165. Jahrgang Drittes Blatt Lr. 179 Erscheint iSgttch nrtt Ausnahme deS Sonntags. Dom hessischen Gemeindefteuergesetz. stigung. ^raMciidhtMÖfcbau iorgjnqc ciin'rtiiaqißc Material sammeln und dann im .\?crbi‘t zu einer gemeinsamen Beratung zusammenlommen über die Mittel und Wege, die dagegen einzuschlagen sind. Tdic* n bei Be raiung des Gcmcinbcsteucrgcsetzcs hat man sich in der Zweiten Kammer ans den Standxmnkt gestellt, daß man erst die Wirlungen de» OKsctze» abwarten und dann in einer Novelle die zutage getretenen S?ärten und Ungerechtigk.iten beseitigen müsse. Eine Beschleunigung dieser Vorarbeiten ist aber um so mehr geboten, als sich die 3iveiic Mammer int kommenden gerbst gelegentlich der Beratung de» Initiativ-Antrag» der 2ß Mitglieder der Ersten »ammer über die Beseitigung der Doppelbesteuerung de» landwirtschast- lichen Betriebslapitals jedenfalls auch mit den Wirkungen des Gesetzes im allgemeinen beschäftigen ivirb. Die Meiftbcgünstiqunarfkausel in den kommenden deutschen handelrverirägen. nach dem Vorbildc der Acabemi? ^rancmic mit ihren 40 Mit Gliedern umfassen sollte. Die 'Xlabcimfcnitncn rtmrcii größten teils Lchrisittellerinnen. 2o flut und sicher die Grundlagen dMer Akademie schienen, sie teilte das Schicksal aller ihrer , rinnen dennoch: mit der Revolnli in des wahres 1848 cilo|d) sie. Samstag, 2. August 1913 SototxonSbrud und x5erlaq der Br u bl'schen UnwersnätS - Buch- und Stembnickteu DL Lange, Gienen. tat „6ltfcewtr Lamllieitblätter" werden dem .Rnzeifler' viermal »oochentlich beigelegt, da« ^KtcULlatt für öea Kreis Sictze»" jweunal »öcheniilch. Die „Landwirtjchastltche» Leit- frage»" erschenien monatlich zweimal. Redaktion, tz^peditiou und Druckerei- Schul- grave 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion.e^NL. rel.-2ldr.:AnzclgerGievew Dieser Tage wurde in einer offiziösen Korrespondenz zur brennenden Frage der Meistbegünsttgung in den hinfu- ' nen deutschen Handelsverträgen Stellung genommen Man darf an nehmen, daß darin die Ansicht per Reichsregierung zum Ausdruck kommt, zumal die .Korrespondenz sichern ganzen deckt mit den Aeußerungen, die Staatssekretär xeb brück bereits in seiner vorjährigen handelspolitischen Etat» rede machte. Den maßvollen und vernünftigen Anschau ungen, die darin gegen die sowohl in Deuischland wie anderswo, besonders in Oesterreich-Ungarn, gegen die Aut rechterhaltung ter Meistbegünstigungsllausel geführte nicht immer sehr' sachverständige Agilution geltend gemacht werden, kann man im allgemeinen nur zustimmen. Wieder I olt wurde schon vom Handelsvertragsverein betont, wie schwere Bedenken gegen eine so radikale Umwälzung der (Grundlagen unserer bisherigen Handelspolitik erhoben weiden müssen. Die Meistbegünstigung hat bisher in erster Linie dazu gedient, die Nachteile der gegenseitigen Msper rungspoliiik einigermaßen zu mildern und dadurch dem internationalen Handel freiere Bahnen zu schassen, als er bei dem Abschluß von bloßen Reziprozitätsverträgen haben würde. Gewiß hat die Meistbegünstigung auch manche Schattenseiten, wie auch in der offiziösen Auslassung mit Recht betont wird, doch sind diese zum mindesten teilweise auf eine falsche, oberflächliche und schablonenhafte Anwendung diese» Prinzips zurückzuführen. Es kann mit einiger Vorsicht und Umsicht sehr wohl verhütet werden, daß in einem Handelsverträge Zugeständnisse gemacht werden, die dann zum weit überwiegenden Teile einem anderen Staate auf Grund der bloßen Meistbegünstigung zugute kommen, ohne daß dieser notwendig hätte, uns seinerseits dafür ein Entgelt zu bieten. Hier kann durch größere Spezialisierung der vertraglichen Ermäßigungen und durch eine gc- wiss'e Vorsicht gegenüber den Vertragsstaaten, mit denen wir zuerst verhandeln, viel gebessert werden. Ebenso bebnr e» ernster Erwägung — wie schon Staatssekretär Delbrück in seiner vorjährigen Etatsrede ausgeführt hat —, ob nicht gegenüber solchen Staaten, die überhaupt keine Tarifverträge, sondern nur reine Meistbegunstigungsverträge ab- schließen, von dem Prinzip der unbeoingien Mcistbcgünsti- gung von Fall zu Fall und nach Lage der Verhältnisse ab gewichen wird. Davon abgesehen wäre es aber ein recht i bedenkliche» Vorgehen, an dem bisherigen handelspolitischen System zu rütteln. Mein Staat, mit Ausnahme von England, l ist wohl in dem Grade an der Aufrechterhaltung des Meist- begünstigungssystems interessiert wie Deutschland, weil gerade 'der Absatz von Fertigfabrilaten und £uahtät»> • waren durch die mit Reziprozitätsverträgen unvermeidlich verbundene, sei es selbst nur zeitweilige Differenzierung auf ausländischen Märkten schwer leiden miipte 2tad,c( und Iol inn legt man qleicl falls Obstgirlanben, n>cld .? sich da auch wirklich lTÜbsch machen Selbstverständlich werden die Mit)d.;n und Weich sein, die Stad l und Iohannesbeeren aud» als Hutansputz ver wendet. Man staune aber nüfci, nxmn man beispielsweise ocker- gelbe ober