weiter empfindet man bedauernd, daß dieser Leinwand ihr Ober«' licht fehlt. — Tas ist eine Bcwciuung, die einen an den und jenen alten Meister vor der Hochrenaissance gemahnt, in diesem und jenem Zug. Doch behält dies Bild sein Sonderes. Etwas Furchtbares scheint in den vier Gestalten dort beschlossen, ein Elend, das unsäglich ist, ohne Trost tind so schwer, daß es den Besclmuer nicht rührt, sondern uicd erd rückt. Tic Frau mit den Furchen im Antlitz und mit dem harten Greisenhaar, bet Tote, der starr an ihr Knie gestützt ist, der knochig und steif die Beine streckt, der Mann am Kreuz, der steht und weinend die Hand vors Gesicht presst, das Weh, das einsame, weltverlassene, das folgt und verfolgt einen. Woran liegt der Eindruck? Hundertmal hat man dasselbe Motiv gesehen und ist vorübcrgegangcu. Warum prägt sich dies Werk so tief in den Sinn ein? Einmal liegt dies in den Linien, ihrer Führung: Streng, ja eckig, hieratisch yicht cs sich durch das Kreuz-, zieht durch die Maunesgestalt rechts, durch die Mannesgestalt links, zieht abwärts durch die Frau und des Toten Oberkörper, zieht fast nach dem Lot von oben nach unten und weiter stehen die Linien im Winkel auf der Querlage; der starre Unterkörper, die starren Beine und das viereckige Tuck-, auf dem der Tote liegt, reißen diese Querrichtung hart und scharf. Tann liegt dies in den Farben: Tie Töne sind unvermittelt,,im. Kontrast, schroff heben sie sich, behaupten sie sich nebeneinander üni> treffen sich auf den Grund, das Blaudunkel, und das Stärkste int Vordergrund, das Rot, ist das Tuch, sckweic geradezu auf. Sv fügt sich das Ganze empor, eine Architektonik, und ihr Gesetz herrscht und bezwingt: so roirfen die Farben, und sie klingen in eins? zusammen: das Bild aber erhält jene Wucht — man kann sich ihrer nicht erwehren. — Manchem aber mag die Gruppe dem Empfinden nach zu viel des Mühselig und Beladenen haben: mancher mag auch sich stoßen an dem technisch Schweren nnb Schwerfälligen, an jener Gestalt rechts besonders, die nur linear cingcsügt ist — aber wer will aus dieser Passionskantatc nur die Dissonanz hören? — An derselben Wand hängt ein caput cruentatnm — das Haupt voll Blut und Wunden. Wohl lehnt der Schreiber diesen Jesus ab und vermisst das Göttlich'. Aber wie ist das Leiden in dies Antlitz gegraben, wie das Leid, meldic Qual hält das Auge nieder! — Die Stilisierung noch dazu, dieses Hauptes mit der T-ornkrone, diese Farben, das Blcmblcichc und Dunkle auf dem Rot — vor dieser Technik und vor dieser Auffassung, vor dieser Empfiirdung beugt sich der Schreiber. —, Ta der Zweck dieser Zeilen mir ein Versuch sein soll, in das Jahrgang Die heutige Nummer umfafjt 12 Seiten. | währte billigen Preisen.' Erster Matt iit Mass ollen chtöpfe ormen jsseln räger tessel aufeln eimer ehälter ole fe. Soda leimer innen »sein I. mehr m. 71 Der Sletzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SieftenerSamiiienblättcr zweimal iübd)cntt.Ktaden, besonders in den niedrigen Teilen der Stadt. Bulgarien wird ziemlich tief in den Beutel greifen müssen, um hier Wandel zu schaffen. Tiefer Umstand berechtigt auch zu der Frage, ob und wie bc der Ncuansgestaltung Adrianopels die deutschen, Interessen gc- tralyrt werd eit. Im Stadtteil Karagatsch befand sich bis zum Ausbruche dcs Krieges eine deutsche Kolonie. Sie muhte sich auslösen. Ein Teil der Teutsclicn flüchtete nach^Konstaittuwpcl oder Fedeagatsch Ter in Karagatsch verbleibende Teil ist an Zahl und wirtsclnfftlichcm Vermögen sehr geschwächt worden. Tie nach Konstantinopel geflüchteten Familien haben bei der dortigen Teuerung sehr viel gelitten und faum noch die Kraft, Mtt eigenen Mitteln nach. Adrianopel zurückzukehren, und ihre Existenz wieder auszunehinen. Hier tut tatkräftige Hilfe not, und uc deut s ch c Regierung sollte die Vermittlung übernehmen. Die deutsche Orientbank hat zwar ihre große Zwciganstalt wettcr- arbeiten lassen. Aber die Schule wurde geschlossen und diente während des Krieges als Spital. Sic war von der Direktion bei Orientalischen Eisenbahnen eingerichtet und hatte sich infolge tatkräftiger llnterstützung des deutschen Reiches rasch erweitert und die Konkurrenz einer französischen Propagandaschule besiegt. Es ist Ehrensache und Kulturpflicht, daß diese Schule unter der bulgarischen Herrschaft wieder- geöffnet und unterstützt wird. Auch die deutschen Kommissionshäuser, das deutsche Restaurant, die Konditorei und die Pensionen müssen ihre Wiederauferstehung erleben. Wir appellieren an die deutsche Diplomatie! Begeisterte Hurra-Ruse in der russischen Duma. Petersburg, 26. März. (Petersburger Telegr.-AgJ1 Dem Präsidenten der Reichsduma ist 'heute nachmittag 4 Uhr eine Depesche überreicht worden, daß Adrianopel gefallen ist. Tie Nachricht wurde sofort im Saale bekannt und rief begeisterte Hurra-Rufe hervor. Der Redner hielt inne und der Abgeordnete K r u p e n s ky betrat die Tribüne und rief aus: „Adrianopel ist gefallen! Hurra!" Stürmischer Beifall erfüllte den Saal. Die Abgeordneten und das Publikum erhoben sich und brachen in langanhaltende Hurra-Rufe aus. Tschechischer Jubel über den Fall von Adrianopel Prag, 27. März. Wie aus Kolin gemeldet wird, ' herrscht dort über den Fall von Adrianopel Jubel. Alle Hauser tragen Flagg en sch muck in den böhmischen Landesfarben. Böllerschüsse werden abgefeuert. Am Abend war die Stadt festlich beleuchtet. Um V28 Uhr zog ein Festzug durch die Stadt. Ueberall er- ; schollen Hochrufe auf Bulgarien, Serbien und Montenegro. : Aehnliche Nachrichten kommen auch aus anderen Orten des böhmischen Flachlandes, in Prag allerdings herrscht : Ruhe. Sir Edward Grey hatte Recht, daß die in Kleinasien inter- । essicrteu Mächte auf das Verhalten der bisherigen Sieger ein wachsames Auge hätten. Möchte die Einigkeit der Groß- . möchte