M. Jahrgang Erstes Blatt M. 96 ora Die heutige Nummer umfafzt 14 Seiten. hangen und Bangen -er Großmächte Der englische Ministerpräsident "hat gestern in einer Auch einige andere Freitag, 25. April 1913 Bezugspreis: monatlich 75M., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Aik.2.— uiertel- jährl. auöschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal I5Pf., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: flluguft die Triple Entente eine Truppenlandung der in den mmrtenegri- nischcn Gewässern befindlichen Kriegsschiffe verweigern würde. Die Klugheit dränge die sechs Großmächte, die vollendete Tatsache anznerkenncn und den Montenegrinern als Ersatz für Sku- tari eine Gebictsentschädigung zu bewilligen. flr:jr; ' sich für die Beschwichtigung der aufgeregten Gemüter ein. Wenn England Lei den Dingen nm Skutari auch nur so start in Mitlerdenschaft gezogen würde, wie etwa Deutschland, würde 'er wohl -eine andere Sprache finden. Man spricht jetzt viel von einer Blamage der Großmächte, da Skutari nun doch erobert worden sei. Ist aber nicht in manchen .Hauptstädten eine geduldige und vielleicht nicht ganz absichtslose Verschleppungstaktik angewendet worden? Und sind heute Moralpredigt en, statt offenherziger politischer Reden an gebracht. Wird 'die sanftmütige Aeußerung des Herrn Asquith in Cetiuje irgend welchen Eindruck machen, und wird König Niläta daraus nicht eher einen Ansporn zum Beharren als 'eine Weisung zum Nachgeben erkennen. Dann wäre die Rede des Herrn Asquith also doch eine politische Rede gewesen, die freilich nicht mitberücksichtigen konnte, ob der lauge Eieduldsfaden Oesterreichs auch jetzt noch haltbar ist. Die Regierungen müssen heute oft tun, was ihre Völker wollen, sprach der englische Minister, und das klang gar nicht so beruhigend wie feine sonstigen Worte. Oesterreich hat, wenn Reuter recht unterrichtet ist, bereits ein geharnischtes Rundschreiben ergehen lassen und will sich anscheinend nur noch kurze Frist gedulden. Die Lage ist also gespannt, trotz der Asquithschen Rede. Internationale Flottenparade, Redereien vom Statusquo und sonstige Stil- Übungen, alles wächst stark in die Halme, aber eine Frucht will nicht ansetzen. Die-reift inzwischen auf einem anderen .Acker heran. . . Eine Rede des englischen Ministerpräsidenten. London, 24. April. Der Verein der auswärtigen Journalisten gab geftera abend ein Bankett zur Feier seines 25jährigen Bestehens. Unter den Ehrengästen befanden sich Premierminister Asquith, der französische, der deutsche, der österreichisch-ungarische und der italienische Botschafter, ein Sekretär der russischen Botschaft u. a. Premierminister Asguith betonte in Beantwortung des Toastes auf die Gäste die Bedeutung der Presse als eines' wichtigen internationalen Faktors. Sie könne unter den Nationen böses Blätter sprechen sich in diesem Sinne aus. Jaurös schreibt in der „Humanite": Die elementarste Vorsicht macht es ganz Europa zur Pflicht, das bezüglich Albanien geschaffene Abkommen nicht zu zerreißen. Oesterreich-Ungarn ivürde dies auch Kraft des ihm gegebenen europäischen Versprechens niemals zugeben. Die „Südslawische Korrespondenz" meldet aus Cetinje: Der König, der von einer jubelnden Volksmenge vor dem Kanal gefeiert wurde, sagte in einer Ansprache: Die großen Opfer, die das Land für Skutari gebracht hat, sind nicht umsonst gebracht worden. Skutari ist von beute ab montenegrinisch. Der endliche Besitz dieser Stadt werde dem Lande zu neuer Blüte verhelfen. Gin Telegramm Essad Paschas. Konstantinopel, 24. April. Das Kriegs Ministerium hat Don dem Kommandanten der Festung Skutari, Essad Pascha, auf dem Wege über Cetinje ein Telegramm erhalten, wonach der Kommandant infolge der Erschöpfung der L eb en s m i t t e l v o r r ä t e genötigt gewesen sei, die SBcfeftigungrn zu räumen und die Festung imter lggewissen Bedingungen dem Kommandanten der montenegrini)"cbeu Armee auszuliefern. Die Linientruppen und die Reservisten hätten die Feld-, G e b i r g s - und S ch n e l l s e u e r g e f ch ü tz e mit sämtlichen Muni- tionsVorräten mit sich genommen und würden über San Giovanni di Medua und Tirana abmarschieren. Wie die Uebergabc von Skutari zustande kam. Cetiuje, 24. April. (Amtlich.) Die Verhandlungen über die llebergabe von Skutari dauerten zwei Tage. Am 21. April entsandte der türkische Kommandant E s f a d P a s ch a einen Parlamentär zum Kronprinzen Danilo und seblng die Kapitulation mit der Bitte vor, in Verhandlungen darüber ein» Der ßiehever Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SichenerLamMenblatter: zwennal möchentl.Breis- blatt siir den Ureis Sieben (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. £cni): wirtschaftliche Acitjrayen Fernsprech - Anschlüsse: General-Anzeiger für Gberhesse« Annahme von Anzeigen Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. Land" :^E.üeb- "für den bis vormittags"s'uhr. Büdingen: Fernsprecher Hr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. die nötige Energie bisher gefehlt bat, daß Europa nicht die für die Durchführung seiner einheitlich gefaßten Beschlüsse not- wendigen Mittel in Anwendung gebracht bat. Der Fall von Skutari bilde einen Affront des europäisänm Konzerts ohnegleichen. Die Erregung, welche die öffentliche Meinung der Monarchie hierüber bekundet, ist gewiß nicht unbegründet. Unser Publikum empfindet die Niederlage, welche die europäische Politik ieftt erlitten hat, um so schmerzlicher, je größer und zahlreicher die Beweise von Langmut gewesen sind, welche die Monarchie in dieser Krise bereits geliefert hat. Die Mächte haben sich dadurch, daß sie sich damit einverstanden erklärten, den Widerstand Montenegros zu brechen, aber vor der Anwendung jener Mittel zurückschreckten, die hierfür erforderlich sind, in einen für unsere öffentliche Meinung unverständlichen Widerspruch begeben. Das „Fremdenblatt^ gibt sich der bestimmten Erwartung hin, daß sich Europa nunmehr endlich entschließen werde, nach dem Versagen der bisherigen Maßnahmen auch schärfere Mittel anzuwenden, um für das verletzte Prestige Remedur zu schaffen und den Widerstand Montenegros zu brechen. Die halsstarrigen Montenegriner. P aris, 24. April. Der m o nten egrinrsch c Delegierte bei der Pariser Finanzkonferenz, Miusch- k o w i t s ch , erklärte einem Berichterstatter des ,Matin": Mari sagt, Oesterreich-Ungarn wolle uns Skutari wieder abnehmen. Wenn Europa dies zugibt, dann wird man über die Leichen unserer ganzen männlichen Bevölkerung hinweg schreiten müssen. Wir werden Skutari Oesterreich nicht geben. Bor einigen fragen haben wir, bevor wir noch die letzten Opfer brachten, die Mächte ersucht, .uns für die Aufhebung der Belagerung von Skutari eine Ge- bietsentschädigung" zu gewähren. Es handelte sich nur um' eine kleine Grcnzberichttgung. Unser Ansuchen wurde von den Botschaftern brutal zurückgewicsen. Der „Matin" fügt hinzu, daß seinen Nachrichten zufolge nationales Wohlwollen gebeiben könnte. England und die Frage von Skutari. Die „Times" schreibt über den Fall von Skutari: Die Mächte, einschließlich Rußland und besonders auch England haben mit bemerkenswertem guten Glauben gegen Oesterreich gehandelt. Oesterreich darf sich darauf verlassen, daß die Mächte es auch in der Frage von Skutari tun werden. Tie Haltung Englands bleibt selbstverständlich dieselbe, wie sie nach den Erklärungen Sir Edward Greys vorgezeichnet ist. Wir sind mit den anderen Mächten Uxne.ngekommen, daß ein autonomes Albanien bestehen soll, zck dem Skutari gehört. Wir beabsichtigen, an diesem Abkommen festM halten. Europa wird die Mittel finden, um das wohlüberlegte und einstimmige Urteil gegen alle, die ihm widerstreben möchten, du rckMl führen. Die „W c st m i n st er Gazett e" schreibt: Die Verbündeten nahmen grundsätzlich die Vermittlung der Mächte an.