Mittwoch, 26. März 1915 Erstes Blatt 163. Jahrgang Ö77 gedroht werden. völkerung von ment aufhört. 9(b()ü[e» iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— uicrtel- jährl. ausfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Piennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Lin Sieg der Serben ? 25. März. Amtlich wird gemeldet, daß sich nicht durch die Belagerung entschieden wird, das Fortdauern der Belagerung ein unnützes Gemetzel bedeuten und tatsächlich auf eine verbrecherische Torheit hinauslaufcn würde, die ihnen jede Sympathie in England entfremden würde. Tas ist einer der Gründe, weshalb cs wünschenswert ist, daß die Tatsache der unter den Mächten erzielten Einigkeit sobald als möglich bekannt wird. Wenn die Entscheidung der Mächte nicht respektiert gemeinsame diplomatische Aktion in Belgrad und Cctinje zu unternehmen, den Beschluß, zu dem sic gekommen sind, be- seiner Waren gehindert, und der Matrosen Lcbeit bedrolK worden wäre, .als durchaus unrichtig bezeichnet. Dieses Dementi ist den Tatsachen und der Wahrheit entsprechend; denn teilt Schiff ist verhindert worden, seine 'Handelsgeschäft , lichen Manipulationen vorzunehmen, noch sind Matrosen von montenegrinischen Soldaten bedroht worden. Von der Beschwerde des Kapitäns und der Maschinisten der „S t o- d r a" erhielt die montenegrinische Regierung erst vorgestern durch die Note der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft Kenntnis. Die Regierung hat sich sofort beeilt, sn offizieller Form die Erklärung abzugeben, sie wolle den Verkehr der österreichisch-ungarischen Dampfer erleichtern und selbst für die Bewegungen alle Erleichterungen bieten. Die Regierung entsandte unverzüglich einen besonderen Funktionär behufs strenger Untersuchung des Zwischenfalls und gab gleichzeitig die Erklärung ab, eventuelle Schuldige streng zu bestrafen. Hilfe für die Bevölkerung von Skutari. Rom, 25. März. (Agenzia Stefani.) Die italienische Regierung hat angeordnet, daß ein Schulschiff mit Aerzten, Schwestern und Arzneimitteln von Brindisi nach San Giovanni di Medua in See geht. Dort soll eine egg™" .......... ■ Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten, halten keine Kriegsentschädigung — müßte man in Sofia endlich einseheu, daß die Zeit gekommen ist, den Frieden zu schließen. K o n st a n t i n o p e l, 25. März. Der heutige amtliche Kriegsbericht besagt: Adrian opel wurde am 22. und 23. schwach beschossen. An der Nordfront fand ein Artillerietampf statt; vor Bulair an der Tschataldscha- linie verlief der 23. März ruhig. Gestern griff vorTscha - t a l d s ch a der Feind, etwa zwei Bataillone stark, unseren rechten Flügel an, wurde jedoch zur ü ck g es ch l ag e n. Es kam zu einem heftigen Artillerie- und Fnfänteriekämpse. Eine feindliche Streitmacht von mehr als einer Division griff einen von unserer an der Süd- lüste befindlichen Schiffseinheit ausgesandten Vorposten an. In dem Kampfe, der bis zum Abend dauerte, wiesen unsere Vorposten überall die Angriffe des Gegners tapfer zurück und konnten die Positionen behaupten. Das Bombardement von Skutari eingestellt. Belgrad, 26. März. Das Bombardement von Sku- tari ist serbischerseits laut „Prawa" gestern nachmittag auf Anordnung der serbischen Regierung eingestellt worden. Eine Beschwerde Montenegros. Ce tin j e, 25. März. (Reuter.) In einer an alle Groß- Durch Vaküumerhitzung bat Dr. Thomae ferner kristallisierte Fette gewonnen bei — nach seitheriger Anschauung — entfetteter reinster Baumwolle (Verbaudwatte), Leinwand, Tuch und Leder. Sagemehl, Holzwolle und Zeitungspapier lieferten bei de.r Vakuumerhitzung weiche Fette, die jedoch auch der Kristallisatton fähig zu sein scheinen. Tast Filtrierpapier kristallisiertes, Zeitungspapier weicheres Fett liefert, bat seinen Grund darin, dast beide Papiere aus verschiedenem Material hergcstellt werden — Filtrierpapier hauptsächlich aus Fasern und Stroh, Zeitungspavicr aus Holz. Tas Verfahren gründet sich daraus, daß alle Oberhäute und' Zellwände jedes Organismus im Weltall Fett eitthalten und vielt natürlich Farbstoffe in Fett eingebettet sind. Dr. Thomae erblickt in den Fetten der pflanzlichen und tierischen Oberhäute, Zellwände und Farbstoffe, deren Gesamtmenge ungeheuer groß ist, die Hauplguclle für die Bildung des Teeres bei der seither üblichen Trockenerhitzung organischer Substanzen. Tiefe Trockeucrhitzung, die ohne Vakuum, also bei Luftzutritt, vorgenommen wird, läßt sich anscheinend auch so leiten, dast dic Verteerung entweder ganz oder größtenteils zurückgedrängt wird und die .Hauptteerbilduer, die Fette, al§ primäre Produkte nur cius- sckmelzeu. Mit diesbezüglichen experirneMellcn Versuchen ift, Dr. Thomae gegenwärtig beschäftigt. Im übrigen sind außer den Fetten auch noch die Harze und' andere Stoffe an der Teerbildung beteiligt. Dast alle Materialien, die in vegetalisck' oder tierische Gebilde und Abfälle hineinkommcu, fetthaltig werden, ist eine Schluß- Folgerung, die sich experimentell beweisen lässt, denn Dr. Thomae konnte in Gartenerde einen geringen Gehalt an Pflanzenfett nachvcisen. Die bei bestimmten Temperaturen abzubrechenden Trockenerhitzungen im luftleeren und lufferfüllten Raum, die man zweckmäßig als fraktionierte bezeichnet, liefern verwertbare Nelww Produkte und sind zmn Patent angemeldet. * — Bismarck: Gedanken u n d E r i n n e r n n g e n. Neue Ausgabe. Mit Bildnis. Zwei Bände. Groß-Oktav. In Lcinenband 12 Mk. Verlag I. G. Cottaschc Buchhandlung. Diese neue Grostoktav-Ausgabe bedeutet einen wesentlichen Fort - schritt gegenüber der ersten Ausgabe. Sie bietet einen gründlich revidierten Text, einen beträchtlich erweiterten Kommentar und vor allem ein groß angelegtes ausfiihrliches Personen-, Orts«. 3iibi!äumsausftenung allrussischer Kunst. Aus Anlast des Jubiläums wurde in Moskau eine „I ubilau m s a u s st c l l u u g altrussischer Kunst" ins Leben gerufen, die als etwas Bedeutendes und als etwas echt Russisches «rngesprock-en werden mus. Tie Veranstaltung der Ausstellung ist vor allem dem kaiserlichen Archäologischen Institut zu verdanken, ms bis in die entferntesten Gegenden des russischen Riesenr.äches hinein, an die vielen alten Städte Rußlands, an die Kirchen, Klöster, Kunstsammler die dringende Aufforderung nd tete, die ZubilÄumsausstellung zu beschicken. Und man ist dieser Auf- iorderung mit starker Bereitwilligkeit und auch mit Kunstver- stäudnis entgegeirgekommen. Wahre Kunstschätze sind hierbei ans Licht gefördert worden, ausgezeichnete Kunstiverkc, von deren Vorhandensein man früher meist nur ahnte. Vor allem sicht man natürlich viele Heiligenbilder. Man durchwandert die Jubiläumsausstellung, und betrackstet überrasch:: diese vielen kösUick ?n Heiligenbilder. Tie bedeutendsten Kunst - schätze haben die alten, echt russischen Städte wie Moskau, Kiew, Wow, Nowgorod beigesteuert. Ta reiht sich ein kostbares Kunst- neck ans andere, eine ferne, fast vergessene Blütezeit -cht russischer ftunft feiert liier ihre "Auferstehung. VoM Weihrauch- dunst oder vom Staube vieler Jahrhunderte sind diese kostbaren Heiligenbilder mit Piel.tt und Sorgsamkeit gereinigt. Die köstlichen Farben und die kindlich-naiven Konturen waren arg verdunkelt, jelck (citditen uns nun die ursprünglichen Farben wuuder- >äM entgegen. Aus