Dienstag, 22. April 19$ Zweites Blatt M. Jahrgang yk. 93 Erscheint ISglkch mit Ausnahme des Sonntags. GeyerÄ-AnZeiger für Oberhessen ^ogtQmmi üaphon rotilampf Knaben Programm. berg, Mannborg iben, der seinem tttet. Daö wilde imlsttaße). 'Ä voll 5-ty Hilf, von Sungenfranfff Die politische Lage, wobei er die Folgen des ^kkankrieges erörterte und der Ucber- zengung Arrsdrnck gab, daß trotz des Waffenstillstandes oon einer wirklichen Entspannung nicht gesprochen werden könne. Nach allem, was zuverlässigste Gewährsmänner berichteten, sei Die „Kletzener Zamiliendlätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ^LrelsVlatt für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „Lsndwirischrrstlichen Zeit- frageti" erscheinen monatlich zwennat. — NeneS ans d enr Prozeß um Oscar Wild e. Tie Klage, die Lord Alfred Douglas gegen Arthur Ran sonre, den Verfasser einer Schrift über Wilde angestrengt hat, laßt, wie wir bereits mittcilt-en, noch einmal von der Nachavelt das dunkle Schicksal Oscar Wildes aufsteigcn. Ami ersten Verhaird- lungstage legte die Verteidigung dein Gerichte eine Abschrift von unveröffentlichten Bekenntnissen vor, die Oscar Wilde im Zuchkhmffc schrieb und die einen Teil von „De profundis" bilden sollten: diese Abschnitte wurden seinerzeit bei der Vcr- öffentlichung des Werkes von dein Herausgeber Roß zurüclge- lassen, das Manuskript wird int Brittsiten Museum verwahrt. In diesen« Wildeschen Manuskripte macht der verstorbene Dichter einige charakteristische Angaben über die Geldsmiwnm, die er zu semem Leben verbraucht habe. „Meine Ausgaben für einen ge- wölmlichen Tag in London schwankten zwischen 320 und 100 Mk., und die Wochenansgaben entspräche» natürlich diesem! Verhältnis und 'schwankten zwischen 1600 inib 2300 Mk." lind etwas von deut Erstaunen des Menschen, der sich vorher über diese praE- Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« stratze 7. Expedition und Verlag: e^s>51. Redaktion:^E112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. PreutiZcher Abgeordnetenhaus. Berlin, 21. April. Die Beratung über die Elektrisierung der Berliner Stadt- und Ringbahnen ivurdc heute fortgesetzt. Dabei zeigte sich zunächst, daß auch innerhalb der konservativen Partei sich Freunde der Vorlage befinden. Der Abg. Quehl (Kons.) vertrat heute einen Standpunkt, der deut, den sein Parteifreund 'v. PappcnHeim am Samstag verfocht, diamentrat entgegengesetzt ist. Dagegen Jetzt soll sic fallen, sie muß. fallen, sagt der Augsburger Magistrat, an ihre Stelle soll und muß ein Neubau treten, der sich besser verzinst: das Todesurteil über das alte Hans ist gesprochen und braucht mir noch vom Kollegium bestätigt werden: wird dos Gnadengesuch Der Münchener Künstler int letzten Moment noch helfen? Wie schön war Jahrhunderte hindurch dieser Platz, an dem die beider: Giebel über andere Dächer emporsteigen! Die seinen Strahlen des alten Merlürbrnnnens glitzern, die St. Moritz- kirche erhebt ihre Barocktürnre in oie Lufr, der Blick umfaßt die ganze Reichsstraße, die UlrichZkirche, das Fuggerhaus, Elias Holls Rathaus, den Perlachturnr, eine Unzahl steiler Giebel, breiter und schlanker Türme, grüner Kuppeln. Und der Mittcl- grund dieses einzigen Bildes soll durch einen modernen Neubau geschändet werden, durch eines jener gleichgültigen Häuser, derer: Rannt gut ausgenützt ist und sich gut verzinst. Aber, wenn man schon eiirmäl von Zinsen sprechen muß: fällt es denn so schwer cinznsehcn, daß Beispiele alten Schönheitssinns, alter Tüchtigkeit allein durch ihre Existenz-, eben als Beispiele wertvoll und „rentabel" sind in einer Zeit, die an solchen Ggenschaften nicht gerade Ueberstuß tzat? Es wäre nicht die erste Bresche, die Augsburgs Bürgerschaft in ihren alten Besitz schlägt. Ganz in der Nähe, eben bei der Moritzkirck-e, hat man vor einigen Jahren als Verkehrshindernisse alte Straßen mit vielen uralten traulichen Häusern wegrasiert und statt dessen einen Teil der Friedrichstraße zu Berlin hierher verlegt. Die ehemalige freie Reichsstadt will eben moderne -Großstadt werden: durch alle Mittel! Selbst durch, das der ... . Schwabenstreiche! nähme in HriM •n Angehörigen? erklärte Der freikon'servaäive Abg. Dr. 3 ch a n b e, daß eine Minderheit 'seiner politischen Freunde g e g e n die Vorlage ist. Es sprechen dann weiter die Abg. Schmedding (Ztr.) für einen Teil des Zentrums zugunsten der Vorlage bezw. der AusschußbescUüsse, v. H e n n i g s -Techlin (Kons.) dagegen. Minister v. B reite ::- ba ch verhehlt sich nicht, daß. die Lage der Regierung bei dieser Vorlage deshalb besonders schvierig sei, weil von den Freunden der Vorlage ein Teil Gegner der notwendigen Tariferhöhung und von den Gegner:: der Vorlage die meiste:: Anhänger der Tariferhöhung sind. Die Regierung will durch diese Vorlage den Staat nicht erneut finanziell belasten. Sie glaubt, haß eine Tariferhöhung vollkommen genügt, um das große Kapital, das neu investiert wird, zu verzinsen. ZuM Schluß weist der Minister das Haus nachdrücklich auf die Verantwortung hin, die cs mit einer Ablehnung der Vorlage auf sich laden würde. Nachdem «noch der Abg. R o se now (Vvltsp.) mit Entschiedenheit für die Vorlage eingetreten war, wurde die Aussprache geschlossen. Tie Abstimmung, die namentlich sein soll, wird morgen stattfinden. Sodann wird der Gesetzenttvurf, betreffend ältere Hhpo - theken in Neuvorpommern in zweiter und dritter Lesung angcirommen. Es folgt die zweite Beratung des Gesetz- eniwnrfs, betreffend Erweiterung des Stadtkreises Linden lEin- gemcindung von Ricklingen). Ter verstärste Gemeindeausschuß beantragt, dem -Gesetz hinsichtlich der Komnnumlbestenerimg und hinsichtlich des Austritts der Bürgervorsteher gemäß § 9 der Bedingungen rückwirkende Kraft vom- 1. April 1913 ab zu verleihen. Ter Eittwurf wird in dieser Fassung und zweiten und dritter Lesung angenommen. Hierauf folgt die zweite Lesung des Gesetzentwurfs, betreffend ^Abänderung der rheinischen Z u s a MM cnlegungs- und Gemeinheitsteilungsgesetze. Ter Sonderausschuß hierfür hat die Regierungsvorlage sehr wesentlich umgestaltet und eine Reihe von Bestimmungen für den ganzen Umfang der Monarchie in die Vorlage aufgenommen. Die Abg. v. Pappenheim (Kons.), Leppelmann (Ztr.) und Frhr. v. Zedlitz iFreikons.) be- mrtrage:: demgegenüber, das Gesetz auf die Rheinprovinz zu beschränken. Das Hans bricht diese Beratung ab und erledigt noch einige Bittschriften. er der Ueberzeugung, daß die Auseinandersetzung zwischen Rußland und uns in allernächster Zeit stattfinden werde, sei es nun im Zusammenhang mit dem russisch-österreichischen Gegensatz, sei es im Wege eines unmittelbaren Zusammenstoßes. Der Redner warnte auch vor