oioletie oder gar abriablaue Mirid en siebt. Lau not least trägt inan die noch immer modernen Büschlein in den ft'nnpf’ löchern — zierlich gebunden — entweder an» lichten ober dunklen Kirschen oder auch andere Obstsorten zusammengemischt. — E i n ig es ü b e r Z ie r - u n dA i r t scho f t » k ch u r z e n. In den Sommertagen, die die Bevorzugten de» Geschickes auf dem i.'anbe -ubringen können, ergibt sich viel (Gelegenheit ’jir 'N fort igiing von allerlei Handarbeiten Wenn man nun seine freie Zeit der Er- icuguna» und Wirtschafts ober Zierschürzen widmet, kann man recht viel Erfreuliches zustande bringen, fei es, daß man iir für den eigenen (Rbrauch bcrftellt, oder ’.n Geschenken verwendet. Wie zweckmäßig lassen sich beispielsweise für Zierschürzen übrig gebliebene Seiden der Stoffreste oermenoen, it.ld e mi£ zarten Spitzen ober icrliden Stickereien Verse den, niedlich.' schürzen ergeben, die die iungen Tarnen irob aller Emanrii ationsbestre bungen so entzückend hausßr.aulid lieioeu. Auch unter den Schürzen gibt e» heut zu läge Individualitäten, und j.de Fran lann die ihrem persönlichen Geschmack entsprechende Iorm finden Man sicht da runde, -ugespitzte und herzförmige Sd ürzen mit t'aij und Taschni, Schürzen, die ganz glatt sind runogeschnittene, und Schürzen mit Bahnen Der Mull spielt b^i der Herstellung von iold.en Putz sd ürzchen, die auf bi * eleganteste Toilett. getragen werden können, eine große Rolle Bevorzugt ist getupfter Sdiveizennull, aber and) Linon, gewöhnlicher 'N ult unb b- verschiedensten Seiden werben üenrenb.t Man bringt ’d.male Volant», die cntroebei mit feinen Spitzd.n befett oder mit Seide geschlungen sind, au, bezeichnet bic Bahnen durch eine Borte und pickt in bi: einzelnen '?fbteilungen am unteren Rande ganze Blumenbuketts. Man läßt aber die Schürze auch ganz glatt und schlingt sie bloß in schönen Mustern au» Mitunter itt rechtsseitig ein kleines Täschchen angebracht Oder ober man versteckt eine große Tasche in bet iifn'f, daß man beispielsweise die Form einer herzförmig pc- l'd mttonen Schür >n kleineren Abmessungen wiederholt uni gleichsam al» Aufputz auf Di • Sdmr-.e hortet. Tiefer Meiner bemessene Teil, der den Sack bedeutet, mirbjn derselben Weise ge- id lungert unb bestickt, wie die eigentliche Schürze und erhält nur tunt Abschluß nach unten ein zierliches Schchn'chen, das mar. in. Würtcl wiederholen kann. Es ist im übrig.u der Phantasie rin grofer Spielraum gegeben, der nut Geschmack ausgenützt, sthr schöne Erzeugnisse auf die Welt bringen kann Tic Wirtschaft» schürzen haben immer den einen Zweck, ireniger zierlich als zweck mäßig zu iein. Sie müssen daher nad: dem Belieben und der Ort' der Tätigkeit ganz nach dem Ermessen und den prattiichen Erfahrungen der Hausfrau hergestellt werden. um nicht wieder aufzulcben. * — Tie Iran im Buchgewerbe und in de r Gra phik In Leipzig findet im Jahre 1914 von Mw bis Oktober eine WAtausstellung für Bud-gewerbe und Graphik »att, cm großzügiges Unternehmen, da» Darlcgcn wtro, iveldum b*n)jr« ragenden Rang Buchgewerbe und Graphil un Leben der Rationen cinnebmen. In einem eigenen Haufe, von der Berliner Archttetitn JVröulcin Emilie Winlttmaim entworfen und erbaut, soll aut dreier Weltausstellung die Tätigkeit der tfrau am ben Gebieten des 'Budwewcrbcs unb der Graphik zur Dar'te'.lung gelangen. Zur Organisation und Ausgestaltung der Sondergruppe wurde unter bem Vorsitz. Ihrer Exzellenz Fran Marie von Leyden, Berlin, und Fräulein Tr. Üätbe Windscheid, Leipzig, rin Frauenau schul', qebilbet, der den 'Tiamon „Engerer Ausiduß" führt und innen 3in in Leipng hat. Infolge einer Erkrankung sab ntb -vrauletn Tr' Wind scheid zu allseitigem, großem Bedauern genötigt, ihren Vorsitz nrcderzul.gen. Ter zweite Borsitz wurde mmmehr ,vro - -mh Wendt land-Müllcr Hartung uiu) Frau Sxlene hip (hin V.ivvg übertragen. Ti? Sonder gruppe gliedert sich in lo Abteilungen, in wcG-eir da» gesamte Fraucusdiaffen auf den (*tn?icit des Buügowerbe» und der Graphil in umvincnbcr Weite gezeigt ircrbcn toll An der Spitze einer jeoen dieser Abteilungen Neben hervorragende Iad iennennneu Nachdem Der Engere Ausichuk in Leimig Die vorb. reit enden Arbeiten zum .'ivfckluf- gerührt batte, fonnte er am '> Juni ine Gr iimfirung aller zur Mitarbeit auf- geforberteu Frauen einherusen Nahezu sämtliche Vorntzenden der einzelnen '?