•Oft. Gieszener Sta-tthcater Ter G'winenswurm von Ludwig Anzengruber. Berlin, 27. Olt. Nach dem in der heutigen Plenarsitzung des Bundesrates der Vertreter der herzoglich brauschweig- lüneburgischen Regierung, Staatsminister Hartwig, unter Vorlegung der Verzichturkunde davon Mitteilung gemacht, das; Se. Königl. Hoheit derHerzogvonCnmbcrlandausden Thron Braunschweigs verzichtet habe, beschloß der Bundesrat einstimmig, dem Antrag Preußens wegen der Thronfolge in Braunschweig z u z u st i m m e n. Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Ter Antrag Preußens zur braunschweigischen Thronfolge, der heute vom Bundesrat einstimmig angenommen worden ist, lautet wie folgt: Berlin 26. Okt. Tic königlichvreußische Regierung hat durch einen Antrag vom 18. Mai 1885 die Aufmerksamkeit des Bundc^rars daraus gelenkt, daß zwischen Preußen und Braunschweig M i ß h e l l i g k e i t c n voraussichtlich entstehen wurden. Braunschweig und die Entscheidung des Bundesrats. Der Bundesrat hat gestern die Entscheidung in Sachen der braunschweigischen Thronfolgefrage gesalbt, eine Entscheidung, von der man i'aum noch sagen kann, daß sie mit Spannung erwartet wurde, da es längst feststand, in welchem Sinne sic fallen werde. In der Tat hat, wie nicht anders zu erwarten war, der Bundesrat einstimmig dem von preußischer Seite eingebrachten Antrag zugestimmt, wonach der Bundesratsbeschluß vom 28. Februar 1907 aufzuhebcn sei. Der Bundesrat hat nach den nachstehenden Meldungen für seinen Beschluß keine anderen Grundlagen gehabt, als die bisher bekannten. Der Herzog von Cumberland hat lediglich auf den Thron Braunschweigs verzichtet, und ein anderer Verzicht ist ja bekanntlich von ihm nicht erwartet worden. PrinzErn st August hat nicht, wie es von einem großen Teil der öffentlichen Meinung erwartet und verlangt worden war, seine Erklärung dahin erweitert, daß er ausdrücklich auf etwaige hannoversche Ansprüche verzichte. Ter Bundesrat hat sich indessen auf den Stand- punkt gestellt, daß dieser Verzicht schon in seinen bisherigen Erklärungen enthalten sei, und es dürste von Seiten der Regierung weiter geltend gemacht werden, daß der Prinz als verzog von Braunschweig den Eid auf die Verfassung des deutschen Reiches leisten wird, in deren Einleitung es heißt, daß die deutschen Fürsten „einen ewigen Bund schließen zum Schutze des Bundesgebiets und des innerhalb desselben gültigen Rechtes". In der Tat ist nun auch von keiner Seite irgend ein Zweifel in die Aufrichtigkeit der.Erklärungen des Prinzen gesetzt worden, -ebensowenig wN der Gedanke in Frage kommt, daß von den Nachkommen der deutschen Kaisertochter dem deutschen Reiche Schaden zugedacht werden könnte, und auch sonst bürgt die Throns-olgeordnung dafür, daß auf dem braunschweigischen Throne nur deutsche Fürsten sitzen werden. Wenn Bedenken geltend gemacht wurden, so fußten sie darauf, daß die Erlassung des ausdrücklichen Verzichtes auf die hannoverschen Ansprüche die Welsenpartei, die ihre Hoffnungen nicht zu begraben gewillt ist, zu neuer Agitation ermutigen könnte. Der Bundesrat hat den preußischen Standpunkt sich zu eigen gemacht, der diesen Fall für „ausgeschlossen" erklärt, und sicherlich werden alle Deutschgesinnten in dem Wunsche einig sein, daß diese Auffassung sich als die richtige erweisen möge. Wie man jci überhaupt, nachdem jetzt eine vollzogene Tatsache vorliegt, nur der Hoffnung Ausdruck geben kann, daß die aus aufrichtig nationalem Empfinden entsprungenen Besorgnisse sich als unbegründet erweisen und die Thronbesteigung des Prinzen Ernst August dem Lande Braunschweig toie dem deutschen Reiche zum Segen gereichen möge. wenn Seine Königliche Hoheit oer Herzog von Cumberland Herzog von Braunschweig würde. Der Herzog von Cumberland habe sich dem Protest seines Herrn Vaters, des Königs Georg, gegen den durch die Reichsverfassuna gewälnlcisteten preußischen Besitz der Provinz Hannover angeschlossen und befinde sich gleich diesem in ideellem Kriegszustand gegen Preußen. Seine Thronbesteigung würde deshalb die unvermeidliche Iolge haben, daß sich- in Braunschweig unter der staatlichen Autorität eines der Teilhaber an der Souveränität der Bundesgewalt ein Stütz punkt für verfassungswidrige B e st r c b u n g e n, bilden würde, deren Spitze gegen die Integrität des preußischen Staates gerichtet wäre. Die engere Sicherheit des Reiches würde dadurch gefährdet. „ Der Bundesrat l>at daraus am 2. Juli 188a (Paragraph 42*- der Protokolle! beschlossen: Die Ueberzeugung der verbündeten Regierung dahin auszusprechcn, daß die Regierung des Herzogs von Cumberland in Braunschweig, da derselbe sich in einem ocm verfassungsmäßig gewährleisteten Frieden unter den Bundcsgl.c- dern widerstreitenden Verhältnis zu dem Bundesstaat Preußen befindet, und im Hinblick auf die von ifom geltend gemachten^ln- sprüchc aus die Gebietsteile dieses Bundesstaates mit den Grundprinzipien der Bundcsverträge und der Reichsvcrfassung nicht vereinbar sei. ~ . - Im Jahre 1907 hat Braunschweig anläßlich des Todes seines ersten Regenten auf Grund des Regentschastsgesetzes vom 16. Februar 1879 durch seine K. Hoh. den Prinzen Albrecht von Preußen beim Bundesrat eine Nachprüfung der letzteren angeregt- (Nr. 8 und 38 der Drucksachen), nachdem der Herzog von Cumberland am 2. Oktober 1906 erklärt hatte, daß er mit seinem ältesten^Sohnc, dem Prinzen Georg Wilhelm, zu Gunsten seines jüngsten Sohnes, des Prinzen Ernst August, auf den braunschweigischen Thron verzichten werde, sobald die Gewißheit bestehe, daß der Regierungs- Übernahme seines jüngsten Sohnes keine Hindernisse entgcgen- stehen. Die herzoglich braunschweigische Regierung hat hierbei betont, daß, wenn durch diese Erklärung die Sach- und Rechtsfolge, die zu dem Beschlüsse des Bundesrats vom 2. Juli 188a geführt und in ihm Ausdruck gefunden habe, verändert sei, und daß falls die Organe des ^Herzogtums ihre Beschlüsse lediglich von rern braunschweigischen Gesichtspunkten aus zu fassen Hutten, der Ueber- nahme der Regierung durch den Prinzen Ernst August nichts mehr im Wege stehen würde. Der Bundesrat hat aber eine entscheidende Aenderung der Sach-- und Rechtslage nicht anerkennen können und demgemäß am 28. Februar 1907 (§ 153 der Protokolle) den durch den Beschluß vom 2. Juli 1885 geschaffenen Rechts- Ansprüche auf Gebietsteile Preußens glaubt verfechten zu müssen, eine mit dem inneren Frieden und der Sicherung des Reiches unverträgliche Unterstützung ihrer Bestrebungen erfahren wurde. Die königlich preußische Regierung ist daher der Ueberzeugung, daß die Voraussetzungen, auf denen die Beschlüsse des Bundesrates beruhen, ivcggesallen sind. Nachdem die lserzoglich-braunschweigische Regierung am 11. Oktober 1913 eine Nachprüfung der Angelegenheit angeregt hat, erachtete die preußische Regierung, die zu dem Beschluß des