Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. Gottcsgnaden". , , Damit wird nun endlich einem staatsrechtlichen Zustand abgeholfen, der für den Prinzregenten selbst nicht weniger drückend war, als für die jeweiligen höchsten Beamten des Königreiches. Die Beschränkungen, denen der Regent bisher im vermeintlichen Interesse des Königs unterlag, wareii zahlreich, verwickelt, oft recht hinderlich und lagen meist durchaus nicht im öffentlichen Interesse. Der Regent muhte in allen wichtigen Negierungsangelegenheiten das Gutachten des Regentschaftsrates erholen. Regentschaftsrat aber ist das Gesamtstaatsministerium. Wie schwer es fällt, dieses Gelamtministerium auf eine Meinung zu bringen, hat ja gerade die Königsfrage wieder gezeigt. Ferner: keine Bestimmung der Verfassungsurkunde erklärte den Regenten für unverantwortlich. dunen besonderen strafrechtlichen Schutz genoß er nach dem Reichsstrafgesetzbuch nur dann, wenn er nicht dem kömgl. Hause angehörle. Es gab ferner kein Verbrechen des Hochverrats gegen den Regenten, lieber die Ehreirrechte des Regen - ten, wie Titular usw. enthält die Verfassung feine Bestimmung. Nun soll sich also alles, alles wenden, und man kann es Herrn v. Thelemann nachsühlen, wenn er die jetzige Königsvorlage mit einem Seufzer der Erleichterung als eine „Erlösung" erklärte, lieber die parlamentarische Durchführung hat sich der überstimmte Ministerpräsident wahrscheinlich ganz unnötige Sorgen gemacht. Au8 der bayerischen Kammer. München, 28. Okt. Zu Beginn der Sitzung der Kammer der Abgeordneten teilte der Präsident v. O r t e r e r mit, baß vom Gesamtstaatsministerium der Kammer der Abgeordneten eine Vorlage über die Beendigung der Regentschaft zugegangen fei. Der Präsident verlas - den Wortlaut der Vorlage und schlug vor, sie am Donnerstag zu beraten. Dann folgte die Anfrage der Liberalen, betr. die „Bayerische Staatszeitung". Nach einer Begründung durch den Abgeordneten Thom a (liberal) beantwortete der Staatsminister Frhr. v. Hertling die Anfrage. Er faßte seine Ausführungen am Schlüsse in folgenden Worten zu- 9 Thelemanus Ansicht ist folgende: Die Verfassung, die in wenigen Jahren hundert Jahre alt wird, hat die Ausschließung eines geistig umnachteten, regierungsunfähigeii Thronfolgers nicht bestimmt, also nicht gewollt; das Farn ilienstatut, das ein Teil der Verfassung ist, habe alles frühere Recht ausdrücklich ausgehoben, also auch die alte Goldene Bulle. Den Urhebern 'der Verfassung sei sicherlich ein Präzedenzfall aus einem andern deutschen Staat bekannt gewesen; für den geisteskranken .Herzog von Oldenburg war nämlich 1785 eine Regentschaft eingesetzt worden, die 1818 bei Zustandekommen der bayerischen Verfassung noch dauerte. Folglich hätte der bayerische Gesetzgeber, wenn er einen Geisteskranken von der Thronfolge ausschließen wollte, dies ausdrücklich gesagt. Er hat es aber nicht gesagt, und deshalb ist Prinz Otto König geworden. Nur durch eine Verfassungsänderung läßt sich dieser Zustand beheben. Der Zweifel, ob während der Dauer der Regentschaft eine Verfassungsänderung zulässig ist oder nicht, kann nach des Justizministers Ansicht als vollständig überwunden gelten, nachdem während der Regentschaft des Prinzen Luitpold der Tert der Urkunde nicht weniger als achtmal abgeändert worden ist und außerdem 1906 einen umfänglichen Zusatz durch das Landtagswahlgcsctz bekommen hat Nun ist aber in der staatsrechtlichen Literatur neuerdings (von Prof. Anschütz) eine Verfassungsänderung vorgeschlagen worden in der Der Kaiser und die Wissenschaft. Dahlem, 28. Okt. Heute vormittag wurde durch den Kaiser die Einweihung des Kaiser Wilhelms- I ii st i t u t s für experimentelle Therapie vollzogen. In dem Laboratoriumsraum versammelten sich außer den Mitgliedern der Kaiser Wilhelms^sesellschaft mit. and. viele Minister und hohe Beamte. Um 10 Uhr erschien der Kaiser im Automobil in der Uniform der Maschinengewehr abteilung. Professor Harnack hielt eine Ansprache, in der er sagte: Wir hoffen, daß dieses Haus ein festes Bollwerk ein wird aegen die apokalyptischen Reiter, die durch die Luft und das Wasser gegen die Menschen einherziehen, wir hoffen, daß die ausgezeichneten Forscher, die hier totrlcn werden, nut ihrem Teil die Endschlacht mitschlagen werden. Dann betonte der Kultusminister in einer Ansprache, daß die vor Jahresfrist eröffneten Institute schon bedeutende Ergebnisse zu verzeichnen hätten. Der neue Direktor Professor W aff' ermann sprach über die Aufgaben des Instituts und dao ungeheure Arbeitsfeld. Die experimentelle Krebsforschung besonders stehe auf einer solchen Stufe der Entwicklung^ dag man hoffen könne, mit dem vorliegenden Berge von Schwre- rigkeiten fertig zu werden. Es folgte hierauf die Besichtigung unter Führung des Generalarztes Dr. v. Jlberg, wobei eine Reihe von Vorführungen stattfand. Der Kaiser verließ dann das neue Institut um sich nach dem Institut für Physikalische Chemie zu be< geben. Der Direktor des Instituts, Geh. Neg.-Rat Professor Haber führte dem Kaiser im Hörsaale eine Demonstration vor, welche die Verhütung von Schlagwetter-Katastropheir betrifft. Alsdann wurde der Kaiser in den Maschinensaal geleitet, wo um 11% Uhr die H a u p tv ers am m l u n g der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft durch Präses or Harnack eröffnet wurde. Nach verschiedenen Ansprachen hielt Geheimrat Professor Ritter von Hartwig -München einen Vortrag über neuere Probleme der experimentalen Biologie. Eine Ansprache des Kaisers. Am Schluß der Hauptversammlung hielt der Kaiser eine kurze Ansprache, in der er sagte: Wir haben bei Dr. Haber heute schöne Fortichritte gefehen. Ich freue mich, daß meine vor einem Jahre gegebene Anregung, ein Ni ittel zur Verhütung der S ch l a g ro e t t e r k a t a st r o p h e n in den Gruben zu finden, seitens Dr. Habers und seiner Kollegen so schnell ausgegriffen worden ist und zum Erfolge geführt hat. Das Instrument, das mir vorgeführt lvurde, scheint das berufene zu sein: möglicherweise ist es geeignet, Tausenden von Bergleuten in Zukunft das Leben zu erhalten. Es ist Dr. Haber gelungen, den Weg zu finden. Sein Meßinstrument wird hoffenb- lich das Feuer aus den Grubenbetrieben völlig ausschalten. Ich sammen: c <. Die königliche Staatsregierung hat mit der Gründung der „Bayerischen Staatszeitung" nach ihrer Ueberzsugung ein dringendes staatliches Bedürfnis erfüllt. Dadurch, daß sie die Anlage und Einrichtung der „Staatszeitung" in enger Anlehnung au die Vorbilder der Negierungsorgane Württembergs und Sachsens ausgestaltete, hat sie gezeigt, daß es ihr nicht darum zu tun ist, für das gegenwärtige Ministerium das Blatt zu gründen, sondern daß sie bemüht gewesen ist, dem Staate ein offiziöses publizistuches Instrument zu geben, das früher die Regierungen entbehren mußten, das aber die künftigen Negierungen im Hinblick fowohl auf die Verhältnisse im eigenen Lande, wie auch die Einrichtungen anderer Bundesstaaten genau in gleicher Weise benötigen, wie die gegenwärtige Regierung. Die Staatsregierung war sich von An- Forni einer Proklamation des Inhalts, daß der von Ro nig Otto innegehabte Thron als erledigt zu betrachten sei, Prinz Ludwig als nächster Agnat ihn zu besteigen habe und König Otto den Königstitel behalte, gleichsam als habe er dem Throne