Kr. XI 3wette§ Blatt 163. Mrgcmg Lrfthemt täglich mit Ausnahme des Sonntags. D« „Siebener Famllienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ,.K«i$61ott für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die .Landwirtschaftlichen 3eit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Sberheffrn Donnerstag, 3. April 1913 RotationSdrrrck und Verlag der Br n hl'schen Unioersitäts - Auch- und Steindruckerel. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e^ol. Redaktion: e-ZA 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. 3u den Wehrvorlagen. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" polemisiert gegen den „V o r w ärt s", der einen Widerspruch den Zahlen in der Begründung der Wehirvorlage und derjenigen in der Denkschrift iib'cr die Deckung der Kosten konstruiert. Sie erklärt, die Wehrvorlage behandele nur Aufwendungen für dos Landheer, die Denkschrift begreife die Kosten für das Luftfahrw-esen und die Morine mit ein. Weiter zeige die Anlage 2 der Wehrvorlage den voraussichtlichen Geldbedarf für 1913/15 in der Weise auf, dass iTß&ert der Spalte 1 mit den fortdauernden Ausgaben für 1913 in Höhe von 53,3 -Millionen Mark weiter die absolute Steigerung in den Jahren 1914/15 um 129,2 Millionen und 'der sich daraus ergebende Beharrungszustand ab 1915 mit 182,5 Millionen Mark aufgeführt wird. Die Denkschrift dagegen setze die wirklichen fortdauernden Ausgaben einzelner Jahre nebeneinander, wie es in Reichstagsüruck- sucheu auch üblich ist. Der „Vorwärts" aber habe den Beharrungszustand mit der Summe der fortdauernden Ausgaben für drei Jahre durcheinandergeworfen und wundere sich, daß er einmal 182,5, das andere Mal 365 Millionen lese. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" fordert weiter die deutsche Presse ohne Unterschied der Partei auf, künftig nieder Nachrichten über Erfindungen und Verbesserungen auf dem Gebiete der Bewaffnung und Ausrüstung des >>eerrs, noch über Uebungen solcher Spezialtruppen zu veröffentlichen, wovon man annimmt, daß sie denen anderer Armeen überlegen sind. Sie weist dabei darauf hin, daß das Beispiel der englischen Luftflotte lehre, daß auch Tinge, die vielen bekannt sind, der Aufmerksamkeit des Auslandes entzogen werden können, io ernt nur von der heimischen Presse peinlichste Geheimhaltung gewahrt wird. yeer und Flotte. Der Wechsel im Admiralstabc der Marine. Der zur Verfügung des Kaisers stehende Admiral Pohl ist, wie schon gemeldet wurde, zum Chef dieser Behörde ernannt und Admiral v. Herrin gen, der bisher Ad- mrralstabschef war, unter Enthebung von dieser Stelle zur Disposition gestellt worden. Der neue Chef des Admiralstabs Admiral Pohl ist 1855 in Breslau geboren und gehört der kaiserlichen Marine seit beni Frühjahre 1872 an. Er wurde 1876 zum Leutnant zur See, 1879 zum Oberleutnant zur See, 1887 zum .Kapitän!entnant, 1894 zum Korvettenkapitän, 1898 zum Fregattenkapitän, 1900 zum! Kapitän zur See, 1906 zum Konteradmiral, 11909 zum Vizeadmiral urrdim Jan. 1918 zum Admiral befördert. Jn denWinter Halbjahren 1888—90 besuchte er die Marine-Akademie und wurde damr rm Frühjahr 1890 in das Reichsntarineantt berufen. Nack; Ausbriuh der Boxerunruhen führte Pohl das aus 120 deutschen identen von „Hertha", „Hansa" und „Gefion", 330 Fapanern. 250 Engländern, 200 Russen, 24 Italienern und 20 Oester reichern formierte £-a mdun.gslorp s, das er am 17. Ium 1900 zum Sturm! auf die Takusorts führte. Für die hierbei be- «Hcfene Tapferkeit erhielt er den Roten-Adler-Orden 3. Klasse mit Schwertern und der königlichen .Krone. Ter scheidende Admiralstabschef, Admiral Ang. v. H c c - r in gen, ist ein jüngerer Bruder des preußischen Kriegsministers. Er gehörte dem Flvttendienst sett dem 18. April 1872 an. Nach vielseitiger Verweirdung in der Froitt in den unteren Dienstgraden besuchte er in den Jahren 1886—1888 die Marineatademie in Kiel und wurde während dieses Kommandos am 15. November 1887 zum Kapitänleutnant befördert, nachdem er vorher zur Dienstleistung beim Prinzen Heinrich von Preußen als persönlicher Adjutant frmVmanbiert war. Als .Korvettenkapitän war er 1897 Kommandant des Küsten Panzers „Frithjos", 1898 bis 1899, zur Zeit des ersten Flottengesetzes, organisierte er das Nachrichtenbureau des Reichsmarineamts und wurde als dessen Leiter auch aM 16. November 1898 zum Fregattenkapitän befördert. Darauf wurde ihm bis zum Jahre 1900 die Leitung der Zentralabteilung im Reichsmarineamt übertragen. In diesen Jahren seiner Tättgkeit hat er sich hervorragende Verdienste um das Zustandekommen der F l o 11 e n g c fe t- c von 1898 und 1900 erworben. Zum Kapitän zur See wurde er am 18. Juni 1900,^um Kontreadnttral am 7. Juli 1906 und zum.Vizeadmiral am 5. September 1909 befördert. Fm Herbst 1907 wurde er zum Befehlshaber der Anfllärungs kreuz er bei der Hochseeflotte ernannt, die er drei volle -Jahre bis zum Herbst 1910 befehligte. Vom Oktober 1910 bis zum Februar 1911 stand ter zur Verfügung des Chefs der Ostseestation. Im Februar 1911 wlsrde er als Nachfolger des Mmirals Fischel Chef des Admiralstabes. . ________!g 11 " --1 - ----' ih ■■■■—» Der Besuch der englischen Königspaars. Das Rcuter-Burecul meldet: Das englische KönigSPanr wird auf Einladung des deutschen Kaisers an den Feierlichkeitmr zur Vermählung der Prinzessin Viktoria Luis e mit dem Prinzen Ernst August von Cumberland teilnehmen. Hierzu verbreitet die Associated Preß folgende Bemerkung: Mit der Ankündigung des in Deutschland erfolgenden Besuches der englischen Majestäten ist weniger beabsichttgt, von dem Besuche als einem solchen Kenntnis zu geben, als vielmehr beit Gerüchten ein Ende zu machen, die über Besuche des Königs Paares aur dem Kontinent int Umlauf sind, und die Ankündigung zu erklären, daß die Majestäten in diesem Jahre auf dem Festlande keinerlei Besuche abstatten werden. Es verlautet, daß bei dem gegenwärtigen Zustand der Unsicherheit und Besorgnis