®rein wenlig auffällig, daß er seinen Aufenthalt in England auf das freundliche Drängen seiner Gastgeber um ein paar Tage verlängert hat. Es wäre möglich, daß dort Verpflichtungen angebahnt würden, die der deutsche?: Politik Schtvierigkeitcn machen könnten. Wir wollen keine müßige Schwarzseherei anrichten, aber es ist immerhin möglich, daß trotz harmonischer Reden und Danktelearamme einmal wieder schwierige und drohende „historische Notwendigkeiten" an uns hercmtreten könnten.. Im Vertrauen auf d:e „große Tragfähigkeit" der deutsch-österreichische?: Beziehungen dürften von Franh Ferdinand z. B. unerfüllbare englische Wünsche gegenüber Deutschland nicht ge- nährt werden.' Von allen Hauptstädte?: werde?? in der nächsten Zeit Wien und London oie Aufmerksamkeit der deutschen Politik am ?neiften in Anspruch zu nehme?: haben. Gelingt es uns hier, unsere Großnmchtstellung zu förder?? und zu festigen, so dürfen wir auch die gutnachbarlichen Reisearüße des Herrn Kokowzow als scgenbringend für die Zukunft anschlagen. Heute läuft die Nachricht ein, daß der Ausschuß der ungarischen Telegatio?: das Budget des Aeußern genehmigt habe. Allein der spalte?:lange Bericht des amtlichen Wolff- Bureaus, aus den: wir nur die wichtigsten Punkte hervorheben können, zeigt uns, daß die Meinungen über den „Erfolg" des Grafen Berchtold doch recht geteilt sind. Er hatte sich tzu erklären, warum er beim Ausbruch der Kriege uicht zur Besetzung des Sandschaks geschritten sei und sprach seine?? Widersachern von „oiplomatischen Hemmnissen" und der überlieferte?? Politik seiner Vorgänger. Auch über die bekannten Meinungsverschiedenheiten bei der Abschließung des Bukarester Friedens wurde der.Minister gestellt. Er erklärte, Oesterreich habe eine Revision gewünscht, weil die Verteilung der Gebiete so erfolgt sei, daß sie eine?? dauernden Friede?? nicht garantiere. So sehen also die Aussichten für die Zukunft aus! Von großem Interesse ist auch, daß der Berichterstatter des Ausschusses die Erneuerung des Dreibundes zwar guthieß, gleichzeitig aber forderte, auch mit den Regierungen der zweite?? europäischen Staatengruppe gute Verhältnisse anzubahnen. Herr v. Bethmann-Hollweg muß also wirklich zur Ueberzeugung komme??, daß es für ihn mit einer bloßen Zuschauerrolle nicht getan ist und daß die diplomatische Kunst zuerst Taten und dann Reden verlangt. Ueber de?n kommunalpvlitischen Schauspiel, das uns die Stadtverordnetenwahl ??? Gießen bereitet hatte, ist nun endlich gestern abend auch der Vorhang für eine Weile gefallen. Es war für die vier Kandidaten: Brück, Fourier, Haggenmül- ler und Valentin Müller wahrlich nicht leicht, die lang- dauernde und schwierige Nachzählung ihrer Stimmenzahl auszuhalten, den?? bei der Konstellation: 1326, 1327 und 1329 konnte auch dem Gleichmütigsten der Geduldsfaden'ausgehen. Ms es sich schließlich gar herausstellte, daß die beider? in Frage kommenden Lehrer mit Stimmengleichheit gewählt worden waren und daß 'die Angel des Auslosens entscheide?? müßte, da war es wirklich keine Kleinigkeit, noch ruhevoll und kühl bis ans Herz hinan am Walser zu sitzen. .Herr Haggenmüller hat das artige Spiel gewonnen, und wir habe?? das Stadtverordnetenkollegium nun wieder vollzählig. Es bleibt bei der Liste der Gewählten, die wir unmittelbar nach der Wahl veröffentlichten, und diesem Ergebnisse sind nur noch kurze Bemerkungen anznfügen. Auch die Stadt- vcrordnetcnwahl in Gießen hat uns gezeigt, daß der Weize?? der Sozialdemokratie nicht mehr so voll in? Halme steht, wie nach der Verbitterung der Rcichssinanzresorm. Das neue Gießener Parlament sieht nach seiner politische?? Zusam- tnensetzung nicht viel anders aus wie das vorige. Ei?? kleiner Jrrtu?n ist zu berichtigen: Nicht drei, sondern 4 Sozialdemokraten werde?? mit zu Rate sitzen, und aus den Kreisen der „Rechtsstehende??" werde?? wir darauf aufmerksam gemacht, es sei ?? i ch t richtig, daß z w c i ihrer Anhänger zu dem' neue?? Kolleginm gehörten. Herr Wenzel zähle ebensowenig zu ihrer Gruppe, luie Herr Schmeckenbecher, und a?:ch Herr Wachtel rechne sich nicht dazu. Nun, eine so scharfe Sclnüdung der Geister nach Parteie?? ist in? städtische?? Rate ja auch nicht erforderlich. Es ist auch nicht klar sestzustelle??, wieviel Stirn» men für die einzelne?? Parteie?? abgegeben worden sind, aus dem cii?fad)cn Grunde, weil nicht icbiglid) nach der Parteiangehörigkeit gewählt worden ist. Wenn Herr I. G. Pfaff 745 Stimmen erhielt, so zählt ein anderer Kandidat der Rechts- stehe??den, etwa Herr Lukas, nur 552. Wieviel ungestrichene Zettel der Liberale?? abgegeben worden sind, ist leider ?wd) nicht festgestellt; aber es genügt ja, daß diese Liste in? große?? und ganze?? so entscheidend gesiegt hat! Nur die Stunmen der Sozialdemokraten kann man ???it einiger Zuverlässig-? leit an der Hand der heute an anderer Stelle veröffent-t lichte?? Notizen nachzählen. Es sind ?:ngefähr 1000 „rote" Zettel abgegeben worden. Das genügt noch nicht, um eine Stadt von 31 000 Einwohner?? vorwiegend nach dem sozialdemokratischen Kommunalprogramm zu regieren. Der ordentliche Reichrhau ha trvoranschlag für 1914 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 3 403011671 Mk. ab, das ist gegen die Summe des Vorjahres einsd)ließlid) Nachtragsvoranschlag ein Weniger vo?r 174 387 044 Mk. Aus Anlaß der Wehrvorlage von 1913 sind in den Voranschlag eingestellt an fortdauernden Ausgaben 152 782119 Mk., an einmaligen Ausgaben 268 820871 Mk., zusammen 421602 990 Mk. Nach der Denkschrift zum Nach- tragsetat 1913 unter Berücksichtigung der Beschlüsse des' Reichstages waren diese Ausgabe?? ?nit 153 und 273, zusammen 426 Millio?ren Mark, angenommen toorben. Auf den Wehrbeitrag sollen von den in Rebe stehenden Ausgaben 393 820 8 $1 Mk. übernommen werden. Die Mehrerträgnisse aus den bestehenden Zöllen, Steuern und Gebühren sowie den Ausgleichungsbeträgen dafür sind auf 12 582 037 Mark ange??ommen. Die Ueberschüsse im ordentlichen Bvr- ansd)lag sind veranschlagt bei der Post auf 100 321931 Mk., das ist gegenüber 1913 weniger 12513 185 Mk., bei der Reichsdruckerei auf 3324 225 Mk., das ist ein Mehr von. 143 560 Mk., bei der Eisenbahnverwaltung auf 30 212 069, das ist ei?? Weniger von 1179 820 M!k.; aus dem Bankwesen werden erwartet 18 271000 Mk., das ist mehr 1971000 Mk. Zur Sd)uldentilgu??g werden 68883399 Mk. bereitgestellt. Die A??leihe ist mit 17 697160 Mk. gegen 