Nr. 25) vierter Blatt 165. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag?. Die „Gießener Kamilienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisblatt für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejlen Samstag, 25. Moder 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unioersitäts - Blich- und Steindruckerei. N. Lange, Gießen. Redaktion, Expeditton und Druckerei: Schul- srraße 7. Expedition und Verlag: e=sa51. Redaktion:eE112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. : dl c an' viele wohltätige Mfte an der Arbeit, im Interesse der Allgemein- a e st e l l t heft die Schäden %u beseitigen oder wenigstens zu mildern, die ren ent» dort wie überall dem modernen Dienstbotenwcsen anhaften, ^re Frauen-Nuttd?chcß«. Zur Berufsvorbildung in den häuslichen Frauenberufen schütterlichkeit eines Pflichtgefühls, das eine zweite Natur geworden zu sein, das keine Kämpfe zu bestehen, sondern wie ein unfehlbarer Instinkt zu wirken scheint. Auch der hohe Sinn, der nur auf das Große gerichtet ist, und die feine Bildung, die in allem Tumult der Erscheinungen sicher die Hauptsack)en erkennt, gehören zu der persönlichen Kraft, die erforderlich war, um den ausgezeichneten General unter die Heroen deutscher Nation zu versetzen. Es hat große Feldherren gegeben, die gemeine und schlechte Menschen waren, wie Marlborough, oder die nur nach Macht und Selbstverherrlichung trachteten, wie Napoleon, oder die mit dem Degen sich die Mittel zu einem üppigen Leben erfochten, wie der Marschall von Sachsen, oder die roh, beschränkten Geistes, barbarisch waren, waren, wie Suwarofs. Es ist nützlich, sich diese Kontraste zu vergegenwärtigen, um sich klar zu machen, was wir an Moltke haben, verehren und lieben. Tcfrm es ist schwierig, mit direkten und Positiven Worten seine Phpsiognomie zu reproduzieren: man kann leichter sagen, was er nicht ist, welche Fehler und Schwächen ihm fremd sind, als man die einzelnen Züge seines Charakters nack>- zeichnen kann. Eine gewisse Feinheit ist ihnen eigen, die jeder fühlt, die sich aber der Sprache entzieht. Wie ja auch jem leibliches Antlitz, aus einem analogen Grunde, dem Pinsel und dem Meißel einen überaus schwierigen Vorwurf bietet. Die Franzosen haben gefunden, Moltke sehe aus wie ein Professor, wahrlcheinttch weil er keinen Schnauz-- und Knebelbart trägt. Nichts kann unzutreffender sein. Wenn je eine Physiognomie mit einem kühnen Adlerblick und mit entschlossenen Lippen ins Weltgetümmel geschaut hat, so ist es die Moltkes. Nur daß über den kühnen Augen em Strich sich wölbt, deren Gedanke den Raubvogel bändigt und der Entschlossenheit die Weisljeit zugesellt. Iw einem sonst sehr konfusen Buche (Rembrandt als Erzieher) steht zu le)en, da,; Mottke an gewisse venetianische Dogen erinnere, und das ist richtig. x_sn Venedig sieht man zwei oder drei Bildnisse magerer, battlofer Greise mit stillem, in die, Flerne gerichtetem Blick und Innern festem Munde, die den Ansfpruch rechtfertigen. Und doch ist es wieder etwas ganz anderes! Es wäre vergebliches Bemühen, in Worte fas,en zu wollen, was für die einzige Bedeutung eines solchen Mannes das eigentlich Ausschlaggebende ist und ihm die Herzeii des Volks zuwendet. Jedenfalls liegt es wesentlich auf dem