in Europa Staatsvisiten und Besuche offiziellen Charakters untunlich seien. Die Tatsache, daß die Majestäten der .Hochzeit als Italic Verwandte beiwohnen werden, veranlaßte das Gerücht, die Majestäten würden in diesem Frühjahr die vorläufig aufgc schoben en Staatsbesuche aus Anlaß der Thronbesteigung zur Ausführung bringen. Der Besuch der Majestäten in Deutschland ist jebodj 'rein privater, familiärer Natu r. Die Majestäten werden nur für kurze. Zeit von England abwesend sein. Die Trauerseier für König Georg von Griechenland. Athen, 2. April. Tie Trauerfeierlichkeit für den König Georg gab der Stadt Dorn' frühen Morgen an 'das Gepräge. Eine dickste Menge füllte den Platz, an der Kivo der Sarg Don den Prinzen in den Wagen getragen wurde. Die Artillerie und die fremden Kriegsschiffe feuerten einen Trauersalut von 101 Schuß- Morgen finden Trauerfeiern im ganzen Königreiche statt. Der neue amerikanische Zolltarif. New York, 2. April. Wie die „Tribüne" meldet, hat die geplante Tarifrevision teilweise radikalen, teilweise gemäßigten Charakter. ' Stahlschienen, EisenbahnschweUcn und Locheiseit sollen auf der Zollfreiliste, welche viele Artikel ent- halteit soll, stehen. Wollgarne und Decken werden angeblich einem 31prozentigett Wertzoll, maschinengestrickte Tücher, Filze und Plüsche einem 40prozentigen Wertzoll, wollene Kleidertvaren, Hüte und Flanelle einem 40- bis 45prozentigen Wertzoll unterliegen. Folgende Artikel stcklen angeblich gleichfalls zollfrei fein: Zucker, Stiefel, Schuhe, Nutz- und Bauholz, Zement, Dachschindeln, Eisenerze, Reif- und Bandeisen, Ledergeschirre, Sättel, Sattlerwaren, Pflüge, Schubkarren, Mäh- und Nähmaschinen, Werkzeugnta- schinen, Borar, Kreide, Kali, Schweinfurter Grün, Kalk, Blausäure, Salpetersäure, Schwefelsäure. Ter neue Zolltarif soll Zölle auf Luxusartikel wie Tabak, Weine, Spirituosen, Seide und Parfümerien enthalten. Mb. Deutscher Reichstag. 130. Sitzung, Mittwoch, den 2. April. Die Tische des Bundesrats sind leer. Präsident Dr. Kacmpf eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 15 Min. mit einer Begrüßung der Abgeordneten: Nach den Osterferien, die, wie ich hoffe. Ihnen allen die notwendige Erholung gebracht haben, begrüße ich Sie zu neuer ernster Arbeit, zum Zwecke der Lösung de. hochwichtigen und tiefeinschneidende n Fragen, die in unserer neuen Tagung zur Erledigung kommen sollen. Möge die Erledigung dieser wichtigen Fragen gelingen zum Heile des Vaterlandes. (Lebhafter Beifall bei den bürgerlichen Parteien.) Der Präsident macht bann Mitteilung von dem Hin- scheiden des Fürsten Reuß und teilt mit, daß er aus Anlaß des fluchwürdigen Attentates auf den griechischen König, durch das dessen Leben ein so tragisches Ende genommen hat, dem griechischen Geschäftsträger das aufrichtige Beileid des Reichstages ausgesprochen habe. Der Präsident fährt bann fort: Es ist Ihnen allen bekannt geworden, daß schweres Unglück einen Teil der Vereinigten Staaten von Amerika betroffen hat. Das deutsche Volk nimmt herzlichen Anteil an der Heimsuchung dieser befreundeten Nation. Sie haben sich von Ihren Plätzen erhoben, ich stelle das fest. Der korlschrMche Meilemmih-MrU. Aus der Tagesordnung steht zunächst der Antrag D r. Ablaß (Vp-) betrefefnb das Verbot der Errichtung und Erweiterung von Familienfideikommissen, sowie Auflösung bestehender Familienfideikommisse. Der Antrag lautet: „Den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstag b a l d i g st einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den die Errichtung und Erweiterung von Familienfideikom- m i s s e n an Grund und Boden verboten und die Auflösung bestehender Familienfideikommisse gefördert wird." Abg. Gothcin (Vp.)' begründet den Antrag. Die Bemühungen, das Fideikommißwesen einzuschränken, sind so alt wie das Verfassungswesen in Deutschland. Erst die Reaktion hat hier eine Gegenbewegung geschaffen. Seitdem hat sich der Reichstag zu wiederholten Malen mit den Anträgen befaßt, die Fideikommisse aufzuheben. _Fideikommisse sind erst zur Zeit Friedrich Barbarossas bekannt geworden. Damals wandten sich die Anhänger des deutschen Rechtes gegen diese welsche Mode, die von Spanien über Italien erst im 16. Jahrhundert noch Deutschland vordrang. Es hat sich auch bald erwiesen, daß die Fideikommisse durchaus nicht den Zweck erreichten, die Familie zu erhalten, eher im Gegenteil. Sie erhalten die Familie nicht einmal in gesicherter sozialer Stellung. DaS Einkommen, das die Gesetze für ein Fibeikommiß vorschreiben, entspricht heute nur noch dem des Mittelstandes. In Preußen verwechselt man in dieser Frage das Junkeri nteresse mit dem Staatsinteresse. Man spricht davon, daß der gesicherte Besitz eine freiwillige Tätigkeit im staatserhaltenden Sinne ermöglichen solle. Aber stammen Blücher, Dorck, Scharnhorst, Humboldt, Bismarck, Moltke oder Roon aus Familien, die im Besitz von Fideikommissen waren? Neu gegründete Fideikommisse sollen heute nur noch das in Handel und Industrie gewonnene Vermögen feudalisieren. Die meisten sind erst nach 1852 entstanden, und gerade die großen Industriellen erweitern fortgesetzt den neu gegründeten Besitz. Ein jo guter Kenner der Landwirtschaft wie Pros. Conrad nennt die Fideikommisse geradezu schädlich. In England, wo der Grundbesitz stark gebunden ist, hat man dieselbe Erfahrung gemacht. Frankreich hat seit der Revolution so große Fortschritte gemacht, weil damals kleine Grundbesitzer an die Stelle der Fideikommisse traten. Im preußischen Osten umfassen allein 46 Fideikommisse 1799 Güter. Der landwirtschaftlichen Bevölkerung wird dadurch der Boden entzogen, sie geht ständig zurück. Da zugleich die Nachfrage immer weniger be- fnedigt werden kann, steigen auch die Güterpreise ganz erheblich. Wir steuern englischen Verhältnissen zu, wo bereits mehr als die Halste des Bodens gebunden ist. Es ist auch nicht richtig, daß die Fideikommisse int wesentlichen nur Waldland