m. 277 Zweites Blatt 165. Jahrgang Gießener Aiy eiger Erscheint ükgllch mft Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Cberhesfen Tie Lietzener Zamtlicndlätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beiqeleot, da» „KrtUblfltt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« tragen" erscheinen monatlich zweimal. Dienstag. 25. November 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schea Universitäks - Buch- und Sreindruckerei. R. Lange, Gießern Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen, Aus Liessen. Die Lehrer und die Besoldungsreform. s. Darmstadt, 24. Nov. Am Sonntag, den 23. November, nahm der Vorstand des hessischen Lan - des-LchrervereinS, nachdem am Tage vorher der Vorstand des katholischen Lehrcrvereins in gleichem Sinne sich ausgesprochen hatte, durch folgende Erklärung Stellung zu den Beschlüssen des Finanzausschusses der Zweiten Kammer: Ter Vorstand des hessischen Landcs-Lehrcrvereins erkennt dankbar das Entgegenkommen des Finanzausschusses den Gleichstcllungswünschen der Lehrer Fegen- über an, muß es aber aufs lebhafteste bedauern, feoA das von dem Ausschuß festgesetzte Endgehalt von 3800 Mark erst im 34. Tienstfahr, als 12. Stufe, gegeben werden soll. Da das dazu nötige Alter, das 56. Lebensjahr, nur von dem zehnten Teil aller Lehrer erreicht wird, so ist es der allerdringendste Wunsch der Lehrerschaft, daß der Betrag von 3800 Mark, wie seither, mit dem Beginn des 31. Dienstjahres, als 11. Stufe, tu Ansatz komme. Ter Vorstand gibt sich der Hoffnung hin, daß die Regierung und die beiden Kammern der Landstände diesem einmütigen Wunsche der gesamten hessischen Lehrerschaft willfahren, bei der Ausgestaltung der Skala aber auch die seither unzureichend bedachten unteren und mittleren Skufen besser, als das bei dem Vorschlag des Finanzausschusses geschieht, berücksichtigen werden. Er glaubt, daß der von einem Mitglicde des Finanzausschusses bereits gestellte Antrag eine befriedigende Lösung dieser Wünsche enthält, und stellt darum das Ersuchen an die gesetzgebenden Faktoren, durch Annahme dieses Antrags der Lehrerschaft das im gegenwärtigen Augenblick durchaus Mögliche zu gewähren. Eine Vorstandssitzung der Landwirtschaftskammer. rm. Darmstadt, 24. Nov. Die hessische Landwirt s ch a f t s k a m m c r hielt heute unter dem Vorsitz des Oelonomierats Walter eine Vorstandssitzung ab, in der u. a. auch die Errichtung von sechs neu bh Gestütsstationen beschlossen wurde; Ration sollen zwei in Rheinhessen, Sprendlingen oder Oberhilbersheim und Pfeddersheim, drei in Oberhessen: Maar, Lich und Großen-Buseck, sowie eine in Starkenburg: Waldmichelbach, errichtet werden. Der Antrag auf Errichtung einer weiteren Station in Gadernheim fand Ablehnung. Tic endgültige Entscheidung soll 'von der Vorführung der Stuten abhängig gemacht werden, welche die Notwendigkeit der Errichtung der Stationen erweisen soll. — Weiter? wurde die Abhaltung einer großen P f erd e auktii on im Frühjahr in Darmstadt beschlossen und die Kosten dafür bewilligt. * Zu den Stadtverordnetcnwahlen inDarm- st a d t erhalten wir von dem dortigen Sekretariat der f o r t - fchrittlichen Volkspartei folgende Richtigstellung der Angaben unseres Darmstädter Mitarbeiters: „Es ist unrichtig, daß die Fortschrittliche Volkspartei ein Zusammengehen mit der Nativ nalliberalen Partei bei den Stadtverordnetenwahlen abgelehnt hat. Tie Fortschrittliche Volkspartci war vielmehr von Anfang an bereit, vier Nmnen aus der Kandidatenliste mit der Nationalliberalen Partei zu tauschen. Schwierigkeiten entstanden nur aus dem Verlangen der Nationalliberalen Partei, sich die von ihr zu übernehmenden Kandidaten anssuchen zu dürfen. Schließlich hat aber die Fortschrittliche Volkspartci sich bereit erklärt, diesem Verlangen nachzugeben. Tie Nationalliberale Partei lehnte indes; trotzdem ein Zusamntengehen ab und sie — nicht wir — ist deshalb für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich." Auszeichnungen zu Grofstycnoqs (Geburtstag. Ter Großherzog hat durch Entsch^cßung vom 18. d. Mts. verliehen: Das Komturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Generalmajor Cliffvrd Kocg von Breugcl, Kommandeur der 25. Kavallerie-Brigade (Großh. Hess.). Tas Ehrenkrcuz desselben Ordens: dem Oberstleutnant Frhrn. von Stetten, Komnlandeur des Großh. Hess. Train-Batls. Nr. 18, und dein Oberstleutnant z. D. v. Oheimb, Pferdcmustcrungskom- missar in Darmstadt. Das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens: dem Hauptmann Polh und dem Hauptmann Schwendp, beide Komp.-Chefs im Jnf.- Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116. Tas Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Fü^, Verdienste": dem Untcrzahlmeistcr Vogel, dem Feldwebel Metz, den Vizcseldwebeln Müller und Becker .und dem Hoboist Sergeant Spcper, sämtlich im Inf. Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116. Ter Großherzog hat zum 25. November d. I. verliehen: Tas Großkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone: dem Oberstallmeister Moritz Riedesel Freiherr zu Eisenbach, Exzellenz. Tas Großkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Oberkammer-Herrn Volprecht Riedesel Freiherrn zu Eisenbach, Exzellenz. Das Komturkreuz 1. Klasse desselben Ordens: dem Oberjäger - meistcr Walter Freiherr van der Hoop, Forstnieistcr. Dem Hofkapellmeister Hofrat Willem de Haan den Charakter als „Geheimer Hofrat". Tas Komturkreuz 1..Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Direktor der Bank für Handel und Industrie Geheimen Obersinanzrat Maximilian von Klitzing in Berlin. Das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens: dem Ober-Post- sekret är Friedrich Lauckhard in Gietzen, dem Postmeister Rechnungsrat Franz Schmid in Grimberg. ' Das Silberne Kreuz desselben Ordens: dem Postagenten Konrad Stahl in Kailbach. „ . - _ ... , Das Mlgemeine Ehrenzeichen mit der Jnschrist „titur langjährige treue Dienste": dem Ober-Postschaffner Adolf Schauermann in Friedberg. Den Charakter als „Wirklicher Gehermerat" nut dem Pradckat „Exzellenz": dem außerordentlichen Gesandten und beoollmächtig- t'en Minister am Königlich Preußischen Hose Geheimen Staatsrat Tr-Jng Maximilian Freiherrn von Biegclcbcn in Berlin. Tas Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen- dem ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landesuniversität Geheimen Forstrat Dr. Karl Wimmen- auer zu Gießen. , Die Krone zum Ritterkreuz 1. Klastc des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: Dem Direktor des Realgymnasiums u. bqj Obcrr^iüstchiile. Meßen Mchcimen Schulrat Dr. Emil Rausch. Tas Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps dr-> Großmüttgcn: dem evangcl. Pfarrer Heinrich Adolph zu Gießen, dem Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen Prosessor Joseph Geyer, dem ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landesuniversität Dr. Paul Giscvius zu Gießen, dem Vorsitzenden des Bezirksverbandes der Krieger kameradschast Professor Dr. Adolf Krämer zu Büdingen, dem evang. Pfarrer Heinrich Muhl zu Schotten, dem Oberlehrer an der Augustinerschule (Gymnasium und Realsckmle) zu Friedberg Professor Franz Reitz, dem Tirektor der Taubstummeiranstalt zu Friedberg Tr. Adam Ritzert, dem Oberstabsarzt a. T. Dr. Ferdinand Siegert zu Gießen, dem Oberlehrer an der Augustiuerschulc lGym- nasrum und Realschule) zu Friedberg Professor Dr. Eduard Bolv, dem evang. Pfarrer Theodor Weber zu Lang-Göns, dem Kreisrat des Kreises Lmtterbach Leopold von Werner. Tie Silberne Verdienstmedaille für Künst und Wissenschaft: dem Schriststellcr Alfred Bock zu Gießen. Tie Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Oberlehrer Heinrich Geck zu Vilbel, dem Hauptlehrer Philipp Philipps zu Friedberg, dem bisherigen Mitglied des DckanatSausschufses, der Tekanatssynode und des Kirchenvorstandes Johannes Sandmann zu Lauterbach. .Tas Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüttgcn: dem Vorsteher der landwirtschaftlichen Wintersckmle zu Büdingen Oekonomicrat Alfred ?lndrac, dem Lehrer Karl Bohl zu Schlitz, dem Rcallchrer an der Taubstummenanstalt zu Friedberg Johannes Platz, dem Lehrer Heinrich Rcuhl zu Trais-Horloff, dem Hauptlehrer Christian Roth zu Lich, dem Rcallchrer an dem Wolsgang-Ernst-Gymn.isium zu Bübingen Georg Ruth, dem Fabrikanten Friedrich Vogel II. zu Nauheim bei Groß-Gerau. Die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüttgcn: dem Stadtsekretär Kanzleirat Werner Graulich zu Friedberg. . ; Tas Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Groß- müttgen mit der Krone: dem Lehrer Albert Boßler zu Kl.-Linden, dem Lehrer Jakob Braunewell zu Weseck, dem Vorsitzenden des Oberhessischen Bienenzü -rvercins Lehrer Heinrich Buß zu Leihgestern, dem Lehrer Konrad Dirlam zu Schwalheim (Kreis Friedberg), dem Lehrer Hermann Hofmann zu Bad-Nauheim, dem Lehrer Ludwig Müller zu Pohl-Göns, dem Vorsitzenden des Krieger-.und Militärvcrcins „Hassia" zu Bad-Nauheim Johann Peter Christian Schäfer, dem Lehrer Johannes Wehrheim zu Bad-Nauheim. Tic Silberne Verdienstmedaille des Ludcwigsordens: der Hebamme Anna Tahmcr zu Butzbach, der Hebamme Emma Döll zu Langd, der Hebamme Karolinc Euler zu Gießen, der Hebamme Mathilde Filsinger zu Vilbel, der Hebamme Katharina Fink zu Friedberg-Fauerbach, der Hebamme Margarete Magdalene Glück zu Vilbel, der Hebamme Elisabetha Jung zu Klein-Linden. Das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Bürgermeister, Ortsgcnchtsvorfteher und Standcs- becrnttcn Karl Flach III. zu Butzbach, dem Krcisfcncrwehrin- spcktor Georg Dietrich Hoos zu Alsfeld, dem Garteninspektor Ibci der Obstbau- und landw. Winterschule Kttrl John zu Friedberg, dem Vorsitzenden des Bezirksverbandes der Kriegerkameradschaft Hassia Ferdinand Pfannsttel zu Ulrichstein, dem Bauschätzer Ar- chitett Ludwig Shilling zu Gießen. Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Jnschrist: „Für langjährige treue Dienste": dem Gemeinderatsmitglied Heinrich Becker IV. zu Weickartshain, dem Feldgeschworenen Johann Georg Bipp zu Steinheim (Kr. Gießen), dem Feldgeschworenen Adam Engel II. zu Grüningen, dem Kirchenrechner Karl Flach zu Wenings, denr Gemeinde eichmeister Moritz Grüninger zu Butzbach, dem Gemeinderechner Wilhelm Hofmann zu Klein-Eichen, dem Feldgeschtvorenen Karl Jäger I. zu Münzenberg, dem Kirchenrechner Wilhelm Knickel ;n Eckartshausen, dem Feldgeschworenen Georg Momberger zu Rodheim (Kreis Gießen), dem Gemeinderatsmitglied Kaspar Müller II. zu Birklar, dem Gemeindereckmcr Lndwig Friedrich Nagel zu Büches, dem Gräflich Solrns-Rödel- heimsck>cii Mundkoch Ludwig Karl Heinrich Friedrich Schmidt zu Assenheirn. Das Mlgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Verdienste": frcin Vorsitzenden des ^Kriegerocreins Steinbach (Kreis Gießen) Johannes Balser V., dem Vorsitzenden. des KwiegerVereins Lanzenhain Heinrich Boß III., dem 1. Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Heinrich Fink zu Vilbel, dem Vorsitzenden des Kriegkrvereins Holzheim Georg Heinrich Grieb V., dem Vorsitzenden des Kriegervereins Nonncnroth Heinrich Jakob II., dem Vorsitzenden des Kriegcrvereins Freienseen Johannes Heinrich Reichert, dem Vorsitzenden des Kriegervereins Weickartshain Johannes Schmidt IV., dem Vorsitzenden des Veteranen- und Militärvereins Dietzenbach Christian Seid. Tas Allgemeine Ehrenzeichen mit der Jnschrist: „Für treue Dienste": dem Gemeindeschäfer Johannes Heinrich Teckmann zu Blcichenbach, dem Felüschützen Heinrich Greb zu Ruppertsburg, dem Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Jakob Gripp zu Friedberg, dein Polizeidiener Heinrich Herröder IV. zu Ober-Seemen, dem Kirchendiener Heinrich Jung I. tzu Freienseen, dem Feldschützen Josef Knapp zu Mörlenbach, dem Polizeidiener Wilhelm Löffler zu Stornsels, dem Feldschützen Eduard Loos zu Eichelsachsen, dem Polizeidiener Wilhelm Maus zu Teckenbach, dem Förster Heinrich Sänvarz I. zu Dirlammen, dem Polizeidiener Anton Seibel II. zu Nieder-Rosbach, dem Kirchendiener Louis Wendel zu Ortenberg, dem Polizcidiener Johann Konrad Wolf I. zu Meiches. Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Jnschrist: „Für treue Arbeit" am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Werkmeister Georg Schnepp zu Steinbach (Kreis Gießen). Tos Mlgemeine Ehrenzeichen mit der Jnschrist: „Für treue Arbeit": dem Waldarbeiter Konrad Bachmann V. zu Freienseen, dem Waldarbeiter Christian Becht zu .Gonterskirchen, dem Waldarbeiter Konrad Bohnert zu Hamburg (Kreis Ziegenhain), dem Kreisstrastemvart Georg Brück zu Nonnenroth, dem Zimmermann Georg Bücking VI. zu Alsfeld, dem Vorarbeiter Heinrich Diehl zu Gießen, dem Gärtner Johannes Dietrich zu Lindenstruth, der Gartenarbeiterin Marie Barbara Engel Witwe zu Assenlicim, dem Waldarbester Heinrich Konrad Krauß zu Laubach, dem Fabrik- arbeiter Peter Kunz zu Bieber, dem Arbeiter August Heinrich Lohn zu Angersbach, dem Holzhauer Friedrich Müller zu Fauerbach bei Nidda, dem Rottmeister Andreas Oestreich zu Stockhausen (Kreis Lauterbachs dem Waldarbeiter Wilhelm Orth zu Freienseen, dem Kutscher Konrad Schneider zu Leihgestern, dem Holzhauer Karl Schivab I. zu Fauerbach bei Nidda, dem Holzsetzer Konrad Schweizer zu Westen-Gei'äß, dem Rottrncister Franz Sü mon V. zu Nieder-Roden, dem Zigarrenarbeiter Christian Stecker zu AltcnBuscck, dem Kutscher Jalob S t e i n m ü l l c r zu Gießen, dem Kalkbrennmeister Johannes Thorisch zu Butzbach, dem Fuhr- knccht Johannes Velten I. zu Großen-Linden, dem Hausweber Heinrich Wahl III. zu Wernges, dem Waldarbeiter Johannes Walter I. zu Freienseen, dem Kreisstraßenwart Konrad Weber zu Storndorf. Der G r o ß h e r z o g hat dem Robert Max Hirsch zu Frankfurt a. M. in den erblichen Adels ft and versetzt. Der Groß Herzog hat erteilt: den Charakter als „Geheimer Regierungsrat": dem Kreisrat des Kreises Büdingen Ernst Böckmann: den Charakter als „Geheimer Kirchenrat": dem ordentlichen Professor Tr. Samuel E ck zu Gießen; den Charakter als „Geheimer Medizinalrat": dem ordentlichen Professor Dr. Julius Geppert zu Gießen; den Titel „Bürgermeister": dem besoldeten Beigeordnete» der Provinzialhauptstadt Gießen Karl Keller: den Charakter als „Schulrat": dem Kreisschulinspektor bei der Kreisschulkommission Büdingen Georg Baldauf: den Charakter als „Mcdizinalrat": dem Kreisarzt Dr. Wilhelm Zinßcr zu Alsfeld: den Charakter als „Sanitätsrat": dem praktischen Arzt Dr. Sigurd G r ä u v ii e r zu Bad Nauheim, dem praktischen Arzt. Dr. Karl Heß zu Bad-Nauheim: den Charakter als „Ockonomierat": dem Vorsteher der landw. Wintcrschule zu Alsfeld Landwirtschaftslehrer Friedrich Heck, dem Inspektor der Arbcitcrkolonic Heinrich Ritte zu Nen-Ulrichstein. Der G r o ß h e r z o o hat verliehen: Tas Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Aktuar bei dem Amtsgericht Gießen Jakob D o s ch, dem Ockonomen an der Zellenstrafanstalt Butzbach Karl Lein. Tie Krone zum Silbernen Kreuz dieses Ordens: dem Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Friedberg Friedrich Wagner. Tas Allgemeine Ehrenzeichen mit der Jnschrist: „Für langjährige treue Dienste" am Bande des Philippsordcns: dem Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamten Heinrich Schiel IV. in Langsdorf. Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste": den Ortsgerichtsmännern Johann 9(bam Schmidt IV. in Falken-Gesäß, Heinrich Georg III. in Rainrod, Heinrich Dippel in Albach, Heinrich Gerich I in Altenschlirf, Jakob Schneider in Wernges, Georg Schmidt III. in Blofeld, Georg Heinrich Sippel in Hartershausen, Heinrich Saft II. in Unter- Seibertenrod, Johannes Krieger in Zeilbach, Tobias Harth II. in Kloppenheim und dem früheren Ortsgerichtsmann Konrad Schmidt in Ermenrod. Ter Großherzog hat verliehen: Ten Charakter als „Geheimer Justizrat": dem Obcrantts- richter bei, dem Amtsgericht Friedberg Karl W a r t h o r st. Ten Charakter als „Oberaktuar": dem Aktuar bei dem Amtsgericht Friedberg Wilhelm Stein, dem Aktuar bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Oberhessen Karl Mann. Ter Großherzog hat verliehen: Tas Ebrcnkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Badedirektor Geh. Baurat Dr. Karl Eser zu Bad-Nauheim Das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Forstmeister Gustav Schneider zu Treis a. d. L. Tas Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Hockibauaufschcr bei dem Hochbauamt Friedberg, Friedrich Freudenberger. Tas Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Irena