165. Jahrgang Zweites Blatt A. 254 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. wendig werden. ♦ ** 2l u s dem Armeeverordungsbl a t t. Das Kriegsministerium hat bestimmt, daß: 1. Einjährig- Frei w i l l i g e am I. April 1914 nur bei bestimmten Regimentern eingestellt werden dürfen und zwar rm Bereich des 18. Armeekorps: beim Füsilier-Regiment von GersdorU Nr. 80 in Wiesbaden und Homburg v. d. H., beim leib» garde-Jnfanterie-Regiment Nr. 115 (nur für Studierende der Hochschule) in Darmstadt, beim Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 (nur für Studierende der Umver- versität) in Gicßeii und beim Infanterie-Regiment Prinz ! Carl Nr. 118 in Worms; 2. bis aus weiteres die Anmcidun- gen zur Laufbahn des Zeugpersonals zum 1. reden Mona statt wie bisher nur zum 1. April und 1. Oktober der Feld- zcugmeisterei einzureichcu sind; 3. die Höchstzahl der außcv- etatsmäßigen Vizefeldwebel und Vizewachtmeister für die einzelnen Armeekorps festgesetzt werde. Danach betragt diese Höchstzahl beim 18. Armeekorps mit durchgängig niederem Etat seiner Truppenteile 279. . ** Hilfsverein für die Geisteskranken. Der Bericht des Vorstandes des Hilfsvereins für die Geisteskranken in Hessen (Unterstützungskassc der hessischen Landes-Heil- und Pflegeanstalten und der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen) für das Rechnungsiahr 1912 (1. April 1912 bis Ende März 1913) ist soeben im Druck erschienen und kann von Interessenten vom Verein bezogen werden. Die Zahl der Geber betrug im Jahre 1912 72 470; die Summe der Beiträge von Privaten 23 460 Mark, von öffentlichen Kassen 5615 Mark. Die Unterstützungssummcn betrugen 36 992 Mark; die Zahl der Unterstützungen belief sich auf 1348. Der Vermögensstand der Kasse war Ende des Rechnungsjahres 1912: 71505,02 Mark. An einigen Fällen wird erläutert, wo und wie der Hilfsverein eingreifen )oU. Es wird dann noch kurz die wirtschaftliche Lage des Wartepersonals besprochen, an dem leider noch immer Mangel herrsche. Ter Bericht schließt mit den Quittungen über die tm Rechnungsjahr eingelaufenen Beiträge, wobei die Großherzogliche Staatskasse mit 1500 Mark an der Spitze steht. Es folgen die Beiträge aus Spar-, Kreis-, Gemeinde-, Armen-, Kirchen-, Vereins-Kassen, wobei Starkenburg mit 1928,3o Mark aus 111 Kassen an der Spitze steht. Aus Rheinheßen kamen 1341 Mark aus 63 Kassen, aus Oberhessen 886,10 Mark aus 74 Kassen. Die Uebersicht der von privaten Sammlern eingebrachtcn Beiträge und eine Uebersicht über dw Gesamt-Einnahmen und -Ausgaben nebst Abschluß, schließt sich an, laut dem die Gesamt-Einnahme 45 555,11 Mark und die Gesamtausgabe 45 485,50 Mark beträgt. **ErlösausdenstaatlichenStrombrücken. Die Brücke über den Rhein zwischen Mainz und Kastel er- I brachte der amtl. Darmst. Ztg. zufolge im verflossenen Jahre 112 957 Mark, die Brücke über den Main bei Kostheim und diejenige über den Rhein bei Worms erzielten zusammen 42 000 Mark. Von der Brücke bei Offenbach bezog Heften 13 590 Mark, während die fliegende Brücke bei Oppenheim 5384 Mark und diejenige bei Gernsheim 5044 Mark erbrachten Insgesamt wurden alw aus den staatlichen Brücken 178 975 Mark erlöst. Mit der fliegenden Brücke bei Oppenheim setzten 82 674 und mit derjenigen bei Gernsheim o9 038 Personen über. ** Warnung. Das „Blatt für Patent-, Muster- und Zeichenwesen" veröffentlicht die nachstehende Warnung des Präsidenten des Kaiserl. Patentamts vom 5. September 1913: In neuerer Zeit haben sich die Fälle vermehrt, daß Patent-Agenten — zu dem offensichtlichen Zweck, der Ausschließung vom Vertretungsgeschäft gemäß § 17 des Patentanwaltsgesetzes zu entgehen — die von ihnen zur Anmeldung gebrachten Gebrauchsmuster auf ihre eigenen Namen anstatt auf den Namen ihrer Auftraggeber haben eintragen lassen. Die beteiligten Kreise werden dringend gewarnt, zu einem solchen Verfahren ihre Zustimmung zu geben, da die spätere Uebertragung des Gebrauchsmusters auf den Auftraggeber auf ernste Schwierigkeiten stoßen kann. Die „Hiehtner FamtUenblätter" werden dem »Anzeiger* viermal wöcheMlich beigclegt, daS „Krtisblatt für den Kreis Eichen" zweimal wöchentlich. Die „tandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Aus Stadt und Land. Gießen, 29. Oktober 1913. Die Urankenkassenverbände zur Kriegserflarung der Aerzte. ** Berlin, 27. Okt. Gegenüber den Beschlüssen des gestrigen Außerordentlichen Aerztetages haben die Vereinigten Krankenkaflenver- Eine Anfrage im österreichischen Abgeordnetenhaus. Wien, 28. Okt. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses brachten die Abg. Sträucher und Genopen eine Anfrage ein, worin sie anläßlich des Kiewer Rttualnrord- prozesses an die Judenverfolgungen in Odessa und Kiew erinnern und die Gesamtregierung fragen, ob ne geneigt sei, bei dem Minister des Aeußern dahin zu wirken d-O die,er die Aufmerksamkeit der russischen Regierung auf die den xvuben Rußlands drohenden Gefahren lenke, damit ne rechtskräftig wirksame Maßnahmen zu ihrer Abwendung.treffe. ,r, Heber die Beratungen des Hansabundes während der Hansawoche bom 5. bis 8. November schreibt mau uns: .... _ , Die Beratungen des Hansabundes werden nt diesem >;ahre in einem engeren Kreise als sonst stattfinden, um den Meinungsaustausch intensiver gestalten zu können. Am 5. und 6. November tagt der Vorstand, der zu Submission^- und Angestelltennagen Stellung nehmen wird. U. a. wird über den Stand der Beratungen im Reichstagsausschuß für das VerdingungswHen und ube^ dw stiifammensetzung und die Aufgaben eines Reichsfubmissivnsamts berichtet werden Ferner gelangen zur B^Prechung das neue Kartell der schaffenden Stände, die Detailhanbels-Enciuete^die Vorschläge über Einführung einer Dreipfennig-Postkarte im: O^s- verkchr, die Konkurrenzklaufelfrage, die Register- und Ärchfuh- runqspsticht für Minderkaufleute, dre neue Vorlage ulxr die Sonntagsruhe, die Frage der Beschaffung zweiter Hypotheken. Daä Plenum, welches vom 6 bis 8. November m drei Ausschüssen tagt (Einzelhandelsausschub, Hairdwerkerarisichuß, ^ndu- sirierat) behandelt folgende Materien: a) Errichtung von Em- zichungsämtern, Ausschaltung des Zwischenhandels, Aufhebung SchEcm^ls vom 31. Dezember 1913 (statt 191^ wrtiger Stand der Bekämpfung des unlauteren Wettbewnbs im Einzelhandel (Erfahrungen mit dem Ausverkaussparagraphen, JÄ*. Sraoe 'bes Selbiltoftenbre i=8 Mui.10 Bro,> Mm- l sffinde im kaufmännischen Auskunftswesen, Einführung der ^itg- ArbecksAt in den Tetailgeschästen der GrMtMe Verkäuferinnenkurse: b) Rundfragen über das preußische Wahlrecht, über Zuchthaus- und Gesängnisarbeit, FortbrldungSfchulwefen für ' Handwerk, Kreditbeschaffung für das Handwerk, Recht d^ ?8tsetzung von Lehrzeit und Barvergütung der Lehrlingen durch Zwangsinnungen, Unterstellung der Innungen unter die ' Handwerkskammern als Aufsichtsbehörden Vertretung des Sand- : wirtschaftlichen Ausschuß; c) Schutz der Arbeitswilligen (Berichterstatter Tr. Stresemann), Verstärkung des Einflusses von : distrie, Handel und Gewerbe im Reichstag, Verlegung des Kolonialgerichtshofes nach Hamburg. Die Entscheidung in der Wclfenfrage, Kreis Büdingen. Q Nidda, 27. Okt. Die Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse Nidda fand heute statt. Sie wurde eröffnet durch den Direktor Oberamtsrichter Römheld, welcher den Kreisrat des Kreises Büdingen begrüßte und denr früheren Direktor, Landtagsabgeordneten Eck, einen Nachruf widmete. Aus dem Rechenschafts- und Geschäftsbericht ist. zr entnehmen: Die Summe der Einnah m e n in,1912 betrug 1818483.45 Mk„ der Ausgaben 1714389.^7 Mk., also Vorrat: 104 093.68 Ml. Dieser besteht in barem Vorrat von 41386 95 Mk., in Vorlagen von 277.80 Mk., in liquidierten ! Ausständen von 62428.93 Mk von letztere find chrs heute eingegangen 36 000 jo daß nur noch 26 428.91 Mk. bleu Pucischkewitsch (äußere Rechte) erklärte, die dressierten Stare der Jüdenschaft könnten dem christlichen Namen Zamys- lowsky nichts anhaben. (Stürmischer Beifall rechts.) Die Anfrage sei ein verdeckter Versuch, in die Rechte des Gerichts emzugretton. Der erste Arbeitstag der Duma dürfe aber nicht em Sympathie- Meeting für die Juden darstellen, welche in Kiew Spuren eine! Verbrechens zu verwischen suchten das die Aufmerksamkeit Rußlands und ganz Europas erregt habe. Die Juden hatten alle Mittel zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung angewandt, hatten| Bestechungen begangen und sogar zum Gift gegriffen Der P r a f i- dent bittet, Einzelheiten eines schwebenden Verfahrens nicht zu erörtern. P u r i s chk e w i t s ch erklärt, trotz der Versuche, die Rechte zu Ausschreitungen herauszufordern, werde sie den Gerichts- spriich schweigend erwarten. Rußland sei nicht Frankreich. Es werde also nickst gelingen, die Dumatribüne auszunutzen wie semer- ’cit die Deputiertenkammer für Dreyfus ausgenutzt worden sei. Eine Duma, die sich in ein Meeting verwandele, müsse aufgelöst Graf v. Bennigsen (Oktobrist) erklärte, die Oktobristen würden für die Dringlichkeit 'stimmen, aber in der Aussprache nicht über den Gegenstand der Anfrage hinausgehen, da sie der Duma keine Gerichtsbefugnis beimessen. (Beifall im Zentrum) Tie Dringlichkeit wurde gegen wenige Stimmen der »n und die Anfrage selbst mit 149 Stimmen der Linken nnd Oktobristen gegen 106 der Rechten und der Nationalisten angenommen. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Rothschild und merrt) del Val. (Zum Kiewer Ritualmordprozeß.) Zwischen Lord Rothschild und dem Kardinal-Staatssekretär Merry del Val hat anläßlich des Kielver Ritualmordprozesses cm Briefwechsel stattgefunden. Lord Rothschild ersucht m seinem Schreiben, in dem er ausführt, daß gerade zahlreiche Mitglieder des Heiligen Kollegiums das Ritnalmordmärchen bekämpft hatten, den Kardinal-Staatssekretär, zwei Dokumente die sich rm lAstt- licken Archive befinden sollen, und deren Inhalt Lord Rothschild in seinem Schreiben wiedergibt, auf ihre Echtheit nachzuprufen. Das eine Dokument ist eine vom Papst Jnnoeenz IV. Jahre 1247 erlassene Enzyklika, das andere ein ausführlicher Bericht des Kardinals Ganganelli, des späteren Papstes Clemens