Nr. 149 Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« ftraße 7. Expedition und Verlag: fc£jö51. Redaktion:«-^! 12. Tel.-Adr.: AnzagerBleßen. Sonderzüge. Während des starken Reiseverkehrs Aus Statt unL LanÄ. ® ie& en, 28. Juni 1913. Die Einmachezeit. Alle Früchte lassen sich emkochen und aufbcwahren, besonders aber die frühen Bcerenfrüchte, wie die Stachelbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren. Vor allem, und allen gegenteiligen Meinungen entgegen, denn sre sind irrtümlich, und die Praxis hat "bei uns vielfach in langen Jahren des Ausprobens die Richtigkeit ergeben, seien die .Hände, die das Einmachen besorgen, die einer völlig gesunden Person, denn jeder Krankheitskeim, ja sogar cm leichtes, raum beachtenswertes Unwohlsein mindert die Haltbarkeit der Früchte. Sauberkeit an Leib und vor allem am Gerät, das zum Einmachen gebraucht wird, sind ferner die Kardinaleigenschaften, die man braucht. Die Töpfe oder Kessel sind sehr rein zu scheuem und dürfen vor allen Dingen noch nie mit 'Fett irgendeiner Art in Bcrührunggekominen sein. Am besten, man hält 'sich fürs Einmachen eigene besondere Gefäße. Das Feuer, aus dem eingemacht werden soll, braucht nie sehr stark zu sein, denn es muß ruhig und gleichmäßig brennen! und darf keinen Rauch entwickeln, der leicht dem Geschmack schadet. Heute, wo man so viel sterilisiert, sind freilich alle diese Lehren nur zum Teil nötig, da jedem Apparat der (Vebrauchszettel beiliegt. Aber es gibt eigentlich wohl mehr Hausfrauen, die sich nicht im Besitz eines solchen kostbaren Apparates befinden, als die glücklichen, die ihn haben. Was nun die Art der Einmacherei betrifft, so haben wir immer der einfachen Einkocherei im Dampf mit Zucker den Vorzug gegeben, da sie den natürlichen Geschnrack der Früchte am besten erhält. Man sucht dazu Früchte, wie Erdbeeren, reife Stachelbeeren, Johannisbeeren ohne Stiele, Himbeeren, Kirschen, Mirabellen, Pflaumen usw. gut aus, wäscht sie ab, troeknet sie und legt sie in Glasbüchsen oder Steintöpse, so daß das Gesäß etwa dreiviertel voll ist. Indessen hat man auf ein Pfund 500 Gr > Früchte 300, bei sehr sauren Obstarten 400 Gr Hutzucker Hargefodit und gießt ihn über die Früchte. Das Klarkochen geschieht, indem man den Zucker in reines, kaltes Wasser eintaucht und über Feuer langsam zerfließen, dann kochen läßt, während man den sich bildenden Schaum vorsichtig entfernt. Run bindet mo:; die Gläser oder Büchsen mit Pergamentpapier oder Blase zu, stellt sie in ein Gefäß mit kaltem Wasser und setzt diese 5um Feuer, die Gläser usw. dürfen nur etwa zu dreiviertel ihrer Höhe im Wasser stehen. Vom Siedcbeginn des Wassers an rechnet man meist eine Stunde, oder bei sehr weichen Früchten Die Tätigkeit des Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverbandes im Mai. Don den 26 Arbeitsnachweisen des Mitteldeutschen Arbeitsnach- tveisverbandes, die im Mai 1913 an das Kais. Stat. Amt be- richteten gegen 18 im Mai 1912' wurden 5986 (6516> männliche und 4283 4251 weibliche Personen, zusantmen 10 269 <10 770) D'e Lietzener ZawMeublätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, daS ,-KreisHatt für -en Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen seit, fraget“ erscheinen monatlich zweimal. Samstag, 28. Juni 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Uhiocrfität5 - Buch- und Lteindruckereu R. Lange, Dreßen. lieber das Köfiter Tabakgewerbe finden wirrnder „Köln. VolksM." eine hübsche Zußammen- ftdlinrg, die in unserem heimlichen Sitz der Tabak« ndustrie von Interesse fern wird. Die Kölner ^.abakfabrikation begann, so entnehmen wir dem Aufsatz, zunächst mit brr Verarbeitung zu Rauchtabak, die bann Schnupftabak, dessen Gebrauch sich zu Beginn de- Id. Jahrhunderts immer mehr ausbreitet, in ihren Bereich zog Durch Mahlen der Tabakblätter erzeugte man feines Mehl, das mit avmnatiichen Saucen a.igefeuchtct ivurde. Die erste 'Serfftätte für Schnupftabak hat Börner für das Jahr 1717 festgestellt. Du: Fabrikanten waren fast alle aus Frankreich Eingewanderte Einer der erlten war Du Mont aus Belgien. Bald daraus taucht mich schon ein ebenfalls noch heute in Köln und weit barscher hinaus als ^chnnpftabaksabrikant rühmlichst bekannter Name auf- Foveaux, der aus Lille eingewandert war und 1750 die Bürgerschaft in Köln erwarb. Wie stark um die Mitte des 18 Jahr Hunderts der Verbrauch des Artikels in Köln war, erhellt aus der Berechnung der Rentabilität eines neuen Lagerhauses. Danach sollte der Verbrauch von Schnupftabak die Summe von 23 000 Talern ausmache:,, während für Zucker-20 000 und für Kaffee 24 000 Taler veranschlagt wurden. Man rechnete, daß von „60 000 Seelen" die ttöln allerdings damals nicht hatte) 15 000, „so täglich ein Loth Tabak schupfen". Auf dem Fllzengraben hatte Foveaux 1761 eine Tabakmühle eingerichtet, die bann