Erstes Blatt TQnstag, 25. Februar M3 165. Jahrgang ’ämer liebe Fran, hmaier. eis irr it München, erbliebenen. gibt auch bereits im Herbert „Tie Gc-- ante >3 Uhr, 1324 ebenen; 1. Nr. 47 Der Sletzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich qsvrei 5: monatlich75M„viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstelle.: nionnt(id) 65 Pf.; durch diePost Mk.2>— viertel« jährt, ausschl. Bestellg. Zeilenoreis: lokal löPf., auswärts 20 Piennig« trheiredakteur: A Goetz, Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Fenille" ton",„Veriniichles" und „Gerichtsfaal": K. Neurath; für „Stabt und Land": E.Heß; für bei: Anzeigenteil: H. Beck. hundert stantmen können, und mit Säulen, die man in das 8. oder 9. Jahrhundert setzen kann. Augenscheinlich ist also jene! Gestaltung wieder ans Licht getreten, in der nach den großen Bränden der Krvpta zu den altchristlichen Formen neue Elemente bereits getreten waren. Die Verwüstung der uralten Kirche ist leider so graf;, daß man an eine Herausschälung der alten Form nicht denken tonn; der Leiter der Arbeiten G. G- Giovenale wird sich daraus beschränlen müssen, die Ueberrefte der Basilika zu retten und dem Bau im übrigen ein modernes organisches Aussehen zu verleihen. If. © i it c M aschine zu'M Um blätter n. Jeder Klavier-- spieler und jeder ausübende Musiker überhaupt .nnpfindet es äußerst unangenehm, wenn er die Noten umblötterir muß unb dazu keine Hand frei hat. Ein sardinischeriLehrer bat hierfür eine Abhilfe geschaffen. Er hat nämlich, wie der „(Sortiere" mitteilt, eine kleine Maschine erfunden, die das Umblättern besorgt: ein Hebel, der am Ende einen Gummiknopf trägt, verschiebt Hiuuichst den Blattrand, dann greift ein zweiter unter die entstandene Wölbung und klappt das Blatt um'. Die ganze Maschine ist an einem Rahmen angebracht und der Gröhe nach verstellbar, so das-, sie für jedes Notenformat brauchbar ist. Tie Auslösung der Maschine wird mit dem Fuß bewirkt. Leider nennt das . Verschnitt Walltorstrji,1 schwach. Zwischen der.Hauptlinie und ben feindlichen Bat- terie.it entwickelte sich ein kleineres Artilleriegefecht. _ Tie militärische Lage vor B u l a i r ist unverändert. Bei T s ch a- t a l d s ch a treten die Bäche ans den Ufern und erschweren die Bewegungen der Rekognoszierungskolonnen. In dem Kampfe, der westlich von Alpassan bei Tschataldschcr stattfand, hatten unsere Truppen 5 Tote und 22 Verwundete. Tie Verluste des Feindes sind bedeutend größer. Tie Vermittlung der Mächte in der rumänisch-bulgarischen Frage. Sofia, 24. Febr. (Ägcnce Bulgare.) Die Regierung übergab den Vertretern der Mächte die Antwort auf deren gestrigen Schritt. Die Regierung erklärt, daß sie int Vertrauen auf den hohen Gerechtigkeitssinn der Großmächte deren Vorschlag, sich bezüglich der Lösung des rumänisch-bulgarischen Streitfalles der Entscheidung der sechs Möchte zu fügen, an nehme, falls ihn auch Rumänien akzeptiere. Das „Berliner Tageblatt" will aus Berlin erfahren haben, Deutschland vertrete den Standpunkt, daß die. Stadt Silistria nach Abtretung der strategisch maßgebenden Forts und Höhenzüge Bulgarienverbleibt. Da auch die Triple-Entente zweifellos dem zustimmen wird, so dürfte auch Rumänien, falls es gewisse Konzessiv-- nen an der Küste des Schwarzen Meeres erhält, dieser Grenzregulierung zustimmen. * SiehencrZamiliendlätter, zweimal wöchentl.Nrelr- blatl für öei! Kreis Gnefoen (Dienstag und Freitag) ; zweimal mönatl. Landwirtschaftliche Zeitsragen sterujprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, General-Anzeiger für Oberhessen für die Tagesnuminer Rotationsdruck und Verlag der Briihl'schen Univ.-Buch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchuistraße 7. vts vormittags p llhr. BSd'.ngen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße {6a. Gesetzes, welches eine allgemeine, den verschiedenen Besitzformen gerecht werdende Besitzsteuer vorschreibt,, spätestens am 1. Oktober 1913 in Kraft. Der Gesetzentwurf ist dem Reickzstage bis zum 30. April 1913 vorzulegen." Allzuviel Zeit haben die verbündeten. Regierungen also nicht mehr, und wenn auch, wie schon betont, der Beschluß einer Ermäßigung der Zuckersteuer rückgängig gemacht werden dürfte, so bleibt doch van !der alten Militäraorlage noch immer ein Rest von etwa 25 Millionen Mark, zu denen noch die mehr als 100 Millionen. — ivird doch sogar von Beträten bis zu 150 Millionen gesprochen — der neuen Militärvorlage treten. Wie die Deckung hierfür beschafft werden soll, darüber sind bis jetzt nur Vermutungen laut geworden, aber das ist jedenfalls klar, daß auch eine V e s i tz'st c u e r in dem Rahmen, wie sie bisher gedacht wurde, dafür nicht ausreichen dürfte. Gegen die am nächsten liegende Reichsvermögenssteuer sträubten sich bisher die Einzelstaaten, gegen die Erbanfallsteuer wehren sich Konservative und Zentrum: die Vermögenszuwachssteuer ist von Seiten der preußischen Regierung abgelehnt worden, und der Plan, dem Reiche die Stempelsteuern und den Einzelstaaten dafür die direkten Steuern zu überlassen, ist auf allgemeine Ablehnung gestoßen. Die Lage ist also gegen das Vorjahr um nichts klarer, sondern vielmehr durch die oppositionelle .Haltung des Zentrums noch viel prekärer geworden, so daß es, ob auch verfrüht, so doch begreiflich ist, wenn sich die Gerüchte über eine angeblich in Aussicht genommene Auflösung des Reichstages verstärken und die Parteien in Bezug auf ihre Organisation dieselbe Taktik befolgen, die für das Deutsche Reich angesichts der Weltlage und der Haltung seiner Nachbarn eine zwar bittere aber unabweisliche Notwendigkeit ist, nämlich: die Rüstungen zu verstärken! Wi ' vor foenf Kriegsende?" Wieder machen sich Anzeichen bemerkbar, daß nicht etwa, wie Mehrfach gemeldet worden war, eine große Schlacht bei Bulair in Vorbereitung ist, sondern daß die Waffen allmählich zur Ruhe kommen. Nichts Neues auf dem Kriegsschauplätze, so lautet der letzte Bescheid, und aus Sofia nrirb melancholisch hinzugesügt, daß auf allen Operationsplätzen Schnee gefallen sei. Das ermuntert nicht zu großen Taten. Nach einer freilich nicht sehr zuverlässigen Meldung der Berliner „Morgenpost" hat Schukri Pascha, der Verteidiger von Ad'rianoHel, "in entehr Funkentele- grammm nach Konstantinopel mitgeteilt, daß er sämtliche Pferde l-abe töten lassen, um für die Bewohner Nahrung