~ Die Vermittlung kann nur auf die Abgrenzung Albaniens, die Skutari einschließt, basiert werden. Wenn König Nikolaus auf Skutari bestehen sollte, würde er nickt Ipek und Serbien nicht D j a k o w a bekommen. Oesterreich würde vielleicht den Sandschak Novibazar wieder besetzen. Tie Mächte sind demnach nickt ohne Hilfsmittel. Wenn sie zusammenhalten, erreichen sie das Ziel ohne große Schwierigkeit. Die Lage duldet keinen weiteren Aufschub. Natürlich wären wir der Anwendung von Gewalt gegen Montenegro äußerst abgeneigt, aber das Ansehen Europas steht auf dem Spiele. Wenn König Nikolaus den Mächten erfolgreich Trotz bietet, müßten wir für diese Generation auf jede weitere Kooperation zur Erhaltung des Friedens verzichten. Ein Rundschreiben Oesterreichs an die (Großmächte. London, 24. Älpril. Das Rcutersche Bureau erfährt: Die Zirkularnote Oesterreich-Nngnrns au die Mächte besagt: Oesterreich-Ungarn kann es nicht gestatten, daß die La g e, die durch den Einzug der Montenegriner in Skutari geschaffen ist, so dteivt, wie sie ist. Da das Prestige der Mächte verletzt worden ist, so lädt Oesterreich-Ungarn die Mächte ein, einen Entschluß zu fassen über die Schritte, die zur Wiederherstellung des Prestiges unternommen werden sollen. Oesterreich-Ungarn erklärt, falls die Mächte einen schnellen Entschluß nicht fassen könnten, so würde es gezwungen sein, selb st Sicherheiten dafür zu schaffen, daß die Entscheidungen der Mächte respektiert würden und daß Montenegro Skutari räume. Ministerpräsident Asquith hatte noch keine Kenntnis von der Note, als er auf dem Bankett der ausländischen Presse- Vereinigung sprach. Unmut in der österreichischen P esse. Wien, 24. April. Sämtliche Blätter befassen sich mit der durch die Besetzung von Skutari geschaffene Lage und verlangen von der Regierung sofortige energische Maßnahmen gegen Montenegro, entweder mit oder ohne Europa. Das „F r e m b c n M a 11" findet eine Erklärung dafür, daß Skutari in den Besitz Montenegros übergehen konnte, darin, daß der europäischen Politik zwar nicht die Einheitlichkeit, wohl aber Blut machen, sie könne aber auch gegenseitige 'Freundschaft und gegenseitiges Wohlwollen fördern. Asquith fuhr fort: Außer mir smd die Botschafter der europäischen Großmächte Ihre Gäste. Wir haben heute nachmittag an einem Tisch gesessen, um das große Ziel der Versöhnung in gemeinsamer Beschlußfassung gu verfolgen, wobei sie unter dem Vorsitz meines Kollegen Sir Edward Grey seit Monaten engagiert sind. Seichte und ungeduldige Kritiker sind schnell genug bei der Hand, darüber zu spotten, was sie „umständliche und zaudernde Methode des europäischen Konzerts" nennen. Aber die Ergebnisse, die langsam und sicher erreicht wurden, sind meines Erachtens der Zeit, der Energie und des Taktes wohl wert, die so aufopfernd dem' Ziele gewidmet worden sind. Tie Großmächte, von denen mehr als eine bei der Umwälzung des alten Regimes in der Türkei stark und direkt interessiert sind, haben gemeinsam für einen ehrenvollen Frieden gewirkt und so weit erfolgreich gewirkt. Ihre Vermittlung ist, wie wir hoffen, heute wenigstens im Prinzip von den. kriegführenden Parteien angenommen worden. I ch sage' nicht, daß nicht schwierige Punkte aus tauchen können und werden — ein solcher Punkt steht heute sehr augenfällig vor uns — Punkte, die auch heute noch dieselben Eigenschaften der Nachsicht, der Verständigung und Anpassung und der Bereitwillkeit bedürfen,. spezielle Interessen und v Empfindlichkeiten einem beherrschenden Ziele der gemeinsamen I Erzielung eines dauerhaften Friedens unterzuorduen, und ick denke, wir können ohne übertriebenen Optimismus hoffen, daß früher oder später oder lieber früher als später wir .das Ziel erreichen werden, nach deM wir so lange und so mülwvoll gestrebt haben. Der Premierminister schloß, inbem er diese Mellwden und „~ ■ - .. n - . 3 . . .. diesen Geist den Vertretern der Presse zum Vorbild .empfahl: Festsitzung der auswärtigen Journalisten Londons eine poli- Die Regierungen der Großmächte sind von einer gemeinsamen Abtische Rede gehalten, in der er fast nur die Balkanfragen be- sicht beseelt, die die eigenen egoisttsckm und speziellen Interessen handelte. 5Aerr Asquith predigt die Mäßigung und setzt j hintansetzt. Aber in diesem demokratisckzen Zeitalter kö n n e u bi c 'Regierungen bi e Führung nur behalten, wenn bic Völker folgen wollen, und niemand mehr als die Presse kann die Atmospl)äre sckxlffeu oder vernichten, in der inter- Arno Holz und seine Einnahmen. Wir haben in unserer Nr. 94 einen Aufruf für den schon fast vergessenen Dichter Arno Holz veröffentlicht und daran die Demerkung geknüpft, daß das deutsche, Volk feine, Schuld an seiner Notlage treffen könne, da es seine Bücher itark getauft habe. Heute sind wir nun in der Lage, den Verdienst des Tochters mitzuteilen, und aus dieser Aufstellung geht hervor, daß Holz für seine Werke allerdings nur sehr wenig gelöst hat, fast gar nichts im Verhältnis zu anderen Sckfriftstellern, wie Cl. Viebig, R. Herzog u. a., die eben in der Mode sind. Arna Holz verdiente mit seinem „Buch der Zeit" 25 Mark. Tie tzweite Auflage bracküe dem' Dichter ein Honorar von 250 Mark. Als 'bann schließlich bie letzte noch jetzt im Buchhandel erhältliche in 10 000 Exemplaren erschien, die ihm ein Honorar von 1000 Mark brachte, mußte er 500 Mark davon als Wlösuug für bas Verlagsrecht an den zweiteir Verleger seines Buches entrichten, her ihm für dieses Recht — nichts gezahlt hatte. Zusammen 775 Mark für 12 000 Exemplare! Tie „Neuen Gleise", gemeinsam' Mit Johannes Schlaf, brachten Arno .Holz rund 150 Mark. „Der geschundene Pegasus", ebeiifalls mit Johannes Schlaf, 750 Mark. „Tie Kunst, ich' Wesen und ihre Gesetze", zwei Teile, rund 300 Mark. „Soziabrrisiokraten", zwei Auflagen, nichts. „Fcmtasus", zwei Hefte, rund 200 Mark, „Revolution der Lyrik" nichts. Zwei weitere kritische Schriften nichts. Tie „Blechschmiede" nichits. „Tafnis", im ganzen 32000 Exemplare, 5000 Mark. Fünf Dramen, zusammen mit Oskar Jerschke, darunter „Traumickus" nab „Bichl", rund 45 