einem Entquellungsvorgang, einher, als dessen physiologischer Aus-1 druck die Lösung der Totenstarre zu betrachten ist. Zwischen der Muskelkontraktion im Leben und der Totenstarre besieht ein wichtiger Zusammenhang. Tie Muskelzusammenziehung w.rd dadurch hervorgenifen, daß an der Grenze zwischen Fibrille und Sarkoplasma Milchsäure austritt, die eine Quellung der Fibrille aus Kosten der Sarkoplasmaslüssigkeit und dadurch eine Verkürzung des Muskels, eine Zusammenziehung hervorruft. Im lebenden Muskel erfolgt infolge der Verbrennung der Milchsäure die Entquellung der Fiorille, was der Entichlaffung des Ätuskels entspricht. Beim Eintritr des Todes beginnt dieses Spiel genau so, jedoch die Entfernung der Milchsäure kann nicht mehr erfolgen, mit anderen Worten, die Totenstarre ist die letzte Muskelzusammenziehung, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Tas Gleichgewicht zwischen Quellung und Entquellung der Fibrillen ist ein wichtiges Kennzeichen des Lebens, und die Störung dieses Gleichgewichtes bedeutet den Tod. ♦ — Neue Pläne zu m Ausbau des Kölner Domes. Wie dem B. L.-A. ein Kölner Privattelegramm meldet, stehen große bauliche Veränderungen am Kölner Tom bevor, und zwar handelt es sich in erster Linie um den Bau eines großen Kapit e l- s a a l e s neben dem Südportal in den Gartenaiuagen. Dieser Kapitelsaal wird auch die viel zu engen Sä-atzkammern des Tomes aufnehmen. Es werden zurzeit noch andere Fragen erörtert, die eine weitere Bebauung der Umgebung des Toiues vorsehen, im Gegensatz zu den früheren Bestrebungen, den Tom möglichst freizuyalten. Wan hofft durch kunstvolle Umbauten einen wertvollen Maßstab für die Größe und Schönheit des Tomes zu erhalten. Tiefe Pläne sind jedoch noch iÜQ)t abgeschlossen, sie unterliegen vielmehr noch den Fachleuten zur Begutachtung. — Vom Ernst-Mo ritz-Arndt-Museum. Die Tirektion des Ernst-Atoritz-Arndt-Museums in Bonn bat zur Zentenarfeier der Befreiungskriege ein wundervoll ausgestattetes Album herausgegeben, zu dem die namhaftesten deutschen Tichter Beiträge geliefert haben. Von Alfred Bock finden wir darin die folgenden schönen und beherzigenswerten Worte: „Tenke ich an die Zukunft unseres deut,chen Vaterlandes, erfüllt mich oft der Gedanke mit Besorgnis, daß der Erwerbssinn und die Erwerbs- fucht immer mehr die Oberhand gewinnen und gerade in den Kreisen der Bevölkerung, die dazu berufen sind, die idealen Bestrebungen hochzuhalten. Nicht oft genug kann es ausgesprochen werden, daß es das idealistische Element war, aus dem heraus die Erhebung unseres Voltes im Zähre 1813 geboren wurde. Für die Politik gilt: Die Vaterlandsidee stehe über dem Geschrei der erhitzten Parteien, in der Liebe zum gemeinsamen Vaterland sollten alle einander dulden lernen und sich die Hand zum Bruderbund reichen." — Die Ergebnisse der Typhusimpfung. In der jüngsten Sitzung der Pariser Akademie für Medizin gab Prof. C h a n t e m e s s e einen außerordentlich interessanten Ueberblick über die tatsächlichen Ergebnisse der in größerem Umfange in der französischen Warme im vergangenen Jahre vorgenommenen Impfungen gegen Typhus. Seit 25 Jahren arbeitete die ärztliche Forschung der Welt an der Gewinnung eines Mittels zur Jmniunifierung gegen Typhus. Nach einem genauen Studium dec bakteriologischen Verhältnisse suchte man die Lösung in einem Jmpfmittel. 4.ie entscheidenden ersten Versuche auf diesem Gebiete wurden von deutschen Gelehrten vorgenommen^ die geringe Tosen lebender Typhusbazillen Vieren em impften. Diese Experimente hatten insofern günstige Erfolge, als es auf diesem Wege gelang, die Wioerstakidsfähigkeit der Tiere gegen Typhus-- infeftionen zu steigern: die Nachte.le des neuen Jmpfmittels lagen darin, daß es auf Menschen nicht angewendet werden konnte. Auf Grund dieser vorhergehenden deutschen Versuche wurde es Professor Ehantemesse möglich, ein trockenes Imp,mittel zu entdecken, das sterilisiert uird unschädlich war. Es zeigte sich, daß die damit geimpften Tiere nach drei oder vier Impfungen der weitaus überwiegenden Anzahl der Fälle immun geworden waren. Die ersten Versuche an Menschen, die der Forscher'dann vornahm, liegen schon eine ganze Reilfe von Jahren zurück und seitdem find auch in Afrika, Asien und vor all ent in den Vereinigten Staaten umfangreiche Versuche mit dem neuen. Präparate vorgenommen woroen. Tie Ergebnisse waren so günstig, daß die Vereinigten Staaten die Typhusimpfung als obligatorisch im &eere einführlen. Im vergangenen Frühjahr gab der Marineminister Deleasse seine Einwilligung zu Impfungen in der französischen War ine. 3107 französische Matrosen, die noch nie Typhus gehabt hatten, wurden geimpft, während die über» wältigenoc Mehrzahl der Mannschaften aus Vorurteil ober Gleich- güüigicit sich von der Impfung ausschloß. Das jetzt vorliegende Ergebnis zeigt, daß von den 67 000 nicht geimpften französischen Matrosen im Verlause des veraangenen Jahres nicht weniger als 5421 Typhusanfälle mitten, während die 3107 geimpften Matro.en in der gleichen Zeit man c.ncn einzigen Fall von Typ^ts aufzuweifen hatten und somit als immunisiert angesehen werden mußten. Tiefes Experiment, so führte Ehantemesse aus, kann also Beweiskraft beanspruchen, und der Gelehrte sprach die Hoffnung an§, daß nunmehr dank der Impfung der Typhus ebenso ausgerottet werden könne wie die Pocken. ks. Eine Urkunde über den Durchzug durchs Rote W c e r. Der jüngste Bericht des „Palestine Exploratwn öunb" bringt die durch den beEannten Straßburger Aegyptologen erfolgte Ucocrtragung eines vor kurzem entdeckten altägyptlscyen Papqrus, der neue Streiflichter auf den Exodus der Juden nnrtt. Wie das „American Magazine" tem oberen erwähnten Berichte entnimmt, ist der Papyrus ein geographisches Lexikon der T>aupt- ortschaften des östlichen Nildeltas, von wo aus die Juden ihren ir die „ “aat«ere untersucht, bei dem sich die Toten«larre bereits gelöst bat, |o ist das Fleisch überhaupt nicht mehr imstande, Wasier auszunehmen. Wahrend der lebende Muskel jede Säure- oder Laugenbildung durch Neutralisation sofort beseitigt, reagiert Flesich nach dem Tode sauer, weil sich Milchsäure bildet, die nicht mehr neuirahliert wird. Aus einem Vorgänge, der mit diesem QuellungSveriuche un engsten Zusammenhänge steht, beruht nun nad) den Ergebnisien von Lenk und v. Fürth die Totenstarre. Ter Muskel besteht aus willkürlich zusammenziehbarem Eiweiß, dem Sarkoplasma, das nach außen hin von einer etwas dichteren Schicht avgegrenzt ist, und den Fibrillen, die in dem Sarkoplasma hegen, uird sich von einem Ende der Faser bis zum anderen hinzlehen. Rach dem Aushören des Blutumlanses beginnt die Milchiaurebitönilg un Muskel. Diese bringt die Fibrillen auf Kosten der Sartoprasma- slüssigkeit zum Quelleri, und dies bewirkt eine Verkürzung des ganzen Muskels. Tie Folge ist ein Zustand der Starre,die Totenstarre. Turch eine weitere Säureanhäusung kommt es zu ^\er .^//rLählichen Gerinnung, einer Ausstocrung der Mustei- v diese geht mit einem verminderten Wasierverbu'.