ul m. 49 Zweites Blatt 163. Jahrgang Erscheint sR-Nch mit Ausnahme des Sonntags. Schluß IV4 Uhr. Fortsetzung nachmittags Schmitt die 11 morgen; bei. Neu! Wett« renz der besondere Februar a by-Wäsche^ A. Salomon & Cie. £ Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die • Rri*ihi,cr»hö I Inivprcitäfft-Driinkerei. Schulstr. 7 2<*.. 26. ßiunevt, Oessnung des Geheimrats 31/2 Uhr. Febr. 191 25. bi« 25. , Höchste Temperatur am Siiedrigste , „ Liiederschlag: 0,0 mm. Nachmittags-Sitzung. Um 3.35 Uhr eröffnet Vizepräsident Dr. Sitzung. Donnerstag, 27.8ebruar 1913 Rotationsdruck und <5 erlog der Br üblichen tiniversitäts - Buch- und Steindrrickerei. R. Lange, Gießen. Abg. Dorsch (Bbd.). Die Bauern können es nicht verstehen, daß auch noch Lasten für die Pfarrbcsoldungen auf die Gemeinden allen. Tic Steigerung der Bodenprcise ist auf die wirtschaftliche Tüchtigkeit der Bauern zurückzuführen. Davon hat nicht nur der Einzelne, sondern auch die Staat Vorteil. Daß der Großbetrieb zugenommcn bat, kann ich als Praktiker nicht unterschreiben. Es find allerdings Fälle bekannt, daß Bauern an Standesherrn verkauft haben. Wenn man sieht, wie die Fort- chrittliche Volkspartei Schritt für Schritt von Position aus Po- ition gedrängt wird, dann versteht man, wenn sie sich nach Neuland umsieht. Wenn die freigemachten Bauern den Tlreorien des Liberalismus gehuldigt hätten, dann wäre es schlecht um ic_ bestellt. Die größte Gefahr der Sozialdemokratie liegt darin, daß sie shstemaüsch aus national gesinnten Bürgern Weltbürger machen will. Es ist eines großen Volkes unwürdig, eine Tierquälerei wie das Schächten zu dulden. Das ist barbarisch. Wir haben die Pflicht, hier einzusckreiten. Betrachten wir uns aber die Sache auch volkswirtschaftlich. Das aus dem Schächten gewonnene Blut darf nicht zu menschlichen Nahrungsmitteln verwendet werden. An Orten aber, wo es an Aussicht fehlt, geschieht dies aber doch. Wenn nrir dagegen kämpfen, dann schaffen wir kein Ausnahmegesetz, sondern wir beseitigen eins. (Bravo!) Abg. E i ß n e r t (Soz.l. Wenn mein Kollege Ulrich von zuviel Regieren gesprochen hat, so ist das durchaus richtig. In Oer Bauordnung muß Remedur geschaffen werden. Wenn ein Fenster zugemauert werden soll, muß die Regierung erst gefragt werden usw. Dadurch wird die Regierung zu stark be- '.aftet. Es hat mich gefreut, daß von der Regierung anerkannt ivurde, daß tatsächlich eine Fleischnot besteht, und daß Mittel und Wege gefunden werden müssen, diesem Zustande zu begegnen. Die deutsche Landwirtschaft kann den Bedarf nicht mehr decken. Man muß die Grenzen offnen. Der Redner beschwert sich über die Nichtbeantwortung einer Eingabe der Freien Turncr- schaft an das Ministerium um eine Zuwendung aus dem Fonds sür Jugendpflege. Wir nutzen unserem Vaterlandc ebenso wie jeder andere. Wir sind aber der Meinung, daß man mit der jetzigen Gesellschaftsordnung nicht zufrieden sein kann. Der Zu- lunftsstaat muß kommen. Wir sind der Ansicht, daß ein Geist- licher keine Politik treiben soll. Abg. Lang (Ntl?, schwer verständlich, stimmt den Ausführungen des Geheimrat Best über die Sicchenhäuser zu und fordert Zuschuß dazu für Starkenburg. Er kündet einen Antrag an. Abg. Nebel (Zentr.) beschroert sich über ungleiche Behand- lung der beiden christlichen Konfessionen, die besonders bei der Besetzung der Lehrerstellen stattfände. Das läßt Zweifel an dem Paritätsgefühl der Regierung aufkommen. Er