Sreitag, z. Oktober 1913 |63. Jahrgang Erstes Blatt GietzenelAMger Die heutige Nummer umfaßt 10 Seilen. Tageskalender aus dem Jahre 1813. 3. Oktober. Blüchers Uebergang über die Elbe bei Warten- burg. Porck wirft die Franzosen aus ihrer verschanzten Stellung und zwingt sie zum Rückzug nach Wittenberg. — , Das hessische Chevauxlegersregiment nimmt an der Schlacht teil, verliert mehrere Tote und 50 Getangene. Bezugspreis: monatlich 75Pf^ vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post Pik. 2.— vrertel- jährl. auöschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Psenniq. Ehesredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den — Neues Theater Frankfurt. Mert Stcinrücks Gastspiel im Frankfurter Neuen Theater ist ein kimstlerilches Ereignis. Steinrück ist einer der wenigen, die als Künstler oay Leben belauschen und vom Leben lernen. Sein Spiel ist ohne alle Pose, einfach, ohne Pathos und daher packend. An Stockende seiner Sprechweise must man sich erst gewöhnen <^ede Redepause bei ihm Ijnt Berechtigung. Verhaltene Leidenschaften weist Steinrück am besten zu geben. Deshalb, hat er wohl auch sein Können in zwei Rollen gezeigt, die bieie ^eelenstimmung haben In bartlebens „Mschied vom Regiment" bat .Hauptmann Griesfeld das selbstverschuldete Unglück seiner Ehe bis zur Stunde der Katastrophe aus innerer Unfreiheit stumm ertragen, ^n der zweiaktigen Komödie „Angele" ist es der alternde Mann, der sich nach Liebe sehnt, und den die Furcht vor einer Enttäuschung, die er in seiner Ehe sck-on einmal erlebt hat, zum Zyniker gemacht hat. Auch die Liebe des 52 jährigen zu der weitherzigen jungen Angele ist auf Sinnlichkeit aufgebaut. Sie wird m dem Augenblick vernichtet, wo sie auch das Herz ersaßt. steinrück weist den beiden Figuren das Tiefste abzugewinnen und durch seine große Kunst das Tiefste sichtbar zu machen. E» ist die Sprache des Alltags, die er spricht, es sind die - Gesten bcy Alltags, die er gibt. Diese bitterste Realistik wird bet ihm zur höchsten Tragik. Neben ihm wurden aber die Künstler des Neuen Theaters nicht überschattet. Besonders Frl. Sangora als Angele fand echte Töne, nicht niiiider Herr Wallburg als Viktor, wenn auch beide nicht mit der Selbstverständlichkeit, die dem Gaste eigen ist. — Berliner Theaterbrief: „Die grünen Palmen" in den Kammer spielen. In den Kam-mcrftnelen des Deutschen Theaters hat am Mittwoch ein Lustspiel der Herren Robert de Flers und A. G. de Catllavet seine deutsche Uraufführung erlebt. Es hieß in Paris „Der grüne Frack", in Berlin „Die grünen Palmen", aber sie sind welk und dürr und besitzen nicht einmal jene auch abseits der Kunst willkommenen Gaben, die man als Witz, Uebermut und eine zumindest saubere technische Theaterarbeit gelten lassen könnte. Dies Stück ist kein Lustspiel, sondern eine Posse niebcritcn Ranges: und was den Parisern daran vielleicht lustig erschienen sein kann, ist jedenfalls bei dieser völlig überflüssigen Verpflanzung nach Deutschland verloren gegangen. Was blieb, ist grob, plump und selbst als theatralische Handwerksarbeit von einer erstaunlichen Aermlichkeit. Wir kennen sie schon alle, diese wesenlosen Schablonengestalten, den alten royalistischen Herzog, der es ablehnt, die „'Dame Republik" zu kennen, die Frau, die ihn Vorbehalten bleibt. Die beschleunigte Rückreise des Königs der Hellenen. Wien, 2. Okt. Wie die politische Korrespondenz erfährt, beabsichtigt der Kö n ig dei.H ellenen,den Traditionen seines Vaters zu folgen, der alliahrlich aus der Durchreise am Wiener Hofe einen Besuch abzustatten pflegte. Da er g e z w u n g e n ist, seine R ü ck r e i s e z u b e s ch l euni - gen, telegraphierte der König an den Kaiser, day er sein lebhaftes Bedauern ausdrückt, daß die beabsichtigte Jteilf nicht stattfinden konnte. Die Türkei und Bulgarien. Sofia, 2. Okt. Die Regierung hat von dem G r o fr Wesir ein Tcl.'gramm erhallen, in welchem er zur Herstellung dauernder und freundschaftlicher Beziehungen zwischen der Türkei und Bulgarien durch die Unterzeichnung des Friedensvertrages, sowie zur Wiederherstellung der diplomatn schen Beziehungen seine Glückwünsche ausspricht. Ministerpräsident Ghenadiew erwiderte daraus: „Die Nachricht von der Unterzeichnung des Friedensvertra» qes hat wahre Freude hervorgerufen. Ich beehre Mich, ^hnen aus diesem Anlaß die Glückwünsche der bulgarischen Regierung zu übermitteln und dem einigen Wunsche sowie der f e st e n E n t s ch l o s s e n h e i t Ausdruck zu geben, unsere Bemühungen darauf zu richten, zwischen dem ottomanischen Reich und Bulgarien B e z i e h u n g e n g ut e r Na ch barsch a f t sowie a u f r i ch t i g e r, d a u e r h a f t e r F r e il n d- schaft zu schaffen. Auf dieser festen Grundlage können wir die Wohlfahrt und Fortschritte beider Länder und emen. gedeihlichen Frieden anbahnen. verschieben. Die griechische Regierung ist sedoch der Ansicht, daß die Jnselfrage nichts mit dem Vertrage zu tun habe, der sachlich bereits abgeschlossen ist. Die übrigen Fragen sind bereits durch formelle Entscheidung der Machte, an welcher nichts änderbar ist, geregelt worden Inzwischen zwingen die Vereinigung beträchtlicher türkischer Streitkraft auf dem Festlande 30 Kilometer von Chios und die Verschiebung als Irreguläre verkleideter Druppen die griechische Regierung zu Vorsichtsmaßregeln, um rede Ueberra- schung von selten der türkischen Streitkräfte zu verhindern. K o n st a n t i n o p e l, 2. Okt. An maßgebender türkischer Stelle ist man offenbar bemüht, die Verhandlungmi mit Griechenland zu einem günstigen Ende zu fuhren. Die Regierung beschloß bereits am Samstag die Demobilisation zu beginnen und in der Wakuffrage, besonders in der Frage der Anstellung von Muftis, Zugeständnisse zu machen, wahrend die Jnselfrage vollkommen gesonderten Verhandlunger mit Fleiß und Erfolg betrügt, den Liebhaber, einen jungen Grafen alten Adels, einen eleganten gutmütigen Trottel; und dazu die üblichen Nebcngestalten, sogenannte Akademiker, von denen der eine beschränkter und bümmer ist als der aiwer^ Die neue Nüanee: der Präsident der Republik, bei .Rcinljan. b in der Maske Falliöres gespielt, der sich über sein eigenes Amt lustig macht. Er ist der einzige, bet dem ein Paar bunnd satirische Streiflichter aufblitzten. Schade, datz Schauspieler wie Waßmann, Rosa Bertens und Viktor Arnold ihre Kraft dazu hergeben müssen, solche Rollen der Menschlichkeit zu nahem. Es war ein schlimmer Abend und zudeni, von ben drei genannten Künstlern abgesehen, eine sehr tiefstehende Ausftihriing, mr die Richard Ordynski als Regisseur zeichnete. Wir wollen diese Entgleisung übermorgen vergessen haben. — Der Neubau des Detmolder Hoftheaters wird, wie die Bauwelt mitteilt, in nächster Zeit beginnen. Die Hauptarbeit an dem Entwurf stammt von dem Detmolder Architekten Prof. Kuhlmann, dessen Pläne durch einige Abänderungsvorschläge Bodo Ebhardts ergänzt wurden. Der Sockel des neuen Gebäudes soll noch vor Eintritt der ungünstigen Winterwitterung fertiggestellt werden; zu Beginn der kommenden Spielzeit wird das Haus wahrscheinlich bereits seiner Bestimmung übergeben werden können. — Eine Parallel st raße zum Panamakanal. Unter den weitgehenden Zugeständnissen, die in diesen Tagen von der Republik Columbia der britischen Bauftmia Pearson eingeräumt wurden, befindet sich, wie die Vauwelt mitteilt, auch die Erlcrnbnis für den Bau eines interozeanischen Kanals unter Benutzung des Atrato-Flusses. Dieser Fluß läuft von den Westkordilleren nach Nordosten, zunächst parallel mit der Paeificküste, folgt dann der Landesgrenze und ergießt sich schließlich in die Bai von Danen. Er hat eine Länge von 490 Kilometern. 150 Kilometer davon sind für Seeschiffe und nicht weniger als 400 für Dampfer schiffbar. Zwischen dieser Strecke und der Paeificküste, die dort mehrere gute Buchten aufweist, ist die Entfernung nicht groß, so daß die Vorbedingungen für einen Kanalbau sehr günstig liegen. Durch den Bau dieses Kanals würde die .Bedeutung des Panamakanals, der durch das Verhalten der iwrdamerikanischen Regiemng in bei Tariffrage bei den feefabrenben Nationen nicht sehr beliebt ist, sehr wesentlich herabgebrückt werden. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft Maxim Gorki erkrankte neuerdings an seinem alten chronischen Leiden. Er wurde in ein Hotel in N e a p e l gebracht. Die Aerzte gestatteten ihm nicht, nach Capri zuruck- zukehren. Spitzbergen und die deutschen Interessen. Die Spitzbergenfra.ge ist plötzlich wieder aktuell und zum politischen Prvb-lckm geworden. In aller Stille hat eine 'englische Gesellschaft ein Riesenunternehinen zur Gewinnung von Kohlen, Eisen und Marmor auf Spitzbergen Vorbeveitet und die nun veröffentlichte Gründung bildet 'für die anderen, an Spitzbergen interessierten Nationen 'keine angenehme Ueverraschung. Denn man weis; aus der 'Geschichte, daß Eirgland solchen wirtschaftlichen Gründungen gewisse politische Forderungen auf dem Fuße folgen laßt. 'In der Jahresversammlung der British Assoeiation zu London im vorigen Monat konnte man schon allerlei darüber hören. Unter lebhaftem Beifall der Versammlung erklärte der bekannte Polarforscher Dr. Br u e c, die Interessen Gma^ lands auf Spitzbergen ständen in erster Reihe. England habe als erste Nation dort Grubenunternehmungen ins Leben gerufen (das ist richtig, es geschah schon vor sieben oder acht Jahren); die Norweger hätten nur ganz minimale Handels- interessen aus Spitzbergen, nichtsdestoweniger sei ihr Ver- halteii dort so, als wollten sie die ganze Gewalt aus der Inselgruppe an sich reißen, und die norwegische Regrerung Sekunde durch wiederholtes Ausrüsten von Spitzbergen-Expeditionen ihren Willeii, sich einen vorherrschenden Einslu,; auf Spitzbergen zu verschaffen. Das brauche sich England nicht gefallen zu lassen, und es sei deshalb an der Zeit, das; England die Inselgruppe (die inygesamt ungefähr so groß ist wie das Königreich Bayern) annektiere, um auf diese Weise die Interessen der englischen ©rubenuntei» Bei ^vlck^n^Absichten und Aeußerungen ist es l'lar, daß sich England an die Spitzbergen-Konvention der vorjährigen Konferenz, in der SpitzberE soKU,ejm nnn hpr Stadt für 35 000 Mark umgebauten Hausergeviert ^^aste 16 (Eingang Pfarrgäßchen) untergebracht. Für und Gestelle'hat die Stadt außerdem 8500 Mark auf- Swnht wozu noch rund 3000 Mark an fieiwilligen.Spenden a^s Kreisen der Bürgerschaft und vonseiten ehemaliger Friedberger ist in Friedberg, dem Herzen der Wetterau, ^^Mittelpunkt geschaffen für die Erforschung der Wetterauer «nb Landeskunde. Alle dem Museum ^fcr Sfroicnor Paul Helmke) zugehendcn Wetterauer Boben- «S'mip Gesäße Armringe, Nadeln, Münzen, Waffen, Gerate; fu.nde. wie wß ' bgenstäiide, Bilder und Porzellan aus alt- L'Ä JJS?SaÄt • obei Gewehre, Säbel, Spieße, Trommeln ^^^n inid Hörner'von verstaubten Speichern werden sachgeniatz Fahnen und ) unfc mit näherer Bezeichnung sowie dem bergeftent, aiüb l)l1crfc[jCU. Dasselbe gilt für die Bestände des und'der Stadtbibliotl)ek (Verwaltung: Oberlehrer Stadtarchiv,.' n ^r ^aS Stadtarchiv umfaßt zahlreiche (Hand- Urkunden Akten, Rechnungen, Briese Bilder und sck)riftliches Urku /9sc{7ÖrDcn/ Familien, Einzelpersonen Hauser Friedberg loder anderen Wetterauer Ortschaften) und Geschäfte von Fr dv g^^tbjbliothek blircf) großherzige Bezug nehmen uno 3 6000 Bände angewachsen. Sie ^^'ff.nkungcm seit ^mi gebieten: Geschichte. Geographie enthalt Werke auy aticn i .i Medizin Kunst. Sprach- und Mathematik Natnrw^Miwsophi'e. " Theologie. Erziehung und Literatiirwiisenschafi PIN , PY ^ieqswesen. Handel. Gewerbe Unterricht RccküswM wwas^ unb Salinenwesen. Land-, Forst- und Industrie. Berg '^Efchaftswissenschaft (Familie, Eigentum, und WasserwirtschaftVolksfeste). Finanzwissen- ©tanbe, „^^e en, -- I Verkehrsmittel und Anstalten. Pollzei- schast. Volkswirtschaft. Bert^rsmur^^^ Staats- und Verwgl- wissenschaft Gememd cht. Urkunde (Literaturgeschichte, En- tnngs-) Recht. AUgem Wörterbücher, Literarische Zeitschnf- cyclopcwien), Oammellveire, ^^^orwalttmg und Bürgerschaft ten). Bibliothekwissenf^ >o^rfieudigkeit der ruhmreichen Ver- haben somit m filtn Ehrenmal gesetzt. Und so üS« & »nb j-des Sck>-rflein, noch so Nein, wird mit Auslarrv. Steffens Landung in Frankreich. Die deutsch e Botschaft in Paris erhielt von dem französischen M i n i st e r i u m d e s A e u ß e r n bic Mitteilung daß Obexleutnant Steffen am Mittwoch die Erlaubnis zur Rückreise nach Deutschland erteilt worden sei Durch die Untersuchung ist arwiesen worden, daß ein Fall von Notlandung vorlag; es sei kein Anhalt für den Verdacht der Spionage erbracht worden. König Gustav von Schweden, der sich qegenwärttg auf Schloß Skabersjoe aufhält, ist erkrankt Der am Donnerstag von den Aerzten ausgegebene Krankheitsbericht lautet: „Der König litt seit einer nn Februar 1911 vorgenommenen Blinddarrnoperation wiederholt an Schmerzen in der Bauchgegend. Da die Kranklscit in deii i» ii m. -mm —ui (—armm—mmn———1111 ..... 11111 Nr. 252 Der Eichener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich EichenerFamilienbiätter; zweimal wöcl>entl.Urei§- vlatlfürdenrireisEiehen (Dienstag und Freilag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zettjragen Fernsprech - Anschlüsse: WLÄr WL?/ politischen Teil: August SSSr Eeneml-Anzeiger für Oberhefftn ?'nnä'im” wn anjeigen Kofationsittid UN» v-risg 6«Srühl'schtN Unio.Guch' und Steindruckerei R. Lange. Redattian, Sxpeditian und Druckerei- Schlllstratze 7. Land-: E-.d'ch- !ür Id°,i «eschäft-steile vüdingen. S-hnhafstr-tz- Iba.__ Eine griechisch-türkische Krifc. London, 2. Okt. Reuter erfährt, daß die neuen Forderungen der Türkei, obgleich sie keine Ueber- raschung Hervorrufen, doch in amtlichen griechischen Kreisen als die'Ursache für eine ernsthaftere Gestaltung der Lage angesehen werden. Bei der letzten Verschiebung der Rückkehr Resch id Beps nach Athen wird mitgeteüt, daß er plötzlich erkrankt sei und durch einen anderen Vertreter ersetzt würde. Gleichzeitig ließ man durchblicken, daß die Türkei beabsichtige, die Jnselfrage aufzuwerfen und so die herzlichem Danke gebucht und im Sinne des Gebers zum allgemeinen Besten verwandt. Wilhelm Filchu.r im v-ri«. Jahre Spitzb-rgen west. Basis der tüMch-qriechischen V-rh°ndlunqcriv°llst°ndig M östlich durchquert und außeroroantlich wichtige Erfahrungen 1 gesammelt. Er untersuchte auch jene erste Bergwerksansiede- > lung der Engländer in „Advent-City", wo 1906 bis 1908 re- • ges Leben herrschte, bis sich herausstellte, daß eine mächtige ' Gesteinswand zwischen den Kohlenschichten lag, die dre Ren- , tabilität des Unternehmens in Frage stellte; in fluchtartiger Eile wurde damals der Ort verlaffen, den Filchner und feine Gefährten in ödem, aber noch mit allen Anzeichen früheren Lebens erfülltem Zustande fand. Drittens hat sich erst ganz kürzlich eine deutsch-norwegische Gesellschaft zur Ausbeutung der reichen Kohlenseldcr bei Green Harbour mit einem Kapital von 19 Millionen gebildet, und es ist geplant, mit deutschem Gelde und deutschen Ni a s ch i n e n nach G o l d u n d M a r m o r auf Spitzbergen zu graben. Endlich interessieren sich auch deutsche Behörden für die Verhältniffe aus Spitzbergen. Die „Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen" betrachtet den Naturschutz auf Spitzbergen als eine wichtige Aufgabe internationaler Vereinbarung und hat wiederholt Anregungen in dieser Richtung gegeben, allerdings nicht über das Auswärtige Amt, sondern durch direkte Korrespondenz mit den Regierungen von Norwegen, Rußland und Schweden. Wichtiger als die für Spitzbergen doch etwas platonische Naturschutzfrage wäre jetzt das politische Interesse der Regierungen, auch der deutschen Regierung, weil cbem ttne ausgeführt, deutsche Interessen heute zweifellos auf Spitzbergen auf dem Spiele stehen! In den letzten Monaten haben sich die öffentlichen Zustände auf Spitzbergen,, die schon fett langem unbefriedigend waren, noch weit ungünstiger geitol^ tot. Der Vertreter einer Minengefellfchaft, der aus Spitzbergen deutsche Vorarbeit geleistet hat, schildert uns die dort herrschenden Verhültiiisse als geradezu anarchistisch. Tie Am- eignung und Ausbeutung verschiedener Kohlengruben durch fremde Unternehmer hat den Zufluß eines sehr gemischten