der Annahme, als ob eine Entspannung zwischen Rußland und Oesterreich eingetreten sei, die entscheidenden Gegensätze bestünden fort, und allein die albanische Fragt könne jeden Tag zum offenen Bruch führen, cs sei denn, daß Rußland mit seiner Politik des fortgesetzten Rückzuges weiter fahre. Wem: jetzt unser Volk über eine Milliarde bereitwillig für seine Wehrmacht opfert, so muß auch die Gelegenheit ergriffen werden, der Cetera nen not ein Ende zu bereiten. Das jetzige Milliardenopfer des deutschen Volkes in: Reiche gibt uns ein Recht, die Frage auszuwerfen, ob unser österreichischer B u n d e s g e n o s s e im gleichen Maße für die Rüstung gegen gemeinsame Feinde sorge: das sei zu verneinen, und daraus ergebe sich für uns die Notwendigkeit, zu fordern, daß Oestcr- reich-Ungarn sein Heer so ausbaue, wie es den: Verhältnis feiner Bevölkerung zur unsrigen entspreche. Ueber die Wehrvorlage berichtete General Keim- Berlin. Er sagte u. a.: Militärisch bleibt noch manches zu wünschen trotz der Wehrvorlage: auf eins möchte ich besonders Hinweisen. Es darf niemals übersehen werden, daß Truppenvermehrungen allein es nicht tun. Die ganze HeereSmaschine muß nicht allein bis'zum kleinsten Rädchen tadellos arbeiten, sondern dos, was ihr erst den wahren Werl verleiht, das Lebendige, Geisttge, Sittliche muß dauernd aus der höchsten Sttife ftetjen. Deshalb- soll man auch an so manchem Zutreffenden nicht in Selbstüberhebung oder unangebrachter Sorglosigkeit vorübergehen, was im Reichstag als reformbedürftig erwähnt worden ist, auch was das Offi- zier korps angeht, in das hie und da Gewohnheiten und Auffassungen cingedrungen sind, die dem altpreußischen Offiziergeist nicht entsprechen. Ich möchte sie als verwandt bezeichnen mit dem, was man A m e r i k a n i s m u s zu nennen pflegt, das heißt, eine Bevorzugung des Geldes, die wieder von Luxus und Weichlichkeit unzertrennlich ist. Ueber Bedeutung und Wert des englischen FlotteN'Vcrständitzimgsvorschlages sprach sodann Admiral z. D. B r eu s i n g - Berlin. Nach einent Hinweis auf die vielfache:: Widersprüche in den Churchillschen Reden und Aeußernngen führte er aus, daß der Vorschlag eines „Weltfeierjahrs" in der Bauleguug von Großlampsschiffen für uns unannehmbar fei aus folgenden Gründe::: 1. Wir würde:: durch die Annahme den Zeitpunkt hinaus- schieben, wo unsere ganze Hochseeflotte aus Dreadnoughts bestehen würde. England habe heute 35 Linienschiffe und 10 Linienschiffskreuzer fertig oder im Bau, oder bewilligt, Deutschland dagegen nur 19 und 7. Dazu kämen für England noch 5 Dreadnoughts, die für fremde Staaten in England gebaut und im Kriegsfälle der englische:: Flotte einverlcibt werden würden.^ Am Beginne dcS Jahres 1916 werde die ganze englische erste Kampf- linie aus Dreadnoughts bestehen (33 Linienschiffe und 8 Linien- schifsskreu.rrr), in unserer Hochseeflotte würden dagegen nur 17. Linienschiffe unp 6 Liniensckstssskreuzer sein. 2. Me 4 -Großkampsschiffe, die wir in den beiden nächsten Etatsjahre:: in Bau zu nehme:: hoben, sind gesetzmäßige Ersatz- bauten für veraltete Schiffe. Sie könnten also nicht einfach gestrichen werden, sonder:: der Ausfall müsse nach dem Ferienjahr doch jn Bau genommen werden. Tie Maßnahme würde neben dem Sckxldcn der Verzögerung des Ersatzes unbrauchbarer Schiffe die Arbeitsverhöltnisse der betroffenen Wersten in der schwersten Weife stören, viele Arbeiter brotlos machen. 3. England würde wegen der bei ibn:' üblichen späten Jn- tzaunahme seiner Neubauten — in der Regel 10 Monate nach . der Bewilligmrg — in dem Ferienjahr nur je 2 Baumonate, wir dagegen 9 Bauntonate verlieren. 4. England wolle sich Vorbehalten, für das Mittelmeer, für seine Kolonien und für fremde Staaten auch im Ferienjahr weitere Großkam'psschiffe in Bau zu nehmen. 5. England habe in seinem' Schiffbau große Rückstände auf- znarbeiten: wir dagegen hätten leine Rückstände. England, so führte der Redner weiter aus, Hobe dreimal in den Jahr ei: 1905, 1908 und 1911 Frankreich seine Unterstützung gegen uns angebolen — was der englische Premierminister neulich nicht habe bestreiten können — und dadurch Frankreichs Kriegslust und Rüstungen in gefährlicher Weise gesteigert, mit der mtbitiw’1*“ 1 Nren. & Z'^tebl Getrennte Wt; «.'S»»1“’* JJjSw*" Harm011"1 dolpfr Schwadenstreiche. K. G. München, 16. April. Ms der verstorbene Direktor der bayerischen Staatssammlungen, Huao v. Tschudi, einige bedelltende Bilder aus der Augs- lmrger Gemäldegalerie in die Münclymcr alte Pinakothek über führte, behaupteten Kenner der guten aOen ^.äMabenstadt (die natürlich ’iofort Larn: schlagen), man habe dort durch diesen Vorgang überhaupt erst etwas von bcirt Tasein und Besitz der schönen Bilder erfahre::. Der Protest, den die Augsburger damäls erhoben unb vor allen:' damit begründeten, daß durch den Weggang „ihres" Tintoretto, „ihres" Michael Pacher, „ihres" Mtdorfer der Fremdenverkehr empsiitdlich beeinträckstigt werden komm, nutzte gar nichts, und man bedauerte die Stadt, die solche Lxhatze ans- liefem mußte. _ .. Seit ein paar Jahren indes fügt die Stadt sich selbst wett schlimmere Schäden zu, und soeben ist ihre Verwaltung :nr Begriffe, zum Schlimmen das Schlimmste zu fügen, etwas ganz Arges und Kunstfeindliches. Kann es noch abgewendet werden, wird ein in ernstestem und geradezu beschwörendem Ton gehaltener Aufruf „an Augsburger Bürgerschaft" etwas nützen? Vierzig Münchener .Künstler haben ihn abgefaßt, um' der verschlafenen Nachbarstadt ein besonders prächtiges Denkmal aus ihrer Blütezeit zu c-rij-alten, um zu verhüten, daß Hacke und Schaufel gediegene alte Mauern, breite gewölbte Gänge, iueite Höfe und zwei wundervolle spitze Giebel abtragen. Es handelt sich um' das Web er haus, jenen Palast aus gotischer Zeit, den die Augsburger Weberzunft sich' errichtet hat. Es steht — wie lange noch? in der prächtigsten und breitesten Renaifsancestras^, die Deutschland besitzt, die nach dem Kaiser Maximilian ilyren Namen erhielt. Von der St.