Dienste": dem Stcuerausseber Wilhelm Wetzstein zu Meßen, dem Forstwart der Forstwartei Weickartshain, Förster Georg Tröl- ler zu Weickartshain, dem Forstwart der Forstwartei Bodenrod, Förster Johann Heinrich Salteuberger zu Maibach. Das Allgemeine Ehrenzeichen mit b?r Inschrift: „Für treue Arbeit": dem Waldarbeiter Heinrich S-hepp zu Steinbach bei Gießen, dem Rottmeister Jost Kaus I. zu Geilshausen, dem Badc- toärter Christoph Horn III. zu Dad-Nauheirn, den Salinenaroeiterw Georg Krauch zu Schwalheim und Konrad Hom V. zu Bad-Nau - beim, den Bergmännkm Leopold Engel zu Dorheim, Friedrich Trüller zu Beienheim, Wilhelm Schmidt zu Melbach, Friedrich Hofmann zu Dorheim, dem Schloßbeschließer Ludwig Debus zu! Münzenberg. Den Charakter als „Geheimer Finanzrat": dem Direktor der Landes-Hypothekenbank Negierungsrat Emil Bastian. Den Charakter als „Rechnungsrat": dem Bezirkskassierer Rendant Friedrich Bitsch zu Grünberg. Den Charakter als „Förster": dem Forstwart der Forstwartei Homberg Wilhelm Christ zu Homberg (Oberhessen>, dem Forstwart der Forstwartei Kohden Georg Gennebach zu Bad-Salzhonseu, dem Forstwart der Forstwartei Ober-Gleen Peter Harres zu Ober- Gleen. Aus Anlaß des diesjährigen Allerhöchsten Geburtstages wurden an hessische Beamte und Bedienstete der Staatseisenbabnver- walttmy 71 Erinnerungszeichen für vierzigjährige Dienstzeit und 241 Erinnerungszeichen für fünfundzwanzigjährige Dienstzeit verliehen. Zu Obersten beförderte der Großherzog den Großh. Hess. Oberstleutnant ä la suite her Infanterie Prinzen Franz Joseph von Battenberg, Durchlaucht, und Großh. Hess. Oberstleutnant ä la suite der Kavallerie und des Leib-Tragoner-Rcgimcuts i2. Großh. Hess.) Nr. 24 Freiherrn von Schoen, Kais. Deutsch. Botschafter in Paris. <0erid)tsfaaL D as Ideal einer Kuran ft alt. 4. Berlin, 23. Nov. Ter sattsam Mannte „LehmPastor" Felke hat einen seiner würdigen Nachfolger erhalten in der Person des wegen Betrugs bereits vorbestraften früheren Friseurs und jetzigen Naturheilkundigen und Homöopathen Wilhelm Moritz aus Caputh, der isich. gemeinsam mit seinem Kompagnon, dem Reisenden Paul Werthofs, vor dem Landgericht I in" rjner r.nf mehrere Tage berechneten Verhandlung neueckich wcgein Bctr gZ zu verantworten hat. Moritz erlangte in seiner Eigenschaft nts Reisender für die bekannten Naturheilbücbar von Bilz und Platen einen flüchtigen Einblick in medizinische Verhältnisse, die er für ausreichend erachtete, um sie zum Heile der Menschheit, mehr aber noch zum Vorteil seines Geldbcutsls zu verwerten'. Zimü^ft brauchte er zur Ausübung seiner „genreinnützigen" Tätigk.nt Geld, das er sich nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis im vorigen Jahr durch Kautionsschwindeleien verschaffte. Mit den ergatterten 400 Mark errichtete er nun eine „homöopathische Kuranstalt „mit einer Filiale" in Lichtenberg. Seine Spezialität waren Lehmkuren, wobei er den Lehm mit Essig usw. vermengte: zur Erhöhung der Wirkung gab er den Leichtgläubigen, die sich an ihn wandten, noch Schwcfellcber, Brechnuß und Eichenrinde. Ta seine Mittel, wie er erklärte, so ziemlich gegen jedes Leidesc halfen, war es nur natürlich, daß er sie sich anständig bezahlen ließ. Daß er aber für ..Mittel", die höchstens 1—2 Mk. wert! traten, 6—7 Mk. bezahlen ließ, faßte die Staatsanwaltschaft als Betrug auf. Ter ärztliche Sachverständige Med.-Rat Dr. Stürmer erklärte die Anwendung einzelner vom' Angeklagten Moritz abgegebenen Mittel als direkt gefährlich. Der Angekalate be=* hauptet, von einer fürstlichen Persönlichkeit, die er des ..Berufsgeheimnisses" wegen nicht nennen dürfe, 35 000 Mark zur Errickv- tung eines homöopathischen Sanatoriums versprochen erhalten zu haben. — Zu der Verhandlung sind über 50 Zeugen geladen. * Kiew, 24. Nov. Tas Urteil im Ritnalmordprozesr wurde heute in endgültiger Form bekannt gegeben. Nach der Wiedergabe der Fragen, sowie der Antwort der Geschworenen wurden solgende vier Punkte des Urteilssvruchcs verlesen: 1. Beil iß wird sreigesorochen, 2. die Gerichtskosten übernimmt der Staat, 3. die Zivittorderung der Mutter Jnschtschinskys bleibt unbeachtet, 4. über die corpora delicti wird das Gericht noch besonder? beschließen. Beiliß war bei der Verlesung nicht anwesend. 0 Kar .Mama." fragt klein Elsie, „toanim ,5o, Du fängst auch schon der * t und erschlossen. D für 75 78 gut den 3' 1913, den Gc- auf sein >- hast Du eigentlich Papa geheiratet?" an. Dich darüber iu tminOcm?" 44 241 601 32 41 6« 66 36 42$ 5f 16 TO 40 63 (5 6! 71 3$? b 8 3V Sckirrn ausgegangen." — in ein Warenhaus retten." ja gerade so außer mir." * Beunruhigend. m Offenbach, Fl ecken st ein beging in Bockenheiln sein T3 S7. 64- 21 23 24 91 dem Bataillon wieder zugeführt. |] Kirchhain, 24. 