33 159 035 Mk. im Vorjahre ii? Aussicht genommen. Deutsches Reich. Der Reichsverband der deutschen Presse richtete zum Gesetzentwurf gege?? de?? Verrat militärischer Geheimnisse eine Bittschrift a?? den Reichstag, in der um die Ablehnung des Paragraphen 9 gebeten wird. Die Bitte wird begründet mit Darlegungen, in denen darauf Der Dichter der Manon Lercaut. (Zum 150. Todestage des Abbe P r 6 v o st, 23. Nov.) Vor dem Richterstuhl der Nachivelt sind Hunderte von Bän- Lcn, mit denen ein Schriftsteller laute Tageserfolge errang, nichts And eine bei seinen Lebzeiten kaum beachtete, inmittc?? eines weitschichtigen Werkes begrabene Erzählung ein unverlierbarer Schatz der Weltliteratur, der allein seinem Schöpfer Unsterblichkeit verleiht. Sold) Schicksal war dem Abbe Prßoost d'Exiles beschieden, dem Dichter der uiwergänglichen Manon Lescaut, die heute als rin klassisches Meisterwerk der flan;ösisck>en Literatur gefeiert wird und in Bildern wie Tönen den verführerischen Zauber ihres ewigen Frauenwescns neu aufleben läßt. Mehr als 200 Bande hat dieser abenteuerlustige, unruhige Geist, dieser Geistliche, der zu den Soldaten lief, dieser Glücksritter, der sich aus den? Wirbel und Rausck) der Welt wieder in die Ruhe der fromme?? Brüderschaft flüchtete, aus dem unerschöpflichen Stoff seines Lebens geschrieben. Sic sind verschwunden, versckwllen, auch wenn sie es nich? verdienten, wie die auch sonst Prächttges enthaltenden „Memoiren eines Herrn vvm Stande" und der Roman „Clöveland", und doch ist ihm das Los so mancher, die nicht unbegabter waren als er, erspart geblieben. Eine glückliche Stm?bc, die frische und natürliche Gestaltung eines reifende?? Bildes, das ihm vor der Seele schwebte, der heiße Pulsschlag eines Erlebnisses, der in seinem Stil weitcrklovfte — sie haben ihr? herausgehvbei? aus dem Meer der Vergessenheit, hoch empor zum Himmel der Unsterblichen. Eii: buntes, vielgestaltig wechselreiches Dasein war Antoine Francois Prevost beschert: bei den Jesuiten erzogen und um seiner glänzenden Gaben willen verwöhnt, läßt er sich durch feilt unruhiges Blut mit 16 Jahren zum Kriegsdienst verleiten, kehrt nach den Ausschweifungen und Enttäuschungen einer stürmischen Jugend lebensüberdrüssig in den Schoß der Kirche zurück und wird Benediktiner-Prediger, entspringt wieder dem Kloster, verführt durch die Lockungen der Ferne, lebt mehr als 6 Jahre in England und Holland und findet dann cirteit friedlichen Lebensabend als Almosenier des Prinzen CoMi. Die Legende berichtet, sein vielbewegtes Leben habe auf eilte entsetzliche Weise in Chantilly iam 23. November 1763 geendet, da er, im Freien vom Schlage getroffen, anscheinend tot, in Wahrheit aber nur scheirttot, nach Hause getragen wurde und erst durch das übereilt angelegte Sezier messer eines ungeschickten Dorfarztes gemordet wurde. Doch bat Henry Harrisse in feiner grundlegenden Lebensbeschreibung diese Geschichte in das Reich der Fabel verwiesen. — Unter der überaus fruchtbaren schriststellerilchen Tätigkeit Prevosts befinden sich zahlreiche Uebersetzungen; er wurde zu einem einflußreichen Vermittler zwischen englischer und französischer Literatur, hat zum Mekanntwerden Shakespeares durch seine Auszüge mancherlei bei- aetragen und zuerst die Romane des rührseligen Richardson über- fcfet, die auf die düster sentimentale Stimmung seiner eigenen Erzählungen von Einfluß waren. Seine selbstschöpferischen Werke lind ganz erfüllt von dem wagemutig tollen Leben jciner Epoche, • und das Neuartige an ihnen ist, daß die Liebe in einer dämonischen Form in ihrem Mittelpunkt steht. Blind und wild ist diese Leidenschaft, die der Abbe schildert, plötzlich einschlagend wie ein Blitz, in ihrer Heftigkeit den ganzen Menschen aufwühlend unb groß wie ein unabwendbares Schicksal, wie der Eros der Antike. Und dieses Prevost beherrschende Grundgefühl, das sonst häufig unter matten Deklamationen und banalen Predigten erstickt wird, bricht mit unvergänglicher Inbrunst hervor in jener „Geschichte der Ädanon Lescaut unb des Chevalier DeS Gricux", die 1731 im siebenten Band seines großen Abenteurerromans „Memoiren eines Herrn vom Stande, der sich von der Welt zurückgezogen hat", veröffentlicht wurde. Hier hat der Dichter nicht nur von sich selbst das feinste Charakterbild entworfen, indem er die zwei Seelen in seiner Brust, den lei djt finnig en Abenteurer, dem seine Liebe zu der schönen Manon zum Schicksal wird, und den beschaulichen Moralprediger in den Gestalten des Chevaliers und seines getreuen Tibergc darstellte, sondert? auch ein ewig gültiges Symbol der nur für die Liebe unb Lust geschaffenen Kurtisane gegeben. Diese rührende und so menschlich wahre Erzählung, die in verschiedenen Dramen und in Massenets Oper auch auf die Bühne gebracht wurde, ist wirllich unsterblich, denn ihre Heldin ist in einem gewissen Sinne nach einem Wort Manpassants „die Frau an und für sich, wahrhaftiger.Frau als alle andern, die gefährliche imb entzückende Verführerin, die sie gewesen, ist und immer sein wird." — Ein Dnrchfal l i m Darmstädter Hoftheater. Aus Darmstadt, 21. Nov., wird gemeldet: Heute fand im Hos- thcater die Uraufführung eines dreiaktigen Dramas von Karl v. Levetzow „Meister Gottftied ober die Sphinx" statt. Das Stück spielt im 17. Jahrhundert in Prag. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Eifersuchtstragödie, die sehr packend geschildert wird. Tas Publikum wurde aber von dem Mordschauer des Stückes abgestoßen unb lehnte es ab. Ter Verfasser wohnte der Aufführung bei. — Erstaufführungen. Aus Hamburg, 20. Nov., wird uns geschrieben: Karl Hauptmann beginnt als Dramatiker sich mehr und mehr Geltung zu verschaffen. Vor wenig Wochen hörte man von dem starken Eindruck, den seine „Armen Besenbinder" im Dresdener Hoftheater hinterließen und heute wurde sein fünfaktiges Drama „Die lange Jule" im Hamburger Deutschen Schauspielhaus respektvoll begrüßt. Die lange Jule ist ein robustes, geradsinniges Weib aus altem, schlesischem Bauern- geschlecht. Sie kämpft einen hartnäckigen Kampf um das Datergut, Sie erreicht, ihr Ziel, das Vatergut fällt in ihre Hande zurück — aber int ?elben Augenblick geht es it? Flammen auf. Da vernichtet fte sich telbst, weil ihr Lebensziel vernichtet ist. — Vernarb Shaws ,,P yg?nalio n" sand, wie uns aus Dre sb e n geschrieben wirb, bei seiner Erstaufführung int Königl. Schauspielhaus, bank beiDorragenbcr