165. Jahrgang (Erftes Blatt M. 94 TS Die heutige Nummer umsagl 12 Setten. der sozialdemokratische 5026 Stimmen. Der Uaiser in ljomburg. den mit chenlnnd hat darauf noch nicht geantwortet. Cetinje, 22. April. (Amtlich.) In der vergangenen Nacht ergriffen die montenegrinischen Truppen an der Front sämtlicher Linien die Offensive. Der Bajonett kam Pf dauerte die ganze Nacht. 4. Klasse mit der Krone dem Regierungs- und Forskrat Freiherrn v. Ha mm er stein und dem Dekan Holthausen, den Roten Adlerorden 4. Klasse den Pfarrern Füllkrug und Wenzel und den Direktoren Professor Schünemann und Blümlein. H o m b u r g v. d. H., 22. April. Die Majestäten machten heute nachmittag einen Automobilausflug nach dem Feldberg. Abends fand hier zum Geburtstag der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen bei Ichren Majestäten Tafel statt, an der Priniz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen mit den drei Prinzensöhncn Friedrich Wilhelm, Christoph und Richard, sowie der Erbprinz und die Erbprinzessin von Meiningen teilnahmen, und zu der der Oberst und .einige Offiziere des Füsilier-Regiments Gersdorff, dessen Chef die Prinzessin Friedrich Karl ist, geladen waren. . überlegener Mehrheit gewähl t. Es wurden abgegeben für Leicht (Ztr.) 13 877, für Krauß (Liberal) 3196, für Bogel (Soz.) 4121 Stimmen. Im Jahre 1912 wurde Dr. Schädler mit 14 724 Stimmen gewählt. Der fortfchrittlicl>e .(Kandidat erhielt damals 4439 und Eine Hei i rtagserschwahl. Bamberg, 22. April. Bei der Neichstagsersatzwahl für Prälaten Dr. Schädler wurde Domprediger Leicht (Ztr.) Homburg v. d. H., 22. April. Der Kaiser mit ____ „ Gefolge frühstückte heute bei dem Landrat Dr. Ritter Tie Türien verloren an der östlichen und südwestlichen Front v. Marx. Der Kaiser verlieh den Roten Adlerorden Mittwoch, 25. April 1915 Bezugspreis: monatlich75Ps., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- tu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August politifcbc Anton von Werner und die Jubiläumsausstellung. Durch die Presse geht die Nachricht (Wir haben sie gestern auch mitgeteilt.), Anton v. Werner habe die diesjährige Große Berliner Kunstausstellung mit einigen Historienbildern aus dem Siebziger Kriege beschicken wollen, die Jurv aber hätte den Einwand erhoben, daß die Werke wegen ihres „aufreizenden politischen Charakters" nicht ausgestellt werden tonnten. Ein Mitarbeiter des Berl. „Lok. Anz." hat Veranlassung genommen, mit Exzellenz v. Werner, denr Direktor der. Königlichen Akademischen Hochschule für die bildenden Künste zu Chartottenburg, über diese Angelegenheit zu spreck^n. Der Künstler führte in der Unterredung etwa folgendes aus: „Der Sachverhalt liegt so: Im Ererbst vorigen Jahres wurde ich aufgefordert, auf der Jubiläums-Ausstellung 1913 am Lehrter Bahnhof eine Reihe meiner Werke auszustellen Darauststn sandte ich dem Vorsitzenden der Ausstell'.mgskommission, Herrn Professor Kallmorgen, eine Liste der Werke ans den Jahren 1870—1895, die mir für die Ausstellung besonders geeignet erschienen, mit dem Ersuchen, daraus nach Gutdünken eine Auswahl zu, treffen. Diesen Zeitabschnitt brachte ich deshalb in Vorschlag, weil meine Bilder aus dieser Epoche die h i st o r i s ch e n Ereignisse vom großen Kriege bis zum Tode Moltkes behandeln und daher ein abgerundetes Stoffgebiet darstellen. Gleichzeitig riet ich dem Kollegen Kallmorgen, mit, Rücksicht auf die gerade damals gespannten politischen Verhältnisse - bei Balkankrieg war soeben ausgebroclren --- er möchte zuvor, da die Bilder kriegerische Stoffe behandeln, die Zustimmung Seiner Majestät des Kaisers zur Ausstellung der Bilder erbitten. Wie aus meinem Rat ohne weiteres hervorgeht, riß id) mich gar nicht darum, auf der „Großen Berliner" vertreten zu sein. Wie hätte ich sonst die Eventualität selbst herausbeschwören können, daß meine Bilder nicht zugelassen werden! Als Staat, deamter hielt ich es für meine Pflicht, meine Kollegen ans Bedenken bin- zuweisen, deren Ignorierung ihnen möglicherweise hätte schaden können. Am 19. Dezember erfuhr.ich nun — allerdings nicht von der Ansstellnngsieitung selbst — d a s; meine Bilder aus politischen Gründe n nicht a n s g e st e l l t , w erbe n könnte n. Am 10. Januar erhielt ich eine vfsinelle Bestätigung dieser Nachricht: ein Vertreter des Killtnsiui niste- r i u m s besuchte mich und teilte mir mit, d a U d a s A u s -- >v ü r t i g e Amt die A u s st e l l u u g meiner Bilder v erbot e n I) a b c. Damit Ivar für mich die Angelegenheit erledigt. Die Bilder aus dem Caso Bauer auszustellen, wie mir uahegelegt wurde, konnte mir selbstverständlich nicht in den Sinn kommen, da sie Der Skrigemr Anzeiger erscheint täglich, anher Sonntags. - Beilagen viermal wöchentlich Sich-nerKamikiendlätter: zweimal roocbenlLKsetSi blatt für den Kreis Sie gen (Dienstag und Freitag); rweimal inönatl. §and- rvirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Einschlüsse: __ General-Anzeiger für Oberhefsen MM Annahme^ von Anzeigen Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindrnckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. '^E Hch'^für den K vorr^ütag^Eiih^ Büdingen: Zerusprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Vahnhosstratze 16 2. Anzeigenteil: H. Beck. Line Rede der englischen §' atzkanzlers. London, 22. April. Im Unterhause sagte Schatzkanzler Llopd George bei der Einbringung des Voranschlags: Tas letzte Jahr war für ben britischen Handel s o günstig wie kein anderes vorher. Tie Flut des Handels stieg so bock, daß er die drei großen ernsthaften Hindernisse, den Kohlenstreik, die schlechte Ernte und den Balkankrieg mit seinen Verwicklungen überwand, mit denen Europa bedroht wurde. Tie Einnahmen des letzten Jahres überstiegen den Voranschlag um 1600 000 Pfund Sterling, aber der Nachtragsetat war so ungewöhnlich erheblich wegen des Wechsels in unserem Schiffs- Programm, der durch den sehr beträchtlichen Wechsel in den deutschen Plänen hervorgerufen war. Tie Gesamtsumme der Nack>- tragsforderungen betrug 4 671000 Pfund Sterlings die jedoch infolge der Ersparnisse und Ueberschuise aus den lausenden Einnahmen gedeckt werden konnten. Die Ausgaben des letzten Jahres betrugen 188 622 000, die Einnahmen 188 802 000 Pfund Sterl. Ter Voranschlag für die Ausgaben des Etatsjahres 1913/14 beläuft sich auf 195 640 000 Pfund Sterling. Die g roßt e u n f r u ch t- b a r st e Z u n a h m c i n d e n A u s g a b e n fallt auf die R ü st u n= gen, die seit 1861 um 46000000 gestiegen sind. Ich sehe keine Aussicht, daß diese bedrohliche Entwicklung ein Ende nimmt, es sei denn, daß eine Aenderuug in der Haltung und der Politik der beteiligten Nationen eintritt. Was das lausende Jahr an- bettifft, so muß ich weitere 7 500 090 Pfund Sterling aujbringen. Die Zriedempralimmanen unterzeichnet! An Konstantinopel freut man sich auf beit Frieden, unb tatsächlich scheinen die Waffen endgültig zu ruhen. Um bann freilich mit bau diplomatischen Waffen vertauscht zu toerben. Die größte Ueberraschung aber kommt toteber einmal aus Cetinje. König Nikita hat nicht geruht unb das Ziel feiner Wünsche, bie Festung Skutari, wirklich zu guter Lcht noch im Sturme genommen. Die Einzelheiten entziehen sich noch unserer Kenutnis, und es ist nicht sicher, ob Verhandlungen zum Ziele geführt haben oder der verzweifelte „Generalsturm", von dem in den letzten Meldungen erschütternde Dinge berichtet werden. Und die Hauptsache: völlig unklar sind die weiteren Msichten Montenegros. Ob König Nikita die Stadt wirklich nur mit so großen Verlusten genommen haben will, um sie gleich wieder an die Großmächte abzutreten? Neue Verwicklungen ziehen drohend am Horizonte auf, und bald mirb man vielleicht wieder von neuen drohenden Schritten Oesterreichs hören. Konstantinopel, 23. April. Der Ministerrat unterzeichnete heute die Friedenspräliminarien, die zwischen den bul garisch en und türkischen Delegierten bei Tschataldscha, und zwischen den türkischen, serbisch en unb hellenischen Deputierten bei Aula ir festgelegt wurden. — In Psortekreisen betrachtet man den Frieden sozusagen als eine vollendete Tatsache unb bie Londoner und Pariser Verhandlungen nur als eine Ergänzung. Die Stellung des Kabinetts, das seine Aufgabe für beendet hält, erscheint gegenwärtig bei ruhiger politischer Stimmung'sicher.1 Sluta i gefallen! Cetinje, 23. April. Nach einer amtlichen Meldung der montenegrinifchen Regierung ist das montenegrinische Heer siegreich in Skutari eingezogen. Auf diesen Ausgang hatten schon foTtgienbe Meldungen Vorbereitet: Rom, 23. April. Hier sind Gerüchte verbreitet, Essad Pascha werde Skutari an König Nikita übergeben, der bie Stadt ben Großmächten zur Verfügung stellen werde. Laut Meldung bes Cetinjer Korrespondenten des „Pie- coüo" sind seit gestern zwischen dem Kommandanten Sku- taris unb Montenegro Verhandlungen im Gange, bie mit ber Uebergabe Skutaris enden würben, ba dort bie Lebensmittel zu Enbe gegangen seien. Oesterreich-Ungarn und Italien haben sich auf Bitten ber Türkei bereit erklärt, die durch Hunger und Krankheit herabgo- -anrmenen Reste der Armee Dschavid Paschas, die zwischen Valon und Berat steht, auf Schiffen beider Länder nach Kleinasien überzuführen, falls Griechenland die Blockade in Valona für die Einschiffung aufhebe. Grie- eine ganze Reihe von Befestigungen, auf denen nunmehr bie montenegrinische Fahne weht. Heule früh! unternahmen bie Türken mit frischen Truppen einen Gegenangriff, würben aber mit beträchtlichen Verlusten zu r ück a esch lage n. Unsere Verluste sinb groß, jedoch noch nicht genau festgestellt. Auf allen Befestigungen um Slütari und selbst in der Stabt bemerkt man eine' lebhafte Bewegung. Die Kämpfe dauern fort. Ter Fall Skutaris steht bevor. Wien, 23. April. Die Südslawische Korrespondenz meldet aus Cattaro vom 22., abends, daß seit 36 Stunden um Skutari gekämpft wird. Der Generalsturm begann Montag früh, auch die serbische schwere Artillerie beteiligte sich daran. Die Türken leisteten heroischen Widerstand, sie machten verschiedene Gegenangriffe, die teilweise erfolgreich waren. Die Montenegriner machten Bajonettangriffe, wobei sie ungeheure V e r l u st e hatten. Nach und nach wurde ber Widerstand der Türken schwächer. Auf den Mauern erscheinen nach und nach montenegrinische Fahnen. Nur einige Nedouten am Tarabosch sind noch im Besitz ber