Donnerstag, September M3 163. Jahrgang Erstes Blatt General-Anzeiger für Oberhessen nr. 213 ^^Ivnvllvl Iftr bie9t«bafHmi 112 I*/ V politischen Teil: August General-Anzeiger jur Oberheffen MM Annahme von Anzeigen Rotationsörud und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Buch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Zchulstrahe Land": E.Heß; für den bis vormittags v'uhQ Eeschaftsftelle Büdingen, Bahnhofstraße 16a. '.'lnzeieieiiieil: p. ^Cif. ^Die heutige Nummer umfaßt 10 Seilen. ST ~--=■'—JL, ______________! _ . ■ 1 Die amtliche Darstellung Des Unterganges von „£ l". Die Trauer um das furchtbare Unglück des Marinc- luftschiffes ist natürlich allgemein, und in den Zeitungen sind .bereits eine Menge von Urteilen veröffentlicht worden, die Kritik üben und Verbesserungsvorschläge machen. Das war, so lange eine amtliche Darstellung fehlte, doch wohl verfrüht. Erst heute sind wir in der Lage, den Inhalt der vorläufigen amtlichen Untersuchung wiederzugeben. lieber das Unglück bei Helgoland geht dem Wolfs- Burean folgende amtliche Darstellung zu: Nachdem das Luftschiff „L. I" bereits erfolgreich an einigen Hebungen der Hochseeflotte tcilgenommen hatte, lief es am 9. September um 1.30 Uhr nachmittags wieder aus der .Halle bei Fuhlsbüttel aus. Die Wetter larten waren vorher cinge- sehen, ein Pilotballon ausgelassen und Erkundigungen über das Vetter in Helgoland und bei der Flotte eingezogen, was sich auch im Verlauf der Hebung wiederholte. Das Wetter war 'gu t Nach den Erkundigungen bestanden für den erfahrenen und vorsichtigen Führer des Luftschiffes keine Bedenken gegen das -Auslaufen. A u f S e e wurde bedeckter Himmel un d leichter Regen angetroffen. Außerhalb Helgolands wurde es unsichtig, dann setzten plötzlich außerordentlich hes- ,ti ge Pcrtifnlc und horizontale Böen mit schweren wolkenbruchartigen Regengüssen ein. Hierdurch wurde das Schiff heftig in verttläler Richtung um mehrere hundert Meter hin- und hergeworfen und schließlich trotz Ruder- Degens und ausgiebigster Abgabe aller Ballastmittel und aller sonstigen beweglichen und abnehmbaren Gegenstände mit der Spitze auf die Wasserfläche herabgeworfcn, wobei es durch den heftigen Anprall mehrfach in der Mitte d u r ch b r a ch und ins Sinken geriet. Die Trümmer schwammen inzwischen bei dem aufgekommenen starken Seegang noch eine lmlbe Stunde und .vermöge des Gasinhalts die Zellen noch eine viertel Stunde nach dem Unfall aus dem Wasser. Tas Linienschiff „Hannover" -und der Fischdampfer „Trio n" aus Geestemünde begaben sich nach der Unsallstelle und retteten die sechs bereits genannten Personen von der Besatzung. Durch Boote, die alsbald hinkamen und weitere Schiffe und Torpedoboote, welche die Unfallstelle die ganze Nacht und im Laufe des heutigen Tages weiter absuchten, wurde der Bootsmannsmaat B a s m e r in leblosem Zustande treibend aufgcfischt. Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Tic Offiziere und die gesamte Besatzung des Luftschiffes taten bis zum letzten Augenblick in vorbildlicher Pffichtcrfüllung -alles, was zur Abwendung der Katastrophe geschehen konnte. Das Luftschiff hatte keineswegs eine lange Fahrt zurückgelegt flind war sehr reichlich mit Brennstoff und Ballast versehen. Es hatte den Gasvorrat voll ausgcfüllt und sich die ,ganze Zeit bis zum Eintritt des Unglücks seiner weitgehenden. ^.Handlungsfreiheit entsprechend, in der als günstig selbst gewählten Höhe von etwa 500 Metern gehalten. An Bord befanden sich 20 Personen. Von einer Ucberlastung des Luftschiffes kann um so w e Niger die Rede sein, als -Teile der lediglich für den Krieg bestimmten Ausrüstung sich nicht an Bord b e fa n d e n. Es handelt sich mithin bei dem Unfall weder um ein Versagen der technischen .Einrichtungen, noch um Ballastmangcl oder Gasverlust, sondern das unvorhergesehene Zusammentreffen ganz ungewöhnlich ungünstiger Witterungserfcheinungen, also einer höheren Gewalt. An der Einschätzung des starren Lustschines als Kriegs- instnimcut wird durch den Vorfall nichts geändert. Die Unsallstelle liegt, wie gemeldet wird, etwa 20 Seemeilen nordwestlich von Helgoland bei 40 Meter Wassertiefe. Ueber die Bergung des Luftschiffes ist noch keine Entscheidung getroffen. lieber die Bergung der Leichen liegen amtliche Meldungen bisher nicht vor. Die amtliche Aufklärung läßt doch recht viel zu wünschen übrig. Sic verbreitet sich z. B. nicht darüber, ob dem Lustschiff von der Manöverleitung bestimmte Aufgaben für den Tag übertragen worden waren, ob der Führer nicht mmde- Der Lehrer Bödlins. zqu cy zg Schirmers 50. Todestage, 11. September.) MZ Arnold Böcklin 1845 als junger Malschülcr nach Düsseldorf Tarn* trat er zunächst in die Klasse des süßlichen Hildebrandt ein: bald aber erregte , er die Aufmerksamknt des Land- Ickiarters Johann Wilhelm Schirmer und wurde denen Siebhng^ Mler v?rdanste ihm die entscheidende Anregung in der Ent- wickluna seiner Kunst und hat ihm zeitlebens eine verehrungs- vvlle Erinnerung bewahrt, wie fic der streng urteilende Grotz- meister der Malerei nur ganz wenigen darbrachte. Gern wird man sich am 50 Todestage des bedeutenden Kunftlcrs jene» Anteils erinnern den er au der Ausbildung eines der größten Genies des 19. Jahrhunderts genommen. Schirmer war em un- nn-nfpirhrirber Lehrer: er begründete eine förmliche schule der Laich chaftsrnaürei, und die großen Meister .der idealistischen ^andsckast gingen von ihm aus. Seme an Pouiim gemahnenden Bilder einer feierlich stilisierten Nattir belebten in ihrem strengen Rau ihrer feinen Linienführung und harmonischen Färbung den klassischen Stil der Meister vom Anfang des Jahrhunderts fügten ihm aber eine viel reifere Beobachtungskunst und einen stärkeren Rpolismus zu Indem er diese sttmmungsvollcn, von einem edlen Lauch der Größe getragenen Landschaften dann iwck mit mytho- loaischcn Fabelwesen, mit Nmnplien, Faunen unb Sathren belebte, wurde er das direkte Vorbild Böcklins, der ebenfalls in der Gestaltung solcher Motive seine erste Höhe erreichte Ich habe lange gebraucht, um mich von Lchirrner loszu- mach'en " bekannte Böcklin einmal in