Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Ein einziges Pfund Belastung wir wohl nie herausbringen. Cherry und ich stellten mittleriveile selben Wege um zu kehren. Wir konnten aber nur cm Rande der Äsbarre einen Weg her. Schlitten war auf hingen an ihrem Schlitten und wir t. li. Walsischbucht, fast 200 Kilometer näher am Pole, angelegt hatte. Doch lief er sich durch diese Nachricht nicht zur Eile treiben/ sondern blieb bei seinem ursprünglichen Plane. ■i ' ' n, Ader. ermäßigten) Rund« -n Norddcutschland ab Heidelberg und Karls^ mdauernd großer Beliebi- lönften Teile des Sdtoan- mlobahn bezw. den Hoden- u dem billigen Rundreisc- . meisten besuchten Gegcn- Lonate und berechtigen y linterbrechungen. Sniolg: ischen Generalabonnemenie [arten besonders rege gt- Mrzwaldfrcunde zu Berlin enieinnützigen Besttebunger ungen auf Rundreisclarln Ein Verzeichnis der ver Angaben ist gegen Pom eins, Reäftsammlt Walthn 11a, zu beziehen. Tagcskalcndcr aus dem Jahre 1813. 2 7. Jun i Vertrag zu R ei ch en b a ch zwischen O este rre i ch, Rußland und Preußen. Bei Ablehrnrng der von den Ver- bünbeten cm Napoleon gestellten Forderung, das Großherzog- tuur Warschiru, Illyrien und Hannover zurüchzugeben, verspricht O e st e r r e i ch, sich an die Verbündeten auzuschlicßcn. eins der Ponies retten. Eine Zeitlang schien es, als könnten zzver gerettet werden, doch glitt das eine aus und fiel ins Waner. Wir zogen es heraus, und die Zahnwale um uns herum gerieten in höchste Erregung. Das arme Tier konnte sich jedoch nicht wieder erheben, und so mußten wir es töten." In dem Standlager am Fuße des Erebus erfuhr Scott auch, daß Amundseu inzwischen die Basis seiner Expedition in der Jit Mazedonien wird geschossen. Die Tatsache, daß in Mazedonien geschossen wird, steht fest. Sie wäre an sich nicht einmal so aufregend, denn in jener schönen Gegend ist das Pulver immer billig gewesen, und solange wir zurückdenl'en, kamen im Frühjahr und im Sommer die Alarmmeldungen von den Metzeleien in Mazedonien, die einen integrierenden Bestandteil der sogenannten orientalischen Frage bildeten. Diesmal aber ist die Sache ernstlfafter, denn es sind die feindlichen Brüder, die nach glücklich beendetem Freiheitskampf darauf brennen, den Kampf um die Vorherrschaft auf dem Balkan durchzufechten, die schöne Losung „Kreuz wider .Halbmond" durch die minder wohlklingende „.Kreuz wider Kreuz" zu ersetzen. Freilich bildet das serbisch-bulgarische Gewehrfeuer, welches auS Zlatowo und Ratlowat gemeldet wurde und das angeblich sogar von dem Baß, der Kanonen begleitet wurde, nur den Unterton zu ben Verhandlungen, die zurzeit nod) immer zwischen Bulgarien einerseits und Serbien und Griechenland andererseits geführt werden. Aber die auf taktischen Gründen beruhende Zauderpolitik Bulgariens und die wiederholte Kabinettskrise in Serbien lassen am deutlichsten erkennen, wie sehr auf beiden Seiten die Leidensclxrften entflammt sind, und daß die Dinge trotz der russischen Vermittlungsversuche und des von den Mächten ausgeübteu Drucks auf des Messers Schneide stehen. In Petersburg hofft man jetzt, daß es wenigstens gelingen wird, die Ministerpräsidenten der vier (Staaten des Balkanbundes von ehemals zur Fahrt nach Petersburg zu beivegcn, um dort auf dem Wege der Einzel- besprechungen 311 einer Grundlage für die Ausgleichsver- banblungen zu gelangen. Mer in Bulgarien bringt man biefer Vermittlungsaltion wenig Zutrauen entgegen, unb was die ßalgie in Serbien betrifft, so wird alles von dem Gang der Verhandlungen in der jetzt zusammengetretenen Skupschtina abhängen. Wenn auch die .Hoffnung auf eine freilich mehr schied- liche als friedliche Einigung noch nicht aufgegeben zu werden braucht, so ist doch die Lage umso ernster, da Bulgarien die Zeit der Drohungen unb Verhandlungen benutzt hat, um ben Aufmarsch seiner Heere an den Westgrenzen zu vollziehen. Dieser Aufmarsch ist jetzt vollendet, und die strategische Lage ist für Bulgarien umso günstiger, da es seine Truppen wie einen Keil zwischen die serbischen und griechischen Heere geschoben hat. Bulgarien hat aber die Stille vor dem Sturm nicht nur strategisch, sondern auch diplomatisch ausgenutzt, indem es seine Beziehungen zu den beiden Balkanstaaten verbesserte, die jetzt, nachdem der Balkanbund verkracht ist, das Zünglein an der Wage bilden. Diese beiden Staaten sind die Türkei und Rumänien. Die Türkei wird sicherlich jetzt die volle Wohltat des «auch auf dem.Balkan nicht unbclannten Sprichwortes empfinden: Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte. Das Liebeswerbcn der bulgarischen Politiker ist ganz unverkennbar, aber ob dieses für den Fall, daß es zum Los- bem festen Boden geblieben, und die .Hunde Geschirr über dem Abgrund. Warum der selbst den Hunden nicht nachglitten, werden schlagen zwischen den Balkanbündlern käme, wirklich praktische Erfolge erzielen würde, das wird man doch als mindestens sehr zweifelhaft bezeichnen müssen. Die ausgepowerte Türkei hätte, wenn sie es sich wirklich einfallen l issen wollte, den getreuen Sekundanten Bulgariens zu spielen, kaum etwas zu gewinnen, aber in der Gunst der Mächte viel zu verlieren. Unb'so würde Bulgarien bei der Pforte schwerlich auf mehr als eine wohlwollende Neutralität zu rechnen haben, wenn man in Konstantinopel auch nicht verkennt, daß es die Serben unb Griechen waren, die im letzten Stadium des Krieges den Friedensschluß am meisten erschwerten. Weit eifriger aber als um die Gunst der Pforte, deren militärische Kraft heute nicht viel über dem NuApunlt steht, haben sich die leitenden Männer in Sofia um die Gunst Rumäniens bemüht, das mit seinen 400 000 Mann tüchtiger und frischer Truppen den ausschlaggebenden Faktor auf dem Balkan darstellt. Rumänien hat vom Beginn des Balkankrieges an gerüstet, und Take Ionesku hat erst unlängst erklärt, daß Rumänien im Fall eines neuen Balkankrieges nicht neutral bleiben würde. In letzter Zeit ist nun mehrfach berichtet worden, daß die bulgarisch-rumänische Verständigung nicht bloß passiver, sondern aktiver Natur fei, und in diesem Falle wäre das Heber» gewicht über Serbien und Griechenland von vornherein gesichert. Das wird man aber auch an der Newa wissen, und daraus erklären sich die angestrengten Bemühungen der russischen Staatsmänner, einen Ausgleich in diesem Streit herbeizuführen. Denn die Sympathien des Zarenreiches scheinen auf Seiten Serbiens zu sein, unb bas ist politisch verständlich, benn bas erstarkte Großbulgarien bietet feine Aussichten mehr für eine russische Satrapie. Mag aber auch das Zarenreich bei seinem Versuch einer Vermittlung in erster Reihe die eigenen Interessen zu fördern suchen, so fallen sie doch in einer Richtung mit denen Europas zusammen, das von einem starken Friedensbedürfnis erfüllt ist und dessen Wirtschaftsleben schwer unter dem Druck der Ungewißheit leidet. Und das ist der Grund, weshalb die europäische Diplomatie diese russische Friedensaktion tat- kräftig unterstützt, wenn man sich auch der Erkenntnis nicht verschließen kann, daß der zu erhoffende Erfolg dieser Aktion in letzter Linie nur eine Vertagung des Kampfes um die Vorherrschaft auf dem Balkan bedeutet, der