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Januar (9(5 Der Siebener »vzeiger Ä --y A BeznaSvret»: erscheint tätlich, außer Ry Agfflk «a ^F monatlich75 Vs., viertel- Sonntags. - Beilagen: | . A A. Ak A A Jk ▲ "Wt W A ▲ ▲ A A A A jährlich btk. 2.2V. durch viermal roöebenfhcl' M ^xX W A&X Ubhole- u. Zweigstellen SiebenerZamilienblätter, W MM M | B 7 M MM MM MW MU B J M MM monatlich 66 Pf.: durch aveunalivöcbentl.KteiS: KL^ W BJr |$M&. «8 Jjr W W W z W W W B B Ä^F B B B flz B dieVost Mk. 2.—viertel- blattsürdenllreisSiehen M W W M WM W W II / | O Hf H B B gä< K jährt, ausscht. Beitellg. (Dienstag imd Freitag)-, M fcJ refflk, M W W^, W W M B H HÄ Bk gj 'M B W. B Zeilenvreis: lokal IbPf^ zweimal monatl. Land- M M 'W W W W* W B ®L W wh< M BUB Ar auswärts 20 Pünuiq. wirtschaftliche Seitsragen " W M iE W V ^F B “ Vl| ” Chefredakteur:A Goetz. Fernfprech - Anschlüsse: Ä. Jy Ab Verantwortlich s»",r den für die Redaktion 112, politischen Teil: August eSSBr Seneral-Mzeiger für Gberhessen »LML ’7K™S Rotationsörucf und Verlag »er vrnhl-schen Unw.-Vnch- und Steindrnckerei R. ränge. Redaktion. Expedition und Drudcrci; Schulftratze 7. ®.^“ür »m bis vormittags 9 Uhr. Bübingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: 'h. Beck. Die heutige Nummer umfahr 10 Setten Die hessischen Domänen. Aus D' a r m st a d t wird uns geschrieben: Um den Landständen in Zukunft ein Mitbestimmungs-- recht beim An- und Verkauf von Grundeigentum, das zum Domänenbesitz des Großherznglichen L>auses gehört, zu sichern, hat der Finanz-ausschuß der Zweiten Kammer, wie kürzlich berichtet, einen Antrag beschlossen, worin die Regierung um Vorlage eines Gesetzentwurfes ersucht wird, durch den das Domanialvermägen des Großherzoglichen Familien-Ei-gentums in Staatseigentum überführt wird. Dieser Antraig ist von außerordentlich großer Tragweite, nicht nur deshalb, weil dadurch der ganxe rechtliche Bestand des Domanialvermögens verändert wiro, sondern auch dadurch, daß schwerwieg-ende Eingriffe in die Rechte des Großh. Hauses erfolgen sollen. Um die Tragweite dieses Antrags völlig zu würdigen, ist es notwendig, auf die Entstehungsgeschichte der hessischen Domänen näher einzugehien. Die Domänen in Hessen bilden das Krongut des Großh. Hauses, und in Zeiten, in denen das konstitutionelle Systetn noch nicht ausgebildet war, war Krongut, d. h. Hausgut des Regenten, und Staatseigentum desselben. Aus den Erträgnissen dieses DomänenMtes bestritt der Landesherr nicht nur ferne eigenen Ausgaben, sondern es wurden aus ihm auch zum größten Teil die Staatsausgaben gedeckt. Es befanden sich deshalb die Domänen im tatsächlichen Eigentum des Landesherrn, als Chefs des regierenden Hauses. In diesem ursprünglichen. Verhältnis finden wir jetzt noch die Domänen in einzelnen Mittelstaaten, z. B. Schaumburg-Lippe, Anhalt u. a., wo der Landesh.'rr persött- lich als Chef des Fürstenhauses Eigentümer der Domänen ist, aus denen er aber auch noch für die Bedürfnisse des Staates Beträge mt die Staatskasse äbführt. Die Einführung der Verfassungen drängte zur Klärung des Verhältnisses zwischen Landesherrn und Staat hinsichtlich dieser Domänen, insbesondere in solchen Staaten, die nicht noch andere Einnahmeguellen besaßen, sondern auf die Einnahme aus den Domänen angewiesen waren. Im Großherzogtum Hessen wurde der Ertrag der Domänen bereits vor der Verfassung vom Jahre 1820 nicht bloß zu dem persönlichen Aufwand des Regenten, sondern auch zur Bestreitung der Landesbedürfnisse verweiidet. Es waren in Hessen namentlich die Staatsschulden auf die Domänen radiziert. Dementsprechend erfolgte in der Verfassung vom Jahre 1820 die Regelung hinsichtlich der Domänen in der Weise, daß ein Drittel der sämtlichen Domänen an den Staat abgegeben wurde, um mittelst allmählichen Verkaufs zur Schuldentilgung verwendet zu werden; die übrigen zwei D ritte i l e sollten das schuldenfreie unveräußerliche Familien-Eigentum des Großherzoglichen Hauses bleiben. Die Verwaltung dieser Zweiorittel der Domänen sollte jedoch durch den Staat erfolgen und auch zur Bestreitung der Staatsbedürfnisse verwendet werden. Die erste Bestimmung dieser Einkünfte war aber eine feste Abgabe an den Regenten zur Bestreitung der Bedürfnisse seiner Lebenshaltung und seines Hofes (Zivilliste). Die allmähliche Abtragung der Schulden war bis Anfangs der 4Oer Jahre erfolgt und der Landtagsabschied von 1841 regelte deshalb in erneuter Weise das Verhältnis des Domanialvermögens, an der grundsätzlichen Festlegung der Verfassung wurde jedoch nichts geändert. Es wurde ein Fonds gegründet, aus dem die An- und Verkäufe für das Familieneigentum des Großh. Hauses bewerkstelligt werden sollten. Die Ankäufe, die mit Mitteln dieses Fonds betätigt wurden, erhielten wiederum den Charakter der Domänen. An der Verwaltung dieses D o m ä n e n - A k q u i s i - tions-Fonds haben die Landstände keinerlei Mitwir- kungsrechh. und der vom Ausschuß der Zweiten Kammer gestellte Mtrag bezweckt in erster Linie, ein solches Recht zu erhalten. Erwägt man, zu welchen Ankäufen in den letzten Jahrzehnten Bestandteile dieses Fonds verwendet wurden, so wird man die diesem Antrag zugrunde liegende Tendenz als berechtigt anerkennen müssen. Die Erträgnisse der Domänen, sowie die Zinsen des Doinanial-Akqu.- sitionsfonds fließen in das Budget, während die Verwaltung aller Domanialgüter zu Lasten der Staatskasse erfolgt. Wurden nun ohne Mitwirkung der Landstände 2>,2 Mill. Mark in den W einb an d o m ä nen ohne Mitwirkung der Stände festgelegt, so ist es sehr bedauerlich, daß dieses enorme Vermögen nicht nur keine Erträgnisse für die Staatskasse liefert, sondern daß zur Bestreitung der Bedürfnisse der Weinbaudomänen-Verwaltung nach dem Voranschlag für das Jahr 1913 noch ein Zuschußbetrag von 67 000 Mark erforderlich ist. W e n n w e i t e r O e d l a n d im Vogelsberg zur Beforstung angekauft^ wird, bei dem auf Jahrzehnte hinaus auf einen Ertrag überhaupt nicht gerechnet werden kann, so wird man auch das nicht zu rechtfertigen vermögen, zumal die Aufforstung selbst durch Staatsmittel aus dem Budget erfolgen muß. Hierzu kommt weiter, daß die Anleihen unseres Landes doch auch ein Vermögen voraussetzen, das nicht nur in Eisenbahnen und Staatsgebäuden bestehen darf, sondern auch ertragreichen Grund und Boden aufweisen soll. Da auf die Domänen die Schulden des Landes mit radiziert sind, so trägt es