W i I - Zahrgang W Erstes Blatt Die heutige Nummer umfaßt 18 Seiten. rVochenschar». ’nllgrabe . einer Reichsvermögc ' schaftssteuer für bi erden- loreien. J . $. c u'w- lvero- :efltc ab«: auf dem Gletscher nicht überwintern konnte, und die Aurora I Andreas Geibel 1620 als Bürgermeister Wachenbuckens aenannt auch nicht zur Ueberwrnterung eingerichtet war, ful-r Dams ab, und wird, auch dessen Enkel Heinrich Geibel ist Bü?germIter gewest begann nun em Wettrennen mit der Zeit Im dreißigjährigen Kriege (1647) toar (ettcwr a™ftrafctStik r - Aurora war über und über mit Eis bedeckt, der Sttirrn geiscl für seine Gemeinde nach Hanau gebracht morden Des rhr übel mit, oft saß ste int Packers .fest und zu Zeiten Dichters Großvater ist 1741 in Wachenbuchen geboren Z» seinem :1 ,UUL -LU i'ii .vuuvhuupv. I leinen r5euitcitungen treten urkundlich nachweisbar Gei 27 US zur Ueberimutcrung ciiilgernlaßen ausgcruitet war, Wild I bereits 1571 in Wachenbuchcn als Grundbesitzer auf, von denen fläusbnrg 13 । Tel. 386. ix ach ab agerÄe 7~ ß V r Emanuel - Geibel - Forschung wird uns aus Wachenbuchen, wo das Stammhaus des Dichters steht, geschrieben- Seit einiger Zeit ist der Chemnitzer Historiker Uhlinanncklhl- mannSdorf hier anwesend, um Nachforschungen nach der Genealogie der Ahnen des Dichters Emanuel Geibel auzustellen Nach seinen Feststellungen treten urkundlich nachweisbar Geibels Ahnen Gießen, 31. Mai. Der Auftakt zu dem neuen Kampf über die Steuern, die zur Deckung der Wehrvorlage nötig find, läßt sich fürchtete Davis, er werde Wild überhaupt nicht mehr erreichen. Zehn Tage zu spät war er nach seinem Urteil bereits aufgebrochen, und das Wetter und die Eisverhältnissc hielten ihn immer mehr auf. Nach vierzehntägigem Kampfe .gegen die Elemente blieb die Aurora Sieger, Wild und seine Leute wurden glücklich aus gefunden, und seck)s Stunden später fuhr die Aurora bereits wieder von der Gletscherstation ab. Auf der Reise zu Wilds Gletscherexpedition hätte Davis funkentelegraphisch von der Hauptgruppe die Nachricht erhalten, daß Mawson wiedergekommen sei; allein die Einzelheiten dieser glücklichen Rettung waren sehr trübe: Mawson hatte nämlich seine beiden Begleiter, Mertz und Ninnis verloren. Der Bericht hierüber liegt vorläufig erst in dürftigen Umrissen vor, obwohl Davis erst eine halbe Meile gefahren war, als er die funkentelegraplnfche Nachricht von Mawsons Wiederkehr empfing. dNawson war, soweit Davis cs angebcn tonn, zusammen mit Mertz imb Ninnis in südöstlicher Richtung aufgebrocheu. Die drei Forscher hatten zwei Schlitten und zwei vollpändige Züge Hunde bei sich. Am 25. Tage nach dem Aufbruche sttirzte Ninnis mit einem Schlitten voll Proviant in einen tiefen Abgrund, aus dem eine Rettung unmöglich war; die Tiefe der Eishöhle hatte nicht bestimmt werden können, und cm Bergen der Leiche war auch nicht möglich. 24 Tage lang irrten Mawson und Mertz über die Hochfläche im Schneesüirm, immer gegen den Hunger ankämpsend, und am 17. Januar war Mertz am Ende seiner Kräfte. Mawson war nun allein und mußte noch 22 furchtbare Tage über die Eiswüste wandern, ehe er sein Hauptlager wieder erreichte. Seine ftirchtbaren Leiden nährend dieser Zeit und sein heldenmütiger Kamps werden erst em Fahr später erzählt werd«, können, weiin die „Aurora" Maw,on und seine Gewährten abgeholt haben wird. (it. _—^X nd Telik«- 1 1. Juni Dichters Großväter ist 1741 in Wachenbuchen geboren. In seinem Befttze befand lief) das von Geibel in seinen Gedichten besungene Stammhaus. In diesem Hause hat man nun auch das Wappen der Familie Geibel, das sich unter rnehrstckiem Kalküberstrich an der Decke eines Zimmers im 1. Stock befand, wieder sreigelegt. Später verzog der Großvater nach Hanau, wo er Rats- und Amtsdiener wurde. Der Dichter selbst ist bekanntlich in Lübeck geboren. jä'hrl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokallöPst auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. Neu- unb 90 W« übe: . • ,Parkettwats:c. ji m. 125 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SichenerAcnnMeilblütter: zweimal wöchentl.lireiS! blatt für den UrrüEietzm (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Spedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. [en von I-Mj! bend^^ Tageskalender aus dem Jahre 1813. 31. Mai. Der russische General Czernitschesf überfällt bei Halberstadt einen französischen Transport unter dem westfälischen General Ochs aus Kassel, erbeutet 14 Kanonen, 60 Pulverwagen, 800 Trainpferde und nimmt 1000 Mann, 10 Offiziere, darunter den General Dd)5, gefangen. Dertcl in der „Deutschen Tageszeitung" vom Reichskanzler fordert, daß er mehr als bisher persönlich an den Beratun- gerl und Vermittlungen der Parteien sich beteiligen möge, so wird eine noch wichtigere Aufgabe des Herrn v. Bcthmann Hollweg darin bestehen, daß er den Bundesrat über die Lage richtig informiert und auch diesen Faktor der Gesetz- gebung zu Zugeständnissen geneigt macht. Es scheint, daß auf dem Wege des Kompromisses den Gesetzeswerken die Stacheln genommen werden sollen, und dazu scheint namentlich das Zentrum bereit zu sein, wenn es auch noch so „klipp und klar" sein Entweder — Oder ausgesprochen hat. Daß die Herren um Erzberger bei der erwähnten Drohung, die Wehrvorlage gegebenenfalls scheitern zu lassen, wieder einmal ein bißchen das Odium der nationalen Unzuverlässig leit sich aufgeladen haben, wird ihre Bemühungen nach einer annehmbaren Einigung noch lebhafter anfeuern. Die „Germania" hat denn auch in sehr bewegten Ausdrücken cm das nationale Empfinden der Liberalen appelliert, damit die Einigung zustande komme. Nun, der gute Wille scheint allerseits vorhanden zu sein; warten wir zunächst auf die Entscheidung im Bundesräte, die der Reichsschatzsekretär wohl schon am