sittlichen Gebiete. Dieser Held hat nie das Eigene gesucht: dieser Edelmann hat nicht die leiseste Spur vom Junker an sich; nie Ijlat jemand seine Arbeit herrlicher und bescheidener zugleich getan. Das versteht auch der Geringste, der den Wett einer hohen JUtelligenz nicht zu taxieren In der stolzen und dankbaren Erinnerung seines Volkes wird Moltke fortteben, und die* Gedächtnis wird noch ferne Generationen zu echter vaterländischer Gesinnung erziehen helfen. Das ist das Vorrecht der Gerechten, der makellosen Helden, daß ihr versöii- liches Wesen noch über das Grab hinaus als ein leuchtendes Vorbild, als ein inkarniertes Jsoeal auf die Nachgeborenen wirkt. Aus Stadt und Land. Gießen, 25. Oktober 1913. Ausbau der Schwarzlach. Man schreibt uns: Vor der Lokalkommission wurde gestern über den städtischen Enteigniingsantrag wegen Straßengelände zum Ausbau der Edersttaße usw. verhandelt. Die Verhandlung nahm cm sehr merkwürdiges vorzeitiges Ende, indein der Oberbürgermeister ganz unerwarteterweise seinen Enteignungsantrag zurücknahm, als er sah, daß die Beteiligten auf seine Preisangebote nicht einzugehen willens waren. Das Angebot betrug teils 8 Mk., teils 5 Mk. für den Quadratmeter, während 18 Mk., 25 Mk. und 12 Mk., je nach der Lage gefordert wurden, zumal in der gleichen Lage schon vor 10 Jähren mehr bezahlt worden war, als jetzt seitens der Stadt geboten wurde, in 1909 sogar 19 bis 21 Mk. in dieser Lage bezahlt worden maren. Eigentümlich war die Begründung, die der Oberbürgermeister seiner Erklärung mitgab. Er sagte etwa folgendes: man habe seitens der Stadt der Schwarzlach mal aufhelfen wollen, indem man dort das Bauguartier durch Anlegung der vorgesehenen Sttaßen eröffnen wollte; die Grundbesitzer machten das aber durch ihre übertriebenen Forderungen (Phantasiepreise, wie er sie genannt hatte), unmöglich, und nun könne jeder sehen, daß der Äusbau nicht an der Stadt scheitere, sondern an den Forderungen der Anlieger. .. Mit der Rücknahme des Enteignungsanttags Irenen die Stadt die schon jetzt recht erheblichen Kosten des nutzlos verlaufenen Verfahrens, und man fragt sich, wozu dann der Antrag überhaupt gestellt morden sein mag. Offenbar ist es gar nicht der weiser herauszugeben für alle, welche sich einem der häuslichen Frauenberufe widmen wollen. Das kleine übersichtliche Heftchen gibt genaue Auskunft über alles, was rn den einzelnen Fächern verlangt wird, befpricht auch die genaue Abgrenzung dieser Fächer, die Nachteile und Vorteile der verschiedenen Stellungen; es werden ferner die besten Arbeitsjahre besprochen, die Ho h e der Gehälter, die Notwendigkeit der selbständigen Altersversorgung wie die Invaliden- und Angeste l l t e n v e rs i ch e r u n g. Das Heftchen will vor allem den für einen der häuslichen Berufe besttmmten jungen Anfängerin ir e n die Wege weisen, die sie gehen müssen, u m vorwärts zu kommen, ihnen die Ausfichten zeigen, ine sich den Tüchtigen und Fleißigen bieten und hofft, Müttern und Töchtern eine Freundin zu werden, aber auch die Hausfrauen zu gewinnen, welche bei Durchsicht des leicht zu überfehenden Inhaltes gewiß finden werden, daß die Herausgeberinnen letzten Endes immer dem Wohl des Haufes dienen wollten, weif; doch jede Hausfrau sehr genau, wieviel