wesentlich zur Erhöhung des Staatskredits bei, wenn das Wesen der Domänen dadurch verändert wird, daß sie in das Staatseigentum übertragen werden. Aus allen diesen Erwägungen tvird man wohl nicht umhin können, die Grundtendenz des Ausschußantrages als durchaus berechtigt anzuerkennen. Es erscheint jedoch auch notwendig, daneben auf die Bedenken einer solchen Umwandlung aufmerksam zu machen. Der Landesfürst ist nach dem gegenwärtigen Verhältnis der Domänen als Chef seines Hauses immer noch der Eigentümer der Domänen. Wenn er auch über sein Eigentum, da es unveräußerlich ist, nicht verfügen kann und deshalb sein Recht eigentlich nur noch auf ein Hoheitsrecht beschränkt ist, so ist doch das landesfürstliche Haus dürch den Grund und Bodeit mit dem Land untrennbar verbunden. Wird nun dieser Grund und Boden in das Staatseigentum übergeführt, so wird der Landesfürst gewissermaßen zum Beamten des Staates, dem er fein Grundeiig en tum zur Bestreitung staatlicher Bedürftnsse überlassen hat. Weiter ist noch zu bedenken, daß als Besitz des Großh. Familie neigentu ms auch z. B. eingetragen sind in Darmstadt das Residenzschloß, das Alte Palais und der Großh. Marstall, das Jagdschloß Wolfsgarten, Schloß Romrod in Oberhessen und sonstige Besitzungen, die der Großherzog für die Bedürfnisse^ feiner Familie benötigt. Wenn nun die Ueberführung aller dieser Gebäude in das Staatseigentum erfolgt, so würde der Landesherr in diesen ihm überlassenen Staatsgebäuden nur ein Wohnrecht besitzen. In dieser Richtung wären zweifellos, wenn der Antrag zu näheren Verhandlungen mit der Regierung und lder Krone führen sollte, im Interesse der Unabhängigkeit des Landeshierrn bestimmte Vereinbarungen zu treffen. Wenn das Kammerplenum den Antrag des Ausschusses zur Besprechung stellt und die Regierung sich darauf einzugehwr bereit erklärt, so würden für die nächste Zeit in unserem Großherzogtum interessante Auseinandersetzungen hinsichtlich des Domanialgutes zu erwarten sein. Wir wollen hoffen, daß das vielleicht unbewußt in dem Antrag liegende radikale Bestreben durch vernünftige Vermittelungsvi^rschläge einen befriedigenden Ausgleich erhalten möge! Der Abbruch der Verhandlungen? London, 26. Jan. (Meldung» des Reuterschen Bureaus.) Tie Delegierten der Balkanstaaten haben beschlossen, die Verhandlungen abzubrechen. Wie das Reuter'sche Bureau erfährt, haben die Balkan delegierten ein Komitee eingesetzt, dem je ein Vertreter der Delegationen angehört, um ein Schreibe n aufzu setzen, das der türkischen Mission überleben werden soll. In diesem Sck^reiben soll der türkischen Mission der Beschluß der Balkandelegierten, die Verhandlungen ab» zubrechen, mit geteilt werden. Es ist unbekannt, wann das Schreiben überreicht werden soll, aber die Ueberreichung wird wahrscheinlich morgen (Sonntag) stattfinden. (Das Reuzer-Telegramm ist vom 26. Januar datiert.) Bis zur Stunde liegt noch keine Meldung darüber vor, ob die Delegierten der Balkanstaaten eine Mitteilung in dem obigen Sinne der Türkei tatsächlich überreicht haben. Es könnte sich aruch um eine Einschüchterungstaktik handeln, zumal man darin ja von den Großmächten das beste Beispiel hatte abgucken fönueit. Zwischen Lipp und Kelchesrand, schwebt der finj’tcrrt Mächte Band. Man füllt den Leidenskelch für die Türken wieder mit der sauersten Arznei, und — läßt ihn bann eine Weile stehen. Vielleicht wird die offizielle Kündigung des Waffenstillstandes doch erst dann stattfinden, wenn die Pforte ihre noch ausstehende Antwort abgegeben hat. Auch Rußland hat den gefüllten >tmg noch neben sich stehen und scheut sich, ihn an die Lippen zu führen; in Armenien sind die Truppen des garen noch nicht einmarschiert. Das gibt der amtlichen „Norddeutschen Allgem. Ztg." Mut zu folgender Erklärung: Soweit die neuen Ereignisse in Konstantinopel von der europäischen P r esse mit Ernst und Einsicht gewürdigt werden, tritt überall der Gedanke hervor, daß w i ch t i g st e für die weitere Verhandlung der Orientwirren sei die Bewahrung der Einigkeit unter den Großmächten zur Fortsetzung ihrer gemeinsamen Arbeit und zur Wiederherstellung d^s Friedens. Dazu gehört vor allem das Festhalten an der bisher beobachteten Neutralität. Tatsächlich besteht fein Grund zur Annahme, daß einzelne Mächte das Konzert verlassen wollen, um in die Einwilligung der Dinge im Orient nach eigenem Ermessen einzugreifen. Für das gemeinsame Auftreten Europas kommen Zwangs- maßregeln gegen die Türken nicht in Frage. Sie würden mit den Grundsätzen der Neuttalität nicht im Einklang stehen und könnten bedenkliche Folgen haben. Es bleibt im Interesse der Einigkeit unter den Großmächten nur das Weitergehen auf dem Wege gemeinsamer diplomatischer Einwirkung, um neue Feindseligkeiten zu verhüten oder, falls dieses unmöglich sei, sie örtlich und zeitlich -einzuschränken. Zuerst also ein Rüffel: >es gibt Zeitungen, die nicht „mit Ernst und Einsicht" die Dinge würdigen. ?lber warum sollte man so ganz unempfindlich fein gegen den Humor, der, vielleicht unfreiwillig, häufig aus dem Türspalt bei den Londoner Vereinbarungen herauslugt? Ist es denn — Zwei namhafte Berliner Kunstgrößen, Paul Lindau, der Dichter, und Mbert B a s s e r m a n n, der Schauspieler, haben jetzt den Weg zur Filmdramatik gefunden. Jener Hot deir jedenfalls interessanten Versuch gemacht, sein bekanntes Schauspiel „Der Andere" in ein modernes Kinostück zu vertvandeln, dieser ist als gefälliger Helfer unter die Filmdarsteller gegangen, indem er für das Schauspiel auf der stummen Leinwand die Hauptrolle des „Rechtsanwalts" (eigentlich Staatsanwalts) Tr. Hellers übernahm, ein Experiment, das seinen Ursprung dem löblichen Ziele verdankt, bem Filmdrama der Zukunft einen neuen, künstlerisch wertvolleren Inhalt zu geben. Für die Wahl von Lmdaus Zweiseelenstück sprach sicher manch gewichttger ®ninb. ut durch eine Aeußerimg Hippolyte Taeines angeregt, daß -Nenschm mit übermüdetem Gehirn bistveilen ein seltsames seelisches t i o n gebildet. Polarfahrer Theodor Lerner (Frankfurt), der Spitzbergen sechsmal durchforschte, zeichnete in längerem Vorivage ein Bild der Inselgruppe und schilderte den bisherigen Verlauf der Schröderschen Reise. Er forderte zur sofortigen Hilfe die Ausrüstung einer Schiffsexpedition auf, die versuchen soll, zwisckien Grönland und dem Ostlandeis die Nordspite Spitzbergens zu erreichen, inn dann die einzelner Lager der