitet in Ids;3 Aurich- und Rrisk- t. Lchutvrümngen uor.—Se= ql.emvtohl.Familtenpennona!. formt!. Keuchte ub.ForMr. d. ffe u. sonstig. Mitteil, durch der Vorsteher H. Rupp. Standuhr 1 P.Darnen-Span- genschuhe Briefbeschw. [Rad- Schließkorb [fahr.) Goldene Uhr m. Kette [schuhe 1 P. Prornenade- Freischwinger (Nußbaum) Eierservice, 4 teil. Stallhalfter Hausleiter Iuckerkorb (Silb.) Notenständer Elektr. Schellendrücker Küch.-Garn.l4Tle. Karlon Parfüm. Waschmaschine Kasse [stiefel 1 Paar Herren- Kaffeeservice Kuhdecke 1 Paar Ohrringe Garnitur Gartengeräte, 3 teilig Kohlenkasten mit Schaufel Kiste Zigarren Slb.Briefbeschwer. Standuhr Eierservice, 6 teil. 1 Paar Ohrringe Ablaufbrett Led. 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Der Crld- »°ch Abzug der Kosten wen-re r, W-chen ,r töerben uach 8 Tagen , b Ziehung sind die nicht abgehottcn Gewinne verfallen. Die Uebersendung von Gewinngegenständen an auswärtige Gewinner findet nur ßiti ber n ch g ' sich W «n e*. Mch--» »«ch-ch-- dahier wenden. - D.e DN^^-Deputati-«. Nr. 81 m 7. c | Los- Gcw.- Gegenstand. | ^r. nntmachungen der Gießen. sind die diesjährige» =>nrtanö vergeben. 1 SÄ8S-»“*fi ssZMS! richten- Helleu werden nicht jger al»3 ** chwklS BVw \ Vobnung.°oti -WF-S- Itk-tg9* -SWsri's ■; 1 Lchretnek' cil ■’S.* e M5; 10333 296 1 Paar Damen- Promenadeschuhe 10438 668 Garn. Türvorlag. 10472 601 Toilettespiegel 10493 647 Notenständer mann Sammler ist mit seinen Strafen ü6er das vernünftige Maß nicht jinauägegangen. Nicht eine einzige Beschwerde ist gegen seine Strafen geltend gemacht worden. Man muß geradezu erstaunt sein, wie er mit so geringen Strafen auskommen konnte. Das Gericht hat den Eindruck, daß Hauptmann Sammler ein pflichttreuer und tüchtiger Offizier ist. Ter Vorwurf gegen den Angeklagten ist völlig zu Unrecht erhoben worden. Auch davon fann keine Rede sein, daß er sich einer Lüge schuldig gemacht hat. Tie dienstliche Meldung ist so korrekt abgefaßt, daß der Angeklagte sich an ihr hätte ein Beispiel nehmen können: dann säße er heute nicht vor uns. Die politischen Vorgänge sind für das Gericht ohne Belang. Es steht fest, daß die Meldung auf legaler vernünftiger Grundlage von Hauptmann Sammler und aus bester Ueberzeugung erstattet worden ist. In der Meldung kann keine Böswilligkeit und keine Heimtücke gefunden werden. Noch weniger als bei .Hauptmann Sammler kann bei Oberstleutnant Vittinghof Lüge angenommen werden. Weiter ist Oberstleutnant Vittinghof der Vorwurf der Parteilichkeit gemacht worden. Er soll das Ehrengericht beeinflußt haben. Auch dafür ist der Angeklagte. jeden Beweis schuldig geblieben. Es ist im Ehrengericht so zugegangen, wie man es von einem preußischen (Bericht erwartet. Auch General v. Windheim soll sich nach der Behauptung des Angeklagten der tvissentlichen Unwahrheit schuldig gemacht haben. Das ist nicht nur nicht erwiesen, sondern aus solche Gedanken kann nur eine Phantasie kommen w i e der Angeklagte s i e sich schließlich zugelegt hat, ein vernünftiger Mensch aber nicht. Weiter hat der Ange- Aagte den Chrenrat eine Faree genannt Dieser Vorwurf ist gänzlich unbegründet. Der Angeklagte hat überhaupt keinen Anhaltspunkt dafür erbracht, daß es im Ehrenrat nicht durchaus sachlich und objektiv zugegangen ist. Der Angeklagte ist so behandelt worden, wie man es ihm schuldig war und wie er es verdient hat. Daß manche Leute den Angeklagten nicht übermäßig freundlich behandeln, ist zu verstehen. Vollends lächerlich sind die Vorwürfe gegen Exz. v. d. Gäben. Der Angeklagte begründet den Vorwurf der Lüge damit, daß Exzellenz v. b. Gäben erklärt hat, seine Ueberführung zur Land- wchr sei aus dienstlichen Gründen geschehen. Der Angeklagte behauptet, es seien politische Gründe dafür maßgebend gewesen. Wenn,der Angeklagte, statt bloß zu schreiben und unsinniges Zeug in die Welt zu setzen, die Wehrordnung zur Hand genommen hätte, so hätte er gesehen, daß solche Gründe als dienstliche Gründe bezeickmet werden müssen. Alle Vorwürfe des Angeklagten sind also falsch und stellen schwere Beleidigungen vor. Das Gericht mußte mm prüfen, ob der Angeklagte die Vorwürfe wider besseres Wissen oder im guten Glauben an ihre Richtigkeit erhoben hat. Wollte man den Angeklagten als das ansehen, als was ihn der Verteidiger hinstellt, nämlich als erfahrenen korrekten Richter, als klaren Kops, der seinen ehrlichen Kampf um sein. Recht mit etwas scharfen Mitteln verficht, dann möchte man auf ihn den § 187 (Verleumdung) anwenden. Aber ein v e r n ü n f t i g e r Mensch kann auf solche Gedanken, wie sie vom Angeklagten zu Dutzenden er b o 6 e n worden sind, überhaupt nicht kommen. Das Gerickst steht auf dem Standpunkt, daß man den Angeklagten als einen verstörten Menschen nicht bezeichnen kann. Der Angeklagte hat gemeint, es sei ihm mit der Ueberführung von der Reserve zur Landwehr Unrecht geschehen, und er hat sich, schließlich in seinen lächerlichen Jdeengang so verrannt, daß