- J gen des kolloidalen Systems, mit einer Wasierabgabc, Deutsche- Reich. Ein Abkommen zwischen dem Deutschen Reich und Belgien über Unfallversicherung, das am 1. ^ebruaT 1913 in Kraft treten soll, ist dem Reicl-stage zur Kenntnisnahme zugegangen. Zwo ngsvergleichauberhalbdes Konkurses. Das Zentrum hat im Reichstagezur zweiten Beratung des Voranscl>lags für die Neichsjustizvertvaltung den Antrag gesellt, die verbündeten Regierungen um Vorlage eines Gesey- en^wurfeS über den Zwangsvergleich außerhalb des Konkurses zu ersuchen. Zum Voranschlag des R e i chs g e su n d he i tsamts haben die Sozialdemokraten einen Antrag gestellt, der stieichstag wolle beschließen^ den Reichskanzler zu ersuchen, einen Gesehentwurs folgenden Inhalts vorzulegen: 1. Obligatorisä>e Ausbildung des Pflege-, Massage und Badepersonals sowie Regelung des Prüfungswesens. 2. Unterstellung des gesamten Personals unter die Reick)sgewerbeordmrng. Aufhebung der in § 154 der Gewerbeordnung für .Heilanstalten und Genesungsheime enthaltenen Ausnahmebestimmungen in Bezioliung aus die 88 133 g bis 136, 138 bis 139 a Aushebung der in 8 169 der ReickOversich"rungso'^"'i"" schenen Einschränkung der V rsicherung pflicht. AtlSdehnung de geseylickyrn Unfallversicherung aus das "Personal. Emorz.^^ng des § 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches in die Arbeitsbedingungen. 3. Festsetzung von Minimal sähen und regelmäßigen Tienstalterszulagen, Beseitigung des Trinkgelderunwescns. 4. Dienstzeit von täglich 8 Stunden. Gewährung einer wöchentlichen Ruhepause von mindestens 36 Stunden. Persönliche Freiheit während der dienstfreien Zeit. 5. Beseitigung des heutigen Kost- und Logiswescns. 6. Gleichstellung des männ lichen und weibliä-en Personals. Verbot iveiblicher Pflege aus den Stationen für Männliche Geschlechtskranke in örfcntlirf)cn Anstalten. 7. Gewährung eines alljährlichen Sommerurlaubs unter Fortzahlung des Lohnes und Entschädigung für Kost und Logis. Gewährung von Ruhelohn und Hinterbliebenenversorgung. H. Einführung öffentlicher, unter paritätischer Verwaltung stehender Facharbeitsnachwcise. Verbot der gewerbsmäßigen Stellenvermittlung. Anrechnung der Dienstzeit beim Stellenwechsel. E i n preußisches Wohnungsgesetz. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht heute den Entwurf eines preußffchen Wohnungsgesetzes nebst Begründung. Der Entwurf enthält Bestimmungen üocr Baugelände, Bauordnung, Wohnungs- ordnuug und Wolmungsaufsicht. Seine Einbringung bei dem preußischen Landtag wird erst nach den Neuwahlen erfolgen, da in der zu Ende gehenden jetzigen Legislaturperiode keine Zeit mehr für die Durchberatung des wichtigen Gesetzes ist. Neu ist die Vorschrift, die der Gemeinde das Recht verleiht, mit dem Zeitpunkt, an dem die Straße oder der Straßenteil für den öffentlichen Verkehr und den Anbau fertig hergestellt ist, ein an der Fluchtlinie angrenzendes Grundstück, so weit es nach den daupolizei lichen Vorschriften des Ortes nicht zur Bebauung geeignet ist, dem Eigentümer gegen Enffchädigung zu entziehen. Bon der Vorschrift des den Gemeinden ein^e*-mimten Bauve'bots an den noch nicht für den Verkehr und den A bau fert'ggestcllten Straßen sieht der Entwurf einen Dispens dann vor, wenn der Eigentümer eine Gewähr dafür bietet, daß dem Wohnungsbedürfnis durch den Bau gesunder, zweckmäßig eingerichteter Wohnungen Rechnung getragen wird und dem Van keine berechtigten Gemeindeinter essen cntgegenstchen. Die Vorschri't soll entsprechend der Absicht des Entwurfs die Wohnungsverhältnisse im allgemeinen, wenn auch unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse der minderbemittelten Bevölkerungskreise verbessern und für alle Fälle Anwendung finden, in denen das Bedürfnis nach Wohnungen in gewisser Art und Größe besteht und diesem Bedürfnisse durch die Errichtung von Wohnungen der in Betracht kommenden Art abgeholfen werden soll. Polizeiliche Wohnung so rdnung en können Vorschriften treffen über die Instandhaltung der Wohn- und Schlafräume, auch der Küchen, eine den Anforderungen des Familienlebens entsprechende Trennung der von verschiedenen Haushaltungen benutzten Wohin- und Schlafräume voneinander, die Zahl und Beschaffenheit der erforderlichen Kochstellen, Aborte, Wasserentnahmestellen und Ausgüsse, die dem gesundheitlichen und sittlichen Interesse zulässige Belegung der Wohn- und Schlafräume, die Einrichtung, Ausstattung und Unterh'ltung der den Dienstboten ober Gewerbegehilfen zugewicscnen Schle.fränme und Bedingungen, unter denen die Aufnahme nicht zur Familie gehöriger Personen gegen Entgelt als Zimmermieter, Tin ieger ober Schlasgänger statthaft ist. Durch Polizeiverordnungen Finnen Mindestanforderungm hinsichtlich der Beschaffenheit der Unter» kunftsränme für Arbeiter vorgesehen werden. Für Gemeinden mit mehr als 100 000 Einwohnern ist zur Durchführung der Wohnungsaussicht ein Wohnungsamt zu errichten, das mit dem crbrberlifbcn in geeigneter Weise vorgebildeten Personal, insbesondere' mit einer genügenden Anzahl beamteter Wohnimgs- aufseher, besetzt sein muß, bem auch ehrenamtlich tätige Personen als Mitglieder angehören können. Eine enffprechcnde Vorschrift Farm auch für kleinere Gemeinden durch Anordnung der Aufsichtsbehörde- erlassen loerben. Mehrere Gemeinden können sich zur Errichtung eines gemeinsamen Wohnungsamtes für ihre Bezirke vereinigen. Der Zentrumsabg. Schaedler schwer erkr-ankt. Der „Morgenpost" zufolge, erlitt der Zentnirnsabgeordnete Sch a edler einen Schlaganfall und liegt hoffnungslos darnieder. Weg in das gelobte Land antraten. Der Papyrus erwähnt die int Exodus aufgezählten Ortschaften in nahezu derselben Reihenfolge. Bekanntlich nahmen die Israeliten ihren Weg von dem Lande Gosen aus, von bem1 feststeht, daß es ein Landstrich im östlichen Nildelta war, den die Äegypter „Gesern" nannten. Genau genommen begannen sie ihre Wanderung von der Stadt Raemses ans, nnd wie es im Exodus heißt, rnacknm sie ihren ersten .Halt in Suckwth Der Papyrus mir ft diesen Ort mit Pit Hom zusammen, das ebenfalls in der Bibel erwähnt wird. Ter ägyptische Name ist „Pe Aturn-Zultu", aus dem mit Leichtigkeit der Doppel türme „Pitboni Suckwth" herausgelesen werden kämt. Tann wanderten die Israeliten südöstlich und lagerten sich „gegen das Tal Hiroth, zwischen Migdol und dem Meer, gegen Baal-Zephon". Tort holten die Scharen Pharaos die Israeliten ein, und hier war es, wo Moses auf des Herrn Gelnntz seine Hand ausstreckte, so das; die Israeliten trockenen Fußes hinüber zum anderen Ufer wandern konnten, während die Krieger des Pharao, die ihnen nachzufolgen trachteten, elendiglich in den über sie lwreinbrechen- den Wassern nm hinten. Im Papyrus ist nun die Rede von einem See Khai'ta. Tas Wort Klnirta klingt aber unzweifelhaft an daS biblh'dte „Hiroth" an. Ferner erwähnt der Papyrus einen „Migdal von Zephon", »nährend die Bibel von „Migdol gegen Baal-Zephyn" spricht. Ein Migdol mar im alten Aegypten so viel wie ein Fort ober befestigter Turm und wahrscheinlich stand dieses Migdol außerhalb der Stadtmauern von Baal-Zephon So bestätigt dieser aufgefundene Papyrus die geographischen Angaben des Exodus in vollem Umfange. — E i n e d e u t s ch a f r i k a n i f ch e Z e n t r a l st a t i o n k ü r drahtlose Telegraphie. In einem aus Solode vom 8. Te zember 1912 datierten Briefe lnwichtet Ernst N. Heims, Mitglied der zweiten Inner-Afrika Expedition Herzog Adolf Friedrichs zu Mecklenburg, von einer 'Fällst int