Nr. 252 Erstes Blatt 163. Jahrgang Montag, 27. Möbel M (KfofijHtiM* 5llt tMrt ^vlvQvllvI vllljvlljvl MH MM General-Anzeiger für Oderheffen ZWO bis vornMags"s"uh" Kotatiottsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- UN- Steinöruderci R. Lange. Redattion. Erpedition und Druderei: Zchttlstrahe 7. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umsasit 10 Seilen. Tagcskalendcr aus dem Jahre 1813. 2 8. Oktober. Napoleon erreicht mit der Hauptarmes Schlachtern , wo er in der Nacht vom 2S./29. imKloster (Gymnasium) Quartier nimmt. Rücktritt des spanischen Rabinetts. Wie schwer es ist, in Spanien das Ruder der Regierung führen, beweist wieder ein Kabinettswcchsel. Es ist für den dortigen Liberalismus eine nicht gerade ermutigende Sache, daß, nach vorläufiger Meldung, die Konservativen wieder ans Ruder kommen. Im einzelnen wird gemeldet: Der zurückgetrctene spanische Ministerpräsident Graf R o - manones richtete über die politischen Ereignisse in Madrid an drc AgenceHavas ein Telegramm, in der er sagt, die Regierung habe sich, nachdem sie beim Vertrauensvotum im Senat infolge des Zusammenschlusses der Konservativen, Liberalen und Dissidenten mit drei Stimmen in der Minderheit geblieben sei, sich Irotz der nur geringen Minderheit verpflichtet gehalten, dem König ihr Rücktrittsgcsuch zu unterbreiten. Tie Spaltung der Liberalen sei allein schuld, daß die jetzigen Kammern nicht Weiterarbeiten könnten, obwohl der König lebhaft wünsche, daß kein Wechsel in der Politik eintrete und die Kammern bis zum Ablauf der Wahlperiode zusammenblieben. Beseelt von dem Wunsche, die. Liberalen am Ruder zu halten, werde der König heute an den Patriotismus aller Liberalen appellieren, um sie wieder zur Eintracht zurückzuführen. Er, Romanones, Halle dies, wenn nicht für unmöglich, so doch für sehr schwierig und deshalb sei angesichts der Notwendigkeit, die Kammern aufzulöscn und angesichts der Unmöglichkeit, eine geeinigte liberale Regierung zu bilden, ein Wechsel in der Politik leicht vorauszusehen, der durch die Umstände, nicht durch den Willen des Königs bedingt werde. Die Cortes haben am gestrigen Sonntag die Arbei- iten wieder ausgenommen. In der Kammer brachte der Finanz m i n i st e r einen Gesetzentwurf ein, der die Organisation des Zvlldienstes abändert und die Erhebung mehrerer Steuern einführt und besonders die Einkommensteuer, die Alkoholsteuer, Zucker- und Stempelsteuer, sowie die Salzsteuer wieder einführt, deren Erhebung am 31. Dezember aufhören sollte. Der Minister brachte ferner einen Gesetzentwurf betreffend einen außerordentlichen Kredit von zwei Millionen Pesetas für den Ankauf eines Dienstgebäudcs für den Ministerpräsidenten ein. Der Kricgsminister brachte einen Gesetzentwurf ein, der die Altersgrenze der Generalleutnants auf 70 Jahre, der Divisionsgeneräle auf 66 Jahre, der Brigadegeneräle auf 60 Jahre und der Obersten auf 59 Jahre festgesetzt. Die Anwendung des Gesetzes soll so erfolgen, daß wohl erworbene Interessen berücksichtigt werden. Die auf diese Weise freiwerdenden Stellen sollen eingehen. Weiter brachte der Kriegsminister einen Gesetzentwurf ein, der die Truppen des ersten Aufgebotes auf 215 000 Mann, des zweiten auf 90 000 und des dritten auf 60 000 Manu festgesetzt, was zusammen mit den Truppen in Afrika, auf ben Balearen und den kanarischen Inseln, die 80 000 Mann betragen, eine Gesamt zahl von 445000 Mann ergibt. Das stehende .Heer ioll aus 139000 Mann bestehen, davon 81 000 in der Hauptstadt, 51000 in Afrika, 4100 auf den Balearen und 2800 auf den kanarischen Inseln. Die Truppen ersten Aufgebots werden an5 acht Divisionen, -einer Feldartillerie-Brigade, einer Flugzeugflottille und .Hilfstruppen bestehen. Ferner wird in jedem Militärbezirke eine Kadredivision organisiert. Die Truppen zweiten Aufgebots enthalten acht Divisionen, eine selbständige Kavalleriebrigade, acht Reserve-Artillerieregimenter und Verwalt tungseinheiten, welche für die Truppen des stehenden .Heeres eingesetzt sind und zu allen Hauptwaffengattungen, Spezial- lüaffen und dem SanitätSkorps gehören. Die Truppen dritten Aufgebots (Landwehr) werden nicht in Divisionen und Brigaden eingetcilt. Sie werden im Kriegsfälle die gleiche Anzahl von Bataillonen stellen wie die Truppen des zweiten Aufgebots unter Hinzufügung der Kavallerieregimenter und eines Pionierbataillons. Der Gesetzentwurf, wodurch die Einkommensteuer eingesührt wird, wird auf alle Einzelpersonen, Korporationen, Gründungen und Gemeinden mit einigen Ausnahmen angcwendet. Die Steuer hat die Gesamtsumme des jährlichen Einkommens zur Grundlage, das von dem Kapital- und Grundbesitz, Handels- und Jn- dustrieunternehmungen, Berufen, Pensionen und jeglichen anderen Einnahmequellen herrührt. Die Einkommen von 5000 Pesetas und darunter werden von der Steuer nicht betroffen. lieber die entscheidende Senatssitzung vom gestrigen Sonntag wird n^ch gemeldet: Graf Romanones begann: Meine Herren Senatoren! Ihre Majorität hat das Schicksal der liberalen Partei in den Händen. Ich will hier das Wort nehmens, idewr hier ist der Zwischenfall entstanden, der die bekannten Schwierigkeiten geschaffen hat. Romanones erinnerte an die Demission des Präsidiums des Senats, die infolge der Einbringung des Zweckverbandsgesetzes erfolgte und skizzierte sodann den Verlauf der Ereignisse in Marokko sowie der Streikbewegung in Barcelona und setzte die Beweggründe ausein- ander, die die Regierung zur Vertagung der Cortes veranlaßten. Er gedachte der Besuche König Alfons in Paris und des Präst- benten Poincarös in Madrid, wodurch sich die sranzönich^IPvr nischen Beziehungen enger gestaltet hatten. Die Politik der g eg eit» toärtigen Regierung sei derart, daß die folgenden Regierungen sie nur entweder fortsetzen oder auslöschen könnten. (Zustimmung.) Romanones kündigte ferner ein G e s e tz ü b e r d i e G e Willensfreiheit an und sprach von- den heilte vom Finansimrnister eingebrachten Gesetzentwürfen. Er sprach sodann von der wirtschaftlichen Sage des Landes und erklärte, seit 1909 habe daZ öffentliche Vermögen um 155 000 000 Pesetas zugenommen. Der Ministerpräsident erwähnte weiter die Annäherung gewisier republikanischer Elemente an die Monarchie und sprach die VoNnung aus, daß der Tag nahe, wo alle demokratischen Ideen tm Schoße der Monarchie Platz finden würden. Der liberale P u l i d o brachte darauf eine Tagesordnung ein, in der der Regierung das Vertrauen ausgesprochen wird. General Agearaga bekämpfte diese Tagesordnung, da die Konservativen die Gründe, aus denen die Mgierung die Cortes für so lange Zeit vertagte, nicht anerkennen könnten. Aua dal Lahra (Republikaner) erklärte, daß seine Partei sich der Abstimmung entfalten werde. Die Abstimmung ergab, tote jetzt fest- gestellt worden ist, 106 Stimmen gegen, 103 für die liberale Tagesordnung. Nachdem das Ergebnis bekannt war, entstand eine außerordentliche Belvequng. Dor Präsident versuchte vergeblich, trie Ruhe wiederherzustellen. Die Anhänger des Ministerpräsidenten brachten Hochrufe auf den König und Romanones aus. Schließlich verließ Graf Romanones mit seinen Anhängern den Saal und die Sitzung wurde geschlossen. Der Kaiser in Oesterreich. B c n c s ch a u, 25. Oft. Auf dem Bahnhof verab- s ch i e d e t e s i ch der Kaiser in überaus herzlicher Weise v o m Erzherzog und küßte ihn auf die Wange. Der Kaiser sprach dem Erzherzog seine lebhafteste Genugtuung über die schönen in Konopischt verbrachten Tage aus. Hierauf verabschiedete sich der Kaiser von Freiherrn von Rumerskirch, Oberst Dr. Bardolff und dem Grafen von der ©traten. Sodann bestieg der Kaiser den .Hofzug, trat an das Fenster, als der Zug sich