einem Gespräch mit Flörke, und als dieser fragte: In was?" antwortete er: In der ganzen Weltanschauung." Freilich hat sich dann der Schuler geroajtig FihPr den Meister erhoben und das in reifer Vollendung geschaffen, tona Schirmer nur aus der Ferne ahnte. Ihm fehlte jene letzte Vertiefung und Beseelung der Natur, zu der sich Böcklm durchrang. Er 'schrieb dem Lieblingsschüler, für dessen Fortkommen er sich so kräftig eingesetzt hatte, als dieser in Italien war, wie sehr er ihn um das Glück beneide, in dem Lande seiner Sehnsucht weilen zu dürfen. Als Böcklin später seine Stellung an der Weimarer Kunstschule resolut aitfgab, um sich nur der Gestaltung feiner inneren Vis-onen zu widmen, da wandte er sich an den alten Lehrer und bat ihn, doch alles abzuschütteln und mit ihm nach Italien zu kommen. „Aber Schirmer," so berichtet Schick, „war indessen Karlsruher Direktor, philisterhaft und alt geworden, bei Böcklins ftcns in halber Abhängigkeit von militärischen Anordnungen gewesen ist. Das wäre dann freilich auch eine „höhere Gewalt" gewesen, deren Einflüsse aber zu fassen und int allgemeinen Interesse für die Zukunft einzuschränken wären. Die amtliche Auskunft stellt fest: „Das Wetter war gut", die Wetterkarten waren vorher gesehen worden. Nun heißt es aber, daß sowohl von der Hamburger Seewartc wie von anderen Stationen für den Dienstagnachmittag Regen und Sturm angesagt worden waren. Will die amtliche Darstellung das einfach ignorieren? Sie spricht von der „weitgehenden Handlungsfreiheit" des Luftschiffes, das sich in einer selbstgewählten Höhe von etwa 500 Metern gehalten habe. Dem widersprechen aber andere Angaben. Die „Köln. Ztg." veröffentlicht einen mündlichen Bericht der geretteten Offiziere, in dem es heißt: Das Luftschiff war etwa 14 Seemeilen in dieser Richtung von Helgoland entfernt. Da es sich um eine vollständige kriegsmäßige Aufklärung l)andelte, war L. 1 mit voller Besatzung versehen, zusammen 22 Mann, darunter sechs Offiziere, ein Marine-Ingenieur, ein Steuermann und Maschinen- unb Signalpersonal. Tas Luftschiff flog in etwa 13 00 Meter Höhe unb war in vollster Fahrt, als plötzlich, etwas nach G Uhr, bie Wetterkatastrophe völlig unvermutet eintrat. Es setzte ein so unbeschreiblich heftiger Regen ein, baß einer ber geretteten Offiziere, Oberleutnant zur See Wenbt aussagte, er habe selbst in ben heftigsten Tropenregen gü ssen ein Gegenstück zu biesem Wolkenbruch nicht erlebt. Tie Wasscrwanb stand undurchdringlich um bas Luftschiff. Sehr heftige orkanartige Vertikalböen setzten gleichzeitig ein unb wühlten bas Meer kurz unb hohl auf. Das Luftschiff war nach kurzer Zeit mit Wasser vollstänbig durchtränkt. Auch bie Jnnenräume waren mit Wasser angefüllt, doch hatten bie Motoren keinen Augenblick ausgesetzt. Das Luftschiff gab seinen gesamten Wasserballast ab und handhabte das Höhensteuer, um womöglich über die Böen l inwegzukommen. Allein der vertikale Druck wurde immer stärker unb spottete allen Bemühungen, zumal das Schiff bereits starken Gasverlust erlitten hatte. Eine furchtbare Böe schleuberte nun ben Lustkreuzer aus etwa 1000 Me.cr Höhe mit einer geschätzten Geschwindigkeit von etwa 20 Sehinbenmetern auf bas erregte Meer nicbcr, zuerst mit bem Vorbertcil. Der Anprall war so elementar, baß sofort ein Bruch des Schiffes eintrat unb beibe Teile ganz ober teilweise unter Wasser gerieten. Die erregten Wellen spülten darüber hinweg. Schon vorher waren einige Mann aus den Gondeln gefallen und unter bas Gestell geraten. Einige anbcrc, darunter die beiden Oberleutnants Wendt unb Grimm, konnten sich etwa breiviertel Stunben lang, in vollem Leberzeug schwimmcnb über Wasser halten. Anbere ergriffen bie Wrackstücke, mehrere aber waren sofort erschlagen worben ober mußten in bem Jnnenraum ersticken. Nach dieser Meldung wäre a.lsp das Luftschiff bedeutend höher geflogen. Es soll sich auch um eine vollständig kriegsmäßige Aufklärung gehandelt haben, während der amtliche Bericht feststellt, Teile der für den Krieg bestimmten Ausrüstung hätten sich nicht an Bord befunden. Der ertrunkene Kapitänleutnant Hanne soll, nach der „Tägl. Rdsch.", auch einmal erklärt haben, das Schiff sei für große Aufgaben zu schwer und werde eines Tages vielleicht einmal „abs-ausen" müssen. Nun ist der zweite Marinelustkreuzer, der jetzt zur Abnahme gelangt ist, bedeutend leistungsfähiger: er umfaßt 5000 Kubikmeter mehr als L 1. Aber trotzdem können aus dem Unfall ganz bestimmte Lehren gezogen werden. Das kriegsmäßige Material, das der Kreuzer mit sich zu führen hat, müßte in der Weise ausgenommen werden, daß es bei Gefahr als Ballast abge- ivorsen werden kann. Vor allem aber wird die Rücksicht auf das Wetter höher gestellt werden müssen, als hochgespannte dienstliche Wünsche in Friedenszeiten. Die Marineverwaltung hatte die Presse ersucht, von kritischen Acußerungcn abzusehen, bis der amtliche Bericht erschienen sei. Nun, wenn die obige Darstellung alles sein soll, was die amtlichen Stellen als Material unterbreiten wollen, so kann die Oeffentlichkeit wirklich nicht viel damit anfangen. Wir wollen hoffen, daß Heeres- und Marineverwaltung nicht so gleichmütig sich den Konsequenzen verschließen werden, die aus dem Unfall bei Helgoland gezogen werden können. „. r , . c „ Helgoland, 10. Sept. Die erste Hilfe bei dem Untergang des Luftschiffes „LI" leisteten die Linienschiffe „Hannover" und „Schleswig-Holstein". Die gesamte Flottt wurde durch Signale an die Unsallstelle beordert, doch tra anscheinend nur das Torpedoboot 107 rechtzeitig ein, dem es gelang, drei Personen zu retten. Das Linienschiff „Hannover" rettete vier Personen und brachte sie zusammen mit den anderen drei Geretteter »iach Wilhelmshaven. Der orkanartige Sturm hielt die ganzi Nacht an. Ein Wasserflugzeug unter Führung des Oberleutnants Lengsfcld, das das Luftschiff umkreiste, konnte den» Unwetter nur mit knapper Not entgehen und kehrte nach Helgoland zurück. , , „ , . He lgoland, 10. Sept. Wie verlautet, soll noch em achter Mann gerettet worden sein. Berlin, 10. Sept. Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet auS Helgoland: Oberleutnant Lengfeld entging mit feinem Wasserflugzeug der Katastrophe, indem er im letzten Moment in eine größere Höhe ftieg, während eine Böe das Marinelustschifs herunterdrückte. Das Beileid des Präsidenten von Frankreich. Lacourtine, 10. Sept. Präsident Pvincare hak bei der Ankunft im hiesigen Lager das Luftschiffunglück von Helgoland erfahret und dem Kaiser telegraphisch sein Beileid ausgesprochen. Die deutschen Marineluftschiffe. Das zerstörte Marineluftschiff „L 1" wurde am 17. Oktober 1912 durch den Staatssekretär des Rcichsmariileamts von der Marineverwaltung übernommen, nachdem es vorher neben einigen Probefahrten eine fast 40 ft ü n i) i g c Ab - nahmefahrt durch West- und Norddeutschland, sowie die Nord- und Ostsee ohne jede Beschädigung ausgeführt hatte. Als Hafen wurde ihm die Halle in Hamburg-Fuhlsbüttel angewiesen. Bei dem Bau des für die Marine bestimmten Luftschiffes hatte man besonders Rücksicht darauf genommen, ben Lustkreuzer zu befähigen, möglichst lange in der Lust zu bleiben und eine große Geschwindigkeit zu entwickeln. Mil seinen bedeutenden Abmessungen war es das größte bei bisher gebauten Zeppelinluftschiffe. Bei einer Länge von 160 Meiern und einem Durchmesser von 15 Metern hatte es 18 Gaszellen. Drei Maybach-Motoren von je 170 Pferdekräften setzten es instand, auch eines starken Gegenwindes Herr zu werden. Als Aufenthaltsort für die Offiziere und die Bedienungsmannschaften war in den Verbindungsgang zwischen den beiden Gondeln ein Ausenthaltsraum eingebaut. Die Verbindung mit der Außenwelt stellte eine Anlage für Funkentelegraphie her. Eine mit den Gondeln durch einen Schacht verbundene Plattform auf dem Rücken des Luftkreuzers gestattete den Beobachtungsoffizieren freien Ausblick, besonders nach oben. Um auch in der Dunkelheit seine Aufgaben erfüllen zu können, war für den „L1" ein Riesenscheinwerfer mit einer Leuchtkraft von 40 000 Kerzen gebaut worden, der bis auf eine Entfernung von 1500 Meter das Gelände erhellte. Das Luftschiff hat von Hamburg aus eine ganze Anzahl von Uebungssahrten unternommen, sowohl über Land als auch über See. U. a. hatte es in der Nacht vom 8. zum 9. Juli 1913 von Johannisthal aus eine schwierige Sturmfahrt zu bestehen: dank seiner kräftigen Bauart konnte es aber nach achtstündiger Fahrt heil landen - Die deutsche Marine wird voraussichtlich in den nächsten Wochen einen neuen Luftkreuzer erhalten: in bei Friebrichshasener Werft sieht der „L2" wie schon telegraphisch gemeldet worden ist, seiner Taufe entgegen. Dieses neue Luftschiff weist gegenüber der bisherigen Bauart noch weitere Verbesserungen auf. Es besitzt einen wesentlich grö* Bern Gasinhalt und damit erhöhte Tragkraft. In zwei Gon- Durchrcise empfing er ihn freundlich, aber sehr würdevoll und sagte, seine Stellung als Direktor sei ihm an bas Herz gewachsen." Es war bie Tragik bes kleineren Geistes, ber bie unbezwingliche Notwenbigkeit, ben dämonischen Drang des Genies zur Vollendung nicht kannte. So ist ihm beim nie geglückt, was er ersehnt: seine Gestalten mit ber Natur zu einer großen Einheit zu verschmelzen, bas Aeußerliche ber Staffage abzuwerfen. Böcklin aber hat bie Fabelwesen seiner Phantasie zwingend aus ber Natur hervorwachsen lassen, so daß sie ein harmonisches Clement ber Landschaft wurden, die sinnliche Verkörperung des Waldes, der Quelle und des Felsens. Und darin liegt seine unvergängliche Größe, für die Schirmer als Vorläufer nur die Basis schaffen konnte. ff. Ter 50. Geburtstag der Wetterkarte. Eine Wissenschaft der Wettervorhersage gibt es erst seit dem Tage, wo die erste Wetterkarte gezeichnet wurde: genau feit 50 Jahren, seit dem 11. September 1863. Leverrier war es, der die erste Wetterkarte entwarf, als er erkannt hatte, der richtige Weg zur wissenschaftlichen Erforschung des Wetters sei der, an möglichst vielen Orten gleichzeitig Beobachtungen anzustellen unb ben Ueber« blick über ben Zustand ber gesamten Atmosphäre in einem Augenblicke zu einem übersichtlichen Bilde zu vereinigen. Telegraphie unb anbere Hilfsmittel bes Schnellverkehrs mußten erst erfunden sein — eher konnte die Wetterkarte nicht entstehen, und mit der Entwicklung und Verbreitung dieser Schnellverkehrsmittel hat sich auch die Wetterkarte und die Wettervorhersage im Lause eines halben Jahrhunderts bedeutend verbessert. Ter Weilburger Meteorologe Eckardt hat über das eigentümliche Geburtstagskind in ber „Natur" interessante Mitteilungen veröffentlicht. Wer bie Wettervorhersage, wie sie täglich beispielsweise burch bie Post verbreitet wirb, liest, fragt sich natürlich, wie man eine Wetterprognose aus ben rätselhaften Zeichen auf ber Wetterkarte ablesen kann. Das hierzu wichtigste auf ber Wetterkarte sind bie Isobaren, bie Linien, bie bie Orte mit gleichem Barometerstanbe verbinden. Aus ihrer Verschiebung lassen sich Schlüsse auf bas fommenbe Wetter, das von ber Veränderung bes Luftdrucks abhängt, ziehen, wenn man bie Ergebnisse langjähriger, wissenschaftlicher Erfahrungen hinzuzieht. Natürlich gibt es feine mathematische Formel, aus ber man etwa aus ber Verschiebung ber Isobaren während einiger Tage ihre Sage am folgenden Tage ermitteln könnte: wohl aber gibt es Erfahrungsregeln über den Zug ber Hoch- unb Ties« bruckwirbel, wenn es auch nicht bestimmte Zugstraßen für sie gib! wie man in ben Anfängen ber Wetterkarte annahm. Es finb nichi bie Tiefbruckwirbel selbst, bie in Mitteleuropa bas Wetter beeinflussen, sondern deren Randgebilde. Aus diesem Grunde leger die Wettcrkundigcn neuerdings noch höheren Wert, als ben Isobarenkarten, ben sogenannten Jsallobarenkarten bei, b. h. ben Karten, bie bie Linien gleicher Lustbruckschwankung innerhalb eines gewissen Zeitraumes veranschaulichen. Diese Karten beruhen auf ber Beobachtung ber Barometerbifferenzen von zwei ausein- anbersolgenben Morgenbeobachtungen ober einer Morgen- unb einer Abendbeobachtung. Die Verbindungslinien der Orte gleicher Druckdifferenzen sind bie,J§allobaren. Tie Geschwindigkeit der Fall- und Steiggebiete ist nämlich größer, als bie ber Tiefbruckwirbel selbst, unb so läßt sich bas Herannahen und Abziehen