Türken. Die Stadt ist fast ganz zerstört. Zur Vorgeschichte der Krieges 1870/71 Bismarck und die Kandidatur des Erbprinzen Leopold von Hohenzollevn. Der Artikel im Gießener Anzeiger, Donnerstag, 17. April 1913, über die neuen „Entdeckungen" des Professor Hesselbarth in ber Frage der Kandidatur des Erbprinzen von Hostenzollern 1870 und der Stellung Bismarcks dazu, veranlaßt mich zu folgenden Berickstigungen. Ich schicke voraus, daß ich die in dem Artikel erwähnten Werke nicht gelesen habe, sondern lediglich den abgedruckten Bericht (Inhalt und Schlußfolgerungen obiger Werke!) der Teubnerschen Verlagsanstalt. Die Quelle, aus der ich meine Berichtigungen und Ergänzungen schöpfe, ist das von Mite Kremnitz verfaßte, vierbändige dlrchivwerk „Aus dem Leben König Karls von Rumänien" (Cotta, 1890—1900). Das Werk ist zusammengestellt aus sonst 3. T. unzugänglickien Quellen: dem hohenzollornschen, dem föniglich- rumänischen und dem Privat-Archiv (Tagebüchern!) König Karls. Ich kann hier des Raummangels wegen keine ausführliche historische Arbeit schreiben, ich begnüge mich mit folgenden Hinweisen und Zitaten, die besonders Bismarcks Stellung zu der Frage erläutern sollen. „17. September 1869. Der preussische Gesandte in München. Freiherr von Werthern (nicht zu verwechseln mit dem Freiherrn v. Wertster, dem damaligen Botschafter in Paris! Anm. d. Vers.) sucht schriftlich beim Fürsten Karl Anton (von, Hohen- zollern) um eine geheime Audienz nach. Sie wird ihm bewilligt, er trifft ein und teilt dem Fürsten mit, daß er gekommen sei, um den- Abgesandten der spanischen Cortes, Don Eusebio di Salazar st Mazaredo vorzustellen, der dem Erbprinzen von Hostenzollern die spanische Königskrone anzutragen habe." (Weiteres s. „Aus dem Leben König Karls", Band II. Seite 5 ff). Der spanische Abgesandte hat sich also nicht direkt, sondern durch -den preussischen Gesandten angemeldet. Sollte, der Gesandte in einer Angelegenheit von solcher Tragweite die Vermittlung angenommen haben ohne Borwissen, ober richtiger ohne Befehl seines Chefs Bismarck? Jedenfalls erfolgt Ende Februar 1870 die zweite Entsendung Don Salazars durch Marschall Prim, Spaniens Diktator, direkt nach Berlin. Ton Salazar „überbringt dellü König von Preussen, dem Erbprinzen von Hostenzollern und dem Grasen Bismarck Briese befr spanischen Regentschaft, in beneit die eindringliche Bitte ausgesprock>en wird, daß Erbprinz Leopold die Krone Spaniens annehmen möchte. Der Fürst , und der Erbprinz von Hohen- zollern sind ber Ansicht, daß bas Anerbieten abzulehnen sei. Be sonders der Erbprinz fühlt eine fast unüberwindliche Abneigung taftgen, auch der Fürst ist nur dann geneigt, die Sache in ernstliche Erwägung zu ziehen, wenn ein höheres Staatsinteresse es erheischen sollte." Daraufhin begibt sich Erbprinz Leopold selber nach Berlin, sein Vater folgt ihm einige Tage später. „Graf Bismarck plädiert mit großer Wärme für die Annahme der Krone durch den Erbprinzen. Er hebt in einer Denkschrift an König Wilhelm die große Bedeutung hervor, die die Berufung eines Hohenzollernprinzen auf den spanischen Thron für Deutschland haben würde: politisch nn schätzbar würde es sein, imRückenFra n kxeichs ein freundlich gesinntes Land zu haben, und auch wirtschaftlich nsw. usw.". Würde ein Mann, der von Prim gedrängt werden muß, (als ob BiSmarck sich überhaupt hätte drängen lassen!) ein Mann, der nicht an den Krieg mit Frankreich denkt, eine derartig gefaßte Denkschrift aussetzen und so energisch für die Annahme der Krone eintreten, trotz der scheinbar unüberwindlichen Widerstände auf allen Seiten? Denn es heißt weiter: „Erbprinz Leopold vermag sich aber nicht über das Bedenken hinwegzusctzen, daß so viele Zweige der entthronten Königsfamilie ihre Ansprüche auf die ihm angetragene Krone noch geltend machen. Auch König Wilhelm teilt die Auffassung seines Ministers nicht und spricht die schwersten Bedenken gegen die Annahme aus. ... Der Kronprinz (der spätere Kaiser Friedrich. D. Verf.) warnt den Erbprinzen." Am 15. März 1870 findet irrt Berliner Schloß eine neue Beratung statt, über die Fürst Karl Anton am 20. März an den Fürsten Karl schreibt: „Bismarck wünscht die Annahme aus dstnastischen^ und Politischen Gründen. Am 15. war hier eine sehr interessante und wichtige. Beratung unter Vorsitz des Königs, bei der der Kronprinz, wir beide, Bismarck, Roon, Moltke, Schleinitz, Thiele und Delbrück zugegen waren. Ter -einstimmige Beschluß der Ratgeber lautet aus Annahme, weil bie-fclbe eine preussische, patriotische Pflichterfüllung sei. Aus vielen Gründen, nach schweren ^Kämpfen hat Leopold abgelestnt! <16. März 1870). Da nun aber in Spanien avant tout ein katholischer Hohenzoller gewünscht wird, so stabe ich Fritz (der jüngste Sohn des Fürsten Karl Anton. D. Vers.) im Falle seines Einverständnisses vorgeschlagen." Msmarck erklärt auch fernerhin „die Annahme der spanisck>en Krone durch einen der Prinzen von Hostenzollern tviederholt und mit größter Entschiedenheit sür eine politische Notwendigkeit!" Bismarck scheint aber sein Ziel nicht zu erreichen: am 20. April erfolgt auch die Ablehnung des Prinzen Friedrich. Aber der Bundeskanzler gibt sich noch nicht geschlagen. 