Auto von der Telefunkenstatioii Kami na nach seinem jetzigen Aufenthaltsort und erwähnt dabei die großen Forffckwitte, die beim Bau der Station gemacht sind Baron v. Codclli hat mit Hilfe von drei Monteuren und etiuc 600 schwarzen Arbeitern in kurzer Zeit die Grundlage gesck>affen Arbetterlxäuser und Brunnen, ein Wasserturm und die Funda mente zu den ho ch»u tickst enden Effemürinen sind entstanden. Auf den mäckstigen Zeinentsockeln rotten bereits drei 80 Meter frohe Eisenkonstruktionen in die Lust, denen noch drei weitere 150 Meter hohe folgen werden. Einer dieser Riesen ist zur Hälfte fertig Nicht lange mehr und eine drahtlose direkte Verbindung mit der Fttnkenstation Nauen und eine Zentrale für unsere samt lichen asrilanischeu Kolonien ist doUenvet. Die Neckar-Kanalisation. Auf eine sozialdemokratische Anfrage in der mürttem* bergischen Zweiten Kammer gab der Minister des Innern von Fleischhauer die Erklärung ab, die auch ihrerseits die baldige Inangriffnahme der Neckar-Kanalisation dringend wünsche, davon ausgegangen sei, daß die Kanalisation nur aus Grund der durch das Reichsgesetz vorgezeichneten Vereinbarungen ausgeführt werden könne. Tie Inkraftsetzung des Reichsgcsetzes für das Stromgebiet des Rheines hänge von der Erzielung einer Verständigung mit Holland ab. lieber den der- maligen Stand der Verhandlungen könne er, der Minister, keine Auskunst geben. Tie württembergische Regierung habe nicht versäumt, bei den zuständigen Stellen des Reichs das große Interesse an der baldigen Inkraftsetzung des Reichsgesetzes zum Ausdruck zu bringen. Wie sich Baden und, Hessen zu einer Neckar-Kanalisation außerhalb des Reiches stellen wurden, entziehe sich seiner Kenntnis. Weiter erinnerte der Minister daran, daß die Regierungen von Baden und Hessen im Jahre 1903 die Beteiligung an der Kanalisation des Neckars innerhalb ihres Gebietes vollständig ab gelehnt haben. Bei aller Anerkennung der Notwendigkeit der Neckar-Kanalisation sei die Regierung zur- zsit nicht in der Lage, dem Unternehmen näbersutrrten. Arbeiterbewegung. Ausschreitungen bei einem Kohlcnaus stand in New D o r k. New Pork, 25. Ian Tausende von ausständigen Kellnern und Leute, die mit ihnen sympathisieren, begingen gestern ernste Ausschreitungen. Sic warfen in Hotels und Rcstau - rants mit Steinen die Fenster ein und mi'.hande'tcn arbeitswillige Kellner, die sich weigerten, die Arb it einz istcllcn. Mehrere Schüsse wurden ab;g geben. Z h r iche Verletzungen sind vorgekommen, jedoch ist keine töt'ich. Vi le große Hotels und Restaurants sind durch die Arbeitseinstellung ihres Personals in ihrem Betrieb stark behindert. Aus Stadt und Cand. Gienen, 27. Januar 1913. Gegen das Ueberhandnehmen des Vorgunwcfcns. Aus dem Detaillistenverbande wird uns geschrieben: In letzter Zeit häufen sich wieder die Klagen der Geschäftswelt über ein bedenkliches Anwachsen der Inanspruchnahme langer Zahlungsziele seitens der Käufer. Während einerseits die Fabrikanten auf prompte Einhaltung der Zahlungstermine drängen und andererseits die Banken entsprechend einer Weisung des Reichsbankpräsidenten auf Einschränkung der Kredite bedacht sind, sucht ein großer Teil der Käufer in unangemessenster Weise die Bezahlung seiner Verbindlichkeiten möglichst lange hinausz-uschieben, ohne Rücksicht darauf, ob dadurch dem Kaufmann große Zinsverluste und sogar Verlegenh'i^en entstehen. Hierunter leiden naturgemäß am meisten diejenigen Geschäfte, deren Waren größtenteils auf Bestellung angefertigt und erst nach Ablieferung und Prüfung im Hause angenommen zu werden pflegen, wie z. B. die Geschäfte der Kleiderkonfek-- Hon, sowohl für Damen wie für Herren, her Damenhutbranche, der WäschekonsetHon, die Wohnungseinrichtungsund Jnstallationsgeschäste u. a., welche ihre Waren nicht ohne weiteres wie die Warenhäuser mit Quittung abliefern können. Die Ursachen der zu großen Ausdehnung der beanspruchten Kredite sind hauptsächlich in der bekannten Erscheinung zu suchen, daß viele Familien offenbar weit über ihre Verhältnisse leben. Eine weitere Ursache ist der von Jahr zu Jahr wachsende Luxus und die Vergnügungssucht, welche mehr oder weniger alle Stände ergriffen hat und zu vielen überflüssigen Ausgaben verleitet, ferner die stark übertriebene Putzsucht mancher Damen, welche lieber das verfügbare Geld für kostspielige Modestücke, womöglich noch im Ausland, ausgeben, als für dringend notwendige Bezahlungen. Die Folge hiervon ist natürlich die, daß viele Damen, welche Bestellungen über den ihnen zur Verfügung stehenden Etat gemacht haben, sich scheuen, ihrem Manne die eingelaufenen Rechnungen zur Bezahlung vorzulegen, um unangenehmen Auseinandersetzungen aus dem Wege zu gehen. Je "länger aber dieser Aufschub dauert, um so höher läuft das Konto auf und um so schwerer wird naturgemäß der Entschluß zur Vorlage der Rechirungen. Eine große Gefahr für den Kaufmann liegt in der sehr oft gemachten unangenehmen Erfahrung, daß Kunden, welche, pochend auf ihren Titel oder ihre soziale Stellung, vor dem Kaufabschluß Barzahlung direkt nach Ablieferung in Aussicht stellen, nachher jedoch mit der Bezahlung monatelang warten lassen, oder langfristige Teilzahlungen beanspruchen, ohne daß dem Kaufmann hinreichende Sicherheit und Entschädigung für Zinsverlust geboten werden. Geht dem Kaufmann nach mehrfach vergeblich gesandten Rechnungsauszügen die Geduld aus und erlaubt er sich, etwas energischer an die endliche Bezahlung zu erinnern, dann zeigt sich vielfach eine ganz unangebrachte Ueberempfindlichleit der Kundschaft, welche aufs höchste gekränkt tut und mit dauernder Ent ziehung der Aufträge droht. Wird aber nach Ablauf einer gewissen Zeit dem Schuldner die Berechnung von Zinsen angekündigt, so kennt die Entrüstung solcher Kunden gewöhnlich keine Grenzen und die Verbindung ist dann meist als abgebrochen anzusehen. Es ergeht die dringende Bitte an alle Diejenigen, die es angeht, den ihnen vom Kaufmann eingeräumten Kredit nicht zu mißbrauchen, sondern die erhaltenen Rechnungen nach kürzester Zeit zu begleichen und so den Geschäftsmann vor Schaden zu bewahren. * ** Ordensangelegenheit. Ter Großherzig hat dem 'Hofrat Alex. Koch, Kunstschriststeller und Verleger zu Darmstadt, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm von dem Prin^regenten Ludwig von Bayern verliehenen Goldeneii Medaille für Wissenschaft und Kunst erteilt. ** Lehrer Personalien. Ernannt wurde der Lehrer Johs. Klös zu Friedberg zum Reallehrer an der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer. Die M i n i st e r i a l a b t e i l u n g für Schulangelegen- heiten gibt bekannt, daß mit Rücksicht auf die Prüfungen von Mitte Januar bis Ende März nicht darauf gerechnet werden kann, die Mitglieder der Abteilung an den regel- mäßigen Sprechtagen anzutreffen. Es empfehle sich daher, für dringende Fälle einen Enipfang durch Vermittelung des Sekretariats nachzusuchen. ** Kreisvermessungswesen. Der Großherzog hat die Kreisgeometer Hch. Weber zu Reinheim, Balth Wiegand zu Homberg a. d. O., Adolf Heim zu Alzey und Ferd. Bischoff zu Sckwtten zu Kreisgeometern der üreisvermessungsämter Butzbach bezw. Remheim, Homberg a. d. O. und Alzey ernannt ** Zur Verstaatlichung des Gerichtsvoll- zieherwesens Zu der