lange Jahre Gegenstand. der Beschwerde der Rachbarn wurde loegen des dadurch verursachten Lärmes. Die Mühlen waren aus Holzkasten konstruiert und wurden von Pferden getrieben. Zur Herstellung des Rauchtabaks verwandte man vorwiegend Pfälzer Tabak, der, auf Rhein>chiffen befördert, bedeutend bil liger war als die feineren niederrheinischen und holländischen Sorten. Aber auch amerikanischer Tabak kam über Holland nach Köln. Zigarren wurden in Deutschland gegen Ende des 18. Jahrhunderts zuerst in Hamburg fabriziert: in Köln ist die Zigarren fabrilatBin auch ziemlich früh angeführt worden, hat aber nie große Bedeutung erlangt. Hier blieb es hauptsächlich bei der Verarbeitung des Rauchtabaks zum Gebrauch für Pfeifen. Der Bc darf an Tonpfeifen rief bald in Köln ein Pfeifenbäcker- gewerbc hervor, wozu die Vorbedingungen ja in den nahen Tonlagern gegeben waren und für das der Rat 1721 eine obrig restliche Ordnung erließ. Tas Gewerbe blühte rasch auf, es gaben sich darin soziale Kämpfe kund, die Börner ausführlich barlegt, aber als die Franzosen in Köln einrückten, war es schon -nr Bedeutungslosigkeit herabgesunken. Der Geschmack begünstigte die Hornpfeisen und bas Gewerbe war in die unmittelbare Rahe des Konoorkommeus, in die Umgegend abgewandert. Die Zeit der französischen Herrschaft war für das .Kölner Tabakgewerbe eine Zest des Kampfes um die Abgaben und die Existenz gegenüber dem drohenden Staats Monopol, das 1810 in der Tat verkündet wurde and dem Staate das aus sHUeßliche Recht gab, Tabak zu fabrizieren unb zu verkaufen. Schon fange vorher (18011 hatte Foveaux die Tabak-Fabrikation a-«lsgegeben mtb ein Jahr später war ihm Dm Mont in demselben Entschluß gefolgt, beide waren der aussichtslosen Kämme müde geworben. Der um Köln gebaute Tabak mußte nun an die in Köln im Blankenheimer Hof am Neumarkt errichtete Kaiserliche Manufaktur geliefert werden. Im Jahre 1811 hatten sich 80 Bauern als Tabakpflanzer angegeben, die im ganzen esti Gebiet von 18,3 Hektar mit 866 000 Pflanzen bebauten. Jrn nächsten Jahre ging die Zahl der Pflanzer und die Größe des Areals zurück, und als von der geschätzten Erntemenge von 36 346 Koli- gramm nur 22 454 Kilogramm abgeliefert wurden, nahm die Regierung, wohl nicht ohne Grund an, daß die fehlenden 13 621 Kilogramm unterschlagen und anderweistg verkauft worden seien. Tie Folge war, baß der Tabakbau am 25. März 1813 für das Arrondissement Köln verboten wurde. Nach dem Abzug der Franzosen konnte Köln feine Stellung im Tabakhandel nicht wieder erringen. Der Markt für Pfälzer- tabak war inzwischen guf Mannheim übergegangen. öO Tiinuten Kochdauer. Die Gesäße müssen dann im Wasser ab- Eüblen, werden bann gut abgetrocknet und fertig gemacht. Die zweite Art ist das Einmacken in Zucker Es ist kostspieliger und mühsamer, aber auch für einige Sorten besonders schön. Zum sind Johannisbeeren, Weinbeeren usw. in dieser Form köstliche Delikatessen. o '-®0*1 di rohe Frucht, nimmt das gleiche Ouantum Zucker, kocht diesen sehr gut etn, daß er zur Blase wird, legt bann . c tauber gewaschenen und abgetrockneten Fruchte hinein und läßt H? unter gutem Schäumen gar werden, aber womöglich nicht zer- wllen ober unansehnlich werden. Tann hebt man itc mit dem ^diaumlöfiel auf ein Porzellansieb, läßt den Judcriaft gehörig entdecken, legt die Früchte in eine Porzellanterrine und gießt den Zucker darüber Arn anderen Tage seiht man den San ab unb kodn ihn wieder ein, gießt ihn heiß über die Früchte, und am dritten Tage wiederholt man bas Verfahren, jedoch legt man ba§ Cblt nochmals mit in den Zucker und füllt es bann warm in bie Gläser, laßt es über Nacht offen stehen und bindet bann ordnungsmäßig zu. Zum Gelee von Johannis- und Himbeeren ober Erdbeeren nimmt man meist gleiches Gewicht an Frucht unb Zucker. Aus bem Rückstanb der zu Gelees ausgepreßten Beeren und Früchte kocht man mit etwas Zucker ober geklärtem Sirup gute Marmeladen. Diese sind nur steif zu kochen und in Steinbutten zu füllen. ^rmittell^ Hiervon entfallen auf Alzen 6 (—5, Aschaffenburg 50 bb , Sebra 48 - , Dingen a. Rh. 64 .95), Butzbach 17 - . 3‘Q”c( 9^.7 £24„ Darmstadt 299 .321 , Tteburg 38 ( — , Frank a. M. 4o28 5227 , Friedberg i. H. 38 .56), Gernsheim i. H. — 1 . Gießen 144 111 , Gr. Karben 32 l—j, Hanau a. M. 56 42 , Herborn 27 (25 , Kreuznach 78 .49 , Mainz 850 1010 , Marburg a. L. 28 .2-, Offenback a. M. 217 (333), Weilburg a L. 25 ( 20 , Wetzlar 48 .7b, Wiesbaden 2321 (2114,, Witzenhausen — (4 und Worms a. Rh. 369 (438). Nack) Berussgruppen getrennt wurden vermittelt: In beit männlichen '2(bteilungcn: Landwirtschaft 584 (gegen 438 im Mai 1912 Mctallgewerck 494 657 , Holzgewerbe 356 '(454-, Industrie der Rahrungs- imb Gjcnu-ämiticf 100 (106)' Bekleidung» unb Reinigungsgewerck 337 327 , Baugewerbe 461 (552), Maschinisten, Heizer und Fabrikarbeiter 99 