umfassen Diemei st enFideikommissehatSch le sien, infolgedessen ist dort eine ständige Abnahme des kleinen und mittleren Besitzes zu konstatieren. Ueberall, wo der Großbesitz dominiert, ist eine Entvölkerung des platten Landes eingetreten, teilweise in der kurzen Zeit bis zu 17 Prozent. Die Fideikommisse aber sorgen dafür, daß der Großgrundbesitz bleibt und sich nicht der-' mindert. Sie hemmen aber auch die innere Kolonisation, da die Fideikommißinhaber ihre Mittel nicht auf die Güter verwenden,' fbnbern für die Zukunft der jüngeren Kinder zurückhalten müssen. tde Notwendigkeit der inneren Kolonisation wird auch von der andwirtschaft allseitig anerkannt, mit Ausnahme von Olden- burg-Janus.chau, dieser Säule, die aus ihrem Herzen keine Mördergrube macht. Trotz der schonen Worte der Minister hat Preußen nur ganze 25 Millionen dafür übrig Das Reich ist hier zuständig, weil es nach Art. 4 der Verfassung die Aufsicht über das gesamte Bürgerliche Recht hat. Der jetzt geforderte Wehrbeitrag erkennt das auch an, denn er trifft besondere Bestimmungen über die Heranziehung der Fideikommisse. Vom konservativen Standpunkt mag es logisch fein, eine bevorrechtete Klasse, die Junker, künstlich zu erhalten. Aber im Interesse des deutschen Volkes liegt es nicht. Volkswohlfahrt ist nicht dasselbe wie Junkerwohlfahrt. Helfen kann nur ein Verbot der Fideikommißbildung; der Vorschlag des Landesökonomiekollegiums, daß ein Gut erst 50 Jahre im Besitze einer Familie sein müsse, ist absolut unzulänglich. Selbst die bestehenden Fideikommisse müssen aufgelöst werden. Diese Frage muß reiflich erwogen werden, der Neugründung von Fidei-- kommissen ist aber energisch ein Riegel vorzuschieben. Die jetzigen Zustände sind eine Gefahr und eine schwere Anklage gegen Regierung und die Parteien, die die Lösung der Frage immer hinausgeschoben haben. Bei uns hat man nicht den Mut, die innere Kolonisation in die Hand zu nehmen, während sich das Land immer mehr entvölkert und ausländisthe Wanderarbeiter den deutschen Boden bearbeiten. Der Reichstag mutz hier energisch vorgehen. In der französischen Revolution erklärte der Royalist Trouchet, es genügt Mensch zu sein, um gegen die Fideikommisse zu stimmen. Daran mag die deutsche Volksvertretung denken! Abg. Hier! (Soz.): Für die Volksernährung kommt der Kleinbetrieb viel mehr in Betracht als der Großgrundbesitz, der nicht so intensiv arbeitet. Der bäuerliche Landwirtschaftsbetrieb kann auch weit mehr Menschen auf gleicher Fläche beschäftigen und ernähren als der Großgrundbesitz. Die Aussaugung der Bauernwirtschaft en durch die großen Fideikommisse treibt die Arbeiter vom Lande in die Industriestädte, wo sie das Heer der Arbeitslosen vermehren und die Arbeitslöhne drücken. (Sehr richtig! b. d. Soz.) Wir stimmen dem fortschrittlichen Antrag zu, obwohl wir wissen, daß die Regierung, die Fleisch vom Fleisch und Blut vom Blut der Großgrundbesitzer ist, kaum es wagen wird, die Hand an die Fidetz kommisse zu legen. (Beifall b. d. Soz.) Abg. Dr'. Cvahn (Zentr sucht nachzuweifen, daß die Fideikommißgesetzgebung nicht zur Zuständigkeit des Reichstages, sondern der Einzelstaaten gehöre. Auch freisinnige Parlamentarier hätten früher diesen Standpunkt eingenommen. Abg. Dr. Thoma (Natt.):' Eine Reihe von Reichsgesetzen befassen sich sthon mit den Fideikommissen, aber nur formell. Materiell befaßt sich aber ganz zweifellos der Wehrbeitrag mit ihnen. Weiter ist zweifellos, daß der deutsche Familicnsideikommiß zum bürgerlichen Rechte gehört; ba dieses aber der reichsrechtlichen R^elung unterliegt, so untersteht ihr auch das Fideikommitzrecht. Nicht, wie Herr Dr. Spahn meinte, wegen mangelnder Zuständigkeit, sondern wegen der Buntfcheckigkeit des bestehenden Rechtes hat die Kommission für die Schaffung des Bürgerlichen Gesetzbuches die Regelung abgelehnt. Das Institut des Fideikommisses ist auch von unserem Standpunkt aus etwas Ueberlebtes, Amichro- nistischcs. Es stammt aus einer Zeit, wo Bildung und Talententfaltung nur Privilegium einer dünnen Oberschicht gewesen sind. Man wollte die führenden Männer aus dem fideikommissarisch gebundenen Grundbesitz gewinnen. Aber wie viele der führeirder Männer von 1870 und 1813 stammen aus ihren Reihen? Die größere Hälfte der preußischen Fideikommisse ist nicht in Händen des erbeingesesseren Grundbesitzes, sondern der reichgewordenen Männer aus Handel und Jndusttie, die sich den splendor familiae geben wollen. Aber im allgemeinen Interesse liegt ba£ nicht. So hält der Großgrundbesitz auf einem Hektar nur 26 Stück Vieh gegenüber 80 bis 100 Stück beim Kleingrundbesitz. Die Folge übermäßiger Fideikommißbildung ist ein Ueberhand- nehmen der Forstwirtschaft auf Kosten von Wiesen- und Ackerboden. In Bayern müssen erbliche Reichsratsmitglieder ein Fideikommiß haben, das ist ein Anreiz zu weiterer Fideikommißbildung. Daher haben wir in Bayern einen Antrag eingebracht, der sich inhaltlich mit dem heutigen freisinnigen deckt. Neben den erblichen Reichsratsmitgliedern gibt eS noch leben?4 längliche Mitglieder. DaS siird solche, die sich teils um das Vaterland sehr verdient gemacht haben, teils am Vaterland sehr verdient haben. Es ist im Vorjahre ein Antrag in der zweiten bayerischen Kammer cingebracht, der sich gegen das systematische Dauernlegen wendete. Wir wollen die Erhaltung eines gesunden bodenständigen Bauernstandes und die Durchführrmg einer gesunden Bauernpolitik und unteren Kolonisation. Diese Fragen gehören zu den wichtigsten unserer Volksernährung. _ 2Bir machen daher Front gegen die gemeinschädliche Fideikommißbildung und stimmen deshalb für den Antrag der Fortschrittlichen Dolksvartei. Abg. Dietrich (Kons.): Zweifellos ist das Reich berechtigt, in die privatrechtliche Rege- lung des Fidcikommißwesens einzugreifen. Aber das schließt nicht nur gewisse Rücksichtnahmen aus. Auch wir wollen das bürgerliche Reckst in Deutschland auf diesem Gebiete verbessern, wo