Erstes Blatt 165. Jahrgang t - gründlich vorzubereiten. An der Spitzle der Exekutivgewalt I Beratungen mit Vertretern der österreichischen und der schweize- steht jetzt ein englischer Oberkommissar. Ein gesetzgebender > rischen Regierung festgestellt worden. Für die Anwendung des kulze neuen Rechtes in diesen Ländern wie in Deutschland selbst wurde tiieiten biben! Schmidt’® K. N. W - r i i r e auf die vertagt Weit find die ^Einsatg acken 5oPf.ail rrtn ms kleidet Qualitäten Rat von 18 Mitgliedern besteht aus sechs vom Oberkommissar ernannten und aus 12 aus einer Volkswahl hervor Rechner der Welt und werden diese Liquidation vorzuhalten wissen, sobald man von ihnen Rechenschaft verlangt. Jedeu- Der Gletzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich G'.ehencr§arnilienblätter: riveimal wöchenllätters- blaU für den UreisEieße» (TienStag und Freilag); zweimal inünatl. Land- wirtschaftliche seitsragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Giovanni Sgambati, der Altmeister italienischer Kammermusik, vollendet am 28. Mai (nicht am 17., wie vielfach irrig angegeben wurde,) sein siebzigstes Lebensjahr. Sgambati, dessen Ruf sich beute ans seine Kompositionen gründet, hat als Klaviervirtuose seine musikalische Laufbahn begonnen; schon als sechsjähriges „Wunderkinds spielte er öffentlich, und im gleichen Alter komponierte und dirigierte er ebenfalls. Seine Leistungen auf dem Klaviere in seinen jungen Jahren müssen wirklich außerordentlich geivesen sein, denn Franz Liszt, wohl der berufenste Beurteiler, sagte von ihm, „er fange da an, wo andere aufhören". Sgain- batis Eltern (der Vater war Italiener, die Mutter Engländerin) hatten ihren Sohn ursprünglich zur juristischen Lausbahn'bestimmt, aber die frtlljen Glanzleistungen des kleinen, Giovanni stießen Die Vereinheitlichung Ser Wechselrechts. Das Haager Abkommen vom 23. Juli 1912 über die Vereinheitlichung des Wechselrechts ist der Abschluß einer Mehr als vierzig Jähre hindurch verfolgten Bestrebung der .Handels- und Jndustrielreise fast aller Kulturstaaten. Mit Ausnahme Englands und der Vereinigten Staaten sind denn auch sämtliche bedeutenderen Staaten der Erde diesem Abkommen beigetreten. In seiner Ausführung legt die deutsche Regierung dem Reichstage jetzt das Abkommen über die Vereinheitlichung des Wechselrechts selbst sowie die im Zusammenhänge damit abgefaßte „Einheitliche Wechselordnung" zur Genehmigung vor. Rach Annahme dieses Abkommens wird die Regierung dem Reichstage den Entwurf zu einer neuen deutschen Wechselordnung llorlegen, der im einzelnen die durch das Abkommen erforderlich gewordenen Aenderungen enthalten wird. Rach bent Haager Abkommen verlängern künftighin Ereignisse höherer Gewalt den Lauf der Fristen; außerdem kann bei Verweigerung der Annahme sowie Unsicherheit des Annehmers der Rückgriff auf Zahlung und nicht, wie bisher bei uns, nur Sicherstellung verlangt iverbcn. Ferner sollen Wechsel in Zukunft zulässig sein, bei denen die Vorlegung zur Annahme verboten ist — was bisher in Deutschland nicht angängig war, auch deutscherseits nicht erwünscht schien ~r, auch soll in allen Vertragsstaaten dem Bezogenen, bent ein Wechsel zur Annahme vorgelegt wird, von jetzt an eine Ueberlegungsfrist gesetzlich gewährt werden. Auf Vorschlag der deutschen Delegierten ist hierbei eine Bestimmung des Inhalts ausgenommen worben, daß sich der Bezogene auf das Verlangen einer Fristgewährung nur bann berufen kann, wenn dies im Protest vermerkt ist. Das Militärproblem und die neuen Steuern in Frankrei ch. Der französische Finanzminister hat in der Kammersitzung am Dienstag einen Gesetzentwurf eingebracht, durch welchen eine progressive Steuer auf Einkommen über 10000 Franken eingeführt wird. Die Besteuerung soll über 70 Millionen jährlich einbrin- gen. Tre Steuer wird 1 Proz. auf Einkommen bis zu 50 000 Frauken* 2 Proz. auf Einkommen bis 100 000 Franken und 3 Proz. auf Einkommen über 100 000 Franken betragen. — Die Kammer nahm nach langer lebhafter Besprechung die Kredite für die Zurückbehaltung der Jahresklasse von 1910 mit 386 gegen 165i Stimmen an. — Die Kammer beschloß, die Beratung der Vorlage über die dreijährige Dienstzeit am 2. Juni zu beginnen. Die Meuterei im französischen Heere. Aus Baftia auf Korsika wird den Blättern gemeldet: Ein Soldat des 111. Infanterieregiments sang in Gesellschaft mehrerer Zivilisten auf der Straße die Internationale. Ein Offizier verlangte ihm seine Nummer Schwung des Neifrockes anmutig betont. Ihre Schwester als Herr tanzte dann ein allerliebstes Liebesspiel mit ihr. Von berückender Schönheit war der Dorfschwalbenwalzer, den Elsa Wiesenthal mit dem reizvollen Spiel ihrer schlanken Glieder und dem die Bewegungen ins größere, weitere übertragenden Schwung des hellen Gewandes vor dem tiefblauen Hintergrund ganz vorzüglich tanzte. Reizender Munterkeit voll war die von beiden Schwestern in zierlichen Mädchenkleidern dargestellte Violetta Polka. Am eindrucksvollsten und durch das Fluten der weiten weißen Gewänder nachdrücklich unterstützt erschien der Fcmst- walzer, mit dem die beiden Geschwister unter ganz außerordentlichem Beifall ihr Gastspiel beschlossen, nicht ohne daß sic sich zu zwei Wiederholungen verstehen mußten. Eingeleitet wurde der Abend durch Otto Erich Hartlebens Lore, die stark verwässerte Dramatisierung der köstlichen Geschichte vom abgerissenen Knopf, mit einem kleinen Einschlag der Geschichte: Wie der Kleine zum Teufel wurde. Unter Herrn Rottecks Regie wurde sie von den Herren Volck als Vetter, Grosser als Kleiner und Rotteck als Fred (in der Maske Hartlebens) sowie Frl. Dagnp als Lore, die nach Otto Erich nur etwas blasierter hätte sein müssen, recht wirkungsvoll dargestellt. Den Schluß des durch zahlreiche große Pausen ausgedehnten Abends bildete der heute kaum noch genießbare Schwank vom S ch w e r t d e s D a m o kl e s unter Herrn Grossers Leitung. An der guten Darstellung waren die Damen Rathnsius (Selma), Dagny (Philippine», Titte! CFritz^ ,sowie die Herren (Grosser (Kleister) und Grosser- I einen bedeutenden Ueberschnß über die Stu § gaben zeigen. I Dieser Ueberschnß, der schon immer sehr hoch war, ist in | den letzten Jahren noch beträchtlich gestiegen. In den . letzten 30 Jahren der englischen Verwaltung betrugen die Gesamteinnahmen -des Landes rund 6 Millionen Pfund Md die Gesamtausgaben nmb 4 Millionen Pfund, so daß sichän dieser Zeit ein Gesamtüberschuß von rund 2 Millio- Ausland. Deutsche Instrukteure in der Türkei. Die „Voss. Ztg." erklärt gegenüber der „Köln. Ztg." das bestimmteste, daß man betreffs der Reformen für Der Kotier und feine Gäste. Potsd am,,27. Mai. Heute vormittag 10 Uhr begann bet herrlichem Wetter die Parade über d i e Potsdamer Garnison in Gegenwart ihrer Majestäten und des Königs Paars von England. Rach der Parade war Frühstückstafel bei den Majestäten. Nach der Früh- stückstafel kehrten die Majestäten mit ihren englischen Gästen nach Berlin zurück. Die Abreise des Königspaars von England. Berlin, 27. Mai. Der König und die Königin von England nahmen heute nachmittag den Tee bei dem Kaiserpaar im königlichen Schloß. Gegen 0V2 Uhr erfolgte die Abfahrt nach dem Lehrter Bahnhof. Der Kaiser und die Kaiserin geleiteten die Gäste. Die Abreise vom Lehrter Bahnhof aus erfolgte um 5.35 Uhr nach Vlissiugen und London. Das Kaiserpaar begab sich von dem Bahnhof nach dem Neuen Palais. uchelieu, Lochsticke- ^Hedeho, Knötchen, ielim. treffen bei un- Ptzt täglich ein. Bevor Jie eine Arbeit kaufen, besichtigen Sie bitte insere große Auswahl n allen Neuheiten. [«*& Uiiiiilk diesen Plan um, er studierte in Neapel und Rom Musik, um sich dann nach Deutschland zur Vollendung seiner Studien zu begeben. Ein wichtiges Ereignis kam