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Die „Gießener Familienblätter" werden dem ^Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „KreisblcU fffr den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zwennal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Montag, 3. Zebruar |9X3 c? Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e±^ 51. Redaktion:e^I12. Tel.-Adr.:AnzeigerGteßen. Der Stand der hessischen Manzen. Der Bericht des Finanzausschusses der Zweiten Karniner über die Budgetberatungen ist soeben im Druck erschienen und den Kammermitgliedern zugestellt worden. Der Ausschuß hat diesmal außerordentlich gründliche und rasche Arbeit geleistet: Es ist seit langen Jahren das erstemal, daß der Bericht schon Anfang Februar erscheinen konnte und somit eine um mehrere Wochen frühere Verabschiedung des-Staatsvoranschlages ermöglicht wird: hoffcnt- lich wird dies nun auch in den kommenden Jahren der Fall sein, in denen nicht wieder ein so frühzeitiges Osterfest gefeiert werden kann. Dem Ansschußbericht ist in üblicher Weise ein allgeniciner Finanzbericht des Ausschußvorsitzenden, Abg. Dr. O s a n n, voran- gestellt worden, in welchem sehr wertvolle Gesichtspunkte für die gesamte Finanzlage Hessens niedergelegt sind. Er weist einleitend daraus hin, daß im vorigen Jahre eine wesentliche Ausgabe zur Ordnung der hessischen Finanzen erfüllt wurde: Tie gesetzliche Regelung der Schuldentilgung durch das Gesetz vom 27. Juli 1912, dessen gesetzliche Normen zum erstenmal im vorliegenden Budget zur Anwendung kommen. „Damit ist eine jahrelang umstrittene Frage gelöst und durch die eingeführte gesetzliche Tilgung der Staatssckmld die Finanzwirtschast Hessens auf festen Boden gestellt." Die Dienstbezüge der Staatsbeamten und Bolksschullehrer, sowie deren Hinterbliebenen sind im vorigen Jahre nur provisorisch geregelt worden, und es dürste interessieren, welche Betrage aus Grund der provisorischen Bewilligung den Staatsbeamten, Bolksschullehrern im Jahre 1912 wirklich zu- geflossen sind. Es wurden bewilligt: Für die Neuregelung der Wohnungsgeldzuschüsse der Beamten 522 600 Mark, sür die Gehaltserhöhungen (90 Prozent der von der Regierungsvorlage an geforderten Beträge) 899 060 Mark, Gehaltsaufbesserung sür die Volksschullehrer (11 Prozent) rund 612 440 Mark, für Aufbesserung der B^üge der Staatsdimstanwärter-130 000 Mark, der Pensionäre und Hinterbliebenen 125 000 Mark, sür Erhöhung der Zivilliste 75 000 Mark, für Mehrbelastung des Pensionsetats der Beamten 81000 Mark, der Volksschullehrer 19 500 Mark und für die Witwen * und Waisenkassc der Volksschullehrer 4500 Mark, iil Summa 2469100 Mark. Der Bericht betont, daß die Möglichkeit, einen solchen Betrag ohne Steuerauflage zu decken, nur durch eine günstige Entwickelung der Finanzlage in den Jahren 1910, 1911 und 1912 gegeben war. Die im Anfang allerdings nur langsam fortschreitende Besserung drückt sich beispielsweise in der Steigerung der Eisenbahn- einnahmen aus, die 1908 nur 10 610150 Mark, 1909 13 535930 Mark, 1910 15 526 800 Mark, 1911 17 852 320 Mark betrugen und 1912 auf über 18 Millionen gestiegen sein werden. „Tastdieses Aufsteigen der wirtschaftlichen Entwickelung in Deutschland überall Platz gegriffen hat, ergeben die Voranschläge für das Reich und die Bundesstaaten, die Verhandlungen in den Landtagen, die Berichte der Handelskammern. Diese Entwickelung ist auch durch die kriegerischen Eingriffe mrf dem Balkan nicht gehemmt worden, sondern hält noch an. Sic kommt in Hessen besonders zum Ausdruck in der Möglichkeit der Bildung eines ansehnlichen „R est e- fonds" und dem Ansteigen des „Ausgleichs- und Tilgungsfonds". Ter Bericht erläutert nun eingehend den erst un' Voranschlag für 1912 geschaffenen Restefonds, dem aus den lieberschüssen der letzten drei Jähre nickt weniger als 8 620 915 Mart zugeflosfen sind und denr nach Artikel 13 des Tilgungsgesetzes noch weiter zu erwartende Ersparnisse an Tilgunqsbeiträgc für die Jahre bis 1917 im Betrage von 1247 500 Mark zu- fließen werden, so daß er sich dann voraussichtlich auf 9 868 415 Mark stellen wird. Aus diesenr Restefonds wurden 1912 für die Gehaltsaufbesserungen usw. 1 708 530 Mark entnommen und sür 1913 sollen nach denr Regierungsvorschlag im Falle des Zustandekommens der Besoldungsvorlage 650 770 Mark und in den folgenden Jahren weitere Beträge entnommen werden, während außerdem bereits 800000 Mark für etwaige spätere Fehlbeträge reserviert sind. Ter A n s g l e i ch s - ii n d T i l g u n g s f o n d s des Schuldentilgungsgesetzes hat, wie der Bericht feststellt, gleichfalls eine erfreuliche Gestalt gewonnen. Ihm waren die Summen aus den Jahren 1903 04 bis 1912 zngeflossen, deren Gesamtbetrag sich aus 9 786 521 Mk. stellte. Daraus wurden aber in den Jahren 1907—1909 4 078 725 Mk. entnommen. Da aber nach dem Voranschlag für 1913 aus den Reineinnahmen der hessisch- preußischen Eisenbahngemeinschaft wieder 4 059 461 Mk. hinzukommen, von denen jedoch nach Art. 9 des Schuldcntilgungs- Schiller; Schwägerin. (Zum 150. Geburtstage Carolinens v. Wolzogen, 3. Februar.) Es war an einem trüben Dezembertage des Jahres 1787, als zwei Reiter durch die stillen Straßen von Rudolstadt zum Hause der Damen v Lengefeld ritten. Tort wohnte die verwitwete tfrau Kmnmcrrat v. Lengefeld mit ihrer noch unverheirateten Tochter Charlotte und ihrer älteren Tochter Caroline, die fett zwei Jahren mit dem Geh. Legationsrate von Benlwitz vermahlr war. Me Dum en waren neugierig, wer die in Mäntel gehüllten ^Reiter wohl sein möchten, zumal da der eine von ifymnt stck noch obendrein im Scherze das halbe Gesicht im Mantel verhüllte. Dennoch erkannten sie ihn- es war ihr Vetter Wilhelm v. Wolzogen, aber der andere Reiter war deii Lengefeldschen Tamen unbekannt und erregte ihre Neugier. Der Vetter bat um die Erlaubnis, seinen Reue- gefährtcn einzuführen — es war Schüler. ^ie beiden Manner, die an diesem 6. Dezember 1787 das Lengefeldsche Daus betraten, waren vonr Schickfal bestimmt, sich mit den beiden Töchtern des Hauses fürs Leben zu verbinden. Carolinens Ehe mit dem Herrn v. Bculwitz war eine Kon- venicnzheirat. Sie war nicht gerade unglücklich, aber völlig unbefriedigend und führte 1794 zur Scheidung. Zwilchen diesem Zeitpunkte und der Bekanntschaft Carolinens mtt schiller liegt die Periode ifjrcö Lebens, die für uns doch die intereiianteste ist und bleibt: jene Zeit, da Schillers leidenschaftliche und empzang- liche Seele zwischen Lotte und Caroline ichwanttc. Oder, wie man vielleicht richtiger wird sagen müssen, da |ic "Men beiden zugleich angehörte. Caroline war von ihrer jüngeren Schwester sehr perschieden. Sie hatte einen starken Willen ergriff überall gern die Zügel, war eine tiefe, ja selbst leidenichastliche Nattir, deren Sehnsucht nach Liebe durch ihre unbefriedigende Ehe nur noch gesteigert war; und daß sie an geistiger.Begabung Lotten überragte, das hat diese selbst stets bereitwillig anerfaknt Mit großen Vorzügen aber vereinigte sie auch Eigenlchaften, die ein dauerndes Zusammenleben mit ihr erschwerten: sie war ewig unruhig, ewig veränderlich, ewig unzufrieden: sie neigte in dem Grade zum Spekulieren und Grübeln, das; sie Gefahr lief, Uck und anderen das Leben dadurch zu zerstören, sie und ihre Schwester wirkten gerade durch den Kontrast, jede für sich besonders fesselnd: hier die leidenschaftliche, hochfllegende, wülens- 'kräfttge Caroline — dort die fülle, treue, innigster Hingabe fähige und liebliche Charlotte. Es kann kaum einem Zweifel unterliegen, da st Schiller das Schwesternpaar gewissermaßen als eine einzige Frmtenperlonlich- keit in sich ausgenommen und so mit seiner Liebe im ganzen umfaßt hat. Caroline und Lotte ergänzten eiirander in seiner Richter- Phantasie zu einer Jdealgestalt, und diese Jdealgestalt war es. gcsctzes zwei Millionen den ordentlichen Staatsausgaben zugeführt werden, so wird sich dieser Fonds voraussichtlich, Ende 1913 nur 7 767 257 Mk. stellen oder richtiger wohl aus etwa 8 Millionen, da jetzt schon feststcht. daß der Eisenbahnüberschuß statt der veranschlagten 17 852 000 Mk. 18 Millionen überschreiten wird.i Der Etatsüberschuß sür 1913 ist auf 2 070 947 Mk. fest- gestellt und zur Verwendung für die Aufbesserung der Beamten. Volksschullehrer und deren Hinterbliebenen vorgesehen. Ter Vorsitzende des Finanzausschusses stellt im Hinblick aus diese Ergebnisse über die Lage der hessischen Finanzen nach dem Voraunscklag für 1913 fest: 1. Ohne Erhöhung der direkten Steuern ist ein Ueberschuß der Einnahmen über die Ausgaben von 2 071000 Mk. vorhanden, der allerdings zur Erhöhung der Beamten-- und Lchrergehälter usw. bestimmt ist. 2. ist ein Reste- fonds von 8 620 000 Mk. Ende 1912 aus dein zu Gehaltsaufbesserungen 1912 1 708 530 Mk. entnommen worden, 3. hat der Ausgleichs- und Tilgungsfonds Ende 1913 sicherlich bereits eiistpi Stand von 7,767 256 Mk. erreicht. Ter Berichterstatter schließt seine allgemeine Betrachtung mit den Worten: Ter Finanzausschuß erkannte diese erfreuliche Wendung der Finanzverhältnisse in Hessen mit Genugtuung an, wird sich aber von seinem Bestreben gewissenhaften Haushaltens mit den staatlichen Mitteln und Einhalten der auch weiter dringend gebotenen Sparsamkeit auch durch diese Besscrgestaltung nicht abbringen lassen. Zudem muß, wie bei den Beratungen betont wurde, die Tatsache, daß auf wirtschaftlich günstige Zeiten auck wieder Rückschläge erfolgen, im Auge behalten werden. Im Anschluß hieran gibt der Ausschußvorsitzendc noch einige allgemeine wichtige Darstellungen über die Einnahmen Hessens aus der Eisenbahngemeinschaft, die im ersten Jahre der Gemeinschaft (1897/98) nur 9 957 159 Mk. betrugen, weiter über die Einkommen- und Vermögenssteuer und über die Gestaltung der Schuldentilgung nach dem neuen Tilgungsgesetz vom 17. Juli 1912. Von Interesse ist in Kap. 89, Gerichte, die Feststellung, daß die Zahl der Prozesse an den Landgerichten seit 1910 eine ganz bedeutende Verminderung ersah r e n h a t. So ist die Zahl der Prozesse an den drei Amtsgerichten Gießen, Tannstadt und Mainz zusammen von 8108 im Jahre 1909 auf 4982 zurückgegangen. Die Zahl der Prozesse an den Amtsgerichten ist fast gleich geblieben, dagegen sind die Mahnsachen von 63 174 auf 71 109 hinanfgegangen. Tie Einnahme aus Gerichtskosten ist dadurch um 70 000 Mk. gefallen. Mb Deutscher Reichstag. 