Rückstände sind, aber eS muß schonend verfahrat sich von 610 783 778 Mk. im Jahre 1911 auf 640 64*2 867 Mark im Jahre 1912 erhöht. Der Konservative Verein für den Kreis Wetzlar hat einstimmig beschlossen, für die bevorstehende Landtags- Wahl den Gutsbesitzer Franz von. Bodelfchwingh- Schwarzenhasel als Kandidaten aufzusrellen. £>err v. Bodelfchwingh ist im Jahre 1862 zu Krofdorf geboren als Sohn des damaligen Oberförsters, eines Bruders des Begründers der Anstalt Bethel bei Bielefeld. Ausland. Ein schlechter Aprilscherz in Frankreich. Tie Staatsanwaltschaft von Reims hat gegen ein dortiges Blatt eine strafrechtliche Untersrnhung toegen Verbreitung beunruhigender falscher Nachrichten emgdeitet, weil dieses als April scherz die Meldung gebracht hatte, bafö ein Zeppelinluftschiff infolge eines Schraubendefektes gezwungen gewesen sei, in der Nähe von der Stadt zu landen. Infolge dieser Meldung batten sich nach der von dem Blatte bezcickmeten Stelle Tausende von Menschen zu Fuß unb zu Wagen begeben, die über diese Mystifikation sehr entrüstet waren. Eine neue Eisenbahn in China. Die chinesische Regierung hat beschlossen, im! Jangtsetal von Pu kau nach Singang an der Bahnlinie Peking—Hankau eine Bohn zu bauen. Tie Konzession für diese Strecke war im Jahre 1898 einem britischen Syndikat verliehen worden. Tie Strecke wird 2 6 0 englis che Meilen lang sein. Tie Kosten werden auf 40 Millionen Mark geschätzt. Die kürzlich vollendete Bahn von Tsingtau nach Pu kau weist sehr befriedigende Einnahmen auf, sowohl aus dem Passagier- wie aus dem Frachtverkehr. ' 1 ----------- ---- Ans Stadt und Land. Gießen, 3. April 1913. ** Bahn-Personalien. Gütervorsteher Diehl wurde von Herborn nach Hanau, Eisenbahn-Sekretär Bernstein von Fulda nach Darmstadt zur Berkehrskontrolle 2, Bahnmeister Kayser von Altenstadt nach Heldenbergcn- Windecken, Oberbahnafsistent Strehlow von Dillenburg nach Dülmen, Eisenbalmassistent Schaaf von Haiger nach Gönnern als Bahnhofs-Verwalter, Eisenbahn-Praktikant Schwab von Bebra nach Fulda, Lokomotivführer Zober von Schotten nach Hanau, Lokomotivheizer Schmidt 3. von Frankfurt nach Schotten und Bahnhofs-Verwalter Vom end von Gönnern nach Wetzlar versetzt. ** Aufgefunden wurd e gestern morgen von zwei jungen Burschen in einem Garten an der Lahn ein leb e n - des neugeborenes Kind. Die unnatürliche Mutter, die das Kind gleich nach der Geburt dorthin gebracht hatte, wurde ermittelt. Mutter und Kind mußten zunächst der Frauenklinik übergeben werden. ** Einem Betrüger fiel ein hier zugereister S chn ciderg es e l l c in die .Hände. Er hatte sich einen .Handwerks bursch en von der Herberge aus zum Transport seines Koffers angenommen. Unterwegs ttehrten beide ein und ließen zunächst den Koffer in der Wirtschaft stehen. Als ihn der EiLentümer später abholen wollte, hatte ihn der Handweri'sbursche unter falschen Angaben bereits abgeholt und war damit verschwunden. ** Die Ausstellung s ri r G e s ch ä f t s b e d a r f und Reklame vom 10. bis 20 April in der Festhalle in Frankfurt a. M. soll, wie schon ihr Name andeutet, auch der Reklame Gelegenheit geben, sich als Ausstellungsgegenstand zu zeigen. Derartige Versuche sind schon mehrfach unternommen worden, aber mit nicht gerade überwältigendem Erfolge. Es kann erwartet werden, daß sich die ^Frankfurter Ausstellung auch in dieser Beziehung von ihren Vorgängerinnen vorteilhaft unterscheidet! wird. Der Verein Deutscher ReÄamefachleute, ein Verein, der etwa 1000 Mitglieder in allen Teilen des Reiches besitzt, wird im Rahmen der allgemeinen Ausstellung eine allgemeine Reklame- Ausstellung veranstalten. EMsprechend der Art seiner Mitglieder wird sich diese in eine Abteilung für Reklamehersteller und Reklaineverbraucber gliedern, deren eilte Erzeugnisse der vervielfältigenden und sonstigen Reklame-Industrie enthalten wird, während die andere an hervorragenden Beispielen zeigen wird, wie viclseilig die Möglichkeiten sind, die sich heute deut Reklame mucksenden Großbetriebe bieten, und wie sich Kunst und Kunstgewerbe intincr mehr dieser, häufig so verschrienen, Erscheinung unseres modernen Wirtschafts- und Berkehrslebens angenommen haben. Ta die Vereinsleitung sich das Recht Vorbehalten hat, Ausstellungsgegenstände, die ihr ungeeignet erscheinen, zurückzuweisen, so darf man hoffen, daß die ^aminelausstellungen aus einem hohen Standpunkt stehen und für Laien und Fachleute einen be- fonberen Anziehungspunkt bilden werden. Kreis Büdingen. H. Büdingen, 1. April. Gemeind eratssi tzung. Anwesend Bürgermeister Fendt, Beigeordneter Dotter und zehn Gen einderatsmitglieder. Als Vertreter des Fürsten Stammet» direkt', r Dr. Weimer. Feuervisitator M e n s e r war um Erhöhung seiner Gebühren eiugekornmeu, die zurzeit 3 Mark täglich betragen. Ter Gemeinderat erkennt an, daß dieser Betrag den heutigen Verhältnissen nichr mehr entspricht, kann aber eine Erhöhung nid:r kurzer Hand bestimmen, da die Gebühren gesetzlich festgelegt sind. Es wird beantragt, dein Gesuchsteller eine Zulage von 2Mk. täglich zu gewähren. Die Mehr bei! ist dagegen, da das Amt eines.'Fcucrvisitators als Nebenbeschäftigung ausgeübt wird, außerdem wird mugeteüt, daß nur 4 Tagesstunden für eine Tagfahrt verwendet würden. Es wird eine Zulage von 1 Mark genehmigt. — Von der Aufsichtsbehörde war angefragt worden, ob es sich nicht empfehle, die Gemeindesteuer in sechs Ziele n statt wie scithkr in vier Zielen zu erheben. Tie Versainiulung erklärt iid für den seitherigen Brauch. — Lehrer Hofmann sucht um Ueberlassung eines st ä d t i s d> e n Gelände st reife ns nach, der durch Anlegung eines offenen O-lrabenS an seinem Anwesen entstanden ist. Ter Gemeinderat ist bereit, das Grundstück für 2 Mark für den Quadrarmetcr zu verkaufen. — Zur B ahn- frage Hanau — Büdingen war Kreisrat B ö ck m a n n anwesend. Er teilte mit, daß die hauptsächlich interessierten Gemeinden bereit wären, 40 Prozent der Kosten