aber dazwischen, das diesen Plan umstieß: Sgambati wurde in Rom mit Liszt bekannt. Liszt er- iännte sogleich, welch begabten Klavierspieler und Musiker er vor sich hatte, es entspann sich eine Freundschaft zivisckwn den beiden Musikern. Liszt, der außerhalb wohnte, kam zweimal wöchentlich nach Rom, um seinem jungen Freunde Unterricht zu erteilen,jtnb es versteht sich von selbst, daß Sgambati nun in Rom blieb. Sgambati war es auch, dem Liszt die Urauffübrung der Dantesvmphonie anvertraute. Erst als Liszt Italien wieder verließ, gelangte Sgambati zusammen mit seinem verehrten Freunde und Meister (1869) nach Deutschland. In München lernte Sgambati Wagnersche Musik kennen und ein paar Jahre darauf wurde er — in Rom — mit Wagner persönlich bekannt, dem er während eines Konzertes zu Ehren des deutschen -Botschafters vorgestellt wurde. Wagner stimmte in seinem Urteil über Sgambati mit Liszt vollkommen überein, und dies Urteil galt nicht nur dem Klavierspiel, sondern in noch höherem Grade den Kompositionenl Sgambatis. Auf dem Konzertprogrammc hatten bei dem Festkonzerte nämlich ausschließlich Werke Sgambatis gestanden. Wagner war es, der seinem Verleger Schott in Mainz die Sgam- batischen Kompositionen angelegentlichst empfahl. In einem Briefe an Schott teilt er mit, wie seine Aufmerksamkeit durch Liszt auf diesen Komponisten und ausgezeichneten Klavierspieler gelenkt worden sei, daß er das Vergnügen gehabt habe, ein außerordentliches, originelles Talent persönlich kennen zu lernen, und daß er dieses Talent, das in Rom nicht an der rechten Stelle stünde, einer musikalischeren Welt empfehlen wolle. Sgambati solle, so erklärte er dies, von Wien aus beginnend, ganz Deutschland durchreisen und eigene Werke aufführen, dies werde wegen der Langweiligkeit der neuen deutschen Kammermusik zu einem großen Erfolge führen Sgambati folgte bem Rate Wagners und unternahm Konzert- reisen, die ihn nicht nur nach Deutschland, sondern auch nach London, Pans, Holland und Rußland führten. In Rußland ™ al‘c ^on ^nc?- Leistungen so begeistert, daß man ihn bat, als Nachfolger Rubinsteins den Lehrstuhl für Klaviermusik am Koniervatorium m Moskau zu übernehmen. Meili Sgambati lehnte diesen Vorschlag ab; er zog es vor, eine ähnliche Stelle ™ .'einer Heimat zu übernehmen, nämlich die als Leiter der Lecilienafabemic. Auf ein Gebiet, das Wagner dem Italiener auch empfohlen hatte, hat sich Sgambati dennoch nicht gewagt: er sollte, wie Wagner ihm eininal vorschlug, eine Oper komponieren, Zu der Costa das Libretto schreiben sollte. Er schlug das Anerbieten mit der Begründung ab, er erwarte keine höhere Befriedigung von der Musik, als auf dem Gebiete, das er pflege. Braun (Stahlfeder) beteiligt. Die Musik stellte die Regimentskapelle. * Giovanni Sgambati. (Zu seinem 70. Geburtstage.) Mittwoch, 28. Mai M3 Bezugspreis: monatlich75Pf.,viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. Neu- Anzciger Gießen. v _ wTRäJmmtt Rotationsdruckimd Verlag dervrühl'ichen Univ.-Vuch- und steiildruckerei K. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei- Schlllstratze 7. s“ni":6.6e6-“für b"n bis vormittags 9 lUjr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil': H.^Bech neu Pfund ergab, also ein Drittel sämtlicher Einnahmen. Wo sind diese Ueberschüsse hingekommen? Cypern hat nach . dem Llblömmen, auf Grund dessen England die Verwaltung übernahm, an die Türkei einen „Tribut" (richtiger gesagt eine Entschädigung für entgangene Ueberschüsse, die viel zu hoch angesetzt waren) von rund 100 000 Pfund jährlich gezahlt. Der Tribut wurde aber nicht wirklich an die Pforte geschickt, sondern für Rechnung der Türkei zur Deckung der türkischen Staatsschuld von 1855 verwendet, für !>eren Deckung seinerzeit England — natürlich gegen gewisse sofortige Vorteile — die Garantie übernommen hatte. And obwohl die Insel Jahre hindurch die schönen Ueberschüsse abwarf, erhielt sie auf dem Papier doch noch einen jährlichen Zuschuß vom englischen Parlament von über einer halben Million Mark. Die Engländer sind die besten asiatische Türkei übereingekommen ist, die Posten der militärischen Instrukteure auch in Zukunft deutschen Offizieren zu übertragen, während die Posten für die Instrukteure in der inneren Verwaltung englischen Fachleuten Vorbehalten bleiben sollen. gegangenen und auf fünf Jahre gewählten Mitgliedern. Dieser „Volksvertretung" ist man sicher. Wirtschaftlich ist trotz aller Ableugnungen von griechischer Seite neuerdings doch auch viel geschehen. Die Insel hat jetzt eine Eisenbahn, die von Famagusta über die Hauptstadt Nicosia nach Morfu geht und so die fruchtbare Ebene der Messoria ihrer ganzen Länge nach durchquert. Sie hat auch einen neuen Hasen in Famagusta, dessen Verkehrsziffern sich in stetiger Zunahme "befinden. Bei der Vorzüglichkeit der Anlage und dem Ausbau des Bahn- und Straßennetzes, das in Famagusta mündet, wird hier der Verkehr einen außerordentlichen Aufschwung nehmen. Auf der Bahnstrecke fahren jetzt, vier Züge täglich in jeder Richtung. Der Handel mit Aegypten nimmt überraschend zu. Die englische Regierung hat in den letzten Jahren zu Bewässerungszwecken primitive Staudämme errichten lassen, und die Versuche ergaben, daß die bewässerten Felder schon um die Hälfte mehr Ertrag lieferten als die unbewässerten. Auch eine Agrarbank ist auf Grund eines Uebereinkommens mit der Regierung und einer ägyptischen Landgesellschaft zustande gekommen. Die Schwammfischerci übernahm das Ackerbaudepartement in Regie. Eine wesentliche Förderung erfuhr die cyprische Landwirtschaft durch die Einführung des Systems der Raiff- eisen^Genossenschaften in einer Reihe von Dörfern. Tas Hauptprodukt Cyperns, das Johannisbrot, geht in Massen nach England, wo man es zu Spirituosen und Melasse verarbeitet. Von der Mineralienausbeute erwarten die Sachverständigen eine neue Blüte. Man sieht, England hat auf Cypern Kulturvorarbeit getrieben. Und wenn Deutschland nach Alcxandrette kommt, steht wieder einmal englischer Besitz bor der Tür, und wir ntüssen uns leider damit abfinden. Denn Tauschgeschäft ä la Helgoland käme uns dort doch zu teuer zu stehen. d, Militär u.M- tii und Kiemen (.19.- Mk.150-en)pfi^ M Mich Gretzener Stadttheater. Die Geschwister Wiesenthal. Gießen, 28. Mai 1913. Vorn Anfang aller Kunstübung, ja weit darüber hinaus roch, ist die Tanzkunst bis auf unsere Tage die sinnlichste und deshalb lebendigste Kunst gewesen, und so groß war ihre Bedeutung, daß sie nicht nur bei den alten Kulturvölkern, sondern auch in der Entwickelung des christlichen Gottesdienstes eine bedeutsame Rolle im Kult spielte. Allerdings, von der schönen beredten Tanzkunst, die einen Plato ebenso begeisterte, me die Kirchenväter und unter ihnen vor allem einen Basilius, von dem Tanz als einer lebendigen Kunst, die der Sonnenkönig h zauberischen Festen zu Prunkvollem Glanz entfaltete, von dieser schönen und edlen Kunst ging in Deutschland, Frankreich und England mit der Verbürgerlichung der Gesellschaft alle Melodie und aller Inhalt bis auf wenige Ausnahmen verloren, soweit nicht bodenständige Volkstänze in Frage kommen, bis auf wenige Ausnahmen verloren,, und starrte Pose und eine nichtssagende, lächelnde Fratze. Die Wiedergeburt des Tanzes in unseren Tagen ging mit her Vertiefung und Umgestaltung unserer Anschauungen von bmr Wesen der Kunst Hand in Hand. Damals feierte Isadora 'S unfern ihre ersten Triumphe und die kleine Japanerin Sada Baeco berauschte das alte Europa, als sie ihm zeigte, welche Ptnnrut und welche Zierlichkeit aus den fließenden Linien des Körpers entstehen können. Reben Rita Saechetto, die wir hier säwn mehrfach sehen konnten, waren es die drei Geschwister Wiesenthal, die in Deutschland den Tanz als Kunst zu