Proletariats zur Folge gehabt, das sich untereinander Nicht verträgt und in ständiger drohender Feindschaft nut dem Unternehmer steht. Die Arbeiter stellen außerordentlich hohe Lohnforderungen, was man bei so ungewöhnlichen Lebensbedingungen ja verstehen kann, wenden aber zur Erzwingung ihrer Ansprüche brutale und rechtswidrige Gewalt an. Ganze Faktoreien wurden ausgeplündert und verwüstet, ohne daß man gegen die Friedensbrecher einschreiten konnte, da es ja noch keine mit den nötigen Machtmitteln ausgestattete 1 Staatsautorität gibt. Man wird daher in politischen Kreisen ' zu der Erkenntnis kommen, daß zur Regelung der Rechtszustände auf Spitzbergen auch und gerade im deutschen Interesse etwas geschehen muß. Die Deutschen, die die Gewässer ' Spitzbergens mit ihren schönen Schiffen und vielleicht bald ; auch mit Luftschiffen befahren, die Geld, Arbeit und Kultur ' dorthin tragen, haben einen Anspruch auf politische Vertretung ihrer Interessen. Man wird in der Berliner Wil- 5 helmstraße einen Akt „Spitzbergen" anlegen müssen. letzten zwei Wochen sich wieder einstellte und bedeutend zunahm, rieten wir dem König, sich einer besonderen Behandlung auf Schloß Trottninghatm zu unterziehen, was erfordert, daß der König in d-er ersten Zeit das Bett hüten und bis auf weiteres sich aller Regierungsangelegenheiten enthalten muß. Die Temperatur ist normal. Der Gesundheitszustand veranlaßt feine Beunruhigung. Ein kaufmännisches Schiedsgericht? Die New Yorker Handelskammer nahm eine etwas phantastische Entschließung an, in ber empfohlen wird, den Handelsorganisationen in der ganzen Welt einen Plan zu unterbreiten, nach welchem die Streitigkeiten zwischen Kaufleuten verschiedener Nationen durch ein Schiedsgericht anstatt durch die Gerichtshöfe geschlichtet werden sollen. Unter Wirkung des neuen Planes sollen alle Kvlttrakte eine Klausel enthalten, die bestimmt, daß die Entscheidungen über Streitigkeiten einem Tribunal überwiesen werden sollen, das durch eine in den Kontrakten namhaft gemachte Organisation zu wählen ist. DieNiederwerfungderRevolutionin Mexiko. Nach einem offiziellen, bei der Berliner mexikanischen 'Gesandtschaft eingegangenen Telegramm hat die Regierung Mexikos die Revolution niederaewor - f e n. Die militärischen Operationen gegen die Rebellen im Norden haben keine Bedeutung mehr. Die Regierung verfügt bereits die endgültige Verlegung der Truppen behufs einer Kontrolle über die Nordstaaten, die rebellierten. Die Wahlen sollen stattfinden, wie dies in Uebereinstimmung mit dem Versprechen steht, das die Regierung am 1. 2lpril 1913 der Nation gegeben hat. Die Regierung ist entschlossen, allen Kandidaten Garantien zu gewähren. Es liegen bereits zwei Bewerbungen für den Posten eines Präsidenten bezw. Vizepräsidenten vor: Diaz-Requena und Camboa-Raffon, andere sind angekündigt, darunter Calero-Floras May on. Die Präsidentenwahl in China. Die „Morningpost" meldet aus Schanghai unter dem 1. Oktober. Die Wahl des Präsidenten ist auf den 5. Oktober und die des Vizepräsidenten auf den 6. Oktober festgelegt worden. Die feierliche Amtseinführung wird am 10. Oktober stattfinden. 25. Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner. Warburg a. L, S. Oft. 1913. Die fortgesetzten Beratungen der 52. Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner wurden durch Sektionssitzungen eingeleitet. — In der althistorisch-epigraphischen und archäologischen Sektion sprach Dr. Kimmen < Athen) über „Handel undVer- Lehr in Mykenischer Zeit". Professor Dr. Körte (Gießen) sprach über die „Eleusi- nischen Mysterien". Indem der Redner die Untersuchungen Albrecht 'Dietrichs fortführte, suchte er den Kern der Dichtungen, den sakramentalen Mt, durch den der Myste zum Sohn der Erdmutter wird, aufzullären. Er ernannte ihn in der Berührung einer Nachbildung des.Ätutterschoßes der Göttin, der in der cista nuptica lag. — In der pädagogischen Sektion sprach Geh. Medizinalrat Prof. Schenk (Dtarburg) über die Gefahren des Sports. Der Vortragende erörterte zunächst die Lehre von den physiologischen Ursachen der Ermüdung. Bei angestrengter Tätigkeit eines -Organs entstehen in demselben Stoffe vom Charakter der Säure, die als Produkte einer unvollständigen physiologischen Verbrennung anzusehen sind und die eine lähmende Wirkung ähnlich wie gewisse Gifte ausüben. Die Erholung besteht in einer Entgiftung von diesen Ermüdungsftoffen, sei es, daß diese Stoffe durch die Nieren aus geschieden, sei es, daß sie durch eine nachträgliche vollständige Verbrennung unschädlich gemacht werden; aber diese Entgiftung vollzieht sich langsam. Deshalb können Muskelanstrengungen eine Verminderung der geistigen Leistungsfähigkeit zur Folge haben, indem der im Muskel vorhandene Ermüjdungsstosf eine Herabsetzung der Erregbarkeit der Nervenzellen in der Großhirnrinde bewirkt. Da der hi)gienische Zweck der Leibesübungen auch erzielt wird, wenn die Muskelanstrengungen nicht bis zum Entstehen erheblicher Mengen der Ermüdungsstofie gesteigert werden, so sollten bei Leibesübungen Anstrengungen vermieden werden, die zu Atemnot führen, denn diese A-temnot ist auch durch die Ermüdungsstofie bedingt. In der gleichen Sektion sprach Direktor Huckert (Posen) über die Leistungen der höheren Lehranstalten Preußens in, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In der allgemeinen Sitzung, die unter Leitung von Direktor Professor Fuhr (Marburg) stand, teilte der Vorsitzende mit, daß der Versammlung von der Buchhandlung Weidmann 2000 Mk. für einen wissenschaftlichen Zweck zur Verfügung gestellt worden seien, lieber die Verwendung der Summe soll eine Kommission entscheiden. — Den ersten Vortrag hielt Professor Klock über „Die Entwicklung des römischen Dramas". Ed ward Schroeder (Göttingen) sprach über Wortschöpfung und Wortwahl, Prof. Kisch (Bisttitz) behandelte die Frage nach der Herkunft der siebenbürgischen Sachsen. Ans Stadt nnd Land. Gießen, 3. Oktober 1913. Praktischer Vogelschutz. Das vielseitigste Vogelleben findet man in klimatisch bevorzugten Lagen, dort, wo Wald, Wiese, Bach und Feld sich eng aneinander schließen. Neben dem Klima ist die Bodenkultur der Hauptfaktor bei der Ansiedlung und Vermehrung der Vogelarten, und mit dem Wechsel der Bodenkultur einer Gegend gehen auch in der Vogelwelt gewisse Veränderungen vor sich. Ganz gewiß kann daher von einer Abnahme verschiedener Vogelarten gesprochen werden, wo die Bodenkultur einseitig geworden ist. Seit der Einführung des Drahtzaunes ist bis zu der fast vollständigen Ausrottung der lebenden Hecken nur noch ein kleiner Schritt. Vermehrter Nadelholzanbau auf der einen Seite und fortschreitendes Verlassen der Naturverjüngung beim Laubholz auf der anderen Seite lassen die früheren dornenreichen Dickungen selbst int Staatswald immer mehr zusammenschrumpfeu. Das Eldorado der Laub- und Heckvögcl, der Mittelwaldbetrieb, ist fast ganz auf- gegeben. An die Seite des die warmen Abdachungen und Flußtälcr bedeckenden Eichenwaldes ist die einförmige Fich- tenkuliur getreten, in der die Sonne erst im Spätfrühjahr den Boden zu erwärmen vermag. Mit den allerschwersten Geschützen ist auf diese Weise der Mensch den LebenSbedin- jungen der Laub und Heckvögel auf den Leib gerückt. Selbst tm Staatswalde fällt heute die letzte hohe Eiche der Axt zum Opfer, am häufigsten lediglich der Ordnung wegen. Durch die herabgesetzte Umtriebszeit werden, wie sogar ein Forst mann in der „Köln. Ztg." klagt, urwüchsige, herzerfrischende Altholzbestände immer seltener. Sollte da nicht endlich eine vorbildliche Wandlung eintreten können auf den großen Staats- und Gemeindewaldflächen? Selbst die Eisenbahnver- waltung könnte auf ihrem ausgedehnten Gelände eine billige Heckenwirtschaft im Interesse der Vogelwelt (zugleich gegen Schneeverwehungen) treiben, die an vielen Stellen auch das Laudschaftsbild verschönte. Dazu haben die Bahnwärter vielfach Zeit genug zur Heckenpflege. Die Dornenhecke und der Dornenstrauch ist. der natürlichste und beste Schutz unserer Heckvögel gegen böse Buben und Katzen. Saubere, gut gepflegte Weißdornhecken lassen sich in den städtischen Anlagen in den verschiedensten