1866, als er den Krieg mit Oesterreich unvermeidlich wußte, drängte er den Fürsten Karl zur Annahme der rumänischen Krone und setzte so an die andere Grenze des Feindes einen Hostenzollern. 1869/70 wußte er, daß auch der Krieg mit Frankreich unvermeidlich war. Darum will er einen Hostenzollern in Spanien haben. Seinen Unmut über die Ablehnungen gibt er klar zu verstehen, wie ans verschiedenen Mhicfen hervor gehl, und erreicht fchlicsckich doch, daß Leopold bereit i ft, unter gewissen B e - d i ii g u n g d r e K r v u e a u z u n e h m c n. Kaum erfährt das Bismarck, so rät er dem Fürsten Karl Anton: „ungesäumt auf den Erbprinzen einzuwirken, daß dieser sich aller Bedenken ent- schlage und i m Interesse Deutschlands sich für die Annahme entscheide". Am. 4. Juni nimmt Leopold die Krone Spaniens an, „da ihm von der berufensten (also von Bismarck. D. Vers.). Seite vorgestellt worden ist, daß 'das S t a a t s in t er e ss e dies erheische !" „K ö n i g W i l st e l nr erklärt s rch mit seinem Vorhaben einver stände n." So hat also Bismarck fein Ziel, das er in der oben erwähnten Denkschrift an den König klargelegt bat, erreicht: trotz der mehrmaligen Absage bietet Spanien seine Königskrone noch einmal den Hostenzollern an: der Erbprinz willigt endlich ein, sie anjuncbmcit: sogar König Wilhelm gibt seine offizielle Zustimmung: und . . . durch einen lächerlichen Zufall wird der Erfolg vereitelt. „Ein Mißverständnis bei der Dechiffrierung einer von Berlin nach Madrid geschickten Depesche, die das Datum der Rückkehr Salazars mitteilte, bat zur Folge gehabt, daß die Cortes, die versammelt bleiben sollten, um sogleich die Wahl Iwrzunehmen, am 24. Juni geschlossen und bis zum 31. Oktober vertagt wvrden sind." So kann die Wahl erst im Spätherbst erfolgen. Der weitere Gang der Ereignisse ist bekannt: der Krieg brach aus. Ob Bismarck ihn haben wollte? Er wußte, daß er bei dem kurzsichtigen Chauvinismus, dem Neid und der maßlosen Eitelkeit der Franzosen unvermeidlich war. Darin lag seine Ursache. So sollte er wenigstens in dem Augenblick ausbrechen, der für Preussen aml günstigsten Ivar, wenn es umickich ganz Deutschland auf feiner Seite haben mußte. Die Luxemburger Frage war ungeeignet, die Hohenzollern- kandidatur schied durch den endgültigen Verzicht Leopolds aus Daß Bismarck aber „aus der an sich gerechtfertigten Forderung Benedettis" an König Wilhelm einen Anlaß tonftruieren konnte, der Frankreich ebeufalls ins Unreckst setzte nnd den furor teutoiiieiis erwecken mußte, war ein Geniestreich des großen Bundeskanzlers. Denn da König Wilhelnr dem Erbprinzen Leopold seine .'ffi ■ ,volle Zustimmung zur Annahme der spanischen Krone gegeben hatte, war nach der späteren Ablehnung das Ersuchen Frank reichs, bei einem evtl, neuen Anerbieten nicht mehr die Einstimmung zu erteilen, weder ungewöhnlich noch beleidigend. Napv- Icon jedenfalls wollte den Frieden. Emanuel Kremnitz. Zn den Biograp h-Lichtspiel en wird, wie .Der haft erörtert. Vorstellungen der französischen Negierung in Berlin. durchgeführt worden. kaiserlichen Regierung auf die wiederholten Landungen von dcut- hinzulent'en, und auf die ernsten Unzuträglichkeiten, die aus den bedauerlichen Zwischenfällen entstehen können. Der Unterpräfekt von Luneville rm. Mainz, 22. April. Der Landesverband der. baucs statt. Dieser Kursus besteht aus zwei Teilen und es ist in Aussicht genommen, daß der zweite Teil vom 1. bis 6. August abgehalten wird. Der Lehrgang soll den Garten- und war bemmntt mit zwei Offizieren, von denen der eine die Uniform eines Fliegerhauptmanns, der andere die Uniform eines der der auf ge- der Umgebung von Dieuze die Züchtung verloren und erst bei Landung nach Befragen der Bewohner erkannt, daß sic sich ranzösischem Gebiete befanden. vt.-. Instruktionen sind an unseren Botschafter in Berlin sandt worden, die ihn auffordern, die ganze Aufmerksamkeit Nach enter Meldung aus Nancy landeten die deutschen Offiziere Hauptmann b. Sem all und Leutnant v. Mir- Der fy ifeu re aus H e sse n und Nassau tagte am Montag in Stadt halle in Mainz. Vertreter der hessischen und der nasfaulschen Hvndwerkäkammer, sowie der Stadt Mainz wäre» reich!" worauf einer der Offiziere ausrief: ter!" - ' Nicht Verzagtheit und Auslandsscheu, sondern Mut und Zuversicht sollen uns in die neue Periode der Regierung des Herrschers hinein geleiten, zu dessen Jubiläum heute rn Gießen die Rufe freudiger denn je erschallen. Tvs herzlichste Willkommen entbieten wir neben dem Kaiser auch unserem Großherz-og Ernst Ludwig! Möchten die hohen Gäste einen Tag voll ungetrübter Freude in unseren Mauern verleben! Kreis Friedberg. Friedberg, 22. April. An der Obstbauschule Fried. .. .. Im ersten oftenen Auto mit der Kaiserstandarle fast der Kaiser mit seinem Deutsche Flieger in Frankreich. Narr cy, 22. April. Ein mit zwei deutschen Offizieren besetzter Doppeldecker ist Henle morgen 7.43 Uhr nördlich von Aus Stadt und Land. Gießen, 23. April 1918« Tem Kaiser und dem Landesherrn! Arracourt gelandet. Der Führer des Flugzeuges, Hauptmann v, Dew.il, ’ folgte die Kaiserin mit der Prinzessin Viktoria Luise. Nach allen Seiten dankten die Herrschaften freundlich