174 , Gast- und Sckank wirtschaftsgewerbc 1418 .1615), sonstige Lohnarbeit und häus llche Dienlte 1902 (1906). In den weiblichen Abteilungen: Gelernte und angelernte Arbeiterinnen in Fabrikbetrieben 94 (62), Bekleidungs und Reinigungsgewerbe 63 (34), Gast- und ^>chankwirtfckaftsgcwerbe 464 (426', sonstige Lohnarbeit und häusliche Dienste 3605 «3708 . BoN den an, den Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverband berichtenden nichtöffentlichen Arbeitsnackiweisen wurden im Mai 1913 im ganzen 1214 Stellen vermittelt gegen 1053 im Mai 1912. S8on diesen 1214 Stellen entfallen auf Jnitungsarbcitsnachweisc 29 c, auf Arbeitnehmernachweise .349, auf paritätifche Arbeite nachweise 60 und auf Vereiiisarbeitsnachweise 508. Von den 13 an den Mitteldentsdien Arbeitsnadnveisverband berichtenden größeren Orlskrankentassen war der Bestand am 1. Juni 1913: 302 536 gegen 289 680 am 1. Juni 1912); bar unter maren_ 192 923 186 20R verficherungspslichtige männliche Mitglieder, 76 682 (72192) Versicherungspflichtige weibliche Mitglieder, 10 562 (10 697 freitvillige männliche Mitglieder und 22 369 (20 582. freiwillige weibliche Mitglieder. 10., 11. und 12. Juli: Vorzug 74 Altona-Frankfurt, Gießen an 907, ob 908 nach»,.: vorn 3./4. bis 13. 14. Juli unb 1./2. bis 2O./21. August: Vorzug 75 Frankfurt— Kreiensen, Gießen an 957, ab 959 nachm.; am 5., 7., 8., 9. Juli und vom 3. bis 20. August: Rachzug 76 Göttingen —Franksurt, Gießen an 816, ab 817 vorn,. Kreis Büdingen. —r. Büdingen, 27. Juni Am Sonntag findet in Wol- serborn Kriegerfest statt. Trotzdem der hiesige Sinegervcmn grundsätzlich Feste außerhalb des Bezirls Büdingen nickt besucht, macht er hier eine Ausnahme, weil gerade die £rt)d*aften des Vogelsbergs einen regen Geschäftsverkehr mit Büdingen pflegen, und besucht das Fest. —v. Büdingen, 26. Juni. Gemeinderatssitzung > An- wesettd: Bürgermeister Fendt; Beigeoromücr Totter; Gemeinde- rar Sdwlz. Andcä, Schäfer, Keil, Klein, Witteimd. Methiessel. unb Hinkel. Gemeinderat Rullmann fehlt entschuldigt. Zwei hiesige Grundbesitzer nwlleit sid; von der Kreisstraßc eine Zufahrt nach ihren Grundstücken Herstellen Sie bedürfen hierzu etwa 3 Meter städtisches Gelände. Es soll an einen der Gesuchsteller der Cuabrahneter zu 1 Mk. verkauft werben mit lieber- nähme sämtlicher Kosten. Auck) muß der Stadt über j?ic zu errichtende Einfahrt das lleberwandlungsreckt nad) dem städtischen Grundstück gestattet werden. — Eine Srtssatzung zur Erhaltung der altertümlichen Bauweise in Büdingen ist beschlossen und liegt der Aufsichtsbehörde zur Genehmigung vor. Sie beantragt zu -z 2 ein Polizeireglement. Tieses wirb vom Gemeinderat im Wortlaut des Vorschlags angenommen. Ein hiesiger Einwohner hat seine Frau mit 2 Kindern im Stich gelassen und bekümmert sich nickst im geringsten um sie Tic Fran befindet sich mit einem Kinde in Usingen 1'4 ihren Eltern und roirb,- da sie vollständig mittellos und kraul ist und dazu einer weiteren Entbindung entgegen sieht, z. Zt. von ihren Eltern unterhalten. Ein zweites Kind ist in Büdingen in Pflege und da sich der Mann, trotz Aufforderung der Bürgermeisterei, nickt im geringsten um es kümmert, mußte die Gemeinde für das Psleqsgeld, das monatlick 15 Mk. beträgt, aiiffammcir Ter Gemeinderal beschließt, daß mit allen zu Gebote nahenden gesetzlichen Mitteln gegen den zum Unterhalt Vervilicktcten porgenangen und Beschlag auf fein elterliches Vermögen gelegt wirb. Zu dem Deranlagungsgesetz ber Gemeinbeumlagen bat der Otanein berat einen .Beschluß zu fassen. Ta die Angelegenheit noch nid)t sprndi- rcif ist, wird sie an die Fi na nzkom Mission zurußoerwicscn. Tie ordnungsmäßige Reinigung der Strafen und städtischen Plätze hat schon ost den Gemeinderat beschäftigt. Tic bis-jetzt getroffenen Einrichtungen haben aber zu feinem befriedigenden Er- gebniv geführt. Der hierfür ernannte Ausschuß, schlägt heute dem Gemeinckra« vor, einen Manu anzustellcn, der täglich ben gröbsten Sckmutz entfernt, int übrigen soll eine zweimalige Reinigung burck die Grundstücksanlieger erfolgen. Auch hierzu wirb keine werden folgende Sonder-Schnell,züqc gefahren: am 28. Inn:, 5., 9., " sechster Blatt 163. Jahrgang Erfchernl «gSch mtt Ausnahme des SsnnlaaS O Giehener Anzeiger für Oberhefjen Frfauen-Rttndschau. — Gegen die Mode der Reiherfedern wendet sich Rudolf Hermann in den „Süddeutschen Monatsheften" München Seit dem 1 Januar dieses Jahres ist vom Gouverneneur be- künntlich der Zoll ftir bie Ausfuhr der Paradiesvögel in unserem Schulmehi-te Neu-Guinea um das Vierfache erhöht worden, und am 7. März wurde im Reichstage der Antrag geltem, bie Aus fuhr dieser seltenen Vogelart ganz zu verbieten. Wir leien in dem süddeutschen Blatte über diese Frage: ,,2üif dein Gebiete des in letzter Zeit so sehr in den Vordergrund allgemeinen Interesses getretenen