Formen ziehen. Wie dekorativ und belebend wirkt die Schwarzdornblüte schon Mitte Aprils in Wald und Feld. Strauchweise angebaut könnte diese Tor- nenart manche etwas verlassene Eckchen der städtischen Anlagen ausfüllen und den Vögeln zur Nistgelegenheit dienen. Im Obstgarten leisten die Meisen bei der Insektenvertilgung gewiß gute Dienste. Die Zahl der durch Nistkästen anzu- siedelnden Vögel hängt jedoch wesentlich von der Zahl und dem gesunden Wachstum der vorhandenen Obstbaume ab. So einseitig von Insekten leben auch die Höhlenbrüter, Heck- und Laubvögel nicht, sonst würde bei der Ueberhandnahme der Blutlaus in manchen Hausgärten sich auch zugleich eine vermehrte Ansiedlung dieser Vogelart zeigen. Das Vogelfüttern im Winter mit Fleisch hat ganz entschieden auch seine Schattenseite in der starken, lästigen Vermehrung der Schwarzdrossel gefunden und zu einer vollständigen Entartung dieses Vogels in den Hausgärten geführt. Ebenso nimmt der Sperlingsschadcn durch die Winterpflege der Vögel von Jahr zu Jahr zu. Bei der Raubvogelvernichtung das ganze Jahr hindurch durch Fang und Schuß greift der Mensch in die naturgemäße Entfernung kranker, schwächlicher, zur Fortpflanzung wenig geeigneter Vogelindividuen ein, ohne sich der Tragweite dieser Maßregel voll bewußt zu sein. Soviel steht fest: Die Vogelschutzfrage kann allein durch die „kleinen Mittel" (Vogelschutzparks, Nistkästen und Winterfütterung) nicht gelöst werden. Sie ist eine brennende Frage geworden, die zunächst auf das Zustandekommen internationalen Vogelschutzes (wider den Vogelmord in Italien!) drängt. Die Forstverwaltung wird durch Einfluß auf Personal und Wirtschaft in den ausgedehnten Staatsforsten den Kommunen und den Privatwaldbesitzern durch praktische Mittel zu zeigen haben, daß unserer Vogelwelt, ohne'Opfer zu bringen, nicht zu helfen ist. Mit dem Heckenbau durch den Eisenbahnftskus und die Straßenverwaltungen länger zu zögern, muß zum schließlichen vollständigen Aussterben der Heckvögel auf deutschem Boden führen. ♦ n ** Landesuniversität. Mit dem 1. Oktober hat Geh. Hofrat Professor Dr. Elbs dieDirektiondeschc- mischen Instituts der Landesuniversität übernommen. Er behält vorläufig auch noch die Direktion des physikalischchemischen Instituts, in dessen Räumen ein Teil des rein chemischen Unterrichts stattfinden muß, da in dem chemischen Institut bauliche Veränderungen nötig sind. ** F i n a n z w es e n. Am 30. September ds. Js. wurde der Schreibgehilfe bei dem Finanzamt Homberg Karl Born zum Finanzamtsgehilfen bei dem Finanzamt Mainz I und der Schreibgehilfe bei dem Finanzamt Alzey Jakob Greth zum Finanzamtsgehilfen bei dem Finanzamt Oppenheim ernannt. ** Landwirtschaftskammer für das Großherzogtum Hessen. Um den Landwirten Gelegenheit zu geben, neuere Kartoffelerntemaschinen im Betrieb zu sehen, veranstaltet die Landwirtschaftskammer am Dienstag, den 7. Oktober 1913, nachmittags von 2—5 Uhr in Alsfeld eine Vorführung von Kartoffelerntemaschinen auf dem Versuchsfeld der landw. Winterschule Alsfeld. **Zurhessischen Genossenschaftskrise. Die Spar- und Darlehnskasse in Wonsheim in Rheinhessen lehnte in ihrer Generalversammlung den Antrag des Vorstandes ab, den Verlust aus dem Zusammenbruch der Darmstädter Genossenschaftsbank durch Erhöhen der Geschäftsanteile der Mitglieder zu decken. Der größte Teil der Mitglieder ist ausgetreten aus der Kasse. — Die Spar- und Darlehnskasse in Bechtolsheim in Rheinhessen beschloß in ihrer Generalversammlung, den aus gleicher Ursache entstandenen Verlust durch Erheben von 250 Mark Haftsumme von jedem Mitgliede auszugleichen. Einstimmig lehnte sie aber einen Antrag des Moratoriumsausschusses der zusammengebrochenen Genossenschaftsbank ab, auf 50 Prozent der Förderung der Kasse zu verzichten. •* Der Prüfung für den einjährig-freiwilligen Militärdienst haben sich nach den Mitteilungen der Zentralstelle für Landesstatistik im Frühjahre 1913 im ganzen 42 Kandidaten unterzogen, von denen vier 16 Jahre und einer 23 Jahre alt mären. Zum zweitenmal unterzogen sich der Prüfung 18, zum drittenmal 2. Im ganzen bestanden nur 18 die Prüfung, 24 bestanden sie nicht, borimter 10, die sich ihr zum zweitenmal unterzogen hatten. Die wissenschaftliche Befähigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst an höheren Lehranstalten erlangten im Schuljahre 1912/13 1181 Schüler und 22. Schülerinnen. ** Steuereinnahmen int Jahre 1912. Infolge Münderung der Zielbeträge auf ganze Pfennige bei dem Hauptausschlag kommen 463,58 Mark weniger zur Erhebung als für das Jahr ausgeschlagen wurden. Nach Ausgleichung dieses Unterschiedes bei der Einkommensteuer waren bei der Großh. H a u p t st a a t s k a s s e als Einnahme zu verrechnen: 14 808 226,58 Mk. Einkommensteuer, 4 526 521,79 Mark Staatssteuern: ferner 1394 590,89 Mk. allgemeine evangelische und 236 356,88 Mk. katholische Kirchensteuer, zusammen 20965 696,14 Mk. als Staats- und Kirchensteuern im Rechnungsjahr 1912. • • Vom Chemischen Untersuchungsamt. Wir werden ersucht, folgendes zur Kenntnis zu bringen: Die Dienst stunden de§ Chemischen Untersuchungsamtes für die Provinz Oberhessen sind für die Wintermonate (1. Oktober bis 30. April) auf die Zeit von 8 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags festgesetzt worden. • • Besitzwechsel. Das Isaak Nosenthalsche Haus in der Ludwigstraße, ortsgerichtliche Taxe 54 000 Mk., belastet mit 52 500 Mk., wurde im gerichtlichen Zwangsverkauf dein Kaufmann Senner für dessen Höchstgebot von 50000 Mk. zugefchlagen. ** In dem Konkurse Louis Troß war jetzt der erste Gläubigertermin. Es sind bisher zur Masse rund 70 000Mk. Forderungen angemeldet, denen Werte von etwa 6000—7000 Mk. gegenüberstehen, so daß eine Ueberschuldung von 63 000 Mk. vorhanden ist. Unter den Forderungen sind 6800 Mk. bevorrechtigte «Arbeitslöhne). Bei diesem Status sind die Immobilien und Aecker, die mit 13 000 Mk. belastet sind, nicht mit einbegriffen. Der Konkursverwalter teilte mit, daß Bilanzen seit 1910 nicht vorliegen und daß feit 1. Januar 1913 kein Kassa- bild) mehr geführt ist. Das Gelände hofft man an die Stadt Gießen zu verkaufen oder zu parzellieren und glaubt dadurch noch etwas für die Gläubiger herauszuholen. . l. In die hiesige Klinik ein geliefert wurden dieiex Tage zwei Binder, denen beim Spielen Bohnen in die -l aJc geraten umreit, so daß sie aus operativem Wege entfernt W"; ■2"'c ?^crn< bic in Altenburg wohnen, waren bei dem Vorfall abwesend. Man holte einen Arzt zur Hilseleistung herbet, dem es jedoch nicht gelang, die Bohnen zu entfernen. • • Gießener Pferde-Lotterie. Ter Hauptgewinn ist in die Kollekte von Edgar Bormann, Neustadt, gefallen. Gewinner ist ein Steinhauer in Münzenberg. • • Einjähri g-Freiwillige. Beim hiesigen Regiment sind am 1. Oktober 50 Einjährige eingetreten. " Silberne Hochzeit. Am Sonntag, den 5. Oktober, feiern Zugführer Heinrich Engelbach und Gemahlin ihre silberne Hochzeit. • * Berichtigung In unserer gestrigen Notiz aus ? Holzheim ist versehentlich bet Ort verwechselt. Er muß Lang-Göns heißen. Der Uitsall des Lehrlings ereignete sich aus der Strecke von Holzheim nach Lang-Göns. Landkreis Gießen. , 1. Klein»Linden, 1. Okt. Der Eifenbahnkonsumverein hat hier eine Zweigstelle eingerichtet. Kreis Schotten. z. Aus dem oberen Vogelsberg, 2. Okt. Die Ge- treibeernte war sehr ergiebig. Gebund hat es reichlich gegeben, der Körnerertrag steht zwar gegen die Vorjahre etwas zurück, ist aber doch recht zufriedenstellend. Kreis Friedderg. (Ij Friedberg, 2. Okt. An Gemeindesteuern erheben die 72 Gemeinden unseres Kreises insgesamt 1871000 Mk. An erster Stelle stehen Bad-Nauhcim mit 364 000 Mk. bei einem Ausschlagskoeffizienten von 123,6°,o und die Kreisstadt Friedberg mit 289 500 Mk. bei 102°o, darauf folgen Butzbach mit 101 680 Mk. bei 112,74, Vilbel mit 100 000 Mk. bei 139,2, Rockenberg mit 32 600 Mk. bei 168, Assenheirn mit 30000 Mk. bei 107,2, Nieder Florstadt mit 30 000 Mk. bei 132,4, Ilbenstadt mit 29 000 Mk. bei 137,2, Garnbach mit 28050 Mk. bei 156,3, Ockstadt mit 28 000 Mk. bei 112,6 vom Hundert. Die niedrigsten Beträge bringen auf: Oes 260 Mk. bei 