kurz vor 11 Uhr in Bewegung setzte, salutierte und winkte dem Erzherzog vom Fenster aus zu. Wien, 26. Ot't. Von dem Jagdbesuche beim Erzherzog- Thronfolger Franz F-erdinand aus Konopischt kommend, traf Kaiser Wilhelm heute vormittag zu einem eintägigen Besuche bei Kaiser Franz Joseph ein. In Schönbrunn, Hitzig und Penzing sind die Häuse-r beflaggt. Punkt 11 Uhr fuhr der Zug ein. K a i s e r W i l h e l m in österreichischer Generalsuniform, entstieg dem Zuge, iim- armte den Kaiser, die Monarchen küßten einander zweimal, schüttelten sich die Hände und sprachen längere Zeit berzlich miteinander. ' Unter Hochrufen des Publikums wurde die Fahrt nach Schönbrunn angetreten. Bald nach 3 Uhr traf Kaiser Wilhelm mit den Herren des Gefolges und des Ehreiidienstes zum Besuch des deutschen Botschafters Freiherrn v. Tfchirfchky aus der deutschen Botschaft ein, wo er den Tee nahm. Hierzu wareii außer den Herren der deutschen Botschaft und dem deutschen Generalkonsul in Budapest Grafen Fürstenberg-Stammheim noch geladen: der Minister des Aeußern Graf Berchtold, der österreich-ungarische Botschafter in Berlin Graf S z o eg y e n y - M a r i ch, der sächsische Gesandte Graf Rer und der bayerische Geschäftsträger v. Freys. Nach dem Frühstück empfing Kaiser Wilhelm in Schoni brunn das Präsidium des österreichischen Jagdklub^, dessen Ehrenmitglied der Monarch ist, zur Entgegennahme des Klubabzeichens. Um V»3 Uhr verließ der Kafler mit General v. Frank im Automobil das Schönbruiiner Schloß und suyr bei den Erzherzögen, die zum Empfang erschienen, sowie bei den Erzherzoginnen, die ihn in Schönbrunn begrüßt hatten, vor, um überall selbst die Karte abzugeben. Um die Mittagsstunde erschien im Auftrage Kaiser Wilhelms der Militärattache Graf Ka gen eck in der Kaiser g r u f t bei den Kapuzinern und überbrachte zwei prachtvolle Kränzü, mit denen Kaiser Wilhelm die Sarkophage der Kaiserin Elisabeth und des Kronprinzen Rudolph schmücken ließ. Um 1 Uhr nachmittags fand aus der Heinen Galerie des Schönbrunner Schlosses Frühstück statt. Die Galerie war mit Blumen, Pflanzen und Palmengruppen herrlich geschmückt. In der Mitte der Tafel saßen die beiden Kaiser. Zur Rechten Kaiser Wilhelms sap der Mr- nisterpräfident Graf Berchtold und Wirkt. Geh. Rat von Treutler; zur Linken des Kaisers Franz Joseph saßen: Bm- schaster v. Tschirschky und Botschafter v. Szoegyeny. Auq der Fahrt vom Penzinger Bahnhofe zum karserlichen Schloß Schönbrunn spielte sich eine vielbemerkte S^ene ab. Jir der Cumberlandgasse eilte plötzlich aus der Volksmenge ein junger Mann vom Trottoir gegen die Fahrstraße und gelangte bis zum kaiserlichen Leihwagen, in welchem sich die beiden Majestäten befanden. Der Mann überreich te d en beiden Kaisern durch das Wagenfenster, dessen Scheiben herabgelassen waren, ein Schreiben, das die Majestäten willkommen hieß. Ter Kaiser Franz Joseph nahm das Schreiben huldvoll entgegen. Der Ueberreicher, ein Maschinenarbeiter, wurde von Poli- zeiagenten angehalten und nach Feststellung der Persona-' lieii entlassen, nachdem er verwarnt worden war. Um 1/98 Uhr abends fand int Antoinetten-Zimmer des kaiserlichen Schlosses in Schönbrunn Familiendiner statt Tarnach verabschiedete fich der deutsch>e Kaiser herzlich vom Kaiser Franz Josef und den übrigen Mitgliedern der kaiserlichen Familie. Kaiser Wilhelm ist äbenv 9 Uhr vom Penziitger Bahnhof nach Wildpark abgereist. Jahresversammlung der freien Vereinigung hessischer Nationa'liberalcr. Frankfurt, 26. Oktober. Die heute in Frankfurt a. M., Hotel Kaiserhos, abgehaltenö Jahreshauptversammlung der Freien Vereinigung hessischer Nationalliberaler war aus allen der Vereinigung angeschlagenen Teilen der Reichstagswahlkreise Mainz, Offenbach, Gießen, Erbach und Alsfeld durch Delegierte, unter denen der Reichstagsabgeordnete Heck und Landtagsabgeordneter Bach sich befanden, und durch Mitglieder der ihr zugehörenden nationalliberalen Vereine und Ortsgruppen stark beschickt. Die Verhanblungen nah- Lin deutscher Genremaler. Zum 100. Geburtstage Meyers von Bremen. 28. Okwber. In der Geschichte der deutschen Genremaler lebt der Name von Johann öfcorg Meyer von Bremen, toenn nicht als der eines führenden Meisters, so doch als der eines der „li-benswürdlgsten Vertreter" dieser Gattung fort, bereit von Unter- und Ueberschat- xung gleich weit entfernte Würdigung eine Ausgabe der Zuumft bleibt Meyers Vater war cm achtbarer schlichter Bäckermeister in Bremen, der aber seine Familie in engen Vcrhaltnifsen hinterließ also daß seinem Solmc frühzeitig die Ausgabe izuftel, nicht nur für sich, sonbern auch für anbere durch die Malerei, der er sich zugewandt batte, das tägliche Brot zu erwerben. Nachdem er in seiner Vaterstadt durch Porträtieren sich fortgelwlsen hatte ging er 1833 nach Düsseldorf und dort begann die Frühlingszeit seines Lebens. Zwar hatte er sich, nve «em .Biograph W. Alerander hervorhebt, immer mit knappen Mitteln einzurichteii aber die Liebe zur Kunst war groß, die schönsten Tage der fügend lackstcn ihm uiw Wanderfahrten am. wonnigm Rhein teratorten die ^cbens- und Kunsterfahrung aus koitlichste B^ise- Uls Kunil- ler stand er zunächst noch ganz im Banne der akademischen Sund^ dorfer Tr-Ü)ition und beschäftigte sich fleitzg njit dem Entwerfen Jnn ArnGpH külilischen Kartons. Einen dieser Entwürfe, einen IN ber Wüsw von^Eeln gespeisten Elias führte er auch m.s, um bei fdn Sifebr nach Bremen einen Beweis,seines Könnens ps-M aMÄ» qs di- Kraft- ZiEZ°unt-k'M. M 3a"rc/i»äter im S^rc 1886 nmrbe fein Bild Der Liebling mit 2a 000 JJiart vezayir. W hnn Bremen hatte zunächst noch manck-e schwere Jahre Meyer von Bremen s Einnahmen hoben, kam durchzumacheii, und selbst. wenii >«y , ba§ Geld mit er bald wieder m Schwierigteilen, maäitc er dis offener Hand auszugeben pflegte. I > ■ Deren Liebe B--°n°tsch°st ta lW* 6*™2 Vto elften SMÄ« TÄ ÄWt U” Mdcr ein, bi= nachher bis in die 80er Jahre hinein gedauert Ijat. 1852 siedelte das Paar nach Berlin über, und hier in Berlin war der Boden, auf dem der Ruhm des Künstlers so recht eigentlich erwuchs. Nicht zum geringsten Teile war es Amerika, das diesen Ruhm machte: Meyer von Bremen wurde bei den amerikanischen Kunstfreunden nach und nach geradezu höchste Mode, und schließlich wurde fast seine ganze künstlerische Produktion von der Staffelei weg snach Amerika verkauft. Aber auch sonst sinld in den 60er und 70er Jahren wohl nicht viele Kuiistsammlungen angelegt worden, _m benen Meyer von Bremen nicht mit einem Werke vertreten gewesen wäre Freilich, als er am 4. Dezember 1886 starb, im Alter von 73 Jahren, hatte er ben Gipfel seiner künstlerischen Leistungsfähigkeit unb auch den seines Ruhmes schoai überschritten, und msbl^ sondere ist ihm nicht mit Unrecht der Vorwurf allzu glatter und porzellanartiger Behandlung seiner Bilder gemacht worden. Nach der Entwicklung, die die Malerei etwa seit 1880 genommen hat, ist es heute schwer, einem Künstler wie Meyer von Bremen ganz gerecht zu werben. Daran muß man sich vor allem erinnern, datz er unb seine Kunstgenossen d»och das große Verdienst haben und behalten, sich resolut der Wirklichkeit, der Mtur zugewandt tzu haben. Seine Skizzenbücher zeigen Motive von reizender ^rische, malerische Gassenwinkel, feine, stimmungsvolle Jiinendarstellungen, frisch gesehene unb sicher feftgehaltcne Mäbcksen- und Kmderge- stalten. In der Darstellung des Kindes hat Meyer von Bremen überhaupt den ganzen Zauber seiner liebenswürdigen Beobachtungsgabe entfaltet. Den Gegenstand seiner Gemälde bildete der heitere Kreis eines einfack>en Daseins. Die Familie und alles, was sie an Leid unb Freud bewegt, das Kind, schlichte Gestalten