ber Ties- unb der Hochdruckgebiete auf Grund der Jsallobarenkarten gewöhnlich früher ober beutlicher erkennen, als aus ben gewöhnlichen täglichen Wetterkarten. — Tas Wilhelm-Busch-Denkmal in Wiebensahl bei Stabthagen, bem Geburtsort bes großen Humoristen, wirb am nächsten Sonntag mittag eingeweiht werben. Unter alten Linden- bäumen ist inmitten bes alten Niebersachsenortes Wiebensahl ein schöner, stimmungsvoller Tenkmalsplatz geschaffen worben. Ter Pfarrgarten unb bas alte Pfarrhaus, ein niebersächsischer Fach- werkbau, in bem Wilhelm Busch lange bei feinem Schwager, bem Pastor Nölbecke, wohnte, hüben ben Hintergrund Tas Tenkmal selbst ist ein schlichter Ausbau von vornehmen architektonischen Verhältnissen. Es ist etwa 6 Meter hoch, aus Muschelkalkstein erbaut mit breitem Sockel von bruchrechten Cuabern, auf benen sich der Ausbau nach oben verjüngt. Bekrönt ist es von einer Gruppc, die einen jungen Pan mit ber Hirtenflöte barstellt, dem eine Eule, bas Sinnbild ber Weisheit, listigen Auges etwas ins Ohr flüstert. Inmitten bes Denkmalsausbaues wurde ein lebensgroßes Reliefbild aus Bronze geschaffen, bas Wilhelm Busch vor einem blühenben Rosenbusch dar stellt. Vorbildlich war hierfür eine Bildaufnahme, die in Mechtshausen, dem späteren Wohnort Wilhelm Buschs, nach dem Leben entstand. Tie Schöpfer des Tenkmals sind Architekt Otto Lücr und Bildhauer Professor Gundelach in Hannover, — 1 und Werner Simon, dem Züricher Fiskus gemacht haben, ein Vermögen von 937500 Franken hinterlassen. Er war also nicht gant Franken Millionär. Bekannte Bebels hatten sein Vermögen auf mindestens eine halbe Million Mark geschätzt; er hat mithin diese Schätzung tatsächlich übertroffen. giebig auf der Maritzogrenze bestehen würden: das einzig mögliche Zugeständnis wäre die Abtretung eines kleinen zur Stabt Ädrianopel gehörigen (Gebietes rechts der Maritza. Jtirf Ailis s e werde der Türkei, Mustapha Pascha dagegen den Bulgaren verbleiben. Die Telegramme der Notabeln von C4 ü m ü (b f tb i n a in denen die Einsetzung einer provisorischen Regierung angezeigt wird, sind auch den Botschaftern übermittelt worden. Konstantinopel 10. Sept. Gestern abend um 9 Uhr fand eine pr ivate Besprechung zwischen den türkischen und bulgarischen Delegierten statt, die bis 11 Uhr nachts bauerte. Nach Informationen von bulgarischer Seite würben bie Grenzfrage und die übrigen Fragen erörtert. Jede Partei entwickelte ihren Standpunkt, ohne bisher von ihren Vorschlägen abzugehen. Enver vcy. Konstantinopel, 10. Sept. EnverBeyist gestern hier eingetroffen. Heer und Flotte. Berlin, 10. Sept. Das ,.Militärwochenblatt" meldet: Ernannt wurden der bisherige kommandierende General des 1. Armeekorps, General der Infanterie v. K l u ck zum Generalinspekteur der 8. Armecinspeklion, Generalleutnant v. Z a- st ro w, Kommandant von Graudcnz, zum Gouverneur von Graudenz, Generalleutnant v. P a p p r i tz, Kommandant von Königsberg (Pr.), zum Gouverneur von Königsberg (Pr.), Oberstleutnant v. d. Ehevallerie, Inspekteur der 1.Inspektion der Telegraphen Truppen, zum Inspekteur des Fe- stungsverkchrswesens; Oberst v. B a r f u s, Kommandeur des Inf.-Regts. Nr. 142, zum Inspekteur der Luftschiffertrup- pcn; Oberst v. Eberhardt, Kommandeur des Inf.-Regts. Nr. 153, zum Inspekteur der Fliegertruppen; Generalmajor v. B od ungen, Kommandeur der 58. Inf.-Brigade, zum Kommandanten der Oberrhcinbefcstigungen. Stuttgart, 10. Sept. Ter Chef des Generalstabes des 18 Armeekorps in Frankfurt a M, Generalmajor v. Hof- acker, ist nach dem Württembergischen „Militärverordnungsblatt" zum Kommanoicrcnden General der 45. Kavallerie Brigade in Saarlouis ernannt worden. dein werden erheblich stärkere Motoren untergebracht sein, die eine Gesamtleistung von 900 Pserdekränen aufbringen, jedoch bleibt als Neuerung eine dritte Gondel den Führern des Luftkreuzers Vorbehalten. Damit wird ein Nachteil aufgehoben, der sich bei den bisherigen Z Schiffen unliebsam bemerkbar machte: durch das Geräusch der arbeitenden Mo toren wurde die Verständigung der Teckoffiziere beeinträch-» tigt. Noch ein Unfall eines Zeppelinluftschifses. Le ipzig, 10. Sept. Tas „Militärluftschisf Z 5", welches nach einer schwierigen Fahrt aus dem Manövergelände jnach 31/2 Uhr hier gelandet war, konnte wegen der starken 'Ouerwinde nicht in die Halle gebracht werden. Es wurde von 150 Personen gehalten. Plötzlichsetzteeine rasende Böe ein, wodurch das Luftschiff in die Höhe getrieben wurde. Es gelang, die Motore wieder ..anzuwerfen und dadurch das Schiff vor dem Untergang zu retten. Vier Soldaten hatten die Seile nicht rechtzeitig losgelassen und wurden mit in Vie Höhe gerissen. Ein Sergeant konnte rechtzeitig abgesetzt werden, während ein zweiter Soldat in die Gondel hineingezogen wurde. Ti e beiden ander en Soldaten stürzten aus einer Höhe von etwa lOO Metern ab und waren sofort tot. veutscbe» Reich. Der Magistratsassessor Resch und seine Gattin, die am Sonntag in unvorsichtiger Weise die russische Grenze betraten und von Grcnzkosakcn verhaftet worden waren, sind wieder freigelassen worden. BebelalsErblasser. Tie Katastrophen der Zeppelin Luftschiffe. Das furchtbare Unglück, das in der Nähe von Helgoland das Marineluftschiff „L 1" und so viele von seiner tapferen Mannschaft in den Fluten begraben hat, ist, wenn man von dem leichteren Unfall des „Z5" absieht, das letzte und traurigste Glied an einer Kette von Katastrophen, die von Anfang an das große Werk des greifen Luftbezwingers immer wieder hemmten und schädigten. Daß die Mächte der Natur sich stets aufbäumen gegen ihre Bändigung durch den Menschen, das; sie den Kühnsten am schwersten treffen, das hat Graf Zeppelin schmerzlich erfahren müssen. „Wie groß und start ist doch das menschliche Herz, so allen Mächten auf Erden Trotz bietend, und wie schwach ist dabei des Menschen Werk, das ein Windhauch vernichten konnte!" Ties Wort des Grafen, daß er nach der Vernichtung seines Luftschiffes Nr. 2 am 17. Januar 1906 sprach, ist die Devise dieses aufrechten Kämpfers int Ringen mit den Elementen gcwor den; es hat auch so manchem andern Trost eingeflößt, der