manchem Heiligenbilde spricht ein gottbe- Madeles Künstlertal ent zu uns, das namenlos im Flust der Iahr- '.mntxrte untergcgangen ist: und merkwürdig, man wird seltsam m nvanck-e Strömung in der heutigen Malkunst erinnert, etwa m die Jung-Franzosen um) Henri Matisse. Die Werke stammen aus dem 13. bis 17. Jahrhundert. Die bedeutendsten zlunstschulen sind vertreten. Ta gewahren vir die Kiewer Schule, die fick nod) am1 stchtbarstcn an .Vyzanz anlehnt. Erdenfern, mystisch, stteng, ernst in den Farben, gehalten in der Bewegung ist die Moskauer Schule. Aber "jefonbcrS schön, selbständig, naiv farbenfreubig, reich an Be- 'vcgung und sonderbar frei von der Tradition sind jene Heiligen- 'iilder, die vor Jahrlmnderten im h o h e n d! o r d c n R u st l a n d s , hi der einst republikanischen Stadt Nowgorod entstanden sind. Interessant ist and) die sogenannte Stroganow er Schule, so 'benannt nach den bekannten hervorragenden Grasen Stroganow, Bezugspreis: monatlich 75 Ps., vierteljährlich Mk. 2.20; durch den Serbe» ergeben habe. Staatssekretär Grey über die Balfanlage. London, 25. März. In der heutigen allgemeinen Ludgctbespreckmng des Unterhauses gab Staatssekretär Sir Edward Grey eine bedeutsame Erklärung über die Balkanlage ab. Er sagte L unter anderem: dic einst, besonders zu Zeiten Iwans des Schrecklichen, energische, weitsichtige Vertreter und Vorposten des russischen Riesenreiches an der Wolga und in Sibirien gewesen waren. Tiese Stroganowcr Schule stellt gewissermaßen dic Synthese dar zwischen Moskau und Nowgorod: sie ist and? reich an herrlichen Miniaturen. Großer Fleiß und .Kunstfertigkeit sprechen auch aus den well' Hdiercn Gegenständen der Ausstellung: aus den vielen kostbaren Kronleuchtern, Wcihrauchsässem, den vielen Ringen, Kästchen, .Humpen, Bechern, Schöpfkellen, Ohrgehängen und aud) den schweren, farbenbunten oder golddnrchwirkten Gewändern. Unter diesen Gegenständen sind kleine .Meisterwerke der angewandten Kunst. Tassclbe must man von den zahlreichen vergilbten, ehrwürdigen Handschriften und Pergamenten sagen, die durch? er- lei'encu Miniaturenschmuck an ff allen. Tie Kunstwerke und Gegenstände, die aus früheren Jahrlmnderten stammen, sind dabei zweifellos schöner als die späteren. Besonders bemerkbar ist das Lei den Heiligenbildern: die früheren sind vor allem viel farbenfreudiger, naiver, ursprünglicher als die späteren. Immer fühlbarer geht besonders den Heiligenbildern eine fast rührende Pri miiivität, Originalität und Naivität verloren. Immer stärker setzt die Schablone ein, um noch bis heute zu triumphieren . . . * zettgewinmmg. Privatdozent Dr. Thomae, über dessen Fettgewinnungspersuche durch Vaknumerhitzung wir kürzlich ausführliche Mitteilungen gemacht haben, teilt uns mit, daß es ihm :v. behandelt, so wird ihm, selbst in der Wärme, keine Spur Fett entzogen. • Anders jedock) bei dem von Dr. Thomae angewandten Verfahren, der Vakuumerhitzung; hierbei wird aus dem Filtrier- papier ein nach dem Erkalten kristallisiert erstarrendes Fett ausgeschmolzen selbstverständlich läßt sich das Verfahren auch mit Vorteil bei Materialien amvenden, aus denen nach den seitherigen Methoden ;Fett gewonnen werden kann. Expedition auf zwei Flußdampfern, die von Bari direkt nach San Giovanni bi Medua geschleppt werden sollen^ weiterfahren und in Bojana an Land gehen, um der Be- Skutari zu helfen, sobald das Bombarde- Die Schiffe gehen morgen in See. Adrianopel gefallen? Wir erhielten gestern abend folgende Drahtnachricht: Ssfia,25.März. (Meldung der AgenceBulgare). Heute früh wurde vor Adrianopel der Generalsturm auf alle Sektoren gegen die vorgeschobenen Positionen der Türken und alle befestigten Punkte unternommen. Der Ostsektor wurde im Sturm genommen. Die Nachricht hat bis zur Stunde noch feutc weitere Ergänzung gefunden, aus der zu ersehen wäre, ob den Bulgaren dieser Sturm auf die Festung geglückt ist. Der heute veröffentlichte türkische Kriegsbericht drückt sich ganz gemütlich aus. Die „Köln. Ztg." hatte in ihrem gestrigen Mendblatte eine Meldung aus Sofia vom 25. d. Mts., wonach dort Gerüchte verbreitet waren, daß ein großer Ausfall der Garnison von Adrianopel von der Belagerungsarmee siegreich z u r ü ck g e s ch l a g e n worden fei. Die vorderste Linie der Werke sei genommen worden. Es ist auffallend, daß die Bulgaren so viel Menschen aufs Spiel setzen sollten, um Adrianopel im Sturm zu nehmen, das ihnen nach dem Friodensvorschlag der Großmächte doch von selbst in die Hand fällt. Die Türkei soll ja schon zugestimmt haben, daß die künftige Grenze von Enos nach Midia gezögert wird. Die Linie hat sich gegen die früheren Vorschläge um den Drehpunkt von EnvS stark nach Osten geneigt, und den Türkei: wird nur die Halbinsel Gallipoli und mit Konstantinopel noch der Küstenstreifen am Marmarameer verbleiben. Dort, wo die blutgetränkte Maritza ins Meer fließt, bei Enos, liegt die tür- tisch-bulgarifche Meeresscheide; die künftige Grenzstadt Midia am Schwarzen Meere liegt nur etwa 100 Kilometer von der türkischen Hauptstadt entfernt. Es ist also nicht recht glaubhaft, daß die Bulgaren, die snsher vor Adrianopel ihre Kräfte geschont haben, nun plötzlich so ungestüm so viel aufs Spiet gefetzt haben sollen. Vielleicht hat mir der türkische Ausfall einen Gegenangriff zur Folge gehabt, und es bleibt alles vorläufig beim alten. Recht zweifelhaft war ja auch das Gerücht, das wir unter den neuesten Nachrichten gestern Verbreiter: mußten, daß die Bulgaren griechische Hilfe i^chge-sucht hättei: und die Griechen nur helfen wollten, wenn ihr König als Gene- talisfimus den Oberbefehl führen werde. Aus Cetinje kam heute n o ch -eine Tartarenmcld:n:g dazu: Dfchavid Pascha soll sich mit 15 000 Mann am Skumbifluß den Serben ergeben haben. Ter Skumbifluß fließt westlich von Mo- imstir und südlick) von Turrazzo ins adriatifche Meer. Man wird, bevor man der montenegrinischen Meldung glaubt, weitere Nachrichten abwarten müssen. Auch das (Gerücht, der deutsche Konsul in Saloniki sei von den Griechen ermordet worden, stellt sich als unwahr heraus. Das dortige deutsche Konsulat ist kommissarisch verwaltet und nach einer Berliner Meldung der „Köln. Ztg." liegt kein Bericht über einen Mord vor. Moittenegrv hat sich dem Zwäng der Großmächte gefügt unb das Bombardement von Skutari eingestellt. Man braucht aber nur die neueste Rede des Staatssekretärs Grey in der gestrigen Sitzung des englischen Unterhauses zu lesen, um zu ermessen, wie groß die Schwierigkeitei: >ind, die bis zur völligen Herstellung der Ruhe auf dem Balkan noch zu überwinden sind. Namentlich wenn man die Balkanvölier bei ddr Teilung des neugewonnenen Be- setzes sich selbst zu überlassen beabsichtigt. Nach den entschiedenen Bedingungen, die den Baltanvölkeru neuerdings von den Großmächte): auferlegt worden sind, — sie er- Cetinje, Tschavid-Pascha mit 15 0 0 0 Mann am Flusse Skumbi kamtt zu geben und die Einstellung der Feindseligkeiten in den in Albanien besetzten Gebieten hcrbcizuführcn. Ich habe die Zn- ücrfid)f, daß dieser Schritt ohne Verzug unternommen wird,' denn so lange er noch nicht unternommen ist, besteh eine größere Gefahr von widrigen, verwirrenden und störenden Zwischenfällen, als nackchcr. Noch vor Weihnachten ist zwisck?en den Mächten eine Einigung darüber erreicht worden, daß