Nr. 255 165. Jahrgang Zweites Blatt Erscheint tÜglith mit Ausnahme des Sonntags. tobet 1913 Michi 'ember Jgij mündlich ein ordentlicher Mensch politische Tagesschau. Die Einberufung des preußischen Landtags 5^Haccoucrr von Schütz hat den Posten in einer Zeit übernommen, rao die Verhältnisse noch einfach lagen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion S^l 12. Tel.-Adr.:AuzeigerGießen. ;h od. len: rtn litt! i .(Ortes, reines ölM, rofigts, jendfrifies flüsfthffl u. bltnbenl mn ttlnl, btt gebrauche tedeitpftrHeijc 'bie btftt Miemnil&Seifci & 50 Pf. Die öirtung erhöht Tadabree 5vPl.be Ä.Möbs.W.Zlbrader. mit ftatn, Karl Seibel. |D:/sl provinzial-Seflügelausstellung. l. Lauterbach, 66. Okt. Die Provinzialgeflügelausstellung Tür die Provinz Lberhe'sen, die gestern und heute in der'.Spießturnhalle statt- fand, war aus der ganzen Proviwz sehr reich'beschickt. An der Spitze des Ehreuausschusses standen der Graf von L ck l i tz , Uno Freiherrn Albrecht und Sans von Ried eg c l und ^aiwlags- abg. Br ee id en b ach-Dorheim. Tie Erönnung fand durch Lehrer Söller im Beisein des Kreisrats von Werner, ^es Bürgermeisters Landtagsabg. St öpl cj und des Vertreters der Land- Wirtschaftskammer, Bürgermeister B o st-Bermuthsham patt. Zahlreiche Geld- und Ehrenpreise ntoren geittttet worden, von der Stadt löO Mk., von der Landwirtschaftskammer 120 Mk. hunb von •’ljfjjat IC*', Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Der Ritualmordprozeh. Kiew, 26. Okt. Der Zeuge Schriftsteller Jablonowskh sagte aus, er habe durch B r a s u 1 s Vermittelung Wera Tscheberjek im Restaurant kennen gelernt und habe beim Verlassen des Restaurants dem ihn begleitenden Brasul erklärt, dieses Frauenzimincr lügt wahrscheinlich immer und selbst dann, roenn es die Wahrheit sprechen will. Aus Ersuchen der Verteidiger sand angesichts der Aussage Weras, int Restaurant sei ein Unbekannter gewesen, der ihr ein Chcrikow 40 000 Rubel angeboten habe, eine Gegenüberstellung mit Wera statt. Diese bat, Jablonowskh einen Stuhl zu reichen, und als dieser sich gesetzt hatte, die Arme aus die Brust kreuzend, ries Wera: Das ist derselbe, woraut das Publikum lachte. Wera erflärte, nach dem Aussehen, den Saaren und der Art, wie er lftnsitzend die Arme kreuzte, sei es derselbe, der ihr und El-erilom die 40 000 Rubel angeboten habe. Jablonowskp rier Zieht Recherchen ein und konstatiert, wer von uns dem Gerichte was vorlügt. Der Staatsanwalt ersuchte zu protokollieren, das; er dem Wunsche Weras folgend, diese Pantomime zugelassen, die beim Publikum Gelächter hervorgerufen habe. Ter Vorsitzende erklärte, er werde dem Publikum eine Verwarnung erteilen. Der Zeuge Singajswsky sagte aus, Karajew wollte ihn zu Diebstahl und Mord anstiften; doch er habe sich geweigert einen Mord zu begehen; doch habe er mit RudMsky und Laiischew am 25. März 1911, dem Ermordungstage Juschtichmskis, einen Diebstahl im Laden des Adamowitsch begangen. Er sei am Vormittag mit einem Mitschuldigen nach Moskau gefahren. Auf die Frage des Verteidigers Grusenberg, warum ein am Abend begangener Diebstahl ausschließe, daß man am Vormittag einen Mord begangen habe, antwortete der Zeuge, er habe den Vormittag zu Siauic mit Latischew verbracht. Daraus fragte Larnislowsky, ob man nicht nach deml Mforde die Leiche beiseite habe schassen müssen, und ob nicht, da dies bei einem am Vormittag begangenen Morde' nicht vor Rachtanbruch gesckiehen könne, am Abend Zeit zu einem Diebstahl gefehlt habe, so daß der am Abend begangene Diebstahl den Mord am Vormittag ausschließe. Singalewskh antwortete hierzu bejahend. Als ihm M a ch a l i n gegenüber- gestellt ivurbe, gab Singalewsky zu, Machalin bei Karajew igesehen zu haben, behauptete aber, nicht mit ihm über den „Fall Zuscht- schinslh" gesprochen zu haben. ist, wie wir aus Berlin hören, zum 8. Januar 1914 geplant. An diesem Tage wird auch der Voranschlag vorgelegt werden. — Für die Voranschlagsberatung stehen im nächsten Jahre elf Wochen zur Verfügung. Es ist aber zweifelhaft, ob diese Zeit ausreichen wird, in beiden Kammern den Voranschlag bis zum 31. März zu verabschieden, da nach Neuwahlen' das Redebedürfnis recht groß ist. Von größeren Vorlagen werden dem Landtage das nach dem Wassergesetz nmgearbeitete Fischereigesetz und das Parzellierungsgesetz zunächst zugehen. In Vorbereitung sind ferner ein Fideil'ommißqesetz, eine Vorlage über die anderweite Organisation der Generalkommissionen, ein Eisenbahnanleihegesetz, einige Eingemeindungsvorlagen und kleinere Gesetze. Ob das Wohnungsgesetz schon in der ersten Session zur Beratung gestellt werden soll, wird demnächst vom Staatsministerium entschieden werden. Bisher ging die Absicht der Regierung dahin, das Gesetz vorzu- lcgen, man befürchtet jedoch eine zu starke Belastung der Arbeiten, auch sind einige Punkte noch der Abänderung bedürftig. $011111* j'®'- KaffeeW MH steinfloetter. »•TicU«' .Tic veru fe! TnUlC Ubr- c-lr kt-i Inh. Karl 0hm Burggraben Täglich ab 7*h rhr joiztrt gr Eintritt frei'* Sonntag 3V2ühr 3n späterer Zeit