sucht das an einigen Beispielen zu beweisen. Abg. v. Brentano (Zentra. Man kann nicht an die Aufrichtigkeit der Sozialdemokratie glauben. Abg. Eißnert will keine Betätigung der Geistlichen in der Politik, aber die Politik des Abg. Kore'.l-Jngclheim haben Sie unterstützt. Der Redner behandelt dann die Bestattungsfrage in Offenbach. Abg. Dr. Schmidt (Ztr ) wünscht die Erhaltung des Obst- marktes in Alsheim. Zu den Ausführungen des Abg. Dorsch über das Schächten habe ich zu bemerken, daß, ich niemals lauf diesen Boden treten werde. Solange es sich um eine rituelle Vorschrift handelt, solange ist für uns eine derartige Einrichtung unantastbar, weil wir Respekt vor der religiösen Ueberzeugung frage anlangt, so schließe ich mich den Ausführungen des Abg. Dr. Osann an. Ein Ministerium, das von der jetzigen Stellung abweichen würde, würde sich das schärfste Mißtrauensvotum der Mehrheit dieses Hauses holen. Im komme zur Turnhallenversammlung. Ich nehme das nicht tragisch. Die Versammlung wollte nicht der sozialdemo statischen Lehre zustimmen, das ist lediglich Massenstimmung. Es war ein Fehler, alle Parteien zu dieser Versammlung ein- 8"/, 'echt für Giessen. ■ Schaunummern. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« ftrafee 7. Expedition und Verlag: 51. lRebattion:e^ll2. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. hessische Zweite Kammer. bs. D a r m ft a dt, 26. Febr. Um 9.30 Uhr eröffnet Präsident Köhler die Sitzung. Am Uegierungstische der Minister des Innern, der Finanzminifter. Es wird fortgefahren in der Beratung über den Hauptvoranschlag, Ministerium des Innern. Das Wort nimmt ren2aa!.tzonjmde-'' „Rhenania] 10 Personen. « avallerie-Nufik. »- 2onntag8ab3V.Wt.il Pig. ” j Gut! Die „Hleßener FamiNenblätter" werden dem „Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das .JCretstlatt für den Kreis Slehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» |r«feb“ erscheinen monatlich zweimal. — ■+ 7,60 0. =» — 7,5® 0. unserer Mitbürger haben. Er geht dann auf die Bestattungsangelegenheit cm und erkennt die Stellungnahme der .Regierung an, die klar war. Ter Verstorbene hat 12 Tage vor seinem Tode zweimal wach den Sakramenten verlangt. Die Sozialdemokratie hat aber behauptet, daß der Verstorbene erst, als er seinen Verstand verloren hatte, sich von der Sozialdemokratie abgewandt habe. Wenn der Geistliche sich weigert, hinter der roten Fahne herzugehen, dann folgt er der Kirchenordnung. Es handelt sich nicht um die Beteiligung als solche, sondern um die demonstrative Beteiligung. Der Abg Adelung hat unsere Stellungnahme zu Ausnahmegesetzen kritisiert Er meinte, wir müßten mit der Sozialdemokratie zusammengehen. Wir werden die I e s u i t e n f r a g c bei der Revision des Ordensgesctzcs mit aller Gründlichkeit behandeln. In der Jesuitenfrage handelt es sich darum, daß wir unter einem Ausnahmegesetz stehen. Wie steht es aber mit der Sozialdemokratie Die Herren haben unserem Staate in seiner gegenwärtigen Ordnung und Verfassung den Krieg bis aufs Mester erklärt. Ter Redner geht dann näher auf die Natur der Sozialdemokratie ein. Tie Revisionisten sind die schlimmsten. Geheimrat S ü f f e r t antwortet dem Abg. Nebel auf seine Anfrage über Heranziehung der katholischen Leh- rer Es fehle in der T a t an geeigneten Straften. Unter 509 Lehrern waren 90 Katholiken, unter 92 Geprüften 19 Katholiken. Alle katholischen Lehrer befinden sich in