-Ulrichsklrck)e b:s zum frei ragenden Perlachturm Und weiter bis zun: Domberg hinauf fict.n hier die alten Handels- und Patrizierhäuser mit riesige:: Giebeln, hinter denei: einst hochaufgestapelt die Waren lagen, die über den Brenner aus Italien gcFonrinr:: waren oder zur Bersrackchnng nack: Venedig, nach Florenz, nach Spanien, ja selbst nach Südamerika bereit lagen: eines der charakteristtschsten dieser Häuser ist das der WeberNinft. Als seine prächtig und groß gedachte Einlage nocki nicht durch Einbmttei: mvder::er Läden gestört wordei: war, füllte eine einzige gewölbte Halle das Erd- icschos: große Räume unter dem Erdboden — hier herrschte der Weberstllenueister — waren ebenso wie die überm:mnderliegen- ben Böden der Giebel zum' Lager:: der Tuchballen bestimmt: Schreib- und Zunftstubeu, Versammlungssäle, von denei: manche n:it Malereien geschmückt und reich getäfelt waren, lagen in den dauptstock werken. Von diese:- Einrichtting und Ausstattung des Innern ist meist m'ckhr viel vorha:we:l, aber die Fassade des Weberhauses ist immer noch eine der feinsten Zierden der alten fast unter ährten Reichsstraße. tffchen Fragen niemals Rechenschaft ablegte. Hingt an, wenn er fori fährt: „Schritt um 'Schritt mußte ich mit den: Konkursverwalter alle Einzel heiter: Meines Lebens durchgehm. -Es war schrecklich-." Wilde bat diesen Feststellungen in feinem' Manuskript die Fornt einer Anklage gegei: Lord ?£Ifreb T-nnalas gegeben, dinn er, Wilde, vorwirft, er habe die Reize einer einfachen Lebens ff hmng nicht würdigen können. IM Laufe der Verhandlung kam es bann zu einigen Feststellungen über die finanzielle Lage Oscar W i l d e s wälffend seiner letzten Lebensjahre. Lord Douglas mußte aussage::, daß er Wilde nach seiner Haftentlassung in unregelmässigen Zwischenräumen Summen gegeben habe, die durchschnittlich 16 000 Ml. das Zehr erreicht hätten. Auch als Sebastian Mclmoch war Wilde bisweilen Anfällen seiner alten Extravaganz ausgesetzt und es kam vor,, daß er am Montag 2000 Mark erhielt und sie am folgenden Samstag aus Heller und Pfennig angegeben hatte. Lord Douglas hatte seinem' unglücklichen Freunde nacki- desse:: Haftentlassung seine in Neapel gemietete Villa zur Verfügung gestellt und bezahlte ihm auch die Reise von Paris :mch Neapel. Denn in ietter Zeit erhielt Wilde von seiner Frau eine Rente von rund 60 Mk. in der Woche. Ms Lord Douglas dann von Neapel abreiste, zahlte er die Miete für die Villa im voraus und gab dem Freunde noch 4000 Mk. Einige Monate später- reifte Wilde dann nach Paris zurück. Muckt hier empfing er Unterstützungen von seinem Freuiwe, das Bank- buck: des Lord Douglas weist beispielsweise nach, daß mr Februar Wilde 400, 2500 und 240 Mk. empfing, im März 500, im Niai 500 tffw. Lord Douglas will damit den Nachweis erbringen, daß er seinen Freund im Unglück keineslvegs verlassen habe. — Eine scharfe Kritik an den deutschen Briefen' a r k e n. Tte deutschen Briefmarkett müssen sich in der neuesten Nummer der Technischen Monatshefte (Stuttgart, Frauckh) eine idiarfe, ater sicherlich berechtigte Krittk gefallen lassen. Wir lesen dort: /Allen, auch ben mehrfarbigen, fehlt jede, aber auch jete detorattve Wtrkung: die platte plumpe Darstellung zeigt die Germanm nut Krone, Locken, Schwert, Lorbeer, Panzer und x ™ vT5 ,tnh hlc Requisiten tödlichster Verlegenteit :md lnnstler:scher Arücht. D:eses traurige Shnsiwl des Reiches spottet jeter Einzelkritik. Die „Kriegen)ereinsfeftporstellungs« lKlbe)tiungfrnii" :nt Leihlostüm für 5 Mk. pro Abend, ist un:geben von einem' Onmme::tiv:rrnwrr, der an innerlich erregte Regen - Würmer ennnert: der Bilchchild ist beinahe fornttos, uirb daß die Dchrfft und d:c Wertangaben Elemente des Schmuckes sein sollen, scheint dem Zeick uer :rnbekannt gewesen zu sein. Ms man 1902 bre edimt , Reul,spost" durch „Teutsctes Reich" erselste, chtt Man sich a::gstl:ch gehütet, die Marken zu bessern. Auch die frohen .^ertc öon 1—5 Mk. such raunt zu befdrreiten, ohne daß man in Belc:d:gm:gsparagraphen Istneingerät. Für eine Mark erhält man das Re:chspostmuseum in Berlin, das keineswegs -u den gucken Au; den Keichstagsanzschüssen. :: Berlin, 21. April. Aus dem Budgetausschuß. Die Kommandantursrage führte heute zu einer eingehenden Besprechung. Seitens der Militärbevollmächtigten der in Betracht kommenden Staaten wurden die Kommandanturen energisch, verteidigt. (Gegenüber dem Zentrum, das besonders die Streichung der Kommandantur in Karlsruhe und Darntstadt forderte, wurde von nationalliberaler Seite betont, daß man nur im Einvernehmen mit den betreffenden Regierungen Vorgehen könne, und davor gewarnt, die Rechtsfrage in den Beziehungen zwischen Bundesstaaten und Reich leichtfertig zu behandeln. Tas Zentrum beantragte dann, um den stichhaltigen Bedenken ans dem Wege zu gehen, die Stellen als solche zu belassen, aber sie einzurangieren in die mtt pensionierten Offizieren besetzten Kommandanturstellen. Der hessische Militärbevollmächtigte bezweifelte, ob hiermit die Vertragstreue eingehalteu sei. Ter Antrag wurde aber gegen die Stimmen der Konservativen, der Nationalliberalen und eines Zentrumsmitgliedes angenommen. Im weiteren Verlauf der Sitzung kam es zu einem lebhaften Zusammenstoß zwischen Generalleutnant Wandel und einem Mitglied der Volkspartei über einen Erlaß der Militärverwaltung betreffend eine finanzielle Unterstützung eines rechtsstehmden Handwerkerverbandes, des Bundes der Handwerker. Der Militärverwaltung wird der Vonvnrf einer parteipolitischen Begünstigung gemacht. In den: Erlaß seien Ausführungen enthalten, die an politische Korruption grenzen. Die Vertreter der Kriegsverwaltung erwiderten, daß die im Zusammenhang mit der Militärverwaltung stehenden wirtschaftlichen Vereine Unter- sffitzung finden, ohne Rücksicht darauf, ob konservativ oder liberal. .Diese Ausführungen fanden aus der Kommission vom Zentrum ünd den Nationalliberalen aus politischen und staatsrechtlichen Gründe:: Beanstandung. Wirtschaftliche Verbände dürfen nur mis Fonds unterstützt werden, die diesen Zwecken gewidmet sind. Ter Kriegsminister erklärte sich bereit, die etatsrccht- lichen Bedenken zu prüfen. Tann beherrschte wieder die feldgraue Uniform die Debatte. Der Kriegsminister betonte, daß keineswegs, wie schon gemutmaßt worden sei, eine Abneigung der Verwaltung gegen das Feldgraue vorliege. Aber die Ersahimngen seien inbezug auf die Haltbarkeit des Tuches absolut nicht befriedigend gewesen. Demgegenüber wurde von einem Zentrumsmitglied darauf verwiesen, daß in: Volke die Meinung verbreitet sei, der oberste Kriegsherr wünsche bei der Kavallerie dieBeibehal tu :: g einergewissenFar- benpracht; deshalb sei allerdings ein gewisser Argwohn vorhanden, daß die volle Durchführung des Feldgrau gehemmt werden soll. .Der Kriegsminister erklärte diese Darstellung für gänzlich unbegründet. Er selbst habe noch nicht die volle Ueberzeugung von der völligen Brauchbarkeit des „Feldgrau" für den Friedensdienst. Die Beibehaltung ter einzelnen Abzeichen bei der Kavallerie sei von großer Bedeutung: es hingen damit auch gewisse Imponderabilien zusammen. Der Soldat müsse stolz sein können auf seine Uniform. Ein nationalliberales Mitglied gibt dem Bedauern Ausdruck, daß nach der heutigen Erörterung wieder alles in Dunkel gehüllt blc:oe. Mit der dilatorische:: Behandlung der Sache sei weder ter Armee noch dem Rcickie