(btrilungtn samt ihren Stellvertreterinnen waren der Einloduirg gefolgt. In 'J£brc eien beit des Präsidenten, Herrn Tr Ludwig Botkmann. begrüßte Herr Kommerzienrat Giefecke, Mitglied de» Dirttwriums der Weltausstellung, die Versammlung. In lebbär.cr Diskussion wurden alle Fragen gemeinsamen Intp- esse» zur stlarb.it geführt und so bilden die Ergebnisse dieser Tagung die roste Grundlage für geseihtiche und harmonisch? Weiter arbeit Tic Aufgabe de» Engeren Ausschusses und der in vielen Kommissionen arbeirenben Frauen n>irb es nun sein, in weitesteii «greifen tätige und tverberrde Mitarbeiterinnen zu gewinnen, um bem tür dw Frauenwelt so bedeutsamen Unternehmen einen vollen Erfolg zu sichern. — Man trägt Obst auf den stlcidem. Eine neue Modelaune verlegt ganze Obstgirlanden als Einfassung oder Bor düre auf die Toiletten der mondainen Damen. Natürlich stammt »dieser Einfall aus der Stadl der Ausnahmerr, au» Pari», —o I trägt man zum Beispiel ein Bolerofäckdeu, auf dem Rande mit einer Girlauch- aus Kirschen ober Deichseln verziert. Namentlich - Kirschen und Deichseln werden bevorzugt. Man kann aber auch Dazu rämc bic außerordentliche klusicherheit eine- großen Teiles unserer wichtigsten Haudclsbezieliuugcrr renn sobald andere Staaten Reziprozitätsverträge abschlteßen, müßten auckr mir von neuem unterband ln, um bic baraus solgerrden Differenzierungen für ben bemscheu Export nach Möglichkeit zu beseitigen: utib dann märe es immer bic Frage, ob solche nachträglichen Berl.andlungen ebens) ylatt verlaufen würben wie imtcr bem jetzigen hanbelspolitlfchen System: denn bas Maß ber .stonzef,ionen, für das eine Rcichstagsmchrheit zu haben ist, würde dock) ziemlich bald erschöpft sein. Dann wären unsere Unterhändler scluwer in der Lage, fremden Staaten, die ihre Verträge spater ad- sch ließen als Deutschland, entsprechende „gleichwertige Zugeständnisse" zu machen. So würden wir aus den Vertrags- verhandlungen gar nicht mehr hcrauskommen, und die (W> fahr sortwäbrender Reibungen und Zollionflikte wäre un- abwer»bar (sterade diesem Uebelstand.' wird durch nichts so sehr vorgebeugt als durch die Diel geschmähte Merstbegiin- Aus SfaM itti^ Dießen, August 1913. Nichtigkeit dcü Mietvertrages, wenn die Vereinbarung über einen bestimmten Mictzino fehlt. Vir sind in der Lage, eine Rcicksgeridstsentscheidung zu ver- öffcnllidieu, die sich mit der Frage der Entsü ädigiiug für benutzte Räume beim Fehlen einer festen Vereinbarung irbor den Mietzins besaßi, uno deshalb von großer Bedeutung für alle Mtcüc ist. 3ur iSrörterung kommt and: die Frage der E n t f d n b t g u n g für bic Benutzung ber Mieträume über die Vertragsdoncr hinaus. Der Entfd o.dung liegt folgender Sadwerhalt zugrunde: «Ter Maufmann B. in Wiesbaden ichlofz nut ben Staut- mannscl leuten H. am 25. Juli 1909 zwei Vertrage, burdi welche er an bic Eheleute H. ben in feinem Hause ui Sie»haben gelegnen Laben nebst Zubehör unb bic bannt verbunderie Wolnmng vermietete, sowie ba» von ihm im Laben betnebene xrogca« aefd äft in bestimmtem Umfange veräußerte Mietverträge M bic 'Tauer ber Miete auf 10 Jahre festgeietzü worben. Bei der Festsetzung bes Mietzinses wuroe die Iahresmiete zunamu auf 1500 Mark beziffert, aber ausdrücklich hervorflchobeii da» hinsichtlich der weiteren Mictzinsfestsetzmlflen auf R_1 t»er Sonder Vertrages verwiesen werde. In dieicm -o«brr/ vertrage, der einen wichtigen Bestandteil des Mietvertrags bndcl, ist in § 1 bestimmt, daß die Miete dos ersten Jahres L>00 liT. betragen solle unb daß iic für bic Zeit nach A bla nf dieses F a h'res zwischen ben Parteien noch bcionbers zu fixieren sei. Tic Mieter sinb zur vertragsmapigen Zeit oingezogeil unb haben and) ben Mietzins für oas erste Jahr vom 1. August 1909 bis 1. August 1910. bezahlt In der Folgezeit haben fid> jedod) die Parteien über ben Mietzins uidjtciniflcn lönnen: ber Vermieter verlangt einen Mietzins von 3000 JJit. jährlich, bic Mieter bagegen wollen wegen bes icklechtcn Gc- fd äftsganges weniger als 1500 Mk zalftcn: sie haben ^erlzab hingen geleistet, am 1. Oktober 1912 aber erklärten ne, baß ne ivegen Verschlechterung bes Gesd)äflsganges überhaupt keine Miete mehr bezahlen wollen. B I nt deshalb Klage unter Bercdmung eines Mietzinses von jährlid 3000 Ml. erhoben, ^ic Beklagten mad^cn geltenb, baß bem Kläger für bic Zeit nach Ablauf bes eritcn Miktjahro», also vorn 1. August 1910 ab keinerlei Rechte zunchcn, unb baß ber zwischen den Parteien abgeschlossene Wietoertrag cr- (U’d’Ta»‘sanbgeridjt Wicsbaben hat bic Klage und Wiberklagc abgewicsen. Da» Oberlanbesgeridt Frankfurt a. M hat vollständig zu Gunsten der Beklagten erkannt, iitbcm eö den Mietvertrag nach. Ablauf be» ersten Jahres für erloschen erachtete unb bem Kläger keine Rechte auf weitere Mietsraten z» er kannte. Auf die Revision de» Klägers ist das Urteil des Oberlandes geridit» vom Reichsgericht aufgehoben worden. -ter höchste Gerichtshof hat die Beklagten verurteilt soweit das noch > nicht gescheh n für die weitere Zeit der Venutzunfl l der Micträurnc den Mietzins in Höl < von jährlid'. 