177,6, Feldgcmarkung Straß- Heim 1800 Mk. bei 63,6, Hausen 2000 Mk. bei 264,3, Burg- Gräfenrode 2200 Mk. bei 24,2, Maibach 2500 Mk. bei 168,5 und Bodcnrod 2700 Mk. bei 225 vom .Hundert. Folgende Gemeinden haben den höchsten Ausschlag, sind also im Verhältnis am höchsten mit Umlagen belastet: Hausen 264,3, Trais-Münzenberg 253,5 und Griedel 200,9 vom Hundert. L. Friedberg, 2. Okt. Die neue Garnison. Heute vormittag um 11 Uhr zogen die fünf Friedberger Militärvcreine mit ihren Fahnen unter Vortritt der Kapelle der Milctärnnnik- schule nach dem geschmückten Kriegerdenkmale, wo sich die Offü ziere der Landwehr und Reserve versammelt hatten. Später erschienen die Stadtverordneten, der Bürgermeister und der SlYci-3* rat. Um 11 y2 Uhr hielt das Bataillon seinen Einzug. Bürgermeister Stahl begrüßte die Truppen, wofür der Major des Bataillons dankte Darauf defilierte das Bataillon und marschierte mit Musik nach seiner Kaserne. Vorerst sind es 319 Mann, nach Eintreffen der Rekruten 650 Mann, welche hier in Garnison liegen. Starkenburg und Rheinhessen. bs. Darmstadt, 2. Okt. Die heutige Stadtverordnetenversammlung hatte 11. a. über ein Gesuch der Gemeinnützigen Gartenstadt-Genossenschaft zu befinden, das dahin ging, auf bent von Vieser Gesellschaft erworbenen Gelände am Heinrichwingertsweg einige Einfamilienhäuser zu errichten. Nach eingehender Aussprache wurde das Gesuch der Gartenstadt-Genossenschaft genehmigt. Zieht man in Betracht, daß die Frage der Gartenstadt nicht nur die Kommunalverwaltungen beschäftigt, sondern eine soziale Frage überhaupt ist, so muß man die Stellung der diesem Projekt feindlichen Stadtverordneten als seltsam bezeichnen. Gerade die Wohnungsverhältnisse in Darmstadt, soweit die innere Stadt in Betracht kommt, sind sehr ungünstig. m. O f f e n b a ch, 3. Okt. Im Beisein der Vertreter der städtischen, staatlichen, und Kreisbehörden, der Bürgermeister des Kreises Offenbach, zahlreicher Ehrengäste, sowie Freunde und Gönner des Obst und Gartenbaues wurde heute mittag vorn Regierungsrat Lochmann die.Kreis-Obst' und Gartenbau-Ausstellung eröffnet, die von dem Obst und Gartenbauverband für den Kreis Offenbach in Verbindung mit dem 10jährigen Berbandsjubiläum veranstaltet ist. h Reinheim, 1. Oktober. Im „Darmstädter Hof" sand heute der diesjährige Odenwälder Philistertag des Gießener Wingolf statt. d. Rüsselsheim, 2. Okt. Die Gemeinderats- wähl brachte der sozialdemokratischen Partei einen vollen Sieg. Von 912 abgegebenen Stimmen fielen durchschnittlich 600 den fünf sozialdemokratischen Kandidaten zu. Hessen-Nassau. • [1 Marburg, 2. Okt. Zu Ehren der Teilnehmer des Philologen-Kongresses fand gestern abend von 8—9 Uhr eine Beleuchtung des Landgrafenschlosses und des Kaiser-Wilhelm- Turmes statt. Um 9 Uhr begann in den bis auf den letzten Platz besetzten Stadtsälen der von der Stadt gegebene Kommers. Das Präsidium hatte Oberbürgermeister Tro je übernommen. Stadtverordnetenvorsteher Justizrat Rohde brachte im Anschluß an seine Begrüßungsrede ein Hoch auf die Gäste aus, Landes- schulinspektor Professor Kauer Triest antwortete mit einem Hoch auf Marburg. Dann führten Studenten einen lustigen, eigens zum Philologentag von Geh. Rat Prof. Dr. Birt verfaßten lustigen Schtvank „Ein Philologenmorgen oder die verunglückte Probe" auf. Beim Eintritt der Fidulität führte Pros. Wrede - Marburg das Präsidium. Große Begeisterung erweckte die Rede des Professors Soltau aus Zabern, der das deutsche Elsaß leben ließ. Heute früh nahmen die Sektionssitzungen ihren Fortgang, um 11 Uhr faiib in der Aula auch wieder eine allgemeine Sitzung statt, bei der drei Vorträge gehalten wurden. Nachmittags fand ein Ausflug nach der Ruine Frauenberg statt, für morgen ist ein Ausflug nach der Saalburg in Aussicht genommen. w. Marburg, 2. Okt. Der bisherige besoldete Stadtrat Johanns Müller in Forst i. d. Lausitz ist als besoldeter Beigeordneter der Stadt Marburg auf 12 Jahre bestätigt worden. X. Hanau, 2. Okt. In der Vertreterversammlung des hessischen Volksschullehrervereins sind u. a. folgende bemerkenswerte Anträge angenommen »norden: „Der Geschästsführende Ausschuß des hessischen Volksschul- lchrervereins wolle den Vorstand des Preußischen Lehrervereins veranlassen, an geeigneter Stelle dahin zu wirken, daß bei O r d e n s a n s zei ch n u n gen die Ausnahmestellung der Volksschullehrer beseitigt und der Mer des .Hausordens von Hohenzollern nicht mehr verliehen werde. Tde Besoldungsordnung von 1909 bildet keinen gerechten Ausgleich gegenüber den gegenwärtigen Teuerungsverhältnissen. Die gesetzgebenden Körperschaften haben in dem Gesetz vom 26. Juni 1909 durch Gewährung von Ortszulagen anerkannt, daß der Lehrerschaft ein höheres Tienstcinkommen zustehe, was aber auch nach Maßgabe der damaligen Finanzlage nicht angängig erschien. Die Gehälter entsprechen weder der Vorbildung noch der Tätigkeit der Volksschul- lehrer. Die wirtschaftlichen Erfolge und die militärische Tüchtigkeit unseres Volkes beruhen zum großen Teil auf der Arbeit der Volksschullehrer. Der Lehrer ist deshalb gehaltlich so zu stellen, daß er bei höchster Anspannung der Kräfte mit Freudigkeit sein schweres, verantwortung»svolles Amt verwalten kann." --Rödelheim, 3. Okt. Bor einiger Zeit trat die 10 Jahre alte Meta Quelle in Rödelheim in einen rostigen Nagel. Trotzdem alle Gegenmittel angewendet wurden, verschlimmerte sich die Verletzung, so daß das Kind dem Krankenhaus über- »vicsen luerben mußte. Dort trat Wundstarrkrampf hinzu- der den Tod des Mädchens )ur Folge hatte. Kranken Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dein Hinscheiden unseres geliebten Gatten und Vaters sagen wir innigen Dank. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Mathilde Schwab Wwe. nebst Sohn. AZ. »'inSLZ ’-Steife W allo lm Vor. 264,3, L®Qtn'ion. ^cute de, Wo sich ke Cjür Met M der fe • Sfirgcmciiter BarMvnr mantomxt^uvt -tan.V' |tQ6 6intie"ncn ’urmion liegen, heffev. -utige Stadtver« a- über ein Gesuch -Aast zu befinbcn, «euschaft erworbenen £ Einfamilienhäuser ^ache wurde das Gc- mehmigt. 3\et)t man eniiadt nicht nur die sondern eine soziale : Stellung der biejent 1U seltsam bezeichnen. Darmstadt, soweit die ' sehr ungünstig. ifcin der Vertreter der rden, der Bürgermck- ;er EhrengD, lomie x^aucsmurbe beute nbtrtto^M- und sfr SHelt. aus ,Ic W 'tat St. b,c »*45*4 wn dem M» und ibach in 'Ler'oindung 1 veranstaltet ist. L.inmtübttr W sand Pchrlistertag des ,e TemeindcratS- ischen Partei einen Stimmen sielen durch- ischen Kandidaten zu. Uta bSks»* r zvedene Kommers. ; 'roic übernommen. ,-e brachte im Anschlu« ie Gästr aus, llandes- ‘ antwortete mit einem cn einen lnstigen, eiM- Dr. Birt vE n ober die.veE uL d.- =äB" jungen ^eine eher eine alldem ZLZ “S&£i tt? iV1Itcn, qcit dl' , >Ms- nnd b;:,.yr. werde Dle hr ^rechten F'l•"*rb'"^.IT1 ersetz rwm mn ^.'k-nsteiickoiMN Wik-ivl' 55S-* "' inert .Vt''4“1’ rftc. heute kost. , i« Lor habe, -Kindermehl früh 1/25 Uhr der Pächter des Gasthofes „ßum Stern", B e- wetzet, sich in sein Schlafzimmer begeben wollte, fand er die Tür verschlossen. Er öffnete sie gewaltsam unb feuerte alsbald auf den in der Schlafstube befindlichen Rust aus Weiherstobel, der sich in den Kteiderschrank geflüchtet hatte, einen Schuß ab, der in den Kopf eindrang. Darauf versuchte er, seine Frau, die sich gleichfalls in der Stube aufhiedt, durch einen Schuß in ine .Herzgegend zu. töten. Rust dürfte kaum mit dem Leben davonkommen. Tic Verwundung der Frau scheint nicht lebensgefährlich zu sein. Hervorragend bewährte Nahrung. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an Verdauungsstörung. beamte und ergriff die Flucht, wurde jedoch verhaftet. Gericht hat er erklärt, daß er seine Mutter getötet weil sie ihm nichts nütze. Todschlägerci eines Hintergangenen Ehemannes. Wiesenhain bei Ravensburg, 3. Okt. Ms Wolle, Halbwolle, Baumwolle u.s.w.i erhallen prachh/olle.echte Färbungen. Es kosten zu färben: 1 Kinderkleid 10 Pfg. 1 Bluse 10 Pfg. 1 Frauenkleid 50-75 Pfg. | Alle Farben in Bäckchen a 10 u25 Pfg s Ausdrucklich.Heitmann^'Farben mir <. 