Nr. 45 Erscheint Kgllch mit Ausnahme bei Sonntag»» £1» „Gießener ^amkltenblStter" werden den, ^Inietger* viermal wöchentlich beigelegl da« „Kretsblati füt den Kreis Lietzen" ereeimal VÜchenllich. Die „Landwtnichastttchev Lett- trageu" erjdjemen monatlich jioeunaL 163. Jahrnang Samstag, IZ. Fevruar 1913 Eeneral-Anzeiger für Sderhefsen Rotattonebrud dnl Verlag bei KrübNchev Univci|udia • Buch, und Sieindruüeret. öt fionflt, ©leben. Nedaktton. Expedition unb © ruderet i Schul- ftruße 7. Gipebition unb Verlag: ess» 6L IHebatttotue^lia. id.-2lbw2Uuciflecche des Bundesrats: von zapp. Präsident Dr^ Kacmps eröffnet die kurze Anfrage. tiaer Beschlüsse, so über Den nevergangsoerieyc an ucn vjllh6= aebicten usw. gefaßt. Durch solche Vereinbarungen kommt d,e Vereinheitlichung der deutschen Eisenbahnemrichtungen auf* dem Die Abgg. Baflermann (Natl.) und Freiherr v. Richthofcn ^Natl.) fragen an: ,,W e l dj 2 Maßnahmen zum Schutze der Deutschen in Mexiko sind seitens des Reichskanzlers erfolgt?" Staatssekretär des Auswärtigen b. Jagow: In der Beantwortung der erfolgten Anfrage kann ich dem Hause erfreulicherweise folgende Mitteilungen machen: Nach den nn? zugegangenen Meldungen aus Mexiko ist fein Reichsangehöriger den Kämpfen in der Stadt Mexiko zum Opfer gefallen. Nur ein einziger Deutscher, welcher in den Straßen photographische Aufnahmen machte, und zwar trotz aller eindringlichen Warnungen, ist leicht verwundet worden. Gleich nach den ersten Meldungen von den Unruhen haben wir unseren Gesandten beauftragt, ge- meinschaftlich iit fern diplrn.atischen Korps und der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika die nötigen Schritte zu tun zum Schuhe unserer Landsleute. Darauf wurde zuerst versucht, die Kämpfe zu Icfalifieren und dieien'gen Stadtteile, in denen die Fremdenkolonien sind, von ?en Kämpfen auszunehmen. Die Vereinbarungen haben fick' leider nicht als ausführbar erwiesen. Unser Gesandter hat im Verein mi dem Botschafter von Amerika einen 24stündigen Waffenstillstand erwirkt, während dessen den Reichs- angehörigen Gelege.tt :it gegeben wurde, sich aus der Gefahrzone in eine sichere Vorstadt zu begeben, deren Häuser Schuh und Unterkunft boten. Auf der ostamerikanischcn Station befindet sich zurzeit nur cas Kriegsschiff „Bremen". Die „Bremen" wird am 2. d Mts, al;u morgen, in Philadelphia eintreffen und muß dort größere Reparaturen vornehmen, die leider unaufschiebbar sind. Es mußte deshalb Abstand genommen werden, das Schiff nach Vera-Cruz zu senden. Auf Anfrage -m Washington hat der Kaiserliche Botschafter gemeldet, daß die amerikanischen Schiffe, welche sich zurzeit in den merikanischen Gewässern aufhalten, angewiesen sind, als Zufluchtsstätten f ü * alle Fremden zu dienen und auch zu Lande Schutz für Leben und Eigentum für alle Fremden zu bieten, soweit es in ihr r Macht steht. Wir haben hierauf der Regierung in Washington für ihr Entgegenkommen gedankt. Sollten ReichSangehörige aus Anlaß der Unruhen Schaden erleiden, so wird nach den Grundsätzen des Völkerrechts hierfür bte mexikanische Regi< r:. ng ersatzpflichtig gemacht werden. Im übrigen bewahren wir gegenüber den Ereignissen, welche sich in letzter