। ^,nß!^eifc gegen unreini Hm, Messer, i Pickel, »Warm zu enwsthlen n Zucker's Patpnt.n.^i Knötchen, Pusteln ufiu. Cre- 6 rial-Arzt Dr. V." ä §trd 50 'l'f. 115%igl und LöOit. I35°/Oig, itnrEite&orml. Zackooh-Creme (50 U'S । 75 iM.i in der tlniveMp : Avotbeke.Hirich'Ävotbrk, bci'Hng. jloll,G(irls(ib(i, W. ftilbingcr, C. sdiw, Emil Kar», EnistM! W. Lchrader, Trogm- lsll,/ll 0 L -mvfiehlt a u u q e n. Abg. Dr. David (Soz.): Bclcidi Steuer- doch in den Durch Ableugnungen lvird die Tatsache nicht aus der Welt geschafft. Abg. Gothcin (Vp.): Delbrücks Behauptungen über die Hinterziehung in der Landwirtschaft haben sich meisten Fällen als unzutreffend erwiesen. Abg. Graf Westarp (Kons.): Ich weise nochmals diese unerhörten gungcn und Kränkungen zurück. Tie „gkfiener Zamtlienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblcitt für Öen Kreis Eichen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« ftrnfee 7. Expedition und Verlag: Redaktron:S^All2. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. IchrcrDcrcin aus, man kann also ihm nicku die VerantlvorNing dafür austaben Was b i e 500 Mark Zulagc anlangt, so wird nociynals gesagt, bau die Zahl der Oberamlsricküer und Landgcrichtsrätc, die aus ne in der nächsten Zeit Anspruch hätten, sehr klein sei. Soll das ein Grund für die Berechtigung dieser Bevorzugung sein? v-.d tautet freilich eher wie eine Entschuldigung. Allerdings würde die Zahl der Oberlehrer, die diese Zutage beziehen würden, ucr ■ lialtniSmäßig viel gröber sein, als die der Richter. Tas kommt eben daher, daß bei den Richtern infolge der günstigen Befördc- rnngsaussichten viele der älteren sctwn el»er in eine höhere Stellung Oclangt sind, als sic das für die Zulage geforderte Tictislaltcr erreicht haben Um so mehr hätte man aber Grund, gerade dcn-- lentgeu Beamtengruppen das I>öhere Eiidgel>alt gleichfalls ßu gewahren, die ungünfrige Beförderungsaussitl len haben. _ Leiter wird wiederum der Privatunterricht, den die nu •^r^rcr crt?(cn können, erwähnt. Was hat aber der mit der GleichuellmigSfrage zu tun? Soll man alle Oberlehrer in ihrem! Akhalt niedriger stelleii, weil ein Drittel von ihnen Nebenein-- künstc aus Privatunterricht hat? Auch die beiden Triltel, die keinen geben können oder wollen? Tann mühte man auch alle privaten Einkünfte der Beamten bei der Bemessung des Gehaltes lil Betracht ziehe». In diesem Falle wurden wohl auch die Rickster nicht ganz leer ausgehen. Im übrig en ist, das betonen ivir nochmals, wach den^Zeitungsnachrichten erst kürzlich seitens der Regierung dem FinanzLusschuf; Mitteilung über den von den Oberlehrern erteilten Privatunterricht gemacht und sestge- ttellt worden, das; der Ertrag aus dieser Tätigkeit belanglos sei. —*c Aufstellung einer Minimaltaxe für den Pnvamuterricht bringt ute Erwiderung der Richter in einen Zusammenlxntg mit der Vöhe dieses Nebenerir>erbs. Sollte hier wirklich die wahrhaft komische Ansicht vorliegen, das sei geschehen, um die Einkünfte aus dieser Privattätigkeit zu erhöhen? - Tie führenden Kreise! in der.deutschen Oberlehrerschaft sind in Wirklichteit für eine wögliclgte Beschränkung dieser Privattätigkeit. Erst ans feiner Butzbacher Tagung hat der Hess. Ober! ehr crverein einen aus Be- ichränkung abzielenden Besdstuß gefaßt. Zutn^Zchluh möchten wir noch einmal auf beit Kernpunkt unseres Streites Hinweisen — auf d i e G le i chst e l l u n g s - frage. Tie Richter sagen, eine wahrhafte Gleichstellung sei durch die gleiche Bemessung des Anfangs und Endgehalts doch nicht zu erreichen. Gleicher Anfangs- und E il d g e h a l t ist aber die notwendige Grundlage der Gleich- stellung. Wer das eine will, m u ß auch das andere wollen. Und dann befürd.ten die Richter eine Benachteiligung für sich selbst von der Gleichstellung, wie wir sie verlangen. Wir verlangen aber dock), nur, was fast in allen deutschen Staaten schon durchgeftilirt ist. Und glaubt man wirklich, das; dort die Richter den. akad. Lokalbcamten gegenüber benachteiligt seien? Unsere höchsten Staatsbeamten sind ja alle Juristen, an denen die Richter bis jetzt immer sehr cinfluf-rcidie Fürsprecher gehabt haben, und an denen sie das auch in Zukunft haben werden. Unser Wunsch auf G l e i ch st e l l u n g entspringt, — um das nochmkbs zlu betonen —, nicht materiellen; Interessen. Wir verlangen die Gleichstellung, weil wir nicht wollen, das gleichwertige Aemter durch eine üerfdncbene Bemessung der Gehälter von Staats wegen auf eine verschiedene Stufe gerückt werden. Wir wollen nicht, das Männer, die als Kameraden auf derselben Schulbank gesessen haben, die auf der Universität denselben Verbindungen angehört haben, vielfach mich — wie das ja in einem kleinen Land wie Hessen nicht anders sein kann — durch verwandtschaftliche Beziehungen verbunden sind, durch eine verschiedene staatliche Bewertung ihrer amtlickien Tätigkeit in ct.it mtslickes Verhältnis versetzt werden. Wir wollen durch die Gleichstellung es unmöglich machen, daß auf der einen Seite eine schädliche Verdrossenheit, auf der anderen ein unbereditiqtcr Standesdünkel sich bilde. Daran sollten uns die Herren aus Richterkreisen nicht hindern wollen. Liegt es im Staatsinteresse, einen Vorsprung der Richter im Höchstgehalt in der Hohe von 500 Mark aufrecht zu erhalten, wenn der Staat ein solches Vor- recht mit der Verärgerung der großen Me'hrzahl der akäd. gebildeten Beamten zu bezahlen hat? "Schatzfckretär Kühn und Abg. G-thein (Vp.5 treten für die Komm.ssionsbeschlüs'c ein. Man wisse ja noch nicht, ob die neu- eingeführte