er als klarer und kühler Sopf nicht mehr angesehen werden könne. Sein Zustand stellt eine gewisse Neigung zu mQuerulantent um dar, anders kann man sich, eine derartige Bewertung gleichgültiger Tatsachen, die er als Richter jeden Augenblick in vernünftiger Weise hätte würdigen müssen, überhaupt nicht erklären. Das Gericht hat also nickt angenommen, daß der Angeklagte die Vorwürfe wider bessere^ Wissen erhoben hat. Welche Motive den Angeklagten zu seiner Eingabe ge leitet haben, war für das Gericht schwer zu entscheiden. Würde man annehmen, daß man es mit einem vernünftig denkenden, klaren Sopf zu tun hat, dann könnte man der Behauptung des Angeklagten, daß er seine Rehahilitierung und eine Sachprüfung des ganzen Verfahrens nicht herbeiführen wollte, nicht Glauben schenken, denn kein vernünftiger Mensch,- der seine fünf Sinne beisammen hat, könnte denken, daß er wieder Re serveofsizier werden kann, nachdem er seine Liebe zur Armee dadurch betätigt hat, daß er eine Reihe von Offizieren in der unflätigsten Weise beschimpfte. Der Zustand des Angeklagten war vielmehr ein derartig erregter, daß man ihn mit anderem Maß messen müsse. Er hat geglaubt, vom Sriegsminifterium eine Förderung seiner Angelegenheit, und zwar in legalen Grenzen zu erhalten. Es war auch zu erwägen, ob der Angeklagte einen unzulässigen Druck auf den Kriegsminister ausüber wollte. Mer das Gericht hat dem Angeklagten geglaubt, daß er in legaler Weise den .Sriegsminister für sein Verfahren interessieren wollte. Damit hat der Angeklagte Anspruch auf den Schutz des 8 193 St. G. B. Aber das Gericht hat die Absicht der Beleidigung aus der ganzen Fassung der Eingabe selbst verstäirdlich folgern müssen. Eine Beleidigung reiht sich an die andere. Auch mit Entstellungen hat er gearbeitet, doch nie wird so recht die Wahrheit gesagt. Es heißt z. B., die Militärbehörde wolle die Blamage nicht eingestehen, und verstecke sich hinter Lügen usw. usw. Jeder Satz läßt die Absicht der Beleidigung er kennen. Wir sehen hier, daß der Angeklagte eine Reihe von Offizieren in der gehässigsten Weise beleidigt hat. Dann hatten wir es mit einem preußischen Richter zu tun, der schon ganz besonders daran hätte denken müssen, daß er der Ehre anderer nicht zu nahe treten durfte. Der Angeklagte hat weiter durch die Beleidigung großes Unglück über einzelne der beteiligten Offiziere gebracht. Man braucht nur daran zu denken, daß Hauptmann Sammler vor Jahresfrist den gleichen Saal mit dem Stigma der Geisteskrankheit verlassen mußte. Das war nur dem Umstand zu verdanken, daß es dem Angeklagten gelungen war, den Gerichtshof irre z n f ü b r c n. In öffentlicher Gerichtssitzung ist Hauptmann Kamm ler als ein geistesschwacher und heimtückischer Mann bezeichnet worden. Es ist bewundernswürdig, daß er nicht zusammengebrochen ist. Dank seinem'energischen und braven Charakter steht er heute als ganzer Mann vor uns. Was war Knittel denn überhaupt geschehen? Seine Ehre war unangetastet, und wenn er auch auf die Zugehörigkeit zu seinem alten Regiment großen Wert legte, selbst wenn er seine Ueberführung zur Landwehr als Maßregelung empfand, so durfte er dock bei dem Versuch seiner Rehabilitierung nicht über das Recht hinwegschreiten. Ein Mensch, der Gewissen hat, tut so etwas nicht. Tas Gericht hat sehr ernstlich unter Berücksichtigung des Umstandes, daß die Beleidigten Anspruch auf eine Genugtuung haben, erwogen, ob eine Gefängnisstrafe hier am Platze fei. Das Gericht hat schließlich doch noch von einer derartigen Strafe abae- felnn, weil der Gemütszustand des AngeNagten zur ;3eit der Abfassung der Eingabe von ganz besonderer Art gewesen ist Das Gericht weiß, daß ihm so ganz voll seine Tat nicht angerechne't werden kann. Hätte das Gericht die Tat voll anrechnen' können dann hätte es keinen Anstand genommen, eine empfindliche Gefängnisstrafe festzusetzen. Es stand für das Gericht außer Frage, daß die verhältnismäßig geringe Höchststrafe, für stde Beleidigung 600 Mk., angesetzt werden könne, damit den Beleidigten .gezeigt wird, daß das (Bericht ihnen eine Genugtuiiiig geben will. Aus allen diesen Gründeii hat das Gericht nur eine Gesamtstrafe von 2400 Mk. event. für je 15 Mk. einen Tag 04e- fängnis erkannt. Vordem Gerichtsgebäude erwarteten mehrere hundert Personen in größter Spannung das erft kurz vor Mitternacht gefällte Urteil und brachten dem Amtsrichter Knittel lebhafte Ovationen dar. Als Hauptmann Sammler auf die Straße kam, wurde er von der Menschenmenge ausgepfiffen. als int Aus Stadt und Land» Gießen, 4. Oktober 1913. Erntedankfest. Der Glaube an die Fürsorge Gottes ist auch durch die neueste Geschichte Nicht erschüttert. Wir leben in einer schweren Zeit. Wie die Krähen auf den Pappelbäumeu, so sitzen die Sorgen auf dein First unserer Häuser, sie sitzen aus dem Dache des einzelnen, sie lasten drohend auf der Allgemeinheit. Gerade vor einem Jahre wurde in den Knauf des wiederhergestellten Stadtkirchturms