1500 '.un. zu zahlen gemäß § 557 BGB „'hbl c '"«'i ’i.r Die gemietete Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Die erst am 1. April d. I. in Kraft getretene neue > f i f d) t Gemeinde st euergesetzaebu na hat in ben weingen Wochen, die seit der Ausgabe der Gcmeindc -fteuericltcl für das laufende Jahr vcrslosfcn fiud, fchon in fast allen größeren Städten des Landes unter den davon betroffenen Steuerpflichtigen einen Sturm des Unmil, len 5 hervorgerufen und eine Wirkung gezeitigt, die auch bic Urheber und Milberater an dem neuen Gesetze peinlich überraschen muß Schon vor Beratung der Vorlage in-der Zweiten Kammer nxir darauf hiugenncsen worden, daß mit ber ganzen Veranlagung zur Grund- und (Gewerbesteuer eine neue Bcchu beschritten wurde, die bedenNich werden könne, da für du Wirkung der neuen Veranlagungsbeftim- munacn keinerlei Erfahrungen Vorlagen und Wahr,cheinkich- keitsrechnungen aufgcstellt werden könnten. Man bezeichnete bas Cknuc als einen Sprung ins Dunkle und man ist sich jetzt uadi oeu ersten positiven Wirkungen auch wohl allenthalben darüber klar, daß dieser Sprung recht unglücklich war. Tie eigentliche Ursache hierfür liegt hauptsächlich in ben neuen gesetzlichen Bestimmungen über bic Bildung m r Unterlagen für die Besteuerung, den Steuer- unb. Ver- inögen»'werten Während für die staatliche Einkommensteuer, ruber der weitaus größte Teil der Steuerzahler deizutragcn hat in saß allen Gemeinden der seitherige Ausschlaqssatz beibehalten worden ist und sich brmnad) in der Höhe dieser -Steuer nicht» geänden hat, rid)tct sich die allgemeine Klage -gegen die Veranlagung zur Grundsteuer und zum Ok-iverbe- getrirb. Es hat sich vor allem eine ganz außerordentliche Verschiedenarliglcit in der Wirkung der neuen Bestimmungen hcrausgcstclli, von der am stärksten und fühlbarsten die Grulidsluds- und >>ausbcsiver betrosseu werden. Die Besteuerung ber Grundstücke und Gebäude und) dem gemeinen Wert ohne Schuldeuabzug muß an sich schon als eine ungerechtfertigte Harte betrachtet werden, di in sehr vielen Fallen der nach dem gemeinen Wert bcrcdpietc Ertrag nicht M entferntesten erreicht wird. Am meisten werden von dieser Bestimmung die Grundcigcnlümcr der Vororte betroffen, bic zu den größeren Städten cingcincindct find und nun nach dem wirklichen Wen ihrer Grundstücke zur steuer heran gezogen werden, obgleiai ihre Acckei nicht mehr. Lt* träguis bringen, als die daneben besindlichen Grundilucke der Landgemeindcii. Weiter hat eine Gärtnerei in Mainz anstatt bisher 43 Mk. jetzt 108 Mk, öine andere anstatt bisher 113 jetzt 215 Ml zu zahlen, während andere Grundstücke von :> 50 Mk auf 4.> Mk., von 10.94 Mk. auf 89.64 Mk. in der Steuer angesetzt worden sind Tic vs\ c w c r best-uerveranlagung scheint eine entlüftenbe Wirkung gehabt zu Haben, besonders bei den neineren itnD mittleren (Sktucrbetrcibciibdii. Ta gegen liegen DicHachc Klagen, besonders aus Lffenbadi, Darmstadt und verschiedeuen Heineren Orten vor, daß die Heimarbeiter Hoch zur Besteuerung Herange,zogen worden seien. Es fchciut xnub auß r Zweifel, daß häufig zu hohe Einschätzungen erfolgt find So werden aus Mainz ganz außcrordenlliche 9)rCchrbelastuugeu von (Kcwerbcberrieben bc_rid)tet: Der Jitt hader eine» mittleren Ladengeschäftes muß statt bisher al mHü 341 Mk (Gewerbesteuer zahlen, ein fleincrer i.aben- JXbcr statt is fett 'M Ml Tic Abgabe eines Apotheken .besitzerS in einem rheinhefsischen Laut orte erhöhte jid) von 1.59 auf .... selbstverstäudliä) zu betrachten, daß »erarttge stcueruchc Ungeß.euerlidsteiten fo schnell wie mog lich aus ber Welt geschasst werden müssen. Da» ilchiigste wäre wohl, wie das auch iung,l in der Tarrn stab, er Stabtoeror-duetcnversammlung angeregt worden ist, daß zunächst die Geii'cinb. v.n ireinng.selber das Fraiienakademicn. Frauenakademicn? Ja, gibt es denn eigentlich Frauenaka^ foemien9 Heute wohl raum, unb die Fälle, wo m Der (?>cgcnroart trauen Mitglieder einer Akademie sind, sind and) Ausnahmen. In dci Pcr.iangcnl)?it aber bat es, ganz abgcfebcn von Den ver schiedcncn Äkab micu des Mittelalters, aud> Fraucnckadcimm gegeben, und ein vaar Falle sind auch bekannt, roo Akademien Don Männern bic Verdienste von Frauen um Kunst ober Wiffen- fthaft bu£d An nibmc in die Akademie anerkannt haben Ucbc? iold- - Frauenakademicn und grauen al» Akademie- Mitglieder bat der gaftrcidH' italienisde Plauderer America ecav- latti i;t ucr „Minerva" allerhand interessante -ringe zuiammen getraaen. Tic einzige Frau, die in der längeren Vngangenhett Än eine Akademie ausgenommen wurde, ilt wohl die „ich it. Mltufc", ,vic man bic iranzösisd. Dichterin DeShonueres genannt -bat, unb bic Alademie, um bic cs iid) dabei hanbcli, nt die von qfrlct. Ein Ial.rhundcrt nad' ihr wurde in Fraiikrcicb nn* wirkliche Fraucnakademic gegründet, die .Loge d? la^Ea.ndeur . deren Gründerinnen die Frau von Ehmfeul unt^bic ,^e Landsmännin als die jran öiifrf-e Sappw' m bezeichnen liebte. Mit die,er Ahr demie bat c- eine etwa: eigcntömlidK Bewnndlm», denn bi? Akabemikermnen legten bi» Hauptgewicht 'UE M, bre <-cka'- hma einer guten Akademckcnnnenuniwrm, die dem bali.i.nnaf unb^Degen der Aeadsmi? Franeai'e ebenbürtig ifin folltcn. ^.as Eraebni» langer Beratungen war ?m (^etranb. bo» nnc ein. rffcrifa/ Tumlr ansfab und die Anne unbetK’ibct heb. am dem SSJ aber trugen tuest- '•{libemifcnnncn einen Tnn?, riet urban mir einer goldenen L.'rbeerkrme Darüber! Ibi-? Umterbkichk?