zeigte sich Serr von schütz seiner An,gäbe nicht mehr gewachsen; infolgedessen wurde auf seine Anregung hm Brandt nach Berlin versetzt. l Zeuge Direktor Mouths sagt aus, datz Brandt nach Berlin versetzt wurde, weil Serr v. Schütz über zu geringes Perl oval .tagte Brandt wurde dazu gewählt, weil er ein ausgezeichnetes Organisationstalent besitzt. Er habe gleich angenommen, da?, Brandt für das Material zu den „Kornwalzern" Geschenke mache. Dröse wurde auf sein an die Firma gerichtetes Gesuch auf tue Anwärterliste gesetzt. Diese Auskunft Brandts über ibn war zwar nicht ungünstig, aber auch die Schwächen Dröses waren nicht nm erdrückt. Die Auskunft von feiten der militärischen Vorgesetzten Dröses waren erheblich günstiger. Der Zeuge hat bat Brandt stets ftir einen wahrheitsliebenden Menschen gehalten. Er hat den Brandt auch in alle Geheimnisse der Firma eingeweiht. Zeuge Finanzrat Saux ist Personaldezernent der Firma Krupp und hat als solcher nur formal mit der Verletzung Brandts nach Berlin zu tun gehabt. Es wurde Brandt damals keine besondere Zulage gegeben, es wurde ihm dafür gestattet, die Extraausgaben besonders zu liquidieren. Der Zeuge geht dann in längeren Ausführungen auf die Gehaltsverhältnisie Brandts cm und bestätigt die von deni Angeklagten in biqer Beziehung gemachten Angaben. Weiter spricht der Zeuge über die Gestaltung der Brandtschen Tätigkeit in Berlin und bestätigt auch hier nur die bereits früher gemachten Aussagen. Serr v. Metzen hat m den drei Jahren seiner Tättgkeit bei der Firma Krupp mindestens anderthalb Jahre wegen Krankheit gefehlt; in Vieler Zeit mutzte ihn Brandt rrcrtreten. Wegen der damit verbundenen Mehrarbeit sind die Gratifikationen bei Brandt über das gewöhnlick)c Matz hinaus gesteigert worden, das sei aber angesichts diel er Verhaltnilse nicht mehr wie reckst und billig. Die Gehaltserhöhungen wurden gewöhnlich von .dem Ressortdirektor vorgenommen, bei Brandt also durch den Direktor Eccius. Eecius war bekannt dastir, datz er ein weiches Serz hatte und eine Bitte um Gehaltserhöhung niemals reckst abschlagen konnte, auch^wo sie nicht so gcrcfbliertigt war.Der Zeuge geht dann auf die Sitzung ein, in der Direktor Tr Muehlon erklärt habe, er müsse dem Direktorium etwas Unangenehmes mitteilen. Direktor Sugenbcrgcr habe ihn wegen des bevorstehenden Jubiläums nicht zu Worte kommen lasten und Muei lon habe dem Zeugen beim Sinausgchcn die Angelegenheit kurz mügcteUt. Brandt hätte ihm in Bezug ans |eme Berichterstattung erklärt, er wolle ein anständiger Mensch bleiben. Im " Anschluß an diese Bekundung des Zeugen kommt es wiederum zu Zusammenstößen zwischen ihm und dem Oberstaatsanwalt. Der Oberstaatsanwalt erklärt, -iirettoi Muehlon müßte doch seinen Standpiinkt näher erläutert Haden und jeder vernünftige Mensch Ivürde doch gefragt haben, aus welck em Grunde Brandt ftirckstete, er tonne kein anständiger Mensch mehr bleiben, wenn er die Berichterstattung behielte. — Der Zeuge erflärt indes, er hätte gar nickst nötig zu Tragen, denn wenn sich auch Brandt hübe nichts zu Sckiulden kommen lasten, so wäre , es doch möglich, daß er einen bösen Schein auf sich ge- , laden hätte, und das genügte zu seiner Abberufung. Die Firma ; fei in Deutschland in einer sehr unangenehmen Lage. Alles was - bei der Firma geschieht und auf sie im entferntesten ein schlechtes Lickst werfen könne, werde in der ganzen Oeffentlichkett durch die Presse gegen sie ausgenutzt. Deshalb müsse auch der geringste böic Schein vermieden werden, auch Andeutungen in solcher Richtung, die ganz unbewiesen sind, könnten der Firma schon schädlich sein. Zeuge v. Dewitz, der Nachfolger des Direktors Mouths, erklärt, daß es für ihn von großem Interesse war, die Konkurrenzpreise zu erfahren. Me „Kornwalzer" gingen durch feine Sande Er sandte sie an die Herren, die Interesse bafür haben ko mit en und erhielt sie später wieder znrückgestellt. An einen Verrat militärischer Geheimnisse habe der Zeuge nie deuten können, da die Kornwalzer in dieser Beziehung etwas Neues überhaupt nicht enthielten. Ob die Nachrichten auf Indiskretion beruhten, konnte man aus ihnen nicht immer entnehmen, manchmal allerdings hätte er ben Eindruck gehabt, als ob Indiskretionen mit im Spiele waren. Eine Anzahl von Komwalzern ist vernichtet worden, aber lediglich deshalb, weil sie veraltetes Material enthielten. Nach Vernehmung einiger weiterer Zeugen, die nichts we|ent- liches bekunden, wird die Sitzung auf morgen vertagt. ;aufm. Verein für toeibL Angestellte. Insere Bercinsabcnde nnb etit jeden Mittwock von ;-10 Uhr im Hotel schult, tie Mitglieder werden ge- ictcn. sich regclmamgstu bc- eiligen. Kolleginnen und n s Säfte willkommen. ;v /io Ter Vontand. Maschinen ich voraiglich zum ^ähen Sticken Hopfen derlage bei eu» euenweg46 ‘twerkstätte s auf Lager. nickt schädlich. Diese' Mitteilungen sprächen vielmehr zu ihren Gunsten, als wenn man ihnen stets Bestechlichkeit vorweNc. Der , । .'euac erklärt auf das bestimmteste, daß Die Verletzung Brandts Deutsche Kolonien. aueOann erfolgt sei, wenn