früher oder später ausgefochten wird und der auch den österreichisch- russischen Gegensatz erneut aufleben lassen wird. Bulgarisch serbische Gefechte. Tie Agencc Bulgare meldet: Tie Belgrader Nachrichten über einen bedeutsamen Kampf beim Flusse Zlatowo entsprechen nicht der Wahrheit. Es hat vorgestern bei dem von den Serben besetzten Torfe Zlatowo ein Gefecht fiattgefunbcn zwisck>en serbischen Truppen und einer von Abazow befehligten bulgarischen Bande, welche eine aus 70 serbischen Soldaten bestehende Abteilung von den benachbarten Höhen auf oem rechten User des Flusses vertrieb. Tas Geseckä begann gestern von neuem. Tie Serben feuerten etwa 20 Granaten in der Richtung gegen Istip ab. Die im Auslande verbreitete Nachricht 00m Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Serbien und Bulgarien ist ebenfalls unwahr. Sofia, 26. Juni. In der Nähe von Widin setzte eine ungefähr 60 Mann zählende Kavallerieabteilung über den Timok fluß, um die bulgarische Stellung zu rekognoszieren. Tie Bulgaren ließen sie hcrankominen und umzingelten sie. Tie Serben wurden angeblich bis auf den letzten Mann n i e d e r g e s ch 0 s s e n. Die serbische Kabinettskrisis. Tie Wiener „Neue Freie Presse" meldet aus Belgrad: Ter Kriegsminister General B 0 i a n 0 w i t s ch wurde am mehr, und wir wären vielleicht in den Abgrund gerutscht! Als wir die Sachlage klar erkannt hatten, brachten wir den Schlitten in Sicherheit, verankerten ihn und suchten dann in die Tiefe zu gelangen, um die Hunde zu befreien, die mit ihrem Geschirr zu phantastischen Knäueln verwickelt, daran hingen." In diesem Falle wurden alle Hunde gerettet, und wegen des letzten Paares kletterte Kapitän Scott selbst zwanzig Meter ries in die Eisspalte hinab. Ein zweiter, nod) schlimmerer Unfall, bedrohte das Leben der Ponies zusammen mit den Mannschaften. Eine Zwcigcrpedition kreuzte schwimmendes Eis. Plötzlich be- gann die Eisfläche nach allen Richtungen zu brechen, und die Männer mußten nun 1200 Meter weit sich ihren Weg über die treibenden Eisschollen suchen, wobei sie Schlitten und Ponies na- türlid) nicht preisgeben dursten, denn an diesen kostbaren Besitztümern hing ja der ganze Erfolg der Expedition. Tie Arbeit dauerte süns Stunden lang, es war ein aufreibender Kamps mit den Elementen. Zwischen ihnen und der großen Eisbarre lag o;ie- ncs Wasser, und wenn sic selbst glücklich den Rand der Eisbarre erreichten, nric sollten dann die Ponies hinaufgebracht roerden? Ringsum wimmelte es zudem von gefährlichen Zahnwalen, die überall im offenen Wasser bliesen und schnaubten. Von dem festen Eise aus unternahm natürlidt Kapitän Scott mit ein paar Männern eine Rettungsexpedition, und in feinem Berichte darüber heißt es: „Es war fnrd)tbar. Ich rief alle verfügbaren Leute zufammen und Bowers und Lates machten sich mit einem Schlitten aut, um die übrigen Ponies zu retten und suchten dann auf dem- Mittwock) zum .König berufen. Er gab diesem das Versprechen, im Kabinett Pasdrilsch zu bleiben, verlangte jedoch einige Aufklärungen über die Haltung der Regierung gegenüber Bulgarien. Tiese Mfklärungen nnirben ihm erteilt, und er gül sich mit ihnen zufrieden. _ , Belgrad, 26. Juni Die geheime Si tzu n 8 der Skupschtina wurde um 12,50 Uhr gesdstofscn. Tic nächste öffcntlip-e Sitzung findet morgen nadyiritiafl um 5 Uljr statt. Die Haltung Montenegros. Belgrad, 26. Juni. Der hier weilende montenegrinische Ministerpräsident erklärte, Montenegro werde in einem Kriege Serbien gegen Bulgarien nn t erst ütz en. Ter Ministerpräsident übcrbradjtc König Peter en* Handschreiben K önig Nikitas. Eine Drohung Griechenlands. Sofia, 26. Juni. In der beute hier eingegangenen griechischen Antwortnote wird an dem bnlgarisdxm Vorschlag gemischter Besatzungen vorbeigegangen und drohend erfiärt, daß die griechische Flotte und das Heer bereit seien, sich einer kriegerischen Provokation Bulgariens zu stellen. l«i darauf erkannten einen Abgrund — Eine reiche Stiftung für das Völ kcrmuseum in Frankfurt a. M. Ein ungenannter Herr, der 10 Jahre auf der Insel Java lebte, hat seine während dieser Zeit erworbenen kostbaren Sammlungen dem Frankfurter V ö l ke r m u se u m -ur Verfügung gestellt. Tie Sammlungen entstammen der alt- javanisden Steinzeit, etwa um Christi Geburt: fie bestehen aus 10 Kupferplatten mit eingegrabenen Schriftzeicheu, prachtvollen altjcDaniidien Manuskripten auf Lonjablättern, ferner aus Götterstatuen, die den berühmten Tempelruinen von Borobudur und Prambänon entnommen sind. Bon hervorragendem Werte sind die ausgesundenen Altgvlbsachcm, wie Ringe, Ketten.und Münzen, im Werte von etwa 20 000 Mark, ebenso die Bronzesachen aus dem 12.—14. Jahrhundert Gleich wertvoll sind aud) die von den Chinesen eingeführten Selandongefäßc, unter denen ein Mar- tapan, ein sog. Stammesheiligtum, sich besonders auszeichnet. Täs Glanzstück der bi-.-her in Europa einzig dastehenden Sammlung altjavanischer Kultur bilden jedoch unstreitig etwa 200 malayische Prunkwasfen. Sie sind fast lückenlos von großer !ünftlcrifd>cr Schönheit und historischem Interesse. Nicht minder kostbar ist aud) die Sammlung erlesener Tcxttlarbeiten, die .zum Teil bi? insl 14. Jahrhundert zurückreichen, wenigstens soweit die berühmten Batik und Ikatgewebe in Frage kommen. Man hofft, die Sammlung, deren Wert sich auf rund 100 000 Mk. beziffert, für das Völkermuseum endgültig erhalten zu fönnen. — Forschungsreise. Ter Frankfurter Geologe Dr. Johannes Elbert, der vor zwei Jahren mit .seiner jungerl Fran im Auftrage Frankfurter hnficnfdxiftl. Vereine die kleinen S n n d a i n s e l n mit reichem Erfolge durchforschte, wird demnächst eine andere Forschungsreise antreten. Er wird sich im Auftrag des Reichskolonialamts auf mehrere Jahre nach K a - merun begeben, um hier das Land nach Mitreralschätzen, vornehmlich nach Zinn, eingehend zu untersuchen. Dr. Elbert wird auch diesmal von seiner Gattin begleitet sein. — Kurze Nachrichten aus Kunst unb Wissen- schast. Ter Regierungsbaumeister Tr. phil. Dr. ing. Alvis. Holtmeyer zu Magdeburg ist int Dienste des Bezirksverbandes als Landesbaumeister und ,^Inventarisator der nd Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Kassel angestellt worden. Der Dienstantritt erfolgt am 1. Cftober 1913. HSÄ' :er. in. Nach 9 Uhr am Aas' g vier Gewitter p siebenmal. ;sahrt machte ein M )cr hochgehenden Isar. mauer in.den Strubel in' den aller Kräfte geN e i, schwimmend das mü 1 ganzen Körper W weil sie gegen fr--;. genommen -M, W. a Wer auö.i^m fic blieb mit nd nach benrN* vergeblich beim Suchen nach festem Boden. Osman, der Führer, wandte seine ganze gewaltige Kraft auf und behielt^ festen Fuß: es war wundervoll, ihn so arbeiten zu sehen. Sogleich wir, was los war; wir hatten auf einer Schneebrücke gekreuzt, der Aus Kapitän Scotts Polartagebuch. Das geheimnisvolle Tunkel, in das der Untergang der Leiter der Seottschen Südpolexpedition bisher gehüllt war, wird jetzt durck; die Veröffentlichung der eigenhändigen Aufzeichnungen Scotts erhellt Bis zum letzten Augenblicke hat K.witän Scott fern Xag^bud) sorgsam geführt, und daraus geht hervor, daß der -tob Scotts und feiner Begleiter auf eine Verkettung unglücklicher Umstünde zurückzuführen ist, der Menschrnwitz nicht vorbeuge!