nur ungetrübt bleiben und das neue Gerücht von russischen Schwierigkeiten sich als haltlos Herausstellen. Wir erhalten folgende Meldungen: 1 Sofia, 26. März. Die achte Division aus T u n d j a besetzte den südlichen Sektor vor Adrianopel und die vorgeschobenen Stellungen des Feindes, nachdem sie zwanzig Kanonen und Maschinengewehre erbeutet und 800 Türken gefangen genommen hatte. Gegen 5 Uhr nachmittags näherten sich die Truppen auf 300 Schritte den Forts, die anzu- greifen sie sich anschicktcn. Bei dem Stur in auf Adrianopel waren bis morgens etwa 1300 Türken von den Bulgaren gefangen genommen worden. Die Bulgaren erbeuteten 21 Kanonen und s e ch s Maschinengewehre mit voller Ausrüstung und richteten sie gegen deu^Fcind. Nachts fanden auch um die Forts Tokathei int Südsettor und Papastepe im Westsektor erbitterte Kämpfe statt. Der im Nordwestsektor befestigte Punkt Ekmektschila wurde von den Bulgaren besetzt. Sofia, 26. März. Die Einnahme Adrianopels wurde durch 21 Kanonenschüsse der Stadt verkündet und mit großer Begeisterung ausgenommen. Eine ungeheure Menschenmenge bewegt sich durch die Straßen und alle Kirchenglocken läuten. General Iwanow teilte dem Generalissimus Sawow telegraphisch mit, daß sich S ch ü k r i Pascha und dessen G e u e r a l st a b ihm ergeben hätten. Er, Iwanow, bestellte den Kommandanten der Stadt und den Chef der Garnison, der die nötigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ordnung treffen werde. Morgen wird Jwan'o.w seinen Einzug in Adrianopel halten. — Im ganzen Lande werden morgen für das Seelenheil der gefallenen Soldaten und für die Verherrlichung' des Sieges Gottesdienste abgehalten werden. Drei Korrespondenten statt eines von jedem Lande haben die Bewilligung erhalten, sich nach Ardianopel zu begeben. Das Hauptquartier ist heute mittag von Dimotika nach Adrianopel abgegangen. Ministerpräsident Geschow sandte eine Te- pcsche an den Generalissimus Sawow, in der er ihn und die tapfere Armee zu dem glänzenden Erfolge von Adria- uopel b e gl ii d w ü it s ch t, der den siegreichen Feldzug der bulgarischen Armee würdig kröne. In einem Aul wort- telegramm dankte Sawow für die Glückwünsche und hob hervor, jeder, vom einfachen Soldaten bis zum General, bemühte sich, die Aufgabe zu erfüllen, die ihm von dem König und der Regierung anvertraut war. Wien, 26. März. Die „Neue Freie Presse" meldet aus Sofia: lieber die Erstürmung Adrianopels wird noch gemeldet: Nachdem gepanzerte Soldaten die D r a h t z ä u n e durchs ch n i 11 e n halten, jagten s i e wegen der M in enge fahr eine große Vieh- menge vorauf. Die 11 Meter hohen, betonierten Forts wurden i in Bajonettangriff genommen. Auch die Serben im nordwestlichen Sektor kämpften heldenhaft. Bei T s ch a t a l d s ch a dauern die .-rbitterten Kämpfe umtnterbrocheit an. Resultate von Verlusten find bisher nicht bekannt. Das Schicksal Schuckri-Paschas. Berlin, 27. März. Das „Tageblatt" meldet aus Sofia: General S ch u e t r i P a s ch a wurde mit feinem Stabe von bulgarischer Kavallerie umzingelt und zur Ergebung gezwungen. Ten Türken kam der unmittel- ■ bar nach dem Bombardement unternommene Sturm aus : Adrianopel unerwartet, weshalb sie die äußeren Forts fast Adrianopel gefallen. Sofia, 26. März. Die Agcnce Telegraphique meldet: Die Bulgaren haben Adrianopel eingenommen. Schiikri Pascha hat sich um 2 Uhr nachmittags dem General Jwauoff ergeben. Die Türken in Adrianopel haben alle Depots in Baschiuk, Kemer, Hadilik, Kaik und Karahkoi, das Arsenal und das Artilleriedepot, ferner die kleinen Kasernen zwischen Janik und Kischla und die Spitäler sowie die Kasernen im Norden der Stadt in Brand gesteckt. Die Flammen verheeren an zahlreiche «.Punkten die Stadt. Die Bevölkerung flüchtet in wahnsinniger Aufregung längs der Bcfestignngslinien. So sind denn die letzten Zweifel beseitigt. Die Festung, die sich fast sechs Monate lang unter schwierigen Verhältnissen und für die Türken deprimierenden Ereignissen stand- fqaft gehalten hatte, ist in die Hände der Bulgaren gefallen. Ss heißt in einer Meldung der Sieger, die Türken feien auf den Sturm nicht vorbereitet .gewesen. Allein das ist rine billige Behauptung; über die näheren Einzelheiten her Kämpfe weiß man so viel wie nichts. Schuekri. Pascha, der türkische Kommandant, dessen Ruhm ungef^niälert ist, s oll von bulgarischen Kavalleristen umzingelt worden sein 1 >nd sich dem General Jwanosf ergeben haben. Einen Einblick in die Herzen der bisherigen Belagerten und Verteidiger der Festung gibt der Umstand, daß sie die Stadt an allen Ecken und Enden angezündet haben. Ein solcher tziotziger Stolz beseitigt doch wohl das Märchen von der Unaufmerksamkeit der Türken vor dem Sturm. Schon fange hatte man sich darüber gewundert, Ivie es den Ein- gcschlossenen möglich war, sich zu nähren, zu verproviantieren und Munitionsvorräte zu erhalten. Die höchste Not i_mt> Entblößung der Türken von allen diesen Hilfsmitteln ist den Bulgaren zu Hilfe gekommen. Noch hört man nur den Jubel der Sieger, in den sich, bezeichnender und merkwürdiger Weise, auch ein Triumphgeschrei von Russen und — Tschechen mischt. Noch hört man aber nichts von den blutigen Verlusten auf den Festungswällen, nichts von den Schrecken und Nöten der ärmsten Bewohner. Wie um- firittcn bic ersten Siegesschilderungen sind, geht daraus hervor, daß der Mitarbeiter der „Franks. Ztg.^in Sofia cgleichzeitig mit den anderen Meldungen aus Sofia fest- siellte, Adrianopel sei noch nicht voNständig in den Händen der Vulgaren und Schuekri Pascha habe noch vormittags nötigen Widerstand geleistet. Damit würde es freilich glaubhaft fein, daß er später, um 2 Uhr, sich ergeben habe. An der Tschataldscha-Linie wird gleichfalls heftig ge- skämpst, und es wird versichert, die Bulgaren hätten das Städtchen erobert. Wenn nun den Bulgaren von Adria- 1 opel her Verstärkungen nahen, werden die Türken auch -u f diesem Schlachtfeld.' zurückgehen müssen. DerFriede äst nahe! Werden aber die Großmächte angesichts der 1 neuen bulgarischen Erfolge die Bedingungen des Friedens, i.