nächsten Mittwoch dem Ausschuß mitteilen wird. Am 9. Juni tritt der Reichstag wieder zusammen, und wenn alles gut geht, wird bis Witte Juni das Wehrschiff samt Deckung im Hafen sein. Die für die Durchführung der neuen Heeres- vermehrung nötige einmalige Ausgabe, wofür die Regierung bekanntlich eine einmalige Abgabe vom Vermögen der Besitzenden vorgeschlagen hatte, ist im Ausschuß bereits lebhaft erörtert worden. Einmütig wurde der Plan gebilligt, an dem freilich manches verbesserungsbedürftig gefunden wurde. In der Presse aller Schattierungen war schon darauf hinge- wiesen worden, daß die steuerliche Gerechtigkeit auch die Heranziehung großer Einkommen zur einmaligen Abgabe erfordere. In dieser Richtung bewegten sich denn auch mehrere Anträge, die im Ausschuß Lingebracht wurden und die in einem Sonderausschuß unter Mitwirkung der Regierung in eine vermittelnde Fassung gebracht werden sollten. Wir haben den Vorschlag dieses Unterausschusses gestern nach einer Veröffentlichung des Wolff-Bureaus wiedergegeben. Wenn es nun auch in den neuesten Mitteilungen aus dem Ausschuß, heißt, es sei noch kein endgültiger Beschluß gefaßt worden, so war es in diesem Falle noch ein Glück, daß die „vertraulichen" Verhand- lungen ans Tageslicht gekommen sind. Denn die Oeffent- lichkeit kann dem Ausschuß nur den Rat geben, im Interesse der Beschleunigung der gesetzgeberischen Arbeit den Holzweg chleunig wieder zu verlassen, auf dem die Leute des Herrn Erzberger anscheinend den Führer gemacht haben. Einkommen von 5000 bis 50000 Märk werden kapitalisiert: 5 Prozent Bermögenszins werden großmütig abgezogen, dann aber werden die Einkommenssummen mit 10, 121 -> oder 15 multipliziert, und der bisherige Bezieher von 5000 Mark Einkommen fühlt sich plötzlich als ein Kapitalist mit 50000 Mark Vermögen! Davon zahlt er ein halbes Prozent als Wehrsteuerbeitrag — 250 Mark! Schon dieses Beispiel genügt, den ganzen Unsinn eines solchen GesetzeS- macherei zu kennzeichnen, und es ist begreiflich, daß die Ausschußmitglieder heute dieses veröffentlichten vorläufigen Uebereinkommens sich zu schämen scheinen. In der Begründung solcher Absichten soll der Mg. Erzberger erklärt haben, „wenn auch die Einkommen zur Wehrsteuer herangezogen würden, und nicht nur die Vermögen, dann würden auch jene Kreise, die von den Wehrvorlagen und Flottenvorlagen nie befriedigt seien, die Gymnasial-Ober- lehrer und die pensionierten Offiziere, die immer so viel Lärm machen, getroffen." — Das ist die edle Sachlichkeit »rzte Vev, . rnih Siöi H erträglich und beinahe friedlich an. OlCfCt ।? forderungen der Regierung: sind, abgeseh. . Die Rüstungs- . .. Regierung sind, abgesehen von drei Ka- [’ vallerieregimentern, die ihr gestrichen wurden, auch in I der zweiten Ausschußlesung angenommen worden. Bei der I Regelung der Finanz fragen aber wird es, so friedlich heute | das Bild noch ist, doch zu Kämpfen kommen, denn was sich | bisher im Ausschuß Vollzogen hat, war nur ein vorbereiten- I der strategischer Aufmarsch der Parteien. Konservative und | Zentrum haben zwar nicht, wie von manchen Blättern der U Linken behauptet worden ist, schon jetzt eine Schlackt ver- I koren, als sie bei ihrem Antrag, vor der zweiten Lesung ■ der Wehrvorlage in die Beratung der Deckungsfrage einzutreten, überstimmt wurden; aber sie haben von dieser ge- L schäftsordn ungsmäßigen Auseinandersetzung auch nicht f gerade ein Siegeszeichen davon getragen. Es war die Absicht der vereinigten Rechten, die Mitwirkung der Sozialdemokratie auszuschalten und, unter einem gewissen nationalen Zwang, die staatserhaltenden Parteien zu annehm- ß barer Einigung zusammenzuschließen. Die Linke aber (einschließlich der Nationalliberalen), die es bekanntlich nach ensfteuer oder dem Ausbau der Erb- I , . . ie laufenden Mehrausgaben verlangt, wollte sich das Ergebnis der letzten Wahlen taktisch nutzbar machen, und so wurde die Lesung «der Wehrvorlage in erfreulicher Weise flott gefördert. Sogar die Sozialdemokraten erscheinen ein wenig in der ihnen sonst so verhaßten „Militär fromm en" Beleuchtung, und das Hauptzentrumsblatt, die „Germania", las ihnen darum in ihrer gestrigen Ausgabe schon grimmig die Leviten und denunzierte die leitenden Genossen bei der ihnen anhängenden Menge als ..grimdscchlos" Nun, ob der „Vorwärts" bei der Sach- W Ein bißchen Heuchelei macht oder nicht, die Ausein- eridersetzungen darüber sind überflüssig; was die „Genossen" setzt bezwecken, ist ja auch der „Germania" klar: sie verfahren nach der Taktik „Teile und herrsche". Und so ziehen noch gelinde Maienlüfte durch das Gehege; später wird's erheblich schwüler werden. — Die Walhalla bei Regensburg. Aus Anlas; der Aufstellung der Büste Richard Wagners in der Wallialla. zu Regensburg erinnert Dr. Rauschenberger in der Frankfurter Halbmonatsschrift „Das freie W o r t" an die zum mindesten recht einseitige Auswahl der zu Ehrenden. Obwohl dort neben den Büsten russischer, uns kaum dem Namen nach bekannter Heerführer, Männer wie der Einsiedler Nikolaus von der Flue Herzog Ernst der Fromme von Gotha, Erzbischif Lodron von Salzburg u. a. als Vertreter deutscher Größe stehen, fehlen unsere bcbcutcnbften Philosophen, Naturforscher und Dichter Die Walhalla bei Regensburg ist die Stätte, an der die Bedeutung des deutschen Volles gleichsam mit einem Blick überschaut werden lärm; es soll m ihr alles das versammelt sein, was mrsterblich ist, am dentrchen Voll, von dem man norf; reb.u wird, wenn unser langst untcrgegangen ist. Zn diesen Unsterblichen gehören auch Schubert, Schnur cum und Brahms, die sämtlich in der Walhalla seh en. Noch mehr vermißt: man den Grundstein unserer Musil- Johann oebaftian Bach. Leider ist damit nur ein kleiner Teil genannt. Wir feiern in diesem Jahr das s" ÖlC .