mit ihm zusammen dem stolzen Ziel zustrebt', und wird auch heute die tiefe Erschütterung des deutschen Volkes zu frommer Ergebung und ungebrochener Hoffnungsfreudigkeit wandeln. Der erste Unglücksfall, der einem Zeppelin zugestoßen ist, liegt noch vor dem ersten Fahrversuch, der überhaupt mit dem Luftschiff unternommen wurde. Im Herbst 1899 brach bet einem Unwetter der .eiserne Bügel, der die schwimmende Halle an ihrem Anker festhielt: das Luftschiff wurde an Land getrieben und schwer beschädigt. Nachdem dann am 2. Juli 1900 der erste Fahrversuch ausgesührt war und bei der Landung eine schwere Beschädigung noch glücklich vermieden wurde, wurde das Luftschiff am Abend vor dem zweiten Fahr versuch, am 25. September 1900, durch das Reißen einer Aufhängevorrichtung schwer verletzt. Nach einer drei Wochen dauernden Reparatur konnte am 17. Oktober der Aufstieg erfolgen; aber nun kam die lange Zieit, in der zu weiteren Versuchen das Geld fehlte, und als endlich am 30. November 1905 wiederum ein Flugversuch erfolgen sollte, verhinderte von neuem ein Unfall die Erprobung: das Schiss Erlitt einen Defekt an der Steuerung, noch bevor es sich in die Höhe gehoben. Am 17. Januar 1906 kam dann die Katastrophe unweit Ravensburg, bei der nach einer glücklich ge- tungenen Landung das Schiff in der darauf folgenden Nacht durch einen orkanartigen Sturm gegen die Bäume geschleudert und so arg zerstört wurde, daß der Graf sich entschließen mußte, fein Werk an der Unglücksstelle sofort demontieren zu lassen. Dann begannen in den Jahren 1906 und 1907 eine Reihe hervorragender Fahrten, die zuerst den Ruhm Zeppelins durch alle Lande trugen. Wad) der großen Deutschland' fahrt aber erreichte den stattlichen Lustkreuzer „LZ4" bei .Echterdingen das Verhängnis. Nach einer Landung wegen Schadhaftwerden eines Motors setzte ein heftiger Gewilter- ksturm ein, der den Ballon aus den Ankern riß, eine Gondel in die Höhe hob und wieder auf den Boden warf. Daraufhin entzündete sich dann der Ballon, und im Nu war das Luftschiff ein Raub der Flammen. Nur ein trauriges Gerippe blieb übrig. Dem Grasen, der bet dem Unglück selbst nicht zugegen gewesen war, brachte dann in Stuttgart das Volk eine rührende Ovation, für die er mit tränenerstickter Stimme dankte. Ganz Deutschland stand damals bereits hinter ihm und empfand die Katastrophe als ein nationales Unglück. Die folgenden Jahre sahen neue Unglückssälle, die sich alle in ähnlicher Weise vollzogen. August 1908 blieb der „L Z 5" an einem Birnbaum in der Nähe von Göp pingen hängen, erreichte aber noch trotz schwerer Beschädi gungen Friedrichshafen Er kam darauf am 25. April 1909 bei Weilburg zum Scheitern. Auch das folgende Zeppelin-Lustschiff Nr. 6, durch seine Fahrten nach Berlin rühmlichst bekannt, war vom Unglück verfolgt: durch die Schuld eines Monteurs geriet es am 19. September 1910 in Brand und war in wenigen Minuten von den Flammen vernichtet; in seiner Halle zu Baden-Oos halte ihn das Schicksal ereilt. Ein noch kürzeres Dasein war Dem Z 7" beschieden, der 9 Tage nach seiner Fertigste! Tung am 28. Juni 1910 im Teutoburger Walde strandete Mitte Junt 1912 verbrannte bann der „LZ8" in der Halle Au »vriedrichshafen fast vollständig. In aller Erinnerung ist noch bei Untergang der stolzen „Schwaben" am 28 Juni 1912, die genau em Jahr nach ihrem ersten Aufstieg von einem plötzlich einsetzenden Sturm eingeknickk und bann durch eine Gasentzündung in einen rauchenden Trümmerhaufen verwandelt wurde. 191.3 ernannt: der Hauptmann v Livoniu- in Mainz, zuletzt in der 5. Gend Brig., b. Vanbm Bez Saat 1 e Ä oui' Garde-Inf.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, b. Landw - Bez. II Frankfurt a. M., Stein in Heppenheim, .zuletzt Komp.-Ches im 1. Ermländ. Inf.-Regt. Nr. 150, b. Landw - Bez. Limburg a. L. — Veränderungen im Inf.-Reg. 116: Würfet zum Stabe des Inf. Reg. von Lützow (1. Rhein.) Nr. 25, v. Struensee zum III. B. des 9. Bad. Ins.« Reg. Nr. 170. Zum Bataillons-Kommandeur ernannt: Major v. Foller beim ^tabc des Reg. Versetzt Majore: v. Asten b. Stabe de« Inf.-Reg. HessenHombure 'Jlr. 166, v. Busse b. Stabe b. Garde Schützen-B, beide zum Stabe des Inf.-Reg. 116. Zum Major: Frhr. Schilling v. Can statt im 1. Badischen Leib-Gren.« Reg. Nr. 109 zum Stabe des Infanterie-Reg. 116. — Versetzt: Die Hauptleute und Komp. EhefssSoldan im Inf.« Regt. Nr. 116 in das 5. Großh. Hess. Inf.-Regt. Nr. 168, zum Komp. Chef, ernannt: Hauptmann Wolf b. Stabe d. Jnft.-Negt. Nr. 116, zum Komp-Chef ernannt unter Beförderung zum Hauptmann der Oberleutnant Mattel im Inf.-Regt. Nr. 116, unter Beförderung zu Hauptleuten werden zu Stabshauptleuten ernannt: die Oberleutnants Firrnenich (Friedrich), C 0 ulmann i. Inf.-Regt. Nr. 116, unter Beförderung zum Hauptmastn wurde als Stabs- Hauptmann versetzt: Bader im Inf.-Reg. Markgraf Lud- wig Wilhelm (3. Bad.) Nr. 111 in das Inf.-Reg. 116. " Gerichtswesen. Der (Sroßherzog hat den Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Wald - Michelbach Rudolf Münzer zum OberarntSrichtcr bei dem Amtsgericht Darmstadt II ernannt und den Amtsrichter bei dem Amts- gericht WormS AmtSgerichtSrat Eduard Ziegler auf fein Rachfuchen unter Anerkennung feiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1913 in den Ruhe- stand verseht. — Erledigt ist eine mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Ober-LaiS, Kreis Schotten. Auszeichnung. Der Großherzog hat dem Heinrich Reh berg er I. in Grebenhain das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste* verliehen. Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde am 5. September d. IS. dem Lehrer Heinrich Hallstein zu Groß-Eichen eine Lehrerstelle an der Volksschule zu L,ch. Unser Feuerlöschivesen, von dessen ziverf- entfvrechenber Reform schon lange geredet wird, soll nun wirklich verbessert werden. Ter Umbau deS neuen Feuerwehr- laufet! an Oswalds Garten ist in den letzten Wochen in Angriff genommen worden. Gestern stellte sich wieder eine Automodilspritze aus der Fabrik von E. C. FladeS in Jöhstadt 1 Sachsen hier vor. DaS Fahrzeug, das schon in Leipzig beim Deutschen ^euerwehrtag vorgeführt wurde und dort wegen eines kleinen, eigenartigen T»wS Interesse erregte, ist gestern uer vorgefuhrt worden und soll gut abgeschnitten haben. Gestern nachmittag fuhr die Spritze in Begleitung deS Branddirektors Braubach nach Offenbach. — Auch der elektrischen Feuemieldung tritt man hier ernstlich näher. An das 9ktj fönnen sich auch Private anschließen. ES ist die« besonder« Fabriken, .Krankenhäusern usw. zu empfehlen; einige haben ich bereit«, beim Tiefbauamt gemeldet. Durch den Anschluß wird den Teilnehmern nicht nur ein bedeutend erhöhter Schutz l>eim plötzlichen AuSbruch eineß BrandeS geschaffen, sondern auch in gereuten Notfällen die Herbeirusimg von schneller Klfeleistung ermöglicht, waS nicht von zu unterschätzender Bedeutung ist. ** Au t 0 invb i l i st c n - ll n fu g. An der äußeren Marburger Straße werden jetzt Arbeit:n mit der Dampfwalze vorgenvmmen, wobei naturgemäß die Decklag.' der strotze farf genäßt werden muß. Die schon fertige Strecke ist daher mit einer dichten Schlammjchicht überzogen. Zwei Damen, Der verstorbene Abgeordnete Bebel hat nach den An gaben, die seine Erben, Frieda Simon, geb. Bebel, Vie bulgarisch türiischen Verhandlungen. Konstantinopel, 9. Sept. In der gestrigen Besprechung mit den bulgarischen Delegierten schlugen die türkischen ll n t e r 0 ä n d l e r e i n e G r e n z l i n i e vor welche bei Sufltdie Maritza verlassen, nach Örtakoej lausen und von dort aus bei Mustapba Pascha die alte bulgarisch- • türkische Grenze erreichen würde, der sie bis zum Schroarzen Meer folgte Der Umstand, daß die Türken ihren Vorschlag nicht schriftlich niedergelegt haben, wird als ein Anzeichen dafür betrachtet, daß sie auf 'Jhmberungcn dieser Linie eingehen würden, besonder- auf eine Bcrichtiaung der alten Grenze im Gebiet von Malko Tirnowo. Tie Bulgaren sollen auf dem Besitz von Örtakoej bestehen, scheinen eidoch geneigt zu fein, alle möglichen anderen Opfer zu bringen In der ei feil bahn frage scheint sich ein Ueberein kommen in dem Sinne vorznderciten, daß den Bulgaren die 9' it- benutzung der Linie Adrianopel-Dimotika von den Türken eingeräumt wird Na r-che witsch er klärte in einer Unterredung, daß die Bulgaren nnnack-- 'Jtabenftfin-carrobc Vorposten, . Roi" . ülick' ter Höbe t>lreisrat des .'ireifes Schotten Dr. Eugen Kran^büHler zum 5hri>rat des Kreises Erbacki, ben Kreisamtniann bei t> m Krersamte 1 c i; e n Regierungsrat Dr Ernst Merck zum K r e i > r a t bei Kreises Schotten, sämtlich mit Wirkung vom 1. toter 1913 an, ernannt. ** Aus dem Militärwochenblatt DaS Militärwochenblatt meldet: Zu Generalmajoren befördert wurden die Obersten Frhr. v. Buddendrorf. Kommandeur der 25 Feldartillerie-Brigade unter Versetzung in oleicher Eigenschaft zur 1. Gardefeldartillerie-Brigade, Frhr. Drensch v. Buttlar-BrandcnfelS, Kommandeur des Füsilier-Regiments Nr. 80 unter Ernenn»?^ zum Kommandeur der 5. Infanterie-Brigade. Zu Obersten betördcrt die Oberstleutnants Esch vom Inf-Regt. Nr. 23 unter Ernennung zum Kommandeur des Inf.-Regts. Nr. 168, v. Hake (1. Garde-Regt. zu Fuß) unter Ernennung zum Kommandeur des Füsilier-Regts. Nr. bß. Vom 15. Oktober 1913 bis 1. August 1914 zum Seminar für orientalische Sprachen in Berlin tommanbiert: Lberlt. .Heb 0ld im 5. Großh Hess. Inf.-Regt. Nr. 168. B 0 eck, 2t im Niederrhein Füs -Regt. Nr. 39, komm, zur Dienstl. b. 2. i^Kwßh Hess. Ieldan - Regt. Nr. 61, in dieses Regt versetzt v Nandvlv, Gen- Maf. und Komm, von Darmstadt, wird mit dem 30. Lept. 1913 mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt und mit dem 1. Oktober 1913 zum Komm, des Truppenübungsplatzes Darmstidt ernannt Leh man n, Oberst und Komm, des 8. Lothr. Inf^Hegts. Nr. 159, wird mit d m 0 S pt. 1913 mit der gesetzt. Pens. z. Difp. gestellt unb mit dem 1. Oktober 1913 jum Komm des Truppenübungsplatzes Orb ernannt. Zu Bezirksoffizieren werden mit dem 1. Ott. Aus StciM und Land. Gießen, 11. September 1913. Zur Frage der zweiten Hypotheken wird uns geschrieben: Es ist erfreulich, daß der Gießener Anzeiger zu der Hhpothekennot das Wort nimmt, weil diese Frage auch in Gießen im wirtschaftlichen Leben eine Rolle von einschneidender Bedeutung spielt. Man muß fragen, ivoher es kommt, daß sich der (Geldmarkt gegenüber der Beleihung von Grundstücken auch in unserer Stadt, nw bisher durchschnittlich solide Verhältnisse vorherrschend waren, ablehnend verhält. Offen gesagt kann man es dem Privat- kapital nicht verdeulen, wenn es zurückhaltettd ist, denn es hat überall schlechte Erfahrungen bei der Beleihung von Grundstücken an zweiter Stelle gemacht. Der lvundeste Punkt unseres Jmmobilienwesens ist die Taxation, aus Grund deren bisher die Beleihung erfolgte. Die Art unb Weise, wie die Wertbemessung von Grund und Boden und von bebauten Griindstückei, auch in Gießen erfolgt, ist wenig zuverlässig, und selbst die Geldinstirute, die zur ersten Stelle m unserer Stadt (Weib hergeben, betrachten, wie ja allgemein in eingeweihten Kreisen bekannt ist, die Gießener Taxen mit großem Mißtrauen. Was soll man dazu sagen, wenn man erfährt, daß ein Grundstück, das im Zwangsverkauf erst kurze Zeit vorher für 11 000 Mk. veräußert wurde, für eine neue Beleihung mit 18000 Mk. taxiert wurde und dann zur ersten Stelle beinahe mit dem Ankaufswert, und zwar von der Landes- hvpothekenbank, belastet ist, worauf dann noch eine kräftige zweite Beleihung über den wahren wirtschaftlichen Wert des Anwesens hinaus erfolgte. Dabei hat der Eiaentümer des Hauses weiter nichts daran verbessert, als ihm einen neuen Anstrich geben lassen. Dieser Fall, der tatsächlich vorliegt, ist allerdings ein krasser Fall der falschen Taxation. Daß aber ein solcher Fall in Gießen Vorkommen kann und in neuester Zeit vorgekommen ist, spricht doch Bände. Aus diesem Fall, der aber nicht vereinzelt dasteht, geht hervor, daß das System der Gießener Immobilien-Bciver- tung grundfalsch fein und grobe Fehler haben muß. Es muß hier eine gründliche Reform ein fetzen, damit der Kapitalist, der seine Gelder sicher an fegen will, wieder Vertrauen zu unseren Anlagewerten bekommt und fick) nicht grundsätzlich