üe sie den Baitanstaaten vorgelegt worden sind, und wie fite noch Staatssekretär Greh 'in seiner Unterhausrede als irnumstößlich dargelegt hat, aufrecht erhalten? Die Türkei muß in Asien lebensfähig bleiben, das war der Leitgedanke. Dann wird man ihr aber nicht mehr nehmen tflninen, als d:e Großmächte bisher zugegeben haben. Tie Taten der Bulgaren vor Adrianopel in allen Ehren: aber (General Sowof'f wußte ganz genau, was er bei dem Sturme riskieren und was er seinem Lande nicht gewinnen könnte. Die blutgetränkten alten Sultansgräber gehen mit der Zuinenstadt Adrianopel in bulgarischen Besitz über, aber bewti5* ■^1 Wei 75J «es VabüVatwmecbt 'fvv Düsseldorf. aptuieilerlage: Firma wack&SohD,Gies:i MW ... 31) - Telephon' ■inffieblt sich in Anfertg *■ r-r ,nen. Forderung: S^rGerich^Si .. ipfelwein politischen Teil: August .... w,„. .........Anzeiger für Oberhefien MSM Annahme von Anzeigen Retationsörud und Verlag der vruhl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Nedaltion, Expedition »nd Druckerei: Lchulstrahe 7. Land": E.Heb;^ur den bL !S“ Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhofstrahe |6a. Wigenieii: H. B-ctt Tic Londoner Börse. London, 27. März Die Meldung vom Jaffe Adria- nopelS wirkte auf die hiesige Börse befestigend. Man glaubt allgemein, daß diese Wendung den Fricdnisfchluß dtschleunigen werde. Tschafardscha durch die Bulgaren genommen London, 26. März Tie Blätter enthalten eine Mitteilung der bulgarischen Gesandtschaft, daß Tfchatald 1 ch a von de n Bulgaren nach zweitägigen erbitterten Kämpfen genommen worden sei. Ä o n st a n t i n o p e l, 26. März Tie letzten Kämpfe vor Tstdalaldjcha nehmen das Interesse des Stnmbulec Publikums in hohem Grade in Anspruch. Tie Nachrechten über den schließlichen Ausgang der Kämpfe werden ungeduldig erwartet. Nachmittags versammelte sich eine große Menge Muselmanen auf dem Bahnhof, um den Verwunde t e n t r a n S p o r t vorüberziehen zu sehen. Nach Meldungen aus türkischer Quelle seien außer zahlreichen Kranken 75 Verwundete angekommen Fortgesetzt treffen aus Anatolien Reservisten u n d R e k r u t e n e i n, die eilig nach Tfchataldscha transportiert werden. z Konstantinopel. 26. März fN Uhr vorm.-LfN- üeller .Kriegsbericht Seit vorgestern smelen sich in Adria- liopel blutige Kämpfe ab. Nach heftiger Kanonade griff her Feind unsere Vorposten an, die sich gegen die vaupt- verteidigungslinie zurüctzogen. Tic erbitterten Kämpfe lauern fort. Ein türkischer Proviantbampser getapert. Konstantinopel, 26. März. Nach Blättermel- dungen taperte ein griechisches Torpedoboot den türkischen Dampfer „Burla Kit", der Proviant für die türkischen Truppen nach Smyrna bringen sollte. Ein neues Bombardement von Lau Giovanni di Mcdua. Rom, 27. März. Nach einem Telegramm der „Tribuna" aus Brindisi hat der türkische Kreuzer „Hamidie" San Giovanni di Mevua bombardiert und die Stadt voll- tommen zerstört. Ein Unfall Enver Beys. Ko n st a n tin o pe l, 25. März. Oberst Enver Bey wäre in San Stefano beinahe einer Vergiftung durch Kohle n o x y d g n S zum Opfer gefallen. Er wurde schon gänzlich bewußtlos in feinem Schlafzimmer aufgefunden, kam aber nach kurzer Zeit wieder zu sich. Greys Rede. London, 26. März. Die Presse beschäftigt sich mit der gestrigen Rede Sir Edward Greys und des Premierministers.' Tic „Times" schreibt: Tie (Srfiinntgin Greys werden allgemein Erleichterung und ‘‘Sefritbigunn hervorrnß n, weil sic das Siegel amtlicher Bestiri- nung aus die optiimüqcbcn B<-richre fet-n, die das Publikum ans weniger zuverlässigen Qu-ellen erreicht l-aben Tas Blatt Dcttmt, daß vor allem die Mäßigung und die Geduld der zunächst beicihgtcn Mächte cs der Diplomatie ermöglicht haben, durch die Krisis l-indurchzusteuern Tic „Times" sagt weiter, Serbien und Montenegro müßten sofort das Gebiet räumen, dessen Besitz ihnen Europa nicht lassen wird: vor allem müßte das unnütze Morden vor Slntari aushören. Wenn die Verbündeten die Vermittelung der Mächte annehmcn, so könnten sie das große Ländergebiet, das sie erobert Haden, ohne Inter vemion von außen initereinanbcr teilen. Wenn sie aber eine andere Grenzlinie verlangten oder die Stellung der Türkei i ii Asten bedrohten, so würden eine ober mehrere der Mächte intervenieren. Tie Türkei ihrerseits hätte von einem Aufschub gar nichts zu lwsten und ein sdfleuniger Friedensschluß liege im Interesse alter. „T a U n Chron icle" betont, daß jedermann ^ir Edward Grey bei stimmen müßte, daß die Türkei start genug bleiben müsse, uni den ihr bleibenden Besitzstand regieren zu können. Man dürfe sie nicht durch Kriegsentschädigungen bankrott machen. Wen» sie Conflaniinopel behielte, müßte sie in unbestrittenem Besitze der liier der Meerenge bleiben: aber die Mächte tooUtni nicht nur dal,in wirken, daß die Türkei stark bleibe, sondern auck in vernünftigen Grenzen ihren Ermahnungen Gehör schenke, Mindestens, wenn die Mächte einig würden. Reue Schwierigkeiten Rußlands? Tic „Tcutschc Tageszeitung" meldet aus Wien: Graf Dcrchlold konferierte längere Zeit mit seinen SektionS- chefs. * Mau bat den Eindruck, daß neue Schwierig feiten aufgetauäst siud und vermutet, daß Rußland sich der gemeinsamen Demarche der Mächte nicht a »schließen will. Daß die Krisis noch immer nicht geschwunden ist, geht daraus hervor, daß im KlitegS- ministerium nach wie vor Pcrntancitzdicnst herrscht. Srlvfsen Taniel Greiners einzuführen und die Brücke zn schlagen zu dieser >'.inß, wollen sie sich nicht belasten mit einer Be sprecl'-ung im Tetail. Tas