XIV. vom Jahre 1758. In der Enzyklika erklärt Papst Jnnoeenz IV. tn in energischen Worten die gegen die Juden gerichtete Nitualmord- beschuldigunq für falsch und die Behauptung, der^Ritualmord fei in der jüdischen Lehre enthalten für Unwahr. Der^Berich dev Kardinals Ganganelli hat einen dem H-alle Beilis sehr ähnlichen I Prozeß zum Gegenstand, der nierfroürbtgerroeue die Geistlichen Behörden von Kiew betraf. In diesem Bericht entscheidet sich der Kardinal gegen die Verfolgung des Falles und»gibt gle«%eittfl eine Uebersicht über viele andere derartige Falle. Ganganelli spricht darin seine Meinung dahin aus, daß rn keinem dieser. $ alle mit Ausnahme von zwei Fällen der Beweis für dieSchuld von Juden erbracht worden sei. Was die Frage des IUtualmordes bei den Juden im allgemeinen anbelangt, halt der Kardmal Die Enzyklika Jnnoeenz IV. und ähnliche Enzykliken Gregors IX. und Gregors X. für maßgebend. Er bezieht sich ferner auf zahlreiche Bullen und Enzykliken anderer Päpste, tn denen den Juden Schutz gewährt wird, woraus hervorgehe, baß die Kirche niemals daran geglaubt habe, daß Ritualmorde bei den Juden vorkämen. In seinem Antwortschreiben bestätigt Staatssekretär Merry bei Val die Echtheit der beiden Dokumente, von der er sich im päpstlichen Archive, in dem sie aufbewahrt seien, überzeugt habe. Mittwoch, 29. Gttober 1913 Rotationsdruck und Verlag der Bruhl'schea Universiläts - Buch- und S'eiudruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L 5Rebaftion:e^U2. Tel.-Adr.: AnzeigerDießen, bände eine Gegenerklärung erlassen, die in der Hauptsache folgenden Wortlaut hat: . .. Auf dem gestrigen Mrztetage haben die Aersteorganisationen beschlossen, keine Verträge mehr mit den Krankenkassen ernzu- gehen Sie wollen die ertranHcn Versicherten nur noch als Prroat- Patienten behaudeltt, unb der Vorsitzende des Leipziger Aerztevcr- bandes empfahl sogar, dies nur gegen Vorausbezahlung ZU tun. Dieses Vorgehen bedeutet den allgemeinen Kampf gegen die Krankenversicherung und den Generalstreik. ß. . , Es entspricht nicht der Walnheit, daß den Aerzten der Kampf von den 5lrankenkassen aufgebrungen worden ist und wenn vc- hauptet wird, daß die Krankenkassen mit den Aerzteorgamsationen nicht verhandeln und den sogenannten Herrenstandpunkt cinnchmeu, so ctitspricht nur das Gegenteil der Wahrheit. Die Vertreter der Krankenkassen sind tn Anerkennung der hohen Bedeutung des Aerzteberufes den Aerzten sowest entgegengekommen, als cs die ihnen auferlegte Verantwortung und die Wahrung der ihnen anvertrauten hochwichtigen Jnchrcssen der öffentlich rechtlichen Krankenversick^rung zulteßen. Die Krankn- I lassen sprechen deshalb die Erwartung aus, daß sich die V^horden I und der Gesetzgeber durch die Aerzteorganisationen nicht einschütt:-' tern lassen und unangemessene Forderungen der Aerzteorgani- sationen ablehnen werden. Es handelt sich um die IrntidKibung, I ob die Interessen eines einzelnen Berufsstandes über das ^>oyl I von Millionen von Versicherten gestellt werben sollen. Berlin, 27. Oktober 1913. t . I Hauptverband deutscher Ortskrankcnka ssen, Dresden. Hauptverband I deutscher Betriebskrankenlassen, Essen. Gesamtverband deutfcher Krankenkassen, Essen-Köln. Allgemeiner deutscher Knapp,chaft^ I verband, Berlin. Verband deutscher Jnnungskrankenkassen, I Hannover. politische Tagesschau. Ncueintcilung der Reichstagswahlkrcisc. Wie wir hören, beabsichtigen die liberalen Fraktionen des Reichstags demnächst einen Antrag einzu- briwgen, der eine Neueinteilung der Reichstagswahlkreife und eine Vermehrung der Mandate fordern wird. Da der Antrag aber kaum Ausficht hat, vorläufig beraten zu werden, denn er hat sehr zahlreiche Vorgänger mit Voi^ugs- berechtigung, so soll auch, um die Meinung der Regierung kennen zu lernen, eine kleine Anfrage über die Materie eingebracht werden, die wissen will, ob die Regierung bereits Vorarbeiten in diesem Sinne angeordnet habe. Alle Reichstagsmandate sind zurzeit besetzt, nachdem die letzten erledigten Mandate im Oktober neue Inhaber erhalten haben. Seit der Vertagung am 30. Juni d. <5. haben neun Ersatzwahlen stattgefunden, während seit den Neuwahlen im Januar 1912 nicht weniger als 25 Mandate neu besetzt werden mußten. Eine solche hohe Zahl ist recht selten im allgemeinen. Bei den 25 Ersatzwahlen sind in 21 Wahlkreisen Veränderungen in den Parteiverhältnissen nicht vorgekommen, in 4 Kreisen verloren die Parteien der Rechten ihre Mandate an die Linksparteien, nämlich: Hagenow-Gre- vesmühlen ging den Konservativen an die Freisinnigen verloren, in Salzwedel-Gardelegen unterlag der Konservative dem Bauernbundführer, Zauch-Belzig wählte statt desFrer- konservativen einen Sozialdemokraten, in Waldeck ging das Mandat von der wirtschaftlichen Vereinigung in die Hände des Freisinns Über. Die Neugewählten der Sommerwahlen, die am 20. November mit einer Ausnahme (Dr. Böhme) als neue Männer in den Reichstag eintreten, sind: Ewald lSoz.), Emminger (Zentr.), Gottschalk (Kons.), Frhr. v. Eretin (Zentr.), Neuhaus (Zentr.), Beck (Soz.), Stolten (Soz.), Lederer (Ztr.), Dr. Böhgen (Bauernbund), Gewählt sind sie ui Zauch-Belzig, Weilheim, Ragnit-Pillkallen, Landshut, Buhl-Rastatt,Dresden-Neustadt, Hamburg-Ost, Neumarkt, Salzwedel-Garve- ^^^^Voraussichtlich sind damit die Ersatzwahlen des Jahres 1913 abgeschlossen. Falls der Reichstag demnächst die vom Wahlprüfungsausschuß angefochtenen Wahlen für ungiltig erklärt, werden zu Beginn 1914 weitere Ersatzwahlen not- Eine Auseinandersetzung in der russischen Tuma. P c t e r s b u r g , 28. Okt. In der R e i ch s d u m a hat heute die Lkadettenpartei eine dringliche Anfrage wegen allgemeiner Bedrückung der Presse, besonders anläßlich des Bcilis-Prozesses eingebracht. Der Führer der Kadetten, M i l j u k o w, äußerte m 'einer Begründung der Anfrage, die Bcdrückimg der Prepe hatte in diesem Jahr einen Rekord erreicht Der P r a ) i b c n : bittet, den Prozeß nicht zu berühren. M i l 1 ukow erwiderte, du Abgeordneten Wen das Recht, sich über eine ganztRußland aufregende Fraoe anszusprechen und bat die Duma, gegen die geheimen Kräfte Stellung zu nehmen, deren Wirlung Rußland mit Schnmch bedecke. Der Präsident verwarnte den Redner abermals. Veifell rechts und im Zentrum.' Miljukow fuhr fort: Die enge Verliinduiig zwischen Dieben, Einbrechern und dem Dumaabgeordneteii Zamy^ lowsky erregt allgemeines Erstaunen. (Großer Lärm und Widerspruch rechts.) Der Präsident ruft den Redner zur Ordnung. Vieler schloß, es sei die höchste Zeit, zu erklären dast seine Partei keine Verantivortung für den Beilis-Prozeß tragen wolle. (Beifall D°- W i d 5°s" r u ch^zwisch-n 1913 und 1885 ist danach tttrfit ui bereiten Sn noch erhöhtem Maße steht aber die fetzige Scheidung der vL 1907 entgegen. 1907 hat der Bundesrat i re;nc Meinung dahin ausgesprochen, daß, solange der Herzog von Eumberland oder ein Mitglied seines Hauses sich in einem dem reichsverfassungsmäßig gewährleisteten Frieden unter Bnndes- t roiberftreitenben VerhältNipe zu dem Bundesstaate Äeußen befindet und Ansprüche auf Gebietsteile dicfes Bundes- : Rats erhebt, auch die Regierung eines anderen Mitgliedes des Hauses Braunschweig-Lüneburg in Braunsc^verg mit Grundprinzipien der Bündnisverträge und der Reichsver- sntt„na n?cht vereinbar sei, selbst wenn dieies Mitglied gleichzeitig N dem Beicht der übrigen Mitglieder des Hames auf Braun- iJTL;« für fich und feine Defzendenz allen Anfpruchen Miete Königreich Hannover entsagt. Ten eklatanten Hfitwytaas1 saa-is linw-g Damit hat sic selbst dcn eigenen Umlall und zu. I gleich. ben h^L31mann^^ol^rocTbat' ben Fürsten Bismarck und ! k Serr b. rotdiese Tat zum Ruhm i den.Durften Bulow dabingestellt sein lassen. Wir fürchten nur, «Ä SsW Kamps-z nicht er. sondern das WelfeMum sein wird. Aus Heßsfsn» Qpntralfaffe der hessischen Landwirt- Die Zentral^,'^^Genossenschaften hat an die Genossenschaftsvorstände folgendes Schreiben ge- Vorstand hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen vom gn 2 iMs ab an Zinsen zu berechnen: a) Tur den L^rkehr 3O'r?;f7nber Rechn ung für Guthaben 4 Proz., für Schul- Li S Miz.l b> im Wechselverkehr für Wechsel leber Srt — für Tarlehnswechsel und Geschäftstvechsel — den Weckfselzinssatz der Reichsbank, zurzeit ö1^ Prvz. Provision wird nach wie vor mir in laufender Rechnung berechnet und zwar /io,4roz. von der jeweils größeren Seite, ober vom mitttcren tschuld- oder Guthabenbetrag. Bei der Diskontierung von Wechseln ivird eine besondere Provision nicht berechnet: wir begnügen uns mit dem Provisionsertrag, den uns das Tiskontgeichaft dadurch bringt, daß wir es über das provisionspstichtige Konto in laufender Rech nung leiten. (Ein mexikanischer Militärzug in die Lust gesprengt. New York, 28. Okt. Wie ein Telegramm aus Mexiko meldet, haben die Aufständischen einen Militär z u g in der 97ähc von S 'an Sa l v a d o r c , in der Provinz Zacatecas, mit Dynamit in die ~ujt gesprengt. 115 Soldaten sind tot und zahlreiche verwundet. _______ Der Ritnalmordprozetz. K i e w , 28. Okt. Auf Ersuchen des Staatsanwalts werden die Aussagen des nicht erschienenen Archimandrsten Ambarfinö verlesen, die er vor dem Untersuchungsrichter machte und dieAb sagen, er habe die Schriften über den Ritualmord nicht perionlich tubiert, jedoch sich mit ortl-odoren 'Mönchen, die vom ^uduNtum zum Ehristentum übergetreten sind, darüber unterhalten und bie Ueberzeugung gewonnen, daß bei den ^uben, 6e|onber^ bet btn Ehassiden es gebräuchlich ist, durch Tötung unbeileckter ^unglinge das Blut zu gewinnen, das bei den Pasiahbroten verwandt wird. ben. Dos Kapitalvermögen beträgt 5 087 445,27 M., die Kapi- roUdjirthen iGuthaben der Einleger von 1912) 4 939 722.33 Mark, bleibt Ueberschutz 147 722.94 Mk, dazu bei Abschluß der Rechnung lsiehe oben) 104 093.68 Mk so daß der Reservefonds Ende 1912 beträgt: 251 816.60 Mk 3ic Gewinn- uud Verlustrcchnung ergibt an Erträgnissen 216846.96Mk. an Lasten 197475.18 Mk., ergibt Reingewinn in 1912: 19 371.78 Mk. Beim Vermögen sind die Staatspapiere nicht nach dem Nennwert, sondern nach dem Kurswert gerechnet. Die Zahl der