gehobenen Stellungen. Eine Vorschrift über die Besetzung der ©teilen besteht nicht. Es ist ja nicht ernstlich gegen uns der Vorwurf erhoben worden, daß wir nicht paritätisch verfallen: der Vorwurf kann auch nicht erhoben werden. Auch von evangelischer Seite werden wir oft nach dieser Richtung bin angezogen a).. r t n f h rffni 'i fipfrfunrrf nch über die Konkur- Au- ßeHen. Eine umgekehrte Examensprämie. Man schreibt uns: Nach dem hessischen Beamtenbesoldungsgesetz kann einetrt Justizbeamten bei seiner definitiven Anstellung ein Teil seiner Vordienstzeit, d. h. der Zeit seiner Verwendung als Gerichtsassessor auf sein Befoldungs-Dienstal.er angerechnet werden. Er kommt dann bei seiner Anstellung nicht in die erste Gehaltsklasse, sondern sofort in eine höhere. Nach dein Gesetz kann die Vordienstzeit bis zum Belaufe von sechs Jahren angerechnet werden. Von dieser Bestimmung macht die hessische Regierung nur dann Gebrauch, wenn der Beamte bei seiner Anstcttnng über 34 Jahre alt ist. (Es soll dadurch ermöglicht werden, daß er im 55. Lebensjahre in den Genuß des Höchstgehaltes kommt.) Tie Zeit über 34 Jahre wird ihm bis zum Belaufe von sechs Jahren angerechnet. Nehmen wir z. B. an: Zwei Gerichtsassessoren sind in demselben Zeitpunkt in Verwendung gekommen, sind etwa zehn Jahre als Hilfsrichter verwendet worden und werden gl.ich- zeitig als Amtsrichter angestellt. Ter eine ist im Zeitpunkt der Anstellung 38, der andere erst 34 Jahre alt. Man sollte meinen, beide Beamte erhielten, da sie gleichlange dem Staate gedient hab.n, auch den gleichen Gehalt. Dem ist aber nicht so. Dem ersten werden vier Jahre von seiner Vordienstzeit — die Zeit vom 34.—38. Lebensjahre —, dem anderen nichts angerechnet. Der eine kommt daher sofort in die zweite Gehaltstlasse, der andere bleibt in der ersten und zwar noch drei Jahre. Wenn der erste bereits 4000 Mk. Gehalt erhält, bezieht der zweite immer noch 3000 Mk. Diese Bevorzugung verdankt der 38jährige dem Umstand, daß er auf der ©ckstile oder Universität vier Jahre länger studiert hat als der andere. Derjenige also, der nicht rechtzeitig seine Examina gemacht hat, w.rd im Gehalt bevorzugt vor dem, der sie rechtzeitig bestanden hat. Tie Examensprämie wird hier umgekehrt verteilt. Nicht nur, daß Richter von gleichem Dienstalter ungleich besoldet wurden, es kam sogar vor, daß Richter, die später angestellt worden sind, mehr Gehalt erhielten als früher angestellte. Ties alles, weil sie im Zeitpunkt ihrer Anstellung in verschiedenen Lebensaltern standen, obwohl doch die Höhe der Besoldung sich nicht nach dem Lebensalter, sondern nach dem Dienstalter richten sollte. Die geschilderte Art der Anrechnung von Vordienstzeit hat zu den größten Unbilligkeiten und Härten in der Vergangenheit geführt. Hoffen wir, daß die Justizverwaltung und die ©tändekammern baldmöglichst sie zu beseitigen versuchen werden. 0effert Stellung zur Landwirtschaft kritisierend. Ich habe meiner Partei mit meiner Stellung Schwierigkeiten bereitet, das gestehe ich ein. Ich liebe nicht den Hochschutzzoll, ick habe ihn bekämpft. Nachdem aber sich alles darauf eingerichtet bat, bin ich anderer Ansicht und halte einen Abbau für schädlich. Nun zu den Lehrern. Herr Süsfert soll mit Schärfe gesprochen haben. Ich war leider nicht zugegen. Ich bleibe auf meinem Standpunkt stehen. Ich halte es vom staatsbürgerlichen Standpunkt für verwerflich, einem Lehrer verbieten zu wollen, in einer Bildungsgemeinschaft Vor-- träge zu halten. Ich bedauere den Standpunkt der Regierung. Schluß der Sitzung 6.40 Uhr. Fortsetzung morgen vormittag 9 Uhr. Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen «eist dann auf andere Staaten wie Bayern und Baden, wo es eine ganze Anzahl von Orten gäbe, wo Sozialdemokraten Bürgermeister seien. Die Regierung hat kein Recht, Angehörige einer bestimmten Klasse von der Bestätigung auszuschließen. Das Bc- Migungsrecht besteht nur, um ungeeignete, und in moralischer Beziehung nicht vollwertige Leute von solchen Aemtern fern- • schalten. Abg. Dr. Osann hat den Genossen Bebel zitiert. 1 Für uns i st Bebel keine Autorität. (Große Unruhe.- Tcr Abg. Dr. Osann ist aber auch gegen den Abg. Busold los- .. gtjogen. Er hat gesagt, „daß Busold nickst in derartigen Aem- tem sein könnte, da er in ungehöriger Weise gegen die Regierung vorgegangen sei." Wir wollen ausdrücklich festnageln, frafc Dr. Osann behauptet, ein Beamter dürfe nicht als Ab- Itorbneicr der Regierung gegenüber eine derartige Kampfstel- ling einnehmen. Der Minister des Innern bat erklärt, daß mein Parteifreund Ulrich in Bezug auf die Bestätigungspraxis eine Enttäusckwng erleben wird. Wir geben uns aber auch gar keinen tt Hoffnungen hin. Wir können auch ohne das wirken. Wir wer ■ den uns in Zukunft alle diejenigen, die gewählt werden, genau | ansehen. Uns tun Sie keinen Abtrag. Ter Redner kommt bann auf das Verbot, das dem Lehrer I Kaiser erteilt wurde. Es habe sich nicht um eine sozialdemo I kretische Versammlung gehandelt. Wie wäre es, roerp^ber Lehrer I in einer sozialdemokratischen Familie Privatunterricht erteilen I ItJÜrbe. Tie Erklärung des Geheimrats Süsfert von gestern wirk I Lochen im deutschen Blätterwald Hervorrufen. Es ist eine Schande, | wenn man Scheidewände errichtet. Der Redner bemängelt bann I die Bewilligung bes Postens im Bubget für bic Jugendpflege uni H für die Leibes Übung der Studierenden in Gießen I Ferner bemängelt er die schlechten Beleuchtungsverhältnisse in | der Hofbibliothek. Er wendet sich bann gegen die Nabel stich W Politik, die gegenüber ber Offenbacher Stadtverwaltung getrieben I ttmbc. Der Abg. wendet sich ferner gegen, einige Unzulässigkeiten, I die sich die Rheinische Schuckert-Gefcllschaft habe zu Schulden U kommen lassen, wodurch der Mittelstand arg geschädigt werde Ter Redner kommt bann wieder auf Offenbacher Verhalt- V nisse zu sprechen, wo er das seiner Ansicht nach bestehende ' Spitzelwesen kritisiert. Abg. Brauer (Bbd.), schwer verständlich. Er wendet sich Al gegen einige Punkte in den Lttisfühmngen des Abg. Korell- I Ingelheim. In vielen Gemeinden herrsche Aufregung, weil sic W durch die Einrichtung des Zentral-Kirchenfonds über, bic Em- H fünfte der Psarrbesoldungsgebühr nicht mehr selbst verfügen kön ■ nen und nun — trotzdem diese Einkünfte sehr hoch seien — ge- ■ üDungcn seien, eine ganze Reihe von Ausgaben für die 2öe» ■ jßlbungen ber Geistlichen zu machen. Er wenbet sich bann noch U gegen die Beteiligung der Geistlichen an ber Politik, bie nickst I dazu angetan fei, bic Autorität der Kirche zu stärken. Tie Art Wund Weise, wie der 9lbg. Kvrell-Jngelheim hier von der Land | Wirtschaft gesprochen habe, habe sich vorteilhaft unterschieden von H feinen Ausführungen im vorigen Jahr. Der Redner spricht sich ■ bann über bic Wanblung bes Freisinns m Bezug auf den I Schutzzoll aus. Er bespricht dann die