entsagt. Eine solche Form der Verfassungsänderung war auch im bayerischen Staatsministerium Gegenstand eingehender Beratungen. Aber man verwarf schließ lich, wieder unter Thelemanns Einfluß, ein solches Gesetz, weil es „auf eine Entsetzung des Monarchen hinauslanfe, somit gegen den monarchischen Gedanken verstoße". - Es blieb also schließlich gar nichts andres übrig, als eine Vorlage, die den § 21 des Titels II der Verfassung mit dem jetzt bekanntgewordenen Wortlaut umäudert. Mit solcher Acnderung, so erklärte der Justizminister dem Prinzrcgen- ten, werde in das monarchistische Prinzip „nicht mehr, als bedauerlicherweise unbedingt notwendig ift", cingegnffen; der Uebergang der Krone erfolge dabei auf den „Nachfolger von sang an bewußt gewesen, daß sie mit der Gründung der „Staats-- zeilung" auf große «Schwierigkeiten stope und ihretwegen scharn Anämie erfahren werde. Tie Voraussicht durfte )ie fedoch nicht abhatten, diese von ihr als notwendig anerkannte Gründung in. Werk ;u setzen, da sie es als ihre über alle Bedmken stehend« Pflicht erachtete, den Vorsprung auszugleichen, dcn sämtliche größere Bundesstaaten Deutschlands auf bieieni wichtigen Gebiete des öffentlichen und staatlichen Lebens vor Bayern bisher vor ausgehabt haben. m Eine neue ärztliche Untersuchung de8 Königs Otto. Die „B. Z." meldet aus München: Montag abend begab sich ein ä r z t l i ch c r A il s s ch u ß nach Eckstoß Fürsten, rieb, um den König Otto, bevor die Enticheidung aber die Thronsrage erfolgt, nochmals auf seinen Gcfnn d H e r t - z n st a n d z n u n t e r s u ch e n. Wie verlautet, konstatierte dci Ausschuß unheilbare Paralyse, aber einen sonst verhältnismäßig gesunden Körper^ &crr Grosser als Vikar,' nur schien er mir in seiner Maske, o charakteristisch sie war, nicht so sehr zum Lieben geschaffen, wie >as aus dem Gehaben der „mehr für die Kirche als für bie Kunst veranlagten" Jungfrau hervorzugehen schemt. Ein braver Robert war Frl. Hansi Martini, eine urwüchsige ^sane Frl. Hermine Weber. — Die steigenden Verluste im Frankfurter Theaterwesen. Aus Frankfurt a. M., 28. Okt., wird uns geschrieben: Bei dem Opernhaus und Schauspielhaus wach,en die Betriebsverluste rapid in die Höhe. Während sie Ende xsiUi noch 481 000 Mk. betrugen, waren es am 1. Oktober bereit» 530 765 Mk., also rund 100 000 Mk. mehr. Auch der letzte Monat des Theaterjahres, der Oktober, wird voraussichtlich 40 bis 45 000 'Mk. Verluste bringen, so daß der Gesamtfehlbetrag, des Jahres nabejit 600 000 Mk. erreichen wird. Um bieien Verlust zu decken, muß die städtische Unterstützung von 502 500 Mk. voll in Anspruch genommen Der Rest muß dem Garantiefonds entnommen oder aus privaten Mitteln aufgebracht werden. — Die planmäßige Bekämpfung der Tuberkulose in einer st ar k v e rs e uch t e n L a n dg emei nd e Nach diesem Titel ist soeben eine Schritt von Geh Regierungsrat Dr jur. und Dr. med. h. c. Dietz, erschienen, dem Verfitzenden des Vorstandes der Landesversichernngsanftalt Grvyh. Hepen und des Heilstättenvereins für das Großh. Hessen, bie besondere Beachtung beansprucht, weil in ihr das Vorgehen in der praktischen Bekämpfung der Tuberkulose in einer Gemeinde geschildert wird, das wohl in feiner Planmäßigkeit bis jetzt noch Nirgends durck)- geführt worden ist. Der Verfasser hat sich durch die starke Verbreitung der Tuberkulose in dem kleinen hessychen Dörfchen Heilbach i Odw, von beifen 1100 Einwohnern zurzeit nicht loeniger wie 122 zusammen jährlich rund 19 000 Mk. Invalidenrente erhalten, veranlaßt gesehen, die gesamten wirtschaftlick)en und gesundheitlichen Verhältnisse Heubachs genau festzustellen und zu prüfen. Die Ergebnisse dieser eingehenden Feststellungen sind in der Schrift in der sorgfältigsten und übersichtlichsten Weise zu- sammengestellt. Interessant ist, wie der Verfasser die Bevölkerungsbewegung in Heubach in den letzten Jahrzehnten, insbesondere aber seit 1903, ferner die Berufs- und Wohnungsverhältnisse der Einwohner Heubachs ermittelt und schildert. Die zum Teil traurigen Wohnungsverhältnisse in Heubach werden durch Abbildungen veranschaulicht. Was aber der Schrift einen besonderen Wert verleiht, ist, wie gesagt, die Schilderung der wohl m ihrer Art einzig dastehenden, auf die Initiative des Versa,sers zuruck- zuführcnden Sanierung einer an Tuberkulo,e verseuchten Ge- meinbe Er ist nach einem wohldurchdachtcn Plan vorgegangen. Zunächst hat er eine zweite geschulte Schwester, die sich lediglich der Tuberkulosefürsorge zu widmen hat, angestellt. Ein großer Teil der Bevölkerung Heubachs wurde einer ärztlick>en Untersuchung unterzogen. Bei 400 Kindern int Alter bis zu 16 Jahren wurde die Pirciuetprobe vorgenommen, wobei sich ergab, daß von diesen im Durchschnitt 44,2 Proz. (8,9 im Alter von 1—6 Jahren bis 75 Proz. im Alter von 14—16 Jährem positiv reagierten. Die eigentlichen Sanierungsmaßnahmen haben bei den Kindern begonnen und zwar durch Verabreichung eines MilchsrühstückS an etwa 150 'Schulkinder, zu welchem Zwecke in dem Schulhause nne Milchküche eingerichtet worden ist. Bei besonders schwächlichen Kindern wird der Milch ein Nährpräparat zugesetzt. Der Körper- nnd Zahnpflege der Schulkinder wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Auch müssen die Kinder am Vor- und Nachmittag unter Leitung der Lehrer Atemübungen machen. Ferner werden den Kindern, die aus die Pirguetprobe positiv reagiert haben, wöchentlich 3 Solbäder verabreicht. An zwei Tagen in der Woche stehen die Bäder auch der übrigen Bevölkerung zur Verfügung. Für Wohnungshygiene wird nach Möglichkeit gesorgt, und in Familien, in denen es an Betten fehlt, werden solche beschafft. Im ganzen sind bis jetzt 21 Betten angeschafft worden. Ganz besondere Sorgfalt wird der Wäschereinigung gewidmet. Eine Anzahl Personen sind .in Lungenheilstätten und Jnvalidenheimen untergebracht, Kinder in Kinderheilstätten und in Solbäder verschickt' worden. Die Kosten der getroffenen, anfangs 1913 begonnenen Sanierungsmaßnahmen belaufen sich bis ietzt auf rund 20 000 Mk. Hier all die einzelnen Sanierungsbestrebuiigen des näheren zu erörtern, würde aber den Rahmen einer Besprechung der Schrift hinausgehen. Zusammengefaßt sind die Wege, dil der Verfasser bei Sanierung Heubachs in der Hauptsache emgcU schlagen hat, folgende: Wohnungssürsorge, Bekämpfung des Alkoholmißbrauchs, Bäder, Milchfrühstück für die Schuljugend, Zahnpflege, Fürsorge für die heilbaren und unheilbaren -tuberniloicn, Desinfektion u. a. Mit wenig Slusnahmen tverden die Santernngs- einrichtungen benutzt und deren Zweckmäßigkeit anerkannt. Die günstigen Wirkungen treten besonders bei der ^-chilliugend ,chon jetzt hervor, dauernde Erfolge werden allerdings erst nach iahre- langer planmäßiger Weiterarbeit sichtbar werden. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der Sprachforscher Dr. Wülfing in Bonn, der seit Dudens Tode dessen Wörterbücher neu beark^tete und als Herausgeber der Mitteilungen sür Sprachecken de- Allg. Deutsch. Sprachvereins sehr verdienstlich getmrkt hat, ist gestern abend tm Alter von 50 Jahren euan Schlaganfall erlege«. Gietzerrer Stadttheater. Unsere Käte. Lustspiel von H. H. Davies. Gießen, 29. Okt. reckt hübsches Lustspiel, das nicht-wie die meisten an- . nuten (9cifte5 und Sinnes bar jind, wurde gestern Anstatt d^r ungesehenen Hermannsschlacht hier aufgeführt, aber ^JUn'A^ier^atten sich, wohl übersättigt von der ewigen Flut PufttoSe lange nicht so zahlreich ein gefunden wie sonst an S Dienstagen Die Anwesenden aber unterhielten sich fli.it benn ben Dienstagen Merke, im Gegenteil — er fädelt die feinte in uni> löst sie nach einem köstlichen zweiten Geschichte sehr fern an w cr fid) bic günstige ©Äfr” E entgehen läßt, dem englischen Puretan.smns °'"^Annfe"cin"besk-res"Gänsch-n, ist mit einem jungen, erfolg Mal" nerfobt, der ihr fromm« Gemüt dadurch Es retKen Maier ccilu , an Sonntagen malt. Von den Ucsste beleidigt daß Vikars beeinflußt, macht, sie ihm acht Predigten nicht eben zarte Vorwurfe; das Ende Ta9 o?Ps ift bann t>aü cr von der Ehe zurücktreten will, worüber ^/ FamMe in Bestürzung gerät. Ta erscheint „untere die ^auze Famme zerfahrene Verlöbnis wieder zu einer Säte", und ste W D°ure*trenrcn. Ader, o Unglück, während toHie einen allerliebsten jungen Mann kennen gelernt der Fahrt hat >e e n bcu igialcl, bcn |tc ahnungslos m natürlich keinen anoer , ^ckzeitsnest wieder indet, um bei dem sckwn »«XTeStec ito SiUtM zu sindeu. W sie donnerndem ^°tergew tt 1 Verlobte ihrer lieben Nichte aber erfahrt, daß es der nun einmal ist, zurück- ist, null sie, edel sÄ schon verabschiedet, als sie beim Hinans- ireten, und ße ha ßch^ n im zärtlichsten K^usse stört, ÄMie -?inen Grund mehr htt, ihr Gluck non sich zu n^isen ^rr Rotteck glänzend leitete, war Die Aufsuhrnng, d - übersttahlte mit ihrem sehr hübsch. Frau Son ag Bürgertum und gab der Temperament all S oon feinnt Zügen. Herr Rotteck lieben, sw M MM >5> jfflVX Ä TT MM monatlich 65 Pf.: durch SiehenerZamilienblätter; W eSÄgk M ffli X 1 W EH H ▼ Hr Q E ■ X JF H ■ H K dieVost Mk.2.—viertel- zweimalwöckientl.llreir- ■ H B B B^r B JF M B B XBk Sr B B B Br H auSschl. Beuellg. dlattfürdenllreirSiehen Wl B W M Wm Br B B Bk B Z H B Bk B 8L H W B Zeilenpreio. lokal IbPf^ (Dienstag und Freitag); W&EP M W «k W «ü Wk . B B »L, öl auswärts 20 Piemng. zweinial monnll. Land- WT H M S B B M Bk W V BM W ” Chefredakteur. A Goetz, wirtschaftliche Zeitfragen ■ B ~ W Verantwoitlich für den Ferufprech - Anschlüsse: W H MM polit. Teil: Aug. Goetz; für die Redaktion 112, 9 verr v T h e l em a nn die eigentliche Begründung und Erklärung Die größten Feinde des die Menschen zu stärken Menschen sein wird. I. der Amts un g s des d ist die eoan- ihr ist Orga- Jnhaber der Sachverständige. Wieder eine mccklenbur> Vorlage ab g en 11. November, bringt Fron Mario Rchoff mit von kaum einem halben Jahre eine für di« Menschhett so wirksame Erfindung die ihre nennen zu dürfen. Ich spreche Tr. S)aber meine Änertennung aus und gratuliere ihm namens der Gesellschaft. Zu gleicher Zeit begrüße ich Dr. Wassermann. Wie schon vorher in genialer Weise ausgesührt worden ist, soll in dem neuen Institut der Endkarnpf gegen die cincicbirTtibrt. Köln, 27. Okt. Ter Flieger S t o e f f l e r, der mit seinem Begleiter heute früh 6 Uhr 44 Minuten in Johannisthal aufgcstiegen war, ist um 3V3 Uhr nachmittags hier wohlbehalten gelandet, nachdem er bei Dortmund eine Zwischenlandung vnrgenommen hatte, um Benzin einzunehmen. Aus Schwerin wird gemeldet: In der heutigen ' (Dienstag) Plenarsitzung des mecklenburgischen Landtages wurde die Verfassungsvorlage mit 239 gegen 129 Stimmen abgelehnt. Die „Fleischenquete-Kommission". Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die •• Schulangelegenheit. Erledigt gelische Schnlstelle zu Feldkrücken. Mit nisten- und Vorlesedienst verbunden. Dem Stelle kann eine Ortszulage bewilligt werden. •• Ernannt wurde am 15. Oktober d. Fleischenqucte-K'ommission trat unter dem Vorsitz Staatssekretärs Tr. Delbrück zu einer Schlußsitzung zu ** Tageskalender für Mittwoch, den 29.Cfl.: St adt- 15e ater: ,Ter Königsleutnant.' (VotkSoorstellung.) Abends 8 Uhr. Frauenbund der Deutschen Kolonialgesell- schakt (Abt. Gießens: Vortrag deS Marinepsarrers a. D. Wangcmonn: »Truste und heitere Rultuibilber au5 der Sud- |eee. In der Aula abends 8X Uhr. • •• Psorrpersonolien. Der Großherzog Hot der für den Rest der lausenden Wahlperiode vollzogenen Wahl deS evangelischen Oberpfarrer? Ernst AmanduZ Müller zu Lauterbach zum Dekan deS Dekanats Lauterbach, deS evong. Pfarrers Ludwig Bär zu Lindheim zum Stellvertreter des Dekans deß Dekanats Büdingen, deS evangelischen Pfarrers Ludwig Georgi zu Ermenrod zum Stellvertreter deS Dekans des Dekanats Grünberg, des evangelischen Pfarrers und StiftSdechanten Otto 5i l ingelHöffer zu Lich zum Stell- Vertreter des TckonS des Dekanats Hungen, des evangelischen Stadtpfarrers Heinrich Schlösser zu Lauterbach zum Stell- Vertreter deS Dekans des Dekanats Lauterbach, deS evong. Pfarrers Philipp Heußel zu Altenstadt zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Rodheim die Bestätigung erteilt. sammen. Aus den bisherigen Verhandlungen ergaben sich als Hauptpunkte die Fragen über den Verlauf des Viehhandels, Verhinderung der Schlachtung unreifer Kälber sowie den Einfluß des Kreditwesens mit seiner wirtschastliclflm Abhängigkeit in der Lage des Fleischergewcrbes. Dann werden behandelt der Einfluß der mannigfaltigen Gebühren auf die Preisbildung und die Versuche, mit Den Stadtverwaltungen zum Abschluß mehrjähriger Licfcrungsverträge für Schweine zu gelangen und ferner die Erfahrungen der Städte mit den sogenannten Notstandsmaßnahmen seit dem Herbste 1912. Später soll der Wert der Anschlagspreise im Metzgerladen erörtert werden. Den Abschluß wird die Frage nach Veröffentlichung des gesamten Materials bilden. In dem Streite zwischen Krankenkassen und Aerzteschaft wirb das Reich4amt des Innern nicht eingreifen, wie man in Aerztekreisen annimmt. Wenn eine Einigung nicht erfolgt, müssen die Kassen laut § 370 des Krankenkassengesetzes eine bare Leistung bis zu zwei Drittel des Durchschnittsbetrages deS aesetzlichen SVranfcnflelbeg gewähren, so daß der Patient für diese Summe selbständig einen Arzt konsultieren kann. Auf die Dauer wird dieser Zustand aver den Kassen recht teuer werden. Wenn die Aerzteschaft zusammenhält, wird sie sicher siegen. Die Einführung einer Dreipfennig-Karte für den Ortsverkehr will der Hansabund bei der RcichSpost befürworten. Tas Reichs- postamt steht vorläufig dem Wunsche aHelynenb gegenüber. Aus Stadt nnd CanÄ, Gießen, 29. Oktober 1913. Sind städtische Kanalisationsgcbühren als „öffentliche Abgaben" anzusehen? Nach § Gt Ziffer 2 der Konkursordnung sind die Forderungen ber Reichskassc, der Staatskassen und der Gemeinden, sowie der AmtS', KreiS- und Provinzialverbände ivegcn öffentlicher Abgaben im Falle des Konkurses deS Abgabcnschuldners bevorrechtigte Forderungen vor den Forderungen der übrigen KonkurSgläubiger. Was unter „öffentlichen . Abgaben" im Sinne dieser Gesetzesbestimmung zu verstehen ist, ist von jeher in der RcclstSlehre und Rechtsprechung streitig gewesen. Mit der herrschenden Meinung ist anzunehmen, daß nur Steuern ober steucräbnliche Abgaben das Vorrecht deS § Gl Ziffer 2 der Konkursordnung genießen. Zn einer früheren Entscheidung hat das Reichsgericht bereits ausgesprochen, daß Gc- richte>gebührcn n i ch t als „öffentliche Abgaben" anzusehen sind. Kürzlich hatte der höchste Gerichtshof nun die alle Gemeinden und alle Hausbesitzer interessierende Frage zu entscheiden, ob städtische >!analisationsgebühren unter die „öffentlichen 9fb- gaben" fallen. In Uebcreinstimmnng mit dem Oberlandesgericht Dresden hat das Reichsgericht die Frage verneint Kanali- sationSgebübren haben also im Konkurs deS Grundstücksbesitzers feinen Anspruch aut vorzugsweise Befried:- qung. Im Streitfall handelte cs sich um folgendes: > Der Oberleutnant a. D. L. in D r e s d c n besaß in Berlin ein Hausgrundstück, das an die städtische Kanalisation angeschlossen war. Hierfür hat die S t a d t g e m e i n d e B e r l: n 165 Mk. Kanalisationsgebühren zu fordern, die sie im Konkurse des L. anmeldete. Der Konkursverwalter bestritt die Forderung selbst nicht, lvobl aber daS von der Stadt Berlin beanspruchte Vor recht Die Stadt Berlin erhob deshalb gegen den Konkurs- ocnvaltcr Mage auf Feststellung, daß ihre Forderung als bevorrechtigte anzusehen sei, indem sie geltend macht, die Kanali sationsgebühren seien öffentliche Mgaben im Sinne des § 61 Ziffer 2 der Konkursordmmg Landgericht und Oberlandesgericht Dresden haben die Klage abac wiesen. In seinen Entscheidungsgründen führt W Oberlairdesgericht u. a. au$: Unter öffentlichen Abgaben im Sm ne des 8 61 Ziffer 2 der Kvnkursordmmg sind nur Abgaben im engeren Sinne zu verstehen, also Steuern und fteuerähiilidF Lasten Welche Leistungen unter den letzteren Begen fallen läßt sich allerdmgs nur von Fall zu Fall entscheiden Die Ka n<üisationSgebnhren sind, abgesehen davon, daß ihre ztvangswcise Beitreilning im Venvaltungsweae möglich ist, nichts weiter alo eine Gegenleistung für die Änschließung an das KanaliiationS netz. Worum ihnen eine andere Stellung einzuräurnen sein soll, als den GerichttKtebühren (die vom Reicl>Sflericht nicht als öffent liche Abgaben erklärt sind', ist nicht einznsehen. TeSwegei,. weil ein ortsstalutarischer Zwang zum Anschluß an das Kanalisationsnetz beliebt, erhält bte (Hebubr nod) nicht den Charakter einer öffentlichen Abgabe Würde bic Otancinbe die Kanalisation nicht in eigene Hond nehmen, so wäre der Hausbesitzer gezwungen, auf andere Weite für Entwässerung seines Grundstücks zu sorgen. Ein fteuerähn lieber Charakter haftet somit ber Kanalisalionsgebstdr nicht an Sie ist deshalb n i d) t aU öffentliche Abgabe anzusehen und genießt bnnentipredh-nb im Konkurse kein Vorrecht. Ohne Erfolg versuchte die Stadt Berlin, diese Entsche, düng mit ber Revision anzufechten: ba< Reichsgericht bar das Urteil deS O be r l a n de § g e r ich t S bestätig« und bic Äeöjfion jurückgewiescn. Vermischte». * Kamps mit Ausständigen. Aus Trinidad' (Colorado), 28. Okt, wird gemeldet: Zwischen ftrcifcnben Bergleuten und Wächtern auf einer Kohlengrube in ber Nähe von hier hat ein dreistündiger Kampf stattge»- funben. Der Gouverneur beorderte Miliz nad) dem Schmiß platz, lieber die Zahl ber bei dem Stumpfe Getöteten uub Verletzten gehen die Meldungen auseinander. Nach einer Meldung wurde ein Wächter getötet, nach einer anderen Meldung sind mehrere Bergleute getötet und verletzt wvr den. Die Ausständigen find zumeist (Riechen, die VirzLch aus dem Balkan hierher zurücktzekehrt sind. Sie hatten Kvm > pagnien gebildet und militärische Hebungen abgehalten. * Englische P o st st a t i st i k. Aus London wird berichtet? Ter soeben erschienene amtliche Bericht des britifaieit Okncrnl- vostMeisters gewährt einen fesselnden Einblick in die gewaltige Ar' britssumme, die die Post in England zu bewältigen hat und zeigt gegenüber dem Vorjahre eine bemerkenswerte Zunahme der Inanspruchnahme der Post. Es wurden 3298 Millionen Briefsen düngen besördert, was gegenüber dem Vorjahre eine Zunahme von 3' ’. Proz. bedeutet. Tie Drucksackren unb Muster ohne Wert stiegen um 1,2 Proz. auf 1079 Millionen Sendungen, bic Pakete um 3,9 Proz. auf 130 Millionen Sendungen, und die ;fritmtg3bf iörberung um 1,8 Proz. auf 202 Millionen Ablieferungen Ten stärksten Zuwachs weisen die drahtlosen Telegramme aut, die um 15 Pro; zunahmen und die ansehnliche Zahl von 51 105 Funk- spruchsendungen erreichten. Bei den Postsparkassen wurden im Lause des vergangenen Jahre-; über 1020 Millionen Mark Spargelder cingezahlt. Interessant ist die Feststellung, das; die Postkarte ihre Povularität beim Publikum rinzubüßcn beginnt, die Zahl ber verlangten Postkarten ist zurückgegangen, statt ihrer bebient sich die Oessentlickkrit in immer stärkeren Maße des Fernsorechers. Noch eine Kuriosität: im vergangenen Jahre wurden nicht weniger als 4 08 000 Sendungen ohne Adresse ausgegeben und konnten daher auch nicht befördert werden. * Ein neues Stück von G lerne ncc au. Ans PariS wird berichtet: Die Politik vermag die Arbeitskraft und den Ehrgeiz des früheren Ministerpräsidenten und unermüdlichen Mi- nistcrstnrzerS Elemeneeau nickt zu erichömen, im Nebenberufe kämpft George Clemeuceau mit Leidenschaft um den Ruhm deS Dichters und Tramatikers. Ern neues Bübnemverk von ihm soll demnächst im TH4Ltrc Femina seine Uraufführung erleben; das ihrem Ensemble Gabriel d'Annnnzios .Tote Stadt" hier zur Aufführung. Das Werk deS bekannten italienischen Poeten bedeutet für hier eine Neuheit, während daS Ensemble von früher her bestens bekannt ist, wir erinnern an die vorzüglichen Aufführungen von ,Baumeister Solneß* und.Wenn wir Toten erwachen* in den Jahren 1908 und 1911. Vorbestellungen auf dieses Gastspiel werden schon jetzt im Theater- bureau angenommen. ** Ter Süd-Westvercin hielt gestern abend in seinem Vereinslokal, dem Gasthof Rahneseld, eine Versammlung ab, die auch für Nichtmitglieder zugänglich war. Ter Vorsitzende Hof- rat Grünewald berichtete, daß der Verein mit Erfolg an die Eisenbahnbehörde eine Eingabe gerichtet habe wegen des Vieh- transports durch bic Bahnhofstraße. Ferner sei eine Vorstellung bei der Stadt wegen Schmückung der Bahnhofstraße aus 9lnlaß des Regiments-Jubiläums nachgekommen ivorben. Bei der Stellung- nähme zu den bevorstehenden Stadtvcrordnetcnwahlcn würbe nach einer überaus lebhaften Aussprache beschlossen, ich au bic politis chen Parteien anzusck ließen, wenn biefe dem Verein zwei Vertreter mit Sitz und Stimme im Wahlausschuß zugestchen unb von einer Vorschlagsliste bes '43er- eins 2—3 Manbibatcn mit auf ben offiziellen Zettel übernehmen mürben. Für bic Vorschlagsliste des Bezirks mürben gewählt: Diplom-Ingenieur SO? ü 11 c r, Golbarbeiter Otto, Großkaus- manu Ringel, Reallehrer Haggemüller und Getreidehändler Leopold M euer. Für ben Wahlausschuß wurden Hofrat Grünewald und Glasermeister Wolf gewählt. ** Von den städtischen öffentlichen Bauten. Das Isolier-Kranken Haus auf dem Scliersberg ist in seinen Um» fassungswänden fertig, so daß in acht Tagen das Dach auf’ gcsckstagcu werden kann. Der Ober-Realschulbau an der Stephan- straße nähert fick auch in jeinem Innern der Vollendung. Das SchullauS soll Anfang Januar bezogen werden. Das Eichamt wird den Winter über fertig werben und soll im April k. I. seiner Bestimmung übergeben werden. Die Erweiterung ber Wagen- Ijallc für bic städtische Scraßcnbohn ist bis auf wenige Anstreicherarbeiten fertiggestellt. Auck das neue Feuerwehr-Depot am Os- natdsgarcen iit soweit hergestcllt, daß an ber inneren Einrichtimg gearbeitet wirb. ** D i c A u t o m o b i l s v r i tz e, welche bic Stabttxrorbnetcn anzusckwnen beschlossen haben, ist nunmehr ber Firma Opel - Rüsselslxim in Aünrag gegeben. *• (Tin Unverbesserlicher. Der mehrfach ivegen Dieb- ftahlv auch mit Zuchthaus vorbestrafte Gärtner G. aus Theilheim reifte gestern morgen angebt ick von Frankfurt a. M. hier her. Zunächst ciikwcndete er aus bem Wartezimmer eines Zahnarztes einen UrbcrAicher, iobamt aus einer Wohnung in der Frank- hirtcr tstraVc eine golbene Uhr mit Kette unb bann in einem JOanie ber Bergstra,;e ein Paar Lackstiefel. Im letzten Falle würbe er uberraicht unb tcftiTerrommen. Ten geüvNeiren Ueberzieher und die llbr ranb man nicht in irinem Besitz, offenbar Iwt er diese tbegenUanoe irgendwo in Verwahrung gegeben. Sachdienliche Au<^- runTt in der Angelegenheit nimmt d,e Kriminal-Abteilung des Polizetamts entgegen. ’ 3,1 ^^«F^psiger Musikbrief Mr. 251 unserer Zeitung, zwnws Blau' rittet man zu les.m: subieknven statt ob- lektuen Ebarakter, 1. «palte, Zeile 4 von ori-n; 1Wbl istatt mite', - 3 p 3. 