Bundesrats vom 2. Juli 1885 die Veranlassung ccgel.cn' hat, es für ihre Pflicht, den Bundesrat von dieser ihrer Ueberzeugung in Kenntnis zu setzen und den Antrag zu stellen: Der Bundesrat wolle beschlies-en: 1. dre Ueberzeugung der verbündeten Regierungen dahrn auszusprechen, daß die Regierung Sr. Kgl. Hoheit des Prinzen Ernst August, Herzogs von Braunschweia und Lüneburg i" Braunschweig im Hinblick aus die inzwischen cingetrstenen Veränderungen der Sach und Rechtslage mit den Grundprinzipien der Bundesvertragc und der Reichsverssassung vereinbar sein würde: 2. die braunschweigische Landesregierung hiervon zu verständigen, v. Beth- mann-Hollweg. , . Eine außerordentliche Landesversammlnng in Braunschweig. Braunschweig, 27. Okt. Irr der außerordent- lichenLandesversammlunggob der Minister Rad- f au eine Depesche des Staatsministers H a r t w i c g , des Bevollmächtigten zum Bundesrat aus Berlin bekannt, in her der Bundesratsbeschluß bekannt gegeben wird. Minister zustand aufrecht erhalten. Seit dieser Zeit sind durch eine Kette von Ereignissen die Beziehungen des braunschweigisch-lüneburgisck)en Hauses zu Preutzen und seinem Königshause derart verändert worden, das; eine er* neute Nachprüfung der Angelegenheit geboten erscheint. Nachdem der Prinz Georg Wilhelm am 20., Mar 1912 gestorben ist, kommt als H-erzog von Braunschweig, sobald Sc. Kgl. Hoh. der Herzog von Cumberland den im Jahre 1906 und jetzt erneut in Aussicht gestellten Verzicht auf den braunschweigischen Thron aus- gcsprochen haben wird, lediglich Se. Kgl. Hoh. Prinz Ernst August in Betracht. Durch die Vermählung des Prinzen mit Ihrer König!. Hoheit der Prinzessin Viktoria Luise und zwisck)en dem preußischen Königshause und dem herzoglich!) rau w- schweigisch-lüneburgischen Hause enge Familienbeziebungen geschaffen worden. Seine König!. Hoheit hat außerdem mit Zustimmung seines Herrn Vaters seine Anstellung als O N i- zier im königlich preußischen Heere nachgesucht und Sr. Maj dem Kaiser und König Treue und Gehorsam eidlich gelobt Er erblickt in diesem Eid, wie er dem unterzeichneten Reichskanzler und königlich preußischen Ministerpräsidenten gegenüber schriftlich erklärt hat, zugleich das Versprechen, daß er nichts tun und nichts unterstützen werde, was darauf gerichtet sei, den beteiligen Besitzstand Preußens zu verändern. An dieses Ver sprechen erachte er sich für immer g c b n n d e n ,^da es eine Verpflichtung enthalte, die sich für einen deutschen Fürsten von selbst ergeben. Unter diesen Umständen kann nicht mehr behauptet werden, daß Se. Kgl. Hoh. der Herzog von Cumberland und jein Sohn sich zu dem Bundesstaat Preußen in einem Verhältnis befinden, das den reichsverfassungsmäß'.g gewährleisteten Frieden unter den Bnndesgtiedern widerstreitet. Hiernach ist cs aber auch ausgeschlossen, daß durch die U el er nähme der Regierung Braunschweigs durch den Prinzen . Ernst August die Welfenpartei, die trotz aller dieser Ereignisse noch immer für das Haus des Herzogs von Cumberland würde an dieser Stelle zu weit führen: nur der Kern der Untersuchungen sei kurz berührt. Man hatte sestgesckllt, dap mit S?Ufe auch der feinsten optischen Instrumente keine Ablenkung oder Zer/ heuung der X-Strahlen hervorgerufen werden konnte Als diese Künstliche" Optik versagte, griff man zur „natürlichen und unterwarf die Strahlen der Prüfung durch die Kristalle der Mineralsalze (Steinsalz, Kuvierslittat usw.), unter gleichzeitiger Zuhilfenahme der photographischen Platte. Tie Experimente ergaben die „immaterielle Lichtnatnr" der X-Slrahlen, die übrigens mit staunenerregender Geschwindigkeit den Raum durcheilen. Bahrend das rote Licht des Spekkrums viermillionenmal im milliar- dcsten Teil einer Sekunde schwingt, die ultravioletten Strahlen etwa dreißigmillionenmal im gleichen Zeitraum, sind die X- strahlen noch zehntausendmal rapider und schwingen 300 nulliarbenmal im milliardesten Bruchteil der Sekunde — eine Geschwindigkeit/ bei der uns, trotz der Gewöhnung an unerhörte Auto und Aeroplanrekorde der jüngsten Zeiten, ein wenig schwindlig im «oeje werden könnte. Was die Länge einer einzelnen X-Ltrahlenwelle angeht, so ergaben die Berechnungen, daß sie nickt.mehr ali ein Hundertmillionstel-Millimeter beträgt. Das.ist selbst im der Strahlen" recht wenig, wenn man bedenkt, bap, z. B. bte sogenannten Hertzschen Wellen etwa zwei Millimeter und die Wellen des roten Lichtes immerhin noch sechs Zehntaus end,tel- Millimeter lang sind. In der Klassifikation, die die Gelehrten über sämtliche bisher bekannten hellen und dunklen Strahlen cm* gerichtet haben, figuriren die X-Strahlen in der achtzehnten Oktave „über" den Wellen des gewöhnlichen sichtbaren Lichtes und begrenzen damit nach „oben" die Region des Bekannten. Vielleicht wird man in dem bisher unerforschten Gebiet senscits der ack^ zehnten Oktave eines Tages weitere noch schnellere und noch kleinere Wellen entdecken, veritable neue „X"-^trahlen, b I lolcge, bereu inneres Wesen uns vorerst geheimnisvoll bleibt b's dann eines Tages die rastlos arbeitende Wissenschast auch ihr Tunke! in Licht verwandelt. — Das „Deutsche Theater-Adreßb>lch" das der Deutsche Bühnenoerein im Berlage Oester Held Co., Berlin W. 15 zum dritten Male herausgibl, ist pünktlich er- schchnen Es ist wieder em stattlicher Band von nahezu 1200 Ser- Si Umfang, der alles für den Bühnenangehorigen u^st-heackr- fachmann irgendwie in Betracht Kommende enthält.. Leckend war Radkau fuhr fort: Tie Erwartung dieses hochbedeutsamen Entschlusses veranlaßte die Einberufung dieses außerordentlichen Landtages. Ersüllt von hoher Freude und tiefbewegt stehen wir somit nach 26jat)rigei Wirksamkeit des Regentschastsgesetzes unmittelbar vor der sthrow besteigung des Prinzen Ernst August. Es muh dein leckenden Minister' Vorbehalten bleiben, in der nächsten Sitzung die einschlägigen Vorgänge, so weit solches zurzeit möglich ist, darzulegen und zu würdigen. Schon heute ist aber hervorziiheben, daß die Landesregierung in formeller und sachlicher Ucbcrcmttimmung mit dem Standpunkte Sr. Kgl. Hoheit es für angezeigt erachtet, die Regelung der l a n d e s f Ü r st l i ch c n Rente tu Vvhe der jetzigen Bezüge des erlauchten Regenten, durch die dem Ausschüsse der Landesversammlung bereits zugegangene Vorlage noch vor dem Regierungsantritt Sr. Kgl. Hoheit herbeizuführen. — eitere sachliche Vorlagen kommen für die Zeit bis zum Regierungswechsel voraussichtlich nicht in Betracht. Für die Zeit nach dem Regierungswechsel muß alles Weitere naturgemäß Vorbehalten bleiben. Hiernach erkläre ich dem höchsten Befehle gemäß den außer- vrdcntlicheit Landtag für eröffnet. Nach der Vereidigung der neugewahlten Mitglieder lretz der Alterspräsident Lambrecht die Wahl der für den ersten Präsidenten in Vorschlag kommenden Abgeordneten vornehmen. Wahrend der Pause wurde die