unb Szenen i n der Natur, wie etwa eine ruhende Hirtin oder eine wartende Fisck^rsrau. Er war ein anmutiger Zeichner, er wußte sehr geschickt zu komponieren, und er hatte für malerische Delika- lessen einen seinen Blick und eine seine Hand. Freilich wies ihn sein künstlerischer Charakter auf die Feinmalerei, und man mag ihn allenfalls ben Gerard Don der deutschen Genremalerei nennen. Indessen: in sunseres Vaters Hause sind ja viele Wohnungen, und die liebenswürdige Kunst Meyers von Bremen ist so von echter Menschlichkeit erfüllt üud belebt, baß sie immer ihre Freunde finden wird. * — Hamburger T b e a t e r b r i e f: Ernst Hardt als Schwankdichter. Aus Hamburg, 25.Oktober, wird uns geschrieben: „Schirin und Gertraude", ein Scherzfpiel vqm Tantrisdichter, wurde bei der U r a u f f u h - r un g vom Mblikum des Hamburger Schauspielhauses nach den ersten drei Akten lebhaft beklatscht. Der letzte Akt verstimmte die anspruchsvollen Zuhörer durch seine^allzu heftigen Pofsenwirkungen, wie überhaupt das ganze Stück mehr ein übermütiger Fastnachtsschwank als ein künstlerisch geformtes Lustspiel ist. Ernst Hardt hat das Graf-von-Gleichen- Motiv ohne allzu großen Aufwand an Phantasie ins Humoristische gewendet. Der in neunjähriger Gefangenschaft im Morgenlande an Leib und Seele schwerfällig gewordene Graf von Gleichen bringt nach seiner Befreiung ein hübsches Türkenweibchen mit nach Hause, mit dem fich Gertraude, die. erste Gattin des Grafen, wohl oder übel abzufinden hat. Aus dem Zusammentreffen der deutschen Hausfrau mit der frischen Türkin ergeben sich allerlei drollige und wirksame Schwanksituationen. Der allein Enttäuschte ist am Ende der Graf: er hat gehofft, mit den beiden Frauen ein höchst vergnügliches Doppel-Eheleben zu führen. Die beiden Frauen finden sich aber in inniger Freundschaft zusammen, kümmern sich den Teufel um ihren fettleibigen und arg philisterhaft gewordenen Eheherrn, lassen fein Ehebett in schnöder Vereinsamung und leben lustig und vergnügt nach eigenem Gusto. Es gibt manche amüsante und launige Wendung in diesem Hunten Spiel, vieles wirkt aber auch gezwungen, manches sogar, da es dem Dichter an großem uno überlegenem Humor maugelt, wie eine peinliche Verballhornung des alten 'Motivs, das z. B. Wilhelm Schmidtbonn mit ernster, künstlerischer Kraft behandelt hat. Die Regie Max Grubes unterstützte die Absichten des Autors und die Darsteller, die das Stück aus eigenen humoristischen Kräften zu halten haben, folgten allen Linien, die auf das Schwankhafte hinwiesen. Der Dichter wurde nach allen Aktschlüssen lebhaft gerufen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Ein Museum für ostasiatische 4unit wurde in Gegenwart des Ol-erpräsibenten der Rheinprooknz Frech, von Rheinbaben unb der Spitzen sämtlicher staatlichen mib Militär-' behörden in Köln eröffnet. Deutschs» Ueich. Vom württ em bergischen Landtag. Der Sozialdemokrat Redakteur Pflüger Stutt 1 gart wurde mit 5646 Stimmen gegen den Nationaltiberalen tnen einen durchaus harmonischen Verlauf und ließen bat festen Willen erkennen, den bisher cingeschlagenen Weg, durch organi satorische und agitatorische Arbeit -um Wohle der Partei eine rein programmatische Politik der mittleren Linie zu treiben, d. h eine Politik, die durchaus selbständig und unbeeinflußt ist durch außerhalb der Partei stehende Personen und Organisationen. Dieser Wille klang insbesondere aus dem von dem Generalsekretär der Vereinigung, Tr. Otto Linse-Mainz vorgclegten Gc schästsbericht heraus. Trotz der großen Schwierigkeiten, unter denen infolge der bekannten Gegenströmungen die Agitation zu leiden gehabt habe, seien erfreuliche Erfolge zu verzeichnen. Mehrere ttationalliberale Vereine konnten ins Leben gerufen werden, andere, in denen dar Einfluß des Bundes der Landwirte sich geltend machte, wurden im Sinne der von der Trreien Vereinigung vertretenen Politik reorganisiert und ein liberaler Verein in einen rein nationalliberalen Verein umgewandelt. In der Berichtszeit (1. 12. 1912 bis 30. 9. 1913) fanden neben einer großen Anzahl von Veranstaltungen im Bezirk der Freien Vereinigung ins gesamt 48 öffentlich-politische Versammlungen statt, in denen die Reichstagsabgg. Bassermann ynb .Heck, ferner Tr. Pagenstecher- Mainz, Tr. Keller-Oppenheim und der Geschäftsführer sprachen Zur Stellungnahme uiü) Beratung wichtiger Fragen trat der Vorstand viermal zusammen. 26 Tageszeitungen und 2 Wochenschriften erhielten fortlaufend Berichte über die Tätigkeit der Geschäftsstelle sowie orientierende Artikel über die Stellungnahme der Partei zu wichtigen, im Vordergrund des Interesses ftehenden Tagesfraacn. Neben dem Ausbau der Organisation wird in Zu Innft auf die Bearbeitung der Preise ein noch größerer Wert gelegt werden. Ter vom Schatzmeister, Buchdrnckereibesitzer Fr. Kunze, erstattete Kassenbericht zeigt ein überaus günstiges Bild. Tic finanzielle Lage der Bereinigung ist für eine längere Reihe von Jahren in durchaus ausrcick>ender Weise sichcrgestellt. Trotzdem in der Gründungsperiode und während der ersten Seit ihrer Tätigkeit die Freie Vereinigung naturgemäß finanziell stark in Anspruch genommen war, ergab der Kassenabschluß einen lieber- schuß von über 2000 Mark Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand der Vortrag des ersten Vorsitzenden Tr. P a g e n st c ch c r-Mainz über die politische Lage. Er führte aus: Er müsse, um jeder Legendenbildung vorzubeu'gen, wiederholen, was schon unzählige Male gesagt^ sei. Tie Freie Vereinigung hessisä)cr Nationalliberaler sei feine Sonderorganisation, nichts weiter als eine Arbeitsgemeinschaft natio- nalliberaler Organisationen und Männer für rein national liberale Parteiarbeit. Tas Hauptgewicht sei daraus zu legen, daß wir diese Partäi frei halten wollen von allen frentben Eiw-- flüssen. Man wirft uns Liebäugeln mit der Linken, sogar mit den Sozialdemokraten vor Tcmgcgenüber fei festgestellt, daß wir in unseren -Reihen rechts- und linksstehende Mitglieder der nationalliberalcn Partei Vereinen und keine Ketzerrichter sind. WaS wir aber wollen, ist: daß die nationalliberale Partei ihre Politik selbst mache nach ihren eigenen Grundsätzen durch ihre eigenen Organe, daß ihr nicht durch „wirtschaftlick)e Bereinigungen" eine fremde Politik aufgedrängt werde. Wir sind auch nicht demokratisch, wir befürchten vielmehr von weiterer Demokratisierung eine Klassenherrschaft, sei es von oben, sei es von unten. Ver wickelte wirtschaftliche Verhältnisse erheisckx'n zur Vermeidung des Kampfes aller gegen alle eine neutrale starke Staatsgewalt, die nicht unbebingt dem Drucke der Wähler unterliegt. Aber wie gesagt, die ^entralgewalt muß neutral sein, bart nicht selbst einer Klasse zuliebe, sei es Adel, fei es Arbeitermasse, einseitig Konzessionen machen. Hier muß, wie es die Partei unter Bassermann versuchte, der Hebel angesetzt werden. Ohne die Verdienste des preußischen Adels schmälern, ohne radikal historisch (Gewordenes zerstören zu wollen, nmß das sogenannte „(Yardeprinzip" bei Heer, Verwaltung und Diplomatie eingeschränkt werden, sonst leidet das Vertrauen zur Neutralität der Regierung. In dieses Kapitel gehört auch die Reform des preußischen Wahlrechts. Wir verwerfen auch eine Annäherung an die Sozialdemokratie. Aber das taktische Zusammengehen unsrer Parteifteimde in Baden rechtfertigt sich durch die Umstände; c5 soll eine Zentrumsherrschaft von Straßburg bis München vermieden werden. Uebrigens hat unsre Partei in Baden bei diesem Zusammengehen nicht verloren, wohl aber die Sozialdemokratie Man soll sich über Taktil überhaupt nicht zu heftig entrüsten; alle haben schon Extratouren getanzt, am grundsätzlichsten bad Zentrum. Der Redner geht dann auf die Heeres und Steuerreform ein. Wehrhaft zu fein, sei für die dcutsckx: Nation eine Lebensfrage, deshalb mußten auch die Opfer getragen werden, selbst wenn sie recht sckyver seien. Die Zollpolitik sei keine Weltanschauungsfrage, sondern eine solche der Nützlichkeit. Wir hielten zurzeit einen gemäßigten Zollschub für notwendig. Unsre Handelsverträge sind freilich nicht durchweg Meisterwerke: hoffen wir, daß unsrer Diplomatie, der wir auch deswegen einen bürgerlichen Einschlag wünschen, bei neuen Handelsverträgen gelingt, besonders für unsere voran strebende Industrie Besserung zu schassen. Der Redner verweist zuletzt aut die Wiesbadener Erklärung und schließt etwa mit folgenden Worten: Wir te Fen neu uns mit Bassermann zum Festbalten an der imperialistischen Politik, zum Hockchalten der Wehrkraft, zur.Beibehaltung der in ihren Grundzügen bewährten wirtschaflsr-olitisckxm Haltung der Partei. (Allseitige Zustimmung und lebhafter Beifall.