einer ungewöhnlichen Vollkommenheit gebracht haben. Elsa und Bertha Wiesenthal zeigten uns nun gestern, wie sehr He den ihnen voraufgeheudeii Ruhm verdienen, und wie sich ilrc ganze Art zu tanzen aufs schönste und anmutigste kund gibt, indem sie ohne alle Zugeständnisse an die überlebte Kunst der Ballettmeister auftreten. Das wesentliche ihrer Kunst ist die Darstellung eines Erlebnisses, eines Gefühles durch Tanz, wobei sie sich weit weniger wie Rita Sacchetto, die Deutsch-Italienerin, der Mimik bedienen. Co gestalten sie die musikalischen Absichten um und schaffen Bilder von entzückender Schönheit. Dabei tanzen sie vor einer H ihren Kleidern vorsichtig abgestimmten, einfarbig auSgeschla^ «men Bühne, wodurch ihre Darbietungen außerordentlich an Aastik gewinnen. In der Krinoline kam Elsa Wiesenthal zuerst drein mtb hob sich in ihrem mattfarbigem Gewand herrlich von dm tiesgelben Hintergrund ab. Auf unsichtbaren Füßen schwebte ft kiuher uub dieses zarte .Gleiten wurde durchs den sausten es als von wesentlichem Rutzen angesehen, wenn die Einheit unter den Staaten deutscher Zunge nicht nur im Inhalt, sondern auch in der Form des Gesetzes besteht. Die bisher von der deutschen Wechselordnung gebrauchten Fremdwörter sind, soweit angängig verdeutscht worden: so ist statt Regreß, Regreßrechte „Rückgriff, Rückgriffsrechte", statt Original und Kopie „Urschrift" und „Abschrift", statt Akzept, Akzeptant „Annahme, Annehmer", statt Allonge „Anhang", statt Intervention „Ehreneintritt", statt Aval „Wechselbürgschaft" gesagt. Der deutsche Entwurf, der nach Annahme des Haager Abkommens vorgelegt weroen soll,,wird nicht nur eine wortgetreue Uebersetzung der Haager Wechselordnung, sondern auch die für sachdienlich erachteten und nach dem Abkommen zulässigen Aenderungen uub Ergänzungen enthalten. Diese neue deutsche Wechselordnung wird sodann gemäß Artikel 1, Abs. 1, Artikel 27 des Abkommens sechs Monate nach dessen Ratifizierung in Kraft treten. England und die Lisbesmfel. Cypern, .die Liebesinscl des Altertums, das Eiland der schaumgeborenen Göttin. Aphrodite, das die römischen Imperatoren den galanten ägyptischen Königinnen Arsinoe und Keopatra und noch Murad II. der Haremsbeherrscherin Baffa als Abfindung für genossenes Glück schenkten, Cypern, soll endgültig von England einverleibt worden sein. Die Tatsache ist zwar von der brittschen Regierung nock> nicht amtlich zugegeben. Mer selbst eine vorläufige Ableugnung kann dieses letzte Ergebnis des Batlunkrieges und den weiteren Gang der Weltgeschichte nicht aufhalten. Die Türkei hat Cypern natürlich nicht aus Liebe hergegeben, sondern als Gegenwert einer Geldgewährung, deren Intimitäten man ja sehr bald erfahren wird. Tie besiegte und verstümmelte Türkei muß ihre Liebesinsel auslicfern, weil England sie als starke Stellung im äußersten Osten des Mttelmeers, vielleicht aber auch als Tauschobjekt brauchen kann. Denn Deutschland verwirklicht in naher Zukunft den Abstecher seiner Bagdadbahn nach Mexandrette in nächster Nähe von Cypern. England tut, was es immer getan hat, es kommt den Diplomaten Europas durch eine fertige Tatsache zuvor. Die seit 1878 auf Cypern eingerich- ttte Verwaltung wird zur britischen Herrschaft erklärt. Man befürchtet zwar in polittschen Kreisen eine Revolution der Griechen, die auf Cypern eine vierfache Ueberlegenheit über die Mohammedaner besitzen, und unter dem Metropoliten ^egen England organisiert sind. Aber auch dafür hat man in England schon tior geborgt Als der Balkan krieg ausbrach, wurden aus dem naben Aegypten mehrere Bataillone nach der Insel gesandt. Diese werden jetzt im kritischen Augenblick wohl jeden Aufstand im Keime ersticken. Die antienglische Bewegung auf Cypeim macht den Engländern den besonderen Borwurf, daß die Ueberschüsse des Budgets für Zwecke der englischen Zentralregierung anstatt zur Besserung der beklagenswerten Zustände auf der Insel verwendet werden. Damit hat es aber folgende Bewandnis: Cypern ist eines der wenigen Länder, dessen Einnahmen "v'jv‘V iMUWlu uvu vuuu.iyb Die dem Reichstage Vvrqelegte Uebersetzung des Haager Abfalls hat England fett 1878 vieles getan, um die Annektion l kommens und der Haager Wechselordnung ist in gemeinsamen Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. .ebensiw urij ne Magen- 1116 "7 für i” 48 ie he$le i ^w'„pohle"e nsetadf nbegre^ reitet 0 " , Sä** *275 n« W- di« e.y* 1 ,J r 5' ft ri f< ab, und als der Soldat sich weigerte, ritz, er ihm das Käppi vom Kopf. Die Zivilisten ihrerseits entrissen dem Leutnant das Käppi and bewarfen d e n O s f i z i e r, der den Soldaten festgenommen hatte, mit Steinen. Dem Soldaten gelang es, zu entfliehen. Ms der Leutnant ihn verfolgte, wurde gegen diesen ein Schuß a b gefeuert, der jedoch nicht traf. Aus Stafct nnd Land. Gießen, 28. Mai 1913. ** Tageskalender für Mittwoch, 28. Mai. Konzert- verein: Reguiem'(Kroße Totenmesse) von Hektor Berlioz., Abends 7 Uhr in der Stadtkirche. * ** Vo m G roßh. Hofe. Das Großherzogspaar begab sich am Montag abend zu Besuch des Prinzen Paares Heinrich von Preußen nach Hemmelmark, um dort noch einige Tage zu verbringen. Die Rückkehr nach Darmstadt wir'6 voraussichtlich Ende der Woche erfolgen. *• Erledigte Lehrer st ellcn. Eine mit einem cvang. Lehrer zu besehende Lehrcrstelle zu Groß-Karben, eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Klein-Hausen, und eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Grebenhain. •• Abschlag des Schweinefleisches. Infolge weiteren Nachgebens der Schweinepreise sehen sich die hiesigen Sehweinemetzger veranlaßt, bei nachstehenden Artikeln einen Preisabschlag eintreten zu lassen und zwar sollen laut freiwilliger Vereinbarung kokten: Bauchlappen mit Zugabe das Pfund 76 Psg., Dörrfleisch und Speck das Pfund 100 Pfg., Schmalz, ausgelassen, das Pfund 80 Pfg., Schmalz, roh, das Pfund 76 Pfg., Wurstfett das Pfund 60 Pfennig. •• Bei dein Militär-Konzert zum Vesten des Invalidendanks spielt unsere Negimentsmusik vorwiegend patriotische und militärische Stucke, u. a. da? militärische Tongemälde „Die Völkerschlacht bei Leipzig" von R. Eilenburg. ** Die Kr iegerkameradschaft Hassia hält nächsten Samstag und Sonntag AU Hirschhorn'ihre Mitt gliederversammlung ab, zu der etwa 400 Vertreter der Kriegervereine erwartet werden. Die Hassia zählt in 980 Vereinen 70 400 Mitglieder; Verband und Verein verfügen über ein Gesamtvermögen von fast einer Million Mark. Den wichtigsten Punkt der Verhandlungen wird der A n t r a g d e s Präsidiums bilden, wonach jedes Mitglied den „Hessischen Kamerad", das Verbandsorgan, halten soll. Mehrere Bezirke und Vereine haben hierzu Unteranträge gestellt. Ein weiterer Antrag des Präsidiums befaßt sich niit der Abhaltung einer Verbandslotterie im Herbst 1913. Ein Antrag Darmstadt betrifft das Vortragswesen. Um den Hassiatag 1914 bewerben sich Butzbach, Lich und Gießen. ** D e r Verband der Detailti st envereine in Hessen hielt eine Ausschußsitzung ab, die von allen Vereinen gut besucht war. Der Vorsitzende W. K a l b- fu ß-Darmstadt gab einen Bericht über die Tätigkeit der Vcrbändsleitung seit der letzten Sitzung und erwähnte besonders, daß "die Geschäftsstelle der vereinigten Detaillisten, umfassend das Arbeitsgebiet des hessischen Detail- listen-Verbandes, des Detaillisten-Vercins Darmstadt, des Rabätt-Sparvereins Darmstadt und der Ortsgruppe Darmstadt des Textil-Detaillisten-Verb'andes (Hamburg» nunmehr ihre Tätigkeit im vollen Umsang auf-genommen habe. Es krürd dem Wunsche Ausdruck gegeßen/ daß diese neue Ein richtung berufen sein möge, zum Segen und 9?utzen des .gesamten hessischen Detaillistenstandes zu arbeiten. Eine Üebersicht über die in fast sämtlichen größeren Gemeinden Hessens eingeführte W a r