Liste der Gewählten dem Herzogregenten zur Bestätigung vorgelegt, der den an erster Stelle vorgeschlagenen Abgeordneten Krueger- Wvlsenbüttel als ersten Präsidenten bestätigte. Der Einzug des Herzogpaares. Wie die amtlichen Braunschweigischen Anzeigen berichten, findet der Einzug des H er z 0 g s p a a r es tu Braun,chwetg am 3. November statt. Ter Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen", diese Empfindung hat wohl mancher angesichts der Mitteilung, daß dem Regenten, Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, der am 31. Cttobcr Braunschweig verläßt, als Dank für seine Wirksamkeit ein — Ehrengeschenk überreicht, werden soll. Sonst nichts? Einen ehrenvollen und ihn würdigenden „Nachriif" hat dieser Statthalter doch sicher auch verdient. Teiin er hat sich um das Land uiid um die Platzhalterschaft auf dem Welfen- throne zweifellos verdient gemacht, lieber sechs ^ahre währte seine Regentschaft. Unter recht schwierigen Um- bänden trat er im Frühjahr 1907 sein Amt an Voran- gegangen war eine herrschertose Zeit von dreiviertel Jahren. Am 13. September 1903 hatte der frühere Regent, Prinzi Albrecht von Preußen, von einem Schlaganfall betroffen das Zeitliche qefegnet. Am 12. März 1907 beschloß bte . braunschweigische Landesversammlung, bte Wahl eures Re- Tarsteller der Truppe, spielte den scheinheiliaen Dusterer mit einer sehr seinen tearbeilung Heiner, charakteristischer Zuge und An- aewohnbeiten, so baß ein vortreffliches Btto heraus kam, nur bie qoijtiqc Wesenheit des Mannes war nicht genug betont. xv trck- ner-Lang, der auch die Spielleitung hatte, war cm recht guter Grillhofer, Antonie Lang rinc lebensfrische Horlacherltes, Pauli Giern ein fescher Wastl. Einen besonderen Ersolg errang sich Kritz Fuchs als Bauer an der kahlen Lehnten mit 1 einem Strumpilieb. Auch der Schuhplattler erfreute sich des besonderen Wohlwollens der Zuschauer. Einen tiefen Eindruck machten die musikalischen Vorträge ber Herren Hans R e i t e r, Karl H v l i und Pauli Siem, bie sich, ob des ,turmi,chen Beifalls, zu mehreren Zugaben entschließen mußten. * Das Geheimnis der X-51rah!en. Sie haben es lange zu hüten gewußt, ihr „Lebensge^eimnis", diese merkwürdigen dunklen, rätselhaften X-^trahlen ^ett achtzehn Jahren gingen ihnen die Gelehrten aller .Lander mit Hebeln und Schrauben" zu Leibe, aber erst ;ungst ist man ihnen durch bie Gntbecfungen des deutichen Phvnkers Lam, des Engländers Bragg und des französischen Gcsthrlen Maurtce dcBroglie endlich hinter die Schliche gekommen. Wahrend Lane bie Priorität ber Entdeckung für sich in Anspruch nehmen kann, haben die zur ungefähr gleichen Zeit unternommenen Verlache Braggs und Brvglies wichtige Ergänzungen zu dem gefundenen Remltat gebracht. Man kannte früher eine Menge von 'p^rfiichen Eigenschaften der X-Strahlen, aber nicht ihr eigentlickies Wesen Bon den Eigenschaften erlernen als besonders charakteristisch.: Schwärzung der photographischen Platte, Turchdrrngung fester Substanzen, Entladung elektrisch gespannter Körper, Erregung von Fluoreszenz, Heilwirkung bei Krankheiten der Gewebe. Jrn übrigen blieb die große Frage offen, ob die Röntgenstrahlen, almlich >vie die sogenannten Kathodensttahlen oder die Strahlen Alpha und Beta des Radiums, materielle Entladungen (in ungeheuer winzigen Mengen natürlich) darstellen, oder ob sie vielmehr cintad>c Ä et Herschwingungen nach Art des Lichtes sind. Tie heftigen tyepben, die sich die hervorragendsten Physiker der Gegenwart gelietert haben, dürfen nunmehr als beendigt gelten: bie X-Strahlen und als eine spezielle Art von Aetherschwingungen erkannt. Einen wissenschaftlich exakten Begriff von den schwierigen Experimenten zu geben, die zur Erlangung dieses Resultats notwendig waren. Nr. 255 Erster Blatt 165. Jahrgang Dienstag, 28. Moder 1915 ~ — -1— Bezugspreis: zl ittpiflprss ssttSKKUff 1IITUHU,ILv I 4IILILILIV-V sä ^eniiprech-Anschlüsse: Äy Xg” poUr. Teil: Aug. Goetz; MW General-AnZeiger für Gderheffen -MZ Annahme von Anzeigen V » 1 . Kurt Ben dl; für den iS« uornütmgTTii^ Rotationsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Bttch- und Steindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. Anzeigenteil: H. Beck. Gießen, 28. i=ier ÄnsfÜhrung eines unjeret Mristerwerke cinveiftanbcn erklären wollte, ^urd; tue bekannte Ari der Bauerntheater, starke Schlaglichter amzusetzen, das Kpm.'che rum drastischen zu Überhöhen, ist der Lacherwlg natürlich stets '5 fnnn aber nickst sagen, daß damit auch zugleich gesichert, man kann aoe^ Listige Gehalt eines Werkes wttd"bri ^solchen Aufführungen nicht im entferntesten er,chopst G'daukenga>ig und der ernste Untergrund bleibt tast der tteten - nd!m mi- all»hand iRegiecint.lIen aufsewW ».« vorgeführt wird. . . , Dengschen Bauerntheaters *** ScÄund Gegenrede greifen fest auch man^s Guck au^uwei, Spiel ist flott und sicher. ^eJnan^r'if?bx(1r vcriAiebene Sprechtempo bei eigenen Gedanken Sehr ttt das . { B. der Bibelsprüche, beobachtet, unb angclcicncii Zckurc Absicht — doch manche .Uunmöglich, daß ein des Lesens ungeübter Mann &”0 hurtig den sicherlich nicht, sehr leserckch Brief der alten Horlacherin herunterleiern kann. Tie %ipffnt war an sich reckst gut, wenn auch nur bei wenigen von einer durchgeistigten schauspielerischest Leistung Sri^chen Norden kann, Ä Witt, allem Anschein nach der bedeutendste Deutscher Reich en und Namens des Kirchenvorstandes ein Bild von Vorrichtungen ist, wird vielfach als deutschen Dachdeckecmeisler bezeichnet. Beioldungsvorlage noch streng ucnciiundjeu Viaiuc juid, mim and) über die Beratung in der Fraktion zunächst nichts weiter mitgeteilt werden. Zu einer längeren Erörterung bot dann noch die durch den bekannten Antrag Dr. Schmitt angeregte Ordensfrage Veranlassung. Es wurden jedoch hierüber noch keine näheren Beschlüffe gefaßt, da man vorerst die Verhandlungen des Gesetzgebungsausschusses abwarten will, der stch am nächsten Freitag mit der Beratung des erwähnten Antrages beschäftigen wird. Man erwartet auch, daß die Regierung bei dieser Beratung weitere aufklärcnde 'Mitteilungen über ihre Stellung zu der Sache machen wird. Wer cs als einen Vorteil anjieht, wenn der Schüler in einer Schute feiner Konfession unterrichtet wird, sim- bet das platte Land günstiger gestellt als die Städte; denn auf dem Lande besuchten 1886 95ö von 1000 Schülern Schulen ihrer Konfession, 1911 931, in den Städten 884 und 911. Tie Bekenner der verschiedenen Religionen wohnen auf dem Lande meist nicht so durcheinander wie in den Städten. Neuerdings scheint, wohl infolge der inneren Wanderungen, auch aus dem Lande eine stärkere Vermischung statt gesund en zu haben, wodurch sich der Rückgang von 955 auf 931 erklären würde. Demgegenüber ist die Tatsache beachtenswert, daß sich bei den Städten eine Entwicklung in umgekehrter al» Anerkennung