103. Sitzung, Sonnabend, den 1. Februar. Präs. Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 15 Min. Sie Dritte Lesung des Provisoriums sür die Mscheiusuhr. Abg. Dr. Ouarck (Soz.)' erneuert bei völliger Teilnahmlosigkeit des schwach besetzten Hauses die Angriffe seine Parteigenoffen auf Regierung, Konservative und Zentrum. Die Regierung muß vor den Junkern kuschen^ für den agrarischen Geldbeutel allein wird gearbeitet. Und Herr v. Kardorff fordert dazu noch Entrechtung der Sozialdemokratie, die doch in dieser Frage Regierungspartei war. Im alten Rom sorgten die Herrschenden wenigstens für Brod und Spiele, Sie aber bringen die, gegen die Sie Ausnahmegesetze machen, in Entbehrung und Unterernährung. Abg. Paulh-Cockern (Zentr.): Das Jedal ist, und das muß erreicht werden, daß die deutsche Viehzucht den deutschen Fleischkonsum deckt Der Redner tritt für Uebereignung der Schälwälder an die Gemeinden ein und empfiehlt besonders die Förderung der Schafzucht. ' Abg. Heck (Natl.): Wir erkennen die Fleischnot oder Fleischteuerung unumwunden an. Man muß der Kalamität begegnen. Aber die letzten Viehzählungen haben eine zweifellose Zunahme der Viehzucht ergeben und wir werden auf die Dauer den Bedarf Deutschlands decken können. Der Redner spricht über das Dreifeldersystem und wirb vom amtierenden Vizepräsidenten Dr. P a a s ch e darauf verwiesen, daß man unmöglich bei der dritten Lesung des zur Verhandlung stehenden Gesetzes und in dieser Geschäftslage über die ganzen land- und volkswirtschaftlichen Verhältnisse reden kann. dic er in beiden Schwestern liebte. Der Ton in ihren Briefen zeigt jedem Unbefangenen, wie hoch gestimmt damals die Seelen Carolinens und Schillers zueinander Langen. Sie schreibt: „Seien Sie gegrüßt von ganzer Seele, mein teurer Freund! Ties ist der erste Gruß, der durch einen so weiten Weg zu Ihnen gelangt. Tas Gefühl Ihrer Entfernung bleibt immer lebendig in mir, tausend Erinnerungen, tausend liebe Gewohnheiten wecken es. Ach, ich lenne keinen Ersatz für das, was Sie meinem Sebfn gegeben haben! So frei und lebendig existierte mein Geist vor Ihnen! So wie Sie hat es noch niemand verstanden, die Saiten meines innersten Wesens zu rühren — bis zw Tränen hat es mich ost bewegt, mit welcher Zartheit Sie meine Seele in trüben Momenten gepslegt und getragen haben. O gutes Schicksal! Nur Sie in unserer Nähe und dann mögen chie Parzen noch hinzuspinnen, was ihnen sonst gefällt." Und wie lautet das Ecl-o bei Schiller? „Ihr seid Engel —, Engel für mich!" so ruft er entzückt dem Schwesternpaare zu: immer schließt er Caroline,iit seine Gedanken ein, wendet sich neben der Braut auch an sie und sagt ihr: „Alle meine Gedanken unrschlingen dich, und könnte ich nur, in welcher Gestalt es auch sei — wäre es nur mit diesem Herzen — um dich wohnen. Lldieu, lieber Engel. Leb wohl." * Deutscher Reichrv^rbind zur Bekämpfung der Impfung. Es wird uns geschrieben: lieber die Aufgabe, die sich der Verband gestellt hat, herrschen in der Oefsentlichkeit vielfach recht unklare Vorstellungen. Vor allem möchte ich der mir vielfach entgegengebrachten Auffassung entgegcittrcten, als sei der Verband ürztefeindlich gesinnt. Das ist durchaus nicht der Fall: dem Verbände haben sich eine ganze Reihe von Aerzten angeschlossen, ^auch solche, die keineswegs der Impfung bedingungslos jeden Schutzwert abstteiten (Deutscher Verein impfzwanggegnerischer Aerzte). Diese Aerzte veranschlagen jedoch den Schutzwert der Impfung aus einer Reihe von Gründen so niedrig, daß sie unter keinen Umständen den heute geübten Impfzwang für gerechtfertigt erachten: sie halten die freute geübte Methode einer zwangsweisen Impfung auf Vorrat für sinnlos und für wertlos. Unser Verband sammelt daher alle, die der Forderung zustimmen, daß der Impfzwang beseitigt werden muß. Diese Forderung haben wir in folgende Form gebracht: wir erftreben eine reichsgesetzliche Bestimmung folgenden Wortlautes: „Jeder Erwachsene, der vor seinem zuständigen Richter auf Pflicht und Gewissen an Eidesstatt versichert, daß er es mit seinen Ueberzeugungen und seinem Genüssen nicht vereinbaren könne, sich, seine Kinder, seine Mündel oder Pflegebefohlenen impfen zu lassen, ist für sich, seine Kinder, seine Mündel oder Pflege- Abg. Arnstadt (Kons.)' hält eine Rede über die innere Kolonisation und wird vom Vizepräsidenten Dr .Paasche gleichfalls zurückgewiesen. Er polemisiert dann gegen irgend eine frühere Rede Gotheins und wird vom Vizepräsidenten darauf aufmerksam gemacht, daß natürlich Goihein antworten, und man dann überhaupt nicht mehr aus dieser Aus-ünandersetzung herauskommen würde. (Abg. Gothein: Sehr richtigl) Abg Krömer lVp.) polemisiert als Lippischer Bauer scharf gegen die Rechte, die mit vielfachen Zwischenrufen und Gelächter antworten. Auch dieser Redner wird vom Vizepräsidenten, als er auf die gestern erledigten Resolutionen zurückkommt, zur Sache gerufen. Krömer wird von seinen Parteigenossen am Schlüsse seiner Rede mit stürmischem Beifall überschüttet. Abg. Löscher (Rp.) spricht als Landwirt gegen das Gefrierfleisch, das er für minderwertig hält; er habe bei verschiedenen Proben es sofort heraus- geschmeckt. Inzwischen haben die Sozialdemokraten ihre gestern eingcbrachte Resolution über Zulassung der Einfuhr von frischem Fleisch und Schlachtvieh in einer etwas anderen Fassung eingebracht; die Einfuhr soll zugelassen werden, wo die erforderlichen Schutzeinrichtungen gegen Verbreitung der Seuchen vorhanden sind. Die Sozialdemokraten beantragen zugleich namentliche A b st i m m u n a über diese Resolution. Vizepräsident Dr. P a a s ch e erklärt, daß diele Abstin»mung „naturgemäß" erst in der nächsten Woche stattfinden kann. Die wenigen anwesenden Abgeordneten erheben dagegen keinen Widerspruch. Tas Gesetz wird sodann in dritter Lesung durch Annahme verabschiedet. Die Konservativen stimmen wieder dagegen. Ser Gtttt des Reichsamls des Inneren Zwölfter Tag. Die Beratung beim Kapitel „Gesundheitsamt" geht weiter. Abg. Tittmann-Solingen (Soz.): Unsere Flüsse muüssen unbedingt gegen die Verunreinigung durch die Abwässer der Industrieanlagen geschützt werden. Besonders schlimm ist es um die Wupper. Die Verschmutzung und Verseuchong dieses Flusses verleidet jeden Naturgenuß. Hier muß energisch eingegriffen werden. Das einst kristallklare Wasser der Wupver ist heute blauschwarz — wie unsere Reichspolitik. (Heiterkeit.) Wo bleibt das Neichsgesund- heitsamt? Der Wuppcrfluß kann unmöglich länger eine solche Menge Abwässer aufnehmen. Abg. Dr. Gcrlach (Zentr.^ verlangt nochmals ein Gesetz üoer die A r b e i t s v e rch a lkr nisse des Krankenpflegepersonals. Gegen die sozialdemokratische Resolution haben wir wegen ihrer Schematisierung lebhafte Bedenken, da sie auf besondere Verhältniffe keine Rücksicht nimmt. Dankenswerterweise wird jetzt die Bekämpfung der Tuberkulose in stärkerem Umfang durch große Heilanstalten versuch' und tatsächlich läßt sich bereits ein Rückgang der Todes'älle infolge von Tuberkulose konstatieren. Vor allem kommt es darauf an, die Uebertragung von Mensch zu Mensch au vcrhrck-n und die Bevölkerung über die Gefahren der Krankheit aufzuklären. Das sollte schon in der Volksschule gc scheher Abg. Strack (Natl.):' Wir müssen verlangen, daß unsere Aerzte im Ausland nicht schlechter gestellt werden, als wir ausländische Aerzte behandeln. Abg. Hacgh (Elsässer) erörtert, unter Bezugnahme auf französische Verhältniffe, gleichfalls die Krankenpflegerfrage. Abg. Laux (Bayerischer Bauernbund) fordert reichlichere Mittel zur Bekämpfung dec Schweinepest und verlangt die Erfindung eines Serums. befohlenen von jeder gesetzlich oder behördlich angeordneten Impfung befreit." In der Jmpffrage selbst vertrauen wir auf die schließlich siegreiche Kraft der Wahrheit: aber der wissenschaftliche Streit um die Jmpfsckmtzfrage wird erst durch die Einführung der Gewissensklausel jene Schärfe verlieren, die wir alle lebhaft bedauern. Ist erst der unerträgliche Gewissenszwang gefallen, so kann die Frage nach der Möglichkeit eines etwaigen Impfschutzes, seinen Voraussetzungen, seiner Dauer und Begrenzung usw. der weiteren gewissenhaften wissenschaftlichen Forschung überlassen bleiben. Wir wollen Freiheit und Wahrheit! Dr. jur. Spohr, Reck>tsanwalt in Gießen. 