ea Parteien belastet ist. Tie Opern bühnen in Frankreich. In Frank-— Tie Llpcrnvuynen in i a n 11 e i ty. -o» ui““1' reich beschäftigt man sich gegenwärtig lebhaft mit der Fra^. wie die Lage der Opernbühnen in der Provinz, die sich von Zur Erinnerung an Zosefine Gavmcyer zu Jahr schwieriger gestaltet, gebessert werden tonnte. Mlgemein besteht der Wunsch nach einer Tezentralisation auch mit dem Gebiete der Musik, und um den Operndirettoren der Provinz- Hauptstädte die Konkurrenz gegen das bisher übermächtige ^nns zu ermöglieben, werden die verschiedensten Versuche gemadft. Ter Abgeordnete von Toulouse, Auriol, ljat einen Antrag vorgelegt, nach dem der Staat in Gestalt von Prämien Kredite für cke Di^k- toren bewilligen soll, die bisher unaufgesührte Werke sranzolischer Komponisten zur i'rfteit Aufführung bringen. Sine besondere Kommission soll jährlich diese Prämien je nach den Leistungen der verschiedenen Tireftoren verteilen. So werden auch de Kom^ ponisten und die Librettisten, die ihre Werke zu Uraufführungen in der Provinz hergeben, eine Entschädigung erhalten. Tre Tlrck- toren begrüben natürlich dieses Vorgehen: denn selbst in den grosten Provinzstädten hat sich ihre Lage verschlechtert, do die Forderungen des Publikums gewachsen, die guten Künstler seltener und teurer und die Kosten so in jeder Beziehung,größer geworden sind. Tie Konkurrenz der Kinos und die wachsende Leidenschaft für den Sport entfremden außerdem das Publikum den Theatern. Man weist auf das Beispiel der deutschen Städten hm, in denen sich die Stadttheater einer namhaften Unterstützung der Stadtverwaltungen erfreuen, und fragt, tvarum dasselbe nicht auch in Nonen, Lyon, Marseille. Bordeaux niiv. geschehen könnte. Ter Abgeordnete von Toulouse hatte für 1912 einen Kredit von 25000 Franks zu diesem 3rverf durchgesetzt, den der Senat erst, nach einigem Sträuben annehm. Einige Prännen wurden darauf verteilt. Für 1913 hat Auriol 45 000 Franks durchgesetzt, aber auch das ist natürlich ungenügend, und man fordert 120 000 bis 130 000 Franks. Erst dann hofft man, daß entscheidendere Schritte auf dem Wege zur künstlerischen Tezentralffation und zur Besserung der Lage für die französischen Opernbühnen gemacht werden Der oänijche Lesuh. Potsdam, 26. Febr. Aus Anlaß der Anwesenheit des Königs von Dänemark wurde h nie vormittag auf dem Bornstedter Felde bei Potsdam eine Gefechtsübung gemischter Waffen abg halten, wozu die Potsdamer Garnison ausgcrückt war. Ter Kaiser und der König von Dänemark trafen im Automobil van Berlin kommend geg'.n 10 Uhr an dem (Gehölz in der Nähe der Artilleriekasernen bei Nedlitz ein. Punkt 10 Uhr fiel der erste Kanonenschuß vom Ruinenberge her, von wo sich die rote Partei entw.ck.l.e, während die blaue Partei von Nedlitz aus vorging. Es entwickelte sich ein lebhaftes Gefecht mit Reist-.'rat tack en, Maschinengewehrfeuer und abgesessener Kavallerie in Schützenlinie. Das Wetter war sehr schön. Der König von Dänemark verlieh dem Reichskanzler v. Beth mann-Hollweg den Elefantenorden, dem Staatssekretär v. Jagow, dem Unterstaatssekretar Zimmermann und dem deutschen Gesandten rn Kopenhagen, Grafen v. Brockdorfs-Rantzau, das Großkreuz des Danebrogordens. Der König von Dänemark besuchte heute nachmittag den Reichskanzler. . Nach dem Besuch des Reichskanzlers beftchttgte er den Marstall. Den Tee nahm das Wuigspaar bei der Kronprinzelliu, cuenso fand Abendtafel bei der Kronprinzessin statt, an welcher das Königspaar teilnahm. . . . Der Abschluß der Festlichkeiten zu Ehren des Komgs- paares von Dänemark bildete ein Hofkonzert beim Kaiserpaar im Weißen Saal des Königlichen Schlosses. An das Konzert schloß sich ein Souper an einzelnen Tischen an — Mawsons Südpolervedition. Der General- frmttiemeur in Melbourn e. erhielt ein drahtloses Telegramm non dem Südvvlwrscher M a w so n , .das den Tod des, Leutnants Rinncs und Dr. Mertz von der Expedition bestätigt und lünzufügt daß die Schlittenerpeditioneu von großem, Ersolg ge= liefen sind Man habe östlich und westlich von der Eommvn- wo o lck Buebt neue Gebiete in weiter Ausdehnung erforscht und wichtige Einzelheiten aus zahlreichen Stationen ganz nahe beim magnetischen Pol sestgestellt. Es sei toalm'cheinhd), datz Mawsvn selbst und sechs Mitglieder der Expedition noch für ein weiteres Jahr nicht zurückkekweu können. Mawwn fandte ribre größte und gefürchtetste Nebent-uhierin. Die Redaktion!) konnte' sich an ursprünglicher Begabung und hmreitzendem Naturell mit der G. nicht messen." So urteilen ztvei ihrer Zeitgenossen, und wir glauben, diesen Ausführungen über, ihre Person smd künstlerische Befähigung nichts mehr hinzulugen zu mugen. Verbittert und vergrämt, unzuftieden mit sich selbst und nut der ganzen Menschheit, hat die Gallmeyer ihre letzten Lebenslahre verbracht. Auch trug sie sich einmal ernstlich mit der Absicht, in ein Kloster zu gehen. Am 3. Februar 1884 ist der stets flatterhafte Geist aus dem Körper der „feuhen tzepi gewich-eu, und am 5. Februar ist ilpe sterblickte Hülle zur letzten Ruhe gebettet worden. Fast die halbe Stadt gab ihr das Ehrengeleit, ein sicherer Beweis dafür, daß ihr Tod überall roaljrhatte, tief empfundene Trauer hervorgerufen hatte. Prüfungen gelenkt. Dieses System beruht auf der Befugnis des Reichstags Mr Vornahme der Wahlprüfungen, und es stützt sich aus Artikel 27 der Reichsverfassung, welcher bestimmt: „Der Keichstag prüft die Legitimation seiner Mitglieder und entscheidet darüber." Es sollte nun eigentlich als selbstverständlich gelten — und als die Verfassung geschaffen luurbe, hat man das als selbstverständlich angenommen — daß die Prüfung der Mandate lediglich nach Rücksichten der Gerechtigkeit, nicht aber der Parteipolitik vorgenommen werdens daß sie ohne Ansehen der Fraktion erfolgen solle. Es muß offen heraus gesagt werden, daß diese Selbstverständlichkeit nicht eingetreten ist, was ja am deutlichsten daraus hervorgeht, daß die Abstinnnung über die «Gültigkeit ober Ungültigkeit der Mandate fast ausnahmslos nach Fraktionen erfolgt, obwohl doch Recht und Unrecht nicht in Fraktionen eingeteilt sind. Aus dieser Erwägung heraus ist, wie schon oft so auch im Reichstage, und zwar von drei verschiedenen Seiten, cms den Kreisen der Nationalliberalen, der Fortschrittlichen Volkspartei und der Reichspartei, die Frage angeschnitten worden, ob es nicht sinngemäßer und der Gerechtigkeit entsprechend tuäre, d i e W a h l p r ü f n n g e n dem Parlament zu entziehen und einem unparteiischen Gerichtshof zu übertragen. Der landläufige Einwand, Latz damit die Selbständigkeit und Unablfängigteist des Parlamentes geschmälert würde, wird am schlagendsten mit dem Hinweis darauf widerlegt, daß in dem Lande des Parlamentarismus, in Großbritannien, die Wahlprüfungen bereits seit dem Jahre 1868 infolge der gleichen ungünstigen Erfahrungen, die wir in Deutschland gemacht haben, dem 'Parlament entzogen und einem Gerichtshof übertragen worben sind, der jetzt aus zwei Richtern der