zu schaffen. Die Kapitulation sei unvermeidlich, wenn den Besatzung nicht innerhalb 14 Tagen ein Ausfall ermöglicht werde. Ter Tapfere hofft also auf einen Vorstoß der türkischen Tschataldschatruppen. Tie aber liegen still wie zuvor. Dagegen ist von einem Kriegsrat unter dem Vorsitz des Großwesirs wieder einmal ein Oberkommandierender wegen Unfähigkeit abgesetzt worden. Ferid Pascha der Oberkommandierende der Dardanellen-Truppen, soll die Verzögerung der Truppenlandung in Scharköj verschuldet haben und daher von seinem Amt entbunden worden sein. Das zeigt wieder einmal, daß es um die Organisation des türkischen Offizierkorps recht schlecht bestellt ist. Wir erhalten folgende Nachrichten: Schnee auf dem Kriegsschauplätze. Sofia, 24. Febr. Nachrichten von dem Kriegsschauplätze besagen, daß auf allen Oper atio nslinren große Sch nee mengen vorhanden sind, durch die die militärischen Operationen.einige Tage gehüidert werden. Ern türkischer amtlicher Kriegsbericht besagt: Im Laufe des Sonntags bombardierte der Feind Adrian opel, doch war die Kanonade nur Deutsches Reich. Hinsichtlich der Universität Frankfurt a. M. erklärte der Kultusminister im Budgetausschuß, es sei noch nicht sicher, ob die Universität schon zum 1. Oktober 19 14 eröffnet werde. Bei der Besprechung der finanziellen Verhältnisse der Universität führte ein Regierungs-» kommissar aus, daß die wesentlichen Einrichtungen bereits voc- handen seien, so die Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften, die naturwissenschaftlichen Institute «Senckenberg), die Krankenanstalten und Bibliotheken (Stadt und Rothschild). Schon jetzt würden 600 000 bis 700 000 Mk. ohne Krankenhäuser jährlich aufgewendet. Künftig würden jährlich 1,4 Millionen, wiederum ohne Krankenhäuser, zur Verfügung stehen. Die letzteren würden nach den Verhältnissen der Universität Breslau berechnet und jährlich etwa 700 000 Mk. erfordern, so daß jetzt im ganzm 2 100 000 Mk. jährlich zur Verfügung ständen. Dazu kommt ein gesicherter Kapitalbestand von 8,3 Millionen Mark. Hieraus seien für Bauten 2,5 bis 3 Millionen Mark zu entnehmen, 2 Millionen Mark zu einem festen Reservefonds unter Zuwachs der Zinsen, während der Rest zinstragend angelegt werde und tatsächlich als Reservefonds für spätere Bedürfnisse diene. Zulassung von Ausländern andenUniversitäteN. Im Budgetausschuß des preußischen Abgeordnetenhauses fand eine Aussprache über die Zulassung von Ausländern an den Universitäten statt. Aus mehrere Beschwerden aus der Mitte des Ausschusses wegen ungenügender Vorbildung und besonderer Rücksichtnahme auf ausländische Doktoranden erklärte der Kultusminister, das weitgehende Gastrecht an den Universitäten sei für Deutschland von großem Werte, da durch die studierenden Aus läuder für spätere Zeiten nützliche Beziehungen zu ml Auslande angeknüpst würden. Voraussetzung sei aber, daß die Ausländer das Gastreckt zu würdigen wüßten und das Studium der Heimischen nicht beeinflußten. Die Gebühren für die Zulassung zu den Instituten seien eingehend verdoppelt worden und es würden in neuerer Zeit bezüglich der Vorbildung tunlichst die gleichen Anforderungen gestellt wie bei den Jnläirdern. Der Hallesche Studentenslrei? sei veranlaßt worden durch unrichtige Handhabung cincs Ministerialerlasses au5 dem Jahre 1896. Remedur sei geschaffen worden. Jetzt würden an allen Universitäten die Studenten zu den Kliniken nur zugelassen, welche das Physikum bestanden hätten. Weitere Maßnahmen zur Beschränkung der Be-- suche der Ausländer an den Universitäten seien erwogen worden, doch seien sie noch nicht abgeschlossen. Mehrfach werde alsdann noch verlangt, daß wie in München nur ein bestimmter Prozentsatz der Studierenden Ausländer seien dürften. X 4.50 Mk. usw. reiten, das Mete I 10,1.20 Mk. la*/! iCi PABVEBEINIG^I Ein Mn zur Schme Mg des polareres. sss darf als geschichtlich erwiesen gelten, daß in prähistorischen 'Zeiten die arktischen Polargegenden sich emeS bei wertem milderen Limas zu erfreuen hatten als jetzt. Beweis dasur smd die zahlreichen Reste des Mammuts und tropychen Pflanzen, die ntan m äer heutigen Eiszone gefunden hat. Auf welche Ur>ache dre allmahnche Abkühlung der arktischen Gebrele zuruckzufuhren ist, dieses Raffel hat die Wissensck-aft noch nicht zu losen vermocht. Nach einem ianadischen Gelehrten, Professor Mae Lonnan, ist bre Vereisung des Polargebietes nicht auf eine llrinaniche Veränderung zuruck- zuführen, die geologische Phänomene im Gefolge hatte An der ßcgenivärtigcn Gestalt der arllischen Gebrete hat pch mchts geändert, leitdem die Erkaltung eingetreten 0t, so daß. der Schluß gestattet ist, daß die Veränderung rem Molkige Urlachen hat, erster Linie die Vereisung der beidm großen Zuchten, den Llrktrlchen Ozean einerseits und den Pazlfischen Coian anderer,elts v binden, das heißt also der Behrmgstraye und der ^avrsstraße^ Ehemals war der Arktische Ozean ern vfienes Mttr rn das die beiden Zweige des Golfstroms und der Kuro-^ivo ungehindert nntraten Gerade diese beiden warmen Strömungen dursten aber, so sonderbar es klirren mag, die Katastrophe hmoeigemhrt haben, mdenr sie von der Polarzone LlsmaNen ^lösten die nun Öre genannten Wasserstraßen versperrten und ^ Mbanx bildeten, Die sich jetzt wie eine unüberstergvare Barrtere zwischen dem Polar mecr und den anderen Ozeanen aufturmt. ??s. d°larmeer, da tun dieses warmen Zustromes beraubt war, kühlte sich allmählich ab, bis die ganze Wasserfläche tu Eis verwandelt war. Im übrigen aber dürfte .auch heute noch mit Ausnahme der erwahntm Lisbank die Eisschicht der Polargebiete von temer ^-MMwßen Stärke sein. 9)tac Lonnan beantwortet m^n Menage, , nötig wäre, um den alten Zustand wreder herzustellen ^sg, mau müßte den warmen Strömungen wieder den ^eten Jutntt in das Polarmeer verschaffen. Die schwemmende Sauere, bie den arktischen Ozean t»on .den anderen Meercm.^ennt muMe be Icitigt und die Eisbank zerstört n;erben. ^^ luarmen Strome von selbst besorgen. g^[[ reckstlung zeigt, daß eine Strömung von Grad über .tun von der Größe des Golsstromes und des Kuro-stvo 1006IW Bieter Eis pro Tag zu schmelzen vermochte,, und Prose sor ^ca Lonnan hat berechnet, daß nut 1»«/^ Jimf Mr• ' um aus diese Weise die ganze Eismaße des Polarmeere., zuu Schmelzen zu bringen. neu rrößter Auswahl I vom Stück das i, 1.1(1 Mk usw.; 50, fö-MPfg. 31 VTö. ä.OO, k.