zu Gunsten der Stadt Büdingen zu übernehmen. Hiernacb würde die Stadt, wenn sie mit 11 Proz. herangezogen würde, etwa -12 000MH, wenn sie mit h? Proz. heraugezogen würde, etwa 72 000 Mk. zu leisten lyabcn. Auch jetzt noch siehr inan dem Projekt ablehnend gegenüber, cs wird uberlwupt starl bezweifelt, ob die Balm rentieren werde, da die Gesellsdrafl mit nur 2 Prozent Rentabilität redmet. Mit Recht wird die Frage aufgeworfen, was es geben soll, wenn die Bahn nickst rentiert, wie bestimmt zu erwarten ist.» Eine Befehl.chsassung kömmt nicht zustande. Tie Gerneinderatsrnitgliedcr wollen sich nochmals über das Interesse der Gemeindeangehörigcn, nament- lick) der Gewerbetreibenden, verlässigen. — Von dem Gewerbe- Verein Büdingen und der fürstlichen Rentkammer lag ein Gesuch um Zulassung des Elektrizitätswerks in der Stadt Büdingen vor. Mehrere Gemeinderatsmitglieder sind der Ansicht, daß durch die Einführung der Elcttrizirät dem städtischen Gaswerk Konkurrenz geschaffen würde. Gemeinderat Methfessel bekämpft diese Ansicht und ist für Einführung des elektrischen Lichtes, namentlich im Interesse der Gewerbetreibenden. Nach längerer Beratung wird mit geringer Mehrhttt besdstossen, daß den Bewohnern der Stadt Fragebogen zugestellt werden, um! festzustellen, ob die Einführung gewünschl wird. Tie, Beantwortung soll nicht bindend sein. — Auf ein Gesuch einiger Grundbesitzer wird die K a nal i s i e ru n g int Gebückweg beschlossen. Die Kosten betragen 700 Mark. - Einem hiesigen Einwohner Ivar durck) unerlaubtes Fehlen feiner Kinder in der Schule eine Strafe von über 3 Mark p- erkanm 'roorben. Er bat gegen bic Beitreibung Einspruch erhoben. Im Inrcrcsie ber Schuldisziplin glaubt ber Gemeinderat, auf Einziehung ber Strafe bestehen zn müssen und beauftragt die Bürgermeisterei, das Erforderliche zu veranlassen. + Bii b i n g e n, 2. April. Wie gefährlich das £) a n t i e r e n 111 it Schußwaffen ist, zeigte wieder folgender Vorfall: Zwei 15jährige Knaben von Büdingen hantierten mit einem Tesching, er entlud sich und die Ladung drang dem 15jährigen Schreiberlehrling Herbert von Büdingen in den Unterleib. Die Kugel mußte durch Prof. Böttcher entfernt werden. Das Befinden ist besorgniserregend. — An demselben Tage wurden wieder drei Operationen im hiesigen Spital ausgeführt, darunter zwei Blinddarmoperationen. — Tie Fürstlich Isenburg - Büdingensche Fideikommiß-Verwaltung kaufte am letzten Montag die Erbacher Mühle nebst Liegenschaften für den Preis von 93 000 Mk. Kreis Alsfeld. A Ober-Seibertenrod, 2.April. Die Gruppenwasserleitung unserer Ohmtalorte rückt ihrer Verwirklichung entgegen, so daß man ihre Indienststellung im Spätherbst ermatten kann. Auf der jüngsten Versammlung zu Nuppettenrod wurde beschlossen, Ober- und Unter-Seibettenrod, Ober-Ohmen, Nuppettenrod und Wettsaasen zu einem Gruppenwerk zu vereinigen. DaS Wasser soll von Rebgeshain bezogen werden. Dott befinden sich auf einer Wiese, die im Privat- bcsitz ist, zahlreiche äußerst ergiebige Onellen. — Ein hiesiges größeres Gut, dem verstorbenen Johannes Appel gehörend, ging an einen ouswättigen Käufer für den Kaufreis von Mk. 30 000 über. Das tote und lebende Inventar kostete dazu noch Mk. 5000 besonders. n. Groß-Felda, 2. April. Die für heute anberaumte Stichwahl zur Bürgermeisterwahl gestaltete sich insofern sehr einfach, al§ ber eine Kandibat vor ber Wahl zurücktrat. Außer wenigen zersplitterten Stimmen erhielt ber zweite Stichwahlkandibat, Gutsbesitzer Otto Völzing, sämtliche abgegebenen Stimmen und ist somit endgültig gewählt. --Vadenrod, 1. April. Augenblicklich ist man damit beschäftigt, ein Eisenerzlager abzubauen. Es waren Her-ren aus Schotten hier, um das Ab bau selb zu untersuchen. Das Lager befindet sich in der Nähe des Kugelberges. Kreis Lauterbachs ^Lauterbach, 2. April. Das Ministerium des Innern hat die von dem Gemeinderat beschlossene Erhebung einer Filial steuer für Lauterbach genehmigt. Es werben erhoben: von einem Umsatz von 1000—50 000 Mk. = 1 Proz., von 50 000—100 000 Mk. = l1/, Proz., von 100 000 bis 200 000 Mk. ----- 2 Proz., von einem Umsatz über 200 000 Mk. — 2V2 Proz. ©eroerbetreibenbe, bic im Geineinbe- bezirk Lauterbach, ohne in ihm ihren Wohnsitz oder Hauptbetriebssitz zu haben, Verkaufsstellen ober Lager unterhalten, von benen aus Waren aller Art zum Verkaufe abgegeben werben, sind zur Zahlung ber Filialsteuer verpflichtet. = Wallen rod, 1. April. Das achtjährige Söhnchen des Landwirts Z. fiel von einer Leiter in die Scheuertenne und zog sich er liebliche Verletzungen zu. Kreis Schotten. -- Sellnrod, 1. April. Nach dem Vorschlag des Tenkmalpflegers ist nunmehr die Erneuerung unserer Kirch c beschlossen worden. Die mit reichen Holzslulpturen geschmückte Fachwerkskirche stammt aus dem Jahre 1690 und wird von Fremden und Kunstfreunden vielfach ausgesucht. Kreis Friedberg. r. Reichelsheim, 2. April. Die schon seit etwa 20 Jahren bestehende Sonntags-Zeichenschule wurde auf den Dienstagnachnnttag verlegt. Mit diesem Unterricht ist feit dem 1. April ein gewerblicher Fortbildungsunterricht verbunden. 