^bft'tnungskrlege, ohne daran zu. denken, daß drc Hälfte derer, die jene große Zeit, die beit Tag der Freiheit heraufgesukwt haberr, feilten Platz in der Wahlalla hat. Hein- nch von^Klerst, Fichte, Wilhelm von Humboldt, Ernst Moritz Arndt, ^heodor Korner haben unser Volk durch ihr Wirken innerlich befreit, ehe dies aus den Schlachtfeldern auch nach außen Erscheinung trat. Sie alle harren des Tages, da sie „Walhallagenoften" heißen sollen." . "T Ku rzc N a ch r t ehten ans Kunst und M isscu ick a ft. Der italienische Dichter und Literaturhistoriker Artur Grafein geborener Deutscher, ist in Turin gestorben für die Tagesnuinmer Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Ztemdruckerei K. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. rath; für „Stadt und tis »ormütags 9 iiDr. SödmgeK: Zernspr-cher Nr. 269 Geschäftsstelle Vahnhosstraste |6a. Samstag, 51. Mai W3 Bezugspreis: _ . A monatlich 75Pf.,viertel'- AA jährlich Wck. 2.20; durch Avhole- iu Zweigstelleir HS " monatlich 65 Pf.; durch He die Post Mk.2.— viertel« ■per entfernt ist, nur erreicht werden konnte, wenn man auf f'tthen und Füßen kroch, lieber eine Stunde war für diese kurze Üccke Wegs ersorderlich. Danach kann man absck-ätzen, in welcher Mawson selbst mit seinen beiden Begleitern sich befand. '•H'Ttona. Herrschte der furchtbarste Schneesturm, und die Wind- Mvinoigleit beirua eine volle Wwcl ' lang pausenlos 60 bis v, Kilometer in der Stunde, ja zu Zeiten schwoll der Sturm doppelte Stärke an. Mehrmals brachen die Ankertrosseu r „Aurora", und es gingen mehrere Anker verloren. Auf ' "'bitän Davis lastete in dieser Wartezeit eine schwere Vera ul ' rmng: nach dem ursprünglichen Plane sollte er Mawson und l,'l Nitglieder der Hauptexpedition an Bord nehmen und dann r*t?r fahren, um Wild itno seine sechs Gefährten vorn Gletscher M^choleu. ,Die Polarnacht stand nun unmittelbar bebor♦ Davis llft'i ^gleich (in den ersten Februartagen) aufbrechen, itx'im er jr;(l noch erreichen wollte. Aber Mawson selbst kam und kam unb nlle-s Stichen war vergeblich. Da die Hauvtgnippe Daß Wehrvorlage und Deckung gleichzeitig verabschiedet kverden sollen, dafür haben die Konservativen und das Zeittrum, die Zustimmung, sogar das Versprechen, der ? ^eichsregierung. Es wird über die Wehrvorlage nicht eher - a5gesttmmt werden, als bis die Art der Deckung vollständig : R übersehen ist. Das Zentrum hat dazu eine offeuherzige prohung ausgesprochen. Es hat die Zustimmung zu der ■—--7 , t Mionalen Notwendigkeit ausdrücklich von der Entscheidung der Deckung abhängig gemacht. Der konser- L yadiit*; totive Vertreter im Ausschuß war vorsichtiger, er begnügte ; R wit mehr oder weniger deutlichen Winten nach der Re- Merungsbank hin. Und dort wird in der Tat die Entschei- tong fallen. Heißt es doch schon, daß Regierung und oundesrat der näher in den Bereich der Möglichkeit getimten Rcichsvermögenssteuer gegenüber nach wie vor grundsätzlich abgeneigt sich zeigen. Nächsten Montag aber vnden erst die bundesstaatlichen Finanzminister über diese Länge in Berlin sich zu unterhalten haben, und wenn Herr Heue Urmde von Dr. M^Wsonz Lüdpslexpedition. , Kapitän Davis, der Unterbeschlshaber der Mawfvnsschcn Süd- .tlcxpcbition,, ist Lieser Tage in London eingetroffen, und die Aglifche Presse veröffentlickw jetzt die erste ausführliche Kunde über ge Leiden, die Verluste und die Erfolge Mawsons nach Davis bricht. Die „Aurora" hat Mawson und seine Begleiter nicht m Bord nehmen können, weil eine Verbindung mit dem Lande vckit ^möglich war, und nur die Zweigexpedition unter der Leitung süds, die 2400 Kilometer von Ätowsons Standquartier aus dem icifcher arbeitete, ist bisher geborgen. Die drahtlose Verbindung »nickten dem Hauptlager über Macquarie Island nach Hobart vt nicht gearbeitet, weil der sechsunddreißig Meter hohe Funken- rrst Mawsons unter der Wucht des Sturmes zusammengeknickt t Das erfulw Kapitän Davis sogleich, als er in Abelieland nCsnt. Eine Landung war dort nicht möglich, aber Davis konnte /n telegraphisch mit den Südpolforscheru verständigen, die nur -Mnige bunoert Meter entfernt waren. Bei seiner Ankunft war Wgwson selbst nicht aitwesend, sondern er hatte lieb mit zwei virHirten, Leutnant Ninnis und dem Schweizer Gelehrten Mertz . Wckciitwärts entfernt. Er war schon so lange weg, daß die Znrück- SMicbencit in größter Besorgnis um ihn waren. Sie hatten ver- W, ihn auhnftnben, aber alles Suchen war vergeblich. '"ii den S' in und den Leiden der im Lager Zurück- ä'liebenen macht man sich ein Bild, wenn man erfährt, daß die ■ct coro logisch? Station, die mir hundert Meter von dem Haupt- '7,-1 fciflflö'f Ml" , n für 1» * bnunfl vttrM tiao und Mi 111913 ab Simmet :n önenlkilb MM unffsirist ieml _ «mvalnrnM»! nerfunsen —- , bieder ibciaerSe^j )e liegt bei W (.ünfitOt erbalb der « und Gerechtigleit der ausschlaggebenden Partei im Reichstage! Es ist selbstverständlich nichts dagegen einzuwenden, daß auch die grvßen Einkommen-zu dem Wehrheitrag hirangezogen werden, und dieGegcnüberstellung eines Arztes mit 30 000 Ml. Einkommen und einer Witwe mit kleinem Vermögen war wirklich durchschlagend. 