1 Schulzmarke .Fuchskopf im Siem fordern t Fabrikanten: Gebe. Heitmann, Köln u.Riga.a Letzte Nacl^riehten. v. Höhendorf bleibt. Wien, 3. Okt. In der gestrigen Audienz wurde endgültig entschieden, daß Gencralstabschef v. Hötzendor' auf seinen Posten verbleibt. Die Meinungsverschiedenheiten mit dem Thronfolger sind durch die Vermittlung des Grafen Berchtold beseitigt und dem Generalstabschef ist ein uneingeschränkter Wirkungskreis verbürgt worden. Er erhält demnächst die höchste Auszeichnung, das Großkreuz des StephanordenZ. Serbisch-albanische Kämpfe. Belgrad, 3. Okt. Bei Wranischte, drei Stunden von Prizrend, wurde gestern den ganzen Tag gekämpft. Die Albanesen gerieten durch Heranziehung serbischer Verstärkungen von Gostive in die Gefahr eines Kreuzfeuers. In Strugo, welches von den Serben wieder genommen worden ist, wurden sofort serbische Behörden eingesetzt. Warnungen tut Serbien. Wien, 3. Okt. Außer Oesterreich-Ungarn haben auch Italien, England und Rußland ohne vorherige Vereinbarung in Belgrad vorVerletzung der Londoner Beschlüsse gewarnt. Bulgarische Generale unter Anklage gestellt. Sofia, 3. Oktober. Gegen den Brigadekommandanten Oberst Petew, welcher die bulgarische Armee gegen die Griechen kommandierte, wurde die gerichtliche Verfolgung eingelcitet, weil er seine Brigade während eines Gefechtes verlassen hatte. Auch die beiden Armeekommandanten Kowatschano und Iwanow sollen unter Anklage gestellt werden. Die Erfahrungen aus der französischen Manöverkritik. Paris, 3. Okt. Unter Hinweis auf die während der letzten Manöver gemachten Erfahrungen verlangt der Abgeordnete und ehemalige Kriegsminister Massimtz im „Ma- tin", daß die Altersgrenze für Generale auf 60 und für Obersten auf 58 Jahre herabgesetzt werde. Durch diese Maßnahme würde die Armee einen unermeßlichen Kräftezuwachs erlangen. Die Gelegenheit sei günstig. Das Parlament schicke sich an, den Offizieren aller Grade eine sehr beträchtliche Solderhöhung zu bewilligen. Diese werde nur durchgeführt werden, wenn gleichzeitig durch die Herabsetzung der Altersgrenze für Generale und höhere Offiziere eine Verjüngung der Cadres erzielt würde. Einsetzung einer Regentschaft in Schweden. Stockholm, 3. Okt. Der Kronprinz wurde wegen ber. Erkrankung König Gustavs zum Regenten eingesetzt. Ein Bombenanschlag. Wien, 3.Okt. Die Blätter melden aus Fiume: Heute nacht erfolgte im Regierungspalais eine heftige Explosion, hervorgerufen durch eine Dynamit-Bombe oder Patrone. Nähere Nachrichten liegen bis jetzt noch nicht vor. Wieder ein geistesgestörter Mörder. Madrid, 3. Okt. Ein 25jähriger Mann namens Sanchec, der geistesgestört ist, hat seiner Mutter die Kehle durchschnitten und das Dienstmädchen, welches der Mutter helfen wollte, schwer verletzt. Er bedrohte Polizei- Universitäts-Nachrichten. — Für Frage der Immatrikulation ausländischer Studenten an dar Universität Berlin wird mitgeteilt, daß es sich einstweilen nicht um die Beschränkung der Ausnahme von Angehörigen jeder Nation lmndelt, sondern nur um russische Studierende. Das Ministerium hat angeordnet, daß für das Wintersemester 1913/14 neue Immatrikulationen von russischen Studierenden in Berlin nicht vorgenommen werden. Lindere Ausländer nxrben von dieser Verfügung überhaupt nicht betroffen. ' I Gerrchtssaall. h. Friedberg, 2. Okt. Bei dem Begräbnis einer im Wochenbett verstorbenen Frau hatte der Pfarrer R. geäußert, daß der Tod der Frau durch ein menschliches Verschulden verursacht sei. Das bezog die betreffende Hebamme auf sich: sie ersuchte den Pfarrer um eine öffentliche Erklärung, da sie geschäftliche Schädigungen durch die Rede hatte. Der Pfarrer lehnte das ab, auch eine Sühnversuch verlief ergebnislos. Die Frau beschritt darauf den Klageweg. In dem gestrigen Termin vor dem Schöffengericht bestritt der Pfarrer die Absicht der Beleidigung. Da die von der Frau genannten Zeugen nicht geladen waren, wurde der Termin auf den 28. Oktober vertagt. Der viel besprochene, sogar gelästerte Reklame-Marken- S a m in e l s p o r t treibt Blüten. Die großen und kleinen Sammler wird die neue Erdal-Anzeige in der heutigen Nummer interessieren, die das Erscheinen einer ganzen Serie origineller ABC- Lrdal-Anzeigen ankündigt. Wer 12 verschiedene von diesen der Fabrik einsendet, erhält je einen ganzen Satz von 25 künstlerisch ausgcführten ABC-Erdal-Rcklame-Adarken eingetauscht. — Also Sammler, die Augen auf, jetzt heißt es: keine Erdal-Anzeige übersehen! hv2% wandern und Reisen, Bäder und Sommersrischen. ^Wiesbaden, 2. Okt. Die Zahl der zur Kur sich hier aushalteudeu Fremden belief sich bis heute auf 55 385, die der Durchgangsrelseuden auf 105 941. Tie mittlere Temperatur war 130 Eelsius. Wetterverhältuisse: sehr schön. Verantwortlich für „Aus Stadt und Land" i. V.: K. Neurath. Schwnrgericht. Gießen > 3. Oktober. Gestern verhandelte das Schwurgericht gegen den unbestraften 18 Jahre alten Dienstknecht Heinrich Geyer von Weninas wegen Notzuchtsversuch begangen an einem 16 Jahre alten Mädchen. Die Anklage vertrat Gerichtsassessor Meusezahl. Verteidiger war Rechtsanwalt Mendelssohn. 'Die Ocffcntlichkeit war bei der Verhandlung ausgeschlossen. Nach fcem öffentlich verbindet en Urteil Haben die G^chworenen die Schuld frage bejaht. Tas Urteil ■gegen den geständigen Angeklagten lautete auf fünf Monate Gefängnis. verelnsnachrichteil. **Die Freidenker-Vereinig ung hielt gestern abend im Hotel Einhorn ihre Generalversammlung ab. Aus dem Be- 1-icbte über das abgelaufene Vereinsjahr sind folgende öffentliche Vorträge hervorzuheben: Dr. Schiller-Franksurt a M Das Wesen des Katholizismus; Generaldirektor Horst Sieber-Berlin, Was man vom modernen Schwindel alles wissen muß, um nicht darauf^hereinzusallen; Prof. Dr. Kinkel-Gießen, Ueber ireilutt und sittliche Verantwortlichkeit. Nach Erstattung des Kassenberichts und Entlastung des Kassenwarts fanden 9$orftanb^ wallen statt die das bisherige Ergebnis hatten: Vors. Rechtsanwatt Dr Spohr, Schriftf. Robert Siegel, Rechner Paul Plage. im kommenden Vereinsjahr sollen allmonatlich (am ersten Freitaa des Monats, im Hotel Einhorn) Vereinssitzungcn belehrenden und unterhaltenden Inhalts stattfinden wozu auch Gäste herzlich willkommen sind. Daneben wird der Verein einige lifsentlicke^Vorträge bekannter Persönlichkeiten veranstalten. Zeit gffAXeit durch Inserate verkündet. Sairvel. London, 2. Oktober. Die Bank von England hat den Diskont auf 5% erhöht. ________ Danksagung» Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem plötzlichen Hinscheiden unseres lieben Vaters, Sohnes, Bruders, Schwiegersohnes, Schwagers und Onkels Kaspar Wagenbach Hilssschaffner sagen wir allen herzlichsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Fischer für die trostreichen Worte, dem Gesangverein Iugendkranz für den erhebenden Grabgesang, sowie auch für die zahlreichen Blumenspenden der Verwandten und Bekannten und der Vereine. Die trauernden Hinterbliebenen. Alten-Buseck, den 2. Oktober 1913. vermischtes. iE i n m h st c r i ö s e r F u n d. Aus Lo n d o n wird gemeldet: Gestepji wurde in der Nähe des Kap Horn in einer Bucht nach 23 Fahren der Segler „Marlborough" aus Glasgow entdeckt, der im Januar 1890 von Neuseeland mit gefrorenem Hammelfleisch und Wolle an Bord abgefahren ist und dann spurlos verschwand. An Bord sollen 20 Skelette gefunden worden fein. Die Besatzung hatte aus 33 Mann bestanden. * Der Dur ch st ich des Mont d'O r - T u n u e l s ,. des wichtigsten Tunnels der Linie Fresne—Vallorbe erfolgte gestern abend 7 Uhr 10 Minuten gicn^in a n der vorgesehenen Stelle. Die Durchbohrung, für welche 32 Monate angesetzt waren, beanspruchte infolge des im Dezember 1912 erfolgten Wassereinbruchs von 10 000 Liter in der Sekunde 34T/2 Monate. .er Tunnel hat eine Länge von 6090 Mectr. * Z urn Manöver Unglück in Grisolles. Aus Kopenhagen wird niitgeteilt: Der Generalmajor Krabbe, der bei dem Manöverunglück von Grisolles in dem gleichen Automobil saß wie der schwer verletzte deutsche Militärattachee Ober stleutn aut v. Winter- feldt wurde wegen Anzeichen von Geistesstörung in ein Krankenhaus gebracht. * Par sifalstift uiiq. In Elberfeld stiftete Freiherr von der Heydt für die „Parsifal"-Aufführung