Einleger hat sich in 1912 um 50 vermindert. Der Voranschlag für das neue Rechnungsjahr bleibt dem vorjährigen ziemlich gleich. Vom Reingewinn werden 24 Dienstboten mit 22, resp. 18 Mk. bedacht ferner erhält die Landwirtschaftliche Winterschule 200 Mk., der Landwirtschaftliche Bezirksverein Büdingen 125 Mk., der zu Schotten 25 Mk., der Verein für entlassene Gefangene 30 Mk., der Ortsgewerbeverein Echzell 200 Mk, außerdem werden landwirtschaftliche und gewerbliche Institute, Krankenpflege, Lehrertöchterstiftung und andere Anstalten bedacht, im ganzen werden 8311 Mk. verwendet Ter Zinsfuß ivirb auf 41/2 Prorent für Tarlehen, auf 4 Prozent für Einlagen fest- geseßt. Der seitherige Vorstand wird wiedergewählt. Bei dem folgenden Mahl zeigte in längerer Ausführung Kreisrat Doeckmann auf Grund eigener Anschauung auf seinen Reifen, wieviel Vorzüge unfcr deutsches Reich vor andern Ländern hat. Er dankte auch für die gemachten Zuwendungen. KrciS Alsfeld, k. Alsfeld, 28. Okt. Getötet wurde beim Bahnbau der 21jährige Arbeiter Karl Eiffert aus Schwarz. Eiffert war als Bremser an einem Materialzug tätig. An abschüssiger Stelle brach die Bremse, Eiffert stürzte aufs Gleis, und mehrere Wagen gingen über ihn, so daß er sofort starb. X. Alsfeld, 28. Okt. (Museum.) Das Museum des „Geschichts-- und Altertumsvereins der Stadt Alsfeld" im hiesigen .Hochzeitshaus, das am 6. Juli d. I. neu eröffnet wurde, hat während des Sommers einen zahlreichen Besuch von Einheimischen und Fremden aufzuweisen gehabt. Eine hübsche Ausschmückung wird das Museum im Lause des Winters erhalten. Der Treppenbau wird mit den Wappen von 16 lebenden Alsfelder Familien ausgeschmückt werden. Tie Wappen werden auf Leinwand mit Oelfarben gemalt. In einem Ausstellungsräume sollen ferner die Wappen der ehemaligen Alsfelder adeligen Burgmannen Aufnahme finden. Die .Herausgabe eines Alsfelder Wappenbuches, das über 150 Wappen adeliger und bürgerlicher Alsfelder Familien mit Text enthält, ist im Winter zu erwarten. Kreis Schotten. K. Schotten, 28. Okt. Ein Kreis-Obst- und Gartenbauverein wurde hier ins Leben gerufen, der Vorsitz wurde dem Kreisamtmann Schäfer übertragen. Kreis Friedberg. )( Bad-Nauheim, 28. Okt. Ein Raubanfall wurde an der Ufa gegen den Rechner Karl Wagner vom Gas- und Wasserwerk aus Friedberg verübt. Wagner wurde in der Dunkelheit plötzlich überfallen, zu Boden geschlagen und aus- gcplündert. Dann wurde er in die Ufa geworfen. Das kalte Wasser brachte ihn wieder zu Bewußtsein, so daß er sich retten konnte. Wagner ist schwer verletzt. = Butzbach, 28. Oft. Bei der Großherzvglichen Bürgermeisterei Butzbach ging von dem Hessen-Darmstädter Volksfest- Verein nachfolgender Brief ein: New Bork, 17. Oktober 1913. An die Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach lO-erbessen). Geehrter Herr Bürgermeister Flach. Wohlbehalten wieder in New Bork zurückgckehrt, drängt cs'uns für all die Liebe und Freundschaft, die man uns, bei unserem Aufenthalt in Butzbach fettens der Stadt und seiner Bewohner entgegengebracht, von Herzen zu bauten. Da es für uns unmöglich ist, jedem einzelnen nach Recht und Gebühr Dank zu zollen, so bitten wir Sie geehrter Herr Bürgermeister uirseren Dank für die Gastfreundschaft Ihrer Stadt und deren Bewohner gütigst entgegen nehmen und an geeigneter Stelle zum Ausdruck bringen zu wollen. Weit über den Rahmen unserer Erwartungen gingen die Ehrungen und Aufmerksamkeiten, die man uns zuteil ^oerden ließ. Nehmen Sie Herr Bürgermeister damit noch die Versicherung, daß der uns zuteil gewordene Empfang und die Liebe, mit der man uns umgab, ein Lichtpunkt für unser ganzes ferneres Leben bleiben wird. In vorzüglicher Hochachtung der Hessen-Darmstädter Volksfest-Verein, gcz.: Ehr. C. Gerhardt, Präsident. Hessen-Nassau. > h. Marburg, 28. Okt. In Wittelsberg wurde gestern abend ein 15 Jahre alter Knecht des Landwirts Kiefer von dem mit ihn fallciwen neun Zentner schweren eisernen Hoftor, das er schließen wollte, erschlagen Das Tor war noch neu und erst vor einigen Tagen aufgestellt worden. h. Usingen, 28. Okt. Auf der steil abfallenden Straße nach Riedelbach fuhr der Schreiner Guckes in voller Geschwindigkeit mit seinem Rade gegen ein ihm entgegenkommendes Fuhr- 4vcrk. Dabei bohrte sich die Wagcnstange in den Leib des jungen Mannes, so bau er nach kurzer Zeit verstarb. h. Bad Homburg v, 0. H., 28. Okt. In unferm bcuffiften Bad Homburg wurde einem deutschen Kasseehausbesitzer der Ausschank von deutschem Wein und deutschem Bier verboten, dagegen aestattete ihm die Behörde bereittvilligst den Verschleiß ausländischer, besonders flxniiftffcr, Weine. Wahrsckein^ lief) bringt her Absatz fremder Weine den Behörden mehr Zoll- ober Steuereinnahmen ein als bei den deutschen Gewädisen. -- Vom kommenden Samstag ab wird der Hochtaunus durch einen täglich mcln-maligen Automobilverkelir zwischen Königstein-Ober- 'relfenberg-Niederreisenberg'Schmitten und Hohemark eine wesend liche Vcrkebrsbereicherung erhalten. h W e i l bu r g , 28. Okt. Wie weit die me t e 0 r 0 l 0 g i f ch'e Wissenschaft gediehen ist, bavon legen Beobachtungen der obcrlieh"Heben Obstbauanstalt Oberzwehren Zeugnis ab. Von beit von Mai bis Sepleniber cingegangenen Wettervoraussagen der hiesigen Wetterdienststelle trafen im Bezirk Oberzwehren Prozent zu, 32,6 Prozent näherten sich der Prognose sehr. 0,3 Prozent waren vorwiegend falsch und der Rest von 3,1 Prozent H>ar als verfehlt anzusehcn. 