2kber was würde nun werden, weirn die Vorschläge jenes Unterausschusses wirklich Gesetz werden sollten, was wir ganz und gar nicht glauben können! Eine einmalige Abgabe vom Besitz hatte die Regierung unter dem Beifall des Volkes gefordert. Dabei sollte man es auch lassen! Man ziehe die Vemnögen über 100 000 Mark staffelförmig zu der Abgabe heran, man lasse auch die Einkommen von 15000 >oder 20000 Mk. an beisteuern, aber man verschone den kleinen Besitz und male dem Mittelstand, der ohne Vermögen ist, seine Lage nicht rosiger aus, als sie ist! Will man "bemt etwa einem Privatbeamten mit 5000 Mark Einkommen vormachen, er sei ein Wohlhabender? Wären die Gesetzgeber und Urheber des provisorischen Ausschuß,Vorschlages nicht immun, man sollte wahrhaftig den groben Unfugparagraphen gegen sie in Anwendung bringen. „Aus eins mach keins, aus zwei mach drei", das ist das Hexeneinmäteins aus des Zentrums schwarzer Küche. Wir verlangen Gerechtigkeit und keine Zaubersprüche. Und Herr Erzberger soll im Plenum das schöne Wort vorn Oberlehrer und pensionierten Osffzier noch einmal wiederholen. Das wird eine Wirkung haben, freilich eine andere als der kluge Taktiker meint! Die llitterzetchyung -es §riedensvertrage§ L 0 n d 0 n, 30. Mai. (12 Uhr 40 Minuten.) Das Prä- liminarfriedensprotokoll ist unterzeichnet worden. Während sonst dem Frieden die Abrüstung zu folgen pflegt, kann bei diesem Vorsrieden hiervon nicht die Rede sein, und cs ist nichts weniger als pessimistisch, wenn der Staatssekretär Grey erklärte, daß man noch viele Schwierigkeiten vor sich habe, deren Eirde man nicht sähe. Es kann auch kein Zweifel darüber bestehen, daß die diplomatischen Konferenzen jü6er die Regelung Der territorialen und der finanziellen Fragen noch geraume Zeit dauern wird. Aber noch weit größere Schwierigkeiten als die Lösung der Kriegsentschädigungsfrage, als die Entscheidung über das Schicksal der ?legäischen Inseln und endlich die'Konsolidierung des noch immer in der Luft schwebenden albanischen Staatswesens wird zweifellos die Erbäuseinander-- )cbmig zwischen den feindlichen Balkanbrüdcrn machen, von der man ja in den letzten Wochen einen Vorgeschmack bekommen hat, und die sich zurzeit Gewehr bei Fuß abspiclt. Bulgarien beruft sich darauf, daß es mit Serbien! vor dem Kriege einen Abgrenzungsvertrag geschlossen hat, n onach die Bragalnitza die Südgrenze der serbischen Erwerbungen in Mazedonien werden und Bulgarien sich nach Westen hin his zum mazedonischen Seengcbiet ausdehnew sollte, während man in Belgrad noch immer den Traum eines Wb ßs erb i sch en Reiches träumt und jedenfalls behauptet, daß angesichts der serbischen Waffentaten das Vaterland größer sein müsse. Mit Griechenland hatte 'Bulgarien überhaupt keinen Abgrenzungsvertrag abgeschlossen, sondern man begnügte sich mit der Erklärung, daß später eine Auseinandersetzung auf Grund der Truppenzahl und der geleisteten Opfer erfolgen solle. Bisher haben aber die Verbündeten sich nicht einmal über die Truppenzalst zu einigen vermocht, geschweige denn über die Opfer. Wir erhalten noch folgende Nachrichten: Der Friedensvertrag wurde punkt 12 Uhr unterzeichn net, fünf Minuten, nachdem die Konferenz sich versammelt hatte. Grey richtete an die Delegierten aus französisch einige Worte, in denen er die Befriedigung des Königs ■ - » n. m 5! v fi r( fc und der Regierung über die Unterzeichnung des Friedens im St. James-.Pa.lust aus sprach. Er erklärte, es JH das beste, btpT Vertrag sofort zu unterzeichnen. Er würde dann an die Konferenz eine ausführlichere Ansprache richten. Die Abschriften des Vertrages wurden darauf den verschiedenen Delegierten eingehändigt, die ihre Unterschriften darunter setzten. Nachdem dieses geschehen war, erhob sich Grey und wandte sich nochmals an die Konferenz in französischer Sprache. Wir verhehlen uns nicht, so sagte er, daß noch Fragen zu lösen sind, bevor ein vollständiges Uebcreinkom- men erzielt wird. Aber ich glaube gern, daß der Abschluß dieses Friedens die Regelung dieser Fragen erleichtern und das Wohlwollen und Interesse der anderen Mächte, dessen bin ich sicher, für Sie alle vermehren wird. Grey sprach darauf von dem Vergnügen, mit den Delegierten in so häufige und freundschaftliche Beziehungen getreten zu fehl, und schloß: Bon ganzem Herzen wünsche ich, daß der hier geschlossene Friede eine vollständige Beruhigung zum Ergebnis haben möge, damit jeder Staat seine so stark angespannten Hilfsquellen wiederherstellen, seine Gebiete entwickeln und die Wohlfahrt und das Glück seines Volkes und das Gedeihen des nationalen Lebens sicherstellen kann. Skuludis antwortete als Senior der Delegierten und dankte dem König und der britischen Regierung. Osman Nizami Pascha sprach in ähnlicher Weise, worauf sich Dr. Danew zu einer Rede erhob. Er bemerkte zunächst, daß er im Augenblick der Unterzeichnung des Friedensvertragest die Tatsache feststelle, daß er von den Mächten Zusicherungen betreffend die türrisch-bulgarische Grenzlinie erhalten habe, und fügte hinzu, daß es hinsichtlich des Finanzausschusses in Paris hieße, daß die Verbündeten mit den Delegierten der Großmächte auf gleichem Fuße stehen würden. Das Reuter-Dureau erfährt, daß Griechenland angesichts der Zusicherungen, die es v o n der Türkei erhalten hat, beschlossen habe, den Friedensvertrag so, wie er ist, ohne Zusätze zu unterzeichnen. Dieser Beschluß, der dem Auswärtigen Amt mitgeteilt wurde, ist nach einer Konferenz zwischen den: griechischen und den türkischen Delegierten gefaßt worden, in deren Verlauf Nizami Pascha erklärt hatte, daß die Verträge und Konventionen zwischen Griechenland und der Türkei, die vor dem Kriege bestanden haben, 'wüstrend der Feindseligkeiten aber aufgehoben waren, morgen nach Unterzeichnung des Friedensvertrages wieder in Kraft treten würden. Die Botschaftervereinigung, London, 30. Mai. Die Sitzung der Botschafter-Bereinigung am heutigen Nachmittag dauerte zwei Stunden. Die nächste Sitzung soll am Montag stattfinden. Die Botschafter beschäftigten sich heute hauptsächlich mit einer eingehenden Erörterung des Statuts für Albanien. Jin allgemeinen schien eine Ansicht zu Gunsten der Ernennung eines Oberkommissars vorhanden zu sein. Auch zeigte sich optimistische Auffassung sowohl hinsichtlich des Statuts für Albanien wie der Abgrenzung Mbaniens und des Schicksals der Aegäischen Inseln, denn in den Kreisen, in denen bisher sehr auseinandergehende