Vorstellung der Vereinigung yessifcher EKrichtvvoltzieher um Verstaatlichung des ch * " VN zieherweseWen die hessisclfttn Hmf- oelMammem dem Ministerium der Justiz auf entjpcech«ide Aufforderung einen gemeisamen Bericht durch ihren Vorort zugehen lassen. In dem Bericht wird zunächst erwälmt, daß die von der Deveinigung der Gerichtsvollzieher u a. als Grund für die Verstaatlichung herangez->gene Notlage dieser t -Beamten, angesichts der Garaniterung eines Mrnimulem kommens au Gebühren durch den Staat, erst zahlenmäßig nachgewiesen werden müsse. Die weiteren Bchauptungey der in Rede stehenden "Denkschrift, daß der Stand der Gc richtsvollzieher unter unwürdigen Dienstverrichtungen unö Abhängigkeitsverhältnissen leide und das Sportelwesen den Gerichtsvollzieher zum Geschäftsmann niache, können die heffischen Handelskammern ebenfalls nicht als stichhaltige Gründe für eine Verstaatlichung ansehen. £>ic befürchten vielmehr, daß die Ausschaltung der freien Konkurrenz durch Verstaatlichung des Gei-ichtsvollzieher- oder durch Bc seitigung des Sportelwesens, die jetzt schon sehr zahlreichen > erfolglosen Pfändungen in Hessen, ebenso wie seit der Ein - führung der Gerichisvollzicherordnung in Preußen, nockM vermehrt werden. Aus den erwähnten Gründen haben du , hessischen Handelskammern eine Verstaatlichung des GcrÄ richtsvollzicherwesens nicht gutheißen können und deshall i das Ministerium der Justiz gebeten, der Vorstellung de Gerichtsvollziehervereinigung nicht stattzugeben. ** Der Boi «land der La n dw i rl s cha f tskam wer tagte gestern in Darmstadt. Er beriet in der Hauptfach geschäslliche und PerwaltungSangelegenheiten. U a. rourbt beschlossen, wieder Instrnltionslnise durch die Sammelsteller des Pstanzenschulzdlenstes abhalten zu lassen. Für die Förderung der Kaninchenzucht sollen von der Regierung Mat 3000 gefordert werden. Der Antrag wegen Pachtung vor Gelände zur Errichtung einer Iungviehweide in Rbeinhesfer wurde genehmigt. Auch der von der Hengslbaltungs' Genossenschaft Maar und Umgebung erbetene Unterstützung? betrag von Mk. 250 wurde gutgeheißen. Eine Reihe weitere: Beratungsgegennände wurde auf die m der nächsten Wochi stattfindende Sitzung verschoben. **■ Frauenftimmrechtsvortrag, Man schreibt um: Morgen wird Tr. Broda aus Paris (Herausgeber der "Dokumente des Fortschritts und Generalsekretär des Instituts für internationalen ^lustausch fortschrittlicher Ersahrnngen) im Holä Schütz über die Erfolge des Frauenstimmrechts ü Finnland und Australien sprechen. Tn Dr. Broda diejr Länder selbst besucht hat, ist seinen Worten besondere Beachtun, zu schenken. Er ividerlegt die Ansicht vieler, die fürchten, duw das Stimmrecht der Fraueil mürben einzelne Parteien, wie b;.i Zentrum unb die Sozialbemolraten, besonders gestärkt und betont, j daß sich das politische Kraftverhältnis der Parteien in leina« der genannten Staaten nach Einführung des Wahlrecht-5 dn Frauen geändert bat. Die Erörterung politischer MachtfragerW bleibt den Männern überlassen, weil die Wirksantke t der FrauerW im Parlament sich vorzugsweise auf soziale und kulturelle Pro" i bleme richtet. Auch geht ihr Streben dahin, die arbeitenden FrauoW durch geselckichc Festlegung der Arlx itsbedingungen vor te beutuiig und Not zu schützen und das Elend der Hcimarbeiterinnu. zu beseitigen. Ms Hüterinnen der Familie suchen sic durch GefeseM die Trunksucht zu bekämpfen. ** Fernsprechwesen. Im Interesse möglichst srül-M zeitiger Inangriffnahme der Arbeiten zum weiteren Ausbau tae Fernsprechanlagen ist es erforderlich, daß die Anmeldungen neun Fernsprechanschlüsse spätestens bis zum 1. März den Kaiserliche> Telephonanstaltcn vorliegen. Berfpätci angenreldete Anschluss Hi die infolgedessen außerhalb des Bauplans nur mit Mehrau! wendungeu (z. B. durch besondere Entsendung einer Baukolorm usw.) herzustellen sind, werden in dem laufeirden Bauabschin: nur bann ausgefüyrt, wenn bie Antragsteller zu den entstehende!^ Mehrkosten einen Zuschlag von 15 Mk. leisten, ober, wenn bm" Mehrkosten ben -Betrag von 30 Mk. übersteigen, den ivirM'41 aufgewendctcn Kostenbetrag erstatten. ** Zweijährig-Freiwillige für das hejj. Garde-Jnfanter'ieRegiment Die LeioFoiii- pagnie des 1. Hess. Infanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 113 nimmt bis 31. März 1913 Zweijährig-Freiwillig, für den Diensteintritt im Herbst d. I. an. Die sich Melden« den müssen gute Füße unb gute Augen haben und ofrut Stiefel gemessen mindestens 1.78 Meter groß sein. Schuh« ntacher und Schneider können auch geringere Größe haben. Die Meldung der Freiwilligen kann Dienstabs Vormittao; bis 10 Uhr auf der Schreibstube der Kompagnie, Darmstad!, Infanterie-Kaserne, Mexanderstraße 22, erfolgen. Landkreis Gießen. b. Wies eck, 26. Jan. Am Montag, abends 8 llhr, findet Gemeinderatssitzung mit folgender Tage- Ordnung statt: 1. Abwafferung in die Straßenkanäle durch die Grundstückseigentümer in der Gießener Straße. 2. Dir Lokalfrage des Gemeinde-Einnehmers. 3. Genehmigung dalw»z des Grenzweges am Huhn. 8. Gesuch der Bewohner za Erlangung von Wasser aus der Gemeindewasserleitung. Starkenburg und Rheinhessen. Offenbach, 25. Ian. Die Handelskammer fvählte zum Vorfitzenden Louis Feistmann, als ersten stelle Vorsitzenden Gustav Boehm unb als zweiten stellv. Vv? sitzenden Direktor Andreas Aicheler; als Rechner nnrrDa gewählt Bernhard Merzbach und Hartmann Stöhr. Hessen-Nassau. — Diez, 26. Jan. -Aus Grund verschiedener scheinend zu geringer Stenereinschätzungen hat die Behör» in verschiedenen Orten des Diezer Bezirks die Bücher ichlaqncchmt; so in Pohl, Nassau, Ems u. a. Orten. lbiivcrütäts*Hacbricbtcn. — Der bekannte Geograph und Ethnologe, emerit. ord 1?nL an der Universität S t r a B b u r g i. Els. Geh. RcgicrungsrU (SScorg ö erlaub feiert am 29. Januar seinen 80. Gcburt-ttz. Geboren am 29. Januar 1833 zu Kassel, stubierte er in Marbl« und Berlin unb mürbe im Jahre 1875 orbentlicher Prosessoc « OKmgraphie an der Universität Straßburg unb am 1. ?lpril 19» auf sein Ansuchen emeritiert. Gerlanb hat sich besonders iim * Organisation des intmrationalen Erbbebendimstes verdient f macht. Gerland ist auch Liederkomponist unb hat noch im v» gangencn Jahr vier Lieder für eine Singstimmc beraudgegeo* Gcrich^^al. ff Marburg, 24. Jan. Ein Mädchen aus dem Ätr- .Iranfenberg batte vor etwa fünf Woweu in der Räbe der Äo> fdiule in den Anlagen fein damals etwa acht Tage altes ausgesetzt und war daun nach Gießen getobten, wo es nm oubfiS Tage fefigenommen wurde. Ein des We.is fominenöec Stu^ hatte das Kind noch zu rechter Zeit ge'imben und iu die vcrbradit. Tas Piädcdeu wurde unter Zubilligung nuiberuK Umstände zu f e cd S Ak o u a t e n Gefängnis vcnnteil'. Petersburg, 23. Jan Tas Gclnöurqcrid'.t verurteilte ts Bürgermeister »uw zwei Ratsberten von N y u a d ive^en Wld» nandes gegen das Gesetz über die 1 leidabeveditmung, in Fiuulanb zu einer sechsmonatigen G e j ä n lÄU * Kf* Di- toA Sw. W- SB averälldert gel *t»»” V, i «6 A * v* m Mdes m s Die Zahl j Stück get im abschlie Island de erlitten ^krgebmsst h^äsiaaten M kam- 6inm liebe Vi in Hessen litrjidfl, in ja her Cinfvoh hb mt Pserl kSlkerung des Salten, indem iierbe und 10 hesland im men, von 33,' je 100 Bewoh Für die 1 landwirtschaft Händen. Äe x Timv Stabe ‘ vontaRam nahm bit v schädiMgm ♦Gini eine Fabr Tribiimcr ' Hauses u gerieten in getötet i -Ei der großen Öorfifvanmi arbeitet mt gingen Z liitrbrftärle automatjjje bnvegliche 5 Cdbabe bef lobalb etwa [fat'Wf'ffr Mimt * unf!