zu Gießen mit den darin vorgefundenen Urkunden aus den Jahren 1699 und 1840 eure Urkunde eingelegt, die über das Jahr 1912 Sunbe gibt. Lärm ist mit vollem Recht gesagt, daß der Kampf des einzelnen um seine Existenz in unseren Tagen schwerer ist als in jenen biederen, alten Zeiten. Auch zu Beginn dieses wahres mögen Mele, die für andere zu sorgen haben, in unruhevollen Gedanken in die Zukunft geschaut und sich gefragt haben: Werde ich auf die Dauer Arbeit und Brot haben? -lad diesjährige Erntedankfest läßt viele Herzen fröhlich aufatmen. Trotz des regnerischen Sommers hat es Korn Kartoffeln und Futterkräuter die Fülle gegeben auch Obst ist genügend vorhanden. In unserer Industrie hat es keine Der serbische Ministerpräsident in Wien. Wien, 3. Okt. Ministerpräsident Pasit sch weilte nachmittags von zwei bis drei hUr bei dem Grafeti Berch- told und gab bei den österreichischen Ministern seine Karte ab. Vor dem Frühstück b e s u ch t e M i n i st e r p r ä s i d e n t Pasitsch den Grafen Berchtold im Ministerium des Aeußern. Pasitsch äußerte über seine Unterredung mit dem Grafen Berchtold einem Vertreter der „Neuen Freien Presse" gegenüber u. a.: Meine Unterredung mit dem Grasen Berchtold trug ein freundschaftliches Gepräge. Iw hatte und habe die Ueberzeugung, daß die Kontroversen zwischen uns und Lester- reich-Ungarn nicht solcher Natur sind, daß sie nicht überbrückbar wären. Wenn beiderseits guter Wille besteht, so können sie u n schwer aus geglichen werden. Ich hatte den Eindruck, daß hier in Wien ein guter Wille herrscht und darum sehe ich hoffnungsvoll in die Zukunft. Cs wurden Fragen angeschnitten, die in naher Zukunft Gegenstand von Unterhandlungen zwischen uns und Oesterreich-Ungarn bilden sollen: Tie Frage des Handelsvertrages und die Frage der Eisenbahnen. Ich hoffe, heute noch eine Begegnung mit dem Minister der Reichsfinanzen zu haben, um mit ihm die Frage des Anschlusses unserer Bahnen an das bosnische Eisenbahnnetz erörtern zu können. Bezüglich Albaniens bemerkte der Ministerpräsident, es sei durchaus der Wunsch Serbiens, daß die Besttmmungen des Londoner Vertrages betreffend des zukünftigen Albaniens ganz ans- geftihrt werden. Um 1/26 Uhr nachmittags begab sich der gemeinsame Finanzminister Ritter v. Bilinski in das Finanzministerium, wo er eine 3/» stündige Unterredung mit Pasitsch hatte. Um 3/»10 Uhr verließ Graf Berchtold den gemeinsamen Ministerrat und suchte Pa- Pasitsch im H 0 t el auf, Nach einer Viertelstunde kehrte er wieder in den Ministerrat zurück. Ein Tagesbefehl des türkischen Generalissimus. S 0 n st a n t i n 0 p e l, 3. Okt. Der Generalissimus hat an alle Armeekorps einen Tagesbefehl gerichtet, in welchem er von der Unterzeichnung des türkisch-hulgarischen Friedensvertrages Mitteilung macht. Er sagt: Nach den großen militärischen Unglücksfällen und den ernsten Gefahren für den Bestand des Reiches wurde eine feste Grenze erreicht und die durch geschichtliche Traditionen mit der Türkei verknüpften Städte wurden zurückero- b er t. Die Regierung gewann die politische Situation. Diese glücklichen, alle Hoffnungen übertreffenden Ergebnisse sind die Folge ber Ausdauer, Festigkeit und Ruhe, welche die Armee bei Ausführung der Wünsche des Sultans und der Bestrebungen der leitenden Männer an den Tag legte. Der Tagesbefehl dankt der Armee und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß sie auf diesem Wege fortfahren werde, denn die Armee, die frei von persönlichem Ehrgeiz dem Dienste für das Vaterland ergeben sei, könne in naher Zukunft noch größere Erfolge erringen und Verlorenes wiedergewinnen. Man kann die Religion des deutschen Volkes am besten eine Religion des Gottvertrauens bezeichnen. Gott sitzt Regimente und führet alles wohl. Dieses Wort Paul Gerhardts hat Jahrhunderte lang, nicht nur in den traurigen Zeiten nach dem dreißigjährigen Kriege, sondern besonders auch in der Zeit, die gerade jetzt lebendig vor uns aufsteigt, in der Zeit, die unmittelbar auf die Befreiungskriege folgte, deutschen Herzen Trost gespendet. Als Napoleon endgültig überwunden war, seufzten Staat und Gemeinden unter der Schuldenlast, die die vorausgegangenen Kriegsjahre verursacht hatten, Handel und Wandel lagen darnieder, die deutschen Städte waren, mit heutigem Maße gemessen, klein und unansehnlich. Der Landbau war bei weitem nicht imstande, die Bevölkerung zu ernähren, drohend stand das Gespenst der Uebervölkerung vor der Tür. Damals kam es vor, daß Landleute aus dem Vogelsberg den Handkarren, den sie mit einigen Pfund Butter beladen hatten, vor sich her nach Frankfurt schoben, wo sie für das erlöste Geld einige Waren einkauften, um am nächsten Tage den weiten Weg nach der Heimat auf dieselbe Weise zurückzulegen. Tas war die Zeit, da der Hunger in deutschen Landen nichts Lettenes war. Das Jahr 1816/17, in dem die Ernte durch den anhaltenden Regen in vielen deutschen Landstrichen zugrunde ging, lebt in