40 Schüler besuchen ihn. Sie sind vom Besuche der obligatorischen Fortbildungsschule befreit. Starkenburg und Rheinhessen. im. Darmstadt, 2. April. Heute hat sich hier eine Vereinigung, ber „Freunde bc§ hum anistischeu Gymnasiu ms" gebildet. Zur Begründung wird an- geführt, daß trotz des anscheiuenden Friedens mit den Gegnern ber humanistischen Gymnasien doch nach wie vor heftige Angriffe erfolgen, die dem Ansehen des hiesigen Gymnasiums schaden ’unb dessen weitere Entwickelung gefährden müssen. (RB.) Mainz, 2. April. Ein Automobils rebel ist auf der Staatsstraße zwischen Mainz- und Bingen glücklich verhindert worden. Ein Tarmstädter Automobil mit fünf Herren fuhr dort äbeud-s gegen 8 Uhr ab. Als es die Strecke zwischen Ober-Ingelheim und Wackernheim Passierte, wo gegenwärttg für die Fprtifikation Mainz eine Wasserleitung gelegt wird, war etwa 50 Meter von heu Erdr oibeiten entfernt ein zwölf Meter langes^ gußLisarnes Wasserleitungsrohr quer über die Straße gelegt, durch das die Fahrbahn und der Fußweg vollständig versperrt wurden: dazu waren die Laternen zum Teil ausgelöscht. Nur durch das ruhige Fahren und das rechtzeitige scharfe Bremsen wurde ein Unglück verhütet, denn es gelang dem Chauffeur das Auto zum Stehen zu bringen, nachdem die Vorderräder bereits über das Rohr hinweggasprungen waren. Von dem Vorfall ist der Staatsanw'altsck)ast Anzeige erstattet worden. Mit Rücksicht darauf, daß sich in letzter Zeit derartige Delikte häufig iviederholen, hat ber hessische Automobilklub für die Ergreifung der Tater eine Belohnung von 100 Mark ausgesetzt. veretnrnachrichten. — Hörnsheim, 3. April. Nädisten Sonntag findtt in der Traube eine Zusammenkunft ber ehemaligen LÜtzower statt wegen Befpred'nng der Hundertjahrfeier des Regiments. — Am Mend vorher findet im gleick)en Gasthaus eine Versammlung des Kriegervereins statt. Lehrer Steil aus SUein-Linben hält einen Borttag über „Deutschland vor hundert Jahren^. ** Zuchtvlehauktion Alsfeld. Am 30. Mai veranstaltet der Landwirtschaftskammerausschuß für Ober Hessen in Alsfeld eine Zuchtoiehauktion, auf der Simm eu täte r Bullen, Edelsdiwein- und Landsditoeineber zur Versteigerung gelangen. Zugelassen werden in erster Linie nur Züchter aus den Kreisen Alsfeld, Lauterbadi und Sdwttcn. Zück)- trr aus den übrigen Kreisen können zwar bic Lluk-ion auch beschicken, aber sie können, falls ihre Tiere aus der Auktion unverkauft bleiben, keinen Anspruch auf Weggebühren erheben: im Verkaufsfalle bi'auchen sie natürlidy and) keine Verkaufsgebühren zu enttichten. Die Züdstcr aus den erstgenannten Kreisen erhalten im Nidstvcrkaufsfalle für 1 Bullen pro Wegstunde 3Mk. und für 1 Eber 1 Mk. Wcggebühr. Als Höchstbettag werden bei Bullen 10 Mk. und bei Ebern 3 Mk. gewährt. Falls ein Tier verkauft wird, so ist von dem erzielten Preis 1 Proz. als Verkaufsgebühr an die Auktionskasse zu entrichten. Außerdem werden bei Ucberbiettmg des Ausgebotspreises 10 Proz. von dem Mehrerlös erhoben; dies erfolgt im gebenen Falle auch bei Auktionsbeschickcrn der letztgenannten Streisc. Die aus Mehrerlös erhobenen Gelder erhalten die Züchter für die Tiere, die unverkauft bleiben, noch neben der erwähnten Weggebühr als tociterc Entschädigung: der Gesamtbetrag wird aus die Tiere ausgcschlagen. Zur *Auktion werden nur solche Tiere zugelassen, die in die Herdbücher des Laudwirtsdwitskammerausschusfes eingetragen sind und von angeförten Eltern ab stammen. Züchter, die die Aukttoit beschicken wollen,, müssen ihre Tiere beim Vertrauensmann ihres Ottes oder direkt beim Landtoirtschastskamnier- ausschnß in Gießen bis spätestens den 15. Mai anmelden. Die angemeldeten Bullen und Eber toerben in einem Katalog zu- sammengestellt, der auf Wunsch vom Landwirtschaftskammcraus- sdj,uß kostenlos zugesandt wird. Damit and? wirklich gutes Material zur Versteigerung gelangt, werden die Tiere kurz vor der Versteigerung von einem ^lnssdmß bcgntad)tct. Nicht geeignetes Zuchtmaterial wirb von der Versteigerung ausgesd>lossen. Deii Staufliebhaberu ist vor der Versteigerung Gelegenheit geboten, sid) die Bullen und Eb^r anzusehen. FrciNndigcr Verkauf an dem Tag der 9Iuttion ist untersagt. Tie Ankörung der Tiere findet kostenlos statt. Den Gemeinden ist auf der Auktion eine günstige Gelegenheit zum Erwerb von gutem Zuch-ttnatettal geboten und es kann ihnen empfohlen werden, die Auktion zu besuchen. lürebe und Schule. Die schweizerische Volksschule besteht aus der Primär- und Setnndarschu'le. Im Jahre 1910 gab es 4704 Primarschulen mit 538 286 Schülern, die von 4704 Lehrern und 7401 Lehrerinnen unterrichtet wurden. Auf eine Lehrkraft entfielest int Durchschnitt 44 Schüler. Die Ausgaben für einen Schüler betrugen 41 Fr. (in Schwyz) bis 274 Fr. (Basel-Stadt). Sekundarschulen gab es 652 mit 1695 Lehrern und 357 Lehrerinnen und 56 "103 Schülern. Die Klasse zählt im Durchschnitt 25 Schüler. Die Ausgaben betrugen für je einen Schüler 20 Fr. (Nidwalden) bis 215 Fr. (Glarus). Die Höchstzabl ist 'in den einzelnen Katttonen sehr verschieden: sie schwankt zwischen 40 (Genf) und 80 (in etwa 6 Kantonen). Die Gehälter sind sehr verschieden. Im Stan ton Zürich beträgt bas Anfangsgehalt für Primarlehrer 1800, für Sekundarlehrer 2500 Fr., das End geh alt 2100 bezw. 2800 Fr. nebst freier Wohnung oder enl-sprechendör Entschädigung. Das sind die Minimalsätze. Die größeren Städte gehen weit darüber hinaus. Ter Unterricht beginnt mit dem vollendeten sechsten (tu 12 Kantonen) ober siebten (in 13 Kantonen) Jahre. Die Schulzeit beträgt 6, 7, 8 und 9 Jahre. In einigen Kantonen sind teils fatttltative, teils obligatorische Relrutenvortttrse eingerichtet. Fortbildungsschulen rnit zwei- bis vierjähriger Dauer sind in alten Kantonen eingerichtet, in einzelnen Kantonen auch fegen. Ergänzungsschulen mit meist zweijähriger Dauer. Die Fort- bilbungsschnlen sind teils obligatorisch, teils fatultativ. Der Staümannprozetz. 