12: Zu innen den Perlen gestatteten sich statt In tönender Perlen gestalten sich), 1. Sp., Z. 30, verzeichnete (statt verzeichnet-, 1. Sp., Dienscheu in Szene gesetzt werden, um . und gesund zu erhalten. Tiefes Ziel können wir nur von verzen ersehnen. Es gilt jetzt das Schwert zu schmieden, trat dem der Endkarnpf gegen die Seuchen zu führen ist. Damit wird denn auch die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft das erreichen, was ich von ihr erwarte, nämlich, daß sie ein Segen für die Dcuffcbes Reich. Dienachsie Sitzung des Reichstags wurde auf den 25. November, 2 Uhr nachmittags, angesetzt. Auf der Tagesordnung stehen Bittschriften. Am Mittwoch den 26. Novemb. wird dann voraussichtlich die erste Beratung des Gesetzentwurfes gegen den Verrat militärischer Geheimnisse stattfinden. Dem Reichstage ist der Entwurf eines Gesekes betreffend die Beschäftigung von Hilfsrich- tern beim Reichsgerichte zugegangcn, wonach die von dem Reichskanzler auf Grund des Artikels 12 des Gesetzes, betreffend die Zuständigkeit des Reichsgerichts, vom 22. Mai 1910 einbcrufenen Hilfsrichter bei dem Reichsgericht noch bis zum 1. Juni 1914 beschäftigt werden dürfen, sodann der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Aen- derung der Gebührenordnung für Zeugen und gerichtsbiener bei dem Amtsgericht Bübingen Johann Philipp von ber Schmitt zum AmtSgerichlSdiener bei dem Amts- gericht Langen mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers. **JnderRathausfrage find unS noch mancherlei Zuschriften zugegangen, die wir Qblchnen rnußten, da sic anonpm waren und zum Teil Ausfälle geaen Mitglieder des Stadtvorstandes enthielten. Wer fo scharfe Kritik üben will, sollte auch den Mut haben, feine Ausführungen mit feinem Namen zu decken. Wenn man bei einem Teil der Stadtverordneten den Mangel einer eigenen Meinung und Ucberzeugung beklagt, so steht es einem schlecht an, in den gleichen Fehler zu verfallen und sich ängstlich zu hüten, mit offenen Darlegungen herauszutreten. Auch einige voeti- s ch e Einsendungen mußten unter den Redaktionstisch fallen, da man eine so ernste Sache, und sei es auch mit guten Witzen, nicht ins Lächerliche ziehen darf. Wir wollen bei der großen Zahl der Zuschriften in der Ralhausfrage fortan nur solche aufnehmen, die ihre Auffassung öffentlich mit ihrem Nanien versehen. **■ Der Fortschrittliche politische Bildungs- Verein wird Donnerstag, den 6. November seine Winterarbrit mit einer öffentlichen Versammlung beginnen. Dazu schreibt man uns noch: Rittergutsbefitzer Artur Becker wird über den ost- elbischen Großgrundbeäy sprechen. Dec Redner hat sich hier bei ber Landtagsivahl 1911 in einer Versammlung durch seine vornehme Art recht vorteilhaft eingeführt. Er besitzt außerdem für fein Thema hervorragende Sachkenntnis. ** Krankenkassen wählen. Der Mittelrhcinische Fabrikanten-Verein versendet an seine Mitglieder ein Rund- chreiben, in dem er sie aufsordert, an den bevorstehenden Lahlen zu den Krankenkassen, insbesondere Ortskranken- 'assen, regen Anteil zu nehmen. In dem Rundschreiben wird darauf hingewiesen, daß diesen Wahlen eine erhöhte Bedeu- ung zukommt, weil der Einfluß der Arbeitgeber auf die Verwaltung der Krankenkassen infolge verschiedener Bestimmungen der Reichs-Versicherungsordnung größer ist wie bis- )er; insbesondere ist die Wahl des Vorsitzenden und die An- :cllung der Beamten in Zukunft von der Zustimmung der Mehrheit der Arbeitgebervertreter im Vorstande abhängig. •• Stadttheater. Auf ein hochinteressantes Gastspiel im November sei schon heute Hingeiviesen. Am Dienstag, letzte 3.: des Andante favori lstatt sew,20 Mi. evtl. Tür je 15 Mk. ein Tag Hast ucnirtrilt. Das «erfahre» imr sehr erschwert, ba bic Anklage rekonstruiert iverben mußte, da famtlidic Akten, sowohl Gerichts, Dormundschasts- als auch Steueraklcn vom Amtsgericht Riwcslieim verschwunben waren. UuiDcrfUätstllacbricbtettt — Tein Privaldozemei, und Cbcrarfl an der Älugenklinik der Universität Greifswald Dr. med. Heinrich Gcbb iit das Prädikat .Brolessor" verliehen worden. Dr. Gebb (gehören 1879 zu Klciii-Karbcn bei FranNnrt a. M.) erhielt feine Ausbildung in jcineni Speziallachc bei den Proflsioren BofsiuS in Gießen, v. Heß .n Würzburg und Römer in GreilSwald. 1 — Der Kgl. baßer. Geheime Rat Prof. Dr. jur. Hugo von Burckhard, der bekannte Vertreter des deutschen bürgerlichen Rechts unb des römifd)cii Zivilredfls an ber SSimburger Um» verfität, vollenbet am 30. Oktober baS 7.~>. Lebensjahr. Jfeni 1. November Wetterseid bei Lau. far tätig und bei >d sehr beliebt. sickaffung von Chren- sindende Gauivett-- eaphenverbandes sind nen 60 Mark gestiftet tonn W. $)., der hier schwiMerischer Weise iTt verhaftet. «efsler, ber mit \w Minuten in 3^ann!^ nachmittags tzer tvohl^ tmunb eine Zmschem >nzin einzunehmem^ 27: 0. fjfl r st Oendz 'näituna ”' titt,, S» » aber itattA-Qr^tcr5 -'-stz ter Ivurde^ r beuhM^. -r M Äer‘ 1611 =5 MfM CH®’ M eräSh”= lei,ll9m «Sr°er. f9""* Sutius Ne f«fl ein. f«r beit ®c, ’ rtr vorsieht. Die J**1 «im am 1 Wt in d« b’ ’"ro»«n. ®ätatt. i'Mt« Bl-tung in üluS 3M* LttÄ ÖS Mch einer t. E * W® "Ak-riÄ-ti ns Londons general- *•« »«* u"i) 5^ HM tja&rc utlc„e 2Sert s'E »"5'bie N«C fcffiS illionen _ Altlay S,?,5”Ä’p GW at gibt heute bekannt, a 13. November statt- ndin der 2. Wlimg in Berlin zu einem ühne von den AI- PS Mercedes-Motor) ode aus beträchtücher erjagte. Der Avparat en wurde der Flieger te Rchpenbniche und Itifie Sr.st $r. 'n fahren 1907 bis Sgctt und aus seiner ^ethiniei^ve- 1\W M. evtl. i Bewahren war sehr ai mMe, da sämtlich, als Mch StcucraKen waren. rchtm. an der Augenklinik der ich ® ebb iit das Prä- 5tbb (geboren 1879 zu 1 seine Ausbildung in Ms in Gießen, v. Hel Dr. jur. Lmgo von . deutschen bürgerlMN der Würzburger Ilm- , Lebensjahr. pereiks abgesckikossrne Werl hat den Titel „Die Abreise nach 61) 11) c r c" erhalten. Man erinnert sich vielleicht noch der ersten Mühnenarbeit Clemcnceaus, die den Titel führte „Ter Schleier de? Glückes" unb die Geschichte eines blinden chinesischen Philo- volles Jahr dauernden Kriegszustände gilt ein goldenes Zwa^tg- iranTcnftücf nur 20 Drachmen, wahrend ich mich noch mit gemilchten Gefühlen jener Zeit, es war kur; nach dem Kriege von 1897, erinnere, als man für einen Napoleon 33 Drachmen bekam. In neuester Zeit steht die griechische Banknote sogar um eine Kleinigkeit höher als das Gold, ein Zustand, den sich kein Mensch früher hätte träumen lassen. * Der Erfahrene. Sie: „Aber, Jack, wie kannst du nur in einem so schlechten Anzug bei Papa um meine _ . . .