das gerichtliche -Benahren nickst ge- m m „fcpinr 26 Okt Durch die neue hiesige Ab- kommen wäre. Brandt mußte versetzt werden, wen Krupp, um $ Bad- N ? u b ^o'n5algesellschaft ist hier ein reges Inter- Mißdeutungen zu vermeiden nickst werter dulden konnte, datz tcilung der deutlcken Ko onialgeieuim i i konnte nach Brmtdt Nachrichten von isubalternbeamten erhielt Mtr. das Dtrek- cfic an kolonialen ~i ä Meters dem ersten, den er seit nieten torium war es aber unmöglich, »errn von Metzen ein Zeugnis dem Vorträge von Dr-Earl^eter im -ommer zur auszustellen, da es bamit eine Verantwortung auf lieh genommen Jahren wieder in DeutMatw yi« , 6Junbert Mark einem hätte, die es nach dem ganzen Verhalten des Herrn von Metzen Kur weilte, eure ^1*'im^o(ouiaIcn Kriegerdank" überwiesen wer-' - — wohltattgen Awcck, dem ,,Kow verdienstvollen ReichskomMisiars den. Freunde haben dann später eine Samm- unb Gründers Hauptstadt unserer ost- lung iur das m -Jar e» geplante Petersdenkinal aftätanischen Kolonie, ZU bie hiesige Kolonial- veianlatzt. ^ie dwsbezugiia ft i f t c t c n, konnten an freunde u n b ö ie' « ,l merbcu Die Sammlung, bie her Gr-tzh. ^‘“"‘«bS^fletonunen iü. bat 232 Mark er- jct,t zuni varlau durch di- diesige Ortsgruppe der ^.eutichen »ugeiühr- worden tst. __ 08661 MaMWWMHUjWnMtXFTMl IIIZLUKJ»1 Der neue „ttrupp-prozetz". 4. Verhanblungstag.- Berlin, 27. Okt. Senke wirb mit ber Vernehmung der Mitglieder des Kruppschen Direktoriums begonnen und zunächst Geh. Finanzrat Sugenbe r g ' vernommen. Er macht zunächst eingehende Mitteilungen über bie Geschäftsgebarung ber Firma Krupp. Tic Geschäfte des Direl toriums zerfallen in Dezernate. Jeder Dezernent ist selbst-ind g verantwortlich für sein Dezernat. Gewisse Tinge werden aber auch im Plenum des Tirekwriums erledigt. Innerhalb ber Verwaltung : besteht nur ein Dezernat für kausmännisckten Betrieb. Tiefes lag in ber in Frage kommenden Zeit in den Händen des Herrn Eccius. Tie Kontinuität der Verwaltting wurde durch die Erkrankung des Herrn Eecius gestört. Seine Geschäfte wurden vertretungSweiie durch Herrn Direktor Tr. M ü hl o n wahrgenommen, der schon frül)er Stellvertreter des Herrn Eccius gewesen war. Herr von Dewitz bekam Anfangs 1912 Handlungsvollmacht. Er war Untergebener des Herrn Eccius und natürlicherweise an dessen ®ei hingen gebunden. Herr v. Dewitz hat Nachrichten über Preisse,t- setzungen gesammelt. Ebenso war dem Zeugen bekannt, datz verr v. Dewitz gewisse Preis- und Submissionsnachrichten lammelte. Dagegen ist dem Zeugen nicht bekannt, welche Aufgabeii Brandt in Berlin oblagen. In seiner Gegenwart ist über Brandt im Tirekiorium nicht gesprochen worden. Der Zeuge kann lick nicht erinnern, daß ihm Kornwalzerzu Gesicht getommeit leien, (mrtr.fhrnfnnn8frnrt#n I gibt;aber die Möglichkeit zu; denn es sind ihm bei der Uitteriuchung 3nterci|antc D.ahlprufnng?fragen I Kornwalzer vorgelegt worden, die sein Zeichen tragen. Der Zeuge werben ben Reichstag halb noch seinem Zusammentritt berichtet nun, was im August 1912 zur Sprache gebracht worden beschäftigen. Zunächst müssen einige seit langer Zeit spruch- ist. Herr Tr. Mühlon äußerte nach seiner Rucklehr von emer reife Wahlprüsungen im Plenum endlich erledigt werben, Berliner Reise die er inBertrctungdes Vcrr,iEcciUto unle^ die im Juni aus taktischen Gründen liegen geblieben roaren. nemmen hatte, den Wunsch, gewise u n ana en e h m e Bor Sodann bat das Plenum zu der wichtigen Frage Stellung ntmn^^e ^Xren^ untfr'^neTsich S Zu. nehmen, ob die in die Wählerliste enigetraaenen Wähler ^.ccks^n?cht befand. Herr Dr. Mühlon berichtete, Brandt habe bei einer Nocistvahl zur Ausübung des Wahlrechts auch dann - ß gesagt, er könne das Leben nicht mehr ans- berechtigt sind, wenn sie inzwischen ihren Wohnsitz Verlegt batten, benn er wolle ein ordentlicher Mensch haben. Ter Wahlprüfungsuusschuß hat diese Frage bejaht, Hf eiben. Brandt sragle sodann Herrn Dr. Mühlon, ob er bie Regierung hat sie verneint mit ber Begrünbung, baß seine Stellung verlieren werde, wenn er seine Ersatzwahlen Neuwahlen seien und Wähler, bie länger als Berichterstattung c i n stell e worausHerrTr. --tWon Jahresfrist einem anderen Wahlkreise angehören, selbst bei ihm erklärte, daß er ieme' Stellunb ^rlieren werde^ wenn er Verwendung ber alten Listen nicht mehr wahlberechtigt tue, SÄfi seien. Tas Plenum wird in bieser Streitfrage zu enticheiben Berichte Brandts bereits für die Firma von sehr geringem haben, wobei auf interessante Erörterungen gerechnet wer- ~ tercjfe feicn und daß man meist auf sie verzichten könne, den kann. I und richtete nachher an das Direktorium das Ersuchen, die Bencht- * I erftattung eingel-en zu lassen und Brandt abzuberufen. Ler T°r Entwurf ,int8 neuen deu.Icheu W.chl.lrech« Wird in nächster Zeit vom Bundesrat verabschiedet werden, im H^hlick auf die schwache Teilnahme an der Sitzung und da-.' um dem Reichstage vorgelegt werden zu können. Dem Fehlen des zuständigen Direktors, des Herrn Eccius,^zu ver- Saager Abkommen über die Einführung eines einheitlichen