4 Berlin, 2. April. In der fortgesetzten B e w e i s a u f n a h nr e wurde ber frühere Forsttkferendar BergeN vernommen, der aus^ der Straf- ftaft vorgefuhrt wird, weil er wegen verschiedener Hochstapeleien eine längere Freiheitsstrafe zu verbüßen hat. Ter Zeuge behauptet, er fei geprüfter Oberförster-Kandidat a. T. und bekundet, er habe in Nizza der: Stallmann unter dem Namen eines.Barons Korff-König kennen gelernt. Mit ihm-und mehreren anderen, darunter dem Engländer Newton habe er auch einmal gespielt und dabei 3000 Mk. bar und 9000 Mk. unbar verloren. Später habe er aud> den Niemtta kennen gelernt. Niemeta fei auf Stall- mann, Bujes und die anderen Spieler sehr erbittert gewesen: cs ist dem Zeugen so vorgekommen, at5_ ob Stallmann von diesen Leuten abhängig gewesen wäre. Er sagte u. a. einmal: Wenn ick dock bloß von diesen Hunden losrommert könnte. Sic können sid; gar nicht denken, ivas irf> alles von ihnen ausgestanden habe." Niemeta habe weiter erklärt, daß Stallmann ein Falschspieler sei. SlaUmann hätte außerdem Glück durch den Besitz eines Z a u b e r r i n g e s „A l a d i n mit der WunderlamP c" (!), den er aus Aegypten mitgebracht hätte. Ter Zauberring sei ihm bei Mondsdiein an der Sphinx übergeben worden. Mit Hilfe dieses Ringes sei cs ihm möglich, die Karten zu lesen. Beim Hamburger Derby habe Niemcla ihm gesagt, daß Leutnant v. Tippe bei einem Spiel an Bujes 80 000 Mk. verloren habe. Nicrncla habe weiter erzählt, er habe einmal mit Tippe falfd) gespielt. Der AkLGes. MU iM K E' m 30. Mai vll. F. -bcrhessen v Emmentaler meineber zur erster Linie mir Lltvttcn. Züch- -lnt»on mich bc- der Auktion im- erheben' im Herkaiissgebühr.'n mm Kreisen er- ÄrMM 3M. öchsLMütz Mbtn rt. Falls ein Acr 1 Proz. als Bcr- Außerdem wer- 1 Pro:, von dem Falle auch bei Äc aus Mehrer die Ziere, die i Beggebühr als id am die Tiere )ld)e Tiere w- skammeraussümiies Wien. Südiltr, : Ziere beim 8er> Mrti'chastskaWier- 11 anmelden. Die 'nem Katalog M- rd:aiti’famitierau3- rllich gutes Ä'a iett hu M b:t Ä geeignete mWw- enteil geboten, M ■i Lerkans an ,dm Ig der Ziere juwet ufiion eine günstige iierifli geboten und m bejllchen. onnN tobet in 5J^niUigc n m0 eine Mehrer U aus ^nd vor L* «n. bt» ,"°K '»le 3 W,n ’V'fwt iuÄ»' ‘lltoinobti mit L’J»«E „n- p^lettf ;Denn,VNet: on H '^Mernes sperrt L ^"loscht. A-ur 'chach dem ^llad)bem die Spr>«M Mmt A. sich in &1,111 d-i “ysping der gesetzt. Alk. $286 Schiern, itntu unter*1 jm TMÄchnü1 -Mei d-!*" M u*nMi- ■>,:>! Lchrenmm -s» /■ Tic Höchstzadl sie IE Mantmicn . - Vw 2800 «feg rt 6 7, /ÄVx SS-, I* 2 AM'- ‘r/ L-ber stirhere 'f^hcr Stra'- L!?fiö^avcte£ Cwi :. -^„hbetunW; i. - ^nes Haro"^ °"'2^en ae'p'--" »XX As# L »-sS" n" £ 3 enge. ist bann nach Berlin gefallen und hat int Einverständnis mit Niemela in Stendal einen Zug überschlagen, um den Dippe zu warnen. Niemela habe ihn gebeten. Dippe das Ehrenwort abzu- nchmen. Tippe gab das Ehrenwort. Er habe daun Tippe gewarnt. Staatsanw.: Kam Ihnen die Geschichte mit dem Zauberringe nidjt etwas komisch vor? Es ist doch sonderbar, wenn zwei erwachsene Leute sich so etwas erzählen. Zeuge: Ich habe tüchtig gelacht, als mir Niemela die Sache erzählte, er glaubte aber fest daran. Die weitere Bcrhandlung dreht sich um das Datum, an welchem Niemela dem Zeugen sagte, Baron Korff-König heisse eigentlich Stallmann. Tie Verteidigung richtet hierauf an Bergell die Frage, ob er pekuniäre Vorteile von der Warnung an Dippe gehabt habe. Der Zeuge erklärt, er habe dem Dippe privatim mitgetcilt, das; er auch OOOO Mk. verloren habe, die er nicht zahlen könne. Da habe ihm Dippe gesagt, nachdem Sic mir geholfen, kann ich Ilpren ja auch helfen. Dippe habe ihm bann später einmal bei erneut Wechsel Bürgsclxift geleistet. Ta der Zeuge Bergell erklärt, völlig erschöpft zu sein, tritt eine Pause ein. Nach der Pause wird der Zeuge Bergell noch über einige unwichtige Einzelheiten vernommen und bann wird der der Rumäne B u j e s aus der Strafhaft vorgeführt. vermachtes. — Ter neue Stuttgarter H a n p t b l h n h o f. Für den großen Bahnhofsncnbau, der der würtlemöergischen Hauptstadt ein neues Empsangsgebäudc für den künftigen .Hairprbahnhos schaffen soll, sind jeht die neuen Pläne der Ständevc^sammlung übermittelt worden. Sie stammen von ben~ Stuttgarter Architekten Professor Paul Bona h und F. C. Schöler, die Lei dem öffentlichen Wettbewerb erste Preisträger waren. Ihr neuer Entwurf, der den alten nur teilweise 'benuht, verwertet auch die Anregungen des als Begutachter zugezogenen Geh. Oberbau- rates Rüdell in Berlin. Dieser Entwurf soll erst ein Vorcnt wurf fein, der für die Anfshellmtg der endgültigen Pläne die Grundlage geben soll. Verlegt Ijabcii die Architelten das Wahrzeichen ihres Bahnhofes, den großen Uhrtiirm. Die breitgezogene Fassade wird beherrscht von der großen Eingangshalle. In künstlerischer Hinsicht stellt der Entwurf, dem seine vielen lotrechten Gliederungen beim Fehlen jedes Gesimses und jeder Dachfläche das Gepräge geben, eine höchst eigenartige Lösung dar. * Gatte n m o r d. Die „Frankfurter Oder^eitung" meldet: In der Nacht zuui Mittwoch d u r ch schnitt die Frau des Malers Bettkc aus Eifersucht ihrem Mann mit einem Rasiermesser die Kehle, worauf sie einen Selbstmordversuch ma elfte. Vettke starb, die Frau liegt schwer verletz! im chtrankenhaus. * Internationale Ballonfahrt. Am Freitag, den 4. April, finden in den Morgenstunden internationale wissenschaftliche Ballonaufstiegc statt. Es steigen Drachen, bemannte und unbemauunte Ballons in den meisten Hauptstädten Europas auf. Der Finder eines jeden unbemannten Ballons erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Instruktion gemäß ben Ballon und die Instrumente sorgfältig birgt und an die angegebene Adresse sofort telegraphisch Nachricht sendet. § Ruppertenrod, 2. April. Bei der letzten Holz- Versteigerung in unseren Gemeinbewaldungen wurden, wie bei den Holzoersteigerungen in der Umgegend, höhere Preise als im Vorjahre bezahlt. Vier Raummeter Buchenscheit kosteten 28 bis 30 Mark, vier Raulftmeter Buchenprügel 26 bis 28 Mark, sechs Raummeter Buchenreisig 12 Mark, besonders teuer waren die Buchenstöeke, von denen 4 Raummeter bis zu 16 Mk. kosteten. r. Reichelsheim, 1. April. Ter Vorschuß- und K r c d i t v e r e i u hielt seine H a n p t v e r s a m m l u n g Montag 31. März in der Lilie ab. Aus der Tagesordnung ist besonders die Umwandlung in eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung hervorzuheben. Nachdem Verbandsrevisor Keil von Darmstadt Erläuterungen gegeben hatte, murbc die Umwandlung einstimmig beschossen. Die Festlegung der Haftsumme wurde einer späteren Hauptversammlung Vorbehalten. In den Lluf- sichlsrat wurden gewählt Lehrer Schäfer, Hermann Sprengel und Otto Scheibel. Ter Jahresumsatz, betrug 392 378 Mark. Tie Mitgliedcrzahl beträgt 377. Markte. F.0. Wiesbaden. Bi e hh ok »Mark tbe r icht vom 2. April. Au'lriev: Rinder 65 (Ochsen 14, Bullen 0, Kühe öl), Kälber 282, Schale 20, Schweine 437. Geschäft mittel. Preise für 100 Pid. Lebend- Schlacht- Ochse n. gewicht Toll fleischige. miSgemästete, höchsten Schlacht- Dtk. Mk. wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 51—55 93—96 Tie noch nicht gezogen haben (ungejochts . . 