Kings Beach Division des High Court of Justice besteht, die von den anderen Richtern der Abteilung (das Gericht umfaßt int ganzen 15 Richter) gewählt werden. Aehnliche Einrichtuiigen bestehen in Ungarn, Schweben, Finnland, Bulgarien, Serbien, Fapan und Kanada, und sie haben sich auch dort bewahrt. . Ab-r wir brauchen gar nicht iu die Ferne zu schweifen, demi in El saß-Lotbringen ist bekanntlich die Entscheidung über die Gültigkeit der Wahlen ebenfalls nicht dem Landtag, sondern dein O b e r l a n d e s g e r ich t i n Lolmar übertragen wordeii nut dem erfreulichen Ergebnis daß ein. Terl der Mandatsprüfungen schon vor dem iei dann in voller Ordnung die Einschiffung erfolgt, wobei es gelang, Munition und Lebensmittel mitzunehmen. Die Bulgaren hätten 240 Tote und zahlreiche Verwundete, bie Türken 35 Tote und 56 Verwundete gehabt. . Konstantinopel, 26. Febr. Ein -spttalfchrff brachte gestern 457 Verwundete und kranke o o l =* baten aus Gallipoli sowie 36 verwundete freiwillige aus Ts ch at a lb s ch a. Griechische Truppenbewegung. K o n st a n t i n o p e l, 26. Febr. Wie der „Tcnnn er- fährt, dirigiert Griechenland 40 000 Mann von Saloniki über Karaferia und Gorica nach Janina. Konstantinopel, 27. Febr. Laut „Joune Turf sollen die Friedensverhandlungen, wenn Bulgarien nicht neue Verzögerungen wegen Adrianopels veranlaßt, am nächsten Montag wieder beginnen Die Wiener „Politische Korrespondenz" meldet aus London: Der Verlauf des Meinungsaustausches nut den führenden türkischen Persönlichkeiten, die zunehmende Erstarkung des Wunsches nach Frieden in Konstantinopel und der Stand der Dinge auf dem Kriegsschauplätze rufen rn diplomatischen Kreisen den bestimmten Eindruck hervor, daß das Ende d e s B a l ka n k r i e g es nahe ge- r ü cf t sei. Die Bereitwilligkeit zu einer Verständigung dar kriegführenden Parteien ist zu einer solchen Reife gelangt, daß die Zustimmung der Pforte zu den Ratschlagen der Mächte und die Eröffnung der Friedensverhandlungen rn aller Form bald zu erwarten ist. Eine^ürtischc Anleihe. Konstantinopel, 26. Febr. Es verlautet, daß D s ch a v i d Bey, der wahrscheinlich morgen mit dem gewesenen ersten Sekretär des Sultans Halid Zia nach Paris und London abreisen wird, über eine große Anleihe verhandeln werde. Dschavid Bey hat eine offizielle Mission. Zusammentritt des Landtags und der Rest nachher in erfreulicher Schn.lligk.it erledigt werden konnte. Irgend w lche Beschwerden über Parteilichkeit sind nicht laut geworden, und Gründe hierzu können ja bei uninteressierten, unabhängigen Richtern kaum gegeben sein. .Hervorragende Ttaatsrechtlehrcr und Politiker treten deiin auch seit längerer Zeit dafür ein, die Wahlprüfungen des Reichstags einem unabhängigen Gerichtshof zu über!ragen, sei es, bay man dabei an das von Professor Stier-Somlv vorgeschlagene Reichsverwaltungsgericht oder an den weiteren Vorschlag eines aus Mitgliedern der höchsten Gerichte der Einzelstaaten zu bildenden W a h l Prüfungsgerichtshofes denkt, der nach den Wahlen auf einige Monate und später nur im Bedarfsfälle zusammentritt. Hat man Bedenken, daß hiermit die Rechte des Reichstags geschmälert werden, so könnte dem dadurch begegnet werden, daß dem Reichstag die Wahl der Mitglieder des Gerichts überlassen wird. Jedenfalls hätte der Reichstag, hä.ten alle Partenn begründete Ursache, selbst die Initiative zum Verzicht auf ein Recht zu ergreifen, das allgemach mit einem recht bedenklichen, das Ansehen des Parlamentes schwer schädigenden Odium für die Volksvertretung wie für die einzelnen können. — Kurze Nachrichten ans Kunst und Wissen, schäft. In der Wiener Akademie der Wisicnschaf- t en sand heute bie Gedenkfeier für den längs adrigen verstorbenen Kurator Erzherzog Rainer statt. — Bei lieber- Herstellungsarbeiten der Kapelle Nikolaus V. im ,a £1 *a „ 3 deckte man ein Gemälde von hohem Werte. Es durfte mach Urteilen von Kennern von Fra Angelico herruhren. Mn Tonkünstler Geheimer Hofrat Felix Drac 1 ecke ist m Dresden gestorben. vom Krieg. Konstantinopel, 26. Febr. Die bulgarischen Meldungen, daß die Türken in der letzten Schlacht bei Scharkoej über 1000 Tote gehabt hätten, werden hier als unzutreffend bezeichnet. Bei Scharkoej seien nur i tu e i Kompagnien gelandet worden, welche durch einen Flankenangriff zwei bulgarische Bataillone zum Rückzug zwangen. Es seien darauf sechs weitere Bataillone bulgarischer Truppen zur Verstärkung herangerückt, doch sei es den Türken gelungen, sie in Schach zu halten. Es Am 27 Februar jährt sich der Tag zum 75. Male, an dem Josephine Gallmeyer, die gefeiertste Soubrette aus Wieus . lustiger SSmeit" im Jahre 1838 zu Leipzig das Lickt der Welt SSt hatte. Bei der „feschen Pepi", wie bie Gallmeyer m üöicn allgemein hieß, waren alle Charaktereigenschaften ücrtreicn, die nack ein^r in weiten Volksschichten verbreiteten aber fallen Anfickt noch H ute bei allen Schauspielern, insbesondere aber bei ben Vertretern des zarten Geschlechtes, vvrherrick>end sind Als ein recktes Theaterkind, das schon mit 11 Zähren sunt erften Male die' „weltbedeutenden Bretter" bestieg, war |ie stet-, gewöhnlich zu lagen, unv w iwm , » fccrauSlant. Aber tewtUe Kü« °us d°n Schulde u WKW*1« Einkommen standen. Jtut.t mir umt jic ^brief, als M°r W-ldstein .'»«n., der öfarmctochen f« noch ine gefeierte unbwrehrtc -oraig bcro(l()rt i,abe. »r -u^ie «mof™ Ct ,, - , । •, r. pp Fi Pt i fiten'1 Zeitgenossen nur eine lerischeu Fähigkeiten gab es bei ihttn ^irgen^ Stimme: Uniil-ertresflich! ®fl“™lSbre 1867,- „ift weder „Allgemeinen Illustrierten Leitung lieblich gebaut und jede schön noch häßlich. Ihre Gestatt pikant nicht vor- ihrer Bewegungen, graziös. Ware Ausdruck ihrer uu- handen, man müßte es eifinben, u treffend zu bc- regelmaßigen. Züge und ^.oan ,^1 nfln5Gn Welt." zeichnen. Sie hat das ßsuriglte g\ (tunq§funft folgcuder- Ludwig Speidel urteilte über ihr ar 1 bie Wirklichkeit maßen: „Bei einer -^^^ellung^af., ^5 Leben im Kem erfaßte, und Malaie, inbfm sie in die in allen fernen narben ivielen iietz, oci o ? sm-engte, eine,... ......... ... Gegenstände eindrang und ne. von innr der Wiener Vor- ein weiteres Jahr nicht zuruckkehren können, wahrhaft vernichtende, parodistilcke Gab . m. r^e Geistinger! auch an den König von England cm Telegramm, stadtbühne hat sie ihresgleickM nicht gehabt, — 3 u r Erhaltung des Heidelberger Schlosses und insbesondere des Otto-§>eiiirichs-Baus ist im vergangenen Sommer nach einem von der Firma Dyckerhon u. Wiomann vorgeschlagenen Verfahren- versucksweiie, an einem weniger wich tigcn Teile des Schloß es, dem Ludwige'bau, die Fassaden- mauer mit einer E i sen b e t on schal e aut der fRurfieite ver kittet und durch Windstreben guS Ellenbeton geitutzt worden. Wie jetzt Heidelberger Blätter berichten, scheint dieser Versuch a e 1 u n g e n zu sein, so daß es auch zur Anwendung einer solchen Eisenbetonkonstruktion am .Otto-Heinrichs-Bau kommen dürfte Es sollen jedoch zunächst noch weitere Ersahmiigen^oaruber