«i, 'fi Mk. usw. usw. >tte das Meter zu .60 Mk. usw. usw. italienisckw Blatt nicht den Namen des Erfinders und sonst keine weiteren Einzelheiten an, ob die Maschine Handel zu haben ist, ober nicht. - Drei einaktige Versfuß spiele : Eulenber g s. „Die Welt will betrogen fein", * * « ,» w* II ff*1?, Wehrvorlage und Deckung. Unser Berliner Mitarbeiter schreibt uns: Die Balkanrechnurrg schwillt allgemach zu einer unheint- Achcn Läwge an, denn zu den unmittelbaren Kosten der am Kriege selbst, beziehnnasweisc an den dadurch bedingten Mobilmachungen Beteiligten gesellen sich die mittelbaren Losten für die anderen Großmächte in Gestalt einer Steigerung der Kriegsrüstungen. Nicht nur weil die internatw- rale Spannung durch die Austragung des Balkankonfliktes eine erhebliche Verschärfung erfahren hat, sondern weil das Schicksal der Türkei eine Mahnung für alle Staaten in trponiertcr Stellung darstellt, empfindliche Lücken in der Rüstung auszubess-em, bevor es zu spät ist. Die durch den Balkankrieg nicht etwa hervorgerufenc, «her gesteigerte Spannung hat in Frankreich beredten Tusdrnck gefunden in der phrasenreichen Antrittsbotschaft Les Präsidenten Poincare, der die „grausamen Prüfungen Don 1870" wieder au fleben ließ, und in der Rede des Lriegsministcrs Etienne, der zur Opferwilligkeit gegenüber den neuen Mllitärsorderungen mit dem vielversprechenden .Hinweis darauf mahnte, daß „die Besiegten von gestern die Sieger von morgen sein könnten". Diese Hoffnungen und diese Revancheträume gründlich zu zer- ilören, das ist der Zweck der erneuten militärischen Dkü ftu n g en, welche das deutscheVolk auf sich nehmen ! soll. Und in einer Beziehung ist Deutschland hier den Franzosen jedenfalls weit überlegen. Diese sind zwar noch imstande, durch allerlei Heine Mittel und das große einer Lerlängerung der Dienstzeit die Friedensstärke zu erhöhen, -der einer Vermehrung der Kriegsstärke stellt sich der durch den Stillstand in der Bevölkerungsbewegung bedingte und schon jetzt sehr fühlbare Rekrutenmangel entgegen. Ein solcher Mangel kommt für uns trotz der stark übertriebenen Klagen über den Geburtenrückgang für absehbare Zeiten nicht in Frage, und so handelt cs sich für uns auch bei der neuen Militärvorlagc nur um eine Geldfrage. Aber auch das ist eine Frage, denn zum Kriegführen ge-.cren nach einem bekannten Worte mc allem drei'Linge, nämlich Geld, Geld und nochmals Geld. Gewisse militärische Kreise in Deutschland, in deren Dienst sich einige Zeitungen gestellt haben, die sich den Anstrich des Offi- ziösentums geben, suchten freilich diese Tatsache zu ver- ^schleiern, indem sie die Losung ausgaben: erst Rüstung, r Dann Decku'ng! So verkündete der Chorführer in diesem Konzert der Scheinoffiziösen, der Berl. „Lokalanz.": „Mag der Reichstag hinterher darüber beraten, welchen Weg er einschlägt, um die großen Mittel aufzubringen: in erster Linie muß die .Heeresvorlage unter Dach und Fach fein". J Aber die „Nordd. Allg. Ztg." hat darauf prompt erwidert, ,,daß an allen maßgebenden Stellen Uebereinstimmung j dahin besteht, daß die Militärvorlage und die Bor- Lage über die Deckung der neuen Forderungen t gleichzeitig dem Reichstage zugehen sollen". Tas muß in der Tat nicht bloß als die Vorbedingung I eines gesunden Finanzgebahrens bezeichnet werden, sondern | die Mehrheit nicht nur dieses, sondern wohl auch jedes I anderen Reichstags wäre für eine andere Taktik schwer- I lich zu haben. Ist doch heute die Rechnung der letzten I Militärvorlage noch nicht völlig beglichen, selbst dann nicht, I trenn die vom Reichstag beschlossene Ermäßigung der Surfer ft euer wieder, wie es aller Wahrscheinlichkeit nach feer Fall sein wird, rückgängig gemacht werden soll. Auch in diesem Fall wären von der letzten Militärvorlage noch . »und 25 Millionen Mark zu decken und zwar nach Maß- t Zabe des Reichstagsbeschlusses vom 21. Mai 1912: Die im Artikel 5 des Gesetzes, betreffend die Aendcrnngcn -int Finanzwesen vom 15. Juli 1909 vorgesehene Ermäßigung feer Zuckersteuer tritt sechs Monate nach der Einführung cmes So ungeheuerlich dieses Projelt auf den erstens Wick erscheinen mag, so ist es sicherlich nicht unausführbar. Ter Minister des Innern von Kanada bat es ernster Erwägungen für würdig bc- fnnden und die kanadische Regierung hat Anstalten getroffen, um Cngland und die Vereinigten Staaten für das Umernehmen zu interessieren. Diese beiden Staaten sollen eventuell einen Teil ihrer Flotte zur Verfügung stellen, um die/Eisbank durch mädnige Torpedos zu zerstören und die Trümmer durchsbekannte Verfahren zu vernichten. Der Angriff müßte gleichzeitig in Ostgrönlano, in der Behringstraße und in der Davisstraße erfolgen und sich^nach Nordwesten fortfetzen. Mae Lonnan zweifelt nicht daran, daß die Eisbank an der Stelle, wo sie die warmen Strömungen unterbricht, in drei Stücke zerschnitten werden kann, und daß sich nunmehr diese warmen Ströme auf das Poleis stürzen werden, um hier ihr Zerstörungswcrk zu beginnen und zu vollenden.. Bei alledem ist in Betracht zu ziehen, daß Labrador etwa aus derselben Breite liegt wie England, Neufundland auf derselben wie Nordfrankreich, Grönland wie Norwegen rmd Kamtschatka wie England. Wenn sich Europa trotzdem eines so milden Klimas erfreut, so verdanli es dies dem' Eim'luß des offenen Meeres. Auch die arktischen Gebiete, die am' Meer liegen, mürben sicherlich von dem milden Seeklima profitieren, wenn man die Gewässer, die sie umgeben, frei machte. Der Einsatz für das Unternehmen ist also sicherlich Nicht gering. Handelt es sich doch int Grunde,um nichts Geringeres als um die Möglichkeit, Kanada, Grönland, Alaska und Sibirien ihr früheres Klima wiederzugeben, Eiswüsten in bewohntere Gegen-- dcm zu verwandeln und Gebiete, die jahrtausendelang ansge- storbcn waren, wieder zum Leben ztr erwecken. * — Di e Wiederherstellung der Konstantins^- Basitika. Die alte Konstantins-Basilika des Täufers in Albano bei Rom, dieses ehrwürdige Bauwerk frühchristlick)er Kunst, das nach dem Liber Pontificaliö von Konstantin dem Großen erbaut wurde, hatte schon zur Zeit Leos III. (795—816) sehr gelitten und wurde dann bei denlgroßen Erneuerungsarbeiten des 18. und 19. Jahrhunderts so völlig umgebaut, daß sie ein ganz modernes Aussehen erhielt. Wie in der „Kimstchronik" be richtet wird, sind nunmehr die W ie d er her stel lu n