-.t t.:r: mit Mm EE d-o 'tanencubra kam auch bas Ende ber '?Efobcmic. . . Nicht ganz brei Jahrzehnte umter entanb ni ecrankrcich wieder Hne Frauenakademie, bic „SR-ahernic leimmne bc ’vrancc. «^ahre 1843 gründeten Frauen ^-ranfretd-» tu eien Bu "ö .der eine ernsthafte Alademie werden und nur 40 unsterbliche oiaurn Sache nach der Beendigung des Mietverhältnisses nicht zurück, so kann her Vermieter für die Dauer der V o r e n 1 h a l t u n <1 als Entschädigung den vereinbarten Mietzins verlangen." lJn den E n t s ch e i d u n g s g r ü n d e n hat das Reichsgericht zu diesem Urteil folgendes ausgeführt: Tie Ausführungen des Berufungsgerichts, daß für die Zeit nachdem 1. A u g u st 1910 ein Mietverhällnis zwischen den Parteien nicht begründet worden sei, lassen keinen Rechtsirrtum erkennen. Zu den wesentlichen B e st a n d t e i l e n des Mietvertrages gehört nach § 535 BGB. die Vereinbarung über die Gebraucl>süberlassung 'während der Mietzeit und die über den Mietzins., Tie Klage ist somit auf die Bestimmung des § 557 BGB. gestützt. Diese positive Vorschrift hat den Charakter eines Entschädigungs- und Bereicherungsanspruchs: sie setzt die Vorenthaltung der Mietsache 'nach beendeter Mietzeit und Damit ein vorher bestandenes Mietverhällnis voraus. Da diese Voraussetzungen hier zntreffen, hat der § 557 BGB. auf den vorliegenden Z-all Anwendung zu finden. Nach dieser Gesetzesstelle haben die Beklagten jedenfalls für die Zeit vom 1. August 1910 bis 1. Oktober 1912, an welchem Tage sic nach ihrem Briese vom gleichen Tage noch im Besitz der Räume waren, den für das erste Mietjahr vereinbarten Mietens von 1500 Mk. für das Jahr Zu zahlen. ♦ ** Das Bcrgtnrnsest auf dem Hoh eLod § lop ' wird am Sonntag, den 31. August stattfinden. Das volkstümliche Wctturnen beginnt um 1 Uhr nachm. Folgende Hebungen werden geturnt: Freiweitsprung, Freihochsprung, Stemmen, Hanteln, Pflichtfreiübung. Das Fest vorzubereiten *I)at der Turn- und Gesangverein Schotten übernommen. *• Tollkirsche. Mit dem Monat August gelang die Tollkirsche zur Reife. Die in einem sünfzipfeligen Kelche sitzende Beere enthält eines der gefährlichsten Gifte. Werden die Beeren, die durch ihr schönes Aussehen wie schwarze Kirschen aussehen, gegessen, so erzeugt das ihnen innewohnende Gift Delirien, Tobsucht, ja sogar den Tod durch Schlagstuß. Bei Vergiftung durch diese Bseren trinke man sofort schwarzen Kaffee, Essig, Zitronensaft oder Seifenwasser. Jedenfalls ist sofort ein Arzt zu rufen. Landkreis Gießen. X Treis a. d. Lda., 1, Aug. Am 9. September ist tyiec Bürgermeisterwah l. Unser Bürgermeister, der bereits 18 Jahre im Stint ist, nimmt eine Wahl wieder an. Man spricht von einem Gegenkandidaten, der jedoch wenig Aussicht auf eine größere Stimmenzahl haben wird. Kreis Büdingen. H. Büdingen, 31. Juli. Gemeinderatssitznng nachmittags 5 Uhr ini>Rathaus. Anwesend Bürgermeister und Beigeordnete und 8 Gemeinderatsmilglieder. Als Vertreter des Fürsten Äammerdirektor Dr. Weimer. — Von dem Finanzausschuß war die nach der neuen Landgemeindeordnung nötige 'Ortssatzung über die Gehaltsverhältnisse der Gern e i n d e b e a m t e n ausgearbeitet worden. Sie wird ohne Aussprache genehmigt. — Ter von der Dberförfterei Büdingen vorgelegte W i r t s ch a s t s v l a n f ü r 1913 wird genehmigt. Hierbei fragt Gemeinderat Schäfer nach dem Ergebnis'des diesjährigen Erlöfes aus den Waldungen an. Leider ist nur ein geringer Ueberschnß in der Einnahme gegen den Voranschlag zu verzeichnen. Im Voranschlag war die Einnahme mit 47 500 Mk. eingestellt. Der Erlös betrug nur 49 300 Mk. In früheren Jahren war die Einnahme weit höher. — Zur Kanalisierung der unteren Bahnhofstraße waren von der Eisenbahnverwaltung Bedingungen aufgestellt worden, die für die Stadt unannehmbar waren. Die Aufsichtsbehörde hat im Interesse der Stadt selbst mit der Verwaltung verhandelt und auch annehmbare Bedingungen vereinbart. Sie finden jetzt die Genehmigung des Gemeinderats. — Ebenso genehmigt der Gemeinderat die Beschlüsse der Gaskom- nüssion mit Ausnahme von Pos. 3 und 6. Pos. 3 bezweckt die Erhebung des Gasgeldes durch den Gasmeister. Dies hatten in der letzten Zeit der Ratsdiener in Gemeinschaft mit dem Polizei- biencr gegen eine Vergütung von 150 Mk. besorgt. Durch andere Geschäfte der Genannten batte sich aber die Erhebung sehr verzögert, so daß oft 2-Monate im Rückstand waren. 