der Geschichte als das „Hungerjahr" weiter. Zu Hunderttausenden wanderten die Menschen, von bitterer N^- getrieben, aus; Wagen und Schiffe trugen deutsche Volkskraft in die Fremde. Es kam eine Tßendung der Dinge, die um das Jahr 1820 niemand vorausgesehen hatte. Eisenbahn und Jndu- trie haben unserem Volke ungeahnte Erwerbsmöglichkeiten eröffnet, der rationell betriebene Landbau hat den Ertrag um das Dreifache gesteigert. Als das deutsche Volk geeinigt uni) zu nationaler Macht emporgestiegen war, als atterwärts die Fabrikschornsteine aufragten, da ebbte der Strom der Auswanderer zurück, die Leute blieben unserem Volkstume erhalten. In dieser Fügung sieht der fromme Mensch die Hand des allwaltenden Gottes. Wir finden in den Psalmen wundervotte Schilderungen, die wir unter dem Zitcl „Gott in der Natur" zusammen fassen können. Daß Gott Sonne, Mond und Sterne leuchten, daß er die Berge hoch l^ervvr- gehen läßt, daß er Gras für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen schafft, daß er Brot aus der Erde bringet daß er Wein und Del spendet und die Bäche zwischen den Bergen dahinrinnen laßt, ist hier mit großer dichterischer Kraft geschildert. Aber wir können sicher sein, wenn die Psalmisten heute leben würden, so würden sie auch sagen: Ter Dampf und die Elektrizität sind des Herrn, er schasst die Steinkohle in der Tiefe der Erde und rüstet den Menschen mit der Fähigkeit aus, immer neue Maschinen zu ersinnen und da Verkehrswege zu schaffen, wo früher die Felsen in schauerlicher Bergeinsamkeit anfragten. nennenswerte Krisis {gegeben. Auf der Ba^kanhakbinsek herrschten Krickg und wildes Blutvergießen, wir konnten ant 15. Juni dankbar bekennen, daß die 25 Reglernngssahre unseres Kaisers Friedensjahre warm. Der nachdenkliche Mensch weiß, daß alle diese Wohltaten dem zu danken sind, an dessen Seyen alles gelegen ist, und so hat der fromme, deutsche Glaube auch in dieser schwerbedrängten Zeit fein gutes Recht, im .Hinblick auf die Lage des einzelnen und im Hinblick auf die Zukunft des ganzen Volkes nicht verzagt zu sein, fonbem mit einem alten innigen Liede, dessm Verfasser wir nicht Fennen, zu sprechen: Ter mich hat bisher ernähret und so manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderbar geführet und noch leit cf und regieret, wird hinfort mein Helfer sein. H. B. ** Tageskalender für Sonntag, den 5. Okt.: Stadt' theater: Nachmittags 3'/, Uhr: „Ter Königsleutnant"; abends 71/, Uhr: .Sündenböcke. B e g r ü ß u n g s a b e n d der Tagung des Allgemeinen ® e 1U f cf) eu Frauenvereins im Gcfellfchaftsverein, abends B a k 0 f s K a m m e r - L i ch t s v i e l e: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. O b e r h e s f i s ch e s Museum u n d 6) a i l' s ch e S a m m - lunaen. Geöffnet Sonntag vormittags 11—l Uhr unentgeltlich. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich. O b erhesfifcher 5k n n st v e r e i n. Tie Ausstellung ist täglich mit Ausnahme Samstags von 1 l—l und von von 3—5 Uhr geöffnet. Sonntags ununterbrochen von 11—3 Uhr. ♦ Aus un,ercr Redaktion. Unser bisheriger langjähriger Lokalredakteur, Herr Ernst Hetz, hat leider wegen schwerer Erkrankung von seinem Posten zurücktreten müssen. An seine Stelle trat mit dem ersten Oktober Herr Kurt Bendt, der bisher an der „Braunschweigischen Landes- zcitung" tätig war. ♦ ** Ruhe st ands Versetzung. Ter Großherzog hat am 1. Oktober den evangelischen Pfarrer Ludwig Gohrs zu Bickenbach auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste und unter Erteilung des Charakters als Kirchenrat, mit Wirkung vom 1. November l. I., in den Ruhestand versetzt. **^L e h r e r p e r s 0 n a l i e n. lieber tragen wurde: dem Schulamtsaspiranten Heinrich Becker aus Gau- Odernheim die erledigte Lehrerftelle an der Volksschule zu Schannenbach. In den Ruhestand versetzt wurde der Haupt- lehrer an der Volksschule zu Griesheim Heinrich Winter auf fein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, vom 1. November 1913 an. ** Erledigt ist die Stelle eines Steueraufsehers bei Großh. Hauptsteuerantt Mainz. ** Stadttheater. Nach dem schönen Erfolg der ersten Vorstellungen, der auch ein Erfolg per neuen Mit« glieber ist, kommen wieder weitere Neuänmeldungen zum Abonnement. Es sei darauf hingewiesen, daß neu hinzu, kommende Abonnenten in feiner Weise im Nachteil gegen die alten Abonnenten sind, da für verflossene Vorstellungen unentgeltlich Gutscheine gegeben werden. — Der Schwank „Sündenbörf e", der am Sonntag abend bei kleinen Preisen gegeben wird, hat in Bad-Nauheim, namentlich im 2. Llkt, wahre Heiterkeitsstürme entfesselt. Um dem Spiel- Plan möglichste Abwechslung zu sichern, ist eine Wiederholung dieses Werkes im Abonnement nicht vorgesehen. ** Die Ausstellung hessischer Künstler t n« neu im Turmhaus am Brand, die im Publikum recht lebhaftem Interesse begegnet, ist wohl der erste Versuch, die hessischen Frauen, soweit sie sich künstlerisch betätigen, zu