g s a rb ei ten des ursprünglichen Bauwerkes kräftig im Gange und von Erfolg gekrönt. Man stieß in diesen Tagen auf die Hebe r r e ft e einer Krypta mit Kapitalen, die recht >vohl aus dem 4. Jahr-- schwister", „Die Wunderkur" erzielten bei ihrer gestrigen Ur-- ouffübrung_ im Neuen Schauspielhause zu Königsberg t. Pr. lebhaften Heiterkeitserfolg. Namentlich „Die Gesclfloister" gefielen burd ihre nntzigen Verse und die Handlung. Direktor Geißel hakte, wie unser Königsberger Mitarbeiter drahtet, für geschmackvolle Inszenierung gesorgt. — Konzert skan dal. Aus Prag, 24. Febr., nnti> gemeldet: Bei der heutigen Aufführung von Arnold Schönbergs „Lieder eines Mondsüchtigen" inr Konzert des Prager Sbammer- musilvereins, der vornehmsten Prager Musikvereinigung, kam es zu einem ungeheuren Skandal. Der größte Teil des Publikums zischte, johlte und pfiff. Das Programm wurde bei immer steigendem Samt ungekürzt erledigt. Schönberg war anwesend. Die Sladi.vcrordnelenin Düsseldorf beschlossen aus Anlaß des Regiemngcjubiläums des Kaisers eine Kaiser-Wilhelm-II.-Stiftung in Höbe von einer halben Million für Zwecke der Jugendpflege zu machen und genehmigte ferner anläßlich der hundertjährigen Zugehörigkeit Düsseldorfs und des Dicinlcurdes zur Krone Preußens im Jahre ,1915 eine große Ausstellung unter der Devise „Aus 100 Jahren Kultur und Kunst" zu veranstalten. Zur mecklenburgischen Verfassungsfrage wird dem „Rostocker TTnaeiger" von zuständiger Seite mitgetcrlt: In Verfolg der dem Sanne bekannten Bestrebungen der großherzoglichen Negierung, eine Neiorm der bestehenden Landesverfassung, tunlichst im Einvernehmen mu der derzeitigen Landesvertretung, also in Gemeinschaft mit den beiden Ständen, Ritterschaft und Landschaft, zustande zu bringen, fanden in der jüngsten Zeit erneute Besprechungen mit den Mitgliedern der beiden Stände statt, welche die Herbeiführung des vorgedachten Zieles sum Gegenstände haben. Tie Besprechungen werden fortgesetzt und voraussichtlich noch längere Zeit dauern. Alle Pressemittei-- lungert über die bisherigen Ergebnisse und angeblich geplante Maßnahmen sind unrichtig und entbehren jeglicher Begründung. Der „herausgeschmtfsene Pachter". Aus Elbing wird berichtet: Auch der Landwirtschaftliche Verein Lenzen trat in einer Entschließung für den kaiserlichen Pächter Sahst ein, der Rehberg so lange bewirtschaftet habe, „wie fein anderer Landwirt". Zu Beginn der Sitzung hatte der Vorsitzende festgestetlt, daß in der Versammlung wohl jeder Landwirt den Petguscr Roggen schon lange angebaut habe. Von den Lenzer Landwirte^ hat noch reiner Petguser Roggen gekauft. Ein Denkmal für Alexander v. Blomberg. Aus Anlaß der am vergangenen Donnerstag in Berlin vollzogenen Tenkmalseinweihung für den Freiherrn Alexander von Blomberg, der vor hundert Jahren am Königstor in Berlin gefallen ist, hat zwischen dem Fürsten Leopold zur Lippe und dem Kaiser ein Dcpeschenwechscl stattgefundcn. Das Denkmal ist von Lipper Landsleuten errichtet worden. Ein sozialdemokratischer Lehrer zur Dienstentlassung verurteilt. Der Volksfchullehrcr Emil Sonnemann in Bremen ist vom Disziplinargericht wegen sozialdemokratischer Propaganda in den Arbeiterjugendvereinen zur Dienstentlassung verurteilt worden. Au-lanv. Aus M exiko wird berichtet: Die genauen Umstände des Todes Matz er os und Suarez' sind noch unbekannt. Huerta erklärt, Madero und Suarez seien zufällig bei einem Zusammenstöße der Wache mit Maderos Anhängern gefallen, die versucht hätten, die Gefangenen zu befreien, de la Barra erklärt, die Gefangenen seien getötet worden, als sie zu entwcici-en versuchten. Keiner von beiden sagte, wer die tödlichen Schüsse abgab, vielleicht sind sie beiden unbekannt. Das Volk steht in der Mehrheit den amtlichen Berichten skeptisch gegenüber. Am Sonntag war die Stadt ruhig. Die Regierung versichert weiter, sie werde die Umstände des Todes Maderos und Suarez untersuchen und die Schuldigen bestrafen. Aus Stadt und Land. Gießen, 25. Februar 1913. Eine Warnung vor Auswanderung. Es wird auch heute noch vielen in unserem' Vaterland zu entf, teils aus diesen, teils aus jenen Gründen; heute aber hat wohl mehr als je das Wort Geltung: Ob Osten, ob Westen, Daheim ists am besten! Für die Auswanderung nach Brasilien wurde von getvisser .Seite in den letzten Jahren und wird auch heute lebhafte Propa- ,ganba gemacht. Verschiedentlich ist in der jüngsten Zeit vor Brasilien gewarnt worden; nun wird in der „Volksst." der Brief Lines vor einem Jahre mit einigen Freunden nach Sao Paulo «rusgeivanderten Frankfurters abgedruckt, der auszugsweise der weitesten Oeffentlichkeit mitgeteilt zu werden verdient. Der Frank- ftirter schreibt: „ . . . Die Handwerker, die auf das Land gehen, fomimen all« wieder zurück, wenn noch Geld vorhanden ist zur Rückreise, .sonst sind sie gezwungen, auszuhalten. Von S. Paulo sind 7 deutsche Familien auf das Land, kamen aber drei Tage hernach wieder zurück, da das Land zu schlecht und kein Trinkwasser vorhanden war. Mußten auf eigene Kosten (100Milreis—130 Mk.) zurück pro Familie. Nun sind alle hier und suchen Arbeit. Die guten Kolonien sind alle besetzt und auf den schlechten gehen alle Äend zugrunde. Wir hoben alle Deutschen, die auf Kolonie waren befragt, aber alle raten entschieden ab. Habe mir verschiedene Kolonien angesehen, aber wie sehen alle aus. Das ■fann ich nicht niederschreiben. Wenn cm Handwerker nach hier kommt, so muß er mindestens 2000 Mk. haben, damit er die ersten fünf Jahre etwas zum Zusetzen hat. Denn an ein Einkommen ist die ersten 5—6 Jahre (wenn man es so lange aushält) nicht zu denken. Wir sind hiersauf der Sxt'bergc, 10 deutsche Familien. Wären aber alle nicht von Deutschland fort, wenn :iic gewußt hätten, was sie jetzt wissen; selbst ich nicht. Wenn es einigermaßen geht, fahren alle wieder zurück. Wenn man hier 10 Milreis —13 Mk. verdient den Tag, so braucht man alles, hier ist es zu teuer. Die Behandlung geht auf Kommando Und wie. Diejenigen Deutschen, die hier Geschäfte habet, betrügen einem noch mehr als die hiesigen Brasilianer. Da man die Sprache nicht versteift, ist cs sehr sckuver, mit den Leuten zu verkehren. Hier ist alles sehr schmutzig. In den Verkaufsläden und Metzgereien ist alles schwarz vor lauter Fliegen. Man hat keinen Appetit zum Essen. Wir sind alle von den Fliegen nnb Wanzen zerstochen wie