Vogelschutzes spielt der Sd:uf der Pa rackes- vögel unb der Edelreiher, der vornehmsten Vertreter der ^ckmuck- vögel, lvvhl die hervorragendste Rolle, und die Anzeichen mehren Nck, daß langsam aber sicher, die Bestrebungen zur Ei'Haltung biefer Bogclartcn über die Gewinnsucht unb bie Modetorckit den Sieg davontragen werden. Bisher sah es mir ber Aussicht auf Erhaltung der herrlichen Paradiesvckzel, die bekanntUck ihre Heimat in Neu-Guinea haben, von welcher Jnfel auch neulich land einen Teil besitzt, traurig aus. Der hohe JKwinn, ben die Jagb des teuer bezahlten Bogels bringt, hat eine Menge vielfach zweifelhafter Existenzen verlockt, diese Jagd zu ^ihrem Lebensbenit ?u macken und eingeborene Schießjunaen ins Innere iur Erlegung ber Tiere auszusä cken. Nun hat bie Reinerträge in den letzten Tagen einen I emerkenswerten Schritt vorwärts jetan, allerdings leider nickt bei uns, soiideru ienieits des grotzen Reiches, in ben Vereinigten Staaten, die auf dein Gebiete des Tierschutzes bcbcutcub energischer vorgehen als die europäischen Mächte. Zeitungsnachrichten zufolge ist unter dem Einfluß des ncfonnircubigcn neuen Präsidenten eine Tarifbill mir neuen Zoll sStzen erlassen worden, die Die Einfuhr von Reiherfedern, Reihei- Lälgeii, Fediwn des Fi,'ck»adlers und von ausgestockten Waldvögeln schlechthin verbietet In traurigem Gegensatz Hierzu nt Deut sch- Haitb im Schutze dieses schönsten Paradiesreihers nock zurückge- Uieben. Immerhin tritt klar ."ige, daß sich mich bei uns eine Art von Kultur-Gewissen bemerfbar zu macken beginnt. Bevor aber nickst die öftentlicke Mei'Ntng einmütig das Tragen von Reiher- l.'md Paradiesvogelfederii auf Tamenbüteit für einen Verstoß gegen cutc Sitten erklärt, wirb die Eristenz dieser schönsten Vögel der Gebe immer schwer bedroht fein.'' — Einige Mvdenen h eiten von ben franzüfi- Heben Rennplätzen Es ist jetzt eigenllich eine Art Urlaub fßir die Mock cingetr’ten und bie Auslese ber Neuheiten ist nur ssthr gering. Wenn aber, bann finbet man sie aus den fran- Wfischen SaUelplatzen. Nebst ber Aiode, keine Strümpfe unb Danbalen zu tragen, hat sich auch bei ben Damen die „Säckchen- mode" eingebürgert. Einige gibt es unter den französisch- ii Frauen, die aus verschiedenen Grünckn nicht ckr Strumpflosig- keit huldigen. So haben sie sich benn bie Kinbersöckckeu zu eigen gemacht. Es siebt ganz Mitzig aus, wenn eine erwachsene Dame mit solchen Babpstrümvicken befieibet ist. Da sich nunmehr alle-, was leickt unb buftig ist, in ben Dienst ber Sommermobe gesckllt bat, griff man zunächst wieder einmal zu etwas festerem. Und siehe da. Man trägt im Hochsommer schwarze Samthüte. Allerdings wirb die schwarze Wärme wenigstens für das Auge durch eine Flut fein plissierter (Shantinr oder Malinesivitzen gemildert, die in allen möglichen Formen, als Flügel, Tuffs, Buketts unb Schleifen zufammengesteckt, bie Hüte zieren. Auck buntfarbigen Filz konnte man sehen. Gar oft saß ein solcher Filz auf bem weiß gepuderten Köpfchen einer Schönen. Cb sich der weiße Puder haften wird? Kaum, denn frühzeitig alt macken. Liegt nicht immer im OKschmack der Damen über sechzehn Lenze. ff. 600 000 Mark Schadenersatz für ein gebrochenes Ebever sprechen. Fräulein M. A Sullivan die Tockter eines hervorragenckn Politikers in New Bork, kämpft soeben vor bem höchsten Gerichtshöfe New Porks einen Prozeß gegen ihren ungetreuen Bräutigam, A. I. Hoe, aus, in bem sie nickt weniger als 600 000 Mark Schadenersatz wegen Bruck des Eherersprechens verlangt. Nack ben New Porter Berichten über diesen Prozeß stehen ihre Aussichten ganz gut. Hoc, ber Sohn eines steinreichen Fabrikanten, lernte sie als Stubcniin kennen, verlobte fick mit ihr und gab an, bie Eheschließung müsse nur nock solange hinansgeschoben werckn, bis er gewisse Ver- mögensauseinauckrsetzungen vorgenommen hack. Er ven'ckweii- bete währenb dieser Zeit gewaltige Summen an feine Braut; so bestritt er in einer eigens für sie eingerichteten Wohnung ihren ganzen luxuriösen Haushalt, ckr jährlich an die 200 000 Mark kostete. Plötzlich aber entdeckte Fräulein Sullivan, baß ihr Bräutigam sie gar nicht heiraten konnte, weil er bereits vermählt unb zudem glücklicher Vater war. Sie setzte sich mit Hoc gütlich auscinanckr; er versprach, ihr leoenlänglich eine Rente zu zahlen, die es ihr ermöglicht härte, ihr reickes Leckn sortzm'etzen, und zunächst leistete er die Zahlungen auch regelmäßig. Vor etwas über einem Jahre stellte er sie Jeboif) ein, und daraufhin verklagte ihn Fräulein Sullivan. Sie macht jetzt geltend, daß sie durch die Bekanntschaft mit Hoe an das üppige Leben gewohnt sei, außerckm ober hat sie deinetwegen mit ihren Eltern und ihrer ganzen Verwandtschaft gebrochen. ff. Vom Dienstmädchen zur Sulransgattin. Vor furzer Zeit noch war in einem Gasthof in 11 b i b a ein bildhübsches schwarzäugiges