Wirkungen der Futter I niitteizolle, bie nicht an ben hohen Fleiscypreisen schuld Wien, ff Deshalb verstehe er nickst, wie der Fremnn für eine Aushebung ' Ufer Zölle rintreten könne. Er tritt für wettere Zmchuße , i*itcn5 der Regierung an die Landwirt! chaftskammer ein, da er=- Übliche Mittel für Meliorationen, Viehzucht ufto. benötigt wer- Die Lanbwirtsch.rftskammer kann nut ben ictzigen Mitteln nicht mehr auskommen. Er tritt, dann Wr das landwirt- s ha f t li che Institut in G i esten ein .Zum «chln^ stimmte den Ausführungen des Geheimrats Sü fert von gciteni1 gu Nach einer Pause nimmt zur Geschäftsordnung das Wort Abo Lutz (Bbd ', der beantragt, bie Vomuttagsntzungen KZ 4 Uhr auszudehnen, und dafür die NackMittagsfitzungen aus- Adg. Dr. Fulda (Soz.). Der Geburtenrückgang ist nicht ;wi uut yuiKicu »u uiqui allein eine Folge des steigenden Wohllebens. Der Staat muß Sm freue mich über die klare Stellung wch weiter Steuerermäßigungen für kinderreiche Familien ein- ...... treten lassen. Der Abg. Osann hat auch die Frage ber Nicht-; Bestätigung angeschnitten. Er tat dies in einer erfreulich ruhigen Brise. Er hat sich auf bie Verfassung berufen. Er sagte, wir (hinten keine Bestätigung fordern. Bei den Abgeordneten han- twlt es sich aber nicht um Staatsämter. Hier Istindelt cs sich um Stellungen, bei denen bie Regierung nicht das Recht der Er- mntnung, sondern nur das Reckst ber Bestätigung hat. Es ist Ms mit Unrecht von Dr. Osann der Vorwurf gemacht worben, daß wir uns zu berartigen Aemtern brängen. Der Rcbner ver- Bertholb >Soz.'^ beschwert sich über die Konkur- Gefängiiissc und der Anstalten für Verwahrloste, ins- uuuv«. ber St. Joicphs-Anstalt in Mein-Zimmern. Abg Helmolt lBbd.^ spricht gegen bie Ansicht bes Aby. daß Dcntschlanb sich nicht selbst erhalten könne. Die der Grenzen würde das Gegenteil bewirken, was beabsichtigt ist. Industrie und Landwirtschaft sind gleichberechtigte Faktoren. Wir sind kein Jndusttiestaat. An der Teuerung sind vorzugsweise bie Zwischenhändler schuld. Abg Gauck lBbd.) tritt für die landwirtschaftlichen Genossenschaften ein, bemängelt aber die Kassenverhältniss^ Abg K 0 rell - Ingelheim (Fortschr. Vp.): Für bic Frage ber Beteiligung des Geistlichen an ber Politik ist nur ber Geistliche selbst zustänbig, bann bic Verfassung und Kirchenverfassung. Die Bemerkungen bes Abg. Eißnert sind falsch interpretiert worden. Die Sozialdemokratie hat selbst Geistliche in" ihren Reihen. Ter Redner erkennt bas Entgegenkommen ber Regierung in bezug auf Revision bes Gesetzes von 1875 an. Der Rebncr verwahrt sich bagegen, baß seine Stellung zum Schutzzoll parteivolitiich ausgenutzt wirb. Die Landwirtschaft braucht die Mithilfe aller ____ Parteien. Der Redner beschäftigt sich bann mit ber Mitten | DriirkArPi Srhulstr. 7 (Stellung des Abg. Osann unb geht hieraus zum Zentrum über, Brühl SCh© UHIVCrSItatS UfUCKerei, ounuio < iternus •terei » -nkiurter W 337____—^il W1 11 «iumcnko^,> | ÄJ WS piscb*11Ze :: MaPM -S M*. fillen ju lassen. üon Hombergk Emtmt auf bie Ausführungen Korells zu sprechen. , Tas Staats Aktz geht über bas Kirchengesetz. Die Regierung ist aber bereit, ©ner Aenberung des Um'.agegeietzes Naher zutret en. Ich Äenne an, daß ftch lycutc der Abg Fulda in ruljwen Qabnen Sgt hat. Er hat der Regierung Venaiiungsvcrletzung W r °ls Krersrat begonnen Behörde kommen, c?” femnrne trifft baß wiche Fälle sich nicht ereignen, Senn btejc ^110^ 1-^ .