000 Mark. „Sonnenfinsternis" nichts. „JgnorabiMus" 1200 Mark. Gesamtsumme aus 20 Werken in 30 Jahren 53 375 Mark. Das macht pro Jahr eine Einnahiiw von noch nicht annähernd 2000 Mark. Also weniger als feilte im! Durchschnitt ein „gelernter Arbeiter" ver dient. Wobei noch zu bent'crfeu: bis zum „Traumulus" hatte sich das ,/Einkommen" des Dichters nach der obigen Aufftellu'ng auf nur etwas über 100 Mark ünJ Jahr belaufen. Zwanzig Jahr laug! Bei dieser Aufstellung darf mktn jedoch nicht übersehen, daß die Einnahmen wesentlich höher wären, wenn Holz den Erlös aus einer Anzahl seiner Werke nicht mit seinen Mitarbeitern hätte 'teilen Müssen. So unkünstlerisch ein derartiges Znsammeir arbeiten aber auch ist und so wenig bic letzten Werke des Dichters für unser heutiges Geistesleben bebcuteit, so darf doch nicht ver Tonnt werden, batz sich Holz als der Bater des Naturalismus nicht hock^ geimg zu schätzende Berbienste erworben bat, wenn auch diese Verdienste vorzugsweise im Stofflichen zu! suchen sind. Er hat die Großstadt mit ihrem grauen Asvlwlt, er hat das Armen- und Arbeiterviertel entdeckt und hat die Melodie der damäligen neuen Zeit als erster erkannt. Darin besteht sein großes Verdienst, und wenn ihml im dllter von 18 Jahren für sein Liederbuch Kling in ö herz der Preis der Augsburger Schillersliftung zugesprocki-rm wurde, so Muß man sich fragen, wo denn heute eigentlich die Deutsche S ch i l l e r st i f t u u g bleibt, die schon so mäuck^eir unterstützt hat, der es nicht so sehr verdient hat wie Arno Holz. ♦ — Gin preisgekröntes Motto. Ein Sieg über 11 000 .Konkurrenten. Wie erinnerlich, bat im Vorjahre das Komitee „Pro Vnrezia" aus Anlaß der Inauguration des neuen Kampanile von Sau Marco einen Preis ausgeschrieben, der dem glücklichen Finder eines Mottos zufallen sollte, welches in gedrängten, suggestiven und leicht übersetzbaren Worten die ewige Schönheit und den untiergänglid.iien Zauber zum Ausdruck brächte, den diese steinerne Märchenstxrdt auf Italiener und Fremde aus- übt. 11000 war die Zahl der eingelaufenen Mottos. Aus dieser ansehnliclien Ziffer bie ihr würdig erscheinenden anszn- wählen, war für die Kommission keine leichte Aufgabe. Im nachstehenden eine Heine Auslese: „Unwiderstehliche italienische Sirene!" „Venus ex undis.“ „Stadt des SckWeigens und des Traum'es." „Tie Welle küßt dir den Fuß, der Ruhm die Stirne." „Venedig — ins Meer gefallener Stern!" „Venedig, die Stadt, wo man träumend erwacht und er- wackwnb träumt!" „Venedig, die marmorne Geliebte!" „Italien: Edelstein der Welt: Venedig: Edelstein Italiens." Wie also vorauözuseheu war, ist die Zahl der Einsettder schöner, sinniger Sprück'e wahrlich nicht gering geivesen. Doch: ist es auch nur einem' einzigen geglückt, den Anforderungen des Komitees gered;t zu werden, das ist: das Unfaßbare in Worte zu fassen? In dieser Erkenntnis hat das Koinitee keinem der zahlreichen Einsender den Preis zugesprochen, bereit Bemühen daraus gerichtet war, durch! Geist zu blenden, sondern der Preis ist einem zugefallen, belfen Motto nur aus einem einzigen Wort besteht und das ganz einfach lautet: „Venedig!" -- Eine m ißglÜckte Bilderschrift. 'An lustiges japanisches Reiseabenteuer erzählt ein Engländer in einer Londoner Woätensck-rift. Er besnckcke in Begleitung eines Freundes, eines Zeichners, ein japanisches Teehaus und wurde von einer Geisha in ein einfach möbliertes Gemach geführt. Tas Mädckxm ging hinaus Und kehrte bald mit einem lackierten Servierbrett wieder, auf dein zwei sehr kleine, niedrige Tassen farblosen ungesüßten japanischen Tees prangten. Kitiettd reicht sie uns das Getränk. Wir versuchten ihr auf Englisch, Französisch, "Deutsch und Russisch und schließlick> mit der Zeichensprache klar zu inarftnt, baß wir sehr hungrig seien und evoas efsen möchten. ?l!ber je ausbrncks- voller und temperamentvoller unsere Gebärdensprache wurde, um so verlegener blickte die kleine Japanerin drein. Mir kam plötzlich eine Idee. „Versuckw es mit einer Zeichnung", sagte ich zu meinem Freunde, „endlich kannst du mal dein Talent vernünftig anwenden. Male einen Fisch und eine Flasche Bier, und ich werde dazu bie Eß- und Trinlbewegungen machen." Und also gesckiah cs. Ein Strahl der ^Erkenntnis ging über das Gesicht der kleinen Geislia, sie lächelte, nickte, stand auf und eilte mit der Zeichnung davon, um den anderen Mädchen diese künstlerische Beslellkarte zu zeigen. Eine halbe Stunde nerftridi. Mer endlich, endlich — unsere Magen knurrten febou bedenklich — lehrte sie wieder. Und sie brachte uns zwei fentbere. sorgsam' gefaltete Badeanzüge, ein paar Handtücher und Seife. Man sieht: Fisch und Flasche Ixxttcn ihre Wirkung getan . . . — Preisfrage. Die vor Weihnachten 1912 zum erftcnmal erschienenen „Mitteilungen" der Deutsckwn Dickster Ged'ichttiis- Stiftting werden auch künftig in znmngloser Folge mit reicherem Inhalt herauSgegeben und allen Mitgliedern unentgeltlich zu- gesandt. Sie sollen n. a. einen „Sprechsaal für die Mitglieder der Deutsckten Dickt er -Gcbädutnis Stifttmg" enthalten. Für bas nächste Heft der „Mitteilungen" sind Einsendungen zu folgender Preisfrage ettminscht: „Wie tarnt m-an am besten in einer klein en Stabt oder auf dem! Lunde im Sinne der Deutschen Dichter Ge' dächtniS-Stifttmg wirken?" Jede Anregung darf in der flieget nicht "länger als 20 Druckzeilen fein. Auch muß sich die Stiftung in jedem einzelnen Falle die Eirtscheiduitg darüber Vorbehalten, ob eine Anregung in beit „Mitteiluitgen" abgedruckt werden kann. Für den Einsender der besten flhn-egnng, die in einem! Hefte der „Mitteilimgeit" verüsfentlickst wird, ist ein Preis von 20 „HmiS- bücherei"-Bänden nach freier Wahl ausgesetzt. — 12 3 7 0 Mark für einen alten Schweizer Tale r. Ans einer Münzauktion in F ranIsurt a. M. wurde ein in Bellirvzona geprägter Dicktaler der Urläntone mit 12 370 Mark bezahlt. yirtreten. General Wukotitsch hnrrbe daraufhin als Parlamcnttir entsandt. Die Verhandlungen dauerten den ganzen Tag, blieben jd)otf) ergebnislos. In der Nacht ergriffen die Montenegriner die Offensive. Vorgestern erschien ein neuer Parlamentär Essad Paschas mit dem Ersuchen um Wiederaufnahme der Verhandlungen. General Wukotitsch begab sich wiederum nach Skutari mit der Instruktion, sich dem Feinde gegenüber, der so mutig gewesen, möglichst großmütig zu erweisen rind ihm den Abzug mit den militärischen Ehren und den Waffen, nötigenfalls sogar mit der leichten Artillerie, zu bewilligen. Auf diesen Grundlagen ist vorgestern abend das Protokoll der Uebergabe von Essad Pascha und General Wukotitsch unterzeichnet worden. Tic Räumung der Stadt begann sofort: sie wurde gestern fortgesetzt und wird heute gegen mittag vollzogen sein. General Martinowitsch verständigte den König telegraphisch von der Besetzung des Tarabosch. Kronprinz Danilo wird heute mittag feierlich in Skutari einziehen. Der König und die Königin sandten dorthin gestern früh von Virvazar drei Boote