bedrohten Forscher zu erreichen. Tie Kosten der Reise veranschlagt er auf 50 000 Mark. Wenn von Berlin aus nicht bald Maßregeln ergriffen würden, dann solle Frankfurt allein die Mittel aufbringen. Demgegenüber betonte der Meteorologe Dr. Linke (Frankfurt), daß die vorgeschlagene Schistsexpedition von Norden her nur ein Spiel mit Menschenleben s e i und die Berliner Zentrale sieb hierzu nicht verstände. Geheimrat Hergesell (Straßburg) äußerte sich schriftlich dahin, daß die norwegischen Fachleute es für ausgeschlossen batten, jetzt durch das Treibeis zu Schiff vorzudringen. Der gleichen Meinung ist Professor von Dry- galskh (München), der als frühesten Termin einer Schiffsexpedition den Juli ansieht und dann mir von der Adv-entybay auch nach Norden Vordringen will. Im übrigen beurteile man in Norwegen di e Lage der Expedition bei weitem! nicht s o ernst al s hier, wo die deutsche Presse die Sache vielfach aufgebauscht habe. Gras von Zeppelin ließ durch Kapitänleutnant Glund (Friedrichshafen) erflären, daß man vorerst kein Schiff entsenden, sondern von M>ventybat) auf dem Landwege Vordringen solle. Erst weim dieser Weg feUschlagc, möge man von Trornsö eine Schiffsexpedition ausrüsten, jetzt aber solle man sofort die Pläne zur Rettung ausarbeiten und nach Tronffv senden. Für die Expedition stellte der Gras 10000 Warf zur Verfügung. Die Ausrüstung mit den erforderlichen Medikamenten übernehme Apotheker Szamatvlski (Frankfurt). Der Hilfsausschuß tritt in den nächsten Tagen bereits mit einem Aufruf an die Oeffentlichkeit. und manchmal fühlt man sich schon versucht, zu zitieren: „Die Komposition mußte ganz und gar mit großen oder kleinen Sekmid-- und dergleichen Allorden durchsetzt fein, die ohne Vernunft und Absicht angemenbet wurden, außer wenn man diesem Harmonie- Stil die Wsicht beilegte, dem Ohr so oft als möglich unangenehm zu fein. Diese Musiker fanden an dissonierenden 9Lfforben eben solchen Geschmack wie manche Tiere am Salze und an stachlichen Pflanzen." Das schrieb gewiß ein alter Reaktionär! Nein: das schrieb einer der kühnsten Balmbrecher der neueren Musik — kein Geringerer als Berlioz! Darum braucht nun aber die ältere Komposilionsweise keineswegs als „Schlaglwum, als un- uuigängliches Muster zu blinder Nachahmung, kurz als Brett, mit dem die Well vernagelt ist, hingestellt zu Iverden" (Liszt). Die Kunst ist uns kein „Speicher voll getrockneter Früchte", b-e man einfach zu bewachen und zu bewahren hat, sondern ein lebendig grünendes und treibendes Fruchtfeld. Lassen wir die Saat also getrost in die Halme schießen — mögen immerhin taube Schößlinge und Unkraut dazwischenwachsen, wenn sie sich nur wicht allzu breit machen! Tie Leistungen der Aussützrenden: Redner (Violine), H e g a r (Violoncell) und Irautmann (Klavier) standen wieder auf bedeutender künstlerischer Höhe: bei der Schlußnummer schien eine kleine Ermüdung platzzugreifen: eine Klaviertaste erwies sich als nicht stimMfeft. Besonders hervorheben möchten wir die warme und sckpoungvolle Wiedergabe der mit Schwierigkeiten reich bedachten Sonate von Karg-Elert. Eine freundliche Abwechslung brachten die durchweg auf den Ton anmutiger Heiterkeit und Lebensfreude gestimmten Vorträge der geschätzten Konzertsängerin Frl. Carola Hubert aus Köln. Mit glockenreiner, tvohlgesckmlter Stinrme, packendem Vortrag und tadelloser Aussprache sang sie mehrere Lieder des Altmeisters Schubert, die es reichlich verdienten, öfter auf den Programmen zu; erscheinen: welch reizendes «eines Meisterstück an Erfindung ist z. >B. das Liedchen „An die Laute". Eine angenehme Ueberrasckung boten auch die Lieder von Julius Weismaun, der in der UcberfüHe der neueren Liederkomposition sich Beachtung zu verschaffen wußte. Er sackst in den heute gehörten vier Liedern nicht durch Neuheit und Geistteichheit zu verblüffen, sondern läßt sich mit Erfolg genügen, durch frische Natürlichkeit zu erfreuen. Das volkstümlich anmutende „Sonnenlied" mußte wiederholt werden. §>err Professor Trautmann begleitete die Gesänge in seiner feinsinnigen und wirkungsvollen Weise. * P- Deutsche hilse für Spitzbergen. Frankfurt a. M., 26. Jan. Unter dem Vorsitz des Direktors Professors Dr. zur Straßen (Frankfurt a. M.) hat sich heute hier ein Hilfsausschuß zur Rettung der im Innern Spitzbergens eingefchlossenen Schröder-Stranz-Expedi- Gietzener Konsctfvercim 6. Konzert. 2. Kammer rnnsikabend. Gießen, 26. Januar. In anregender Mischung von älterer und neuester Musik führte uns das heutige Programm von Mozart über Schubert und Smetana zu.zivei hier noch kaum bekannten Tondichtern der neuesten Zeit. — Smetana (1824—1884) ist eine echte Musiker Natur von national-böhmischem Gepräge: trotz seiner schweren Lebensschichale (er wurde taub und starb im' Irrenhaus) strömt er über von.Klangesfreude und gemahnt in natürlichem Melodien und Formen-Reichtum ost an Fr. Schubert: Von den 8 Opern Smetanas ist „Die verkaufte Braut" auch in Deutschland heimisch geworden. Seine symphonischen Dichtungen und Kammermusikwerke verdienen mehr bekannt zu werden. Sem G-moll-Tno war vielleicht die erfrischendste und am unmittelbarsten hackende instrumentale Gabe des ganzen heutigen Mends. Weit schwerere Kost bot Karg-Elert. Seine Schaffensart und speziell seine heute erstmals Tyier gehörte Sonate für Klavier und Violoncell sind sckwn von anderer Seite in diesen Blättern näher analysiert worden, — teilweise wohl auf Grund eigener Angaben des Künstlers über feine Intentionen; inwieweit es ihm gelungen ist letztere in klingende Wirklichkeit umzusetzen, wird nach erstmaligeni Hören schwer zu sagen sein; eine gewisse Zerrissenheit, ein Allzuviel an modu latorischer und rhythniischer Würze, eine einseitige Betonung des „Geistreichen" teilt er mit den meisten Modernen. Doch ist anzuerkennen, daß er melodische Ruhepunkte nicht ganz verschmäht und sich auch nicht darauf kapriziert, ohne innere Notwendigkeit die historisch gewachsenen Kunstformen zu zerbrechen. Am eindrucksvollsten fanden mir den 2. Satz der Sonate. . Dcerkwürdig, wie nach solch scharf gewürztem Genutz dav liebliche und fonnenschone E-dur-Trio von Mozart — man erschrecke nicht über die ketzerische Offenheit! — ftellenweye etwas abgeblaßt und konventionell kühl erschien. Es hat eben leine zwei Seiten, das Programm aus so verschiedenen Ingredienzien zu mischen: zweifellos gewährt es einen Vorzug, nach mühjamer zu