e n h a u s - u n d Filialsteuer soll geschaffen werden. Da schon seit Jahren über das irrmicr mehr zunehmende Hausierunwesen und die Wanderlager geklagt wird, wird die Verbandsleitung Schritte tun, um die Klage zu prüfen und für Abstellung derselben besorgt zu sein. Bezüglich der Wanderlager — als einen bedeutenden Schaden für das ansässige (bewerbe — wird man sich der Bewegung des deutsche!: Zentralverbandes anschließen, der dieje Frage auf reichsgesetzlichem Wege geregelt sehen »rill. Einen fast noch größeren Schaden bereitet dem Detailhandel aber der sogen, heimliche Warenhandel. Er wird betrieben von vielen Privatpersonen, Damen der besseren Stände bis in die höchsten Kreise hinauf, dann vor allem von Beamten der Staatsund Kommunalbehörden, der Post, Eisenbahn, Banken usw Während dem legitimen Detailhandel ungeheure Mgaben in Horm von Steuern, Beiträgen zur sozialen Versicherung usw. auferlegt sind, ist der heimliche Warenhandel vollständig abgabefrei. Auch in dieser Frage wird das Vorgehen der großen Delaillisteti-Verbände unterstützt, die fordern, daß alte Personen, die Handel treiben, sei es mit oder ohne Gewinn, den Vorschriften der Gewerbeordnung genau so unterstellt und zur Gewerbesteuer herangezogen werden wie jeder Gewerbetreibende. Es wurde sodann Bericht erstattet über das Zugabeunwesen, das Petroleum- rnonovol und die neugegründete Detaillnmdels-Berufs- genossenschaft. Ter Verband zählt jetzt zirka 1400 Mit glieder. ** D i e Rabatt (Var bereinig nng, die dem Detail- listen-Verein angeschlossen ist, hielt gestern abend ihre .Hauptversammlung ad. Der Vorsitzende des Ausschusses, Kaufmann E. Röhr, erstattete den Geschäftsbericht. Die Bereinigung bc steht jetzt im 5. Jahre: sie hat sich immer mehr entwickelt. Die Mitgliederzahl beträgt jetzt etwa 90. .Hinzugetreten sind im letzten Jahre 6 weitere Firmen. Einige weitere Anmeldungen konnten nicht angenommen werden, da ihre Aufnahme nach der Geschäftsordnung nickt möglich und angängig war. Der Marken- nmtausch hat sich erhöht: er ist im letzten Jahre um etwa 8 Prozent gestiegen. Die Summe der eingelösten Bücher stieg mn über 10 Prozent. Im letzten Geschäftsjahre wurden für eingelöste Rabattfparbücher etwa 40 000 Mark ausbezahlt, sicher ein Beweis dafür, daß das Publikum und die der Vereinigung angeschlossenen Ostschäfte der guten Sache das richtige Verständnis entgegenbringen. Eine Aenderung der Geschäftsordnung geht dahin, das; die Marken nicht nur „auf Verlangen", sondern für die Zukunft von jebem Geschäftsinhaber ohne Aufforderung aus- gegeben tverden müssen. Etwaige Beschwerden, die deshalb ein» laufen, sind an den Ausschuß der Rabatt-Sparvereinigung zu richten. Das Publikum wird durch Beifügung eines entsprechenden Vermerks in den Rabatt Sparbüchern hieraus besonders aufmerksam gemacht. Dem Ausschuß wurde auch ferner u. a das Recket eingeräumt, in gewissen Fällen des unlauteren Wettbewerbs, den sich Mitglieder etwa zu Schulden kommen lassen sollten, die Rabattsparmarken ganz oder auf gewisse Zeit zu entziehen. Die Geschäfte der Bereinigung mürben in 10 Ausschußsitzungen, einer Mitglieber- unb einer Hauptversammlung crlcbigt. Zu ber Mitgliederversammlung waren außer den Mitgliedern alle Firmen der Kolonialwarenbranche eingeladen: in der betr. Versammlung handelte es sich um Stellungnahme zu dem Petroleummouopol. Die Vereinigung hat endlich Stellung genommen zu verschiedenen Standes- und gewerblichen Fragen: erwähnt seien hier nur die Angestellteu-Versicherung, die DetailberufSgeiwssenschaft. Gemeinde- und Gewerbesteuergesetz, Warenhaus- und Färalsteuer, Z^abo-Unwesen usw. Mit dem Mlaus des Jahres 1912 such Mann ä i <1 HauS- viele Gerichts? aal. Der Direktor der Hauptgenosienfchaft Friedberg vor der Strafkammer. F. E. Gießen, 27. Mai. Vor der Strafkammer stand heute der Strafprozeß gegen den Direktor der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft für die Provinz Oberhessen in Friedberg, die auch ein Schmerzenskind des .Hessischen landwirtschastliäM Genossenschaftswesen ist, der 35 jährige, aus Dresden gebürtige, jetzt in Düsseldorf wohnhafte Amandus Maennel, Oberleutnant d. R, zur Verhandlung. M. halle vom Jahre 1909 bis vor einigen Monaten diesen Posten inne. Es wurde ihm borge* morsen, in der Absicht, der Hauptgenossenschaft rechtswidrige Der- mögensvorteile zu verschaffen, durch mehrere selbständige Handlungen daS Vermögen anderer in betrügerischer Weise geschädigt zu haben und zwar in den Jahren 1910—1912 den Reichspost fistus durch ungenügende Frankatur von Briefsendungen um nicht zu ermittelnde Beträge, im April 1911 die Landwirtschaftliche Ein- und Verkaufsgenossenschast (Kornhaus) Hanau durch Zusatz von Wasser zu einer Probe gelieferten schwefelsauren Ammoniaks vor deren Untersuchung um 76,65 Mark, in 1911 die Saar- und Mosel-Bergwerksgesellschaft in Korlingen in Lothringen, oder den EisenbahnfisluS bei der Verrechnung der FrackS - ten für ea. 26 300 Mark gelieferte Kartoffeln um 72,50 Mark, in derselben Zeit und auf dieselbe Weise die Firma Cornelius Hehl-Worms oder den Eisenbahnfiskps um 216,79 Mark außerdem durch einen Betrugsversuch den Reichspoftfiskus um 20 Pfg. 14 Zeugen und 1 Sachverständiger waren zu hören. Der Angeklagte bestritt bei seiner .Vernehmung entschieden die ihm zur Last gelegten Handlungen und betonte, daß eine anonyme Anzeige dieses Verfahren gezeitigt habe, um ihn von dem Posten die zuerst bezogenen Rabattsparmarken von grüner Farbe ungültig genrorben: das Publikum wurde vorher rechtzeitig in den hiesigen Tagesblättern besonders aufmerksam gemacht: nachträglich wurde die Frist zur Einlösung dieser Marken, bis zum 1. Februar verlängert. Mit dem Verband der Rabattsparvereine Deutschlands hat die hiesige Vereinigung stets in regem Verkehr gestanden: der Verband gibt monatlich eine Fachzeitung heraus, die allen Mitgliedern unentgeltlich zugestellt tvird. Tie Kassenverhältnisse sind günstige. Die Kasse wurde eingehend geprüft von dem Revisor der dem Verbände angeschlossenen Revisions-Vereinigung: dieser hat sich neben der Bestätigung des Richtigbefunds über Führung der Kasse lobend ausgesprochen. Zwei von dem Ausschuß eingebrachte Anträge auf Aenderung der Geschäftsordnung wurden einstimmig angenommen. AuS dem Ausschuß hatten nach der Geschäftsordnung und bezw. Los in diesem Jahre auszuscheiden die Herren N. Jmheuser, L. Kröll, I. Maternus und L. Levi. Sie wurden wiedergewählt. •• In der Herberge zur Heimat kehrten im vergangenen Monat im ganzen 1275 Gäste (gegen 1133 im gleichen Zeiträume des Vorjahres) ein, davon waren 893 zahlende (892) und 382 Gäste, die die Herberge gegen Arbeitsleistung in Anspruch nahmen (241). — Durch den Arbeitsnachweis konnten Dort 145 offenen Stellen 141 besetzt werden, darunter 26 nach außerhalb. Es waren 93 ungelernte und landwirtschaftliche Arbeiter und 48 Handwerker. Unter letzteren mären 12 Schreiner, 3 Schmiede und Schlosser, 2 Metzger, 9 Schneider, 2 Spengler, 2 Sattler, 2 Glaser, 5 Lackierer, Maler und Anstreicher, 7 Bäcker und 4 Polsterer und Tapezierer. ** Eine Erkerscheibe zertrümmert. Ein Dienstmann fuhr in die Schaufensterscherbe des Schuhhauses L. Süß auf der Mäusburg und zertrümmerte sie vollständig. Glücklicherweise ist der D-ienstmann nicht verletzt worden. Haltungskursus für erwachsene Mädchen und fronen ab. Erfreulicherweise beteiligen sich auch Fabrikmädchen. h. Frankfurt a. M., 27. Mai. Ein junger Kreis Büdingen. h. Büdingen, 27. Mai. Negenjahre, Fröste und andauernde Mißerfolge brachten den Weinbauern seit mehreren Jahren statt der volleft Fässer nur Aerger und Verdruß. Da auf eine Besserung der Lage kaum mehr zu rechnen ist, beabsichtigt man, die Weinberge in Ob st anlagen umzuwandeln, um so sichere