mit Proviant und Sanitätsmate>-ial als erste Hilfe. Im ganzen Lande finden Kundgebungen statt. Der König erhält aus den besetzten Gebieten zahllose Glückwunschtelegramme. Für den feierlichen Einzug des Königs in Skutari werden alle Vorbereitungen getroffen. Essad Pascha begibt sich mit der Garnison in seine Heimat nach T i - r a na. Die Montenegriner erbeuteten in Skutari 120 Kanonen, darunter 40 Schnellfeuergeschütze, 12 Haubitzen sowie zahlreiches Kriegsmaterial. Die Waffenrirbe verlängert. Konstantinopel, 24. April. (Amtlich.) Die Waffenruhe zwischen den Türken und Bulgaren ist unter den bereits geltenden Bedingungen bis zum 4. Mai mittags verlängert worden. «Eine Erklärung zum Lall Krupp. Einem Vertreter der „Kölnischen Zeitung" erklärte Geheimrat Hugenberg, der Vorsitzende des Direktoriums der Friedr. Krupp Aktiengesellschaft, der früher dem preußischen Finanzministerium angchörte, folgendes.' Man fragte sich in der Oeffentlichkeit, um was cs sich eigentlich bei den sogenannten Geheimberichten handÄte, die sich angeblich die Firma Krupp dadurch verschafft haben soll, daß sie, so hatte Dr. Liebknecht die Stirn, wörtlich im Reichstage zu sagen, Herrn Brandt zu diesem Zweck (Bestechung von Kanzleibeamten der Behörden, der Armee und Marine) große Mittel zur Verfügung gestellt hat und ihre Geldmacht systematisch dazu ausnutzte, um höhere und niedere preußische Beamte zum Verrat militärischer Geheimnisse zu verleiten. Als früherer preußischer Beamter bin ich eigentlich gewohnt, schwebende Gerichtsangelegenheiten als Dinge anzusehen, worüber man nicht spricht. Sonst, und wenn es nach meinem politischen Gefühl gegangen wäre, hätte ich längst in der Oeffentlichkeit unserseits den Schleier von dieser geheimen Untersuchung gezogen, um unserem Freund Liebknecht den billigen Triumph der Ueberrumpelung im Reichstage zu der von ihm gewählten Zeit zu nehmen. Wenn nun aber mit Hilfe des Reichstags eine systematische Hypnotisierung der öffentlichen Meinung des Landes versucht wird, wenn man bis in das kleinste Dort des Reichs hinein während des schwebenden Verfahrens in bedingter oder unbedingter Form — das ist für den Eindruck beim Volk ziemlich gleichgültig — verurteilt, mit Treck beworfen wird, ohne daß irgendwelche anderen Unterlagen bekannt sind, als die Behauptungen Liebknechts, so wird man wohl auch das Recht haben, sich seiner Haut zu wehren. Ich sehe also jetzt gar keine Veranlassung mehr, etwa unsererseits einseitig noch weiter zu schweigen, obwohl ich nun gern noch gewartet hätte, bisim Reichstagenach der großen auch eine kleine Stinkbombe geplatzt sein wird, worauf wir nach unseren Nachrichten in diesen Tagen noch zu rechnen haben werden. Nun legt man in der Presse mit Recht auf "die Tatsache Wert, daß die öffentliche Meinung schon bei der Nachricht Mißbehagen empfindet, daß die Firma Krupp sich von ihrer Berliner Vertretung „Geheimberichte" erstatten läßt, ein Wort, woran sich neben anderen Vorstellungen überall leicht die der Gefährdung der Sicherheit des Reichs und dergleichen anschließt. — Ja, da muß ich schon sagen: Wenn man sich etwas näher in die Eigenart nuferes Essener Betriebes versetzt, so müssen die Vorstellungen bald verblassen. Dutzende von verschlossenen Briefumschlägen, die Geheimberichte enthalten, werden uns täglich auf den Tisch gelegt. Geheimberichte find unser täglich Brot und da alle inländischen Bewaffnungsfragen als geheim gelten, kann vernünftigerweise niemand etwas dabei finden, wenn auch die fraglichen Berliner Berichte Geheimberichte waren. Was laber den Inhalt betrifft, so mag man fdjon daraus, daß ich mit Bewußfein und soweit ich müh erinnere, in den drei Jahren meiner bisherigen Essener Tätigkeit keinen dieser Berichte gelesen habe, entnehmen, eine wie unerhebliche Rolle sie in dem' Betriebe der Firma gespielt haben. Sie betrafen in der Hauptsache, wenn ich so sagen soll, das K l e i n g e schäft, in dem der Ehrgeiz, nicht durch Einschlafen irgend eines verhältnismäßig selbständigen mittleren oder unteren Organs wettbewerbsunfähig zu werden, eine viel größere Rolle spielt, als das Geschäft selbst — wie ja überhaupt die Bedeutung unserer Geschäfte mit der deutschen Heeresverwaltung falsch eingeschätzt wird. Wir sind für si e di e Konstruktions - und Probierwerk st alte mit einem großen Rückhalt für den Mobilmachungsfall bei Verhältnis mäßig recht geringen Friedensauf- t ragen — eine Rolle, die ein Privatunternehmen nur spielen kann wenn es von anderer Seite große laufende Aufträge hereinzuholen vermag. Wie ich höre, sind der Firma seinerzeit aus dem Kriegsministerium heraus Vorwürfe gemacht «norden, daß sie den Kleinkram Vernachlässige und davin nicht auf der Höhe sei. Da hat man natürlich vor allem das Bedürfnis nach besserer Information über alles empfunden, was auf diesem Gebiete in Betracht kam, einschließlich der Konkurrenzpreise. Man setzte Herrn Brand als Bureaubeamten der Berliner Vertretung und zur besseren Beachtung dieses Kleingeschäfts nach Berlin. Wenn es unerlaubter Wettbewerb ist, was irgend jemand unter dem üblichen Vorbehalt gemeint hat, so möchte ich bitten, einmal jeden pharisäerhaften Augenanf schlag abz ul eg en und zwei Tinge zu unterscheiden: Informationen, und zwar bessere, schnellere und vielseitigere Informattonen als diejenigen, die unser amtliches Leben mit seinen „korrekten", aber von den Verhältnissen, von der Presse und von der Börse stets überholten und daher Meist wertlosen Berichte — solange es noch Privatbetriebe gibt — das Lebenselement von .Handel und Gewerbe. Information i st kein unerlaubter Wettbewerb, auch wenn es sich um die Preise der Konkurrenz und dergleichen handelt. Das Mird jeder, nicht unter dem Bann politischer Heuchelei stehende Geschäftsmann zugeben und ebenso, daß man Infor »Nationen vielfach nur durch sogenannte Indiskretionen erlangt, das weiß auch Herr Liebknecht wohl, der die ganze s i 11 c n- ritterliche Tätigkeit nur auf einem System von oft sehr garftigen Jndiskredittoncm auf baut. I ch verzichte bei allem W ert, Aen ich auf meinen guten Namen lege, in dieser Beziehung gerne aufalles Pharisäertum. Es wäre gut, wenn^auch die übrige bürgerliche Welt dieses PharisäerttiM ganz der ^ozialdemolratie überließe, die sich dann mit ihren Enthüllungen lehr ichnell lächerlich) machen würde. Zweites ist bte kyragc: «sind Informationen, sind indiskrete Mitteilungen auf »erbotenen unlauteren Wegen erlangt? Was in dieser Richtung etwa geschehen ist, muß leinen Richter finden mach allem, was ich bisher ge- hort habe, wird es sich höchstens um armselige Beinigkeiten haw- . ' r bcr 1 r m a' große oder kleine die zu Bestechungen von höheren und mittleren Beamten verwendet sein sollen, sind nur in der ®inbilbung bet Herrn Liebknecht vorhanden. Was der betreffende Bureaubeamte etwa unrechtmänig verausgabt hat wäre zu Lasten seiner eigenen Tasche g.gang n. kann also schon deshalb nicht viel gewesen sein Wenn