genießenden Neuheiteii noch beliebtes und bewährtes Altes als leichtbekömmlichen Abschiedstrank zu kredenzen; die Schattenseite ist, daß man sich mit einem gewissen schmerzhaften Ruck aus der finen künstlerischen Welt herausreißen und auf eine gang anders geartete einstellen muß — wobei leicht Beide zu kurz kommen. gestatte man noch ein paar Worte allgemeiner Stellung- Afl-' 1 dem Kampfgeschrei zwischen alter, neuer und aller- Kub. Vo ^usik: Wir sind durchaus für lebendiges Fortschreiten •*i ‘>cn mir solches nicht schon ohne weiteres im Forcieren -j. 1iVt auffallenden Sprüngen. Es sind viele Seiten- n;l 'juge dabei, die auf Abwege, oder zu mcksts fuhren iober füll’ Schließlich mußte der Sultan vor. ft i II ft a n und der frühere V zum Minister der Direktor des genIVnverBeysnach geben. Der frühere Minister des Innern Zinanzminister wurden verhaftet. M u k h t a r Bey wurde endgültig des Acußcrn ernannt. Hassan Mi, en abgebrochen und der Waffen ü n d i g t werden. beriet darauf auf der Pforte über die Frage, ob Krieg Frieden und über die Antwort auf die Note der Mächte. Nenn Opfer des Umsturzes. Konstantinopel, 25. Jan. Wie erst gestern Die Entsendung englicher Schiffe. London, 26. Jan. Das Reutersche Bureau meldet aus Malta: Die Schlachtschiffe „König Edward VII." und „New Zcalandia" erhielten Befehl, nach dem Osten &u gehen. „Alemdar" und Djevad, der Geschäftsführer des „Jkidarn", find Verhaftet würden. Der Journalist Nour Eddin. nach leben sichren und in einer Art von wachenr Traumzustand Dinge begehen, die ihrer Natur und Erziehung zuwider lausen, und bc- Ixtnbelt in diesem Sinne die Geschichte eines kranken Staats- (hier Recht:- > anwalrs, der bei Tage ein arbeitsamer und würdiger Übertreter seines Standes ist, um nachts in Gemeinschaft mit schweren Verbrechern verwegene Einbrüche zu begehen. Das Stück knüpft also mit seiner Hervorkelrung stark und unmittelbar nnrfcnber Gegensätze und der Darstellung nervenpeitsckumder Vorgänge stofflich ganz stilgemäs- au die bü-1 mge Filmdramatik an. Gleichwohl wird man nicht behaupten können, das; der an sich dankenswerte Versuch überzeugend gelungen wäre. Tas Kinostück baut sich, was eigentlich nicht erst zu beweisen war, eben auf wesentlich anderer Voraussetzung als das gesprochene Drama auf und tot seine eigenen künstlerischen Gesetze. Man wird sie respek tieren müssen, soll anders die so erstrebenswerte Reform des Kinos lieh out aussichtsreicher Balm we terentw ckeln. DaS Filnidrama, das den stampf gegen den Filmfchund unserer Tage siegreich bestellen null, mutz, wie die „Post" sehr richtig'bemerkt, eigens für tos Llchtsp,eltl/eater „gedichtet" sein, eine neue, bodenwüchsige Eorm unterer Dramatik darstellen. Dies wäre die künftige Aufgabe, nicht dramatische Ereignisse unserer- Bühne für die Wiedergabe im Kino zu „bearbeiten". Deshalb mußte auch Bassermann enttaiychen. Es luar gewit- fesselnd, die tadellos eleganten Manieren und trefflichen n.imisckien Künste dieses Schauspielers einmal in der etoraktenstiseton Spiegelung einer Lichtbildaufnahme ut beobachten, aber herüber hinaus ist es ihm nicht .gelungen Teilnahme für seinen Helden in uns zu ermetfen. Hier fehlte das gesprochene Wort, für das die erläuternden Begleiterscheinungen aus der Leimvand nur einen unvollkommenen Ersatz boten, der dann auch mehr als einmal eine ungewollte Heiterkeit im Publikum auslüste.. In Summa, ein gutgemeinter Versuch, dessen Ver dienstlichleit in den Lehren liegt, die man aus ihm ziehen wird. — Eine „P r i v a t a u f s ü h r u n g" des P a r s i f a l in Monte Earlo. Trotz des Verbotes des Fürsten von Monaco der die geplante öffentliche Missührung des Parsisal in der Mont. Earlo-Oper untersagt hatte, dauern bic Prvlxm, wie der Eorrierc della Sera zu melden weiß, unverändert fort. Man wird jetzt eine „Privatemfführung" veranstalten, zn der selbst die Press, keinen Zutritt erlangen soll. Zu her Mifführung sollen alle ien Leute eingelüben werden, die bezahlte Plätze vorausbestellt hatten Sofia, 26. Jan. Mle Informationen in Rogierungs- lrcisen bestätigen, baß die Regierung entschlossen ist, die weitere Entwickelung der Ereignisse in Konstantinopel ruhig abzuwarten und den Großmächten eventuell weitere Schritte zur Förderung des Friedensschlusses zu überlassen. Erst wenn das neue türkische Kabinett die Mtretung Adriauopels verweigern füllte, würden die Ve r h a n d l u n L^bolj; wj sich W-n ge i h n nicht s e lb st empfing, sondern die Verhandlungen über die Bildung des neuen Kabinetts nur durch die Vermittlung der Würdenträger führte. Der Sultan schlug zunächst die Umbildung des Kabinetts unter Kiamil Pascha mit Mahmud Schenket als Kriegsminister und später die Ernennung Ferid Paschas oder Achmed Mukhtar Paschas d e n V o r s ch l ä - & * btt b»>>b Ä** “ siänd'q ß-itAeld'zul fe® Ä g^ner * Y Aösfiulng des ö Etzel Sri ^ 34 Ä KM U“»S gk i*” £ MS n Sieben^1 8. Bedienst gebracht haben. Wenn man die Zahl der in den Hotels eingekehrten Gäste betrachtet, so ergibt sich, daß ihre Zahl von Jahr zu Jahr gewachsen ist. Es handelt -ich bei. ihnen hauptsächlich um Geschäftsreisende Die Statistik ergibt für sie eine Vermehrung um 2500—3000 Personell, so daß der Ausfall au Fremden durch ba3 Nichtstattfinden der Viehmärktc mit 12000 bis 13000 nicht zu hoch ist. ** Landwirts chastska mm er. Unter dem Vorsitz bc5 Geh. Regierungsrats Haas sand eine Sitzung des Vorstandes der Landwirtschaftskaminer in Darmstadt statt. Die Stelle eines juristischen Hilfsarbeiters wurde Rechtsanwalt Me.sel übertragen. Wegen des Erlasses eines M il ch st r a s g ese tze s steht der Vorstand aut dem Standpunkt, daß die Angelegenheit durch Reicks' gesetz iher Regelung zu finden hat Zur Besprechung der Frage wurde ein Sonderausschuß eingesetzt. Die Sortenanbau- v ersuche sollen in seitheriger Weise weitergeführt und besonder? auch auf Versuche mit 'Fitttergewäckscn ausgedehnt werben. 