ein selbständiges Albanien gefd-affen werden sollte. Ebenfalls noch vor Weihnachten kam' zwischen den Mächten eine Einigung über die Frage der adria- lisch.'n Küste zustande. Damit war ein wider er gefährlicher Punkt beseitigt. Es blieben zu erörtern die Landgrenze Alba°q n i c n S. Ick: möchte das Haus bitten, sorgfältig zwischen den füblid:eit, südöstlichen, nördlichen und norböftlidien Grenzen zu unterscheiden, während hinsichtlich der südlichen Grenze n o d) keine U c b c r e i n stimm u n g erzielt wo r d en ist. Obgleich Nceinungsverschiedeicheiten in einzelnen Punkten bestehen mögen, die schwierig bcizulegeu sein mögen, so glauben wir, daß mit diesem Teil der Grenzen keine Frage im Zusammenhang steht, die geeignet wäre, eine derartige Tiffereirz unter den Mächten zu verursachen, die zur Quelle einer Gefahr und Besorgnis werden könnte. An der Nord- und Nordost-Grenze liegt die Sache anders. Der Unterschied besteht darin, daß, tvenn diese nicht Folgenschwer und ernst, wie der Krieg ist, war es die dringendste Ausgabe der Großmächte, dafür zu sorgen, daß der Krieg örtlich begrenzt blieb und fid) nicht ausdehne oder irgendwelche Mächte in gegenseitige Mißhelligkciten verwickelte, die zum Friedcnsbruch führen könnten. Wer sich an die großen Besorgnisse der letzten Jahre erinnert, daß eine Katastrophe in dem nahen O w hereinbrcd)en könnte, wird jetzt anerkennen, daß cs für die Diplomatie der Großmächte rühmlich sein muß, daß sie im Sturm bis zu dem gegenwärtigen Augenblick ausgchaltcn, und wie id) hoffe, den Punkt erreicht hat, an dem jede Aussicht besteht, das; der Sturm bis zu Ende ausgehatten wird. Serbien , , .. x ~ , unb Montenegro ist mitgetcilt worden, daß die Mäckste möchte gerichteten Z i r 11: l a r n^o t,e b e kl a g t s i ch M o n-'ej„ U c ber c i n f o m m cn erzielt haben, die Feindseligkeiten feien in den Gebieten einzustellen, die in Zukunft zu Albanien Oesterreich-Ungarns als eine Bresche in die Neutralität und teilt mit, daß fie die zum Abzüge der Zivilbevölkerung aus Skutari n o t lv e n d i g e n Maßnahmen treffen werde. Zu gleicher Zeit mit dieser Zirkularnole hat die Regierung auf der österreichisch-unga rischen Gesandtschaft eine Note überreicht, in der sie von ihrem Entschluß und von ihrem Protest gegen die Haltung Oesterreich-Ungarns bei den Mächten Mitteilung macht. Cetinje, 25. März. Von amtlich montenegrinischer Ur. 70 Der Giefcentr Anzeiger erscheint täglich, aufier Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SieheaerHamilienblätter. zweimal ivöchentl.llreis- blallfürdenrrreis Sichen (Dienstag und Freitag); zwennal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: -WW General-Anzeiger für Oberhessen sBE fcTääS Botattott$6rud und Verlag der vriihl'schen Univ.-Vuch- und Sleindrnckerci IX. Lange. Redaltion, Expedition und vruüerei! Schulstratze 7. bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. t c n c g r o ü b c r d i e A l t i o n O e st e r r e i ch - U n g a r n s, feien in den Gebieten cinzustellcn, die in Zukunft zu Albanien durch welche die Einstellung des Bombardements von Sku- gehören würden. Serbien und Montenegro sollen fick) sobald tari bis zum Abzüge der Zivilbevölkerning gefordert und als möglick) von den in diesen Gebieten besetzten Punkten mrück- im Falle der Ablehnung Gewaltmaßnahmen an- ziehen und insbesondere hätten ore Angrnfe auf Sku- - - • qfpnii'nina betrachtet die Aktion *art a u s z u l) o r en , weck, indem da» Schrcksal dreies Platzes megitrung oetramret otc amon cträgt, jo ist zu erwarten, daß, lvenn lein Unfall auf der strecke eintritt, a 11 cj Flieger hier landen. Tiefe Möglichkeit bestellt selbst bri un*| günstiger Witterung, baut heute wird geflogen, wenns befohlen wirb. Vielleicht dürften hier einige Zahlen interqfieren, in welcher Weise in den leiten 3ähren die Leistungsfähigkeit von Menschen und Maschinen sich geitrigrrt Irak Tie grösste Windgeschwindigkeit beträgt 5U m Sek. Tiefer Wind wird als Crtmi nrit der Ziffer 12 bezrichncc. Bei der Windstärke S und 10 ist int vorigen 3abr schon geflogen ivorbnt. Tiefe Leistung hat der Trlicger foamifd» bei 25 m Sek. am dem Flugplatz 3o! mnistbal volldracist Tie längste Flugdauer betrug bis jetzt 13 stttuden 17 Minuten. Tie Fluggeschwindigkeiten bobat, feit dem Jahre 1**09 folgende Höd stieistungen gezeitigt: 1909 76 km stuiWengeschwin- bigCcit 21,1 m Sek.; 1910 98,3 km Stundengcsdwtndtgkest 27,3 m Sek.: 1911 133 km Ltuitbengeschwmbigkeit =- 37 0 m Sek.: 1912 170,8 km sluudengcsd tnndigkeit 17,2 m Sek. Tie (i- n t f e r n u n g en , die in einem Flug bewältigt wurden, betrugen 19()S 124,7 kr.i, 1909 232,2, 1910 384,2, 1911 740, 1912 J010.0 km. Diese wenigen Ziffern * pretfx n ohne weiteren Komment ar für die gewaltige Steigerun i d.r Leistungsfähigkeit. Wie schon betont, kommt c? bei dem Print vonvärts Icbculrn. -tmifelsfrei festgelegt wäre, sich Fragen zwischen den Machten er geben können, welche nicht nur eine Besorgnis, sondern eine >^efnhr verursache l/ättcn. Diese Unterfdücoe sind bqcirigt worden tefonbets, hinsichtlich Skutaris im Norden und einiger anderen ■Stähle im Ttoroen und Nostosten. Punkt für Punkt kamen die Mächte tatsächlich zu einer S^nänbigintg, und solang- iwck ein Punkt ausstano, war man fii darüber klar, d > cb? Perständi ung über irgend einen Punkt bcoingt war burd die Verständigung über das <8anze Eine Zeitlang waren wir in ber Lage, das wir eine Vcrstäiungung zwischen den Mächten hmncktlich der ganzen Nord- und Nordost-Grenze Albaniens in 3id i hatten, sofern ein noch, ausstehender Punkt beigelegt werden könnte. Um Ende der letzten Woche wurde mich eine Einigung über jenen einen ausstehenden Punkt der Nord- und aordostgrenze erreicht. Es ist von wesentlicher ttebeuhmg, da st zum schütze der mo- hcrMmedanischeu und katholischen Minoritäten in den an ^erbten und Montenegro abgetretenen Gebietsteilen Bürgsch'afien geichatten werden. Die Rassen und Stämme sind in einigen Teilen des Gebietes so durcheinander gewürfelt, dast irgendeine (Garantie vorhanden fein must. Aber vor allem kommt es daraus an, bitt die Mächte nicht länger über die (Yebielsalwrenzung uneinig sind. Was die gcographischeGrcnzlinie angeht, w emp- siehlt es sich, voriichtig mit Voraussagen zu sein. Wir sind während der letzten Wodien ständig vor unvorhergaehene Zwischenfälle gestellt morsen, und alle Bcredmungen können über den Dausen geworfen werden. Zu erwägen bleiben die Fragen oer Staatsschuld, der kommerziellen Angelegenheiten und der ägatidyn Inseln. _ _ .... Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dast die Lage der a g n 11 d) e n Inseln der Entscheid mm der Mächte überlassen werben, )ol! Das kommt natürlich für \t r c t o nicht in Betracht, wo die -Lurtci gemäß diesem Frieden bedingungslos auf alle Interessen verzichtet. Soviel über den ersten Hauptpunkt. Was nun den zwettcn Hauptpunkt angeht, nämlich Krieg zwisd)en der Türkei und den Verbündeten, so I-aben die Mächte ihre Vermittlung angeboten und Bedingungen formuliert, die nad) ihrer Ansicht eine billige törunblage für den Frieden abgeben. Das Wichtigste i|t die Grenzlinie, die sie der Türkei oorgesd,lagen haben und die von Enos nadr Media lauft. Diese Grenze wird, wie ich hone, angenommen werden, denn dann wird vermieden, dast iid) /fragen über Kon stau t ucope l, die Dardanellen und natürlich aud) über Kleinasien ergeben. Es handelt sich um eine Vermittlung der Mächte. >;Ä will nicht sagen, dast die Mächte den Entschluß haben, auf einen zwingenden Schiedsspruch zu bringen und Friedensbedingungen aufiuedegeu. Es ist eine Vermittlung, aber id) will betonen, dast die Mächte eine Grenzlinie vorgeschlagen haben und gegenwärtig üd) geneigt gezeigt haben, alle (ticbicte tvcftlicb dieser Linie ber Entscheidung der Verbündeteit selbst zu überlassen mit Ausnahme von Albanien. Wenn diese Bedingungen von der Türkei angenommen werden, bann können sich die Verbünbctcn venichert halten, die ^Festlegung ber Friedensbedingungen unter sich ohne Intervention der Großmächte treffen zu können mit Ausnahme so befondcrcr Fragen, wie Albanien eine ist. Wenn diese Be- dinguuegu nicht angenommen werden und eine Grenzlinie aufgezwungen wird, wclrf?c die mit Konstantinopel und den Meerengen im 3ufannnen()aiig stehenden Fragen aufwirrt, wenn der Krieg fid) verlängern würde und aud) die kleinasiatischen Fragen aiifgerollt werden sollten, dann würde sicher bei der Feslsebung der Friedensbedingungeit die eine oder die andere Madrt nicht als uninteressierte Vermittle, soitdern als interessierte Parteien in Betracht kommen. Aus diesem Grund betone ich, ohne irgend eilte drohende Sprache führen zu wollen, dast es, wie id) glaube, iMInteresse der beidcn kriegführenden Parteieu liegt, dast bic von ben Mächten als vernünftig bezeichneten Friedensbedinguu gen als Basis Tür den Fr i ede n s schlu st angenommen werden. Wenn der Friede geschlossen ist, io boffen wir, dast die Türkei in einer gqidvrtc» Stellung fid) befindet, die ihr gestattet, ihren Besitz in Kleinasien zu festigen, das Land zu entwickeln und gute Ordnung und eine gute Regierung zu )rf;affen. Es ist wesentlich, das; der Türkei in beit Friedensbedingungen nicht finanzielle Lasten auferlegt werden, die es ihr iinutöglid) machen, sich der Aufgabe uizuwcnden, ihre, Position zu stärken und zu befestigen, zu entwickeln und in Kleinasien und den übrigen ihr verbliebenen Gebieten die Ordnung her- zustellen. Ein Kampf der Türkei mit dem Bankerott liegt nicht int Interesse der Mächte, b e s o n de r s de r i n Kleinasien interessierten M äd)te. Wenn die Balkanstaaten eie Einigkeit und die Freundsdmst untereinander aufrecht erhalten, und iid) daran machen, das Gebiet, das ihnen nach dem Krieg Aiifällt, zu organisieren und zu entwickeln, dann werden sie dazu i)te Unterstützung und den guten Willen Europas brauchet!, ins besondere die sinanzielle Unterstützung. Ich meine dabei nicht die jinauzielte Unterstützung der Regierungen, sondern die finan zielte Unterstützung, die Europa zu gewähren vermag und die Europa ohne Zweifel ohne eine günstige Stimmung der Regierungen nicht gewähren würde. töten >chlost mit einigen Sätzen, die nochmals den loefcnt liehen Inbatt ber früheren Erklärungen zusammenfassen. Nad; Gren ergriff Bonar Law das Wort, um feine allgemeine Zustimmiing zu den ErNärungen Greys auszufvrechen und ihn sowie die Botschafter der Mächte, zu dem großen Schritt aus dein Wege zum Frieden ;u beglückwünschen. Premierminister Asquith begrüßte die patriotische Unter stützung, welche die Opposition der Regierung zu teil werden lasse, indem sie den Diensten Greys ihre Anerkennung gezollt habe. Die Dankbarkeit Europas für die sichere Aussicht, daß zwischen ben Großmächten voraussichtlich keine ernsten Schwierig uitb Sachregister. Teftrevision, Kommenwr und Register sind besorgt von -V o r st Kohl, der infolge seiner langjährigen, ein dringenden Beset-ästigung mit dem Gegeustmtd vor allen anderen zur Mitarbeit berufen war. Zn weldrem (Krade der Leser der ,,töd>an fen und Erinnerungen" eines Führers bcdars, weii? jeder, der sidi aud> nur vorübergehend mit diesem einzigartigen und un vergleichlichen Vermächtnis unseres größten politischen Genius beschtistigt bat: ist cs doch bei aller fließenden Lebendigkeit der Darstellung so gedankenschwer nird so reid) an Anspielungen aus poltttsdL Vorgänge und Personen, daß rin wirkliches Verständnis aller Zusaimuenlxinge und Einzel l-citen sich aud) gründlichen Ken uern der neuen Geschichte viclfadt nicht aus dem Text allein erschliessen laim — Tic neue 'Jlm-gabe ist in jeder irinsicht vor- nehm ausgestattet und roefentlid) billiger als die erste Ausgabe. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wtsjen- schajt. Zm Verlag von Rößler u. Herbert in Hechelberg ivirb denmachst ein Philosophischer Anzeiger ctsduinen. den Privatdozent Dr. A. Runge berausgibl und der in läbrlidi 10 Heften ein Führer durch bic plnlosovlnsdicn Neuerfdxinun^Ten jein wirb. — „Heimat und Welt", unterhaltende und be lehrende Monats lies tc zur Förderung des Deutsdüums, ging soeben ui den Verlag von Alexander 'Sünder, Weimar über, der für das bereits in weiten Kreisen eiugesührte volkstümliche Unter uehmeu bic Unterstützung und Mitwirkung des hodxingejehenen „Vereins für das Deutsdstnm im Ausland" nahezu ;'>0 0(X> Mitglieder) gewonnen hat. — Peter Rosegger in tö r a ; Ira: das dfhxrndjifdxungarudM* Ehrenzeichen für Kunst unb Wissen schatt erhalten. — Dr. phil. h. c Wilhelm Merton in Fran k s u r t a M. ist tnm der 7 ethnischen >?od)icbule zu Aachc n ehren halber -um Doklor-rIngenieur ernaniu worden. — Tas n c u < Drama von Henry Bernstein: Tas Geheimnis brachte bei seiner Paristn llrmiffühnutg Emtäuschung: -as 3tück ist mt psydwlogucves. allzu Dmdxüoqt)'J.v» Schausptel, ohne d>e geringste branmhKtv Verve, luic sie früher Bernstern so gcsdncki hcitblMbte. Eine solche vretentiöie jrnfalt würde man in Deutsch taub kaum einen: ?bn- Tutsche G escllschaj» für M e eres he i 1 ku n d .weit in Ialnesversammkung üu 'Parhochgttcheii ZuMuc der < -ni ju Verl in ab. feiten entstehen werden, gebühre dem b c w u n b e r n s w e r t e n Geist ber töebulb und Mäßigung, der bet den beiden mehr beteiligten Mächten zutage getreten tu. Deutsche» Reich. Ter Kaiser und sein Pächter., Zn ber Presse ist aemeloet worben, daß ber sauer aur eme Eingabe des Pächters ^obft bisher nidr geanturort : habe unb eine Antwort dieser Eingabe abgelehnt habe Wie wir aus Beruu hören, trifft bas nickt zu: bic Angelegenheit liegt augenblicklich int Zivilkabinett beS Kaisers, und cs wird als sicher angenommen, dast der Kaiser auf die Eingabe antworten laffen wird. Die Auflösung des preustisck-cn Abgeorbnetenhaujes, bic infolge ber Anberaumung ber Neuwahlen vor dem ^diluife Orr Legislcuurpcriobe aus formellen Gründen njtwciting incrocn wird, irirb kurz vor Pfingsten erfolgen. Ter ^d htK der Land- tagsfesfion dürfte fpätesteus am 3. Mai vorgenommen wcrixui. Ta die letten Wahlen zum Landtage nod) am 9. Juni borge* nommen werden können, fo dürfte der neugewählte Landtag erlt nm 17. Zuni zusammentreten können. Die^knrze Tagung des Landtags im Zum wird nur mit geschäftlichen Sitzungen ausgerullt werden. Es ist nid-t bcabüdsigt, deni Landtage für diese Tagung gesetzgeberisches Material zugehen zu lassen. rSusland. Die Verstärkung des österreichisch-ungarischen H e e r es. Die „Deutsche Tageszeitung" will aus Ofcnpest erfahren ;aben, der Kriegsminister, Fcldzeugmeister Krobat fei in Unterhandlungen mit den beiden Regierungen getreten, um eine neuerliche Erhöhung des Rckrutcn- ko n t t n g e n t s zu crzieleii, wodurch der Friedenspräsei'.'