•* . < » r < . . . . ... Sa«« Ml? n I M > IT rP * Zwei neue Nrldämme geplant. Die ägyptische Negierung beschäftigt sich, wie aus Kairo gemeldet wird, gegenwärtig mit dem Plan der (Errichtung von zwei Nildämmen, die in Oberäghpten, in der Nähe von Assiut, erstehen sollen. In diesen Tagen empfing Lord Kitchener eine Abordnung von Bewohnern und Bauern der oberäghptischen Provinzen, die die britische Regierung darauf hinwies, daß im oberen .legppten Tausende tron Bauern verarmen und Not leiden, weil es an Waner fehle. Die Beoölkernng bittet dabei um den Bau von rammen I nach dem Vorbild der Stauanlage von Assuan. Die Vermessungen haben bereits begonnen: die neuen Anlagen werden einen K osten- aufwatck) von gegen 5 Millionen Mark erfordern. <ör. Archäologische Reise nach Persien. „Peterm. Mitt." zufolge hat im Auftrag des französischen Unterrichtsministeriums der junge französische Archäologe £>. V i ollet in Begleitung seiner Gattin eine Studienreise nach PerNen an- getreten, die besonders die Forschling nach dem Ursprung der islamitischen K,mst zum Ziel hat. Nachdem er zunächst m Bagdad sich mit einschlägigen Studien befaßt hatte, begab er sich über Llhwas, Schuster und durch das Bachtiarengebiet nach Jspahan, wo er Mitte Juli eintraf. Die Reise gestaltete sich teils durch die W, teils durch den Ausstand der Bachtiaren gegen £>te persische Herrschaft recht gefahrvoll. Nach Verlaut der mißen Jahreszeit will Violet über Hamadan nach Teheran retten, wo er im Oktober einzutreffen gedenkt. Amtlicher Wetterbericht. Ocffcntlichcr Wetterdienst, Gieß/L Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 30. Oft. 1913: Meist ivoltig, mild, keine erheblichen Niederschlage, südliche bis südwestliche Winde. Letzte Nachrichten. R u s s is ch e.Sor g e n über die Stärkung des Dreibundes. Petersburg, 29. 9Et. In etner Beiprechung der Kono'pischter Zusammenkunft erklärt die ^o^au^,,R uft - kojeslwwo", Kaiser Wilhelm werde durch diese Reise wahr- jsophcn erzählte, der das Augenlicht wiederfand und über das, was er nun sehen must, so enttäuscht ist, daß er wieder zu erblin- ben wünscht. Noch ein dr ittes Stück soll Elemenceau zur Aufführung fertiggestellt haben, ein Sckninspicl, dessen Stoss er seinem Romane „Die Stärksten" entnommen hat, dem einzigen Roman, den er bisher geschrieben hat. kf. Das M o n o ke l v e r b o t für englische Os f i - ziere. Das englische Kriegsministerium hat soeben in verschärfter Form ein Monokelverbot für die Offiziere der gesamten Armäe erlassen. Das Monokeltragen ist für sie nicht einmal auf ein ärztliches Zeugnis hin gestattet: es wird als ein alberner Auswuchs f der Eitelkeit und eines englischen Offiziers unwür- d i g bezeichnet. Dieser Feldzug gegen das Monokel geht ^hauptsächlich auf die Bestrebungen Lord Kitchcners zurück. Er stützt sich dabei auf mehrere eigene Erfahrungen. Kitchener hat im Laufe seiner langen Kriegstätigkeit feststellen können, das; das Monokel im Ernstfall den Offizier hindert. Das Monokel, das früher in der englischen Armee überaus verbreitet war, hat seiner Anstckst nach bei Kämpfen im Sudan, in Indien nnd im Burenkrieg manchen Fehler vcrschickdict. Da Kitchener früher bei feinen Borgeietzteni keinen Rückhalt in der Bekämpfung dieses Instrumentes gefunden hat und kein offizielles Verbot erwirken konnte, so ist er selbständig vorgegangen. Wihrend des Burenkrieges traf er einst einen monokelgeschmückten Offizier auf Vorposten. Kitchener ging aus ibn zu und sagte: Major, da Sie ein Glas nötig haben, unk klar zvt sehen, so finde ich, das; Sie sich nicht am richtigen Platz befinden. Sie werden in Zukunft in der Nachhut dienen. Das loirkte Am folgenden Morgen waren in der ganzen Armee die Monokel verschwunden. sKeinlich Bulgari-, dem Dreibund mhlbrrn. Dies m notig. M ber Tnnmrbax» irit ber Mc Poincar« rmn S8iercr--®inMrnel>meit geworden fei mb in abiebtarer Zeit unter dem EtnfütU Fr-rnkmcho sich Nr>e- chenland angliedern inerdc. Tie konopilckter 3inmmnartmirt Ä ihren Adschlutz wohl erst später m Mm nnb .«bnst-mti. «ovel finden. — Die Petersburger „Rietsch ftndet es austzal B daß in dem Augeiiblick, wo Griechenland und Serbien ihre Siegesbeute cinbcimfcn wollen, die Tu r Ten und C e ft c r r c i cb ihnen Schwierigkeiten bereiten, und glaubt, das; die Türkei erfolgreich an dem Zustandekommen eines Balkan- lbundes gegen Griechenland arbeite. Die Königsproklamation in B a vern. München, 29. Okt. Die Proklamatio n des Pnnz» Regenten zum Könige dürfte unmittelbar nach Allerseelen Bestechungen im Prager Rathause. Prag, 29. Okt. Gröhes Aufsehen erregt ein umfassender Krrruptionsssandal, in den ein groücr Teil der Prag,er Sta dt- verordneten verwickelt ist. Die Dentschfeindlichkeit der nut dem Prager Rathaus herrschenden tsck>echisch-chauvinisti,chen Gruppe ist von den Deutschen wiederholt erörtert worden. Dre Gemeinde hatte nun ein auf 300 000 Kronen geschätztes Gelände für die städtische Gasanstalt für 1'. Millionen Kronen erworben. Diese Uebeibictung veranlasste eine Strafanzeige wegen Annayme von B e st e ch u n g s g e l d e r n. Mehrere städtische Beamte und bloß- gestellt, da man ihnen vorhält, sie hätten Provision crlmlten. Einer hat bereits aus alle Würden verzichtet, einer hat em ^anatormm ausgesucht. Weiter haben die Stadtverordneten beschlossen, den Abg Professor Masarpk zu verssagen, weck er in einer Wahl- ! rede erklärte, im Prager Rat Hause fasten 10 Diebe. Eine österreichisch-italie nische Mahnung an Griecheiiland. W i e n, 29. Okt. Oesterreich-Ungarn und Italien werden, wie es heißt, in den nächsten Tagen eine gemeinsame Aufforderung an Griechenland richten, unverzüglich die griechischen Truppen ans Santi ^uaranta zurück^izreherl, da beide Orte von der Londoner Konferenz Albanien zu- I gesprochen sind. Strastenkundgebungcn in Spanien. Paris, 29 Okt. Wie über Eerbere gemeldet wird, fanden in Barcelona abermals lebhafte S t r a st en kn n d g e b u n- Igen gegen dgs neue konservative Msinisteriiint statt Manifestanten feuerten Revolversästisse ab. Die Polwu nahm metyrcrc Verhaftungen vor und beschlagnahmte mehrere Revolver. I Die Hauptstrasten mürben militärisch besetzt. Trusts und Shndikate in Rustland. nur auf dre^a^^-^ nach^as: ftrmr uacb Korfti und da b S. zahllose Reisende, ?nCcVnnr^ Ä &t fürchten und sich lieber zwei imd mehr bie sich vor leom i burd)rütteln lassen, und für diese Gat- Tage im Eisenbahnwagen oiiraju . ^'^rgt sein. Was aber tung von Reisenden wl « e 0^ Anstiches Land wie Hellas oin ^bhaster ö" Italien mit feinen auf mehr als 300 Mil- beöeutet, bas W ««- «J Einnahmen allein aus dem ,vrembenncr= li?nen^raHj-lPr märe ba« frühere Goldaufgeld, das jedem älteren w in menebnier Erinnerung ist, für Italien Nicht Äunbcn^hue.bc i A» Aus- lande durch bte ^onde e I Kultur ber Gegenwart I" erft feit tarn einen“ M-u- SmCrf« nU^nhCmir in einem ga? dünnen Aederchen. Indessen zu schenalter und nut in 9 Standpunkte des persönlichen «■Säe ssfäis« erfolgen. Die Sensation im Krupp-Pro ze st. . . Berlin 29 Okt. Dem „Berliner Tageblatt" babrn einige von den bei Hm. v. Metzen beschlagnahmten Papieren in Abschrift vorgelegen. Das Blatt schreibt darüber: Man wn-d ja morgen