- COnnS€onarb Huxley, der Sohn des berühmten Itaturforsd-ers, beginnt soeben im ,,Strand Magazine" die Verößc nlicl:tng der Tagebücher Scotts, H ie er zum großen Teile wörtlich an fuhrt. Gleich bei der Ausreise begann das Unglück Am 26^ November 1910 verließ die „Terra nova" Neuseeland, uitd wenige -tage darauf geriet sie in einen furchtbaren Sturm, der beinahe ihren Unter= gang herbeigeführt hatte. Tie schwere Deckladung brach los, die Pumpen verstopften sich, und Gelehrte und poncher cer Ur pcdition, die an solche Arbeit gewiß nicht gewöhnt waren, mußten mit Hand anlegcn, um das Schiff flott zu hallen. Leutnant Evans ordnete seine Achtmrwch? von 24 Mann in zwn Retten an, und nun mussten die Schöpfeimer von Hand zu Hand gehen. war der einzige Ausweg, das Schiff über Waner zu halten; glu l licherweise hatte die Arbeit Erfolg, vier standen lang Innen die Eimer um, und so hielt sich das schilt. Ter ganze Verlust, der diesent Unfall belief sich auf zwet Hunde und etwas^Brennston. Am 10. Dezember erreichte die „Terra nova" d<^ -Lud^larets. Tie Landung nirrbc beim Kap Evans, m der 9uib: des Vulkans Erebus, ausgeführt, alle Vorräte wurden an Land gebraut sicher verpackt, und mm wurden bret Monate darauf verwandt, einzelne Tepots immer weiter südiväris anzukegen. Hterbet begegnete man wieder den größten ^^rrgkerten: der ^dfnoe war außerordentlich weich, eine dicke --clncht bullte Ers etn und Abgründe und Eisspalten loaren mcht zu erkennen. ~Ü _oe.- loreit die Mensd-en wie die Zugtiere den Boden ratter denktzufzen, einen solchen Unglücks fall beschreibt Kapitmr Scott folgendermafzen. ,Etwa anderthalb Stunden nach dem Aufbvttch kamen wir cm Eisründer, die sich nur verfchrvommen abzerchneten. ->etr fulwen. im Schlitten. Plötzlich schrie Wilson-: „Am ^chlttten sesthalten und ich sah, wie sein eines Bern rn einen .ft^unö rutschte. Ich sprang auf den Schlitten zu, konnte aber nichts fehem tvu 1 Minuien später, als alle Oiespanne nebeneinander trotteten, ver- sdyvanden plötzlich die Hunde rn der Mrtte unserer Befpannung, und einen Augenblick fmücr oerianfcn alle. Paar um -paar verschtoandcn sie vor unserettzsAugen, unb jebe» Paar strampelte xsSW stN - Aheä'ls.- * > MuM- i<® net er ck- L DPI W «, mSu * steL - Deutsche- Neich. Der Kaiser unb bic Welsen. Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Gegen« über den mehrfach in der Presse austauchenben Meldungen über einen ^vorstehenden Besuch desKaisers und Königs in G m 11 irden sind wir zu der Erklärung ermächtigt, mitzuteilen, daß in den nächsten Monaten, für die der Kaiser bereits Dispositionen getroffen hat, ein solcher Besudi nicht beabsichtigt ist. Das „Neue Wiener Tageblatt" meldet aus Gmunden: Als Termin für die Ucbcrnabmc der Regentschaft in Braunschweig durch den Herzog Ernst August sei zwischen dem Kaiser und dem Weifenhause der 31. Oktober d. Is. vereinbart worden. An diesem Tage werde der fcierlid)c Einzug in Braunschweig erfolgen. Der Bundesrat üb ernstes folgende Vorlacfen an den Reichskanzler: a) Derr Oie i eh ent nm rf betr. Beschäftigung von Hilfsrichtern beim Reichsgerichte, b) ben Entwurf der Verordnung betreffend die Tagegelder und Reisekosten der Schöffen unb Geschworenen ; c) die Vorschriften über die ReclTnungslegung der .Krankenkassen, d den Entwurf der Bekanntmachung betreffend die weitere Amtsdauer von Vertretern der Ariieitgebcr und Versicherten bei den Versicherungsanstalten; c) den Gesetzentwurf betreffend Angestelltenverficherung der Privatlehrer. Dem Beschluß des Reichstages, die Bindung für die Ausgabe kleiner Banknoten preiSzugeben, wurde zu gestimmt. Ferner wurde^eschlossen, daß. Erhebungen von Verzugszinsen auf dem Gebiete der Zölle und Reichs steuern, abgesehen von besonders geregelten Ausnahmefällen, unzulässig sind. Der Vorlage betreffend Be- fremng von Versicherungspflicht nack) § 1232 der Reichs- versicherungsordw.ing und dem Antrag Preußens betreffend Ausführung des Börsengesetzes hinsichtlich der Metallbörse wurde zugestimmt. Dem Gesetzentwurf betreffend Aende- rung der Gebührenordnung für Zeugen unb Sachverständige wurde in der ersten und zweiten Lesung zugestimmt. Die badischen Finanzen. In der Sitzung des badischen Landstänbischen Ausschusses am Donnerstag wurde mitgeteilt, daß der Stand der Eisenbahnschuldentilgungslässe als günstig bezeichnet werben könnte. Ter Finanzminister gab bekannt, baß bie Steuererträgnisse b er er ft en fünf Monate an birelcen Steuern ein Plus von 2,4 Millionen, bie indirekten Steuern dagegen ein Minus von 4.58000 Mark gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres aufweisen. Die Finanzgebahrung Badens sei wesentlich von der Gc- stalrung der neuen Reichssteueru abl)ängig. L ibuiig ,-.r ’tlÄ!' ni9Hein^ l,e .tzbrj- unte |S?Cmum r zur $olu? .. b» SlönigteiL“!''11« ‘•sSü S'ÄÄ ® °°° d-,!LL cr't "! neuerer Sh - allgemeinen 'nur bc- e- l'.vah nd, tag ; .» ».M welchem die eueres }.*Steile ukrtiaqt, wie Wen We, 'Ulfl . 9(ei(bgÜ(lig; ta die dnheitsrechls als gültig m )tuing üerftof.enbcn Haus- kam aber auch die Vi:s- der von Heist eingelegten *?': E. 165. Ww Srtitaj, 27. Juni 19(5 erscheint täglich, außer BezuqSo Sonntags. - Beilagen: 4 T _ . _ _ . Kj ▼ monatlicb75'ßUo»cric(* viermal ivödicmiid) A st' A jAk Jfck läbrlid) Tlt 2.2x); bureb sie«» ■ |> | AiyAit AI* 11 li zAtnAr tessKss Vlllclllk IIk I zl Hlr I Zweimal monoil. Land- W W/ 9 0 El 81 EL B 3cilciunci5: lofolL» SS» WWI V IHv W ffisM für die Redaklion 112, IV# Verantivortttch für den WM General-Anzeiger für Vderheffen WW für die Tagesnuinmer Hofationsbrud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftrahe 7. :"E.Heß-^ür'ie? s vonnilwg:. -.- Uhr. Geschäftsstelle Büdingen, Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. W< b(* 2( bi fl' b St 9(i tü. wl h) ä L' die bei km flff Pr au Mac i; der der Tr,'k Bec ! auf in den wä wu •*; sch' er 1 >- ben au; . .Vf AmslEH- Pvincare in England. Die das Reuter-Bureau erfährt, hatten Pichon unb Cant- hon am Donnerstag vormittag währenb des Besuches des Präsi- denten Poincarä in Windsor eine fange Besprechung im 'Auswärtigen Amt mit Sir Edward Grey und Nicolsen. Am Nachmittag hatten Grey und Nicolsen eine Unterredung im St. James-Palast mit Poincarä, die über eine Stunde dauerte und der auch Cambvn und Pichon beiwohnten. Das Reuterschc Bureau ist ermächtigt, mitzuteilcn, baß. das Gebiet der Unterredung nicht nur die Valkankrisis und die Aufrechterhaltung des Friedens einschloß, sondern auch die Türker betreffende Fragen, einschließlich der Angelegenl)eitcn, dre tn diesem Lande für beide Staaten von Interesse sind. Alle Angelegenheiten von gegenseitigem Interesse für England und Frankreut) würben berührt. Ein formelles Protokoll Würbe nicht unterzeich- net, doch ließen die Unterredungen die Tatsache erkennen, daß dre Ansichten beider Regierungen sich in vollkommener Ueberern- stimmung befinden. Alic Punkte des bisher in der Wlitu beider Regierungen bestehenden Uebereinkommens wurden bestätigt. Denttzehe Kolonien* -Der Gouvernementsr^rt von Deutsch'ostuf riko setzte am Dienstag die Beratung des