und ständig steigende Erträge zu erzielen. )( Büdingen, 26. Mui. In der Privatrlage des Joh. M. von Kleinstcinheim gegen die D. K. B. von Büdingen, Tochter des W. B. daselbst, wegen Beleidigung wunde die Angeklagte in eine Geldstrafe von 5 0 Mark, die im Uneinbringlichkeitsfalle mit zehn Tagen Gefängnis zu verbüßen ist, verurteilt und mit den Kosten des Verfahrens, einschließlich der notwendigen Auslagen des Privatklägers, belastet. Im Mai 1912 und um diese Zeit erhielt der Privatkläger eine Reihe von Briefen aus Büdingen, in denen der anonyme Absender den Adressaten (Privatkläger) mit Beleidigungen gröbster Art bedachte. Das Schöffengericht hat in eingehender Prüfung des Gutachtens des Gerichtschemirers Dr. Popp in Frankfurt a. M. und aller Beweisstücke die Ueberzeugung gewonnen, daß nur die Angeklagte als die Schreiberin und Absenderin der Briefe in Betracht kommen kann, unter Annahme eiltet fortgesetzten Begehung einer einzigen strafbaren Handlung. x Nidda, 26. Mai. Im vorigen Jahr wurde auf Veranlassung und Kosten der Bczirkssparlasse Nidda eilte zahnärztliche Untersuchung de r Schulkinder der zum Sparkassebezirk Nidda gehörigen Gemeinden angestellt. Aus dem Ergebnis sei folgendes mitgeteilt: Im allgemeinen wurde gesunden, dast die Zahn- und Mundverhältnisse der Kinder zwar etwas günstiger sind, wie z. B. die der Kinder der Stadt Darmstadt. In letzterer Stadt ergaben die Untersuchungen, daß nur 1,4 Proz. aller Schulkinder gesunde Zähne hatten, mit anderen Worten, daß unter 1000 Kindern rund 14 Kinder mit gesundem Gebiß gefunden wurden. Im Bezirk Nidda ist die Durchschnittszahl der gesunden Kinder 13,7 Proz., mithin haben von 1000 Kindern durchschnittlich 137 Kinder gesunde Zähne. Die Durchschnittszahl in den einzelnen Gemeinden bewegt sich zwischen 30,4 Proz. und 0 Proz. (!). Aus dem Kreis Gießen gehören folgende Gemeinden zum Bezirk: 1. Langd mit 17,6 Proz., 2. R a - bertshausen mit 30,4 Proz., 3. Rodheim mit 15,6 Proz., 4. Stein heim mit 12,4 Proz. Aus den Gesamtzahlen der 25 Gemeinden ergibt sich als Durchschnittszahl etwa 13,7 Proz. .Kinder mit gesundem Gebiß. Durchschnittlich kommen auf jedes Kind mit erkranktem Gebiß ctnxi fünf erkrankte Zähne. Interessant ist die Tatsache, daß von den ersten großen 'bleibenden Mahlzähnen nahezu die Hälfte, 41,2 Proz., bereits erkrankt sind. Und gerade diesen Zäl-nen fällt beim Vertäuen und Einspeicheln der Speisen die wichtigste Rolle zu. Von den Untersuchten hatten 2304 Kinder im ganzen 50 999 Zähne, von denen nahezu der 4. Teil erkrankt war (11 721 ar krankte Zähne — 23 Proz.). Hieraus geht hervor, daß es im Interesse der Gesundheit der Kinder dringend erwünscht wäre, wenn eine geordnete zahnärztliche Fürsorge für den Bezirk, aber auch überhaupt im ganzen Land eingerichtet würde. Zahnarzt Köhler-Darmstadt beabsichtigt in Nidda einen Vortrag zu halten, um gleichzeitig Vorschläge zu machen, wie der erschreckenden Verbreitung der Zahnkrankheiten entgegengearbeitet werden könnte. Kreis Lauterbach. ~ Lauterbach, 27. Mai. TaS 25jährige Regierung 8 j ubi läum deS Kaisers wird hier am 22. Juni durch ein Volksfest gefeiert werden. Zu diesem Zwecke fand am Freitag abend auf ergangene Einladung des Kreisrats d. Bechtold im „Johannesberg" eine Besprechung statt, zu der die Vertreter der Vereine erschienen waren. Am Festtage soll vormittags ein Festgottesdienst abgehalten werden. Die Schulen sollen ebenfalls den Tag mit einer kurzen Feier begehen. Nachmittags wird sich ein Festzug durch die Straßen der Stadt nach der Turnhalle des Turnvereins be- s Ebener 5 mit l;o S1?.,n bet So!!? di, £”« mit b Ä i Jk. 1 ct. • iS. jO Hin 12 »nj'i Ss hÄiu, bet äh X Schlitz, 27. Mai. Hier wurden 1100 Mark zur „Nationalspende für die evang. Missionen in unseren Kolonien" gesammelt. Davon haben ber Graf von Schlitz genannt von Görtz, und dessen Tochter, Gräfin Elisabeth von Schlitz, 500 Mk. bezw. 300 Mk. gespendet. Kreis Friedberg. = Butzback, 26. Mai. Jubiläumsfeier Unser Ort rüstet sich zum Empfang der Mitglieder des Ok> erhessisck. Obstbauvereins, die am Sonntag, 1. Juni, hier das 25 jährige Jubiläum deS BereinsbestehenS feiern wollen. Nicht nur alle Mitglieder deS Vereins, auch alle Freunde deS Obst- und Gartenbaues sind dazu eingeladen. Da die Stadt Butzbach alles aufbietet, um ihren Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu bieten, so wäre dem Feste ein starker Besuch zu iminfdien. Die Hauptversammlung am Vormittag beginnt um 1 41 Uhr. Das gemeinsame Mittagessen ist, trotzdem es das Festessen ist, einfach gehalten, so daß jedermann teilnehmen kann. ES wird erwartet, daß die Mitglieder ihre Frauen mitbringen, da gerade für sie es in Butzbach viel Interessantes zu. sehen gibt. Anmeldungen zum Mittagessen nimmt die Geschäftsstelle in Friedberg noch entgegen. (h> Steinfurth, 27. Mai. Eine auffallende Erscheinung deren Fortentwicklung man mit ber größten Besorgnis entgegensieht, wird in den Ro senku l turen der hiesigen Gemarkung beobachtet. Die Rosen zeigen nicht mehr daS friüöc Wachstum wie sonst, namentlich in den älteren Feldern. Untersuchungen ergaben daß infolge der reichen Kuhdunggaben ein Spaltpilz große Geländestrecken durchfeucht und dem Boden eine gewisse Rosen- Müdigkeit verlieheir hat, die immer weiter fortfd>reitet. Auf Anraten von Sackwerständigen will man nun an Stelle des Kuh- dungs käe K a l k u n g des Bodens versuchen, der bann ein Bestreuen mit Schwefelpulver folgen soll. Man hofft, hierdurch die mehr als 800 Morgen umfassenden Rosenfelder zu erneuter ErtrabSsähigkeft zu bringen und dadurch die Züchter vor wirtschaftlicher Schädigung zu bewahren. Starkenburg und Rheinhessen. w Mainz, 27. Mai. Im Stadtteil Kastel wurde heute früh der 18 Jahre alte Heizer August Griffet von der Dampfwalze erfaßt, zu Boden gedrückt und getötet. Hesscn-Naffau. O Rodheim a. d. B., 27. Mai Der Gewerbeverein zählt 45 Mitglieder, die Zeichenschule wurde im Winterhalbjahr von 25 Schülern besucht. Lehrer Cloes wurde als Vertreter zur Hauptversammlung gewählt. Q Rodheim a. d. Bieber, 27. Mai. Fräulein Herz- Biedenkopf hält einen zweiten siebenwöchigen HauS- Wl -Wh >d- LÄ-' Wt gelegen tfl krbe am fii'cnW StfcllW £rff, sei ew Ä -MI 'Ztaatsann tal wird am o. Leipzig ton Prozeß S »st, L sUcm W Lnlliche Koste Hauptl n. hau '.'ht 46 Zwer 32, Haupt' berget hohen! öiiiQ, der in • wurde. 3" mntsrichler 9 Hck. heuso Sektionen, bi, fiuigenommen Wergf/raße ifih •WO nngcwad), n ltl;/cit Sahn ''nöen E i in5ge| _'Esablao 'H an rchuldeniil ••miibe Aenr aitf Zl^ris, geq Wiebe jiigeft ^"notmuje ‘eroilligt. Ej„ s •'u q e n b b e r b ’foininen, Ter der bnuvt l!n feminines iÄei" ba> 5 , den ( ürini" 25111119 wl = Troß niinin' feier! tnidfeblerS w Lidiläum). 0 Leuse ,rifft-San Kunde geboren Romrod, M erschienen dreidenbach bf Mmengeschloss ;:i ballen. Tc Vereine. Dos ms homartei Mmmbaltm Herrin solle bi ta. - 0 Laubo mb „Eintracht tai Rmsberg Äkming. 2k Krhnhos abgch irilung der Gil ffltipirfelte sich »dl und Eint reuten Lehrer ' riiflten sich Ge Ars Gerhar rners bügel, Landkreis Gießen. — Lollar, 27. Mai. Eine öffentliche Genie inde- ratssitzung findet am Donnerstag, 29. Mai, abends 8 Uhr, im Nathause statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Gesuch des Turnvereins Lollar um Ueberlasftmg ber Festwiese. 2. Genehmigung des Wirti'chaftsplanes für 1914. 3. Die Anschaffung eines Kanalwagens. 4. Antrag von verschiedenen Orts- einwohnerü: Erbauung eines LumdastegeS an der Holz- mühle. 