8. Sitzung Großhcrzoglicher Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. „ , Protokoll Auszug Anwesend und die Herren: Geheimer Kommerzienrat Heichel- henn als Vorsitzender. >bvmmcr»icnrak Schirmer als enter stell- vertretender Ersitzender, Kommerzienrat Grüucivald als .zweiter stellvertretender Vorsitzender. Friedl»erger. Zhring, Kommerrien- rat Mingspvr, Noll. Nmvack. Rehr, Zurlmch. Dr SeiNeV ©X bifiiv. Dr Buderus, wisfenschastlickier Hilssarbeitcr. Vor Eintritt in die Tagesordnung begnißt der Borsitzenbe Herr Geheimer Kommerzienrat Heic!»eldeini, die Herren zur ersten Siluing int neuen Heim und spricht der Kammer nochmals innen Dank anS für die Aufmerksamkeiten, die ihm anläßlich oer <5in weibung des neuen Handelskammergebäudes von ihr zuteil geworden sind. 1. Einrichtung eines Ka u f m a n n s g e r i ckt s für den Kreis Gießen Die Ortsgruppe Gießen deS deutschnationalen Haudlungsgebilfen-Verbandes ^itz Hamburgs bat an das Grosch. .s^reiStmit Gießen die Bitte gerichtet: „Auf Grund dos 8 1 ?lhß 1 des >1 au f nta 11 ntgrriebt■?aei und aus Grund des 8 142 der Gewerbeordnung ;u I> schließen, das gesamte Kreisgebiet an das Karckmanusgericht Gießen anzu schließen und die erforbfriidvn Schrine red* alb ei nm leiten " Vcm dem Gwßh. Kreisamt zu einer gutachtlich« n Aeußcrung aufgeforbert, nimmt die Handelskammer zu dem Anfrage wie folgt Stellung: Die Handelskammer hält bas Verlangen, baß auch bie arrßer- 6alb ber Stadt Gießen in den einzelnen Orten des Kreise- Gießen beschäftigten Handlungsgehilfen der Wohltaten des Kaufmanns- aericknsgesetzes terlhania werden möchten, für durchaus berechtigt. Sie hat deshalb grundsätzliche Bedenken gegen bie Errichtung eines Kaufmannsgerichts für ben Kreis Gießen nicht geltend zu machen. Aus einer Reihe von Gründen glaubt fie jedoch die Errichtung eines gemeinschaftlichen Kaufmannsgerichts für den ganzen Kreis Gießen, b. b allo den Anschluß an das bestehende Kaufmannsgericht der Stadt.Gießen nicht befürworten zu sollen. 2. Eisenbahnangelegenbeiten, a) Auf die Bitte der Handelskammer zu Limburg um Unterstützung ihres Gesuches, batte sich die Kammer an die Kgl. Eisenbahndirektton Tnranr- hrrt a M. gewendet mit dem Ersuchen, daS Zugpaar 127 128 (ab Koblenz 8 45 Uhr, an Gießeitz 11.12 Uhr vormittags, resp. ab Gießen 12.08 Uhr, an Koblenz 2.28 Uhr nachmittags «nieder einzulegen. Die Kammer erhielt jedoch ben Bescheid, daß bie Besetzung dieser Züge in den Monaten März und April sehr schwach gewesen sei. Da mtn die ursprünglich nur für den Sommer vorgesehenen Schnellzüge D 147 (Koblenz ab 1.22 Uhr nachmittags) nach Berlin und D 148 Koblenz an 5 27 Uhr nachmittags^ für den Verkehr nach Osten und Westen geeigneter wären, so fei die versuchsweise Beibehaltung dieser Züge zunächst für den Winter vorgesehen Im Sommer dagegen würden auch die Eilzüge 127 und 128 wieder gefahren. b) Eine weitere Anfrage der Kammer, die zufolge Preß- nochrichten ergangen war, beantwortete bie SM. Eisenbakmdirektion Frankfurt a. M dahin, daß ibr von ber Einlegung eine? neuen Schnellzugpaares 1. und 2. Klaffe zwischen Frankfurt a M. und Berlin über Gießen—Kassel zum 1. Mai 1914 nichts bekannt sei. , c) Auf ein mündliches Ersuchen der Kammer an bie Eilen- bahndirektion Frankfurt a. M wurde ber Bescheid, baß Entwürfe für eine umfangreichere Erweiterung bee Bahnhofs Gießen nicht aufgestellt worden seien und hon der Kal. Eisenlwhnbircktion von. einer Verlegung eines Teiles des Ranaierbahnhofs von Gießen nach Wetzlar und Lollar nichts bekannt sei. dl Einer Gießener Firma, bie fett einer Reihe von Jahren mit Sofia in regem Geschäftsverkehr steht, war auf eine ent- sprechenbe Anfrage v»n ber Kgl. Eifenbahnbirektton Frank- f"rt a. M. ber Bescheid zugegangen, baß der Güterverkehr nach Bulaarien zurzeit noch gesperrt und daß die Kgl. Eisen- bahndirektron nicht in der Lage sei, anzugeben, wann der Verkehr wieder freigegebcn würde. Die tHandelskammer hatte sich daraufhin an die Handelskammer in Sofia mit dem Ersuchen gewendet ihrerseits bei der bulgarischen Reaieruna auf eine baldige Wiederherstellung geordneter und gesicherter Verkehrsb?ziehunaen hinzuwirken. Aus der ber Kammer bewarben en Antwort gebt Irrtmr, bas sowohl die Handelskammer Sofia wie mich der Bund ber h-ilaarischen Industriellen in dieser Richtung bereits tätig gewesen sinh, bisher iedoch ohne Erfolg, da die serbische Regiernna fortgesetzt Schwieriakeiten mache. Nach einer ben Aeltesten ber Kaufmannschaft von Berlin amt- fidierfeit'3- a-morben-n Mitteilung werben daher SenbiiN"-n na<5 sckiffabrtS-Akttengesellsckxift abgeserttgt und zwar nach Sonwvit Gjsenblihn und von da int Donau-Umschlaa«verkebr mittelst Schiffen der Ersten k. k. priv. öfterr. Domru-Damvffchiffabtts- Gesellschaft oder jenen ber Königl. ungarischen Fluß- und See- ichifsabrts-Aktiengesellschast abgeserttat und zwar nach Som^vit hir Guter, die nach West- und Süh-Bulgarien und nach Sistov für Güter bie nach Ost- und Nord-Bulgarien bestimmt sind, von n»o sic Anschluß an die bulgarischen Staatsbahncn haben. Die aenannten Schisfahrtsgefellsckasten und die bulgarischen Staats- bnhnen haben für eine möglichst schnelle Beförderung Vorsorge getroffen. 