Deklarationspflicht nicht über Erwarten grössere Einnahmen liefern werie. Es bleibt lei den K o m m i s s i o n s b e s ch l ü s s e n und ebenso in.ezug auf den Rest des Gesetzes. Damit ist die zweite Lesung des W eh rb e-^t.va^s Kundgebung der Bundes der Landwirte in Oberhessen. Tie Hauptstadt der Wetterau, Friedberg, hatte am vergangenen Sonntag der Bund der Landwirte erkoren, um in seinen Mauern eine Wahlkreisoersanmiliing abzuhalten. Ter geränniige Saal nebst Nebenräninen int Hotel Trapp war bis aus den letzten Platz besetzt. Ter Wahlkreisvorsitzende, Landtagsabg. Tr. von H c l m^o l t - Riederwöllstadt, leitete die Versammlung'und gab das Wort Frei Herrn von Wang en he im, der, wie wir der Deutschen Tageszeitung entnehmen, etwa folgendes ausfiihrte: Tas Fahr 1913 kennzeichnet sich als ein Fahr der Feste. Hinter uns liegt die Jubiläumsfeier oes Kaisers. Wenn auch unsere An- schauungen zu den Zeiten Eaprivis mit seinen anscinandergegangen sind, so habe die Gewalt der Tatsachen den Kaiser ans den Boden geführt, auf dem wir stehen. Wir begehen weiter die Feier des hundertjährigen Gedächtnisses der Befreiungskriege,, und das Fahr 1813 eignet sich ganz besonders zu Betrachtungen. Tie Frage wird anfgeworken, ob das deutsche Volk heute auch noch in der Lage sei einen solchen Kampf zu bestehen. Ich habe die feste tteberzengung. daß das deutsche Volk im innersten Kern noch gesund ist. Wenn es heute znni Krieg kommen würde, so muß er voraussichtlich nach drei Fronten geführt werden, der Kamps ivürde schwer werden und große Opfer kosten, aber er wird, dessen bin ich gewiß, mit unserem Siege enden. Taß aber das deutsche Volk völkisch und ivirischaft- heb gesund bleibe, dies ist in erster Linie eine Aufgabe des Bundes der Landwirte. Ter Kampf gilt der Horde' vatcrlandsloser Gesellen, um em Wort des Kaisers zu gebralicheu, die jetzt wieder tm Reichstage alles herunterreißt und mit Schmutz besudelt unb planmäßig jede Autorität bekämpft durch ewige Wiederholung ihrer schnöden und gemeinen Angriffe. Zn bebancru ist die Art unb Weise, wie der Reichskanzler trotz alledem das nationale Werk der Wehr Vorlage durch Verhandlungen hinter dem Rücke n, bei deneii auch die Sozialdemokraten zuqezoqen werden, zu lösen sucht, statt klipp und klar sich mit den nationalen Parteien zu einigen. Zwei Weltanschauungen stehen sich unversöhnlich gegenüber. Die eine möchte den Staat erhalten, die andere alles über den Saufen rennen; sie will den ehemaligen Agrarsiaat Deutschland über den Fnduslriestaat in einen Erportstaat verwandeln. Ueberall wird der Am'schwuug gepriesen, man sott ober in der Zeit des anscheinenden Glanzes nicht die Merkmale des beginnenden Niederganges übersehen. Niemals dunen die Onellen der Kraft versiegen; verliert ein Volk seine militärische Tüchtigkeit, fo wird es von seinen kriegerischen Nachbarn überrannt werden. Ter Redner geht dann ausführlich auf all die Kämpfe cm, die der Bund der Landwirte seit seinem Bestehen zu führen gehabt hätte, wie die Gegner ihn für alles lieble verantwortlich machen wollten. Mit dem Gewähren des Zollschutzes habe die Landwirtfehafk die Verpflichtung übernommen, das Volk mit Brot und Flettch zu versorgen. Tie Statistik beweise, daß das geliingen v An Roggen, der eigentlichen Brotfrucht, produziere die deutsche Landwirtscha^ weit über den eigenen 25;Darf, so Mß sie exportieren oder einen Teil des lleberslusses an die Viehställc liefern könne. Wenn auch an Weizen der Bedarf nicht erzeugt werde, so möge man lieber Zreitag, 27. Juni 1915 Rotationsdruck unb Verlag bet Brühl'scheu Universitäts • Auch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Richter und Oberlehrer. Aus Oberlehrerkreisen ist uns noch ein „Schlußwort" zugegangen, mit dessen Abdruck wir hofsentlich die Diskussion schließen können: In der Erwiderung aus „Richterkreisen", die in Der Nr. 144 ■öftrer Blattes zum Abdruck gebracht ist, kommt eine Gereiztheit jnm Ausdruck, die sich unseres Erachtens in ihrem Ziel vergreift. ^a^..J)a^c.n wir denn in unserem Abwehrartikel gegen die erste Veröffentlichung der Richter getan? Nichts anderes als die Einseitigkeiten und Verschweigungen aufgebed;. die in dieser Veröffentlichung enthalten waren und die geeignet find, die tatsächliche Lage in unseren Anstellungs-, Dienst unb Gehaltsverhältnifsen im Vergleich zu den Richtern der Oeffentlichkeit gegenüber in einem falschen Licht erscheinen zu lassen. Wir haben uns dabei nicht gescheut, „das Kind beim rechten Namen zu nennen". Wir haben die Verschweigungen beim Vergleich der Wartezeiten der Richter unb Oberlehrer als geflissentliche bezeichnet unb können uns auch heute mit dem besten Willen nickst davon überzeugen, daß sie in einer reinen Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse ihren Grund haben. Was an Verschweigungen von unserer Gegenseite geleihet wirb, das zeigt ja gerade wieder ziemlich kraß eine Stelle der Erwiderung. Hier heisst es: „ einem Schuldirektor steht in der Justiz ein einziger beförderter Richter gegenüber, ber über 65 Jahre alt ist. Fünf Richter erster Instanz unb über 65 Jahre alt, 10 Oberlehrer stehen im Alter von 60—64, im gleichen Alter stehen 10 Richter erster Instanz." Damit will man dock) offenbar beit Schein erregen, als ob in der Frage des Ausscheidungsalters aus dem Dienst die Verhältnisse in beiden Äemtern nicht sehr verschieden seien. Tatsächlich schliesst sich auch der Satz an: „Allzugroß scheint hiernach der Unterschied nicht zu sein." In Wahrheit aber beweisen selbst diese