Ansichten hierüber herrschten, beginnt die Neigung zu einem Ausgleich an den Tag zu treten. Man hofft und glaubt, daß die Botschaftervereinigung bis Ende Juni ihre Aufgabe beendet haben wird. Aus Hefien. Zur Unterstützung der Zentralkasse der bcssi- schen landwirtschaftlichen Genossenschaften beantragt Abg. Dr. Winkler, der Zentralkasse einen Staatskredit von 1 M i l - I i o n auf die Dauer von 20 Jahren gegen 3<>/o Zinsen einzu- rämnen und die Zentralstelle auf dem Vertragsweg unter Staatsaufsicht zu stellen. Deutscher Reich. Der Wahlprüfungsausschuß des Reichstags verhandelte am Freitag über das Mandat des konservativen Abgeordneten v. Bolko (Sagaü-Sprottau), ohne zur Entscheidung zu kommen. Die Entscheidung über die Wahl des Abgeordneten Werner-Gießen (Wirtsch. Bgg.) bedarf noch der Stimmenzäh- I u n g. Es wird, falls nicht eine Beweiserhebung sich noch als nötig herausstellt, die Wahl für gültig erklärt werden. Die württembergische zweite Kammer hat den Antrag der Rechten auf Beibehaltung der Kreisregierungen, wegen dessen erst am Donnerstag es zu 'lebhaften Auseinandersetzungen gekommen war, mit 44 gegen 39 Stimmen bei einer Stimmenthaltung angenommen. Beide Kammern des elsaß-lothringischen Landtags wurden am Freitag abend durch den Staatssekretär Zorn v. Bulach geschlossen. Er verlas in der Ersten und in der Zweiten Kammer eine Kabinettsordre, datiert vom 4. Mai aus 'Wiesbaden an den kaiserlichen Stattlsalter Grafen von Wckel. In der Kabinettsordre heißt es: Auf Ihren Brief vom 1. Mäi bestimme ich, daß die am 6. Dezember 1911 begonnene Session des elsaß-lothringischen Landtages am 30. Mai 1913 geschlossen wird Die Kammern nahmen den kaiserlichen Befehl stehend entgegen und brachten ein dreifaches Kaiserhoch aus. Aus dem Landtagswahl kreise Wetzlar. Wir lesen in der „Köln. Ztg": „Die Konservativen des Wahlkreises Wehlar haben ein Plänchen aus- aeheckt, dessen sich Pater Lamormain nicht zu schämen haben würde. Zur vollen Bewertung des gegen die Natio- nalliberalcn geplanten Schlages muß man sich zunächst zweierlei vergegenwärtigen: 1. Das Ergebnis der Urwah- Icn und ihrer Stichwahlen: 94 Nationalliberale, 74 Konservative, 49 Freisinnige und 12 Sozialdemokraten, also Stichwahl zwischen Nationalliberalen und Konservativen. 2. Die Tatsache, daß seitens der Konservativen gerade die Fortschrittliche Volkspartei als der Sozialdemokratie gleichwertig bekämpft und die National- liberalen als national und wirtschaftspolitisch „unzuverlässig" bezeichnet wurden, weil sie vielfach mit den Freisinnigen Wahlbündnisse abgeschlossen hätten. Und nun kommt die Ueberraschung. Um dem Kandidaten der Nationalliberalen, einem eifrigen Mitglied des verhaßten Wachhorst scheu Bauernbundes, den sicheren Sieg zu entreißen, will man die 74 konservativen Wahlmänner auffordern, in der Ab geordneten wähl am 3. Juni unter Verzicht einer Stirn menabgabe für den eigenen Kandidaten sofort für den Kandidaten der Fortschrittlichen V o l t s p a r t e i zu st i rn m c n. Wir können aus guter Quelle niitteiün, daß Verhandlungen darüber in Berlin eingeleitet worden sind, die aber noch nicht zum Abschluß gelangt sind und hoffentlich scheitern werden. In nanonattiberaten Kreisen l?at man den Plan rechtzeitig durchschaut und entsprechende Maßnahmen getroffen. Uebrigcns dürfte der größere Teck der konservativen Wahlmänner in Wetzlar einer so ehrenvollen Wahlaufforderung kaum nachkommen." Ausland. In die Spionageaffäre des Ober st en Redl ist angeblich noch eine in Galizien wohnende Persönlichkeit sowie eine höher stehende Militärperson verwickelt. Weiter ist vor kurzem ein Offizier aus Galizien nach Rußland geflüchtet. Auch er soll zu Redl in Beziehungen gestanden haben. Redl war als ein sehr eifriger Verehrer des weiblichen Geschlechtes bekannt, weshalb die Meldung, er habe widernatürliche Neigungen gehabt, nicht für wahr gehalten wird. Kein Besuch des Königs von England in Petersburg. Reuter erfährt, die Petersburger Blättermeldung über die für den Sommer geplante Reise des Königs nach Rußland entbehre jeder Begründung. Es sei darauf hinzuweisen, daß der Besuch des Präsidenten Poincare die Reise im Juni unmöglich mache und daß im Buckingham- palast von irgend einem Plan für die Reise nach Rußland nichts bekannt ist. Die Antimilitaristen in Frankreich. Die Pariser Blätter berichten nur mehr über vereinzelte Fälle von Militärkundgebungen g c p n die dreijährige Dienstzeit. — In Fonteprault be' ü-aumur sangen mehrere Soldaten in der .Kaserne antim- ituristische Lieder.' Bei der Durchsuchung ihrer Tornister wurden Briefe gefunden, in denen die Soldaten zur Unbotmäßigkeit und Revolte aufgefordert werden. Zwei Soldaten wurden eingesperrt. — Infolge der Ergebnisse der jüngst vorgenommenen Haussuchungen hat die Staatsanwaltschaft gegen mehrere Revolutionäre und Sozialisten Haftbefehle erlassen. Französische Kämpfe in Marokko. Aus Rabat wird unter dem 28. ds. gemeldet: D^r Kampf, der mit der Niederlage El Kl bas und der Einnahme von Tarudant endete, dauerte vier Stunden und war sehr erbittert. Die Artillerie des Machsen entschied den Erfolg des Tages. Der Feind ließ 'bei seiner Flucht 500 Tote zurück. Die treugebliebenen Abteilungen hatten 17 Tote und 23 Verwundete. Sodann drangen die Truppen in Tarudant ein und proklamierten Mulay Jussuf. Kabinettswechsel in Spanien. Das Kabinett Romanones ist zurnckgetreten. Die Veranlassung zu dem Rücktritt des Kabinetts gab die Rede eines Führers der Konservativen, in der dieser erklärte, es sei ihm unmöglich, den Liberalen seine konstitutionelle Unterstützung zu gewähren, deren sie bedürfen, um regieren zu können. Maura würf den letzten liberalen Kabinetten ihre Kompromisse mit den Republikanern und Sozialisten vor, deren Ziel zwar scheinbar