gesammelt werden, wie sich das Erperiment am ^idwigsbau be- währt und wie namentlich das chemiick>e verhaften res Gtf<.n betont zum Sandstein sein >vird. Dock glaubt man, daß auch hier das Ergebnis günstig ausfallen wird. Dcuficbes Reich. Die Kaiserin trifft am Samstag um 3,30 Uhr nachmittags m Gmunden ein Der Aufenthalt bmierr voraussickülich zwei bis drei -tage. Am Donnerstag trifft daS Großherzogspaar von Mecklenburg- Schwerin und am Freitag das Prinzenpaar Max von -öatnrn ein. Prinz Ernst August ist nach Berlin abgereut. Eine Denkschrift über den Ban v 0n Kleinba hnen und die Verivendimg der vom preußifck>en Landtage b^oUltgtat Mittel zum Ausbau des Kleinbahnnetzes ist dem vr eu ßi, chen Landtage ;ugegangen. ' In br (JteSHjSbBlSJS wP WI Bk. laif I ■ I 11 IbI B zweimal nwnatl. Land- HU' M IX W W JSL W M, W W WW CV ciuswarts 20 Pfennig, wirtschaftliche 5eitfragen W K O W W W W KJ ™ M 6yefredakleur: A Goetz ^entsprech - Anschlüsse: Ä ™ Verantwortlich snr den für bie Redaktion 112, fVjF polilüchen Teil:^Augui NLE General-Anzeiger für Gberhejsen WSE ”rnabhi^^agne5^nnuncr Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Vuch- und Steinbruderei B. Lange. Bebaltion. Lxpebition und Druckerei: Schulsttatze 7. Land": E.Heß^für deV. vis vormittags 9 Uhr. Bübingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Be . Dte heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Ein Gerichtshof für Vahlprüfunaen. Als der Reichstag von 1907 seine fünfjährige Legislaturperiode schloß, war über die Gültigkeit von vier Man baten noch kein Beschluß gefaßt worden: ein halbes Jahrzehnt hatte für diese-Entscheidung nicht hingereichj! Ter jetzige Reichstag arbeitet zwar schneller als der ver- .ssangene, doch auch das muß als ein unhaltbarer Zustand 'bezeichnet werden, daß der Reichstag von 1912 jetzt, im Jahre 1913, erst einen Teil der W a h l p r ü f u n g e n erledigt hat. Aber es ist dies nicht die einzige Beschwerde über die Wahlprüfnngsmethode des Parlamentes, und Menn die Dinge auch nicht ganz so schlimm liegen wie im alten Reichstag, wo ein Llbgeordneter mehreren Parteien rorwarf, „sie hätten eine Versicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit für wurmstichige Mandate" gegründet, so haben roch die letzten Vorgänge im Reichstag, insbesondere die Gültigkeitserklärung der Wahl des Abg. Becker mit der Zufallsmehrheit von 159 gegen 158 Stimmen, die Aufmerksamkeit erneut auf die mit dem jetzigen System verbundenen schweren Mißstände bei den Wahl- rat von Ditfurth-Rinteln, in Hof-Geismar—Wolshagen, Kammerherr v. Pappenheim-Liebenau, in Hoinberg—Ziegenhain, Landrat ti Gehren^omderg, in Eschwege—Sckmal- talden, Amtsgerichtsrat Lattmann-Schmalt.lden. xn Marburg, Professor Tr. Bredt-Marburg, in Hanau—Gelnhausen, Amtsgetichtsrat Hengsberger-Schlucksern, in Kirchhain- - Frankenberg, Konsistotialpräsident Freiherr Schenk von Schweinsberg-Kassel, in Kassel-Land, Lehrer Heins Kassel. Im Regierungsb yrf Wiesbaden im Wah kreis B edenkops, Landrat v. Heimburg-Wiesbaden, im Wahlkreis Rheingau— St. Goarshausen—Meisenheim, Landrat Berg-St. Goarshausen (freikonservativ). Tine Auszeichnung für Freiherrn v. Jenisch. Der „Reichsanzeiger" Meldet: Den bisherigen außerordentlichen Gesandten und bcvollmäckff- sübrung der wirklichen Handelsfreiheit entsprechend der Kongoakte und die Schaffung von Reservaten für die Eingeborenen, wie sie schön in den Konzessionsvcrträgcn der französischen Gesellschaften gefordert seien. Tic Konzcssions- gescllschaften sein auch verpflichtet, die Kosten für militärischen Schutz zu übernehmen: von diesem Vertragsrecht sollte Gebrauch gemacht werden. Staatssekretär Dr. Sols führte hierzu aus: Der Gouverneur habe sofort Maßregeln cingeleitet, um die Rechte der Eingeborenen möglichst zu sichern. Man sei auch entschlossen, die Reservate wirklich zu schassen. In einem Viertel des Gebiets von Neu Kamerun herrsche völlige Handelsfreiheit; in den übrigen Teilen bestehen Handelsfreiheiten, allerdings mit gewissen Beschränkungen, namentlich bezüglich der Ansiedelungen. Tic Verwaltung werde alles tun, um d i c Kongoaklc aufrecht zu erhalten, und man werde wohl schließlich ju dem Zustand kommen müssen, wie er mit der Südkamerun-Gcsellschaft vereinbart sei, nämlich daß kleinere Gebiete den Gcsellschasten als sreics Eigentum zugennesen werden. Die Gescllschastcn seien nicht verpflichtet zu Beiträgen für die allgemeine Verwaltung der Sckutztruppe, sondern nur zu Beiträgen für besondere Schutz' leistungen. Ter Gouverneur werde dieses Recht im Auge be halten. Eine E u t s ch l i c ß u n g d e s Z e n t r u m s betr. Maßnahmen zur Errichtung von Eingeborenen-Reservat en und Sickerung der Handelsfreiheit deutscher Kaufleute in Neu-.Kamerun wird angenommen Beim Voranschlag für Ost-Afrika ruft die Ar- beitersragc wieder eine Erörterung hervor. Sowohl ein Mitglied des Zentrums als bei" Sozialdemokratie haben Mitteilungen Über Schädigungen in der Plantagcnwirt schäft für die Eingeborenen gemacht. Es müsse auch die raschere Bc seitigung der Haussklaven gefordert werden Sehr bedenklich sei der starke Geburtenrückgang bei den Plantagenarbeitern. Der Staatssekretär weist demgegenüber daraus hin, daß die Plantagen kultur auch ein gutes Mittel zur Förderung der Eingeborenen- kultur sei: das Ziel der deutschexx Kolonialpolitik fei in der Tat, auch die Eingeborenen vorwärts zu bringen. Es sei aber klar, daß hierbei vielfach auch Gegensätze axtftreten, zwischcit denen es sehr oft schwer sei, die richttge Diagonale zxt finden. Jr wolle auch nickst sagen, daß sie zur Zeit schon gefunden sei. Man werde sich aber bexwühcn, auch den Interessen der Eingeborenen g recht zu werden Eine Verordnung auf Einführung eines Arbnts- zwanges liege nicht, wie behauptet, vor. 2 i nV,1 $5-r Regierungsvertreter gibt eingehenden Auftchluß über die Ausbreitung der Lues in Ost-Afrika. -tiefe Krankheit fei auch dort verbreitet, wo die Europäer nicht hinkommen. Sic sei z. B. auf der Insel Ukrewe im Victoriasee offenbar endemisch mit vierprozentiger Verseuchung. Man bemüht lieh aber neuerdings lebhaft, die Seuche unter den Eingeborenen zu bekämpfen und das Salvarsan habe hier sehr gute Dienste geleistet. Auf Anfrage von nationalliberaler Seite, ob dem Kolonial- anit etwas bekannt fei von einer Absicht Englands, e i neu Streifen des belgischen Kongogebictes. den Ruinm entlang bis zum Tanganjika zu erwerben, erwiderte Staatssekretär Tr. Sols, daß ihm keinerlei Unterlage für diese Zeitungsmeldung bekannt sei. Weiterberatung Donxxerstag. Der Ausschuß für die Konkurrenzklaufel der Handlungsgehilfen beschäftigte sich heute mit dem § 74 c, der die Anrechnu n g s - pflicht behandelt. § 74 c erhielt schließlich folgende -sanuug: „Ter Handlungsgehilfe muß sich aus die fällige Crnti^Wv gung anrechnen lassen, was er während des Zeitraumes ’ur den die Entschädigung gezahlt wird, durch anbertücite Verwertung seiner Arbeitskraft enrirbt oder zu erwerben böswillig unterläßt, soweit