viel zu sagen wäre über die Gemälde, viel was ite rühmen, maitdico auch, was weniger gelungen, anne-t n tonnic. in aus den Ausführungen, die fick nur mit drei Bildern bt jetästigr haben, dentlich. Und da bliebe noch Greiner- Grapl.il, Blätter, für die es schad wäre, wenn sie .fnmmarisch. bie und do mit einem Wörtlein als armes Etikett der ualalogisiernng zu lieb dem Beschauer vorgcwvrfen würden. So nnvicble ict i esser Sdwpenl.niers Rezept Einen Tiihtirambu» ernst uno klar zu sagen, daß hier ein Künstler eigen und stark um die Mitnft ringt und Werte schasst, die in die 3uhinrt weisen. Die Werke des Malers Carl Kries, der sich vor kurzem in unserer Stadt niedergelassen Kal. zeigen eine nuemiamc Ent »Helling. Tic .Vieren Bilder seiner Krankfnrter Lehrjahre sind farbig nut Schönheit des Tons in einem relativ dunklen Licht? gestimmt. Wertvoll besonders ist an dieser Schule die genaue wienerische Tnrd . tlbung. die den Anfänger zu idxunTm Seh n zwingt Tic 91h iierftimnumg dieser Erstlingswerke hot dann der ernsthaft üoranimbcubc Künstler vor der grofyn Lehrmeisterin Natur überwunden. Draußen ui der Oberhessischen Einsamkeit ivrrden seine Bilder InHer und beltci. lidkcn sich im ("Vrcilidn die hintMeu 2dxittni auf. In den Bildern der mittleren Penod? klingt tunt) der schone Ton her frühen nach, ringen ^-arbe als dekorativer Werl und die 3rid;mmg nod> mit dem Licht uni das Hauptinteresse, bis in den neuesten cnblid) das Licht een gaiycit weilen Raum erfüllt und beherrscht. G? ist der konsequente Entwtcllutrgsgang eines I m v r e f f i o nisten, den ,^ric> durchlaufen bat. Ans eigener nrast Und iver sich selbst so zu erziehen verstand, der gibt einen besonders guten Lehrer ab. Wir hoffen, daß dieser talemvolle innge Maler bet nn> heimisch wird. daß, nwglichst viele 'Hchcttc c nch freuen wer ix : mit seinen durchaus ernsten und guten Biltx'rn ihr .\?eur v.\ idjnuKint, sich mit den Tarstellun.n-n twn Mensch unc Lane 4 . der .veinidt zu umgeben, die btcin ittibdiniicfc .'limitier g Jahren so crfreulidi cntiptefrti. Sem, -h-an werden kn gro- genug sein, einen solchen 'tiinfüct »u ■' ■ Tcuficbc» llcicb. DcrKaifer _ traf am Mittwoch um 1 Uhr 30 Mm im ScebadcAhl- beck ein und besichtigte die B^rutcn des Kinderheims. Um 2 Uhr 35 Min. trat er die Rückreise an. Ausland Tic französische Kammer hat dem neuen Ministerium ihr Vertrauen ausgesproctreu. ~ie tiammernicbrbnr seyte sich aus 28 Mitgliedern der republikannchen Vereinigung, einem der Rechten, icd>. der Action Liberale, ‘-8 Progressistcn, 63 der demokratischen Linken, 61 Linh Radikalen, 25 Sozialisti'ch-Rcdikalcn, 3 fozialistüd' n Revubltkanern und 11 Unabhängigen zusammen. Ter Stimmen enthielten Heb 1-) Mitglieder der Rechten. 14 Pvoqressisten, 1 der dcmokratttchcn Linken, einer der rcvubiikanisd.cn Bereinigung, 39 Links Radikale, 56 Sozialistisch-Radikale, 11 sozialistische Republikaner, 8 Unabhängige und 21 der Action Liberale. Kirche und Schule. Born Papste. Ter „Osservatore Romano" meldet: Ter Gesundheitszustand des Papstes ist in den l.tzten Tagen nicht 'nur zufriedenstellend gewefen, 'andern er bat sich auch andauernd gebessert. Man kann sagen, daß der Papst nunmehr vollständig lviederherge stellt ist. Das bedeutet allerdings nicht, daß der Papst nicht noch einiger Tage der Ruhe benötigt, wozu ihm auch seine Aerztc und seine Umgebung raten. __________ Aus Stadt und Land. Gießen, 2«. März 1913. * ♦ Tagcskalender kürToniierstcm, 27.März: O eNeu t l. V e r s a ni m l tt n q der deutsch-sozialen Partei. Reiche- taqsabg. Tr. Werner spricht über »Von der A n 1 h e b n n g der Liebesgabe bis zur netten Ä e h r v o r l a g c". Abe.tds 81/, Uhr in Steins Garten. SQo tut bei loe tetn. Oeffe.itl. Vortvag deS Herrn Emil Peters ans Berlin: ,'JVte gewinne und erhalte ich gesunde und starke Nerven". MendS 8l/2 Uhr im (5n 6 Vctb. • • Der Großherzog hat das Kommandeurkreuz 2. Klasse des Lndewigsorbcns bem Oberst a. D. Ernst Recker in Darmstadt verliehen. — Tcv König von Preußen hat dem Eiscnbahndircktor Scholl in Mainz bie Erlaubnis zur Anlegung bcS Ritterkreuzes erster Klasse bes Hessischen VcrbienitordenS Philipps deS Großmistigen erteilt. • * In Audienz empfangen ivnrbc vom Groß- Herzog am Mittwoch u. a. Geh. Iustizrat Prof. De. Leist von Gießen, Mitglied der Ersten Kammer der Landitänbe. * * Iustizpersonalien. Ter Großherzog hat den Notar mit dem Amtssitz in Gau - Algesheim Dr. Karl Gebhard zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Wimpfen, den Notar mit dem Amtssitz in Bingen Dr. Phil. Adam Gärtner zum Notar mit dem Amtssitz in Gau Algeshciin und den Gerichtsassefsor Herrn. Allwohn in Ortenberg zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ortenberg ernannt. * * Lehrerpersonalien. Ernannt wurde der Reallehrer Ludwig Fel sing in Darmstadt zum Anstallslehrer an der Zellenstrafanstalt Butzbach unter Belassung des Amtstitcls Reallehrer. * * Postpersonalien. Oberpostassiftent Kinzen - ,ach ist zum Postsekretär ernannt worden. * * Ein G em ei ndestc verbuch hat der Minifterial- regiftrator I ii n g e r an Darmstadt herausgegeben. Das Buch gipfelt in der Anweisung, wie der Steuerpslichtigc seinen Steuerzettel nach dem neuen Gemeindesteuergesetz prüfen kann. ** St a d t t hc a t e r. Ta zu der einmaligen Ans führung bau Maria Magdalena am Freitag ein sehr startet'Andrang l>errfcht, null die Tirektion auch noch zu beit Borstellungen am Sonntag abend und Montag die etwa ausstehenden Gutscheine gelten lassen. Ta bie Mvntag- Borstcllung Benefiz ist, so ließ sich dieses weitgehende Ent gegenkonnnen für die Abonnenten nur durch ein besonderes Abkommen zwischen der TircHion und ben Bene sizianten ermöglichen. Es wäre zu wünschen, daß der Ehrcnabend für Obcrrcgissctir Tworkowski einen guten Besuch aufmeisen würde. ** -Ter