dieser „Fall hirupp" aller Welt zeigen sollte, daß der Satz „Guanboque Bonus Dvrmi tat Homerus" auch für die Leitung der Firma K*rüpp mtrifft — woran aber bei der Unvollkommenheit aller menschlichen Dinge niemand gezweifelt haben kann — so ist dies unangenehm genug, die Firma aber ohne weiteres für das verantwortlich zu machen, was irgendeiner ihrer Beamten getan hat, bat ist ungefähr so, wie wenn man den Minister des Innern für die Verfehlungen verantwortlich machen wollte, die der ihm unterstellte Regierungsassessor v. Lewicki begangen hat. Der Kaiser in Metz. Hvmburg v. d. H., 24, April. Der Kaiser fuhr heute vormittag 81/, Uhr im Sonderzug nach Metz. Aus dem Bahnhof hatten sich zur Verabschiedung cingesunden: Prinz .Heinrich der Niederlande in der Uniform der Garde- jäger, Landrat Dr. Ritter von Marx, Oberbürgermeister Lübke, Stadlverordnetenvorsteher Dr. Rüdiger und Major v. Schmid. Die Kaiserin und die Prinzessin Viktoria Luise sind heute abend 9 Uhr 30 Min. nach dem Neuen Palais in Potsdam ab gereist. Zum Abschied hatten sich eingefunden Landrat Ritter von Marx, Oberbürgermeister Lubke und Major v. Schmid. Metz, 24. April. Der Kaiser kehrte im Laufe des Nachmittags von der Besichtigung der Befestigungen zurück und nahm int Generalkommando Wohnung. Abends folgte der Kaiser einer Einladung des Dezirkspräsidenteu und der Freifrau v. Gemmingen. An der Tafel nahmen u. a. teil: Statthalter Graf v .Wedel, kommandierender General Mu- dra, Gouverneur General der Infanterie v. Oven, Bischof Benzler, Kvnsistorialpräsident Hoffet, Bürgermeister Dr. Foret, Geheimer Justizrat Titsch und Kommerzienrat Adt. Deutsche» Reich. Vom Bundesrat. In der Sitzung des Bundesrats am Donnerstag wurde die Zustimmung erteilt den Vorlagen betr. Aenderungen in dem Verzeichnis der Einlaß- und Untersuchungsstellen für das in das Zollinland eingehende Fleisch, der Vorlage betr. den Entwurf einet Gesetzes über die Gewährung von Beihilfen an Kriegsteilnehmer und der Vorlage betr. Entwurf eines Gesetzes über die Aenderung des Schutzgebietsgesetzes. Tie „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der angeTünbigtc Entwurf eines Gesetzes betreffend die Gewährung von Beihilfen an Kriegsteilnehmer ist vom Bundesrat angenom- m e n worden. Die Vorlage sieht eine allgemeine 25 Proz. Erhöhung der Beihilfen auf einen Iahresbeittäg von 150 Mk. vor, führt die Gewährung eines Gnadenvierteljahrs für die Witwen ber Beihilfenempfänger ein unb mildert die Bedingungen für die Erlangung der Beihilfen insbesondere dadurch, daß Sie Gewährung bei vorliegender, nicht nur auf vorübergehender Ursache beruhenden Unterstützungsbedürftigkeit von dem Nachweis der Erwerbsunfähigkeit unabhängig gemacht wird. Den hervorgetretenen Wünschen entsprechend fallen damit amtliche Feststellungen fort, die bei alten Kriegsteilnehmern nicht mehr am Platze sind: insbesondere erübrigt sich die ärztliche Untersuchung. Nach ausdrücklicher gesetzlicher Vorsckwift soll ferner bei der Feststellung der Für- wrgcwürdigkeit das politische Verhalten der Kriegsteilnehmer außer .'tracht bleiben. Endlich dehnt sich ber Entwurf der Fürsorge des Reiches auf die ehemals französischen Soldaten elsas'-lothringi- scher Abkunft, die in den Jalu.en 1870/71 an den Kämpfen gegen die Eingeborenen in Algier teilgenommen hoben. Elsaß^-Lothringec, die im deutsch-französischen Kriege 1870,71 auf Seiten Frankreichs beteiligt waren, besaßen die Anwartschaft auf die Beihilfen bekanntlich bereits früher. Ue'ber die Erhöhung der Gehälter der Post- un d Eisenbahnb eamten erfährt man, daß eine Einigung zwischen der Reichsverwaltung und den maßgebenden Parteien dahingehend erzielt worden ist, daß insgesamt für die mittleren Beamten 5,4 Millionen und für die unteren Beamten und Postboten über 3 Millionen Mark mehr bewilligt wurden. Das „Berliner Tageblatt" vernimmt, daß heute, Freitag, zwischen dem Reichsschatzamt und dem preußischen Finanzministerium Verhandlungen schweben, um Preußen dem Vorgehen des Reiches sich anschließen zu lassen. Ein Lügentelegramm. - „ .?? AKg. Ztg." schreibt: Die „Deutsche Zeitung" stellt die Behauptung auf, das Preßrefer at des Auswärtigen Amtes habe „ienes unerhörte Lügentelegramm" herausgegeben, wonach der Luftschiffbau Zeppelin angeblich behauptete, niemand habe außer den beauftragten Offizieren das AvvLm-Luftschiff betreten. Gemeint ist bat Telegramm bet Wolsfschen Bureaus ant Friedrichshafen vom 1. Äpril Wir stellen fest, daß keine Stelle des Auswärtigen Amtes mit diesem Telegramm etwas zu tun hatte. Die gegenteilige Behauptung der „deutschen Zeitung" widerspricht direkt den Tatsachen. (Notiz des Wolff-Bureaus: Tie betreffende Meldung war der Stuttgarter Agentur des Wolff-Bureaus tatsächlich von dem Luftschift- bait Zeppelin angegangen? Ausland. Die Finanzwirtschaft Frankreichs. Der französische Generalbudget-Berichterstatter des Senats, Aimond, erklärte, daß das Budget für das laufende Jahr einen Fehlbetrag von mindestens 200 Millionen auf- merfc. Für bat Budget Von 1914 werde bat Defizit aller Voraussicht nach mindestens 360 Millionen betragen Deshalb würden für die Herstellung des Gleichgewichts des Staatshaushalts für 1914 neue Stenern in Höhe von m i n d e- tens 3 60 Millionen und außerdem für die Bedürfnisse ber Krteg^Verwaltung eine Anleihe von einer Milliarde erforderlich sein. Zum neuen Zollgesetz der Vereinigten Staaten Tie deutsche Regierung hat durch den Botschafter Grafen v. Bernstorff Einspruch gegen zwei verwaltungstechnische Haupt- atze des tu Beratung stehenden amerikanischen Zol'lge- se tz es erhoben Der eine Einspruch bezieht sich auf die' beabsichtigte Zurückweisung von Einfuhrwaren, wenn der Absender den Agenten des amerikanischen Schatzamtes die Bücher nicht vorlegen will. Ter zweite betrifft die Bestimmung, daß bcutirfje Waren bei der Einfuhr auf amerikanischen Schiffen einen Dif- erentialzoll von fünf Prozent genießen sollen. Das letztere wird ür eine Verletzung der zwischen Deutschland und den Vereinigteii Staaten bestehenden Verträge erklärt, welche den Schiffen Deutschlands dieselbe Behandlung wie den amerikanischen Schissen garan- Ueren Es verlautet ferner, daß in ber Angelegenheit der Zölle und Mgaben auch O e st e r r e i ch - U n g a r n sich anschitcke, dem Protest zu folgen, und daß andere Staaten die gleiche Llbsicht hatten. Staatssekretär Bryan erteilte auf den ihm vom Grafen Bernstoss überreichten Argumente noch keine Anwort, versprach aber, den Protest dem Kongreß vorzulegen. Aus Stadt und Fand. Gießen, 25. April 1913. **Tageskalender fiir Freitag. 