für das Wohl des Hauses in den Händen der gebildeten häuslichen Hilfskräfte liegt! Das kleine Heftchen, das 'den Titel führt „Der Beruf der Hausbeamtin", ist jederzeit direkt zu beziehen vom All- gc meine liDeutschenVerein für es schien, gleichsam wie ein erhabenes Spiel, auf sich nahm, trug und nach unerhörtem Erfolge niederlegte. Und es war eine Sache von der höchsten vaterländischen Bedeutung, um die unter der strategischen Führung Moltkes gekämpft wurde. Eine außerordentliche persönliche Kraft im ausschließlichen Dienste der würdigsten Sache, — da? ist die einfachste Formel, die dem Verstände erklären mag, was die Gemüter des Volks bei dem Anblick ihres größten Kriegsmanns bewegt. Die persönliche Kraft, dazu rechnen wir nicht allein die Eigen- schasten, die den ausgezttchneten General machen; auch der Charakter gehört dazu, die vollständige, allem irdischen Tande, allen Eitelkeiten abgewandte reine Hingebung an die Sache, die Uner- *) Diese Würdigung des großen Feldherrn entnehmen wir der foeben erschienenen zweiten Auflage voii O. Gildemeifters klassischen Essav'S „Aus den Tagen Bismarcks" (Verlag von Quelle H. Metzer in Leipzig», ein Festgefthenk für jeden Deutschen. Feuer. Das »Feuer, welches aeqen 9 Uhr abends bemerkt wurde, griff mit solcher Geschwindigkeit um sich, daß ui wenigen Minuten das ganze Anwesen in Flammen stand, das aus mehreren Lagerhallen, einer Füklhalle, einer Schwenkhalle, einem Wohnhaus für den Leiter und ^Prokuristen des Taunusbrunnens und einem Wohnhaus tut den Aufseher besteht. Alle diese Gebäude sind bis aus das Wohn- Haus des Leiters Engelhardt abgebrannt. Ter Lrs- scher Kunz konnte nur noch mit Muhe einige Habseligkeiten in Sicherheit bringen Der Schaden, der durch Versicherung gedeckt ist, ist bedeutend. Landwirtschaft. • Schweineseuche im Reiche. Eine amtliche Nach- wehuna über den Stand der Maul- und Klauen,euch^ und der Cchweineseuche (einschl. Schweinepest) im deutschen Reiche ver- östenllicht der „Reichsan,eiger'. Danach waren in Dellen Schweweseuche und °oesl in iahender Seife verteilt: m Starken- bin-n 4 in Kreisen, 11 in Gemeinden, 18 m Gehosten, davon waren neu 4 Gemeinden und 6 Gehöfte; in Oberhessen 1 im.Streife, 5 in «enieinbcu 5 in Gehöften. Rheinhessen war von Schwemefeuche und -pesisrei. Gericht^saal. < Darmstadt, 24. Okt. Ter seht 64 Jahre alte ,öetl- kundiqe" Eaeling aus Walldori genofe bei den Leuten, die nicht abe werden, den Rn' eines besonders erfahrenen und vertrauens- ivürdiacn kum, es müsse doch etwas faul sein. Schließlich wurde eine rtwirf Gericht abgesasste Erklärung vorgeschlagen, wonach die Angeklagten erklären, das; sie sich nach der Beweisaufnahme von der Unwahrheit der angeführten Fälle überzeugt hätten und daß sämtlichen Äerzten des Krankenhauses keinerlei Vorwürfe zu machen seien. Im Vergleich ist weiter gesagt. daß die Angeklagten wegen der schweren Vorwürfe dem Herrn Pros. Dr. Heiden Hain und die übrigen Aerzte des Krankenhauses um Entschuldigung bitten und sämtliche Kosten, auch die der Nebenklage übernelmieu. — Die Angeklagten hinterlegen wegen der Kosten innerhalb von vier Tagen 1000 Mk. beim Okricht. Wenn der Strafantrag innerhalb zweier Tage nicht zurückgenommen werb, nullte in der Sache weiter verhandelt