und seinen Finanzen gedient. Wenn das feldgraue Tuch Mängel habe, so möge man ein neues wählen, es habe aber keinen Zweck, nun wieder blaues Tuch anzuschasfen. Der Titel wurde dann bewilligt. Vom Zentrum ist eine Entschließung eingebracht, die den Reichskanzler ersucht, zur Prüfung der gesamten Rüstungslieferunge:: für Reichs Heer und Marine einen Ausschuß zu berufen, zu welchem vom Reichstag zu wählende Mitglieder des Reichstags und Sachverständige zuzuziehen sind. Der Reichskanzler wird ersucht, den Bericht der Kommission den gesetzgebende:: Körverschasten mit Vorschlägen zur Beseitigung etwaiger Mißstände mitzuteilen. Rotationsdruck und Verlag der Bruhl'schen gpr Universitäts - Buch- und Sleindruckerci. M R. Lange, Gießern und Flotte. Die Benutzung eines neuen Gewehrgeschosses in Frankreich. Der französische Kriegsminister erklärte einem Berichterstatter des „Temps", er habe den zuständig-en Ausschuß beauftragt, unperznglich weitere Versuche mit einem neuen G ew e h r ge s ch o ß , der sogenannten Derguesse- Kugel, vorzunehmen, welche die bisher für das Lebel- gewehr verwendete D.-Kügel ersetzen soll. Die Derguesse- Kugel besitzt den Vorteil, daß sie den Innenlauf des Lebel- gewehrs nicht so verkratzt wie die D.-Kugel und außerdem eine iveit größere Durchschlagskraft hat. Die Schwierigkeit-en, welche sich bisher der Einführung der Der- g::esse-Kugel entgegengestellt haben, bemerkte der Kriegs- minifter, sei die,Seltenheit des, zu der Kffigel verwendeten Metalls und der hohe Preis, doch scheine es teilweise gelungen zu sein, diesen Ucbelständen abzuhelfen. Der zuständige Ausschuß werde auf Grund der neuen Versuche die Frage zu lösen habe::, ob sich die Kriegsverwaltung für die sehr kostspielige Ersetzung des Lebelg'wehrs durch ein neues Gewehr oder für die weniger kostspielige Einführung der Derguesse-Kuigel entscheiden solle. vorstayörsihung tes Alldeutschen Verbandes. München, 20. April. In München hat heute die Frülvialirstagung des Gesamt- Vorstandes des Alldeutsche:: Veibandes stattgefunden. An erster Steile berichtete der B o r s i tz e n d e Rechtsanwalt Claß-Mainz über Beckstein, i Knauß, MM AVsicht, uns zu größeren Ausgaben für unser Heer zu zwingen und Uns so beit Ausbau der Flotte zu erschweren. An diese drei Berichte schloß sich eine längere Aussprüche, bei der vor alle?? Dingen die Ueberzeugung zum Ausdruck kam, daß nach wie vor unser Platz, an Oesterreichs Seite sei. Folgende Entschließung wurde angenommen: Der Gesanttvorftano des Alldeutschen Verbandes dankt der Regierung für die Einbringung der Wehrvorlage, in der er den Ausdruck des entschlossenen Willens erblickt, die äußere Sicherheit unseres Vaterlandes allen Möglichkeiten gegenüber zu gewährleisten: er spricht die Erwartung aus, daß die bürgerlichen Parteien des Reichstags die Vorlage rasch und ungekürzt erledigen. Der Vorstand hält den Zeitpunkt für gekommen, wo auch für die Veteranen aus de?? großen Kriege?? endlich in einer Weise gesorgt werden soll, die den Notleidenden unter ihnen die verdiente Hilfe verschafft: er geht dabei von der Ueberzeugung aus, daß jetzt, wo gewaltige Mittel für die Heeresverstärkung verlangt werden, der verhältnismäßig geringfügige Betrag zur Verfügung stehen müß, der eine alte Ehrenschuld des Reiches cinlöst. Der Vorstand hält es auch für geboten, auf das Mißverhältnis hinzuweisen, das inbezug auf die Rüstung des Deutschen Reiches und der verbündeten österreichisch-ungarischen Monarchie besteht: er betont, daß deren Bevölkerung nicht annähernd die Opfer bringt, die den? Volk im Reiche zugennrtet werden, und hält es bei den großen Vorteilen, die das Bündnis gerade für Oesterreich-Ungar?: hat, für berechtigt, daß unsere Oeffentlich- keit den weiteren Ausbau der österreichischen und ungarisMn Wehrmacht erwartet; die Volksgenossen in Oesterreich bittet der Alldeutsche Verband, nachdrücklich für eine rasche und ausgiebige Hecresverstärkung in ihrem Vaterlande einzutreten. An vierter Stelle sprach Geh. Hofrat Dr. Rolfs-München über Deutsche Kampffpkele. Der Redner führte aus: Der Gedanke, durch, die Pflege der Körperzucht, unser Volkstum zu kräftigen, hat seinen Ursprung in den Freiheitskriegen. Er ist aber erst auf dem Wege? über das Ausland wieder bei uns lebendig geworden, indein Frankreich nach 1870 ihn aufgrisf, wie er durch Gutsimits und Jahn in der Zeit nach Jena in Preußen lebendig geworden war. In Frankreich rief Herr von Coubertin, nach)em er sich mit den Methoden der Körperzucht in Europa und Amerika vertraut gemacht hatte, 1894 die internationalen Olympien ins Leben. Sie beruhen, dem volkswirt- schaftlichen Aufbau und der Eigenart des französischen Volkes entsprechend, auf der Pflege der Körperzucht mehr nach sport- lrchen, denn nach turnerischen Gesichtspunkten hin. In demselben Fahre, in dem Herr vor: Coubertin das alte, griechisch durchaus nationale Fest ins international Französische übersetzte, wies der Preisträger eines vom Zentralausschuß für Volks- und Jugcnd- spiele veranstalteten Preisausschreibens, Oberlehrer Dr. Witte in Braunschweig, darauf hin, daß nicht internationale, sondern nationale Olympien für unser Volk notwendig seien. Dies ist der Ursprung einer Bewegung, die im letzte?: Jahrfünft des vergangenen Jahrhunderts unter dem Namen ,.Deutsche Nationalse,te" derartige nationale Olympien für Deutschland schaffen wollte. I?: der richtige?: Erkenntnis von dem Werste solcher vaterländischen Kampfspiele für das gesamte Deutschtum trat sofort der Alldeutsche Verband mit aller Kraft dafür ein. Nach dem Scheiter?: der Deutsche?: Nationalfeste, das insbesondere der Kürze der Zeit, dem Mangel art Mitteln und den: Fehlen einer praktischen Unterlage zuzuschreiben ist, ist von mir der Gedanke iit praktischerer Form jetzt wieder aufgcgriffeit morde??, ich bin damit nicht eher a?: die Oeffentlichkeit getreten, als bis die Grundlage?? der Durchführung vollkommen gesichert ioare??. Am 23. Februar 1913 ist in Leipzig der „Deutsche Kamofspiel- Dund" gegründet worden, der in Verbindung mit den Anlagen des Deutschen Patriotenbundes die Deutsche?: Kampfspiele ins Lebe?? rufen wird unt> ii? Aussicht nimmt, sie. zun? erste??mal in? Jahre 1920 zur 50jährigcn Wiederkehr der glorreiche?? Fahre 70/71 zu begehe??. Der deutsche K'ampssvielbund hat sich die Aufgabe gestellt, Leipzig zu?n Mittelpunkt aller der erwähnte?? Be- strebunge?? zur Kräftigung unseres Volkstu?ns auszugeftalte?? und wird für jede Hilfe dankbar sein, die ihm vom Alldeutsche?: Verband geleistet wird, der seine?n ganzen Wesen nach zur Mitarbeit berufe?: erscheint. Der Vorsitzende empfahl der Versammlung tatkräftigste Unterstützung der deutschen