Zimmermädchen namens Ekeouore ange- stellt, eine Südfranzösin, deren Heimat Arles ist. Heute ist bie schöne Eleonore bie Favoritin cks marnffaniühcn Sultans Schen- auitti, ckr nach ber Herrschaft über den Stamm Artwn-Neroiz strebt. Dieses Anirückcn der schönen Französin von einer Bedientenstelle zur Favoritin des Harems eines Herrschers ist auf etwas operettenhaftc Weise erfolgt, wie das „Petit Journal" zu berichten weiß. Ti? schöne Eleonore verließ itämlid) eines schönen Tages in Gesellschaft eines Spaniers das Hotel. Das Liebespaar verbrachte seine Flitterwochen in Marokko, hat aber nickt bedacht, daß das Land nickt ganz ungefährlich ist. Auf einer Eisenbahn fahrt zwischen Udida und Taurit wurden sie überfallen, Eleonore geriet in die Hände einer Räuberbande, und ckr Räuber- hauvtmann brachte iie zu dem Sultan Schenguitti. Dieser trat alsbald mit dem spanischen Gemahl Eleonorens in Unterhandlungen und "erlangte zunächst nur 500 Franken für ihre Herausgabe. Die Verhandlungen zogen sich aber in di' Läng-', unb als schließlich ber Spanier für seine teure Eleonore bie verhältnismäßig kleine Summe herausrücken wollte, hatte üch ckr Pseudosultan bie Sache inzwischen anders überlegt. Er hott' ijch nämlich in die schöne Eleonore regelrecht verliebt, sie ist nun in feinem Harem ausgenommen und inzwischen zur Favoritin auf- geruckt, und wenn der Sultan tvirklich die Herrickaft an sich reißt, ist sie in übcrraitficnb kurzer Zeit vom TicnfhnäbdKn zur Herrscherin geworben. fr. Die Prügelku r in der Ehe. Wie soll man seine Frau ckhanckln? Ein amerikanifcker -llrtf, Tr. Waugh, Cber- arzt eines großen »rankenhauies in Chicago, gibt hierauf im „Alienist and Neurologiste" eine Antwcyr, bir bie iolgenoen bret Sätze enthält: „Wenn du deine Gattin findest, herrsch- über sie, denn sie erwartet, daß du das Haupt des Ham'es sein wirst. Ist sie ckine Gattin grmorben, lebe für sie, ckmt das braucht sie. Ertveckt sic deine Eifersucht, io mügele sie, cknn das hat sie nötig." Diese Ernviehlung der Prügelkur ist ckrn Amerikaner nun durchaus crnfi, wie seine weiteren Ausführungen zeigen. Mancke Frauen haben seiner ?llifickt nach wirklich Prügel nötig; ckkommen sie keine Prügel, so entwinckn sie sich olimählid) der männlichen Herrschaft, und i'ick selbst beherrschen können sie nickt. Werden sic nickt geprügelt, so vermissen sie ben Herrn, unb wenn di- Verachtung ihres Mannes bie Höhe erreicht, ineben sie sich einen neuen. In diesem Falle so meint die Weltweisheit des T-r. Waugh — ist es bas beste für ben Mann, von der Bilbiläche zu verschwinben. Frauen, die geprügelt merben, per» ehren dagegen ihren Gatten sie suchen ihm icDen Wunsch an bat Augen abzulesen, und wenn ber Tod ihnen ben Gatten raubt, er* richten sie seinem Andxnken Märe, an denen sie beten." W ' ] 'M MMW jLWZ ^treten welche werdet ,Emb Gesetzt gmm wahr« tritt, und! den । red)t -grüßen "W\ das o släM für d feiert könnte nungsj bei ein folgunc durch ' werden, gcbanfei BundcSj unmöglt St. Der 6 Somit« 91 M Di einer 5 menschl den bel Umftän Bewußt das eia aber r Ätüitär D trrnnäd neuen biete einmal denn, Militä Herrsch lang gilt be subsidii tarftrtr visten Dtifelha 1,1 denen Achsen ) •ivciint tlartfü » W 23* r auf j in den wa ! ■ hm sch' er t ' ben am Wt i die bal Tu, na Pr au Bru Zu f der törb | t Vor ' ersck. «bei !; erhi • mit 'f, ane^'i flan’>- 3ü(?5 mai ii der ’ der T r «1 u Ci 87—93 48-51 51—55 91—98 44—47 78—84 94—96 69—71 mit ein Hof, 63 Jahre alt. Grünberg. ein Heuchelheim. 84—91 74-84 49—53 43-48 67-68 66-00 105—112 98-105 90—97 74—86 69-71 68—69 Preise für 100 Psd. Lebend- Schlachtgewicht 46—50 39—43 32—37 82—89 71—77 60—68 Mr. 53-56 52—57 wandern und Reifen, Bäder und Sommerfrischen. — Hasfelborn i.T. Mit Freuden dürfte es allgemein begrüßt werden, wenn man auf einen Ort aufmerksam macht, der alle Bedingungen für einen rechten Erholung?- und Stärkungsort in sich birgt, der mit vollem Vertrauen jedem Gesunden und Et- bolungsbedürftigen empfohlen werden kann. Wenn man mit der Bahn von Frankfurt über Homburg, Usingen, Graienwiesbach fährt, erreicht man, nachdem zuvor ein V/a km langer Tunnel durchfahren wurde, als erste Station das herrliche, direkt am Walde belegene H a s s e l b o r n. Von üppigen Feldern und saftigen Wiesen umgeben, wird dieser Ort von einem der herrlichsten Wälder des hinteren Taunus cingeschloffen. Stundenlang reihen sich hier Nadelwälder an Laubwälder. Keine geräuschvollen Betriebe stören die köstliche Ruhe und keine Autos stören den Wanderer aus, seinen Spaziergängen. Die Entfernung vom Ort zum Wald beträgt nur ctivas über 100 Meter. Das einfache Walddörfchen Hasselborn hat zwar keine Theater und Konzerte müzuweisen, dafür erfreut es aber seine Besucher durch seine idyllische Ruhe und durch die köstliche rauch- und staubsreie Höhenluft, sowie den würzigen