Feiertagsverkehr kann wohl mit dem gestrigen Mend, an dem'die Urlauber des Regiments heim- kehrten, in der Hauptsache als beendigt betrachtet werden. Am Karfreitag waren die Fahrkartenschalter am Bahnhof stark in Anspruch genommen, doch flaute der Verkehr am nächsten Tage ftari ab, um am ersten Festtage wieder durch Ausflügler stärker zn werden. Am 2. Ostcrtage war der Verkehr an ben Bahnhöfen ebenfalls sehr stark. Am 3. Fes! tage war es ruhig und auch der gestrige Tag brachte für die Abfahrt von Personen keinen nennenswerten Andrang. Tic Straßenbahn hat an den Tagen seit Karfreitag starken Verkehr gehabt. Gestern abend vcriebrien noch bis Mitternacht Wagen, um die aus dem Urlaub zurnckkehrenden Soldaten zu befördern Landkreis Gießen. == Burkhards selben, 26, März. Bei der Vergebung der 'Ißciöbi überarbeiten am hiesigen Schul- hauS-Neubau kamen folgenbc Angebote heraus: Keßler in Steinbach 3155,55 Mk. und Fink in Hattenrod 1860,40 Mk. Sonach sind bei dieser Arbeit 47 Prozent abgeboten worden. Entweder kann der höchste nicht rechnen ober muß der wenigste Pfuscharbeit liefern. (?) Lich, 26. März Man bemüht fich hier, daß Lich als Garnisonsort des neuen 3. Bataillons des Inf - Rcgts. Nr. 168 gewählt wird. Eine Erinnerung wird burth die Angelegenheit wieder wach gerufen. Ende der 60 er Fahre des vorigen Fahrynnderts war uiiicrc Stadt als '^rnifonsort des neu errichteten hessischen IägerbataillvnS aiisersche» worden. Hauptsächlich soll die Wahl ben Bemühungen des damaligen Fürsten Ludwig zu danken ge- wesen sein Tic Sache war schon so weit gediehen, so bnfi man bereits Vorbereitungen traf. Ein Ererzierplatz iwr schon ausgewählt und am Plattenu»aldc waren die Schieß- ftänbe schon gehauetn Aucn für Offizierswohnungeu und naiernengebäubc hatte man die Plätze fcdon geiväylt Aber schließlich erhielt Friedberg das Bataillon. Am Wider- ftanbe einiger Bürger, bie Sonderinteressen vertraten, sollen die Verhandlungen zu Ungunsten unserer Stadt gescheitert sein Tic au? dem Munde älterer Leute heute noch oft zu vernehmende Erzählung, als Ersatz für das ausgebliebene Bataillon habe die Stadr damals von irgendeinem Spaßvogel eine Sämchlcl Bleisoldaten erhalten, gehört n>ob in bad Bereich der Legende Kreis Lauterbach. - Lauterbach, 26. März. Gestern nachmittag starb der ..’VlmMbcr der Firmen Herrn. Türdeck i nb A. Finger u. Co., Fabrikant Hermann Durbeck nach langen schweren Leiden im 53. Lebensjahr. Herr Turbeck war seit der im Jahre 1900 erfolgten Neuorgannatwn bei heiüfchen Handelskammerbezirke Vertreter von Lauterbach in der Gießener Kammer und hat sich an den Arbeiten der Kammer eifrig u erfolgreich beteiligt. Als Vorsitzender des Handelsver?, .s Lauterbach hat sich Herr Dürbeck namentlich um bie Entwickelung des Verkehrswesens seiner Vaterstadt verdient gemacht und Cic dortige kaufmännische Fortbildungsschule ver^nft^ ihre Blüte int wesemlichen seiner Fürsorge. Mit Herrn DürbetT ft ein arbcitsfrelidigcr, liebenswürdiger und vornehmer Charakter aus dem Leben geschieden. Starkenburg und Rlieinhessen. rin. Darmstadt, 26. Rlärz. Tcr 2lusorecher Richard Pfeil wurde heute durch den Wachtmeister LlßmuS in Geinsheim bei Groß-Gerau festgcnommcn und wieder hier eingclicfert. Heffen-Nassau. — Wiesbaden, 26. März. Am 1. Mai wird bei Wiesbaden die Erönuunq des K a i s e r - W i l b e l in - H e i ui 4 der Teiitkbcn Ge cllicba't für Kau'mcinnS-Erlwlnnq^beiine ftotlfuiben. Handels in iniüer Dr. Sydow wirb der Gröfiiuma beiwohnen, ferner werden ^'erlrcler zahlreicher Körpersdianen teilnehwen. Tas Heim ist das drille, daS die er ft vor zwei Fahren qeqrundkte i^esellschall dein Belricbe übergibt. Es ifl iür llu Betten eingerichtet und ae- ivälnt nimm liehen unh weiblichen Angestellten fanfinönniftber und indnürieller 'betriebe, sowie iventger bcmiltehen selbständigen Kans« leinen nnd deren Familien 'Jluhiahme. Ter Preis für die Ferien- aöfte beträgt für Sion» und Taq für '2'3obnuiig und volle reichliche Vc.v eqiin.z euiichließlich Trinkqeldnl'löjnnq 2.80 Ml Trintzwang befiehl nicht. Tie Nachfrage nach Plätzen in den Heimen ist sehr lebhaft. Älufnahmebedingungen sind von der Geschä'tsftelle in trüesbaden erhältlich Sti'tnngeil laufen audauerud ein. In den lenten Tagen sind Sli'tungen erfolgt u. n. von der Bergbau- Aktien ttlesellichaft, Grube Ilie, TIL 10000.—; Kommerzienrat Ludwig i'efmberger, Eprembergt Mk. 5000.—; Koswig, Finsterwalde, Mk.äOOO.—: Kommerzienrat 2 ii bi via Evbraim, Kotlbns, ’JJit. 5000: Rudolf Kovv & Iic., Ccfttidi, l'if. ö600.—. Tas fünfte nnd sechs:c veim der Gesclljcha't werden im Riesen- gebirge »nb im sächsischen (meebtrge errichtet, mit diesen zivei Heimen wird da-Z Netz tev Geseilscha t über das ganze Reich aus- gebreitet sein. Provinzial-Slrroschuß Der Provinz Lbcrhcsicn. X. Gießen, ben 26. März. Auwescud: Regierungsrat Weicker ab stellv. Vorsitzender, 4 ordentliche und 2 Ersat mitglicocr. 1. Gesuch des Karl Alt ; 'i Lcidhcckeu um Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein. Der Vater des Alt betrieb seit 30 Jahren ben Kleinhandel mit Branntwein. Nach seinem lobe kam Alt selbst nm die Erlaubnis ein. Der Okmcinbcrat befürwortete das OKyuch, der Kreisausschuß lehnte e? aber mangels Bedürfnisses ab. Ter hiergegen verfolgten Berufung gab der Prvvinzialausfchusi heute statt, indem er entschied, daß die nachgesuchte Erlaiü'iii-.- zu erteilen fei. Tie Kvstrn des Verfahrens hat der (^esuchsteller zu tragen 2. Gesuch des Karl Reust zu Friedberg »m Genehmigung von Gewe rbcanlngcn gemäß § 25 der Gewerbeordnung Neuß betreibt seit 186'. eine Schlosserei, die sich derartig entwickelt hat, daß big Nachbarschast wegen des damit verbundenen Lärms Beschwerde führte. Rcnß besaß keine Kvnzefsion nnd mußte, da er auf mehrmalige Aufforderung herum auch nicht nach- suchtc, durch die Strafkammer Gießen wegen Urbcrtrchnig der Gewerbeordnung bestraft werden -•(iinm er ein Kvnzesfionsgesnch ein, es wurde offengelegt uni) darauf lief eine Anzahl Einwendungen ein. Tev 'Uri?