Kampsspiele. Der nächste Berbandstag soll iit der erste?: Septemberwoche in Br e s l a u statt find en. Die Nieder-Rodauer Genossenschastrkrise. bs. Darmstadt, 21. April. Der heutige Sitzungstag begann mit der Vernehmung eines Darmstädter Arztes, dessen verstorbener Vater vor Fahre?: von Isaak Pfandbriefe der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft zu 99 kaufte. Tast Isaak eine betrügerische Absicht dabei bekundet habe, glaubt der Zeuge nicht. Ein anderer Zeuge, August Haller, war Bankbeamter bei der. Landwirtschaftliche?: Kreditgesellschrst und später Direktor der „Liegatrschasten-Ges'ellschäft", die mir der Vcrwaltungs- und Ver- irwrtmrgsgescllschaft _im' Zusammenhang steht. Ter Zeuge ?viro eingehend über die Transaktionen der Landw. Kreditbank befrag:. Seine Aussührunge?: sind aber rein banktechnischer Art. Als die Landw. Kreditbank in Zählungsschrvierigkeiten geriet, sei Isaak beauftragt worden, Pfandbriefe dieser Bank abzusetzr??. Aus die Frage, warum sich den?: die Bank zur Versilberung ihrer Werte „eines Isaak" bediente, antwortete der Zeuge, daß die Bank unmöglich auf eigene Faust ihre Pfandbriese an bei: Mann bringen konnte, um aus Zahlungsschwierigkeiten herauszukommen: das hätte das Älusehen der Bank noch mehr verschstcchtcrt, als es Bauten gehört. Für zwei Mark erlebt mai: die Verbrüdenrngs- szene zweier alter Recke?: in einer Landschaft, mit Adler und strahleicder Son?:e. Tie Worte: „Seid einig, einig, einig" sind Gratisbeigabe. Für drei Mark bekommt ma?: das Kaiser-Wilhelm- Denkmal in Berlin — von Begas. Und für fünf Mark endlich sieht Man, wie unser jetziger Kaiser den Reichstag eröffnet mit den Worten: „Ein Reich — ein Volk — ei?: Gott!" — Wer hat das Fleischextrakt erfunden? Allgemein liest man, das Fleischextrakt sei eine Erfindung des Justus von Liebig, nach bem1 Prometheus zu Unrecht, denn die Idee soll scho?: fast 200 Fahre alt sein. In den in der Königlichen Bibliothek zu Hannover ausbewahrten Manuskripte?: militärische?: Inhalts aus der Feder des Uuiversalgelehrte?: Leibnitz finde?: sich die fogena?mtCT? Utrechter Denkschriften, die Leibnitz zwei Jahre vor seinen: Tode, also 1714, niederschrieb. In einem ihrer Abschnitte erörterte er die Mittel, die Truppe?: auf la?:gen Märschen und bei großen Anstreugungc?: dauernd u?:d leich: zw erhalten. Vor allen? solle mar: sich „des Extraktes aus Fleisch bedienen, desse?? Cornpositivn mir bekannt ist". Ms Erfinder bezeichnet er sich also nicht u?:d mir dürfen bi cf en wohl in der Pefton. des unglück- lickzeu Erfinders der Tampfnmschine, Danis Papin, vermute?:, der ??? seinem 1681 erfuftbenen Tampskochtopf ein bequemes Mittel batte, Da>3 Fleisch zu extrahieren. An einer cuwern Stelle berichtet Le?b?utz uns ja auch von den fi'mtferüen, deren Bereitung Papin erfand. Pap??? bereitete in seinem Dampflochtopf „Kraft-Compv- fttionesf, b. h. Konserve?: „durch Ausloclwn und ??achherige?? luftdichte?: Verschluß". Auch war ihm die Nützlichkeit des Sclnvefelns zur Haltbarmachung der Konserven wohl bekannt. Leibnitz cmp- fahl 1714 tue ihm von Papin bereits u?n 1685 mitget eilte Methode ^iir Berechuia von Konserven besonders zur Verpflegung der Truppe?: im Felde. rr ® ‘ fe.Ler 9 e " * ® tio »■ «as Ehr: st ? a?? ? a , 19. Apr?l, nnrd gemeldet: „Tidens Tegn" meldet aus Spitzbergen, daß gestern abend in per Mvcntbai zwei Ma?:n mit fünf ?)i\*??ntieren cintraien. Sie sind von der Hilfsexpeditioi: für Schrvder-Stranz zunickgekehrt. Ter Sturn: der letzten Tage hat dos Eis auf dem Fjord aufgebrochen. Jetzt herrscht bis zur Adventbai klares Wetter Green Harbour ist im Umkreis voi? einigen KilometÜM eisfrei. Tie „Herllw" ist wegen Sturmes und Eishindernisse zurückgelehrt. auf Grund ei?rer Zeitungsnotiz so wie so schon gesunken luar. Ms irächster Zeuge wird Sparkassenrech?rer Regel aus Reiu- hei?n veruommen. Tie Reinheimer Sparkasse hat einen Kaufbrief in Höhe von 69 000 Mark von Nieder-Ästodau übernommen, der, wie sich je$ herausstellte, von Aham 'mit drei Unterschriften gefälscht mürbe. ~ . Ein anberer Zeuge ist der Friseur Schnellbacher, der Teilnehmer an einem Seistgelage war, das im Kölner Hof zu Tarntstadt veranstaltet wurde. Aus die Frage des Zeugen an Adam, wer das denn bezahle, erhielt er zur Antwort: das roerbc er (Adami schon besorgen. _ Der Glasermeister Philipp Hotz, traf einmal in dem Darmstädter Restaurant .Loreley" Pallrnünn, Nikolaus Roth, Adam ?nw Roßmann. Er mar Zeuge, wie Pallmann zu Roth sagte: „We?ßt du Nikolaus, mir haben morgen einen schiveren. Tag, die beide?: Herren hier f gemeint sind Man: und Roßmann) lu erben wieder einmal querschreiben müssen. Adam mrd Ros;rnann haben dan?: Blankowechsel uMerschrieben. Aus die Bemerkung Admns, das die Zahle?? ja noch fehlten, habe Pallma??n gesagt: „Die werde ich morgen selber einsetzen." Ter Zeuge hat den Ausdruck „Arme Ni^er-Modauer Kasse" gebraucht. Ein anderer Zeuge ist der frühere Sparkassemechner Volz aus Groß-Bieberau. 9luch seine Kasse ist an der Verwaltungs- unb Verwertungs-Gesellsck-ast mit 30 000 Mark beteiligt. Zu Ihrig habe man ei?? unbeschränktes Vertraue?? gehabt. Gegen diese?? Zeuge?? ist airch ein Straioerfahre.: anhängig, da sich i?? Groß?-Bieberau Fehlbeträge in Höhe von insgesamt 132 000 Mk. herausgestellt habe??. Der Zeuge hat sich ci?m?al in seiner Bedrängnis ä?? den Generalsekretär Haas um Rat gewandt, der ihm aber nichts anderes sage?? .konnte als: „Tann macht doch Bankerott". Ter Angeklagte Ihrig legt eingeheiw die Geschäftsver- binbung dar, die die Landwirtschaftliche Genossenschaftsbank mit der Sparkasse in Grost-Bieberau Ijatte. . Gin weiterer Zeuge, der Malermeister Weigert, mürbe hoi? bem Bautonsortiurn Isaak, Pallma??n und Roth als Strohmann benutzt. Weigert bekennt offen, diese Rolle gespielt zu haben. Ms letzter Zeuge mirb der Inhaber eines Inkassogeschäftes ?n Darmstadt, Gebhardt, heute vernommen. Der Zeuge er- steiaerie einmal in? Auftrage seines früheren Chefs, des ebeinah gen Rechtsanwalts Siegel, ei?? Haus, das ein? Zeitlang aus seinem Namen sta??p. Besondere Angaben aber macht der Zeuge nicht. Schluß der heutige?? Sitzung 1 »2 Uhr. Fortsetzung morge?? vormittag 8hz Uhr. Aus Stadt LaE Gieße?:, 22. April 1913. Zur Genoffenschaftökrifis wird uns von: Verband der Hessischen Landwirtschaftlichen Genossenschaften geschrieben: Zur Richtigstellung falscher Ansichte?? und Früchte über die Folge?? der Krisis der Landw. Genossenschaftsbank sei folgendes bemerkt: ,Die Spareinleger oder sonstigen Gläubiger einer Genossenschaft, die Aktien der Landw. Genossenschaftsbank besitzt, 'können Mr Schuldendeckung der Landw. Genossen- schaftsbank oder ihrer Schuldnergenossenschaft nicht heran- gezpigen