die Entschädigung unter Hin-urechnung dxeicS Betrages den 5 4 fachen Betrag der zuletzt von ihm bezogenen vertragsmäßigen Leistungen überfteigen mürbe. Bei der Anrechnung bleibt jedoch ein Viertel der Entschädigung axifjcr Ansatz. Für die Tauer der Verbüßung einer Freiheitsstrafe kann der Gehilfe eine Entsckxädigung nicht verlängert, -ter Gehilfe ist verpflichtet, dem Prinzipal auf Erfordern über die Höhe seines Erwerbes Auskunft su erteilen." Ter Ausschuß für das Reichs- und Staatsangehorigkeitsgesetz erledigte heute in zweiter Lesung den Gesetzentwurf. Eine Acnderung, die noch beschlossen wurde, bestimmt, daß nur diejenigen früheren Deutschen das Recht auf Wieder-- einbürgerung besitzen, die innerhalb Jahresfrist nach ihrer Entlassung aus dem Staatsverband nach Deutschland zurückgekehrt und seitdem ihrerx Wohnsitz dauernd im Deutschen Reiche behalten haben. Weiter wird durch Acnderung eines,Beschlusses erster Lesung die Bestimmung nnederhcrgestellt, daß das Recht der Micdcreinbürgerung den durch zehnjährige A n w e s c n^i c i t im Ausland ihrer Staatsangehörigkeit verlustig^ gegangenen deutschen nur dann zucrkannt wird, wenn sie bei Stellung ihres Antrags keinem ausländischen Staate angeboren. Nachdem noch einige minder wichtige Acnderungen an dem zugehörigen Militär gcsetz vorgenommen waren, wurden dic Gesetzentwürfe mit großer Mehrheit vom AuSschxlß angenommen. Ter Wahlyrufnngsausschuß kam heute zur Ungültigkeitserklärung der Wahl des srühcrexx Präsidenten des prexißischen Abgeordnetenhauses von Kroch er, dessen Wahlkreis Salzrvedel-Gardclcgen ist. Für dic Entscheidung über die Ungültigkeit kam insbesondere die alle Streitfrage der Unterschriften von A m t s v o r st c h e r >r unter Wahlaufrufen in Betracht. Die Prüfung der Streitfrage der Wahl des Abg. v. Hal em (Rp., Schweb), dessen Wahl von den Polen erneut beanstandet ist, wurde noch nicht zu Ende geführt. Versammlung der 3u6errübenprodi!Mten. eh. Friedberg, 26. Febr. J.M Hotel Trapp tagte beute eine sehr gut besuchte 23 er tarn in lung dar Wetterauer ZuckerrübeniiUeressenten. Der Vorsitzende, Landwirt Hugo Jakobi-Utphe, teilte mit, daß in ganz Westdeutschland eine Bewegung eingesetzt habe, die Rübexxpreise aus eine stabile Höhe zu bringen. Direktor Bauer von der landwirtschaftlichen WinterschVlc ui Worms führte aus, die Vereinigung sei gegründet worden, um die bei den Rüdenabschlüsscn und der Rübenabnahme zutage tretenden llnftirnmigfeiten zu beseitigen. Ferner wird angestrebt, den rübenbautreibenden Landwirten ein Mitwirkungsrecht bei der Festsetzung der Abnahmebedingungen zu sichern. Sodann wird erstrebt, die zurzeit bestehenden Unglcickcheiten in der Belstindlung der Rübenproduzenten lierbcizuführeix, namentlich hinsichxlich des Quantums und der Preisbemessung für dic zurückgeliefcrtcxx Rübenschnitzel. Tie Trockcnkostcn betragen für den Abnehmer 1,50 Mk., etwa das Doppelte von dem, was die Zuckerfabriken dafür an Selbstkosten aufzuwenden habexi. Tine Ermäßigung wäre deshalb durchaus am Platze. Ein wefterer Grund zur Vereinigung der Rübenbauer ist der verschiedene Preis, der für die Rüben von den einzelnen Fabriken bezahlt wird. Thüringen hat die niedrigsten Preise mit 2 Mk. für dm Zentner, dann kommt Hesses mit 2,17 Mk. Tie Sortenfrage ist auch zu regeln, dic Landwirte bekommen dm Samen von beit Fabriken. Ter Ertrag und der Zuckergehalt der Rüben ist selbstverständlich verschieden. Zu beseitigen sind ferner dic Unregelmäßigkeiten bei der Ab- nalwxe, vielfach werden zu viel Schmutzprozente abgezogen. Im November 1911 wurde die Vereinigung rübenbauenber Landwirte für Rheinhessen, das Ried und die Malz gegründet. Die Organisation beruht auf Ortsgruppen der rüden bauenden Landwirte in den einzelnen Orten. Die Mitglieder bezahlen 10 und. 5 Pfg. zur Deckung bet Unkosten des Vertrauensmannes. Dic Vertrauensmänner vereinigen sich zur Vertraumsmänncr-Ber sammlung, während sich die gefamten Mitglieder von Zeit zu Zeit zu Hauptversammlungen vereinigen. Die Geschäfte werden von einem Vorstand geführt, der sich aus Vertretern der verschiedensten Gcgmdcn zusammen setzt. Im vorigen Jahr fand eine Ver traumsmiännerverfammlung statt, um die Höhe der Rübenpreise scstzusetzen. Die Fabrikm wollten bloß 1 Mk. bezahlen, während die Vcrtrauensmännerversammlung dm Preis auf 1,20 Mk. fest setzte. Tie Wormser Vereinigung hat über 6000 Mitglieder mit einem Rübenbau von 25 000 hessischen Morgen. Maß-Lothringen beabsichtigt, sich der Wormser Vereinigung anzuschließen. In der Aussprache führte zunächst das Vorstandsmitglied der Zuckerfabrik Frick>berg S ck u d t - Görbellxiiner Mühle aus, daß die Verhältnisse der rheinische Zuckerfabriken und der Fried benger Zuckerfabrik gänzlich verschieden feien. Die Friedberger Fabrik hat durchschnittlich 6,3 Prozent Dividende verteilt. Der Vorstand und Auffichtsrat der Friedberger Fabrik gehen stets von dem Bestreben aus, den fRübenbauern die höchstmöglichsten Rübenpreise zu gewähren. Die Llktionärc erhalten ihre Rüben schnitzel frachtfrei zurück. Die zu Anfang und Ende der Kam vag ne gelieferten Rüben werden mit 10 Pfg. Aufschlag bezahlt. Im Jahre 1912—1913 wurden von der Fabrik Rübm von 6700 Morgen verarbeitet. Bei der vorjährigm gutm Kubaernte und der großen Zuckerernte in ganz Europa sind die Aussichtm der diesjährigen Zuckerkampagne nickt sehr rosig. Landwirt Z ö r b von Torkeim fragt an, ob die im vorigen Jahr bezahlten, von Herrn Sckudt als Kampfpreiie bezabltm Rübenpreise für die Fabrik ein günstiges Ergebnis gehabt hätten. Herr Schudt erwidert, der ?lbschluß fei noch nicht fertig, werde sich aber nicht besonders günstig gestalten. Die Dividende werde kaum 5 Prozent erreichen. Direktor Bauer führt nochmals aus, daß die Vereinigung nicht in erster Linie wegen der Preisbildung gegründet nrorben fei. Die Vereinigung will auch der Sorten frage und Düngung näher treten. Redakteur Hirsche! Fried berg betont den Wert des Zusammenschlußes für die Landwirte. Auch die Zuckerfabriken feilten in ihrem eigenen Interesse die Bestrebungen der Rübenproduzexttm förbenx. Direktor S ch u b t stellt fest, daß nur die Preisfrage die Veranlassung zu der heutigen Sitzung gegeben habe. Die Friedberger Fabrik habe von vornherein auf dem Standpunkt gestanden, die Preispolitik von Frankenthal, den Rübmpreis auf 90 ober 95 Pfennig festzusetzeu, nicht nttizumachen. Es^ wird unter allen Umständen 1 Mark, bezw. 1.10 Mk. ohne Schnitzelrücklicferung bezahlt. Tic Friedberger Fabrik hatte im Jahre 1912 130 000 bis 110 000 Zentner Zucker zu verkaufen. Die Rübenvereinigung ist für £bcrW'en n-cht angebracht Bürgermeister Möller von Ockstadt schließt sich den Ausführungen Hirsckels an. Muhlenbesitzer Schudt erklärt, daß reiner ’^arrei, iitu> vay ec na aimacn leiten ließ, beweist fein bie Polenpolitik der preußischer v. nicht von sentimentalen Re entschiedenes Eintreten für die Mi Mähren Stand \ Sani Dr Zok A j Barenüorx | lasstnvorr 1 ttbitortn deutscher Eltern Geborene war ein ivarmherziger deutsche' Patriot. Er gehörte der liberalen Weltanschauuxri, freilich, wie schon bemerkt, keiner Partei, und daß er sich Töchtern herzliches Mitgefühl cntgegenbrrngen. Den äußeren Lebensgang des Verstorbenen schildcir.