> btftimt küva durch n tauienb Amv solcher 'j abfchalten 1 "'Deutscher L Nuct, elektrisck ? Aren ff, 2} 'Ingenieur Weubcrt muri nongen die» LI? ''»en Ä nur- dc tos« -GbamV°*let Äa'l?Ta Atz ^£1200 LÄS, ernannt. KonkurSsorderunqen sind bis zum 11. Febr. bei dem vorlSufiik Ergebnisse der Viehzählung in Hessen. B i e h st a n d Auch das Baicholz ist teurer geworden. 21 ut lOOtSmiro n kommen Sllicizahi 8S nach Abzug von 4 Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. "-C Wette« 8S e xre fritzendung tirer AuK^ru n- frttz'endvng kirn i ui Sem Lufcnben Bauck-i: | ^ntrcgüdlcr ;u bcn entsteh • 15 leiten, ober, mein :v. \ Ö!f. überlingm, ö««- j«®?' werden, ivelche an Körpergewicht zunehmcn möchten. Ober 34,000 ähnlich lautende schriftliche Anerkennungen! 5,7 5,6 5,7 Sonnenschein KlarerHimmel 2 ■9 l® « - -b (4) -ti <5 2 -E iS sehr hinauf gegangen. 22, 23 und 24 Mk. + 7,2 * 0. — 1,5° C. i30410 101663 91277 86731 8159'6 58158 64M05 47545 17,4 31 6 35,5 3 an 191 1373 1.833 1892 1897 1900 1904 1907 1912 133987 162020 216913 271595 318382 338839 384593 336124 78670 9364- 115158 5,3 5,1 5,2 5,2 5,3 5,2 5 0 4,8 Eos s> E 2 x2 e ° t» 12695' 1264^8 13-2 0 132116 e % o-Ö K2 t» 284049 290lo5 321641 324626 330666 H9912 331384 302584 Reich 2320/ 82 33 9.9 7,1 3534,0 7,0 38,4 60.9 32.3 13 2 >3,1 12,4 Rückgang Don 558 278 auf 476 094. Hier macht der Rück gang mit 82 184 Stück fast 15 Proz. aus. ^wachsen, aber er hat bei weitem ‘ >re 1907 uni) 1908 er- Ortsfremden: 13,12 /> Kinder auf 47 545 in 1912 vermindert. Dagegen hat die Sckftveine- ;ucht in den letzten 40 Jahren einen gewaltigen Aufschwung genommen. 44153 4754" 52439 56002 59342 61787 61696 62690 92 10,0 11,4 11,3 10, 10.6 10,1 15 3 109 9.1 8,1 7,3 4,9 5,2 3,6 15.7 17,4 24.5 25,4 28.0 28 6 3' ',9 25,6 Auch in Bad en ist der Viehbestand erheblich zurückgegangen. Zwar ist der Rindviehbcstand in den letzten Jahren wieder etwas gewachsen, ab- noch nicht wieder die Höhe der Iah reicht. Dazu hat sich der Bestand an Schweinen dauernd verringert. Im Vergleich mit dem Vorjahre ist die Zahl der Schweine um 24 814 Stück oder um 4,95 Proz. zurück- gegangen. Gegenüber dem Jahre 1907 war nach der letzten Zählung die Zahl der Rinder von 673 146 auf 649 165 oder nut 23981 kleiner. Bei den Schweinen ergibt sich ein excrmcn; 95 wurden Professoren, 60 Aerzte, 100 Geistliche und 75 Offiziere 60 waren angesehene Schriftsteller, 100 Advokaten, 30 Richter, 80 Beamte, 3 gehörten dem Senate der Vereinigten Staaten an, ein paar waren Diplomaten, unb einige wenige Leiter von Bankfrftrsern und großen Handelshäusern. Dagegen ist fein Fall bekannt, in bem1 ein Mitglied sdieser Familie Edwards mit dem Strafgesetz in Berührung gekommen ist. ff. Präsident Wilson will sparen! Dr. Woodrow Wilson, der künftige Präsident der Vereinigten Staaten, will sparen: das ist sein fester Entschluß wie er jüngst bekannt- gegeben hat. Gleich zum Beginne der Präsidentschaft soll dieser Entschluß in die Tat umgesctzt werden: am 4. März, dem Tage, wo der neue Präsident in sein Amt eingeführt wird, beginnt die Sparsamkeit und die Einführnngszeremonien werden, wenn Wilson seinen Willen durchgesetzt, anders fein, als es feit langem Sitte ist. Der Vorsitzende des Einfübrungsausschusses Curtis mit Namen, hat nämlich jüngst von Wilson einen Brief erhalten, in dem der neue Präsident auseinandersetzt, daß der Präsidenten-Einsührungs-Ball in Washington am 4. März nicht stattsindeii soll. Es handelt sich dabei um eine ganz stattliche Summe: volle 400 000 Mk. kosten die Vorbereitungen zu diesem Balle der Regierimg wenigstens. Die empsindlichste Schädigung erleidet nach Wilsons Ansicht die Regierung dadurch, das; bereits 14 Tage vor dem Balle alle Beamten — 2000 an der Zahl — ausguartiert werden müssen und infolgedessen natürlich auch ihre Arbeit unterbrechen. 'Tie Gegenprobe. Eine hülsiche Anekdote von Verdi erzählt die Comödia. Als der Komponist eben die letzte Hand an den Tronbadonr gelegt hatte, besuchte ihn seinem Arbeitszimmer einer seiner intimsten Areunbe, zugleich einer der mächtigsten Musikkritiker. Verdi bgt ihn um ein Urteil über das eben vollendete Werk und spielte ihm zunächst einen Chor vor. „Nun, wie finden Du'c-?" trau er, nachdem er geendet. .Schundfr antwortet der Kritiker. Verdi reibt sich lachend die vänöc unb fährt eifrig fort: „Also, setzt nut>t Tu noch etwas hören l" Er spült weiter und blickt feinen Richter fragend an. Doch der hat nur das lakontfche Urteil: .Schund'/' Ta springt Berdt auf und umarmt ihn mit einem Freudenausbruch. „Aber was soll denn das?" meint der andere verrounbert. .Ach, mein Teurer , antwortet der Maestro, „ich habe eine Volksoper komponiert, toobei ich entschlossen war, allen zu gefallen, nur nicht den gestrengen Kritikern. Hätte es Dir gefallen, bann hätte es keinem anbeten gefallen. WaS Tu mir faqft, macht mich des Erfolges sicher. Von jetzt in drei Monaten wird der Troubadour überall gelungen unb mlebet gefangen, auf allen Pianos und Leierkäucn in ganz Italien gefuielt werden." Verdi war diesmal ein guter Prophet — selbst in seinem Vaterlande. 33.3 31,0 31.9 30 3 29 5 27,0 26.6 23,1 je 100 Bewohner. Für die Schafhaltung ist bei dem heutigen intensiven landwirtschaftlichen Betriebe überhaupt kaum Platz vorhanden. Die Schafe haben sich von 130410 im Jahr 1873 Summa: 12(4) 9 (3) — 3(1) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie y. der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Höchste Temperatur am 25. Niedrigste „ » 25. Niederschlag: 0,0 mm. bis 26. Januar „ 26. Amtsgericht Vmaen anzumelden. Preisabschlag. Nachdem das Fittingshndikat Ende des vorigen Jahres aufgelöst wurde, ist unter den einzelnen Werken der Branck>e eine weitere gegenseitige Preisunterbietung eingetreten. Bei den iüngftcn Vergebungen von Fittingslieferimgeu für 1913 seitens der Gauanstalten haben diese etwa 20 Proz. billigere Preise erzielt als dies unter byn Syndikat der Fall war. L. Friedberg, 24. Jan. Ber bcn H o l z v e r steigern n g e n in unserer Gemeinde sind die Preise biefen Winter ..... Beim Brennholz kostet bet Raummeter Handel « Konkurse in Helfen. Ueber das Vermögen des Baumaterialienhäudiers Kaufmanns Karl Gies in Darmstadt wurde am 9. Jan. das Konkursverfahren eröffnet, da bet lSemeinfchuldner zahlungsunfähig ;ift und die Eröffnung des Verfahrens beantragt hat. Rechtsanwalt Kern in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 1. Febr. bei dem Amtsgericht Darmstadt I anzumelden. — Ueber den Nachlaß des am 14. Dez. 1912 verstorbenen, zu Langende r g h e i m wohnhaft gewesenen W i l h. H e , n r. M a r t. W ü n ch wurde am 17. Jan. das Konkursverfahren eröffnet, da der Nachlaß überschuldet ist. Svarkaffenrewner Wagner in Altenstadt mürbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bjß zum 10. Febr bei dem Amtsgericht Altenuadt anzumelden. — Ueber das Vermögen des SchreinermetsterS Friedrich Jäger in G l a u b e r a wurde am 22. Januar das Konkursverfahren eröffnet. Sparkafferechner