dem Stadttheater 25 000 Mark, nachdem die Stadtverordneten die Bewilligung dieser Summe abgelehnt hatten. * Eine Kindertragödie in den Bergen. Aus Mittel-Japan, aus der Gegend des Komagatake-Gebirges kommt die Künde von einer erschütternden Tragödie, deren Opfer nickst weniger als 13 japanische Schulkinder geworden sind, Knaben im Mer von 14 Jahren, die in Begleitung ihrer Lehrer und des Direktors ihrer Schule den Versuch unternommen hatten, den über 3000 Meter hohen Komagatake zu erklimmen. Die Zahl der Kinder, die an der Hochtour teilnahmen, betrug 34, nm 5 Uhr morgens war die Sck-ar aufgebrochen und man wollte, wennl irgend möglich, noch am gleichen Tage den Abstieg bewerkstelligen, was die Lehrer bereits früher mit anderen Schülern mehrfach getan hatten. Ein guter Bergsteiger braucht gegen sieben bis acht Stunden, um den Gipfel zu erreickxrn; die Kinder aber brauchten 15 Stunden, und als sie schließlich auf dem Gipfel die dort er- rickstete kleine Hütte, die „Pilgersrul^" erreicht hatten, brach ein furchtbarer Sttirm los. Ihm folgte ein Wolkenbruch und dann sank das Thermometer unter den Gefrierpunkt. Eine Zeitlang bot die Hütte notdürftig Schutz; dann aber wurde sie von einem furchtbaren Windstoß zerschmettert und die Kinder waren nun schutzlos der Wut des Sturmes und der Kälte preisgegeben. Als der Morgen dämmerte, waren zwei Knaben bereits an Hunger und Ersckwpfung gestorben. Es waren Brüder und man fand sie Arm in Arm liegend tot. Obgleich das Unwetter noch tobte, beschloß man den Mstteg, der allein Rettimg bringen konnte, zu wagen. Die Lehrer trugen eine Zeitlang besonders erschöpfte Kinder auf dem Rücken; während des Abstteges starben der Direktor und auch das 'Kind, das er getragen hatte. Um 2 Uhr mittags erreichte einer der Lehrer mit 23 Kindern mehr tot als lebendig ein am Fuße des Berges liegendes Dorf. Es wurden sofort Rettungs- erpeditionen ausgesandt, aber es war zu spät. Nur der zweite Lehrer, der schon bewußtlos, aber noch lebend ausgesunden wurde, konnte gerettet werden. Auf dem Wege zum Gipfel fand man an verschiedenen Stellen die hartgefrorenen kleinen Körper der 13 vermißten Kinder, die am Tage vorher so fröhlich und hoffnungsvoll in die Berge emporgezogen waren, um die Schönheit der Natur zu genießen. Kleine Tagerchromk. Ter Historien- und Porträtmaler Werner Schuch beging gestern seinen 70. Geburtstag. Die Stadt E h e m uitz plant die Errichtung eines Stellwehres von 20 Millionen Kubikmeter Fassunqsinha.lt. Aus Forst in der Lausitz wird gemeldet: Bei einer Treibjagd in Kahren entlud sich das Gewehr eines Jagdgastes aus Berlin. Die Kugel Lötete den 12 jährigen Knaben Alfred Rin za. Jiisuzrat S t e g m a n n aus Flensburg wurde im Walde erschossen auigesuuden. Es wird ein Jagdunsall vermutet. Wie aus Amsterdam gemeldet wird, ist auf dem Gelände des Ausstellungsparkes die Leiche eines seit 9Jh>natcn vermißten sechsjährigen Knaben gefunden worden. Nach Aussagen des Bruders des Toten wurde der Knabe von einem Manne fortgeloctt und blieb settdem verschwunden. , . ' Durch den Zusa mm ensto ß zweier Zuge in der Nahe von Miranda in Spanien würden vier Personen getötet und 23 verletzt. _________________ Vie Prämiierung beim Pferöemartt. th. Gießen, 3. Okt. Der Prämiierungsausschuß beim gestrigen Pferdemarkt batte ^außergewöhnlich stark zu tun. Waren es auch diesmal weniger Pferde von Händleni, die gemustert werden, mußten, so waren doch Pferde von Landwirten und Züchtern stärker denn je zur Prämiierung vorgeführt worden. Das Urteil über unsere heimische Pferdezucht, welches Oekonomierat Müller- Neuhof als Bor- sitzeirder des Ausschusses abgab, ging dahin, daß unsere Zück>- 1er nach dem, was sie auf den Markt gebracht, hervorragendes in der Pferdezucht lei st en. Die Preisverteilung hatte folgendes Ergebnis: Reitpferde unter dem Reiter: Gottfried Leidig- Grüningen 4jähr. brauner Wallach, 1. Preis. Wagenpferde, paarweise: Aug. Frensdorf- Gießen, 5jähr. brauner Wallach und Stute, 1. Preis. Schwere Arbeit s schlüge, p a a r w e i s e: ,S. M i - ch el-Gießen 4jähr. Belgier Wallach-Füchse m. Blässe 1. Pr. Ed. Kaufmann- Nieder-Weisel 4- u. 5jähr. Fuchs-Wallach und Stute 2. Pr. Simon Kaufmann- Nieder-Deisck 4iähr. Belg, braune Stuten 3. Pr. Derselbe 4- u. 5jähr. Belg. r5uchs- stuten 4. Pr. I. Kaufmann u. Co.-Bockenheim-Frankfurt a. M. 4jähr. Holsteiner Wallach-Füchse 5. Preis. Leichte Arbeitsschläge, paarweise: A. Fr en s - dors - Gießen 4jähr. Fuchstuten 1. Pr. M. B i n g -Lich 4- u. 5j ähr. belg. FuchSsttiten 2. Pr. Ed. K a u f m a u n - Nieder- Weisel 3- u. 4jähr. Fuchsstuten 3. Pr. S. Michel-Gießen braune Stuten 4. Pr. M. Bing-Lich 3- u. 4jäbr. belg. braune Stuten 5. Preis. Anerkennungen erhielten noch Simon Kaufmann- Nieder-Weisel und Aug. Frensdorf- Gießern Schwere Arbeitsschläge, einzeln: Ed. Kaufmann- Nieder-Weisel 5jähr. Fuchs-Wallach 1. Pr. S. K a u f - mann- Nieder-Weisel 5jähr. belg. Fuchsstute 2. Pr. Derselbe 4jähr. belg. Fuchsstute 3. Pr. Aug. Frensdorf-Gießen 4jähr. belg. Fuchsstute 4. Pr. I. K a u f m a n n u Eo.-Bocken- l>einr 4jöln. Holst. Dunkelfuck)s-Wallach 5. Pr. Dieselben Rheinländer 5jähr. Fuchs-Wallach 6. Pr. Leichte A r b eit s schl ä g e, einzeln: E. Kaufmann - Nieder-Weisel 3jähr. Fuchsstute 1. Pr. Aug. Frensdorf- Gießen 5jähr. belg. Stute 2. Pr. S., K aufm ann- Nieder-Weisel 5jähr. Fuchsstute 3. Pr. M. Bing-Lich 5mhr. belg. Fuchsstute 4. Pr. Aug. Frensdorf-Gießen Munster- länder Rappstute 5. Pr. S. Michel-Gießen 3jähr. belg Fuchsstute 6. Pr. Weitere Anerkennungspreise erhielten E. Kaufmann - Nieder-Weisel und Aug. Frensdorf-Gießen. , Ar bei ts schlüge, einzeln: Pferde im Bentz (mindestens (i Monate) von Landwirten, die dem Laiidespferdezucht- verein und Landw. Bezirksverein im Großherzogtum 5)esten an- gehören: C. I. Düringer-Oberhörgern 7jähr. hellbr. Stute 1 Pr PH. Schäfer III.-Großen-Buseck 7jähr. br. Stute m. Blesse 2 Pr H. H äu ser II.-Nieder-Weisel 4jübr. br. Stute mar- Eberstadt 5jähr. Rvtschirnmelstute 5. Pr. L. W alb tt- Stembach 6jähr. br. Stute E Pr. Wettere Preise er hielten G. B uttro n U.-Röthges ber Lambach, Ang. P et r y - .Hattenrod, I H H äuser-Nieder-Weiiel, W. Wagner U.-Kirchgons, statt R o ck-Hatten'-od und Jos. P et r v -Dornassenheirn. , Arbeilsschlßge, paarweise. Pferde die 6 Monate im B-sitz von Landwirten sind, die dem Landespferdezuchtverein oder einem hessisck>eu landwirtschaftlichen Bezirksverein angehören: Karl Rock- .Hattenrod 9- und 4jähr. br. Stuten 1. Pr. A. Vol f III.* Pohl-Göns 3- uiid 4jähr. Fuchsstute 2. Pr. L. Ronthaler- Langd Äähr. Fuckrsstute 3. Pr. Bürgermeister R o m p f-Lang- Göns braune 5jäl)r. Wallache 4. Pr. D. Schäfer-.Heskem bunfelbr. 10- und 2jähr. Stuten 5. Pr. „ Dreijährige Fohlen, 1910 geb. Wagenschlage: Joh. Ruth- Wieder-Walgern 1. Pr. . Dreijährige Fohlen, 1910 geb.,- Arbeitsschläge: A. H einz-Nieder-Weisel Fuchsstute 1. Preis. A. Volk ttll.-Pohl-Göns Fuchssttite 2. Pr. K. L a n g s d o r f IV.- Leihgestern 3. Pr. „ Zweijährige Fohlen, geb. 1911, Wagen schlage: E Weitz IV.-Dors-Gill braun 1. Pr. D. Schäfer II.-Äeskem .dunkelbr. 2. Pr. W. Wagner U.-Kirch-Göns bunfelbr. Wallach 3 Pr. W. H. Fenchel-Griedel 4. Pr. Zweijähr. Fohlen, geb. 1911, Arb eit s schl ä g e: Louis Ronthaler - Langd 'Fuchsstute 1. Pr. Derselbe 2. Pr. .G. M a r r - Rainmühle Fuchsstute 3. Pr. Zu ch t stut e n mit Fohlen oder nachweislich gedeckt, Wagenschläge: Dr. Schaefer U.-Heskern 10 jähr, dunkelbr. 1. Pr. K. Rock-Hattenrod 4jähr. braun 2. Pr. L. S ch m i d t - Steinheim 4jähr. dunkelbr. 3. Pr. H. Heller-Echzell br. mit Blesse 5Vttähr. 4. Pr. (Schluß folgt.) ' Briefkasten -er Nedaktro«. (Unouhme Anfragen bleiben uuberücksichttgt.) G. Den Titel Geheimrat gibt es in Hessen nicht; cs ist ledig-, lich eine Beguernlichkeitsform der Umgangssprache, znsainmen- gezogen aus Geheimer Hofrat, Geheimer Medizinalrat usw. Dagegen ist Geheimerat ein besonderer Titel der höheren Staats' beamten. Wetteraussichten in Hessen für Samstag, den 4. Okt. 1913: Wolkig, meist trocken, Temperatur wenig geändett, südwestliche Winde. TRAUERHÜTE A. Salomon & Cie HyffhäusErTEEhnifium Frankenhausen» Ing.