schieben. Er war sich aber klar darüber, d a ß di e ,a :ijp Wechselrechts hat der Reichstag bereits im Sommer zuge- feit Brandts die Gefahr in sich trug, datz s ich aus stinimt dieses Wkomm-N wird von T»utschc°ud rotiflziert ihr ein g r ° her ©Unbai an t w r ck ° l , k ° n n t -.und daß werden, mit der Berpfiichtun-, binnen sechs Monden b.e |b« neue Wechselordnung nt Straft treten zu lassen. Dm Be- Iac^„ Brandl in den Besitz seiner Nachrichten gelangte, ratung des neuen Wechselrechts ist lediglich Formsache^^da Lät’tcn llic()t stattgcfunden, man I>ätte jedoch den Eindruck ge- der Entwurf bereits durch das Abkommen festgelegt ist. L. a Brandt mit Beamten herumkneipe und daß bei diefer > । Gelegenheit Durchbrechungen der Beamt e n di sziplin itt Cnnttton Vorkommen könnten. Jedoch kann ich im Augenblick nicht lagen, Der Regierungswechsel m spanten. o6 id) barQn Obacht l-abe, Brandt könnte mit seiner Fuiikttons- Madrid, 27. Okt. Der sozialistische Führer Igle- zulage und seimm Entschädigungen Bestechungen machen; erFfärte in einer Versammlung: Falls Maura. die nach der ganzen Situation hielt ich ne aber nid)t für wayr &Ä Ministeriums'übSnimVso °°rpfttchte ich NM mich, die Regierung Nicht einen Tag in Ruhe zu laffeit. t)cchn Verfehlungen des Herrn vo n Metzen. Als Es heißt, daß mehrere konfervutive Politiker bem Ä'onig ^ccBen bcm rtretcrboften in Italien betraut werden Rat gegeben haben, die liberale Partei am Ruder zu sollte, lehnte er dies für seine Pierson ab, übernahm aber, belassen. Als Graf Romanones dies erfuhr, bemerkte er nacf) cincnt geeigneten Vertreter nmzuseh-en. Er nnttrhandeltL läckelnd , Das ist gut, bie uns gestürzt haben, sagen jetzt, mjt Herrn Wingen, riet jedoch spater von bieiem Herrn ab. in bleibt dockAis die Konservativen Maura, Dato und Es waren da Machinationen borgefommen, die Herrn von Metzen Weneral Azcar-q- zum König berufen wurden, s-rmmelte ichlichlich auf den Kops -ngesagt werden konnten. Es tonn e nach- stch'vor dem'schloß^eine grL «0^80 an^und tzn« staltete eine Kundgebung gegen Maura. Bft Barcelona begangen hatte, ba er Herrn Wingen Mitteilung von wurde in der Stiergefechtsarena von ber Polizn eine große x vertrautesten Dingen des Geschäftsganges in Essen gemacht Tafel entfernt, welche bie Aufschrift trug: „Es lebe epa* k bic E.itlassung des Herrn von Metzen wurde die nien, nicht Maura!" Dabei kam es zu einer Rauferei, bet Situation noch verwickelter. Herr von M'etzen v erstieg der ein Schutzmann verwundet wurde. sich sogar zu Drohungen oer eui ----- ------ 1 ^r Zeuge berichtet weiter: obwohl er überzeugt war, datz es besser wäre, wenn Brandt versetzt würde, erschien es uns nicht liccr NNO HlOtre. angängig, mit bem Berliner Vertreter auch gleichzeitig den Bureau- DasS-GeschoßimKrieg. Vorsteher zu entfernen. Der Direktor Dräger versprach, B r a n o t JflJ < x -XS.O noch i-inmal ins Gebet zu nehmen. Er war der lleber- Naich den Berichten der ru||tschen Aerzte weist dav neue! illopale Handlungen nicht Dorgcfommen loten und S-Geschoß welches in allen modernen Staaten eingefuhrt ^ie Firma Krupp sich nichts vorzuwerfen habe. Wurde man Sn Ein"' und d-ß ohne ärzttich-^Hilft vieles hX5ft“on9"erm Direktor ........ —------- •*”" IU1 Sä'« RCWjt. Vers* ■ S- cd. 5 cnn. Vci Sunil zu verm. Haupt aller «ZW! W heller, 7117 3 Jin« ßan Mnt s Zimmern Schriiil. A an den Wie 711*1__— I *3^ (NZR, r z ver foiox'. - flnaebotc n SLV.nmmc 2 gebilbi suche« 3tBl Zimmer i nidnlid)ft Stnöl. Si 7LM an der 7110! 3- u. ineuzeiklich verm H. '• «kichäst, K 7113 , In straficiiti nut Linde zu oetm. 8 OMPSi Kl. 4 Skäbcre Mansarde. «iömar> A qtm clcl'r-'*1 iu renn- «niiturint Mil Bnd, ( Irlich. W bestehenden weil zu uci uni. 6.835 * Monier iutta. M Lcrlaßj deraucbwir welch. 3tan ?„cj«e«eru IRL 400. - y Kennin nid £•11.1382 Bud.’Iogi «Hr eine "eilen verl 2‘ptiidjt.j 4l|er£-, ev., 6ul emoiot wann per ii wonatL (Mc fic’Ud)L (f£ ™'Ä" obe 3&1 *,ufr 'gtrauenf >:ebcit s'urautzsüb b-amw. ii.0. g'^dvii- £Jj -7- Manie (2 Zim-l au zu vern^— 2 -tim- 2A ,^uevh_fil ^1U! 2'8il mit Liiche St beiden Salem Aleikum SalemGoldsx lulelte auf dein Trieb in ©teilen gegen die sviele ® i e ü e n Erfolge der Gießener ■fabrik. 4: 2 (Halbzeit 2: 1). - An der Spitze der 8 Punkten vor Kassel Kraft- Weiß- llügei und Tauben. Ter Besuch der Ausstellung war an tragen sehr stark. ' Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis: I. Abteilung: Hühner. Lebenslust wie nie zuvor! Meinem Sohne gab ich zur Stärkung bei Nervosität und Blutarmut Bioion und fannClimen versichern, daß dcrErsolg meine Erwartungen bei weitem übertrai. Lebenslust zeigt sich icut wie nie zuvor. Avvetit bob sich und der Clnnge wendet icut (einen 2d)iilarbeiicn mehr fluhnert* ignifcu zu. W. Winter, HofomoiiDfü^ter, Hannover. Clicinbngemer* iiTancßl. Unlerichriit beglaubigt2.5.13. Aufturni Svaimcnberg,Notar. Bioion,großes Pakei (caJ/.kgi Mk. 3.