91oü. DaS v. Bardelebcn'sche Hof- „ö-ib bemüh le* bei Nauschenberg ging durch Kauf in Besitz cincß Landwirts namcnS Franz Stöcker über. X. Hanau, 28. Nov. In dem Walddorfc BischosS- humoristifcher. * Verhängnisvoll Guter .yerr: „Ick bin gam anher mir! Nun regnet es wie mit Kannen, und meine .trau ist ohne Kaution eines Tienstmanns kann gepfändet werden. Borans • setzung ist ein zur Zwangsvollstreckung geeigneter JitrI wie Zahlung. , bezw Bollstreckungsbefehl. Urteil u. dergl. Unter Vorlage dieses Titels ist der Antrag schriftlich oder tu Protokoll des Gc richt ssckreibers beim zuständigen 'Amtsgericht >u stellen Zu pfänden ist die M'aution beim, bte Procbcntng au» Rückgabe oder iKürfcntattuna, falls die Kaution etwa in barem Geld besteht und nach Den besonderen Bestimmungen der tzinterlegung-stelle lvie z. B beim hessischen Staat in bereit Eigentum übt-rgegangm ist. Tie Kaution haftet allerdings in erster Linie nach wie vor für Zwecke der .Hinterlegung. Sie kann erst beansprucht werd'», wenn sie frei wird Es ist uns übrigens fein Hall befannt g. worden, in dem die Kaution eines Tienstmanns au5 dem Dienstverhältnis in Anspruch genommen worden wäre, dagegen eine Anzahl von Fällen, in denen Pfändung erfolgte. w Chantilly, 24. Nov Der Flieger Colbon, der auf dem Flugselbe von Laridamud mit einem Eindecker aufgestiegen war, stürzte ab und war auf der Stelle tot. w San Tiego (Kalifornieu), 24. Nov. Die Leutnants Ellingto»! und Kelly von der Fliegerabteilung sind bei einem Absturz tödlich verunglückt. Briefkasten -er Ne-aktion. Mnouyme flnfroflcn bleiben unberücksichtigt«! 3. 3. Anfrage Kann die Kaution eines TienstumnnS ßatifccL Hugo StinneS über die Wirtschaftslage. w. Bochum, 24. 9tob. In der heutigen Hauptversammlung Deutsch Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten- Der Roman einer gräflichen ©rifette. Berlin. 24 Nov. 3ii der fortgeuwn ^rbanh(nng gegen die Gräfin Fr schic r von £rcuberg stundete sirimmaltonumiiar 5 d) n e 1 l c a t h als Zeuge, dass er bet der s.nutsjuckuui bei der Angeklamen ..i bl reiche ci*i •tth 1] Marburg, 24. Nov. Der seit einigen Tagen uer- mißte Jäger wurde in der Kirchhainer Gegend ermittelt Adressen befaiuner Kavaliere, anrüchiger Geüwerleihcr und Dech- selschieber gefunden habe. Ta runter auch der bekannte Graf Gisbert Wolfs-Metternich, dem die Angeklagte angeblich einmal 20 Mf geliehen haben will Weiter sagt der Zeuge, dost der i^eidverleiher .vemridi pariser, der das Darlehen an .vertu von Alten gab. früher 100 Prozent genommen habe, jetzt aber sich mit pO Prozent begnüge . . Pariser erklärt, er habe dieses Darlehen ern aut Grund der guten Auskunft über Den Bürgen Ben n i g s e n gegeben, sowie infolge der Angaben, die Alten ihm über seine Berhälttime machte: davon, daß die Angeklagte hinter dem Geschäft stecke, will er nichts gewußt haben. Uebrigcns habe sich Alten nicht wegen der Gelbangclegenheft erschossen, sondern weil „gegen ibn ein Strafverfahren wegen Vergehens gegen den ß 175 stÄB. eingeleitet war. Nach einer längeren Auseinandersetzung zwischen R -A. Bahn und dem Staatsanwalt, beschloß das Gericht auf Antrag des R -A Bahn, Pariser ,ai vereidigen Der 3cuqc v. Bennigsen gibt Auskunft über^ bte Ausstellung des bei dem an Alten gegebenen Darlehen in Frage lammenden Wechsels unb betont, ihm sei von einem Berückt ‘.'Utend auf sein Erbteil nichts bekannt gewesen, ebensowenig von dem angeblich eingelefteten Strafverfahren. Der als Zeuge bernommene Rechtsanwalt Werthauer erklärt, über die Wechsel- und Darlehensgeschäfte der Angeklagten mit Rücksicht auf das Amtsgeheimnis nichts aussagen könne. In dem Prozeß Döring-Bennigsen sei seiner Ansicht nach Döring lediglich ein Strohmann. Der Zeuge Burggraf zu D o b » a - S ckl o b i t t e n bekundet, daß er gar nicht die Wsicht gehabt habe, eine Billa zu kaufen, wie dies behauptet worden sei. Er sei in groftcr Geldverlegenheit gewesen und habe lediglich deshalb ein" Billa am Tegernsee kaufen müssen, und zwar zu einem Preise von 250000 Mark: nach seiner Ansicht sei er habet übervorteilt worden. Er sollte, wenn et die Pilla kaufte, von bem Verkäufer ein Darlehen von 25 000 Mark erhalten, tatsächlich habe er aber nur 10000 Mk. erhalten. Ein Sachverständiger bekundet, daß die Billa einen Wert von 215 000 Mk. hatte, es sei da aber der Wert der Weh- nungseinrichtung — es handelt sich um 14 Zimmer — nicht eingerechnet. Ein weiterer Fall betrifft den Leutnant v. Steckww aus Äotzeu in der Neumark, der ein leichtsinniges Leben geführt hat und öfter Darlehen aufnabm öerr v. Steckow hat, als er wieder einmal Geld brauchte, bei einem .Herrn Flöricke 3 große £eb gernälde gegen Wechselakzeme von 30 000 Mk gekauft, um die Bilder wieder loszufcklagen und fick so Geld zu verschaffen. Da die Angeklagte mit v. Stechow zusammen zu Flörickc gegangen ist, als der Bilderkauf abgeschlossen wurde, so folgert die Aukiaae daraus, bah sie den Leichtsinn des Stechow aus genutzt habe, um ihn zu diesem wuckerisckren Geschäft zu verleiten. — Der Zeuge Flörickc bekundet indest, baß die Angeklagte zrvar dabei gewesen sei. als Herr v. Stechow die Bilder kaufte, sie habe aber diesem nicht im geringsten zugeredet: sic habe sich in die Berkaufsverlxmdlungen gar nicht eingemifckt Zum Schluß der Sitzung teilt der Vorsitzende mft, daß die Prinzessin zu B s e n b u r a - B ü d i n g e n der Staatsanwaltschaft mitgetcilt halw, daß es ihr „aus verschiedenen Gründen nicht möglich sei, zu ihrer Vernehmung nach Berlin zu kommen". Sie bitte daher, in München vernommen zu fort den Ta die Prozcßbeteiligtcn darüber einig sind, daß das Er scheinen der Prinzessin vor dem Prozeßgericht notwendig fei, wild der Staatsanwalt ersucht, die Zeugin nochmals zu einem andern Termin zu laben. .hierauf wurde die Sitzung auf morgen vertagt. 21ms Stadt rrnd Cattd» Gießen, 25. November — Ernennungen. Der Grobherzog hat Heimen Oberrechnungsrat Dr. Gustav Siebert \ va - 1611 103 to 154 eco 10t V.W 24. 9ä>v. Der Färbermeister Heinrich bei der Firma B Doudors G. m. b. H. 25jähriges ArbeitSjubiläu in. Hessen-Nassau. IM 421 84 451 28 $64 I1K 83 f 93 NA TS SC (ßcridlüfaaL W .Halle a. S., 24. Nov Das Schwurgericht vernrteilts die Hebamme Hildebrand in Döhlau, die zahlreichen Frauen unb Mädrfieu aller Stände verbotene .Hilfe geleistet hatte, zu zehn Jahren Zuchthaus. W Zweibrücken, 24. Nov. (Priv.