^.^ ^Zas bie Hofbibliotliek an «W hw Ä inieiiniiftitor Z>,st°nd. Wir erftreben Jaen Neubau, fobalb bie Mittel es erlauben, m be.n auch das Wuab'nre fänbe t>ie Saltunn ber Regierung M b^&^^ÄoÄin orfen' ”ad,'Äe T »6?n H = ta mit ber Stellung Seä Wg. ®orell«3ngel|erm^ jut 9tgrarfrage^ SSie 'M ftch aber » ^°°^^°der aus 3u- T rege amten Abgen r b n.lenh r (3 ort Äl' Tie" Mwesenhrit ber Jtont M^mer^erson MrS^. '"seiS Ö legende Stellung geändert ®ore[( seine Stellung in denken? Wie vereint denn ber W Äoreu leine um ©ckMtzzoll mit seiner Gegnerschaft zu - aeifttacr Hoch- Bei der Sozialdemokratie.tommt 0 oft eingefttig^r .vow -iÄ zum Ausdruck. Sic allein^glaubt^die .u vLstehen. Auch wir haben Verftandnw für dn .irbnr^eue. Dir können nur wünschen, baß es allen gu g1 , '^irOeitcn ■ einige Sozialdemokraten beschäftigt sich >mt V^"wt 2,msck'nrusc unb -chreiben, anbere lesen. Sie machen kem rlei Zlmft^n^sZ -chten überhaupt nickst auf bic Ausfuhru g ation§tätigfeit J Abg. Winkler wendet sich dann gegen die ^"anvnsru g ber Sozialdenwkratie unb ihre Tendenz. Was die Bestätigung^ — Büdingen, 2-1. ,\ebr. Lchöi'engerichtSsihung. Ter Handelsiuann S. H. von Düdelsheim nahm seinen lechis- giiltig eingelegten Einspruch geaen einen amtsrichterlichen Straf’ oeiebl wegen Uebertielnng i>es Viehsenchen--(tze!eßes zn-ück. — Der Dienüknecht Wg. D. von ^ieichelsbeim i. Odenw.. zu-zett im Ine- figen 'Diatbilbenholvital, wurde wegen Sadibeirtmbignng zu 10 Mk< ober 3 Tage e’änqnis verurteilt: wegen Hausirieden-druchS er- wlgte Frciiprechling. - Der Öändler Ö. W. von Hatnchen wurde wegen vollendeten Betruges in zivei AÖtlen zu je 15 Bit. ober je 5 Tagen Ee'ängnis und wegen versuchten ' etruges in einem Ralle z„ 16 Mk. oder 3 Tage Geiängnis verurteilt. — Die ?. E. Ehe- trau von Vonbausen hatte ihren Einsvrueh gegen einen amtsrichter- (ich en Strafbefehl wegen Uebertrctimg der Gemeinde-Backordnung zuruckgenoinmen. Vermischte». * Diebstähle in den französischen Flugplätzen. Infolge einer Strafanzeige des Leiters des Militärflugwesens General Hirschauer wurden in V e r - saillcs zwei Arbeitet, eine Frau, sowie zwei Sappeure verhaftet, die beschuldigt sind, im Flugpark von Versailles zahlreiche Gegenstände, insbesondere Barometer, Kompasse und Maschinenbestandteile gestohlen zu haben. Die meisten Gegenstände wurden bei Hehlern in Versailles vorgefunden. Infolge der Strafanzeige nmrde festgestellt, daß auch in zahlreichen anderen Flugparks, so in Epinal, Orleans und Bordeaux beträchtliche Diebstähle veriibt worden sind. In Epinal wurde ein Mechaniker verhaftet, der an den im Militärflugpark vorgekommenen Diebstählen beteiligt sein soll. Meteorologische veobachtungen ver Station Sietze». Temperatur der Lust 11 V* D---- Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke U E B E-5 SN-S'«' isj 26. 2W|| 45.9 4-70 40 53 SB 1 0 Sonnenschein 26. 9 "fc, 44,8 4 09 37 76 SSE 2 10 27. 7H' 42,7 1! 4- 0,3 4,0 86 S 2 9 Geheime Hofrat » Nachruf. Giessen, den 26. Februar 1913. 