— in Apotheken, Drogerien. b*/e PreisNo 3^45 6 610 3i 4- 5 6 81O Pfgd Sfck. FABRIK- ANSICHT privaten. Die Cberhefwcken Zuchtvereine hatten ebenfalls Preise gestiftet, darunter auch Gießen, Friedberg Alsfeld und Bad- veauheim. _ Ganz vorzügliches Zuchtmaterial war zur Schau gebracht. Am istärksten vertreten waren die .Klassen Italiener Hühner, Wasserge- Unlversitäts-Nachrlchten. — Der Proiessor an der Kgl. dlkadeinie zu Posen Dr. Otto Holtz sch bot einen Rui als außerordentlicher Professor für osteuropäische Geschichte und Landeskunde an die Berliner Universität erhalten und angenommen. der Hand behalten und gewannen sicher nut Kasseler Fußballverem Sport Kassel 3:0. Tabelle steht nunmehr V. s. B. Gießen mit F. N. mit 6 Punkten. — In unserem Berichte über die am dem akad. Clgmuia in Leipzig hieß c9, daß stad, theol. W. Schulte im Zwölfkampf mit 73V, Punkten eine lobende Erwähnung erhalten hätte. Das ist nicht richtig. Herr Schulte wurde int Eechskampf mit 75 Punkten Sieger. spielstarken „Fuldaer Borussen*. Beide Mannschaften traten komplett an. Trotzdem die Fuldaer körperlich stark überlegen waren, konnten die Gießener BeivogungSsvieler das Spiel stets in vermischter. • Von der Ausstellung in Gent. Im Deutschen Hause auf der Genter Ausstellung, die am 3. November geschlossen wird, vereinigten sich am Sonntag abend die deutschen Aus- Heller zu einer Abschiedsseier. Dr. Schwcrsenz-Brüssel setzte auseinander, mauim Deutschland in Gent vertreten sein mußte, während Herr Blasberg aus Freiburg (Breisgau) der Leitung der Deutschen Abteilung, besonders Herrn Prosessor Becker den Tank für die geleistete Arbeit aussprach. Ministerialdirektor Ver Hees vom Arbeitsministeriutn erhärte, daß Deutschland seit dem Iahre 1909 der größte Abnehmer Belgiens sei und daß nach seiner Meinung in Belgien die angelsächsische und deutsche Kultur einen ebenso großen Einstuß ausüben werde wie die französische. Er wrack in deutscher Sprache in überaus freundlicher Steife. Proses- jor Dr. Bell gab bekannt, daß 96 deutsche Aussteller den großen Preis und 93 btc goldene Medaille erhalten haben. Meine 4-fr Sa?fer_jiefj aus seiner Privatschatulle dem acht Zadre alten soh des Kaufmanns Ruff, der bei .W .... »Art U.i ... S . n. I e—. »■ • . t c » b a b e n von einem Automobil, in dem Herren des kauerlrchcn Gefolges saßen uber> fahren und an den Beinen geauetscht wurde, c-.ii Schmerzensgeld von 8000 Mark auszahlcn. vereinsnachnchten. "»Der W a r t b n r g v e r e i n feierte am letzten Sonntag sein Jahres fest. 911-5 Einleitung zu dem Feste spielte am Sonntag früh der Posanneitchor deS Vereins vom Kirchturm einen Choral. Spater fand in der Stadtkirche in Gemeinschaft mit dem Evang. 9lrbeiterverein und unter Mitwirkung der Gesangs- abteilung des Evang. 9lrbeitervereinS unb des Posannenchors deS Wartbnrgvereiils ein FestgotteSdienst statt. Ten Abschluß bildete eine Familienfeier auf Textors Terraste. " Schi, l erb ezirkstag ,S t o l z e ° S ch r e y". Man schreibt un5 : Am Sonntag, dem 26. Chober, fand in W e lz l a r die Tagung des Bezirks 17 b des SchülSr-Werbeauöschussetz der Stenograohieschnle /Stolze-Schrey" statt. Das Wettschreiben, das im Mittelpunkt der Tagung stand, hatte eine gute Teilnahme auf- znwei en. Die Leislunaen, die dabei gezeigt wurden, waren auch diesmal ganz vorzüglich Der Gießener Verein am Landgraf. Ludwig-Gymnastnm hatte dabei ,nieder einen ganz nuRerorbent- lieben Erfolg zu verzeichnen. Nicht lueniger als 22 Preise im 9Lettfchreiben und 7 im Wettlesen konnte er Heimholen. Dee schönste Erfolg und die beste Belohnung besteht für den Gießener Verein darin, daß er den Wanderpreis des Bezirks (ein prächtiges Bild von hohem Werte) mit größter Ueberlegcnheit eroberte. •• Turnverein von 1846. Die am Samstag abend in dem Vereinslokale des Turnvereins abgehaltene Hauvtversamm hing hatte sich eines guten Besuches zu erfreuen. Der II. Spred)er Univ.-Sekretär Erle erstattete an Stelle des leider schon geraume Zeit erkrankten I. Sprechers eingehenden Bericht über das ab gelaufene Veremsjahr. Er bezeichnete das verflossene Jahr als ein in allen Teilen ersprießliches. Die Beziehungen zu den übrigen Vereinen Unserer Stadt seien gut, insbesondere betonte er das herrsche Einvernehmen mit dem Männerturnver^in dahier, das aum bereits in der letzten Generalversammlung des M.-T.-V. mit Befriedigung erwähnt wurde. Das Andenken der im Laufe des Jahves verstorbenen Mitglieder, Ehrenmitglied Kommerzienrat Georgi, Fabrikant Schuchard und Fabrikant Barnaß wurde durch Erheben von den Sitzen geehrt. Zum Schlüsse des Berichtes forderte der Vorsitzende zur kräftigen Weiterarbeit an der edlen Turnsachc auf. I. Turnwart K. Er d erstattete hiernach Bericht über den turnerischen Betrieb. Es wurde geturnt an 92 Abenden mit 5230 Teilnehmern, an einem Abend ungefähr 55. Der beste Besuch war in den Monaten Mai, Juni, Juli mit durchschnittlich 70 Turnern am Abend. Im Ganzen wurden 66 Siege errungen. Auch das Schülerturnen erfreute sich eines sehr guten Besuches. Den Bericht der Fcchterricge erstattete Turner Karl Moll. Ter Rechner Paul Tr e u te verlas die Rechnung, die in Einnahme und Ausgabe mit 8680 Mk. 94 Pfg. abschließt. Tew früheren Rechner wurde für die Rechnung des Vereinsjahres 1911 —1912 Entlastung erteilt. Bei der nunmehr folgenden Vorstandswahl wurden gewählt: Univ.