Haushalls- enttvurfs für 1914 fort und nahm eine Entschließung an, in der der Gouverneur ersucht wird, auf die Wiederherstellung der ReisebeihAfen für Frauen und Kinder Gouvernementsaugehöriger in der früheren Höhe hinzuwirken Superintendent Klamroth erörterte nochmals die Frage ber Unterstützung der Missionsschulen durch die Regierung. Der Gouverneur erklärte, >daß auf eine Vermehrung der Regierungsschulen nicht zugunsten her Missionsschulen vernichtet werden Tonne. Er bestritt die Förderung des Islams durch die Regierungsschulen und wies bar auf "hin, daß auch in manchen Gebieten mit rein heidnischer Bevölkerung die Söhne der Sultane Und Häuptlinge nur für den Besuch der Regierungsschulen zu haben seien. Der Bereitstellung von Mitteln für den Neubau einer Eingeborenenschule in Tar- es-Salam und einer Europäerschule mit Internat in Will "helmstal wurde zugestimmt, ebenso der Anforderung von Mitteln für die Beschaffung von Waffen und Munition für das Freiwilligenkorps. Hauptmann Lene und Pflanzer Feillc wiesen die im Reichstage erhobenen Angriffe auf die Schrch- truppe mit großem Nachbmck zurück und bedauerten besonders die unbegründeten Angriffe auf den verstorbenen Oberstleutnant Johannes. Der Gouverneur erkannte die Höchen Verdienste der Schutztruppe an und erklärte, für das Gouvernement sei die Angelegenheit mit der Zurückweisung der Angriffe durch den Staatsfetretär im Reichstage erledigt. Der Gouvernementsrat nahm schließlich eine Resolution an, in der er die parlamentarischen Angriffe auf die Schutztruppe bedauert und mit Entrüstung zurückweist. — In der folgenden mehrstündigen Eisenbahnbesprechung beantragte Hauptmann Leue, daß der Bahnbäu nach Aru- scha in kürzerer Zeit als in den vorgesehenen drei Jahren durchgeführt werden Holle. Die Vertreter der Nordbezirke verlangten nachdrücklich die Weiterführung der Usambara- bachn zum Viftoriasee und eine Bahn von diesem See nach Ruanda und 'lehnten die vorgeschlagene Bahn Tabor a— Ruanda ab, well diese die Aussichten auf die Fortführung der Usambarabahn cherabmindere. Der Pflanzer König trat für die Verlängerung der Usambarabahn zum See ein, well diese Bahn weite Farmgebiete erschließe und die Ar- veiterzufuhr erleichtere. Ter Pflanzer Feilke bezeichnete die Bahn Täbvra—Ruanda «als einen Einbruch in die Interessensphäre des Nordens. Der Gouverneur erwiderte, daß der Anschluß Ruandas an den Weltverkehr zur Erschließung des reichen Landes notwendig sei. Tie vorgeschlagene Linie von Tabora nach dem Kageraknie sei nach dem Ergebnis der Erkundungen die ^gegebene. Auf welchem Wege später die deutsche Bahn an den Viktoriasee geführt werde, sei eine besondere Frage, deren Erledigung nicht eile, da die durch den zeitweiligen Mangel an Betriebsmitteln auf der englischen Ugandabahn eingetretene Verkehrsstockung für 'die deutschen Häfen am Viktoriasee neuerdings beseitigt sei. In Betracht fäme eine Abzweigung von der Linie Tabora—Ruanda nach MNansa und die Fortführung der Usambarabahn. Die Grundlagen für das letztere Projekt sollten durch Erkundungeir, wofür entsprechende Mittel angefordert sind, festgestellt werben. Die Regelung der Ronkurrenzklausel. :: Berlin, 27. Juni. Der Ausschuß für bi c Ko n ku r r e n z kl a u s el hat heute vor der Plenarsitzung beschlossen, die zweite Lesung der Vorlage auf den Hepbst zu verschieben, vorher aber noch einen vorläufig en Bericht über die bisherigen Verhandlungen zu veröffentlichen. Zur Feststellung dieses Berichts wird der Vorsitzende Weinhansen am letzten Sitznngstagc des Plenmns den Ausschluß noch einmal einberufen. Im Ausschuß 'hat, wie die Mitglieder bestätigten, von der erster: bis zur letzten Sitzung bei allen Parteien ohne Ausnahme die ausgesprochene Absicht vorgewaltet, positive, die berechtigten Klagen der Handelsangestellten berücksichtigende Reformen zustande zu bringen. Auch den Regiernngsvertretern müsse zugestanden werden, daß sie den Wünschen des Ausschusses, soweit sie in beit' Beschlüssen der ersten Lesung zum Ausdruck kamen, weit entgegengekommen seien. Wenn iroch Einigung über die Höhe der Gehaltsgrenze zwischen Aussckms' und Regierung erzielt wäre, würde ein Kompromiß, bas einheitlich von allen Parteien beantragt wäre, noch in biefen Tagen zur enbgültigen Erledigung bes Gesetzes zustanbe gekommen sein. Aber an der bestimmten Forderung ber Zweitausenbmarkgrenze und dem ebenso bestimmten „unannehmbar" der verbündeten Regierungen sei bas Kompromiß gescheitert. Deshalb Müsse bie zweite Lesung des (vcfsetzentnmrfes paragraphenweise Punkt für Punkt ii en durchgeführt worden, und diese Arbeit könne bei der parlamentarischen Geschäftslage jetzt nicht mehr begonnen werben. Für bie Hanblungsgehilfen werbe aber, wenn im kommenben Herbst mit neu gestärkter Kraft an bie schwierige Arbeit Irrangetreten werbe, bei ber allgemeinen Arbeitswilligkeit aller Aussckußmitglieber für sie boch noch etwas Brauchbares zustanbe kommen. Auf bie Frage, ob die umlaufenden Gerüchte begründet seien, baß die verbündeten Regierungen den Gesetzentwurf zurückziehen würden, gab Staatssekretär Dr. L i s e o die bestimmte Erllärung ab, daß die verbündeten Regierungen daran nicht dächten, und zuständiaer Seite wird rnitgetellt, daß das Abschiebsgeguch >es Kommandierenden Generals v. Ploetz ans eigener Entschließung erfolgte. General v. Ploetz hatte schon tm vorigen Jahre sein Abschiedsgesuch eingereicht, wurde aber gebeten, bis nach dem Regterungsjubilänm des Kapers in seinem Dienste zu bleiben. Zum Kommandierenden General des 8. Armeekorps wurde Generalleutnant Tnel'ff, Kommandeur der 12. Inan teriedivision in Neisse ernannt._____________ Aus StaM uns fanö» Gießen, 27. Juni 1913. • • Audienz. Der Großherzog empfing am 25. Juni u. a. den Oberförster Keil von Ulrichltein und den Dekan Bayer von Gießen. " Ernennungen. Der Großherzog hat dem Bibliothekar an der Hofbibliothek Lic. Gust. Pfannmüller zu Darmstadt den Charakter als .Professor" erteilt. — Dem Forstwarf der Kommunalforstwartei Grünberg, Karl Büttel zu Grünberg, wurde an§ Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand der Charakter als .Förster" erteilt. • • Lehrerpersonalien. Dem Schulamtsaspiranten Wilh. Wolf zu Stadecken wurde eine Lehrerstelle zu Wendelsheim, Kreis Alzey, übertragen. * * Ernannt wurde der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Schlitz Franz Geschke zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Ortenberg. "» Bestellung des Denkmalrats. Mit Ermäch- igung des Großherzogs wurde der Direktor des Gewerbe- innsenms Dr. Hermann Kienzle zu Darmstadt nach Art. 32 des Gesetzes vom 16. Juli 1902, den Denkmalschutz betreffend, widerruflich bis auf weiteres zum Mitglied des Denkmalrats bestellt. * * Das Grv ßh. Hess. Regierungsblatt Nr. 17, ausgegeben den 26. Juni 1913, hat folgenden Inhalt : 1. Wahlordnung für bie Wahl der Versicherungsvertreter als Beisitzer ber Versicherungsämter (§§ 40ff. der Reichsversicherungsorbnung). — 2. Bekanntmachung, Anschlußgleis der Firma Gustav Schwarz und Söhne G. m. b. H. zu Friedberg betreffend. — 3. Bekannt- machung, die Uebcrtragung der Dienstgeschäfte einer Bexiri'skasse an bie Kasse der Landes-Heil- und