50—54 91—95 Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ousgemästete ....... ..... 46—49 84—86 Bntl en. Vollfleischige, ansgew., höchsten Schlachtiv. . . 48—51 80—85 Bollfleischige, jüngere 44—47 74—79 Färs en, Kü h>. Bollsteischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes ... 49—53 87—92 PoUslelschige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu l Jahren ... . 42—45 75—80 Wenig gut entwickelte Färsen 44—48 78—86 '-Hellere ausgemästete Kühe und wenig gut ent- wiclelle jüngere Kühe......... 37—41 70—74 Diaßig genährte Kühe und Färsen . . ... 32—35 60—69 K ä l b e:. Lcinsle Alastkälbe- . . 68—72 113—120 Mittlere Blast- und beste Saugkälber .... 65—70 108—117 Geringere Blast- und gute Saugkälber . . . 60—64 100—107 Geringere Saugkälber ...... 55—59 93—100 S ch a <•. Weidemastschafe: Mastlämmer und Masthammel ... 45 50—47 00 94—98 Geringere Mailhammel, und Schaie . . . 41—43.50 86—90 Schwein:. Bollsteischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht ..............63-64 81—82 Bollsteischige Schweins unter 80 kg Lebendgewicht 62V,-63 80-31 Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht ..............64V2-65V2 81-82 Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .......... . . . 63-00 79-00 Limburg a. d. Lahn, 2. April. Frucht markt. Durchschnittspreis vro Malter. Roter Weizen luassauischer) 16,80 Mk. weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 16,30 •"<, Korn 12,70 Mk. Gerste: Futtergerste 10,50 Alk., Braugerste 7,00—9.00 Mk., Haier 7,00—9,60 Alk., Saat lu,50 Mk., Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 4,00 bis 5,00 Alk. r. Reichelsheim, 2. April. Aus dem am 1. April hier abgehobenen Ferkelmarkt wurden ansehnliche Preise erzielt. Tas Paar wurde mit 60— 70 Alk. bezahlt. Nirehliehe Ncrchrieliten. Israelitische Aeligionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage), Samstag, den 5. 'April 1913: Vorabend: 6.45 liijr. Morgens: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Schriftcrtlärnng. Sabbatausgang: 7.50 Uhr. Israelitische Religionsgesellschast. Gottesdienst. Sabbatseier am 5. April 1913: Freitag abend 6.35 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Predigt. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbat-Ausgang 7.50 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6.30, abends 8.00. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. April 1913 Barometer aus 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Grad der Bewölkung in Zehntel der stchtb. Himmelsfl. Wetter 2, 2 '51,8 10,5 5,5 58 N 2 10 Bed. Himmel 2. 9Z1,[ 752,1 7■ 749,3 6,5 5.4 75 ENE 2 10 11 ff 3. 6,6 6,9 95 NNE 2 10 Regen Höchste Temper atur nn 1. bis 2. Apr l = 4 11,16 0. Niedrigste , , 1. n 2. u = + 5,6’0. Niederschlag: 2,4 mm. Die drohende Erkaltung bleibt aus oder verläuft harmloser, wenn bei Beginn der Verschleimung im kalse rechtzeitig ein paar Wybert-Tabletien genommen werden. Sie bringen die Keiserkeit zum Schwinden und erhalten die Stimme klar und frisch. Eie sind ein unentbehrliches Kausmittel, daß diejenigen, die ihre Überraschende Wir^ kung kennen, sie im Kaufe nie ausgehen lassen. Die Schachtel kostet in allen Apotheken und Drogerien 1 Mark. Niederlagen in Giehen: Pelikan-Apotheke und Löwen-Drogerie. ss”/>* CIGARETTE Tur mv(ferne JCosturne: Tur moderne Xletder 4.25bS£- Wir führen 3.50 vS. 50 2.25bis 6.75 für praktische Kostüme . . Meter 4 SO .5.75 Marineblau zferge u. TOffiipcorrf Meter 4» bis 7.50 130 cm breit in aparten Streifen-Mustern . Täglich Eingänge neuer Tlfasehstoffe: Wellmusseline, Voile, 'drepon etc. &ebr. 2291 7-lWm.-Wol|ii.iL'ock der Neuheit entsprechend, ni. eleftr. Virfit unb Bad per fofovt ob. ivnt. zu uerm. Näh. 40 Plockstr. 9 int Vaden. | 7 Zimmer" 7 Zimmer, Bad, (flcftv. Vicht und Gas. ;3ciitia(beioUitn nnb Warin Wasserversorgung. von Herrn Reg.-Rat Weicker beiuohitL 1'er 1. tlnli au vermieten. 2011 Bleich straffe 4. | 6 Zimmer " Wilbclnistr. 10 v. Wohn. in. 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Stockt Tagesordnung: 1. Verlegung der Monatsversammlungen. 2. Die neue Wanderordnung. 3. Verschiedenes. [v8/< I ßeldliffittene I | desThnrin^ersMiBsrams in I i Eisensacii. I » 3333 Gewinne zus.Mark: E »5,000 1 iiduppSO O O O f @=5000 I lose al.Mk.Por^Äe2r^| 1 Lotteviebank ftm.b.H.Eesenach.8 In Giehen: Buchacker, Flimm, kgl. pr. Lott.-Einnehmer, ferner bei: Jacob Dann, Job. Faber, Zigarren-Jmv-, Ernst Jung, Martin Krug, Zig. Imp., W. Ruppert ii. und W. Scmmlcr. b10/3 Rheinische Hypothekenbank Mannheim. Eingezahltes Aktienkapital M. 25.500,000. - Gesamtreserven (ausschliesslich Vortrag) „ 29,176,181.31 Hypothekenbestand.... Ende 1912 M. 581,470,632.67 Kommunal- Darlehen ... „ n » 14.703,704.91 Pfandbriefumlauf..... „ n n 558,658,300.— Kommunal-Obligationenumlauf r n 9,204,500.— Der Geschäftsbericht für das Jahr 1912, sowie Zirkulare betreffend mündelsichere Kapitalanlage können von der Bank direkt oder von sämtlichen Pfandbriefverkaufsstellen gratis und franko bezogen werden. Unsere Pfandbriefe sind in Mannheim an unserer Kasse, sowie bei allen Banken und Bankiers erhältlich, (b2 < llice-FnH-M für Krankenpflege. Beginn des ersten praktischen Kurses für Helferinnen: Dienstag, den 15. April 1913 im hiesigen Garnison-Lazarett. Anmeldungen werden entgegengenommcit schriftlich oder persönlich bis zum 12. April, vormittags zwischen 10 und 12 Uhr, am 7., 9. und 11. Avril durch Frau B- Gebhardt, 1. Vorsitzende, Bergstraffe 3. D3/«