-Sekretär Erle zum 1. Sprecher, Provinzialsekretär Lenz zum II. Svrechw. I. Turnwart Karl Erb, Rechner Paul Trenke und Gegenschreiber Georg Bellos wurden wieder- aewahlt. An Stelle des am 1. November von hier wegziehenden II. Turnwarts Wittenbecher wurde Karl Loos gewählt. Tum- älteste wurden Georg Wahl und Heinrich Harne l, Beisitzer Karl Noll und Heinrich Philippi. Mit einem Gut Heil ans das weitere Wächsen und Blühen des Turnvereins von 1846 schloß der I. Sprecher die Versammlung um1 1 Uhr. Handel. Boa der Reichsbank. Berlin, 27. Cft In der heutigen Sitzung des Zentral- anSschnsses der Reichsbank führte nach Verlesung des als recht günstig bezeichneten Bankausweises vom_23LCftober Vizepräsident v. Glasenavp au5, daß bis zum 15. September der StatuS beständig schlechter als im Vorfahre gewesen wäre, von da ab aber eine anhaltende Besserung eingetrxteu wäre. Am 23. Cftober feien die ungedeckten Noten um 222 Millionen genüget gewesen als im Vorjahre, die Anlagen seien am 23. Cftober um 350 Millionen niedriger als 1905 gewesen; allerdings wären im vorigen Jahre wegen der bevorstehenden Diskonterhöhung au' 5 Prozent große PordtSkontierungen erfolgt. Die^nckstüsie feien vorn 30. September bis 23. Cftober noch niemals so stark geroeicn wie in diesem Jahre unb hätten 601 Millionen Mark gegen 404 Millionen Mark im Vorjahre betragen. Besonders erfreulich sei der hohe M e t a l l b e st a n d im Betrage von 1494 Mill. Mark, wovon 1220 Millionen Mark Gold seien, daS ist um 2L6 Millionen Mark mehr als im Vorjahre. Wenn auch der hohe H'clbbeftanb zu einem wesentlichen Teil dem vermehrten Umlauf der kleinen Noten zugeschrieben werden müße, so habe doch auch ganz besonders die günstige Zahlungsbilanz dazu beigetragen. Sport. — Fußball. Am letzten Sonntag fanden nur 2 Spiele der Hessischen Kreisliga statt. Der Verein für BewegungS- Klasse 1. Plym outh-R ocks: Ehrenpreis Hck. Wallenrod i2 , 2. Preise: Hch. Kraft-Dallenrod 2 , C. Oießen, Otto Hahn-Vadenrod, 3. Preise: Hch. Kraft-Wallenrod 2 £tto Hahn-Vadenrod, W. Wahn-Gedern, Otto Weiß-Gießen, C. Äronner Hitzkirchen, 4. Preise: H'. Schmidt III-Grünberg, Forst- wart Spemer-Vadenrod, K. Armbruster-Schlitz 2, Fr. Ritzer- Schlitz 2. Klasse 2 Orpington. a gelb: Ehrenpreise: H. Reinhardt II Schlitz, W. Schuphart-Gettenau, 2. Preise: H. Meinhardt II.-Schlitz, 3. Pr. W. Sdiughart-Gettenau, 4. Pr. H.Rein chardt-Schlitz (2); b) schwarz: Ehrenpreis, 1. Pr und 4. Pr. X. Stopler-Lauterbach. Klasse 3 Wyandottes. a weiß: Kammerehrenpreis Ph. Södler-Nieoer-Gcmünden: Ehrenpreise: H Gerbig-Schlitz, 2. Preis Ph. Södler-Nieder 6>emünden, 3. Preis L. Stöpler-Lmiterbach (4i, Lehrer Gernmer-Nieber Gemünden, H Areuder IV-Vabenrod, 4. Pr. A. Hahn-Vadenrod 1 , ForMvart Maul-Willofs (2), H. Gerbig-Schlitz, H. Reinhardt II-Schlrtz, Lehrer Gemmer-Nieder-Gernünden, L. Stövler-Lauterbach : b r c b» huhnfarbig: Ehrenpr. W. Nern-Pohl-Göns, 1. Pr. PH. Cst Heim-Echzell, 2. Pr. W. Nern-Pohl-Göns, 3. Pr. H. Blum II- Lauterbach <3), 1. Pr. PH. Cstheim-Echzell, H. Mum-Lauter- bach (3); c) goldfarbig: Ehrenpr. L. Weiß-Nieder-Gemünden, H. Reinhardt II-ScÄitz, 2. Preis H. Mogt-Eckzell -2 , 3. Preis I. Zimmer Bingmühlc b. Lauter (3 •, H. Reinhardt II-Schlitz, L. Wciß-Nieder-Gemünden, 4. Pr. Lehrer Iockel-Krainfeld 2, LingcsanOt. Gießen, 26. Oft. Es ist über die Beschlußfassung der Stadtverordneten, die 'tädtisch?n Aemter in die a l t e K l i n i k zu verlegen, bereits vi:les geschrieben worden. Tie nachstehenden Zeilen mögen denjeniger Stadtverordneten, die für das Verlegen der städtischen Aemter ftimmten und dies damit begründeten, daß man nun doch einmal das Okbäubc habe, und was damit sonst machen solle, dos Nachstehende entgegenhalten: Alle Stimmen, die man in dem Gießener Anzeiger bis jetzt hörte, baben — tnit Ausnahme derjenigen des Herrn .'brumm und des Herrn Horst — die Meinung ausgesprockxm, daß man das alte unpraktische Gebäude nicht umbauen und nicht zu einem Rathaus ücmpclii soll. Diese 2lnschauung kann nur Unterstützung finden imd findet sie auch in den weitesten Kreisen der Bürger- (haft. Mit der Ansckxwung der Mehrheit der Dürgenchaft soll der Stadtvorstand stets rechnen und sich nickt auf einen einseitigen Standpunkt stellen, ob es sich nun um die Verwertung einer „alten Klinik" oder um sonstige städtische Interessen handelt. Daß man 2000 Mk. für einen Wettbewerb unter den hiesigen Architekten zur Erlangimg vmi Entwürfen für die äußere Ge staltung des alten Gebäudes ausgeben will, ist verfehlt. Ilm ein gutes, brauchbares und gleich in feinem Aeußeren jclwn aus- gebildetes Projekt zu erlangen, muß man mehr ausgeben, als den vorgesehenen Betrag, der außerdem wohl iwck ge teilt werden soll in verschiedene Preise. Herr Krumm rechnet den Umbau mit dem Grundstück auf 500 000 Mark, er gibt aber keine Gewähr, daß es nicht mehr kosten könnte Herr Horst sieht nur einen provisorischen Umbau