2He Erhebung wird dem jetzigen neuangestellten Gasmeister Hummel übertragen, der aber eine Kaution von 1000 Mk. stellen soll. Auch für die sofortige Ablieferung des Geldes werden Bestimmungen getroffen. — Der Ausschuß hat eine Löschung der Straßen- lampen, mit Ausnahme der Richtlaternen, für eine halbe Stunde früher empfohlen. Der Gemeinderat stimmt hier nicht zu. Die Löschung findet wie seither um 11 Uhr abends statt. — Die Beschlüsse der Wasserkommission werden alle abgelehnt. Die Kommission empfahl die Erbauung eines Hochdruckreservoirs auf dem Pfaffenwald. Tie nötigen Pläne sollten von der Kulturinspektion Friedberg ausgearbeitet werden. Der Bürgermeister in Gemeinschaft mit Gemeinderat Schäfer, Andräe und Kammerdirektor Dr., Weimer treten für Genehmigung ein. Da- gegen spricht Gemeinderat Klein, indcin er ausführt, daß für alle Haushaltungen Wasser genug vorhanden sei, wenn nur gespart werden würde. Die ganze Agitation für einen Hochbehälter Tarne von 2—3 Hausbesitzern her, die Villen am Berg errichtet hätten. Das; dort die jetzige Wasserleitung nicht hinreiche, hätten sie schon damals gewußt und sie seien auch darauf hingewiesen worden. Zurzeit sei es unmöglich, die Steuerzahler noch mit derartigen Ausgaben zu belasten. Den Ausführungen schließen 7tch die Gemeinderäte Schön, Schulz, Tiemer, Wittekind und Hinkel an. — Der Antrag des Vereins Schutzverband gegen Eintritt Deutscher in die Fremdenlegion um einen Beitrag wird ab- gelehnk, da es Sache der Regierung sei, geeignete Maßnahmen zu treffen. Gemeinderat Schön führt aus, daß die, die in die Fremdenlegion eintreten, auch ihr Schicksal verbieten. — In diesem Jahre bat eine Ergänzungswahl des Gemeinderats stattzusinden. Es scheiden aus die Mitglieder Wittekind, Andräe, Hinkel und der inzwischen verstorbene L. Treser. Ter Gemeindc- rat setzt den Wahltag auf Samstag, 11. Oktober, von morgens 9 Uhr an ununterbrochen bis abends 6 Uhr feft Wahlvorsteher ist der Bürgermeister, Beisitzer die Gemeinderäte Klein und Schulz. Protokollführer ist Ratsschreiber Hüter. — Dem Brünner cv. Schntzverein gegen die slawische Gefahr werden als Unterstützung seiner Bestrebungen 5 Mk. bewilligt. Im September d. Js. findet in Aüdingen eine Kreisschau statt. Der Gcmeinderat be- ivilligt 100 Mk. zur Stiftung von Preisen. Außerdem übernimmt die Stadt einen Garantiefonds von 500 Mk. Kreis Friedberg. — Bad-Nauheim, 1. Aug. Bis zum 31. Juli sind 2 5 16 8 Kurgäste angekommen. Bäder mürben bis zum 31. Juli 310 643 abgegeben. Hessen-Nassau. W. Wiesbaden, 1. August. Am Elsässischen Platz wurde heute Vormittag von einer Zigeunerin ein 3bis4Jahre altes Kind namens Keller entführt. Die Polizei hat an alle benachbarten Behörden das Signalement der Zigeunerin gegeben, jedoch fehlt bis jetzt noch jede Spur. — Crumbach, 1. Aug. Crumbach ist die erste Gemeinde im südlichen Hinterlandkreis, die die Zusammenlegung der Feldmark (etwa 560 Hektar) vornimmt. Es verschwindet auch ein Stück Wald, die sog. Langhecke. Schützet unsere Anlagen! vereinrnachrlchten. — Hörnsheim, 1. Aug. Der Gesangverein „Ein» tracht" begeht im nächsten Jahre sein 40jähriges Stiftungsfest. Es ist beschlossen worden, einen Gesangs-Wettstreit damit zu verbinden. Als Festtag ist der 28. Juni bestimmt morden. Sporte ** Verein Hundesport Gießen. Auf dem schön gelegenen Schlieiplatze unterhalb der Liebigshöhe sind die. Vorbereitungen zu dem öffentlichen Preisschliefen, das in diesem Jahre wieder stattfinden soll, in vollem Gange. Die Vorschlieien werden an jedem Sonntag vormittag von 9 Uhr an abgehalten. Es ist noch nicht genügend bekannt, daß auch Nichtmitglieder ihre Hunde zu diesen Schliefen mitbringen können' deshalb wird hiermit noch- mals darauf Hingeiviesen. wandern und Reisen, väder und Sommersrischen. — Friedberg in der We11erau einst und jetzt von Ferdinand Dreher. Kleiner Führer durch die 700jährige Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Mit zahlreichen Abbildungen, einem großen neuzeitlichen Plan von Friedberg- Fauerbach und einem geschichtlichen Plan von Burg und Stadt Friedberg. Kl. 80 2 -st 63 Seiten. Druck und Verlag von C. Bindernagel. Friedberg 1913. Preis 90 Pfg. Zum erstenmal tritt uns in diesem Buch eine dem neuesten Stand der Forschung entsprechende, zusammenfassende Geschichte von Friedberg, der alten reien Reichsstadt, entgegen. Niemand war mehr berufen, diese Gabe zum 700jährigen Jubiläum der Stadt zu bieten, als der Verfasser. In jahrelanger, unermüdlicher Tätigkeit ist er vielfach mit wertvollen Beiträgen zur Stadtgeschichte in die Oeffentlichkeit getreten und konnte als Stadtarchivar gerade für diese Arbeit reiches neues Material sammeln und veriverten. Tie einheitliche, bis 1913 reichende Darstellung ist durch mannigfache kulturgeschichtliche Bilder belebt und geschickt mit interessanten Hin- iDeiicn auf gleichzeitige Ereignisse im Reich versehen. So wird ie in ihrer Abgeschlossenheit au di für Einheimische und besonders Schüler zum langerwünschten Hilfsmittel, das wechselreiche Schicksal der altehrwürdigen Stadt in seinen Hauptereignissen und ge- chichtlichen Zusammenhängen kennen zu lernen. Der reichillnstrierte zweite Teil des Buches, der eigentlickw Führer, verknüpft reizvoll die Gegenwart und Vergangenheit und gibt zuverlässige Anleitung zur ersprießlichen