sei, diese für die Monarchie zu gewinnen, die in Wirklichkeit aber nur bezweckten, diese Parteien zu bewegen, daß sie den Liberalen die Macht überließen, — Entsprechend dem Ratschlag des Grasen Romanones, der den Wunsch ausdrückte, die Krone möge die ^piminn all«"- vilitiscken Führer hören, cinpsing der König den Führer der Konservativen Maura. Graf Romanones gab in der Audienz beim stönig in der Kammer noch die Erklärung ab, daß nach den Ausführungen des konservativen Führers die Regierung nicht die Macht behalten zu können glaube, solange die Konservativen, nicht endgültig ihre Haltung feftgelegt hätten. Ans Stadt und Land. Gießen, 31. Mai 1913. ** Tageskalender. Jahrhundertfeier von Bürgerfchalt und Universität der Stadt Gießen. Sonntag nacknnittag 4-7, Uhr: Feier im Sta dttheater; Konzert in der Festüalle ans dein Trieb abends 7 Uhr; Fackelzug der Studentenschaft, Abmarsch von Oswalds Garten 9 Uhr; gemein- sainer K ommerS der Bürgerschaft und der Universität in der Festhalte ans dein Trieb. B i o g r a v H-L i ch t s p i e I e: Täglich Vorstellung. B a k o f s K a m m e r - L i ch t s v i e l e: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. O b e r h e s s i s ch e r K u n st v e r e i n. Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag) von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr, Mittwoch nachmittag von 3—5 Uhr. Oberhessisches Musen m undGail'scheSamm- l u n a e n. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich. A n l a g emusik Sonntag mittag um 12 Uhr in der Süd-Anlage. Spielplan: 1. Ouvertüre zur Oper .Die lustigen Weiber von Windsor" von O. Nicolai; 2. Fantasie aus der Oper „Der Bajazzo" von R. Leoncavallo; 3. Wir spielen Soldat! Charakterstück von R. Eilenberg: 4. Marsch der Kurbrandenburger von E. Zimmer. * • • Das Großherzogspaar kam gestern früh von Hernrnelmark mit großem Gefolge hier durch und nahm im Bahnhofscestaurant das Frühstück ein. * ' Historische Kommission. Der Großherzog hat den ord. Professor Dr. Rtid. Hübner und den außerord. Professor an der Landesunviversität Dr. Ernst Vogt, beide in Gießen, zu staatlichen Mitgliedern der Höfchen Kommission für Hessen ernannt. • • Ober hessischer Kunstverein. Morgen ist die gegenwärtige Ausstellung zum letztenmal zu sehen. Von Montag ab bleibt sie wegen vollständigen Wechsels der Gemälde vier Tage geschlossen. ’ • Der Fackelzug morgen abend stellt sich um 9 Uhr auf Oswalds Garten auf und bewegt sich durch die West- Anlage, den Seltcrsweg, Plockstraße, Johaimesstraße, Goethe- straßc, Lüberstraße — wo am Hause des Rektors Halt gemacht wird — Bleichstraßc und LudwigSstraße bis zum Trieb. • * Sommer-Abonnementskonzerte. Das erste Konzert findet nicht am 5., sondern erst am 12. Juni statt. (Näheres siehe heutige Anzeige.) ** Bcr sicherungspflicht der Schrei bgehil- f e n. Das Ministerium hat in Ausführung des Gesetzes über die Invaliden und Hinterbliebenenversicherung der bei den hessischen Behörden im Vorbereitungsdienst befindlichen S chr e i b g eh i l f e n angeordnct, daß die im Amtsblatt Nr. 9 vom 29. April 1913 ausgesprochene Befreiung von der Versicherungspflicht sich nur aus die Dauer des Vorbereitungsdienstes erstrecken kann, ttnwe er durch die Bekanntmachung vom 2. November 1898 angeordnet ist. Ist der Vorbereitungsdienst abgeschlossen, so fällt für die die Versicherungsfreibeit fort, die sich der auf den Abschluß des Vorbereitungsdienstes folgenden Prü fung nicht unterzoben oder diese Prüfung nicht bcftanben haben. Bei den Aspiranten, die die Prüfung nicht bestanden haben, lann jedoch der Vorbereitungsdienst verlängert werden. Die Behörden sind geilten, dem Vorstand der staatlichen Betriebskranlenkasse in jedem Einzelsatt anzu geben, von wann ab der Vorbereitungsdienst als abgeschlossen zu gelten l>at und Beitragsmarken zu verwenoen sind. * * Eine roho Tat wurde gestern rn einem Garten am Wißmarer Weg verübt. Zwischen 4 und 5 Uhr wurde ein dicker guttragender Zwetschenbaarm abyesägt, und als der Besitzer in der Mittagsstunde zum zweitenmal in seinen Garten kam, war ein zweiter großer Zweffchenbaum ab- aesägt. Der Besitzer des Nachbargartens und dessen Tochter hatten am Morgen gesehen, wie der Täter den Garten auf- schloß, den Baum absägte und dann wieder sortging. Ter Mann, der seinen Garten noch nicht lange hat, dachte, der Täter wäre der Besitzer des Nachbargarteüs. •• D i e Gemeindesteuerzettel werden in etwa 10 Tagen den Steuerzahlern zugellellt. ** In den Gießener Familienblättern beginnen wir heute mit der Veröffentlichung eines Rvmanes aus den Freiheitskriegen, der M. S?. Böttcher, von dem wir schon öfter gern gelesene Romane abgedruckt Haden, zum Verfasser hat. In lebendiger und spannender Handlung entwirft er packende Bilder aus der großen Zeit vor hundert Jahren, so daß der Roman: Die Flammenzeichen rauchen von unseren Lesern gerade in diesen Tagen der Erinnerung mit besonderer Freiche ausgenommen werden wird. Landkreis Gießen. — Steinbach, 31. Mai. Gastwirt Karl Horn I. und seine Frau Anna, geb. Erb, begehen heute ihre silberne Hochzeit. = Bellersheim, 31. Mai. Das geplante Waldfeü am nächsten Sonntag findet nicht statt und zwar wegen eines s ch w e - tert Unfalls, in Folge dessen ein junger Mensch von hier heute g c st o r b e rt ist, der am Sonntag nachmittag beerdigt wird. -— Der betreffende, ein Jüngling von 16 Jahren, war seit einiger Zeit in Bad-Nauheim am Bahubau beschäftigt. Als er für seine Arbeitsgenossen Wasser zum Kasfee- kochen holen wollte, glitt er an einer Böschung herunter und kam unter den gerade daherfahrenden Material-Zug, der ihm beide Beine abfuhr. Im Krankenhaus ist er seinen Vcr- , 0,S1 L,i9p .in,96153 Jial Stt a) V-oinz loohnl Alttisjen lel Sj AohnM Met SiseiM >irr tätig n^- Siafi, wurde L ließ. Die -Sette. 