ein Reibeisen. Mir wurde mein lieber- zieher vom Gepäck heraus gestohlen auf der Bahn. Gestohlen 'wird in Brasilien sehr viel. Ich rate keinem, nach hier zu kommen ; cs soll ein jeder bleiben, ioorer ist. In Deutschland hat kä der geringste Arbeiter besser als Trier ein guter. Denn hier hat man kein Reckst. . . . Der Liter Milch kostet 600 bis 700 Reis = 78 bis 91 Pfg., eine Flasche Bier (»/* Liter) — 500 Meis, Rindfleisch das Kilogramm 1,60 Mk. (hat aber keine Kraft in sich), Hülsenfrüchte kosten mochmal so viel wie in Frankfurt. Ein Zentner Kartoffeln kostet 35 Mk., ein Kilogramm Kaffee kostet 2 Mk. Kleider, Schuhe, Wäsche kostet: das Doppelte wie bei Euch. Ein Kilogramm Butter kostet 8,40 Mk., eine gewöhnliche Zigarre kostet 28 Psa., Eier kosten das Sttick 13 bis 89 Pfg., ein kleiner Kopf Kraut 80 Pfg.; sämtliches Gemüse ist nochmal so teuer. Steinkohlen und Briketts gibt es nicht bei kleinen Leuten, sondern nur Holz und Holzkohlen, 30 Pfund 8,70 Mk. Ein Liter arüne Bohnenschoten 1,35 .Ml. Das nftire so ziemlich das Wichtigste. Ein Kilogramm Mehl 90 Pfg." Da muß einem das Fell ganz bedeutend jucken, wenn er dieser eindringlichen Warnung zum Trotz AuSwandernngsgelüsten nach einem Lande nachgibt, über heften Arbeits-, Scbtn« und gesundheitlichen Verhältnisse er sich nicht vorher genau orientiert hat, utnh zwar bei Stellen, die zuverlässige Auskunft urteilen können; eine solche ist u. a. die Zentralauskunftsstelle für Auswanderer zu Berlin, Am Karlsbad. ** Tageskalender für Dienstag, 25. ftebr.: Stabt- t he ater: .Mein Freund Teddy.' Ankang fi llfjr. Hess. Vereinigung für Volkskunde. Vorträge: Pr. med. Martin atifl Bad-Nauheim: Das Brennen mit dem HuderttiSschlussel zur Vorbeugung und Heilung der Tollivnt. — Plärrer SD. Schulte-Großen Linden: Die Fluruameu-Sammlung und die Kirchen- bezw. Gemeinde-Rechnungen. Abends 8M Uhr [in Eafe Metropol. . L. U. Dr. phil. et med. vet. A. R. Walther» der sich an der LandeSuniversitat für das Fach der Land- wirtschaft zu habiltlicren wünscht, wird am Mittwoch, 2 6. Februar, um 6 Uhr in der kleinen Aula feine Probevorlesung über .Die Bedeutung der Mutationen für die HauStterzucht* halten. ** Bahnpersonalien. Das Allgemeine Ehrenzeichen in Silber erhielten der Eisenbahnlademeister Stier in Marburg und das Allgemeine Ehrenzeichen in Bronze der Eisenbahnmagazinarbeitcr Dül f er in Marburg. Der Aushilfsbahnwärter P a b st in Alsfeld erhielt für Abwendung einer Betriebsgefahr eine Belohnung. •• Lehrerpersonalien. Uebertragcn wurde dem Lehrer Adam Krug zu Stein-Bockenheirn eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Raunheim. ** Abnahme der Tuberkulose-Sterblichkeit. Rach den Feststellungen der Zentralstelle für Landesstatistik beträgt die Sterblichkeitszrffer an Tuberkulose in Hessen im Jahre 1912 auf 10 000 Lebende berechnet gleich 12,9 gegen 13,8 im Jahre 1911, also wiederum ein Rückgang und zwar von 0,9 Prozent. 1890,1900 und 1910 waren Die entsprechenden Ziffern 30,1, 23,6 und 14,2; dieSterb - lichkeit an Tuberkulose ist also im Zeitraum von 22 Jahren von 30,1 auf 12,9 zurückgegangen. Diese Erscheinung ist überaus erfreulich: sie läßt ersehen, daß die planmäßige Bekämpfung dieser Volksseuche an der die Landesversicherungsanstalt Hessen, der Tuberkulose Fonds der Großherzogin und zahlreiche Gemeinden und Krankenkassen, ferner der Heilstättenverein und die Tuberkulose-Fürsorgestellen beteiligt sind, zu den besten Hoffnungen berechtigt. •• Folgende Erklärung ist un5 vom Postinspektor von BültzingSl oewen zugegangen: „Die unwahren Behauptungen deS Abg. Zubeil im Reichstag über die Gießener Postverhältnisie werden heute in dem hiesigen sozialdemokratischen Blatte unter Berufung auf „zuverlässige Informationen" aufrecht erhalten. ES bleibt mir daher nur noch übrig, den unbekannten Gewährsmann deS Abg. Zubeil als „Lügner" öffentlich zu brandmarken und zu bitten, ihn, falls er sich verraten oder verraten haben sollte, schonungslos zu nennen. ** Die Ortsgruppe Gießen des „Deutschen Wehr Vereins" hielt in der letzten Woche ihre erste Mitgliederversammlung ab. In einem einstündigen Vortrag zog Staatsanwalt Trümpert einen Vergleich zwischen oem deutschen und französischen Landheer bezüglich der zahlenmäßigen Stärke und der Organisation der verschiedenen Waffen. Unter Beleuchtung der politischen Weltlage und an Hand eines ausführlichen Zahlenmaterials wies er die Dringlichkeit einer erheblichen Heeresverstärkung und der Vornahme organisatorischer Aenderungen nach. Zum Schluß wies er auf die Notwendigkeit des Wehrvereins und die Berechtigung seiner Forderungen hin. An die mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen schloß sich eine angeregte Besprechung an. Da der seitherrgo Vorsitzende, Professor Frhr. von Gall, eine-Wiederwahl ablehnte, wurde Staatsanwalt Trümpert an seine Stelle gewählt. Der Verkauf von Vereinsabzeichen, Wehrschatzmarken und Postkarten ergab eine erfreuliche Einnahme. Durch die monatlich erscheinende Zeitschrift „Die Wehri' bietet der Wehrverein bei nur 1 Mark Jahresbeitrag seinen Mitgliedern einen vorzüglichen Lesestoff. Die hiesige Ortsgruppe hofft durch Veranstaltung weiterer Vorträge das Interesse und Verständnis für die Bestrebungen des Wehrvereins in immer weiteren Kreisen der Bevölkerung wecken zu können. ** Vom Lesehallenverein. Seit dem Umzug in das Torhäuschen am Theater ist die Büchersammlung des Lesehallevereins beträchtlich und planmäßig vermehrt worden. Sie umfaßt jetzt über 7000 Bände. Dem Bedürfnis nach gediegener Unterhaltung kommen Werke der schönen Literatur entgegen. Wer über geschichtliche Vorgänge, über Fragen der Naturforschung und der Technik, über Probleme der Gesellschaft in Recht und Staat gemeinverständliche Belehrung sucht, zieht mit Vorteil den jetzt in zweiter Auflage erschienenen Katalog der Bücherhalle zu Rate. Das angehängte Verzeichnis der in der Lesehalle am Selterstor ausliegenden Zeitschriften, Zeitungen, Broschüren, Hand- und Kunstbücher wird den Besuchern gute Dienste tun. Die beiden Anstalten ergänzen einander. Wenn die Bücher- Halle der stillen gesammelten Bildung dient, so will die Lesehalle ein literarischer Sprechsaal sein, in dem' die Strebungen der Gegenwart streitbar oder friedlich zu Worte kommen. ** Der Evang. Arbeiterverein hielt am letzten Samstag seine Hauptversammlung ab. Aus