25. April. Verband Deutscher H a n b l u n g § g e b i l i e n Leipzig : Voruag des Herrn l) a l, Leipzig, über 10 0 Jahre deutsche Entwicklung. Abends 9 Uhr im ^votel Großherzog von Hessen. ** Orbensauszeichnuug. Ter König von Preußen hat dem Hauptmann Beckert beim Stabe be* 2. Lothringischen Infanterie-Regiments Nr. 131 Die Erlaubnis zur Anlegung des Ritterkreuzes 2. Klasse des Hessi- cheu Verdienstordens Philippe des' Großmütigen erteilt. ** Die Dom nationalliberalen Verein auf morgen, Samstag, angesetzte Versammlung, in der Herr Professor Moldenhaur -Köln über die Stallung der Frau im öffentlichen Leben sprechen sollte, muß leider wegen plötzlicher ernster Erkrankung des Vortragenden abgesagt werden. Auch ein Versuch, durch tetc- graphische Einladung Frau Professor Kochenberg (Kreuz-- nach) als Ersatz zu gewinnen, scheiterte. ** D i e Kaiser Manöver 19 14 finden im- Taunus statt. *' Zum Kaiserbesuch sei noch mitgeteilt, daß benr Ka iser und dem Großherzog von Generalleutnant z. D. Kliugelhöffer nach der Parade auf dem Kasenienhof die von ihm verfaßte Negimentsgeschichte des Jnfanterie-Regi- ments Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116 überreicht wurde. Beide Fürsten dankten huldvollst für das Buch. ** Im Lichtspiel-Haus kommt, wie uns geschrieben wird, vom Samstag an ein Riesenfi Im zur Vorführung, der nach bent berühmten Roman Quo vadis? von Sienkiew-ic- inszeniert ist. In mühevoller, zweijähriger Arbeit hat die italienische Filmsirma Eines, A.-G., Rom einen Film von 2500 Meter Länge geschaffen, der in etwa zweistündiger Spieldauer ein lebensvolles, gewalttges Bild aus dem alten Rom zur Zeit des Kaisers Nero und der Christenverfolgunaen vorführt. Tie Kosten des Werkes erforderten 3 Millionen Lire. Die ein?>elnen Szenen sind in ihrem Aufbau und dem Rahmen so meisterhaft, daß die Vorführung wohl zu den besten gerechnet werden kann, die je im Film gezeigt wurden. Der Film erziette überall ausverkaufte Häuser, so z. B. war in Frankfurt bat U. T.-Theater 3 Wochen lang ausverkauft. Wir sind es seit längerer Zeit gewöhnt, daß Romane „verfilmt" werden, Literaten unb hervor- ragenbe Schauspieler haben sich in den Menst des Kinos gestellt. Dadurch hat sich die Filmkunst immer mehr vervollkommnet. Aber alle bisherigen Darbietungen sind übertroffen worden durch den neuen Film „Quo vadis". ** Ueber das Abladen von Kohlen auf der Straße enthält das heutige Kreisblatt eine Bekanntmachung auf die wir Hinweisen. Danach darf das Abladen der Kohlen nur auf der Fahrbahn erfolgen und das Wegbringen der Kohlen hat unmittelbar nach dem Abladen zu erfolgen. Die verunreinigten Straßenteile sind sofort gründlich zu reinigen. Kreis Alsfeld. — Grebenau, 24.April. Gegenwärtig ist man eifrig mit dem Bau der Eisenbahn Alsfeld — Hersfeld beschäftigt. Täglich kommen neue Transporte Arbeiter aus dem Auslands hauptsächlich Italiener. Die Gasthäuser sind dicht besetzt. In der Nähe von Schwarz ist eine große Kantine errichtet worden, in der die Arbeiter ihr Mittagessen ein- nehmen. Eine gewaltige Baggcrmaschine befindet sich in der Nähe, die große Mengen Erde aushebt. Bei Eifa befindet sich eine Gattermaschine, die die Baumstämme zersägt, die zu der 250 Meter langen Brücke verwendet werden. Der Bau der Eisenbahn bietet erhebliche Schwierigkeiten. Kreis Friedberg. r. Bad-Nauheim, 24. Upril. Heute nachmittag stattete die Kaiserin und Prinzessin Viktoria Luise unserem Badeort einen längeren Besuch ab. Nach einem Besuch bei Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Groedel machten die Herrschaften in Begleitung des Geheimrates einen ausgedehnten Rundgang durch unser Bad. Die Begrüßung der Kaiserin und der Prinzessin durch die Kurgäste und Einwohner war sehr herzlich. Dankbar erkannte die Kaiserin gegenüber Prof. Groedel, der sie im vorigen Jahre behandelt hatte, die Wirkung ihrer Bad-Nauheimer Kur an und versicherte, daß sie sich sehr wohl fühle. Als Beweis führte fic die Tatsache an, daß sie gestern mit dem Kaiser einen zweistündigen Spazierritt gemacht habe. Starkenburg und Rheinhessen. R. B. Darmstadt, 24. April. Ein Automobil- u n glück ereignete sich heute nachniiitag um 1/.22 Uhr in der Allee nach dem neuen Hauptbahnhof. Dort stieß an der Ecke der Griesheimer Chaussee eine von Griesheim kommende Automobildroschke mit einer anderen vom Hauptbahuhaf kommenden so wuchtig auseinander, daß das der Wagnerschen Automobilzentrale gehörende Auto vollständig zertrümmert wurde. Der Oberteil des Wagens wurde vom Untergestell weggeschleudert und in viele Stücke zerrissen. Der Chauffeur des 9luto§ erlitt einen schweren Schädelbruch, während der Lenker des anderen Autos, von dem nur die Vorderräder abbrachen, mit dem bloßen Schreck davon kam. Es ist als em Glück zu betrachten, daß beide Automobile keine Passagiere hatten; in dem zertrümmerten Wagen wären sie zweifellos der Katastrophe zum Ovfer gefallen. Ein im Augenblick an der Unglückstelle stehender Herr, der in die elektrische Straßenbahn einsteigen wollte, wäre beinahe noch von dem einen " Auto ersaßt und von den umherfliegenden Trümmern verletzt worden. Hessen-Nassau. fc Wiesbaden, 24. April. Die Fleischer-Innung Wiesbadens hat beschloßen, mit Rücksicht auf die sinkenden Schweineeinkaufspreise den Verkaufspreis des Schweinefleisches vom 1. Mai ab für das Pfund um 10 Pfennig herabzusetzen. hb Oberursel, 24. April. Königin Wilhelmine von Holland ist heute nach dem Haag abgereist und kehrt am Samstag nach Hohemark zurück. Der Aufenthalt auf Hohemark wird sich über den 15. Mai hinaus erstrecken. (Bcricbtsfaal* w. Leipzig, 24. April. Vor bent bereinigten zweiten unb dritten Strafsenat bet Reichsgerichts begann heute vormittag ber Spionageprozeß gegen den früheren, wiederholt bvr« bestraften Handlungsgehilfen Eduard Kohler aus Breslau und dessen ßbefrau. Die Anklage lautet gegen Kohler auf voll endeten Verrat militärischer Geheimnisse und gegen die Frau auf Beihilfe. Ms eZugen und Sachverständige sind seck»zehn Personen erschienen. Nach der Vemebmung des Angeklagten siel die Frau in Ohmnacht. Tie Oeffentlichkeit wurde nody vor der Verlesung des Eröffnungsbeschlusses für die ganze Tauer der Berhanblimg ausgeschlossen. Das Urteil wurde in später Abendstunde gefällt. Der An- 1 genagte Kohler wird wegen Verrats militärischer Geheimnisse und unter Anrechnung einer noch nicht verbüßten Gefängnissttase vvn drei Monaten wegen Urkundenfälschung, die er im Januar 1913 in J8re3lau erhielt, zu sieben Jahren und einem Monat Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizei- auffubt unb seine Ehefrau wegen Beihilfe zur Spionage zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Vermischter» q, * Denzinexplosion an Bord des „Imperator". Aus Hamburg 24. wird gemeldet: Heute nachmittag wurden bei Arbeiten an Bord bet Dampfers „I m per a to r" durch cm- Ervlosion des Benzinbehälters mehrere Monteure der Vultauwer^ und cm Mann der Besatzung verletzt. Der Unfall ist im Steuer raum vorgekommen, wo sich em Arbeiter unberechtigterweise sein Taschenfeuerzeug mtt Benzin füllen wollte. Durch Ungeschicklichkeit ervlodierte das ^-cuernun, und mc Siet» billig bc-5 Arbeiters und die der Umstehenden fing Feuer, wodurch bie Verletzungen hcrbeigeführt wurden. * Bei der Explosion in der Cincinnati-Grube in F i n l o t) v i l l e s^ensylvanicr) sollen 120 Bergleute unr- gekvinmen fein. 70 Leichen, die in der Nähe der Ausgänge tagen, sind geborgen worden. Diese Bergleute scheinen der Explosion selbst entronnen, aber den schlagenden Wettern zum Opfer aciallcn ''' sein. Ein durch die Explosion entstandenes Feuer war um Mitternacht gelöscht._________________ r... . ' —i’ '■ - Markte. t x Grimberg, 24. Avril Der heutige W a l v u r g i? m a r k ?chfc eine lehr starke Ausfahrt an Iungf'lnveinen. Das nvofie vJlr..