werden. Universitäts-Nachrichter». — Professor Tr. Klebs, Vertreter der alten Geschichte an der Universität Di ar bürg, ist auch noch für das nächste Wintcr sernester beurlaubt. Mit feine crtretima ist, wie wir hören, der Privatdo-enr an der Universität Munster i. W. Tr. Ulrich Kahrstedt betraut worden. — Wie auS Göttingen gemeldet wird, bat der Privatdozent an der dortigen Universität Professor Tr. Otto T o e p l i tz einen Ruf als aufeerordenllicher Professor für Mathematik an die Universität Kiel als Nachfolger von Prof. M. Tehn erhalten. — In va ll e a. d. S. ist am 20. d. MtS. der emeriL Cber- bibliothekar der dortigen Universitätsbibliothek Dr. phil. Oskar ©rulirf) im 70. Lebensjahre gestorben- — Im Alter von 63 Jahren ist der ordentliche Professor der historischen Theologie an der Universität Erlangen Geh. Hofrat Dr. tbeol. et phil. Theodor Ritter v. K o l d e g e st o r b e n. — Ans Kiel >vird geineldet: Auf Grund Allerhöchsten Erlasse- hat der Kllltusm:nister angeordnet, daß die Tozenten der Nationalökonomie an der Kieler Universität auS der philosophischen Fakultät ausfcheiden und in die juristische Fakultät übertreten. Mit Rücksicht hierauf führt diese von nun ab die Bezetch- mnifl .rechts- und staatSwissenschastliche Fakultät'._________________ Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. Münzen mit hem neuen Kaiserbildnis. Zu unserer Notiz in Nr. 24a wird uns aus Berlin milgeteilt, daß noch keine Kronen mit dem neuen Brustbild des Kaisers ge prägt sind, auch dieses Jahr nicht geprägt werden. Ueberhaupi wird Gold die letzten Monate nur aus Privatrechnung der Reichsbank geprägt und dieses der Billigkeft wegen nur in Doppel krön en. Das Reich läßt erst wieder Gold vrägen, sobald der neue Krieasschcm ausgeprägt wird. Nähere Bestimmungen, sind hierüber noch nicht getroffen 9hir dies ist sicher, daß bei dieser Ausprägung sämtliche sechs deutsche Münzstätten milhelfen, während sonst die Ausprägung der Doppelkronen fast mir der Berliner Münze übertragen worden ist, eben weil nur solche auf Privatrechnung erfolgt ist. Dagegen kommen diesen Winter noch für 20 Millionen 5 Markstücke heraus, wovon ca. 54 Proz. das neue Kaiserbildnis tragen. * th. Der Erzbergbau in Ober Hessen hat trotz des schlechten Ganges der Industrie immer noch lohnend zu tun, wie der befriedigende Versand der Gruben beweist, dagegen ist der Versand von Eisenerzen au5 dem Dillgebiet sehr stockend. lUarfte. Ic. Wiesbaden, 23. Olt. Heu- und Stroh markt. Angefahren waren 10 Wagen mit Heu und Stroh. Alan notierte: Heu 6,40- 9,00 Mk. Stroh (Nichtstroh) 4,00—5,00 Mk., Krumm- ftrofe 0,00—0,00 Mk. — F r u ch t m a r kt. Hafer 16,00-17,00 Mk. Alles je 100 Kilo. = Frankfurt, 23. Okt. Nachdem der erste diesjährige Obstmarlt fcter Zentralstelle für Lbstverwertung in Frankfurt a. M. einen guten Verlauf genommen hat, hat das Obstmarkt-Komitee beschlossen, am 30. Oktober in der landwirtschaftlichen Hülle, Ostendstraße, einen zweiten und letzten Obstmarkt abzuhalteu. Da die Preise, lvetche auf diesen Obstmärkten erzielt werden, im allgemeinen recht gut sind, dürste die Beschickung für die Obstzüchter von größtem Interesse sein. Anmeldungen sind mindestens zwei Tage vorher an die Geschäftsstelle der Zentralstelle für Obstverwertuug