-Telcgr.) Das psäl- zische Selrwurgerickst verurteilte in ber Sonntagnacht 2 Uhr den Mar beiter (*org Fey aus Bissersheim, der am 31. Mai d. Js. au» Eiferftickn seinen Bruder .Heinrich durch einen Sckust in den Vals w schwer verletzte, daß dieser am B. Juni stark, unb bei ferner dessen Frau, mit ber er ein Liebesverhältnis hatte, zu ersclsteßen versuckne, wegen TodsckilageS unter i’In na hm ? mifbember Umstände 4u üJahrenGesängniS unb 5 «Jcrhrvn Ehrverlust. Die Anklage hatte auf Mord unb Mordversuch gelautet. LinaesanSt (Für Form und Inhalt aller unter btcier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Rodheim a. d Bieber, 23. Nov. Das in Nr. 275 d. B. gebrachte Eingesandt entspricht ganz bem Rahmen ber Matsck lickkeit, wie es bem gerechten menschlichen Verlangen entspriclu Wenn wir für inner Dorf etwas Großes schaffen, möge es auch etwas Gründliches sein. Daß ia trotz der glücklich zu Wege gebrachten schönen 5traBcnbeleuditung nock) Mängel genug belieben, die aber, denke ick, dock) noch behoben werden, muß teber zugeben. Was das verstellen des betreffenden Weges betrirt, so wäre es ia ein großes Bedürfnis, ihn nuigerm if-.n passierbar zu machen Soviel mir bekannt ist, sind auch in dieser Sache schon Unicrbanb lungen gepflogen ivorben: sie scheiterten aber an der £>o r t ■ nädt gleit des betreffenden Straß enbesitzers, denn es handelt sich bis dato um einen Privatweg Warum verschweigt der Einsender dieses? Das erweckt den Ansckrein, als fei der Weg Eigentum tJt Gemeind,'. Als inr Vorialwe die Gcmeinbever- tretung mit dem Besitzer des Weges wegen ber liebem ahme zur Herstellung in Unterhandlung trat, weigerte sich dieser, den Weg abzutreten, sondern verlangte von der Gemeinde für den Quadratmeter noch 1,50 W. Die (Hemetnbe sah fick deshalb genötigt, die Sache fallen zu lassen und der Weg wurde nicht her gestellt Jeder recktbeukende Mensch wird sich sagen, die C'kmrinbe tat genug, wenn sie den Weg ausbaute Denn wohin soll das führen, wenn jeder Privatmann eine Baulinie erschließt und die Ole meinbe die Wege auch noch anfaunn soll? Also nicht genug mit der Herstellung! Ich bin der Ansicht, das; es Pflicht Cus Brr käufcrs der Baupleftze ist, dafür iit argen, »ß die Leute, ludcb.- feine Plätze gut bezahlen, auch passierbare Wege er halfen Wenn dieser nod) die Bezahlung des Weges von ber Gemeind, i>n langt, so zeigt das ivenig Gerecktigkeitssinu unb tonng Okfübl für Gemeinwohl Wie mir au» sickierer Quelle nrttgeteili wurde, redmetc der Besitzer oct Plätze bei der Forderung rur das Bau gelänbe jckwn damit, daß er den Weg abgrben müsse Richtiger wäre es ja, die Wemcinbc fordert den Besitzer de-? Weges auf, falls dieser die kostenlose Abtretung öenoefgert, den Weg so aus ■ zubauen, wie es dem Rahmen der Ortsstraßen en tf »riebt Freilich dürfte bann auch nicht aller mögliche Unrat auf die Straße gc ■ schüttet werden, wie wir dieses fdron öfter zu beobachten Gelegen heft hatten. — Daß hier Wandel geschaffen iDcrben muß, ist sicher unb die Gerneindevertretuug wird auch bestrebt sein, dem liebel zu steuern. Die Hausbesitzer müßten fick) sämtlich mit einem Gesuch an den Besitzer de.- Weges nn-nben, daß oicht den Weg passierbar mack-en solle, Hck glaube, di, Sacke würde sich ändern. S?ilft dieses nicht, so gibt es noch andere Wege unb der Einsender von 9tr. 275 nnrö auch diese kennen. Was die Hin Weisung aus die B i ll e nkol o n ie am Waldessäume betrifft, so liegt die Verwirklichung no dyin der Ferne, jedenfalls weiter als bte Instandsetzung des Weg,-s Ter Gedanke mar nur zum Ausbritck gebracht in bem Hinweis auf den kommenden Crtebc- bauungsplan, welcher nicht nur eine bestimmte Seite, sondern unser ganzes Torf um kaffen soll, der jedem Manne in erster Linie den fleinen Leuten Gelegenheit gibt, sich an einem passen ■ den Platze ein .HanS zu bauen. Daß man auch hierbei, um etwas Großes und Ganzes zu schaffen, weiter blicken muß, versteht sich von selbst. Wie uns nun mitgeteilt wurde, sott der neue Orts bebanungsvlan in Kürze der f^emeind.Vertretung borgdegt wer den. Welckie Baugelände damft aufgeschlossen werden, werden wir ja bann erfahren. Eins mir möchte ich nod) betonen, daß wir ohne Konsultation keinen ordentlichen Ortsbebauungsplan bekommen, der so geschaffen ist. wie es der S?err Einsender er mahnte. Zum Schluß noch möckite ich dem Einsender raten. Mit glied unseres Verkehrs- unb Verscköner'iilgSvereins zu merben, falls er es noch nickst ist, ein reiches Arbeitsfeld ist ihm al->bann Forderungen in Anspruch genommen werden, die nickt in dem Dienstverhältnis ihren Grund haben? — Antwort: Die in oct Montanindustrie. Wenn man die Lonjunkturen 1900/01, 1907,08 und 1912 13 vergleicht, so fällt das Eharatteristische ins Ange, daß 1900 01 Deuncklan) in Eisen und Stöhlen, also in bcibrt: Rohstoffen, dem Au?lande stark tributpftichtig imirbe, 1907 09 nur nock stark in noblen. 1912 13 verlor ne Deutschland das Ausland mft beiden Rohstoffen, ohne irgendwie in der Versorgung seiner wen ausgedehnte!' Verfeinerung behindert ;u fein. Die aurrtortentlicb i^erbefferte Zahlun >.bi an. Deut'cktands wirb bem Heben der Enn.'i. 