vor und berechnet denselben mit einer geringen Summe. Von einem Umbau sollt- man nun ganz und gar absehen, denn dieses gäbe nur Flickwerk. Eher sollte man sckwn Herrn Krumm zusttmmen. Dock soll man kein Rathaus auf der Höhe, an der Peripherie der Stadt, wo durch die Bahnen die Entwicklung der Stadt abgeschlossen ist, auch nicht in der nächsten Nahe der Bahnen erlichten. Bei der Bahn könnten alle möglichen Gebäude insbesondere Geschäfts- und Lagerhäuser sowohl als auch Fabrikbauten, aber kein Rathaus erbaut >verben. Mit dem alten Gebäude winde immer die Bezeichnung „die alte Klinik" verbunden bleiben, selbst wenn sie auch zu einem Rathaus umgebaut werden sollte. Dieses würde für die Stadt Gießen unwürdig sein. Als Rathaus sollte man fick ein neues Gebäude inmitten der Stadt stehend denken. Man sollte hierfür einen Wettbewerb unter den Herren Architekten eröffnen und den besten unb schönsten Plan, ohne Rücksicht auf Persönlichkeiten, wählen. Die alte .Klinik sollte man für die Museen unb eine dauernde Baufach-, Gewerbe pv Ausstellung umbauen. Die Baukosten würden durch den Verkauf des vorderen Terrains, das sich zu st.!i> Bauplätzen einteilen läßt, gedeckt werden. Das Bauterrain ist bis an das Gebäude 30 Meter tief ohne Vorgarten Die Bau-, fluckt und Straszcnfluchtlinien, zur Erreichung entsprechender Vorgärten, sind gegeben durch das Hauptsteueramtsgebäude, das Liebigmuseum und die Chrenllinik. Tas Hauptgebäude verbinde man mit einem an die Baufluchtlinie -u stehen kommenden Pavillon und einem gedeckten Verbindungsgang. Alsdann würde das alte Gebäude einigermaßen wirtschaftlich und entsprechend verwertet. Das alte Gebäude könnte auch zu Ausstellungszwecken dienen, während der Pavillon als Entree, Kasse und Bureaus dienen mürbe. L. Seuling, Architekt. für Dass ergeflü gel ä 1,3: ?. Pekin g-Enlen: Kammer- ehrenpreis Lehrer Holler-Lauterbach, 3. Preis £. Muhl-»Rmchels- heim: b Indische £ au fenten: 2. Pr. PH. Lstheim-^rckzell, 4. Pr. H. Kreuder II-ReichÄsheim. III. Abteilung Tauben. Klasse 1 Straffer: Ehrenpr., 2. Pr, 3. Pr. Bürgermeister Walther-Dauer,heim, 3. Pr. H. Högv-Lauback, 4. Pr. H Wagner-Reinhardshain: Klaffe 2 Moden f er: Ehrenpr. .i. Fifcher-Stammheim, 3. Pr der'elbe, 4. Pr. H. Meier-Reichelsheim : Klaffe 3 Bandelten: Ehrenpreis, 1. Pr. 3. Pr. und zweimal 4. Pr. A. Ficker-Lan^-Göns: Kla sfe 4 Kröpfer: Ehrenpr. Forstauffehcr Becker-Demgenrode, A. Heil-Cffenheim, 1. Pr. Forstauffeher Becker-Derngenrodc, 2. Pr. A. Heil-^ffen- heim, 3. Pr. Th. Vogt-Reichelsheim 2), Fornaufsedrr B.'cker- Derngenrode (2-, Ehrenpreis PH. Cstheim-Echzell, 1. unb 3 Pr Hch. Listmann-Lauterbach, 2. Pr. und 3. Pr. H. Grieh-Kirton, 4. Pr. Hch. Högp-Lauback: Klaffe 5 Mövchen: 2. Pr. und 3. Pr. I. Kappes-Büdesheim: Klaffe 6 Tummler: Ehrenl- pr. und 2. Pr. Ed. Daer-Nrdda: Klaffe 7 Farbentauben: a Schwalben: 3. Pr. H. Zinn-Lauterbach: b D ei sich w ä n ze: El-renpr. und 3. Pr I Kappus-Büdesheim: c E i s- t auben: 1. Pr. I. Burk Londorf, 3. Pr. I. Kappes-Büdesheim, d Schorn: 3. Pr. I. Kappes-Düdes heim: e) Gimbel: 1. Pr. unb 3. Pr K. Homack-Nidda, 4. Pr. H Mogk-Eckzell: D Lerchen: 1. Pr. W Möbs-Eckzell, 3. Pr. und 4 Pr. H. Krender IV- BadennK), g) andere Raffen: Ehrenpreis, 2. Pr. unb zweimal 3. Pr. unb dreimal 4. Pr. K. Vcith-Reichelsheim; Klaffe 8 Brieftauben: 1. Pr. E. Baer-Nibda, 2. Preis H. Ullrich- Lauterbach, H. Gondolf-Reichelsheim, 3. Breis H. Ullrich-Lauterbach - 2 , l.Pr. A Simon-Echzell 2«, E. Baer-Nibba, H. Blum II- Lauterbach, Klaffest Show Homer: Ehrenpr., 2- Preis, 3. Pr. unb 4. Pr. K. Beith-Reichelsheim. H. Reinhardt II-Schlitz: d) silberfarbig: Ehrenpreis unb 2. Pr. W. Dechert-Gießen, 3. Pr. unb 4. Pr. L. Samuel-Gadern: e) schwarz: Ehrenpreis Fr. Becker-Gießen, Ph. Stzbler-Nieder- Ojemünbcn, 2. Pr., 3. Pr. unb 4. Pr. Ph. Södler-Nicbcr-l^mün- \ beit, 2. Pr. Fr. Becker-Gießen, 4. Pr. A. Krömmelbein-Lanter- bad) (2), Klasses Rhobe Island und andere Rassen: i Ehrenpr O. Muhl-Reichelshcim, W. Heß-Eck-zell, K. Dönges- । ^lieber (Gemünden, 1. Pr. W. Heß-Echzell, 2. Pr. W. Heß-Eckzell, । H. Müller-Schlitz, A. Krömmelbein-Lauterbach, Joh. Stock Blitzen- rob, O. Muhl-Reichelsheim, 3. Pr. Foh. Stvck-Blitzenrod, Her- । mann-Blitzenrod, K. Veith-Reichelshetm (2), A. Krömmelbein- Lauterbach, K. Döngos-Nieder-Gemünden, 4. Pr. A. Alg Lauter- | bad) (2), Hcrmann-Vlitzenrob, W. Heß IIEckzcll, H. Dennerhold- ; Zell (2), Herrn. Leopold-Gettenau (2), Th.StockBlitzenrod 1 , 5d. 5lcil-Strebendors. Klasse 5 Schwarze Minorka: Kanv- pierehrenpreis K. Spamer III-Schotten, Ehrenpreis H. Wagner- Äieinhardshain, 2. Pr. H. Wagnev-Reinhardshain, R. Krieseh- i Laubach, H. Maul-Weckesheim, K. Spamer III-Schotten, 3. Pr. 9i. Kfiesel-Laubach, H. Mreubcr IV-Dadenrod, K. Schn,Vaden- ' tob, W. Kramer-Vilbel, 4. Pr. K. Seh>rt-Vabenrod (3 , D. Kra- mer-Vilbcl, H. Keil-Strebendorf (2), H. Maul-Meckesheim, H. 1 Kreuder IV-Vadenrod (3), K. Spamer 117-Schotteu. Klasse 6 : Italiener, a) schwarz: Ehrenpr. R. Rabetzkn-Lich 12), 2. Pr. derselbe, b) weiß: 2. Pr. Hch. Iäger-Cber-Hörgern >2-, K. । Maus Ruppertenrod, 3. Preis F. Dietrich-Hettrnrod, 4. Preis K. Mans Ruppertenrod: 3. Preis E. Dietrid)--Hattenrod, 4. Pr. K. | 2. Preis W. Pietsch II-Hungen, W. Kraft-Selters, 3. Preis H. ] Müller-Schlitz (2L W. Pietsch-Hungen, 4. Pr. H. Müller-Schlitz (4), W. Kraft-Selters: d) re b hn h n f a rb i g: Kammcrehvenpr. I. Zimmer-Bingemühle bei Lauter, Ehrenpr. H. Keil-Strebendorf, i St. Wahl IX-Ängersbach, 2. Pr. I. Zimmer-Bingemkkhle b. Lauter .