-ebi't heivirtte aiEangs einen schleimenden t^ang des Handels. r--ai.il n-nrbe für das Paar Läufer Mk. SO—100, für das Paar 'r-'.A lle nster Sorte 50—6o A«k., mittlerer 6n—70 Mk., grösster f. 70-75. Da« Heral'geben der Preise für fette Schweine zeigte fe neu Otnfhn; au» die Jcrkelprcise. Der Krämermarlt hatte f 'imchen Be uch. Amtlicher wetterdeitcht. O e f f e n t l i ch c r W c t t c r d i e n st, Gieren. WetlcrauSsichtcn in Hessen für Samsiae, den 26. April 1913: ■u' Clnd bewollt, flrichiveife leichte ^iegenfälle, meist ivestliehe .vm"e, etwas kühler. Letzte 21 acb rieb fett» Verhandlungen im Baugewerbe. Berlin, 25. April. Die zentralen Berhandlungeu im Baugewerbe, die am 22. April im Reichstagsgebäude wieder ausgenommen wurden, haben ihr Ende erreicht. Tie, Parteien versuchen noch, die beiderseitigen Differenzpunkte festzustellen und am 27. April und den daraus folgenden Tagen die Vorschläge über die strittigen Punkte in weiteren Verhandlungen zu erörtern. Bis dahin haben die eiiizelneu Orte noch die Möglichkeit, sich zu einigen, lieber die Vorschläge, die von den Unparteiischen n-ech dem 27. April gemacht werden, sollen dann die General- perfammlungen der Organisationen entscheiden. Geheimnisvolle Maßnahmen Rußlands. Odessa, 25. April. Auf den kaiserlichen Schiffswerften in Nikolajew bereiten sich, wie verlautet, außergewöhnliche Maßnahmen vor. Die hiesigen Hcmdelskrcise verfolgen die Dinge mit Unruhe. Unruhen in Marokko. Ma-rakesch, 24. April. Jmi Susgebiet nimmt die Gärung zu. Die Anhänger «El Hibas sollen Tnranovt geplündert haben. Tie Beratung des neuen amerikanischen Z o l l g s e ß e s. Washington, 24. April. Tas Repräsentantenhaus nahm die Wiederberatung des Tarifgesetzes auf. Hammc> nd trat für das Gesetz ein und fegte dar, daß die demokratische Partei, welche keine Freihandelspartei fei, nach einem Mittelwege zwischen Schutzzoll und Freihandel strebe. Der Gkunb, weshalb das Mehl auf die Freiliste gesetzt fei, während Weizen zollpflichtig ist, liege darin, daß die amerikanischen Müller imstande feien, amerikanischen Weizen zu kaufen und in Mehl zu verwandeln und erfolgreich aus ausländischen Markten in Wettbewerb träten und weil dies der Fall ist, auch auf den heimischen Märkten konkurrieren könnten. Der Republikaner Mardock sprach sich gegen das Gesetz aus; er meinte, die Demokraten würden unter dem Deckmantel den Lebensunterhalt billiger machen und wahrscheinlich die industrielle Wohlfahrt Amerikas z-erstören. Tie Demokraten versprechen, die Kosten für die Ernährung und Bekleidung der arbeitenden Klassen herabzusetzen, sie würden ihnen aber wahrscheinlich die Mittel nehmen, den Lebensunterhalt zu verdienen. Washington, 24. April. Staatssekretär Bryan entwickelte beute vor dem diplomatischen Korps seinen Friedens- p l a n für eine allgemeine Friedensbewegung, der bald die Grundlage für Vertragsverhandlungen sein werde. Bryan »■■wmTMaaiaMizMsaanMMWiMMuwiiri'i! iiiihi । m.i igaaMi^jmgsiMSBS^MniurnBriitaMwanauMaanK erklärte, er wolle sich den Diplomaten gegenüber nicht auf Einzelheiten einlafjen, wen die Ernzelbeiten Sache des Einpernehmens zwischen den vertragschließenden Nationen wären und in einzelnen Fällen sich unterscheiden dürften. „Die Erklärung, die ich den diplomatischen Korps unterbreite/' sagte Bryan, „bezweckt ttuit, den Hauptsatz aufzustellen, nämlich, daß der Präsident wünscht, ein Ucbereintommcn mit jeder Nation auf die Untersuchung aller, wie immer gearteten Fragen zu erzielen Dieses Uebereiiv* kommen ist als Ergänzung der jetzt bestehenden und der etwa später abzuschließenden Schiedsgerichtsverträge gedacht. Die Schiedsgerichtsverträge nehmen einige Fragen vom Schiedsspruch aus. Tas vom Präsidenten 'vorgeschlagene Abkommen beabsichtigt., diese Lücken zu schließen und keinen Streit übrig zu lassen, welcher ohne vorhergegangene Untersuchung einen .Äüeg verursachen könnte." Bryan schloß, ob das vorgelegte Abkommen feine Hoffnungen erfüllen werde oder nicht, sicherlich werde es wenigstens ein Schritt auf dem richtigen Wege fein, nämlich zum Weltfrieden. * Paris, 24. April. Der Flieger Gilbert der gestern mit feinem Eindecker um 5.07 Uhr morgens in Vilfacoublay ausstieg und um 1.30 Uhr nachmittags in Viktoria (Spaniens landete, hat den von Tanco urk mit dem 860 Kilometerflug! Paris-Berlin aufgestellten Rekord um etwa 100 Kilometer geschlagen. Gilbert hat übrigens um 3V2 Uhr den Flug fortgesetzt, um noch am selben Tage Salamanca zu erreichen. Um 4.30 Uhr wurde er über Burgos gesichtet. Gerüchtweise verlautet. daß bei Medina del Compo gestürzt sei, jedoch keine Verletzungen erlitten habe. Sie kennen doch alle Justus von Liebig? XW“ Den berühmten Chemiker? Nun, kein Geringerer als er bat vor 74 fahren den hohen Wert derSoden. Gemeindeheilguellen nach- gewiesen. Vornehmlich aus zweien der wickuigft. dieser Quellen T@- werden ,>avS ächte Sodener Mineral-Pastillen hergefiellt, u. die längst anerkannte Wirksamkeit der Fan schen Pastillen bei allen gar- Katarrhen d. Luftwege, Heiserkeit, Husten, Indisposition erklärt sich damit von selbst. Ai an achte aber auf den Namen Jan u. weife ■KST" Nachahin. zurück. Befand. Kennzeichen: Amtliche Bescheinig, des Bürgcriiistr.-Amtes Bad Soden a.T.a. weiß. Kontrollstreif. 1^8'b/i. n in ihrer überaus glücklichen Zusammen- Wildungcns und steht über allen Empfehlungen von Ersatz- Forschungen ist sie auch dem Zuckerkranken wegen ihres günstigen Natron- und Kalkpehalts in erster Linie zu empfehlen. ES Für werdende Mütter und Kinder in der Entwicklung ist sie für die Knochenbildung von hoher Bedeutung. Setzung einzig in der Welt da. Daher ist Vorsicht gegen- L--.....— — r - „r| . mitteln geboten. Schriften frei durch Fürstliche Wildunger Mineralquellen A.-G., Bad Wil dun gen. 1912: 14S27 Badegäste n. 2245831 Flaschcriversand. — Zu haben in allen Apotheken u. Drogerien. xi '^ruaxxa Aüdeuischer Verband. 3am£tag, 26. April, 81/« Uhr, in Steins Garten: OefffentSiches* Vos’wasg mit Lichtbildern Herr I. A. Hoyer (Graz): „Die Bedeutung der Südmark für Deutschlands Zukunft“ Eintritt 20 Pfennig. v“/er,Walltorftr.51 3-Ziinmerwobn. zu verm. Näh. Bergstraße 15. [03455 j Verschiedene | Kl. neu hergertchteteS Logis z. v. Tenfelslustgärtch. 20. Näh.Löwengassc 22 II. i27(i0 Ö3451J Mans. Wohnung zu verm. Kaiser-Allee 40. Mbl. Sinnncr, 28201 Nord Anlage 35. 