Zahlen, daß der Unterschied ein sehr beträchtlicher ist. Das wird klar, wenn man das mit in Betracht zieht, was dabei in Betracht gezogen werden muß, was aber wieder in dem Schlußwort verschwiegen ist, — die Anzahl der Beamten, unter denen sich diese wenigen ältesten befinden. Legt man die von den Richtern angegebenen Zahlen zugrunde unb setzt sie in Beziehung zur Anzahl der Beamten, fo kommt man zu folgendem Ergebnis: Unter den Oberlehrern unb Schulbirektoren sind 0,18 Proz. über 65 Fahre alt, unter sämtlichen Richtern 2,56 Proz.: das sind also verhältnismäßig 14nial so viele. Unter den Oberlehrern sind 1,97 Proz. 60—64 Jahre alt, unter den Richtern erster Fnstanz <5,2 Proz., d. h. 2,6 mal so viele. Sollten hier die Verhältnisse bei Richtern und Oberlehrern die gleichen sein, so müsste nicht einer unter den Oberlehrern und Schuldirektoren über 65 Jahre alt sein, sondern 14, und nicht 10 Oberlehrer 60—64 Jahre, sondern 26. Damit ist in Wahrheit durch die von den Richtern angegebenen Zahlen nachgewiesen, daß die Richter beträchtlich älter int Amt werden als die Oberlehrer und Schuldirektoren, — etwas ganz anderes, als was man durch diese Zahlen glauben lassen möchte. Wäre von den Richtern audi angegeben — denn auch das ist verschwiegen —, wie viele Schuldirektoren und beförderte Richter unb Staatsanwälte 60—64 Jahre alt sind, so könnte auch das Verhältnis aller über 60 Jahre alter Richter — beförderter unb nicht beförderter - - und Philologen — Tirektoren und Oberlehrer — festgestellt werden, was voraussichtlich den Vorsprung der Richter noch deutlicher zur Erkenntnis bringen würde. Also man rege sich doch nicht auf, wenn z u r Steuer der Wahrheit derartige Verschweigungen aufgedeckt werden, hüte sich, ein Gefühl gekränkter Unschuld zur Schau zu stellen, wo das ganz und gar nicht am Platze ist! Mehr Vorsicht unb Gewissenhaftigkeit, wo es fick) um Interessen anderer handelt, wäre besser. Nun will es fast so scheinen, als ob man uns in einem Punkte denselben Vorwurf madje, als verschwiegen wir etwas, um eineck falsd-en Schein zu erwecken. Es heißt in der Erwiderung: „Es ist in der Tat nicht richtig zu sagen, die Oberamtsrichter und Land- gerichtsräte beziehen 3000—7000 Mk., die andern 3000—6500; denn man verschweigt bann, daß der Gehalt von 6500 Mk. in beiden Kategorien in derselben Frist von 21 Jahren erreicht wird und daß der Unterschied erst nach L5jähriger Dienstzeit, nach der die Zulage verliehen wird, sich zeigt." Wo haben wir daS letztere verschwiegen? Man lese die Denkschrift nach oder die Mainzer Broschüre, dort ist die Sache ganz genau so, wie sie ist, bargcftcllt. Auch in ber Veröffentlichung „die Wünsche der Lokalbeamten usw." ist aus das höhere Tienstalter, in dem der Höchstgehalt von 7000 Mk. erreicht wird, hingewiesen. Nein, wir haben auch in diesem Punkte in unseren Veröffentlichungen es nicht als unsere Ausgabe angesehen, zu tumd-.ueigen und zu verdunkeln, sondern die tatsächlichen Verhältnisse bekannt zu geben, und zu beleuchten. Unseren Bemerkungen über Ausbildungs- und Wartezeit haben wir nichts hinzuzusetzen, das Gesagte halten wir voll ausrecht. In der Frage, ob Dienstzulagen gewährt werden fallen ober nidit, nimmt bic Denkschrift keine Stellung. Wir betonen nochmals, daß bie Denkschrift die Dienstzulagen der Juristen nur erwähnt, um an ihnen zu zeigen, daß der Besoldimgsentwurs die Juristen viel besser bedacht hat als die akad. Lokakbeamten. Auch der Oberlehrern er. in hat teilte Stellung zu dieser Frage genommen. Das Gleiche gilt von der Schaffung der AnrtsgerichtÄiirektoren- ftellen. Die Flugschrift des „Nichtjuxisten" gehr nä^*. tont Ober- Aeuöerung des Reichssteinpelgesehes. Abg. Dr. Ccrtcl (Kons.) Obniia6a HnCn!rn bCV? ^"ipelß für inländische f ür nnar > - 2 ° t' e N 6 c f c l l s ch a f t e n und für ausland11che Wertpapiere. Wir wollen nur tok find'?-Sih”0' ^ältcn wehr verlangen können, aber wir sind be sche-.de n wte tmm er. (Heiterkeit.) abaTirebnhL0 bic Rechte unb ein Teil des Zentrums Abg. Dr. David (Soz.) fteTcr1 ‘ibnr*5Irntra°~.bCr verschleierten Vermögens- n , t o t f "n b1ÖrbCrUn° °°" dK,a,’äifl Unterstaatssekretär Jahn ®6IeT)ni.,»g. tocil hier eine Gebühr gefordert toftb für eineHandlung, die abjolut nicht unter die Gebühren- Abg. Tr. Ccrtel CQonf.) beantragt die Befreiung der StempelpfIicht für hä n £ e 6 C r 11 d) C C U n Ö C U unbeweglicher Gegen- In einem Hammelsprung wirb der Antrag Oertel mit gegen 134 Stimmen angenommen. Der Antrag David wird ? M Segen bic Stimmen der Sozialdemokraten unb ber Volksparte:. - ' Sen bleibt das Stempelgesetz unver- andc rt.^ Damit ist bic heutige Tagesordnung erschöpft. Nächste Sitzung tyrulag 10 Uhr pünktlich: Kleine Anfragen, kleine Vor- lagen, lobann Nesi der zweiten Lesung der noch ausstehenden Deck u ngscnlwürfe. Sodann alle Petitionen. Schluss 3 Uhr. Mb. Deutscher Reichstag. 17°. «i (jung. Donnerstag, 26. Juni. um Bnndesrarstisch: Kühn. ^rafibcnt Tr. Kaempf o öffnet bic S tzung 11 Uhr 15 Min. Sroeite Lesung des einmaligen Dehrbeitrages. (Zweiter Tag.) . SefMgEn* hv^^ommifrion Bei beiden -'n-» Ä'SJt begründet ^""ner Ziese,tvih Wons.) stücken das Zwan-"n!ncki° 1,cbnl,kn «rund. «iet. oder Pnch.?r,°rL' -ug?Ün^'zu^L^'"'"«^° fflei m^cö^^s^atsfokretär Jahn: Landest ecken wirb^s^"^" in den einzelnen Maß sind für 'm,pcr «ehr lchwer fein, einen gcc gneten M biJ ?C'5 Ertragswertes zu finden doch i nmijpon Wohl das Nichtige getroffen haben. . Abg. Ulrich (Soz.): fordemmMen 'Ulcrm nbcste, was wir Mew 'Ls uSS» S L L Kr,? a = v sepröfibent Dr. Dove oller* Wun^ barauf 8U nehmen, bass wohl nach *bun'4 fclc Verhandlungen bald ein Ende nehmen können. ... -Freiherr Hfl)! v. Hcrrnshcim (b k V ) al® f rC, wrflA ffCt »"..»