(2), W. Sd)itgl>arb-Gcttenau, K. Vogt I-Lich D. Leopold-Gettenau H. Euler-Ober-Breidenbach, K. Wahl IX-Augersback),H. Keil-Stre- benborf, Th. Spamev-Nidba, W. Bommerheim-Bettenhausen (2), 3. Pr. H. Blum Lauterbach (2), Iioh. Döring-Schlitz, O. Weiß Gießen, K. ÜKahl IX-AngersVach (2\ H. Leopold-Gettenau, I. Schä- ser-Gießen (2), I. Dömis-Laubach (2), W. Schughard-Gettenau, 4. Pr. I Zimmer-Bingemühle b. Lmtter, W. Kliem^Kloppcn- heim, F. Dömis-Laubad) (2), K. Heller II-Lich L. Schwalb- Alten-Buseck, H. Wennerholb-Zell, H. Leopold-Gettenau, Hch. Eulev-Breidcnbad) (2), Foh. Pfarrer III-WeckeSheim, K. Wahl IX- Angersbad) (2), H. Keil Strebenborf (2), C. Weiß-6steßen, F. Zöller-Sdstitz i3), H. Blum-Lauterback, Ä.. Wagner-ReinHarbs- Heim: 6) silberhalfig: Ehrenpr. unb 2. Pr. E. Dietrich!' Hattenrod, 3. Pr. W. Deckel-Selters; f) rofcnkärnmig: 2. Pr. und 3. Preis W. Nern-Pohl-Göns, 3. Preis K. Wölfinger- Lauterbach. Klasse 7 Hamburger: Ehrenpreis Ph. Södler- Nieder-Gemünben (2), G. Muth III--Eck)zell, 2. Pr. Ph. Söbler- Nieber Gemünden (2), G. Muth III-Ech^ell, Hch. Höav-Laubach, 3. Pr. G. Georg Rainrob, H. Högy-Laubach, 4. Pr. K. .Krug L Rainrod ,2). Klasse 8 Deutsche Rassen: 2. Pr. und 3. Pr. H. GerbigSd>litz. Klaffest Z w e r g hü h n e r: 3. Pr. Hch. Mogk-Eckzell (2), 4. Pr. O. Köber-Schlitz (2), Fr. Jäkel I-Grün . berg (2). Klasse 10 Sammelklasfe für Hühner ä 1,3 a Plymouth: Ehrenpreis O. Döring-Schlitz, 3. Pr. Forstwart Spamer-Vabenrod, H. Schmidt III-Grünberg, b) Whani dottes: Ehrenpreis Forst Maul-Willofs, 3. Pr. Lehrer Kem- iner-Nieder-Gemünben, 4. Preis H. Gerbig-Schlitz, 2 Preis W. Heß II.-Echzell; c) Minorka: Ehrmpreis I. Dömis-Laubach: d) Italiener gelb: 2. Pr. Gg. Schäfer II-Lehrbach, e)Italiener schwarz: Ehrenpr. G. Kühnle-Selters, 4. Pr. R. M- dctzkv-Lich: k> Italiener weiß: 4. Pr. K. M>auS-Rupperi tenrod, gi Italiener silberhalsig: 3. Pr. K. Pfarrer Id- Weckesheim: h> Italiener rebhuhnfarbig: Kaminer- ehrenprcis Johs. Pfarrer UI-Weckesbeim, Ehrenpr. A. Schneider Ober-Gleen, 3. Pr. W. Bommersheim-Bettenhausen, W. Schug- Imrd-Gettenau, 4. Pr. K. Vogt I-Lich, W. Kliem-Kloppenheim: ii Hamburger S tlb er s prenkel: 2. Pr. Lehrer Dörr- Lchnheim; k । Hamburger: 2. Pr. Lehrer Holler-Lauterbach, 3. Pr. Ö)g. Muth III-4Ä)zell, 4. Pr. Gg. Georg-Rainrod: 1) R a - rn el l o her: 2. Pr. H. F-auldraht-Kirtorf. 11. Sammelklasse für Hühner: a Italiener rebhuhn farbig: 1. Preis I. Rodeiner-Lauterbad) (2', 2. Pr. Bürgermeister Becktold'Nieber- Wöllstadt, 3. Pr. derselbe: b) Wyando ttes weiß: 1. Preis H. Fifd>er-Selters, 3. Pr. O. Hahn-Vadenrod, 2. Pr. Bürgermeister Waltlier Bauernheim: c) Minor ka schwarz: 2. Pr. unb 3. Pr. R. Kriefel-Laubach, 2. Pr. Gustav Heßler-.Hungen <2*. 12. Sammel Haffe für Wassergeflügel: Peking- Enten, 2. Pr. unb 3. Pr. K. Rahn-Altenhain, 3. Pr. S. Philipp IILSteinberg (3). II. Abteilung Wassergeflügel. Klaffe 1 Truthühner: Ehrenpr. L. Stöpler Lauterbach (2), 2. Pr. I. Zimmer Bingmühle bei Lauter 2 , L. Stöplech Lauterbach, 3. Pr. H. ÖriebLaubad' A. Faber Lang Göns 1. Pr B Philipp III Steinberg, H. H^n-Laubad' 2 , H' Grieb' Kirtorf, H. Ülingl-Cckitabt. Klasse 3 Ronen-Enten: 2. Pr. unb 3. Pr. unb 4. Pr. F Zimmer Bingnrühle bei Lauter. Klasse 4 Aylesdtirn - Enten: Ehrenpreis und 2. Pr. PH. Södlev- Nieder Gemünden, 1. Pr und drei 3. Pr. Lehrer Kemmer Nieder Okmüntien. Klasse 5 Indische L a u f e n t e n : a m c t ß: Ehrenpreis K. SehrtzVadenrod, 2. Pr derselbe (2), 3 Pr. PH. Haas Nidda (2), K. Selktt'Vadenrod, A Lauer-Gedern 2. i Pr W Wahn-Gedern (4); b> rc bf ar big: Kammerrbrrnpreis H BlUM II-Lauterback, Eckrenpr K. Spanier III-Schotten, 2 Preis H. Kreuder IV-Vadenrod i2i 3. Preis Fauldralh'Krrlorf 2 , Bringet Hartmannsl-ain, K Rahn II-Altenbain, K Spamer III Sllwtten <3 , 4 Pr. H. Bftrm II-Sautorbfld), K ^ahn ILWtey Min, Brinael Hanmamishckin, H. Schmidt III-GruAbvrg Kl affe 6 K a j u k a - E n t e n : Etzroipreis I. Hill III-Stzerndon. 3 M» derselbe, H. "Blum II.Lauterbach, 4 Pr berfdTbc Klasse 7 E m heuer Gänse: Kammeredrenpreis K. Armbnister^Scklib, Ehrenpreis «nh 2. Pr. W. Wahn-Gedrttn, 3. Pr A Morr-Len- bentxiuien <2>, Ok'fliigclüuditbcretu Lauierbach, F Mette 3trebenborf 2 , Z. ^ftirk Loirdorf, 4. Preis B. Philipp III-Steinberg, Bnrk-Londors, W. Wahn-Ordern. Kl a f s e 8 S a m m e I k l a s s e rnnr Bi Großer Resteverkauf in allen Abteilungen | Empfehle: in la. Qual.Hyazinthen, 71191 Edcrstrastc 5 v. Tulpen, Crocus, Scilla, 2 JCeinr. Kreiert Telephon 323 Blockstrasse 11 Bahnhofstraße 27. 1BE 1 o Stellengesuch? 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