Darstellung ber beiden Hauptrollen starken Beifall. « — Vertrauensrat für Jrrenrechtsfragen. Die seit längerer Zeit gepflogenen Verhandlungen zwischen Vertretern der Presse und ber Psychiatrie haben nunmehr ihren Abschluß ge- fiinben mit der Gründung einer Vertrauenskommission für Jrren- techtsfragen. Der Reichsverbanb ber deutschen Presse hatte in seiner Sitzung vorn 17. Juni 1912 die Redakteure Giesen (Frankfurt a. M.) und Tr. Kasiatt «"Berlin) delegiert. Der Deutsche Verein ärztlicher Privatanstaltsleiter wählte zu Vertretern Professor Dr. Thvntfen ''Bonn) und Professor Dr. Friedlaender (Hohe Mark bei Frankfurt a. M.). Den Vorsitz übernahm Dr. Heimberger, ordentlicher Professor des Straftechts an der Universität Bonn. sSchriftführendes Mitglied ist Gerickftsassessor Dr. Coenders in Bonn. Tie Aufgabe dieses Rates besteht in ber Prüfung unb möglichsten Klarstellung aller wirklichen und behaupteten Mißstände auf rechtlichem und administrativem Gebiet des Jrrenwcscns sunrecht- mäßige Internierung, ungeeignete Behandlung, Entmündigunas- fragen upv.). Tas Ergebnis der Ermittelungen wird ber Mat in den geeigneten Fällen ber Oesfentlichkeit zugänglich machen. Mtttellungen unb Auflagen finb zu richten an den Schriftführer Gerichtsassessor Tr. Coenders in Bonn, Poppelsdorfer Allee 112. , — Ein Vic t or-Hu g o-T e n km a l in Guerneseh. Tie flanzösische Regierung bat eine Statue Victor Hugos erworben, die ber Bildhauer Jean Boucher gescktaffen, und es besteht nurt die. Msicht, dies Werk den Behörden der Insel Guerneseh zur Ausstellung anzubieten, um ein sichtbares Andenken an den Aufenthalt des berühmten Tichteiß auf der Insel zu schaffen, auf bet er 15 Jahre in der Verbannung weilte und eine Anzahl seiner großartigen Werke gefeftriebfn hat. Ter Präsident der Gesellschaft Victor Hugo Löo Claretie begibt fick? nach Guerneseh- um dort den besten Ort für bas Monument ausfindig zu machen. — Ausstellung für Gesundheitspflege Stuttgart 1914. In der an Naturschönheiten überaus reichen Haupt- und Residenzstabt Württembergs, Stuttgart, findet im nächsten Jahre von Mai bis Oktober eine Ausstellung für Gesundheits- Pflege 1tatt Die Ausstellung ist ein gemeinnütziges Unternehmen der^Stadt Stuttgart. Tie Bearbeitung und Leitung ber Ausstellung ist Dr. mcb. I. Jngelflnger, dem ehemaligen Leiter ber populären Abteilung „Der Mensch" der Dresdener Hygiene-Ausstellung, übertrage?? worden. Tie Stuttgarter Ausstellung wird aber keine ^eu< Auflage des Dresdner „Menschen" sein, sondern sie wird nur anderer Grundlage ein einheitliches, großzügiges Bild des heutigen! Standes der Hygiene geben — Kleine Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Anläßlich des hundertsten Geburtstages Verdis sand, nach einer Meldung aus Rom, auf dem Kapitol eine Feier statt, der der Unterrichtsminister Credaro, das diplomatische Korps, die Behörden, sowie hervorragende Vertrecer der Kunst unb Literatur beiwohnten. Tie Gedenkreden hielten Unterrichts??nnister Credaro unb Bürgermeister Nathan. hingewteseu wird, daß bei der AufrechterHaltung des Dara- graphen für die Presse ein unerträglicher Zustand der Recht," ussicherhert geschaffen würde und auch unsere Wehrmacht selbst dabei Schaden leiden müßte. Die bayerische Abgeordnetenkammer begann am Freitag die Beratung des Voranschlags des Kö nrqlichcn Hauses und des Hofes und in Verbindung Damit dec Antrags der Regierung, die Z i v i l l i st e auf 5 400 000 Mk. 3M erhöhen. Der Gesamtbetrag der Ausgaben hiefür beträgt mit den Apanagen 6 865 734 Mark, gegen den vorfährigen Voranschlag eine Erhöhung von 1 613 259 Mark. Abc, M ü l- ler-Hof brachte, unterstützt von 24 Liberalen, Demokraten und Bauernbündlern einen Kompromißantrag ein, statt 3 400000 Mark nur 4 800000 Mk für die Zivilliste einzu setzen. Nachdem die Kammer in namentlicher Abstimmung den Znsatzantrag Müller-Hos mit 122 gegen 39 Stimmen abgelehnt hatte, wurde der Rsgierungsnn rag, der die er« höhte permanente Zivilliste auf 5 400000 Mark sestseyt, mit 110 gegen 50 Stimmen angenommen Ta der Regierungsantrag zur Annahme eine Zweidrittelmehrheit erfordert, welche damit gegeben ist, ist dadurch der Gesetzentwurf von der Zweiten Kammer angenommen. AÜr den Gesetzentwurf stimmten das Zentrum geschlossen, der Bauernbund und ein Teil der Liberalen, dagegen di? Sozialdemokraten, der andere Teil der Liberalen und der Abgeordnete Gondorfer. Ausland. Der österreichische Thronfolger in England. Der Sonderkorrespondent des Rcutcrschen Bureaus in Windsor ist zu der Mitteilung ermächtigt, daß der Erzherzog Thronfolger Franz Ferdinand von seinem Aufenthalt in Windsor hoch veirrevlqt ist. Obwohl der Besuch des Erzherzogs nurganzprivatist, können die dabei gegebe^ nen Gelegenheiten, mit den britischen Ministern in Berührung zu kommen, nur viel und dauernd Gutes in den glücklicherweise ausgezeichneten Beziehungen zeitigen, die zwischen den Regierungen König Georgs und Kaiser Franz Josefs bestehen. Tie Sympathie des Kaisers für England ist wohlbekannt, ebenso wie der Wunsch der Völker der österreichisch-ungarischen Monarchie, immer mit England in Freundschaft zu leben. A u s A nlaßderJahrhundcrtfcierder Unabhängigkeit der Niederlande hat die Königin Wilhelmine eine Proklamation erlassen, in der gesagt wird, daß das Vertrauen derer, welche am 21. November 1813 die Regierung übernommen haben, nicht getäuscht worden sei: die Niederlande hätten in jeder Beziehung einen hohen Aufschwung genommen. Die Proklamation drückt dann den Wunsch aus, daß der Friede, die Freiheit und die Blüte des Landes keine Unterbrechung erfahren und daß auch zukünftig die Vereinigung atter Niederländer auf die feste und nationale Unabhängigkeit sich gründe. Tie Königin hoffe, mit dem Volke zusammen zum Wohle des Vaterlandes zu arbeiten. Der französisch-deutsche Zollkongreß beschloß in seiner gestrigen Sitzung, das französische Handelsko- mitec und den deutsch-französischen Wirtschaftsverein zu ersuchen, die Ermittelungen über die einschlägigen Zollsragen fortzusetzen und hierbei die Erneuerung des H a n d e l s v c r - träges, der im Jahre 1917 ablaufe, im Auge zu bchal* ten. Besonders sollten die Handelsvcrcinig-ungen aufgesor- bcrt werden, ihre Wünsche bekanntzngeben. damit die deutsch- französischen Zollbezichungen eine vollkommene Gegenseitig- kett und die Anwendung der McistbegünstigungÄlausel auf jede der beiden Nationen gesichert