für die langjährige und vorzügliche Aus Übung des Lrgamstendicnstes mit einem ehrenvollen xxinb schreib« Aus Hessen. Eine Fraktionssihung der Nationalliberalen. rb. Darmstadt, 27. Okt. Die nationalliberale Fraktion der zweiten Kammer war heute im Ständehause zu einer längeren Beratung zusammcngetreten. Zu Beginn der Sitzung gedachte der Fraktionsvorsitzende, Abg.Dr. Osann, des jungst dahingeschiedeneu Mitgliedes, Abg. Dr. Heiden- reich, und widmete ihm ehrende Daukeswortc. Zur Bcra- tuug stand in erster Linie die Beamtenbesoldun gs- vorlage. Da die ganzen Ausschußberatungen über die Kirche und Schule. Die Entwicklung des preußischen Volksschnlwefens. In dem jetzt vorliegenden Bande 231 des amtlichen Quellenwerkes der „preußischen Statistik" ist der Entwicklung der öffentlichen Volksschulen in Preußen während einer Beobachtungszeit von 25 Jahren ein Abschnitt gewidmet, )cm wir folgende Angaben entnehmen: Bei dem schnellen Anwachsen der Städte, das weniger )cm Geburtenüberschuß als Wanderungen und Eingemeindungen zuzuschreiben ist, hat der Besuch der städtischen öffentlichen Volksschulen weit mehr zugenommen clls der ländlichen, von 1886 bis 1911 um 693 gegen 207 pro Mille. Trotz der hierdurch entstandenen größeren Anforderungen haben die Städte ihre Volksschulen nicht nur auf gleicher Höhe erhalten, sondern noch gehoben. Tie Zahl der Schulen hat zwar nur um 378 pro Mule zugenommen, aber sie sind größer geworden (die durchschnittliche Besucherzahl ist von 404 auf 497 gestiegen); vollends die Klassen- und Lehrer stellen zahl ist bedeutend über die Anforderungen der gewachsenen Schülerzahl hinaus vermehrt worden, die Lehrerstellenzahl um 130(3 pro Mille, die Klassenzahl um 1136 pro Mille, so daß 1911 auf einen Lehrer 49 statt 67, auf eine Klasse 51 statt 63 Schüler entfielen. Aber au.ch aus dem Lande sind die Schulver- hältnisse gebessert worden, und zwar ist die durchschnittliche Klassenbesetzung von 64 auf 51 heruntergegangen, die Schülerzahl auf einen Lehrer von 79 auf 61, d. i. um 23 Prozent gegen 27 Prozent in den Städten. Es entfielen durchschnittlich (in der folgenden Tabelle bedeutet St.: in den Städten, L..: auf dem Lande): Die Wahlen in Italien. Rom, 27. Okt. Bis 4 Uhr waren 359 Wahlergebnisse in 508 Wahlkreisen bekannt. Bis dahin waren gewählt: ,175 ministerielle Konstitutionelle, 14 Mitglieder der kon- kstitlitionetten Opposition, 38 ministerielle Radikale, ^Katholiken, 22 radikale Sozialisten, 16 reformistische Sozialisten und 11 Republikaner. 64 Stichwahlen sind nötig. Alle Minister und Untersiaatssekretäre wurden wiedergewählt. Die Wahl des Unierstaatssekretärs der Marine BergamaSco ist noch zweifelhaft. Die mciften Politiker von Bedeutung kehren in die Kammer zurück. der »Schutzengel- de» Wenn er nun auch. über .Ernste und heitere Kulturbilder auS der Südsee- sprechen. Herr Wangemann gilt als ein außerordentlich welt- erfahrener Mann; hat er doch auf seinen zahlreichen Fahrten Gelegenheit gehabt, Island, Westindien, Südamerika, Australien, die Südsee, China, Japan und Ostasrika näher kennen zu lernen. Wir werden Herr Wangemann aber nicht nur als sehr interessante Persönlichkeit, sondern auch als ausgezeichneten Redner schätzen lernen, der es meisterhaft versteht, teils mit packender Gewalt, teils mit dem feinsten Humor Ernstes und Heiteres aus seinen mannigfachen Erfahrungen zu verweben. ” Stadttheater. Wegen Erkrankungen im Personal muß die heutige Aufführung von Kleists »HerinannS- sch lacht- auSfallen, da dieses Werk das gesamte Personal erfordert. ES wird dafür, ebenfalls im Sibonne- ment, das liebenswürdige Lustspiel .Unsere Käthe- von Davis gegeben, daS von Nauheim her noch auf dem Spiel- plan steht.—Für den Sonntag abend ist statt »Majolika- eine Wiederholung von »Püppchen* bei kleinen Preisen angesetzt worden, worauf ausdrücklich hingewiesen sei, da dies ebenfalls eine Aenderung gegen den ausgegebenen Wochen» spielplan bedeutet. ** Wohnhausneubauten wurden im dritten Vierteljahr in unserer Stadt 5 gegen 7 im gleichen Zeitraum des Vorjahrs genehmigt. Im ganzen wurden 15 gegen 13 Bau gesiiche genehmigt. •• Gießener Firmen auswärts. Wir lesen in der .Deutschen Dachdeckerzeitung": Besonders ist hervorzuheben die sehr reich und übersichtlich gestaltete Ausstellung der Firma Louis Beil in Gießen. Der Aussteller, der auch gleichzeitig der Erfinder der praktischen Gerüste und Schutz- was Gestalt und Wesen anbetrifft, wenig Aehnlichkeit mit einem Engel hat, so besitzen aber seine Gerüste und sonstigen Schutzvorrichtungen alle die guten Eigenschaften, die Schutzvorrichtungen besitzen sollen. Sie bieten vmlständige Sicherheit und genügen Den gestellten Ansprüchen. Nach weiteren lobenden Ausführungen drückt dann die angegebene Zeitung den Wunsch aus, daß die Preisrichter den Beilschen Schutzvorrichtungen die verdiente Anerkennung zuerkennen werden. Das ist geschehen. Herr Beil hat die silberne Medaille erhalten, sowie Anteil an der den Gewerkschaften für die Ausstellung der Hängeböcke zuerkannten goldenen Medaille. ** Diebstahl. Aus einem Laden in der Kaiser-Alle« wurden in verflossener Nacht eine Anzahl Bierkrüge, Gläser u. a. gestohlen, die teilweise mit Namen versehen waren. ** Unterschlagen. Am 5. ds. Mts. entlieh ein Unbekannter, der sich Heinrich Weller nannte, in einer hiesigen Fahrradhandlung ein Dürkopp-Fahrrad Marke 100 und verschwand damit. ** Zusammenstoß. Gestern nachmittag stießen am Selterstor ein Fuhrwerk und ein Automobil zusammen. Personen wurden nicht verletzt, beide Fahrzeuge aber beschädigt. Landkreis Gießen. — Hausen, 27. Okt. Am 1. November tritt der erste L c h r e r unserer Gemeinde, Herr N i e o l a u s, in den wohlverdienten Ruhestand, nach nahezu 50jährigcr, treugelristeter Dienstzeit, von der die letzten 30 Jahre aus unsere Gemeinde entfallen. Welche Liebe, Verehrung und Dankbarkeit ihm hier entgegengebracht wurde, zeigten vor allem die verschiedene»» Abschiedsfeiern, die in den letzten Tagen für ihn veranstaltet wurden. Am Samstag abend brachten ihm seine Schüler, die beiden Gesangvereine, der Krieger- und bec Turnverein und fast alle übrigen Einwohner mit Nriisik einen prachtvollen Lampionzua, und freundliche Worte der Anerkennung und des Abschieds sagten ihm da der Orts« geistliche, der Bürgermeister, der einen Ruhesessel von der Gemeinde überreichte, die Vertreter der Vereine, und den Scheidegruß und ein Hoch aus ihn brachte fein Anttskvllege Zöller aus, worauf der Scheidende dankte und die Versammelten zu einer kleinen Nachfeier einlud. Sonntag, den 26. ds., war nach dem Gottesdienst eine stimmungsvolle Abschiedsfeier in der geschmückten, überfüllten Kirche, wo der Geistliche dem scheidenden Lehrer und Organisten im Auftrag des Großh. Lberkonsistoriums ein Neues Testament Banzer: „Das h Abendmahl in der Torfkirche" als