1. Vorsitzender des Reichsverbandes. ♦ — „T er Rosenkavalier" in London. Ms London, 30. Januar, wird uns geschrieben: Thomas Beecham hat sehr viel für die moderne Oper in England geleistet. Er hat hier Frederick Delius, George Clntsam, Debussy und Leroux, vor allenr jedoch Richard Strauß mit „Salome", „Elektra" und „Feuersnot" herausgebracht. Obwohl er dreimal ein Vermögen draufgezahlt, hat er mit der heutigen Aufführung des „Rosentavaliers" eine vierte Spielzeit begonnen, die, nach allen Anzeichen zu schließen, glänzend werden und ihn für die früheren Mißerfolge vollauf entschädigen wird. Viele Vorstellungen der sechswöchentlichen „Season" sind bereits gänzlich ausverkauft. Zu der heutigen Erstaufführung frat sich das glänzendste und vornehmste Publikum cingefiinden. So groß war der Zudrang, daß man sich bereits um zehn Uhr vormittags zu der nicht reservierten Galerie anstellte und im allgemeinen mar auch die Aufnahme des Werkes- die denkbar herzlichste. Infolge der deutschen Darstellung ging freilich der Humor mancker Szenen und Situationen für das englische Publikum stellenweise verloren. Das machte sich besonders im» ersten Akt fühlbar. Tie Inszenierung war in allen drei Akten glänzend. Um dem Geschmack des Publikums Genüge zu leisten, mar manches gestrichen, so schon gleich das Himmelbett. Auch kleinere Sttiche, wenn auch umvefentlidier Art, fielen immer wieder auf. Eine stärkere Wirkung auf das Publikum spürte man vom Beginn des zweiten Aufzuges an. Unter den Solisten bot die Glanzleistung Paul Knüpfer, der der schwierigen Rolle des Baron Ochs in allen (Situationen gerecht wurde. Vortrefflich war Margarete Siems als Marschallin Eva von der O st e n verkörperte einen herzigen, jugendfrischen Oktavian und von entzückender Anmut war die Sofie uon Cläre Dux. — Künstliche Zähne im Altertume. Nach den Mitteilungen, die ein Arzt einer englischen Zeitschrift macht, dürfen wir auf die Erfolge unserer modernen Zahnheilkunde nickt allzu stolz sein. Denn was unbekannte Zahnärzte im alten Präsident des Reichsqefundheitsamts Bnmm,' verweist auf die eingehenden Forschungen, die hierüber im Reichs- -gesundheitsamt schon seit langem angetzellt und deren Ergebnisse in den wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht sind. Tie Schweineseuchc war im alten Viehseuchengesetz noch nicht brrück- sichtigt.' Das neue führt sie aber namentlich auf. Nach der Statistik ist sie schon 1911 gegen das Vorjahr zurückgegangen. Es existieren schon drei Arten von Serum, davon eines im Re ich s- gesundheitscnnt selber hergestellt. Heber die Ergebnisse wird im Februar auf der Versammlung der deutschen Schweinezüchter berichtet werden. Abg. Antrick (Soz.) setzt sich mit dem nationalliberalen Abgeordneten Thoma in Sachen eines persönlichen Zitats auseinander. Er erklärt die Bezugnahme Thomas auf eine Antricksche Rede aus dem Jahre 1901 für leichtfertig, fahrlässig und frivol. Abg. Herold (Zentr.) 1 unterstützt die Forderung der fortschrittlichen Resolution auf Einrichtung eines Wissenschaftilchen Milchinstituts, will aber die Ausführung Preußen Vorbehalten. Abg. Koßmann (Zentr.) fuhrt Klage über die Abwäfferkalamität unter Bezugnahme auf die Schädigungen, die die Abwässer der großen Jndustriewerke in feinem Kreise Ottweiler der Landwirtschaft zufügen. Beim Kapitel Patentamt sprich'. Abg. Bell (Zentr.) über die Organisation dieses Amtes, dem ein besonderes Re ichsamt für ge weiblichen Schutz und ein Warenschutzamt zur Seite gestellt werden solle. Er äußert Bedenken gegen die Anregu ng d-'S Dr. Junck auf Beseitigung des Vor- prüfungsverfabrens -nd äuß-rt sich über den Dualismus zwischen Patentamt und ordentlickem Gericht; statt dessen möchte er Patentkammcrn aus Technikern und Juristen. Der Redner beschäftigt sich des weiteren mit der Lage der Erfinder und spricht von Expropriation auf geistigem Gebiete, Expropriation ohne jede Entschädiaimg. Die Angestellten der großen Betriebe würden durch ausgctüftclte Knebel- Verträge um die Erfolge ihrer Erfindungen gebracht. Sodann erhebt der Redner, wie er erklärt, auf Ersuchen von Frauen- ärzten Beschwerde über bxe Erteilung gewisser Patente, die ganz zweifellos wenn auch nicht dem Gesetz, so doch den guten Sitten widersprechen. Abg. Werner (Refürmp.) tritt, wie alljährlich, sür oic Bcamicnschaft des Patentamts ein. Weiterberatnng Mittwoch 1 Uhr, Schluß 3% Uhr. * In der Freitag-Sitzung wehrte sich der Abg. Dr. Werner- Gießen gegen den Abg. Heftermann mit folgender persönlicher Bemerkung: Herr Heftermann hat behauptet, ich hätte neulich den Bauernstand beleidigt durch meine Aeußerung, er möchte den Bauern Herdringen, der in seinem Kreise sein Vieh mit Mais füttere und ihn auf den Tisch des Hauses niederlegen. Herr Heftermann versteht keinen Humor, sonst hätte er darin eine Beleidigung des Bauernstandes nicht sehen fönnen. Herr Heftermann hat mich ferner gefragt, was ich gesagt hätte, wenn er dieselbe Bemerkung von einem Oberlehrer gemacht hätte. Ich würde nur gesagi haben: Hier stehe ich, dort sicht der Tisch des Hauses, also bitte! (Stürmische Heiterkeit.) Theodor von holleben t. Der frühere Botschafter Th. v. Holl eben, der geschäftsführende Vizepräsident der Deutschen Kolonialgesellschaft, ist am Freitag abend im 75. Lebensjahr an Herzschwäche gestorben. Er war am 16. September 1838 in Stettin geboren und trat, nachdem er Offizier im Garde- hirsarenregiment gewesen war, dann in Heidelberg studiert hatte, 1872 in den diplomatischen Dienst. Den Feldzug gegen Frankreich hatte er mitgemacht und das Eiserne Kreuz erworben. Scl)vn 1874 wurde er zum Legations- sckretär bei der Gesaitdtschaft in Peking ernannt, 1875 bis 1885 vertrat er dann das Reich bei der Argentinischen Republik. Tann wurde er auf den Gesandtenposten von Tokio berufen, wo er nicht nur in gelvandtcr Weise die Geschäfte des Reichs mit Japan führte, sondern sich durch sein Auftreten auch die Verehrung seiner deutschen Landsleute erwarb. Von Tokio ging Herr v. Holleben 1892 nach Washington, noch als Gesandter, dann im folgenden Jahre als preußischer Gesandter nach Stuttgart. Von 1897 bis 1903, wo er seine Laufbahn beschloß, war der Verstorbene dann Botschafter des Reichs in Washington. Es «gelang ihm, auf dem schwierigen Posten, bei einer Stirn- Aeghpten und Rom geleistet haben, steht unseren heutigen Errungenschaften taum nach. Freilich, wie diese Künstler hießen, vermag die Geschichte nicht zu sagen, aber ihre Arbeiten haben unzweifelhaft bewiesen, daß die )o genannte „Brückenarbeit", aus die wir Modernen so swlz sind, schon sed)s bis sieben Jahrhunderte vor Christo in vollendetster Art geleistet wurde. Im Grabe von Sidon fand man im Kiefer einer Frau vier Schneide- und zwei von den ersteren waren eingesetzte Zähne, die wir heute „Kronen" Augenzähne, die durch Golddraht zusammengehalten wurden: zwei nennen würden und mit Golddraht befestigt. In dem Museum von Corneto, der alten Hauptstadt des etruskischen Bundes, kann man verschiedene Beispiele von Brückenarbeit sehen, bei der vernietete Metallbänder benutzt worden sind. Eins dieser Bänder trögt drei und ein anderes zwei künstliche Zähne, letztere sind .aus einem Ochsenzahn gemacht, der so ausgekehlt worden ist, daß er mensch- licbcn Zähnen ähnlich sieht. Solche Arbeit wurde im sechsten oder siebenten Jahrhundert v. Ehr. gefertigt. In den Gesetzen der „Zwölf Tafeln", die in Rom 450 v. Chr. niedergcschrieberr wurden, ist es ausdrtücklich verboten, goldene Schmucksachen mit den Toten zu begraben, eine Ausnahme ist nur für das Gold zugelassen, mit dem die Zähne zusammengehalten werden. Martial, der große römische Satiriker, spricht einmal von einer Frau, die dunkle Zähne habe, und von einer anderen, deren Zähne weiß seien: den Unterschied erklärt er damit, daß die eine ihre Zähne gekauft bade, während die der anderen echt wären. Die Verpflanzung von Zähnen aus dem Munde von Sklavinnen in den ihrer Herrin soll in der ersten Zeit des römischen Kaiserreiches allgemein üblich gewesen sein. — Eine humorvolle Behörde. 2lus Straßburg wird der Frlf. Ztg. nnterm 31. Januar gemeldet: Am schwarzen Brett der Universität ist seit gestern folgender Anschlag zu lesen: Die Tirektion des städtischen Skraßenreinigungs und Abfuhr - bctriebe» erlaubt sich folgende Bitte an die Stubcntcnidwit der Kaiser-Wilbelm-Universitäk zu richten: In letzter Zeit mehren sich die Fälle, in denen Mülleimer spurlos verschwinden. Lobsame Bürger haben sich schon mehrmals an mich gewandt, voll von Verzweiflung über nächtlichen Höllenlärm, verübt mit Mülleimern. Es sind nun zwingende Indizien vorhanden, daß Angehörige der Universität manchmal an diesem nächtlichen Treiben nicht unbeteiligt sind. Dariun wird hierdurch ersucht, in Zukunft sowohl den Mülleimertrausport, als auch das Cimerspiel etwas ein,u- schränken, womöglich ganz unterlassen zu wollen. Die Studentenschaft würde durch die Gewährung dieser Bitte Bürger und Stadtverwaltung zu großem Dank verpflichten. Straßburg i. E., den 29. Januar 1913. Abfuhr- und Straßcnreinigungsbetrieb. Der Direktor F. Clauß. Einer so artig vorgeirageneu Bitte gegenüber ist die Studentenschaft wehrlos. rnung, die den Deutschen auch jetzt noch im allgemeinen nicht besonders günstig ist, sich unter den Einheimischen ra-hlreiche Freunde verschaffen. Daß er Erfolg gehabt hat, geht aus den denkwürdigen Worten hervor, womit die Universität Harvard ihm die schmeichelhafte Huldigung der Verleihung des Ehrendoktortitels tundgab. Deutscher Reich. Die „Bayerische Staatszeitung" und die Heeresvorlage. Die „Bayrische Staatszeitung" schließt einem Leitartikel, welcher sich mit der Heeresvorlage befaßt, folgende .Nahnuirg an die Parteien an: So einleuchtend diese Ge- dankcngänge sind, scheint ihnen doch der Weg des Verständnisses jener Kreiie versperrt zu sein, die die öffentliche Meinung beeinflussen, versperrt durch das Wirrsal, welches unser politisches Leben erschwert und Die edelsten Kräfte unseres Volkes zermürbt. Wer immer aber in den kommenden Tagen über die Heeresvorlage spricht oder schreibt, sei sich klar darüber, daß hier eine Frage des Deutschen Reiches der Erledigung harrt, die •i ber den Interessen steht, und in deren Bannkreis sich die Parteien sonst befangen fühlen, eine Frage, die würdig nur in Einigkeit und Geschlossenheit gelöst werden kann. Ausgaben und Ziele der Gewerbevereine. *■ Gießen, 3. Febr. Der Ortsgewerbeverein hielt am Sonntag vormittag im Cafe Ebel eine gut besuchte Versammlung, in der Reallehrer Kahl (Darmstadt- über die Aufgaben und Ziele der Gewerbe- percinc sprach. Er erinnerte zunächst an den Aufschwung von Handel und Gewerbe nach der Gründung des Reiches. Aber