Waauer von ‘Jlltenlh.bt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 10. Febr bei dem Amtsgericht Altenstadt anzumelden. — Ueber das Vermögen der Rochusberghotelgefellscha't m. b. £>. in i i n g e n wurde am 18. Januar das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Marx in Bingen wurde zum Konkursverwalter Die Veränderungen des Viehbestandes int Deutschen Reich lassen sich nur bis zum Jahr 1907 verfolgen, da das Reichsergebuis von 1912 noch nicht veröffentlicht ist. Auch im Reich hat sich der Viehbestand in ähnlicher Richtung wie in Hessen bewegt. Es ist jedoch beachtenswert, daß der Viehbestand des Reiches im Verhältnis zur Bevölkerung größere Bestands^iffern als Hessen aufweist, mit Ausnahme des Ziegenbestanoes. rn 2 § H § vermischtes. * Dampferzusammenstoß. Rach Meldungen der Blätter stieß der Postdampfer „Clementine" auf der Fahrt von Ostende nach Dover mit einer Barke zusammen. Zwet^Mann von der Mannschaft der „Clementine" ertranken. Der L ämmer nahm die ganze Besatzung an Bord. Er ist mit schweren Beschädigungen uub mehrstündiger Verspätung in Dover angekommen. * Ein stn r z zw ei e r H ä us er. In Mackin 1 ey stür zt e eine Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen zusammen. Die Trümmer durchbrachen die Wände eines benachbarten K a u f - Hauses und brachten auch dieses zum Einsturz. Die Trümmer gerieten in Brand. Bei der Katastrophe wurden a ch t M e n s ch e n getötet und 15 verletzt. . — Ein Kurzschluß versuch wurde kürzlich in einem der großen Kraftwasserclektrizitätswcrke bei Christiania mit einem 6wchspannnngsaussckalter deutscher Herkunst ausgeführt. Tas Werk arbeitet mit 15 000 Volt Spannung unb erzeugt denn gegenwärtigen Stanbe des- Ausbaues einige zwanzigtausend ele.irische Pferbestärlcn Bei ber Prüfung handelt es sich um einen sogen, automat.scheu Oelam schalter. Tas heißt, um einen Apparat, bellen bewegliche Teile sich der größeren Sicherheit l-alber "i einem Oelbade befinden, und ber die Leitung automatifch abschaltet, sobald etwa durch einen Kurzschluß ober berglcidp die Stromstärke zu sehr in die Höhe gehl. In her Praxis muß man natürlich damit rechnen, baß die Stromstärke nicht etwa allmählich über einen bestimmten Strombetrag hinausklettert, sondern baß sie etwa durch einen .Kurzschluß im Moment eine Hohe von vielen tausend Ampere erreicht, und ein zuverlässiger «Schalter muß auch solcher Beanspruchung gewachsen sein und die Leitung sicher abschalten. Tie ersten Versus, die man mit den Schaltern nichtbeuischcr Herkunft machte, waren mm Höchst be rüblich Der erste Versuch, bei dem ein Kurzschluß von etwa 4000 Pferde- ftärfen gemacht wurde, bei dem also im Momente der Wschalying 4000 elektrische Pferdestärken in einem verlMltmSmaWg kleinen Oeltovf rumorten, verlies geradezu katastiophal. ^mt.rchc Fenster unb Türen flogen hinaus unb der Luftdruck war |o groß, daß ein Ingenieur im benachbarten Raum auf eine Maschine geschleudert wurde unb rechi schwere Verletzungen erlitt. Dagegen gelangen bic Versuche mit bem deutschen Schalter vorzüglich Man Riskierte einen Kurzschluß von 20 000 Pferdestacken und sand danach nur, daß das Oel tm Schalter trübe und schwärzlich, geworden war und an beit Schaltmeftern das SRetall an ^mgen Stellen zu kleinen Perlen verfchmolzen war. Doch Iwtte der Apparat tadellos abgeschaltet uub freit meiere derartige Kurzschlüsse aus, bevor er endlich betriebsun afrg wurde. So endigte dieser Versuch mit einem schönen Erfolge deutscher Technck ff. Eine Familie, die dem Staate 6 Mi 111 o n e n Mark kostet In einem Anft'atze über eugenische Fragen, den „Chambers' Journal" ueröffentlicht, werden ein fr-ar Beispiele Tür bic Vererbung geistiger Eigenschaften beim Menscheu mitgeteilt. Ta wird z. B. die in den Vereinigen Swaten berüchtigte Familie JukeS genannt, bic bis -um Jahre 1900, soweit es sich hat berechnen lassen, Staate New York nne Ausgabe von 6 Millionen Mark verunacht hat, ohne daß der Staat irgcnbciucn Nutzen von ber Familie gefribt hatte Max Jukes, ber Stammvater, würbe tm Jahre 1720 geboren, ^r war schwachsinnig, und alle feine NachkomMM waren gl^chfalls schwachsinnig, arbeitsscheu oder gar Verbreck-er^ Unter den 1200 Nachkommen, ül>er die man sichere Angaben hat, stnd bie Harm losefteii die 300, die im .Andesalter gestorben s^ Don denen die ein Durchschnittsalter erreichten, waren 60 gewnbsmaßtge Straßenräuber-. 130 wurden wegen fruWbener größerer oder geringerer Vergehen bestraft, 7 waren Mörder, ^49 mfrtcn einen liederlichen Lebenswandel und 300 waren Derussbettler Nur 20 unter allen Nachkommen erlernten em Handwerk unb iu unter biefen 20 taten dies erst im) GefängnisEs ist “^nemjiger unter bett 1200 Nachkommen des Mar Zickes, ber 'eine Schule von ber ersten bis zur (ritten Klasse besucht hat. .^s O^genstück zu dieser Familie Jukes ist eine gleichsalls amerikanische Fantihc, bereu ^'mrhater Jonathan Ebwarbs ist. Unter 1394 ferner »Y'ttineu (bis zum Jahre 1900) bestanden 295 das Doktor- Die Ergebnisse her Zählung int Großh. .Hessen sind noch nicht ncvchgeprüft, werden also kleine Aenderungei' erlei>deit. Außerdem sind die Altersklassen der Viehgattungen noch nicht Msainmengesteillt, auch Ist das Federvieh nicht nach einzelnen Gattungen (Hühner, Gänse usw.) unterschieden. Ein Vergleich der Ergebnisse von 1912 mit denen der Zählung vom Jahre 1907 zeigt, daß in den litzit n 5 Jahren wesentliche BerätldetTMtgeu im Viehbestand des Großherzogtums eingetreten siiid. Der Pferdebestand hat sich um ein Geringes (1,2 Proz.) gehoben, die Zahl der Ziegen ist fast unverändert gebli-Wen, während das Federvieh eine Ztl- nähme von 4,2 Proz. aufzuweisen hat. Dagegen ist bei dem Rindvieh ein Rückgatrg von 9 Proz., bei den Schafen sogar von 26,4 Proz. und bei den Schweinen von 12,7 Proz. sestzustellen. Von diesem allgemeinen Rückgang ist kein einziger Kreis des Großherzogtums verschont geblieben. Er muß also auf eine gemeinsame Ursache zurückgeführt werden. Besonders groß ist iber Rückgang des Rindviehbestandes in Rheinhessen (12,2 Proz.) und des Schweinebestandes in Starkenburg (17,8 Proz.). Die ^ahl der Bienenstöcke hat sich bon 33 513 auf 35 276 Stuck gehoben. Ein abschließendes Urteil über den Rückgang, den der Viehbestand des Großherzogtums während der letzten 5 Jahre erlitten hat, wird man erst abgeben körmen, wenn die Ergebnisse der letzten Viehzählung in den übrigen Bundesstaateit berliegen und man dann Vergleiche austeilen kann. Einen Ueberblick über die Entwickelmrg des Viehbestandes in Hessen seit dem Jahr 1873 gibt bie untenstehende Uebersicht, in der auch die Stückzahl der Viehgattungen zu der Einwohnerzahl ins Verhältnis gesetzt ist. Der Bestand an Pferden und Ziegen hat mit der wachsenden Bevölkerung des Großherzogtums fast gleichen Schritt gehalten, indem auf je 100 Einwohner durchweg rund fünf Pferde und 10 Ziegen kommen. Dagegen hat der Rindbieh- bestand im Verhältnis zur Einwohnerzahl stets al'genommen, von 33,3 Stück im Jahr 1873 auf, 32,1 in 1912 auf Nicht nü rJ’nCn bi rsKr Sitzen können^!??? & Abelen hfr « deshai ' l"4' !t«»SugX ‘"n9 ht I (bllM .b‘c MtallunJ ™ 'Ww untttM51J 6ltdir na^iten 8o41 idimbt uit- bnuiiÄS, i? b ; -IICWT Fr ittungen; im h«l n T« 2t. i8roba hi-, ?