werde. Tic Untersuchung der Zollfragen werde auf deutscher und französischer Seite einzig mit dem Zwecke fortgesetzt, den beiden Regierungen seinerzeit für die amtliche Zollkonferenz genaues Material überreichen zu können. Es sei nicht beabsichtigt, in die Rechte der beiden Regierungen einzugreifen, sondern der deutsche wie der französische Ausschuß wünschten nur die Jnterprr len der beträchtlichen Interessen zu fein, die bei dieser Angelegenheit in Frage kämen. Die Erbschaftssteuer in Frankreich. Der Dndgetausschuß der französischen Kammer bat sich über den Entwurf zur Erbschaftssteuer, welche die Deckung für die Anleihe bilden soll, in zustimmendem Sinne geäußert, jedoch hat sie die von der Regierung vorgeschlagenen Sätze herauf- gesetzt. Danach hat sie beschlossen, 900 Millionen als Ziffer für die Höhe der Anleihe ausrechtzuerhalten und den Artikel des Anleiheentwurfes, der die Unantastbarkeit des Ncntcn- coupons bestimmt, abzulehnen. D i e F r a n z o s e n i u M a r o k k o. Aus Tanger wird berichtet: Die Städte Elkser und Tanger sollen durch einen für Reit^ und Lasttiere geeigneten Pfad miteinander verbunden werden. Für das Unternehmen sind 600000Frcs. ausgeworfen. Der König von Spanien ist Freitag abend von Paris nach Wien abgereift. Tie Königin begleitet ihn infolge Unpäßlichkeit nicht nach Oesterreich: sic wird erst in London den König treffen. 2Iu$ Mexiko. Mexiko, 21. Nov. In einer Antwort auf die Worte Huertas versickerte der Präsident des K o n - flresses bei dessen Eröffnung Huerta, daß der Kongreß ihn einmütig bei seinen edlen Bemühungen um die Aufrechterhaltung der Unabhängigkeit der Nation untersttitzen werde. 27 Mitglieder des Kongresses, darunter 24 Katholiken, waren abwesend. Nbit Ausnahme des amerikanischen Okschästöträgers waren sämtlickw Mitglieder des diplomati- scheu Korps bei der Eröffnung des Kongresses zugegen. An» Stadt und Caitd* Gießen. 22. November 1913. Das amtliche Ergebnis der Stadtverordnetenwahl. GesK-rn abend »wischen (3 und R Uhr wurde nach langem Hangen und Hangen da Ergebnis unserer Stadt» verordneten-Wahl im kleinen Beratungssaal des Stadt- Hauses amtlich ftftgefteUt Ter Wahlausschuß bestund mid folgenden Herren: Oberbürgermeister M e c u in als Vorstand, den Kaufleuten Zadock Kanu und tfcirl Röhr al* Beisitzern und Sekretnr 1. Klasse M eckel als Protok>l7- führer. Nach den amtlichem Feststellungen ergibt sich das Folgende: Von den 5169 eingetragenen Wählern haben 3588 abgesttmiut. Es sind 64 254 gültig- Kandi baten stimmen abgegeben worden, die sich aus im ganzen 174 Kandidaten verteilen 512 ungültige «stimmen wurden gezählt. Da nicht alle Wähler non ihrem Recht Gebrauch gemacht Haden, 17 Stadtverordnete zu wählen, so ist daourch ein Ausfall von 624'1 Kandidaten- stimmcn eingetreten Zn den Urnen hat sich ein Zettel mehr gefunden, als Wähler abgestimmt hoben, ferner fand sich ein leeres Wahlkuvert vor Das amtliche Ergebnis der Dahl stellt sich jetzt wie sotzt: Restaurateur FaskowSky 1329 1327 1326 1326 1467 1381 Stimmen 2258 2213 2085 1929 1919 1911 1894 1879 1859 1726 1661 1646 Lehrer Fischer I- G. Pfaff Postsekretär Lukas Postsekretär Compter Gärtner Pfeiffer Ernst Ludw. Sack Apotheker Schwiedcr Dur mester Rechtsanwalt Spohr Bierverleger Hebstrcit Rich. Andrea Gg. Beckmann Karl Frensdorf Adam Hohmeycr PH. Kröck Alb. Lentz Hch. Lindenftruth Josef Meyer Hch. Männche Paul Müller Wilh. Nitschkowsky Hch. Noll Emil £tto Albert Rahnefeld Adam Volz Es folgen bann: Auf 9 Fahre: Tr. Julius Haberkorn Kommerzienrat A. Klingspor Louis Petri IL > E. H. Muller Konnnerzwnrat S. Heichelheim LandgerichtSdirektor Schmeckenbecher Aug. Noll II. Schneidermeister Ioh. Tiehl Wilh. Plank Fritz Wenzel Architekt Meyer Amtsgerichts rat Wachtel Auf 6 Jahre: Kommerzienrat Ad. Noll Ehr. Inderthal Auf 3 Jahre: Hoflieferant Franz Brück Heinrich Fourier Rcallehrer Aug. vaggenmüller Lehrer Valentin Müller Stimmen 1129 1308 1106 9R6 1047 1086 1213 1008 1044 1126 979 1158 970 1056 1023 1114 1050 958 957 745 552 435 368 116 129 52 36 35 29 Emil Horst und Hofkvhnkutscher Huhn je 9 Stimmen. Weniger als 5Stimmen erhielte 107 Kandidaten, darunter rund 80, die „e i n stimmig" gewählt sind. Zwischen .Haggenmülter und Valentin Müller entschied das Los zu Gunsten Haggenmüllers, der für gewählt erklärt wurde. Tie Minoritäten auf dem sozialistischen Zettel betragen: Wilhelm Homberger Architekt Seuling K. 3orn 1910. Za CberÜIeuinÄnlÄ beförbert: die M*."e Collmann b. Stabe d. Groyb. Art.-Karos, 1 0>n>r Heil. Feldart -Regt' Nr 25; v Tetern b. 3t* e d 2. Srofeb He>>. Fei bart -Reyts Nr. 6L Zu Leutnants beerben: bi* Fädarrcke 3 dm aber int 5. Grvßh. Hes' 3n: "Weg: Nr 168, Fr bi ? darbt tm Garde Trog - :Heft. 1. Großh. Hess. Nr 23. Zum Fähnrich befördert: der cdaräk- ternirrte Fähnrich Kalweit im Leibgarde Zn' ^.gt 1 Großh. Hkis Nr llö, Buchow im 3nf -Regt Kaiser Di beim * Grvßb. Hess.» Nr. 116, T?r. - r im Zns -Lrib Regt >4rvßbe. rsgin 3 Grofch. Hsss.^ Nr. 117, Müller, Steter, Wiedemann im Inf.-Negt. Tnrt| 1 ^roßb. He ' ^clbart Rr.'t. Nr. 25 Ter Absck.ed mit Pension b-rrorlhnt • dem Cbcrfileutnant ;. D freute r, Komm b Land- webt ^rtirf-5 Ecicl, mit der Erlaubnis zum ':aaen der Uni’crnt br: Fn-.-RcgtS. .Qciirr Wilhelm 2 i^rvßb Hcif Nr. 116; Zar Reserve beurlaubt: Schulz, Fähnrich im In' Reg. Prm» barl 4. Grostd. Hess. Nr 118.— Tr 2tinbmgrr, Oberarzt brüll Lcibiardr-Ins -Reg 1 Großh. He Nr. 115, ein Patent srncs Dienstgrades mi: Einreibung unnurtrlbar hinter dein Cberarjt .vikmann verlieben. Tr Gros, Cbrrar-.t d Res Ohefern), a'» Cberani mit einem Tat ent vorn 1 Eftober 1913, unter Etn- nihung unmtttrlbar hinter dem Cbctar.t Tr Ziltmer, betnt Fußart -Reg. General -Feldrrugmciüer Brandcnb » Nr 3 an zeit. — Frhr. o. Nordeck zur Rabenau, Hauvtm in j. Sckutztr für Tcutsch Ostafttka, b. Ablck m. b. gefcp; Pens, und b. Erlaubnis zum Tragen der bisher. Uniform bewilligt. '• Sine in ganz Hessen bekannte Persönlich- 7cit, Wilhelm H a r t m a n n, der Bürgermeister der Stabt H a d a- in a r, starb plötzlich während einet längeren Aufenthaltes in Gießen. Er stand rm 66. Lebensjahre Seit 1899 mm ;‘hirqcr- meiwr seiner Vaterstadt berufen, deren Verwaltung er mit Unuicht leitete, wurde der Verstorben.