Zeit tu Mexiko abgespielt haben, diejenige Zuruckhaltung, welche gegenüber den mnercn Vorgängen fremder Staaten beob- achtet werden muß. DaS wird uns aber nicht abhalten für den Schuh unterer Landsleute und für die Wahrung unterer Interessen, soweit erforderlich, nach- drücklich einzutreten. (Beifall.) Dec E!al für Das Reichs-WeMhnmnk. (Zweiter T a g.) schäft sollte doch möglich sein. Tie Hoheitsrechte der Staaten brauchen Darunter nicht zu leiden. Preußen hat hier die nationale Aufgabe, noch weiter auf die Einheit des Reiches hin- zuwirken. Präsident dos ReichseisenbahnamteS Wackcrzapp: Auf einige der berührten Fragen, wie die Lohn- und Ar- beitSverhältnisse der Eisenbahn, kann ich hier nicht eingehen. Diese Tinge sind interne Angelegenheiten der V e r - waltung und der Landesaufsichtsbehörde. Für sic würde eine Zuständigkeit des Reiches nur bann in Frage kommen, wenn man Beziehungen zwischen der Lohnfrage und oem Eisenbahnbetriebe Hersteller könnte, insbesondere wenn nachgewiesen würde, daß die Verwaltungen infolgedessen nicht mehr in der Lage wären, das nötige Personal zu gewinnen. Ein solcher Beweis ist nicht erbracht. nicht einmal versucht worden. Das wäre auch unmöglich angesichts der günstigen Betriebssicherheit der deutschen Eisenbahnen und angesichts des Angebotes von Arbeitskräften, das viel größer ist als die Nachfrage. WaS das Verhältnis zwischen Bavern und Württemberg betrifft, so hat Bechern auch hinsichtlich des Eisenbahnwesens ein Reservatrecht; ich bin nicht in der Lage, überhaupt einzugreifen Abg. Schwabach (Natl.)k ES ist immerhin bedauerlich, daß daS Reichseisenbahnamt den wiederholten Anregungen, die D i e n st - u n d R u h e z e r t d e r Arbeiter zu regeln, noch nicht stattgegeben hat. ~te Aufgabe ist allerdings schwierig. Wir erlernten auch an. daß in der Inanspruchnahme des Personals eine Besserung zu verzeichnen ist. Alle berechtigten Wünsche der Arbeiter sind aber noch nicht befriedigt Die gesetzliche Regelung ist aber notig, auch Durchführbar. In diesem Sinne ist der ganze Reichstag einig, und namens meiner Freunde habe ich hier die dringende Ditte auszu,prewen, daß bte]en berechtigten Wunsche nachgekommen wird. Es wird sich auch fragen, ob wir nicht endlich ein Staatsarbeiterrecht Soffen müssen. Bei der Gestaltung der Tarife zollten die wirt- schaftlichen" Körpersckmsien, Landwirtschafts- Handelskammern usw. gebärt werden. Viell icht ergeben sich.auch ^^ den Vera un- gen der Verwaltungen die Richtlinien für em einfrdb(euWß Eisinbahnshstem. Preußen allerdings verdankt die Blute seiner Staatsbilan-i seinen Eisenbahnen, und es wird tote andere S aaten die Setfiftänbinteit eines btübenben e"^‘ »Ä Ä“ L sitzn!»wer^ ^iSenn=n SutosUanten. Die Sicherung IBnnte in F°rm cner "JÄT. ÄFt Ze-° -ö Vreußen zu einer «intaunB den sie natur- Eisenbahnen der hessische gemafe mrayn erst vor wenigen Tagen machte, ist der Finanzmtnister v. Braun cr,r v ^ie hessischen Ab- hessische E'senbahnvertraa m io 1 1 ch Richtung geordneten sollten doch j be Mokano t Reichs- ob«« gegenwärtig allein gangbaren Wege der Soudervcrcinbarungcn einen bedeutenden Schritt weiter. Die Frage, ob unsere militärische Leistungsfähigkeit