gemeinsamem Vorgehen zusammenzuschließen. Durch dis etwas zu kurz angesctzte Melde- und Einlieferungsfrist fiabm sich zwar einige Damen nicht au der Ausstellung beteiligen können, sie ist deshalb nicht vollständig, und ein paar gut« Namen fehlen, aber unter den ausgestellten Werken fhibet sich doch manckjes, was eine besondere Aufmerksamkeit Der* dient. Am meisten au ff arten dürften die äußerst tapriziöscu Bildchen von M 0 r t e r - Darmstadt, die ihren Stift mit bemerkenswertem Temperament führt und auch über viel Humor und Phantasie verfügt, obschon ein Hang zur Sentimentalität nicht zu verkennen ist. Mit einer ganzen Anzahl guter Radierungen und Aquarellen ist K n m p a - Darmstadt vertreten. Ihre Blumenstücke und die alte Frau stechen am meisten hervor, sowohl durch ihre Auffassung, als auch durch die Malweise, bei der der Spachtel vorherrscht. Eine Anzahl Pastellbilder stellt auch Strauß-Worms aus. An. Fidus erinnert stark Rieber - Mainz mit ihrem Reigen, während sich in den Blumenstücken eine eigene Hand bekundet. Sehr gut vertreten ist Mainz mit Best, Weihri ch, I 0 e d e n, S ch 0 e d l e r, P a b ft und Gr 0 sch. Best bringt eine ganze Anzahl von Landschaften, die z. T. recht gut sind. Besonders die Landschaft mit Bitten und die Sttldie vom Grünewald ist bemerkenswert; nebenher auch ihre Blumenstücke. Neben einem Halbakt stellt Weihrich viele Pastellbilder aus Mainz aus. Joe den hat ein paar Landschaften beigefteuert, die eigene Kraft betraten. Sch 0 edler bringt eine ganze Reihe guter Studien aus Wimpfen und ein gutes Stimmungsbild aus dem Mainzer Winterhafen. Pabst ist mit einer Anzahl von Radierungen gut vertreten, ebenso Grosch. Zieglers Farbeuhölz- schnitte offenbaren gute Naturbeobachtuug und eine sichere Hand. Eine gntc Landschaft '(Schloßberg) hat S te g m a y e r- Darmstadt ausgestellt. S t a u i> i n g c r und Pabst- Tarm- tadt sind mit guten Plastiken vertreten. Eine gute Frauen- mste hat Friedländer beigesteuert. M a r g 0 l d -Tarm- tadt hat Ketten und Schmuckstücke ausgestellt. Seyd-Tarm- tadt hat sich liebevoll in die Natur versenkt; ihr blühender Apfelbaum und Teich im Frühnebel find am bemerkens* wertesten. Tie eigenartigfte Erscheinung ist 1111 m a n n - Tarmstadt, die über einen klaren, kräftigen Strich und eigene Auffassung gebietet. Ihre Bildnisse, b-ie manchen zuerst vielleicht befremden, gewinnen bei längerem Verweilen ungemein. IVon Gießenist Mit einer Reihe tüchtiger Bildnisse Dürfe n gut vertreten, darunter ein handfester Schwälmer Bauer. Eine Anzahl ninderbildnisse bringt Felchncr. Wandteppiche, die teilweise recht hervorragend int), bringt L. M e r rf. Kowarzik hat einig? Was «er- farbensttidien aus Gießen ausgestellt. Alles in allem, ciiw 'lusstellung, die einen Besuch schon lohnt. Landkreis Gietzkn. 1. Klein»Linden, 3. Okt. Eine Geflügel- und Kaninchen-Ausstellung findet nächsten Sonntag in der Deutschen Eiche statt. Die Anmeldungen zu dec Schau sind sehr zahlreich eingcloufcn. Kreis Schotten. z. 'Herchenhain, 3. Okt. Dieser Tage wurde irt einem angrenzenden Dtstrikte der Herchenhaincr Höhe ein Wildschwein gesehen. Es handelt sich hier wohl um ein verlaufenes Tier, denn vor fast 15—16 Jahren sind die letzten Jagden nach Wildschweinen abgehalten worden und seit Die trauernden Hinterbliebenen 6565 iSifl & Giessen Asterweg 35 Hßoer tote: L Klingler Brennholz G548J Alfred Brumlik und Frau Else, geb. Haas c dieser Zeit im ganzen Cßcrtvafb keine wieder zu Gesicht gekommen. hv5/t>] Pflanzenbiittei- Fabr., sehr leistungSfäh., kann Händl., Versandaeslü., Bor- arb. 2C., tu. Pflan-enb.-Marn- an Priv. lies., auhernew. lull. Off- in allerf. Qual. mach. Äfl. Anfr. u.A. A. (»98 an Haasen- steinLBoglerA.-G.,Hamburg 1888 abgeschlossenen Vertrags über Mitbenutzung der Vezirks- straße in' Montabaur zur Anlage einer Wasserleitung wurde abgelehnt. ____________________ Braat-^-ln^e A. Salomon & Cie.,Schulstr. per Zentner Mk. 1215 frei - I |üloo TrinktSanitätskraftbier! Giessener Brauhaus, A. & W. Denninghoff [5955] Letzte Nachrichten. Eine neue deutsche Mititärmission in der Dürkei. Konstantiu opel, 4. Ott. Von türkischer Seite wird mitgeteilt, binnen kurzem werde hier eine neue deutsche M i l i t ä r m i s s i o n eintreffen, die eine noch gründlichere Unterweisung und Reorganisation des türkischen Heeres ermöglichen soll. An ihrer Spitze wird ein preußischer Generalmajor mit weitgehenden Vollmachten stehen. Aerzte und Krankenkassen. Berlin, 4. Ott. Der Verband b er Aerzte Deutschlands stellt fest, daß die Nachrichten über die Verhandlungen zwischen den K r a n t e n t a s s e n v e r b ä u - d e n und der Aerzteorganisation mit Vorsicht aufzunehmen sind. Die Gegensätze seien noch iricht überbrückt und man könne noch nicht sagen, wie die Entscheidung aus der einen oder aus der anderen Seite falle. Der amerikanische Zolltarif. New-York, 3. Okt. Einer der wichtigsten Punkte der A.u s f ü h r u n g s b e st i m m u n g e n zum Zolltarif- g e s,c tz besagt: Der 15prozentige Strafzoll für Verweigerung der Vorlegung der Geschäftsbücher wird ii.idjt erhoben, wenn der Exporteur vor Legalisierung der Konsulatsfakturen seine Angaben beeidigt. Es wird befürchtet, daß die vorgeschriebe'ne Erhebung von Gebühren für die Einlegung von Berufungen gegen Entscheidungen der Zollabschätzer und ferner die Bestimmung, die den Importeuren verbietet, die Anwälte an den durch sic erftrittcnen Zollnachlässcn teilnehmen zu lassen, das Bcrufungsverfahren derartig verteuert wird, daß die Importeure von der Einlegung von Berufungen absehen werden. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen 'ür Sonntag, beit 5. Ott. 1913: Meist trüb und molkig, zeitweise Niederschlage, mild, wesmche Winde. Haus empfiehlt I Happel 6537] Neuheiten in Stickerei-Kleidern sowie Mtizer-Ttickmien empfiehlt Franz Schmitt, Teuselstustgärtchen. 2b. KUrMsteine. Dienstag, den7.Oktober *>. F. versteigere ich die gesamten Konkursvorräte einer Backstein - Brennerei sowie deren Betriebs-Einrichtung. Im Einzelnen gelangen zum Ausgebot: a) Vormittags 9 Uhr: am Wiirmarcr Weg (in der Nähe der Ketzler'schen Feldscheuer: cn. 330 000 Feldbrandsteine, verlade- und brennsertig. b) Vormittags 11 Uhr: auf dem hinteren Gelände der Roddeimer Straße r»6: cn. 240 000 Backsteine, fertig, eingestellt und ein ' geringer Teil noch freisitzend, sowie Stahlbob len, Strohdeck., Koblen-Schieb- karren, Arbeitstische, elf eis. Bettstellen u. v. a. c) Tarananschliehend,gegeu- über der Rodbcimcr Strane 56: ca, 70000 Steine, versch. Handwerkzeug. IBrelterhatteu.sunst. Versteigerung bestimmt. Günstige Zablnugsbcding- UNge». .. t an V. Althon, Konkursverwalter. Sonnt«" abend von 6 Uhr ab Souper äM. 1.60 Königin-Suppe 0581 Steinbutt mit Kaviarsauce od. Roastbeef mit Kaiserschoten. Gefüllten Truthahn mit Salat und Kompott Empfehle: in la. Qual.Hyazinthen, Tulpen, Crocus, Scilla, Narzissen etc. ferner: zum Anlegen von Klebgürteln, Raupenleim und Unterlag-Papier Heinr. Hahn Samen-Hand lung Neustadt 8. Tel. 403. Preisliste gratis. Danksagung. Für die uns beim Hinscheiden unserer lieben Gattin, Schwester, Tante und Grosstante Frau Mathilde Voetsch geb. Bott erwiesene warme Teilnahme sagen unsern herzlichsten Dank. Bindfaden, Kordel :: und Packstricke:: ständiges Lager Stoonco.SOOOStilo, sortiert in den gangbarsten Nummern, nur erstklassige Fabrikate. 6424 LudwigLazarus Asterweg 53, Fernspr. 505. nommeu. 8 Bad-Nauheim, 3. Okt. Die Orte des Wcttertals' liefern -schon jetzt täglich große Mengen Kartoffeln nach hier. Der Preis guter Speisekartoffeln beträgt je nach der Güte gegenwärtig 3 bis 4 Mark pro Malter. -Bad-Nauheim, 3. Okt. Bis zum 2. Oktober sind 3 3 9 9 8 Kurgäste angekommen. Bäder wurden bis jjiim 2. Oktober 456 687 abgegeben. $ Bad-Nauheim, 3. Okt. Nm 5., 6. und 12. d. Mts. wird hier die Bad-Nauheimer Kirch weihe gefeiert, das weit rind breit bekannte Saisonschlußfest, das nach all der vielen Sommcrarbeit auch dem Vergnügen wieder zu seinem Rechte verhilft. — Nm 2. November hält hier der neu gegründete Gau „Friedberg" des Hessisch-Nassauischen Verbandes Gabelsberger scher Stenographen seinen ersten G a u° tag ab und verbindet damit ein Wettsch,reiben, für das schon wertvolle Ehrenpreise gestiftet worden sind. Zum ersten Male ist auch ein Wanderpreis gestiftet worden. 1. Steinfurth, 3. Okt. Heute fand die Beerdigung des Kammerherrn Freiherr Gustav Lötv von und zu Steinfurth statt, der im Alter von 77 Jahren in Wiesbaden starb. Starkenburg und Rheinhessen. — Viernheim, 2. Okt. Der Frachtfuhrmann Mandel .und dessen Sohn aus Viernheim befanden sich auf einem aus dem Felde kommenden mit Kartoffeln beladenen Wagen und wurden an dem sogenannten Wiesenweg-Uebergang der Bahnstrecke Lampertheim-Weinheim dicht bei Viernheim, abends gegen halb 9 Uhr, von dem von Weinheim kommenden Personenzug überfahren. Das Fuhrwerk wurde in zwei Teile gerissen und völlig zertrümmert. Die Pferde hatten sich losgerissen und sind unverletzt geblieben. Mandel, sowie sein Sohn kamen ohne Verletzungen davon. ch. Aus Rheinhessen, 3. Okt. In der Gemarkung Gun tersbluw ist der sogenannte Sandherbst in vollem Gange. Es ist damit die Ernte :ber Trauben aus den in den Niederungen he- Icgencn Weinbergen gemeint. Bezahlt wurden in den letzten Tagen für das Viertel (18 Pfund) 2,50—2,60 Mark, während für ans den Berglagen gelesene Trauben 3 Mark für das Viertel angelegt wurden. Ter allgemeine Herbst beginnt am Montag, den 6. Oktober. Kreis Wetzlar. Q Krofdorf, 3. Okt. Infolge der Zusammenlegung herrscht hier fortgesetzt eine rege Bautätigkeit. Am Fuße des Gleibergs entsteht eine neue Schule und auf dem freien Platze vor der Oberförsterei wird aus Basaltsäulen das Kriegerdenkmal errichtet, das am 18. Oktober seiner Bestin'.mung übergeben werden soll. = Waldgirmes, 3. Okt. Lehrer Schmidt ist nach Ansbach im Taunus versetzt worden. An