^ | noch folgende Notizen: Karl Magnus Biermcr wurde geboren am 22. November 1Ä zu Bern in bet Schweiz. Er studierte in Breslau 1882—1883, rj Münckxcn 1883, in Berlin 1883—1885, xn Breslau 1885 m l in Göttingen 1885—1886. Zum Tr. iur. utr. wurde er l&J in Jena promoviert und zum Tr. Phil. 1898 jn GreisswL Don 1886—1889 xvar er Obcrlandesgericktsrefcrendar in B« S lau, 1891 Dozent an der Technischen Hockschule Aachen, lyj | bis 1893 Syndikus der Handelskammer für den Regierungsbe». । Münster i. W. Von 1893—1898 wirkte er als etatmäßyss ; außerordentlicher Professor an der Akademie Münster i. — ■ im letztgenannten Jahre mürbe er als etatsmäftiger orber licher Professor und Tircktor des staatswissensckaftlic« Seminars an die Universität Oftcifswald berufen, wo er bis « verblieb. In diesem Iahte folgte er mit Wirkung vom 1. S» an einem Ruse als orbcnHidur Professor der Nationalökonomie m Direktor des staatsnüfsenschaftlich-ftatistifthen SerninarS an 3 Universität Gießen Als solcher erhielt er 1907 das Ritter kni 1 Klasse des VerdienstordexxS Philipps ves Großmütigen, v- 1908 den preußischen Kronenorden 3. Klasse Am 25. Noverr,'« v. I ernannte ihn Seine Königliche Hoheit bet Gtotzhetzog Geheimen Hoftat. — Im Jahre 1898 erhielt et je einen « an die Technische Hochschule Darmstadt und an die Umven.o- Königsberg i. Pr.; beide lehnte er ab. * Regierung. Jn Wort unb Schrift hat er ba^u seine Beiträge geliefert und seine Gedanken auch nach Süddeutschlarf getragen. Er liebt wohl, feiner eignen, starken Natur em sprechend, diesen preußischen Staat, der durch Kampf groz' geworden lvar und auch heute n och die Rüstung tet . Kämpfers tragen muß. Sein streitbarer Sinn hat ^hn ■ mitunter in Verwicklungen geführt, die ihm später fclb* I nicht zur Freude gereichten. So hat sein jahrelanger, b I harrlicher Kamps gegen den agrarischen Professor Ruhlriro I den er persönlich angriff, in der letzten gerichtlichen En> I scheidung ßu einem Rückzug Biermers geführt, der ihe I wohl nicht leicht geworden sein mag. Biermers wissen-1 schaftliche Arbeiten sind unge.zählt. Für das allgemeir I .Haxrdbuch her Staatswisfenschäften schrieb er Abhattdchnge: I die die Arbeitseinstellungeix in England, Italien, den E I derlanden, Rußland und den Vereinigten Staaten, sow | das Warenhaus und die Wa Biermers warmherzige Verehrung des Altreichskanzl'-U' Bisxnarck, dem er manchen schwungvollen Artikel gern:'! met hat Ter Gießener Stadtverordnetenversammlung b*t der Verstorbene drei Jahre angehört, vom 1. Jan. 1-' bis 31. Dezember 1910, daneben xvar er stellv er treteistE; Mitglied des Provinzialausschusses. Als Mitglied des All" iichtsrates der Laxxdesversicherungsanstalt hat Biem«' gleichfalls nützliche Anregungen gegeben. Ein reiches Lekn- ist erloschen. Die Gießener Bevölkerung wird die ftol'uc markante Erscheinung mit lebhaftem Bedaxxern missen xrr) der Hinterbliebenen Gattin Biermers und seinen beiten er mit einer Vereinigung sehr gern arbeiten wolle, wenn an ihrer Spipc ruhige, besonnene Leute ständen. Herr Seel von Maffer- beim schlägt vor, mit der Gründung des Vereins zu beginnet Herr Alles bemerkt, die Mitglieder des Aufsichtsrats und Bet. standes bauten zusammen über 1300 Morgen Rüben, sie hätten also selbst das größte Interesse daran, daß gute Rübenpreise bezatt: würden. Herr Jakobt) stellte fest, daß die Fabriken am bester stehen, wenn sie ihre Morgenzahl vermehren können Die B- hauptung des Herrn Schudt, die Friedberger Fabrik sei eine Fabrik der Landxvirtc, fei nicht richtig. Der Anschluß an die Vereinigung in Worms wurde cinfthnntig beschlagen. $t( äA4 An» Stadt und CantL Gießen, 27. Februar 1913, Geh. Hofrat Prof. Dr. Biermer t. Gestern nachmittag um 4 Uhr starb infolge eines Her.- schlages plötzlich einer der auch außerhalb des Hessenlandc-z bekanntesten Lehrer unserer Landesuniversität, der ordentliche Professor der Staatswissenschaften Geh. Hofrat Prof. | Dr. jur. et phil. Karl Magnus Biermer. Tie Naci;. J richt verbreitete sich rasch; man mochte es nicht glauben, | daß dieser unermüdliche, rüstige und energische Mann, der I an leinet Krankheit zu leiden hatte, so schnell das Zeitliche I gesegnet haben sollte. Biermer stand im 52. Lebensjahre | Weit über den Rahmen seiner Fachwissenschaft hat er xrs J öffentliche Leben ein gegriffen; fein -Herz erglühte für alle | praktischen Aufgaben, die Staat uxxb Gemeinde 8 stellt sind, und seine streitbare Aatxrr hat keine Schwxenz I feiten gekannt Dabei war er kein Partei kämpfet, er I ging überall, seiner starken Persönlichkeit folgend, cigc?u I Wege, und so war die Zahl seiner Gegner größer als di. I seiner Freunde. Aber axx der Bahre dieses schneidiger I Kämpfers, der ohne Rücksichten auf die Gewinnung eigener ] Ehren und .Würden in allexx Dingen so rückhaltlos fein I Meinung sagte, der darum auch die hohe Achtung alle-1 derer besaß, die ihn kannten und zwar kein größeres parlo I mentarisches Mandat hatte, dafür aber in engerem Kreiscl an den Geschäften der Gemeinde und Provinz als Erwählter I tätigen Axxteil nahm, schxvindet aller Widerspruch und I nxir das schxnerzliche Gefühl bleibt, daß dieser Mann Jol schnell und graufam aus seiner Tätigkeit herausgerissen 1 wurde. In den letzten Jahren, nachdem er sein Stadl- verordnetenmandat niedergelegt hatte, zog er sich vor-. : öfsentlichexx Lebexx mehr und mehr zurück, und seixx rast loser Fleiß wandte sich den wissenschaftlichen und schrift. ,i stellerischen Arbeiten zu, die ihm einen guten Namen machten hatten. Denn Biermer verstand die Feder p | führe ix wie kein zweiter. Jn finanzpolitischen und Handels-1 politischen Fragen war er eine anerkannte Autorität, un> I wie er in der hessischen Politik, besonders in Dingen der I Cis e n b ahn g em eins cha f t mit Preußen, so temperamentvoll! die von Hessen errungenen Vorteile darzustellen wußte, I das ist aus der letztexx Zeit her am Juci-I testen bekannt. Der in der Schweiz als Sohn grboi : Oicl S 5 i kr» praÄ I'Msrat» betrau Ij-rti als 3C Zahl bi littrfübruui Lften «erb 15-Mrektor I Päd I-Aft am 1. |ri ab H2 l^niittagS- Iwm.; ßchne I^nelljug 2' lj,-n ßrankfui Ivickluß an w. Als ilnwksmd: Lcitz, sowie lvurde nxiigi kinspruck m gegen- dm T eines V e Alsfeld iidrtigt, die in Wegfall Altenburg iulcgen, Uli fischen 3 lanbe?Fofi;c Sctatung f! fßataKdtotq xrvbrndn C stm. 61,1 a tcrniin hat gemacht, ff ihn. 61,7 polizeilich links der und dem ( Feldbereiw der Bedin pflichtet, ei Strafte hei । in sorgen, unö Unter! befreit ist. [Wj die K tdorgesehene «adame Deutschen 1 Indien inu K Rolle bi Donvivants Mrd bei aer Anten bet 9 Mise- - A' hinter Mo •* 5)ci' IHkuemrichlui ihre dic % D-e '..nnbtn. Bullen-Verkauf Bilanz am 31. Dezember 1912 Bin trlllltes 142 Stand der Mitglieder Ende 1912 1387 ist d. sehnlichste Wunsch eines ied. Brautvaarö und findet jede Braut u. Ebevaar die nröfetc Auswahl in Möbeln, Belten, Tevvichen, Gardinen bei I. Jttmann, Gienen, Bahnhosstrane 29. (Größtes a”/2 Möbelveriandbaus Qbcrhcsscnö. Berkaus aus Tei lzahlg. Kornvl. Einrichtungen. 