ersahren, ob unter den Briefen sich der Betveis damr findet, dast ein Teil der Kruppschen Direktoren sich über den (Slyarafter der Drandtschen Tätigkeit klar svar. Was uns vorlag, enthielt einige auffällige Bemerkungen, lastt aber cm Urteil nicht zu. Die Agitation der „Freigeister". Berlin, 28. Okt. Vier Versammlungen des Komitees „Konfessionslos" wurden heute hier abgehalten i In einer sprach der Vorsitzende des deutschen Moncken^mdes Professor Ostwald-Leipzig tut den Austritt aus der Kirche tzr behauptete, die Hauptmasse der Kirckicnanhanger Inlbctm lieute nur noch alte Frauen, die sich von ihren Kiudheitserinlicrungen nicht frei machen konnten, die anderen 9o Prozent der Bevölkerung seien reif für den Kirchenaustritt, der nottg ^r ous Gründen der Wahrhaftigkeit und weil die K i r ch e cm St u 11urhi n ber n ' s fei. Wie viel Raum würde z. B. für den Unterricht in B u r g erkunde gewonnen sein, wenn der Religionsunterricht m ber Schule förtfiele Auch der ^ozialdeniokrat Dr. Lrcbknecht I sprach für den Austritt aus der Kirche. Petersburg, 28. Ott. Das H a n dels mi nrstcri um hat eine Gesetzes Vorlage ausgearbeitet über bte Beaufsichtigung ber Trusts und Shndikate. In der Begründung wird er Härt, die Bildung von solchen Organisationen sei rn den an Kapital armen Ländern unvermeidlich und deshalb .seien jene nicht ju unterdrücken, etwaigen Mistbräuchen dagegen müsse icdoch verqebcugt werden Die Trusts und Syndikate müssen imch. dem Entwurf der Regierung bekannt gegeben lverden Ihre Tätigkeit soll der .Kontrolle des Staates unterworfen werden. Eine Familientrag ödi e vor Gericht. Paris, 29. Oke. Eine furchtbare Szene spielte sich gestern abend im Schwurgerichtssaal in Bourges ab. T-er Gas- errbeiter Gil ar din war infolge einer von seinen beiden wohnen erstatteten Strafanzeige unter der .Anklage der Ermordung seiner Gattin vor den Geschworenen erschienen. Als dide nach einer zweitägigen .Verhandlung seinen Freispruch verkünc- deten erhob sich der ältere Sohn des Angeklagtem namens Marcellm und 'feuerte auf seinen Vater einen Revolver-' s ch'u st ab, der seine Hand durchbohrte. Marcellin wurde verlsaftet und trotz der Bitten seines Vaters nach dem Untersuchungsgefä'ngniA abgefübrt. . Stürme und Ueberfchwemmungen in Sud-Wales. London, 29. Oft. Das Dass-Tal in Süd-Wales ist Montag ! nachmittag der Schauplatz eines furchtbaren Wirbelsturme s geworden. Der Sturm richtete einen Sachschaden von über eine Million an. Kirchen, ,Kapellen sowie viele Hauser wurden zerstört. Ein Mitglied eines lokalen Fußballklubs wurde 20 Meter durch die Luft getrieben und gegen eine Mauer geworfen, so daß er seinen Verletzungen er- legen ist Ein Kohlenarbeiter wurde 300 Meter weit ms Feld entführt und tot aufgefunden. Daz.n traten äwsteUeber- s chwemmunge n. Hunderte von Personen smd obdachlos, viele verletzt. Lin überaus wirksames Mittel gegen veraltete Magenleiden «nv verstopsnng. Die raschen und sichwen Erfolge, welche mit Stomoxygen erzielt wurden, machen es weit und breit zu einem beliebten Hausmittel. Stomoxygen ist ein vollkommen harmloses Sauerstoff-Präparat und ist in jeder Apotheke erhältlich. Man mmmt es am besten dreimal täglich, und zwar je 1 bis 2 Tabletten zwischen den Mahlzetten. Die Erfolge bei Magenversttrnmungen, Verstopfung und den vielen Leiden, welche diese liebel nach sich ziehen, sind geradezu glänzend. Die Säure im Magen verschwindet, man hat fein Herzklopfen lmehr. Die Schmerzen 'in der! Leber und den Nieren, sowie im Rücken treten Nicht Mehr auf. Die Nerven werden gekräftigt. Stomoxygen wird von vielen bedeutenden Aerzten verordnet, da der Sauerstoff, welchen es enthält, eine Wirkung her vorruft, wie man Jie günstiger faumi beobachten kann. Es ist allgemein befanrtt, daß Sauerstoff die Luft verbessert; es reinigt und kräftigt aber auch den Klagen, und bie Nieren unb tötet die Keime, welche häufig die Ursache schwerer S^rankheiten sind. Jeder Apotheker führt Stomoxygen, ober wenn er es nicht hat, kann er es Ihnen beschaffen. Em Versuch wird jeden von der Vorzüglichkeit dieses Präparates überzeugen. hv24/io (Bitte ausschneiden.) Obenan unter den Ergebnissen der zwei letzten Balfankriege. für die an (tzrieclwnland gefallenen Türkenländer steht das, was mir einer der befreiten Bauern in Nordepirus mit den Wor ten bezeichnete: früher mußten wir unser Recht vom Pascha ober Bey mit schwerem Golde erkaufen und waren des Rechtes nicht sicher, wenn unser C4egncr dem Pascha oder Bey mehr zahlte: letzt bekommen wir unser Recht voii unfern eigenen Richtern ohne andre I Geldopfer als die gesetzlichen. Abstratt ausgedrückt: seit der Besitzergreifung von Südalbaiiicn, Mazedonieii und Tlyraficn, nicht I zu vergessen die Inseln, ist mit einem Schlage die vollkommene I Sichcrl-cit alles öffentlichen Lebens cingetreten. Was für Zustande unter den Türken, mehr noch unter den mit den Türken im Bunde ftcbcnbtn Albanesen geherrscht haben, dafür ein paar Beispiele aus den von mir schon erwähnten Bezirken von Santi Ouaranta unb der Ehimarra. Mit (Sonnenuntergang hörte früher jeder Verkehr^ausl Straften unb Wegen einfach auf; niemanb wagte sich vor bie -tut I seines Hauses, niemand konnte ein Stück Vieh wahrend der Jia tut I ans ber Weide lassen. Jeder Pferdebcsitzer z. Bl, der sein -Lier । nicht mit Sicherheit am Hellen Tage ober gar zur Nachtzeit geraubt sehen wollte, zahlte an einen der von den Türfen geschützten albancsischen Bandenführer jährlich für jedes Pferd.einen GoldA medschidic. Die Unsicherheit war so graft, daß selbst der f,i^rnc Geldschrank nicht den geringsten Schutz bot: mir hat ber bebeir, tcnbftc Großhändler in Santi Ouaranta, der schon damalige und jetzige Bürgermeister berichtet, daß mindestens einmal im Jahr albanesische Bandensührer in sein Haus eindrangen, gleichviel $u welcher Tageszeit, unb mit dem Dolch oder dem nievolver in der Hand die Herausgabe des Schranfschlüssels erzwangen. Von den bei ihm aufgestapelten Waren würbe nichts geraubt, denn bie Wegschassiing war unbequem und ber Wert des Raubes gering Xie albancsischen Mitbürger gingen auss Ganze, raubten nur Gold ober Banknoten unb gaben sieh nicht mit .Kleinigkeiten ab ^ctbft ber, natürlich mit schwerem Geld erkaufte Schutz des türkischen Beys wirkte in solchen Fällen gar nicht. Die Agenturen des osterreichi- , scheu Lloyds unb der italienischen Dampfergefelllchaften iiahmen I • Wertsendungen erst furj vor dem Eintreffen ihrer campier an, I weigerten sich, sic schon am Thgc zuvor anzniielmien. weil auch I in ihren eisernen Schränken Geld und Geldeswert über Nacht nicht I sicher war. Man bat nieinals gewagt, in Santi -—unrnnta eine I I Unterstelle irgend einer Bank, auch nicht der Ottomamschen, zu> errichten, und selbst in Jannina, am Sitz eines Provinzpaicliav und I eines Korpskommandanten, hat die Ziveigstelle der ^ttonianifchen Dank, bie jetzt unter griechischen Schutz unbehelligt weiter arbeitet, I fast nur zur vorübergehenden Aufbewahrung der Gelder für die l Beamten unb Soldaten gebient. , , , _ .1 Alles dies hat sich wie durch einen Zauberstab vom ^age des Einmarsches der griechischen Truppen vollkommen geändert. Unbedingte Sicherheit für Gut und Leben, zuverlässiger Schutz gegen l jede Gewalttat — das ist- dir graft: Eroberung, die durch Die letzten Kriege in diese von