Erinnerung überreichen durfte. — A»n Abend gab dann ein Famklienabend des hiesigen evangelischen Bundes der Gemeinde Gelegenheit, mit ihrem seitherigen, treuen Lehrer necii einige gemütliche Abschiedsstunden zu verbringen. Hier wurden denn auch von den Schükern der beiden ülassen verschiedene kleinere Geschenke und Andenken überreicht, »vas den Lehrer ganz besonders rührte und erfreute. Allgemeine Gesänge und schöne Abschiedslieder des Gesangvereins „(Germania" wechselten mit verschiedenen Ansprachen und Vorträgen der jhnber ab. In der Klassenbesetzung scheint hiernach zwischen städtischen »ind ländlichen Schulen kein Unterschied zu bestehen: in Wirtlichkeit ist aber ein solcher zugunsten ber Stabte vorhanden. In diesen gab es nämlich 1911 1613 überlastete Klassen mit 121 298 Schülern (73 auf die Klasses ans dem Laiche 7599 Klassen mit 578681 Schülern (76). In den Städten wurden demnach 48 von 1000 Schülern in überlasteten Klassen unterrichtet, auf dem Lande 144. Die Klassen rönnen i.n Meinen Gemeinden oft nicht voll ausgenutzt werden: in anderen Schulverbänden steigert sich die Zahl der schulpflichtigen zuweilen sehr rasch und schneller als die Einrichtung neuer .Klassen: die Klassenbesetzung ist daher aus dem^.ande nicht so gleichinäßig wie in den Städten. Ate Mehrzahl der ländlichen Volksschulei» war 1886 noch lüPlV r? '1'' 30 298, dann folgten als Uebcrgamg n!r r-albtagSschulen: 1911 wurden hier» '1 »Vir&i*brGa96K 033559 ^ulen gezahlt. Tie ftäbti* kCn' ^" durchschnittlich eine viermal so große r Tk "«brttaffitt. SoHfommene Ctn. «Jrfftctflcnbe Stofen. halten L 6 3o von te 100 städtischen Volks,chnlc-n, 1911 69 Auf dessen schulen 18ah allerdings erst 6 von 1000 mehr alü juh| autftcigenbe Klassen eingerichtet hatten betrug 1911 diese Ziffer das Sicbenjache. W ' Ausland. Eine kaiserliche Aufmerksamkeit für Oberstleutnant v. Winterfeldt. Der deutsche Botschafter in Paris, Freiherr v. Schön, hat im Auftrage des Kaisers dem Cberftleutnaiit von Winterfelot einen herrlichen Blumenkorb mit Maiglöckchen und Atpenveilcl)en sowie prächtige Früchte überreicht. Später besuchte der Botschafter mit Frau von Winterfeldt den Bürgermeister von Grisolles und stellte ihm 1000 Franks für die Armen seiner Gemeinde zur Verfügung. Nu manische Gäste beim Kaiser Franz Josef. Aus Wien wird berichtet: Kaiser Franz Josef stattete au» Montag mittag dem Kronprinzenpaar von Rumänien einen Besuch ab. Mittags fand zu Ehren der rumänischen Gäste beim Kaiser in der Hofburg ein Frühstück statt, an dem der Erzherzog-Thronfolger Franz Ferdinand, die Herzogin von Hohenberg und die übrigen hier weilenden Mitglieder des Kaiserhauses tcilnahmen. Die Agitation der Winzer in Frankreich. InBeziöres fand eine von 4000 Winzern aller Weingebiete Frankreichs besuchte Versammlung statt, die gegen jede Vermehrung der Getränke sie uerEinspruch erhob und die Aufrechterhaltung des gegenwärtige,i Zolles auf ausländische Weine verlangte. Renten vorzunehmen und e*r am 28. Mai jenes Jahres irourbc Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg zum Regenten gewählt, übrigens auch eine eigenartige Aus - nafyne von unserem sonsvigen deutschen Staats- und Für stenrecht. Vorangegmiyen hxirm der Wahl die unerquitf« lich en AuseinanderfeHungvn zwischen Preußen und Delie.^ ckum und der bekannte Beschluß des Bundesrats in der Bülow-Aera. Die damalige Liffung der Matz'halterschaft auf ,dem Welfenth'rone war geschickt und für die Mehrzahl der Beteiligten befriedigend Tfti Ansprüchen des LegitimitSts- prinzips, auf das sich der grollende SumbetTänber in Gnrun- >den berief, setzte man nicht Gewalt entgegen, ja nicht einmal 'starres Recht, sondern eine gewisse Billigt eit, die versöhnend 'wirken sollte, indem sie den provisorischen Zustand der ^Regentschaft wieder „bis auf weiteres" bestehen ließ, wäh- wend es doch gerade damals mit einem mehr ober minder sanften Truck möglich, wenn auch nicht schön genxfen wäre, die Thronfrage im Braunschweiger Herzogtum endgültig und in einer den Welfen ungünstigen Weise zu regeln: und wer weiß, ttrie es jetzt damit äuSsehen würde, wen»» man vor 6 Jahren anders verfahren wäre. Auch gewisse preußische Anfichte», und Wünsche, die den braunschweigi- fche». Thron gerne zu einer Versorgungsstelle für preußische Prinzen gemacht hätten, sind damals nicht durchgedrungen. Der Mecklenburger stand in der Mitte zwischen Wels und Zoller. Sein Nesse ist Großherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin, der die hübsche Tochter des Cumber- länders zur Frau hat. Johann Albrecht ist ein erfahrener unb vielgereister Mann. Nachdem er aus dem aktiven Militärdienst ausgeschieden »oar, hatte man ihn 1895 zum Präsidenten der Deutschen KolonialgeseNschaft gemacht: auch be- ;rief ihn der Kaiser in den allerdings sehr bedeutungslosen 'Kotonialrat. Johann Albrecht war in Deutsch-Ost-Äfrikä und besuchte alle Länder Europas, kam auch nach Nord- Amerika unb Asien. Bon 1897 bis 1901 hatte er während der Minderjährigleit seines bereits genannten Neffen die «Regentschaft in Mecklenburg-Schwerin geführt und dort Erfahrungen im Lerrscherberufe gesammelt. Als Regent in Braunschweig errang er sich bei der Beamtenschaft die Achtung und bei der Bevölkerung die Sympathie, ohne die eine' monarchische 9tegienn»g heute nur leerer Schall und Rauch wäre. Wie enge Beziehungen der Regent zwischen dem Lande Braunschweig unb dem Gmundener Hofe zu unterhalten be- Iftrebt war, beweist auch die Tatsache, daß aus Anlaß der Hundertjahrseier des braunschweigischen Militärs zum Besten der Witwen und Waisen der Unteroffiziere unb Mannschaften sowohl eine Herzogin Elisabeth- als auch eine .Herzogin Thyra-Stiftung crrid)tct wurde; die letztere dotierte 'ber Herzog von Cumberland allein. Ter Regent vergaß auch nicht die Sorge um die Beamtenschaft. Unter seiner Regierung trat eine Gehaltserhöhung für Beamte unb Lehrer ein, die sich den preußischen Sätzen nähert und sie teilweise erreicht. Auch die Gehälter der Pfarrer wurden erhöht unter Einbeziehung von 62 Patronatspsarrstelleu. Durch Gesetz wurde auch die fakultative Feuerbestattung im Herzogtum zugekassen. Nach dem Ministerwechsel im Jahre 1911 (an die Stelle Albert v. Ottos trat Adolf Hartwieg) ging man an die braunschweiger Wahlrechtsreform, deren perschiedene Etappe», ja bekannt sein dürften. Herzog Johann Albrecht hat das ihm anvertraute Pfund treu vergaltet und vermehrt. Wenn der junge Wetfenherzog nun »auch innerpolitisch in Braunschweig in ein gemachtes Bett kommt, so ist es nicht zum mindester, das Verdienst des «jetzt abtretenden Regenten. bisher der Grundsatz, eine schnelle unb genaue Orientierung zu iermöglichen Eine Fülle von Verbesserungen satztechnischen wie redaktwncllen Charakteis ist zu dein Zwecke norgenommcn werden. Al« einschneidendster Fortschritt gegen die letzten Bände ist -u cimäbneii, doch im Hanptteil, der die Perfonalvel»zeichnisse der dentichen Bühnen zusainmenstellt, die Namen der Solomit- gliedcr durch Kursivdruck deutlich hervoraehoben sind. Es iverden insgesamt 33g stehende Theater, 210 AommerbüHnen und 119 weisende «Gesellschaften mit einem Personalbestände von nahe;»» 3-r> 000 Namen auffindbar gemacht Durch sehr sorgfältig aus- georbcitetc Hinn»eise, mehrere Tausend an der Zahl, ist die Theater- veiiorgung auch de-> Neinsten Städtck>en.