über der Förderung der Großindustrie vergaß man ganz das Handwerk, das allerdings mit dem in der Großindustrie angelegten Kapital üNd dem Maschinenbetrieb nicht konkurrieren formte. Man glaubte, daß dem Handwerk nid# mehr zu helfen sei und das gefährlichste sei gewesen, daß das Handwerk selbst mutlos wurde. Aber bald besann man sich auf sich selbst: man rief die Hilfe des Staates an und erreichte auch im Handwerker gesetz von 1897 die staatliche Förderung. Daneben wurden freiwillige, auf der Selbsthilfe beruhende Gewerbevereine gebildet. Llber namentlich in Süddeutschland bestanden schon viel länger Gewerbevereine, die Handwerker, Industrielle, Künstler und Gelehrte zur Förderung des gesamten Handwerks zusammenschlossen. Man gründete namentlich geroerblidjc und technische Lehranstalten und auch heute noch bilden diese alten Gewerbevereine den Mittelpunkt des gewerblichen Zusammenschlusses. Die Gewerbeordnung von 1869 trug dem Wen des genossenschaftlichen Zusammenschlusses für das Gewerbe Rechnung. Aber die besiehenbe Organisation der Gewerbevereine und Innungen genügte nicht, da man bei der Gesetzgebung über das Handwerk nicht Mitwirken durste. Aus diesen Gesicksts- punkten heraus kam es zu dem Gesetz von 1897, das die Handwerkskammern einführte. Der Entwurf fand - geteilte Aufnahme, mit den Bestimmungen über das Lehrlingsweseu war man allgemein einverstanden, dagegen nicht mit denen über die Organisation, da diese den Innungen zu viel Rechnung getragen hatte. _ Der hessische Gewerbeverein nahm gegen die Einrichtung einer Handwerkskammer Stellung, da die Aufgaben der Kammer schon zum großen Teil im Landesgewerbeverein erfüllt wurden. Dem Antrag, bem L.-G.-V für Hessen die Aufgaben der Handwerkskammer zu übertragen, wurde nicht stattgegeben. Die Handwerkskammer setzte siä) zusammen aus den Vertretern der Gewerbevereine, der Innungen und sonstigen gewerblichen. Korporationen. Der Redner führte aus, daß er nicht, wie vielfach angenommen werde, Gegner der Innungen sei, aber sr sei nur für freie Innungen, zumal Zwangsinnungen nicht in der Lage seien, Preisverabredungen zu treffen. Der Redner wandte sich gegen die in gewissen Kreisen herrschende Agitation gegen den § 100 q der Gewerbeordnung, der den Zwangsinnungen die Festsetzung von Mindestpreisen verbietet. Cs sei unbegreiflich, daß auch gewerbliche Korporationen für die Aufhebung des § 100 q sind, da die Festsetzung von Mindestpreisen nicht in allen Fällen durchführbar sind und ihre Innehaltung nicht kontrollierbar ist. Hinter der Gründung von Zwangsinnungen unter Hinweis auf die Aufhebung des § 100 q stecken vor allem parteipolitische Besttebungen. Die Förderung bet' Festsetzung der Mindestpreise beruht auf einer Verkennung der modernen Zeit: in ber Zeit ber Eisenbahnen und angesichts der Tatsache, baß auch in Läden fast alles zu haben ist, was aud) der Hanb- werker hat, ist die Festsetzung von Mindestpreisen undenkbar. Bloß für zwei Gewerbe sei die Festsetzung von Mindestpreisen möglich und rätlich, nämlich für Bäaer und Metzger. Mit ber Aufhebung von § 100 q sei man am Anfang vom Ende der Gewerbefreiheit. Es werde dann in logischer Konsequenz eine Bestimmung nach der anderen aufgehoben werden unb es werde schließlich zum Krieg aller gegen alle kommen. Deshalb müsse das Handwerk aufgeklärt werden, damit es die Gewerbefreiheit nicht verliere. Die Festsetzung von Mindestpreisen unter der Mitwirkung des Staates führe zu bem mittelalterlichen Taxwesen und stelle das Handwerk unter staatliche Vormundschaft. Das Zusammenwirken der Korporationen, die die Handwerkskammer bilden, sei nicht immer erfreulicher Natur. Deshalb halte er cs für richtig, daß jeder Handwerker dem Gewerbeverein bei tritt und innerhalb biefes Ver eins sich Fachorganisationen zur Vertretung ihrer Sonderinteressen bilden. Es sei etwas ganz anderes, wenn hinter dem Wunsche eines Gewerbes eine große Organisation.stehe, anstatt nur ioenige Mitglieder. Tie Schaffung einer solchen Organisation sei auf Grnud des Handwer kerg esetz es durchführbar und auch die Wahlen zur Handwerkskammer feien gut durchzu- führen. Gewerbevereinc und Innungen halte er an sich für gleichwertig, aber vielfad) würden bei der Handwerkskammer An- )id)tcn vertreten, als ob die Gewerbevereine als Wahlkörper minderwertiger seien. Stehe bod) im letzten Jahresbericht der hessischen Hanbwerlskammer, daß die den Gewerbevereinen als Mitglieder angehörigen Nichthandwerker vielfad) bem Handwerk entgegengesetzte Interessen vertreten. Das sei nach seiner Ansicht unzutreffend und er wüßte aud) nicht, wie die Nid)thandwerker dies machen sollten. Die Leistungen ber Gewerbevereine für das Handwerk seien denen der Handwerker mindestens gleichwertig, im Gewerbcschullvesen reidien die Leistungen der Innungen nicht entfernt an die der Gewerbevereine heran. Darum müsse verlangt werden, daß in den Gewerbeorganijationen die Gewerbevereine unb Fachvereinigungen gleichwertig sind. Deshalb hat der Verband deutscher Gcwerbevereine an die fHcidy-Sregierung das Ersuchen gerichtet, die Bestimmungen auszuluben, daß nur die Gewerbevereine das Wahlrecht zur Handwerkskammer haben, deren Mitglieder mindestens zur .Hälfte Handwerker sind. Es ist bod) ganz einerlei, wo ein Handwerker organisiert ist, die .Hauptsache ist, daß er Handwerker ist. Einem sehr VtTbientcii hessischen Gewerbeverein, dem Offenbacher, droht bei der nächsten Wahl das Schicksal, nicht mehr zur Handwerkskammer wählen zu können, da er etwas weniger Handwerkermitglieder als die Hälfte hat Man muß alle Kräfte heranziehen zur Bildung der Handwerkskammern, damit diese wirklich die Vertretung des gesamten Handwerks bilden. Die Bedeuttmg der Gewerbevereine für das gewerbliche Leben ist febr groß Sie bienen vor allem der Förderung des Handwerks und des gewerblichen Schulwesens. Die hessischen (Wernerbern-reine haben nahezu ehte Million für (hewerbe- schulen und Handwerkerschulen aufgebracht. Zurzeit werden in den Schulen ber hessischen siKwerbevereine hn Sommer 8000 und im Winter über 11000 Schüler unterrichtet. Die gewaltige Förderung des gewerblichen Schulwesens rührt nicht etwa von der Anregung durch das Handwerkgesetz her, sondern sie begann mit der Gründung des Landesgewerbevereins, also im Jahre 1836 Auch die Gesellenprüfungen der hessische Landesgewerbeverein schon fett 1886, allo lange Zett vor dem Inkrafttreten des Handwerker gesetzes etngefübrt und vor brr Gründung der Handwerkskammer hatten die Gewerbevereine 2638 Gesellenprüfungen abichalteit Gewerbebibliotheken, Meisterkurse usiv. wurden ebenfalls schon vor dem Handioerkgesetz vom Geiverbeverein begründet. Zu bedauern ist das geringe Interesse der meisten Handwerker an den Vereinsbestrebungen, das müßte bedeutend besser werden, wenn das Handwerk vorwärts schreiieu will. Er wiederholt daher seine Mahnung, den CücmerbeDcreinen beizutreten und innerhalb der Vereine Fachvereinigungen zu bilden. Vor allem müsse das Handwerk einig sein, dann werde es auch vorwärts kommen. (Lebhafter Beifall.) Der Vorsitzende, Professor Dr. K r a u s m ü l l e r, bankte bem Rebner unb führte aus, daß ihm die Anregung Herrn Kahls aus Bildung von Fachvereinigungen innerhalb der Gewerbevereine sehr fvmpatbii'd) fei. Die Aufklärung über den § 100 q sei febr wertvoll für die Handwerker gewesen. Der Redner betont bann ebenfalls bic großen Berbienste, die der hessische^ Landesgewerbeverein sich auf bem Gebiet bes gewerblichen Schulwesens, des Ansstellungs- unb Bibliothekwefens erworben hat Jrn Verein-- leben teilt er ine Wünsche des Vortragenden, dock) könne er feststellen, daß das Interesse im hiesigen Gewerbeverein in brr letzten Zeit größer geworden sei. In ber Aussprache betonte Schlossermeister Dörr an Hand von '-Seiftriefen den Ruhen des Zusammenschlusses für die einzelnen Handwerker. Der Vorsitzende wies in seinem Schlußwort auf die Vorteile hin, die durch den Zusammenschluß für die einzelnen Handwerker erzielt werden können. Ktaöt ttnfr fand. Gießen, 3 Februar 1913. ** Hessischer Handelskammertag. Ank Sonntag, 9. Februar, vormittags 11 Uhr, wird in Mainz (Saal der Stadtverordneten^ ein Hessischer Han- delslammertaq mit nachstehender Tagesordnung ftattfin- den: 1. Verkehr mit Lenchtöl. 2. K on ku rr enzk lause l int Handelsgewerbe. 3. Arbeitszeit der Arbeiterinnen. 4. Internationaler Handelskammer-^ ongreß in Boston 1912. 5. Vertretung von Industrie und Handel in den Ersten Kammern. 6. Verkehr mit Nahrungs- und Genußrnittcln. 7. Fortbildungsschulpflicht für Mädchen. 8. Buchfüh- rungs- und Registerpfticht für Minderkaufleute und Handwerker. 9. Schutz der Arbeitswilligen. ** Wenn ich König wäre! Der zweite Akt dieser indischen Märchenoper, die am Mittwoch durch das Darmstädter Hoftheater aufgeführt wi^d, spielt am Hofe des Königs von Goa (dargestellt von Herrn Semper) imd macht die Heranziehung des gmt^cn Ballettkorps nötig, lieber die höfischen Szenen dieses Akts schrieb nach der Erstaufführung die Darmstädter Kritik: Sie trugen dank der Mitarbeit des Indologen Thowann das Gepräge der Echtheit und Ratnrtreue, und die von Helene Thiele-Leonhardt gemeinsam mit Hans P.ellar arrangierten Tänze gewährten einen ästhetischen Genuß, wie ihn hier Wohl selten em Ballett verschaffte. Das Ivar wirkliche Tanzkuuft. Ruth St. Denis, Madel Jong und andere erotische Tänzerinnen ivaren offenfichtlich die großen Vorbilder, von denen man neben den Anregungen allgemeiner Art auch manches Detail glücklich übernommen hatte. Die Damen des Balletts, deren farbig wundervolle, schlicht in violett unb gelb gehaltene Cöeivänder Hanns Pellar entworfen hatte, übertrafen sich selbst, und Frl. Huber, die zunächst mit Frl. Croneberg gemeinsam auftrat, konnte in entern Schlangentanz erneut die Ausdrucksfähigkeit ihres Kärpcrs und die Kunst ihrer Gesten bewundern lassen. - ** Berufsvormundschaft auf dem Lande Es ist bekannt, daß die llnterhattsansprüche unehelicher Kinder gegen ihre Erzeuger oft nicht zur Verwirklichung kommen können, weil viele Vormünder zur DurchsührMg verwickelter Prozesse und der nachfolgenden Zwangsa».