werden. Ihnen haftet für ihre Forderung an die l^enossenschaft deren gesamtes Ver?nögen, das ist die Be- tzriebSrücklage, der Reservefoirds und die Geschäftsguthaben der Genossen sowie i?n Falle eines Konkurses der Genossenschaft das gesamte pfändbare Vermögen alter Mitglieder der Schutdnergenossenschaft. .Hat z. B. eine Genossenschaft drei Aktie?: zu je 1000 Mk. und 10 000 Mk. Guthaben bei der Landw. Genoffenschaftsbank, so kam? die Genossenschaft bei einer Unterbilanü der Landw. ^Genossenschaftsbank ihre drei Mtien ---- 3000 Mk. und aUerschlrmmsten Falles, wenn die Aktive?? der Bank gar nichts wert sei?? jollten, das Guthaben boi? 10 OCX) Mk. verlieren. Diese Verluste der Genossensaft berühren die 'Spareinleger ?:icht. Sie habe?? weder für die Verluste der Bank noch ihrer Schuldnergenossenschaft fii? haften, ihre Forderunge?? gegen die Genossenschaft bleiben unberührt; für sie hasten nach nüe vor das eigene Vermöge?? der Genossenschaft und in? Falle eines Konkurses dieser das gesa?nte pfändbare Vermöge?? aller einzelne?? Mitglieder. Tie Sparei??toger können nur dan?? Verluste a?i ihren Forderungen erleide??, wen?? sie sämtlich, oder ein großer Teil von ihnen, auf einmal oder in kurzer Frist ihre Spareinlagen bei der Genossenschaft kündigen und es dieser hierdurch unmöglich machen, das zur ^Mckzahlung erforderliche Geld zu beschaffen. Es tritt dann für die Genossenschaft Zahlungsunfähigteit ei?? und diese bedi??gt, falls sie nicht behöbe?? nxrbei? kann, die Eröffnung des Konkurses über das Vermöge?? der vGe- nossenschaft. Im Konluifte bekommen die Spareinleger vo?n Tage der Konlurseröffnung a?? keine Zinse?? mehr für ihre Guthaben, sie können sie nicht mehr ab heben und laufe?? Gefahr, unter Umstände?? Verluste an ihren Forderungen zu erleiden. Es empfiehlt sich desliach für die Spareinleger und Gläubiger einer jede?? Genossenschaft, durch unüberlegte Kütrdigungei? ihrer Forderungen die Genosse??s^aft nicht in eine schwierige Lage zu bringen, sonder?? Ruhe zu bewahren und der Genossenschaft die erforderlichen Betriebsmittel zu belassen. ■ * •* Vergebung vor? Dachdeckerarbeiten. Die Baudeputation hatte eine Dachdeckerarbeit, auf die drei Meister ein gleich hohes Angebot abgegeben hatten, diesen drei Geschäftsleute?? genicinian? die Arbeit übertragen. Man erfuhr aber, daß die Dachdecker einen Ring geschlossen batten und 20 Prozent mehr verlangten rvie ein anderer Meister, der aber durch das Los sich um die Arbeit nicht bewerbe?? konnte. Die Stadtverordnete»? beschlösse?? deshalb, be?n Vorschlag der Baudeputation ??icht beizutreten. Landkreis Giesten. h. Garbenteich, 20. April. Tie hiesige, 179 Mitglieder zählende. Spar- und Da r l e h n s ka s s e e G m. u. H. hielt gestern abeub ihre stark besuchte .Hauptversammlung ab. Lehrer Weisel, der seit 14 Jahren Rechner ist, schilderte die Ursachen und de?? Sta??d der Krisis in? hessische?? Genojfenschastswese??, unterzog dabei die Vor gänge ii? verschiedene?? Sparkassen der Umgebung einer Beleuchtu??g und wies a?? der Hand der diesjährigen Bilanz, die die Verteilung einer 6proz. Dividende gestattet, nach', daß solche Zustände i?? unserer Kasse ausgeschlossen sind.' Die Kasse beschränkt sich nur auf die örtliche Kreditgewährung, beleiht 5)ypotheken mir mit 50, in? aklergünstigsten Falle mit 60 Proz. der ortsgerichtliche?? Taxe, gewährt geger? Bürgschaft nur einen Kredit bis zu 200Ö Mark und hält sich Doi? Wechselgeschäftei? fern. Die Uebersicht über den Betrieb kann also nicht verloren gehe?? und die unbeschränkte Haftpflicht birgt unter diesen Umständen keine Gefahr. Durch die Vorgäncfe in der landw. Genossenschaftsbank gewitzigt, wird die Kasse beim Anschluß an eine neue Geldausgleichstelle mit größter Vorsicht zu Werke gehen. Die Stillegung der "Darmstädter Bank nrirö die Kasse kaum be-rühren. Ein allenfaNs entstehender kleiner Verlust ist durch die zur Verfügung stehenden Reserven mehrfach ae deckt. Ter Vorfitzende des Aufsichtsrates, Jak Briegel H dankte dem Redner für seine klare?? Ausführungen und forderte die Genossen auf, auch fernerhin der Kasse Treue zu halten. Kreis Büdingen. 4- Nidda, 20. April. Gestern siedelte Forstmeister i. P. E. Ha llwach s von hier nach Darmstadt über, um seine?? Lebensabend ii? seiner Vaterstadt zu verleben. Er war 28 Jahre lang Oberförster in Nidda und erfreute sich crll- gemein großer Beliebtheit. X Lorbach, 21. April. Gelegentlich einer Tanzbelustigung kam es gestern hier zwischen zwei Burschen z?: Ztreiti gleiten, in deren Verlauf der eine seinen? Gegner das Bierglas gegen das Kinn stieß, daß es in Stücke brach. Der Getroffene mußte alsbald ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und die erhaltenen Verw?lndungen nähen lassen. Starkenburg und Rheinhessen. d. Mainz, 21. April. Am Freitag wurde auf der Hauptpost eine Posteinzahlung von 2 Marck an einen gewisse?? Riege, Gärtnergasse 16 woh??haft, aufgegeben. Der Geldbriefträger Adam, der an? Freitag nachmittag i?? diesem Bezirke die Bestellu??ge?? vornah?n, hatte 3000 Mk. in seiner Geldtasche und begab sich zuerst in das Haus in der Gärtnergasse. Da ihm der Riege unbekannt war, frug er i?? dem Laden die Fra?: des Gemüsehä??dlers Stolzi", wo der Adressat wohne. Die Fra:: erklärte, daß der Man?? erst vor einigen Stunden bei ihr i?n ersten Stock ein Zimmer gemietet habe. Die Frau holte Riege herunter. Dort zahlte der Postbote dem R. dm? Betrag aus. Der E???pfänger entfernte sich nach Empfang des tz^eldes aus der Wohnung. Ei??e?? Handloffer ließ er zurück. Frau Stolzi schöpfte Verdacht und benachrichtigte die Polizei. In dem .Haudtöffer befa??d sich nur ein schwerer Hammer. Tie Polizei Dermutet, daß der Unbekannte die Geldsendung selbst au sich aufgegeben hat, um eine Beraubung des Geldbriefträgers vorzunehmen und daß dies dadurch vereitelt wurde, daß die Frau ihn in den Laden rief. Als Absender war auf der Posteinzahlungslärte der Nan?e „Riege", Steingasse, angegeben. In der ©teinigaffe wohnt aber kein Riege. Hessen-Nassau. h. Fr an kfn r t a. M., 21. April. Die Fleischerinnung hat die Preise für Schweinefleisch, Schmalz und alle Wurstsorte?? jetzt um 10 Pfennig für das Pfund erniedrigt. veremrnachrictzten. co "T ^ouographie. Bei der Frühjahrsverfammlu«g des Bezrrls G:eßen in L:ch wurden tm?? den? lftesigcn Gabelsberger Stcnographen-Berei?? nachstehende Preise errungen. 6 0 S ?'l b e i?: Öd). Künkel, Ber. 1861, 1. und Ehrenpreis; Anna Melior, Damen.