> in Tcuticfylflitb und Oesteireich feststellbar Mit besonderer Sorgfalt sind ivieder die M"b,rten. ycremSnteien, Bibliographie, IlraunütTrungen, Bübnen- IdniitUcltev und Komi^nisien, döftierenbe Bülmenküwller usw fcehmibelt worden. Weit über 1000 Dramatiker de? Worte- unb Tones unb mit ihren letzten und eben irnllendeten Werken zn finden rie Rubrik..Uraufführungen" führt mehr als 500 Stücke «an. die von ^ei'lcmbci 1912 bis September 1913 in Szene MN gen Tie Mxulm? dürfte demnach an Vollständigkeit nichts zn »riinschen übrig laifcn Interessant ist auch die bis mm 'iahte J920 geführte Liste der freoverdenden Bülmenschriftüeller nnd Sncnniviiiltfi,. deren Imuvtsächlich für ba< Revertoire in Bettacht Dmnnenix Werke angeführt sind Berücksichtigt man noch, daß rin 16 Seilen starker Führer durch den TdeatergeschästSoerkehr »Mammen mit einem äußerst reichhaltigen Inseratenteil cm vollständig^ Bild der deutschen Tbeatcrinduürie gibt, das- »erncr eine mbmiclMlul) auSiiefübrke Stxvxlt der deutschen Tlx-aterstädte und iihrer Cisenl»abni>erbindungcn die Angaben beS HaupkteilS glücklich ergänzt, so wird man anerkennen müssen, daß das denkbar Möglichste an Energie nnd Arbeit geleiüek wurde, um dieses «denso handliche wie maktisckc nnd umfassende Tbeatenabrbuch 'so hrr; nach Bcmnn der Wintersaison und last not least zu einem tso außergewöhnlich billigen Preise non 2 Mk. Alken zugänglich Au mnd,cn. — Kurze Nachrichten a n 4 Kn n st it n o Wimen- .fdxift. ("\-ntbioi Nansen in am Montag früh mit dem sibirischen Auge in Petersburg eingelrosfen und auf dem Bahnhof von Übertretern der Geographischen Gesellschaft empfangen tooiben. Der Entwurf zum Schutze der Bienenzucht gesell schäft, Abt. Gießen. Man schreibt nnS: 9Iu6 gegen Faulbrut, der Fülle reicher, eigener Erlebniffe wird Herr llllarinc- der schon geraume Zeit fertiggestellt ist, wird dem Reichs- pfarrer a. D. Wange mann in diesen Tagen auf Beran- tage im näch>ten Winter zugehen. lafsung des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschast Richtung bemerkbar gemacht hat. Tie Zahl der in evangelischen Schulen unterrichteten evangelischen Schüler ist in . . Den Städten von 906 auf 946 pro Tausend heraufgegangen; Be,uche be»m Kaiser. 6ei den Katholiken berechnet sich ein Fortschritt von 868 Am gestrigen Montag-Nachmittag sind auf der Station I auf 876, bei den Juden ein Rückgang von 437 auf 300. Wildpark eingetroffen und haben im Neuen Palais Wohnung Für daS Land sind nur Rückschritte zu verzeichnen, und zwar genommen: die Königin der Hellenen, Prinzessin Friedrich von 976 auf 961 bei den Evangelischen, von 932 aus 900 Karl von Hessen, Prinzessin Helene von Griechenland, Prinz bei den Katholiken und von 232 auf 211 bei den Juden. Paul von Griechenland, die Prinzessinnen Irene und Katha- . - - 1 rina von Griechenland. Abends um 8 Uhr war in ber 2111$ Stadt 1111& Catld» ZaspiSgalerie im Neuen Palais bei Ihren Majestäten Tafel, r. - ., . ____ nnd dem .. ge8 ,aIcnbtt - 6,^.- Reichskanzler auch der Vorstand upb die Mitglieder theater: .Unsere Käthe.- ^lbendS 8 Uhr. der deutschen unb ber britischen Abteilung ber „König * Ebuarb VII."-Stiftung eingelaben waren. ’’ Frauenbunb ber Teiltschen Kolonial- Klassen an! eine Lehrerstellen auf eine Schüler auf eine — <7? Schule Schule Klasse Schule 1 Klasse L rerRetle — St.! L. Et. L. St. St. L. 1 St. g. et. L. 188G 6,28 1,71 6,03 1,40 0,96 0,82 404 1101 64 64 67 79 1H91 6,88! 1,82 6.80; 1,47, 0,99 0,81 117 107 61 59 61 73 1S96 7,111,94 7,05 1,55 0,99 0,80 418 109 59 56 59 70 190 8,10|2,U 8,15 1 68 1,01 0,79 454 113 56 54 56 68 1909 ^,87'2,22 9,02 1,80! i,02 0,81 477 117 M 53 53 65 191! 9,73 2,35 10,09 1,95] 1,04 0,83 497 120 51 51 49 61 Märkte. Letzte Nachrichten Lan-wirtschaft« c nftimmig die erwartende WM><| Karl Peuich, Kinzenbach «4c MMleURMlise -£S5 Zuckerkranke M. 2.75 Thüringer luern empfiehlt taerls mit Firm und Tiefbau. a.yk Kurzqefchnitt. Eicken-Holz M.3.25, kurzgescku.Tcrnnen- lwlz Al. 3.50 per Narren tret ins Haus. I. Wellböser, Marburg. Str., Tel. 743. I1331 für die von der Staatsregierung Vorlage und beschloß zugleich, für HyffhäHSErTBChniRum Frankenhauserk Ing.-u.Werkm.-Abt Gr.Masch.-Lab. ZMt- u. -AMtgesliigcl. Niederlage in Gießen bei: N»i»irLV<»r«ii8lii,Löwen- gaffe27. Koscher geschlachtet. Braut-™«1;: A. Salomon L Cie.,Schulstr. Gratis 'Q ’7 n. franko erhalt-Sled. Buch 'S „Die Frau1€v.FrauA.nnaBeln, f'rüb.Oberhebamruea-d.ge- bnrtshiltiicb.Klinikd. Kgl. \ charl6,Bc.rlin,Frau Anna Hein . K» Berlin 4«7 0raalonetr. 65. f 7 Katalog grat. in der yiliduDutc inu normen V«ha1ttuj|^ zu rechnen lei, ixmnn bedürfe der HiU'ssÄulleprer noch einer besonderen AarsvN- düng. Namentlich feien aber für ihn Mündliche >femNnu,e m d.n Psyck)opatt)ologie und eine Ausbildung im SScrhinterritw errorix r lich. Es fei amRiftreben, bau jeher Wer vor feiner Anstellung an bet Hilfsschule eine Prüfung abyulegen habe.^Nach dem mit lebhaftem Beifall auf genommenen Vortrag teilte, Ltadt|chulm,pet tor Henze-Frankfurt mit. daß aus dem Schöbe txs prmhlfchen Ministeriums unter Mitwirkung hervortretender hittSschulprak- tiker neuerdings eine Prüfun gso rdnung für H i l f s l ch ul- lehr er ergangen fei die in Bälde m Straft treten nxrbe. An der Debatte beteiligten sich weiter noch,Stadtschulrat ^,1 nker- Franksirtt, Direktor Schwenck - Idstein, Ji e fror - elfen t g - Bonn, der ein Tätigkeitsbild von der Vorstufe der Bonner VUss- fchule gab, und Rettor Grifinger-Frankmrt. In seinem Schlusswort wies Schulrat Scherer noch,darauf Inn bah tjc Vertreter bet Hilfsschule ihre.Aufmerksamkeit auch aut den mich schulpflichttgen Fortbildungsunterncht der hiltsschuler,richten muhten. Als Ött ber nächsten Versammlung wurde .vr anksu rl a. M. gewählt unb zwar wird ba die Jugendsainstenfrage pur und Salami empfiehlt L7109 BeinricIiDriescii Amtlicher Wetterbericht. Deff en Hiebet Wetterdienst, Greß.'«. ®rttetes Krieger-- unb Militärvereins erlitt die Frau de» Maschinenhetzers Wirth während des Tanzes einen Herzschlag, dem sie nach wenigen Augenblicken erlag. v. Cronbcrg, 25. Oft. Prinzessin Victoria von Schaumburg-Lippe ist heilte abend zu eintägigem Aufenthalt auf Schloß Friedrichshof eingetroffen Auch der Hofmarschall des Königs von Griechenland Gras Mergad i kam heute aus Paris hier an und begleitet am Montag die Königin nach Berlin. vermischtes. * Aufsässige S t u d e n t e u. Aus .Wien, 27. Oft. meldet uns ein Priv.