Duft der nahen Wälder und der taufrischen Wiesentäler. Herrliche Spaziergänge sind hier dem Erholungsbedürftigen geboten. Auch keine Kurtaxe nnrd erhoben. Für Wohnung ist hinreichend gesorgt. Ae° sonders hervorzuheben ist das von Will). Schmidt neucrbaute 65 alt- haus „Zur Taunusruhe", das einen angenehmen Aufenthalt bietet. Das Haus ist den Anforderungen der Neuzeit entsprechend gebaut und eingerichtet. Hohe, helle, luftige Zimmer, zum Teil mit Balkon, ein schattiger, sehr grober Garten mit gedeckter Halle und Kegelbahn stehen dem Besucher zur Verfügung. Eine gute, reichliche und kräftige Küche wird geführt — Das Eulengebirge als Sommerfrische. Unter diesem Titel ist soeben eine geschmackvoll ausgestattete und mit zahlreichen reizenden Illustrationen versehene Werbeschrift erschienen, ivelche allen ais ein zuverlässiger Berater für Wanderungen, sowie bei Auswahl einer Sommerfrische aufs beste empfohlen werden kann. Das Eulengebirge, dieses Kleinod in den Schlesierlanden, ist ein zwischen anmutigen Jelstälern gelegenes geivaltiges Mittelgebirge, von meilenweiten, prächtigen Waldgürteln umspannt; ein Gebiet voll echtester Naturromantik und in ganz hervorragendem Maße zum Sommeraufenthalt geeignet. Das schmucke Büchlein gibt in übersichtlicher und erschöpfender Weise Auskunft über alles, was der Fremde über Land und Leute, Unterkunfts-, VetpflegungS- und Verkehrsverhältnisse ?c.- im Eulengebirge wissen muß. In- Alk. 95-102 93-100 teressenten erhalten die Broschüre kostenlos übersandt durch da? Internationale öffentliche Verkehrsbureau in Berlin, Unter den Linden 14. G ebor e n e: Juni 18. Dem Strumpfweber Konrad Weisel Sohn, Erich. Sterbefälle: Juni 22. Ferdinand Theophil Jung, Rent- 63—66 59—63 54—58 46—51 Laubach. Eh eschbießungen: Juni 22. Friedrich Stotz, Schreiner- Sophie Döll, beide in Laubach. Lauterbach. Geborene: Juni 10. Dem Kaufmann Konrad Kalbfleisch Sohn, Friedrich Konrad. Aus ötr Rechtsprechung der Reichsgerichts. Auslegung eines Vertrags nach dem wirklichen WillenderParteien — BGB. § 133 —, Eigentumsübertragung gemäß BGB. § 930 — durch log. Besitzeskvnstitu t — bezüglich erst künftig zu erwerbender Gegenstände— E. d. RG. v. 5. Februar 1912, mitgeteilt in der Deutschen Juristen-Zeitung von 1912, S. 811. 'Bei Erneuerung einer Gutspachtung zwischen dem Fist'uS, als Gutseigentümer, und dem Gutspächtet int Jahre 1908 wurde — wegen gewisser Ansprüche des Fiskus an den Pächter — bestimmt, Da£ „das auf dem Gut besindliche, in dem beigefügten Verzeichnis nachgewiesene Inventar" — wie es in dem Pacht erneuerungsvertrag wörtlich hieß — von dem Gutspächter, dem das Inventar damals gehörte, dem Fiskus zu Eigentum übertragen werden solle, indem es der Pächter für den Fiskus ferneren m Pachtbesitz behalten solle. Durch 16 Jahresziel Zahlungen, deren letzte am Ende der auf 17 Jahre erneuerten Gutspacht fällig war, sollte der Pächter das Inventur zu Eigentum zurückerwerben: jedoch sollte es bis zur Zahlung des letzten Zieles im Eigentum des FiSkus bleiben. Weiter war bestimmt, daß der Pächter -ein gewisses Mindestinveutar batten und jährlich über den Jn- ventärbestand dem Fiskus Auskunft geben müsse. Im Jahre 1910 wurden eine Anzahl Kühe, welche der Pächter im Betrieb der Gutswirtschaft an Stelle von angegangenen Kühen neu angeschasst hatte, von einem Gläubiger des Pächters gepfändet. Ter Fiskus verlangte, gegen diesen Gläubiger gemäß ZPO. § 771 klagend, 'Feststellung der Unzulässigkeit dieser Pfändung, weil die gepfändeten Kühe nach obigem Vertrag sein Eigentum seien. Wilhelm Schepp ein Sohn, Otto Walter. — 22. Dem Schlosser Joh. Wilh. Lenz ein Sohn, Hugo. Langsdorf. Geborene: Dem Landwirt Heinrich Metzger eine Tochter^ Erna. UuiVerystaLs-Nacdrrchten. — Zum Nachfolger von Professor Erich Schmidt soll Professor Edward S ch r ö d e r in Göttingen ernannt sein. Professor Schröder mürbe 1858 in Witzenhanscn geboren. Er studierte in Straßburg und Berlin und war zuerst m Göttingen Privatdozent. Im Jahre 1887 kam er als außerordentlicher Professor nach Berlin, wirkte dann m Marburg, und seit 1902 hat er oie Professur für deutsche Sprache und Literatur in Göttingen inne. Märkte. FC. Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 27. Juni. Auftrieb: Rinder 76 (Ochsen 11, Kühe 57, Bullen 8), Kälber 98, ner, 84 Jahre alt. Geborene: Juni 8. Dem Pftastermeister Ludwig Hofmann VI. ein Sohn, Otto. — 14. Dem Taglöhner Ludwig Wolf ein Sohn, Willi. — 18. Dem Maurer Heinrich Fink eine Tochter, Marie Luise. Sterbefälle: Juni 19. Elisabethe Margarethe Freitag, 67 Jahre alt. — 25. Luise Kreiling, geb. Römer, 34 Jahre alt. — Anna Elisabethe Gilbert, geb. Römer, 71 Jahre alt. Ulem-Linden. Eheschließungen: Juni 21. Karl Herber, Krankenwärter in Gießen, mit Marie Lutz in Klein-Linden. Geborene: Juni 14. Dem Bahnarb. Ludwig Weller VI. eine Tochter, Margareta. — 15. Dem Bahnarbeiter Friedrich ^Weller II. ein Sohn, Albert. — 17. Dein' Hilfsheizer Otto Fey ein Sohn, Hans. — 19. Dem Bankbeamten Wilhelm Jung ein Sohn, Friedrich Wilhelm. — 21. Dem Bahnarbeiter Friedrich Eheschließungen: Juni 19. Johann Schwab, Brauer, mit Marie Müller, beide in Friedberg. — 21. Otto Julius Caesar Seitz, Gärtner in Langen, mit Ottilie Luise Helene Philipps in Friedberg. . , Geborene: Juni 20. Dem Weißbinder Heinrich Sorget eine Tochter, Erna Julie. i St erb e fälle: Juni 19. Heinrich Beck, 2 Monate alt. — Arthur W«k, Architekt in Remscheid, 47 Jahre alt. — Georg Henneberger, Schreiner, 46 Jahre alt. Großen-Linden. Aufgebote: Juni 20. Gustav Heinrich Jakob König, Oberlehrer in Höchst a. M., mit Ernestine Julie Gutermuth in Großen-Linden. — Dr. Wilhelm Lindenstruth, wissenschaftl- Hilfslehrer in Idar, mit Helene Karoline Entilie Gutermuth in Großen- Linden. Eheschließungen: Juni 21. Ewald Max Rühl, Mat- rnorarbeiter in Elberfeld, mit Maria Menges in Großen-Lmden. Geborene: Juni 15. Dem Bahnarbriter Wilh. Faber II. ein Sohn, Wilhelm. — 16. Dem Landwirt Ludwig Luh IX. eine Tochter, Hildegard Christine. — 17. Dem Sattler Alfred Jung eine Tochter, Irmgard. — 18. Dem Taglöhner Karl Heß II. ein Sohn, Albert Reinhold. — 21. Dem Schreiner Wilhelm Fischer III. ein Sohn, Wilhelm. . w . St erbefälle: Juni 21. Bertha Simon, geborene Meier - Hnmonstisches. * Ein kleiner Irrtum. Schutzmann: „Sie — heda — Sie, was machen Sie denn da an dem Briefkasten für einen Skandal?" — Student (Der sich auf dem Heimweg von der Kneipe befindet): „Zum Kuckuck, ich habe hier doch ein Nickelstück hinem- gewvrsen, und nu kommt keine Schokolade heraus!" * Zeitgemäß. „Mann, telephoniere bloß schnell nach der .Feuerwehr, es brennt bei uns!" — „Ja, ja! Einen Augenblick! Ich muß bloß schnell die Filmfabrik anklingeln, damit sie vorher noch eine Aufnahme mackl." Das Oberlandesgericht wies die Klage ab, da die Bestimmung des Vertrags 'über die Uebertragung des Gutsinventars an den Fiskus sich mir auf das Mr Zeit des Berttagsfchluffes ,mrklichM. Willen der Vertragschließenden gerecht. Wenn bestimmt sei, daß der Pächter das Jnveniar erst am Ende derl 7 Mn gen Pacht - zett mit der letzten Zielzahlung zurückerwerben solle, daß er oen Bestand des Inventars zu erneuern und jährlich dem FiSlus mW zuweisen habe, so sei dock) nur die Deutung möglich, daß die Parteien das Inventar als einen in seinen einzelnen otutfen wechselnden Scheinbegrifs verstanden hätten, daß sie daS lenjeuig während der längeren Pachtzeit vorhandene Inventar dem Ber- päcktci zuweisen und dm Eigentumsenverb des Pächters nur für das nach Zahlung des letzten Ziels vorhandene Inventar vereinbaren wollten. Demgemäß sei die Vereinbarung der Uebmeignung des Inventars auch auf die evst künftig im Lauf der Pachtzeit von dem Pächter zum Inventar an Stelle abgegangener Stucke neu angeschafften Jnventarstücke zu belieben. Rechtlich zulässig sei auch die Uebertragung des Eigentums von erst künftig anzu- schasfenden Gegenständen durch sog. Besitzeskonstitut nach BGB. §§ 930, 868 — also durch Vereinbarung eines künftigen Pachtverhältnisses bezüglich des von dem llebertragenden erst künftig zu ern'ebendeu Gegenstandes oder durch Vereinbarung eines anderen der in § 868 BGB. genannten Rechtsverhältnisse, am Grund deren der (Sigentunisübertragende dm „mittelbaren" Besitz des überttagmen Gegmstandes behalte —. In einem solchen Fall gehe das Eigmtum des künftig angeschafften Gegenstandes von dem Ueberttagmden auf den Erwerber bann über, wenn der lieber- tragende dm Gegenstand der SSereinbarung entsprechend behandle, in vorliegendem Falle also die neu angeschafften Erfatzstücke dem Jnvmtar rinverleibe und hierdurch dem Verpächter er fennbar zeige, daß er fortan an denselben nur dm Pachtbesitz ausübm wolle. Schafe 16, Schweine 209. Geschäft mittel Ochsen. Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- wcrtes tut Alter von 4—7 Jahren .... Tie noch nicht gezogen haben (ungejochte) . . Junge, fleischige, nicht aitsgemästete und ältere ausgemästete Bullen. Vollflelfchige, ausgew., höchsten Schlachtw. . . Vollfleifchige, jüngere Färsen, K ü h e. Vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes . . Vollfleischige aitsgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren .... Heitere ausaemästete Kühe und wenig gut ent- wickelie jüngere Kühe Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen Kälber. Feinste Mastkälber . . . Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . . . Geritigere Mast- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber Schafe. Weidemastschafe: Mastlämmer und Masthammel .... 54,50—57.00 S ch w e i n e. Lollflcischtge Schweine von 80—100 kg Lebend- gewicht • . . . . 