'un.7 der landwirtschaftlichen Produkte unb uim großen Teil ?er Eroan'ion in der Montanindustrie v.rdaukt. Diese Srvapsion - : in solcher Weife erfolgt, daß wohl durchweg die deutsche (hier, und Stahlindustrie trotz höherer Selbstkosten für Moiüenfran ihrer teckni'ckien Vervollkommnung der Gmkurrenz in anderen Ländern gewachsen ober überlegen ist. Die deutsche Großeisenindunne wird daher die zum rationellen Br trieb ihrer Werke nötige Arbeit im Wettbewerb mit denn Ausland iwlen können, ohne im Durchschnitt mit Verlust arbeiten ;u müssen Damit wird die Arbeit im Lande bleiben und Gklb ins Land fommat. Mit zunehmender Arbeit wird auch die Preislage in nicht zu ferner Zeit wieder aeünder loerbcn. Nun zu unserem eigenen Werk: Der Ausbau unterer Kohlenzechen ist über Tage zum Abschluß gekommen: unter Tage nnd in her Hauptsache nur nod) Wertarbeiten zu verrichten Dann teilte ber Borttagende mit, daß man beabsichtige, den ui Anspruch zu nehmenden Bankkredft von 15 Millionen Mark bei normaler OWblagc in Obligationen umzuwandeln. Gdxm früher Ixibv er betont, daß man ’ ine >)lovitalerl>ölnmg beabsichtige. Hiervon sei er nicht abgcwichen und er wolle htnzufüaeu, das- man sich bemühen werde, den Aktronärru auch weiterhin befriedigende Dividenden zu verschaffen. Deutsch-Luremburg habe für feine bedeutende LeistungsfäHigHnt vollen Absatz und könne getioft in die Zunkunft sehen. Zweiter Derr: „O, sic wird sich schon — Erster £>crr: „Aber deshalb bin ich Aktien- Gesellschaft gab der Vorsitzende des AussichtSrals 5?ugv Stinnes folgende Erklärung über die allgemeine Geschäftslage, sonne itber die Lage und die Aussichten der Ge sellsckaft ab: Äc Gesckmftslage iu der Eisenindustrie ist zurzeit u n g n n ft i g. In der Mohleninbuftrie haben sich die Absatzvi-r^ hältnissc namentlich in Koks im allgemeinen erheblich verschlechtert; aus erdem nnir^en bedeutende Preisermäßigungen für Kohlen und n ots znm 1. Jamiar und 1. l'lpril 1914 beschlossen. Endlich ist der Preis für wichtige diebeuProdukte infolge starker Erzeugung nickt unerheblich gewichen. Unter diesen Umständen ist der Wunsch seitens nuferer Atttonäre verständlich, zu erfahren, wie nach uw lerer Ansicht sich im allgemeinen die 3uTun ft der beutfehen Montan-' Industrie gestalten wird, die infolge des Ausdehnungsdranges mit den steigenden Prozentsätzen ihrer Produktion auf den Weltmarkt angewiesen ist, unb wie es in Deutsch-Luxemburg msbefondere ergeben wird. Voraussetzung für die Wiedergefundung der Btorkt- läge in Eisen, Stahl unb Sohlen im allgemeinen ist die Beseitigung der Anspannung ans dem (Mbmarftc, denn bei der Auftecht erhaltung ber jetzchen (^eldleihsäue ist es für das Baugen»erbe, die Kommunen, die Staaten und schließlich die Industrie selbst auS gescklossm, die nötigen Baugelder selbst für die dringendsten Be dürfnisse zu finden. Erst loemi die Geldlätze wieder so gesunken sind, daß es für die Kapitalisten zwecks Erzielung angemessener Zinsen notiuenbig ist, feste Zinsen tragende Patnere und später Divideichenpapiere ui kaufen, kamt mit einer aufstrebenden Nick hing des Verbrauches gerechnet werden. Tie Entwickelung der Verhältnisse namentlich auf bem deutschen Geldmarkt beutet darauf hin, daß, normale politische Zustände vorausgesetzt, im nächsten Frübiahr die Kävualisten ivegeu sonst ungeuugeuder Ber zinsung ihrer verfügbaren Mittel zum Ankauf zunächst fest ver zinSlicher Papiere schreiten müssen. Ist das der Fall, so wird mit bem Frübiahr die erste Belebung der Grundstücks - und B a u m a r f t e unb indirekt auch der damit zusammenhängenden Produktionszweige, der Eisen- und Stahlindustrie emtretm. Dieser Entwickelung ist Tranig vorgearbeitet gerade durch die Expansion beim bei Zeil a. M. Hat der 10 Jahre alte Sohn des Försters die gleichaltrige Tochter des Landwirts Leuß auS Unvorsichtigkeit, als er mit dein Gewehr seines LaterS spielte, erschossen. Frankfurt a. M., 21. Nov. Die Beschlüsse des Industrie rct5 int £> a n sabuud haben den Deutschen B e r b a u d Kaufmännischer Vereine in Frankfurt a. M. zu folgen der Erklärung an das Direktorium des Hansabundes ver an laut: „Wir halten cs für anß rordetftlick unglücklich und auch gegen i ic sonst üblichen Gepflogen Irenen des Hanföl) unbeS, Beschlüsse eines NntcrattSschuffeS gleichsam als Beschluß des gesamten Hansa- bnndes in der Tagespreffe zu veröffcntlichcit. Wir müffnt baltcr bas Direktorium bitten, ^'eignete MaßnaInnen zu treffen, welche Borkommnisse für die Folge ansschließen. die den Hansabniid unb die ihm an geschloffenen storversch.fftcn in eine unangenehme Si tuaiiini und gewine .stvangslage versetzen. In bt*r Sache selbst er kennen wir an, daß A r b . i t s >o i 11 i g e bagegen geschützt werden ntüiicn, daß sie mft Gewalt oder Drohung an tzer Artz-ft gehindert werden W,r halten aber die derzeitigen Gesetze bei richtiger An wendnna iiiv ans reichend, um diesen Sckntz den Arbeit -willigen zu gciyiibrcii. Jede Verordnung, welche gedgitet ist, die zkoalitions frei bett zu tzesckränken, müssen wir ablchne» " Nachsachen, unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treuen und vorzüglichen Dienste, mit Wirkung vom 1. Tc- zember 1913 an in den Ruhestand versetzt und ihm auS diesem Anlaß den Charakter alS ,®cbeimerat' verliehen: den Dr. med. Walter Küchel auS Butzbach zum KrciS- assiftenzarzt.dcS KreiSgesundheitSamts WormS mit Wirkung vom 1. Dezember 1913 ernannt. •• Steuerwefen. Der Gr oßherzog ernannte den HauptfteramtSasststenten Heinrich Lautz zu Offcn'mch zum ©teuereinnebmer deS Steueramts Gernsheim. ** Anstalt fürEpileptische Man schreibt uns: Unsere alte Weihnachtsbitte, die nun sckwn io mand>e5 Jahr hinauf gegangen ist ins Land, rechnet auch diesmal wieder auf ein freundliches Gehör bei den