- ausfchuß des Kreises Friedberg erteilte die erbetene Genehmigung zur Herstellung von Blecl)gefäßcn und von Röhren durch Vernieten unter, einer Anzahl Bedingungen, Versagte aber die itzencifmignng zur Erweiterung der Werkstätte. Ter Anwalt des Gesuchstellers erhob Einspruch gegen diese Entscheidung. In der heutigen Verhandlung stellte her Anwalt des Gesuchstellers die Vorlage eines anderen Gesuches in Aussicht, weSlfalb bie Verhanblung auf vier Wochen vertagt wurde. 3. Heber den Antrag auf Entziehung des Führerscheins des P. Kronenberg zu Gießen wird in der nächsten Sitzung verhandelt werden öereinsnadiridjtea Lick, 26. Mürz. Ter Frühi ahrs Bezirkstag des Bezirks Gießen bc? H cs c n N a f i a u i s ch c n Steno- graphcnverbanbcs wirk) am 20. April hier abgehalten. Ein Wettschreiben, an dem sich voraussichtlich über 200 Personen beteiligen, ist damit verbunden 0 Raubach, 2fi. Mär; Im „Schützenboi würbe die Hauptversammlung der ?luSschuf^01esellscha»t abgehallcn. Tie Wahl des „Schützcnhauptmanns" fiel auf den Veteranen £btr- bricftrager i. P. Bagger. Universitäts-Nnchrichten. — Der Vertreter der fiaffifdicn Philologie au bei lliuverntäfr Königsberg > P r , ordentlicher Professor Tr R Wünsch, hat den Ruf nach M u nstcr i. W. als Nachfolger vou Proi K^olk zum Sommerfemestcr angenommen. ] bk. Marburg, 26 Mär;. Ter Privatdv;ent Projesior Lic, theol. Walter Bauer hier wird dem 'Ruft* als außerordentlicher Professor in die evangelisch theologische Fakultät her llniDenität Brcola u zu Beginn de? bcvorftrhcnbni Sommerseuiesters folgen; er tritt hier an Stelle des NeultAiamentlers mifcrorbciitlidKii Professor? Hoennicke, der zum Ordinarius ernannt ivurde. hf Tarntftßbt, 26. März. Der etatsmäßige Profeiior für Wafferlraftniaidiiucn cinfdil. Schwungräder und Regulatoren, sowie Geschichte de- Maschinenwesens an der Technischen Hodnchule zu Hannover, Tr. Ini Ernst Braun, ist oont 1. Avril d. I. au die hiefiqc Tcdmiidie Hochschule berufen worden Prof. Braun ist ein geborener Aürtkember.fer geb. 1878 yi Tdrön- m ün.;ad? Sein» Ausbildung erhielt er au der Technischen Hochschule ,u Stuttgart, war 1902 1904 Assistent bei Pros. v. Bach, 1904 1906 Ingenieur der Majchincnfabrck Germania in Chcm- ihr und 1906 1910 der Maschinenfabrik von Escher, Wvß u. ISo^ in Zürich. Im Herbst 1910 erfolgte seine Berufung zum Professor in Hannover. Landwirtschaft. 3 um Bericht der 8 Bundes-Kaninchen schau in Ä* i n c n * bach fei mitgeteilt, daß Herr Ang. Bock, Gießen, auf Black and tan zwei Ebrenvrelfe und einen 2. Preis bekam. Einen Ehrenpreis bekam er auch iür auf 93 Punkte bewertete Tiere. Das Unwetter in den vereinigten Staaten. Tic Unwetter m den Vereinigten Staaten, über bie wie schon mehrfach berichtet haben, nehmen einen immci größeren Umfang an, und eine Schreckensnachricht fütot auf die andere Während in Nc.tyork selbst das fchönsts Scmmerwettcr herrscht, laufen immer neue Hiobsbotschaften von Sturmverheerungen und llcberschmemmungen aus ben einzelnen Staaten ein. So sind etwa zwölf Stäbts Waschanstalt „Schwan“ empfiehlt sich im Reichen v. WWe jeder Art. 194 — Elektrischer Betrieb. — Bei dauernder Behandlung garantiert blütenhclleWäschc bei absoluter Schonung. Xa**wilHche bei prompt. Lieferung Flurgarderoben ständeru. Spiegel Ph. Henkel i Möbel-Handlung 14 Sonnenstrassc 14 wer Bidarf hat In wirKhen qm tchucidcndtn So- Heger Stahlwercn bestelle solotl in eigenem Inlereise unseren ßauptka- taiog über tausende Artikel aller Art, den wir gratis und franko versenden. Gebr. Bell, Grälralhl37 b. Soling ---■ Tahrik Umandbani. - Soennecke Modes I kTiiJl Oeffentliche Versammlung 99 d=73 Achtung! Steinstraße 45. (D7i Sänölings-iiRd Kiider-Mildi Siiirf *6^ osaa lumK niil Firma Die noch vorrätigen Federn, Blumen, Strohborden etc. verkatert billigst die Briihl’sche Universiiäts-.Buch- und Stein- druokerei, Gießen, Schulstr. 7. vmz Dberhefsen. 'n, den 26. März. ’ 111'5 stellv. Vorsitzen« Achtung! 3ur ffrii^jnlirghiliitiiniii empfehle: Schtvefeli. Ammoniak Ammonlal-Superphorphate Suverpbosphat Ebilcsalpetcr Peru-Guano IFüllhorn- u. Löavenmarke) rbomaSvlwsvbatmchl Kali und Kainit. Letzte IlrtcbriditeM, Der Sturm auf Adrcanopet. (S of io, 27. März. Tas Hauptcruartier befahl am1 23. März dem Ärmeekommandantcn, mit b nt S t u r m a n f A d ri a n o pc l zu beginnen. Dementsprechend begann am folgenden Tag nacfc mittags 2 Uhr das Feuer der Bulgaren, das von den Türken lebhaft erwidert w u r d e. Am 25. März ging das bulgarische 30. Regiment gegen das O st s c f t o r vor, das es nach einem heftigen Kampf nahm. Bei Tagesanbruch am 2 6. März wurden alle vorgeschoben eit Stellungen der Türken mit dem Bajonett genommen und das 56. Regiment ging tollkühn gegen den Festungsgürtel vor. Die serbische Armeedivision unterhielt bei Papasteje ein heftiges Geschützseuer. Um 10 Uhr vormittags wurde der Festungsgürtel erreicht und nach heftigem Kampf die Stadt erobert. Die Türken zerstörten sämtliche militärischen Gebäude und steckten an mehreren Stellen die Stadt in Brand.