99egen der Sammelstclle des Pflanzenschutzdienstes ist im Laufe des Frühjahrs eine gemeinschaftliche Besprechung und Jnstruktions- erteiiung beabsichtigt. Der Hengsthaltungsgenossen- schaft Maar wird ein Zuschuß von 250 Mark bewilligt. Der Neuvachtung einer Weide für den Landwirtschaftskammer-Aus schuf; Rheinhessen in der Gemeinde Heppeicheim in Rheinhessen wirb iiigeftimmt. wahr und ganz ernst, daß die „Bewahrung her Einigkeit" das wich tigfte bei den Entschließungen der ein- aelncn Macht fei? Wenn wir dem Taktstock des Staatssekretärs Grey überall genau folgen, wird die Harmonie ja freilich hergestellt Es ist aber doch kaum ein Zufall, daß Blätter verschiedener Richtung in der Kritik des Bathmannschen Handelns übereinstimmen. So hat das „Berliner Tageblatt" mit bemerkenswerter Entschiedenheil es getadelt, daß die deutsche Unterschrift unter der Drohnote der Möchte stand, und auch heute spricht das Blatt wieder von der „schwächlichen und schwankenden" Orientpolitik der deutschen Regierung. Die „Nordd. Allgem. Ztg." stellt aber auch die erfreuliche Forderung fest, daß keine Zwnngs- maßregetn gegen die Türkei in Frage kamen. Wenn aber Rußland an dem festhält, was es in der offiziösen „Rossija" verlauten läßt, bann ist die Einigkeit wieder gefährdet. Es ist erfreulich, daß die „Nordd. Allgem. Ztg." die Neutralität gewahrt wissen will, und wenn die Regierung in diesem Sinne für die Einigkeit der Mächte tätig sein will, wollen wir's begrüßen. Ein dunkler Punkt ist dann freilich die „diplomatische Einwirlüng". Es steckt, wie man aus der Regierungserklärung heiter herauslesen dürfte, nichts dahinter. Mau erkennt heute unschwer, daß die Fassung der gemeinsametr Note der Großmächte ein Kompromiß darstellte. Tie Note ist aber auch eine der vielen europäischen Spiegelfechtereien, die wir seit der Festlegung des Status quo auf dem Balkan seit ein paar Monaten erlebt haben. Wir erhalten folgende MÄdungen: Konstantinopel, 24. Jan. Tie gestrigen Ereign sse erregen fortdauernd in der Stadt ungeheures Au sehen. Eine Menge von Mehreren tausend Köpfen füllte am Nachmittag die Straßen von Stmnbul, die zur Pforte führen, um den neuen Scheich uel Islam vorüberziehen zu sehen. Mle jrmgtürkischen Journalisten, frühere Deputierte und Beaukte, die wegen Preßvergehen gefangen gesetzt worden waren, sind freigelassen worden. An den Mittelpunkten des öfientlick>en Verkehrs erscheinen wieder die bekannten jungtürkischen Gesichter, die seit langem verschwunden waren. Das neue Kabinett fett sich ganz aus hervorragenden Mitgliedern des jungtürkischen Komitees zusammen. In dem Kabinett ist auch ein Christ, Postmünster Osman, und ein Armenier. Um 7 Uhr abends leisteten die Minister den Eid. Ter Ministerrat " Wegen SittlichkeitSverb rechens verto ■ii Untersuchungshaft genommen wurde gestern var richtig, diese beiden an den Anfang zu stellen, wenn gezeigt werden sollte, welches bic Geister waren, die die Ideen in das Volk genwrfcn hatten am denen das Befremngswcrk ruhte. Zugleich toben diese Manner aber auch gezeugt, daß die innere Befreiung des Volkes eine unendliche Aufgabe ist. Kant ist ber geütige Urheber ber Bewegung. Im Mittelpunkt seiner Philosophie steht ber Gedanke der Freiheit. Kant Hal auf5 stärkste auf bie Vorstellungen bcs Volkes gewirkt. Bedeutende Staat- männer Stein und Hardenberg) haben fick mit Stolz seine schiller genannt, hervorragende Vertreter der Rheologie ber Rechtswissenschaft, der Naturwissenschaft, der Philologie ber Kricclswisseiisctoft haben von ihm gelernt. Ter Popularphilo- wphie bet Zeit Kants gegenüber beburfte es einer Vertiefung - bie Philosophie mußte in bas Gemüt bcs Menschen, und lie mußte zu ber fruchtbaren Arbeit ber exakten Wissen- | cftaftcit Aurürfgefübrt werben Tie Rückkehr bes Menschen m 'Lne Person: Bestimme dich aus dir selbst! so faßt Schiller die Philosophie Kants zusammen. Nicht ist ba gemeint „sich auökben , tote ber Philister bies Wort heute versteht A l l - £m c i u wertvolle Werte setoffen. Ter Gjeift schafft bic Wirk- 'Ikett aus sich heraus, bic Welt wirb ihm zur Aufgabe Aber auch fern eigenes Scl bst wirb bem Menschen zur Auf ° M md)t am ben Instinkt verlassen. Erst wer uch stets für_ bie Allgemeinheit ovicrt, kann sein wahres Selbst erkennen. Auch am bem ästheckischen Gebiete müssen all- VSClUU/utl^ Werte geschaffen werben. Tas geläuterte Fuhlen bes Genies ist im ÄunfhverF enthalten. Kein anberer tot Mont besser ventanben wie Schiller, ber ba« alles an uxmbte aus das konkrete Mmschenleben. Von ieinem ursprüng- fintiert werben konnte, sind bei der blnügenSzenevor bem Saal des Ministerrates neun Personen getötet worden. Gestern vormittag wurden aus der Pforte neun Särge kftrausgetragen. Die Opfer sind au^er Rasim Pascha seine beiden Adjuttrnten Nafis und Salih, ferner ein Diener des Jüstizministers, ein solcher der Porte und ein Sekretär, angeblich auch der Hauptmann Kiais Jsli Tewfil und der Tragoman Nedschib. Tas neunte Opfer ist unbekannt; es soll ein früherer jung'ürkycher Abgeordneter sein, der den Kriegsminister erschossen hat. Man erzählt, Enver B c y hätte zuerst durch einen Diener seine Karte in den Ministerratssaal hineingesandt und um Zutritt gebeten. Da die Minister ihn nicht empfangen wollten^ tarn es zu einem Tumult, wobei ein Adjutant des Kriegsministers zuerst gefeuert habe. Darauf erschien der Kriegsminister in der Tür des Saales, um sich nach der Ursache des Tumults zu erkundigen. Die Eindringlinge drangen in den Saal. In diesem Augenblick fielen Schüsse und Nazim Pascha brach tödlich getroffen zusammen. Die in den Saal gedrungenen Jungtürten wollten in der Erregung des- Moments, wie behauptet wird, auch den Großwesir töten, der ihnen bittend e n t g e g e n g e g a n g e n und so fein Leben' gerettet haben soll. Die früheren Minister des Innern und der Finanzen werden noch gefangen gehalten. Neber das Erscheinen Enver Beys im Sultans- palaste verlautet, daß infolge des Einschreitens der Hof- chargen, die das schlimmste befürchteten, der Sultan Weuh'chl \\[ DiedrMw nutzen, butä der deutjchei diesmal fer Karl von $ düngen, zu Der Fe gefeiert we gelungen, eignissen d • gleichzeitig dieses Jahi Wäum d werden wii . Gi in der hey .mm Zeil [, Mgen am besondere $ heute in übli kand aestern ländischen F, nant" in eine ilehen ließ . Die milit Hf °urch die Lick We, March Anlage b W- hier t Wenstreich S88 ÄS’ 1 eÖQnc N-und ^llesdienft । Spbc ab. 1 l^erkorpsi h» b,e Man- linb^ roi*6' Öodjai iÄfSSI i Kl'oder eS tn <ßericbbfaal. Die Revision int Schapiro-Hirsch-Prozeß zurückgewiesen. <• m . • Leipzig, 25. Jan. Das Reichsgericht verwarf bic Revision des Redakteurs Heinrich Hirsch voin „Neuesten Anzeiger in Mainz, der am 9. Juli 1912 vom Landgericht Darmstadt wegen Beleidigung der früheren Polizeiassistentin Frau jjt. Schapiro und des Beigeordneten Berndt zu vier Aconatcn Gefängnis verurteilt worden