^ nahmen nicht in der Lage sind. Rtutter und Kind foxtmen dadurch in eine recht üble Lage und es fehlt ihnen oft an dem notwendigsten Lebensunterhalt. Man wird wvhl nicht fehlgchen, wenn man auch die Tatsache, daß die Sterblichleit der unehelichen Kinder.wesentlich größer ist als die der ehelichen, damit in Zusammenhang bringt. Es ist deswegen naturgemäß, daß die in neuerer Zeit einsetzcnden intensiven Bestrebungen auf Herabminderung der Säug- lingssterblichkeit ihr Augenmerk auch auf die Besserstellung der m a t e v.i e l l e n Lag c dieser am meisten gefährdeten Kinder richten. In fast allen größeren Städten sind zu diesem Zwecke Berufsvormundschaften eingerichtet worden. Die Zentrale für Mutter und Säuglingsftlrsorge in Darmstadt hat sich dieser Frage angenommen und trägt sich mit der Absicht, die Berufsvormundfchaft auch aiy dem Lande zur Einfichrung zu bringen. Zunächst hat sie fett Herbst v. I. eine Berufsvovmundschaft für den Landkrev- Darmstadt eingerichtet, von der jetzt bereits über 20 Vormundschaften geführt werden. In der kurzen Zeit ihre* Bestehens hat sie mit Sicherheit erwiesen, daß aus bem Lande eine derartige Maßnahme ebenso notwendig ist, ttxt für städtische Verhältnisse, wenn auch die Zahl der Fälle, deren sich die Berufsvorurundschaft anzunebmen hat, verhältnismäßig geringer ist, als in der Stadt. Kreis Büdingen. H. Büdingen, 1. Febr Auf Freitag war Gemeind er atssitzung cinberufen. ES erschien nur der Beigeordnete und fünf Gemeinderatsmitglieder und dje Sitzung mußte loegcn Beschlußunfähigkeit vertagt werde» Der Bürgermeister besttmmte auf Samstag vormittag 11 Uhr eine weitere Sitzung, zu der Beigeordneter Dotter, die Gemeinderatsmitgliedei Schulz, Schön, Schäfer. Klei» Diemcr, Wtttekind und Hinkel erschienen waren. Tie übrige» Mitglieder fehlten entschuldigt. Der Bürgermeister mafr darauf aufmerksam, daß in Zukunft beim Fehlen oder nicke pünttlichen Erscheinen bei dem Kreisamt Anzeige erfoly« müsse. Nachdem die Kulturinspektion Friedberg das Prosill1 des Beigeordneten Dotter, zur Reinigung der Klär* an läge ein Baggerwerk zu errichten, wegen des ^zu geringen Wasserst an des der Lorbach, für nicht ausführbLi erklärt hatte, wird vom Bürgermeister die Anschaffuqß einer Schlammpumpe beantragt. Gemeinderat Schäfer ist der Ansicht, daß man von einem Handbetrieb ein für allemal abseheu solle, da die'er Betrieb durch die entstehe».' den hohen Kosten an Tagelöhnen zu teuer würde Die 6>' fahrung habe überdies gezeigt, daß eine Pumpanlagc weg« der sehr leicht und oft eintretenden Verstopfungen überbmiX nicht zu empfehlen sei. Eine Baggeranlagc scheine tmntrr noch am vorteilhaftesten und wenn möglich, solle inan eire solche anbringen Beig Dotter schließt sich diesen AUS' fübnmgcn an und empfiehlt eine andere Antriebskrcßt als Wasser zu wählen. Ter Bürgermeister wird beauftragt, das von Dotter vorgelegte Projekt durch einen Sachvec ständigen daraufhin prüfen zu lassen, ob als Antriebskraft nicht ein Gas- oder Elektromotor verwendet werden könrs. Auch über die Ansck-afsung einer Pumpe mit ftraftbetrit» sotten von verschiedenen Firmen Gutachten und KostcM- Voranschläge eingeholt werden. Die Aufftellung einer R i ch t l a t e r n e in der Schlachthausstraße wird abgelehiM. dagegen wird die Anbringung eines Geländers über d« Kälbcrbachsteg bef(bluffen. Durch Rechtsanwalt Sandmann war im Auftrage des Gerichtsvollziehers i. P. I. Heutzc» röder ein Gesuch um Herstellung des Vachufcr-r Meteorologische Verachtungen -er Station Gietze«. Wetter °8 8 w T‘ Nevvöse Kopfschmerzen m über 34,000 ähnlich lautende schriftliche Anerkennungen! 2 2. 3, 67 76 93 4 4 2 7 10 8 43 46 6,0 Febr. 1913 NW W W 48 38 4,9 Landwirtschaft. Luft als .Dünger! 45,2 45,0 46,7 85 Z t» schwefelsaure Ammoniak überführt. Ter dritte Prozeß endlich stellt durch Erhitzen von unreinen toncrdehaltigen Materialien (z. B. Bauxitt mit Kohlenpulver im Stickstoffstrom zunächst „Aluminiumnitrid" dar, welches sich leicht in einerseits Tonerde (das Ausgangsmaterial für die Fabrikation von Aluininiummetall) und anderseits Ammoniak zerlegen läßt. Dieses Verfahren ist so produktiv, daß die Selbs^ kosten des dabei als Nebenprodukt gewonnenen Asnmoniaks slch auf 0,20 Mk. belaufen sollen gegenüber einem Marktprerse von 1,10 Mk. für das Kilogramm. 8.f Airchliche Nachrichten Evangelische Gemeinde. Der Frauenmissionsverein am Dienstag beginnt- nicht, rote irrtümlich angezeigt war, um 6 Uhr, sondern, wie g e w ö h n l i ch, um 4 Uhr. Dortrag des Missionars S ch a a l aus (Indien, zu dem auch Nichtmitglieder eingeladen werden Vüchertifch. — Ein .neuer Robinson. Und obendrein einer, der den zweihundert Jahre alten Robinson des guten Defoe. >oeit übertrifft. Denn Robinson Crusoe ist eine Gestalt, die der Dichter geschaffen hat und der er die reichen Naturschätze einer Tropeninsel zur Dersügung stellte. Kapitän Mikkelsen aber, der arktische Robinson, hat drei lange Jahre seines Lebens im es der Schlacht in völliger Untätigkeit verharrte. . Nichts zu unternehmen war das Ziel, das er sich unwiderruflich gesteckt hatte, und um cs zu erreichen, bot er alle Kräfte seiner Intelligenz auf. Wenn er gezwungen war, zu handeln, so hatte er nicht 3eit geringsten Gckanken mehr und nahm den crfteit Rat an. Der ihm gegeben wurde, mit der geheimen Absicht, die Schuld auf dessen Urheber abzuwälzen, wenn die Sache schief ging. Seine Apathie, die Furcht vor der Unpopularität, das Bewußtsein einer Unzulänglichkeit, die Schwäche seines Pflichtgefühls und der Mangel an ntoralischent Sinn raubten ihm den Willen, einen Entschluß zu fassen, einen Befehl zu erteilen, eine Anstrengung zu Machen und etwas zu unternehmen. Marschall Bazaine war nur noch eine Mumie, die die ganze Armee mit sich in den Tod zog." Früh am Morgeen des 18. August hatte er sich erhoben und wandelte in dem Gärtchen der Villa, in der er sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte, spazieren. Eine Depesche meldet ihm, daß die Armee des Kronprinzen heran- ntarschierc; die bei Metz kämpfende Armee konnte jeden Augenblick umzingelt sein. Er gab keine Antwort, sondern verttefte sich in ein anderes Schreiben, in dem der Ätarschall Leboeuf das Lerannahen bedeutender feindlicher Streitkräfte in den Wäldern von Gravelotte und Verneville meldete. Der Marschall pflückte eine Rose, gab sie dem auf Antwort harrenden .Hauptmann und ließ Leboeuf antworten, er möge „gut aushalten in der Stellung, die ihm angewiesen worden sei." Dann bc- sck)ästigte er sich des längeren mit einem Waldwärter aus Verdun, der Nachricht über die reichliche Verproviantierung der Festung brachte, und obwohl es den Truppen an Lebensmitteln und Munition fehlte und er in Verdun dies alles gefunden hätte, fertigte er den Mann nicht ab, sondern ließ sich von ihm ausführlich seine Abenteuer erzählen, schenkte ihm 20 Franks und riet ihm, sich auszuruhen und um 5 Uhr wiederzukommen. Dann wurde der Generalstabschef General Jarras hereingerusen, und ihm diktierte Bazaine einige Befehle. Er unterbrach sich aber darin, setzte sich in einen Hainbuchengang des Gartens und zündete sich eine Zigarre an. Da kam eine neue Ordonnanz des Marschalls Leboeuf, die die Sckstacht als bevorstehend bezeickmete. „Sagen Sic dem Marsckmll Leboeuf, daß er gute Stellungen hat und sie nur zu verteidigen braucht", lautete seine ganze Antwort. An Canrobert gab er um 10 Uhr den Befehl, im Falle der Feind St. Privat ernstlich angreifen zu wollen schiene, solle er sich auf „die Stellungen, die man im Begriff sei, zu erkunden", zurückziehen. Er glaubte an keinen ernstlichen Angriff, oder er wollte Das Rätsel von Gravelotte. Die Med erläge bei Gravelotte, die die entscheidende, unheilvolle Wendung für Frankreich int SVricg von 1870^ herbei- führte, ist nicht aus der .Haltung der Unterführer und der Truppen, sondern aus dem völligen Versagen des französischen Oberkommandos zu erklären, dessen Lethargie wie ein Rätsel erscheint. Ties Rätsel zu erklären, unternimmt der ausgezeichnete Biograph des Marschall Canrobert Gernrain Bapst an einer Reihe von Aufsätzen, die er in der Deutschen Revue veröffmtlrcht. In denr neuesten dieser Beiträge schildert er die kaum verständliche Art und Weise, in der der Oberstkommandrerendc des französischen Heere- Marschall Bazaine vor und beim Beginn Zur Hauskur bei Blasen- - . , Nieren-1 610611 Gicht- empfiehlt sich tigiich I Flasche „Wernarzer Wasser“ aus dem Kgl. Mineralbrunnen Brückenau. Erhältlich In Mineralioaiterhandln- u. Jipothekrn- Rein natürliche Füllung! ss13/1 Banne des Pvlareises verbracht, stets den Tod ut allen möglichen Gestalten vor Augen, und erst im Sommer v. wurden er und sein Begleiter Jversen auf einer einsamen Fels insel des Eismeeres aufgefunden und gerettet. Der Verlag -Srod Haus bietet mit Kapitän Mikkelsens Buch, das den Titel „Ein arktischer Robinson" trägt und dessen erste Lieferung soeben aus ’ gegeben wird, eine besonders wertvolle Gabe. Wie die erste. Lieferung zeigt, versteht Kapftän Mikkelsen ausgezeichnet zu schildern. Statt erst eine langatmige Beschreibung der Anfangs- stadien seiner Expedition zu geben, geht er gleich auf das Ziel los. Unheilvoll genug fängt die Reise an, denn alle für die Expedition bestimmten Hunde sind entweder tot ober müffen ansteckender Krankheiten halber erschossen werden, und ohne.Hunde ist eine Schlittenexpedition unmöglich. Ergreifend ist die Lektüre des Bogens, der ben Kapiteln „Ein Wettlauf mit dem hunger