- tand der österreichifch-ungarischen Armee auf 400 600 Mann ebracht werden würde. Feldmarschall Lord Wolseley f. Der englische Feldmarscball Lord Wolselei) ist in Men tone gestorben. Garnet Joseph, Viscount Wolselei) of Eairo war am 4. Juni 1833 in der Grafschast Dublin geboren. Er kämpfte in der Krim, Indien, China unb_ Kanada, wo er 1870 die Indianer unterwarf, sowie 1873 gegen die Aschantineger. 1875 wurde er Gouverneur von Siatal, 1878 von Zypern. 1879 wurde unter seinem Oberbefehl der Zulukricg beendet. Am 13. September 1882 schlug er die Ausständrschen in Acgnpten unter Ara bi Pascha, 1.890 wurde Wolseley Oberbefehlshaber in Irland, 1894 Fcldmarfchalt. Von 1895 bis 1900 war er Oberbefehlshaber des britischen Heeres. Die englischen Frauenrechtlerinnen. Aus Manchester ivird gemeldet: Die unabhängige Arbeiterpartei hielt am Montag eine Konferenz ab, wozu ben Suffragetten ber Zutritt untersagt würd'? Diese zogen eine schwere Eisenkette durch die - -ritte der leiden Torflügel und verschlossen diese mit einem schweren Vorhängeschloß. Die Versuche der Eingesperrten die Türen zu offnen, waren vergeblich. Es wurde ein Schlossen her beige hol t. Als die Delegierten d-en Saal verließen, wurden sie mit Flaschen und anderen Gc genständenbombardiert. Mehrere Frauen wurden verhaftet. Prinz helnnch-8lug J9 3. Gießen, 25. Marz. Am 20. d. Mts. hat eine Sitzung des gesamten Arbeitsaus ichusses stattgesunden, in ber brr ganze Plan orS Festes in seinen Einzelheiten durd>geivrod)cn wurde. Bekanntlich hat außer dem Prinzen Heinrich von Preußen, der als Ober Li ter des ganzen Unternelmicns aut alle Fälle hier in Gießen bei der Landung zugegen fehl wird, aud) der Gwßherzog fein Er'äu'incii sugejagt. Ferner werben Fürst zu Solms-Hohensolms Lich nnb_O)raT Solms Laubach hier ameefenb sein. Sd)on aus diesen Tat'ad}en gellt hervor, lvrichrs Interesse an ben maßgebenden Stellen dem Prinz Hcinrich-Flug emgegengebradit wirb, und es liegt ben einzelnen Etavven die Pflicht ob, alle Kräfte anzuspannen, um ihr Teil zum Gelingen des nationalen Unternehmens beizutragen. Welche unge heurc Arbeitsleistung von allen Stellen rriorbert wirb, z igt die VON UNS jdyon kurz besprochene überaus lehrreiche Denkschrift, bic von der Südwestgruppe des Dcutfd-en Luftfahrerverbanbes, aud? der hiesige Verein für Luftfahrt angclyort, über den. 2. Zuver läffigkrilsilug am Oberrhein vom vorigen Jahre herausgegebeu worben ist. Tic damals zu Grunde gelegte Organisation wird aud) diesmal wieder in den Grundzügen bei behalt en werben, da jie sich nad) jeder Ridstung hin beiväljrt hat. Immerhin erfordert aber der diesjährige Prinz-Hcinrid^Flug wegen seiner svesent- lid) größeren räumlichen Ausdehnung eine ausgedehittere Grund läge. Er wird wegen der erhöhten Ansprüche, die an Flieger und Flugzeuge und an die Luftkreuzer gestellt werben, sportlich unb militärisch ein größeres Jnterefse Hervorrufen. Tie grüßt? Strecke, bic diesmal von den Fliegern in einem Fluge zu durch messen ist, wirb die von Koblenz nach Karlsruhe mit Ucberfliegen von Speyer und Neustadt a. d. H. mit etwa 300 Kilometer feilt. Wie schon früher erwähnt, kommt es bei bent Prinz Hcinridi Flug nicht daraus an, große Schnelligkeiten zu erzielen, sondern die Leistungsfähigkeit und Zuocrläsfigkeit normaler Heer ess lug zeuge zu erproben. Bei dem Flug Berlin—Wien 600 Kilo nietet gelangten von 8 Fliegern nur einer ans Ziel, Hirih, der aller Voraussicht nad) and) diesmal wieder dabei sein wirb DaS gleiche Ergebnis hatte bas französische Luftberby bet Angers 171 Kilometer) bei 7 Startern. Beim Norbmarkslug_ 462 Kilo Meter kamen von 11 Fliegern 3 über bic ganze Strecke. Tic Strecke des vorjährigen Oberrheivflugs betrug insgesamt Kilomrtcr. Bei ihm kamen von 8 Fliegern die Hälfte, bei dem Süddeutschen Ruudflug 530 Kilometer von 15 Fliegern 1 bis ans Ziel. Der vorjährige Cberrheinflug stellte in seinem Er flcbuhfe alle bisherigen öeuttdwn unb französischen Ucberlanb Flüge in den Schatten. Die diesjährige Flugstrecke Wicsbabcn- töieRCTt 65 Kilometer, Gießen - Kassel 100 Kilometer, Kassel— Xvblenz 170 Kilometer, Koblenz- Karlsruhe mit llcberiltegm von Speyer unb Neustadt 300 Kilometer, beträgt zusammen 365 Kilometer. Dazu kommen die beiden großen Aufklärungsübungen zwiidien Karlsruhe unb Freiburg und Freiburg—Straßburg, so daß dies mal mit mindestens 900 Kilometer Luftlinie gerechnet werden muß. Aus diesen Zahleu lassen fid) die großen Anforderungen au Menschen und Maschinen erkennen. Andererseits aber er wachsen auch der Gesamtleitung gewaltige Aufgaben, von denen nur die folgenden erwähnt werden «ollen, Organisation nut allen Eiappcii uud Nebeurtappen, Sicberheils und Koittrolldienst aus ber ganzen Strecke durch Automobile, Nadisdmb von Benzin, Ort imö Ersatztelüm, Bau ber Fliegerzelte auf allen Etappen, Wetterdienst, Veriicberungsfragen, Sanitäiobicnft, Nachriducii bienst, der schwierige Dienst des Preisgerichts uno. Tic Er iabriingcn. die aus all diesen Siuzelhcitcn gesammelt werben, werben für den Ernstfall von großer Bedeutung fein und fo geschieht die Mitarlrett an dem Prmz-Heinrick>-Flug letzten Endes mi vaterländischen Interesse Ter gante Flug ist eine militärische Veranstaltung ,m sportlichen Gewände. Tas bars nid»: vergessen werden und auch bi esc Tatsache sichert tvobl aud) ben örtlichen Veranstaltungen lebhaftes Interesse unb bis Anteilnahme der gesamten Bevölkerung. WaS die Veranstaltung in Gießen anlangt, so bürhe sich dies - — Aeiideruugen bleiben selbstverständlich nodi Vorbehalten — etwa wie folgt abündrn Auf dem Trieb, der sich nad) einer vor einigen Tagen vor genommen en Prüfung durch die Herren Tr. Linke und Flieg, rvffizlcr Lcutnan: Rcrndart als icin günstig für die Veranstaltung aivicien hat, iperben die ron Aus Slrtbe ttttC« tfattö» Gießen, 26. März 1913. ** Tageskalender für ynthood), J?6 März: etabl- theatei: „Tie Herren Söhne." Anfang 7 Uhr. ♦♦ Schlastvagenötige. Zm Sommerfahrplan ber ireußisch-hessischen Staatsbahnen werden^ zum crfteinnai. reine Schlafwagen 5üge gefahren. Sie verkehren an einigen bestimmten Tagen als zweite Teile der Aadn- schn!?llr,üae auf ben Strecken Berlin — München (Liw bau) uno Berlin — Frankfurt. ** E isenba h n w cf c ;t. Bei ber P r eu ß i s d) H c f- ischen Staats bahn werden l am 1. April n'a die Titel Waaenlvärter in Wagen aufs lier und Kammifsarifliier Elsen- findlichen Bahnhofs, Güter- und Kaffenvorsieher iy Eisenbahn-Sekretär umgeäudert. ** Soziale Fürsorge der Bahn Verwaltung. Der preußische Minister ber öffentlichen Arbeiten hat einige Eisenbalmdirel'tionen ermächtigt, auch im Jahr 1913 unteren Eisenbahnbebiensteten zur Herstellung von Eigcnhäusern «Ein und ZweifaimlienhAusern ftaaklichc Bottdarlehne zu gewähren. Diese Tai lehne schwanken einzelnen zwischen 2000 unb C»(K)O Ml 's in 9a 113c 11 jtnb den Eisenbahttdirektioneit zu diesem Zweck * * * * SOOU Bcatk zur Verfügung gestellt luorben. Als To r le hu snelnn er lont- men von den unteren Beamten hauptsächlich Weichensteller, Bahnwärter, Bahnschasfner. Untern)nftenten, Äagenmeister und Rottenführer, :bie Hilssunterbcamtep ber vorbezeichneten Klassen, sowie bic Arbeiter des ^Bahnu n ter ha 11 un gs-, Güterboden- unb Werkstättendienstes in