-mmlsfi-,,. »,e : n gu», Hessen ßi _ c rJ5 c -u 11 * begrüßt worben feien. Der städtische Grundbesitz hat sich nicht davon ausgeschlossen. $ , ... . . . Abg. Ulrich (Soz.) bestreitet, bass in Hessen nicht bic Besteuerung nach gemeinem oorgezogen mürbe und wirb vom Vizeprä'identtn Dove wiederholt und ichiiesslich ebenso bestimmt .vic höslich aufgeforbert bf°” fbcn bcssnchcn Verhältnissen zu sprechen, bic Zeit dcö Hauses erlaube es nicht. ° . m Aba. Vogi-Hall (Kons.) spricht über die Vcrvnltmstc der Kleinbauern in seinem tourt- t c in bergischen -ande, wo der Erlraoswert des Hofes berechnet werden muß unter Anrechnung einer Löhnung, weil -m- me.st die Familien niitglieber, Frau und Söhne, Mitarbeiten müssen, um den kleinen Ertrag hcrauszuwirtschaften. Das unruhige Haus, in ber Meinung, bass wieder ein Hesse spricht nötigt den Vizepräsidenten Tove erneut, bic Unruhe im Interesse der schnellen Arbeit zu besänftigen. Abg. Dr. SübcFum (Soz.) bestreitet ein Einvcrstänbnis des stäbtischen Grundbesitzes mit dem Kompromiss. Abg. v. Meding (Welfe), tritt für den zwanzigsachen Ertragswert ein. Die Anträge werden abgelehnt. Es bleibt beim fünfundzwanzigfachen. Bei ber Staffelung von Vermögen und Einkommen tritt Abg. Wurm (Soz.)" für die höhere Staffelung nach dem ersten KommissionSbeschlutz ein. Tas Haus bestätigt aber die Staffelsätze aus der zweitlur Kommifsionslesung. Abg. Arnstadt (Kons.)>, beantragt, die Untergrenzc der D e k l a r a t i o n § p f l i ch t der Vermögen auf fünfzigtaufend Mark hinaufzufetzen, ivährcnd nach dem Kommisfionsbeschluss die Grenze auf zwanzigtaufend Mark hcruntergeht unb bei mehr als viertausend Mark Ein- kommen auf ein Vermögen von zehntausend Mark. Nach kurzen Bemerkungen des Tr. David (Soz.) für den KommissionS- beschluss, deS Grafen W c st a r p (Kons.) für den Antrag seiner Partei, verbleibt es bei der Kommifsionsfassung. Einstimmig angenommen wird ein Kompromißaiitra§ Groeber (Zentr.), wonach die Einsichtnahme unb Prüfung der Geschäftsbücher tunlichst in der Wohnung ober den Geschäftsräumen des Beitragspflichtigen erfolgen soll. Gegen den Widerspruch des Schatzsekretärs wirb ein polnischer Antrag angenommen, den Veranlagungsbescheid nicht nur auf Verlangen deS Beitragspflichtigen, sondern obligatorisch mitzuteilen. Durch einen weiteren Beschluss wird eine Be- ftimmung angenommen, bic den Veranlagten vor einer Beschränkung seines Berusungs rechts schützen soll. Den Z a h l u n g 5 t a g für die beiden Wchrbeitragsraten 1915 unb 1916 hat die Kommission vom 31. März auf den 15. März zurückbatiert mit N«.äsicht auf ben Ultimogelbber. kehr. Auf Wunsch der Hanbcl'skrclse werben durch Annahme eines Antrages deS Berichterstatters Grafen Westarp die Zahlungstermine noch einen Monat weiter, auf den 15. Februar zurückge stellt. Der etwaige Mehrertrag über den Bedarf der neuen Rüstung wird von dem Abg. Hofrichter (Soz.) wie schon bei den bisherigen Beratungen in Plenum unb Kommission für soziale Zwecke in Anspruch genommen, währenb die Konservativen beantragen, einen etwaigen Heber schuß über eine Milliarde zur K ü rzung des letzten Drittels des Wehrbeitrags zu verwenden, während bei KömmissionSbeschluß bic Kürzung von der Höhe des Ueberschusscs, also von der Zahl tausend Millionen, unabhängig ließ unb bei einem sich etwa herausstellenben geringeren als dem veranschlagten Bedarf in jedem Falle das letzte Drittel entsprechend kürzen wollte. Aba. Graf Westarp (Kons.) wendet sich scharf gegen bic Angriffe der Sozialdemokraten und auch des Prof. Delbrück, dass bic Steuer scheu in fon» fertatiuen Kreisen groß fei. Graf Westarp bezeichnet das als haltlose Verleumdungen unb Verdächti- Rr M3 Zweiter vlatt 165. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. M Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen düng eines Feierabendhauscs. Bei einer Fahresemnahme von 20 750 Mk. wurden 2178 Mk. Ueberschuß erzielt, bic dem Betriebsfonds, hier Propagandakasse und dem Feierabendhausfonds zuflossen. Nach weiteren geschäftlichen Beratungen, Wahlen usw. iprach Fräulein Albrecht (Berlin) über „Die Anforderungen an die Ausbildung der gebildeten wirtschaftlichen Leiterinnen und Beamtinnen. Für die Ausbildung zu Hausbeamtinnen wird gefordert der einjährige Besuch eines besonderen Lehrgangs in einer Haushalttmgs- schnle, hieran anschließend eine sechsmonatlnlx prakipche Arbeitszeit in einem wirtschaftlichen Großbetrieb und endlich eine zweijährige Gchilfinnentätigkeit gegen Bezahlung. Beim Abschlutz dieses Ausbildungsganges wird die Berechtigung als Leiterin wirtschaftlicher Betriebe zuerkannt. Später sprachen m einer oricnt* lichen Versammlung Professor Dr. Theobald Ziegler (prank- furt) über „Fremd und zu Hause" und Frau Dr. Altmann- Gottheiner über „Tie Frau als Konsumentin". — Die Universität M ü neben zäblt in diesem Sommersemester 6655 Studierende. Hierzu kommen 785 Hörer. — Anläßlich der Wiederkehr des Tages der Augsbnrgiseben Konfession (25. Juni, ernannte die 2 e i v z i a e r theologische Faüiltät den ordentlichen Professor und Direktor des homiletisch-katechelrschen Seminars an der B on ne r Universität Lic. theol. Emil Pfennigs- bori und den ordentl. Prozessor und Direktor der katechetischen Abteilung des Seminars für vraktische Theologie und des Seminars für Pädagogik an der Universität Leipzig Dr. phil. Otto