- kur- darauf in den Kreistag des Kreises Limburg und zum Abgeordneten M 18 WahllreiseS Limburg in den Kommnnallandtcig des R«ne.unq?be-irks Wiesbaden und in den Provinzrallandtag der Provin z Hessen-Nassau gewählt. Tem Beamten- und Eingaben-Ausschutz d.s üvnmtunol- landtageö gehötte der Verstorbene an. . *• 3 um Schutz des Publikums gegen Betrügereien wirb vorn P.lizciamt daraus hingcwiefen, daß icber, der in Chcfecn Gaben für wohltätige Zwecke famnn'In — koltestieren — will, die schriftliche, mit dem AmtSiiegel versehene Genehmigung Gresch, streisamts ober Gros!i Loli eiamt- liefern ntit sich führen muß. Am) dieser läßt iub erfeben, für welchen Zeittaum die Erlaubnis cncill wird Auch der Verkauf von Bilbenl und Bäckern durch Rei'mde im Auftrag einer Buchhandlung unter Vorlage eines En"> ehlensschreibens irgenbeiurd Vereins usw, dem die Buchhandlung für wohltätige ober gemeinnützige Zwecke einen bestimmten Betrag des Erlöses uiwendet, schließt ein „Kollektieren für ande e in sich unb bedarf der er- roebnten Genehmigung Das Publilum soll sich diele stets vor- zcigen lassen unb, falls das verweigert luirb, oder sonstige '.'ln- stänbe sich ergeben, dem Großb. Paliteiamt sofort ''.'attcihing wachen. Tiefe Borsichtsmaßregeln sind l'-rmb r-- gegen die sog, Missionsschweftem des schwarten >i r e u z e S , rvelche hier auch schon ausgetreten sein sollen uns bei denen c. nch nach Mitteilung von Behörden um Betrügereien luntdelu soll, anzu- wenden. * * Hessische Hau ö sck, lachtu n g cn 1912. Aus Gninb von Erhebungen gelegentlich der Bieb-Listnng am 1 T.'tember 1912 bat die Zahl der für den Hausbedarf geschlachteten Tiere seit der Zählmig von 1907 im allgemeinen eine A bnahme erfatirnt: ifnr die Zahl der inngcn M’Sfber, Säv'e unb her Zieaeu stieg. Rindvieh würbe insgesamt 896 gegen 1085 in 190t! geschlachtet. Die Zahl dw geschlawteten Schweine sank von 143 670 aus 137 785. Ziegen wurden geschlachtet 21 771 Stück gegen 19 975 im 3abrc 1906. Tie meisten Schweine imirtxm in C bet hei int geschlachtet, nämlich 60575; das sind etwa 43 Proumt aller in Hessen geschlachteten Schweine. Unter ben Kreisnt mit den mciftni Tchwcine- dilatbtunacu sieben obenan Gießen mit 14630, Friedberg mit 13 057, CpDcnbcim mit 10 424, Groß-Gerau mit 8316 und Ät,ey mit 8223 Stück. ** Tageskalender tue Samvtag, den 22., unb Sonntag, den 23. November: S1 a d t t h e a t e r: Sonntag abends 7' . Uhr : -I u a e n d". Verein ehe in. 116er: Feier des Geburtstage- des Groß- herzogS, SamStap abends 9 Uhr im Gnf6 Antend. Lichtspielhaus: Täglich Vorfteslnng. Union-Theater: Täglich LorsleÜung. lTienstagS unb SamßtagS neues Programm.) 0 b e r Ire f f i f di e 8 Museum und Gail' sche Samm- lunaen. üteössnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich. OberheffifcherKunstverein. Die Gemälde-AnSstellung ist täglich von 11—1 Uhr, Mittwochs von 3 dis 5 Uhr, und an Sonntagen von 11—3 Uhr geöffnet. "Der G r o ß h e r z v g hat am 19. November den Diplomingenieur Karl Eberhardt aus Bavreuth zum außerordentlichen Professor an der Technischen Hochschule zu Darmstadt ernannt. ** 3n den Ruhe st and versetzt ist am 19. November der Kreisarzt des KreisgefundheitSamts Büdingen, Mebizinalrat Dr. Otto Wießner aus sein Nachsuchen, unter ?lnorkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Dezember 1913. Aus diesem Anlaß hat ihm her Großberzog die Krone zum Ritterkreuz 1. Kla-'sc des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Schulangelcgenheiten. Erledigt ift eine mit einem evangelischen Lehrer zu befeyende Lekwerftelle zu Rimbach, Sträd Lauterbach. Mit ihr ift Organisten- und Lektordienst verbunden. Tem Grafen zu Schlitz, genannt von Görtz, steht das Präfentationsrcäü zu. — Dem SchulamtSafviranten Hugo Dicht aus Mippeubach, Kreis Büdingen, wurde die Lehrerstelle an der Volksschule zu Heidelbach, Kreis Alsfeld, übertragen. •• Stadttheater. Aus die beiden Vorstellungen an Großherzogs Geburtstag — nachmittags «Sneewittchen*, abends e8 Meeres und der Liebe Wellen^ als Fest-Vorstellung — sei auch an dieser Stelle nochmals ausmerksain gemacht. — Aus SaruStag, den 29. November, nachmittags 3’/, Uhr, ist eine Schüler-Vorstellung von .Wilhelm TelP angesetzt, aus die besonders hingcwiesen wird, da sie im Wochenspielplan nicht verzeichnet steht. **ObcrhcssischerKunftverein. Morgen Sonntag sind die Sammlungen von Jung-Stuttgart, Thielmann- Willingshausen und dic sämtlichen andern Bilder zum letz- tenmale zu sehen. Von Montag an bleibt die Ausstellung wegen vollständigem Wechsels der Ofemälde 5 Tage geschlos^ feit Verkauft wurde eine Orüstnalratnerung von W. Ttzi cl- m a n n „Die Dorfältesten". — Die Ausstellung ist an Sonntagen von 11 bto 3 Uhr ununterbrochen geöffnet. — Neuein- tretenbe Mitglieder für das Fahr 1914 haben schon von jetzt ab mit ihren Familienangehörigen freien Eintritt zu den Ausstellungen. Tie Lifte zum Einzeichnen liegt in der Ausstellung offen. * Aus dem Militär-Dock enb la tt. Als Bataillons- fVrnmanbcur verletzt: der Ma.or v Fhlcnkeld b Stabe d. Ins- ^cats Tnru^arl I Großb Hess Nr 118. in b. 6. Bad. Sriebri» III. Nr 114. Unter Beförderung zum ^Lj?au1?m«nn unl> Kvmv. hes v 7reS ckow im .nt Rrg. von Goebeu 2. Rhein Nr 28. »um Stabe b. Inf.- Tlfgu- jBhhj ttart ' JBtofeh Hess. )!r. 118. Zum Stabstzaupt TUtTlm ^aumwann. vorläufig ohne tatrnt her ^bfrlrutnant <^bnmrr im Ink Leib Reg Grofeder- zogm (3 Grovb. . H) Nr. NF unter Vers in b 7 WeA >t 'Rcg. Nr 1^5 Angelhelin w W ?W. Art '^n» LvZr «er bem nCV;»e8 b' Res. -ni.l fr b'i», in ä3„. ««ärit * > ®ÄS des MuS ^enBetrüge. dad icber,9ber K-kollek. flieget versehene * RolizmE J für ■ W der Verkauf furtrog einer B„ch! twend irgendeines ■Mge ober gemein* WeS zuwidet, ?"w bedarf der er* 'ch diese stets vor* oder sonstige An* 'oiort Mitteilung ers gegen die sog, Kreuzes, welche deneil es sich nach handeln soll, anzu* 1912. Aus Grund 8 am 1. Dezember pachteten Tiere seit bnahme erfahren: d der Ziegen' flieg, n 1906 geschlachtet, 13 670 auf 137785. n 19 975 im Zähre erbessen geschlachtet, aller in tzessm gern meisten Schweine- 630, sfriedberg mit tit 8316 unb Alzey k Montag Werf* rckstraße 6, &sss stfK > warlch'^ •K-iSÄ 'SÄ! )ahllitcr . er$rt tel rur Ju‘t 9flllf die ai. «'SntK' &®w |4L hi» 6ntlar , her nt ..