Betrachtung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Friedberg (Kaiserstraße, Burg, Judenbad, Liebsrauenkirche). Ein vorzügliches Register von mehr als 700 Stichworten erleichtert die Benutzung der außerordentlich fleißigen und mit warmer Liebe verfaßten Schrift beträchtlich. Wir wünschen ihr weiteste Verbreitung und gebührende Aufnahme in den Kreisen der Bürgerschaft. — Salzungen, 1. Ang. Bis heute sind 3465 Personen zur Kur hier eingetroffen. Vermischte-. * Verunglücktes Motorrad. Aus Anklam, 1. August, meldet ein Privattelegramm: Gestern abend gegen 9 Uhr fuhr ein mit zwei Fähnrichen besetztes Motorrad gegen den Kleinbahnzug der Mecklenburg-Pommerschen Schmalspurbahn. Fähnrich v. Stietencron vom Garde- Schützenbataillon, der vom Aad stürzte, erlitt erhebliche Verletzungen am Kopfe und der Fähnrich von der Marwitz vom Ulanenregiment Nr. 3 trug schwere innere Verletzun.-- gen davon. Das Rad wurde vollständig zertrümmert. Märkte. t«. Frankfurt a. M., 1. Aug. Heu- und St roh markt. Angefahren waren lö Wagen Heil. Stroh fehlte. Mau notierte Heu, neues, 2,40—2,80 Mk., alles 3,00—3,50 Mk. Stroh (Rom- langstroh) 0.00—0.00 Mk.. Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles je 50Kilo. Geschäft ruhig. Die Zufuhren waren aus Oberhesseu und aus den Kreisen Dieburg und £>aimit. E0. Wiesbaden. Vieh hoi-Marktbericht vom 1. Aua. Auftrieb: Rinder 63 (Ochsen 9, Bullen 8, Kühe 46), Kälber 94 Schale 15, Schweine 154. Vreife für 100 Psd. Geschäft mittel. Lebend- Schlacht- Ochsen. gewicht Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- All. Mk. wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 53 —58 93 — 100 Die noch nicht gezogen haben (ungejochte) . . 52—57 92—99 Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete . ....... 48—51 85—91 Bullen. Vollfleischige, jüngere 45—48 78—84 Färsen, Kühe. Vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtivertes . 53—56 95 — 100 Vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 44—47 78—81 Aeltexe ausgemästete Kühe und wenig gut ent- wickelte jüngere Kühe......... 45—48 82—87 Mäßig genährte Kühe und Färsen 37—41 67—77 Gering genährte Kühe und Färsen 30—35 60—69 Kälber. Feinste Mastkälber 66—70 Mittlere Mast- unb beste Saugkälber .... 58—63 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 52—57 Geringere Saugkälber.........48—52 Schafe. Weidemastschafe: Mastlämmer und Masthammel .... 45,50—00 00 Schweine. Vollfleischlge Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht • . . . . 62*/2«64 Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 6134-62' Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 64-o5lA Vollfleischige Schweine von!20—150 kg Lebendgewicht ....... 62-63 110-117 97-10) 87—95 81—88 94—00 80-82 79—80 80-82 78-79 Müller'sche Badeanstalt. Wasser wärme der Lahn am 2. August: 17° U. Meteorologische Beobachtungen -er Station Sieben. 3 Aug. Wetter 1913 § 23,5 17,1 14,7 39 78 83 3 0 10 1, 1. 2, 4 still 2 2,5I 911 72k ’S? 8S c HD Sonnenschein Klarer Himmel Bed. NE still NNE 749,6 750,5 751,4 8,4 11,3 10,3 4 ff Sf ÄK3 *3 E ©gj — 4-® cd.o ^1| Höchste Temperatur am 31. Juli bis 1. August = 4- 23,5'0. Niedrigste „ , 31. , , 1. , = + 10,2 • C. Niederschlag: 0,0 mm. Verantwortlich für den politischen Teil I. V.: R. Lange. Gerade im Sommer5 haben viele Kinder ein Stärkungsmittel nötig, gerade im Sommer erweist" sich ihnen Scotts Emulsion als eine Wohltat; denn nichts Besseres gibt es, als diese Zubereitung, welche ihnen alle Vorteile des Lebertrans bringt und sich in der warmen Jahreszeit ebenso gut nehmen läßt wie in der kalten. Also auch im Sommer befördert sie die Entwicklung kräftiger Muskeln und vor allem den Aufbau fester Knochen. Wer Scotts Emulsion — doch nur die echte — gebraucht, der wird auch im Sommer die besten Erfahrungen mit ihr machen. Gehalt ca.: feinster Medizinal-Lebertran 150,0, prima Glyzerin 50,0, unterphokvhorigsaurcr Kalk 4.3, unterphoSvhorrgsaurcS Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, Wasser 129/), Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt-, Mandel, und ' Gaultheriaöl je 2 Tropfen. Programm durch das Sekretariat. Beginn der Semester April u. Oktober. StädtPoiytechn.Lehranstai ÄÄXÄft Friedberg wstem undßaS-JnAeniei/Z^en SBahn-Min.von Bad-N^uheim u. una, oa.u Jneenieurwesen. 