ablehnend verhält. Von der Taxation der Immobilien muß man in erster Linie verlangen, daß sie sachklindig ist. WaS soll man dazu sagen, wenn man hört, daß unter den Taxatoren nicht ein einziger Bausachverständiger ist: weiter muß man verlangen, daß die Taxatoren peinlich, unparteiisch und gewissenhaft, ohne Ansehen der Person ihres veramwortungsvoUen Amtes walten Erst wenn auf diesem Gebiet in unseren Verhältnissen am Platze eine gründliche Reform geschaffen ist, kann man daraus rechnen, daß sich daS Pnoatkavital wieder vertrauensvoll der Beleihung Gießener Häuser zuwendet. Das Lystem, wie bei uns bebauter Grund und Boden zum Zwecke der Belastung falsch und zwar merkwürdigern>eise viel zu hoch geschätzt wird, kann man an Beispielen lelbft als Laie in diesen Dingen nicht nur in dem einen angeführten Fall, sondern in mehreren solcher Fälle beweisen. • vom Manöver des 18. ArmeekorvS. c, . $ V - ivckwnsstQbsauartier, Birstein 9. Wut ben Hüten Zwischen H.tzkwkten unb Leiscnwald beute ui anem ^egnung.^'eau -wischen bet „blauen" verstäcktm .10 InTanterie-Brigate unb ber „roten" verstärkten 4-t hTntfnHtagote Tie erste rt*nr von Birsstin ub^ Hitzkin^' anstrengenden Gerieten auf Veiienmalb trerqcrud\ Lberft P Liotta gen T reyben rwana nach teüiaem Ar. nl lern lamm den „blauen" Gegner unter Gencralmawr 3rhrn hon ctebbarbt unter erheblichen Verlusten auf Birstein-Rnchenb^cl» sum «ürfwa. reime ihm auf bet ganzen Linie unb bränate Vhn östlich des Rabenltnnet Grundes. Hier bezog „Blaue" m Sinic rs Man Backin“ Statt Karten. Giessen, den 10. September 1913. Eifer, Bürgermeister. 5910 Dr. chir. deut. Hoddes TRAlERHlTE Section Eureka bei 4828 APOTH.FECHER’S 7 Stunden. v17/. Amtlicher Teil Samötaa, den 13. und Sonntan, bett 14. Scvtbr.: Freienfeen—Hoherodökovf— Meiches — Lauterbach. Ab- fahrt 12.08 Uhr. Wanderzeit V ScheNfische u. Kabliau i. 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Ter Schrankenwärter hat mit dem Schließen der Schranken erst begonnen, als der Zug in Sicht kam. .hierdurch war es ihm nur noch möglich, die südliche Schrantc zu schließen. Tas von Norden herkommende Milchfuhrwerk fulw trotz der Zurufe des Wärters, halten zu bleiben, auf den Ucbergang und wurde hier von der Lokomotive des inzwischen heran- gekommenen Zuges erfaßt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner innigstgeliebten Frau, unserer guten Mutter und Tochter Emilie Schleuning geb. Zeidter sagen wir unseren innigen Dank. Herrn. Schleuning und Kinder Fr. Zeidter und Frau. Starkenburg und Rheinhessen. Das Offenbacher Eisenbahnunglück. m. Offenbach, 10. Sept. Der amtliche Bahnbericht über die Eisenbahnkatastrophe lautet: Am 8. Sept, nachmittags 2 Uhr wurde an der westlichen Seite des Bahnhofs Offenbach a. M. Hauptbahnhos, auf dem Ucbergang der Sprendlinger Straße bei Km. 9,578 ein einspänniges Milchfuhrwerk durch den von Frankfurt-Oberrad einfahrenden Eilzug Nr. 34 überfahren. Tie Insassen des Fuhrwerks, Milchhändlcr ^ermann Neubecker und seine Ehefrau, sowie Kochen Cie FruchLflammeris von frischem Obst! Stets werden Sie dann den frischen, reinen Fruchtgcschmack erhalten. Einen nnber'äschtcn Fruchtflammeri kocht man aus frischen Früchten, je nach der Jahreszeit, und genügend August Wallenfels, Gießen, Marktplatz 17. Televhon 262. L-cnrdel. § Handel 8 au 8 sichten in N u in änien. Trotz der fehlenden Männerarbeit während der Erntezeit und der leuchten Witterung in den letzten Wochen ift gucmtitaliv und qualitativ eine gute Miltclernte unter Dach qebracht worden. Während in anderen Jahren die Öochfnsion lereils in den 9luqttft fiel, kann in diesen, Jahre erst im September au einen reqelinäüiqen Export gedacht werden. Man nimmt an, dal, Eonslanza, das weqen der Einverleibung des neuen fruchtbaren Hinte» landes an Bedeutung ge- n'innt, d,esc4 Jahr die Tonanhäfen Braila und Galatz stark über- flugcln n'ird, da letztere gewöhnlich schon Ende November für den Export gesperrt werden. Mais gerät gut und verspricht eine reiche Ernte. Kleine Tagezchromk. In der Nacht zum Mittwoch versuchten in Berlin drei Einbrecher in die Wohnung des liriminalschutzmanncs D o ß die Krone aller Waschmittel Alleiniges Fabrikationsrecht: Eureka-Werk Düsseldorf 106 Hauptniederlage: Firma (LW. Nowack & Sohn, Giessen. Bekanntmachung. Betr.: Walzarbcitcn auf den 8reisstraßen. Tie untern, 30. August d. Is. angeordnete Sperrung der Kreisstraße Winnerod-Reiskirchen wird aufgehoben. Gießen, den 8. September 1913. _ Grostherzostiches^ Äreisamt .Gießen. Zwetschen ver Pfd. 6 Psg., Kopfsalat 3 Stück 10 Psg. eiiivnehlt C. Seitz, Neuenweg 52. t"n^ Obst- ‘XT Gemüse- Zeitung Heidelberg. Unentb. f. Händler u. Produz. Probe- num.grat. J ährl. M.2.—, (ss10/© in der Lachmannstraße Nr. 2 cinzudringeu. Der Beamte erwacht« und feuerte drei Schüsse ab, die sämtlich den 20jahr,gen Uellung«- losen Kontoristen Erich Hesse trafen, der schwer verletzt wurde. Tie beiden anderen wurden von Passanten ergriffen. In Jena bat sich cm gestrigen Mittwoch der 28 Jahre alte Cbcrlcbrcr nnd Schriftsteller Tr. 'Wicklein auS Kobnrg m einem 2lnfall von Schivermut aus einem Fenster feiner Wohnung gestürzt, nachdem er sich vorher die Pulsadern beider Hände durchschallten hatte. Er war sofort tot. , . . ro . Ans N t g n ivirb gemeldet: 5 euer zerstörte tn dem Badeorte Majorenbof den Konzertgarten, die Heilanstalt, 20 Hau er und viele Kaufläden. Der Schaden wird aus 500 000 Rubel geschätzt. _ , ,. , ... In den mcifteii Provinzen Svanten 8 herrschen heftige S t n r m e nnd :)iegeng ü s s e. Tie Eisenbahnen sind an mehrere» Punkten unterbrochen: mehrere Güterzüge sind entgleist. In O f c n p e ft sind am Dienstag mehrere m o l e r a ver -= dächtigc Fälle festgesiellt worden Ein 13jähngeS Kmd ist gestorben. Tic bakteriologische Untersuchung der Verdächtigen, die ins epidemische Lwspital gcbradn wurden, ist noch nicht abgc schlossen. Neue Erkrankungen sind bisher nicht scstgestellt tvorden. Aus deni Nordostcu des Landes und aus dem Banat werden zahlreiche verdächtige Fälle gemeldet, doch ist bei den menten Er- krankten bloß Brechdurchfall sestgcstcllt worden. ie Beerdigung findet Freitag nachmittag 2 Ubr vom Sterbehause aus statt. 