£ w« “ igen . s,eisau^ KZZ 3®% »"au# jll lN S eite 1 sx i 5* Marburg, 21. Nov. Vermiss wird seit einigen Tagen etn hier wohnender verheirateter Hausdiener. Einwohner au5 ,Iw^en Dorfe Wehrda wollen den Mann am großen Bettag gesehen haben, als er unterhalb des Weihen Steins in die hoch- angeftbrootlenc Lahn sprang G Wiesbaden, 21. Nov. Bei der heute stattgefundenen Wahi der S t a d t v e r o r d n e t c n in der I. Klasse wurden die bürgerlichen Kandidaten, Rentner Dr. Karl T y ck e r - ho f f (nationalliberal) Rentner Alfred E sch (wildliberal). Geheimer Regierungsrat Professor Dr. Heinrich Frese - n i u s (nationalliberal), Hotelbesitzer, Kommerzienrat Heinrich Häffner (natwnalliberal) und Kommerzienrat Fr. Söhnlein - P a b st (konservativ) gewählt. Sport, — Gießener Ruderklub „£) a f f i ae 1 906. Tie in diesem Jabre vom Ruderklub ,Hnfsia^ errungenen 13 Preise sind im Schaufenster des Herrn Louis Reis, Mäusburg, aus- gestellt worden. Es ift das erste Mal, daß ein Gießener Verein eine so große Anzahl Preise in einer Saison erringe» konnte. Durch dieie Leistung ist der Gießener Ruderklub „fbaffia4 an die drittbeste Stelle der erfolgreichen Ruderoereine dieses Jahres geviieft, unb zwar steht an erster Stelle der Mainzer Rudervere n nut 39 Preisen, dann „Wicking Berlin^ mit 23 Preisen und „Kölner Klub für Wassersvort' und Ruderklub „£>affiaN mit je 13 Preisen. Der Ruderklub „HassiaE hat bei seiner Vorstands-Neuwahl ivicbcr d>e geeigneten Leute, für die weitere Förderung des volkstümlichen Rudersportes gewälilt. Der Roman einer gräflichen Hnsette. z?| Berlin, 21. Nov. Uitter den Zeugen des dritten Berhandlungstages in dem Prozeß gegen die Gräfin Fischler von Treuberg wegen Betrugs, betrügenden Schuldenmachens usw. befindet sich äucft der bekannte Gras Königsmarck unb eine Frau Landstallmeister Just. ~ Tie Prinzessin zu Dsenb'urg, die gleichfalls als Zeugin geladen war, ist nicht erschienen, weshalb der Verteidiger 1 RecsstSanwalt Dahn bereit Vorführung beantragt, da er ohne die Prinzessin nicht auskommen könne. Der Heiratsvermittler Moses Katz aus Hamburg bekundet, daß alles ordnungsmäßig erledkgt worben sei und es treffe weder ihn noch die Gräfin eine Schuld, wemt der MegierungSbaumeister keine Frau bekommen hätte. — Der nächste Zeuge Museumsdirektor v. Ostcrmann (Darmstadt) bekundet, daß er auf Vcran- lassung des Zeugen Katz mit dcst Gräfin Treuberg in einer Heirats- angclcgcnb.'it in Frankfurt a. M. zusammengetroffeir sei. Die Gräfin habe ihm die Prinzessin Psenburg vorgestellt unb die beiden ober bie Prinzessin allein hätten ihm bestimmte Partie,; vorgesckstagen: ihm sei aber die Angelegenheit sehr unaitgenehm geworben und er habe deshalb die Verbindung von selbst abgebrochen. Hierauf kommt der Fall des Oberleutnants Rüdel zur Be- ftnedntng. — Tie Angeklagte bittet um Ausschluß der Deffcnt- . lichkeit. Das Gericht beschließt demgemäß, auf Anregung des Beisitzers Landrichters Dr. Kriener wird jedoch den Vertretern der Presse gestattet, int Saale zu verbleiben. Hieraus wird der frühere Oberleutnant und jetzige Ingenieur v. Rüdel als Zeuge aufgerufen. Er erklärt, Jahre lang mit der Angeklagten verkehrt zu haben; er habe auch Geld von ihr erhalten, sie habe auch, ivcim sie miteinander ausgcgangcu seien, für ibn bezahlt, aber auch er für sie. Gr sagt, er habe viel bei der Angeklagten gelebt.es fei ihm das aber peinlich gewesen und er habe deshalb schließlich abbrechen wollen. Der erwähnte notarielle Vertragt feiJ §lhm schließlich für 5000 Mark ausgehändigt worden. Der Zeuge kann sich nicht erinnern, Provisionen für Darlehensvermittlung er halfen zu .haben, auf Vorhalt des Vert. Bahn gib# er 'aber an, daß er nach dem Diktat der Angeklagten Briefe an Darlehensfuchcr geschrieben habe, ob er dafür etwas bekommen habe, könne er nicht jagen. Vert. R.-A. Bahn beantragt die Verlesung eines Pakets von Liebesbriefen, die der Zeuge v. Rüdel an die Angeklagte geschrieben bat. Die. Liebesbriefe würden ergeben, daß der Zeuge tatsächlich in die Angeklagte verliebt gewesen ist und ferner, daß feine jetzige Angabe, er habe die Liebesbriefe nur unter einem gewissen Druck geschrieben und feine Gefühle seien nicht echt gewesen, nicht den Tatsachen entsprächen. — Der Oberstaatsanwalt hat gegen die Verlesung nichts einzuwenden, da, wie er meint, die Briefe nur ein gutes Licht auf den Zeugen werfen könnten, welcher sie aus sehr iidealen Motiven heraus geschrieben.hätte. — Es werden daraus einige dieser Briese verlesen. Sodann wirb bet gestern geladene Graf Königsmarck hI5 Zeuge aufgerufen. Er bekundet, daß er in die Angeklagte sehr verliebt gemefen wäre, er habe auch die ehrliche Absicht'gehabt, sie zu heiraten. Die Angeklagte habe ihm erzählt, Rüdel schulde ihr 7000 Mark. Ms er dem Rüdel dies vorgehalten habe, habe dieser die Schuld glatt anerTaimt. Von Erpressung könne gar feine Rede sein. Der Zeuge v. Rüdel habe geradezu von der Angeklagten gelebt; er hätte mit ihr Reisen auf deren Kosten unternommen, in Monte ^arlo hätten sie zusammengelebt wie Eheleute — Der Zeuge roirtT hierauf auf Antrag de? Vert. R.-A. Bahn und nach Widerspruch tnirrf) die Staatsanwaltschaft vereidigt. Hieraus wird die Oessentlichfeit wieder hergestellt. Ein früheres Dienstmädchen der .Angeklagten bekundet als Zeugin, daß Rüdel ständig bei der Angeklagten gegessen hätte Haushalttingsgeld falbe ihr aber nur die Angeklagte gegeben. Die Verhandlung wird sodann auf morgen vertagt' Lnftschisfahrt. Straßburg —Darmstadt — Berlin. Darmstadt, 21. Nov. Major Siegert, Kommandant der westlichen Fliegerftattonen, traf gestern abend von Straßburg kommend mit einem Detachement von drei Flugzeugen aus dem Luftwege hier ein und übernachtete auf dem Darmstädter Flugplatz Heute früh find die drei Flugzeuge in dejr Richtung nach Berlin weitergeflogen. Eines der Flugzeuge hatte sich im Nebel verirrt unb mußte bei Gr.