Freunden der Armen unb Elenden. Wir wissen fteilich, daß immer wieder neue Anforderungen an Die allgemeine Opferwilligkeit gestellt werden Mer bei unseren mehr als 200 armen Epileptischen, Blöoen uns Verkrüppelten regt sich alle Jahre wieder die alte finDürfte Vorfreude auf Weihnachten und in den Derzen Jtcfjt immer wieder unerschütterlich fest das alte rin »bliche Vertrauen, baß Der Gabenftsch wieder reich gedeckt werden wird. Darum können wir gar nicht anders, als auch unsererseits das alte Bertrauen festhalten, daß immer wieder genug warniherzige Menschen sich finden, die uns helfen, unserer Gemeinde der Elenden cm frohes Fest zu bereiten Wei hmachtSgaben aller Art werden mit herzlichstem Dank von dein Vorstand der Anstalt für Epileptische in Nieder-Ramstadt bei Darmstadt entgegen genommen. Landkreis Gießen. i. Beltershain, 28. Nov. Seit SamStag ist mm auch daS Dorf Beltershain an das Gießener Elektrizitätswerk angeschloffen. ES ftnb damit im oberen Lumdatal nur noch Stangenrod und Reinhardshain fertig zu stetten. Unsere Gemeindevertretung hat es sich etwas kosten lasten, das Dorf schön zu beleuchten, strahlen doch 11 Lampen ihr Licht auS und erhellen jeden Winkel deS weitanSeinander gebauten Dorfes. Sehr zu begrüßen ist eS, daß im Laufe der Woche auch noch der Weg nach der etiva 7 Minuten entfernten Haltestelle erleuchtet wird. Dieses war nur durch das Entgegenkommen der Stadt Gießen möglich, da in der Regel Lampen nicht über 100 Meter vom Ortsnetz entfernt fein sotten. Haiis- an sch lüste sind ungefähr 30 fertiggeltellt worden, eine ganze Anzahl wird noch in nächster Zeit gemacht. Jnterestant ist cs, wie eine bald Achtzigjährige daS Einschalten gemerkt hat; sie meinte nämlich: 's hätt so oatlich geroache. Kreis Friedberg. Friedberg, 22.Nov. Am Sonntag hat das städtische Museum iu Friedberg eine umfangreiche Ausstellung eröffnet, welrfu' die Erinnerung an die KriegSzeiten von 1793 an bis 1813 in Bild unb Schrift wachznhalten bestimmt ist. Außer den Beständen des Museums sind es vor allem Die reichen Privatsammlnngen Des Redakteurs Hirsche! unb des Rechtsanwalts Dr. Sepd, ans denen fid) die Ausstellung zusammensetzt. Ausgestellt sind eine Fülle von Bildern Napoleons, seiner Schlackten unb seines Todes: Medaillen und Münzen: Starte» und Pläne, sowie Drucksachen und Bücker der napolevnisd>cn Zeft. Darunter befinden fick' zwei Briese des sranzöfischen Kaisers und eine Reihe eigenhändiger Unter schrifteu seiner Generäle Augcrean, Mortier, Türoe u. a. Dazu kommen Zeitungen unb Berichte über Schlachten, Drucke aus Der Zeit des Rheinbundes «Erlasse und Bilder von 1813, sowie eine Fülle von Originalbriefen nnd Verordnungen, ftanzösifdien und deutschen, die sick' auf die W-etteran bestehen: unter diesen sind Friedberg, Melbach, Beienheim, Ockstadt, Gießen unb Steinfurth besonders zahlreich vrttreten.' Die Ausstellung ist vorn Sonntag, 23., bis Sonntag, 30. Nov , an alle Tage zugänglich. findet in dem Städtischen Museum (früher Pserdeställe im Saal 1 statt und ist Sonntags von 11 Ins 12' . Uhr, an Wochentagen von 7.3 bis ' .5 Uhr unentgeltlich geöffnet. Zugang vom Pfarrgäßcljen, eine Treppe hoch, links. X Butzbach, 23. Nov. Die Butzbach-Licher- Eife» ba hn » Aktieng efellfcha ft teilt in ihrem Geschäftsbericht unter dem Kapitel „Bahnanlagen^ mit, dost der Baukostenanschlag für die Teilstrecke Griedel—Bad-Nauheim durch das Großherzogl. hessische Ministerium nunmehr auf 989 (>60 Mk. feftgcfleUt worden ist. Starkenburg und Rheinhessen. Nur auf ei" Wort ■_cn Sie heim ist sic echU Her Lsmpc -lehen. Berlin 0.11 Kacniesci CbcraU erhälüich. M. Vermox 5. Kl 3. Pretiss.-SMdetrtscho (229. Königlich Preoss.) Klassen Lotterie Ziehung vom 2*. November 1313 vormittags. I ****** Nimmer rind ml xtvh-b hebe Vv- I »riiwe eeua,», nnd rrr.r |e einer *«T die le» I DWtier >munter ta dea beiden Abteflo«r«i 1 end U | Nur die Gewinne Ober 240 Mark Bind den betreffenden 217 30 49 400 662 661 73 834 37 83 969 93 60 67 02 629 83 985 23077 24203 29 803 [30000] 457 522 620 840 86258 338 485 528 65 615 705 25 28 40 837 954 87037 71 153 307 404 639 [5001 848 964 81 08253 [1000] 64 498 630 632 878 912 68 89155 [10001 68 13000] 201 362 422 640 693 727 72 888 [500] 90261 3'*0 496 691 603 938 91144 200 11 400 6'1 676 77 [500] 806 9 2014 107 348 616 47 930 76 03064 68 135 353 518 642 72 723 894 930 94075 378 60081 118 63 [1000] 231 630 656 73 89 704 8C.0 78 61044 63 155 [1000] 463 547 98 697 769 [1000] 843 997 6 2 267 832 6 3 013 56 98 589 93 64123 409 11000] 68 (10001 544 642 69 73 719 64 74 803 10 68 955 66006 57 183 228 70 433 [500] 98 66051 353 476 1500] 896 913 67082 267 417 45 48 653 772 [6001 841 50 983 90 6 8630 69 [600] 652 741 [600] 947 69 [5001 43 312 34 443 573 875 963 800 918 79147 79 80 239 330 668 969 78 83040 613 729 40 896 989 61088 810 970 156 82 307 [3000] 494 613 781 81 870 85 945 429 42 533 91 716 34 [500] 82 816 38 962 8 4078 115 225 74 465 027 37 40 947 8 5071 142 lioool 290 31 313 472 S4O 653 787 22026*217 „5®2 _.6.51 _«21.52 69 [1006] 70024 163 [1800] 320 471 689 800 46 925 44 56 71204 329 600 821 927 72175 247 687 758 [3000] 852 949 73112 47 223 42 83 [3000] 420 643 62 1500] 689 708 74020 172 243 76 306 47 86 610 41 726 904 73178 299 532 714 75 838 76034 175 242 440 63 I 00! 688 [500] 034 71 86 878 [1000] 77078 219 478 60 [1000] 147 65 85 88 545 021 732 [3000] 82019 83290 11000] 108 10 Nummere in Klammern beigeMIgt. (Ohne Gewähr.) 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