für die Grüße und Kundgebungen. Nachmittags gegen 4 Uhr verließ das Kaiserpaar Darmstadt wieder. Die Kunde vorn Eintreffen An der Einweihung des Völkcrschlachtdenkmals werden nach den bisher beim deutschen Patriotenbund eingegangenen Zusagen im ganzen zwanzig Fürstlichkeiten, darunter 17 deutsche, teilnehmen, und zwar der Deutsche Kaiser, die Könige von Sachsen imb Württemberg, Prinzregent Ludwig von Bayern; als Vertreter des Kaisers von Oesterreich Erzherzog Franz Ferdinand; den Kaiser van Rußland vertritt ein Mitglied der russisckwn Kaiserfamilie, den König von Schweden ein Prinz des Königlichen Hauses. Von deutschen Fürsten beteiligen sich ferner bie Grosih erzöge von Baden, Sachsen-Weimar, Hessen, Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz ferner die Herzöge vott Sachsen-Altenburg, Sachsen Koo arg und Gotha und von Anhalt, sonne der Regent von Braunschweig, Herzog Johann Albrecht, endlich" die Fürsten zu Schaumburg-Lippe und zur Lippe, Fürst Heinrich XXVII. Reuß als Vertreter beider Liniert, und der Fürst von Waldeck und Pyrmont. Auch die deutschen Hansastädte werden vertreten sein, und zwar Hamburg durch Bürgermeister Schröder und Lübeck durch Bürgermeister Dr. Eschenburg. . , , . t - falls sehr schön ausgefallen. Die innere Einrichtung der Ge- Auch dcr Von der Grenze entfernt ein deutscher Doppeldecker Flugzeug Schulhauser, g. -o. in Ermenrod, ist sehr gut modcll Heller. Er hatte einen Motor von 70 Pferdekräften durchgeführt worden. Deutsches Reich. Die Hochzeit inv deutschen Kaiserhause. Die ,Mlnische Zeitung" meldet Mts Berlin: Gegenüber den auswärtigen Pressemeldungen, bei der Hochzeit im deutschen Kaiserhause würden auch auswärtige Regierungen durch besondere Abordnungen vertreten sein, ist der Hinweis am Platze, daß die Feier den Charakter eines Familienfestes bewahren wird. Der 16. Ausschußdes Reichstags zur Vorberatung derDuellfragc hat sich konstituiert. Zum Vorsitzenden wurde der Abg. Lie- sching >Vp.) gewählt, die übrigen Mitglieder sind die Konservativen Dr. Giese, Krahmer, vom Zentrunt (Stöber, Marr, Dr Wem, der Pole Brandys, die Nationalliberalen Dr. »an Eall'er und Schiffer (Magdeburg), der Freisinnige Heyn und die Sozial - bemo traten Dr. Gradnaucr, Heine (Dessau), Molkenbum, Wendel. Eine A n f r a g e. i m Reichstag. Der Abg. Dr. Weill hat im Reichstage folgende kurze Anträge gestellt: Ist der Herr Reichskanzler in der Lage, Auskunft darüber zu geben, ob Verhandlungen ztmschen den in N eu- Kamerun berechtigten Konzessionsgesellschaften und den verbündeten Regierungen über die künftige Stellung der Gefell- schafien geführt worden sind, und toeId)C5 Ergebnis diese Verhandlungen gehabt haben? In der Zweiten Kammer des elsaß-lothringischen Landtages interpellierten am Dienstag die Sozialdemokraten die Regierung über die Stellungnahme der elsaß-lothringischen B u n d e s- ratsvertreter bei der Abstimmung über die Webr- vorlage Staatssekretär Freiherr Zorn v. Bulach verlas eure Dtttteilung des taiserlichen Statthalters, nach der die elsast lothringischen Vertreter im Bundesrat für die Vorlage gestimmt ljaben >au s G r ü n oen d e f e n s i ve r N a tu r u n d i m I n t c r £ fieber Ehredes Reiches. Tie Sozialdemokraten brachten dämm eine Entschließung ein, in der die Haltung der Regierung nicht gebilligt wird. Diese wurde in namentlicher Mstimmung gegen 12 Stimmen bei vier Stimmenrnthaltungen ab- gelcchnt. Das Zentrum und die lothringisch e G r n p p e stellten in einer Entschließung das Bedauern fest, daß die Instruktionen der Bundesratsvertreter der MehrlMt des lvth- mngtschen Volles nickst entsprachen. Diese Einschließung wurde nnt 47 gegen 5 Stimmen angenommen. Die S tadt Ma n n h eim und die H eer es ve rlv a l t n n g. Der Mannheimer Bürgerausschuß genehmigte den stadtr.it llckxm Antrag, nach dem der Heeresverwaltung von der ehemaligen Gemarkung Smtdhofen westlich der Riedbahn zirka 4 Helmr Wald gestände zur Bebauung für K a s e r n e n f ii r eine L u f i s ch i f.. rerkompagnie uns eine Luftschiffhall e unentgeltlist zum tLtgentum, und lern er Waldterrain im Flächenmaß bis zu 80 Hektar vorbehaltlich genauer Abgrenzung als Fluggelände pachipreise gegen euten jährlichen Pachtzins von 2 Prozent überlassen wer ßeit soll. _____ _________________ Die Stadt Gießen hat heute einen festlichen Tag. der Leiter des Flugubungsplatzes Darmstadt, er- ^.bnen Gattern hoch im Wind, und, als sei es zu kmrte, er fei in Darmstadt zu einem Fluge nach Metz auf Bc)tc£ft, die freundliche Frühlingssvnne w°^7r MOnbe"hmT' KSw Ä Ä geglaubt habe, über deutschem Gebiet sich zu befinden, ber Nstabt und ihren Beirvhnerri, als vielmehr dem hiesigen . Diese Meldung, die von den heutigen Morgenblättern dies- Regimente, das demnächst fein Jubiläum begeht und bei '«.» ü- ,-en,-eitlf Grenze schon eifrig besprochen >vird, hat der heutigen Gelegenheit ein Zeichen der kaiserlichen Be- f Zradcr^n,l9e6 Aufsehen erregt, da man nach den Vorfällen der achtuna erhalten soll Das Erinnerunasiabr iKronprinz in der Billa Andre in Versailles", „Tie Kaiser- Proklamation in Versailles", das Velarin.m „.Krieg und Sieg", ein Fries um das Siegesdenkmal und andere. So hätte also Werner, wenn er diese Bilder nicht zurückgezogen hätte, ans der Kunstausstellung als Hiswrienmaler des deutsch-französischen Krieges in würdigster Weise zu Wort kommen können. ~ ............