3V< Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus- Beerdigung Samstag nachmittag Von Kondolenzbesuchen bittet man abzusehen. D”/, Giessen, am 27. Februar 1913. Statt besonderer Anzeige. Herr Georg Schuchard sen Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Schuchard. Giessen, 26. Februar 1913. Die Beerdigung findet am Freitag nachmittag 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. D"/, Nachruf. Gestern abend verschied unser hochverehrter Chef Das Personal der Firma W. & G. Schuchard. Giessen, den 27. Februar 1913. D-/| gestrri Wr 8krri)j auf bei Margarete Biermer geb. Soetbeer Susi Biermer Wera Biermer. N Heute nachmittag entschlief sanft nach kurzer Krankheit unerwartet mein geliebter Mann, unser geliebter Vater, der Infolge eines Schlaganfalles verschied unerwartet unser lieber Bruder, Schwager und Onkel JJnitu drantit »VouiiIIiiq WS 3tm, April l!i| Lichc Hier unter 9 H M; -L: -.Miükk der Neuzeit tlefn. t'idi L Avril zu 1 Plock Gestern abend verschied unser ausserordentliches Mitglied Herr Georg Sclmehard sen. Wir betrauern in dem Heimgegangenen einen treuen Förderer unserer Bestrebungen, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. VsrliaDd reiseodsr Kaufleute Deutschlands Sektion Giessen. Professor Dr. Magnus Biermer im 52. Lebensjahre. S-'Wnti 8^ I tiSs IrvlUlgkllichkr Arbkltkrvkrm. Mittwoch abend starb unerwartet unser Dorstandsmitglied Herr Schuchard. Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags 4 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. v"/, Wir bitten um recht zahlreiche Beteiligung. Ter Dorstand. ■ der erher Mr. virfjt itiMffnrtr «Avril zu Wei, 4 Mn. 5 -Ud tiiyuuönt Dj _ fdiniattto I &UtQRC I "«rr. ^d Herr Georg Schuchard senior Wir betrauern m dem Entschlafenen einen Mann von seltenen Charaktereigenschaften und grosser Herzensgut reichen Erfahrungen und Kenntnisse, sowie seine aussergewöhnliche Tatkraft, verbunden mit strengem Gerechtigkeitssinn, werden den Entschlafenen bei uns in dauerndem Andenken erhalten. Seme Herr Geheimer Hofrat Giessen, den 27. Februar 1913. Gießen, den 27. Februar 1913. v'7: 1380 Rodheim a. d. Bieber, den 26. Februar 1913. schmerzliche Mitteilung, daß u. Älieestrave 22a. [01502 01463 Aushilfe gesucht. Vismarckitraffe 46 II. B,3/2 K. 79/12 119^8 flcönlt. S-chrtNt. rtngev. um. 11268 01506 an den Ofteg. An;, erb. Zeichner Israel. Junge sArbeiten, kann die Metzgerei erlernen Handschrift bei Moritz Matz, Metzger- K 3/13 B*/, (1222 verrichten hat. 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FS., von vormittags 9*/< Ubr ab, kommen im „Bahnhosshotel" am Bahnhof Braunfels zum Verkaufe: aus den Waldungen der Gemeinden Braunfels, Leun und Diesenbach, sowie aus den Fürstlich Solms'schen Forstrevieren Braunfels und Hciüerberg: 405 ivfnn. Eichen-Stammholz, 15 Rmtr. Eichen-Werkbolz, 27 Rmtr. Eicken-Kllferholz. DaS Holz aus den Gemeindewaldungen wird zuerst ausgeboten. Nähere Auskunft erteilen die Gemeindevorsteher der betreffenden Gemeinden, die Gemeindeförster zu Braunfels, Tiescnbach, Stockhausen und die Fürstlichen Förster Samec Braunfels und Bcnder-Heislerberg. Holzlisten find kostenfrei von den genannten Beamten zu beziehen. Braunfels, den 25. Februar 1913. Der Bürgermeister. Dn/3 Weber. Nutzholz-Verkauf. DienStag. den 4. März, von morgens 9*'3 Ubr an, konunt im Bellnbäuier Äntcrcsfcntcnwald nachverzcich- neleS Nutzholz zur Versteigerung: 1. 120 Dicken Abschnitte --- 45^9 Fstm. 2. 7 Buchen „ = 6,00 „ 3. 256 Fichten-Derbst. 1., 2., 3. Kl. = 19,28 „ Zusammenkunft in im Schlag GeicrSbcrg. Bellnhausen, den 25. Februar 1913. Der Waldvorstand. Löwe.D«/, 44.' • uiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiniii E E -- ■ - * * . .. . ......... ~i m 1111111111111 iii.iiiiiiiiunuiiiiHiiHMin 1 uiiiiiiiimiimiiul Cleverstolz Margarine. Arbeitsvergehung. Auf Grund der Ministerialerlasse vvm 16. Juni 1893, vom 24. Februar 1911, der Verordnung vom 15. Februar 1912 und mit Genehmigung des Gemeinderats und Kirchenvorstands der Stadt Alsfeld werden folgende Arbeiten bczw. Lieferungen für die Walpurgiskirche zu Alsfeld öffentlich ausgeschrieben. 