1 Zimmer und Küche von Mk. 1^0.— an. Anzahlung Atk. 25.—. Komvl. Schlafzimmer von Mk. 250.— an. Komplette Küche von Mk. 62.- an. Nasch waschen tonn eine Hausfrau nur b.Berwcndiina von Giotil, indem dabei das Einseifen ^/der Wäsche,sowie dicNafenbleiche wcmällt. Nur '/.Stunde mit (Giotil gekocht und die Waiche ist rein u. schneeweiß. Giotil, vollständig unschädlich, ve.r - Paket niir 30 Pig. Z a brr läuienHanauer Seifenfabrik I. Giolh, G. in. b. H. Niederlage bei Wilhelm Wagner, Gießen, Steinftr. 45. >1)'^ Landwirtschaftlicher Konsumvrrrin e. ®. m. u H. zu Großcn-Linden. Der Direktor: Der Rechner: Johs. Hankel. Phil. Prrr III. Der Lagerhalter: Gg. Muhl. 1911 er Büdesheimer- Bubenstück- :: Naturwein:: per Fl. M. 1.25 A. Austerlitz* Weinhandlung, 1908 Frankfurter Straße 11. Die feinst, holländischen Schellfische und Cabliau find eingetronen und billigst zu haben bei: 1288 GeorgWailenlels Marktplatz nur 21, Telephon 46, gegenüb. der EngelapoUMlr. Kaffee wöchentlich frisch gebrannt in nur guten Qualitäten & Pfd. M.1.50,1.60,1.70,1.80 u. 2— bei Robert Stuhl, Vostadt Rabattmarken. (1247 ßiftrnt Kastenkarren fertigt stets in groß. Außwahl ST Ersatzteile 1386 Kasten, Räder in Schmiedeeisen u.Stahlgus; Karl8ernitr,HkinhelhtiU Die Gemeinde Steinbach beabsichtigt einen fetten Bullen (Simmentaler Raffe) zu verkaufen. Schrift!. Angebote pro Ztr. Lebendgewicht können bis Mittwoch, den 5. März d. Js., nachm. 3 Uhr bei der unterze chneten Bürgermeisterei eingeretcht werden, woselbst die Kaufbedingungen eingesehen werden können. Gleichzeitig beabsichtigt die Gemeinde wieder einen jungen Bullen derselben Nasse anzuschaffen. Die Besitzer solcher Tiere wollen sich melden. Steilibach, am 26. Februar 1913. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. 1373 Krame r. Da« Beate für die Hautpflege tot: b1/, Mädchen u. Frauen, auch Kindern, mit dünnem, schwachem Haar, zumal wenn Haarausfall, Juckreiz und Kopf- schuppen sich cinstellcn, sei folgendes bewährte und billige Rezept zur Pflege des Haares empfohlen: Wöchentlich imaliges Waschen des Haares mit Zucker'« kombiniertem Krauter - Shampoon «Pak. 20 Pf.>, daneben regel- mäßiges kräftiges Einreiben deö Haarbodens mit Zuk- ker'fi Qriginal-Kritnter- BJaarwaKser (Fl. 1.25) und Zucker’« Spezial KrU.«- ter-Haarn iihrfett (Dose •K) Ps.>. Großartige Wirkung, oonTauienden bestätigt. Eckt bei N. Noll, E. Noll, C. Seibel, Q.Schaas,E.Kar«, W.Kiibiuger, Drogerien, u. H. Ticbv, Parfümerie. lsl'rt/7 Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen Mr Freitag, den 2^. Februar 1913: qnecbtelno bewölkt, mild, strichweise Niederschlage, nordwestliche Winde. __________ ____ Brennholz-Versteiqerunq. Schlicrbaw'scüen «u asutl.cn. «o Nm. Scheit un^KnüpVfMVReiser' WILL aus dem DMrikt Mei l liardt. _________________ | S)r. Koese’s | j&beitsAurse für Schüler höherer Lehranstalten. Anfertigung der Schularb. unter persönl. strenger Aufsicht <7es Unterzeichneten i. wöchentJ. 10 Nachmittagsstund. Honorar f. 4 Wochen 25 Mk Beginn am 7, April d.J. Anmeldungen bis dahin erb. 9)r. Keese Gymnasial-Oberlehrer i.P. Giessen, Goethestrasse 34 930 and, I "/• Kbruar i8ll II icrintt f. I LLLM "LkM !tc«nicht 2V I NS* I erglühte für 1 I öenreinbe 6 I J04 keine JJeit folgend, eiotj !?ner größer als? fchneidi« e «ewinnuna einer; l° rückhaltlos jto W Achtung ch ' kein größeres pch er in engerem.«hil rovmz als ErlväM ^r Widerspruch M dalr dieser Mann W l'gkeit herausgerö«V Üdem er snn Stell ke. zog er sich II Mick, und sein n lastlichen und M [m guten Namen rüand die Feder üilischen und haM annle Autorität, : anders in Dingen i io LWtomm t darzustellen ton? ii her am ö Schweiz als st mrmherziger deuliü len WeltanschaM irtei, und daß er i: iten ließ, bewein je Politik der prcußilfr at er dazu seine & ch nach Suddachchlai M-FlÄ a«f Eiö in la. feinftcr lcbendfrischcr Ware soeben eingetr. u. billigst bei Aug. Wallenfels Marktplatz 17 Telephon 262 Prompter Versand auch nach auSwärtS. (84 urlaubung angenommen. Kreis Lauterbach. ~ Lauterbach, 26. Febr. An der I) oberen Bürgerschule fand gestern nachmittag unter dem Vorsitz des Geh. Oberschulrates Block vom Ministerium die Abschluß - (Einjäbrigen-)Prüfung statt. Der Prüfung unter- zogen sich fünf Knaben und ein Mädchen der Unter-Sekunda, die sämtlich bestanden, zwei Schüler waren von der mündlichen Prüfung befreit. ~ Lauterbach, 26. Febr. Lehrer Otto Kinkel, seither in Langen, wurde zum £>auptlebrer und Leiter der hiesigen Stadlschiile ernannt und am 18. d. Mts. in sein Amt eingewiesen. Starkenburg und Rheinhessen. m O f f e n b a c!i, 26. Febr. Ein Schüler-Selbstmord ereignete sich gestern nachmittag gegen 3 Uhr in einem Schulzimmer des Gymnasiums, wo heute die Abiturientenprnfung abgehalten wurde. Der 18jährige Oberprimaner Pbil. Den bl er, der die Prüfling nicht bestand, nahm sich deii Vorfall aus gekränktem Ehrgefühl so 511 Herzen, da st er sich mit einem Revolver eine Kugel in die rechte Schläfe jagte. Er wurde schwer verletzt in§ städtische Krankenhaus gebracht und dürfte wohl kaum mit dem Leben davonkommen. Optima-Fahrräder n> «x r»d ow imälrrtretm« < 5£ut u- RalfbarkdL 3erfer 16. Abteihi K Lanolin-Fabrik Martini*_________ Die Mitgliederzahl betrug Ende 1911 . 148 Während 1912 gingen ab..... *« Sutfabrirant Georg Schuchard sen. f. Gestern ■ »ersHicd mfolge ernes Schlaganfalles Herr Georg Schuchard. Der i «erstorbene war am 25. Juni 1857 zu Lauterback) als Sohn , Hutntachermeistcrs Georg Tobias Schuchard geboren, kam ' frühzeitig hierher und gründete mit seinem Bruder ein Hut- «fchäft, bas rasch einen bedeutenden Aufschwung nahm. Der Herslorbewe war durch seine Tätigkeit auf gemeinnützigem und wohltätigem Gebiet allgemein bekannt und beliebt, namentlich die «i>ese^ und Dücherhalle und das Klubhaus auf dem Hoherodskops erfreuten sich seiner liebevollen Fürsorge. Herr Sckmchard war pregen seines liebenswürdigen Wesens allgemein geschätzt. *" Die hessische La n d w ir t sch a sts ka m m er beschloß, ihre diesjährige Vollversammlung am 10. März abzuhalten. Die Verhandlungen werden im Synodalgebäude siattsinden. ** Hessische Landwirtschaftl. Genossenschaften. Der Ver'bandsausschuh hat in seiner Sitzung tom 21. Februar beschlossen, daß mit der provisorischen Zersehung des durch das Hinscheiden des Geh. Reg.