54-56 Vollfleifchige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 53-54 Vollfleifchige Schweine voll 100—120 kg Lebend- „ gewicht 55-56*/, Vollfleifchige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .......... 53*7,-54 Fettfchweine über 150 kg Lebendgewicht . 52*/,-00 Starr-esarsntsuuchrrchten. Gießen. Anfgeboke: Juni 20. Heinrich Karl Wahl, Handlungsgehilfe in Gießen, mit Frieda Möller in Frankfurt a. M. — Emil Fritz Schilling, Diplom-Ingenieur in Gießm, mit Maria Gerber in Charlottenburg. — Karl Georg Heinrich Müller, Schuhmacher, mit Maria Susaima Karoline Meta Lemp, beide in Gießen. — 21. Adolf Melliger, Schriftsetzer in Bem, mit Wilhelmine Auguste Bocher in Gießen. — Friedrich Louis Georg Seibel, Prokurist, mit Luise Elisabeth Zülch, beide in Gießen. — 24. Karl Georg Köhler, Müller in Gießen, mit Marie Stahn in Dessau. . Geborene: Juni 17. Dem Kutscher August Kreß eine Tochter, Auguste Luise. — Dem Reklame-Untemehmer Karl Herr ein Sohn, Carl Alois Willi. — 19. Dem Lokomotivführer Hermann Bernd ein Sohn, Jakob Georg Hermann. — Dem Wagenführer Hermann Wolf ein Sohn. Gestorbene: Juni 21. Ida Schmidt, geb. Krug, 75 Jahre alt, West-Anlage 1. — 22. Konrad Lied, Arbeiter, 73 Jahre alt, Licker Straße 74. — 25. Ludw- Müller, Kaufmann, 56 Jahre alt.fWalltorstraße 63. — Elisabeth Nagel, geb. Fauldrath, 70 Jahre alt, Licher Straße 106. Butzbach. Eheschließungen: Juni^21.: Ludwig Hornung, Fnhr- knecht, mit Clisabetha Klee, geb. Sperzel, beide in Butzbach. Geborene: Juni 14. Dem Bahnsteigschaffner Ludwig Luh ein Sohn, Heinrich Friedrich. — Dem Schreiner Ludwig Petri ein Sohn, Wilhelm. — 15. Dem Buchdrucker Wilhelm Stendenbach eine Tochter, Anna Maria .Josephine. — Dem Gerber Heinrich Pfeil eine Tochter, Elisabeth. — 17. Dem Kaufmann Ernst Robert Schütz ein Sohn, Helmut Rudolf. — 18. Dem Fahrburschen Karl Blumhofs eine Tochter, Elise. Büdingen. Aufgebote: Juni 19. Heinrich Major, Weißbinder in Langenbergheim, mit Ottilie Herbst in Büdingen. — Heinrich Kling, Maurer in Bindsachsen, mit Anna Reutzel in Kefenrod. Geborene: Juni 19. Dem Bauaspirant Heinrich August Kranz eine Tochter, Eleonore Margarete. St erbe fälle: Juni 20. Marie Pebler, geb. Müller, 75 Jahre alt. Friedberg. Aufgebote: Juni 19. Georg Franz Otto Bert, Lagerverwalter in Schlitz, mit Anna Maria Ewald in Friedberg. — 23. Friedrich Chistrian Käß, Handlungsgehilfe in Friedberg, mit Lina Rühl in Leidhecken. — 24. Georg Lips, Metzger in Altenstadt, mit Lina Ziemer in Oberau. Sterbefälle: Juni 17. August Becker, Taglöhner, 51 Jahre alt. — 19. Elise Schneider ,geb. Gundrum, Wwe., 71 Jahre alt. — 22. Barbara Schnndt, geb. Zinn, Wwe., 66 Jahre alt. — Johannes Kimpel I., Weber, 87 Jahre alt. Lich. Aufgebote: Juni 6. Heinrich Hainbuch, Dienstknecht in Rieder-Bessingen, mit Frieda Sack in Lick. — 10. Emil Büß, Kaufmann, mit Auguste Volz, beide in Lich. Geborene: Juni 9. Dem Taglöhner Wilhelm Lotz eine Tochter, Katharine Margarete. — 13. Dem Taglöhner Heinrich Schäfer eine Tochter, Elisabeth. — 15. Dem Waldarbeiter Heinrich Christian Lang eine Tochter, Luise Christine. — 18. Dem Schuhmacher Heinrich Findt II. ein Sohn, Wilhelm. Gestorbene: Juni 7. Marie Weiß, Wwe., 71 Jahre alt. — 13. Margarete Auguste Marie Stein, 14 Jahre alt. — 17. Wilhelmine Sommer, Wwe., 85 Jahre alt. — 23. Schuhmacher Christian Meyer, 52 Jahre alt. Lollar. Aufgebote: Juni 20. Heinrich Pfeif, Masseur, mit Margaretha Frank, beide in Frankfurt. — 25. Konrad Schneider, Eisenbahngehilfe in Großen-Linden, mit Clisabetha Becker in Lollar. Geborene: Juni 22. Dem Hüttenarbeiter Karl Richm I eine Tochter, Lina. Treis an der Lumda. Geborene: Juni 3. Dem Hüttenarbeiter Georg Leitner eine Tochter, Clisabetha. — 9. Dem Maurer Heinrich Pfeil ein Sohn, Johann Heinrich. — 12. Dem Bergmann Jakob Theis ein Sohn, Jakob. — 21. Dem Taglöhner Ädam Formhals eine Tochter, Katharina Emmi. watzenbsrn-Zteinderg. Geborene: Juni 16. Dem Bergmann Ludwig Fett eine Tochter, Emilie. — 19. Dem Bergmann Heinrich Mauer II. ein Sohn, Heinrich. — Dem Bergmann Ludwig Baumann eine Tochter, Anna. Zustimmung erteilt, da durch diese Einrichtung, die, immerhin einen Kostenaufwand von 800 bis 900 Mark verursacht, keine wesentliche Besserung der Reinigungsverhaltnissc getanen »rb. Die Angelegenheit wird nochmals an den Aus schuß zurückverwiesen mit dem Auftrag, Erhebungen an zustellen, was eine Reinigung der Straßen und städtischen Plätze insgesamt durch die Stadt kostet, ob die Kosten von den Grundstücksanliegern wieder erhoben toerben sollen, oder ov sie auf das städtische Budget zu übernehmen sind. — Gewck einer Korporation um einen Zuschuß zur Gründung eines.deutschen Arbriterhrims in Paris wird abgelehnt. Der Gelfatt der Gemeindebeamten ist vor 2 Jahren geregelt. Tw Stapelung steht aber mit den gesetzlichen Bestimmungen nicht ganz im EM- flang. Tie Angelegenheit wird an einen Aussckpiß mit Dem