5. Beitritt zum Kreis-Obst- und Gartenbauverein Gießen« betreibt gegenwärtig in den Orten der Nachbarschaft ein einträgliches Schwindelgeschäft, indem er sich als Vertreter des hiesigen Archäologen Proseffor Dr. Georg Wolfs ausgibt, um in dessen Auftrag die Vorbereitungen für umfangreiche Ausgrabungen zu treffen. Der junge Mann nennt sich Ba u sch (Bausch ist der Vorarbeiter von Prof. Wolff) und erschwindelt sich bei den Besuchen, die er den verschiedensten Personen macht, nicht unerhebliche Beträge. sc. Wiesbaden, 27. Mai. Die Hälfte genügt au ch. Der Arbeiter Kraus aus Dotzheim traf an einem Dezembertag mit dem Invaliden Johann Nathgcber auf der Ortsstraße zusammen. Dresen begrüßte er mit wenig schmeichelhaften Worten, warf ihn auch, als Rathgeber sich die Schimpfworte verbat, zu Boden, so daß sich der alte Invalide nicht unerheblich verletzte. Das Schöffen- gericht hatte für die Mißhandlung und Beleidigung zwei Monate Gefängnis ausaetrwrfen, indem es berücksichtigte, daß Zeugen vor Angeklagten geschützt werden müssen — Rathgeber hatte in einem Strafprozeß gegen Kraus un- günsttg für diesen ausgesagt. Tie -Ltrafkarnmer erkannte auf einen Monat, indem sie die Hälfte der schösfengericht- lichen Strafe für genügend hielt. zu entfernen, den andere einnehmen wollten. In der Zeugenvernehmung bekundet Kau.fmcmnSlehrling v. b. H eid aus Friedberg, er habe im April 1911 cruS einer 50 Sack betragenden Lieferung von schwcselsaurem Ammoniak eine Probe genommen unb in einem Blechgesäß dem Angeklagten übergeben. Dieser hätte etwa 2/in Liter Wasser der Probe beigegeben, die fobeutn ber landwirtschaftlichen Versuchsstation Darmstadt zur Untersuchung übersandt wurde. Tie Umersuchung habe 9,09 Prozent Wasser ergeben. Die Hanauer Sendung sei allerdings feudx gewesen, aber so wässerig nicht. Der Zeuge fügte hinzu, Männel habe nach der „Taufe" sich telephonisch mit dem Kvrtthaus m Hanau verbinden lassen und dem dortigen Direktor .Tillmann erklärt, die Sendung enthalte zu viel Feuchtigkeit. Dieses Geipram sei von ihm bei ber Umschaltungsstelle belauscht worden. Direktor Tillmann vorn Kornhaus Hanau ergänzte diese Aussage, vr habe nach dem Gespräch und einem Telegrammm des Männel sich nach Friedberg begeben und gemeinsam mit Männel Prooeu des Ammoniak entnommen, die in je ein reines Glas gttulN worben seien, ohne sie zu versiegeln. Er habe die Probe nack Cassel zur Untersuchung gesandt, Männel die (einige zu demselben Zweck nach Darmstadt. Die Casseler Probe zeigte Prozent, die Darmstädter 9,09 Prozent Feuchtigkeit. Ter 5cugc war erstaunt über daS Ergebnis. Ein Rohäbruch, der um btew . . ~ , a, 1 v Zn r । Zeit im Keller des Kornhauses sich ereignet, tonne umnogluo wegen, wo nur dem .veiiplatze Vortrage der Gesangvereine Einftuß auf den Ammoniak ausgeübt haben. Um .des/, unb eines SchülerchoreS, sowie turnerische Vorfühnmgen statt- lieben Friedens willen hat Tillmann 76.65 Mk. an der Arnrnomat- finben sollen. Ter Kriegerverein wirb auf feinem bei bem lirrenmg narfigelaffen. Der Virchhalter bei ber HauvtgenosicN^ geftpMe gclcflcncn ^irültanbc ein S eh e ibensch i-b,n Uz M ücramialtcn. Für "'uftkalgche und ^anzbclusftgungen ivtrb üud[) lpenu Briefe beigelegt waren, als. GeschäftMunett ebenfalls gesorgt werden. 1 (Drucksachen) zu behandeln. Der Buck-Halter W.ilh. KockK-Frtc> üft z-j-um des deut- A Fluß-11. Seefische w [2825 empfiehlt V- •V.; hack-u.häuselpslüge gegencin- erlebigte, das heiße Der Gewerbe- enschule wurde im 4t. Lehrer Cloes nlung gewählt. i. Fräulein Herz- mvöchigen HauS- dchen unb Hiiu§- ßch auch oielt TRAUERHDTE A. Salomon & Cie. Blusen v.M.4.G5an Kleider v.M. 11.90 an Mr Bedarf bat Hack- ond Häufel-Pflüge in versch. Ausführungen zoll- und portofrei ins Haus geliefert direkt aus der Schweiz berg bestätigte diese Aussage und fügte hinzu, daß Briefe häufig Drucksachen beigelegt worden seien. Einige Zeugen bekundeten, Männel habe eines Tages erklärt, an Rechtsanwälte, Beamte und die Postdirektivn Hanau, die sehr genau die Briefe revidiere, dürften Briese als Drucksachen nicht mehr gesandt werden. Verwaltungsdirektor Dr. Boll von der Firma Hcyl-Worms fühlt sich durch die von Männel berechnete Fracht gelegentlich der Kartoffcllieferung nicht beeinträchtigt, während der Disponent der Hauptgenvsscnschaft, Däuser, meinte, Män- ncl habe auf Kosten der Firma Hehl, der Karlingerwerle unb des Eisenbahnfiskus die Kasse der Genvssenschast bereichert. Auf die falsche Vorspiegelung, die Kartoffeln seien für die Arbeiter der Werke, sei eine Frachterinäßigung von 15 Prozent gewährt wor- ben, den Käufern aber nicht gut geschrieben worden. Staatsanwalt Trümpert, der die Anklage in vollem Umfange aufrecht erhielt, beantragte 630 Mk. Geldstrafe, der Verteidiger Rechtsanwalt Justizrat Grünewald Freisprechung. Das Urteil wird am 3. Juni verbündet. Johannisthal, 26. Mai. Von schönstern Wetter begünstigt, begann gestern die Flugwoche. Besonders bemerkenswert war der Flug von Michaelis, der mit 200 Kilogramm Ballast bis 1700 Meter emporstieg. Bei den Wettflügen um den Tauerpreis erreichte die 'längste Zeit Linnetogel mit 101 Minuten. London, 27. Mai. Aus Montrose wird gemeldet, daß Leutnant Arthur oom Königlichen Fliegerkorps bei einem Fluge in der Nähe von Montrose abgestürzt und tot geblieben ist. Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 29. Mai 1913: Wolkig und schwül, bis ans Gewitterregen meist trocken. Leipzig, 27. Mai. Das Reichsgericht entschied in denn Prozeß zwischen der Deutsch-amerikanischen Petroleum-Gesellschaft und der Deutschen Petroleum-Verläufs-Gcsellschaft in vollem Umfange zu Gunsten der Verkaufs-Gesellschaft, und legte sämtliche Kosten der Pctrolcumgesell schäft auf. ' 1885 Gießen) 1 St. 40 Min., 11. Dech (Wieseck) 1 St. 40 Min., 12. Rüdiger (Germania Gießen) 1 St. 41 Min., 13. Zutt (1885 Gießen) l 2f. 41 Min. 11. Klinkler (Gr.-Buseck) 1 St. 41 Min., 15. Möller (Wetzlar) 1 St. 43 Min., 16. Rösser (Marburg) 1 St. SittgesESt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen. In Nr. 120 des „Gießener Anzeiger" erschien ein Eingesandt, nach dem ich gesagt hätte: „Die Gießener Straßenbahner müßten auch an den Tagen, wo sic dienstfrei seien, so bei Festlichkeiten, ohne besondere Vergütung Dienst tun, und diese Behauptung sei unwahr." Ich stelle daher fest, daß meine Behauptung in der Ver- sammlung richtig ist und diese Behauptung in dem Eingesandt bestätigt wird. Daß den Angestellten an späteren Tagen ein dienstfreier Tag nicht zur Verfügung gestellt werde, davon habe ich we.der gesprochen, noch solches behauptet. Es bleibt also dabei: Daß Angestellte an ihrein dienstfreien Tage ab morgens 3 Uhr Dienst tun mußten, ohne dafür besonders entschädigt zu werden. Das habe ich in der Versammlung kritisiert und halte es auch aufrecht. Georg Beckmann. * Gieß e n. In der Steinstraße wird seit einiger Zeit außerordentlich viel rnusiziert. Zuerst spielte nur ein Terzett, dann tauchte ein Grammophon und ein Gesangverein auf. Da alles bei offenem Fenster vor sich geht, kann man sich denken, daß eine geistige Arbeit dort nicht möglich ist. ümc vertäte«: X M ar b u r g, 27. Mai. Dem Repetent an der hiesigen Universität, Pfarrer Paul Behnke, wurde der Grad eines Lizentia ten der Theologie honoris causa verliehen. Sport. * Fußball. Am Sonntag spielte die erste Mannschaft des Gießener Sportvereins von 1900 in H an a u gegen die erste Mannschaft des .Hanauer F.