- Zuletzt sprach Tr. Keller Oppenheim über die Stellung der nationalliberalen Partei zur Landwirtschaft. Eigentlich sollte ein solches Referat überflüssig erfrfxinen, führte er aus: da oie landwirtschaftsfreunblick-c Haltung der Partei feststehe. Aber immer erneute Anzweifelung unserer Bestrebungen von feiten des B. d. L. zwingt uns, bad längst Bekannte zu tviederholen. — Unsre Freundschaft beruht auf breifadtcr Grundlage: Wir brauchen die Bauern als Partei, denn sie sind unsere besten Wähler, wir brauchen sie als Vaterlandsfreunde, denn ohne einen gesunden Banernstand ist Deutschland verloren, und wir schulden diesem <5taube Gerechtigkeit, so gut wie den übrigen Ständen auch. Vor allem halten wir fest am Zollschutz. Die Sätze der derzeitigen HandelSveiträge werden im wesentlichen auch die Grundlage der späteren bilben müssen. Freilich ein „lückenloser Zolltarif" und hohe Futtermittelzölle, loie sie der B d. L. wünscht, sind für uns unmöglich, gerade im Interesse der Bauern selbst. Eine Aenderung Weibeu wahrscheinlich die Einfuhig'cheine ohne Identitätsnachweis sich gefallen lassen müssen, ba bas augenblickliche Svstem zum Sdmden der Reichsfinanzen mifibraudyt wird. Eine Einführung von Gefrierfleisch müssen wir ablehnen, erhoffen aber einen Rück gang der Fleischpreise von der besseren Futterernte. Bisher hat der beutfdje Bauer die Verpflichtungen, die ihm aus dem Zollschutz für die Ernährung des Volkes erwachsen, glänzend erfüllt. Tic Leutenot. eine seiner größten (Sorgen, bekämpfen wir durch innere Kolonisation. Zerschlagen von Riesengütern, Urbarmachung von Oebland und Schaffung von La nbaib.il erst eilen liegen brin flenb im nationalen Interesse. Ein Reickisfibeilommißgesetz sowie die Bekänipsnng des „Bauernlegens" iinb längst Forderungen der Partei. Allgemeiner, lebhafter Beifall.) Tie Aussprache ergab eine erfreuliche Einmütigkeit. Herr Reich-tagSabgeordncter Heck-Alsfeld gab zunächst seiner Freude Über das Geleistete Ausdruck und ging dann ausführlich aui die RcickStaasarbeiten des letzten Sommers em; besonders gab er reiches Material zur Eharakteristik des Bundes der Landwirte Seine fachmännisch burdibaditen Ausführungen zur Lanbwin schaftsfragc lösten allgemeinen Beifall aus. Herr Th. Böhm Offenbach betonte vor allem, wie luobltuenb ihn, un Wegen fatz zu manchem früher in Hessen Erlebten, die Sachlichkeit und Einmütigkeit der heutigen Versammlung berührt, und svrach de Geschäftsstelle die besondere Zufriedenheit und den Tank bc- GesamlvorstandeS für bas Erreichte aus £ebbnfter Beifall.) An der weiteren Aussprache, bie iiiieinc Angelegenheiten der Freien Bereinigung betrat, beteilig tut sich die Herren Finanzrat Bangel Tr. Pagenstecher, Theob. Bohm, Tr. Linse, Heck. Scior. Oberes'! assistent Muntermann, Prof. Tr. St raufe müllcr und Reck: > anwaLt Bergheimer. Tic Mehrzahl .der Teilnehmer vereinigte sich dann zu einem gemütlichen Mittagsmahl. Stadtpsarrer Lamparter mit 4162 Stimmen gewählt. Die Stärke der Fraktionen der zweiten Kammer ist end gültig: Zentrum 25, Konservative 20, Volkspartei 19, So SoziÄdemokratie 17, Nationalbiberate 11, Rech te 45 und Linke 47 Sitze. Ausland. Neue Steuern in Frankreich. Der französische Kabinettsrat beschäftigte sich am Sams tag mit der finanziellen Lage und dem Budget für 1914 Einer amtlichen Meldung zufolge legte Finanzminister Tu mont dar, daß der Fehlbetrag für das Budget des Toni menden Jahres sich mit etwa 850 Millionen beziffern lasse Zur Deckung dieses Fehlbetrages soll eineReihe neuer Steuern cingeführt werden: u. a. soll die gegenwärtig vor dem Senat schwebende Einkommensteuer ein Mehr crträgnis von 100 Millionen liefern. Weiter sollen 100 Millionen aus der geplanten K apitalfte ucr und 100 Millionen aus einer Steuer auf ausländische Wert- Pa Piere erzielt werden. Homcrule für Irland. In Ladybant in der Grafschaft Fife hielt Premierminister Asquith eine Rede, die im wesentlichen die irische Frage berührte. Er führte ungefähr folgendes aus: Llond (George have unter herzlichem Beifall der Kollegen die Grundlage der Landreform skizziert. Vorher müßten jedoch ausständige Fragen erledigt werden, besonders die Home- rule-Frage. Er erklärte, in der nächsten Session die Parla- mcntsakte der Homerule-Bill anwendcn zu wollen. Tie Regierung werde sich durch die Androhung eines gewaltsamen Widerstandes nicht beeinflussen lassen. Wenn das Gesetz, nachdem es Rechtskraft erlangte, einem organisierten bewaffneten Widerstand begegnen sollte, werde es die Pflicht der Exekutive sein, durch notwendige und entsprechende Maßregeln dem Gesetz Achtung zu verschaffen. Aber die eingewurzelten und aufrichtigen Ueberzeugun^en der Ulsterleute müßten berücksichtigt werden. Tic beste Lösung der Frage wäre die Erledigung in gegenseitiger Uebereinstim- mung. Eine förmliche Konferenz halte er für unzweckmäßig; aber wenn eine allgemeine Neigung zu einem Meinungsaustausch vorhanden wäre, wäre die Regierung durchaus zur Teilnahme bereit, vorausgesetzt, daß in Tublin ein irisches Parlament und eine Exekutive geschaffen und kein dauerndes unüberwindliches Hindernis der Einheit Irlands errichtet würde. SchükriPascha und andere höhere Offiziere, welche in Bulgarien gefangen waren, sind am Samstag in Konstantinopel eingetroffen und wurden mit großen Ehren empfangen. Eine zahlreiche Menschenmenge bereitete ihnen lebhafte Ovationen. Heer und Flotte. Stapellauf eines kleinen Kreuzers. Kiel, 25. Okt. Auf der festlich geschmückten Kieler Werft erfolgte heute mittag der Stapel lauf des kleinen Kreuzers Ersatz „Prinzeß Wilhelm". Kurz vor 12 Uhr erschien der Oberbürgermeister von Grau- denz Kühn ast mit einer Abordnung dieser Stadt an der Anlegestelle der Werft, wo er von Oberwerftdirektor Kon- treadmiral .Henkel als Vertreter des Staatssekretärs des Reichsmarineamts begrüßt wurde. Sodann hielt Oberbürgermeister Kühnast die Taufrede und hierauf gab der Oberwerftdirektor den Befehl zum Ablauf des Schiffes, der sich unter den Hurrarufen der Versammelten schnell und sicher vollzog. Einweihung öes Krankenhäuser. bt. Gießen, 25. Oktober. Ein farbenprächtiges Bild bot sich am Samstag nachmittag den Passanten der Sonnenstraße, als sich dort die aktiven Mitglieder der Burschenschaft Frankonia, die alten Herren und die Vertreter anderer Körperschaften vor dem bisherigen Kneip- lokal „Zum Andres" versammelten, um die Exkneipe mit dem neu erbauten Frankenhause zu vcriauseljen. Unter Vorantritt einer Musikkapelle setzte sich der Zug, die Chargierten mit der Fahne voran, in Bewegung und wurde im neuen Heime auf der Kaiser- Allee von den dort bereits anwesenden Ehrengästen, unter denen sich auch sehr viele