auf dem Gebiete bet deutschen Eisenbahnen unter allen Umständen gesichert sei, kann ich bejahen. Tie zur Sicherstellung der militärischen Leistungsfähigkeit erforderlichen Vor arbeiten werden im stetigen Einvernehmen mit der Heereßverwal- ti'.ng und unter Mitwirkung der Eisenbahnverwaltungen in der sorgfältigsten Weise ausgeführt. Zu einem Zweifel an der militärischen Leistungsfähigkeit der deutschen Eisenbahnen oder zu einer Besorgnis in dieser Beziehung besteht kein Anlaß. (Beifall., Abg. Gras b. Kanitz (Kons.): lieber Den preußisch-hessischen Eisenbahnvertrag können erst genaue Berechnungen, wieviel von den Milliardeneinnahmen aus Hessen fallen ivird, sichere Auskunft geben. Bisher hat Hessen erhebliche Summen aus ihm erhalten, und die für die letzten Jahre eingesetzten, ebenfalls reckt, erheblichen Summen, sind ,ehr vorsichtig aufgestellt. Ich glaube nicht, daß Herr Breitenbach gegen die Vereinheitlichung der deutschen Eisenbahnen ablehnender steht, als der preußische Finanzminister, ja. alß all^ preußischen Minister, ganz abgesehen vom preußischen Landtage. Tenn die Finanz- frage ist da für Preußen von der größten Bedeutung. Wie denkt man fick die Berechnung deß KausgeldeS? Preußen hat 7.20 Proz. von seinem Eisenbahnkapital Verzinsung. Württemberg 3,43 Proz., Baden 4.07 Proz. Tie badischen Bahnen laufen fast alle in die Täler des SchtvarzwaldeS. sind Sackbahnen unb sind für den Staat kein Geschäftsobjekt: kein Wunder, daß wese beiden Staaten Reichseiscnbahnen haben wollen. Wir haben nut unserem Staatsbahnshstem ein schweres Resiko auf uns genommen; aber wir haben auch ganz außerordentlich viel sparsamer n Preußen gebaut, als alle die anderen Staaten. Und nun Ivird von uns eine finanzielle Gemeinschaft verlangt, eine Bc- triebsmittelgcmeinschaft-. wie will man das berechnen? AehnUch sind die Schwierigkeiten auch nur bei einer Güterwagengemein- schäft. Mit dem Schlagwort Eisenbahngemeiiischaft ist nichts zu machen. (Beifall rechts.) schaffen kann. Staaten wie Bayern, Württemberg Die Konkurrenz, die sich Staaten rote bem Verkehr, und Baden machen, «anz unnötig n lw ber Eisen- Das finanzielle Ergebms, das die Tas Reichsbahnen haben konnte, ist aber. d..._ t rem fonbern auch eine eisenbahnamt soll Nicht bl°v Aufs ch sam u1nab^ängige Mei- eigene, von Preußen nnß den ^j..^gge>igemeinschaft und die nung über die Ergebnisse der Gut w 9 9 Regierung unb Vereinheitlichung haben. 3« 4* B * Eisenbahnen aus- Sanbtas entg-eben wn »'r-'ung “ „ 8 8 e m e t n. gesprochen, aber e t ne ?ö c i r n v Die Beurteilung b e 5 preußisch-hessischen Eisenbahn Vertrages durch den Abg. Hafenzahl ift_ nicht richtig. Daß er ihn zugunsten Hetzens verbessern möchte, ist von seinem Standpunkt au5 begreiflich, aber nicht gebilligt werden kann, wenn er die mehrfach zurückgewiesene Behauptung ohne nähere Gründe wiederholt, daß Hessen bei dem Vertrage von Preußen wie er sich ausdrückte, über'S Lhr gehauen sei. DaS Gegenteil ist richtig. (Heiterkeit.) Hesien hat bei dem Vertrag ein gutes Geschäft gemacht. Während es früher Zuschüße zu seinen Eisenbahneli zu leisten hakte, fließen ihm jetzt beträchtliche Einnahmen zu, so daß wie noch vor wenigen