„• JPrtrn drlmdnk Pracks ® die fürchten, bu:i urben emzäne Pn^im, rote ' JHbns geitirh unb ™ da Parteien in fcini -^'udrung des Wahlrechts k wuennq politischer Mach!m§i wai die Wirksamkeit ber sstMi mn loyale unb fultuicll? Po- " daf n. b:c arbfitenben r Ardi'.sxdingunßm vor Üe> 3 ^5 Dcnb bet vtimarbälmniA m Familie iuchen sic durch 3in Interesse möglichst irh . iLit yim rotilcren Ausbui li x 3, daß dir Srnneibungcn nea :ir um 1. März den KaiserW Leripäm angtrndbeic MM t: tzaManr nur mit Mck°» Deutsches 1000 Slück 187313352,2 15776,7 2499 ,4 7124,1 1904 4267,4 19331,6 7907. 18920,7 1907 4345,0 20630,5 7.03,7 22146,5 StandesatntsncH errichten. (Nachträglich eingegangen.) vutzbach. Aufgebote: Januar 16. Otto Matern, Bremser, mit Marie Buß, beide in Butzbach. Eheschließungen: Januar 18. Karl Laux, Zuschneider-, mit Margarete Becker, beide in Butzbach. Geborene: Januar 17. Dem Bauunternehmer Julius Braun eine Tochter, Margarete Katharine. — 20. Dem Maschinensetzer Ludwig Rapp eine Tochter, Dora Emma Anna. — Dem Vizefeldwebel Franz Johann Marguart eine Tochter,, Katha rina Marie. , Sterbefälle: Januar 11. Schlosser Johann Peter Kilb, 33 Jahre alt, von Alzey. — 17. Margarete Justine Linkmami, 1 Jahr alt. — 24. Elise Scharmann, geb. Bröder, 45 Jahre alt. Taglöhner Konrad Hebberich, 61 Jahre alt. Vöchentl. Ueverficht der Todesfälle L ö. Stabt Gießen. 2. Woche. Vom 5. bis 11. Januar 1913. Cinwohnerzaql : miaenomme** ui 31800 (itttL 1600 Mann Militär). Sterblichkeitszisser: 19,71 Von der Wirkung erfreut. Marie Weisel in Freiburg i. Baden gibt obtaett Worten Ausdruck: „Da ich von der Wirkuna des Leciscrrin nn meinem blutarmen Körper wirklich erfreut bin, kann ich nicht umbin, dem Fabrikanten des Präparates meine Freude und Zufriedenheit mit demselben Ausdruck nu geben, und wünsche mir, daß auch weiteren Kreisen, die einer Hebung ihres Gciundhcitö" zustandcS bcdürscn, das wertvolle Leciscrrin bekannt werde." <^°) Preis M. 3.—, in Apotheken, sicher von: Universitäts' apothekc und Hirschavotdckc zu Gießen.__________________«l6/1 Wie magere Leute volle Körperformen erlangen können. Den zahllosen Präparalen und Behandlungen nach zu schließen, welche fortwährend gegen Magerkeit, zur Entwicklung der Büste, sowie im allgemeinen sur Umwandlung hagerer, eckiger Formen in die normale Fülle blühender Clesundheit und Schönheit annonciert werden, criilieren augenscheinlich eine Menge Leute beiderlei Ge- schlechis, denen ihr mageres, überschlankes Aussehen sehr nabegebt. Für diese dürste die nachstehende Vorschrift für ein fleischbildendes Nähr- und Kräfligungsmittel zweifellos von Jntereffe sein, mit dem in solchen Fällen Abhilfe geschaffen werden kann. Bei einigermaßen regelmäßiger Anwendung erzielt man nämlich meist schon in kurzer Feit eine gant erfreuliche Gewichtszunahme. Mit dieser acht eine Hebung des Allgemeinbefindens Hand in Hand, und das Auftreten von großer Schwäche, Nervosität und anderer lästiger Begleiter' scheinungen übergroßer Magerkeit wird verhindert: trübe Augen werden hell, und irische, rosige Wangen zeugen von guter Gesundheit. Das absolut harmlose Mittel kann man sich in jeder Apotheke nach solgendem Rezept utsammenstellen lasten: 15 $n- Cardamomm- tinktur, 90 gr einfacher Zuckersirup, 60 gr Salrado comp. Man mische die Bestandteile in einer Flasche von 250 prr Inhalt gut durcheinander unb fülle dann mit beit. Wasser vollständig auf. Man nehme davon 1—2 Eßlöffel etwa 20 Minuten vor jeder Mahlzeit und vergesse beim Essen nicht, alles tüchtig zu kauen. Zur Beachtungl Obwohl das obige Rezept sich auch bei körperlicher Entkräftung usw. vorzüglich bewährt bat sollte es wegen seiner sieischbildenden Eiaenschaslen doch nur von solchen angewandt II Für Erholungsbedürftige und leichtere lll A MI m n Kranke., wÄÄ. U | ■■ Kuranstalt Hofhelm I. T. ■ ■ ■ W I ■ i/tStunde v. Frankfun x.M. Prospekte | M WjA M U W U U durch Dr. Schulie-KahleyeMJerrenarzU Corsetts KÄSS SSß l&inwiiiCit ■ -‘v **«.«*»&■ • , iflUt ' - Iü<4<1 ‘^'1 - <• / li ZsM "MW *rr! LltTL . iroiUUt jür ba: t)tl!- Tie iLttbgarde-j Stegimto Ci 1^13 AwäiNrig^ttiv'.ötcs tbfi b. ?v an. Tie sich -.ne sugrn haben unb^c^t i > Acker groß fein- * en aiuh geringere Größe hcm. - -r fawi Dienstags öonwttqs -uöc ber sompagnie- TarmR berihafee 22, erfolgen. abends 8 . mü folgender rags KL»----'« n 111 $ a n erften f1^ - ;l6 wi. ** wlMN Söt1' Kr «ile Pferde Maultiere und Maulesel Esel Rindvieh Schafe Schweine Ziegen Federvieh Bienenstöcke 19"7 1912 901 191 1907 1912 1907 1912 1907 1912 1907 1912 IQ07 1912 1907 1912 1907 1912 Prov. Steilen bürg 24485 24525 5 6 60 64 107317 98611 18211 1447-2 .52420 125838 68244 69469 6 9942 63192 11308 11885 ..... 3907 3894 — — 9 9 35505 3251' 10751 7466 35149 32729 7462 7633 132405 144963 2064 2598 Äl#fri>..... 3552 356 1 — 8 5 31499 28015 6653 5270 24854 23426 4781 444. 79013 8 497 2012 24-8 BSV'Nge« .... 3426 352 — — 6 6 21548 20051 7972 4618 32024 2b316 6259 6199 98 2t । 1039 22 1581 1919 geubbrrg .... 5776 5970 2 6 18 30 26874 2 '527 7189 5131 37715 33806 10421 9983 141503 14813" 2344 3069 Lauterbach . . 2000 2167 — — — 3 25201 2 223 • >0' ’8 44 8 11833 17064 2838 288' 47-38 5032.1 1574 1851 Schotten .... 1709 182. — - 1 2 22096 19806 6494 5656 162. .7 15359 1956 1817 560>l 59873 994 120 Provmj Oberheffen 20370 2u94u 3 6 42 55 162723'149132 45127 32599 163842 16070 33717 32963 554730 587705 1-769 13132 Provinz Rheinheffen 1709 17225 6 16 38 105 62449 54841 13fr) 474 68553 6 086 299**9 29684 440.-99 451813 H436 10759 Ganz Hesten 6iVbl 62690 14 28 140| 221 3324891302584 64643 47.45 38181b 3o6124 1319b0 .32116 .604771 167146b 33513 35276 Es fi arbeit an: Zusammen: Erivachsene: tm -1 ‘,00111 1. Lebensjahr: 2 ms >. Jahr: Blutvergiftung 1 Bronchitis 1 Tarmverschluß 1 1 — "n w_ •iHc 1 1 brock '^ch^) Blinddarment,pindung 3 (2) 1(1) — Nierenichrnmpsilng 1 Bösartigen ’^eu- 1 2(1) — bildnngen 3 (1) — 1 Altersschwache 1 1 — Verunglückung 1 11) 1 (1) — •— 26 1 2'6 54.1 4 5 33 53 NE 2 3 26. 9fc 57,5 — i 1 34 81 NE 2 0 27. ... 55,8 - 4,8 3,2 100 E 2 0 Bekanntmachung. In unser Handelsregister M)t. A. wurde heute bezüglich der Firma I. Jttman in Gießen eingetragen: DaS Geschäft ist auf die Kaufleute. Rudolf und Alfred Brumlik übergegangen. Die offene Handelsgesellschaft hat am I. Januar 1913 begonnen. Der Nebergang der in dem Betriebe des Geschäfts begründeten Verbindlichkeiten ist bei dem Erwerbe des Geschäfts durch Rudolf und Alfred Brumlik ausgeschlossen. Ba7i Gießen, den 22. Januar 1913. GroftherzoFliches Amtsgericht.__________ Jagd-Verpachtung. Freilag, den 7. Februar l. Fs., nachmittags 2 Ühr, soll die hiesige Gemeindejagd auf hiesiger Bürgermeisterei auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Rüddiugshausen, den 25. Januar 1913. Großh. Bürgermeisterei Rüddiugshausen. ________________Braun.