Betracht. ** Nachträgliches zu Pros. Bier m er s töe- dächtnis. Wie uns von unterrichteter Seite mit geteilt wird, hat der Maifer mit lebhaftem Bedauern von dem Ableben des 6W). Hofrats Prof Tr. Biermer KLmitm- geilommeu. Den letzten Vortrag Biermers „Tie finanzielle Mobilmachung" hat der vaifer gern angenommen. In einem Schreiben an den Bruder der Witwe Prof. Biermers, ben Generalsekretär des Deutschen Handelstages Dr. Soetber ist das Vorstehende durch bap Geh. Zivilkabinett bes Kaisers zum Ausdruck gebracht luorben. * ♦ S t a b 11 l>ca ter. Nochmals fei auf die Schülcrvor- stellung von „A n d r e a s H 0 f c r" am und) ft en Sam tag nadi- mittaii hingcwii’fen. — 'Am Montag, 31. Marz, findet als letzte Aufführung der Spielzeit mit Mar Treuer-. Schauspiel ,/Dtt Siebzehnjährig c n" die Benefizvorstcllimg iür den Lber- regisscur unserer Bühne, Walter Tworkowski, ßatt. Tie Vorstellung nnrb besonderes Interesse dadnrd) gewinnen, da« bic töattin des Benefizianten, Frau Käte Sd)rötZer-Dwol- ko ws ki,. bic fünf Jahre lang am Tüffdboricc Sdrauipidhawe in allererster Stelle tätig war, als Anne Marie gaitiercn wirb. * * 311 n g b c n tf d) I<1 n b. Okftern nachmittag sand die erste S chn l erwa n be rn n g der hiesigen Volksschulen statt, die von dem dafür eingesetzten Uni er an^diuB des Inngbeutschlanbbundes (Kießen veranstaltet nnnbr 140 Schüler im Alter von 8—14 Jahren litten sich aus Oswalds garten ciiiflcfmiben unb marschierten unter Führung einiger Lehrer unb von Mitgliedern des Zweigvereins Gießen des "Vogelsberger Höhenttubs zunächst gemeinsam nach Wißmar. Hier trennten sich die Wanderer Tic „Kleinen" inan derlei! nach bem Hangelstein unb von ba nach Hause, Ivährcnd bic älteren Schüler sich in zwei (Gruppen dem Krofdorfer Salb- haus zuwanbten Die eine töruppc benutzte den Höhen- zug der Sieben Hügel, die andere beflieg die Napoleons- nafe, von wo aus sie eine herrliche Rundschau bewundern tonnten. Dann gingen sie durch das Gleibachtal zum ,'-orf:- ha uv, wo Einkehr gehalten luurbe Rach einer au-uebigen Rast ging es durch das idhllisckw Fvhnbachtal nach.Krofdorf unb jtad> Hause, wo die liciucn Wanderer bei sinkender Nackt aber ohne jede Ermüdung eintrafen. Es war ein nunderschöner Frühling-, tag, den Iungdeutschland bei seiner» ersten Wanderfahrt beschert erhielt und an den strahlendes« oü'Hdnent bei jugenblichen Wanderer konnte man sehen, wie sehr ihnen die Wanderung gefiel. • • Ocffentliche Bcrfammlung. Morgen abend spricht in SteinS Gatten Reichstagsabgeordneter Dc. Werner über ,Von der Aushebung der Liebesgabe bis zur neuen Wehroorlage*. Landkreis Gießen. § Lang-GonS, 25. März. Heule nachmittag 4'/. Uhl ertönte der Ruf Feuer. Tic Scheuern beS IohS. Jung unb bei Geschwister Wenzel brannten. Tic freiwillige Feuerwehr hatte gerade Hebung, die sie abbrach, so baß ttk ofort auf der Branbstültc erscheinen konnte. DaS Feuer tonnte auf seinen Herd beschränkt werdeu. Die Ursache «st noch nicht feftgestellt. ff 5tcnftmöbd>cii nxir namens Diehl ermordet habe. ■ Liebiff- einfach D7, Kultmsichel mit Seil M.GX1M80848 ganze Länge 45 cm a Evtr.-Qual. Stahl. Unübertroffen zur Freistellung v. Kulturen Entfernung u. Forstunkrüuiern, zu Läuter ngen, Ausputzen v.Jagdstiegen.Stck.Mk.rr.76. Ernst Steinhaus, Werdohl i. W. IC*/. Letzte llacbricbfeit. Sturm der Bulgaren aus Adrianopel. Adri an opel, 26. März. Tie Agence Bulgare meldet: Heute bei Tagesanbruch bemächtigten sich die Bulgaren nach einem heftigen Angriff der ganzen Ostfront der Festung Adrianopel. Sieben Forts mit ihren Batterien sind von den Bulgaren genommen worden. Sie haben dort feste Stellungen bezogen. Hessen-Nassau. 0 Biedenkopf, 25. März. In eine gefahrvolle Sage gerieten gestern nachmittag drei Herren und eine IDame, die mit dem Ballon Gode s b e r g in Essen auf- Lestiegen waren und in dem engen Lahntal landen mußten. Der Ballon senkte sich trotz Auswerfens sämtlichen Ballastes dermaßen, daß, die Telegraphendrähte berührt wur- Äeit, dann rissen ihn die Winde wieder höher und schleu- Lerten ihn gegen den Kirchturm, wobei sich die Gondel Bedenklich zur Seite neigte. Atrch hier riß sich der Ballon »nieder loß unb landete schließlich auf einer Wiese. Der aufregende Verfall hatte eine große Menge Zuschauer her- Leigelockt. Roseiihllchstiime sowie niedrige Rosen in den schönsten Sorten, ferner großblumige Clematisund Alpenrosen euwsiehlt billigst Gärtnerei Oönges, Marburger Straße 65. Bekanntmachung. In unser Genoss nschaftsregister wurde heute bezüglich der Bestattungsgenosscnschaft der freien Schreiner-Vereinigung zu Gießen, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Gießen, angetragen: Louis Beil, Gießen, ist aus dem Vorstand ausgeschieden; an seiner Stelle ist Georg Haubach daselbst zum 1. Vorsitzenden gewählt worden. Gießen, den 20. März 1913. Großherzoglich es Amtsgericht. GericdtssaaL. Der Zusammenbruch von Genosscnschafts- kassen. rb. Darnrftadt, 25. März. Der Prozeß über den Zu- prmmenbruch der N i e d e r - M o d o u e r Spar- und Tarlehns- Sasse, der am 7. April d. I. vor der hiesigen Strafkammer zur Kerhandlung kommen wird, verspricht einen Umfang anzunehmen, fcoic kaum je eine Gerichtsverhandlung in Darmstadt zuvor. Ten tiier Angeklagten, Rechner Adam, Beck, Isaak und Kommerzienrat Ihrig werden fünf Rechtsanwälte zur Seite stehen und etwa 7100 Zeugen sollen vernommen werden: man rechnet damit, daß die im großen Schwurgerichtssaal stattfindende Verhandlung etwa ri—6 Wochen hindurch andauern wird. Man sieht in anbetracht der ganzen Sachlage und der unendlich traurigen Folgen, die der Zusammenbruch des Vereins für Hunderte von ländlichen Fa- friilien gezeitigt hat, allgemein mit dem lebhaftesten Interesse diesen Verhandlungen entgegen. Denn sie sollen und werden lo.sfentlich nicht nur vylle Klarheit über die an der Katastrophe tvirHiff) Schuldigen erbringen, sondern vor allem auch eine gründliche Aufklärung über die ganzen einschlägigen Verhältnisse schaffen imb namentlich die allgemein sich jetzt in Hessen aufdrängende 5vrage beantworten, ob die gegenwärtige Gesetzgebung über das Genossenschaftswesen in allen Punkten ihre Aufgaben erfüllt. -omncrfahrplan bß i »trben M erstenniL j r?n. Sie vttkchm ai '' eite Teile der 'M ' in-München (Sir Märkte. A Bleichcnbach, 25. März. Heute fand hier Schweinemarkt statt. Ter Auftrieb an Ferkeln und Läufern war des rauben Wetters wegen nicht febr stark, immerhin waren weit über 150 Stück zur Stelle. Sehr viele Käufer waren erschienen und der Markt war in zwei Stunden gänzlich geräumt. Händler tonren nicht anwesend, und waren die Preise schon auf stattlicher Höhe, wären biefelben wohl noch höher geworden. Sechs Wochen alte schöne werkel kosteten das Paar 56 Mk. und noch höher. Für fette Schweine ivurden hier und Umgegend 60 Pfg. für das Pfund Lebendgewicht bezahlt. 