ist, nachdem em früher aus sechs Monate lautendes Urteil des Landgerichts Mainz aus die Revision des Angeklagten vom Reichsgericht aufgehoben worden war. — Ferner verwarf das Reichsgericht die Revision demselben An- gcklagteii, der wegen einer weiteren Bcleidigiing des Beigeordneten Berndt vom Landgericht Mainz am 22. Mar 1912 zu Zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden ist. vereinrnachrichten. ---- Mainzlar, 26. Jan. Der Turnverein, der im Laufe dieses Sommers sein Fahnenweihfest feiern wird, hielt gestern abend sein Wintervcrgnügen ab. Der 2. Vorsitzende Scurz eriimertc an die geschichtlichen Ereignisse vor 100 Jahren. Die von Lehrer Weisel eingeübten Theaterstücke wurden gut gespielt. Nation, heute der deutsche Kaiser schlechthin. Sie ist das Symbol schwerervungener deutscher Einheit, lebendiger Einheit, in der die Fülle der Kräfte zu freiem Austausch Zusammentreffen soN, ohne eine einzige unter ihen zu erdrücken: daumeinst der Zankapfel deutscher Stämme und Fürstenhäuser, heut die im Bewußtsein des Volkes gesicherte Spitze einer RcichSvcrfassung, die, so wie sie ist, ein begrifflich seltsames Gebilde, mir dem kühnen Kopfe eines deutschen Staatsmaimes entspringen konnte. Sic ist das Symbol deutschen Willens zur Selbstbcbauptnng im Ringe der Völker. So ist sie in blutigen Tagen geschmiedet worden, aber nicht um Blut und Eisen zu verewigen, sondern um mit Blut und Eisen die Güter zu sichern, die diesem deutschen Volk von Alters her die teuersten warm: die Güter dcutsckten Denkens und deutschen Glaubms. Schirmend schwebe sic heute und immer über diesen Heiligtümern! Wir meinen und wir glauben, diese Heiligtümer haben die geheime Kraft, den, der sie schützen will, stark z» machm gegen jedm Feind. Dem Träger dieser Krone, dcnt deutschen Kaiser, gilt unsere Feier. Erheben Sie, meine Herrn, Ihre Gläser und rufen Sie mit mir: Seine Majestät, per deutsche Kaiser, Wilhelm II., hoch, hoch, hoch! — In das Kaiserhoch stimmte die Versammlung begeistert ein. * -ff Lollar, 27. Jan. Der Veteranen- und Krieger verein „Ludwig zur Treue" feierte am Samstag im „Schwanen" den Geburtstag des Kaisers. Der erste Vorsitzende Schsemangk eröffnete die Feier mit einer Ansprache, die mit einem Hoch auf den Kaiser endigte. Das Hoch auf den Groffherzog brachte Bürgermeister Schmidt aus. Zwei vorzüglich zu Gehör gebrachte Sologesänge „Das teure Vaterhaus" und „Seemanns Hcimw-el/' sowie mehrere unter Musikbegleitung gesungene Lieder verherrlichten die Feier. ~ Lauterbach, 26. Jan. Die höhere Bürgerschule veranstaltete gestern nachmittag im Saalbau zum Johannesberg eine öffentliche Kaisers-Geburtstagsfeier. Die Leitung brachte die Zeit der Befreiungskriege in wohlgelungener Weise zur Vorführung. Die Schüler hatten in wock>cnlangcr Vorbereitung Einzclvorträge und Lieder fleißig einstudiert. — Ter K r i c'g e r v e r c i n feierte den Geburtstag des Kaisers am Mcnd in der Turnhalle in Gestalt eines Familienabends. Es gelangten zwei Theaterstücke zur Aufführung. Der Lauterbacher Musilberein füllte die Pausen mit einigen Konzertstücken aus. 0 Laubach, 26. Jan. Im festlich geschmückten Saale de§ „Solmser £)ofeS* veranstaltete gestern nachmittag daß Gymnasium Fricdericianuin eine öffentliche Vorfeier von Kaisers Gebtirtstag. Bei der Feier trat daß seit Ostern neu- gegrüiidete Schülerorchester zmn ersten Male in die Ocffent- lichkeit; echtes, musikalisches Feingefühl seines jungen Leiters ließ die zu künstlerischem Vortrag gebrachte Symphonie erkennen und ivoblverdient war der Beifall. Prof. Dr. Wetzel hielt die Festrede. — Im 93. Lebensjahre ist der älteste Einwohner unserer Stadt, der grast. Jäger Adam Diehl, an Altersschwäche gestorben. o. Butzbach, 26. Jan. Gestern abend fand im Hotel „Hessischer Hof" die Feier des Geburtstages des Kaisers durch den Kriegerverein statt, bei der auch die Offiziere und Unter» offiziere der hiesigen Garnison sich zahlreich beteiligt hatten. Ter Vorsitzende des Vereins, Medizinalrat Dr. Vogt, brachte das Kaiserhoch aus. Msdann hielt er seinen Vortrag: „Wie er- ziehen wir unsere Jugend zur Vaterlandsliebe". Nachdem die Kapelle des 168. Infanterie-Regiments einige Musikstücke mit Fanfaren gespielt hatte, schloß sich der übliche Tanz an. zurzeit verfügbar find. rv. Höchst a. M., 25. Jan. Gestern nachmittag wurde in den Höchster Farbwerken der 30 Jahre alte Arbeiter Dietrich, der an einem Kessel zur Destillation von Karbolsäure beschäftigt war, von einer plötzlich aus der Heizung schlagenden Stichflamme, die gleichzeitig den Kessel erfaßte, getroffen und mit Säure überschüttet. Er stand sofort in Flammen und war in wenigen Augenblicken eine Leiche. Eingesandt. lFNr Form und Inhalt aller Vinter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.l Oppenrod. Zu dem kürzlich erschienenen Eingesandt unter Oppenrod tvegen anonymer Schreiben, erlaubt sich ein Ortsciuwohner folgendes anzuführen. Nach diesem Eingesandt sollen durch anonyme Schreiben eigene. Familienangehörige br troffen worden sein. Woher will der Einsender das luiffcn ? Da her Einsender ausfordert, der Angelegenheit auf den Grund zu gehen, möchte der Sckweiber dieses bitten, da nur einzelne Schreiber tn Betracht kommen können, daß sich alle unbeteiligten Cinivoljucv dem Unwesen energisch entgegenstellten. Es liegt rm Jntercssc des Einzelnen und der ganzen Gemeinde, datz damit endlich einmal gründlich aufgeräumt wird Der Einsender nimmt an, daß es gelingen wird, den Verfasser der an verschiedenen Platzen ausgehängten Plakate zu ermitteln, da man doch die Schriften vergleichen und untersuchen lassen könne. Er bittet darum, um d,e Schmach von der (Gemeinde iht beseitigen, daß leber Betuligte ernstlich um die Ermittelung der Täler bcwrgt fern möge. staittinopel angestellt würden, erweisen die gefährdete Lage der Stadt. „Es ist mir eine Frage der Zeit," erklärt der Geologe Hedemeycr. ^,Wenn kein ErdbÄcn die Stadt auf einmal zerstört, dann wird die langsame Senkung des Bodens ihr Vernichtung^ werk vollführen. Das kann 100Ö Jahre dauern: der ssntergang kann auch in einem Tage besiegelt werden. Aber )o viel steht feft, daß in etwa 1000 Jahren daS gegenwärtig schon so niedrige Niveau Konstantinopels mit all den glänzenden "Palästen des Bosporus ins Meer hinabgesunken fein wird. Eine Sage meldet, daß den dorischen Kolonisten, die vor 2500 Jahren Byganz bf gründeten, ein Prophet