______________677 Holzversteigerung. Freitag, den 31. Januar soll im Ettings- Häuser Gemeindewald nachstehendes Holz versteigert werden: 150,8 Rm.Buchen-Scheiter 334,6 Rm. Buchen-Reifer 10 ^ft-Fichten- „ 35 „ Kiefern- „ 81,1 ^"Buchen-Knüppel 166 „ Fichten- „ 3- - »"Hainbuchen- „ 15 „ Lärchen- „ 2^ » Eichen- „ 50,1 „ Buchen-Stöcke ‘*>5 // «Kiefern- „ 12,5 „ Kiefern- „ hichten- „ 213,9 „ Fichten „ Der Anfang ist vormittags 9*/a Uhr bei Holz Nr. 1 im Grauenborn. Ettingshausen, den 25. Januar 1913. } Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil. 672 Holzversteigerung. Donnerstag, den 30. d MtS , wird im hiesigen Gemeindewald folgendes Holz versteigert: 56 Fichtenstämme — 20 Fstm. 150 Fichten-Derbstangen 19 Rm. Fichten-Nutzknüppel (3 Mtr. lang) 35 Rm Kiefern-Scheit 10 Rm. Fichten-Scheit 90 Rm. Nadel-Knüppel 96 Rm. Nadel-Stöcke 5000 Nadel-Wellen Die Zusammenkunft ist vormittags 10 Uhr beinl Lindenbaum am Ruhberg. Großen-Linden, am 25. Januar 1913. Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 678 Holzversteigernng im Gemeinbewalde Niederkleen, Freitag, den 31. dS. MtS., Zusammenkunft vormittags 10 llbc im Distrikt „Strauch." Bulyen: 212 Rm. Scheit- und Knüppelholz und 566 Rm. Reiser. Weichbolz: 115 Rm. Reiser. Nadelholz: 5 Stangen I. und 5 Stangen II. Kl., 58 Rm. Knüvpclbolz uh* 412 Nm. Reiser. Sämtliche Reiser sind in Wellen gebunden. Groh-Rechtenbach, den 25. Januar 1913. Der Bürgermeister. [B”/i Holz-Submission. Aus den Waldungen der Gemeinde Allertshausen, Distrikt Burghain usw. soll nach Maßgabe der „Allgemeinen Bedingungen" folgendes Holz im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden: 4 Kiefcrn-Stämme 4. Kl. (25—29) = 2,81 Fm. 48 „ „ 5a „ (20-24) = 21,40 „ 833 .. „ 5b „ (12—19) =132,18 .. 1 Fichten-Stamm 3. ,, (30—39) = 0,38 „ 14 „ Stämme 4. „ (25—29) = 10,50 „ 42 „ 5a „ (20-24) = 23,60 „ 130 „ 5b „ (12-19) = 35,04 „ 1 Siroben-Stamm 2. „ (40—49) = 3,50 „ Kaufliebhaber wollen ihre Gebote getrennt, mit der nötigen Aufschrift versehen, bis zum Eröffnungs- termin auf Samstag, den 1. Februar l. IS., nachmittags 2 Uhr, bei uns einreichen. C79 Nähere Auskunft erteilt Förster Römer. Allcrtsausen, den 26. Januar 1913. Großh. Bürgermeisterei Allertshausen. H i l l g ä r t n e r. Holzversteigerung in den Waldungen der Gemeinde Wieseck. 3 4 20 Eichen 7,7 7,6 „ Fickten- „ :ro Rm. Buchen-.Knüppclholz 4,8 41,2 3 4 44 Eicken- Riefern darunter schönes Schnittholz. Asvcn- Kiesern- Lärchen- Kiefern- «vidbicn- 1,07 I st m. 1,51 „ 7,40 „ 2 Rm. Eichen-Stockbolz 10,8 Rm. Fichten-Stockholz Freitag, den 31. d. MtS., vormittags 10 Ubr be ginnend, 'ollen in den Distrikten Dürrloch, HunbSkopf, Heide. Badenburger Wäldchen und Hübnerwäldchen nachverzeichnete Holzsortimentc versteigert werden: (5b „ mit. 508 Fichten - Derbstangen - 29,43 Fstm. 25 Lärchen - Derbstangen — 1,67 Fstm. 805 Fichten - ReiSitangen — 7L8 Fstm. 2 Rm. Buchen-Scheitholz 6 Rm. Eichen-Knüppelholz 6 ,. Asven- „ 550 150 150 3800 Wellen Buchen Reisig 1490 „ Eichen „ Eichen-Stamme 2. Kl. (u. 50—59 Ztm. Dchin. -= 2.77 Fstm. Eicken-Stämme 3. Kl. (v. 40—49 Ztm. DchmO = 267 Fstm. Eichen-Stämmc 4. KI. lv. 30—39 Ztm. Dchm.) — 3,55 Fstm. Fichten Stämme (4. Kl. 25—29 Ztm. Dckm.) — B*7/1 Schomber. DaS zerstreut nvende Holz wird nicht vorgezeigt. Die Zusammcnkunst ist auf der Straße nach Voünr am Distrikt Dürrloch. Wieseck, am 26. Januar 1913. Der Bürgermeister 0659 Dl n Dr. Hcnscll. xfce D”t Pros. Herl sch.. 'ßgXrnxrv - Tydcuxggxvfctt Berufswechsel! © e Die Osterverselzung • Woblmutb. 1594 weg 64, Kontor. >56 Bin Lchmm-Lehrliii^ 673 gesucht. [689 auf der Baustelle. lOberhessem. 1671 Earl Berg. 649| Grünbcrg. [682 zum Brötchentragen gesucht. dleustadt 6. 6871 Marburg a. Lab» 0643 Zwei tüchtige (624 Verschiedenes. Vermietungen Stellengesuche Stellenangebote Verkäufe Bildhauerschule im Atelier, Frankfurter Str.10 Anmeldungen zum Unterricht täglich 2-3Uhr Porträts ° Kleinplastik ° dekorative Bau-Plastik • Grab -Denkmäler Suche für mein Schub gcschäit für bald eine tüchtige jüngere Verkäuferin. Das Vorlesüngs-Vßräta der üniversilät Rostock f. d.Sommer-Sem. 1913 ist kostenfrei zu beziehen d.d. Sekretariat. (Iayfi Suche HauShält., Köchinnen, HauS- lind Küchenmädchen, sowie Mädchen für Büfett. Frau Margarethe Herr, gewerbSmähige Stellenver mntlung, Sonnenstr. 6. I0"4 Der Oberförster: Klingclhöfser. 20 tödifigt Mmirer für Neubau sofort gesucht. Zu melden bei dem Polier I 3 Zimmer "| 3=öim.3ti»obn. ver i. riyril z. verm. Gcbr. Weil. >545 Die Aufnahme neu eintretendcr Schüler findet Mov tag, den 31. März 1913, vormittags von 9—12 Ubr. auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten statt. Die Llbschluirprüsung nach einjährigem Besuch oc: Untersekunda berechtigt zum einjährig-freiwilligen Militär- dienst. In die Vorschulklasse werden ohne Prüfung alle .Kinder ausgcnonnnen, die eine Volksschule 2 Jahre mit Erfolg besucht haben. Jede weitere Auskunft niitte gerne erteilt. Anmeldungen für das neue Schuttahr werben au- jefct schon liumblid) oder schriftlich entgegengenommcn. .Ul jedem Falle sind Geburtsurkunde, Impfschein und lehtes Schulzeugnis vorzulegen. Der Grostherzogliche Rektor: Motorrad ’S' Fahrräder nehme in Tausch. 'Jinberes bei A. Lciucwcbcr, können schwache Schüler noch erreichen (hei sofort Eintritt) durch Privatsten- den undKla.iaenunterricht Beste Referenzen. Brackemann’8 private Vorbereitung« - Kurse Giessen. Bismarckstr.6al Einige Stämme rebbubnf. Jtal.-Hübncr zu verlausen 0646, Steinstraste 48 v- Lchnkidergkskllkn erhalt, sosort dauernde Be irbästiauug b. H. Sckrimvi, Schneioermstr. Lauterbach. tVO VUHONNy hiihiiih Landgraf - Ludwigs - Gymnasium nebst Vorschule Anmeldungen neuer Schüler für das Schul < fahr 1913/14 werden vom 3. bis 6. Februar, vorjl mittags von 11—12 Uhr, im Gymnasialgebäudi enlgegengenommcn. Geburis- und Impfschein sind hierbei vorzulegen Gießen, den 25. Januar 1913. Die Großberzogliche Direktion. 2L Johannes Ködding — Atelier für Kunst-Bildhauerei —- Höhere Bürgerschule (Realschule mit Vorschulklasse) Schotten. Koabeopiosional Goelhesclmle, Ollenbach ä. 1 Prival-Neal- und Handelsschule, erteilt Linjä rigenzeugnü (Sute Verpfleg, u Aussicht. Sorqf. Ucbcrroad). b.SdjuIarb. <£ro&.(Bart. Neuba m.Irntralh., et. Licht Julies, penffonsprds. profpehte d. d. Dtrckttoi Ihv20 12I 1 1! Illlll II Hl IIIIIIW Flcistigcr, junger Mann sucht Nebenbeschäftigung ivie Kerbschnin oder Handschrift liche Arbeiten. Schriftliche Angebote unt. 0639 an den (siebener Anzeiger erbeten. Wohnung z. v.Löwengass. 13 , 9täh. Seltersweg 56. 10632 ! 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Kl. 9, Knüvvel 22, Reiserknüvvel 23 Astreiser 25. — Zusammenkunft 9 Ubr int Stolberger Hof in Hirzenhain. Nähere Auskunft erteilt Forsstchütz Albus. Luisen tust. , | 2. Mittwoch, den 5. Februar 1913 tut Fortterbe- Gedern, Distrikt Temverswald, Gaulskopf und Schäfer köpfchcn. Buchen, Rm.: Scheit 1. Kl. 606,5, Scheit 2. Kl. 46! Knüvvel 450, Astreiser 533. Sonst. Laubholz. Rm.: Scheu 1. Kl. 8, Knüvvel 26, Reiserknüvvel 5. Fichten. 91 m. Knüvvel 5. — Zusammenkunft 9'» Ubr im Bergwirtsbaus Auskunft erteilen die Forstschützen Bauer und Oberhc Gedern. Gedern, den 25. Januar 1913. Gustav Römer, Wieseck. Wir suchen für unser Bu Lehrling per sofort ob. spät, bei einer monatlichen Vergütung, i®** Hess. Ll u.Fcttmauufaktur S. Galtst, Bleichstrastc 26. Rutscher m. gut.Zeugt!., sucht bonernbe Stell, per 1. März, auch als Reit knecht. 9iäh. i.d.Geschafttz- stelle bes Gieh. Anzeigers.!°°» Für Jungen, der Ostern biÄ" Lehrstelle in einem Zabu 2ltelicr ge sucht. Schriftl. Angeb. unt. 683 an ben Gieß. 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