| | ..v wvv V p l u | u ll |IUU, <. , . . f t an bem nahezu 50 Handwerker aus der südlichen Wetterau bic bii den schwierig kecken anznw-enden itnb, die zwischen den 'ei(tte()mcn 9tc3icrlmsm infol!lc der Lustschifsahrt entstehen könnten. * ' Slarkcnburg und Rheinhessen. Ein Unfall. — Darmstadt, 23. April. Das Kaiserpaar traf Forbach i. L., 22. April. Ein auf bem Wege von Montag um 1 Uhr mittags zum Besuch des Großherzogspaares Darmstadt nach Metz begriffenes Flugzeug mußte heute Neuen Palais ein. Eine größere Menge hatte sich, vor morgen Uhr wegen Benzinmangels bei bem in der allem in der Rhein- und Wilhelminenstraße, angesammelt Nähe gelegenen H orsbach eine Notlandung vornehmen, unb jubelte dem Besuche, der vom Rheintor her in vier Auto- Bei der Landung wurde bas Untergestell und eine Stütze mobilen nahte, bei seinem Eintreffen freitbia ru der Tragfläche beschädigt. Der Llpparat wurde abmvn- ("7 ........... 9 0 * Metz, 22. April. Tie in Arracourt gelandeten beiden deut- < ,, ~ ~ J— ----7**'* ichcm Offiziere erhielten um 53/.f Uhr die Erlaubnis zur Abreise, wurden in zalstreichen Gartenhauschen Einbrüche ver- Um 61/2 Uhr stiegen sie mit ihrem Llvparat zur Fahrt nach Metz übt, bei denen von den Dieben die Gerätschaften entwendet auf. Die Aufnahme der Offiziere bei Behörden und der Be- wurden. Der Einbrecher konnte man nicht habhaft werden volkcrung war eine sehr liebenswürdige. Tie beiden Offiziere haben die Strecke von Darmstadt bis zur Landungsstelle — _ qfri=;ors oo ar.?_r n , . m . 270 Kilometer — in 2 Stunden 43 Minuten zurückgelegt. ~ Alsfeld, Ilpril. linier den Neubauten m den Metz, 22. April. Tie beiden Offiziere sind um 7 Uhr Gemeinden treten die neuen Schulhäuser besonders herab ends aus^Frankreich hier eingetroffen und bei der oor* 2ltle§ Prunkhafte ist bei ihnen vermieden worden, da Station der sFliegerabteilung alatt gelandet. Äe sind gut belmndelt oon Kreisbouinspektoc Fischer im Interesse der Gemeinden sät. u,,m y n 7"'N Schul, bemerkten, erkannten sie, daß sie aus französischem Bodeir waren. tKbauoen nimmt baS Ou Storndorf wohl die erste Stelle em. Beamte und Militär waren bald zur Stelle und sperrten die Hierbei mußte die Hauptfront wegen der besseren Belichtung Landungsstelle ab. Ten Offizieren wurde vom Unterpräfekten der Schulsäle dem Dorfe abgekehrt werden. Der Bau auf ^m^nÄ=i"i=i?tor^&^bOrQU§,i,6tIi,6Cn -in- Anhöhe, ist archernrdentlich schön Auch die Schul- ha.iier zu Elpenrod, Hambach und Ilsdorf sind eben- Auslanv. Das neue Zollgesetz b er Vereinigten Staaten. Der Vorsitzende des Ausschusses für Mittel unb Wege, U n er tooo b , legte bem Ausschiust da-, neue stollgesetz Rach tzstftscm Widerstände durch sechs republiluuische Mitglieder hat ber Ausschust da- Gese mit 14 c.eciev 7 Stimmen angenommen. Diese Zahlen entsprechen genau der Zugehörigkeit zur bemotrat,scheu und reim blikaniZchen Partei. liebhaber soweit ausbilden, daß er in die Lage versetzt wird, seine Obstbäume selbst richtig schneiden, behandeln und pflegen zu können. Die Einrichtung ist so getroffen, daß vormittags sch-n Vallvns unb Aviatikern in Srankrei» nahe der Grenze b“ theoretische Unterricht UM S Uhr beginnt, und in drei " stunden bie Teilnehmer mit den wichtigsten Obstbaum- Her-P (füintTwn krankheiten, Bodenvevbesserung, Düngung usw. vertraut macht, ist beauftragt morden, die deutsche ReickSkauzlei -zu ersuchen. s/L"'Dft-ktion^'er Sus" Maßregeln zu treffen, um Wiederholungen derartiger Erergnisie ^erejt 1 1 ° meuercc uus 81t vermeiden. Uebrigens sind Besprechungen eingeleitet worden 1 L m:'r r.pr 99 gf„ -r .... . . r. *!'*r ^-ernngen. nm so,schnell wie mbglrch -,u .„tSÄWÄf H einem Ueberemkommen zu gelangen zur Festsetzung von Regeln, nn sPtn nnhe21I r10 ist befördert wurden. Wenn bie beut sehe Regierung auf ™ T ^m°t V°m bie Klage von Z. 4 etwas getan hätte, wäre vielleicht eine ?e§ ^tte sich ra ch verbreitet, denn nachmittags andere Maßnahme der französischen Regierung erfolgt! llt öen flaggengeschmückten Straßen bei fonnt^m Paris, 22. 2lpril. Im heutigen Ministerrat in Elysee ^ktter^ rcge§ Leben, mürbe der Unterpräfekt von Luneville, L a c o m b e, zum Präfekten des Departements Basses-Alpes ernannt. D— ? bisherige Unterpräfett von Dole, Minier, wurde nach der Luneville versetzt . JnsanterieleutnantS trug. Das Flugzeug hat ungefähr 6 Kilo- r,_„A o (•= o, n , Ä . r ~ .. meter französisches Gebiet überflogen. Die Offiziere erklärten, daß kec9 uo ” ^4. Mar der Obstbaukursus für sie morgens um 5 Uhr von Darmstadt mit Bestimmung nach Geistliche, ^Lehrer unb fonltigc Freunde des Obst- Metz abgefahren seien. Sie hätten in dem dichten Nebel in ” Uebcr die politische Sage in Hessen und im Reiche werden morgen Donnerstag, abends 8V2 Uhr, im Cafe Leib in öffentlicher Versammlung bic SanbiagSabgcorb- v x -- --- --------------,----- neten Prof, llrltabt und Justizrat Grünewald berichten, bach auf einem etwa dOO Meter vor Arracourt gelegenen fSiehe heutige Anzeige) ftebbo Das Töchterchen des Bürgermeisters des Ortes ** ^lL U CU B iö g rup h-Liwr, preten rotr r fra9tfn 1nctn uns schreibt, von heute ab ein Autorenfilm r'S^ antwortete: ,^Jn Fran!