entgegentrat und folgenden Orakestpruch tat' „?llle Völker werden um) diese Stadt in blutigen Kämpfen ftreiten; aber sie ist bestim'mt, keinem zu gehören". Nach dm Ansicht der Geologen wird sich diese Prophezeiung in einer Erd katastrophe bewahrheiten, denn die Nordküste des Marmara-Men^, der Dardanellen und des Bosporus liegt direkt über lenem Erd behcn-ZcntriMi, das in pväl-istorischen Zeiten Europa und Apen Friedberg, 26. Jan. Heute cibend brannte wieder in demselben Hause in der Apothekeraasse, in dem eß vorige Wocbe gebrannt hatte. Diesmal brach da? Feuer ber Waschküche aus. ES scheint also doch ernst zu sein, mit dem Drohbrief, eS würde noch mehr brennen. Daß Hauß wirb jetzt ständig von Schutzleuten bewacht. d Bad Nauheim, 25. Jan. Im V o r tr a g s v c r c in bielt Pros Dr Baur- Darmstadt einen Vortrag über „N a p o - leons Feldzug 1812". Der Redner schilderte zunächst pst politische Lage und die tieferen Ursachen, die zum Kriege »wischen Napoleon und Mexander führten, um dann an der Sand einer Karte und eines Feldzugsplanes mit dem genauen Verlauf deS Kriegszuges und des äualvolleu Rückmarsches bekannt zu machen. Das zahlreich anwesende Publikum füllte den großen Saal des Sprndelhotels bis zum letztest'Plab und fpendcte dem Redner reichen Beifall. , ,r Starkenburg und Rheinhessen. m O f fe n b a ch a M., 27. Jan. Bei dem Kommers anläßlich der Eröffnimg des Neubaues der Technischen Lehranstalten gedachte Professor Etzel in längeren Ausführungen der Verdienste des Professors Brockmann, des ältesten Lehrers der Anstalt, an der er seit 34 Jahren wirke. Ihm zu Ehren habe man, eine ©hfhma ae'ammest, die Professor Brockmann-Stiftitng h i cn foU Der Zweck der Stiftung ist, würdigen und bedürftigen Schülern der Anstalt Unterstützungen zu gewähren und Mittel zur Anschaffung von Apparaten oder für neuere Forschungen zu geben, falls die Anstalt dazu nicht in der Lage ift. Das <2tiftungs- kapital, dessen Zinsen .ihm auf Lebens^it im Sinne der S if- tungsurkunde zur Vcrsügung stehen, betragt iut^ett 4000 Mk., bic von 200 Freunden der Anstalt zusammengebracht wurden. Hessen-Nassau. [] Biedenkopf, 26. Jan. Der Kreistag für den Kreiß Biedenkopf beschloß, von der Bildung einer allgemeinen Krankenkasse für den ganzen Kreiß Abstand zu nehmen, da bic bestehenden Ortskrankenkassen sämtlich beschlossen haben, zu allgemeinen Ortskrankenkassen für ihre jeweiligen Bezirke auSgestaltet zu werden. 'W Frankfurt a. M., 25. Jan. Der Finanzausschuß hat jetzt die Abrechnung über das 17. D e u t s ch e Du n e §» und Goldene Jubiläumsschießen vom Juli 1912 ferttaaestellt. Danach ergibt sich ein Ueberschuß von an- nähernd 10 0 0 0 0 M a r k. Hiervon sind für noch nicht zur Erledigung gelangte Angelegenheiten vorsichtshalber 30000 Mark zurückgestellt, so daß ungefähr 70 000 Mark Lins'chtl'ch in 'Mer --Nche Verbandstage i« j«1*“d . ntuCier -r Bedürbnssen A^ jrgj £, ,u «erben, lojjj d rC* * ■ i"* ■■«” 5 dick--» -rtM». «aunten * nert, ? „.itulivickelu l NI \ Liderungen .. . 1 MW m die bet !*• fl aeben ließ Die militärische Feier wurde gestern übend durch einen Zapfenstreich geleitet, der von der neuen Kaserne 5rrch die Licher Straße, Moltkestraße, Ost-Anluge, Walltor^- straße, Marltplatz, MäuSburg, Lindenplatz, Seltersweg und Süd-Anlage bis zur Wohnung des Regimentskommandeur^ ging. Hier wurden einige Musikstücke gespielt und der Zapfenstreich geschlagen. Dann ging der Zug durch die Msmarckstraße, Ludwigstraße und Kaiser^Allee nach der städtischen Kaserne. Der Festmontag wurde durch g r o ße s Wecken eingeleitet, das denselben Weg ging wre der Zavfenstrcich Um 8 Uhr wurde vom L>tadtkirchturm ein Choral geblasen. Um H W fand.katholischer uiid um IO1/4 Uhr evangelischer Festgottesdienst der veoeinrgtin Zivil- und Militärgemeinde statt. Der dem evmigelrschen Gottesdienst hielt Pfarrer Schwabe die Upredrgt. Gegen 11 Uhr hielt das Regiment auf OstvaWGatten Parade ab. Um 4 Uhr nachmittags versammelt sich das Ofsizierkorps im Kasino zum Festessen und am Abend schließen die Mannschaftsfeiern den militärischen Teil von Kaisers Geburtstagsfeier >aib. . TO{. Dns Festessen der Beamten- und Burger sch a f t fand bei guter Beteiligung im Saale des Geiellschaftsver-- eins statt Im Verlause des Mahles hielt der Rektor der Sanbäunto^fttät, Profcssoi D. Eck, Mgaibt An,prach°: Hochansehnliche Festversammlung! Wir sestrn^de? Kaisers Geburtstag: wir feiern itzi in dem Jahre, in dem — seit dem dunkeln 1888 — sich 25 Jahre der Regierung Wilhelms II. vollenden werden: . wn- f««n ihn in ernster Zeit, von der wir nicht wissen, was in ihrcni Schicksals schoße, heil- oder unheilschwanger verborgen liegt Um so mehr ziemt cs sich, an den Gedanken sich zu starken, die, vom enblicke frei, in diese Kaiserkrone m reicher geschicht- Symbolik verwoben sind. Sie ist daS Symbol 1 bt tausendjährigen Geschichte, in die dies .deutsche Volk ' Laubh^Lvollste politische Vergangenheit europäischer Kultur- ieW'0l.v '.o1: sich anzueignen, in seinem Blute für sich gewußt hat: einst der römischen Kaiser deutfcher Kaif ?rs Geburtstag. Alldeutschland feiert heute Kaisers Geburtstag. Am Kaiserhofe selbst wird die Feier in diesem Jahre stiller begangen werden, denn der dritte Sohii des- Kaisers,^Prinz Adalbert, ist an Masern und Lungenentzündung ertranft. Die deutschen Fürsten, die sonst Kaisers Geburtstag dd benutzen, durch ihr Erscheinen die Einigkeit und BundeStreue der deutschen Fürsten und- Staaten zu betonen, sind deshalb diesmal fern geblieben und nur das Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen W nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen- zur Geburtstagsfeier gekommen. Der Festtag wird in ganz Deutschland besonders freudig gefeiert werden, ist es doch der Friedenspolitiv des Kaisers gelungen, daß unser Vaterland von den kriegerischen Ereignissen der letzten Fahre unberührt gchlieben ist. Und gleichzeitig richtet sich der Blick voraus auf den 15. Juni Siele? Jahres, an welchem Tage das silberne Regierungs- jubiläum des Kaisers von Alldeutschland festlich begangen toCTb^n Gießen fand die Feier von Kaisers Geburtstag in der herkömmlichen Weise statt. Die Schulen feierten zum Teil schon am Samstag und zahlreiche Vereine be- aingeu am Samstag imb Sonntag den festlichen Tag durch besondere Veranstaltungen. Auck) das Stadttheater, das heute in üblicher Weise eine besondere Fesworstellung. gibt, stand