Frenzel zii Ehrendokloren der Tbeologie. — Die Universität Breslau zählt in diesem Sommersemester 2790 immatrikulierte Studierende. Dazu komnien 240 Hörer. — Der auüerordentl. Professor der Mathematik Dr. Mar Dehn an der Universität Kiel bat einen Ruf als etatsinäßiger Professor an der Technischen Hochschule in Breslau als Nachfolger von Professor Carath^odorn erhalten. — Professor Dr. Christian Jensen in Königsberg i. Pr. hat den Rui auf den Lehrstuhl der klassischen Philologie au der Universität Jena als Nachfolger von Professor N. Hirzel angenommen. rer Dern-Ncu-Jsenburg. Schützet unsere Anlagen! MeteorologilcheVeobachtrMen der Station Siegen. «e <55 Welter c <= Z S-Eg Juni 4 2 2 9 10 10 Sonnenschein Bed. Himmel, Bed. Himmel von etwa 56 OO0 Mark führte zur Entlassung Vorstand und Alifsichtsrat hielten die Gründe Entlassitng des Rechners geheim, verschwiegen den Generalversaiiitulttngen und brachten, um aufkommen zu lassen, den untreuen Rechtler der plötzlichen das Defizit in kein Mißtrauen bet der Wahl Die Gcneral- 25« 25. NW W W 921| 7H 17,9 14,0 13,2 Juni 1913 9,5 9,6 10,2 26 26. 27. Höchste Temperatur am Niedrigste , , Ltiederschlag: 0,6 mnu 9*05 *§§ 85 5 «v 750,5 750,9 748,8 ZK bis 26. „ 26. + 18,5 ' J. 4- 8,7 0 U. haben gegen Vorstand und Aufsichtsrat Klage auf Schadenersatz eingereicht. Die Klage wird auf Bilanzverschleierung und inangelhafter Prüfung der von dem entlassenen Rechner zur Verfügung gestellten Hypothekarsicherheit begründet. Der Klageantrag geht dahin, die Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrats für den durch Veruntreuungen des Rechners ent» tandenen Verlust der Kasse allein verantwortlich zu tnachen. töeric&teiaaL Wieder ein Spionageprozeß vor dem Reichsgericht. Leipzig, 26. Juni. Das Reichsgericht begann heute vormittag den Spionageorozeß gegen ben 37 Jahre alten früheren Schlitzmann Peter I ä n t cf e wegen Verrats militärischer Geheimnisse. Der Angeklagte, der sich geisteskrank stellt, ivurbe in den Saal gefesselt geführt imb nahm am der Aiiklagebank Platz, umgeben von acht Polizeibeamten. Er ist beschuldigt mit dein früheren Schutzmann Wilhelm Glauß und dem früheren Signalmaat Albert Ehlers Teile des Signal buchs der deutschen Marine an England verraten z u haben. Glauß, der einerzeit aus dem Untersuchungsgefängnis entwich, von England ausgeliefert wurde, ivurbe wegen schweren Diebstahls in Aurich zu sieben Jahren Zuchthalls, Ehlers am 27. Cftobev 1912 vom Reichsgericht wegen Spionage zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt, Jänicke mar bereits in Aurich wegen eines mit Glaus; gemeiitschaftlich verübten Diebstahls zu 31/, Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Den Vorsitz in der Verhandlung führte Senatspräsident Menge, die Anklage vertritt Reichsanwalt Stitzer, die Verteidiguilg des Angeklagten führt Reclitsanwalt Ganz. Als Sachverständige sind drei Aerzte, cm Korvettenkapitän und ein Polizeirat geladen. Die Oeffemlichkeit ist für die ganze Dauer der Verhandlung ausgeschloffen. Der Angeklagte ivurde wegen volleildeten Verbrechens gegen das Spionagegesetz zu sechs Jahren Z u ch t h a u s lind zehn Jahren Ehrverlust, sowie Stelllulg unter Polizeiaufsicht verurteilt. Die Strafe wird mit der ihm in Aurich wegen Diebstahls auf- erlegten Zuchthausstrafe von 3'/, Jahren zu einer Gesamtstrafe von neun Jahren Zuchthaus vereinigt. Das Reichsgericht hat auf Grtmd von drei Sachverständigengutachten angenommen, das; Jänicke Geistesstörung simuliert. Auf Veranlassung voil Glans; bat er den Obersignalmaat Ehlers bewogen, ihm Teile eines gebetm zu haltenden Signalbuches bet deutschen Marine zu geben, die Glauß dann der englischen und französischen Regierttng verriet. Trinkt Sanitätskraftbier! Giessener Brauhaus, A. & W. Denninghofl 13551t Vermischtes. * Die Erkrankungen im Infanterie-Regiment Nr. 7 8. Von amtlicher Seite "wird mitgeteilt, daß 'eine Neuerkrankungen bei dem Infanterie-Regiment 0dr. 78 vorgekommen sind. Die bisher Erkrankten befinden sich aus >em Wege der Besserung. — Die „Osnabrücker Zeitung" chreibt über die Ursache der Soldatenerkrankuiigett; Wie die amtlichen Untersuchungen nunmehr ergeben haben, sind )ie Erkrankungen auf Fleischvergiftung zurückzuführen. Es ist festgestellt, bafji an dem Fleisch Äußerlich nichts Verdächtiges zu fiilden ist. Das Rind war auf dem hiesigen Schlachthöf geschlachtet, tierärztlich untersucht itnd für gründ befunden worden. Ten Lieferanten trifft demnach keinerlei Schuld. Müller'sche Badeanstalt. W as s e r ro arm e b e r C a bn am 27. Juni: 14° N. Handel. ** 4% m ü n b e IJ i d) e r e Anleihe der Stadt M ü l- beim a. d. Ruhr. Die Zeichnungen auf die u. a. auch bei der Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) aufgelegten Anleihe sind so zahlreich eingegangen, daß die Aiuneldnngen auf freie Stücke nicht berücksichtigt werden können; auch die Zuteilung von Sperrstücken wird nicht voll erfolgen. Allgemeiner Deutscher verein für hausbeamtmncn. h. Frankfurt a. M., 26. Juni. Im Heim des Frankfurter Zwcigvcrcins trat heute unter dem Vorsitz von Frau Dr. Johanna Nau Haus Kassel) der Allgemeine Deutsche Verein für Hausbeamtinnen zu seiner 10. Hauptversammlung zusammen. Nahezu alle Ortsver- bänbe des Vereins waren durch Abgeordnete aus ganz Deutschland vertreten. Nach den üblichen Begrüßungen gab die Vorsitzende einen ausführlichen Geschäftsbericht. Durch die Gründung von vier neuen Ortsgruppen ist ihre Zahl jetzt auf 20 angewachsen; in 24 Städten befinden sich Sprechstellen. Versuche, in