seine Stelle tritt Vermischte». * Autvmobilunfall. Aus München wird gemeldet: Auf der Rückfahrt von einem Ausflug ins Isartal verunglückte gestern abend der 32 jährige Besitzer des Bahnhofshotels „deutscher Kaiser" in München, Schild. Er hatte in der Ärmrelheit bie Steuerung seines Automobils auf einen Augenblick einer be- freundeten Dame überlassen. Tas Automobil geriet eme Böschung hinab und stellte sich auf den Kopf. ^ck)ild siel heraus und erlitt einen doppelten Schädelbruch. Er starb, wie der „Berl. Lokalanzeiger" meldet, auf der Stelle. Dre ^ame erlitt nur einen Nervenchok. . Ä * Todesfall infolge einer Wette. Aus M etz wird gemeldet: Ein Knabe ging eine Wette ein, da,; er in 15 Minuten eine 9 Kilometer lange Strecke durchlaufen könne. Er legte tatsächlich die Strecke in 14 Minuten zuruck, laut aber am Ziel tot nieder. ■ . * Manöverunfall i n den Alpen. Aus Innsbruck wird gemeldet: Bei einem Gebirgsübergang der >mns- brucker Traindivision im Karwendel scheuten mehrere Pserde, wodurch ein Trainsvldat unter die Wagen geriet Ter Soldat erlitt einen Schädelbruch und starb auf dem Platze, drei andere erlitten zum Teil schwere Verletzungen. . * Geldschrankdiebe. Aus M ul Hausen ' Esiaß- 3 Okt, wird gemeldet: In der vergangenen Nacht zwischen 2 und 3 Uhr gelang es einer Bande von vermutlich mehreren Dieben, in die Bureauräume des am Nvrdbahnho, gelegenen Speditionsgeschäftes Th. Hanhart & Eo. durch £<*5 tirenftcr einzudringen und einen Geldschranl mit unge,ahr 2000 Mark Inhalt fortzuschafsen. Die Diebe erbrachen noch verickiedene Schubladen und versuchten auch, einen zweiten Gelds chranr mitzu- nehmen, was ihnen aber nicht gelang. Von den -Latem fehlt bisher jede Spur. Kleine Tageschromk. Dr. Walter B l o e m von der Generalintendanz des Ghttt- govter Hostbeaters ist vom 1. September 1914 an auf zwei weitere Jahre als Negisseur und erster Tramaturg verpflichtet ivorden. F. E. Wiesbaden, 3. Okt. In der am 2. und 3. Oktober , unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Dr. v. -Jbell stall' । gefundenen Sitzung des L andes aus schu ss es£ der auch , Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau, Exz. Hengstenberg anwohnte, wurden folgende Beschlüsse von allgemeinem Interesse ■ gefaßt. Mit der von der Bezirksverwaltung beabsickstrgten Einrichtung einer Untersuch ungs stral l e im stidtitchen Schlacht- und Viehhof in Wiesbaden zwecks Nachprüfung von amtstierärztlichen Gutachten in gewissen Viehseuchen-Entschädi- gungssällen ertlärtc sich der Landesausschuß einverstanden. — Die Jahresbeihilse für den Mitteldeutschen A r b e i t s n a chw ei s- verband von 200 Mk. wurde auf 300 Mk. erhöht. — vlnstelle des Dr. med. Wolff- Katzenelnbogen wurde dem Buchbinder- meister Dann sch daselbst das Ehrenamt eines V er trau en s- nianns für die Familienpflege der Waisen und fortlaufend unterstützten Landarmen im 3. Bezirk des Unterlahnkrepes vom 1. Januar 1914 widerruflich übertragen. — Zu Mitgliedern des Verwaltungsrates der Nassauischen Brandver,icherungs- anstatt auf die Tauer von 6 Jahren vom 1. Januar 1914 ab wurden gewählt die Landesausschnßmitgljeder: Justizrat Dr. Alberti-Wiesbaden, Geheimer Justizrat Dr. Hum s er-Frank- furt, Bürgermeister .Hartmann- Hadamar, Rentner Adolf Theis-Gladenbach, als deren Stellvertreter, die stellvertretenden Landesausschußmitglieder: Justizrat v. Eck-Wiesbaden, Bürgermeister a. D. Geh. Regierungsrat Dr. Varrentrapp- Frankfurt a. M., Kommerzienrat S ch m id t-Niederlahnstein, Bürgermeister S cb ö n-Netzbach; als,Mitglieder des Verwaltungsrats der Feuerwehrunterstützungskasse Justizrat Dr. Alberti und Bürgermeister Hartmann, als deren Stellvertreter Justiz- rat v. Eck und Kommerzienrat Schmidt. Der vorgelegte -varif (A) der Nassauischen Brandversicherungsanstalt für die Berechnung des Zuschlagskapitals der Gebäude mit feuergefährlichem Gewerbebetrieb und ter denselben benachbarten Gebäude mürbe genehmigt. Als stellvertretendes Mitglied -der Rechnungsvrümngs- kommission des L a n d e s a u s s ch u s s e s wurde für 1913/14 Landesausschußmitglied Bürgerinstr. Hartina n n-Hadamar aelvalstt. Ter Oberarzt Dr. Becker von der Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster wurde ab 1. Januar 1914 in gleicher Eigenschaft an die Anstalt Herborn versetzt und der Militäranwärter Paul Apitz vom 1. Januar 1914 ab zum Bureaugehilfen der Anstalt Herborn ernannt. Der Oberpslegerin der Anftatt Weilmünster, ^fabella E ch, der Oberköchiii Luther und der Weißzeugbeschließerin Kramer in Herborn wurde die erbetene Entlassung aus dem dienst des Bezirksverbands erteilt. — "Aus der Unterstützungskasse für die ständigen Bediensteten und 9(rbeitcr des Bezirksverbandes wurden den früheren Wegewärtern Aug. Giss e-Mandeln und P f e r f e r- Adündersbach, dem früheren Wegearbeiter Wagner-Nied sowie dem frülferen Mteilungspfleger der Anstalt Eichberg, ^chater, wieder- ruslickfe Jahresrenten gewährt. — Versetzt