3. Auf einen entsprechenden Antrag wurde ber Kammer von her Kaisers Ober-Postdirektton Darmstadt brr Bescheid zuteil, boü her Fernsprechverkehr zwischen Gießen einerseits und Marien bad und Karlsbad andererseits am 30. September eröffnet worben fei. 4. V ert reterkonf eren z der hessischen Handelskammern. In der am 18. September in Frankfurt a. M. stattqehabten Vertreterkonfercnz der hessischen Handelskammern wurden narbnenannte Gegenstände beraten und hierzu die folgenden Beschlüsse gefaßt: 2) Die zw-ischen der HandeVkammer Mainz als Vorort des hessischen Handclskammertages und der Landwirtschaftskammer smvic brr Handwerkskammer zwecks gemeinsamer Herausgabe des wirtschaftlich-statistischen Iah rbu chS für bas Groß- herzogttim Hessen getroffenen Vereinbarungen tverden gutcieheißen. 1') Die Erhöhung des Staatszufchusscs zu den Kosten der kaufmännischen Fortbildungsschulen soll unter genauer Angabe deS Mehrbedarfs der einzelnen Schulen von neuem beantragt werden. c) Für das Deutschland buchfürEhinesen bewilligen die hessischen Handelskammern einen gemeinsamen Zuschuß in Höhe von 500 Mark. d), Eine Unterstützung des Verlags des illustrierten technischen Wörterbuches in 6 Sprachen wird mit der Begründung abgelchnt. daß es zunächst Sache ber Fachver- bänbe und der einzelnen Industrie- und Handelszweige sei, angemessene Zuschüsse zu leisten. e) Zwecks Prüfung ber Frage betr. die Heranziehung ber Genossenschaften zu den Kosten ber Handels- kämm e r wird eine Komnttssion eingesetzt. Diese Kommission hat inzwischen getagt rntb fick dahin ausgespivchen, daß landwirt- sckattllcke Konsumvereine, Winzcrgenossenschaften, Spar- und Dar- lehnskassen sowie Konsumvereine beitragspflichtig zur Handelskammer sind, sofern sie ein HcmdelSgewerbe betreiben, im Genossen- schaftsregister eingetragen und zur Gewerbesteuer veranlagt sind. fx Die Handelskammern erklären ihre Bereitwilligkeit zur Entgegennahme von Vorschlägen aus Interessentenkreisen zwecks -Luramihnmg her Vorsckniften über die Krankenversicherung der im Wandergewerbe Beschäftigten. kl) Zur Prüfung der Frage bett, die Errichtung von Kontrollkommissionen bzw. EinigungSämteni zur Uebcr* wachung deS unlauteren Wettbewerbs wird eine Kommission eingesetzt. h 1 Ter A'lsschuß des dei-ttdicn Handelstages hatte ben.beut- faien HandelSkainmern emmohlen, S ubm i s s i0ns stelle n zu errichten und fich anzugliedern, loeldK die dlufgabe haben sollen, aussckrcibenbc Behörden zu beraten und zwischen ihnen und den in »rraac konimenden Ausschreibungsbewerbern zu vermitteln. Zur Prüfung dieser Frage wird gleid-falls eine Kommission eingesetzt. i> Zwecks Prüfung des Entwurfs einer Verordnung betr. ^9 •? S 7 u n n u it Aufbewahrung feuergefährlicher »y 1 ü f 11 fl r c 1 £e n soll eine besondere Konferenz unter Hinzuziehung von sachverständigen abgehalten werden. Diese Kon- lSlcn3 -P01, l9wi,'*cn in Frankfurt n. M stattgcfunden: alS m b^nt bcm 0>roßh Ministerium des Ininwn ein cmS- erstattet worden, in welchem zunäd»st der grunb* ^r Kammern ?luSbruck geaelvn worben ist, StfifAi- W hmterqtfrnbat Pondxriftfn, als fie bie n,d7t v?ttiegt und in tneldxmi 'odann ^ge zu den einzelnen Para- grap^.i des Entnmns gemacht worden sind. setzes ' b c um l a g e n g e - OVroerbdtrucr - urben^n^M kne in wetcker N-r i:nernmL Nod^M' Ä* hie 1. 3t. von den Imitidw Hanbalskammern bet R-rmJnn X« Gesetzentwurfs gerade in Bezug auf ZXiS geinackten Vottckläge sich als eine bm Mützen tigfcjt wrb Willigkeit wett mehr rnnmvdwnbe i'öiuna barstellcn und dop durch dieseBorfdüage vor allem bw sprunghaften 2ttigtrim- gen. wie fie sich bis jetzt bet ber Tjrdfv1 > G'- wks in vielen Fällen gezeigt hätten, vernttcr-en w Von unterrichtet«' Seite liegen not ■. -e’-jenbe Milteibmgca a) (Sntragwng für Handelsmarken in Pern. b) Einrübi^ng von Rinds>tt-men narb Rußland c) Ausstellung „Tas deuttcke S?anbnx-rf Dres>m 1918". d) Berrraulicke Mitteilungen über zweifelhafte I-irmem im Ansland ^Belpien, Großbritannien, Frankreich, ' uinänicn, Schweiz. Brittscch-Südafrika, Afrika. Nähere Auskunfr über vorstehende Mitteilungen wird aut dem Sekretariat der Handelskammer crteill. - » . . . ■ । ■ 1 ■' ....... — '■■■' j CanOwirficbaH« A Hof Altenberg, 27. Okt Die Kreis-Jungvieh, weide auf Hof Altenbera wurde in ber voriaen Worbe geflossen. Bolle 22 Wochen konnte sie dieSinal von 2i Iungrindern VogelS. beraer Raste auSaenutzt werden. Wie durch die ?Jaqe *estgestellt, befränt die i^en'icktSznnabn'e burdifdniittlidi 70 Kg = "9 Pfund pro Tag und Tier. DoS Weideqeld