-C. 1893 und unterlag UM Emn&et» = Gegen die drohende Trustgcfahr im deutschen Tabakge werbe sprach am Montag abend im Fürstensaal in Darmstadt der Generalsekretär des Verbandes zur Abwehr des Tabaktrustes in Deutschland, Herr Georg Lißke aus Düsseldorf. Er wies zunächst auf die von Amerika ausgehenden Stahl- und Petroleumtruste hin, die mit Hunderten von Millionen Dollars arbeiten und durch Hochhaltung der Preise die Konsumenten sowie Handel und Industrie schädigen. Von Amerika aus werde nun über England auch mit ähnlichen Mitteln der Versuch mit dem Tabak gemacht. Zur Erreichung ihres Zweckes ist 'ben Trustmännern jedes Mittel recht, nach Existenzen werde nicht gefragt. Allerdings ging aus dem Ertrag hervor, daß die Sacke für die Geldmänner auch ihre Schwierigkeiten und oft unerwartete Grenzen hat. Es wurde eine Entschließung gegen die Trustgefahr angenommen, nach- denr noch ein Vertreter der Jasmatzi-Gesellschaft versucht hatte, das Vorgehen zu rechtfertigen. In der lebhaften Aussprache wurde der Boykott der Trust firm en lebhaft befürwortet, da man die Gefahr bekämpfen müsse, ehe cs zu spät sei. X. Hanau, 27. Mai. Tie Schwierigkeiten der Firma Fabrik g e s u n d h e i t s t e ch n i s ch e r Einlagen Heinrich A in end in Ha iran, bei der sich Passivetr in Höhe von 700 090 Mk. ergeben hatten, sind nunmehr iir der Weise beseitigt worden, daß nach Beschluß einer Gläubigerversammlung die Firma in eine G. in. b. H. umgewandell wird, die größeren Gläubiger die zum Fort- bctrieb erforderlichen Gelder in Höhe von 100 000 Mk. einschießen und aus dein Reingewinn die Gläubiger nach und nach befriedigt werden. Bei einem Konkurse hätten die ungedeckten Gläubiger das Nachsehen gehabt. ZZ m o Markte. k«. Frankfurt a. M., 27. Mai. Heu- und St roh markt. Angefahren waren 15 Wagen Heu, o Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu 3,00—3,40 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 0.00— 0.00 Alk., Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft rege. Tie Zufuhren waren aus den Kreisen Friedberg, Dieburg und Hanau. Fn M M Land ist es bekannt, wer Herd und Oesen braltckt ’ie nur beim Häuser kaust, denn er hat bekannterweise die größte Anötvahl und 1818] billigsten Preise J.B.I-Sauser1 Neustadt 56 Telephon 660 Spezial-Ausstellung Rodheimer Straße 42. knapp mit 1 :0 Toren. Die Mannschaften zeigten fast gleichwertiges Spiel. Hanau zeigte das bessere Angriffsspiel, während Gießeit in der Verteidigung dem Gegner überlegen war. Vorher spielten die alten Mannschaften beider Vereine Vereinsnachrichten. — Großen-Buseck, 28. Mai. Der Gesangverein „Germania" feiert sein 5Ofähriges Jubiläum tinfolge eines Druckfehlers war mitgeteilt worben, der Verein feiere sein 25jähr Jubiläum). 0 Leusel, 26. Mai. Gestern hielt der Schwalm-An- trifft-Sängerbund seinen Bundestag hier ab. Zu dem Bunde gehören die Vereine Storndorf, Hopsgarten, Ober-Breidenbach, Romrod, Leusel, Llngenrod, Zell, Billertshausen usw., die alle erschienen waren. Bundespräsident Lehrer Jung aus Ober- Breidenbach betonte, daß sich die Vereine zu diesem Bunde zu- sammengeschlosscn hätten, um vereint das deutsche Lied in Ehren zu halten. Dann folgten die Gesangsvvrträge der verschiedenen, Vereine. Das Schlußwort sprach Vizepräsident Leister Walter aus Hopfgarten. Er wünschte, daß der Bund weiter treu zu- sammcnhalten solle zu Ehren des deutschen Liedes und jeder Verein solle das, was er heute gelernt habe, zu Hause weiter üben. — () Laubach, 27. Mai. Die Gesangvereine „Harmonie" und „Eintracht" und der Turnverein hielten ein Wald fest auf dem Ramsberg ab, unter zahlreicher Beteiligung der hiesigen Bevölkerung. Der Gesangverein „Eintracht" Hungen wurde am Bahnhof abgeholt. Dann ging es unter Vorantritt einer Abteilung der Gießener Regimentsmusik nach dem Ramsberg. Hier entwickelte sich bald ein fröhliches Festtreiben. Die Eintracht-Laubach und Eintracht-Hungen sangen unter Leitung ihres Dirigenten Lehrer Metz-Hungen, zwei gemeinschaftliche Chöre. Hieran reihten sich Gesänge der „Harmonie", unter Leitung des Reallehrers Gerhard. Die Turner zeigten unter Leitung ihres Vorturners Högel, Stabübungen, sowie Vorführungen am Reck. Vorzügliches Glas Fürstenberg Bier im Ausschank. Auch in (Kannen zu l u 2 Liter Inhalt z. Verkauf über die StrnsNc. Kannen leihweise. i hliebhstes Mell zur Regebmg des AMZWM und Verhütung von Verstopfung für Erwachsene und Kinder. Höchster Wohlgeschmack milde, sichere Wirkung, ärztlich glänzend begutachtet und empfohlen. 11 1 ■ Dose (20 Fruchtkonfltüren) Mk. 1.20. —- » ■ M Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXIN-KONFEKT. Gin junger Mann chbarschaft ein ein« r sich Vertreter orq Wolfs auSgibt, i str mnsantzreiche Mann nennt sich \ Prof. Wolff) unb t ben verschiedensten Lustschiffahrt. Fcrnflug Mailand — Rom. Rom, 27. Mai. Der Flieger Cevosco, der um 4,28 Uhr früh in Mailand aufgestiegen war, ist um 12,05 Uhr mittags in Rom eingetroffen. Auf dem über Genua erfolgten Flug hat er nur in Pisa eine Zwischenlandung vorgenommen. Der Flieger Deroy, der in Mailand zu derselben Stunde aufgestiegcn war und über Florenz flog, ist um 10,16 Uhr in Rom gelandet. Eine brennende Flugmaschine. London, 27. Mai. Bei einem Fluge, den der Flieger Pizev auf dem Flugplätze von Larckhill unternahm, entstand plötzlich in 400 Metern Höhe ein Vergascrbrand. Es gelang dem Flieger noch glücklich zu landen, kaum aber hatten die beiden Insassen das,«Flugzeug verlassen, als der B e n z i n b e h ä l t c r explodierte. Die »Maschine wurde vollständig vernichtet. ;'xr In wirklich gui schuldenden So- linder Stablwarcn bestelle sofort In eigenem Interesse unseren fiauptka- talOfl über tausende flnikcl aller Art, den wir gratis und franko versenden. Gebr. Bell, GrälrathfST b. Soling ——■ fabrik-Ucriandbau«. ■— H. Rosenthal, Licbiastr. 13. Fernsprecher 77. ——...... Vermischtes. * Eis e n'bah nun fal l. Aus Essen (Ruhr), 27. Mai, wird amtlich gemeldet: Heute vormittag entgleiste auf dem Bahnhof Mülheim (Ruhr) bei der Ausfahrt nach Styrum vom V-Zug 190 Kassel—Oberhaufen der unbesetzte Schlafwagen, während der dahinter laufende Postwagen umstürzte. Bon den Insassen des Zuges meldeten sich fünf Postbe amte als verletzt. Das Gleis Mülheim (Ruhr)—Duisburg war bis Mittag gesperrt. Der Verkehr wurde durch Umsteigen aufrecht erhulten. Die Ursache der Entgleisung liegt wahrscheinlich in falscher Weichen-- stellung * Der Konflikt b ei der Nürnberger Feuerwehr. Infolge eines Konflikts mit dem neuen städtischen Branddirektor Sandberg in Nürnberg legten die freiwilligen Fenerivehren ihren , feit Jahrzehnten der Lüadt geleisteten Feuerwoch- und Löschdienst nieder und waren auch trotz Ersuchens des Magistrats nicht zu bewegen, den Dienst wieder ausznnehmen. Dies bedingte eilte Reihe von Aenderungen im städtischen Feuerlöschwesen. Der Magistrat hat deshalb nach reiflichen Vorberatungen .eine Anzahl von Beschlüssen gefaßt, die eine Verstärkung der Berufsfeuerwehrmannschaften, Vermehrung ihrer..Geräte und Neuanschaffungen vorsehen. Es wurden an einmaligen ylusgaben 47 000 Mk., an jährlichen Mehrkosten ab 1914 96 000 Mk. und an Mehrkosten für den Rest des laufenden Jahres 23 000 Mk. bewilligt. Ferner wurde beschlossen, der Errichtung einer neuen Feuerwache im Süden der Stadt mit 200 000 Mk. Baukosten näherzutreten. Die vom neuen Branddirektor für seine Beförderung zum Brandplatz beantragte Anschaffung eines Personenautos wurde einstimmig abgelehnt. Man hofft, daß mit der Durchführung dieser Maßnahmen der Konflikt beseitigt sein wird. * Milde Stiftung. Aus Edenkoben (Pfalz) wird gemeldet: Gelegentlich des Geburtstages des kürzlich verstorbenen Weinhändlers Alfred Kuby wurden von den Hinterbliebenen gestern in Vollzug einer letztwilligen Verfügung des Verblichenen der Stadt Edenkoben 10000 Mk. als Alfred Kuby-Stiftung überwiesen. Von den Zinsen sollen in strengen Wintern für minderbemittelte Mitbürger .Kohlen angeschafft werden, im übrigen aber Erholungsbedürftige beiderlei Geschlechts Freiplätzc an Erholungsorten erhalten. Ein weiteres Legat pon 1000 Mk. erhielt der Diakonissenvercin zur Gründung einer Arbeitsschule. Mit kleineren Legaten wurden noch andere Wohltätigkeitsinstitutc und Vereine der Stadt Edenkoben bedacht. * Aus Genua wird gemeldet: Gestern stürzte sich ein 20 jähriger Student von der 13 Meter hohen Plattform des Leuchtturmes herab und wurde zerschmettert. In den Taschen des Leichnams fand man einen Zettel mit dem letzten Willen des Selbstmörders. Es handelt sich vermutlich um eine Liebesangelegenheit. * Tödlicher Unfall bei einer militärischen Uebung. Aus O f e n p e st, 27. Mai, wird gemeldet: Auf dem lAltofener Exerzierplätze platzte während einer Sappeurübung eine Bombe. Zwei Soldaten wurden getötet, einer verletzt. * Eine tropische Hitze herrscht seit drei Tagen in L o n d o n. Viele Personen wurden auf der Straße vom Hitz sch lag getroffen. AU LG gnyrgnö entgegen- jw Wachstum nne ^Mlchungen erg^n. ME Roftn- k wrtsckreitet. M J? stelle des M Bestreuen ltrM die mehr als ■wMet Ähädigung itfien. teil Rafiel roiirbi ugust Griffel von !t und getötet. empfiehlt 3113 J- B. Häuser Neustadt 56. Tel. 660. 