-u.Werkm.-Abt Gr.Masch.-Lab. Färbe zu Hause Heitmann^ Farben bot< in >«e Aus dei von Gießen, 2. Oktober 1913. Der Vorstand. von Knie-Beinkleider r an Th. Brück sehr Stickerei-Röcke reich garniert von 160 I an J. Schmücker Nchf Das Kommando. und Tanz. IBa/l0] Heinrich Bium Marktstrasse 8 Neustadt 19 Neustadt 19 07872 Konkurrenzlos Um vollzähliges Erscheinen wird gebeten. V3/io Der Vorstand. 3 6483 verlegt habe. Frankfurt a. M. SS2/io Telephon 403. Neustadt 8. Sefchichtee fCeinr. ^ffreilert ^er vmchtil vwzujllt w bei Wart Blockstrasse 11 Telephon 32, Der Vorstand 6506] Tc-cvbon 34S. Kaiser-Allee 27. 6518 Linoleum Babelsberger Neuheit! Neuheit! u Neuheit! Neuheit! ‘Beine lllass Schneiderei für ff erren und tarnen In modernen hübschen Formen und in jeder Preislage u. reichster Auswahl stets vorrätig Blumenkrippen Blumenbäume Peddigrohrmöbel von billig Stückware, Läufer, Teppiche in nur besten Fabrikaten. — Einige abgepasste Teppiche gebe bedeutend unter Preis ab .'. /. /. .. Damen-Beinkleider in schöner Ausführung Billiger Schuhverkauf 15 bis 20 Prozent Rabatt. Untertaillen riesige Auswahl. . Damenhemden in allen modernen Fassons Hier Bedarf fee. bat Sündenböcke Schwank in drei Akten von Gebhardt Schätzler-Perasini. Kassenönnung 7 Uhr. Damenfrisieren Shampoonieren — Kopfwäschen — mit neuestem Wannluftstrom-Trockenapparat Frau Beruh. Dosch Neuen Baue 12, Ecke Weidengasse Damen-Frisiersalon separat Ankauf von Wirrhaar. Samstag, den 4. Cft. aufunserer Kneipe v3/i0 Nekrutcn - Abschiedsfeier. NB. Diejenigen Turner, welche sich ort dem Eilbotenlauf der Deutschen Turnerschaft, dessen einer Teil auch über Gießen geht, am 17. Oktober morgens 10 Uhr beteiligen können, bitte ich, mir bis Sonntag Nachrichten zugehcn zu lassen. Es ist Ehrensache eines jeden Turners, diesen Vouf zu machen. Der erste Tnrnwart. DaS Offizier Kasino, Infant.-Regt. „Kaiser Wilhelm", hier, hat drei sehr nut erhaltene, massiv Eiche geschnitzte Silberschränkc mit Spiegelglasicbeibcn zu verkaufen. Besichtigung jederzeit im Offizier-Kasino. D3/n Die Verwaltnngskomminion. Möbel-Fabrik Giessen Ecke Schlossgasse, Brand platz und :::::::::: Kanzleiberg :::::::::: Metall betten Holzrahmcnmatr.Kinderbett. billigst an Private. Katal. fr. Eisenmöbelfabrik Suhl I. Thür. ihv30/9) Samstag, 4. Oft. 1913, abends 9 Uhr iuMtl. Generalversammlung im Vereinslokal „Frankfurter Hof". TWs-LtdNIlllg: 59-jähriges Jubiläum. In wtrkiKh gu< schuddeeden So* unser Stablwarte txstellc sofort in eigenem Interesse unseren fiauptka- talOfl über lausende Artikel aller Brt, den wir gratis und franko versenden. Eebr. Bell. Grälrathf 37 b. Soling ---■ Tabnk-Ueriindbaus. — Schon ein versuch wird Sie von dem wirklid) hohen wert der aud) hier schon Io beliebten / nußbutter / Jugendfreund । (Pflaiuctvmargannc) Überzügen Pfund 80 Ffg. 5 Pfund ä 75 Pfg. 2entraleKird)enplab9 fernfpr. 589 Karl Buss fernfpr. 589 Lieferung frei ins haus. Proben gratis Nachtjacken in Croise und Pikee . . von Gleichzeitig erlaube ich mir, meine Sämereien, Vogelfutter, holländ. Blumenzwiebeln etc. in empfehlende Erinnerung zu bringen. Heinr. Hahn Samenhandlung 120 I an Sonntag, den 5. Oktober lfd. Js. Fußtour mit Familienangehörigen nach Gladenbach Abfahrt vormittags 803 nach Bieber. iMundvorrat mitbringen.) [v3/n] Zahlreiche Beteiligung erwünscht. 125 I an BagW Gesanoverein WBuchtilittFrim Lustspiel in 3 Akten von Lothar Schmidt. Kaffenöffnung 7'/, Uhr. Anfangs Uhr, Ende 10'/. Uhr. Sonntag,den.'». Cft. 1913, nachmittags 3'/, Ubr .Qlctnc Preise! IcrKönißsIciitmiiit Lustspiel in 3 Akten von Karl Gutzkow. l(?/i» Kassenönnung 3 Ubr. Anfang3'/,Uhr, Endefi' .Uhr Abends 7'/- Ubr Kleine Preise! Kleine Preise! 185 I an fertig zumSelbsfgebrauch.sindund bleiben der feinste Hutput? Im Winter wie im Sommer. Immer modern, elegant und vornehm. in echter StrauDtedernhfft findet überall das größte Interesse. Federn in jeder Preislage von Nf.lt— bis zu den höchsten Preisen. Verlangen Sie meinen ilhisttv Preiskatalog 26» der Ihnen gratis und franko zugcsar.dr wird. Franz Grolla, Essen-Ruhr 26. Dreißndenstr. 84 Westdeutscher StrauUfcdcm - Vertrieb. 5* ftdtr, titot «tot gtUlU. wirt nrtoge&MUBtn o. der Btiraj nrtttjUitlL -et VcrTrclerinncn an Jedem Orte gesucht. Hiermit gestatte ich mir die ergebene Mitteilung, dass ich mein Geschäft ab 1. Oktober von Kirchstrasse 13 nach Neustadt 8 Lkbigatr. 8r H. Belitz Telephon 148 Dekor. - JMaler- und Gläsöbmdergescbäft Reelle Bedienung. 04389 Billigste preise. Sonntag, 5. Oktober Schlussübung Nntreten 21/« Ubr am Turmbaus. Uniform: 2. blauer Rock und Ticnstansriistung. Nach der Hebung gewelHgcs ZuHnmnienscin mit Familie in Steins Saalbau. Daselbst Ueber- reichung der Diplome für Ibjähr. Dienstzeit; Konzert Cafe Ebel Inh. Karl Ohm Burggraben 9. Tiiglich ab 71/» I’hr Konzert der bekannten Kapelle „Molinsky“ #T- Eintritt frei "WJ Sonntags ab 3'/, Uhr 1 'leinet Dc »'ich die L?ohl ■vir L^-Hten ■ -Orrf ÖQ«Mp?C!lnel 1^1 so unüIK k ret[e9l .IC,: J kann. HL 252 Jtfä«"1®" $ie .Anzeiger" r' b.ilreirblall I wöchentlich. fragen e jtertfiert, als dur bieicr bl M toirb Kri ^hnes Troui ?pqfn- ruckt mit j Unruhe ai heraus, daß ■?"c. ^'fred’iniq kÄ ?'üchers, : rÄ: I S 'M T Wir eröffnen Montag, 20. Oktober 1913, abends 81/. Uhr einen Wigger-Kursus für Damen und Herren Unterrichtsgeld 6.— Mark. Anmeldungen an Gg. Kling, Biickingstrahe ä oder bei Beginn de-5 Kursus. Beginn.dcS (lortbiliiiiiiüHuriud DicnStag, 21. Oktober. Gabelsbcrger Stenogr.-Verein lE. V.'i gegr. 1861. v3/,» Damenvereifl Gabslsberger. Hausbesitzern 25% Rabatt auf Tapeten! Verlangen Sie freo. gegen freo.: (ss*/i Katalog A 1 mit Tapeten von 12— 48 Pfg. | ~ : II:: :: :: S=& :: la Ringfreie Tapeten - Industrie c. Kupsch, Frankfurt a. M., ÄKtqasse 1 Bürger-Verein Gießen Dienstag, den 7. Oktober er., abends 9 Nhr pünktlich, im Saale des „Hotel Einhorn" außerockntl. HWim'smnilung. Tages-Ordnung: „Die Stadtverordneten - Wahlen" Zu recht zahlreichem Besuch ladet hiermit ergebenst ein (v,5/9) Der Borstand. DV" Nur Mitglieder haben Zutritt. Brautleuten ist durch Bermittluug Gelegenheit ge geben, in bedeutender Möbelfabrik, Spezialität moderne Herren-, Speise- und Schlafzimmer, zu wirklichen Fabrikpreisen direkt cin- zukaufen. Jntereffenten wollen Anfragen richten unter F. W. Ä. 935 an Rudolf Moffe, hielt lscutc gl^ Heil ung der e l -regen der U e 5er Ausschuss landzentralen -en. Ter Vor, Entlassung it)i konnte ferne F achten eine Er Zlbgg. Reh u vri Feldberet «einem Trte Kegen der Vr tiereinstellunq um Auskunft Zu der Feie .am 19. Oktol idesausschusse Landtagsabg. „Um Mii I auf folgendes 1 t die Festscier bie auf den < ' sarvohl die not Einigung hessi Str nationallil Krlmltcn. Ich fi wicht in Bingc alier auf Auch •für die Rhein Partei selbftverj In der zwei iich als ^oriißen Idas Programm ivar, edierte brr TiDtiondUbmiler, 5cttihi'yuiy (eint ' :«tn \d, und da | M bet Fein bete Aan bat) nw McimmysvchchiÄ male Fein an । adelten Mas; ge älartä stehenden gammenzufaiien.' Zu bemiei Geschäftsstelle - liberaler eine ! tbrüätiat. Tie 1 liiche Lcmdesp fein. Tamit cn Einigung fest'si 5* Ischen Landeszi ..rechtsstehend |®en in dieser ? , Zu der 0 i ist au ■bium wurden Tapetenhaus Hochstätten Braudplatz 1 6,03 Fernsprecher 36 Deutsche, engl. und frans. Verarbeitung Kostüme von Mk. 75.— an. 6300 Reichhaltiges Lager in deutschen und engl. Stofen. — Stets Eingang von Neuheiten 2er fiinar tfiedemntenbei micn bie &rel und Sest mi d Gericht über i he? gegeben gen d bezeichn' Sie allgemeiner die sich M flotten Fortgan 5ützer Apfelmost täglich frisch. Kelterei Wilh. Mayer, „Zum Krokodil". Samstag abend 9 Ubr: Jahres-Batplmsamiiihiiig. Sladlthealer Giefieo Dir.: Hermann Steingoetter. Freitag, den 3. Cft. 1913, abends S Ubr 1. Freitag Abonn Borstellg, Gewöhnliche Preise! a8/.o ^Jgt^lillerie' Verein Gießen Samstag, den 4. Oktober, v’ ml abends 9 Ubr: Mnnts-AmmlW im Vcreinslokal, West-An> läge 64. Der Vorstand. R.-Cl.,,Hassia“ Sonntag, 5. Oktober: Familien-Ausflug mit Tanz nach der „Karlsruhe", eh? &2aun V ^ Aundcn $ iÄcfeit, T 'M Ä Ihr vOa, " lar es :?ba ST b°l l^tn d^^.werd Anfang?.,Uhr,EndestvAhr. ' Blüchers i