-V., 1. und Ehrenpreis: Christian Kaiser, Ges., 1. Preis - Emmy Frees, Damen-V., 1. Preis; Alb. Ranft, Ges., 1 Preis: Wilh. Marker, Ges., 1. Preis: Loth. Buff, Ges., l. Preis: Hch Wagener, Obercealfch., 1. Preis: Karl Hanm?el, Vcr. 1861, 1. Preis: Karl Herjet, Realgym?, 1. Preis: Hedm. Eckard?, Damen-Ver., 1. Preis: Marg. Eise, Damen-Ver., 1. Preis: An??a Kraus topf, Gef., 1. Preis: Liefet Kliffmüller, Damen-Ver.. 2. Preis: Hch. Gelfebach, Ver. 1861, Z. Preis: Wilh. Schmidt, Ges., 3. Preis: Wilh. Volp, Ver. 1861, 3. Preis; Karl Schneid- mülle?-, Ges., 3. Preis: Gg. So?nmer, Ges., 3. Preis. — 80 Silbe??: Friedr. Zimmer, Ver. 1861, 1. ??nd Ehrenpreis' Elfe Schmidt, Damen-Ver., 1. Preis; Louis Wagner, Ver. 1861, 1. Pre?s; Fritz Seibel, Ver. 1861, 1. Preis; Hch. Bosold, Vcr. 1861, 1. Preis; Herrn. Duchardt, Reolgym., 1. Preis; Karl So?nmer, Ges., 1. Preis: Feldwebel Bernhardt, Vcr. 1861, L Pre:s: Karl Sommer, Ges., 1. Preis: Luise Sci7n?idt, Da?nen- Vere??? 1. Preis: Hugo Frees, Rcalgym., 1. Preis: Hnao Ruht, Oberrealschule, 1. Preis; Jak. Schmidt, Vcr. 1861, 1. Preis- Karl Freund, Oberrealsch, 1. Preis; Karl Kuhl, Vcr. 1861' 2. Preis: Wrlh. Blank, Ver. 1861, 2. Preis; Karl Rödcr, Ver. 1861, 2. Preis; Unteroffizier Heß, Ver. 1861, 2. Preft' - Paul Breuning, Realgym., 2. Preis: Friedr. Rödcr, Gcf-, 2. Preis: Gg. Häuser, Ges., 3. Preis: Gg. tzftünig, Ver. 1861, 3. Preis. — 100 Silben: Gust. Horeyseck, Ver- 1861, 1. und Ehrenpreis: Heim. Jakob Müller, Vcr. 1861, 1. und Ehrenpreis: Wilh. Schlem?n, Schift.-B., O.-Realschule, 1. Preis- Toni Finkernaael, Damen-Ver., 1. Preis: Wilh. Deibel, Ver. 1861, 1. Preis: Unteroffizier Vondran, Ver. 1861, 1. Preis - Ludm. Schultheiß, Ver. 1861, 1. Preis: Aug. Kling, Ver. 1861, 1. Prcrs; Hä). Westecker, Ver. 1861, 1. Preis: Karl Aff, Ver. 1861, 1. Preis; Willy Werner, Vcr. 1861, 1. Preis; Aug. fiebert, Vor. 1861, 1. Preis; Hch. Engelbacb, 93er. 1861, 1. Preis: Karl Müller, Ver. 1861, 2. Preis; Phil. Heinr. Müller, Ber. 1861, 2. Preis: Sergeant Münch, Ver. 1861 2. Preis; Friedr. Schomber, Ver. 1861, 2. Preis: Mart. Korn- dörfer, Ber. 1861, 2. Preis: Ludw. Sch?nidt, Realgym., 2. Preis: Fritz Weiß, Ges., 3. Preis. — 12 0 Silben: Else Frees, Damen-Ver., 1. und Ehrenpreis; WUh. Pcppler, Ges., 1. und Ehrenpreis: Edrrmd Rademacher, Ver. 1861, 1. Preis: Friedr. Krauskopf, Ges., 1. Preis. — 14 0 Silben: Alnän Wolff, Ver. 1861, 1. und Ehrenpreis: Luise Wink, Damen-Ver., 1. und Ehrenpreis; Lina 9)rasch, Ges., 1. und Ehrenpreis: Ottilie Schmidt, Damen-Bcr., 2. Preis: Will). Straud), Ver. 1861, 2. Preis: Max Sadolvski, Schüler-Vir. Realschule, 2. Preis: Karl Mandler, Ve?'. 1861, 3. Preis: Karl Langsdorf, Ver. 1861, 3. Preis; Fritz Schlicphake, Realgym., 3. Preis; Ludm. Kraen?er. Realgym., 3. Preis. — 160 Silben: Herrn. Buff, 9lkad.-Ver., 1. und Ehre?rpreis; Mb. Leonhard, Realgym., 1. und Ehrenpreis. — 180 Silben: G. Göttclmann, Ver. 1861, 1. und Ehrenpreis; Mart. Jung, Ges., 1. und Ehrenpreis: H. Sd?midt, Ges., 1. Preis: Stent. Scheer, Ges., 1. Preis: Hugo Wallenfels. Schüler-Ve?-., 2. Preis. — 200 Silben: Otto Trapp, Gym, 1. und Ehrenpreis; Lina Karnbach, Damen-Ver., 1. und Ehrenpreis: Andr. Reining, Ver. 1861, 1. Preis; Alex Katnbacb, Ve?'. 1861, 1. Preis; Wilh. Weller, Realgym., 3. Preis. — 240 Silben: Jul. Klipstein, Ges., 1. und Ehrenpreis des Fürsten Karl von Solms-Hohensolms Lick. — 26 0 Silben: Louis Lenz, Ges., 1. und Ehrenpreis der Stadt Lich. — Fcst- Vortrag: Jul. Klipstein, Ges., 1. Preis außer Konkurreirz. — Bad-Nauheim, 21. April. Einen schönen Erfolg erzielte der Stenographen vere? ?? auf dem Bezirkswett-- schreibc?? Gabelsbergerscher Stenographie zu Lich. Von 22 Teil- ??ehme?m mangen 18 Preise, darunter 4 Ehrenpreise und viele erste Preise. Unter den Preisträgern befanden sich auch 5 Volksschüler, die an dem seit dem Winter a?? der Stadtschule eingeführten fakultativen Unterricht in der Ste?wgraphie teilgerrommei? haben; zwei der Bolksschüler erhielte?? Ehrenpreise. Gießener Strafkammer. Gießen, den 18. April. Diebstahl vor? Zinkabfällcn. Tn- vielfach porbeftrafte Arbeiter P. V. von Ober-Mövlerr ftand wegen Rückfalldiebstahls vor der Strafka?n?ner. Er hatte a??, dem Erweiterungsbau des Parkhotcls in Bad-Nauheim Zinkabfälle im Werte vor? 2 Mk. aufgelefe?? ??i?b sic, obwohl ihm von dem Bauführer das Mitnehmen ausdrücklich untersagt morden mar, in seinen Sack gesteckt u??d f?d) damit entfernt. Das Ge- rid>t berücksichtigte den geringen Wert der Abfälle und die Angetrunkenheit des Angettagten u?tb verurteilte ihn zu 5 Monaten Gefängnis. Unehrlicher Mieter. Tex Heizer F. L. in Steinfurth hat dort Jahre lang bei der Witnre W. gerrwhnt r?i?d ist tzu ihr ??? näUrc Beziehungen getreten. Ans diesem Grund ivill er sich für berechnet gehalte?? haben, ihr Geld ai?z??greifen. In zlvei Fälle?? ha: er im Vorverfahren bei? Diebstahl von einmal 10 Mk. und dann von 16 Mk. za- D cM c n. 82-88 46—49 höchsten 91-95 51 —56 + 13,4’C, 96—98 Lebend- 72-74 71-72 he Veodachlungen der Station Gießen. 49-53 44-48 72—74 71-73 42—45 45—50 75—80 80—89 Mk. 91—97 90—96 107—110 100-105 93—100 84-90 68—76 61—68 64—66 60—63 55—59 48—53 Mk. 51—56 50—55 DoUfleischige, jüngere . .... £' ä ri ert. K ü t) L-oklsieischige ausgemästets Färsen Schale 2st Schweine 353. ,,, Marktverlaui: In Großvieh unb filemoiel) bei lebhaftem Gc- schöU ousueirauft, in Schiveineu bei schleppendem Geschält bleibt Ueberstand. greife für 100 P'b. Lebend- Schlachtgewicht imdelte simgere Kühe . . - • ■ Aiäßig genährte Kühe und Färsen . ft ä l b e:. Feinste Mästkälver Mittlere Mait- und beste Saugkälber . Geringere Masi» unb gute Saugkälber Geringere Saugkälber S ch a b. Weidemastschafs' Masllämmer und Maslhannnft . . S ch w e tue. Märkte. F.O. Wiesbaden. Piehho< -Mark tbe richt voin 21. April Auftrieb: Rinder 72 (Ochsen 33, Bullen 0, Kühe 39), Kälber 80, 83—38 76-83 47 00-49 00 37-41 30-35 K.K.0esterreichische4$Vsteuerfreieämörtisable StaatsanleihefiirElsenbahnzweckevomJahreBß Wie ein Siegfried neI)C kraftvoll durch die Lande. Kein Weg zu weit, kein Beig zu hoch, der Frohsinn obenauf! Stärkung, Ausdauer, Siegesmut geben Dir unterwegs die echten Kola-Pastillen Marke Tallmann (Dallkolat). 1 Schachtel Dallkolat Mk. 1.— in Apotheken und Drogenhandlungen. D”/s jedenfalls in der Universitäts-n.Hirsch-Avotheke. Ferner: Adler- Drog., Eentral-, Kreuz-, Löwen- u. Germania-Drog-, foivte Erntt NoU. 20. bis 21. April 20. „ 21. , vücherüsch. — fr ä m pfcr, Pro f. Paul 3- R., P r a ft ischeWinke für Lungenkranke. München, F. F. Lehmanns Verlag. Dieses neue Buck ist ein Büchlein zum Mutmaäum. Ter Verfasser gibt praktische Winke über die Liegekuren, Wendkuren, Blutungen, Zeiteinteilung, das Verhältnis zum Arzt, Vergnügungen ufto., ist sehr wertvoll, so daß jeder Lungenkranke, sei er in Anltalts- oder in Privatbehandlung, rcidKit Nutzen aus dem Bucke ziehen wird. — W er hebest „Deutschland". Nachdem das = scheinen dieses Wcrkchens bekannt geworden ist, erhalten der ■ Bund Deutscher Bcrkchrs-Vcreinc in Leipzig unb die dcutichen Pollflellckiae, miSgemästeta. höchsten Schlachtwertes int Sliter von 4—7 Fahren .... Die nock nicht gezogen haben (nngejochts . . Fnnge. fleischige, nicht anSgemästete uns ältere ausgemästets....... Bull en. Vollsieischigs, ausgew^ höchsten Schlachtw. . . zige Mittel für mich!" — Gatte: „Ta hätte er auch gleich die nötigen Mittel für mich verschreiben können!" * Je nach dem. „Was soll ich tun, Herr Doktor?