-Rats Ka a s erledigten Postens des Verbandsdirektors Geh. Re- xierungsrat B i ch m a n n und Oekonomierat Dr. .Heiden- leich betraut werden sollen. Beide Herren sind schon länger als 30 Jahre Mitglieder des Verbandsausschusses. Khre Wahl dürfte Gewähr bieten für eine ordnungsmäßige Wetterführung der Verbandsgeschäste bis zu der auf dem nächsten Berbandstag aufzunehmenden Neuwahl eines Ver- »andsdirektors. •• Bäderzüge. Der Verkehr der Bäderzüge beginnt «nieder am 1. März. Schnellzug 27 Wiesbaden—Hom- turg—Bad-Nauheim—Berlin-Potsdam in Gießen an 1118 iinb ab 1127 Uhr vormittags. Schnellzug 28 Berlin- DotSdam—Wiesbaden in Gießen an 433 und ab 441 Uhr »achmittagS. Schnellzug 127 Koblenz—Gießen, an l l«8 Uhr »onn.; Schnellzug 128 Gießen —Koblenz, ab 1208Uhr nachm. Echnellzug 27 nimmt in Bad-Nauheim den Anschlußzug 27a ton Frankfutt auf und Schnellzug 28 vermittelt daselbst den Anschluß an Schnellzug 28a nach Frankfurt. ** Stadttheater. In der Sonntagvorstellung von Madame Bonivard wird Herr Karl Rotteck vom „Deutschen Theater in Hamburg^tz dem der Ruf eines ge- »yandten und liebenswürdigen Darstellers vorausgeht, in ier Rolle des Henry Dav al für das Fach des ersten Donvivants auf Engagement gastieren. Die Vorstellung Vird bei gewöhnlichen Preisen gegeben, doch zahlen Llbon- »enten bet Vorweis des 6. Ermäftigungskupons nur kleine Kreise. — Am Sonntag nachmittag wird bei kleinen Preisen ^Hinter Mauern" wiärerholt. •• Das Museum für Völkerkunde ist in seiner Neueinrichtung Sonntags von 11—1 Uhr geöffnet. Kreis Alsfeld. Prima iNkitze Kernseife Marke Pseildreieck «.Panther 10 Psuub 2,90 3)lt, feinste Tilbcr-Tllimitrseise 10 Pfund 2,20 Mk., prima Waschpulver Pfund 18 Psg. C”3 Jakob Maternus. w. Alsfeld, 26. Febr. (St ad t vor stand s sitz UN g.) Anwesend: Bürgermeister Dr. Völsing als Vorsitzender, Beig. Meitz, sowie 12 Stadtvorstandsmitglieder. Zu Beginn der Sitzung Umrdc mitgeteilt, daß das Urteil des Kreisausschusses über den Einspruch mehrerer Mitglieder der israelitischen Neltgtonsgemeinde qeqen. den Voranschlag rechtskräftig geworden ist. — Schaffung ein es Verbindungswegs zwischen Altenburgund Alsfeld durch die Feldbereinigung. Es war beabsichtigt, die Wegüberführung bei Km. 61,7 an der Serfenfabrir in Wegfall kommen zu lassen und dafür einen Parallelweg von Altenburg aus entlang bem Bahnkörper bis nach Alsfeld an- Äuleaen. und zwar so, daß dadurch eine unmittelbare Verbindung zwischen Altenburg und Alsfeld hergestcllt wurde In dem Landespolizeilichen Prüfungstermin, in dem dieses Proiekt zur Beratung stand, war von der Stadt Einbruch gegen diefeu Zarallelweg erhoben worden nrtt der Begründung, daß cm Teichcnder Grund zum Fortfall der bestehenden Wcganlage bei $hn 61,7 an der Seifenfabrik nicht vorliege. In dem Priifungs- Icrmin hatte daraufhin die Eisenbahnverwaltung den Vorschlag gemacht, sie sei berett, für den Wegfall der Wegüberführung m 61,7 und für den Wegfall der sämtlichen in dem landes- rolizeilich geprüften Entwurf vorgesehenen Seitenwege rechts und links der Bahnlinie Gießen—Fulda zwischen Grünberger^-tratze und dem Ebelingschen Anwesen den Betrag von 21 000 Mk. der Feldbereinigungsgesellschaft Alsfeld zur Verfügung zu stellen unter der Bedingung, daß die Feldbereinigungsgesellschaft sich ver- vflichtet, einen Verbindungsweg zwischen Hainweg und Grunberger Straße herzustellen und für dauernde Unterhaltung die,es Weges -u sorgem so daß die Eisenbahnverwaltung von allen Wegbau und Unterhaltungspflichten längs des genannten Bahnabschiiittes befreit ist Die Eisenbalmverwaltung stellt die fernere Bedingung, daß die Krebsbachbrücke in den im landespo izeilichen Entwurs vorgesehenen Abmessungen (5,r>0 Meter l. W.) ausgetuhrt wird. durch Ihre M Kleidono wenn Sie dieselbe von J. MW, Gießen Bahnhofstr. 29 beziehen. sa"/r Elegante blaue Anzüge M.30.—,Anz.M:i0.- Braune, graue Anzüge, streng modern, At.38.- Anzahl. At. 12.- Svez.-Anzug, la. Ware, Ersatz s. Ptaß. 'J)L 45.— Anzahl. M. 15.— Anfertigung nach Maß. Begueme Teilzahlung. J. Jttmann Bahnhofstr. 29. en, starken Miu « N?r öurck W yf ch bic Niwiill L ,arer Sinn halri Die ihm später I sein fchrÜMger,!! m Professor MA jten gerichtlichen;1 ers geführt, der q ig. Kemers roil'j Mr das allgeni-I jricb ci Abhandiuiyl mü>, Italien, den ] ingten L-taaten, >k.l usfieucr behaM T Aufgaben uiw 1 ^erfragen, eichseifmbahnge^ IsiaiidsbmegunO ikterisrisch fär ls Blasse ang« M aus akmcllen^ ^handelte er w j Askirsis", uadk russische WJj Nachlaßsteuer V mnlimg natw^'ß d-s ««".ö tsgä ’rt/ w stellverttc^l ferung - 92 fit ain y' .qü-lAc^A ndtt f WM SW ij/t (t ll it«gCvl Letzte Ni errichten. Hessische Zweite Kammer. bs. Da rm st a d t, 27. Febr. Nachdenii Vizepräsident K orclt bic Sit'ung um 9,20 Uhr eröffnete, macht Abg. W l n ckl er zunächst einige persönliche Bemerkungen. 6ur Tagesordnung fprid>t dann zuerst Abg. Finger. Lutz bringt Beschwerden gegen die Ver- waltunng'vor. Ihm entgegnet Mimstnialrat Kratz, und Ministerialrat Hölzinger. Abg. Bach .iprrcht über die Beteiligung der .Lehrer an Vollsbildungskurieu. Die Königin der Niederlanden iMTaunus. Homburg v. d. H., 27. Febr Die Königin Wilhelmine ist mit der Prinzessin Juttanne um 8.10 Uhr mt Sonderzug hier eingetrofsen. .F r i e d e n s v e r h a n d l u n g e n. Paris, 27. Febr. Wie hier sicher verlautet, finden in Petersburg gegenwärtig Verhandlungen zwischen dem türkischen und dem bulgarischen Bevollmächtigten statt, um einen baldigen Friedensschluß herbeizuführen. Rußland ist an den Verhandlungen nicht beteiligt. _ Der französisch-spanische Marokko-Vertrag. Paris, 27. Febr. Im Kammerausschuß für die auswärtigen Angelegenheiten berichtete der Abg. N oulens als Referent für den französisch-spamschen Marvkkoverttag., Frankreich erhalte einen Gebietszuwachs bvn vier Millionen Hektar in der Gegend von llerga und 4 Millwneu Sbcftar bei Ifni gegenüber dem Vertrag mit Spanien vorn Fahre 1904. Es sei dies eine Entschädigung, die Spanien Frankreich als Anteil an den Opfern bewillige dw Frankreich dem Deutschen Reich in M arvkko brachte. Bei dem Bau der E i s e n b a h n T a n g e r — F e z erhalte Frani • reich 60 Proz. des Kapitals und neun AdiNiNistimtoren, Spanieii 10 Proz. und sechs Administratoren. _ Falls Fremde an den. Unternehmen sich beteiligen nrolltcn, mür^n ihnen.8 Qroi. öc- Kapitals reserviert werden, die von tyranfretcb und Spanien zu gleichen Teilen getragen werden sollten. Erdbeben. Müllheim i. B., 27. Febr. In: ganzen, M a r k g r a f l e r- land wurde heute früh 4.20 Uhr.ein heftiges Erdbeben wahrgenommen, das im Gebirge besonders stark gewesen zu sein scheint.