400 m Bänke. 340 qm Kiefernfußboden. 200 m Eichenkranzschwellen. 100 qm glatte horizontale Wandverbrette cungen. 4 Windfänge, Heizkörpervorstcller mit Holz- gittern, Geländer für 2 Emporentreppcn, Herstellungen der Gestühlc, Brüstungen und Fußböden auf den Emporen und anderes. Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten (AmtsgerichtSneubau- burcau) Gießen, Ost-Anlage 9, sowie Freitag, den 28. Februar d. Js. in Alsfeld (Rathaus) offen. Angcbotsformulare (keine Zeichnungen) werden hier und am 28. Februar in Alsfeld nur vormittags von 10 bis 12 Uhr gegen Erstattung der Herstellungskosten und Portoauslagen abgegeben. Die Offerten sind geschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an Unterzeichneten bis zum Eröffnungstcrmin, SamStag, den 15. März d. I., 11 Uhr vormittags, portofrei cinzusenden. ZuschlagSsrist 4 Wochen. Gießen, den 25. Februar 1913. Staatliche Bauleitung. Kuhlmann. D9»/, llllllIHHIVHIHHIIlIHHIHHinnillllll IIHHIIJ l 3 M MW A Reiche Auswahl in =Gesangbüchern ff GcschenKartiKeln nnd l [iteratur zur Konfirmation CD OD •fH Haring, 19 »cilocnitocf, 3 Cbcte «anr beim und 1» Romberg. Kiefern: 67 Stanime 3. uw 4. Kl. mit 23,87 Fstm., 144 Rin. Nutzholz, 2 Mtr. Ian*. 120 Rm. Knüvvel. 496 Rm. Reiser. Distrikt Grob Eickelitiick und 2 Untere lOän-bei^ Eicken: 6«>o Rm. Reiser. Micicrn: 880 Rm. Reiser. iMe« zu Bohnenstangen geeignet.» ä , Totalität. Distrikt 1, 4, 5, 2, 16, 16, 10 und 1- ' Eicken: 15 Stämme 2. und 3. ML mit 16,14 Fstm., 13 Rv- ' Nutzholz <2 und 4 Mtr. lang', 19 Rm. Sckeit u. Knum«* 57 Rm. Reiser. Bucken: 2 Stämme 3. KL mit 2,® 10 Rm. Sckeit nnd KnüvveL 3>' Rni. Reiser. Ficktr- \ 57 Stämme 3. und 4. ML mit 13,83 JVitm., 108 Stonflr* 1„ 2. u. 3. KL, 30 Rm. Reiser. Kiefern: 7 Rm. Knüvvel Von den Eichenstämmen ist die Hälfte etwa Schreine und Glaserholz: Durckmesfer bis 82 ZtM. Krofdorf, den Li. Februar 1913. r, __________________Ter Bürgermeister. £JJ Die irrtümlich für Freitag, den 28. Äärz angezeig» Versteigerung stndet . bereits nm 28. Februar statt Freibcrrlicke LberlSrsterei Rabenau. WriU Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. B wurde heu« bezüglich der Spar- und Borschuß-Aktiengcsellscho^ ru Großen Buseck eingetragen: Das StammkaptlL ist um 24000 Mark auf 28800 Mark durch Beschüß der Generalversammlung vom 26. April 19 W erhöht worden. B " Gießen den 25. Februar 1913. Großherzoglichos Amtsgericht. Hl-hri"' *120. § £ie TÜ Sizepra j5 Minuten Auf Ar .et,.), der el $ert, mil jitt* 8uf de sann (5‘a 6eiebc.n stsn-ndet einer durch ttilS vor »< fon hervo eine reichs vorden. - in seiner schwerst Serben tre Siebenen ander gan^ f'=* «amm R' hnn nur dieSachvc: Seim Bau Ünlenntnil Kalten! schlietzlich steht cö in Weise auf Schutz schreibun,! Beson schlag imr Ter Beau Bewerben quenzen. einzuführ Alsa nicht lai Etädtl m i s s i 0 als vielt die <öi zur Son Reichssu ein solcl big. W sionv werden o5cS bei Tamil h tii e ((lveisall.' legrünb von (bi gebende werbest «en fü, Leistun werden, zirk d treiben! Bern treten, glicder möglichs Ter Re zuviel die Re wurde. . Cs ton Wo kommt. Sehen, llnternei bieten. 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