Tarnen befanden, freudig begrüßt. Tic Feier der Einweihung im tannengeschmückten Festsaale wurde durch ein Musikstück eingeleitet. Tas erste Wort hatte der Erbauer, Herr Architekt Schramm, der mit kurzer, herzlicher Rede — er knüpfte dabei an den alten Spruch „Vom Zweck zur Form" — dem Vorsitzenden des Vereins „Frankenhans", Herrn Professor Hauff, den Schlüssel übergab. Tarauf ergriff dieser das Wort und hieß im Namen dos Vereins „Frankenbaus", des Alt Herren-Verbandes und der Burschenschaft Frankonia die Erschienenen herzlich willkommen, darunter besonders den Rektor der Universität, Professor Tr. Körte und Regierungsrat W e l ck e r als Vertreter des Provinzialdirck- tors, und hielt bann eine zu Herzen gehende Ansprackie über die Bedeutung des Tages. Er griff zurück auf die Jahrhundertfeier der Leipziger Schlacht, die der Feier den Gmndton geben sollte, er erzählte von der Erhebung Preußens und der übrigen deutschen Staaten und schilderte, wie in den Tagen aus dem Drang nach Freiheit und Einheit heraus die deutsche Burschenschaft geboren wurde und nach iahrzehntelangen Prüfungen fein höchstes Bestreben, die Gründung eines geeinten deutschen Reiches, erfüllt sah. Bald danach, am 4. Juni 1872, wurde die erste Vereinigung gegründet, aus der später die Burschenschaft Frankonia entstand und in wenig Jahren durch das Entgegenkommen der beiden anderen Gießener Burschenschaften kräftig aufblühte. Da kam denn auch der Wunsch, ein eigenes Heim zu besitzen, und es wurde zum Zwecke des Hausbaues eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet. Ter Hausbauverein sah sein Unternehmen mit Erwlg gekrönt: Am 28. August 1912 konnte der erste Spatenstich zum Frankenhaufe getan werden und am 26. Oktober des selben Jahres erfolgte die Grundsteinlegung. Nun steht das Haus al5 ein Muster gediegener Einfachheit und praktischer Raum- Verwertung fertig da, dank der Opierwilligkcit der Alten Herren und den Bemühungen des Universitätsprofefsors Tr. 011. Der Zweck dieses Hauses soll fein allzeit eine Heimstatt ernsten und fröhlichen Studenlcntums und begeisterter Hingabe an die Aufgaben der dentsckxm Burschenschaft. Damit übergab der Redner das Haus der Burschenschaft. Im Namen seiner Burschenschaft übernahm der Spreckiei Jakobi das Frankenhans, versprach, es als ein Denkmal bei vfcrTrcubigtcit ber alten Franken zu betrachten, unb brachte Den Tank ber Aklivitas zum Ausdruck. Insbesondere dankte er >cm Professor Hausf, dem die Burschenschaft das Ehrenband verliehen batlc.^iinb dem Universitätsvroscssvr Dr. Olt, vergaß auch nicht, £ic Fürsorge ber Damen, besonders der Frau Professor - * t wid err Dr. Alfred Brügqeniann, Assistent an der Klinik für Ohren, Rasen- und Halskranke, der sich für das Jach der Oto-, Nhino-Larijngologie an unferer Universität zu habilitieren wünscht, hält am TicnSlnq, den 28. Oktober, um 5 Uhr in ber kleinen Aula eine öffentliche Vrobevorlesunq über das Thema: .lieber die Tuberkulose des Mittelohrs^. • • Prinzessin Friedrich Karl von Hessen ist heute früh in Begleitung der Königin von Griechenland von Eronberg nach Berlin abgereist. In Begleitung der Prinzessin befinbet sieh Kammerherr Freiherr v. Flotow. * * Gesellschaft tür Erb- unb Völkerkunde Tie Reihe der Poiträqe des Wii'terS 1913/14 eröffnet am DounerSta -, den 0. Oktober, in der Renen Aula der Universität vmzkllick e'x4 Uhr Herr Pros. Dr. Theodor K o ck - Griinberg m:t einem Vorträge über seine dritte groß.' faOammfanifdic Reue. Rackdcnt Noch-Grimberg zunächst Zeutrcilbiasilien fcimen gelernt hatte, be reute er 1 >03 —1905 den Rio 9legro und den '2)apiirÄ zu etfeno- toaischeu Ziveckeu. lieber diese Reise bat er 1906 in (dienen l e- richtet 1911-13 unterzog er sid, einer noch viel fdiroieriqercn 'Jlnfgabe, indem er von den Ziiflüssen deS Rio Branco nach dem Crinoco hinüber durchstieß, was bisher nod) feinem Uotsctumgs- reisenden gelungen war. Diese Reüe, deren ethnographuche 'Ausbeute groß war, unb die auch dem hiengcn Museum für Völkerkunde eine kleine, aber wertvolle Sammlung verschafft hat, bie Hoch zn schenken bie Wüte hatte, wirb in dem Vorträge nm Tonnerslaq geschildert und mit Lichtbildern und vhonograpbischen Darstellungen erläutert werden, zum erfie» Male in unserer Gesellschait aber auch mit kine matographischen Vorführungen. * * Der Nord-O st verein war am Samstag abend behufs Stellungnahme zur Stadtvcrordnetenwahl im unteren Saale des Gasthofes zum Einhorn in einer Stärke von 22 Mitgliedern versammelt, von denen sieben denn Vorstand angehörtcn. — Die Versammlung tagte unter Ausschluß der Oeftentlichkeit. Ein Antrag des Stadtverordneten Loder, daß der Nord-Ostverein sich bediitgtmgslos bei der bevor- rchenben Stadtvcrordnetenwahl den bürgerlichen politischen Parteien anschließcn soll, wurde abgelehnt. Dagegen wurde dieser Anfchluß beschlossen unter der Bedingung, daß zwei Delegierte des Vereins mit Sin und Stimme dem Wahlausschuß beizutreten haben und daß für die Kosten der Wahl der Nord-Ostverein nur insoweit herangezogen werden soll, als man von ihm benannte Kandidaten auf den Zettel übernimmt. Bon den Männern, die als Stadtverordnete in Vorschlag gebracht wurden, wurden durch Abstimmung folgende als Kandidaten nominiert: Kommerzienrat Klingspor, Apo thcker Schmieder, Obermeister Ernst Ludw. Sack, Fabrikat gewachsen. Kreis Büdingen. Leciferrin v ofaA hier ent» lassen bleiben, aus diesem Vorschlag 2—3 geeignete 2Rdn = ^ner zu wählen, die auf den Zettel kommen. zehnte ein Rathaus zu haben, kann man durchaus nicht billigen. hierzu hat die Redaktion mit Recht bemerkt, daß man mit dem Ar Geld .doch nicht so umgehen kann, besonders, wo nichts ganzes geschossen wird und das Sparen dringend geboten ist. Was nun die Nollvendigkeit betrifft, die städt. Aemter zusammen zu legen, so wird dies nicht bezweifelt, und es ist schon eine altbekannte Sache, daß das Polizeiamt nicht mehr zeitgemäß untergebracht ist. Daß aber gerade jetzt diese Mißstände als mildernde Umstände für den Stadtvcrordnctenbcfchluß hervorgehoben werden, ist ganz sonderbar. Man hätte schon früher Ge- iegenheit gehabt, die Mißstände zu beseitigen. Warum hat s. Zt. u. in die Freuden des Herbstes mischt sich die Wehmut, daß die schöne Jahreszeit vorüber ist. Und auch die Sorge um die (Gesundheit namentlich für empfindliche Menschen. Wer zu Erkältungen neigt, wen ein Luftzug heiser macht, wer leicht einen Katarrh weg har oder wer gar an veralteten Bronchialkatar- rben leidei, der verwende von nun an regelmäßig Fans ächte Sodener'.Vlineral-Pasti llcn, damit er die Gefahren des Herbstes u. Vorwinters leicht, überwindet. Aber man verlange ausdrücklich „F a y s"Soden., weil diese aus z. Kur benützt, Gemeindcheil- giiellcn gewonnen sind. Die Schacht. k.85Pi. mist überall zu hab. ’* Stadttheater. Es sei nochmals auf das heutige einmalige Gastspiel deS Oberbayrischen BailernthcaterS mit Anzengrubers „G' w issensw utm’ hingewicsen. ” Ein Flugzeug, augenscheinlich eine Rumplertaube, überflog am SamStag, etwa 2% Uhr mittags, die Stadt Gießen. Die Taube flog in der Richtung West-Ost. — Am Sonntag überflog auch ein Freiballon in mäßiger Höhe, aus Südwesten kommend, einen Teil unserer Stadt. **Mit schweren Schußwunden wurde am Sonntag die Ehefrau G. von Steinbach in die hiesige Klinik gebracht. Sie hotte einen Selbstmordversuch verübt, indem sie sich zwei Schüße in die Herzgegend beibrachte. Anscheinend ist Liebeskummer der Grund zur Tat. "Beim Po st v erke hr in Gießen, worüber wir berichteten, hat sich leider ein Druck'ehler eingeschlichen. Es muß heißen, daß der Ortsverkehr täglich 2700, nicht 27 000 Pakete umfaßt. Landkreis Gießen. r. Wieseck, 26. Okt. Unter