___________ ApsklriM, Aürikosc«, Birncil, Briiiiklicii, ta.?6)t,6oli)Di[iiiinieii, PjirWst, gcsMlt, ^"Iriidit, ungcidiülf, i Wimen, ZwtWcn in besten Qualitäten und verschiedenen Preislagen bei Emil Fischtkch. Wegen der Vetteilung des Betraas von 21000 Mk. sollten sich die beiden Feldbereinigungsgesellschaften Altenburg und Alsfeld auseinandersetzen, ebenso bezüglich der Frage der Unterhaltung des Weges. Die Vollzugsausschüsse für die Feldbereinigung Alsfeld und Altenburg haben zu dem Vorschlag der Eisenbalm" Kd Verwaltung Stellung genommen und das Angebot angenommen. , Nach ihrem Beschluß soll das von der Eisenbs-nverwaltung zur Verfügung gestellte Kapital von 21 000 Mk. von der Feldbereini- gungsgeseilschast Alsfeld der Feldbereinigung Altenburg über- 1 tragen werden. Altenburg verpflichtet sich dagegen, die Kosten der Herstellung des vorgesehenen Verbindungswegs zwischen Hainweg und Grunberger Straße nebst zugehörigen Nebenanlagen (Brücke und Durchlaß) sowie die der dauernden Unterhaltung dieses Weges zu tragen. Tas Projekt über den Wegebau ist vor Ausführung des Weges beiden Ausschüssen zur GenehmigilUg vorzulegen. Im Streitfall soll über die Unterhaltung des Weges die Verwaltungsbehörde entscheiden. Der jetzt vorgeschlagene Ber- bindungsweg soll von Altenburg aus in ziemlich gerader Linie nach Alsfeld führen und über die , Brauerei Wallach auf die Romroder Straße ausmünden. Entsprechend dem Vorschlag des Banausschlisses wurde beschlossen: Ter Stadtvorstand ist der Ansicht, daß der nunmehr nachträglich vorgesehen^ Weg zwischen Altenburg und Alsfeld kein Weg im Sinne der Feldbereinigung ist, sondern die Herstellung eines Verbindungsweges zwilchen Altenburg und Alsfeld bezwecken soll. Aus diesem Grunde erhebt er Einspruch dagegen, daß der Betrag von 21000 Mk. einer Feldberemigungsgesellschast für die Erbauung und Unterhaltung überwiesen wird. Grundsätzlich ist man jedoch der Herstellung eines Verbindungsweges nicht abgeneigt und zu weiteren Verhandlungen bereit, sobald ein spezifiziertes Projekt mit Kostenvoranschlag über die Erbauung des Weges der Stadt Alsfeld vorgelegt wird. ----- Zufuhr st raße zu m neuen B a h n h o fs- gebände vom Lieden aus; hier: Vertrags- Ab - schluß mit der Eisenbahnverwaltung. Nachdem der Stadtvorstand am 15. Januar 1913 endgültig beschlossen hat, die neue Zufuhrstraße zu bauen und der Geländeerwerb dazu bereits vorgenommen worden ist, muß nunmehr der Vertrag zwischen Stadt und Eisenbahnverwaltung abgeschlossen werden, der die Einzelheiten regelt. Danach erhält die Stadt 24 000 Mt. überwiesen von der Eisenbahn und dem Konsortium der gelande- stellenden Gemeinden als Beitrag für die von ihr zu erbauende neue Zufuhrstraße. Der Bahnhofsvorplatz wird so angelegt, daß die neue und die alte Zusuhrstraße von beiden Seiten m einer Steigung von 1: 18 einmünben können. Mit dem Bau der neuen Zufuhrstraße soll nach dem »ertrag so frühzeitig begonnen werden, daß bei Fertigstellung des neuen Bahnhofseinpfangs- gebäudes die Straße ordnungsmäßig hergestellt ist. .uc Zahlung des Zuschusses an die Stadt erfolgt alsbald nach der ,chu den- und lastenfreien Ueberschreibung des WelänbcS lür den Ba.Nihchs- vorplatz im Grundbuch auf die Eisenbahn. Es bleiben Vorbehalten die Zustimmung des Konsortiums dec gelandestellenden Gemeinden zu diesem Vertrage und des Ministers der Dfientlimcn Arbeiten in Berlin. Der Vertragsentwurf wurde genehmigt, gegen die Stimme des Herrn -Bücking, der seine ablehnende Haltung damit begründet, daß er in zwei Paragraphen des Vertrages eine zu weit gehende Verptlichtung der Ltadt et blutt, tnmal die Eisenbahndirektion, um ihr Projekt überhaupt m einigermaßen annehmbarem Lichte erscheinen zu lasten, die neue ;>u’uln> straße in Anregung gebracht hat. — In der nichtöffentlichen Sitzung wurde als Vertreter für den erkrankten Stadtrechner Buig der Kreiskassenrechner Otto (St l in g für die Tauer der Be- Heffen-Naffau. N M arbnra, 26. Febr. Heute fruy machte der ettvv 50 Jahre alte Reichsbankbote Ottfried W e be r fernem Leben durch Erschießen ein Ende, Der De^llchene, ein in guten Verhältnissen lebender pflichttreuer Beamter, litt in der letzten Zeit an Schwermut. . -- Treysa, 26. Febr. Bisher hatten wir hierTrer ärzte, die in Anbetracht der vorzüglichen reni landwirtschaftlichen Gegend ziemlich stark beschästtgt waren. Nun ist vor Tagen Tierarzt Baehr gestorben. Ihm war auch die Slnfchschan übertragen, welches Amt ein jnutzer Mann ganz beguem neben feiner Praxis ausüben kann und es wäre wunsck^enswett, wenn sich hier wieder ein junger tüchtiger Tierarzt mederlassen würde. Er würde sicher eine sehr gute Praxis bekommen ujb würde wohl mich die Flei,ch>ckMi, die fahrlich etwa 1800 Mark erbringt, übertragen werden. r. ,• r- . fc. Rosenthal, 25. Febr. Der älteste biesige Einwohner, der 90jährige Korbmacher Friedr. Balzer, ist gestern gestorben ^urcktbare Erp'oflon — 60 Menschen getötet. Madrid, 25. ^ebr. Bei den Erweiternngsbaiiten in bem nun Becken von Gijo n gedörigen Ha'en von M u f e I entttanh durch bic vorzeitige Exvlosi o n enies icherlabenen Bohrloche, eine ßirchtbare üaiastrovhe; nach ben bisherigen Dlelbungcn le trägt die Zahl ber Cvfcr, außer zahlreichen Verwundeten, 60 lote, teils Arbeiter, teils Z.iichauer iU'ter den letzteren ^befindet üch ein G encral. - Ter amthdic Bericht besagt. ~te ',ail der bei der Minenervloston üieiöteten betragt 24 darunter ioll sich auch der bic Arbeiten leitende Ingenieur und U^ernehiner befinben. Tic Anzahl ber Verwundeten ist beträchtlich. Alan nlaiibr, daß noch zahlreiche Vcrwncn unter den ^upiniern liegen Tie Rataftroube creiquete sich folgendermaßen: Eine 35''0 Kilogramm schwarzen PnlvSrs roar gelegt, "m enwn Fels zu ivrengen. Tie Sprengung mißglückte. Tie Mine J*^uieitc eiiien wahren Regen von Steinen am die Zuschauer und die Schisse im Voten. _________—» Aktiva. Mk. Warenvorrat . 4040.65 Kassenvorrat . 2917.79 Debitoren . . . 2661.23 Passiva. Mk. Äufgenommene Kapitalien . 1800.— Mitglieder-Guthaben . . . 1399.— Reservefonds . 1426.45 stetriebsrücklage 1382.35 Verlustkonto. . 461 tt 5 Reingewinn. . 3150.72 9619.67 9619.67 MAGGI8 Suppen verbürgen feinste Qualität! 6'7, \ Würfel für 2-3 Mer 10 pfg. — Mehr als 40 Sorten HKIGSSSG ® eeaeeeee ff. Komödiantei Heute wieder Hm r Maria neu eingetroffen Programm 20 Pfg. im c«•/. Gut! kaufen Sie 7 ? T> Konfirmanden-und Telephon 337 Kommunikanten- 152 Kleider von J. Pfeffer Giessen in reiner Wolle und in reizenden Fassons - s Sie haben deshalb auch feit mehr als 20 Jahren das volle Vertrauen von Millionen von Hausfrauen. Beginn des Sommerhalbjahres am 3. April in den neu eingerichteten Schulräumen Bleichstr. 6. bk sirb kommen Ter raffe $u 10 Personen. Kavallerie-Musik. Sonntags ab 3’/. Ubr.£ M. 13.50 an Reell I Billig! Enormer Erfolg. an/, Alleiniges Erstaufführungsrecht für Giessen. Und die übrigen hervorrag. 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Uhr, in der neuen Aula Frau Mela Lahner-Rebner aus Wien (Sopran) Herren Adolf Rebner (Violine), Johannes Hegar (Violoncelli, Professor Trautmann (Klavier). Programm: Trio von R. Volk mann. Sonate für Pianoforte und Violine von J. F. Biber. Trio von J. Brahms. Gesänge von G. Mahler, A. von Zemlinsky und Dvorak. FintritklrartPn • L Platz Mk- die weiteren Mk. 2.- Stehplatz Mk. 1.50, tmirinSKdrien . Studentenkarten Mk 1— sind in der Musikahen-Handlung von J. RNS't eil ALLIER ch». Siadllhealer Mm Direkt: Hermann Stelngoetb* Freitag, d. 28. ftebr. 1018 abends 8 llbr: 18. ftreitag«Abonn.-Borsttlll. G«vöhnllche Preise! Die Herren Löhlik Lustspiel m 3 Akten vor Cötar Walter u. Leo Ende IO1/« Mr. »., stefit um so 6r XO* P O ' e. Butter nur notfi aufdemÜscR! .IIJUIUII imm.i.tmmmw