-Telegt.: Dreihundert Hörer der tierärztlichen Hochschule versammelten sich heute Abend in der Lehranstalt und demonstrierten lärmend gegen das bestehende Prufiuigssystem. Während der Sturmszenen wurden mehrere F e n st e r s ch e i b e n zertrümmert und in den Hörsälen die Emrichtuugsgegenstande beschädigt. Dem Rektor gelang es, die Studenten zu beruhigen, die sich sodann entfernten. V. Höchst a. M., 27. Oft. Auf eigentümliche Art verübte heute der 17jährige Metzgerlebrling Willi Rinn er, gebürtig au§ Diez a. d. L. und beschäftigt bei dem Meßger- meister Adam Belzel in Hofheim, Selbstmord. Der junge hieuie üugcsajtoiiii. Durch Gerichtsbeschluß wurde die Putzmacherin Helene Junker aus Cron berg, gegen die eine Voruntersuchung wegen Grnwrbung ihrer Xante, ber Sljäbngrn Witwe 3wtmarmann • in Cronberg, eingeleitet mar, außer Venolgung gesetzt. Das Frankfurter Oberlandesgericht batte schon vor tangerer Zett bie Entlassung der Junker aus der Unieriuchungsbast angcwrdnet, die das Landgericht Wiesbaden selbst gegen Stellung einer Kaution abgihbnijbatte^ erstorbene Großindustrielle .Kommerzienrat Edgar Böcking hat dem greise Saarbrücken zur Errichtung eines Findelheims 600 000 Mark vermacht. . .. _ Der neue Emdener Biunenhasen unbjue «fe- sckleufe wurden in Gegenwart von Vcttretern her staatlichen B» Horden und Mitgliedern der städtischen Körperschauen fncrlid) dem Verkehr übergeben.__ Briefkasten der Uedaktion. (Anonyme Anfragen bleiben nubcrücksichtigt.D B. in St. Ails fast allen Städten und Orten unserer Nachbarschaft und der Provinz Oberhessen sind uns Berichte über Festlichkeiten aus Anlaß der Jahrhundertfeier zugeganaen, und' em^elne guschriiten haben wir noch in diesen letzten Tagen erhalten, öo erfreulich uns dieses Zeichen einer überall waltenden vateUandi- scheu Gesiimi.ng war und so gerne ivir von allen d'efen Feiern Notiz genonimen hätten, so war uns dies doch hei der imgebeuicn Fülle dieser Einsendungen leider unmöglich. Wir bitten dahpr d e zu kurz gekominenen Einsender um Nachsicht und fordern, sie ^eimiycncnuunnjcL, u» w... ......----- — -- - - ^Ibe» dieser Gelegenheit auf, ihr freundliches Jmeresse Ui wettercr haftierten Verteidigungsaufträge verschaffte, wurde gleichfalls Mitarbeit für unfer Blatt betätigen zu wollcu- Lcitchtubi.r lokale 1 1 - - -- '^'LSchleicher und provinzielle Vorgänge werden von uns gern entgegen Es handelt genommen und bei Au'nahme entfprechend honoriert.____________ liefert billigst die BrühPsche Universitäts-.Buch-und Steindruckerei, Gießen, Schulstr. 7 festgenommen. Ebenfalls wurde B ü rg e rm e i st e r Sch l c, ch e rI in Dauernheim (Kreis Büdingen) verhaftet. sich bei diesen Aufsehen erregenden Festnahmen um einen Prozeß, der seine Ursprünge in Schotten nahm. Eine dort wohnhafte Fran Siebenborn war des Verbrechens gegen das keimende Leben angeklagt und s neulich vor der hiesigen Strafkammer. Hier erklärte der Bruder der Angeklagten, daß Bürgermeister Schleicher aus „ Bauernheim auch schuld an den Verfehlungen ferner Schwester Dieburg. sei und auch verhaftet werden müsse. Die sofort cingelettctcn I Untersuchungen bestätigten die Angaben des Bruders der Angeklagten und führten gestern Schleichers Verhaftung her- ^etterausiumcn ui »tuen >-- ----------- ... bei. Rechtsanwalt Dr. Fehl soll nun fett Wochen versucht I unb molkig, zeitweise Regenfälle, mild» sudmestltche haben, die Frau Siebenborn und zwei weitere Inhaftierte 3x11 rveülictie Wurde. Gunsten seines Klienten Schleicher zu beeinflussen. Das - - führte zu seiner gestrigen Verhaftung. Die Verhaftung Schleichers erregt großes Aufsehen. . w. Frankfurt a. M., 27. Oft. Aur Signalstation Hellerh 0 f sind ber Güterzug 8603 imt) 7,07 infolge falscher Weichenstellung aufeinander gefahren. Zwet Schwer- verleßte und drei Leichtverletzte wurden m das städtische Krankenhaus übergeführt; der Materialschaden tst be- r. Reichelsheim, 27. Oft. Am Sonntag, den,26. d M hielt Garteninspektor John von Friedberg rm Gasthofe zur Post einen Vottrag über „Düngung der Obstbaume'. Der Vortragende gab an, es sei vielfach die irrige Meinung verbrei et, bie Obst- bäume beanspruchten keine besondere Düngung, da,ia schon ohnedtes die Grundstücke gedüngt würden. Autzer einer Wasser- oder ^auche- zufuhr empfahl er eine Düngung mit Thomasmehl, Kalk, Chtttsal'- peter und 40 prozentigem Kalisalz. — 6^TLi5a 1)1 folgendes Ergebnis: 1062 Apfel-, 461 ^riv=, 1171 Äw^tschen--, 115 Mirabellen-, 82 Aprikosen- und 13 Psrrsichbaume. Nicht- l vagende Bäume wurden nicht gezählt. Im Höchster Krankenhaus ist er heute vormittag seinen schweren Verletzungen erlegen. . , . . I München, 210. xjyc b Sossenheim, 27. Oft. Bei ber Hundertiahrseter Nachrichten" melden zu der Lösung der baperis ch en ---- - — — Köniasfrage in der Dienstag-Morgcn-Nummer u. a.: Die liberale Landtagssr aktion behandelte am Montag in mehrstündiger Beratung zunächst die Komgs- srage und dann die Frage der Erhöhung der Zrvllltste In der Königssrage stellte sich die Fraktion entsprechend ihrer bisherigen Haltung im wesentlichen auf den Standpunkt der zu envartenben Regierungsvorlage, bie sich in den Grundlinien des bereits bekannten Staatsgutachtens aufbauen wird. — Die Fraktion wird also einer auf verfassungsmäßigem Wege vor sich gehenden LösiUig der Frage ihre Zustimmung nicht versageii. Bezüglich der Frage der Zwi liste ivurde aufgrund der von der Staatsregierung gegebenen Aufschlüsse die Notwendigkeit der Erhöhung anerkannt, ohne daß jedoch eine Bindung der Fraktion auf die geforderte Summe stattgefunden hätte. — Soweit man hort, ent- chied die Zentrumsfraktion des Landtages sich -...... " zu Lusttchlffahrt. Berlin, 28. Okt. Der Flieger P e a 0 u d wird morgen nochmals in Johannisthal fliegen. Am nächsten Tage wird er feine Schleifenflüge in Hannover vorfuhren. ’ Dresden, 27. Okt. Gestern nachmcktag wurde der städtische Land- und W a s s e r f l u g p la tz ,K a d 1 tz nebst der neuerbauten Lu f t s chiss h a l l e feierlich „ein g ew e 1 h t Um 3 Uhr traf König Friedrich August vor der Luftschxffhalle nut bem Prinzen Ernst Hemttch, den drei Prinzesnnneittochtern unb ber Prinzessin Mathilde ein. Oberbürgermeister Beutler dankte dem König für sein Erscheinen und übernahm die Lustschifihalle namens der Aadt Dresden. Prinzessin Mathilde und Prmz Ernst Heinrich sowie etwa 12 weitere Passagiere, drunter der Staatsmmister v Beck betraten die Kabine des Luftschiffes „Sachfen , das gegm 31 Uhr sich zu einer etwa einstün di gen F a h r t über Dresden" und Umgebung erhob. Neben der Luftichiffhalle waren sieben T- f n n 4 e u a c aufgestellt, bie nunmehr vom König und den an- wesenden Ehrengästeii besichtigt wurden Während das Luftschiff die Fahrt über Dresden ausführte, vollfuhrten die Flieger