__________ kaufe zu jedem annehmbaren Preise. Für Modistinnen selten günstige Gelegenheit;. M. "W"agenbach, Wetzsteinstr. z8 Moderne Formen werden angefertigt und garniert „D ie K u n st hauszuhalte n" ist schwerer als man denkt, namentlich, wenn die Geldmittel zn Rate gezogen werden müssen. Da ist die Hausfrau für jeden Wink dankbar, dec ihr s Pare u helfen kann. Sie wird darum auch Dank dafür wissen, wenn sie heute am die beliebten Brauusschen Stosfarben, Blusensarben und Cremefarben aufmerksam gemacht wird, mit welchen man abgeblahten, verschossenen Kleidungsstücken und Gardinen glänzende frische Farben und ein tadelloirs neues Aussehen geben kann. Gar manche .Hausfrau hat schon auf solche Art die drohende Ausgabe für ein neues Kleidungsstück vermieden und statt eines Goldstücks nur wenige Nickel für Bramtssche Farben hinzu legen brauchen. hv'/„ Molkerei Süßrahm Butter Süße, saure u. Schlagsahne — . zu billigsten Preisen ===== Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Dessen kür Freilaa, den 28. März 1913: Wechselnd beiuollt, leichte Riederfchläge, nulb. 8äÜ8t§Mrte„ntKffi Prof. IZr.GrunwaldsEnt baarnngsvulv. Dos. M. 1.50. Pelik.-Avoth., Kreuzpl. V™ Zu haben bei: Alois Staadt. Neuen Bäue, Carl Wehrnm, Wetzlarer Weg, .1 oh. Seibel. Ludwigsplatz, I . Dechert, Kaiser-Allee, Gebr. Noll, Bahnhofstrasse, Carl hielbel, Frankfurter Str. (hvn/i3 Verteetef: Fritz Schneider, Stepbanstr, Freie Aussprache. Nur Männer und Frauen deutsch-christlicher Abkunft haben Zutritt. Der Wahlkreisvorstand der deutsch-sozialen Partei. Die Kriegskorrefpondeuten Sofia, 27. März. Die Militärattaches und die Ze i tu n g s ko r res P-o n den t e n (drei aus jedem Land) sind heute nacht nach Adrianopel abgereist. DieBotschafterkon seren z. London, 26. März. .Reuter.» In ver heutigen Nachmittagssitzung der Botschaftervereinigung wüt den die Vorschläge Oesterreich-Ungarns über die Grenzen Albaniens formell angenommen. Dre Ver tretet der Mächte in Belgrad und (Serittjc werden nunmehr bte Anweisung erhalten, die montenegrinische und die serbische Regierung von der Entscheidung der Mächte über die Nord- und Nordoltgrenz^ Albaniens zu unterrichten. Man erwartete, daß die Botschafter^ Vereinigung mit der Erörterung der Südgrenze Albaniens beginnen würde, jedoch wird, da es an Zeit mangelte, der Gegen stand in der nächsten Sitzung am Freitag besprochen werden. Die Sitzung dauerte l1/. Stunden. Ein Dementi des russischen Ministers des A e u ß e r n. Petersburg, 27. März. Der Minister des Aeußcrn bennentrert energisch die „Nowojc Wremja", daß Sasonow gesagt habe, Rußland werde unter keinen Umständen Krieg führen. C h u r ch i l l s R e b c. London, 26. März. «Unterhaus.) Churchill sagte noch bei der Stelle über ein eventuelles Flottenabkommen: Wir befinden »ns in einer sehr guten Lage, solche Gedanken an zuregen und sie zu sördern, weil wir nufere Leistungsfähigkeit verbessert haben.und noch verbessern als ein Volk und Reich, das imflanbe ist, die Stellung einer Flotte ausrecht zu erhalten und zu verbessern, welche Maßnahmen auch sonst irgendwo getroffen wer den mögen. Niemand kann uns bezichtigen, daß wir wünschen, durch Verhandlungen oder Bitten einen Vorteil zu erringen, den wir nicht durch Opfer erreichen können. A u s j e d c n F a l l wird die Anregung nochmals erneuert für das ^ahr 1914 oder wenn das zu nahe ist, für das Jahr 1915. PreußischeLandtagskandidaten. Köln, 27. März. (Priv.-Tel.!. Das Z e n t r u m stellte die bisherigen Landtagsabgeordneten Trimbvrn und Frank wieder auf. S e l b st m o r d e i n e s D i p l o m a t e n. Rom, 27. März. Der Attarböe der österreich-nuga- rischen Botschaft beim Quirinal Prinz Vincenz Win d i s ch - graeß hat sich aus Liebeskummer erschossen. Die Abreise des Ka i s e r p a a r s nach Homburg. Berlin, 27. März. Das Kaiserpaar ist heute nacht mit der Prinzessin Viktoria Louise nach Homburg v. d. Höhe abgereist. gegeben. Große Verluste an Menschenleben sind auch in den von Ausländern bewohnten Stadtteilen zu beklagen, da die Fremden ihre Wohnungen trotz der Warnung, daß ein Tammbruch des Schntzdammes bevorstehe, nicht verließen. Als der Tamm bruch erfolgte, stürzte eine Wassermasse von 12 Fuß Höhe in die Straßen und überschwemmte sie in einer Viertelstunde. Zahlreiche Gebäude wurden innerhalb einer Stunde hinweggeschwemmt. Ganze dichtbevölkerte Straßenreihen wurden in Trümmerhaufen verwandelt. Zahlreiche Häuser stehen bis an das Dach unter Wasser. Es wurde eine dringende Aufforderung um Zusendung von Lebensmitteln nach New York gesandt, doch ist die Zufuhr zurzeit unmöglich. C o l u m b i s, 26. März. Der Gouverneur erhielt um 3 Uhr die Mitteilung aus Dayton, daß das ganze G e s ch ä f t s v i e r t e l in Dahton brenne und wahrscheinlich v ö l l i g z er st ö r t würde. Die Leute springen von den Dächern ins Wasser. Chicago, 26. März. Bei Hamilton (Ohio) ist angeblich ein Wasserreservoir geborsten. Man spricht von 1 0 0 0 Ertrunkenen. „ Woolfcreek, 26. Marz. Hier traf folgende Meldung eines Telegraphisten aus Dav ton ein: Im Mittelpunkt von Dahton fand eine Explosion statt. Die Leute verbrannten, da wir sie nicht erreichen konnten. Washington, 26. März. Präsident Wilson hat eniep Aufruf an die Nation erlassen um Unterstützung der Ueberschwemm- ten. Er sagt darin, daß das furchtbare Hochwasser die Größe eines nationalen Unglücks angenommen habe. vermischter. ' Millionenerbschaft. Aus Montpellier wird gemeldet: 7,n dem Torfe Literne erbte ein einfacher Hirt 37 Milli onen Franks. Der Hirt war bei fremden Leuten unter den ärmlichsten Verhältnissen erzogen worden und hatte keine Ahnung, wer seih Vater war, der ihn mit dieser reichen Erbschaft bedachte. * Der 2. Kongreß für Säuglingsschutz trat unter dem Vorsitz des Kammerherrn der Kaiserin v. Behr- Pinnow am Mittwoch-Mittag im Plenar-Sitzungssaale des Preußischen Herrenhauses zu feinen Verhandlungen zusammen Donnerstag, 27. März 1913, abends 729 Uhr, spricht in Steins Garten dahier Herr Reichstagsabgeordneter Dr. Werner über: Don der Aufhebung der Liebesgabe bis zur neuen Mhwottage." i "eidheckey um - ( mit $ rannt» ieit 30 Zähren bat seinem kam Alt »tmeinbtrat besurnwr- chnle eö aber mangels folgten Senthiiig gao ibem er enriaiieb, baj ilen sei. Tic .ffvstrit t zu tragen, zu striedbergum canlagcn gemaj teuf betreibt jeit IS’ ntlmdclt Hai, baß