Tagen der hessische Finanzminister in ber hessischen Kammer auögeführt hat, biete Eisenbahneinnahmen für Hessen ein E ck p f eil er deS Staatsbau ShaltS geworden sind, und auch die Tilgung ber Staatsschuld, wie ber Minister hinzugefügt hat. damit auf« genommen werden kann. Diese Errungenschaft beruht allein aur dem Eisenbahnvertrage. Ter Minister hat geradezu gewarnt, an dem bestehenden Vertrag überhaupt zu rütteln. Tiefen Mitteilungen von sachverständiger Seite habe ich meinerseits nichts hin- zuzufügen. . y. . Es ist ferner nicht richtig, daß Preußen aur der linken Rnein- feite mehr Züge laufen läßt als auf der rechten Sette. Beide Linien sind mit Perfonenzügen gleichgestellt. Eine geietzlickw Regelung ber Dienst- und Ruhezeit ber Beamten erscheint nach den Erhebungen nicht nötig und nicht einmal zweckmäßig unb dtoar, weil ausreichende Bestimmungen darüber bestehen. Die Verwaltungen haben die Frage sorgfältig geprüft, ob bie Tienitvor- schriften weiter fortgebilbet werden können. Es rollen neue einheitliche Vorschriften für sämtliche deutsche Bahnen geschaffen werden, die für baß Personal weitere Erleichterungen bringen sollen. Die Dienstzeit des Lokomotivpersonals wird täglich um eine Stunde verringert werden. Mit einer erheblichen VermehrungdeSPersonals ist begonnen worden. Tw Mehrkosten belaufen sich auf jährlich 25 Millionen Mark. Alle diese Neuerungen sind ein bedeutsamer Fortschritt. In ber Frage ber Vereinheitlichung des de n t - schen Eisenbahnwesens verweise ich auf meine borjabrt- gen Ausführungen. Inzwischen ist in den Verhältnissen keinerlei Veränderung emg-tr-tten. Insbesondere haben die beteiligten Bundesstaaten, nicht bloß bie Regierung, sondern, tote ich hervorheben möchte, auch bie Volksvertretungen, in ihrer überwiegenden Mehrheit ihre frühere ablehnende Stellung beide h a l t e n unb haben ausdrücklich ausgesprochen, baß sie hmsicht- lich der Verwaltung ihrer Eisenbahnen ihre Selbständigkeit nicht aufgeben wollten. £b unter diesen Umständen von der Vorlegung der im Vorfahre vom Reichstage beschlossenen Denkschrift eine Förderung ber Angelegeneit erwartet werden kann, ist imr persönlich sehr zweifelhaft. Ich kann allerdings nur weine persönliche Meinung äußern, wckl bie Erhebungen noch nicht abgeschlossen sind. Die Resolution verlangt einmal Mitteilungen über bte bi»« berigen Ergebnisse ber Güterwagengemeinschaft unb bann Richt- linien für e t n <. Y- eitere Vereinheitlichungbes deutschen Ei s e n b a h n w e s e n ß. In erster Beziehung bietet die Aufstellung der Denkschrift keine Schwierigkeiten. Es würbe aber auch nicht viel Neues voraeführt werden können. Heber die günstigen Ergebnisse ber Gütenwagengemein,chaft sowohl für die Interessen des Verkehrs wie auch für bie He^ib- minberung ber Betriebskosten, ist in ben Lanbtageu vielfach schon Mitteilung gemacht worben. Tie Denkschrift könnte deshalb nur noch einige Zahlen geben über die Wagengestellung usw., aber weiteres nicht. Anders aber ist eS mit der Festlegung der Richt- linien für die weitere Vereinheitlichung der deutschen Eisenbahnen. Diese Frage ist unbedingt abhängig von der Stellung- nähme der an erster Stelle hierbei maßgebenden