toi>" und „Das Ende?" entnommen ist. Einen solchen Wertlaus können nur Männer gewinnen, die jeder Gefahr kühn ins Auge schauen und die im Bewußtsein ihrer Kraft selbst in den verzweifeltsten Lagen, auch wenn das Ende noch so nahe scheint, die Hoffnung nicht sinken lassen. Einen prächttgen Schmuck der ersten Lieferung bilden die vier Tafeln mit Bildern, darunter auch die Wiedergabe eines stimmungsvollen Aguarells „Auf der Suche nach Wild". Das Werk erscheint in einer Lieferungsausgabe (18 Lieferungen zu je 5Ö Pfg.) das Ende Februar vorlregen wird. — Velhagen & Klasings Volksbücher. Mit besonderer Liebe haben in jüngster Zeit Belhagen & Klasings Volksbücher das geschichtliche Feld gepflegt. Noch stattlicher als die übrigen, was Umfang und Ausstattung angeht, stclll sich uns ein Bändchen über Kaiser Wilhelm II. vor. Prof. Tr. Katt Berger, der vortreffliche Schiller- und Körner-Biograph, hat die nicht eben leichte Ausgabe mit Freimut und Wärme gelöst. Den Gedächtnisfeiern der Befreiungskriege dienen der Band über die Völkerschlacht bei Leipzig von Generalmajor von Voß und die Darstellung von Leben, uitb Wirken des Ncichsfreiherrn Karl vom Stein, die Prof. Dr. Julius von Pflugk-Harttung verfaßt hat. Unverwelkt ftisch wirken die von dem berühmten Schlachtenmaler Wilhelm Camphausen 1864 unter dem Titel „Ein Maler auf dem Kriegsfelde" gesammelten imd illustrierten Erinnerungen, die jetzt in einem Neudruck die Sammlung der Volksbücher zieren. — Neben, so viel Vaterländischem steht ein fesselndes literarhistorisches Werk: „Der junge Goeth e", eine warmherzige, begeistcriide und kundige Schilderung von Johannes höffner. Alle Bände sind sehr reich illustriert und kosten .nur 60 Pf. — Gin Zwang zur Arbeit — gegen Arbeitsscheue und säumige Nährpflichttge wird durch die gesetzlichen Abänderungs- Bestimmungen und Ergänzung des Reichsgesetzes über den Unterstütz ungs Wohnsitz vom 25. Juli 1912 und durch die ministeriellen Aiisführuiigsbestimmnngen vom 5. Aug. 1912 in wirksamster Weise gegeben. Von großem allgemeinem Interesse werden es hauptsächlich aber die Armenverwaltungen, Polizeibehörden, Landratsämter, Arbeitsanstalten usw. begrüßen, jetzt in der bekannten Sammlung deutscher Rcichs- gesetze in Einzelabdrücken, Textausgabe mit Einleitung, Kernworten und Sachregister, l)ercmsgegeben von Geh. Justizrat Professor Dr. K. Gareis (Verlag von Ennl Roth rn Gießen) eine zuverlässige Ausgabe zu erhalten. beruhigt. großen Flasche M. 3.—, in Apotheken, sicher von: .... Universitäts-Apotheke und Hirsch-Apotheke zu Gießen. •e"e AK> *5 = egi-5*® CD .6 ■ foWtr pWn Eft sprach- -len benX^t -ttktt. Ate llc5rtK’£ nd. Februar 1913. Ä . ’W, wird m ^sshcher U '^enzklausel i« fcnl912. Jä iStCn -ötnmcni E°- 7. Fort, W 8. BuM Fleute und M Uinematographische Ztudien-Gesellschatt. O Berlin, 2. Febr. Unter zahlreicher Beteiligung von Vertretern der verschie- dmsten Gebiete der Wissenschaften fanb heute nachmittag,nn großen Hörsaal der Treptow-Sternwarte eine Versammlung statt zu dem Zwecke, der Gründung einer K i n c m a 10 g r a p h i - schon Studiengescllschaft näherzutreten. Der Leiter der Versammlung, Direktor Dr. Archen hold, wies darauf hm, daß es nicht Aufgabe der neu zu gründenden Gesellfchast sem könne, etwa schon bestehende ähnliche Gesellschaften m ihrer Tätigkeit zu beeinträchtigen oder den Filmsabrikanten Konkurrenz zu machen. Die Ziele der Gesellschaft seien vielmehr Aufstellung von Filmserien durch Fachleute und die Ausarbeitung geeigneter Filmmoitve. Weiter ist die Gründung eines Film- Archivs und eines K i u e ma t 0 g r a p h i s ch c n Museums geplant. In dem Museum soll namentlich alles Aufnahme finden, was von den Arbeiten der Erfinder aus früheren Jahrzehnten noch gerettet werden konnte. Damit soll gleichzeitig eine Ausstellung der neuesteii Erfindungen verbunden werden. Die neue Gesellschaft will den verschiedenen volksbildenden Gesellschaften ihre Arbeit auch nicht abnchmen, sondern dieselbe nur erleichtern. Weiterhin ist die Errichtung einer Aussichtsstellc nur Beschaffung des Filmmaterials beabsichtigt, desgleichen die Errichtung einer Studienanstalt für die Losung fachwissenschaft-. lieber Fragen. Der Redner gab int Anschluss hieran der hoNnung Ausdruck, daß Staat, Gemeinden und Private hmreAende Mittel zur Verfügung stellen roerbeit, um in gegebenen fallen Preise und Stipendien gewähren zu können, um auf diese Weise eine Hebung und Veredelung der Kinematographie zu erreichen. Die Gründung der Gesellschaft wurde sodann,bcichlofsen und zum Vorsitzenden Direktor Archen hold, zum stellvertretenden Vorsitzenden der Rektor der Tierärztlichen Hochschule Berlin, Professor Dr. Eber lein gewählt. , .. hieran schloß sich eine Reihe von Lichtbildervortragen aus der Tierheilkunde, der Technik, der Schulhygiene, der Bekamv- fuiig der Mückenplage. Zu Beginn der Vortrage war auch ein Vertreter des Kronprinzen eridjipiteit. Herzklopfen, treten am meisten durch Blutarmut, Bleichsucht und Nervenreiz auf. Um dieies zu beieitigen, muß die Grundursache beseitigt werden, deshalb suchen die Aerzte aus das Blut uud die Nerven eiuzuwirken, indem diese mit hervorragendem Erfolg Leeiferrin (Ovoiecithineiscn) verordnen, das angenehm zu nehmen ist, den Körper kräftigt und die Nerven (rtl) tnt dem Anwesen des letzteren eingereicht worden. !Das Bachufer besteht aus einer Mauer, die dem Einsturz nahe ist ist nicht nachgewiesen, daß die Maner durch die Ge- mcntde errichtet worden ist. Ern Gesuch an die Aufsichtsbehörde, die Gemeinde zirr Herstellung der Mauer anzuhalten, war abschläglich beschießen worden. Der Gemeinderat lehnte das Gesuch ab, da der natürliche Zustand des Bachufers durch die Errichtung der Mauer von dem Vorgänger des heutzenröder vernichtet worden sei. Der Bürgermeister wird beauftragt, im Interesse der Gemeindeangc- hörigen einen Eich tag zu beantragen. Das Lokal wird von der Stadt zur Verfügung gestellt, auch sollen die Gebühren durch die Stadtkasse erhoben werden. Zur Prüftmg her Rechnung für 1911 wird ein Ausschuß, bestehend aus dem Bürgermeister, sowie Gemeinderäten Schulz, Klein mrd Diemer, bestimmt. vermischte-. * Sternickel int Pfarrhan.se. Zn der Nachricht, daß sich Sternickel vor einigen Jahren im Umkreise von Guben, besonders in Neuendorf, berumge trieben habe, schreibt dem B. T. ein Pfarrer L.: „In mein Pfarrhaus zu Neuendorf kam. 1909 ein hagerer, etwa 50]äbriger Wanderbursch mit einem Sack auf dem Rücken, nannte sich Otto Schön und gab an, er komme trott Niemasch-Kleba, wo er bei einem Bauern gearbeitet habe. Ich stellte ihn bei leichter Arbeit an, indem ich ihn im hauskeller Holz zerkleinern liefe. Meine Frau ging auch allein zu ihm in den Keller hinab, kam dann aber wieder und drang in mich den Menschen mit den unheimlichen Augen bald ans dem kaufe zu tun. Ich zeigte dem Mann, als er in der Küche Abendbrot aß, einen geladenen Revolver und sagte zu den Mädchen, ich würde in der Pacht auf geslügelraubendc Hunde schießen. Darauf verschwand der Gast und ward nicht mehr gesehen. Am nächsten Tage >varen die Dörfer ringsum in Aufregung. Angsterfüllt erzählten die Frauen, Sternickel sei von Guben durch Niemasch- Kleba und Neuendorf nach Krossen mit einem Sack auf dem Rücken gegangen. Einen Tag darauf wurde mir in Krossen auch mein anfänglicher Zweifel genommen. In einem Berliner Blatt sah ich Stcrnickels Bild und erkannte — ichchätte ihn unter Zchn- tausenden hcrausgefunden — meinen Wanderburschen von vorgestern. Zwischen Guben, Amt Sorge und .Krossen, spielte der Fernsprecher hin und her: Wo ist Sternickel? Zwei Wanderburschen wurden in ^krossen verhaftet — einen Posttag zu spät. Es ist kaum erklärlich, wie der Massenmörder, der sich gar feine Muhe gab, sich unkenntlich zu machen, der überall ruhig mit seinem Sack auf dem Rücken einkehrte und Arbeit suchte, seinen Verfolgern immer einen Tag vorauf sein konnte." Die Untersuchung gegen Sternickel ist jetzt auf ein neues Verbrechen ausgedehnt worden. In der Nacht frirm 9. Januar 1910 wurde in Wcidern, in der Nähe von Koblenz, ein Mann namens Schmitt erdrosselt. Sternickel sott sich zu damaliger Zeit in der Nähe des Tatortes aufgehalten haben. Infolgedessen sind nun die Akten über diesen Fall an das Landgericht in Frankfurt a. O. eingesandt worden. — DieVereinigungfür staatsbürg erliche Br l- bung und Erziehung hält Anfang März in Berlin die „Erste deutsche Konferenz für staatsbürgerliche Bildung und Erziehung" ab: — Bon den neuesten Einrichtungen der Vereinigung seien hervorgehoben: die literarische Auskunftsstelle und die Vortragsvermittclungsstelle, die beide । in wachsendem Maße benutzt roerbeit. — Auch die jüngsten Veröffentlichungen: Dr. Rühlmann „Der staatsbürgerliche Unterricht in Frankreich" und Rektor Hauptmann „Unser Heimatland 'Elsaß-Lotbringen" verdienen die Beachtung aller Fachkreise. — Berichte über ihre Ziele und Arbeiten sind von der Geschäftsstelle, Charlottenbnrg, Giesebrechtsttaße 19 kostenlos zu beziehen. * Ms ich, in jüngeren Jahren, meine Stellung in einer kleinen Stadt ausgeben wollte, suchte mich mein Prinzipal mit verschiedenen schönen Mssichten zum Bleiben zu verleiten. Unter anderem meinte er auch: „Heiraten Sie eine reiche Bauerntochter, und Sie, mit Ihrer großen Schnauze, sind doch schnell im Gemeinderat drin." (fügend".) * Auch ein Maßstab. ,^Jst Mitz Miller wirllich das, ivas man eine Sängerin ersten Ranges nennt?" „Ich weiß nicht." „Aber ich denke. Sie haben sie gehört?" „Ja, das schon, aber ich hab' gar nicht daran gedacht, Tom zu.fragen, wie hoch die Kasseupreise waren." * Der Wachtmeister X. läßt in meiner Gegenwart eine Abteilung reiten. „Niemann, nimm die Schenkel mehr zurück." Nach einer Weile: „Niemann, nehmen Sie die Unterschenkel mehr zurück." 