in Frankfurt a. M., Fichardstraße 58, zu richten._____________________________________________________________ Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Nathausfrage. Gießen, 22. Okt. In den beiden letzten Nummern des Gießener Anzeigers wird für das Rathaus als geeigneter Platz die jetzige Reitbahn borge* schlagen. Es ist dies zweifellos ein ganz vorzüglicher Vorschlag, zumal es einem alten Bolksempsinden entspricht, das Rathaus mitten in die Stadt zu stellen, dort, wo der Markt stattfindet. Außerdem sind, wie erwähnt, die Gmnderwerbskosten sicher nicht hoch, sodaß von der für Instandsetzung der alten Klinik erforderlichen Viertelmillion noch ein erkkecttiches Sümmchen für den Neubau übrig bliebe. Es wären vorerst nur für Bürgermeisterei, Polizei und einige Nebenämter ausreichende Räumlichkeiten zu beschaffen, wodurch namentlich bei Hinzunahme des städtischen Turmhauses vorläufig kein allzu großer Neubau erforderlich würde. Die Bauämter und das Armenamt, die eben ganz in der Nähe am Asterweg ein sehr zweckentsprechendes Heim besitzen, könnten sehr gut noch länger dvrt verbleiben, bis j>ie Mittel zü einem bereits in den Planen vorzusehendeu Neubau vorhanden sind. Die im Turmhaus untergebrachte Kunstausstellung und die Vorschulklasse des Gymnasiums könnten in die jetzige Bürgermeisterei über liebeln, ein Tausch, der fitzr beide Institute, besonders aber für die Schule, sehr vorteilhaft wäre. Um aber noch einen anderen Vorschlag in -Erwägung M ziehen, sei darauf "hingenxefen, daß di Stadl zwischen Markt- lanbenstraße, Kirchenplatz und Schloßgasse ein mehrere taufend Quadratmeter großes Gelände besitzt, das für ein Ratbaus mehr als ausreichend wäre. Die am Krrcirenvlatz stehenden i'kbdnbc sind vor einigen Jahren für mehr als eine Viertelmillion Mark erworben worden, sichen aber jetzt entweder leer, oder bringen doch nur so wenig Miete an, daß sie für die Stadt einen fast ebenso großen Zinsverlnst bedeuten, als tvic die alle Klinik, nur scheinen sich für diesen Verlust unsere ctabirmtcr bis jetzt weniger interessiert zu haben. Während nun das Klünksgelinde parzelliert keincsialls allzu schwer ;u den Selbstkosten vcikäuflich sein wird, dürfte das gleiche Verfahren mit dem Gelände am Kirchenplatz große Verluste ’ür die Stadt bringen, da z. T. für den Quadratmeter bis zu 400 Mk. bezahlt worden sind. Ganz abgcicbcn davon, daß es die Aufgabe einer Stadtverwaltung ist, vor dem Ausbau' der Anßenstadt er ft im $nnem Luft und Licht zu schaffen, und Ruinen zu beseitigen, die den Svott eines jeden Fremden heraussordern, und draußen Gießen mir in den Rus einer sehr rückständigen Stadt bringen, liegt es doch sicher int eigensten Irr- tercnc der Stadt, gerade hier bei dem io außerordentlich teuere^ iveiande Wette zu schassen. Ties kann aber nur dadurch geschehen, daß hier ein größeres öffentliches Ckbäubc errichtet wird, und ein Rathaus wäre wohl mit dos Zweckemsvrechendste, ließen sich dock hier wie z. B. im Franlfutter Rathaus im Erdgeschoß Läden, sowie die längst schon erforderlichen Räume für die Stadtpost, vielleicht sogar ein Ratskeller unterbringen, sodaß mit einem nicht unbedeutenden Mäetscrträgnis gerechnet werden könnte. Da seither in den alten Okbäuöcn Geschäfte betrieben