dem vom Vorsitzenden Oberbibliothekar Dr. Heuser erstatteten Jahresbericht ist zu entnehmen, daß der Verein zurzeit 366 Mitglieder zählt. Die Einnahmen betrugen im letzten Jahre 1918,96 Mk., nie Ausgaben 1896,79 Mk. Das Vermögen beträgt 1480,95 Mk., das der Sterbekasse 4885,01 Mk. Die Rechtsberatungs- stelle wurde im letzten Jahre in 103 Fällen in Anspruch genommen (gegen 72 im Voriahr). Neben der Erteilung von Rat und Auskunft wurden 107 Schriftstücke, teilweise auch für minderbemittelte Nichtmitglieder angefcrtigt. Die Baugenossenschaft des Vereins konnte im letzten Jahre keine Bautätigkeit entfallen, weil Nachfragen nach weiteren Häuschen nicht vorhanden waren. Die Sterbekasse konnte den Mitgliedern insofern entgegenkommen, als das Sterbegeld auf 65 Mk. erhöht wurde. Bei der Vorstandswahl wurde Oberbibliothekar Dr. Heuser einstimmig wiedergewählt. Für die Vorstandsmitglieder Keßler und Wagner, die eine Wiederwahl ablehnten, wurden Dachdecker- meister Prang und Straßenaufseher Becker in den Vorstand gewählt. Die übrigen Ausscheidenden wurden sämtlich wiedergewählt. Ein Antrag, ans dem Mittelrh. Verband auszuscheiden, wurde nach lebhafter Aussprache mit 25 gegen 14 Stimmen abgelehnt. *♦ Wicder mal etwas von unserem „Bieberliesch e n". Ein Freund unseres Blattes schreibt uns • Als ich am Somttag abend mit meiner Frau den fahrplanmäßig um 8,19 Uhr in Bieber abgehenden Zug benutzen wollte, wurde uns von einem Bahnbeamten mitgeteilt, daß der um 7,35 Uhr in Gießen abfahrende und in Bieber 8,15 Uhr eintreffende Zug, mit dem wir die Reise nach Gießen hätten antteten sollen, auf der Endstation Bieber überhaupt nickt ringet reffen sei. Ein Maschinendeseft hätte, wie uns gesagt wurde, die Abfahrt deS Zuges vereitelt. Große Verlegenheit und zum Teil wohl auck Entrüstung konnte man bei vielen, der namentlich zahlreich an wesenden weiblicken Personen bemerken, die bei der großen Kälte eine so unerwartete Ettttäusckiung erfahren mußten. Dock in der großen Not belebte ein Hoffnungsfchimmer die ungeduldig Harrenden, als das feurige Auge (es war ausgerechnet diesmal nur rins^ einer Lokomotive im Hintergründe aus der Maschinenhalle hervorleuchtete und dieselbe mit 3 Wagen nach verhältnismäßig kurzer Zeit schnaubend nach dem Stationsgebäude vorfuhr, um die Passagiere auszunehmen. Wenn sich auch eine empfindliche Kälte und eine mangell)aste Beleuchtung in den natürlich nicht im geringsten geheizten Wagen recht unangenehm bemerkbar machten, so war man doch herzlich froh, in ungewohnt raschem Tempo seinem Wohnorte zugeführt zu werden. ** Klagen über Mangel an kleinen Zahlungs Mitteln sind in manchen Orten im November vorigen Jahres bekannt geworden. Es lonnte jedock sestgestellt werden, daß in den Fällen, wo ein joicber Mange gemeldet wurde, verabsäumt worden war, die nächstgelegenen Reichsbankanstolten für die Deckung des Scharfe in Einspruch zv nehmen, die mit kleinen Zahlungsmitteln stets reichlich versorgt gewesen sind. Tie Liffassung, daß die Reichsbank fern Silber verausgabe, ist leider von gewissenlosen Geschäftsleuten genährt und in selbstsüchttger Wucht verbreitet worden. Geldwechsler haben in manchen Gegenden die kleinen Ortschaften bereist und unter allerl?and falschen Vorspiegelungen von Kriegsgefahr und Zurückhaltung der Gold- und Stlberbestände bei der Reicksbant den betörten Kleinstädtern und Dorfbewohnern Banknoten und Kassensck eine gegen Gold und Kurant mit einem hohen Agio umgewechselt. Durch ein derartiges Vorgehen ist der Zurück- ziehung von Umlaufsmitteln und ihrer Auffpeicherung durch Pr.vate in einem für die Geldmarktverhältnisse höchst schädlichen Umfang Vorschub gdeiftet worden. " Papier, Früchte, Obsiresie und sonstige Abfälle sollte man nicht auf Bürgersteige und Straßen werfen. Hierdurch werden die Straßen verunreinigt und Gefahren ffc die Passanten heroorgerufen, die durch AuSglciten auf Ole';, reften und dergleichen zu Falle fommen und sich erheblich verletzen können. (Siehe amtliche Bekanntmachung.) •• Im Eise eingebrochen. Am Sonntag brach ein Z^jahriger Junge auf den EiSteichen bei den Troßschen Ziegelöfen ein. Zwei hiesigen Schülern namens Emst Walther und Friedrich Georg gelang c5, den kleinen Knaben auS dem Wasser zu ziehen. Ta frisch geeist worden war, hatte die neue Eisdecke noch keine Tragkraft und da wohl auch noch weiter geeist werden wird, sollten die Eltern ihre Kinder nachdrücklich verwarnen. Landkreis Gießen. — Grün berg, 24. Febr. An der h öheren Bürger- (Real-)Schule fand heilte unter dem Vorsitz des Geh. OberschulrateS Block au5 Darmstadt die Abschluß. (Ei n j ä h rigen-)Prüsling statt. Alle acht Unter- Sekundaner, darunter ein Mädchen, haben die Prüfung bestanden, drei waren von der mündlichen Prüfung ganz, bu übrigen von einzelnen Fächern befreit. Kreis AlSfeld. () Vadenrod, 24. Febr. Bürgermeister Kreuder stel in Romrod auf einer Äsplatte hin und zog sich eines Beinbruch zu. Bürgermeister Schmidt ließ den Verun^ glückten sofort nach Hause bringen. Der Arzt stellte einen Gelenkbruch fest. Kreis Friedberg. 1^. Friedberg, 24. Febr. Ziirzeit haben sich in unserer Feldgemarkung die Mause wieder eingestellt unV sind zur Plage für unsere Landwirte geworden. In den Feldern von Nachbargemeinden hat man Gift gelegt. r. Reichelsheim, 24. Febr. Ter CrtSgeroerbeoerent hat beschlossen, den Zeichenunterricht der Handwerkerschule, der seither an einem Sonntag abgehalten wurde, Dienstag-Nachmittags erteilen zu lassen. Ihn, soll vom 1. April an ein gewerblicher Fortbildungsunterricht an» gegliedert werden. Die Schüler, die diesen Unterricht besuchen, sind von der obligatorischen Fortbildungsschule befreit. Bis jetzt haben sich 30 Schüler zur Handwerkerschule angemeldet. Hessen-Nassau. 