jeher rechtlosen Länder eingezogen ist Mehr als vierhundert Jahre haben die Türken in Albanien und I Mazedonien geherrscht: sie sind vertrieben worden, und mit Grausen sieht der Besuckfor dieser von ber Natur so reich begnadeten I II HUHU .’JWIIV » I was jene zur wahren Staatenbildung nahezu gleich den l wollen?" Er : „O, ich weiß"schon, warum; ein ander Mal hättte Zigeunern unfähige Horde „geschaffen" hat. So gut wie 'Ntzsts ich mir einen neuen dazu angezogen." . . . oder höchstens das zur Behauptung ihrer Herrschaft Unerlatzlich- * Die Staffage. „Willst bit dick nicht auf meinen Schoß sw. In Jannina, einer ansehnlichen Mittelstadt mit 40 000 Em- setzen?" fragt die Besucherin die Heine Sufic. „Nein," lautet die wohnern, gibt es nicht ein einziges Kulturgebaude, das von den Antwort Mama "hat mir gesagt, ich muß auf dem Stuhl hier Türken errichtet wurde. Das Gymnasium, das .Kraiikeiihaus, Du fiten Mtibm iub das Loch zubecken, bis sic kommt." , Sürgern'tcifterei, das Gerichtsgebäude - lauter Schöpfungen der * Bose Nachbarn. „Sag mal, Hemer Henri, wie gefallen griechischen Bevölkerung. Selbst die Lb>^".oswcrke und die Ka- j bir deine Nachbarsleute?" „Aber gar nicht. Sie sind so leise, daß fernen bieten das jedem Klsnner ber Türkei bekannte Bild greu-1 ick immer ganz sckll serft muß, damit Mama Horen kann, was lichfter Verlodderung. .. H fhreeben" I In ganz Albanien gab cs bis zum siegreichen Einzüge der __ ' Griechen nur ein paar rein strategische Landstraßen, z. B. die von . I Santi CLuaranta und von Prevesa und Jannina: aber alle ui Heitebilber aus dem größeren Griechenland. einem Zustande, daß von irgend welchem Schnellverkehr keim JIannina in Epirus, 26. Okt. Rede war. Sogleich nach der Besitzergrenung hat die griechilche Wenn früher hinten wr« in te Türkei Li-Wker °us°in°nhrr »n^di° schluaen so mie ruhig Kraftwagen verkehren kann. Trotz dem Hochgcbirgschorakter Al- richtig sagt, der unbeteiligte Burger im ubrrgeriGuropa ruhig ^^ns, der die Wagenführer zur größten Vorsicht zwingt, bin sein Leben weiterfuhren, denn er wußte, .daß» für die allgemein ” -n toeni mcI)r al>5 4 Stunden nach Jamnna gelangt, was menschliche Kultur so gut wie nichts dabei herausfam cine Gebirgsstraße von 115 Kilometern aller Ehren wert ist. Die beiden letzten Balfanttiege haben uns andere» gelehrt. , (Sonnenuntergang aiisqebrochen und habe die ganze dicsmai hat wirklich jetoW 8n lampfen, tain taämal twrt niÄn Äl Was biefe Singe etwas dabei herausgekomrnmi sein, was sich weit über die Gren-- einstmalige Provinz der Türkei bedeuten, das begreift -en des Balkans hinaus, bis in bie bescheidenen Heime solcher Tur eme einirmang ^deskundige. Volker, die nur eine duntte Dorftellung von den ^Eltirisfen Selbstverständlich gibt c? in dieser türkischen Provinzhaupt- auf dem Balkan haben, sehr bald ^ullich fühlbar machmJannina weder eine Gasanstalt noch elektrisches Licht, und Ich greife ein Beispiel hercAs, bas für iedm Mitteleurov^ aar an den Fernsprecher war vordem nicht zu denken. Neber ein ist: den neuen großen Verkehrsweg aus drorl^ und Mitteleuropa . wird Jannina elektrisch beleuchtet ftin, und schon heute nach dem nahen und.dem ferneren Niorgeickande, die große Eisen- KlTelegrapheiilettung zu Ferngesprächen benutzt. Das bahnstraße Berlin-Wiei^Budapest-^^i^Msch^nssaMthen ürch Postwesen arbeitet mit der erfreulichen Zuverlässigkeit, bie ledern von hier weiter nach Al^andrien, SuezundJrcknen Manwerfc A^chenlandreisenden wohlbekannt ist, und was früher unmöglich einen Blick auf die Eisenbahnkarte und man 1 ieht, daß dre -ttiechi- ^steht schon seit einigen Monaten, w e iw alten Königreich ichen Asenbahrnr1 ihre Äaiuk Griechenland: ein sehr billiger, glatt vor sich gehender Paketver-- oibt eine birrchaehende Lrme wrn AthenM^ Dyevm, Pyar,mus, 'ber fid) j„ bic entlcgenften Dörfer1 erstreckt. Larissa genau bis an die frühere turttsche Grenze. Von hier nnch '^-e ^eele all dieses neuen segensreichen Lebens ist der Statt- Veria, dem nächsten Anschlußvimkt ^Ouerbahn von Monasttr Zograsos, ein früherer Minister des Auswärtigen Griechen nach Saloniki, Nässt eine Lucke^von etwa 60 Kilometern, die trotz v ^in ungewöhnlich gebildeter Mann, der nur elfen bekannt 'öfter Bemühungen Griechenlands sticht ausg^üllt i^rden konnte. I, _, > _ uichts so unangenehm sei wie das Bekleiden eines Hier sehen wir eine ll^echtwaltende Nemesis: aus stumpfsinniger Amtes. Auf den Nus des Vaterlandes bat er sich so Gehässigkeit hatte die türkis^ Regiermig ^tt mehr als ze^n Iah- fill5 München, seinem dauernden Wohniitz, hierher begeben ! ren verabsäumt, das Stückchen zwischen Veria unb ^€^>0^1 - bie ungeheure Ausgabe gestellt war), ein groyes Stuck Landes grenze bauen zu lassen, hatte sich selbst dadurch wirftchast- ,..:,^,.^^anener griechischer Erde ans dem Schlamm und Wust lick schwer geschädigt, ja selbst strategisch eine gewaltige Dummheit c^fabimberte aller Barbarei in den K ris per g.scttcten Volker- beaanaCTt Jetzt braucht Griechenland meman5 mehr um Erlaub- ^ahryun^rie^ a unb al(c ibnt unterstellten Beamten nis zur'sKllendung seiner durchgehenden Eisenbahnverbindung ^memMwft ^ftichtgesühl, einer Aufopferung und Neger- "lÄ W auf bÄ& Märchenland wird mit seinen neueroberten nördlichen--- " ZT7~,.;c, in unmittelbare Eisenbahnverbindung gebracht werden. Vuchektlfch. in böchstcns 12 Sttlnden von Athen nach Salonitt sah — Die Lese (Wochenschrift für das deutsche Volk, heraus. ÜL «Sh ftiS den sofortigen Anschluß über Serres und Drama von Theodor Etzel) legt uns zwei neue reichhaltige veste ^/Ä^anavel und Konstantinopel finden. Die wirtschaftlichen 42 „nb 43)f nn§ deren Inhalt wir folgende Beitrage nrnf) Adria V unb Südgriechenland liegen auf ber Hand: die ^^vorheben: Zn Georg Büchners 100. Geburtstag, von G. W. ^o^cke ch , stehen darin, daß in Znttinft bic Mobilmachung ^etcr§ ’ Proben aus Georg Büchners Werken: Die Memoiren des Aufmarsch des griechischen Heeres gegen Bulgarien und Paterculus, von Rudolf v. Delius: Gedichte von Reuchold ^^?bie Türkei gleichzeitig auf dem Land- wie auf dem Seewege yiiguft Komsch: Serbische Volksdichtung von Emil gegen d/e. Turtcigicim^ u xenj u Storch-Ehe von Lud.v,g Buckuicr: Fortwtzungen sich voME zukünftigen Fremdenverkehr nach Griechenland hnrb be§ spanenden Kosasenromans .Taraß Bulba" von Niko aus .. Aur den, zu 1'.^rbisch-griechischen Eisenbahnlinie von den I Tie neue Volksbücherei, von Walter Aßn,»»^. Altes die ^otteiidung I begleitet sein. Bisher war Griechenland ^3%^ ®e(b, von Theodor Etzel: der «Sammelkasten entlmlt segensreichsten i^ l!^ Hauptseewegen zu erreichen: über Brindin . besonders eigenartige kleine Betrachtungen und kuriose Genin- auf zwei ooer orci . _,3 - Gaa „aA -.-riAtrna • f^-ner nhrr I b Wea'veiler" unterrichtet Wie immer über gute neue Bücher ^ie "ese, die ein rem ge.neinnütziges Volksblatt ist, kostet für das Vierteljahr Oktober bis Dezember nur 1,50 Mark. In jedem Vierteljahr wirb ein gutes und schon ausgestattetes Buch umsonst beigegeben. ,--Speziäi-haus fiir--n ■ I Braut-Ausstattungen i ? Eigenes Atelier zur Anfer«.gung von WÄsohe-Austfallungen | ße Ausstattjngen ?Ja?zugs • Preise . j R I K FR I TZ NOWACK SDORF^ Jehensißerte Dekorationen Mi 5 GIESSEN, Bahnhofstrasse, Ecke Neustadt. 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