sehr großer Beteiligung sand gestern die hiesige Gemeinderatswahl statt. Außer 3 ausscheidenden Gemeinderatsmitgliedern waren noch 3 neue hinzuzuwählen. Gewählt wurden die Kandidaten der Bürgerlichen und Eisenbahner, Hch. Becker mit 397, Da iiiel Erb II 397, Ludwig Deibel 396, August Seibert 393 aus neun Jahre, Heinrich Jung III mit 392 Stimmen auf 6 Jahre und Heinrich Erb mit 384 Stimmen men auf 3 Jahre. Auf die sozialdemokratischen Kandidaten entfielen durchschnittlich nur 195 Stimmen. Von 701 Wahlberechtigten machten 603 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Es ist dies eine Wahlbeteiligung wie sie unser Dorf bis jetzt noch nicht aufzuweisen hatte. bn. Göbelnrod, 25. Okt. Heute fand die hiesige Bürgermeisterwahl statt. An Stelle des bisherigen Bürgermeisters Dam m, der wegen vorgeschrittenen Alters eine Wiederwahl ablehnte, wurde zu seinem Nachfolger Landwirt Heinrich Weber IV. neu gewählt. Im ganzen hatten von 64 Stimmberechtigten 62 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Licb, 26. Okt. Mit der neu gepflanzten Völker- schlachteiche mitten in der Stadt auf dem Kirchenplatz hat Lich den vierten der Gedächtnisbänme erhalten, die an große Ereignisse der deutschen und heimatlichen Geschichte erinnern. Neben einer alten Friedhofslinde breitet auf dem schönen freien Platze, der jetzt unserer Jugend in den Schulpausen als Tummelplatz dient, noch eine stattliche Reformation seiche aus dem Jahre 1817 ihre mächtigen Aeste aus. Ferner sind eine Luthereiche von 1883 und eine weitere Eiche, die am 600. Gedächtnistag der Erhebung Lichs durch Kaiser Albrecht I. zur Stadt am 10. März 1900 gepflanzt worden ist, schon zu stattlichen Bäumen heran- 1. Schwickartshausen b. Ortenberg, 26. Okt. Die E i n- weih u it g der von Grund auf erneuerten Kirche begann mit einem Weihegottesdienst. Später fand noch eine liturgische Feier statt. Festoredigteu und Ansprachen wurden gehalten von Superintendent D. Pete r s e n-Darm stadt, Dekan Brill, Pfarrer- Web e r - Lang-Göns und dem Ortsgeistlichen. Auch die Kreisverwaltung war vertreten. Kreis Alsfeld. A Alsfeld, 25. Okt. Der Groß her zog hat die Rückgabe eines Altarbildes genehmigt, welches aus der hiesigen Walpurgiskirche stammt. DaS Bild befindet sich gegenwärtig im Holbeinzimmer des Darmstädter Schlosses. Der Großherzog wird die Stelle bestimmen, an der das Bild nach Vollendung des wieder hergestellten Gotteshauses ausgestellt wird. guenz wieder bedeutend steigen. Kreis Wetzlar. >- Krofdorf, 26. Okt. Die heute hier vollzogene Ein- weihimgsfeier des B ü r g e r m e i st e r e i - K r i e g e r d e n k- m a l s gestaltete sich zu einem eindrucksvollen Feste. Sämt liche Kriegcrvereiue der vereinten Bürgermeisterei dazu die Schulkinder der oberen Klassen von Krofdorf-Gleiberg und die Ortsvereinc nahmen an der Feier teil. Ms Gäste waren | erschienen Landrat Dr. Sartorius, BezirkSkommandeur Pampe und Kreis aus schußsekrctär Wieser aus Wetzlar und sämtliche Mitglieder der Gemeindevertretungen ans den beteiligten 11 Gemeinden. Bürgermeister Braun hielt die Begrüßungsansprache, welche in das Kaiferhoch ausklang. Das Denkmal ist von Maurermeister Drescher aus heimischen Basaltsäulen errichtet und mit einem Adler geziert. Tie Vorderseite trägt die beiden Inschriften: Tie Bürgermeistereien Atzbach uni)1 Lannsbach ihren in den Feldzügen 1864, 1866 und 1870/71 gefallenen Söhnen. Darunter steht die Widmung: „Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben". Insgesamt 14 Krieger aus der Bürgermeisterei Krofdorf starben in diesen Kriegen den Heldentod fürs Vaterland. Ihre Namen sind auf der Rückseite des Denkmals der öanfceL I. Butzbach, 26. Okt. Die Butzbach-Licher Eisenbahn- Aktien-61 e fest schäft hält in Kürze hier ihre Generalversammlung ab. Um die Unterbilanz von 1912 zu beseitigen, soll das Grund- Amtlicher Wetterbericht. O e f f e n t l i ch e r W e t t e r d i e n st, G i e ß ö v. Wetteraussickten in Hessen für Dienstag, den 28. Okt. 1913 Trüb, zeitweise Reqenfälle, mild, südwestliche bis westliche Winde. Kreis Schotten. 2 B oben hausen, 26. Okt. Bei der Bei geordneten- wahl wurde der bisherige Beigeordnete Heinrich Pabst einstimmig zum drittenmal wiedergewählt. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 26. Oft. Heute erteilte in der katholischen Pfarrkirche der Bischof Dr. Kirstein von Mainz die Firmung. Am Abend fand im Festsaale deS Hotel Trapp eine Unterhaltung der katholischen Vereinigung statt. Morgen ist Schul- und Kirchenvisitation. — Friedb erg, 25. Okt. Die Elektrische Ueberland- Anlage der Provinz Oberhessen bittet uns, folgende Notiz auszünehmen: „Am vergangenen Mittwoch, den 22. d. M., ist infolge mechanischer B esch ädigun g eines Isolators (durch Schuß oder Stcinwurs) die für die Versorgung einer großen Anzahl von Gemeinden, wie Schotten, Gedern, Nidda, Stockheim usw., bis jetzt allein zur Ver- fiigung stehende Leitung dadurch gestört worden, daß die Spannung am defekten Isolator überschlug und der Leitungsdraht durchbrannte mit) herab fiel. Die sofort vor- qenommenc Reparatur konnte wegen einer Reihe unerwartet aufgctrctcncr Schwierigkeiten nicht vor Einbruch der Nacht erledigt werden, weshalb eine große Zahl von Gemeinden während der Nacht o hne Licht geblieben ist. Wäre die zweite Zeitung über Inheiden—'Nidda, deren Fertigstellung durch langwierige Verhandlungen mit der Eisenbahnbehördc erst fetzt erfolgen kann, schon betriebsfertig gewesen,, so hatte die Störung höchstens eine halbe Stunde bestanden." )( Bad-Nauheim, 27. Okt. Das Militärkur- haus, das im letzten Jahre umgebaut und mit allen Be- aucmlichkeiten versehen worden ist, bleibt auch im Winter geöffnet Im Sommer war es immer ganz besetzt; es kann 53 Unteroffiziere und Mannschaften und 10 Offiziere auf- kapital von 1867000 Mark auf 1756000 Mark herabgesetzt werden, prämiiert mit der goldenen Medaille auf der internationalen Das Schuldverfchreibungskapital soll dagegen um 7000 Mark er-1 Weltausstellung, Gent 1913. ßnht werden Dieses ist die bödme Anerkennung für ein medrzinnckes 1 Präparat, dessen wissenschaftliche Zusammenicknug und Wirkung Färberei Oebr. Rover Gie“Ty8 dSwÄ& . , „ . . _ purhAH von Barnen-. Herren- u. Kindergarderobo.Vorhängen, Decken, Teppichen, Portieren, Fellen, Spitzen, Federn, Reihern, Kindei mützen, Handschuhen etc. Chemisches Reinig • D9/m Einrichtung und Organisation unserer Werke sind in der gesamten Fachwelt als mustersniltiir anerkannt. Zirka louv Angestcin«. ......jl iui. im »nrin» Saxlehner's Bitterquelle HUNYADIJÄNOS Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibigkeit, Blutandrang, etc. Geuoöhnl. Dosis: 1 Wasserglas voll. Letzte 2lacbrid>ieit. Berlin, 27. Okt. Die Deutsche Reichsbank Halden Nachwelt überliefert. I Diskont von 6 auf 51/? und den Lombardzinsfuß von 7 auf Hessen-Nassau. 6V» Prozent herabgesetzt. X Hanau, 26. Okt. Der Fabrikant Heinr. Gruber, D e r G r o ßbl o ck f ü r d i e b a d i sch en S t i ch w a h l c n. alleiniger Inhaber der Firma Lechlcder & Stroy, -.itho- Mannheim, 27. Okt. Die nationalliberalc, die fortgraphische Anstalt, Kunstanstalt für Herstellung origineller I schrittlichc Volkspariei und die sozialdemokratische Partei haben, Großrcklame, ist in Konkurs geraten. wie die „Neue Badische Landeszcitiing" meldet, für die am ____ _ _____ — 130. Oktober stattfindcnden Stichwahlen cm Abkommen ITHfeAfAfÄotiHtAo? Morxfofna geschlossen, demzufolge die Nationalliberalen und die Fortschrittler ZlUnCrOrOCIltnn)Ci «crjtciuy. ihre Kandidaturen z u Gunsten der Sozialdemokratie Berlin, 26. Okt. Unter zahlreicher Beteiligung von dervI vier Kreisen zurückzichcn, in denen die Sozialdemokratie gün- ten und Aerztinnen fand ein vom Deutschen AerzteverciN ein-1 stjger steht, wogegen die Sozialdemokratie ihre ^Kandidaturen zu berufener außerordentlicher Aerztetag statt, um m den Strei- y^insten der Liberalen in 13 Kreisen zurückziehen, wo diese gün- tigkeiten zwisck)en den Aerzten und den Krankenkasienvorstanden f^ger stehen. In zwei Wahlkreisen, Karlsruhe-Land und Mann- Stellung zu nehmen. 