-Zimmcr n zwecks Orientierung niebergefan Dabei würbe ber Apparat leicht beschäbigt, boch soll der Flug heute abend noch fortgesetzt werden. * Berlin, 21. Nov. (Priv -Tel.) Major Siegert, Kommandeur deS Fliegerbataillons Nr. 4 traf aus einem vom Leutnant Geher gesteuerten Aviatik-Doppeldecker von Darmstadt kommend in großer Höhe hier ein und landete glatt. Der herrschende Südweststurm ermöglichte es, die 600 Kilometer lange Strecke in 4 Stunden 22 Minuten zurückzulegen. I s s i) les M o u l i n c a u r , 21. Nov. Ter Flieger E h a n - telonp führte mit einem Tovpeldecker drei Slnrzflüae hintereinander ans. Er flieg bis zu einer Höbe von 860 Met-r nut, flieg dann mit dem Kop' abwärts nieder und richtete das Jlvgzeuc, erst in nige Meter über dem Erdboden auf Vermischter. ♦ Aus der Donau unter gegangen. Aus München wird gemeldet: Auf der Donau stieß tu der Nähe von Wilhering (Oberösterreich) eine mit 6 Personen und 26 Rindern besetzte Fähre mit dem Dampfer „Mars" nn Nebel zusammen und ging unter. Der Fichven- fuhrer, ein Biehkuecht und die meisten Rinder find ertrunken. * EinKrieasschi ffgestrandet. Der italienische Panzerkreuzer „San Giorgio" ist bei der Ausfahrt aus der Straße von Messina nach Neapel an der Küße von Santa Aaada bei Messina auf Grund geraten. Die in dxr Nähe befind lachen Kriegsschiffe finb zur Hilfe herbeigerufen worden. Das Schift gilt nicht als gefährdet. Zu den Studcntenunruhen in Barcelona wird gemeldet: Bei den gestrigen Zusammenstößen zwischen Studenten unb Polizeibcamten wurden drei Studenten, acht Polizeibcamte und sechs Gendarmen verletzt. Eine Anzahl Gendarmen zu Pferde drangen mit gezognen Säbeln in das Universilätsgebäudc. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Ff. Schuhsohlen und Neuralgie. Die Krankheit der modernen Frau, die Neuralgie, kommt einzig und allein von der koketten Mode der zu dünnen Schuhsohlen her! So behauptet es der Direktor eines der ersten Londoner Spitäler. Er hat seit Jahrzehnten den Zusammenhang zwischen ?truralc,ie unb Fußbekleidung verfolgt und konnte jedesmal, wie er in einer Lon- boner Zeitung mitteilt, feststellen, daß zu Zeiten, wo die dünnen Schuhsohlen Mode waren, auch die flämralgie zunahm. Vor einigen Jahren, als bei den Engländerinnen der feste Sportschuh Mode war, ließ sich ein erfreuliches Mnehmen der Mvdekrank- heit beobachten, heute dagegen, ws die Koketterie wieder ihr Recht verlangt und die dünne Schuhsohle bevorzugt, ist auch die Neuralgie wieder im Wachsen begriffen, namentlich in der naßkalten Uebergangszeit. Die Frauen sollten, nach der Meinung des engl. Arztes, auf der Straße nur in Schuhen mit kräftigen, der Feuchtigkeit widerstehenden Schuhsohlen gehen. Nichts beschleunige den Ausbruch ber Neuralgie mehr, als bie feuäitc Kälte der Füße. Die Füße sollten stets so warm wie möglich gehalten werden, schon aus Gründen der Dlutzirkulation unb des Stoffwechsels. Die Frauen verstoßen stets gegen dieses Grundprinzip der Hygiene. Gerade sie mit ihrem empfindlichmeu Nervensystem und ihrer leichten Erkiltbarkeit, hätten doppelte Vorsicht zu üben, aber gerade sie veruachlLssigteu dies in einer unverantwortlichen Weise. DaH rasaje Ueberhandnehmen der Neuralgie fei cmch durch die Mode der übertrieben zarten .Stnlmpfe beschleunigt worden. Die modernen Strümpfe seien überhaupt keine Sttümvje mehr, sondern seien bloße Zieraten der Mode geworden. Lock und Reizmittel der Frau, d. h., sie besäßen nicht mehr den Wert eines KleidungS-ückes. W.mn die Frauen auf diesem Gebiete so sorlfoi-reu, so wären die schädigenden Folgen nn dem zukünftigen Geschlechte festzusteltcu. Es sei für den Arzt geradezu deprimierend- zu beobachten, wie oft Hhgienifche Grundsätze den einzelnen Modetorheiten geopfert würden. " E i n g e w i s s e n h a s t e r S ch u tz m a n n. Die kleine französische Gemeinde Mareil-Marlh kann sich rühmen, einen Orts Polizisten ,;;i besitzen, der c-5 mit seiner Dienstvorschrift so genau nimmt, daß alle Schutzleute der Welt sich au ihm ein Beispiel nehmen könnten, denn dieser Schutzmann dreht und deutelt nicht an dem Wort des Gesetzes, sondern er befolgt es buchstäblich und ohne Zaudern. Am letzten Donnerstag erschien er beim Dorfschulzen und meldete mit amtlichem Ernste, baß er soeben einen „Itcbertrcter" verhaftet habe. „Bringe ihn herein," meinte der Schulze. „Tas geht nicht," erklärte der Polizist, „denn ich habe sie an der Tür angebunden " „Was „sie"? Wieso an der Tür angebunden.?" fragte der nicht wenig verblüffte und beunruhigte Vorgesetzte, worauf der Polizist mit dem gebührenden Ernste amtlich meldete: „Monsieur, es ist eine Kuh, sie brach in die Wiesen ein. Ich forderte sie aus, sofort weiter zu gehen, atber sie tat cs nicht. Da habe ich sie verhaftet . . ." Kleine Lagerchroriif. Im Jahre 1915 wird in Amerika zur Weltausstellung in San Franzisko ein internationaler Weltkongreß der! Ingenieure abgehalten iverden wird, zu dein alle großen technischen Gesellschaften emgeladen sind. Büchertisch. — E. T. A. H o f f m a n n s W e r k e in fünfzehn Teilen, her- ■au§gcgc&cn von Georg Etlinger. Goldene Klassiker-Mbliothek, Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57. Hownanns Werken ist jetzt die verdiente ftattlicbe Ausgabe im Rahmen der Goldenen Klassiker-Bibliothek zuteil geworden. Die dankbare Ausgabe lag in den besten Händen, da der bekannte Hvfftnann-Viograph Professor Georg Ellinger als Herausgeber zeichnet. Er hat denn auch keine Mühe gescheut, um allen Bedürmissen des Lesei's und des Literarhistorikers gerecht zu werden. Die Urdrucke unb erhaltenen Hanbschriften wurden mit größter Sorgfalt für den Text benutzt und dadurch int ganzen wie im einzelnen viel Neues gewonnen. Vor allem wird hier zum erstenmal eine vollständige Sammlung bet musikalischen Aufsätze geboten, von Denen nicht weniger als fünszelm noch nicht wieder abgedruckt sind, andere zum erstenmal unverkürzt gegeben werden. „Meister Floh" erscheint zum erstenmal in einer Gesamtausgabe in ungekürzter Fassung mit dem vom Herausgeber wiederentdeckten Stück, das Hoffmann aus politischen Gründen streichen mußte. Einleittingen und Lebensbild fuhren nicht nur den naiven Leser in das Verständnis der Wirke ein, sondern leisten auch dem Fachmann wertvolle Dienste. Tie Ausgabe bringt neben erklärenden Anmerkungen auch Lesarten, soweit sie zur Erkenntnis von Hoffmanns dichterischer Eigenart notmenbig sind. Zahlreiche wertvolle und vorzüglich wiedergegebene Bilderbeilageu, darunter auch die oben erwähnte Handzeichnung, zieren bie Büchers bie in der bekannten Ausstattung erschienen sinb. — B i e n e n b n ch f ü r Anfänge r. Von Pfarrer Johannes Aisch. Mit 61 Abbildungen im Text. Frankßirt a. O, Verlag Trowitzsch u. Sohn. In Seinen gebunben 2 Ml. Ein Buch, wic es bisher gefehlt hat. Ter Laie unb Anfänger in ber Bienenzucht wirb hier mit einfachen, anschaulichen Worten, burch viele tresi- liche M'bilbungen unterstützt, eingesührt in die Wunderwelt fa's Bienenlebens und die Kenntnisse und Fertigkeiten, ohne die sich inienianb an bie Bienenzucht wagen soll Nicht ein besonbereS System wirb gelehrt, sondern kurz und bündig ein Bild von den verschiedenen Hauptgruppen ber üblichen Betriebsweisen gezeicl' nct. Die Theorie ist stets als Grundlage der Praris gedeutet, vor allem der praktische Umgang mit Bienen ausführlich behandeli und alles das heroorgekehrt, was mit wachsendem Verständnis auch wachsende Liebe zur Imkerei erzeugen muß. Tas frisch un; lcichtverßändlich geschriebene Buch ist der beste Ratgeber für den angchenbeit Jitzker. Aber auch der erfahrene Bienenzüchter wird manchen Nutzen aus ihm ziehen. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik-stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dein Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) — Beuern, 22. Nov. Ter am vergangenen Sonntag im .Holländischen Hott hier nbgebnltcne L i ch t b i l d e r a b e n d cr- hvute sich eines zahlreichen BcsnclicS. Warum wurde aber am nä*fltolgenben Tage durch Schulkinder eine Sammlung zur Deckung des JehlbolrageS veranstaltet? Ntan ift hier über solche, deS öfteren sich wiederholende .Bettelei* (ehr entrüstet, und man wundert sich nur, daß es noch Bürger gibt, die immer .treu* bem Ruft folgen. Derartige Veranstaltungen sollte man nicht fo großzügig ins Werk setzen oder cS sollte Eintrittsgeld erhoben werden. V i e l e B n r g e r. Märkte. fe, Frankfurt a. M., 22. Nov. Heu- und St roh markt. Angefahren waren ü Wagen Heu, 0 Wogen Stroh. Man notierte: $?eii 3.<'O—3,3u 'Dir, Stroh (Kornlangslroy) 0.00-0.00 Mk., Wirrst roh 0,00—0,00 Mk. Alles ie E>0 Kilo. Geschäft mittelmäßig, Tic Zufuhren waren nu8 den Greifen Friedberg und Hanau. (Nachträglich eingegangen.) Watzenborn-Zteinderg. Eheschließungen: November 15. Karl Burk, Weißbinder, mit Christina Eisf, beide von Watzenborn. — Herrmann Rull- mann, Bäckermeister in Nidda, mit Marie Häuser in Steinberg. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 23. Nov. 1913: Mein heiter unb trocken, kühler. Letzte Hacbricbtcn* Mus dem hessischen Finanzausschuß. rb. Darmstadt, 22. Nov. In der Nachmittags-- sitzung des Finanzausschusses, die sich bis zu später Älbcnd- stunde auSdehnte, wurden in Gegenwart der Herren Gebeinrrätc Ti. Decker, Best, Weber uno Obersinanzrates Balser die verfchicdcnen Wünsche der afabemuefam Lokalbcamten erörtert unb eine Anzahl Derbesseningen der Hfthaltsstäla beschlosien. So sollen die Ewbälter von 3400 bis 5000 Mark für die im Amt befind- licken Angestellten um je WO Mark erhöht werden. Nähere Beschlüsse hierüber wurden jedoch noch Vorbehalten. — Heute, Samstag, nachmittag findet zunächst eine gemeinsame Beratung der F i u! a n z a i, s s ch ü s s e beider Kammern über die Regierungsvorlage bett, die Millionenanleihc für die Zenttalkassc statt. Ein f ü r st l i ch e s E h e p r o j e k t. Wien, 22. Nov. In Hofkrcisen verlautet, das; in absehbarer Zeit die Verlobung des 20jährigen Kronpr in- zen Georg von Sachsen mit der 17 Jahre alten Tochter des Erzherzogs Franz Salvator, be» kanntlich eines Schwiegersohnes des Kaisers Franz Josef, erfolgen solle. E i n B o rn b c n f u n d i n L i s s a b o n. L i s s a b o n, 22. Nov. Auf einem Grundstück in der Vorstadt G r a e a stieß ein Bauer mit einem Spaten auf eine eingegrabene Bombe, die explodierte und ihn tödlich verletzte. Der Mörder des eigenen Vaters. Paris, 22. Nov. Aus Belfort wird gemeldet: In der Nacht verwundete ber Tagelöhner Prenard seinen Vater im Streit durch drei Messerstiche. Als Gendarmen hinzu- i'iimcti, um Prenard festzunehmen, weigerte sich dieser, zu folgen, und erklärte, daß er seinen Vater töten würde, falls die Gendarmen auf ihn schießen würden. Einer der Gendarmen gab einen blinden Schuß ab, um Prenard zu erschrecken. In diesem Augenblick spaltete dieser seinem Vater m i t e i n e r H a-ck e d e n K o p f und ließ sich daun verhaften. Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert —■' ■ . — ~ii ............. die Brühl'soheUniv.-Druckerei lAGGF Suppen verbürgen feinste Qualität! Sie haben deshalb auch seit mehr als 20 Jahren das volle Vertrauen von Millionen von Hausfrauen. c«/h I Würfel für 2—3 Mer 10 psg. — Mehr als G Sorten. Union-Theater (Zweiter Teil.) 77)83 Außerdem das übrige phänomenale Aon-plns Ultra-Programm Eintritt 30 Psg. D */, Die Direktion ft”/i OefientL Preiskegeln Apothek*. Maiez Verein ehern. 116er. Röhrles Jedermann ist hierzu freundlichst eingeladen, ore» Los 30 Pfg. Hotel Schütz •• p In. Dctjinlte und gußeiserne ^opte Me-WMll nub’cifcvnc Zerimtae Fauster Haaruntertaa. Lockendreher Eis 7608 taerMtalKlingler Haud cnipfieblt 16133 I-Happcl Hautausschläge, n Ailbtnncr. (hv4/" Nähmaschinen’ BrtesscW Mo! 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Der Detektiv verfolgt die Verbrecher, die in einem Eisenbahnzug geflüchtet sind, von neuem per Auto, überholt den fahrenden Zug bei der nächsten Eisenbabnbrücke. Der todesmutige Sprung des Detektivs von der hohen Brücke auf den im schnellsten Tempo fahrenden Zug ist überwältigend und staunen- erregend. Jetzt beginnt die tollste Jagd. Dr. Prester bemerkt den Detektiv, springt ans dem fahrenden Zug in den Fluss. Der Detektiv hinterher, lässt sich am Schornstein eines gerade vorüberkommenden Ihimpfers hinab, springt von da ins Wasser dem Dr. Prester na-di. - Dieses Detektlv-Drama ist von gewaltigster Spannung und übertriflt alles bis jetzt Dagewesene. Es ist kein Trick-Film, sondern es sind künstlerisch hervorragende Szenen, die unter grösster Lebensgefahr der mitspielenden Schauspieler ausgenommen wurden. Heini mell wnn lernen •t'orfjfonüfdie 2icnc, Indien ohne Enke. Welt Schlager unser aller Vieuling Toni Mylva in „Das sllberie Krau“ Sensat.Drama in 4 Akt. Wochenübersicht de» lliriie Tbewtcrd! 'Jleueftrö and aller Welt: Mode, «Sport ?c. Kiekebusch entdeckt seinen Vater Vochkoinischc 2»ene, »um Sachen. Große Srneatlon! Detektiv - Drama in 6 Akten. Menschen n. MaSkcn Zweiter Teil. Ein 5tii(f oetl spannender .Qenfltftc; der qewaltiae Lvrnna ans einem fah rcnbtit Schnellzug, die .im'amnienkunst der Verbrecher ufro. werden daS nröhtc Aussehen erreaen. An/j*j Die Direktion. in 6 Akten: Menschen und Masken 8 Enorme Vorteile bietet eia challplatten Abonnement l’rosp. gratis. Umtausch tflgl. gestattet. Immerw. Abwechslung. Alb.lelei, Bramen 78, letllltcrstr. 7. l7ß?H| Sportplatz an der Hardt Sonntag, den 23. Novbr.» nachmittags 2* , Uhr Liga-Wettspiel Herkules .«lastel neuen Zboi tve ein b i,,on sollten daher auf keinem Tische fehlen, sie bringen Freude und wirklichen Genuss. IC**/» Rohdes Biergroßhandlg. 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