Bundesstaaten. Solange bie Frage, ob sie diese Vereinheitlichung überhaupt wollen, verneint werden muß — und das ist ja bis jetzt der Fall — werden selbstredend von der Reichsregierung nicht Richtlinien a u f g e ft c 111 werden I ö n x e n, die m ihren Prinzipien direkt im Widerspruch zu den Ansichten ber matzgebenben Bundesstaaten stehen würden. Ebenso verhalt es ich mit ber mehrfach aufgenommenen Anregung der Bildung einer Fachkommission zur Ausarbeitung des Vereinheit- lichkcitövroblems unb seiner praktischen Durchführbarkeit. Auch hier muß, wenn die Kommission nicht wertlose Arbeit leisten soll, grundsätzlich die Zustimmung ber Bundesstaaicn verlangt werden. Diese Frage läßt sich nicht von emer ü-achkom- Mission, sondern nur von den leitenden Stellen der Bund.^staaten selbst erledigen. In einer Frage, die die Selbständigkeit der Bundesstaaten unmittelbar berührt, und die ohne Beeinträchtigung ihrer Selbständigkeit überhaupt nicht lösbar ist, ist ihre Zustimmung unbedingt erforderlich. ~>ciin irgendwo, gilt es hier, mit großer Vorsicht vorzugehen und alles zu vermeiden, was den Anschein erwecken konnte, alv ob aur die Anschauungen der beteiligten Bundesstaaten ein ruck auS- aeübt werden solle. Erst dann, wenn die Vereinheitlichung der deutschen Bahnen allseitig gut geheißen werden sollte, und wenn allseitig anerkannt wird, daß sie dem Reicheundben Bunde^ staaten nützlich ist, wird von den zusammenschließenden Verwaltungen in bet Zukunft e?ne ersprießliche Zusammenarbeit erwartet werben können. Km übrigen gilt es, die Vereinheitlichung aur dem bisher mit soviel Erfolg beschrittenen Wege weiter zu verfolgen und auf einzelnen b e ft i m m t c n S o n b e r g e bic t e n Vereinbarungen zu treffen. Die deutschen E.senbahnverwaltungen find dazu bereit unb haben auch in diesem Jahre eine Reihe wich- Beschlüsse, so über den Uebergangsverkehr an den Grenz- Aba. Haehnle (Vp.) Di- a°s-tzli»° i d°- Personals ist eine "^>aben^toir ein- Denkschrift verlangt werben. Im vorigen N^-^„wagengemeinschaft und die Ver- über die Wirkungen der G 9 inwesenö. Anerkannte Fach- einheitlichui'f de» deutsch.n Li send ^hnw bc?tät-gL nur cinc Sn 6I H ÄÄltung M Eii°nb-Hnw°i°n- Abg. List (Natl.): Die Einheitlichkeit des deutschen EisenbahntoesenS tonnle nach manchem, waö wir heute gehört haben, wie ent hohles Schlagwort erscheinen. Aber dahinter steht ein söge wat. - tiger Inhalt, und der Gedanke ist so ge s un d und 1 o national, daß er feinen Weg machen wird. Preußen wrro aber die Initiative ergreifen unb sich auf feine nationale PfUchl besinnen inüssen, daß es den ReichSgedanken voranzutragen hat, wie eS Bismarck seinerzeit in dieser Frage getan hat. Nach den Aeußerungen deö preußischen Ministers und auch des Praßdenteii könnte der Eisenbahnwagenverband ein ganz vollendetes Gebilde sein. Schon Kirchhoff hat auf seine großen Mängel hingewiesen. Jetzt hat auch eine Autorität auS der preußischen Verwaltung, Geh.