mehrere wohlgelungene Schauflüge. Gegen 4% Uhr landete das Luft- schisf „Sachsen" wieder und würde rn die Halle gebracht. --Lich, 27. Okt. Zum -^ooe des PruiHLii ^5-ud w ig zu Solms-Hohensolms-Lich wird uns noch nntgetetft: Prinz Ludwig wurde am 8. April 1851 zu Piruitz geboren, stnud 'atfo im 63. Lebenssahre. Seit 1885 war er vermahlt mit Prinzessin Luise, einer geborenen Gräfin zu Lvuar. Der Verstorbene hinterläßt zwei Söhne, die Prinzen Ferdinand und Ludwig, die als Offiziere im Heere stehen, und eine Tochter, chie Prinzessin Helene. Der jüngste Sohn, Prrnz Maximitian, war Leutnant zur See und ist im letzten Funi auf Pagan in der Südsee gestorben. Prinz Ludwig war der jüngste Bruder des 1899 verstorbenen Fürsten Hermann zu Solms-Hohenfolms-Lich, also ein Oheim des jetzt regierenden Fürsten Karl und der Großherzogin Eleonore von Hessen. Nachdem Prinz Ludwig viele Jahre in Weilburg gewohnt hatte, wo seine Sohne das Gymnasium besuchten, hielt er sich in den letzten Jahren mit seiner Familie wre-> der ständig in seinem hiesigen Palais an der Gießener Strass aus. Der Verstorbene, der einfach lebte und mit seiner Gemahlin im Stillen viel Gutes an den Armnlanst°" Ausbildung ber..tii^f5^^^u^> Ser führte u ^ aus, die Hilfsschule Efe m. erster lehrci • "L S sein- nicht ein hochgestecktes Lehrziel, sei Linie Erziehungsfchul 1 > rvrj,..iclning des Schülers zur ntt- erstes ^rsordernis, > . Qnterrid)t5tätigfeit müsse dem Lehrer lichen PerionlMeitz fein, der Hilfsschullehrer die grotzte ^m«gungsfr^ihmt ^e^ PertraucnSmanu gelten, müsse auf seinem Kosten vrcr5 anbelangt, so betonte W°s «Sronbram« M stellen üb^bauvt ueilt. aber G-M ftroh 6,00—0,00 Mk. Alles je 50 Kilo. Geschäft mittelmäßig. 2tc Zufuhren waren aus den Kreisen anebberg, panau und Neue (a”/9 Handarbeiten finden Sie ausgestellt int Laden i Seltersweg 3b, früher I | Papierhandlung Kühn | vorb eizusahren. Tie Haut lebt. Nichsein totes Gewebe, wie etwa ein Kleiderstoff, ist die menschliche Ham, sondern ein wunderbar^ompliziorter Organismus für sich, die Haut lebt. Wäscht sich der Mensch nicht häufig und gründlich, dann verstopfen sich die Poren, bilden nch ^algpröpfchen und die Ham wird fahl, schilfichund erscheint ststbuber^t ckck Pusteln, Pickelchen und wie diese widerwärtigen Erscheinungen ,onft noch beißen. Ta Hilst aber nur das Emfachite, Ine Benutzung der milden, neutralen, diskret parfümierten, nut Mprrholin zubereiteten Mnrrholinseife. Sie allein enthält als Zusatz bleien Edetztoft, dessen wunderbare kosmetische Wirkung auf die -vaut wissenschaftlich anerkannt und seit Jahrzehnten millionenfach erprobt iit. n»-:,, Schsiiil 4 Wieclmm Frankfurt a. M. . . .. , I fabrizieren n liefern prima KBfilleiler-TrBihtißnieD, qeförberte Erhöhung ber Zivilliste emzutreten. Den nämlidfen Stanbpunkt nehmen die Frakttonen des bayerischen Bauernbundes und der Freien skon- servatioen) Vereinigung ein. Die Kammer der, Reichsräte stellte sich in einer vertraulichen Be- sprechmig mit wenigen Ausnahmen auf ben Boden des ?u erwartenden Entwurfs in der Königsfrage und ist bereit, an seiner Gesetzwerdung im Sinne der Regierung mitzuwirken. Am Montag abend fatid im Ministerium des Aeußern ein Ministerrat statt, der von 6,^0 Uhr bis 9 Uhr währte. Um 8,30 Uhr wurden die Vorstande der Fraktionen des Landtages in das Ministerium gebeten. Begegnung mit einem Eisberg. London, 28. Oktober. Die Dampfer Teutonic der Red Star Linie begegnete auf ber Fahrt von Monreal nach Liverpool einem riesigen Eisberg. Nur durch die allergrößte Anstrengung gelang es bem Kapitän, die Gefahr abzuwenden und mit einem einzigen Meter Abstand an dem weißen Kowß Jahresfest des Oberhesfischen Vereins für innere Mission. Versammlungen: JiTufc liniere weibl. Tugend, Pfr.Kopfermann-Eaub. 'JlbS' tUbr (Steine Garten» unter Mitwirkung des Eo. .Qtrc&cnncinnn Vereins: ^amilicuabeud. Prof. D. Schien: Tic Seit der Beireiungskämvic in ihrer Bedeutung für die dmittidic Liebestätigkeit. Mittwoch, den 5. vonu. 10 Uhr im Zobanncsiaal: Vir. «Zenner aus Binsförth: Tie rcligiöie Not des Landes. D*/10 trittt • Dienstag ab ß Uhr in der ♦ Ltadtkirchc. Pfr. Glock. Sur Teilnahme lädt die Gemeindeglieder in Stadt und Land herzlich ein Ter Vorstand: Adolph E.Kauffmann Hofmann D.Schian D. Schlosser Schmeckenbecher Schwabe D. Stamm Dr. Weimar. Gustav-Ädols-Frauenverein. In diesen Tagen werden wieder die Jahresbeiträge für unseren Verein erhoben. — Wir bitten auch in diesem Jahre unsere (Sammlerinnen freund lich annehmen und durch Spendung reichlicher Gaben unsere gute Sache fördern zu wollen. d”,io Gießen, 28. Oktober 1913. Für ben Vorstand des Gustav Adolf-Frauen Vereins: Die Vorsitzende: Der Schriftführer: Frau Helene Albach. Dr. Fritz Schmoll. Frauenbund der Deuffchen Kolonial-GefelHdiah^S Vorfrag mit Licht-Bildern miffwoch, 29. Oktober 1913, abends 8V< Uhr in der neuen Hula der Universität: Herr niannepfarrer0D. Wangemann: Ernlte u. heitere Kulfur= Bilder aus der Südfee Hlltglleder gegen Porzeigen der Einladungskarten frei. Für nidiMIliiglieder wird ein Eintrittsgeld von 30 Pfg. ______________erhoben. Sdifller zahlen die Sdlfte.________D17/)n TTÄ Mittwoch abcnd 8' ,Ubr Vortrasf •'« »Postkcller" _ , „„ Wagcngassc. 08618 Thema: Gottes Abrechnung mit den Völkern bei der Wiederkunft Christi zum Weltgericht. Eintritt frei für Jedermann._________Ref. R. Malier. Jungdeutsch land Gießen - Stadt. Tounerstag, den 30. Cftobcr 1913, abends 8*/, Hbr, im Hotel Schiit»: Versammlung m Tages Ordnung: Dwl10 Wahl eines Vertrauensmannes und des Vorstandes. ^^WDMUKM xJHHe/ Wir machen unsere, jungen Freunde auf den am llonnerMtag, 30. Ok- •«* tober, beginnenden v“/10 Stenographie- und Buchhaltungskursus aufmerksam. Näheres bei unserem Lehrlingsobmann Zoller. Beteiligung der Gehilfen gestattet. Jed. Mittwoch Spie 1-u.Unterhaltnngsabend im Pfälzer Hof. Zahlreicher Besuch erwünscht. Central Automat Inhaber: Horm. Döber Auf vielseitigen Wunsch findet heute und folgende Tage nochmals Oktober *ftft unter Mitwirkung einer Schrammel- _________Kapelle und eines Komikers statt. 08627 Mn pfflraofl MI IG _______LJ । Wolkena. 26. Handarbeiten Hervorragende Neuheiten Weihnachts-Arbeiten in angefangenen u. vorgezeiehn. Kissen. IJlufern. Decken. Fenstermanteln, Schlaf- dccken.Teppichen. Kragen .Manschetten- Krawatton- und Wftsche-Kasten etc. etc. in größter Auuwahl und :: billigsten Preisen : J. H. FUHR Sonnenstr. 22. 6ü54 Herren-Westen, neue schöne Dessins. Kinderarbeiten. WA]|a zum Stricken und Häkeln von ’’ Oilv Golfjacken. Mützen, Kinderjäckchen, Schals. Schlafdecken etc. etc. Der Vorhand. Hn die Sparer der Rabattmarken des Detailliftenpereins DM/m linier Rabatt ift Reine Zugabe, linier Rabatt iit kein Preis=Huiidilag auf die Ware — iondern eine Anerkennung für bare Zahlung! 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