Pflegeanstalt „Philipps- hospital" bei Goddelau betreffend. ** Aenderung bes Mahnverfahrens _ für Gemeindesteuern und Kanalgebührcn. Auf Be- cbluß der Stabtverorbneten-Versammlung vorn 30. Januar .913 und mit Genehmigung des Ministeriums bes Innern oll bie Mahnung von Rückständen an Gemeinbesteuern und Kanalgcbühren nicht mehr burch besondere Mahnzettel, sondern burch öffentliche Bekanntmachung erfolgen. Es werben daher bei solchen Rückstänben vom Rechnungsjahr 1913 ab ben Schulbnern keine Mahnzettel mehr zugestellt, bie Mahnung erfolgt vielmehr burch Bekanntmachung in ben für bie amtlichen Bekanntmachungen ber Stabt benützten Zeitungen. In biefen Veröffentlichungen wirb genau angegebeu, bis zu welchem Tage bie fälligen Steuern unb Kanalgebühren ohne Kosten bezahlt werben können. Mahngebühren werben bei Anwendung der öffentlichen Mahnung nicht mehr erhoben. •* Kranken träger-Hebung. Die am 11. d. Mts. zu einer Krankenträger-Uebung des aktiven Dienststandes aus den 9 Infanterie-Regimentern des Armeekorps beim Train- Bataillon Rr. 18 zusammengetretene Sanitäts-UebungS- Kompagnie wurde gestern wieder aufgelöst. Die Kompagnie, die unter dem Befehl dazu kommandierter Offiziere des Train-Bataillons stand, war nahezu auf Kriegsstärke gebracht; jede Division des Armeekorps hatte dazu 9 Unteroffiziere und 110 Mann gestellt. ** Militärkonzert in Steins Garten. Wenig einladend war bas Wetler auch beim gestrigen 3. Abonuements- konzert. Wenn sich trotzbem im m er f) in noch eine stattliche Anzahl Besucher eingefunben hatteu, sah man boch vorzeitig schon wieber viele verschwinben. Die Kapelle gab sich große Mühe, bie Konzertbesucher wegen ber Ungunst ber Witterung burch seeleuvolles Spiel zu erwärmen; bie richtige Stimmung wollte jeboch nicht Platz greifen. Der Solist bes Abenbs entpuppte sich bei ber ersten Zugabe als recht guter Konzertsänger in bem Liebe: „O wie wuuberschön ist bie Frühlingszeit". Seine sonstigen Borträge waren recht gute zu nennen, ber Verlauf bes Konzertes war ber übliche. *”■ Ausschreiben. Der unverehelichte Bahnarbeiter Heinrich Bausch, geboren am 14. Juli 1891 zu Groß-Umstabt, Kreis Dieburg ^Hessen), wirb seit dem 4. >ds. Mts. vermißt. Die Umstände, unter denen er verschwand, lassen den Schluß zu, das; ihm ein Leid zugestoßcn, oder auch ein Verbrechen an ihm verübt worden ist. Bei seinem Fortgänge war er im Besitze von 75 Mark Bargeld. Beschreibung: Derselbe ist von mittlerer, schlanker Statur, etwa 1,66 Meter grob, bat dunkelblondes Haar, Anflug von dunkelblonbem Schnurrbärtchen, irisches länglick>cs Gesicht, im linken Auge ein kleines, helles Fleckchen und trägt derselbe blauen Jackettrock, schwarze Tuchhose, neue Eisenbahnmütze, schwarze, gut- erhaltene Schnürstiefel, blaugestreiftes halbwollenes Hemd, tveißes Vorhemd, weißen Stehkragen mit grün- und schwarzgestreifUr Binde. Um Anstellung geeigneter Ermittelungen, Verbreitung in der Presse und Nachricht im Ermittelungsfalle ersucht die Königliche Polizeibirektion Hanau. ** „Ders heilige Amulett." Ein hiesiger Herr hat folgenden Brief erhalten, der mit einem strahlenden Viereck verziert ist, auf bem sich allerhanb seltsame Zeichen befinden. 90, New Boub Street, Lonbon, Englanb. 123. (Dienstag.) Ew. Wohlgeboren! Können Sie ein Geheimnis bewahren? Ich möchte Ihnen nämlich ein Geschenk machen, inbem ich Ihnen einen Hinbu- Talisman zusenbe, ein wertvolles, heiliges Amulet, geweiht unb inspiriert burch einen alten, von seinem Volke als wundertätig hochverehrten Hohenpriester und Propheten, welcher in der Indischen Wildnis haust. Es sind dieses gar kostbare Talismane, da sic für Geld ebenso wie die Parteien auch die zweite Lesung fordern. Heer uttfc Flotte. Koblenz, 26. Juni. Nach einer Kabinettsordre, datiert vorn 25. d.Mts., hat der Kaiser das Abschiedsgesuch des Kommandierenden Generals der Infanterie v. Ploetz genehmigt und ihn unter Belassung in seiner Stellung oem .Wnigin Elisabeth Garde- Gr enadier-Regiment Nr. 3 mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt, unter Verleihung des Kreuzes und Sterns der Komture des Hausordens von Hohenzollern. Durch eine Kabinettsorbre vom selben Tage wurde der General v. Western ha gen, Gouverneur von Köln mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt un gleichzeitig zum .Chef der Landgcnbarmerie ernannt. Von dort nicht zu haben finlb und müssen daher auch Sie den Besitz dieses herrlichen Wcrtstüücs streng geheim halten, da die Indier eifersüchtig über ihre heiligen Talismane wachen und diese sich ausschließlich im Besitze der höclfften Klassen und deren würdevollsten Vertretern meines Landes befinden. De obige Illustration ist ein getreues Abbild des kostbaren Amulels, uxlches Ihnen höchstes Glück in der Lotterie, sowie jeglichen Glücksspiels, in Spekulationen und Geldgeschäften, in föicbe und Heirat bringen wird, sobald Sie es an Ihrem Körper tragen uxrben. Ich besitze nur wenige davon, daher bitte ich Sie, sofort zu schreiben, falls Sic den Talisman zu eigen haben wollen. Als Gegendienst erbitte ich mir von Ihnen, daß Sie mir 12 Namen und Adressen Ihrer Bekannten angeben, von welchen Sic gewiß sind, daß Sie meine Dienste gern in Anspruch nehmen. Ihrem Briefe an mich belieben Sie M f. 2.— in Briefmarken Ihres lLandes beizulegen, um damit einen kleinen Teil meiner hierauf verwandten Auslagen des Transports, wie Versicherung, Verpackung, Versand usw. des Talismanes von Indien hierher und zu Ihnen, zu decken und wird das Amulet sodann in Ihren Besitz gelangen. Hochachtungsvoll! Professor Z a z i a. Es ist natürlich selbstverständlich, daß die ganze Geschichte mir ein plumper Schwindel ist, darauf berechnet, von leichtgläubigen Menschen die 2 Ml. in Briefmarken zu erhalten. Der Humbug liegt aber in diesem Falle so auf der Hand, daß wohl auch ganz leichtgläubige Leute nicht darauf hineinfallen dürften. Landkreis Gießen. r. Wieseck, 25. Juni. In der heutigen Gemeinderatssitzung waren anwesend: Bürgermeister Schomber, die Gemeinderatsmitglieder: Luh, Weller, F. Deibel, Wacker, Oßwald, Vogel- höser, L. Deibel, Völzel und Becker. Der Bürgermeister eröffnet- die Sitzung und machte bekannt, daß die Gemeinbekrankenversiche- rung, laut Schreiben vom Reicbsversicherungsamt, am 31. Dezember 1913 aufzulösen sei. Es wurde beschlossen, die Gemein d e k r a n k c n k a sse am 31. Dezember 1913 aufzuhe- b e n und den bestehenden Vertrag mit dem Kassenärzte zu kündigen. — ES wurde sodann ein Schreiben des Oberbürgermeisters von Gießeil verlesen, ans dem hervorgcht, daß sich die Gemeinde Wieseck bei Weiterfübrilng der elektrisck^n Straßenbahn nach Allen- Buseck verpflichten solle, das Gelände zu stellen. Hierzu wurde beschlossen: Der Gemeinderat hält seinen früheren Beschluß, die Bahn vorläufig nur bis zur Philosopheusttaße zu verlegen, aufrecht. Was die Wetterführung nach Alten-Buseck anbelangt, so erllärt sich die Gemeinde bereit, die Ortsstraßen zur Verfügung zu stellen, jedoch etwa sich ergebende Hindernisse, wie fernung iwn Gebäuden und dergleichen, werden von der Geineinde nicht übernommen. Uebcr das Verkehrswesen wurde beschlossen: Da die Fertigstellung und Inbetriebsetzung der