wurden, die ihren Besitzer gut ernährt haben, io dürften die Läden leicht Abnehmer finden, zumal durch das Rathaus und die damit verbundene Erweiterung der Straße und Beseitigung des lebensgefährlichen Engpasses am Einhorn der Verkehr sich zweifellos noch wesentlich Leben wird. Jedenfalls liegt aber die Frage,' wie chird das Gelände am Kirchenplatz am günstigsten verwertet, zum mäv- desieit ebenso im Interesse der gesamten Bürgerichask, wie die BerwerN'.ng der alten Klinik, und es ist wohl deshalb an der 3cu, sich auch einmal bannt zu beschäftigen. FABRIKANSICHT i Salem Aleikum SalemGold Ä i Ci^arerfen. : Preis N? 314 5 6 8 10 ■ 314 5 6 8 lOPfg.d.Sfck.; OrientTabaku.Cfcrareö'ertföbrik.! ^fenidze,Dresden, JnhllugoZiefz-/ : Hoflieferant SMdKorogsvSaAsen äj^Irusffirei! G rr-t < 11 FTTX f Stanfcesmntsnacbricbten. Gießen. Aufgebote: Oktober 17. Ernst Gottfried Find, Bäcker, mit Elisabeth Bender, beide in Gießen 20. Friedrich Zeiher, Gärtner in Gießen, mit Berta Marie Seip in Frankfurt a. M.- Hcddeiuheim. — 21. August Wilhelm Klein, Handlungsgehilfe, mit Margarete Weber, beide in Heuchelheim. — 22. Heinrich lönier. Bahnarbeiter, mit Elisabethe Schleuning, beide in Gießen. — Feist, gen. Ferdinand Landau, Kausrnann in ft am berg, mit Toni Strauß iu Gießen — Elias Böni, Krankemvärier, mit Anna Fenster, beide in Gießen. — 23. Siegfried Georg, Former in Breitscheid, mit Margarete Johanna Lina Schreiner in Dillenburg E beschließ u n g c n: Oktober 18. Johann Peter Ritsert, Svarkassegehilfe, mit Luise Philivpine Henriette Seidewand, beide in Gießen. Wilhelm Hermann Weis, Handlungsgehilfe, mit Josephine Joluinna Brück, beide in Gießen. - Ptter Schart, Taglöhner, mit ftatbarinc Volz, beide in Gießen. — 22. Dr. tzleorg Valentin Funk, Assistent der 3ooloqischeu Station und Lkhramtsassessor in Neapel, mit Wilhelmine Johanna Sauer in Gießen Karl Heinrich Christian Hans Sauer, kornmis sanicher Eisenbahn Unteraftistent, mit Ehristtne Katharine Emilie ftluhnullcr, beide in Gießen Hermann Wilhelm Wiehemcper, Buchhalter in Bünde, mit Elisabeth Margarete Karotinc sniff- müllet in Gießen. Geborene: Oktober 13 Dem Schutzmann Heinrich Georg Heftmann ein sohn, Heinrich Ludwig. - 15. Dem Brauerei aibeiter Heinrich Volk ein Sohu, Heinrich Konrad Hermann — 16. Dem Druckereibefitzer Karl Peter Wilhelm Justus Ebrisi ein Sohn, Wilhelm Helmut. — 20. Dem Backofeubaucr Georg Martini) ein Sohn. Kurt Jakob Dem Schreiner August Krach eine Tochter, Emma. — 22. Dem Modell schlosser Friedrich Htrrl Gräsiughott eine Tochter, Ida Emma Hetta. Gestorbene: Okwbei 16. Marie Stohr, geb. Prasch, 80 Jahre alt, Licker Str. 106. — 17. Luise Weimar, 47 Jabre alt, Licker Stt. 74. — 19. Margarete Eorvinus, geb. Stein, 59 JÄkne alt, Seltersweg 67 - 20. Hemrick Fischer, Fuhr mann. 69 Jahre all, West Anlage 17. — 21 Adolfine Wallenfels, geb. Gerbode, 71 Jahre all, Löberstr 17. — 22. Marie Rai geber, Dienstmädchen, 14 Jahre all, Ludwigftr. 