'Nach kurzer Zeit: „Herr Niemann, Sie sotten die Unterschenkel mehr zurücknehmen." Endlich: „Paß uff, bet nächste Mal sage ick Exzellenz, und dann — kommt 'ne Hand voll Reitbahndreck!" ______________ In den letzten Jahren ist ein Problem der chemischen Technik der Lösung entgegcngercift, das in feinen Wirkungen für das Wirtschaftsleben aller Kulturstaaten dauernd die wohltätigsten Folgen zeitigen nrirb.' Es ist das die technische Nutzbarmachung des in der atmosphärischen Luft enthaltenen Stickstoffs, insbesondere für die Zwecke der Landwirtschaft. Infolge der ftänbig wachsenden Bevölkerungszunahme muß die Landwirtschaft für1 eine steigende Produktionsfähigkeit des Kulturbodens Sorge tragen, wozu ihr die Möglichkeit an die Hand gegeben wird, durch eine sachgemäße Verwendung der künstlichen Düngemittel, von welchen der Stickstoffdünger als der wich- tigest anzusprechen ist. Der Stickstoffbedarf der Landwirtschaft wird zurzeit zu 40 Prvz. von dem schwefelsaurem Ammoniak gedeckt, welches man als Nebenprodukt in den Gasanstalten und Kokereien gewimtt, während die rcstierenden 60 Proz. des Weltbedarfs in Form Don Chilesalpeter von den regenlosen Küstenstrichen Chiles und Perus geliefert werden. Es muß nun mit der Tatsache gerechnet werden, daß diese letzteren Lagerstätten in absehbarer Zeit ihrer Erschöpfung entgegengeben, und da die Gasanstalten und Kokereien unmöglich in der Lage sind, diesen Aus- full an Stickstoffdünger dauernd durch gesteigerte Produktion zu ersetzen, andere Stickstoffquellen aber nicht vorhanden find, so könnte unser ganzes Ernährungswesen in näherer oder fernerer Zukunft nt Frage gestellt sein, wenn es nicht der chemischen Technik gelingen würde, rechtzeitig für Ersatz zu sorgen. Bekanntlich besteht das den Erdball umgebende Luftmeer zu etwa ein Fünftel aus Sauerstoff und vier Fünftel aus Stickstoff. In dieser elementaren Form ist aber der Stickstoff für,die Knltur- pflanzen im Lroßen nutzlos, weil sie ihn nicht aufzunehmen vermögen: denn die Pflanzen verlangen die Stickstosfnahrung in 5orm von bodenlöslickicn salpetersauren Salzen oder Ammoniak- öerbinbimgen. Die Verwandlung des attnosphänschen Stickstoffs in solcl>e für die Landwirtschaft brauchbaren Düngemittel ist nun das Ziel langjähriger kostspieliger Versuche gewesen, die in jüngster Zeit endgültig zu wirtschaftlich praktischen Erfolgen geführt haben, so daß damit die Lösung des für die gesamte Weltwirtfchaft ,0 außerordentlich wichtigen Problems der Stickstoffverforgung für die Zukunft gesichert ist. , Man kann drei verschiedene Verfahren unter,Serien, nach denen heute die ^technische Bindung des Luststickstoffs im industriellen Großbetriebe erfolgt. Bei dem ersten »erfahren wird vermittels des elettnfchen Lichtbogens der Stickstoff der Luft mit Hilfe des ihm.beigemischten Sauerstoffs zu Stickoxydqasen verbrannt, die sich in Wasser zu Salpetersäurc lösen: durch Absättigen der Salpetersäure mit Kalk, Eindampfen der Lösung und Zerkleinern der erstarrten Masse wird der direkt als Düngemittel verwendbare „Kalksalveter" gewonnen, der den Chilesalpeter vollkommen zu ersetzen vermag. Das zweite Verfahren benutzt als Ausgangsmatenal das ht großen Mengen auch zur Azetylengasbereitung gebrauchte fcaliuauturbib. Ein kontinuierlicher Luftstrom wird zunächst zur Entfernung des Sauerstoffs durch glühende Kupferspiralen und bann über stark erhitztes Kalziumkarbid oder em Gemisch von Kalznimkarbid mit Chlorkalium geleitet; die Ergebnisse sind „Kalkstickstoff" resp. „Sttckswffkalk", welche ohne wetteres zur Düngung Verwendung finden können, nieist aber zur Fabrikation von schlvefelsaurem Ammoniak dienen, indem man ihren gefamten Stickstofsgehalt durch Behandlung mit Wassserdampf initer Holzem Druck in Form von Ammoniak abspaltet und dieses durch Absättigen mit Schwefelsäure in das dem Landwirt wohlverttaute nicht daran glauben. „Tie Zuversicht des Oberkommandierenden war durch Nichts zu erschüttern," so notierte sich Jarras, „und er antwortete in meiner Gegenwart anderen Abgesandten des Korpskommandanten in Ausdrücken, die keinen Zweifel in dieser .Hinsicht lassen können: seine Zuversicht war so groß, daß er es lange Zeit als unnötig ansah, sich auf das Schlachtfeld zu begebem" Obwohl, er auf eine Umgehungsbewegung des Feindes gefaßt sein mußte, traf er keine Maßnahmen dagegen und ließ 15 Kavallerieregimenter, 24 Feldartilleriebatterien und die ganze kaiserliche Garde während der Dauer der Schlacht nutzlos dastehen. Die Jarras erteilten Befehle änderte er teils wieder um, teils zog 'n sie ganz zurück. Die Schlacht hatte unterdessen begonnen; während sich seine Llrmec auf dem Platz niederhauen ließ, um ihre Stellungen zu behaupten, kümmerte er sich um die kriegerischen Vorgänge kaum, erschien trotz der wiederholten Bitten Canroderts nicht auf dem Schlachtfeldc, wo er ein richtiges Bild der Lage hätte bekommen und seine Reserven zweckentsprechend ausnützen können. „Den Rückzug anzuordnen, ohne vom Feinde dazu gezwungen zu sein, das wär sein Gedanke", hat er selbst erklärt; mußte er dies durch die Feinde gezwungen tun, so meinte er: „Das ist schließlich kein Unglück." Freitag war Milglieder -ainstag vor ^1«. * Ä WS 11 r rA ter dieAE l^nlL1^ 6 ein 5 -W Höchste Temperatur am 1. bis 2. Niedrigste „ „ 1. »2. Niederschlag: 4,2 mm. ■ä . 3 । von Mk. 1.35 an per Meter, in allen 11 •• AIIT Vnifln Farben. Franko und nchon ver- Sal zoI,t intz Haus geliefert. Reiche UU I VVBmU Musterauswahl umgehend. (D7/ie G* Hennebergf Hofl. I. M. d. deutschen Kaiserin, Zürich« AMAa! aIoW^A/IA, ■ zweite «ft diesei trood) durch da- m wird, spiest an wi Nenn Tempel Ballettkorps nötig! meb nach der Ml e trugen dank bttl Gepräge der Echt, c Mäc-Leonhach n Tänze gewährter r Wohl selten eir Tanzkunst. $uü mische Tänzcrinna tt, von denen mar Art auch manche? De Dunen bklicht in violett und r entworfen hatr, die zunächst rot konnte in ein« gleit chres lassen. • us dem Land ", isprüche unehelich ! zur Kerwiräichri | zur Turchfühll, j nixvz und Änd to.rfflf I M ihnen ch c I n wird »hl mt I daß Äc LterM I irötzer ist als ti »ringt. El- ist dk- r Zeit finieRcnte .benmg der f die Hess erstek sei am meisten y n größeren StäNr schasten eingerichir » LäuglingvsäuSs: enonmen unb ti« nmdschast auch y Zunächst hat he ■'nir den LandA ereits über 20 r kurzen Zeit lesen, daß aus D notwendig ist. die Zahl der P ,riliietnnen W' Stobt. I 1 1 Februar -- -4- 7,8° 0« , = + 2,9 °C. Höhere Bürgerschule Nidda. Die Aufnahme und Aufnahmeprüfung neu eintretender Schüler findet Montag, den 31. März 1913, vormittags von 9—12 Uhr, auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten statt. In die Sexta können Schüler (Knaben und Mädchen) cintreten, die eine Volksschule drei Jahre mit Erfolg besucht haben. Die Anstalt befolgt den amtlichen Realschnl- 2ehrplatt mit wahlfreiem Lateinunterricht und berechtigt die Schüler zum Uebertritt in die entsprechenden Klassen des Gyninasiums, Realgymnasiums und der (Ober) Realschule. Das Schulgeld beträgt für Sexta 48 Mk., für Quinta 60 Mk., für Quarta 72 Mk., für Unter- und Ober-Tertzg je 84 Mk. — Der Zuschlag für Lateinschüler beträgt 50 Mk. — Jede weitere Auskunft wird gerne erteilt. Anmeldungen für das neue Schuljahr werden jetzt schon mündlich oder schriftlich entgegen- geuommen. Vorzulegen fihb dabei Geburtsschein, Impfschein und letztes Schulzeugnis. Der Großherzogliche Rektor. ____________Oberlehrer Kühner.____________ Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister wurde eingetragen: aj am 30. Januar 1913 bezüglich der Zigarren-Genossenschaftsfabrik e. G. m. b. H- in Gießen: An Stelle des aus dem Vorstand ausgeschiedenen Georg Schupp II. wurde Johannes Diehl von Gießen zum Kontrolleur gewählt. — b) am 31. Januar 1913 bezüglich des Spar- und Kreditvereins e. G. m. u. H. in Steinbach: An Stelle des aus dem Vorstand ausgeschiedenen Jakob Haas III. wurde der Landwirt Balthasar Münch in Steinbach gewählt. B8/, Gießen, den 1. Februar 1913. Großherzogliches Amtsgericht. Holzverfteigerung. Freitag, den 7. Februar l. I., nachmittags 1 Ubr, werden in der Langohr schen Wirtschaft am Bahnho' zu Nieder-Ohmen-versteigert: Rutzbolz aus den TuittÜtcn Alter Zwilling 1 und 2, Junger Zwilling 4. 6 und 7, Hirzkoof, Dornträtzer, Hossirau ch 1 und 2, Haag 1, Lderer Haagkovs, Vorderster Möotel 1, 2 und 3, Kröbges 1 und 2, Mühlberg L 4 u. 5, Mittelster Kops 2: Stämme, Eiche: 2 Stück 2. KI. — 3,58 Im., 5 St. 3. SIL = 4,91 Im., 12 St. 4. SIL = 7,42 Fm.. 5 St. 5. SIL =2,33 Fin., 21 St 6. .QL - 5,29 Fm. Bucken: 6 St. 3. Kl. ---- 6,21 Jin., 6 St. 4. StL = 3,75 Im. Kiefern: 1 St. 2. Kl. = 1,60 Im., 4 St. 3. Kl. = 1,93 Im., 10 SL 4. KL = 4,78 Im., 3 St. 5. StL 0,94 Im. Fickten: 3 St. 3. KL - 1,51 Im., 18 St. 4. Kl. = 15,85 ,Vm., 23 Stück 5. a KL = 1438 Im., 179 St. 5.b SIL = 47,42 Im. Derbstangen, Eichen: 2 St. 1. SIL = 0,07 Im., Eicken: 2 >st. 1. Kl. = 0,09 ßin. Fickten: 85 St. 1. KL = 7,67 Arn. 17 St. 2. Kl. = 0,76 Fin. Nntrickcitcr, Eicke: 28,:> Rm. Für Interessenten steht ein Führer zum Vorzeigcn des Nutzholzes am Verstetgerungotag, norm. 9 Uhr, am Bahnhof Nieder-Chmen bereit. Nähere Auskunft erteilt Großh. Forstwart Birkenstock, ^ber-Grubenbach, Post NiederObmen. Grünberg (Hessen), den 30. Januar 1913. Großh. Cbctfön'tcrci Nicdcr-Qbmcu. _________________________I. B.: Keil.