07141 Line Zagd auf ItTörCer im harz. 23 r o u ii l n g c a. Harz, 10. Sept. Heute morgen wurde der Gastwirt und Schlächtermeister Karl Schroeder in seiner Gaststube erschoßen anfgefnnden. Sein Portemonnaie, das 100 All. enthalten hatte, lag leer am Boden. Ter Verdarbt richtete sich gegen zivei junge Lente von 20 und 24 Jahren, die in der Gastwirtschaft während der ganzen vergangenen Nacht kneipten. Beide sind den „Tesfentlichen Anzeigen für den Harz' zufolge, über Claiisthal nach Oesterode geflohen, ivo sie sich in einem Geschäft neu einkleiden wollten. Ta der Geschäftsinhaber cS nicht dulden wollte, daß sie sich gleich an Ort und Stelle ilinzogen, kam es zu einem Streit, der die Polizei herbeilockte. Bei ihrem Erscheiiien wurden die B e a m t c n mit Schüssen empfangen, luobmrb der Arbeiter Lnchtcrsand getötet und der Polizeibeamte M ü Her am Kopie verletzt ivurde. Während es gelang, einen der Mörder festzunehmen, flüchtete der andere in das Hinterhalts, wo er sich verbarrikadierte und Schüsse abgab, die die Polizei erwiderte. Man legte Schivefel in das Haus, um den Mörder auszuränchern. Als er sich an einem F e n st e r z e i g t e, iv u r d e er durch einen Schuß gelötet. zwei Kinder und ein .Herr kamen gestern nachmittag von der Karlsruhe a«n der schlammigen- Straßcnstrccke vorbei, gingen aber, um vorsichtig 511 sein, jenseits dcs die Straße begleitenden Grabens. Da raste Las Auto 276 aus Gießen mit zwei Leuten besetzt heran: eine Schiammwclle ergoß sich im selben Augenblick über Bankert nnd Graben und die Spaziergänger, wobei die hellen .stvstürnc der Damen von übtrt bis unten mit Schlamm bedeckt wurden. Die Automobilisten isaheu !fid) lachend um, bekümmerten sich aber sonst nickst weiter um das, rv-as sic angerichtet hatten. ♦* Die Kriminalität im Landgerichtsbezirk Gießen hatte in den letzten Jahren abgenornmen, was wir vor einigen Monaten nock) als erfreulich feststellen konnten. Ganz besonders waren es schwere Verbrechen, Roheitsstras- taten und Vergehen gegen die Sittlichkeit, die in Oberhessen verhältnismäßig seltener geworden waren. Tie Hoffnung, daß dies auch für die Folge so bleiben möge, scheint leider nicht in Erfüllung zu gehen, denn es liegen gerade neuerdings chic ganze Anzahl von Straftaten den Gerichten vor, so daß sich die Kriminalität leider wieder in einer aufsteigenden Linie bewegt. Besonders sind es Verbrechen Lund Vergehen gegen die Sittlichleit, die sich neuerdings in ü'hr bedentlicher Weise steigern, so daß die Staatsantvalt- schaft Gießen sich fetzt täglich mit der Untersuchung solcher Straftaten beschäftigen muß. Es scheint dies ein Zeichen der Zeit zu fein, denn eine alte Erfahrung lehrt, daß in Zeiten des wirtschaftlichen Niederganges die strafbaren Handlungen zunehmen. Kreis Büdingen. d. Orten berg, 9. Sept. Unsere Stadt hatte heute einen großen Tag. Die Fliegertruppe hatte in dem Wiesengrund zwischen Lißberg und Ortenberg sechs Flngzeugschup- pen errichtet und nachdem kurz vor 1 Uhr. Leutnant v. Hides- sen mit einem Beobachtungsoffizier auf dem Flugplatz gelandet war, sammelte sich in kurzer Zeit in dem Wiesengrund eine große Menschenmenge, die Landung der übrigen Flugzeuge erfolgte jedoch erst abends zwischen 53/4 und 6V2 Uhr. Sämtliche fünf Flugzeuge landeten in prächtigem Gleitflug. Leider mürbe ein Flugzeug bei der Landung infolge des mit vielen Gräben durchzogenen Flugplatzes nicht unerheblich beschädigt. Bei MWl-NlWMIW wurden glänzende Erfolge erzielt mit meinem gesetzlich geschützten Geradehalter-Apparat Original-System „Haas“ 16 Auszeichnungen, u. a. auf dem 10. Aerzte- Kongreß in Lemberg und d. Internation. Hygien.-Ausstellungi. Dresden Dauernde Regulierung des Apparates kostenlos. Reichillustrierte Broschüre gratis an jeden Interessenten. Franz Menzel, Alleiniger Hersteller des Original rHaas“-Apparates. Vor Nachahmungen wird dringend gewarnt Zu sprechen am Donnerstag, den 18. September in Gießen, Hotel Schütz, 9—6 Uhr. SS5/» V. H. C. W Zweig-Verein Giessen Sonntag, d. 14. September Omin^Wetmtg: Grosien-Buseck — Bersrod — Geilshausen — Weftershain —(9rünbcrg. 6 Stund. Abfahrt 8“ Uhr. Führer: Cbr Georg u. W. Schwalb. (vm. das echte Dr. Oetkers Backpulver ist 100 millionenfach bewährt, und Dr. Oetker’s Rezepte sind in der eigenen Versuchsküche der Fabrik sorgfältig ausprobiert. Daher die ständig wachsende Vorliebe der Hausfrauen für Dr. Oetkers Fabrikate! Else Spies Friedrich Wilhelm Engel Betriebsingen ieur Verlobte Giessen Cosel {Oberschi.) September 1913. Sportplatz a. d. Hardt Sonntag, 14. September 1913, vormittags 8 Ubr: Vereins-Fünfkampf Meldungen bei Schwan ) [5914] Vormittags 9 Uhr: Verbands-Fanstball-Wettspiele Obstversteigerung der Gemeinden Mnschenhcinr und Arnsburg. Am Freitag, den 19. September 1913, mittags 1 Uhr, wird die Aepfel-, Birnen- und Zwetschenernte öffentlich meistbietend versteigert. Zusammenkunft auf der Kreisstraße Arnsburg —Hofgüll am Kreuz. Muschenheim, den 10. September 1913. Der Saft frischer Früchte übertrifft künstliche Fruchtsäfte, und der volle frische Fruchtgeschinack erfreut. Verlangen Die vomMondamiu-Nontor. B-ritn C 2, das „»".Büchlein, enthaltend ilicjci'tc von erprobten Mondamin Frucht flammens. Moderne Herren- nnd Damenschneiderei Bahnhofstraße 60 W 014113 Nauer Kein Laden: jw (Parterre! wllinilv Fernsprecher 269 Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Freitag, den 12. Sevt. 1913: Wechselnd bewölkt, stellenweise Niederschläge, westliche Wwde. Es wäre ein Fehler der Mutter, die Ernährung deö Kindes mit „ M niete" zu unterbrechen, nachdem derTarmkatarrh, bet dem iid) „.Qufefc" als 'Nahrung bestens bewährt hatte, geschwunden iit. Bei anderer Nahrung könnten leicht Rückfälle emtreten. Kon- fenuent mit „stuf etc“ ernährte »inder acifincn fttb bureb JxnF tige Entwicklung und gefunden Schlat auö.hv Mainzer "M3 l1*2 Pferde=koie ä Mkl.-.llSlückMk. 10.- Ziehung 27. Sevt., cmvnehlt Achtung! Komme Sanistag aut den Brand mit einer Ladung schwer. W-u.VMscl. 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