Straßenbahn voraussichtlich noch recht lange Zeit in Anspruch nimmt, und ein Verkehrsmittel als ein dringendes Bedürfnis empfunden wird, soll sich der Bürgermeister mit der Firma Büßing-Braunschweig betreffs Omnibusverkehr in Verbindung setzen. Die vvr- gelegten Rechnungen über verschiedene Arbeiten wurden nachttäglich genehmigt. Zum Sck)lusse wurde das Gesuch des Lehrers Düll wegen seiner Wohnung genehmigt und hiermit die Sitzung geschlossen. Kreis Schotten. ch Laubach, 26. Juni. Seit Beginn des Frühjahrs hat sich hier eine rege Bautätigkeit entwickelt, die der allgemeinen Wohnungsnot, die sich im letzten Jahr unangenehm bemerkbar gemacht hat, Abhilfe schaffen wird. Außer verschiedenen Priväthäuseru, die schon ,im Bau begriffen sind, werden demnächst zwei Neubauten in der Hain-, Ecke Friedrichstraße, in Angriff genommen werden, für die die Stadt Laubach, außer dem Gelände, 35 000 Mk. bewilligt hat. Sie sind als Lehrer- und Beamtenwohnungen vorgesehen. Auch am Gymnasium sollen größere bauliche Veränderungen vorgenommen werden. "Der kleinere Seitenbrni wird vollständig abgerissen und an seiner Stelle ein Neubau errichtet, der außer den Klassenzimmern eine Wohnung für ben Pedell enthalten soll. Auch an der Verschönerung der Stadt arbeitet die städtische Verwaltung. Tie größeren Holz- und Schuttplätze wurden nach außerha.lb verlegt unb diese in schöne Anlagen umgewandelt. — Die letzten Arbeiten an der elektrischen Anlage sind hier beendet worben. In nächster Woche soll sie dem Gebrauch übergeben werden. -z. Herchentzain, 24. Juni. Vor einigen Tagen wai in unserer Gemeinde Beigeordnetenwahl, die dadurch notwendig geworben war, baß der seitherige Beigeorbnct» Balthaser Abolph sein Amt freiwillig niebergelcgt hoffe. Bo ber Neuwahl würbe bas Eeiueindcratsmitglieb Bäckcrmeistci Jost II. mit 53 Stimmen gewählt. Ein Gegenkanbibat roai nicht aufgesiellt. — Enbe dieses Jahres findet in unserer Gemeinde auch noch Bürgermeisterwahl statt, da die Amtszeit bes jetzigen Bürgermeisters bis bahin abgelaufen ist. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 26. Juni. Auf der Landstraße nach T-ad-Nauheim wurde heute mittag eine Frau aus Schwall heim namens Schmidt von einem jungen Menschen a n - geschossen und schwer verletzt. Eine in ihrer Begleitung befindliche Frau blieb unversehrt. Arbeiter ber Russenstein fabrit von Mörschel nahmen den Täter fest und schafften ' ihn nach Friedberg. L. Friebberg, 26. Juni. Heute traf vom Kricgs- ministerium in Berlin bie Nachricht ein, baß Friebberg vom 1. Oktober bs. Js. an Garnison sei. Die Arbeiten zu: Herstellung ber Kasernenräume usw. werden sofort beginnen. Infolge ber Nachricht wurden die Häuser geflaggt Starkenburg und Nheinhessen. rm. Darmstadt, 26. Juni. In der heutigen Stadtver- ordnetensitzung machte Bürgermeister Müller Mitteilung oon einer Stiftung der Geschwister Fulda in Höhe von 10 000 Mk.. welche zur kostenfreien Abgabe von Kohlen an bedürftige Arm: bestimmt sein sollen. Da von dem Bundesrat in diesen Tager Abänderungsvorschläge zu den Ausführungsbesttmmungen desAuw mvbilgesetzcs durchberaten werden, wird beschloffen, zunächst ein! ortspolizeilichc Regelung tvegcn der belästtgenden und störende: Ersä^cinungen im Verkehr mit den Lastantomobilen vorerst zurück zustcllcn. Die neue Steuerveranlagung nach dem jet' von der Zweiten Kamtner beschlossenen G c m c i n de steu cr g e s e tz hat nach der Mitteilung verschiedener Stadtverordnete:! Wegen der Steuersätze nach der jeßt erfolgten Verteilung be*. Stcuerzettcl einen wahren Aufruhr in der ganzen Ein» wohn er schäft hervorgerufcn. Das Finanzantt wird Wege: der hohen Steuersätze bestürmt. rm. Offenbach, 27. Juni. Unfallfürsorge der Stadt für ihre Arbeiter und Bediensteten. J^ri Anschluß an die kürzlich verabschiedete Ortssatzung über die Unfall fürsorge der Stadt für ihre Beamten bringt der Oberbürgermeisw. einen Zusatz zu den Grundsätzen für die Versorgung der städttsche^ Bediensteten und Arbeiter in Vorschlag. Hiernach sollen diese, onr die diese Grundsätze Anwendung finden, von der Stadt einen Lohn- zusckuß erhalten, wenn dürch'Folgen eines im D i eN stum.wrsckwldkt: erlittenen Unfalls die Verwendung bei einer besser zahlten Arbeit unmöglich geworden ist, und infolge der einge- tretencn Erwerbsbeschränkung eine Weiterbesck-äfttgung nur in einer schlechter bezahlten Arbeit sixlttsinden kann. Ter Zuschuß soll im allgemeinen in Höbe des Untersckneds zwischen dem Lohr^ der besser bezahlten Arbeit zuzuglich der nach Reichs-, Landes- ober Ortsstatut etwa zustehenben Unfallrcnte, gewährt, werben. Als Vornussetzuilg für bie Gewährung ber Rente soll eine mrra bestens einjährige Beschäftigung im stäbtischen Dienst gelten. m. Offenbach a. M., 26. Juni. Für bie Stab!- verorbnetenwahlen sinb insgesamt 23 Neuwahlen erforberlih unb zwar sind 14 Stabtverorbncte auf 9, 4 auf 6 unb ’ auf 3 Jahre zu wählen. Die Wahl finbet am 20. Oktober ftafi. mr. Offenbach, 27. Juni. Eine weitere Verbessenm-r ; ber Verkehrsverhältnisse des Robgaubezirks ist von beit Eisenbahnbirektionen Frankfurt unb Mainz genehmigt wo-v den. Rom 28. Juni wird an den Sonn- unb Feiertagen folgcnber Zug gefahren: Frankfurt a. M.-Ost ab 4.13 Ul' nachmittags, Frankfurt-Süb ab 4.25 Uhr, Neu-Jsenbin:g an 4.35 Uhr, Buchschlag an 4,42 UM, Sprendlingen an "8 Uyn. ; Dreieichenhain an 4.55 Uhr, Götzenhain 5.00 Uhr unb Vbci- roben an 5.18 Uhr. "inbelS'W«,. >>fn bie 2 be. 9 liegt ah?.111 «rief, d'kk hen. vSe j«** PLZ» äSsSsife ’utbc beffifp! De- Kimber 1913 ' Öe« « oß>. ?NZ ML >'Arbeit von btt GemL ^wesm wurde S$ S?^tr«ÄS: Opriitb nimmt, und ein &t< S'Anbcn lt)irb' ''»II Jr-^^^rauniiiKig bs, rbinbung fetten. Die vor- Jrbaten wen nachkLg- !* das Gciuch des Lehr.rs lgt und hiermit die Sitzung ten. t Beginn des friiW -gkeit entwickelt, die der ch m letzten Jahr unnr- 'Hilfe schaffen wird. Auster schon jm Bau begriffen rauten in der Hain-, Ctt' men werden, für die bi: ide, 35000 M. bewillir Beamtenwohnnngen vor len größere bauliche $tr< n. Der kleinere Seite* an seiner Stelle ein fe enzimmern eine Vohmg ) an der Verschönmng btr erwaltung. 2ie gröfem ach außerhalb verlegt urt ; inbelt. - Die letzten Jr i sind hier beendet werden ebrauch übergeben * L Vor einigen Tagen r: netenwahl, die t(M- der seitherige W*’ ig niedergelegt Mfc leratsmitylied • t. Ein Gegenlce^e: rw ihres findet in vierer 8c- ihl statt, bobieW jin abgelalifw ist. SA«- sirs* {li traf vo>" Kriegs- 5 ein, daß W 'fei. Die Arbeiten zur "erben sofort beginnen, ifet geflaggt inheffm. **&#£** hlcn an du . Tflgal | mdesrat m om beschlossen, r» -törtmiv- j intowobüen bcm 1(ft ilaanna " en ^.^tabtwroti"1^ ^ÄZM i LZOK »Ms 1 btt 5 flÄLe B' nf^^nte. J? gelten- in ti Dcn't, Md stad«'^ Für &' Ui' &-r,S‘ sw. fS% . *• Ani Die an der Gaßner-Allee er- rrchtete provrsvrische Klaranlage mürbe gestern durch der Burgernnersterei, die Mitglieder des Bau- auslchirsses und der Rernigungsdopntatwn besichtigt. Heute wned der ^trieb eröffnet, die Latrinenfässcr dürften damit d^^^^ dem StQdtbrlde verschwinden. Tic gesamte Anlage emfchUeßlrch der Maschinen tostet nur 60 000 Mk. B ,, $: n desheim a. M., 26. Juni. Tic heutige sehr gut besuchte Hauptversammlung des Rheinischen Verkehrsver- g"8 wuwe vom 1 Vorsitzenden .Herrn 6>eneralmajor T Bd-Kobleirz eröffnet und geleitet Aus dem Geschäft- bericht war zu ersehen, daß der Verein am Schlüsse des Achres 1912 378 Einzelmitglieder und 295 korporative Mit- gliebcr zählte. Die Einnahmen stellten sich aus 50158,05 ^7?5f75 aS?,52- Mitgliederbeiträge und 271.), <-j Mark Erlös für die Schülerherbergen und Rhein- ?