gestern abend schon unter dem Zeichen des vaterländischen Freudentages, indem es Gutzkows „Königsleutnant" in einer w-ohlgeluugenen Vorstellung über die Buhne Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wttteranssichten in Hessen <üt Dienstag, den 2». Jan. 1913: Trocken, falt, Nachtüost, tagsüber wärmer, svaler bewölkt. in zwei Weltteile spaltete. v m — Lola Montez als Operettenheldin. Jin Berliner Theater am Nollendorfplatz wurde zum ersten Male eine neue Operette von Leo Fall mifgeführt, „Die Stndcntengräfin", auf den von Viktor Leon nach einer Idee von Georg Fuchs verfaßten Text.. Tas Stück fand freundliche Aufnahme — der gcwolwte stürmische äußere '5rfolg aber, Ivie er sonst bei den Uraufführungen von Novitäten bei- „Großmeister" der Wiener Operette etns-utreten pflegt, ist dieswal nicht zu verzeichnen. Das liegt daran, daß diesmal der ganze Ton des Werkes sich wesentlich von der gcwolsnten Art der modernen Wienettschcn Operette unterscheidet. Hier herrscht feine intime Stimmung, entsprechend dem Charakter der Biedermeier' zeit, in der die Handlung sviclt. Die „©hihentengraftn ,st Lola Montez, die einen Studenten eines Münchener Korps liebt. Diesem bereitet aber die Polizei schwere Ungelcgenhciten, sic verhaftet ihn rctwlutionärcr Umtriebe wegen. Die „Studenten- gräfin" entwindet ihn den Häschern und läßt ihn nach Rotenstein, der „stillen" Stadt, bringen. Sie reift ihm' nach. Dort ist in zwischen der Student in einen schweren Horzenskonflikt geraten, denn er "begegnet seiner alten Liebe, und die Zuneigung zu ihr wird wieder lebendig. Die Studentengräfin entsagt nach, tyefhgcii Seelen kämpfen, und das junge Paar wird vereint. Die Musik Falls ist an allen Stellen hübsch und hnrfiant. Sie leidet icdoch an den Ucbcln des Bnck>es, das die Handlung Nicht straff genug zusanmimenhilt nnb sich in Längen und Breiten verliert So zerslattert auch die Pattitur, obgleich sie schr vitte wirksame Numnicrii enthält. Lea F-all z-eigt sich.inchieß-m Stücke, von s-ner sreundlichsten und liebenswürdigsten Seite. Er schreibt nne flüssige, anlwimelndc, gefällige und anmutige Musik, deren Reiz tn bei zarten Tvnsprache liegt. Tie Erfindung ist an allen Stellen kräftig, und sic äußert sich gleich wirksam in den Niimmern aus gesprochenen Walzercharaktcrs, wie auch in solchen, die melyr einen volkstümlich-gemütlichen Ton anschlagett. Tic Darstellung war ganz ausgereichnct. Ter Komponist tuitb die Darsteller wurden wiederholt an" die Rampe gerufen. * Macht der Gewohnheit. Kaufmann zu seinem neuen Kommis: „Ja, was ist bann das mit Ihnen? Jedesmal, wenn Sie eine „6" sehen, rufen Sie eine „2", sind Sie etwa kurz sichtig?" Kommis: „Entschnldigeii Sie, aber das warm dic^ Gewohnheit. Ich war bis jetzt in einem Damenschubgeschaft. * Keine Gefahr. Der Heilsarmeesoldat: „Bruder, wißet, wenii Ihr in ein Restaurant eintietet, so geltet Ihr qcrabe^ Wegs in die Hölle!" Eine tiefe Stimme ans dem Haufen: „Dm- macht ja nichts, mein Junge, nach ’ner halben Stunde schmeißt man uns doch wieder raus." Kleine Tageschrontt. In der Gemeinde Zlobitz lBczirk Kremster) sind, nach einer Meldung ans Brünn, zwei Personen an Blattern erkrmll. Tie Krankheit ist aus Ost-Ungarn eingeschleppt worden, wo turkisckfe. Soldaten interniert sind. . . . _ , , Am Samstag abend ereignete sich in Xrieft aus dem Dampfer „Ncsazia" der SchiffahttsgesellsckM Jstna eine Dy n a unter VI 0 M on. Ein Matrose und ein Steuermann wurden getötet, ein Heizer schwer verletzt. , r ,, In der 3. Avenue in New York stießen zwei H 0 chb achn < lüge zusammen und gerieten in Brand. Mehrere Personen wurden versetzt.___________________ Kandel und Perfebr, Volfeirirtltbaft Weitere Preissteigerungen auf dem Häute- nt a r r t Die neueren Versteigerungen von Häutevettverttinosge- nossenfchasten z. B. in Magdeburg und in Straßburg i E. haben für Großviehhäute Preise gezeitigt, die den Rekordpreis von Kassel geschlagen haben. In Straßburg wurde für das Pfund Kuhhaut 80 Psg. erlöst, ein Preis, der um so schwerer wiegt, als das dort feilgehaltene Gefälle nur für den Jnlandsmarkt angekautt wurde. Man fragt sich bei diesen Preisen nach gerade in den Kreisen der Lederindnstriellen wie man es fertig bringen soll mit diesen gewaltiaen Preissteigerungen für Rohhantc mit beit Preisen des Fertigleders anszukommen. Die Folge, fvtrb fein, baß das Leder und damit die Schuhwaren diesen Auffttcgen folgen werden. 'PöK I MW 6,4it ««i&Sl 5?,:Sal U"9 °m ÄtlcÄ| i)o( unh AMI 1 Md anl ■ an btntm ja erfohrunaTB tintim, tdünnet,■ Nonen und dem Gesang-» L? gelaufenen Ka.M Etlichen ^eitstessungen desN >0 Gasthaujern auf 625131 S” »uü.or -ie Frequenz 3 ■' fremde gesunken. MU 1 ne Liehmärkte auf diesen» 1 den süemdcnveckehr btiH Gewertschastshauses außuM le meistens arbeitsuchendeW e Gäste in den letzten fünfe hr ab, so ergeben sich füij ne die amtlichen ErgebnisseW c Mlen: 1909 = 56190,■ 1912 =- «. W $£[•■ 1 von Gästen, die durch bkl be gebracht werden, ist W> niden die Märkte ba-5 ganü Hj sie im letzten Bierteljch H eine Märkte und im letzta W ^ekimäckte statt. Zahl» xM 1 verglichen mit 1911 ch, -1 abt nebraät, bie Hauptsache f 7i uni» Bädern 11 fr» 2sH! ; an die Zahl der in den | chtet, so ergibt sich, daf , achfen. ift. Gs handelt jidi äflsrnfendc. Die ätatifli! ü um 2500-3000 Personen, [t . durch das Nchtstattsinden ■> ,3000 nicht M hoch ist. mei Unter dem BoM s; eine -iMg des MW h 'mslM statt. Tie Ztetle nns h echtsamvalt Meisel übertragen. « strasgesetzes steht dn M- Psg., Wcistkobl, Wirsing billigst; crtra-feire aesunde Zwiebeln u. nute rote Speiiemöbren, 10 Pmnd !VPfg.; große Auswahl in Bpfclnnen, 10 Stück von 20 Pfg. an, sowie Zitronen < » nnä nftt uiw. ÄlleS äußerst billig. 1680 0115 etOllt» elegante und einsacke werden nnnefertigt ul“l Wtlbelmstr. 8III. i Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Tode unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters sage» wir herzlichen Dank Besonderen Dank denen, die unserem lieben Vater so treu und hilfreich zur Seite gestanden haben. Im Namen der trauernden Kinder: 685 Ludwig Zoll Großh. Hess. Lokomotivführer. Gießen, Wiesbaden, den 27. Januar 1913. Das Beste für die Baut pflege ist: b1/. in Tuben und Dosen Zu haben in den Apotheken und Drogerien. Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft, Charlottcnbnrg, Salzufer 16. 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