5000 Menschen nmgckoknnren. Springfield, 26. Mürz. Bei der Sturmflut sollen 5 000 Mensch e n u m gef om in c n sein Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 27.März1913: Wechselnd bciuöltt, meist trocken, tagsüber mild. Wir bieten einem strebsamen Herrn einträgliche Existenz, auch günstige Gelegenheit zu solidem Nebenerwerb durch Uebernahme eines dort von uns zu errichtenden Geschäftes (fein Ladengeschäft». — Da die nötige Unterweisung erfolgt, find besondere Vorkennmisse nicht erforderlich, sodaß wir -Herren jeden Standes berücksichtigen tonnten. — Wir rcfleftiercn jedoch nur auf einen soliden Herrn, der ernstlich bestrebt ist, auf reeller Basis sich selbständige Eristenz mit einem Iahresverdienst bis zu drettausend Mark zu schaffen. — Da weitgehendste Unterstützung unsererseits erfoigt, genügen zur Uebernahme und Führung deö Geschäftes sechshundert Mark flüssige Mittel, deren Bentz nachzuweifen ist. Offert, mit. E. 2169 an $aube & (5o., Cöln. Ib25/ Vermischtes. Unfälle beim Schisport. * Schi-Abenckeuer in der Berninagruppe. Im Verniuagebiet wurden drei Schifahrer von einer Lawine verschüttet. Bis jetzt sind nur die Namen von zwei der Verunglückten bekannt: G erso n aus Zürich und Du S e i l l e r ikuv Bern. Die Rettungskolonne, die die drei Verunglückten aus- stinden wollte, konnte nur eine Leiche bergen. Kurz daraus geriet iHc Nolonne selbst in eine Lawine. Alle fünf Mann vermochten pich jedoch wieder herauszuarbeiten, nur die bereits geborgene Reiche mußte wieder stundenlang gesucht werden. Eine zweite volonne forscht nach den beiden anderen Verunglückten, hatte • :bcr bei dem schlechten Wetter bisher keinen Erfolg. Auch im nabtet des Dent d u Midi wurden zwei Alpinisten von einer lJaroine begraben. Es sind die beiden Brüder P a l l o u ch o u d. gelang dem einen, sich herauszuarbeiten und Hilfe zu holen. 'Tie Rettungskolonne sand nach zweistündigem Suchen den anderen Verunglückten noch am Leben und ohne schwere Verletzungen. Erfrorene Schiläufer. Reichenberg «Böhmen), 25. März. Zwei Teilnehmer «m Fünfzigkilometer-Rennen Tschechischer Schifahrer im Riesen- „ Kreis Lauterbach. Lauterbach, 25. März. Der langjährige Vorsitzende hiesigeir Handelsvereins, Fabrikant H. Dürbeck, Inhaber der Preßspan- und Pappenfabrik von A. Finger u. Cie. hier, ist Iteutc nachmittag im Jflter von 53 Jahren gestorben, nach idem er vor etwa» 3 Wochen einen Schlaganfall erlitten hatte. Der Handelsverein und die Stadt verlieren in dem Verstorbenen cinen verdienten Mann. Er hat sich besonders durch Förderung Les Verkehrswesens verdient gemacht. Kreis Friedberg. in. Bad-Nauheim, 25. März. Durch die Gendarmerie wurde heute vormittag der Altwarenhändler Peter Volt er aus Ober-Mär len verhaftet und in das Amts- Kerichtsgefängnis eingeliefert. Voller hatte am ersten Oster- iag mehrere schulpflichtige Mädchen unter dem Versprechen appel, Holz-und Kohlcnhanolung. 1 Schell Fische V/a—5 Pfund schwer, Pfund 45 Pfennig. toliflu ohne Kopf Pfund 28 Pfennig. Bratschellsische Pfund 20 Psenttig. feil. WM Scltersw. 12. Tel. 285. ff. Binnen per Pfund 25 Pfg. empfiehlt J.M.Schulhof Tel. 119 [Wi] Markt 1 D i e nichtkämpsende Bevölkerung bleibt in Skutari. _ m Cetinje, 26. März. Amtlich wird gemeldet, dar bic Vertreter der Großm ächte einen K o l l e k t i vschri tt bei dei montenegrinischeu Regierung unternehmen, in. Der ftc dte statt u n g d e s A b zn g s der nicht f äm V T end en B ev o l* fern Hfl Skntaris verlangten. Daraufhin schickte der Ober- besehlshaber der Belagerungsarmee Erbprinz Danilo durch,eilten Parlamentär einen Brief zu dem Kommandanten Elsas- Pascha, in dem er den Abzug der Nichtkomba11 a n t e it innerhalb der nä ch ft en 50 Stunde n anbo t. Epard- Pasckw dankte für den Edelmut, der sich in diesem Angebot ausdrücke, er könne es aber nicht annehmen, da er von feiner R e g i e r n n g hierzu keine Ermächtigung habe. * xr preußisch nt 1. Äpril ab bi? B ^onmlissarischer Ein» Kerwallungedicich b d Äassenvorskeha iji Zwei Morde Steritickels in H e\ ] en . d. Mainz, 26. März. Am Samstag weilte der hiesige Staats an walt in Frankfurt a. d. Oder, und suchte S t e r n i ck e l im Gefängnis auf, um ihn zum Geständnis^weiterer Untaten zu bewegen. Nach einigem Zögern gestand Sternickel, daß er im Dezember 1907 in der Uferstraße ein Dienstmädchen fiopfläufc SÄÄ baut reinigt, daö Wachstum der Haare fördert Prof. l>r. Grunwalds Kovfgeist. II. öllPf.Pelik.-Bvotb.Krenzvl. [2066] iiiftenten, Bagenniciu cmnteu der vorbep ' ^hminlerhaltm^ es in Bettacht. ■oi Ziermers (hieter Seite NN Schauem von «i , Äiermer KemA Hiermers „Äe »er gern angenomnt- berWe ischen haudelstaE Geh- Zw'lkabuL ii worben- --i * MM ^Äcn"nwnb? Tic en dem ppc benE MpM" lach eine »Ä-üS bei einer einzelnen Dame bedienstet, bei der Sternickel einett Einbruch ausführen wollte. Durch sein Schreien wurden die Hausbewohner ausmerksam, doch gelang es Sternickel zu ent- kommen. Weiter gestand er ein, daß er den bis jetzt unaufgeklärten Raubmord an dem Spezereihändler zu Dorudiel im hessischen Odenwald begangen habe. Es muß also jetzt noch einmal eine Schwurgerichtsverhandlung gegen Sternickel statt- finden, die voraussichtlich in Mainz oder Darmstadt vor sich gehen wird. Ein Denkmal besudelt. Paris, 26. März. Das Denkmal des früheren Ministerpräsidenten Waldeck-Rousseau, das seit Jahren durch einen Militär posten bewacht war, weil die camelo^ du roi leine Zerstörung cutgekündigt hatten, wurde heute nacht von unbekannten Ucbeltätcrn mit einer roten Flüssigkeit besudelt. <'Er kr ankung nach Genuß eines Eierkuchens. Paris, 26. März. In Vienne Departement Isorci erkrankte eine Familie von 5 Personen nach dem Genuß eines Eierkuchens. Kampf in Mexiko. M e x t k o , 26. März. Bei G a r a n z a sand ein h e s t i g e s Gefecht zwischen Regiernngstruppen und Ansständischen statt. Die Aufständischen verloren etwa 150 Tote, wahrend von den Regierungstruppen mir ein Offizier und drei Soldaten getötet, wurden. dl. Hv nciltt - gshS' -j.m 9fn in ieber Beziehe ^rnn-.tzejnriL-tzlug ült nutric mib die beuliifa nam vorwärts tebeutc. 4 and. n, 26. Marz 1913, d’- 26 März: Stahlig 1 Uhr, >er Bahnves.'.ch r öffentlichen W h rädtfigt, and) r tig •3yr yeritcllnn§ m icnbäufern) frafitW- I .uchnc schwanken Im. 'c/ ML Ac ,4 Tarlehnsnechner fc Weichenslck Das Essen schMeckt wieder. „Da meine Frau ihre Eßlust fast gänzlich verloren hatte und säst vor aller Nahrung Widerwillen zeigte, kam sie immer mehr von Kräften, so daß ihr Zustand mir richtige Sorge einflößte. Was ick auch versuchtes ihren Appciit zu beleben, schlug fehl. Erst Scotts Emulsion sollte hier eine Aendcrung hervorbringen. Ein Versuch zeigte, daß meine Fran das Präparat^olme Schwierigkeiten nahm, und ich entschloß mich desl-alb, sie Scotts Emulsion längere Zeit nehmen zu lassen. Dies fyat meine Frau mit bestem Erfolge getan, denn ihr Appetit hob sich zuselwnds, und bald konnte sie in der richtigen Weise essen. Infolgedessen nahmen.auch ihre Kräfte merllich zu und ihr Aussehen wurde bald ein besseres. Heute fühlt sich meine Frau wieder kräftig und zu jeder Arbeit fähig, und wir beide sind fest davon überzeugt, diesen Umschwung einzig und allein Scotts Emulsion zu verdanken." Augsburg, den 11. C(t. 1911. Grabknsir. 