- Andere" von Dr. Paul Lindau, Berlin, in ber Haupt- ^oiauf einer. ber , irrere au^nej: "Donnerwet- rolle Albert Bassermann, zur Vorführung gelangen. „Der fnr-T'Landung des deutschen Mitt- Andere" behandelt das Wesen eines Doppelmenschen. Dos' tär-ckopp^.ueckerv wurde heute nachmittag durch nativ- Sttick gibt Gelenenlieit den aröfiten l^bpndp^r hpitHrtwn EftYch- »«breitet, doch, fd/dnt der Bor- ÄÄ sbeT U Filmdrama keiinen zu lernen, das einen solchen Umschwung besonderen Eindruck hervorgerufen zu in der Gesamt-Lichtspielkunst hervorgebracht hat haben. In mehreren Blattemi wird das Vorkommnis leb- B y h. Büdingen, 22. April. In den letzten Nächten offizier Leutnant K o ch. Die beiden Offiziere blieben unverletzt. anwesend. Der Verband zählt 11 Innungen mit 651 Mitgliedern. Der Geschäfts- und der Kassenbericht wurde genehmigt. Weiter wurde über die Fachschule, die Lehrzeit, die Prüfungsordnung für weibliche Lehrlinge usw. beraten. (fc) M aiuz, 22. April. Nachdem vor IV2 Jahren die Handelskammer, der Verkehrsverein und zahlreiche Interessenten eine Eingabe an die Eisenbahnverwaltung gerichtet haben, in der sie darauf hinwiesen, daß seit der am 1. November 1906 erfolgten Eröffnung des Bahnhofs Wiesbaden eine erhebliche Schädigung der Mainzer Geschäftswelt eingelreten infolge Nachlas s e n S der Handelsbeziehungen zwischen dem Rheingau und Mainz, hat die Stadt Mainz nun, uach- bem auch der Großherzog und die Hessische Regierung für cmc direkte Bahnverbindung zwischen Mainz und dem Rhcingau em- getteten sind, die direkte Balmverbindung mit dem Rl-emgau erhalten, die am 1. Mai ausgenommen wird. Zunächst sind täglich an Wochentagen drei Paar, an Sonntagen Hier Paar Personenzüge eingeführt, die in Biebrich-West und von da ab aus allen Stationen bis Rüdesheim halten. Um die Verbindung Herstellen zu können, mußten erhebliche Erweiterungen der Geleise- und Weichenanlagen im Bahnhof Biebrich-Ost vor- qenommen rverden. Sie bestanden in der Verbreiterung der Unterführung der Mainzer Straße, in der Verlängerung des gewölbten Durchlasses des Salzbaches, in der Ausführung mehrerer Stützmauern von größerer Länge bei der Armeruh-Muhle sowie in Erweiterungen und Veränderungen von dortigen Anlagen der Betriebssicherung besonders des Block- und Signalmesens. ^ie Arbeiten sind in wenigen Wochen mit einem Kostenaufwand von 170 000 Mk. ausgeführt worden, damit eben zum 1. Mai der Betrieb zur Durchführung der sogenannten „Rheingau-Per- sonenzüge" von Mainz nach Rüdesheim über Biebrich unter Vermeidung des Bahnhofs Wiesbaden ausgenommen werben kann. Kreis Wetzlar. w Wißmar, 22. April. Gestern nachmittag wuide anläßlich des NegierungsjubiläumS unseres Kaisers eine Linde gepflanzt. Die Schüler nahmen an der ersten Schule Anf- stellung, vier Knaben trugen in schwarz-weiß-roten Bändern den Baum und im Fuge ging es nach der Pflanzllätle an der Kirche. Pfarrer Bingel hielt die Ansprache, während Kinder der Oberklasse Lieder und Gedichte vortiugen. Bürgermeister Braun-Krofdorf ließ ein Hoch auf das Vaterland Hessen-Nassau. [] Marburg, 22. April. Ein kürzlich beim Betteln hier abgefaßter junger Mann, der einen mißglückten Fluchtversuch machte, hat sich jetzt als ein Deserteur entpuppt. Der Mann, der unter falschem Namen reiste, wurde der Militärbehörde übergeben. — Vor dem hiesigen Gewerbegericht kam ein Tarifvertrag zwischen dem Arbeitgeber- Verband des deutschen SchneidergewerbcS und dem Gehilfenoerband zustande. — Dem Stadtkämmerer a. D. Müller wurde anläßlich seines 80. Geburtstages der Kronenorden 4. Klasse verliehen. w Bad Soden, 22. April. Prinz und Prinzessin Eduard, Prinzessin Marie Auguste, Prinz Joachim Ernst und Prinz Eugen von Anhalt sind, von der Riviera kommend, zu längerem Kuraufenthalt hier angekommen. Die Herrschaften haben im Grand Hotel „Europäischer Hof" Wohnung genommen. GericbtsßQaL. w Karlsruhe, 22. April. Tas Schwurgericht ver- urteilie nach zweitägiger Verhandlung den 25jährigen Papiersabrik- arveUer Johann Wallner aus Treffelstein, wohnhaft zuletzt in Tilliveißenuein bei Piorzheim, wegen v 0 vj ä 1; lichen M 0 r 0 es zum Tod e. Wallner gälte am 16. September v. I. den Bapier- uiaschineuiührer Xaver Krauß, mit bei")en Arnu er verwandt war, m die Brust geschossen, jo daß Krauß am folgenden Tage verstarb. humoristisches. * Druckfehler. Als Kohn hörte, daß sein Geschäftsfreund Pleite gemacht habe, stieß er einen Stußseuszer aus. — Wenn Kinder nicht verweichlicht werden sollen, müssen sie frühzeitig abgehäutet werden. — (Anpreisung eines Warenhauses.) Ausnahmepreis: Selbstlaufende Assen ä 50 Psg. * Maliziös. Zwei Freunde sitzen in einer Konditorei. „Sieh mal," sagt der eine, „drüben sitzt Fräulein Liebreich, die für mich schwärmt. Drei Windbeutel hat sie schon verzehrt, und nun verzehrt sie mich noch mit ihren Blicken." — Der andere: „Ja, die verzehrt eben einen Windbeutel nach dem anderen." msrtte. lo. Frankfurt a. M., 21. Slpril. Heu- und Strob m abkt Angefahren waren >2 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt rourbe für .s?eii ',50 9)lf., Stroh (Kornlanqstroh) 0.00-0.00 Pik., Wirrstroh <',00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft ruhig. Tie Zufuhren waren aus Oberhessen und aus den Kreisen Dieburg und Hanau. Amtlicher wetterber tchr. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Tonnerstao, den 21. April 1913: Bewölkung zunehmend, doch noch meist trocken, Gewitterneigung, Temperatur wenig verändert. Letzte Leuten. Die Reise des Kaisers nach Gießen und Wetzlar. Homburg, 23. April. Der Kaiser ist heute vormittag 11 Uhr von Homburg nach Gießen abgefahren. Auf der Rückfahrt wird der Kaiser den Dom in Wetzlar besichtigen. Deutfch-fravzö'sische Abmachungen. Berlin, 22. April. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, sind wegen der verschiedenen Fälle von Landungen deutscher Luftschiffe jenseits der Grenze bereits von der deutschen Regierung Maßregeln eingeleitet worden, um solche Vorkommnisse künftig zu verleiten. Mit der französischen Regierung sind Besprechungen im Gange, die die Schaffung eines Mkommen zur Regelung der Lustschiffahrt bezwecken. i&g führt viele Menschen die tägliche Berufsarbeit. V 1* l Heute Mittwock Festvorstellung zu Ehren r IJ der 2lnw. Sr. Maj. des Untiers ab 8*/$ 116r: I W 8V, Uhr ^estmarsch IGbmnnlcon \ Humorist. | ES 9 Uhr Friedrich Wilhelm IV. rr. das 1 Gedichte g pi 9'/r Uhr Die verlorene Nase ? oornetr. f Ehestand von I MA 10 Uhr Poitdienst ans dem Bahnhof' Dir. Bakof. h W Außerdem das glänzende Programm mit dem fr großen Zlinodrama ati/< f U Wstk" Verfeml L W Spieldauer dieses Dramas ca. l’/s Stunden. I I IT! £81 "tia Inh : Karl Ohm. Burggraben. Tel. 586. Best bekanntes Speisehaus — Diners, Soupers, ä la Carte. Täglich grob itzMmil 2 Musikkapellen. — 14 Personen. »sw 1. Schrammel-B-usik. 2. Tamburitza-KapeHe. Anfang 7V1 Uhr. Programm 20 Pfg. Sonntags 3*/a Uhr. Besonders I_J •• £ preiswerte I IUIG Beachten Sie bitte unsere 2 Hutfenster A. Salomon & Cie. iTochinod. Form, um den Kopf ßeidenband, an der Seite 2 reiz. M ontüren z traarn - men gestellt aus kl.Blüten Q CH und Gras O-Oü Vorn hochgeschlagene tnod. Form garniert mit kl. Rosenranke mit Laub, mod, Bandschi, 8.50 Gleichmass, hoch geschl. Form,reiche Garnitnr, aus kleinen Röschen m. Laub,an der Seite hoch- ÄJ.50 ttnallitalBr Verein. Samstag, den 26 April 1913, 8V2 Uhr, im Calö Metropol: Vortrag des Prof. Dr. Moldenhauer Die Stellung der Frau im öffentlichen Leben. Gäste herzlich willkommen, insbesondere Frauen, die sich für diese Frage interessieren. I. A. d. V.: Körte. v’8' MMiä-WdI __ Konsole mit Mass zu ausserordentlich billigen Preisen! c,2/3 Liiilwig Kröll, Plackstrasse 1 Beachten Konsole mit Mass Kassejollen Es sind Koch-n Milchtöpfe Sie Kuchenformen Teigschüsseln Essenträger Wasserkessel nur Preise gute, be- Kehrschaufeln Wassereimer Zwiebelbehälter im währte Konsole Sand. Seife, Soda Schau- Quali- Toiletteeimer Spülwannen fenster Schüsseln und dergl. mehr täten Bekanntmachung. In unser Hündelsregister Abt. A. wurde heute bezüglich der Firma Heinrich Arnold II. in Gießen eingetragen: Das Geschäft ist mit Wirkung vom 1. April 1913 ab ohne Aktiven und Passiven auf den Kaufmann Ludwig Schmitt in Gießen über gegangen. Derselbe führt das Geschäft unter obiger Firma weiter. Gießen, den 21. April 1913. b13/. Großherzogliches Amtsgericht. Elegant fugendl. Form mit zweifarbiger Straussfantasie, Garnit. u. Schleife aus 8.50 Unci« der soiHrittl. Iilfespertd. Oeffentliche Versammlung Donnerstag den 24. April 1913, abends 8*L Uhr, im Cafe Leib LMsMW:KePlitjslheLa8eillHcheilll.mReich. Referenten: Die beiden Landtagsabgeordneten: Professor Urstadt und Iustizrat Grünewald. Jedermann willkommen. Freie Aussprache. Der Vorstand. vI9/i Metz, Geh. Justizrat. FLmkunst-Richtung. In den Hauptrollen: DerZobelmantel Wanda Trenmann und Viggo Larsen die berühmten Film-Künstler. Versäumen Sie nicht dieses Programm! Als II. Schlager bringen wir: Glänzende Komödie in 2 Akten. a38^ In der Hauptrolle Frl. Nelly Cormon vom Theatre du Gymnase. Moritz am Telephon Hervorragende Humoreske mit Herrn Prince in der Hauptrolle. Ferner als Einlage: Die Sünden der Väter Mimisches Drama in 3 Akten. In der Hauptrolle: Asia Nielsen. Und das übrige diesmal ganz hervorragende Programm! Licht Spiel Haus Bahnhofstrasse 34 Bahnhofstrasse 34 Sensations-Programm Mittwoch bis Freitag! Heute Mittwoch grosse Fremden-FestVorstellung mit Riesen-Programm (Anfang 3 Uhr) Den für den 26. ds. Mts. angekündigten mit grosser Spannung erwarteten Film Dramatische Szene in 3 Akten nach dem gleichnamigen Aufsehen erregenden Roman des SBe^Bäsier1 TageMa-äis bringen wir schon heute Mittwoch bis Freitag! Mit diesem Film bringen wir eines der interessantesten Werke der neuen Stärkewäsche Kf,-B^cry-ScaV rauh, und selbst PHOTO- ARTIKEL, J Sämtlich. Platten Films licht- empfindl. Papiere stets . . frisch.'. wird an den Rändern nicht so leicht da Persil allen Schweiss, Schmutz Staub ohne Reiben und Bürsten von Liebigshöhe.3 ?mttstag,l-811hr: Weefaizert löst und vollkommen beseitigt. Also grösste Schonung des Gewebes bei garantierter Unschädlichkeit Ueberall erhSltiidi, nie h>w, nur ie Original-Pektleti. HENKEL & C