wurden der technifche Assistent Thies zu Oberlahnstein zum 1. Januar 1914 als Landeswegemeister nach Montabaur, der Landeswegemeister Becker zu Montabaur zum gleichen Termin als technischer Assistent nach Oberlahnstein und zuin 1. April 1914 nach St. Goarshausen der technische Assistent Groeff zu Tillenbirrg als Landeswegemeister. Ter technische Assistent Ho och za Idstein wurde aus seinen Antrag zum 1. Januar 1914 pensioniert, ebenso der Landeswegemeister Lünqen zu St. Goarshausen zum 1. vlyrtl 1914 — Zu dem Abschluß eines Vertrages mit der Königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. betreffend Regelung der Eigen- tumsverhälinisse am Bahnhof Ni e d e r seit e rs wurde die Genehmigung erteilt. Ter Landesausschuß erklärte sich damit einverstanden, daß vom Bezirksverband gegen Zahlung von 1500 Mk. an die Gemarkung Flammersbach (Till) aus das weitere Aus- beutungsrecht an einem in der Gemarkung genannter Gmneinde gelegenen Steinbruch verzichtet und letzterer in das unbeschrankte Eigentum der Gemeinde zurückgegeben wird. Ern Geiuch des Magistrats der Stadt Montabaur um Wanderung eines mit ihm »uw««—-«, u. Todes-Anzeige. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Großvater und Schwiegervater Herrn Karl Friedrich Karcher Lehrer i. P. im 80. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzurufen, was wir hiermit schmerzerfüllt anzeigen. Die trauernden Hinterbliebenen-. Familie Karcher. Mein-Linden, Duisburg, Hamburg, Frankfurt a. M., Rhein-Bischofsheim, den 4. Oktober 1913. Die Beerdigung findet Montag, den 6. Oktober 1913, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Frankfurter Straße 76, aus statt. 6559 In Wiesedt kaust man Kochöfen, Darmstädter Oefcn, irische u. amerikanische Dauerbrandösen 6549 von den einfachsten bis zu den modernsten Modellen, bet reicher Auswahl, sehr vorteilhaft bei August Lotz, Grabenstrassc 14. Alle Deren werden rauch- und rußsicher aufgestellt. iSS- i. : bem zuAdenkljch! 11° fcei)ränqtc? .tonn^, le des Seit ul ' und len Aede ? .verzagt eret irr "0t fyav, fettet l^i. (eitet H. B. ..dm 5. Cft- -x be§ y r r. „ % Vm « v 'n lnhrr wegen ’WtainUm Lehrer Schrupp, der bisher in Lixfeld, Kreis Biedenkopf, tätig war. Unsere Schule, in der etwa 300 Kinder unterrichtet werden, besteht aus fünf Klassen, hat aber nur vier Lehrer aufzuweisen. Hessen-Nassau. X Gladenbach, 31 Okt. Unser zweiter Pfarrer Prem er ist zum Kreis sch ul Inspektor in Ohlis befördert. Pfarrer Wilhelm Kurtz aus Niederweidbach wurde als dessen Nachfolger in Gladenbach bestimmt. kc. Schlüchtern, 3. Okt. AuZ dem Sinngrund wird gemeldet, daß der Bestand an Hochwild zurzeit ausnehmend gut ist, und Hirsche in Rudeln von 15—21 Stück öfters angetroffen werden. Der Wildschaden ist dementsprechend in den Feldern ganz bedeutend. ch. Vom Hunsrück, 3. Okt. Auf nicht gewöhnliche Art und Weise zog sich ein Landwirt in Warmsroth eine schwere Vcr letzung zu. Ihm drang ein Strohhalm ins Ohr, der das T r v m m e 1 f e l l d u r ch st a ch. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 4. Okt. Heute nachmittag um 3Uhr luurbc die hiesige Feuerwehr alarmiert. Es war ein Brand auf der Kaiserstraßc int Hause des Sattlers Stark ausgebrochen. Das Feuer wurde von Hausbewohnern bald gelöscht, so daß die Feuerwehr nicht in Tätigkeit zu treten brauchte. — Beim hiesigen Bataillon sind 12 E i n j ä h r i.g c eingetreten. — Heute verunglückte in der hiesigen Zuckerfabrik der Arbeiter Volk, der seit Jahren in der Fabrik beschäftigt war. Er stürzte mit dem Fahrstuhl in den Schacht und fand seinen Tod. — Am Festessen im Hotel Trapp beteiligten sich 100 Herren. Ein Telegramm wurde an den Großherzog geschickt, dem kurz darauf ein Gruß vom Landesherrn folgte. h. Fried b e r g, 3. Okt. Eine hübsche Geschichte, die sich beim Einzug unserer Garnison am Mittwoch hier abspielte, wird in der ganzen Stadt belacht. Als das Bataillon dem Zuge entstieg, wurde es auch von dem Verein ehemaliger 116er empfangen, dessen Vorsitzender hoch zu Rio ß saß. Leider aber verfügte der Mafor über kein Pferd, und so blieb dem Zivilkommandeur nichts anderes übrige als auch von dem Roß zu steigen und den neuen Ortskommandanten zu Fuß zu begrüßen. Die hübsche S^ene wurde von allen Seiten mit verständnisinniger Heiterkeit aufge- ♦ Zwiebel ♦ gesunde, mittlere Winter wäre, pro ZenMer Mk. 4.— ab Echzell, versendet unter Nachnahme Ludwin Erb, Kartoffel-Bersandneschäst, Echzell i. d. Wetterau. (6081 Klöppeleien 65361 aller Art, Spitzen, Einsätze,Dreiecke,Krnaen.Decken, Motive, Schals, Stickereien, sowie Schützer LeinentRasen- bleiche) empf. Fr. Schmitt, Teuselslustgärtchen 26. "r Aoßherzoa W ■ seiner L,unter Teilung , Ortung vom 1. No. etzt. ertragen wnrdg Ms Gm. an der Volksschule zu letzt lüurbc der Haupt-- un Heinrich Winter ig seiner langjährigen 113 an. s -teucraufsehers bei n schönen Erfolg der molg der neuen Mit« '-'uanmeldungen zum 'iescn, daß neu hinzu,