Hanchurg, Hechingen, Magdeburg und in der Rheinprovinz festen Fuß zu fah'cn, schlugen bisher fehl. Gute Erfolge dagegen zeitigten die Einführung der Privatbeamtenverjicherung für die Hausbeam- tinnen, die Gewährung eines besseren Schutzes der im Ausland tätigen deutschen Mädchen, und bic Bemühungen um hie Grün- 62 80 90 eines Aufsichtsratsmitgliedes in Vorschlag. Versammlung wählte daraufhin den entlassenen Rechner zum Mitglied des Aussichtsrats und gewährte ihm auf Vorschlag ~ Die nun zur Deckung Hessen-Nassau. d. Aus dem Taunus, 26. Juni. Die amtlichen Feststellungen der U nw etter sch ä de n vom 1. Juni in dem Dorfe Anspach sind nunmehr beendet worden. Es würben insgesamt in der Gemarkung 6 6 0 Obst bäume vollständig vernichtet. J,n Walde vernichtete der Sturm 4 36 Felt- m e t e r H o l z. Der Verlust an Dachziegeln, Dachsparren usw. wird auf 70 000 Mark geschätzt. Zu den Herstellungsarbeiten sind bisher 10 Eisenbahnwagen 'Ziegelsteine verwendet worden. Der Gesamttaunusklub übersandte zur Verteilung an die Geschädigten 1250 Mark. — Bei dem schweren Geivitter, das Dienstag über die Tammshöhen zog, schlug der Blitz in die Wirtschaftsgebäude der Friedrich'schen Mühle .'ei Br a n d o b e r n d n r f und zerstörte sie vollftändig. X. Hanau, 26.Juni. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde beschlossen, den von der Staatsegenbahn- verwaltung engeforberten stäblischen Beitrag von 240 000 Mk. für bic vorgesehene Erhöhung des Bahnkörpers zwischen Wühelmsbad und Hanau-Ost zu leisten. Die Gesamtaufwendungeu der Bahn für diese Höherlegung sind auf 3 055 000 Mk. veranschlagt, doch stehen auch bedeutende Einnahmen gegenüber durch Berkans freiwerbenden Geländes; ferner sind Ersparniisse durch Fortfall von Bewachungspersonal für die Bahnübergänge zu erwarten. Der eiserne Gürtel, der jetzt burch verschiebene Bahnlinien die Stadt Hanau umgibt und den Verkehr stark beengt, wirb burch die Ausführung dieses Projekts nach Westen zu durchbrochen. nämlich von Können.) = Hei des heim, 25. Juni. Der frühere Rechner der Heidesheimer Spar- und Darlehenskasse, Peter Bieber, hatte sich große Veruntreuungen zuschulden kommen lassen. Das bereits im Jahre 1907 durch einen Verbandsrevisor aus Darmstadt festqeuellte Defizit in Höhe des Rechners. geholfen werden, soweit dies bei den mißlichen Raumverhältnissen möglich ist. Bei diesem Entgegenkommen de§ Direktors Steffter glaubt der Verfaffimgsausschuß seine Ablehnung aufgeben zn können; er empfiehlt, für die nächste Spielzeit eine Stadtbeihilfe wieder zu bewilligen. (Run fragt sichs nur, wer da in den Spielplan dreinzureden hat. Die Offenbacher Stadtoertretung glaubt hoffentlich nicht, daß in solchen Dingen jeder von w9ünt§ wegen" etwas verstünde. Kunst kommt □ Selters, 26. Juni. Der zehnjährige Junge des Baumpslcgers Pseijscr aus dem Hofgut Konrabsdorf stach sich mit einem rostigen Naget ganz unbedeutend am Knie. Die Wunde heilte sehr leicht, und der kleine Unfall schien ganz beseitigt. Nach etwa acht Tagen hatte der Knabe Beschwerden beim Kauen, wozu sich auch Unbeweglichkeit des Nackens gesellte. Der Zustand verschlimmerte sich derart, daß sich heftige Krämpfe einftelltcn, und das arme Kind starb unter heftigen Zuckungen und Schmerzen. Kreis Lauterbach. X Schlitz, 26. Juni. Wie alljährlich, so erfreute sich auch diesmal wieder das S ch l i tz e r I ä n b c r M i s s i o n s s e st , das gestern im benachbarten Hutzdors stattfand, einer großen Beteiligung aus allen Gemeinden des Schlitzerlandes. Im Vormittagsgottes dienst predigte Pfarrer Freitag aus Holzheim über den Missionsbefehl Christi und legte die Missionspflicht der zahlreichen Zuhörerschaft auf Herz und tzKwisscn. Im Nachmittagsgottesdienst sprach Missionsinspektor W e i ß h a u p t von der Leipziger Mission über die Not und bas Elend in der Heidenwelt. Ihm lauschten dann Hunderte von Männern und Frauen noch in der Nachversammlung, die im Freien stattsand, wobei er in anschaulicher Art und Weise von seiner Inspektionsreise in Deutsck>-Ostafrika erzählte, lieber 100 Mk. wurden für die Leipziger Mission gespendet, und zahlreiche Missionsschriften verkauft. Starkenburg und Rheinhessen. m Offenbad), 26. Juni. Sta dtbeihilfe für das Stesftersche Theater unternehm en. Die bisherige ablehnende Haltung des Verfassungsausschusses gegenüber dem Gesuch des Theaterdirektors Steffter um Gewährung der seither üblichen Beihilfe in Höhe von 1200 Mk. auch für die Winterspielzeit 1913/14 hat zu weiteren Verhandlungen geführt. Herr Steffter hat sich nun bereit erklärt, zur Behebung der Klagen über die Zusammensetzung des Spielplanes der Stadtoertretung eine Mitwirkung bet der Auswahl manchesmal ein Stück gesunden Roggenbrotes statt der Semmeln der Stücke zuzugestehen. Auch soll den gegen Aus- essen 96 Prozent des Fleischbedarfes stelle die deutsche Landwirt- ftattung und Aufführung geltend gemachten Beschwerden ab- schäft. Die fehlenden 4 Prozent seien mit Leichtigkeit zu nsetzen, - ' ' ------- mein überall die Produktion aus der Höhe stünde. Aber außerdem stünden nod) weite Flächen für die Viehzucht zur Verfügung. Außerdem ständen noch über 500 Quadratmellen Moor- und Heideboden kulturbereit. Der Kamps des Radtkallsmus werde nun vergeblich gegen die Agrarier geführt, in Wahrheit gelte er dem Mittelstand und jeder Autorität. Freiherr v. Wangenheun glaubt, vor einem Optimismus bei dem Abschluß der k ü n f 11 g c n H a n - delsv ertr äge warnen zu müssen. Dieselben Kräfte, die heute ihre unheilvolle Tätigkeit betreiben, Hansabund