0 Marburg, 24. Febr. In dar gestern abgehaltenen Vertreter-Versammlung des Kreiskrieger- Verbandes Marburg wurde an Stelle des Vorsitzenden, Landrat v. Löwenstein, Geh. Rat Prof. Dr. Sch eitck gewählt. Mit der Errichtttng des Kreis-KriegerdenttwaÜ Dürfte es vorangehen, denn die Versammlung war mit dem Entwurf des Münchener Professors v. Hildebrand, der einen adlergekrönten Obelisken vorsieht, einverstanden. Wegen des Planes für das Denkmal ist noch keine Einigung erzielt. I = Marburg, 24. Frirr. Am 9., 10. und 11. August begeht das K u r h e ss i s ch e I ä g e r b a t a i l l o n Nr. 11 die Feier seines hundertjährigen Bestehens. Bataillon und Bürgerschaft rüsten sich, das Fest glänzend zu gestalten. Außer einem Festkommers, Parade der aktiven und ehemaligen Jäger, Festtafel usw. ist ein Preisschießen vorgesehen, bei dem wertvolle Ehrengaben zur Verteilung gelangen werden. Mit der Feier ist rin Volksfest verbunden. Man erwartet mehrere Tausend alter Jäger, die gerne ihre alte Garnisonstadt einmal wieder aussuchen werden. Anmeldungen zur Teilnahme sind an das Bataillon (Geschäftszimmer) zu richten; für Teilnehmer, die tui| Freiguartier rechnen, ist es besonders ratsam, die AnmclduM recht schnell zu bewirken. Am 9. März, nachmittags 2 Uhr, findet im Saale deS Turnergartens in Marburg eine Vertreterversammlung statt, auf der u. a. auch ine dem Bataillon zu stistendS Ehrengabe beraten werden soll. W Hanau, 24. Febr. Die TyPhnSkrankheit in Eisenbahn-Regiment Nr. in hat das 20. Opfer gefordert. Gestern mittag ist der Pionier Kuhr au5 Westpreußei^ der der 1. Kompagnie angehörte, gestorben. Sonst ir der Krankheitszustand folgender: 52 Kranke befinden siäi noch im Lazarett, darunter drei Schwerkranke, 157 Genesende auf Urlaub, 35 im Genesungsheim, 7 Beurlaubte sin> bereits wieder in die Kaserne zurückgekehrt. h. Frankfurt, 24. Febr. Unter dem Vorsitz vv« E. Viehmann (Rumpenheim) hielten tyeute die „bereinigten Landwirte" ihre stark besuchte Hauptversammlung ab. Dem von A. Hensel (Dortelweil) erstattetem Jahresbericht war z>u cntnehnren, da ßdas verflossene Geschäftsjahr in ruhiger Anfwärtsbewegung verlaufen i|- Das Hauptinteresse lenke' sich nach wie vor auf die Milch- zufuhr nach Frankfurt, die infolge erweiterter Absatzgebiet zu einem steigenden Angebote mit fallenden Preisangebote» führe. Die Polizei sei gegen die Milchhändler weit road* funter als sonst. Um diese Mißstände zu verhüten, sei eine straffe Organisation der Landwirte nötig. — Die Jahres- rechnung schließt mit 11248 Mark ab. Das Vermögen beträgt 12 072 Mark. Die ausscheidenden Mitglieder Herbert (Obcrerlenbach) und Henrich (Schwanheim) wurde» wiedergewählt. Tie Organisation umfaßt jetzt 100 Ortsgruppen mit 3000 Mitgliedern aus Starkenburg, Oberhessr» unb Nassau. Um sich gegen Anzeigen wegen MilchfälschunD zu schützen, beschloß man, die Untersuchung der Milch bflB Anlnnft der Züge einzuführert. Weiter soll eine schärfe« Stalliontrvlle durchgeführt iverden. Der Vorstand wurde ermächttgt, der Errichtung einer Milchzentrale füs Frankfurt und Umgebung näher ru treten I» der Zentrale soll die Milch gesammelt und dann durch Händler den Konsumenten zugeführt werden. Durch die Anstalt soll in erster Linie den Landwirten die Garantie füx den regelmäßigen Absatz der gesamten Milch gegeben unN ihm ferner ein gleichbleibender Preis für die Milch gewähf leinet werden. Htrit>crfitäf5:’tT(icbricbtciu — Ter eenior der '.H oü oder theologikcken Fakultät, Pro» >essor der systeinarr chen Theologie, flonfifioriolrat Dr. tbeol et pbu. Ludwig Schulze, feiert am 27. Februar feinen 80. GeburtLta». da Preisbe A - reranfe Million SS Allen. Dtt Hit dem ka i, Saaten sow Aiigten wahr« A der ur i'L-gung W bjn noch w faffltirtien ehe kchcilbezug na Mrufltl*6.. feen interein Aschen Ernt« it tts nur m. ^Ttiroeden b gehenden Etrin mehr --ij aud) etwa man war auch £n, als die p fee- R« kltung, doch u patöol un den Nock im mit zufamm reise am Verl Mk. nachgebc iDttfalligeti L teiien Unterst p kaufen. Lic M schlieft Braugerste bitt Seife, nachdm riabgefunken ' jungen von tanb viel vori ithenb, die ein jur Mais roai liie Borschähu gegen 71/s Mi erwartet hatte Es stellte Markttage in ilSniq-berg kauzig Eteiim Wen tieelau * aMvxfc HM reiM Sieben Rostock Po »iburg yyunhtiror Tmjeldors oraiiffurt a Mannheim EhüHburg München Welt» I Aprrl lluerpool ’D piognen: B |lich infol ^en von de nah 1348 jae und b< wm leicht . * 51 u t o i?- -ön bei 2^onu)bil so gramen nm ■«Jertreter bei 1348 Familie MadeS, Giessen Familie Hartmann, Grevenbroich Familie Dr. DÖI1, Mülheim (Ruhr). tödlichV dessen Gattin schwer unb ein ioätcrer 1*^,5 3lrJl Ok- geister fceuj und.zvFsich^ heb den VerZ c Arzt stellte einj k't haben sich J eingestellt url gerootben, In bJ Eist gelegt. r CrtSqcroerbeüftfJ der Handwerke!.! abgehaljen routb‘1 i laßen. Ihm [i IbungSunterricht cr.l tiefen Unterricht b ilbungSschule bffnil sanbweckrjchule m» ). und 11 Auguil i! Ion Nr. 11 die Ze. n s. Zataillan -I . zu aeRolten. N n) enemoligcn 3m ytn, bei dem roeri^l >n Mit bet Feier q nehrere Tausend ■ einmal wieder cj hme sind an da- ri Teilnehmer, die q tsam, die An« hmittags 2 U6« ine Lertretero^Z Bataillon zu fwA luskrankheitl 90 Opfer gE r aus Wpfl Itorben. y ffranke fei* 1 7 Beurlaubte M »kehtt. er de« «TO S-S WnbI5^Tiei^ "Ls»A.- E MM S« KN lrel^ i! iKtLn ff* a Ätz rin i *n ? § Glichen M *Äl-j 2 H. J Q^,,n9.) 1 hl"?"9 1 b,n W ,n "amen? LJ be« Keinen W >ef>R worben vr' unb bQM m die Eltern L Kern abgehaltener ffreiskrieger. stelle des Ähtzm-j M Tr.LL>^ s-.^nKerdenluM mmlung war ei v. ^übebtonb, 1 et)t, emvnstandcl aoch leine EiniguJ 11 Vorsitz be$ L ,„b,t «bmm Ia' °« Uil«. 1 b» Mu« u ”*9 ganz, J Hafer Weizen 2) Mai 208.75 (gez) Schreiner Georg ©Hermann und Frau. Ein Vergleich Drucksachen aller Art (+ 1) (- 8) (- 5) 171 170 158 159 19S 188 19) 185 179 165 190 170 175 190 180 195 178 (- (- ( + 1) 4) ) ) ) ) 1) ( + (- (- l± ’(t (- (- 1) 2) 1) ) 2) (- ) (-0.75), (4- 1.60), Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer Heben Mutter sagen wir innigsten Dank. (- 1) (- ) Markttage in Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Tiagdebnrg Halle Leipzig Dresden Tioslock Hainburg ^Aiunschweig Ltlijeldorf liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl'sche Univ.-Druckerei Schulstrasse 7 Hagen i. W Cilpersir. 107, üS. Sept. 1911 Lie u-.arttprerie jur Xitel) und Frucht und die Gießener Fleisch- und Broipreise ani 24. Februar 1913.________ billiger Kaffeezusätze mit Weber's Carlsbader Kaffee=Gewürz zeigt, daß jene meist ein bitter- schmeckendes Getränk ergeben und das Aroma des Kaffees unterdrücken, während Weber's Carlsbader Kaffee=Gewürz den feinen Kaffees geschmack veredelt .«*•« und dem Tranke eine prächtige goldbraune Farbe gibt. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Miltivocb, den 26. ^ebr. 1913: Bewölkung zunehinend, noch menst trocken, etwas milder, südliche Winde. __________ Die Merzte empfahlen uns sebr, unfern Drillingen, zwei Mädchen und ein Knabe, regel», mäßig Scotts Emulsion zu geben. Tie Drei waren ziemlich schwächlich zur Welt gekommen, und wir halten große Mühe, sie voran- zubringen. Scotts Emulsion erhielten sie zum ersten Male, als sie etwa 10 Monate alt waren, und wir waren glücklich, als wir bemerken konmen, wie das Präparat den Kleinen mundete und bald Einfluß auf ihr Wesen auszuüben begann. Die Kinder wurden viel lebhafter, begannen mit mehr Appetit die Nahrung zu nehmen, waS bald die gewollte Kräftigung zur Folge halte. Wir setzten den Gebrauch regelmäßig fort und hatten die Freude, unsere Drillinge in schöner Weise sich entwickeln zu sehen. Heute laufen alle Drei, und nut dem Durchbrechen der Zähnchen haben Sie fast gar nichts zu tun. Dabei sind sie alle munter und beweglich, so daß jeder der sie kennt, seine helle Freude an den Trillingen hat. Scotts Emulsion hat sich hier wirklich vorzüglich bewährt. Handel* Berlin, 24. Febr. In der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats der Nationatbank für Deutschland wurde von der Direktion die Bilanz und das Gewinn-' und Ve»lust-Konto für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Das Gewinn- und Verlustkonto ergibt einschließlich Vortrag aus dem Vorjahr von Aiarl 168 270 einen Bruttogewinn von Mark 13217 745. Es wurde beschlossen, der auf den 26. März 1913 emzuberufenden Hauptversammlung die Verteilung einer Dividende von 7 Proz (7 Proz.) vorzuschlagen. Frankfurt a. M. Mannheim ‘ Straßburg München „SU1V Kartoffel- Pflanzloch- Maschine Wer ähnlichen Erfolg sehen will, darf freilich nicht zu eigenem Schaden erst eine der vielen Nachahmungen versuchen wollen; es muß halt nichts anderes sein, als die bewährte Scotts Emulsion! Scortü Emulsion wird von unS nu6fd>[ieftli4 tm großen verkauft, und zwar nie lose nach Äeivichl oder Diag sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Kanon mti unserer Schutzmarke «Fischer mit dem Dorsch). Scott L Bowne, ti$. m. b H, Frankfurt a. M Bestandteile: Feinster Medizinal-Lebertran 150,o. prima Glyzerin 60,0, unterphosvlwnaiaurei fiaif 1.3 umervliokplio: igmures Patron 2A> vulo Tragant S0 fetnfter arad Gummi pulv 2,o Wasser ir9X) illtohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit .Simt=, Mandel- uno iSaultberiaöl je 2 Tropfen. Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Pest April 194.90 (4- 0.35), Paris Februar 226.00 . Liverpool März 170.05 (+ 0.70), Chicago Mai 142.6 > (4- 030). Zjoggen: Berlm Mai 173.00 (- 3.5u). Haier: '-Berlin Mai 17.» 75 (— 1.75). Futterqerste: frei Hamburg unverzollt südruss. Ichwim. 1 6.00 (- 1.00), Febr. 136.25 (- 1. 5) Mais La Plata schivim. 116.50 (4- 1 50). Mixed Febr.-Marz tt'7.50 (- 1.00) Aiark. Vies-en, 25. Febr. Marktbericht. Auf beutiaem Wocben- markte losiete: 9 mter das Psimd 1,00—1J5Wilmereier 1 Stiitf 8—9 -1 fa„ 2 Ctück 00 Pfg., Culeueier 1 Ctück 0—0 Pfq., Gänsecier let. 00 Pf., üäse das Ctück C—8'Ifg., Käsematte 2Stück 5—6 Pfg., Tauben pr 1 v. 0,H0— 1,00 P>k., Hübner pr. et 1,00—1,60 Mk., Bahnen pr. Ctück 1,50—2,50 Alk., buten pr. Ct. 2,00—3,00 A!k„ Eäuse das Pfd 70-80 Pfa^ Drbsensleisch vr. Pfd. 92-100 Pfg., Rindfleisch pr. Pfund 90—94 Pfg., Kuhfleisch 80 Psg> Cchwerne. Fleifd) pr. Pfund 90—110 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 24—98 Pfq., 7ammelfleisch vr. Pfd. 70—96 Pfg., Kartoffeln pr. luü Kg. 5.00 bis 5.50 Alk., Weißkraut das Ctück 10 bis 20 Pfg^ Zwiebeln per i^tr. 6,00—8,00 Mk., Aiilch das 2iter 22 Pfg„ Dliiffe 100 Stück 50—60 Pfq., per Ztr. 0—00 Mk., Birnen das Pfund 12 bis 15 Pfg., Aepfel der Zentner 10 bis 15 Mk. Marktzeit von 8 btS 2 Uhr. _________________ — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. In Cannes ist der Historiker und ständige Sekretär der „Academie Francaise", Thureau Dang in, im Alter von 76 Jahren gestorben. m 5trlutnmobil so heftia gegen einen Stein, daß es vollständig zer- Jn,rbe 9®er Besitzer des Wagens Kürschner und Autofabrik Alois Gelb,wurden Schlachtoiehvreife in Frankfurt a. M. Fleischpreife in Gießen Achsen Kälber Ccbweine 50 Kg. Schlachtgewicht 75—98 Mk. ' Kg. Schlachtgw. 95-114 Pf. 1l. , „ RI—83 „ ’/, Kg. 92-100 Pfg. 7i , 94—98 , '/, , 90-110 , Eetreidevreife in 9)1 annhei m Brotpreise in Gießen Weizen l' U öig. 21.25- 21.50 vck. Rogocn 100 Sla. 18.00-00 00 Mk. Werßvrol z Nq. 06 btg., Schivarzbrot 2Ng.48 Pfg. Märkte. — (- ) 164 V. 207 (- 1) 165 188 (- ) 160 187 (- ) 159 191 (- ) 161 | 198 (- ) 1657, 193 (- ) 165 1 197 (+ 4) 169 193 (+ 1) 164 195 (+ 1) 164 — (- ) 161 205 l- ) 175 198 (- ) 176 209 (- 1) 180 . 210 (- ) 180 212'/, ( + 2*/2) 180 220 (—27,) 185 218 (- ) 180 Statt Karten W! s Leihgestern b. Gießen Zwingenberg (Hessen) im Februar 1913. M44. Dos Im a »/ Lichtspiel-Haus mit Einlagen. a’7, 'fingt. tarnen■Jiostüme Wittftock (Dosfc> für 692 :llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll!cR Lustspiel in 3 Akten von Andrb Riooire und Luc^rr BeSnard. — Deutsch Bolten-BaeckerS. Ende 10'/, Uhr. i® Mittwoch, 26. Jcbr. 101 l abend'- 7 Ubr. 17. Mittwoch - Abonn. - Gewöhnliche Preise. Neuheit! Steoh« Hinter Mauern Schauspiel in 4 Akten w Henri Nalbanien. End- 10 Uhr. BakoMdimner-Lichf^iele amSelferswe^. Lbst-iHehölzsAitt sowie 1632 KZartenarbcitcn jeder Art Spezialität: Neuanl.ige u. 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Und das übrige wie bekannt erstklassige in wirm.co out schncldtidn >• Heger Stahiivarce bcitcllc iol«n i eigenem Imtress« unseren fiaepltf- taloa über lausende Artikel «Her 1", den wir gratii und trinke venrnl». Gßbr.Bßll,GräfralM37b.So:ii] ---■ fabriX-Uerieedbaa«. ■ — xi iiii in ii hi ui hi ii ii ii ii ii H ui um ii ii in iE I Stellte Sete! | Ludyigsplatz. lt7T = niiumiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiHiimuinii^ „3nm Aipkapliß" Morgen Mittwoch Mstnlsipps Don morgens 10 Ubr Wcllflei sch mit Kraut, A Älrttfllh 61441 rooau freundlichst einladet V* t Biograph Mainzer Pferdemarkt Verlosung am 15. Mürz u. c. 400 Gewinne zusammen Mk. 12500 i. W. HauvUrener Mk. 3500, 1800 i. W. usw. SP die gräh. Gewinne zu 70®/o, die OäP IÜI68C8 klein, zu867e in dar auf Wunsch. Lose ä 1 Mk., 11 Sick. 10 Mk. Porlü u. Liste 25 Pfg. Zu haben bei allen Lote Verkäufern. Karl Anger, General -Vertrieb, Mainz. Königlich preußischer Lotterie-Einnehmer. 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