458 Delegierte von 387 Aerztevereinen, I Heim-Weinheim wird der Kampf zwischen Nationalliberalen und die 21 207 Stimmen vertreten, waren vvn allen Reichsteilen I Sozialdemokraten in einem Wahlkreise, Mannheim 3 zwischen einschließlich Elsaß-Lothringen anwesend. Es gelangte eine u t = Nationenibcrale» und Fortschrittlern ausgefochten. Damit ist schließung zur Annahme. Bon den,vertretenen,2120/ Stun- sogenannte Großblock für die Stichwahlen in Baden wieder men stimmten 164 dagegen. Sie betagt im wesentlichen, der I errichtet. außerordentliche deutsche Aerztetag macht icdem einzelnen Arzt Prinz Heinrich bei jeder ärztlichen Vertretung zur Pwcht, rn ^ju- beim Grafen 3evvelin zu Besuch, lunft mit einer Krankenlasse einen Vertrag abzuschließen u.id £ e t m u r aj nA eppei r uz u |ua) die kassenärztliche Versorgung aller srüheren wie hinzu- a r • »cute abcnP trat liier tretenben Lcrsichcrtm unbebinqt abzulchnm. Die Kranken werben S crnrrch von Preußen M ernem viehktLMgrn Prrvat. die Hilfe des Arztes nach- w& vor finden, uneingeschränkt, mw besuche ber dem Grafen Zeppelin ein. Morgen gibt ohne Einmischung der Kassenverwaltnng. Ten Krankenkassen kann Graf Zeppelin zu Ehren des Prinzen ein Frühstück, unter Voraussetzung der Unerfüllbarkeit der ärztlichen Forderungen :^e r Kabinettswechsel in Spanien. von ihren Aufsichtsbehörden das Recht^verttehenwerden denB«- Madrid, 26. Olt. Tie Regierung ist den Konser- "cherten an Gute der IMbeh^ vativen übertragen worden. Är König beriet ^ac^eiII» stzialm Versicherung^und di/.^ selbstScha- ander mit dem Kammerpräsidenten, Villanuria der der dcm erleidet und vielleicht die Selbstverivaltung der Versicherungs- Meinung war, dre Liberalen mußten ine Macht bis zur Er- träger in Gefahr gerät, tragen die Führer der Kassenverbände schöpfung aller Mittel behalten, dann mit Garcia Prreto, durch ihr kaltes Zurückweisen der ihnen gebotenen Friedenshand der sich bereit erklärte, die Regierung zu übernehmen und die Verantwortung allein. | sich außerdem erbot, jede andere Persönlichkeit zu unter- Vindewald, Konkursverwalter Althof, Architekt Seuling,| nehmen. Gegenwärtig beträgt der Besuch 28 Militarkur- Gl-asermrister Bieran. Den politischen Parteieii soll es über-1 gaste. Doch wird schon im Dezember und Januar, wenn sich * ’** ... - nach und nach die Rekrutenerkrankungen einstellen, die Fre- die Stadt das Reatzsche Desitztuni verkauft und sich die andern Häuser, die billig zu haben maren, entgehen lassen und diesen Matz nickt für ein Rathaus reserviert ? Hier war etwas zu schaffen, was sich auch teilweise rentiert hätte durch Vermietung der ein- zurichtenden Läden nnb eventuell eines Ratskellers mit Cafe. Tie Llusführung dieses Projekts hätte jedenfalls Nicht mehr gekostet als dasjenige der alten Klinik. Wae- nun die Verlegung der Bürgermeisterei zu Gunsten oder Ungunften des einen oder anderen Stadtteils anbelangt, so muß mau doch von dem Standpunkt ausgehen, daß ein Rathaus für die ganze Stadt bestimmt ist und deshalb auch möglichst in die zentrale Lage gehört und das Walltor speziell d a m i t n i ck t s z u t u n h a t. Es ist immer behauptet worden, die alte Klinik soll ein Provisorium fein; wenn nun aber die Notwendigkeit so nahe liegt, so wollen wir keinen unzweckmäßigen alten Bml für ' i Millionen, sondern ein neues Rathaus am richtigen Platz, das allen dlnforderungen entspricht und ein Anziehungspunkt für die Stadt wird. iE- J'nderthal. ------------- — ------------- I stützen, die sich anheischig mache, sein Programm zu ver- GevrMtssaaL. wirklichen. Am Nachmittag beriet sich der König mit den Frankfurt a. M., 26. Okt. (Holländers Be- Konservativen. ruf unq) Holländer hat durch seinen Rechtsanwalt beim Der König hat M aur a mit der Bildung des Kabinetts Oberlandesgericht Berufung gegen das Urteil der Sfoil. b.etraut, biefer ajer tejnte ab uni> uberrcidjte f(immer des ^andesaerickts einleaen lassen. 6111 ^kposö, das schrrftlrch dre Grunde anfuhrt, dre rhn ab- rammet des -anoesgermsts emtegen tagem fnetteu die Bildung eines Ministeriums zu übernehmen. via-.ma ffrtrtecfhrAnif Maura bat den König, den früheren konservattven Präsi- Die Jahrhundert-Ansstellmm in Bres lan ist gestern nach deuten der Kammes Deto mit der Bi^ung deei Kabn- fünfmonatiger Dauer mit einem Festkonzert geschlossen netts zu betrauen. e t o ncchm an, behrelt srch aber B e- worden. denkzert brs morgen mlttaig’ vor. Das Grand-Hotel Scholastika am Achensee ist vollständig E i n E i s e n b a h n u n g l ü ck. nieder geb rannt. Ter Schaden beträgt eine halbe Million Rostow, (Don), 27. Okt. Bei der 71 Werst Von Kronen. . entfernten Station Stepnoja der Wladikawkasbahn Aus Bodarbo (Gouvernement Irkutsk) wird gemeldet: Aus s. - §-cknelsrua weil durch verbrecherische Hände dem reckten Talabhange des initiieren Laufes des Bodmboflusses J 2"“ wurde ein reickhaltiges Golderzlager entdeckt. dte Schienen gelockert worden waren. ^,rer Personenwagen 1 verbrannten vollständig, die Passagiere wurden gerettet. Ern Schassner ist verbrannt. Der Heizer, der Zugführer und mch. rere Personen wurden leicht verletzt. >¥ Für Erholungsbedürftige und leichtere W Kranke.»w^n^besücSt. I h M S* M ß Ha Kuranstalt Hofhelm I. T. ■ 'L® Q w ET| ß 9 i/i Stunde v. Frankfurt a. M. Prospekte g 1 U uev ä. ÖL durch Dr. Schulze-Kahle,ss. Nervenarzt. --------- I hierdurck öffentlich anerkannt wurde. Leciierrin ist hervorragend zurVerbefsernnlidesBlutzustandcs, (Siir Form unb SnWt dta btf « Rubrik Menben toik 'ur «.cbuna b-.^r»°rk°ask. d» übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Für den Gcbrccklickcn zur Stärke uud Eneraic. Verantwortung.) I Der Jugend zuiu Wachstum, dem Alter zur Kraft und Stärke Gies? en 24 DFtnhrn- I Dem Greisenalter zur Verlängerung des Lebensabends. „ , , ? ' , " | Leciseriu ist das idealste Hausmittel für schwächliche, nervöse Nochmals zur Nathausfrage. Frauen und Mädchen. (-«- Zu den Ausführungen des Herrn Kimmm sei bemerkt, bofcL, Veciferrin ist sehr angenehm zu nehmen. Preis M. ».-die es stwhl den Stadtverordneten bekannt war, daß es sich in frag- ^lQid)e. Man achte beim Einkauf genau aus den^Namen ,Leelserriw'. kicher Sitzung um die alte Klinik handelte, aber aus der Bekannt- Apotheke'und Pcl?kawÄpo^eke"ch ^0*1« gäbe der Tagesordnung ging dies nickst hervor. Was nun bie PBt>,ott,cFc Mnt> Vclikan Apotheke,in ^,cnen,-------------- Zwangslage betrifft, in der sich die Stadt mit der alten Klinik ArUlhtslhlver M GoldlttUb stkhkN dit BÜUMe befindet, so hatte biete schon langst verkauft sein können, wenn tue u - - - . . - - - - - ----- .... Bedingungen danach gestellt worden mären. Jedenfalls wäre es besser gemefen, die Klinik mit Schaden zu verkaufen, als das Hebel iwch größer zu machen, als es ist. Aber in diesen alten /'KT Bau nod) 300 000 Mark zu verbauen, um für einige Jahr- tJxomfhmdf (fl ranesOlahuprodukh dem nichts hinzugefifäfijl tDer edlen föefdidfienlieit* der frucht und aerneusr* ti^enfdbrihationsmeije verddntderfeinenyehall und feinen k^ceahnlidien 'TaJohl&jchmnd^ *v er Die Philologisch-Historische Verbindung I. A.: August Rau Giessen, 25. Oktober 1913. •.