und dergleichen, werden alles daran setzen, um ihr Ziel, die großkapttalistiich-tnbi- vibuelle Lebensauffassung durchzuführen. Unheilvoll sei derf (jm6 fluß der Großbanken, die heute schon ganze Staaten beherrschten. Die Staaten und auch die Landwirtschaft müßten alle Mittel anwenden, um sich deren Einfluß zu entziehen. s2Cud) dem Einfluß des Großkapitals, das bestrebt sei, sich überall Privatmonopolc zu sichern, wie dies z. B. bei der Elektrizitätsindustrie Iwon beinahe gelungen sei, müsse entgegengearbeitet werden. Eine nationale Mittelstandspolitik sei die einzige Rettung. Sei btc 3iegierung zu schwach, wie es leider der Fall zu sein scheine, dann musie man zur Selbsthilfe schreiten und man müsse, das spreche er offen ans, die Mächte des Umsturzes mit demselben Terrorismus bekämpfen, wie dies seitens der Sozialdemokratie dem Burgetturne gegenüber geschehe. Bedauerlich sei die Haltung der National- liberalen, die eigentlich berufen gewesen wären, einen Mittelpunkt der nationalen Bestrebungen zwischen rechts und links zu bilden, unter der derzeitigen Führung aber eine Beute des radikalen, demokratischen Liberalismus werden, und heute schon dazu gc- ■ . , » < kommen seien, einen Naumann in den Reichstag zu wählen, des Vor tandes einen weiteren Ärebit. o'- —"- An der Aussprache beteiligten sich die Herren Landwirt, chafts- des Defizits herangezogenen Mitglieder der Genossenschaft kammermitglied Ab. Hensel-Dortelweil, Oberpostschaffner' ' ™ r‘ " - ar-» No r th-Gießen, Landtagsabg. Breidenbach-Dorheim, der stellvertretende Lanbesvorsitzende für Nassau, Gg. Christian- Unterliederbach, Schriftleiter Otto H i r s ch e l - Friedberg und Leh- wandern und Helfen, Bäder. Wanderungen in Gießens Umgebung. I. Gießen — Nauheim — Saalburg — Homburg. Mit einem der Frühzüge fährt man nach Nauheim (Sonntagskarte !). Vom Bahnhof wendet man sich durch die Stadt nach dem Johannisberg, wo man die roten Striche erreicht. Ihnen! nachwanbemb, erreicht man nach einer Stunde Forsthaus Winterstein, bas zur Frülftast einlädt. Wollen (wir den Winterstein besteigen, was bei gutem Wetter sehr lohnend ist, so verlassen wir die roten Striche und benutzen die gelben Kreuze. Vom Winterstein aus führen uns rote Dreiecke nach der 51'apersburg. Haben wir auf bas Besteigen des Winterstein verzichtet und sind den roten Strichen weiter nachgegangen, so müssen wir auf btc Stelle achten, wo ungefähr 1/2 Stunde hinter Forsthaus Winterstein die blauen Striche links ab nach der Kapersburg führen. Dlc Kapersburg ist unbedingt zU besichtigen, da ihre Mauern wohl 'bloßgelegt, aber nicht wie bic Saalburg aufgebaut sinb. Sie wirb manchen Naturfreund mehr ampreeben als die Saalburg. Bon der Kapcrsburg geht es bem Pfahlgraben, der an mmteben Stellen noch beträchtlich hoch ist, entlang, den gelben Strichen nach, bis man ivieber bic roten erreicht. Sie führen nach ber Lochmühle, auch ein Nömeriästcll, von dem aber nur noch eine Mauer unter dem Buschwerk zu sehen ifl|. Von hier führen weiße Vierecke im schwarzen Feld in einer halben Stunde nach der Saalburg, einem ber wichtigsten Römerlästelle. Alles Nähere findet man in verschiedenen Führern, die dort erhältlich sind. Von der Saalburg benutzt man am besten die elektrisch Bahn nach Homburg, benn bic Landstraße ist wenig lohnend, und die ersparte Zeit kann bei der Besichtigung Homburgs vollauf verwandt werben. Zur Rückkehr hat ber Zug 5,28 Uhr in .Friedberg den besten Anschluß nach Gießen. Die Inhaber der Soimtagskarte lösen nur Karte Homburg—Friedberg—Nauheim. Die Wanderung ist gemütlich in 5 Stunden zu machen und lohnt vor allem an heißen Tagen, da sic von Johannisberg bis zur Saalburg ausschließlich burch Walb führt (Johannisberg—Winterstein rote unb später gelbe Kreuze). II. Wetzlar — Braunfels. Mit Sonntagskartc fährt man nach Wetzlar. Man folge den schwarzen Dreiecken bis Braunfels. Der Weg führt über den Kalsmunt nach bem Magdalenenhäuser Hof. Hier haben wir nur ein kurzes Stück Wald. Kurz hinter dem Magdalenenhäuser Hof betreten wir schönen Hochwald, den wir erst an der Oberndorfer Hütte verlassen. Am Waldrand genießt man einen herrlichen Blick auf Braunfels, was in kurzer Zeit erreicht wird. Von ber Stadt nach Station Braunfels gelangen wir mit der Ernstbahn. Wer noch nicht müde ist, geht den lohnenden Waldweg nach der Station in 3 i Stunden den roten Strichen entlang. Tie ganze Wanderung nimmt drei Stunden in Anspruch. = c B 5 = Aus Stadt niitfc Carad« Gießen, 27. Juni 1913. ** Staatsbahn-Personal-Nachrichten. Ernannt wurde: der Hilssrangierführer Weller zu Gießen znm Rangierfiihrer. Versetzt wurden: Eisenbahn, .altilant Weier von Frankfurt nach Friedberg: Bahnineisterdiätar Schmidt von Elm nach Nidda; Hintze von Schlückftern nach Flieden; Bahnhossauffeher Maurer von Dietzenbach als llnrerassistent nach Darmstadt. Die Prüfung haben bestanden: die Lokomotivheizer H 0 tz in Oberaula, Hertstein in Wetzlar, Rauh und Reh in Gießen zum Lokomotivführer; die Schaffner Hühn, 5)elbig u. Schmittdiel in Giesten, Hornung, Beck und Hitzel in Oberroden, Schäfer in Stockheim zum Zugführer. Belohnungen erhielten: Lokomotivführer Henrich zu Gersfeld wegen Verhütung des Ueber- sahrens eines Fuhrwerks; Lokomotivl)eizer R u st e b e r g zu Gedern, weil er verhütete, daß, ein Kind überfahren wurde; Lokomotivführer Sa men ding er in Friedberg wegen Abwendung eines größeren Schadens beim Zusammenstoß zweier Züge; Lokomotivführer Hahn zu Frankfurt, Hilss- lokomotivheizer K r a p f, Rangierarbeiter S ch u ch h a r