beträgt für jedes Rind vro Tag 25 Via., ber Rest wird im aleidwi, Betrage vorn streife getragen. KraukbeitS- und UnglückSiälle sind während der diesjährigen Weideperiode nicht oorqefornmen. Dcrmifctytet« * Der Verein der Buä liändler zu Leipzig be-, schloß in einer außerordentlichen Hauptversammlung die Beteili-i aung an der buck gewerblich en Weltausstellung Leipzig 1914 und bewilligte aut Vorschlag eines PsnaliedeS hierzu ohne Aussprache einstimmig c;nn Betrag von 30 000 Mk.,1 das Doppelte der Lumme, die her Vontand beantragt batte. Zugleich wurde die erfreuliche Mitteilung gemacht, daß der für, die Leipziger Berlagsnrmen zunächst in Aussicht aenomm.ne Raum^ bereits belegt ist und erweitert werden muß. *Todcsfall im Hörsaal. AuS Berlin ttnrb gemeldet: Der Direktor der Militärveterinär Akademie, Generalveterinär Dr. Franz Hell, ist, w-'ihrend er den Lttidiereuden Vortrag bidt, von einem Schlaganfall getroffen und bald darauf gestorben. * Wirbelsturm. Aus Brüssel wird uns gemeldet: Em über die Stadt hinwegzielwnder Wirbelsturm richtete an >en Häusern, Zäunen und Telegraphenleittmgen usw. grofy Verlwe- rungen an und verursachte mandterlei Störimgen. Turd) ein imv- stnrzendes Gent st wurden mehrere Personen schwer verletzt. Brand in der Brüsseler Ausstellung. Ein gestern vormittag in der Ausstellung ausgeb rochen« vierter Brand erstreckte sick) auf etwa 600 Quadratmeter im Umkreis. Tie Hitze war so stark, daß die Televdondrähte schmolzen und die Feuerwehr nicht sofort benachrichtigt werden konnte. Laut „Vossischer Zeitung" wird der Ausbruch weit«« Brände befürchtet. ' Amerikanische Galanterie. Aus New Pork wird gemeldet: Bei der Ankunft des Llopddampfers „K r 0 n, vrinzessin" schnitten, wie d« „Lokalanzeig«" meldet,^ die Zollbeamten den an Land gehenden Damen die Federn von den Hüten. Die Frauen protestierten heftig, einige vergossen bittere Tränen. * Nervös. Frau: „Harri), mein Liebling, bring' dock' bloß heute abend eine Mausefalle mit." Harr«: „Aber ich hübe dock erst vorige Woche eine mitgebracht." Frau: „Aber das ist es ja gerade, denk' dir, da jft 'ne Maus drin." Kleine Tagerchronik. Das bekannte Kurhaus Tanneitboden-Oberberg <'Kanton St. Gallen) ist mit allen Nebengeb inden n i e d e r gc b r a n n t. In der Weltausstellung in Gent, die am 3 '^nj. geschlossen wird, fand in Anivefenheit des Koma- * matischcn Korps und des französischen <>andcl6nnmsters Massö die Schlußfeier mit Preisverteilung statt. Der Rat der Stadt Dresden hat einen weiteren Betrag von 30 000 Mark zur Bekämpfung d« Säuglingssterblichkeit bewilligt. In Lausanne versagte in der Nacht zum Montag die Bremse eines Straßenbahnwagens, das Gcsährl sauste zu Tal. Fünf Menschen wurden lebensgefährlich verletzt, zwei starben. Der Wagenführer wurde vor Schreck wahnsinnig. Am Montag richtete im ivestlickicn England und Sud Wales ein heftiges Gewitter mit Hagel und Wolkenbrüchen großes Unheil an. Umstürzende Telegraphenstangen verletzten drei Personen schwer. Die Hagelftücke hatten die Größe von Tennisbällen. Meteorologisch« Beobachtungen der Station Sichen. o E* ! trt 28. 2” 740,7 28. 9* 740,2 29. 7 ’* 739,5 18,6 12 3 8,5 2« öd 95 60 ESE 2 8,7 81 I ESE 2 7,8 : 94 ; - still (Brab ! b«r B.wSlkung In ßebntcl brr ■ pch'd Wetter 4 Sonnenschein 10 10 höchste Temperatur am 27. bll Niedrigste . , 27. „ Diiederfchtag: 0*0 mm. 28. Oktober — + 18,7* C. 28. — -F 8,6' C. Ä15 GEORG TV tJASS'LA.TZf A G DRESDEN- Graste deutsche Cj&arettenfabrik. m/GoId °VMundsL flach Feldbahnfabrik LFmiturta.IL fant I, 1S7V. Wetter 1 t! Weltberühmtl Hildebrand Kakao Besonders empfehlenswert: Deutsche, Milch-, bittere Schokolade. Staatsmedaille in Gold 1896! Schokolade Feinste Konfitüren. Liebling, bring' doch Mok ' ri): „Wer ich hübe doch 'M: „Aber das ist es je n. W ** «esktzz. N ^reiZ-.c, b,? Sag! 70 ft/;!! A^'leDi N für jebrt ti? ,n wi ler zu 'S?!“’»»« 1 SMacht, btJLr " Nidjt öLb t "1T 'erden muL 9 ommcn? gestorben «y uns gemeldet: A? ^u r m richtete au btn! 9® usw. graste Ver!m> ormgen. W einX rf°ncn schwer ver. Ausstellung. Gni usgebrvchener vierter' ladratmeter im Umtreis. lonbrabte schmolzen und 1 werden konnte. Lau, ch weiterer Brände be- New Yor! Llohddampsers „ftrotb „Lokalanzeiger" meldet/- n -Tanten die Federn i Terten heftig, einige ver- iiif. vfiberberg (Danton St 'ergebrannt. ent, bie am .3. Wy es Köniqs. XkTvWw3.xvv\^ti MG Ä. en hat einen iveiteren nng der Säuglings- Nacht zum Montag die !ns, das Gejährt sauste rsgejährlich verletzt, Mi -chreck wahnsinnig. England und Süd-Mes Wolkenbrüchen großes Un- n verletzten drei Personen ißc von Tennisbällen. öer Station rn/Gold m/Mundst flach - Für einen Teil der Provinz Hessen-Nassau sucht erftflnffifie, konkurrenzfähige Lebens-Ber- sicherungs-Gesellsdiaft einen in Akauisitivn und Crflnnijation durchaus erfahrenen und mit guten Erfolgen tätig gewesenen Außenbeamten. Bezüge nach Vereinbarung. b'-^/io Schriftliche Atrgebote mit Bild werden unter w. 221 an den Gieftener Anzeiger erbeten. ?rdentl. 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