•Mr - • - • ' Unterzeichnete erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre verehrten E. M. E. M. lieben A. H. A. H. sowie i. a. i. a. und auswärtige V. B. V. B. von dem Ableben ihres lieben A. H. D”/io Prof. Dr. L. Schaum aktiv S. S. 75 — W. S. 76/77 geziemend in Kenntnis zu setzen. Frauenbund der Deutfdien Kolonial-GefeHfchaft Vortrag mit lilckt-Bildern TTliffwodi, 29. Oktober 1913, abends 8V1 Uhr in der neuen Hula der Univerntdf: Herr IIlarinepfarreraD. Wangemann: erhoben. Schüler zahlen die ßflllfe. Kaiserliche Ober Postdirektton. D"lw D'7/in GrnHeu. heitere Kulfur= Bilder aus der Südiee Mitglieder gegen Vorzeigen der Einladungskarten frei. Für nidiMTlitgllcder wird ein Eintrittsgeld von 30 Pfg. Der Plan über die Verstellung unterirdischer tele- nriuibenlinicn in (.Hieben Ücnt bei dem Kaiserlichen Teie aravbenanit in (Hieben von beute ab 4 Wochen nuo. Darmstadt. 27. Oktober 1911 nafurheilverein • Giessen 51 in DonncrStag, den 30. Oktober, abends 8'/, llbr, findet im groben Saale von Steins Garten ein lVn,10 Frauenvortrag von Irl. Margarete Pacsler aus Berlin statt. Thema: Gesundheit, Schönheit und Glück unserer Frauen Eintritt MursürDamenl siirNichtmitgl.fi0Psg.,Mitgl.20Psg, lSescllsihlist für M M Pslterkmide. (Erster Vortrag Donnerstag, den 30. Oktober 1913, in der Neuen Aula der Universität Professor Dr. Th. Uoch-Grünberg: „Meine Ncise durch Nordbrasilien znnl Orinoco 1911 bis 1913. AUt Lichtbilder», vhonoaravbischen u. linematogravbischcn Borsilvrungen. hle Mitglieder und deren Angehörige Mk. 4.50. intrithSvreie« für Nichtmitglieder Mk. 1.50, ::: für studierende Mk. 0.50 ::: Slnricn sind in der Mtictcvfdicn Univ. Buchhandlung und in her PvrccMrtjeu Hosbuchhmidliiug 4U hoben. obrere?tcn h»n. ArtbÄUniie i‘un f^ntlirbc Portrggc Mk. 1.50 sind bei WDu^?2KUCL,”lltcA b,ct Kollegien-Gebändeo au hoben. Mitglieds' und (Eintrittskarten sind am Eingänge Aur Aula Vor.tuaeiflcn. An Porlrügcn sind lueiter vorgesehen: - Donnerstag, den 13. November 1913 — Dr. A v. Lchuly-vamburg: Neber feine im Auftrage des (siebener MnieumS für Völkerkunde ausgefiihne ivorschiiugsreifc nach Pamir 1911-1912; mit Vicbfbtlbern. = Donnerstag, den 27. November 1913 ■— Dr. Hcrin. Rüdiger Hamburg: lieber feine Teilnahme an der Schrüder-Ltranz Erveditiou nach Svihbergen. 1912—1913; mit VitbtbilbcriL Am 15. Januar wird Oerr Pros. Dr. W. SieoerS über den Panama-Kanal sprechen, der Portrag des 12. Februar wird bekannt gemacht werden. iv* Giessener Konzert-Verein Sonntag, den 2. November 1913, 5V< Uhr, in der neuen Aula Dr. Ludw.Wüllner -■ • ■ Gesang und Rezitation .......... Programm: Gesänge von Brahms, Posa, Schubert, Schumann, Sinding, Richard Strauss, Hugo Wolf. Rezitation: Hexenlied, Wildenbruch-Schillings. Eintrittskarten * i- Pia,z Mk- 5.—. n. Platz mr. 4 —, in. Platz mr. 3—, iv. Platz ___________________Mk. 2.50. Studentenkarten Mk. 1.— sind in der Musikalien- Handlung von Ernst Challier (Rudolphs Nachf.), Fernsprecher Nr. 671. für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Kitter und abends an der Kasse zu haben. OefTnung de* Saale* 4*/i I hr. Die Abonnenten s’n(i höflichst gebeten, ihre Eintrittskarten bei Henn Ernst __________________ Challier (Rudolphs Nachf.) in Empfang nehmen zu wollen; eine, Zusendung an die hiesigen findet ausnahmslos nicht statt. [ (o Reform- Trikot, "„*£ Beinkleider —— — für Kinder 1.75, ar/i0 A. Salomon & Cie. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A. wurde heute ingetragen: . Bezüglich der Firma A. Kröll Söhne zu Gießen. Die Firma ist erloschen. '• Bezüglich der Firma I. P. Sann zu Gießen. Dem Kaufmann Hugo Sann in Gießen ist Prokura erteilt. Bezüglich der Firma Friedrich Seibel zu Gießen. Das Geschäft ist mit Wirkung vom 1. Oktober 1913 auf den Kaufmann Friedrich Seibel zu Gießen übergegangcn, der cs unter der seitherigen Firma weiterführt. Der Uebergang der in dem Geschäftsbetrieb begründeten Verbind- lichkeiten und der Aktiven ist beim Erwerb des Geschäftes ausgeschlossen. Der Ehefrau des Friedrich Seibel, Elli geb. Zülch zu Gießen ist Prokura erteilt. 1 Gießen, den 24. Oktober 1913. Gronbcr.;o.i i Ann.^ericktt 10 ITRAITEUHOTE I A. Salomon L <’le. | Ffiitai Mer gibt es nichts besseres als naturreinen Trauben-Saft aus dem Reformhaus Krcnzplatz 5. [6386 7098) Frisch eingetroffen Haeberleins Nürnberger Lebkuchen sowie Aachener Lamberts - Printen MolaHn L. Weihl VO~ nUuobiirK 16. *tS Ptitglied deS Rabattwar-PereinS. Feinsten reinen Bie-BoDij empfiehlt 1 Heinrich Driesch Seltcruwcs 70 Kartoffeln «fie Porten Ja. Lvcife und Lalatkartoffkln > d.Winter bedarf empfiehlt diU. (mjoi J. Weiwei Sonnenstr. 6 Deleph. 88 5k quälen Air Vielt SÄ tfUtttrfälf M°rr- „Selecta“ X ..Selecta“. von maßgebenden Landwirten erprobt, bebt die überschüssige Plagensäure auf, fordert iomit die Verdauung und begünstigt die »nochcnbildung -5 der Tiere. — Lieferung fit) Stilo au 9WL 8.—, 25 Kilo 5 Mk. 4.50, 12'/, Kilo Mk. 2.75 u. 5 Kilo Mk. 1.65 ab hier. Gewerkschaft Weißenburg, Earbrnteich. legierst preiswert Moderne a«/i# Kleider-Schürze aus türkischem Musseline oder Satin mit Paspel und Knopf- t>50 garnitur Mk. 4.00 u. ** 1. Salomofl 8 Cie. Obst-Gestelle Obst- und Konservenschränke billigst bei [5837 Emil H. Müller SchlllerstraRse 26. ncinftc 2Ro(ot)U)d)birncn daS '43fb. 20 Pfg., empfiehlt J. Kllncelhöfcr Wctlcrgasse 5. W Tel. 707. CUer Bedarf hat In wirKi.cn «■! ichetidtRden Solinger Slahlweree bnulle loton In tifltnee Inttrnse unteren Raeptka- lalog über Mutende Artikel aller Art, den wir gratis und franko vertenden. Gebr. Bell. Grälralh(37 b. Soling ---■ nbrlk-Uertasdbau. ■--- Wer krank ist und Interesse hat für gute Hausmittel (keine Arznei- oder Geheim- mittel !) verlange kostenlose schritt]. Aufklärung durch; Krankenschwester Marie Wiesbadens.75, Adelheldalr. 13 magenleiden. Stu hl Verstopfung. hämorrhoiden, Blutarmut. Blei*tu*t. Sdiwldieiuttinde, Skro- phulofe, Hdemnerkalkung, Ilervenleiden, Sieht. Rheuma. tiallenTteine. Leder-. Nieren-, BUTen- leiden. Zuckerkrankheit. Huslthllge, flechten, Krampfadern . f ui - und Belnleidon etc. Union-Theater Seltersweg 81 genannt das Schmink, kästchen von Gictzcn. Samstag 25., Sonntag 26., Moutag 27. Oktbr. Anssehtnrrregriiiiks dtniatiens-'^roiiriinH August alsSchuumann! Hochkom. Szene, *. Sachen. Häusliches tölütf!!! Spann. Drama in 1 Akt. Postamt Nr. 9 Wunderb.Komöd., koloriert Lachen Ou.ic Ende. Wochenübersicht des Nnion-TbeatcrS bleuestes aus aller Welt: Mode, Svort re. Grosser Schlager! AIS Einlage Henny Porten!! Senf-Drama in 3Akten Leo wird BckterN! Humor.Szene, aiim Lachen Hervorr. amerikanisches Drama in einem Akt! Sehr ivannend. Dem JungcoNellen Zähmung IX! a , Entzückende Komödie! Lachen ohne Ende! Scnsations-Schlagcr! Ein geprüftes Vaterherz lürog.Dramain3Akt. Dieses Drama ist von solch gewaltiger u.grofr- artiger Inszenierung, bau eS allgemeines Aussehen erregen wird. Ewt. Hafcrnir.et-fiiänM*! jung, fett, lägt, irisch ncfdjL. sb. gerupft, 7-12 Psd. LPsd.60 vcrs. g.Postti. Otto Panter, GiuS-Besih.StbiUclwetben b. Gr.-iZriedrichsd., Ostvr. 1^ Kriegerverein Gießen i Dienstag, den 28. Oktober I. IS., abends 9 llbr, im Bcreinölokal^lum Löwen-, 9lcuenrocfl: MMts-HrrsainnilW. Der Vomtand. •HMWM HlUrtto Dir.: Hermann Stringoetter. Montag, d. 27. Okt. 1913, abends k llbr Auher Abonnement! Abonnenten Zahlen gegen Porweis deSl.Ermäf;ignngS- kuvons gewöhnliche Preise. Einmaliges (Gastspiel deSGrogen Oberbanerischen Bauerntheaters, Direktion: Michael Dengg. Der G’wissenswnrm Douernkomödie mit (besang und t nm in 4 Akten von Ludwig Anzengruber. Ende 10*,« Uhr. Dienstag, b.2S. Okt. 1913, abends 8 llbr: 5. TicnStag Abonnements- Borncllung. -- Gewöhnliche Preise! — ?ic 6trmütin5|6linf|f Drama in 5 Akten von Heinrich von »leist. Ende gegen 10»/« Uhr. (C”/w