1100 Wart ander. Die hiesige Mannschaft, die ihr erstes Spiel gewann mit 1:0 Toren. Beibe Spiele würben durch Wetter beeinträchtigt. 1 — Radsport. Der Gau 9a Sieg — Lahn scheu Nabfahrbundes hielt am Sonntag seine 50-Kiloweter- P r e i s f a h r t auf der Strecke Kölbe—Biedenkopf und zurück unter Leitung des Gaufahrwartes Marx-Gießen ab. Resultate: Junioren 1. Althoff (1885 Gießen) 1 St. 37 Min., 2. Schönhals (1885 Gießen) 1 St. 38 Min., 3. Ester (Germania Gießen) 1 St. 38 Min., 4. Balser (1885 Gießen) 1 St. 38 Min., 5. Kampf ^Gießen) 1 St. 38 Min., 6. Euler <1885 Gießen) 1 St. 39 Min., 7. Adam (1885 Gießen) 1 St. 40 Min., 8. Rothschild (Kirchhain) 1 St. 40 Min., 9. Keßler (1885 Gießen) 1 St. 40 Min., 10. Ihm Fahnen und Flaggen in allen Nationalfarben Fahnenstoff, Slang., Spitzen Dekorationsartikel jed. Art J. H. Fuhr, Sonnensir. 25 Bebe- und Kinderkleider von M. 5.35 an. Beste Schweizer Stickerei auf Batist, Voile, Tüll, Krepon, Marquisette, Wolle und den modernsten Seidenstoffen. Verlangen Sie heule noch Muster und Pariser filodebider gratis. 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Die Tockler des Stark rief ihren Onkel, den Ackerer Theobald Uhrig, zur Hilfe. Ms dieser in die Starksche Behausung kam und seinen Schwager zur Ruhe ermahnte, versetzte ihm' Stark drei Messerstiche, von omni einer das Herz traf und den sofortigen Tod des Uhrig herbcisührte. Der Mörder wurde sofort verhaftet. * Bei Gartenarbeiten verunglückt. In Erfenbach bei Kaiserslautern stürzte bei Gartenarbeiten die 70jährige Witwe Hahn in eine Schere. Die Schere drang ihr.ins Herz und führte bald dm Tod herbei. r I tf 1>W 1t w'l ’ 7 Ltrafk-wlMl M mt LandioirtKWW SiSl Äbe tjm M I ä iStytt I tz-M a omE a> L dein, 7 « 44 Min., 17. Kümmel (Wißmar) 1 St. 44 Min., 18. Weinrich (Gr.-Linden) 1 St. 50 Min., 19._ Boller <1885 Gießen) 1 St. 51 Minuten, 20. Steil) (Gießen) 1 Stunde 53 Minutm, ^1. Rinsland (Germania Gießm) 1 Stunoe 53 Minuten, 22. Hamel (Germania Gießen) 1 St. 54 Min., 23. Golvschnndt < Wetzlar) 1 St. 54 Min. — Senioren I. 1. Funke (Germania Gießen) 1 St. 48 Min., 2. Muhl (Gernrania Gießen) 1 St. 52 Min., 3. Bauer (Germania Gießen) 1 St. 54 Min., 4. Krei- Hng (Wieseck) 2 St. 11 Min. — Senioren II. i. Röoiger (Gerinania Gießen) 2 St. 10 Min. — Fußball. Tein Sportverein „Merkur" ist cs an den letzten Sonntagen gelungen, folgende Ergebnisse zu erzielen: Die 1. Ätannschaft gegen die I b'Mannschalt des fiiddenlfchen A°Vereins „Aleinannia"-Griesheiiu b.Frankfurt knapp verloren mit 3:4 Toren, gegen die I. Mannschaft des südd. L-Vereins Friedberger Fußball- Verein von 1904 gewonnen mit 1:0, gegen die I b-Mannschaft des jübb. A-Vereins Frankfurt - „Sachsenhausen 1908" gewonnen mit 5:1. Gestern spielte in Dillenburg die I. und II. kombinierte Mannschaft gegen die komplette I. Alannschast des Spiel- und Spnrf- klubs Dillenburg unentschieden 5:5. I. M. Schulhof Telephon 119. — Prompter Versand nach auswärts. 145 wundern und Aessien. Hauptversammlung des Vogelsberger Höhenklubs. n. Hanau, 25. Mai. Unter sehr zahlreicher Beteiligung aller 46 Zweigvereine fand heute hier im „Deutschen Haus" die 3 2. Hauptversammlung des Gesamtvcreins vom Vogelsberger Höhenklub statt, der ein origineller Begrüßungsabcnd vorausging, der in Fornr eines Ortenberger „Kalten Marktes" abgchalten wurde. Zn Beginn der Hauptversammlung begrüßten Ober- amtsrichter N i s p e l - Schotten als Vorsitzender des Klubs, sowie Hch. Heu so hu im Auftrage Hanaus die Vertreter der einzelnen Sektionen, die bis nuf wenige Ausnahmen vertreten waren. Neu ausgenommen ivurden die Zweigvercine Fulda, Einartshausen, Bergstraße ifiib Steinau, so daß die Mitgliederzahl nunniehr aus 4600 angewachsen ist. Nach dem Jahresbericht hat sich der Klub im letzten Jahre sehr gut weiterentwickelt. Für den demnächst zu erbauenden E r n st -L u d w i g - T u r in auf der Herchenhainer Höhe sind insgesamt 5000 Mk. aufgebracht worden. Tie R e ch- nunqsablage ergab eine Einnahme von 7532,14 Mk., der 6515,41 Alk. an Ausgabe gegenüberstanden. Der Ueberschuß wird zur Schuldentilgung verwandt. Ter an den Hauptvcrein ab- zulieiernde Beitrag wurde geniäß einem Anträge des Vorstandes von 1 Mk. aus 1,50 Mk. erhöht, damit auch weiterhin das vor Zahresirist gegründete Vereinsorgan, „Frisch a u f" jedem Diitgliede zugestcllt werden kann. Für ein Vogelsberger Heimatmuseum wurde ein jährlicher Beitrag von 50 Rik. bewilligt. Ein Antrag Frankfurt nuf Errichtung von billigen Jugendherbergen in Oberhessen wurde einstimmig angenommen. Ter Voranschlag wurde mit 9140 Alk. gutgeheißen. Nach der Hauptversarnnckumj sand in Wilhelmsbad im Kurhans ein gemeinsames Essen statt, wobei Lehrer Der n-Offenbach dem Zweigvercin Hanau für die wohlgelungenen Vorbereitungen Tank sagte. An den Großherzog, den Schirmherrn des Klubs, wurde ein Huldigungstelegramm gesandt. Als Ort der nächsten Hauptversammlung wurde L i ch bestimmt. hälfte genügt tim traf an einem inn Rathgeber ani ügie et mit wenig ch, als Rathgckc t, so daß \td) bet > Das W"1 MeÄgM-M V a es berüW, I werden müssen - H r aeqen Kraus um .. roftanmer erkannte I der schösfellgerchV JLaXin -Konfekt Bad-Nauheim, den 27. Mai 1913 Hermann Steingo etter u.Frau Pauline geb. Balz 8510 Langgöns, den 27. Mai 1913 3527 zuvor erbeten. v,8/Ä * * g Empfehle 3394 an N a D«/„ Ang. Milbioger, Seltersweg 78 3 Pfund Pfg. 22 tühle KlciniMel Ncuüadt ab zu bedeutend herabgesetzten Preisen I Kreuzpla* z - Kreuzplatz 2 Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 29. Mai, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Alicestr. 39, aus statt. [3526 liefert billigst die Brühl’sche Universitäts-.Buch-und Steindruckerei, Gießen, Schulstr. 7. nach jeder Zeichnung zu billigen Preisen liefern vollständige Wohnungseinrichtungen in feiner stilvoller Ausführung, sowie Einzelmöbel MmZMmltt Verein. Dr. med. Adolf Speck U. Frau Dora geb. 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Mts., abends 8 Ehr pünktlich, im grossen Ilörsaal der Universität Um zahlreichen Besuch wird dringend gebeten. Im Anschluss an den Vortrag Besprechung über das akad. Tum- und Sportfest am 28. und 29. Juni, wozu alle Herren, die sich beteiligen wollen, unbedingt erscheinen müssen. [D28^ Pünktlicher Beginn des Vortrags! Der Gesamtausschuss der Giessener Studentenschaft. iiimliiw, sä Drei Sterne der Kino-Schauspiel-Kunst spielen ab heute bis Freitag in unserem Theater. Hsto Welsen als Juanita in dem berühmtesten aller Nielsen- Dramen OerTod in Sevilla Schauspiel in 4 Akten. Max Rinder in der glänzenden Humoreske MKX als SetgBep Moritz Prince in der grossartigen Komödie üBoritzhateingiitesZeiignis und das übrige glänzende Programm. 3509 / Der nach dem Pro, UZ gramnr für d. 1- Imi -L) \ vorgesehene b /, Ausflug Ssb?« süflt bis auf mitmöuus la. ileiiMe !!fl!| eng!. 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