1 Leitung trar gebracht. . Inning dotzlkh f. [fgr Hausfrau ... «nc ü^erre Sparkasse an ;:£U hat keine Ku " Kainz, 30. ^.Bischofs Einbach auf itjflcn wurden ze Et. Der A -zu Abspmgen chanden. Die -emotive steht 1 ‘-a. Ter Hersoi fort, sämtliche stinzugsgleis ist FW» letzungen erlegen. Die h.erzo Paris, 30. ton gegemwrt ec] nette Kreis Schotten. — Schotten, 30. Mai. Die Leh rer des Kreises Schotten Hutten sich dieser Tage in der Turnhalle zur Kreislehrerversammlung Attsammengefunden. Auch die Mitglieder der Kreisschulkommission nxtren fast vollzählig er- Kröll, Schotten, und w iijr'cn Wipp po. die Rechnungsablage des Rechners der Bücherei, des Lehrers Held, Schotten. Aus den statistischen Mittel- tu n g e n des Schulrats Feuerbach entnehmen wir, daß im Schuljahr 1912/13 im Kreise Schotten 51 nach dem Bekenntnis gemeinsame, nach dem Geschlecht gemischte Schulen bestanden, von denen 29 einklassig, 16 zweiklassig, 3 drei- klassig, 2 vierklassig und eine mehrklassig waren. In keiner Gemeinde des Kreises wurde Schulgeld erhoben. Die Zahl der Schulklassen betrug 84; in ihnen waren 83 männüdte Lehrpersonen und eine Schulverwalterin tätig. Im Laufe des Schuljahres starb Lehrer Karpf zu Eschenrod, in den Ruhestand trat Lehrer Mank zu Gonterskirchen. Die Zahl der Schulkinder betrug bei Beginn des Schuljahres 4641. Darunter waren 2373 Ktraben und 2268 Mädchen. Dem fc. Kiesba! ügicrungssi Wae Ätzung bi W Zur Er --cchcn-öeim Ubic >00 000 5 gebracht werbe! PTO M) sollen pm rage bes p Wohnsitz ha wen Lersiigung E Anschaffu 3 Anlaß des I) p! werden solle kn die Stimm gleich wurde bi t stabt bem K klage betreffet tm Vorstellung mb und Echt .trogen werden. Kreis Alsfeld. O Ruppertenrod, 29. Mai. Während eines Gewitters schlug der Blitz in den Baum eines Landwirts. Der vom Blitz getroffene Birnbaum steht unmittelbar hinter der Scheuer. Die zersplitterten Aeste zertrümmerten auf dem Scheucrdach eine Reihe Ziegel. Das Gewitter war von Hagel begleitet, dessen Körner glücklicherweise nur vereinzelt sielen, die aber mitunter Taubeneiergröße besaßen. Q Nieder-Gemünden, 29. Mai. Gestern entgleiste auf dem hiesigen Bahnhofe ein beladener Wagen. dadurch, daß er die Hemmklötze übersprang. Der in Schwung gekommene Waggon stieß auf einen anderen auf dem Gkeise stehenden, beladenen Wagen und zertrümmerte die Stirnwand. uThg KA ■Itt g, iUlö°6nen. evangelischen Bekenntnis gehörten 4565, dem römisch-katholischen 16 und der israenttschen Religion 60 Kinder an. Die Durckschnittsstärke einer SckMklasse betrug 55. Tie Privatmäochenschule zu Laubach war zu Beginn des vergangenen Schuljahrs von 22 Schülerinnen, die Privat(hof- kaplanei)schule zu Gedern von 12 Knaben und einem Mädchen besucht. An ersterer wirkten 2, an letzterer eine hauptamtlich beschäftigte Lehrerin, die übrigen Lehrkräfte waren Hilfslehrer. Fortbildungsschulen waren im letzten Winter im Kreise Schotten 51. Die Zahl der Fortbildungsschüler betrug 704, die Zahl der Klassen 54. Von den 51 Handarbeitslehrerinnen .des Kreises nahinen im Herhst 13 an einem Fortbildungskursus in Schotten teil. Zur Teilnahme an einem Zeichenkursus in Friedberg waren 2 Lehrer entsandt worden. Neue, zweckenffprechende Schulräume erhielten im verflosseneir Schuljahr die Gemein de schulen yt Höckersdorf, KölKenhain und Ober-Lais. — Mit der Versammlung war eine Ausstellung von Schüler- Zeichnungen verbunden. Kreis Friedberg. r. Bad-Nauheirn, 30. Mai. In der heute uachmittae abgehaltenen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurden u. a. folgende Angelegenheiten verhandelt Der Vorsitzende, Bürgermeister Dr. Kayser verliest ein Schreiben des Vorsitzenden des Bczirkslehrervereins Friedberg-Bad-Nauheun, in bem dieser namens des Vereins den herzlichsten Dank für Die freundliche Ausnahme ausipricht, die der Landeslehrerverein M unserer Stadt gefunden habe. — Die Ortsbausatzung der verlängerten Kur st raße wird mit der Abänderung genehmigt, daß vor dem alten Bethaus, ein drei Meter breiter Streifen, ge* wissermaßen als Borgatten, liegen bleibt. — Ein Befreiung^ gesuch des Technikers August Wittig, der ein nicht den Criy bausatzungen entsprechendes Gebäuoe in der Mittclstraßc errlchker bat, wird gleich dem ersten in dieser Sache ergangenen^ lpc'iw) einstimmig abgelehnt. Das erste Gesuch hatte übrigens sämtliche Instanzen bis zum Ministerium durchlaufen, ohne Erfolg zu habew — Für ein im Laufe dieses Sommers hier flattnnDenl*» internationales Tennis-Tournier bewilligte die 3er* scunmlung den Betrag von 250 Mk. — Der Ortsbau plan für die Wil Helm st raße wird genehmigt. — Am Mittwocy gastietten die Geschwister Wiesent Hal im Kuttl-eater. iw bedeutend erhöhter Preise war das Theater beinahe auSveriauil. — Der Detailli st en-Verein beschloß in seiner nm gicicöen Abend abgehaltenen 5)aupwersamnrlung gegen bar von einigen hiesigen Firmen eingesührtc R a b a t t m a r k e n s n st^e m vorzn- gehen, da man per Ansicht ist, baß sich dieses System mH bem großen Frernbeiwerkehr, den unser Badeplatz ounveilt, mr unsere Verhältnisse nicht eignet. — Tas am gestrigen üoeno veranstaltete Be e t h o v e n K o nzert der K u r l a pe lle sino not fast ausverkauftem Saal statt. Die Variationen für orchester und das Ronbino für Blasinstrumente .wurden. kunl^ lerisw vollendet gespielt und vom Publikum mit begeiftenem Beifall aufgenommcn. — Für das am nächsten D)onnerswS ftattfinbcftöc Konzert des GeigciiküustlerS Ivan de Manen macht sich schon jetzt ein lebhaftes Interesse bemerkbar schienen. Die Verhandlungen leitete Kreisrat Dr Kranzbühler. Lehirer Hallstein, Groß-Eichen, sprach über Schülerbeurteilung, Schulzeugnisse und Schülerversetzung, Medizinalrat Dr. Koenioer, yutl9 Schotten, über körperliche Mißgestalt bei Schul- j Söie sz-erjoain rindern und Krüppelfürsorge. Weitere Verhand- I [bit üd, gegen..,, lungsgegenstände waren der Bericht des Bücherwarts i>er ’ lingcm auib Kreislehrerbücherei, des Lehvers - “ir* ... MIM a eh ütige I3each.tung meiner Schaufenster ^pfcaSykei tettväX - - -/• Komplette^ Modens == , : lin ‘aiK Ä Shampoonieren r ,i W (Kopfwäschen) TOO A w. ■ Ä zeigt in grösster Auswahl bei anerkannter Freiswürdigkei t JUNKER‘RUH SASKOCH HERDE- hack-».Häufelpflüge Mr Bedarf bat Am Montag, den 2. Jnni 1913, abends gegen 9 ll6r, wird auf den Schiefrständen des Schützenvercins Ziehen ein neues Nachtzielsernrobr, eine epochemachende Endung des Ingenieurs Weber in Köln, uorgefiihrl. |t8« wird mit Repetierbüchse Modell 88 auf die stehende Hehbockscheibe auf 60, 80, cutL 100 Meter geschossen. 