__B3/, Holzversteigerung in der fürstliche» Lberförsterei Lich. Montag, den 10. Februar, vormittags 9'/. Ubr, im Distrikt Ricdwald: Scheiter, Rm.: 115 Bucken, 8 Eichen (runb); .Knüppel, Rm.: 127 Buchen, 45 Eicken, 6 Fichten: Stöcke, Rm.: 28 Buchen, 26 Eichen, 2 Fichten: Reisholz- Wellen: 4530 Bucken wobei 2300 Forstwellen), 1800 Eicken «dabei 1100 Forstwellen), 400 Nadelholz. — 28 Fickten Baubolz --= 8,79 Fstm.: 1340 Fickten Terbitangcn = 68,15 Fstm. ldabei ganz sckönes Sparrenbolz): 650 Fichten-RciSstangeu = 6,63 Fstm.: 35 Ficktcn-isckrckt Hausen = 280 Rm. Die Zusammenkunft ist aus der sogenannten alten Laubacker Straße, iuo sie vom Fußpfad von Lich nach Harbach gekreuzt wird. Dienstag, den 11. Februar, vormittags 9*/2 Uhr, in den Distrikten Graudorn und Konzebiibl. Scheiter, Rm.: 109 Buchen, 2 Eicken (runb), 2 Nadel (runb). Knüppel, Rm.: 328 Bucken, 117 Eicken, 12 Nabel. Stöcke, Rm.: 80 Bucken, 12 Eicken, 3 Nabel. Neisholz - Wellen. 5250 Buchen, 700 Eichen. — 1 Eicken - Scknittstamm = 2,75 Fstm. (82 cm Durchmesser, am Damm des großen Teichs). 1 Buche, Schnittbolz = 1,45 Fstm. (48 cm Durchniesser, im Konzebühl). 20 Eichen Gartcnpsostcn (2,2 und 2,4 Meter lang). 26 Eichen- nnd Hainbuchen Terbstangen zu Deichseln, Langwieden usw. Die Znsanimenknnft ist aus dem Fußpfad Lich—Albach an der Försterswiese. BV» Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Mitteldeutschen Kreditbank Frankfurt am Main, Filiale Gießen, eingetragen: Kommerzienrat Anton Gustav Wittekind in Berlin ist aus dem Vorstand ausgeschiedeu und an dessen Stelle der Bankdirektor Dr. August Weber in Löbau in Sachsen zum Vorstandsmitglied bestellt worden. Den Beamten der Bank Heinrich Krahmer in Berlin und Max Dekkert in Berlin-Lichterfelde ist Gesamtprokura erteilt, dergestalt, daß ein jeder derselben in Gemeinschaft mit einem Vorstandsmitglied oder stellvertretenden Vorstandsmitglied zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt ist. B8/, Gießen, den 30. Januar 1913. Großherzogliches Amtsgericht. Die am 1. d. Mts. im Gießener Anzeiger ausgeschriebene Holzversteigerung findet nicht am Donnerstag, sondern am Dienstag, den 4. Februar, statt. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg. Hirz.834 Holzversteigerungen der Gräflichen Lbcrförsterci Laubach. I. Montag, den 10. Februar, nach Zuiammcnkunit 10'/, Uhr, auf der Eselsbrücke bei Lauback. 1. Aus EfelSkopf: Bucke, Rm.: 376 Scheiter 1. und 2. StL, 31 Prügel 1. u. 2. Kl., 56 Stöcke, 42 Reiferprllgel. 2. Forst - wieic, Wcingärtncrs Kopf: Buche, Rm.: 20 Scheiter 2. Kl., 4 Prügel 2. StL, 129 Stöcke. 3. Wieherru: Buche, Rm.: 1,4 Scheit 2. Kl., 39 Stöcke. 4. Hcinzcbcrg: Buche, Rm.: 199 Scheiter 1. und 2. StL, 463 Prügel 1. u. 2. Kl., 86 Stöcke, 91 Reiferprügel, 12 Nabel- u. Weichholzfcheiter, 20 Nabelprügel, 54 Nabelftöcke. 5. Liefewäldckeu: Buche, Rm.: 0,7 Sckeit 2. StL, 0,6 Prügel 2. StL, 2,7 Nabelprügcl, 13 Nabelftöcke, Lesholz uub Kohlreifer stäckenweiie. Das Holz unter Nr. 2, 3 uub 5 wirb unvorgezeigt im Heinzeberg beim Feuer ausgebotcn. II. DienStag, den 11. Februar, nach Zusammen knnft 10*/? Uhr, auf den Hirickröter Wielen. 1. AnS Lenzesberg: Buche, Rm.:5i>0Scheiter, 298Prügel, 92Stöcke, 448 Zopfrcifer. 2. Glasbau: Buche, Rm.: 150 Scheiter, 50 Prügel, 20 Stöcke, 30 Reiferprügel. 3. Hirfchrot- LenzeSbcrg: Bucke,Rm.: 64Prügel (tlS.abftdg.),60Stamm- reifer tabübg.), 130 Zopfreifer. 1. Hubberg: Bucke, Rm.: 223 Sckciter, 300 Stammprügel, 40 Stöcke, 390 Zopfreifer, 3 Nobelfckeit, 146 Eichen, 2tabel-Weichholzprügel Nls. ab stbg.l, 22 Nabelftöcke und 46 Erlenftammreiser. Lesholz ii. Sioblreiicr stäckenweiie. Das Holz unter 3 u. 4 wirb unvorgezeigt tut Glashan beim Feuer ausgeboten. Im Rev. Tiergarten finbet luiebcruui mit eine größere Ber- fteigerung Anfang März statt._______________________[B3;a Holzverfteigerung Mittwoch, den 5. Februar, vormittags um 10 Uhr ansangend, kommt in den Ober-Bessinqer Gemeinde Waldungen folgendes Holz zur Versteigerung. Eichen Stämme 3. Kl. 2 Stck. mit 1,78 Fm., 4 Kl 4 Stck. 1,64 Fm., 5. Kl. 3 Stck. 1,70 Fm.' 6. Kl. 5 Stck. 1.23 Fm. 1 Buchen Stamm 3. Kl. 0,63 Fm. Brennholz 284,9 Rm. Buche- und 12,8 Rm. Eiche- Scheiter. Holzverfteigerung. Es luerbe» versteigert: Freitag, den 7. Februar 1913 das in ber Forstwartei Burkharbs angefallene Dürr- unb AZindfallhol^, sowie ans beu Distrikten Bilsteinshege 1 unb 3, Hillerswald 7, 11, 12, 13 unb 15 unb Steingeröll: Sck:eiter, Rm.: 624 Buche 1. StL, 50 Buche 2. Sil., 23 Fichte 2. StL, StnüVVeL Rm.: 352 Buche (hierunter 200 Rm. Stamm-Knüppel», 19 Hainbuche, 13 Eicke, 1 Kirickbanm, 1 Aive, 50 Fickte 2. SU., 1 Kirfer. Re ier, Rm.: 754 Bucke (hierunter 562 Rm. Stammreiser», 68 Fickte (in ganzer Länge). Stöcke, Rm.: 158 Buche, 4 Fichte. Zusammenkunft vormittags 93/< Uhr am Burkhardser Schutzhaus. Das in Distr. Billsteinshege unb bas zerstreut sitzende Holz wirb nickt vorgezeigt. Holz mit blau unterstrichenen Nummern wirb nicht versteigert. Nähere Auskunft burch Großh. Förster Sauerwein zu Burkharbs (Post Gebern». Schotten, beu 20. Januar 1913. Großh. Hessische Cbcriörftcrci Schotten. __Seibel.__________________D»/2 Holzverfteigerung. Mittwoch, den 5. Februar l. Fs., soll im ;iesigen Gemeindewald Distrikt Höllerswarte und Münsterberg folgendes Holz versteigert werden: 1 Eichen-Stamm mit 0,48 Festmeter 78 Nadel-Stämme „ 22,00 „ 29 „ Derbstangen „ 2,21 ,, 116 Raummeter Nadel-Scheiter 122 „ „ Knüppel 277 „ „ Reis 34 „ „ Stöcke Der Anfang ist vormittags 10 Uhr im Distrikt Höllerswarte. Queckborn, am 1. Februar 1913. (828 Großh. Bürgermeisterei Queckborn. Holz-Submission. Nachverzeichnctes Holz aus den Waldungen der Gemeinde Daubringen soll auf dem Submissionsweg vergeben werden. 1 Buchen-Stamm 2. Klasse sind 1,39 Mn. 3 Eichen-Stämmc 4. ii n 1,40 ii 54 . 5. u. 5.a 8,77 2 Kiefern- // 3. ii II 1,18 ii 6 ii •i 4. u II 3,10 ii 14 u ii 5. II II 5,30 u 2 Fichten- ii 3. II II 2,47 13 u ii 4. II 11 13,15 312 II ii 5. II in 2 Losen. Losl von Nr.59 bis 258 sind 175Stck —48,35Fstm. Los2vonNr.259bis424sind 137 Stck.—58,07 Fstm. Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klaffen bis zum 10. Februar l. I. abends 8 Uhr bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen wo in Gegenwart der erschienenen Bieter die Eröffnung ersolgt. Der Zuschlag erfolgt ebenfalls nach Sortimenten und Klassen. 789 Daubringen, am 30. Januar 1913. Grotzherzogl. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. 139 Rm. Buche, 36 Eiche-, 5 Fichte-, 8,6 Kiefern Knüppel. 284 Rm. Buche-, 100 Rm. Eiche-Astrcisig. 20 Rm. Buchen-, 65 Fichten, 50 Kiefern-Durch- forstungs Reisig. 107 Nm. Buchen , 6 Eichen-, 83/10 Fichten-Stöcke. 32 Nm. Fichten-Nutzreisig in Schicht-Haufen. Der Anfang ist im Distrikt Hochstatt. 825 Ober Bessingen, am 31. Januar 1913. Großh. Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Kühn. Freitag, den 7. Februar, vorm. x/810 Uhr, versteigere ich im Körnbcrg bei der Ganseburg: Kiefernstümme: 3 Stück mit 0,89 Fstm.; Eichenstämme: 15 Stück mit 3,44 Fstm.; Buchenknüppel: 40 Rm.; Fichtenknüppel: 16 Rm. - Buchenwellen: 910; Fichtenwellen: 2480; Buchenstöcke : 6 Rm. 0828 Gießen, den 3. Februar 1913. Heinrich Adami. Unser gesamtes Waren-Lager unterstellen wir für die Zeit vom 27. Januar bis 8. Februar einem Saison-Ausverkauf Nur Waren guter, bewährter Qualität zu erheblich herabgesetzten Preisen C*/* 3ett-Damaste Handtücher Damen-Wäsche Hemdentuche Tischtücher Herren-Wäsche dalbieinen Servietten Kinder-Wäsche Bettuchleinen Gläsertücher Bett-Wäsche Dikees Taschentücher Unterzeuge 3ett-Kattune Schlafdecken Damenschürzen Schürzenstoffe Steppdecken Kinderschürzen Blusenstoffe Bettüberdecken Zierschürzen Große Posten Schürzen jeder Art, Servierkleider, farbige Herren-Hemden und Reste aller Artikel zu bedeutend ermässigten Preisen Rabattmarken werd, trotz der Preisermässigung für Barzahlung gewährt C. Röhr & Co. 1,70 Fm. D”/: 7'/- Uhr. 8 Stämme 3. // Kiefern-Vauholz c) Fm. 30—39 3 3 n n n ii (Los 1) d) Fichtcn-Bauholz 6 Stämme 3. Kl. 30—39 Ztm. Tm. 7 Stämme 4, 838 16 46 345 ii ii 1 6 6 7 7 16 4 27 ii u II 5a. 5b. ii u II // ii 4. 5. 6. = 5,17 ----- 3,08 = 1,12 25—29 20—24 12—19 4. 5a. '5b. 52 40—49 30-39 25—29 unter 25 51 40—48 31—39 30 158 55 „ 40—49 Ztm. „ Eichen-Bauholz Nechtsschutzstelle. Frauen «. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft inNcchtsangelegcuhcilcll im allen Rathaus Marktplatz 14 Mittwoch nach' 25—29 20—24 12—19 = 6,95 = 18,10 = 37,44 a) Eichen-Schnittholz. 1 Stamm 1. Kl. 60 Ztm. Durchm. Zuschlagsfrist 3 Tage. Londorf, den 2. Februar 1913. Großh. Bürgermeisterei Londorf. Auma nn. 25—29 20—24 12—19 Allg. Deutsch. Frauenverein Ortsgruppe Gießen. Attskttttststclle für Frauenberufe. Frauen u. Mäbchcn erhalten uncntacltlick Rat unb Auskunft für alle Berufe imattenRathauS» Rtarkivlatz 14, Dienötaa nachinittaas von 6'/i bis Klavier* Stimmen Reparieren Polieren in tadellos. Ausführung. Wilh. Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant Seltersw. 91. Fernspr.389 = 9,24 Fm. = 16,34 „ = 27,39 „ = 87,16 „ Holz-Submission. Aus den Waldungen der Gemeinde Londorf ollen im Wege schriftlichen Angebots verkauft werden: e) Fichtcn-Bauholz (Los 2). Bereits tut Nachsommer gefällt und entrindet. 1 Stamm 3. Kl. 30—39 Ztm. Dm. = 1,77 Fm, * a a In meinen, Nnktioncckauic . .vtainzerLand w w w straßc t7a,drei Minuten vom Balinbof, am neuen Theater, stndcn Sic jeden Tag von 8 Uhr früh bis 8 Uhr abends nur ante neue und befferc acbraucktc Hcrrickaits Möbel stets vorrätig. 10 Schlafzimmer mit 2- unb 3-teiltgen Svieaclfckränkcn, 10 Speisezimmer mit großen unb kleinen Büfetts, in Eiche unb Nußbaum, 6 Herrenzimmer mit 2 u. 3 teil. Bücherschränken, 10 Küchen in gestrichen unb pitch-pine. Viele einzelne Möbel. Gute lack. u. pol. Betten, Kleiber , Bücher- unb Sviegel- Sckränke, Waschkommoden, dkachtschränkc.BertikoS. Diva iiS, Umbauten, Sekretär, Eich.-n. Nuhb.-Büsetts, Schreibtische, schöne Sekretäre, Koinmoben, Auszug-Tische, Stühle, Garnituren, Matratzen, Deckbetten unb Kissen, Tevvickc, Borlagen, Ausstellsacken uiro. Ferner besonders billig: Klubsessel, Staububren, Wanduhren, Teppiche, Lüster, Zuglamven, Bilder, Oelgemälde, Bettücher. n. 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