1/2 Bahn.Std ron Frankfurtw. Standesnsnts^ractzr letzten. Giehen. Aufgebote: Juli 26. August Klingelhöffer, Kaufmann, mit Katharine Marie Elisabethe Rinn, beide in Gießen. — Heinrich Ludwig Philipp Schäfer, Schlosser, mit Sara Eschmann, beide in Gießen. — 28. Karl Jakob Benjamin Georg Schönewolf, Oberlehrer in Rostock (Mecklenburg), mit Anna Luise Julie Adolph in Gießen. — Johann Heinrich Wolf, Schutzmann in Gießen, mit Maria Margareta Wasser in Angcrsbach. — 29. Friedrich Wilhelm Hofmann, Packer, mit Jettchen Grünewald, beide in Frankfurt a. M. — 30. Otto Martin Böcher, Schlosser, mit Katharine Winter, beide in Gießen. — Johann Paul Emil Hanke, Bäcker, mit Minna Auguste Reh, beide in Gießen. Eheschließungen: Juli 26. Karl Becker, Wagenführer, mit Ottilie Schwab, beide in Gießen. — 30. Heinrich Geißel, Fabrikarbeiter, mit Katharine Gengnagel, beide in Gießen. Geborene: Juli 18. Dem Wirt Hermann Wilhelm Uhl ein Sohn, Albert Georg. — 19. Dem Monteur Hugo Herbert ein Sohn, Kurt Christian Ernst. — 23. Dem Lazarett-Unterinspektor Friedrich August Weide ein Sohn, Karl Albert. — 25. Dem Spengler und Installateur Friedrich Schäfer ein Sohn. — 26. Dem Fuhrmann Karl Julius Lehmann eine Tochter, Wilhelmine. — 27. Dem Postboten Heinrich Karl Ploch ein Sohn, Ernst. — 28. Dem Lehrer Heinrich Gocrz eine Tochter, ^Maria Magdalena Friederike. — Dem Former Karl Seng ein Sohn, Karl Heinrich. Sterbe stalle: Juli 24. Elisabeth Lpncker, geb. Lonp, 66 Jahre alt, Sonnenstraße 10. — Philipp Reitz, Kassenbote i. P., 75 Jahre alt, Ed erstraße 4. — 26 Rose Gilz-ow, geb. Höck stetter, 63 Jähre alt, Licker Straße 106. — 27. Emil Gail, Privatier, 89 Jahre alt, Licker Straße 74. — Johann Georg Lemp, Taglöhner, 75 Jahre alt, Wolkeugasse 17. — Karoline Schneider, 19 Jahre alt, Ebelstraße 11 — Robert Schmalz, Student, 21 Jahre all. Bleich st raße 35. — 28. Anna Trolsbach, geb. Jost, 46 Jahre alt, Eichweg 7. — 29. Jakob Ludwig Gelhar, Kgl. Lokomotivführer i. P., 64 Jahre alt, Schillerstraße 19. — 30. Marie Susanne Schaum, geb. Nauheimer, 83 Jahre alt, Frankfurter Straße 34. 8euernv Geborene: Juli 20. Dem Steinhauer Wilhelm August Weimar ein Sohn, Wilhelm. — 27. Dem Maurer Heinrich Belloff II. ein Sohn, Karl. Bübingen. Aufgebote: Juli 25. Friedrick Karl Wilhelm Heister, Bahnarbeiter in Haingründau, mit Marie Wiederfum in Büdingen. Eheschließungen: Iuli 27. Johannes Ernst August Schulz, Schlosser, mit Anna Wörner, beide in Büdingen. — Karl Streut, Metzger in Büdingen, mit Marie Anna Katharine Holdorp zu Hansfelde. Geborene: Juli 22. Dem Schreibgehilfen Wilhelm Vielwerth ein 'Söhn, Karl Helmut. — 26. Dem Landwirt Wilhelm Wagner ein Sohn, Alfred Heinrich. — 28. Dem Landwirt Wilhelm Wittekind III. eine Tochter. Sterbe fälle: Juli 28. Katharine Kolb, 68 Jahre alt. Friedberg. Aufgebote: Juli 24. Ludwig Johann Albert WohlschleHel, Kraftwagen sührer in Freiburg, mit^Elise Pauline Würz in Friedberg. — 28. Gustav Strauß, Schuhmacher in Sprendlingen, Kreis Offenbach, mit Bettv Kares in Londorf. Geboren c: Juli 23. Dem Taglöhner Friedrich Helwig SJv Dfe'r Johaiina. — 25. Dem städt. Vollziehungsbeamten Philipp Busch eine Tochter, Frieda. Grünberg. . Geborene: Juli28. Dem Schmied Heinrich Konrad Webe-, ein Sohn, Karl. Sterbefälle: Juli 29. Karl Pfeffer, Hutmacher, 77 Jahre alt. Heuchelheim. Geborene: Juli 24. Dem Maurergesellen Wilhelm Hildebrand eine Tochter, Ernff Luise. — 27. Dem Fabrikarbeiter Pbilivv Winter II. eine Tochter, Else. Lang-Gön§. Geborene: Juli 27. Dem Maschinisten Friedrich Boller ein cotyn, Ernst. Laubach. E h eschließungen: Juli 27. Friedrich Jochem, Lehramtsaspirant in Groß-Rohrheim, mit Anna Steller in Laubach. Londorf. Aufgebote: Juli 28. Gustav Strauß, Schuhmacher in Sprendlingen, Kreis Offenbach, mit Bettv Kares in Londorf. Geboren e: Juli 15. Dem Pfarrer Adolf Bausch eine Jo^ter. — 18. Dem Postverwalter Julius Fölsing eine Tochter, Karola Wilhelmine. Sterbe fälle: Juli 21. Wilhelmine Anna Kwch, 8 Mk. alt. Erohen-Linden. Aufgebote: Juli 31. Ludwig Weller, Bahnarbeiter in Allendorf an der Lahn, mit Maria Euler in Gvoßen-Linden. Ein guter Wink ist Goldes wert, das gilt namentlich füi bte Behandlung Der Wäsche. Alle Mühe, Arbeit und Zeitocrsäum^ nis, die das Waschen mit Seife, Seifenpulver, mit dei Bürste oder auf dem Waschbrett macht, erspart das selbsttätige Waschmittel „Persil". Weißwäsche wird durch ein einmaliges etwa bis ' .stündiges Kochen schneeweiß wie auf dem Rasen gebleicht. W o l l w ä s ch e darf bekanntlich nicht gekocht werden; hier genügt einfaches Hin- und Herschwenken der Stücke in stark handwarmer Persillauge, um gründlichste Reinigung zu erzielen. Dabei sei ausdrücklich erivähnt, daß „P e r f i l" feine scharfen oder ätzenden Stoffe, _)üie Chlor usw. enthält, sondern garantiert unschädlich ist. Wer also Wert auf stets tadellose Wäsche legt, brauche zukünftig nur noch dieses wirklich hervorragende millionenfach bewährte Waschmittel! [ssg/8 o NESTLE Ällbewährte Nahrund - fürKinder und Kranke VISITf\A R TEN in ieder beliebigen Schriftart und Kartonsort4 ....... sowie mit Zirkeln aller studentischen Ver« tinigungen liefert zu mäßigen Preisen die Brühl'sehe Univ.-Drucken* UM Epezialfabrik vutzbach Jahresproduktion nach 2L4trnrft trffciTcM ''»LEB Gratis *) ' ’i fr*nko irrbalt- 8t# d. Berb t ..Die f riirv. FrxajLnniHeln, frahX»b«rbebeniJii# a. d. gebürt» hilfich Klinik die neue nut Goldmundsf. Qualität* *sCißarette mit Hohimundst.flach GEORG AJA5MATZI ArG.DRESDEN GRÖSSTE DEUTSCHE « lüaloe&üie. 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