034341 Möbliertes Zimmer zu v. Iohanncsstr.il III., neben Casd Astoria. Ein klein, möbl. Zimmer illSi;SmlCoF Pciisian Bellemt, Bäue22 gut möbl. Zimnier, elektr. ?'cht, Bad, Televhon. l03103 034371 Anst. Arbeiter k. Kost u. Logtö erh. Sonnenftr. 5 II. 03450] Schön möbl. Zimmer zu verm. Dammstraße 22. Frankfurt. Straße 30 II. L, in der Nähe des Bahnhofs u. der Kliniken, gut möbliert. Zimmer zu vermieten. 12837 | Läden u. dgl7\ Laden lüausburg 1 mit ober ohne Wohnung vor 1. Oktober 1913 oder früher zu vermieten. Zu erfragen Kreuzplatr 15 iLaden). Mietgesuche hunger Mann sucht einfach möbl.Zimmer. Schriftl.An geböte m. Preis unter 03443 a. d. Gießener Anzeiger erb. Stellenangebote ss'28/1) Agent fos. gesucht. H. Jürgensen Li5o.,Zigarr.-u. Zigarett.-Fa., Hamburg 22. 2 tüchtige |2 Uhr nachmittags. l,M3< PctcrS, Seltersweg 52. Mildchen, 0M6 welche das Kleidermachen gelernt haben ».sich noch weiter ausbilden wollcti, gegenVer- gütung ges. Seltersweg k»8. lüditiflte IiknstmDcheit gegen hohen Lohn ges. -m Seuklcr, Franks. Straße 30. Ein braves, saub. Mädchen tagsüber gesucht. 103375 Näh. Hricdrichstradc 7 p. Stellengesuche Junger Mann sucht eine LebrlingSstelle auf einem tont in der Nähe von Gießen, ivo er die Landwirtschaft gründ!, erlern.kann. Schriftl. Angeb, u. 06328 a. d. Gieß.Anz. Verkäufe Gut erhalt. Kinderwagen z. verk. Roonftraste 2 111. [«»*•« Verkauf eines Baugeschäftes Ein in der Kreisstadt Büdingen in Oberbcssen betriebenes und gut einge^ führte? Bauniaterialien-Ge- fd)äft, etwa 5 Minuten vorn Bahnhöfe entfernt, an der NreiSstraße Büdingen-Gelnhausen gelegen, soll erbteib ukigshalber verkauft werden, solide, fast neue, geräumige GeschäfiShalle vorhanden. SYaitfliebbaber werden gebeten, sich ivegen näherer Auskunft an die Geschäftsst. des Gieß. Anz. zu wenden. [2b33 Wenig gebraucht. u.ulberpl. einfv. Geschirr bill. z. verk. -dämmstr. 15». 034.59 Faxt neues Damenrad mit Freil. sehr billig abzg. 034631 Marktstraßc 29. Rad,tadellos, umständeh. svottbill.z.v. Steinstr. 19 III Rad, fein. Mark. Torv. 60 Mk. D.-Rad,eleg.Mvd.19i3Ek. 3 3. ltzar. Krcuzpl. 9 1. 032 7 Bin Scdlirtt zu verkaufen. 03442] Neuen Baue 17 II. Svort-Licgcwageu bist, zu verk. Walltorstr. 24 I 103462 Gut erb. Sportwagen u. verstellbare Büste 42 um= zugshalb, billig zu verkaufen. Wo, zu erfr. in d. Geschäftsst. des Gießener Anzeig. |M < Klavier- l L unterr.w.ert. Zu <_ ) erfr. i Giess.Ans. t 1 Mässig. Honorar 2 ert. in Latein u. Griechisch 9iad)bilfe eu. gegen möbliert. Zimmer und Pension. Schriftl. Angeb. unt. 2826 g. d. Gießener Anzeiger erb. Jnterefsenten an feinem vegetarischen Mittaatisch in modernem Hause belieben gefl. Anfragen unt. 03465 an den Gieß. Anz. zil richten. Eine im Dillkreis gelegene gut besetzte Ansitzjagd Größe 1500 Morg., fast ganz von ftskalischen Waldungen begrenzt, wird sofort abgeg. schriftl. Angebote unter 28:34 an den Gießener Anzeig. erd. Gefunden ein grauer Pelz. (03457 Abzuholen Hammstr. 1311. 2 geb. Damen, Mitte d. 20er, fremd, wünsch, m. akad.gebild. Herren in Briestv. zu treten. Briefe postlagernd Chiffre A. W. 23 Gießen. >03449 L ttler Bedarf bat in wirklich gut schneidenden Solinger stahlwcrcn bestelle sofort in eigenem Interesse unseren Rauptka- talog über tausende flriiket aller Art, den wir gratis und franko versenden. Gebr. Bell, Grätrathl37 b. Soling ---■ Fabrik versandt,an». ■— KegebKlub GuteGasse Samstag, 26. April 1913, abend 9 Uhr im Vereins lokal Hanimttrake 13. General-Versammlung BorstandSwabl. Besprech, über das BnndeSfest in Herborn. 06458] »er Vorstand. 3 n n ■t 8 te vc te n e r. m-- ck- t e iß' it It- lic kn. fe« ir Ä te st, 's 'N 11t S b it, T1 g y zur freien Besichtigung des Waren - u. Möbel - Einrichtungshauses heute ei •mit nir Einem verehr!. Publikum von Wetzlar und Umgebun beehre ich mich die Eröffnung meines unter obiger Firma reu rrr Auf solide Qualitäten und gute Verarbeitun sowie tadellosen Sitz aller Kleidungsstücke lege ich dabei den grössten Wert, Ausserdem Manufaktur Kindersitz- und Liegewagen Anzahlung abgegeben Leistungsfähigkeit au 20 Mk 12 Mk. Abzahlung nach Wunsch. Abzahlung nach Wunsch Schlafzimmer. Paletots Spezial-Abteilung für Damen-Konfektion Kinder-Konfektion C*/< Kulant auf Ziel Kostüme Kostüme Paletot Paletot Paletot Paletot Paletot Anzu Anziij Anzu; Anzu; Anzu; Wir mnr Mk. bis 40 Mk. Mk. bis SOMk. 1 Salonschrauk 2 Salonstühle 1 Trnmeau 1 Divan 2 Bettstellen Anzahlung Anzahlung Anzahlung Anzahlung Anzahlung Kostüm-Röcke Fantasie-Kleider Blusen etc. etc. fr-Ot, Bel Da'' wer' Wuchert 2.5ÜMk. 1 Kleiderschrank 1 Wascht oilette 2 Nachttische 4 Stühle 1 kompl. Küche Wert le50 Mk. Bettstelle mit Matratze K leiderschrank . . . Tisch und 2 Stühle Spiegel Kommode . . * . . in engl. Stoffen Anzahlung Anzahlung Anzahlung Anzahlung Anzahlung dieser Art bis jetzt noch nicht aufzuweisen hat. Der Abteilung kompletter Vertikow Tisch Stühle kpl. nüche Franko- 1 Bettstelle mit Matratze 1 Kleiderschrank . . . 1 Tisch und 4 Stühle 1 Sofa 1 Wascbtoilette . . . . 1 komplette Küche . . Wohnzimmer. Anzahlung nnr Anzahlung nur Anzahlung nnr in schwarz u. blau tat mhrw Wl°b.in-d S-mStog die Psingstser 2 kompl. Betten 1 Waschtoilette 2 Nachttische 1 Divan Bunte Küchen len Woche roi einer Mittag ausschuß banr Ältestenrat I noch nicht gar Lieferung u. streng diskret. die anstvärti. Ankündigung- Ausschnisk- 5' >veg zu dieser die ebenfalls Anzahlung nur und VT eisswaren, Bettücher, fertige Bettwäsche, weiss und farbig, Schuhwaren gegen bequeme Ratenzahlungen mit kleinster verhandelte h Datums. Sie beider Mei der Berfas handelt mit < Landesver die Meid) ui Landsleute m hat die Wahl gelegen. Ae feien darüber Verfassungsle trum lehnt e langen. Lin die Versassw halten habe. Gesetz für m forderungen Erscheinung, flicrung eine legierte ftajte mochte für sei ’Wwtin dtv EutsLM sich dahin au- rung der 7 Stimmenei ~ zur Be der Frauen i Der AnSsch hat die Lera Plenum seri äußerte den i 1914 m Ki Nachstehend ein kleiner Beweis meiner Mu ES”9 »er ft**«, in richteten Geschäftes bekannt zu geben, wie es Wetzlar Möbel-Einrichtung B von 170 bis 220 Mk. Möbel-Einrichtung C von 350 bis 500 Mk. Möbel-Einrichtung D von 600 bis 850 Mk. Möbel-Einrichtung Ä von 120 bis 140 Mk. Neuheit: Marengo-Sakko-Anzug in feinster Verarb. — Anzahlung M. 12.— Abzahl. p. Woche M. 1. Mantel in engl. Stoffen Mäntel in Tuch, Eskimo Das Abliefern und Aufstellen der Möbel, welches durch Fachleute geschieht, erfolgt vollständig frei Haus auch nach auswärts. Sämtliche von mir geführten Artikel werden sowohl gegen sofortige Kasse als auch Eine Uebervorteilimg in meinem Geschäfte ist gänzlich ausgeschlossen Ich liefere unter nicht zu überbietenden Bedingungen bei billigster Preisnotierung: und Einzel-Möbel habe ich mein Hauptaugenmerk zugewandt, wovon Ihnen der Besuch meiner grossen geschmackvollen und reich- haltigen Ausstellung beredtes Zeugnis ablegt. Zu allen Zimmern passende Dekorationen, Teppiche und Gardinen. Ferner enthält mein Lager eine hervorragende Auswahl in Herren-, Damen- u. Kinderkonfektion ■ D M R V w V ?.'ig L