13571 Interessenten werden hiermit eingeladen, der Bor' iihrung beizuwohnen. ker Generalvertreter für Hessen - Nassau re. A. F. H. |j. IS. IflÄUSKIt I Neustadt 56 Baumwachs 5 Bast, Zinktinte, Sämereien, Guano, Pflanzennabrung, Gartendünger, Obstbaum .Stnrboliueuin, Oelfarbcn re. Adler-Droff. Otto Schaaf js®a ' K“ V-'xA AMD me A‘ M*U* i •’ j r * Md eines E-, t8 Landwirts, nmittelbar hintn imerten auf bent lviäer nur von • nur vereinzelt saßen. ®eflem ent* idener Wagen. £er m Schwung auf btm teile ummerte die mit dem neuesten elektrischen Warmfiuft- Trockenapparat enrpsiehlt sich Hermann Plank Wwe. Special - Dame» - Frisier- und Haar-Geschäft _______KavlanSgnsse 2. Luftschiffahrt. Zoppot, 30. Mai. Gestern abend wurde die Leiche des am 2. Februar mit dem Marineflugzeug „West- Preußen" verunglückten K a p i t ä n l e u t n a n t s I e n e tz k i in der Nahe der Zoppoter Straße im Meere treibend von Fischern aufgefunden und geborgen. Die Leiche des Obcrmaschinistcn- maates Dickmann, des Begleiters des Flugzeuges, ist bis jetzt noch nicht gefunden. Bourges, 30. Mai. Als der Flieger Leutnant Kreyder nach einem Fluge über dem Polygon landen wollte, wurde der Apparat zwanzig Meter über dem Erdboden von einer Boe erfaßt und u m g e w o r f e n. Kreyder st ü r z t e und st a r b nach einigen Minuten. Heues Nachtzielfernrohr „Tha n^tos66« ®esse2 eceM Peddigrohr netto Mark 7.50 £SesseB Efche-Aeste netto Mark 9.— si Marburg, 30. Mai. Der Gau III b des Allgemeinen Deutschen Automobilklubs und der .Kurhessische Verein für Luftfahrt, .Sektion Marburg, veranstaltet am nächsten Sonntag mit Unterstützung des Offizierskorps des Kurhessischen Jägerbataillons Nr. 11 eine kriegsmäßige B al l onve r fo lgu n g durch '^raltfahrzeuge. Es sind im ganzen acht Preise ausgesetzt. Der Aufstieg der Ballons erfolgt vormittags um 10 Uhr vom hiesigen Flugplatz aus. Erne unentgcLMche Mitteilung von unschätzbarem werte. Klingt seltsam, ist aber wahr! Wie doch die Unterhaltungen, die man bisweilen im öffentlichen Verkehre hört, interessant sind! Das folgende Gespräch entspann sich zwischen zwei Arbeitern in einer Straßenbahn in München: Ich habe Heinrich wieder zur Arbeit gehen sehen. Das ist unmöglich, da ich ihn erst Sonnabend besuchte, als seine Schmerzen geradezu furchtbar waren. Die Aerzte sagen, er hat Ischias oder Rheumatismus oder etwas ähnliches, und zwar in der schlimmsten Form. Möglicherweise muß er wochenlang das Bett hüten. Dann haben sich die Aerzte geirrt, denn als ich von der Arbeit kam, habe ich ihn gesehen und er sagte mir, daß er sich niemals zuvor besser gefühlt hätte. Sehen ist glauben, aber ich kann cs nicht efoer glauben, bis ich ihn selbst gesehen habe. Was hat er denn getan? Er sagte mir, daß ihm ein Mittel geholfen hätte, von dem er in einer Zeitung gelesen habe, und da auch meine Arau an Rheumatismus leidet, fragte ich ihn nach dem Mittel. Es sind Kephaldol-Tablcttcn, welche zu einem niedrigen Preise in jeder Apotheke erhältlich sind. Man nimmt am besten zwei aus einmal und alsdann eine weitere stündlich, bis die Schmerzen verschwunden-sind. Er sagt, daß ihn dieses Mittel geheilt hätte, und wenn es niemer Frau nicht hilft, meinte er, wird er mich -onnabend sreihalten. hv 7/5 Letzte Nachrichten. Kin Besuch des Königspaars von Italien. Berlin, 31. Mai. Der „Verl. Lokalanz." meldet aus Rom: Nach der „Tribuna" begeben sich der König und die Königin von Italien in der zweiten Hälfte des Juni nach Kiel zum Besuche der Kieler Woche. Von dort reisen ftc am 27. Juni auf der Jacht „Trinacria", hiervon zwei Kriegsschiffen begleitet wird, nach Stockholm, um den Besuch des Königs und der Königin von Schweden zu erwidern. Auf der Rückreise wird in Kiel eine Begegnung mit Kaiser Wilhelm stattsinden. Die Ausnahmegesetze für Elsaß-Lothringen. Berlin, 31. Mai. Die „Deutsche Rundschau" meldet aus Berlin: Der größere Teil dernationallibcrat enR eichs- tagsfraltion ist gegen die elsaß-lothringischen Anträge. Das Zentrum ist ausnahmslos gegen die Anträge, ebenso die fortschrittliche Volks Part ei, die Polen, Elsässer und Sozialdemokraten. Es wird aber ein großer Umschwung erhofft, sobald die reichsländische Regierung ihr Material vorlegen wird, das ganz erstaunliche Tatsachen enthält. Die Behandlung der Juden in Rußland. Berlin, 31. Mai. Tie „Voss. Ztg." Meldet aus Petersburg: Für die Airfnahme von Juden an den Universitäten sind soeben neue,Jtrengcre Bestimmungen erlassen worden. Wenn die Zahl der Juden die vorgeschriebenen drei vom Hundert der Gesamtzahl Studierender überschreitet, wird unter ihnen eine Lotterie, betreffend die Aufnahme, veranstaltet. Die Universitäten dürfen überhaupt nur jüdische Abiturienten der Gymnasien bestimmter Bezirke aufnehmen. Optima Fahrräder lind von (inütertroflfflrt 6Utc u-ballboriidL Hk-rfant- lu ntcfrrlg- H.nOnginalitrlfrn. Ikrlanflrneirtofhm. «tote 3ul,Übung tntlnrt fi.iupfkdtalOflei. H. Timmann, Hannover 106 1 Inhaber Harald Runrr. 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