^?gadcn betrugen .50 158,05 Mk., darunter N^-Kasseirbestand zum Jahresschluß, 5885,93 Mk. für Schulecharbergrn und Rheiuhöhenwege, 16 202,23 Ml. gei- tun9^5fttaUTC- ^6) längerer Aussprache wurde Barmen zum Ort der 10. Hauptversammlung im Jahre 1914 bc- stimmt. Herr Direktor Schumacher hielt hierauf einen Vor- trag ufter ine Ausstellung „Hundert Jahre Kultur und -itunst die im Jahre 1915 in Düffcldorf abgehalten werden soll. Kreis Wetzlar. „ ^Vollnkirchen, 26. Juni. Für den Wegebau Oberkleen—Vollnkirchen hat der Provinzialausschuß: der Rheinprovinz 3000 Mk. als erste Rate bewilligt. □ Warben he im, 26. Juni Wegen allzu geringer Erfolge ist die Jungviehweide auf den Pjerdsgraswiesen an der Lahn wieder eingestellt worden. Die Gemeinde hat die Grasnutzung verpachtet. x Du t c n h 0 f e n, 26. Juni. Auch für unsere Gemeinde ift das elektrische Licht beschlossen. Ter Anschluß, an die Hauptleitung erfolgt vom nahen Atzbach aus. Wegen lieber- schreitung der Lahn und deo Bahnkörpers stehen vorerst mit der Strombau- und Eisenbahuverwaltung noch Verhandlungen aus. Hessen-Nassau. [] Marburg, 26. Juni. Gestern abend gegen 726 U^r zogen zwei Luftballons, von Südwesten kommend, über unsere Stadt. Beide landeten kurz darauf, der eine bei Michelbach und der andere bei Wollmar. Sie waren in Köln und Düsseldorf aufgestiegen. = Frankenberg, 26. 'Juni. (Gau turn fest 5. bis 7. Juli.) Bis jetzt haben etwa 80 Gauvereine mit über 800 Turnern, davon etwa 450 Wetturner und 70 Kampfrichter, ihre Beteiligung zugesagt. Den Bemühungen des Vereins um Erweiterung der Zugverbindungen hat die Bahn durch Einlegung eines Nacl/zuges am 6. Juli, ab Frankenberg 9.40, an Marburg 10.53, entsprochen. Tic zahlreichen Anmeldungen ru der am 7. Juli stattfindenden Turnfahrt nach der Eoertalsperre zeigen, daß diese Erweiterung des Festprogramms auf dankbaren Boden gefallen ist. vermischtes. * Der Dampfer Imperator" der Hamburg-Amerika Linic verließ am Mittwoch fahrplanmäßig New Bork. Die durch einige Blätter verbreiteten Gerüchte von Schwierigkeiten, nx-Idic l n-5 Personal gemacht haben soll, sind unjutreffenb. Der Direktion sind keinerlei Beschwerden seitens der Mannschaft zugegangen. * Kohlenförderung durch Saug lüft. Genau so, wie man Sauglust zur Förderung von Getreide und anderen körnigen Massengütern seit längerer Zeit anwendet, wird neuerdings .^oblensörderung durch Saugluit ausgesührt. Eine Dresdner lUa- schinensabrik hat nämlich, wie die Zeitschrift des Vereines der Ingenieure berichtet, für ein großes industrielles Unternehmen in Lesterreich eine Kohlenförderung mit Saugluftbetrieb eingerichtet Bisher wurden dort die Kohlen von der Lagerstelle durch Handwagen zu den Kesselhäusern gebracht, die beinahe 200 Dieter entfernt sind. Die Saugluftanlage bedeutet für das Werk eine erhebliche Ersparnis; sie arbeitet sauberer, und so kommen weniger Beninreinigungen der Betriebsanlagen vor. Tie Sanglnftanlage befordett innerhalb 24 Stunden etwa 24 Wagen feinkörniger eiern- und Braunkohle zu den Verbranchsstellen. Lc ,ü c V die nächsten Fixsterne ent» !.s * n * / Ter unserem ^onnensnstem zunächststehende intern ift 2ttpha Eentaun, der eine Entfernung von picr Lichtjahren bat, tmo etwa 38 Billionen Mlometer entfernt ist. Neuerdinge- rst nun, wie die „Naturwissenschaften" berictrten, die Kenntnis' der Entfernung der Fixnerne durd; genaue velismetermessungen bet nordamerikanischen Pale-Sternwarle erheblich emxitert wor- ?5”f-.,<£ort "nd 41 südliche Sterne bis zu 13 Grad Deklination südlich vom Aegnator auf ihre Parallaxen untersucht worden. Es waren insbesondere solche Sterne ausgewählt worden, die starke Etgenbewegung l>aben, was in der Regel ein Zeiä>cn nicht allzugroßer Entfernung vom Sonnenspstem ist. Von den ausgewählten 41 Fixsternen zeigten jedoch nur drei etwas größere Parallaxen, nämlich. Epsilon und D.-lta. Eridani mit 0,31 und 0,18, wwie ein dritter Stern aus Weißes Katalog 16 906 mit 0,21 Bogenselunden, so das' ourck schnittlich jene .drei Fixsteruc etwa ^ Lichtjahre ober 142 Billionen Kilometer entfernt sind. Ter vlbftanb von Epsilon Eridani mit seiner Parallaxe von 0,31 Bogensekunden beträgt 10 Lichtjahre oder rund 95 Billionen Kilometer. * Druckfehler. „Und wie geht es dem Herrn Oberförster," fragte er, „ist ihm schon besser?" — ,^Jch danke, es geht: wenn er nur nicht immer noch im Bette lügen müßte, das verträgt er nicht." Kleine Taqeschronik. Eine Felix Mottl-Gedächtnis st iftung aus freiwilligen Beiträgen mit einem Kapital von 25 000 Mark wurde bei der Akademie für Tonkunst in München errichtet. Die Zinsen sollen alljährlich an bedürftige Musik st udierende verteilt werden. Märkte. X Kirchhain, 26. Juni. Auk den, gestrigen FrübjahrS- Fohlenmarkl waren rund 60 Fobleu au'gestellt. Et,va die Hälite konnte ausgezeielmet werden. Gleichzeitig ivurde auch ein Rindvieh- und Schweineinarkt abgehalten. Bon den auf- gestesttei, 60 Kühen, Rindern nnd Kälbern wurden ein großer Teil zu hohen Preisen umgefetst. Der Sch in eine markt ,var mit nicht ganz 400 werkeln und Läufern beinhrcu. Ferkel kosteten das Paar 35—50 Pik., größere Ware 60—80 Mk. und Käufer 90 bis 120 Mk. je nach 6)röße und Güte. Der Lwndel ging flott. X örnu berg, 26. Juni. Unser heutiger Jo bau ui markt zeigte eine außerordenil'ch starke Auffahrt an Jungschweinen. Das Angebot übertraf die Nachfrage Dadurch stockte der vandel und die Preise aingeu zurück. Es ivurde bezahlt für das Paar Ferkel geringster Sorte 55—60 Mk., mittlerer 60-65 Mk, bester 76 biß 80 Mk., Läufer kosteten das Paar 80—90—100 Pik. Ein weiteres Sinken der Ferkelpreife steht ivohl angesichts der forcierten Zucht zu erwarten. wöchentl. llederjicht öeriZoiesfälle t. ö.Staöt Gietzen. Woche. Vom 15. bis 21. Juni 1913. Einwohnerzahl: angenommen zu 32 400 (inkl. 1600 Piann Militari. Sterblichkeitszisser: 6,42 nach 2lbzug von 2 Ortsfremden: 3,21 °/ee. fit ndrc Es starben an: Znfamntem Erivachfene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jn)r • Scklaasinß 1 1 — — tvallcnblaseneiteruttg 1 (1) 1 (1) — — Blinddarmentzündung 1 (1) — — 1 (1) Krebs 1 1 — — Summa: 4~(2) 371) — 1 (1) 21 nm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreuenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen für Samstag, den 28. Juni 1913: Veränderlich; Bewölknng und Ntederschläge abnehmend, mäßig warm; nordwestliche bis ivestlicbe Winde. Letzte 21(U'brid?rcn. Das neue Steuerkompromiß. Berlin, 27.Juni. Zu ben neuen Steuervorlagen sind im Reichstag nid)t weniger als 111 Bittschriften eingegangen Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller fordert al-s Mindestmaß deffen, was dem Gebot der Billigkeit entspreche, daß den Aktien ohne Börsen- noti^ eine 7 pro;entigc, für G. m b.H.