d t und Holzhauer zu Bebra für Abwendung einer Betriebsgefahr. ** D e r H e r b st v e r k e h r. Tas Königliche Eisenbahn- Zentralamt in Berlin veröffentlicht folgende Bekanntmachung : Der Güterverkehr auf der Eisenbahn ist andauernd lehr lebhaft. Der kommende Herbst und besonders die Monate Oktober und diovember werden voraussichtlich wieder große Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Eisenbahnen und ihres Wagenparks stelleir. Die Eisenbahnverwältungen treffen daher schon jetzt alle Vorbereitungen, die eine möglichst glatte Abwicklung des zu erwartenden starken Verkehrs gewährleisten. Zur Bewältigung des Verkehrs ist es aber weiter dringend erwünscht, daß die Bestrebungen der Eifenbalftrverwaltungen von den V e r k e h r t r e i b e n d e n unterstützt werden. Zur Milderung der Gestellungsschwierigkeiten im Herbst würde es einmal erheblich beitragen, lvenn der Bezug der Massengüter — besonders der K o hl en und Düngemittel — auf einen längeren Zeitratnn verteilt und tunlichst schon während des Sommers, ab- gewickelt, jedenfalls aber nicht ausschließlich auf die Herbstmonate verschoben würde. Durch volle Ausnutzung des Ladegewichts der Güterwagen würde die Bedarfszahl wesentlich eingeschränkt werden können; ferner würde die schleunigste Be- und Entladung der Wagen den Wagenumlauf verbessern. Die Verkehrtreib enden werden daher zum eigenen Vorteil und zum Vorteil der Gesamtheit dringend gebeten, sich den frühzeitigen Bezug ihres Herbst- und Winterbedarfs angelegen sein zu lassen, das Ladegewicht der Wage?i auszunutzen und die Wagen möglichst schnell zu behandeln. Hierbei wird noch besonders darauf hingewiesen, daß bei Ausnutzung des Ladegewichts der Güterwagen von 15 und mehr Tonnen Ladegewicht ein Frachtnachlaß gewährt wird. "•* Das 1. Rejerve-Jnsanterie-Regiment des 18. Armeekorps tft nicht auf dem Truppenübungsplatz Bad Orb, sondern ans dem Truppenübungsplatz O r d r u s bei Gotha zusainmengezogen. Kreis Büdingen. Märtte. le. Wiesbaden. 26. Juni. H e n- und St roh markt. Angeiahren waren 13 Wagen mit Heu, Stroh ichlle. Alan notierte: £> e u, alles, 7.00—8.00 Mk., it e 11 c § 6,40 - 0,00 Alk. Stroh (Richtstroh) 4,20—4,40 Mk., Krummstroh 3,80-4,00 f. — Fruchtmarkt. Haler 17,60—19,00 Mk. 'Alles lür 100 Kilo. - Nach den Berichten ist die Henernte im diesseitigen Bezirk in qualitativer Hinsicht gut ausgefallen, in quantitativer stellt sie beinahe das Doppelte dar tute im Vorjahre. Verantwortlich sür „Aus Stabt unb Land" i. 23.: K. Neurath. ä stM^ i» Sßeitex s 4 2 4** 9 10 10 o iS B e 26.3'l,li 2'i. ' mL Dr dem Reichsgericht. bm8«?1?1 Seqan” flMl )beu 37 Jahre allen innrer >evrat§ inililcirtzcher föebeinv eshant stell,, wurde in btn der Anklagebank Platz, lirb : beschuldig, mit dem Kührm 1 dem iriiheren 6ignalmaa: lbuchs der deutschir ,n zu haben. Glaub, bei iangnis entivich, von Gin igen schweren TicbstM n Ehlers am 27. Cftober 1912 ?naqe zu sechs Zahm bereits in Aurich roegni bien Diebstahls zu 3'/, ^abrc r Vorsitz in der Verh'andliis, inklaqe vertritt Reich-aim^ sten siihrt Rechtsaumati Kaur ein Korvetteukapiläii unb r it ist sur die ganze $autr L vollendeten Verbrechen? M reu Zuchthaus unb «In unter Polizeiauisicht venimrr Aurich wegen DiebM cJ >ren zu einer ®e|amlN' Das Reichsgericht te.v iutnd)ten migenowr'r' Veranlassung zen, ihm Teile s g m Marine zu Regierung vew _ Altz iter. in nfanlerie-idegr jeitc wirb «VM | lifanterie-RegliMtA . tanttcn e „tonotaii” .W sind mehr eryta M"”- ™rVift«”9 jSiifi»1'"* „nietet unb f« 9» ■ S «i«1 bcmna4 VA °Zjz M 111t V "SÄ»!-* -i°d S-S. ; ^.l,9Ung Q|j (Lj schlug ,r ’Men in •tcnn wir" ?bald Zie'g ^ össent. ? Mu Dr W ^lumentin". mailn« * it in diesem sn. >6ör«' "e°,n™'i|eineta äss* Ss"«uaä'oy$* on h* S. H|P|» ii* und ^|Qtt notiert- .’jjssH jre. ___ 5»SSS £ ■C C7> XD — iP ■0(9-2 ’ e .e (9 • u „ cs o s i ■ C — c v — o T 2 * 1— ▼ Q ♦ cn ♦ :(Ü ▼ «£* O (9 * US N ‘ E «a c r-» ej « CS. ■O a,. ___ cs ■s^ ä’E-ö L gg.-« a »-> öKis- k Ul“ •> -e e *Z7 S:-E JO(9 Z3 - o 2 5 o 2 E Z ■E'jo 'Jä § J£«§ O S « 2 er E E — - X> - __ _ (EtfXe» ° E-C = . v a 1 £=e •Sa» i *-l§d 2S5 §öl« « S» jO X AI . 8eJ .— kö-E fS/e. - c -2 ■ r = g SiZd jO <5 *• S .z s sm: Sä’- ■ »•ESI 5* CO c G a 5^ & .N v. ÄS5 §§L ä S> -’S 'w - 0) (/) 5 > ® C O i ® « E = ^;5 a: c'.'E <2 "' o S oi eö r- r- 8 8 o ■o . r ^3 ? “ “ Z3 • ■ n ~ . 5 u „ = e •C « E 3 L C S c u-> E <3 JO E L Ä- L' “i E E CQ_ *a LZ ’S - e 5 ® C. ^r— y -c *2 ,1« -Ä -Ä C w C,»J Ä ©’S ä . E o. , O >?i ~ C5 E *e . ^5 g*o 5 _ — «"? 2 E S'h A Ä 2 —- IsS O E O. (9 _ jO .x ES .S.t 8.2 3.2 w-2 ■° Lo «='jO -W Lo i.|£ tS-a •® E '2 ip 5« ä Ä 5i9 Ä - £ - z ej T“ o »=• ■— C>4 *0 c.<■ ■ O Q SS K co*§ ar.Ä.^o CS "2 - oE Ä*a ö C j- ZS 'O.G 3 c ? o a-w.2 "J< o t- CQ to2 Q'=._2 . ö « rs.5 5 «** = S— E *» E " 3 Ä E -3 c; :g££ s C> O •w — C O **--_■ -*a ~ s"is E CO C.~ n$l *> S J> o ä S 's" 2 3 CO T EZ s XD ES = — Sc 5 Hs- | Vejrscliiedezie"] Ludwiastrahelv schöne 6 - 3im.- Wr bnung der Neuheit entsprechend für sofort und schöneS-Zimmcr Wohn. f. 1. Okt. zu verm. t050” itiitla, ffittlielmilraiic 7 durch ücoorfteb. Versetzung deo Herrn Oberleutnant 'tvirmenieb anderweit zu ver- nneten, auch zu verkaufen. Benclilignng gestattet. — 9?rib Wilhckmttr. k» I. (05138 | 6 Zimmer | 41 <11 ivtoetueitraflc 63 11 (Erle Hensctstras;e> ist zum 1. Oktober er. schöne herrschaftliche Wohnung (sechs graste.Ummer, Badezimmer mir vollständiger Bade Eiir- richtnng. Küche u. sonstigem Zubehör) zu vermieten. Näheres zu erfr. 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