-^ck bin stets gereizt, verdrießlich, verärgert . . ." — „Heiraten Sie!" — „Aber ick bin ja verheiratet!" — fassen Sie sich scheiden!" fefasseter I Hafer-Kakao wird bei Magen-iind Darmleiden als Kräftigungsmittel tausendfach ärztlich empfohlen. Nur echt in blauen Kartons für 1 M . niemals lose. Schlackt, verles .... ...... PoUfleischigs ausgemästete Kühe höchsten Schlachtivertes bis zu l Jahren ... Wenig gut entwickelte Färsen Aettere ausgemästets Kühe und wemg gut ent- im Betrage SiommaS ifelark 622 830000.—- Kündigung am 1. Mai 1918 zulässig. Abschnitte von 1OOOO, 5OOG3 MÖO, 1OOO und 500 Hark Berkchrsbureaus aus den Kreisen des deutschen Publikums zahlreiche LiMchristcn mit der Bitte um Uebersendung der Schritt. Der Bund Dcutsclier Verkehrs-Vereine teilt uns hierzu mit, daß sie in der Hauptsache für Werbezwecke im Auslande bestimmt 'ist Die lllckgabe des Heftes im Inlands kann tn der Regel nur an Ausländer erfolgen, an andere Personen nur ausnahmsweise. Zur Orientierung über deutsche Städte, Kurorte, Bader, Sommcrsrischeu und bestimmte Reisegebiete für daSdeutichc Publikum dienen, wie bisher, die "Führer und Prospekte der deutschen Verkehrs-Verbände, Verkehrs-Vereine, Kur- und Bade- vcrwaltungen usw. Höchste Temperatur am 9Hcbvigfte „ Niederschlag: 0,0 mm. Tollsleischlge Schweine von 80—100 k? gewicht • 56-58 BoUsleischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht 55-57 Bollfleischige Schweine von 100—120 kg Ledenb- getvicht 57 ‘/.,-59 Vollsletschige Schiveine von 120—150 kg Lebendgewicht .......... > - 55-56 gegeben. Dieses Geständnis widerrief er zwar in der heutigen ; Verhandlung, allein das Gericht hielt ihn auf Grund der Beweis- 1 aufnahmc für überführt und verurteilte ihn wegen des einen unter Benutzung eines falschen Schlüssels begangenen schweren Diebstahls zu'4 Monaten und wegen des anderen einfachen Diebstahls zu 4 Wochen Gefängnis. Beide Strafen wurden zu 4 Monaten und 2 Wochen zusammengezogen. Volt der Anklage crn.es werteren Diebstahls von 85 Mk. wurde der Airgeklagte freigesprochen. Ein alter Zucht Häusl erstand in der Person des Knechts ft. von Queckdorn vor Gericht. Er war int August vorigen Jahres aus dem Zuchthaus entlanen worden und lrntte in Ossenheim Stellung gefunden. Hier soll er auf der Kirchweihe den Gastwirt Th. daduvck betrogen Haben, daß er mehrere Flchcken Wein bestellte, obwohl er wußte daß er sie nicht bezahlen konnte. Tas Gericht sprach ihn in diesem Falle frei, da nicht nachweisbar war, daß die Bestellungen von ifan ausgegangen waren. Dagegen lvurde er der Unterschlagung einer Tasckenulw, die ihm ein MittneM geliehen, für schuldig befunden und deshalb mit einer Woche Zuchthaus als Zusatzstrafe zu einer svegen Sittlich-keitsverbrechcnS von der ^trattammer Mainz verhängten Zuchthausstrafe von einem Jahr und 3 Monaten, bestraft. Bichs cuchev ergehcn. Ter Schafhändler R. Fl. in Heimärtshauseit und der Auszügler K. I- in Burg-GeMünden werben wegen Ucbcrtivtung v ie hsc uchen poli zci l i ck er Vorschriften bestraft und ztvar erhalt I. 1 Mk., F. zwei Geldsttasen von je 10 Mk. und eine solche von 15 Mk. Berufs'Verwerfung. Ter Schirm- und Korbflicker I. T. von Friedberg hatte gegen ein Schösfengericklsurteil, das ihn wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt in Strafe nahm, Beruftmg eingelegt, mar aber in dem heutigen Termin unentschuldigt ausgeblieben. Seine Berufung wurde daher kostensällig verworfen. » Ausländische L o s e s ch w i n d l e r treiben wieder ihr Unwesen in Deutschland. Durch zahllose Briese, Prospelte und Agenten empseblen sie P r ä m i e n - O b l i g a t i o n e u , ivic Oltoinnnifche (Türkenloses. Braunschweiger, Pappenheimer, Holl. Grundkreditbank, Holl. Fün'zehnguldenlose nsiv. Sie verkaiisen sie gegen Monattzahlnngen oder auch nack neuestem ©dnuinblcrtricf gegen Beleihung. Das Pubkikuin fällt leider immer wieder darauf hinein. Der Kans solcher Obligationen ist in allen delitschen Staaten stralba r. Zahlreiche ftämer, unb besonders Vermittler, sind schon deshalb bestraft ivorben. Außerbein finb aber bie auslündiscken „Bankfirmen", bis biese angeblichen Wertpapiere verkacken, bureb- weg Schiviiibter. Es ist feftgeftedt, baß sie Papiere, über bie ne Depotscheine unb Zertifikate erteilen, gar nicht besitzen. Wie un§ bie Staalsanwaltscholt Kassel mitteilt, schweben gegen lau hundert dieser Finnen Strafverfahren wegen Betrugs und Wilchers unb zugleich Sperren für sämtliche Postsendungen. Jeder, der mit den Firmen ober ihren Vermittlern in Verbinbnng tritt, seht fiel) also bem gerichtlichen Strafverfahren aus. Es sei auch besonder-:' gewarnt vor bem ft auf von Losen bet dänischen Kolonial- iotteric; zahlreiche Beittaumgen sind auch deshalb erfolgt. Alle, bie nut ausländischen Firmen m Verbindung getreten sind, werden sich nm besten an bie Sraatsanwaltschaft Kassel wsnben. * Sehr richtig. Gatte: „Nun, und was hat dir denn der Medizinalrat verschrieben'?" — Frau: „Norderneh, das ein April 191; Barometer oui 0° reduziert [i Temperatur , der Suit Absolute Feuchtigkeit Relative Fenchligkeit Windrichtung Windstärke (ßrab der Bewölkung in Zehntel der fichtb. Himnielsfl. Wett« 21; 2'st 749,5 12,7 44 40 8 2 8 Sonnenschein 21. 9H 749,4 8 7 5,6 66 SSE 2 10 Beb. Himmel 22. 711 750,9 6,2 5,2 73 NE 1 2 o Sonnenschein Zirgs^e^miBrse ß» !■ November« DM/< Zeichnungen auf obige Anleihe nehme bis ApPlS I9I3 zum Kurse von 93°lo entgegen. — Anmeldungen auf Sperrsfiücke werden besonders bevorzugt. J oseph H erz,Bankgeschäft TeSephosi 804 ______ Geschäftserweiterung. Dem geehrten Publikum zur gefl. Nachricht, dass wir mit heutigem Ecke Bleichstrasse ti. Süd-Anlage ein Verkaufslokal eröffnet haben und bitten geehrte Interessenten um gefl. unverbindliche Besichtigung der neuesten Adlermodelle in Automobilen und Fahrrädern. Gleichzeitig bringen wir unsere besteingerichteten Reparaturwerkstätten für Automobile, Fahrräder etc. in empfehlende Erinnerung und erlauben uns, auch auf unsere Abteilung Installation und Spenglerei ergebenst hinzuweisen. 2764 Göbel & Appel SB." Aücestr. ÄÄ Warnung! wie ich. 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