-Anteilc eine 8pro- zentige Rentabilität bei der Dertfesfftoffung zugrunde gelobt werde. Die „K r e u z - Z e i t u n g" sagt in einem Artikel: „Vor ernsten Entscheidungen": Für das in Aussicht genommene Kompromiß Fann die konservative Partei die Verantwortung nicht übernehmen. Diese beruht im wesentlichen auf den verbündeten Regierungen und auf den Parteien der Linken und des Zentnuns. Ein neuer am crikauifchcr Botschafter in Berlin. Berlin, 27. Juni Ansteffc des zurückgetretenen amerikanischen Botschafters L e i s h m a n ist der New Porker Öberrichter Watson Gerhard zum amerikanischen Dotschastcr bestimmt. Er reifte vorgestern auf dem „Imperator" nach Europa ab. Gerlxrrd ist 46 Jahre alt und genießt den Ruf eines ebenso gdülbetrn wie gemäßigten Mannes. Das hohe Richtcraml, das er lange Zeit inne hatte, hielt ihn nicht al', sich als Sporlsmann auf den verschiedensten Gebieten zu betätigen. Eine neue Untergrundbahnstrecke in Berliu. Berlin, 27. Juni. Die Betriebseröffnung der ncut» Untergrundbahn der Strecke Svittelmarkt — Alexanderplatz sM am 1.Juli erfolgen. Aus der sozialdemokratischen Reichstags- fraktion. Berlin, 27. Juni. Die sozialdemokratische Fraktion wählte anstelle des verstorbenen Genoffen Kaden den Genossen Ledebour in den Vorstand. Die geheime Sitzung des serbischen Parlaments. Belgrad , ?7 Juni. Wegen der Bestimmungen der Geschäftsordnung wird über die ijcutige geheime «Atzung der Skuptschina kein Bericht veröffentlicht. Die Erklärungen, die Pasitsch in der geheimen Sitzung ab gab, bewirkten sichtlich eine günstigere Auffassung; vom Stande der serbisch-bulgarischen Konflikte verlautet, daß Pasitsch in der nächsten Woche nach Petersburg abreift. In parlamentarischen «‘reifen verlautet, daß Pasitsch morgen in der öffentlicl^en Sitzung der Skuptschina ein auswärtiges Expose geben wird. P 0 inear 6 in England. London, 27. Juni. Sir Grey gab gestern abend im Auswärtigen Amt ein Festmahl zu Ehren Poincar^S, an dem der Prinz von Wales, der Herzog von Eonnaught und die Mitglieder deS Kabinetts teilnahmen. Nach dem Festmahl wohnte der Präsident dem von den englischen Majestäten ihm zu Ehren veranstalteten Ball fest, an dem 3000 Personen teilnahmen, bei. Auch das gesamte diplomatische Äorps war erschienen. Absturz eines französischen Fliegers. E ha l 0 n s - s u r - M a r n c , 27. Juni. Der Flieger Foulguier ist aus einer Höhe von 70 Metern avge- stürzt. Er war sofort tot. Von der Akademie der Wissenschaften. Berlin, 27. Juni 9lm gestrigen Leibn i h-T a ge der Akademie erfolgten nachstehende Verkündungen der Verteilung der L e i b n i tz - M e d a i l l e n : Die goldene Medaille erhielt Professor Georg S ch )v c i n f u r t h wegen seiner Erforschung Nvrdost und Zentralafrikas auf dem (Gebiete der Geologie, Botanik, Archäologie und Lingoistik, die silberne Medaille haben erhalten Professor H i b sch in Tetschcn wegen seiner Arbeiten aut dem Gebiete der Geologie Nordböhmens, Präzisionsmocha- niter Richter wegen seiner Vervollkommnung des Thermometers, Archivar Wit t e - Schwerin wegen hiswrischer Arbeiten sowie Professor Georg Wolff in Frankfurt a. M. wegen seiner Limesforschung. Dienstag ZT/rS Saison-Ausverkauf Wir bringen ganz besonders billige Extra-Angebote in Damen-Hüten, Blusen, Korsetts, Stickereien, Spitzenkragen, Damen-Wäsche, Handschuhen, Strümpfen, Seidenstoffen usw. 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Turnvereins) 5U DU. 2.— und Mk. 1.— für alle Veranstaltungen: zu 30 Psg. (Militär und Kinder bis Xi/lllll-llivrul-tvil 14 Jahre 20 Psg.) für einmaligen Gintritt außer beim Tennis. D23,^ ♦ Buchhandlungen Ricker-Legler nnd Ferber Koch, Zigarrenhandliingen Buchacker, Neuen -‘Wi-iuufVfii.iiCH ♦ Baue, Driesch, Seltersweg, Scharmann, Lindenplatz, Papierhandlung Jung, sowie auf -den Plätzen. Ebenda Programme. Studcnlenkartcn zn 50 Psg. nur bei den Hausverwaltern und Pförtnern der Universität, sowie nur den Plätzen. AkademischerSportVerem WMM,W«U (Abteilung des CiieOenei* Sportvereins v. 1900) / (Abteilung des tiieOener Sportvereins v. 1900) feiert am Sonntag, den 29. Juni 1913 sein 20 jähriges Stiftungsfest 2% Uhr: Festzug durch die Stadt nach Steins Garten. Samstag, den 28. Juni 1913, vorm. 9 Uhr: Bundestag des Akadem. Sport-Bundes im Hotel Großherzog. Nachmittags 4.30 Uhr: Fußtaüwetispisl gegen die Akad. Mannschaft des V. f. EL Marburg auf dem Sportplatz an der Hardt. v17^ Abends 9 Uhr (Eintritt frei) im großen Hörsaal der Aula: Vor trag des BnndesYorsitzenden Herrn Dr. Mallwitz Thema: Die Olympiade 1916 und die deutsche Studentenschaft. Daselbst Konzert im Freien Eintritt 30 Psg. Abends 8 Uhr: Ball. Inhaber . ff * Ä ffl Inhaber Karl Ohm ÖS E u™ ™ 8 Karl Ohm Täglich Konzert des weltbekannten Salon-Orchesters Hohne, 6 Personen — Anf. 71 /-. Uhr, Sonntags 3*/a Uhr. Jeden Freitag gr. Opern - Abend aus der deutschen Spicloper, der klass. gr. Oper, der ital. und franz. Oper. Eintritt frei! 3947 Eintritt frei! Achtung! 9”»„fißbc‘ Achtung! ®aes* große Verkauf am Felsenkellcr statt. Dieselbe Ware -nm selben Preise wie beute. [4189 Altin aus Köln. Montag, den 30. Juni 1913: 4187 Ausflug nach der Pulvermiihle Musik und Tanz. Es ladet ergebenst ein Der Jcstausfchus;. Cale o. Kondilorei König Hotel-Restaurant Balbach, Biedenkopf Inh. I>itz Wenk 8»/« Gut bürgerliches Hans,4Min. vom 2^ghnbos. Auto-Garage. Pens. v.M. 4.00 an. Franz. Billards. Llnsschank Balbachscher Biere. — Anerkannt gute Küche. — Weine erster Firmen. Sängerkranz Sonntag, den 29. Juni: PaHäemsBsebeHai Abfahrt l50 Uhr. v”/o Rückfahrkarte 35 Pfg. — 2 Kinder eine Karte. Die Partie findet bei jeder Witterung statt. Für Unterkunft in Bieber ist gesorgt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Her Vorstand ~~ । — —.....- ----- Vom 23. bis 27. Juni im ÄWÄ, Bahnhofstrasse 34 spielt die weltberühmte Modeschönheit Uladame Robinne in dem dreiaktigen Drama Die stärkere Macht die Titelrolle. Ferner noch: 4188 Muselmann aus Liebe, humoristisch. Moritz ist krank, humoristisch. Der Wunsch geht in Erfüllung Drama. Das Herz bleibt ewig jung. Variete-Akt Little Joh£. Naturaufnahme Jagd auf Yengs. Path^Journal. Erstklassige Künstler-Konzerte Voranzeige! Vom 2. bis 4. Juli: | ks UkilMMilMlMii fBauer'scher taug«« Anlählich des Scheidens unseres Ehrenmitgliedes Herrn Michael Bedorf findet Sonntag, den 29. Funi, abends 9 Uhr, im Vcrciuslokal eine Abschiesls^Feier statt. Wir ersuchen unsere Mitglieder, sich mit ihren Angehörigen recht zahlreich zu beteiligen. v”/6 Der Vorstand. „Warm zu empfehlen ist Zncker's B’atent-Medi- zinaE-Seife gegen unreine Haut, Mitesser, Pickel, Knötchen, Pusteln usw. Sve- zial-Arzt Dr. W." ä Stück 50 Pf. (15 °/0 in» nnd 1.50 M. (35%in, stärkste Form). Dazu Znckooh-Creme (50 und 75 Pf.> in der Univcrsitäts- 2lvotbckc,'öirsch-2lvotbcke, bei Ang. Aoll, Earl Seibel, W. .Kilbingcr, C. Schaaf, Emil .Karn, Ernst Noll und W. Schrader, Drogerien. (sl13/1) Zucker Bei 10 Pfund 23 Ps§. Bei 50 Pfund 22 Pf-. empfiehlt Ü^ehbaeh Seltcrsweg 24 39® Fernsprecher 267 TTC. SamStag, den 28. 6. 1913 Satz Ehrenmitglieder und 211« Herren bitten wir um zatl- reiches Erscheinen. 0514$ Der Vorstand. 0 W sämtliche tar-Hd 10°« Rabatt ScWibaas M