24. veuern. Aufgebote: Okt. 22. Ludwig Ranft III., Glaicrmeister, mit Glijabetba Sufanna Sommerlad. beide in Beuern. Sterbet alle: Okt 21. Wilhelm Weimar, 3 Monate alt. — 24. Philipp Damm II., Stciichauermeifter, 52 Jahre alt. vüdinaen. Aufgebote: Okt. 21. Johann Heinrich Roth, ftänhnann, mit Wilhelmine Ernestine Elisabeth Göckel, beide in Büdingen. Eheschließungen: Okt. 21 Georg Otto Müller, Pfatter in Kirch-Broinback, mit Antonie Johanna Thüring in Büdingen. Friedberg. Aufgebote: Okt. 19. Augustin Jofeph Novotnt), Heizer, mit Emma Schäfer, beide in Wengern. — 20. Kaspar Frohn- apfel, Bureandiener, mit Angelina Kern, beide in Hanau — 21. Georg Adam Gries, Hilfsfeuermanu, mit Franziska Rosine Scheuermann, beide in Friedberg. Wilhelm Heinemann, Asphalteur, mit Elisabeth Mtämer, beide in Frankfurt a. M. Eheschließungen: Okt. 17. Johannes Blößer, Fuhr- knecht, mit Barbara Lang, beide in Friedberg. Geborene: Oki. 17. Dem E^erichlsschreibergehilsen Heinrich Christ eine Tochter, Elise Lina Emrnt). — 20. Dem Kaufmann Ludwig Stern ein Sohn, Kurt Rudolf. Sterbefälle: Okt. 15 Christine Ehrhardt, geb. Svamer, Witwe, 79 Jahre all. — 19. Adam Lcipold, Kaufmann, 61 Jahre alt. — 22. Emma Eich, 9 Jahre alt. • Grohen-Linden. Geborene: Okt 13. Dem Weißbinder Philipp Sckimidlll. eine Tochter, Elisabeth Pauline. — 15. Dem Laborant Louis Bielmelltt II. eine Tochter, Paula Marie. Grünberg. A u f g e b o t e: Oktober 18. Heinrich Wilhelm Albrecht Großhaus, Schuhmacher in Grunberg, mit Maria Katharina Weitzel in Brauerschwend Heuchelheim. Aufgebote: Okt. 17. August Wilhelm Klein, Handlungs- gchilte, mit Margarete Wevtt, beide in Heuchelheim _____„ tt or Dcm Sckmeidergefellen Otto Hof- K - 7", -OÄ'/’0an;5- Sj(I’rcb - lü- Dem Taglöhner Heinrich ZrÄÄ. X Ä. Ä' - “ Tcm M“* Wcbottnc: Oki. eine Tochtn, Frieda. — ein Sohn, Walitt. Ulein-Linden. Dem Dreher Wilhelm Deibel III. id. xkm Hilfsichaftner Wilhelm Klein Stcrbcfälle: Okt. 18. Frieda Deibel, 6 Tage alt. Langsdorf. Geborene: Okt Dem Kauftnann Hermann Oppenheimer nnt Dvchrcr. — ^em ^onmermann .Heinrich Schmior I. ein Sohn. Laubach. Sterbefälle: Oktober 17. Katharine Jochem, geb. Diehl, 69 Jahre alt. — 23. Katharine Stengel, geb. Braun, 77 I. alt. Lich. Eheschließungen: Okt. 21. Wilhelm Koch, Pfatt« assistent in Neustadt i O., mit Hermine Elisabethe Johannctte Margarete Seipp in Lick. Sterbefälle: Okt. 5. Joseph llrbamr. ftvlnhäufen bei Lich, 14 Tage all. — 18. Heinrich Uhrhan III, Maurermeister und Feuervisitator, 59 Jahre alt. Lollar. (W e b o r c n c: Oktober 11. Dem Dachdeckermeister Ludwig Niederhöfer ein Sohn, Karl. — 19. Dem Landwirt Heinrich Geißler VIII. ein Sohu, Ernst Heinrich. Sterbefälle: Oktober 21. Georg Schwalm, 11 Jahre alt. Nidda. Aufgebote: Oktober 11 Otto Scbu'öbel, Möbelzeickner, mit Johauette Luft, beide in Nidda 13 Wilhelm >?rinrid) Muller, Kaufmann zu Enkheim sKr. Hanau, mit Marie Seum in Nidda. Geborene: Oktober 16. Dem Bahnarbeilcr Karl Müller II. eine Tochter, Erna. Schotten. Aufgebote: Oktober 21. Karl Möbus, Landwirt, mil Wilhelmine ölh'altctlic Appel, beide in Schotten. — Heinrich Wilhelm Sckütz Maurermeister in Schotten, mit Anna Schütz in Götzen. -- 22. Theodor Hofmann, Weißbinder, mit Emma Herzberger, beide in Schollen. — 23. Karl Weitz, Fabrikant, mit Luise Keil, beide in Schotten. Geborene: Oktober 16. Dem Tienstknechl Jakob ffboli eine Tochter, Emilie. Vaßenborn-Steinberg. Aufgebote: Okt. 22. Hermann Rullmann, Bäckermeister in Nidda, mit Maria Häuser in Steinberg Geborene: Okt. 11. 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