11 (gez.) Georg Stocker. Bei mangelnder Eßlnst nehme man Scotts Emulsion,, die als langbewährtes Nährmittel sofort den Körper zn^ stärken beginnt und bald das natürliche Verlangen nach Nahrung in der gewünschten Weise hcrvorruft. Doch gilt dies nur von Scotts Emulsion, die man ausdrücklich verlangen muß. Man hüte sich vor Nachahmungen und bleibe bei der echten Scotts Emulsion. Scol rS Emulsion wird von niiü nnSichliesiliL im grosirn verkauft, und zwar nie lose noch ©ciutcht oder Masi, sondern nur in versiegelien Originalflaschen in Karton mir unserer Schutzmarke (frischer mit dem Dorsch). Scott & Bowne, m. b. H, Frankfurt a. M. Bestandteile: Rrinfler Medizinal-Lebertran 150,4. prima Glyzerin 60.0, untcrpsiospborigiaurcr Kalk 4,3. unterphoSphoriglaurc» Natron 2,0, puls. Traganc 3,0, feinster arad. Gummi pulv. 2,o, Wasser 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu \ aromailschc Emulsion mit Zimt«, Mandel- und Ganltheriaöl it 2 Tropfen. Der Frühling lacht von grünen Höh'n, und die Welt feiert die blühende Jugend des Jahres. Keine Zeit aber ift für die Gesundheit gefährlicher, als gerade daS Jrühiahr, und nun erst recht muß man fich flels vor Erkalinngen hüten. Plan beilgt ihnen vor, wenn empfindliche Alenschen auf Spaziergängen sich stets mit Fans ächten Sodener Mineral Pastillen versehen und sie nach Vorschrift gebrauchen. Die Schachtel kostet nur 85Pfg,- achten Sie aber auf den Namen „I-a n"u. weisen Sie 'N ach ah m. zurück. Weiteres Kennzeichen: Amtliche Bescheinig, d. Bürgermfir.-Amtes Bad Soden a.T. ans weiß. Kontrollstreisen. gebirge wurden heute bei heftigem Sckineesturm bei der K e s z c l koppe und auf der Pantsch wiese erfroren aufgefunden; ein dritter Fahrer wurde fast erstarrt in die Elbfall- baude gebracht. * * Dcr Dresdener Un i 0 e r s i t ä ts P l a n. Ter Oberbürgermeister Dr. Beutler in Dresden hat dem Rat und den Stadtverordneten eine aussiihrliche Denkschrift über die Errichtung einer Universität Dresden ,z-u- gehen lassen. Nach den Berechnungen des Oberbürgermeisters werden der Stadt, außer dein Beitrag für den Neubau der Tierärztlichen Hochschule, insgesamt 9 500 000 Mark einmalige Kosten entstehen, die laufenden Kosten werden auf jährlich 280 000 Mk. geschätzt. Den städtischen Kollegien Ivird vorgeschlagen, sich grundsätzlich mit der Errichtung einer Universität in Dresden einverstanden zu erklären und für die Ausgaben 10 Millionen Mark aus städtischen Mitteln, die durch eine Anleihe aufgebracht wer den sollen, zu bewilligen. " Der Prinz von Wales unternahm am Dienstag von Heidelberg aus eine Automobilfahrt nach Eberbach und Amorbach. Gegen 7 Uhr traf der Prinz mit seiner Begleitung wieder in Heidelberg ein. * Eisenbah n nngl ü ck. Aus Zittau, 25. März, wird gemeldet: Heute vormittag ereignete sich kurz vor der Station G r o 11 a u ein Eisenbahnunglück. Von dein um 9 Uhr 15 Minuten aus Reichenberg in Zittau cintrcffcitben Personenzuge entgleisten infolge vorzeitiger Weichenstellung vier der letzten Per- .sonenwagcu, der letzte stürzte um. Ein Reisender wurde schwer, drei Reisende und zwei Eisenbahnbeamte leichter verletzt. * N a h e z u eine halb e M illion veruntreut. Aus Graz wird gemeldet: Der Buchhalter der Spar- und Vorschui> kasie des Marktfleckens Tu esse r bei Cilli, der 65 Jahre alte Billenbesitzer Joseph Drolz, hat 400000 Kronen unterschlagen. Als die Unterschlagung am Dienstag früh bemerkt wurde, erschoß er sich. * F euer int Gott es Haus. Aus München wird ge- meldet: In der Kirche von Waidhaus explodierte beim Gottesdienst am Altar eilte Lamp e. In kurzer Zeit standen alle Lampen in Flammen. Unter den Kirch, ubesuchern brach eine Panik aus. Es gelang, den Brand zu löschen und die Kirche zu retten. * Folgenschwerer Zusammenstoß. Aus Berlin, 25. März, wird gemeldet: In der vergangenen Nacht nnl 2_U.br erfolgte an der Schlesischen Brücke in der Nähe des Schlesischen Busch ein f it rchtbarer 3 n s a in in e n ft o ß zwischen einem S t r ach e n b a h n w a g e n der Linie Nr. 87 und einem aus der entgegengesetzten Richtung kommenden D r o l ch k e n a u t o- mobil. Dab.n wurden nach den bisherigen Ermittelungen fünf Personen getötet, zwei s ch w e r und zwei leicht verletzt. Die Namen bei- Verunglückten stehen noch nicht fest. Die Schuld- soll den Chauffeur treffen, der die Straße in rasender Fahrt entlang fuhr. " Ans Rache. Aus Halle a. S. wird gemeldet: Nachts schlich sich die Dienstmagd Elze in Schafstädt in das Schlafzimmer ihres Herrn, des Vieharvschändler^ Heinrich und verletzte ihn durch Beilhiebe schwer. Der Grund der Tat ist Rache wegen Vorwürfe. Wanöcrn ttnfc Reiserr. = Hohcrodskops, 22. März. . Der Zweigverein „H o h e- r ods ko pf" des V. H. C. hielt auf dem Klublwuse seine Hauptversammlung ab. Zahnarzt Jaeger - ^öießen führte den Vorsitz. Aus dem Reck enschaftsberichr, den.Lehrer Rau-Breungeshain er- startete, war zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl auf 192 gestiegen ist und ein K a ss en ü b er schu ß von 100 Mark erzielt wurde. Besckloffen wurde, jeden zweiten Samstag im Monat eine Zusammenkunft aus dem Klübhaufe zu veranftalen. __ Die Bismarck fei er, verbunden mit Fi'eudeirfeuer auf dem Taufstein- turnt, findet nächsten Samstag statt. Der seftherige Vorstand wurde wieder gewählt. Der Flug ums Leben L Spannendes Schauspiel in 3 Akten. Als 2. Schlager: Programm Mittwoch - Freitag Mur3 Tage der Aufsehen erregende Sensations-Film Dramatische Szene in 2 Akten. In der Hauptrolle: aT7, sta Nielsen Nach dem berühmten Stück von Paul Ferrier und Fabrice Carre. Glänzende Komödie in 2 Akten. Als 3. Schlager: las kleine fetten ond sein Meer Humoreske in 1 Akt. Als 4. Schlager-Einlage: Komödianten Für Konfirmationen Weihweine . Mk 0.85 Mk b’höte«? du Nböuclnaturr.) Mt&Fiillg* Bordeaux Weine (naturrein) Lt. 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Zuschiieiden und Ansertigen von Kleidern aller An beginnen am 7. Avril 1913. Anmeldungen nehme jederzeit entgegen. [2046 Lina Petri, gepr. Lehrerin. Anton Volk, Butzbach. SaatHartoffelti. Tic Inubtu. Winterschnle zu Virf) gibt die ans ihren Bersuchsseldern vcrnicbvten Saatkartosseln ab und ztvar Pater Rhein ztt 3 Pik. die 50 Kar., Richters Jubel, Böhms vAbeaf, llmpire, Odenwälder Blatte zu I Mk. die 50 Kgr. v" Qckonomicrat Weitzel, Sich. Landwirte! düngt mit Vulkan- Phonolith Der Phonolith - Düngung gehört die Zukunft. Ausk. kostenl. durch Vulkau - Phonolith-Vertriebs-Gesellschaft, Frankfurt a M.,Battonn- strasse 4-8 u. Goldenberg & Marcus, Giessen. Zur tvlir 3bre Tops und BimnterpUanzen ist Knrn'n Pflanzen-Dünger das Beste. (5in Berfttch überrascht. Glas 40 Psg. Rur j Central-Drogerie, Schulstr. • ___ < • 1 da» Dutzend fr) u. 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Fischer) Allgemeine Wirteversammlung. rMmdnuitli: ?ik $rrorimung töroiif). flicisamts über Die $trlin|tnui der «cicriibtnitituniic und die (nhtbiutg non skmptlgtlilttn Ijirrfür. Verschiedene wirtschastliche Fragen. Wir laben zu dieser Bersammlttng alle Modeacn. atidt Nichtmitglieder des Bereinö ein und honen, bah, bet der auyerit wichtigen Tagesordnung die Wirte bei Kreises recht zahlreich erscheinen werden. • Der Berbandsoorsillendc Stoll. Haust, sowie Al oll. ❖ermann ans .t arnntabt werden ebenfalls anwesend sein, um gegebenen Falls das tfrforbcrlidtc veranlassen zu können. Der Vorstand: D® j Jawkownky. Eigen. Rahncfeld. Bürgerliche o et Man kann nicht ohne ihn sein! (Sott sei Dank! Nun habe ich Dich ja wieder! Jetzt be« komme ich wenigstens wie früher alltäglich mein Lieblingsgelränk: Steligs Kornlaflee. •4 f ► . v,. w. . r> uft\ i I - Wohnungs-Einrichtungen ■ I. 500.- 800.- 1200.- 1500.- I #8 Carl Stückrath, Asterweg41 Haltestelle der Elektrischen „Grüne Unie“ Aaterweg. 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