bia fjunbenen Lärm fit* imtfUion unb Me, anim mich nifit nüÄ* loegeti llebertrctjttZ Mmnchr itwjte ltbe Xtw e\v Ter >ütc die erbetene (*-• lechgefäßeu und m Anzahl Miugmsm. Erweiterung der Ml* . erhob Einspruch gW en Verhandlung stellte Vorlage eines anderen ^Verhandlung auf tuet hunq dc- •n ber nächsten Ätzung , ZtauleU" •jflflif- 'ihn '""d bei Tietz. OW WW -rU?l-"ölqcnRQ"b lt lut die Serien. ln9 >md voüe reidiit*i> 12 80 oi) f “ .gliche i s/ ' .Mmanq ’n ben ^men ist öcr ("e|tbäit3|ieQt j„ 1 ondcmeaid ein. I, •Jommerjientot Sommer,iienrat i’eiirotMroinl^raim Alk. 5600- M werden im Rieses -miet, mit dielen zwei r ganze Reich aus« Nhi- noch Donnerstag und Freitag bleibt die hervorragende Novität Die Sunden der Väter in der SmtM Meisen. (Eritauffübrungsrecht für Gießen) mit beni reichhaltigen, glänzenden Programm auf dem Smelplan. [a27,^ Jugend - Vorstellung von nachmittags 3—4'/- Uhr. 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Bekanntmachung Die Holzversteig.cungen vom 18. und 19. März find genehmigt. Empfang der Absubrscheme bet den belr. ttjroßh. Untererbebstellen, Holzüberwelsung und enter Absuhrtag: DicnStag, den 1.2lpril. B-/s Treis a. d. ^umda, den A>. Marz 191». Mrostberzoaliche Obcrförstc»cr Treis. Morgen Freitag von 1 »10 Uhr an großer Verkauf am oelsenkeller in Gießen: Weißer frischer Blumenkohl . . Stück von 20 Pfg. an Spinat..............Pfund 20 Pfg. 2 Pfund Schwarzwurzeln.........35 „ Note Tveifcmöhrcn und rote Rüben, 10 Md. 50 „ Prima Zwiebeln.........W Pfd. 40 „ sowie kitten holländischen Rotkohl, Weißkohl, Wirsrng, Sellerie, Lauch und großeAuswabl in allenSortensrischer Gemüse-, Salat- und Blumettpflanzen Apfelsinen :c. alles äußerst billig. 201)6 Klein aus Köln. ©af® Ebel Telephon 586 Fnb.: Karl Obm Buragraben Täglich Konzert der Original - Zigeimer - Kapelle 9 Personen „Lyra“ ___ !) Personen Kunst! National Kostüme! (vciang! Anfang wochentags 7'/, Ubr, Sonntags 3l, Uhr Programm 20 Pfg. Hft>01 Programm 20 Pfg. alkeiu im Staate Ohio überflutet.. Der Materialschad ist hier ungeheuer. Viele Familien sind obdachlos. Wir haben fvlgeiide Meldungen erhalten: N c w V ort, 26. März. 9tad) den letzten Nachrichten aus den überschwemmten Gebieten ist die Lage in der Stadt P c r u in Indiana unverändert t r o st l o s. Aus den benachbarten Städten jüib Lebensmittel unb Kleidung für 5000 Personen gesandt worden, sie konnten jedock) megen der reißenden Strömung ihren Bestimmungsort nicht erreichen. Die Lage in Davlon ist noch intütcr hofsuungslos. Der Wasser stand betragt teilweise 40 Fuß, Die Schutzdämwe drohen cinzustürzen: auch zahlreiche andere Orte in Ohio sind gefährdet. Aus allen übersdMemmtcn Gebieten werde,r Ver- luftc an Menschenleben gemeldet In Indianapolis war der Stand des Wassers heute morgen höher als je. Das Wasser erreichte in der vergangenen Nacht das Stadtviertel Fallereck: alle Hotels sind Überflutet. Aus C hi e a g o >vird genreldet: Das H o ch w a s s e r hat die Stationen der östlichen Eisenbahnlinien in Indiana ur«> Ohio abgeschnitten. Heute ist die Lage bciräc! tlich schleck'!er als gestern. Es ist keine Aussicht auf ein Nachlassen der llebersck-wemmung vorhanden. Amtlich wird erklärt, daß seit 20 Jahren feine Ileberschwemmung in diesem Mas.stabe aufgetreten ist. Aus allen betroffenen Gebieten wird unaufhörlicher Regen gemeldet. New York, 26. März. Durch die Straßen von Pern (Jndianiai rauscht das Wasser bis zu 20 Fuß tief. Zahl - reiche Leichen von Frauen und Kindern treiben i n d en Fluten. Die Nacht verbrachten die Frauen uni) blinder sie! umarmend auf den Dächern. Die Kälte steigert die 9iot. <.n F nd i atl o p o l i s ist der Wasserstand weiter gestiegen. Das bor.ige vorn0(11116 Viertel ist übersck?wemmt. — Zn P eru brach gestern plö.st.lich der Schutzdamm des Wabashflnsscs; Hunderte von Menschen sind ertrunken. Auf dem Wabafhfluß treiben viele Wohnhäuser, bereit Bewohner sich an die Dächer aicklunmern. Die heftige Strömung macht es unmöglich, sic mit Booten zu erreichen. New York, 26. März. Der Schaden, den die Ueberschwem- inungcn durch die Unterbrechung des Bahitverkehrs den Eisenbahnen verursacht haben, wird von den beteiligten Kreisen auf mindestens 10 b i s 15 Millionen Dollar geschätzt. In der Geschichte des Landes ist eine derartige Unterbrechung des Bahnverkel>rS, wie sie jetzt in Ohio und Indiana cingetretcn ist, nicht vorgekommen. D a i; t o it (Ohio), 26. März. Die Stadt ist von dem Niami- flusse überschwemmt, der in einer Breite von drei Meilen das Land bedeckt. Die Zahl der Ertrunkenen wir) auf 2000 bis 3000 geschätzt. Ein Schulhaus mit 400 Schülern soll überschwemmt worden sein. Man befürchtet, daß alle Kinder ertrunken sind. Das Wasser ist nirgends weniger als sechs, in den biederen Stadtteilen zwanzig Fuß tief. Die Sage wird noch verschlimmert durch Brände, die in etwa zwölf Orten zugleich in dem überschwemmten Gebiete ausgebrochest sind, ohne daß geholfen werden kann. Die Männer in dem Geschäfts- Viertel können ihre Bureaus nicht verlassen. Frauen und Kinder werden durch das Wasser in die höheren Stockwerke und auf die Dächer hinaufgetrieben. Hunderte von Häusern sollen mit ihren Bewohnern weggeschwemmt worden sein, darunter das Krankenhaus mit 600 Kranken. Die Stadt ist ohne Beleuchtung. Eine Hungersnot steht bevor. Brot ist n?.r für einen Tag vorhanden und wird nur in kleinen Teilen ausgegeben. T a y t o n , 26. März. Die ganze Nacht hindurch leuchteten Brände auf. An 5000 Personen drängen sich in den oberen Stockwerken der .Häuser ohne Licht, ohne Trinkwasser und ohne Nahrungsmittel, unter der Kälte schwer leidend. Uirmtterbrochen bemühen sich Ruderboote, Personen zu retten. Tie Zahl der Toten wird zwischen 500 bis 2000 an- Walltorstraßc 71. 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