-Rat Wehrmann, nochmals aut diese Mängel ausmerksain gemacht mit dem Ergebnis, daß er in seinem jetzigen Umfange nicht genüge, und daß er seine volle Wirkung nur beim Uebcrgange zu einer B e t r ieb sge "ic tn- schoft haben könne, Preußen hat diesen Gedanken bisher abgelehnt. , r ( rr Tie Vetriebsgemeinschaft Ivürbc aber auch noch nicht volle Besserung bringen. Fiskrttsche Interessen würden immer vor- wiegen. So kommr man immer wieder auf den gesunden um. richtigen Gedanken der Betriebs-' n b F i n a n g g e in e t n- schäft zurück. Freil'ch ber preußische Eisenbahnm,nister sieht den jetzigen Zilstanb als sehr günstig an. Das ist eine U n - fefalbarfeit und Volkimmcnheit, über bie mar geradezu ftauner. muß. (Sehr gut!) Wenn z. B. nur die Abrechnungen zwischen den Verbandsbahnen fortfallen wurden, was würde da an Arbeitskraft und Zeit gebart! Die Denkschrift wünschen wir dringend! Man _ foUtc einmal untersuchen, welchen Einfluß diele Eisenbahn» z e r s p l i 11 e * u n g auf den Perionciiverkehr hat! Man wurde staunen. Preußen ist ein großes Verkehrsgebiet, das mit Vorteil arbeiten kann. A b e r S ü d d e u t s ch l a n d stellt ,o verschiebenc verkehrspolitische Gebiete dar, unb die Konkurrenz ist derart, daß der Verkehr nicht den deutschen Bahnen zufallt, sondern geradezu dein Auslände zu geschoben wird. Die Südwestecke ist gerad-zu abgeschnitten von dem großen Verkehr zugunsten der Scktzveizer Bahnen. Vom Ausland muffen wir uns sagen lasien, daß, um möglichst bald den Verkehr zu be- kommen, eine Verwaltung bie andere schädigt, und das Ausland macht sich darüber schon lustig Wir müssen leider gegenwärtig auf die Durchführung Der Reichseisenbahneii für das ganze Reich, so schon dieser Gedanke ist. verzichten, aber wir können zu einer Wagengemeinschafk, zu einer DetriebSgemeinschaft und schließlich zu einer Finanz- und Betriebsgemeinschaft vorschreiten. Dadurch wurden bedeutende Erspaniisse gemacht, die der Verwaltung wieder zu gute kommen, auch der preußischen. Daher liegt in diesen Vorschlägen auch kein Angriff auf die preußischen Finanzen und damit fallt auch das Hauptbedenken Bierg. ;en Wir wünschen also Weiterbestand der einzelnen Verwaltungen, aber Zu- sammenschl > ß zu ein'ni Shndikat. Seiber hat das Reicbseifenbahnamt nick: den Einsl-ltz, den wir ihm wünschen müssen. HoffenUich fü^t die heutige Aussprache eine weitere Klärung der Frage der Vereinheitlichung der hentschen Eisenbahnen herbei. Die Einsetzung einer Fachkommission gut Prüfung der hier in Belracktt kommenden Fragen wäre durchaus zu begrüßen. Ein einheitliches Vahnsvstcm würde auch in Kriegs» selten gute Dienste leisten. Dem politisch geeinten Deutsch' land von 1871 mutz auch ein wirtschaftlich geeintes Deutschland folgen. (Beifall.) Abg. Dr. Dlunck (Vv.)l bedauert die Erhöhung des Tarifs für Mischfutter. Der Etat wurde erledigt. Dienstag 1 Uhr: Wahlpriifuugen. Petitionen. Schluß gegen 6 Uhr. Abg. Stolle CSoz.):^ Es fehlt an Betriebsmit'eln, nicht nur in Westfalen. UebcraU im ganzen Deutschen Reich ist bei den Eisenbahnen öa$ ftjta’ lische teref je maß"ebend. Der gman^minifter sit durch- weg ber Gegn-r Dc5 Verkehrsministers. Für den sächsischen Außenhandel mutz endlich gesorgt werden. Durch die letzige Tarif- Politik leibm Handel. Jndustr'e unb Landwirtfchast m gleicher Weise. Auf den Eisenbahnen fehlt die nötige, Sicherheit, Darum sollte das ReichLeisenbahnamt sich dock mehr kümmern. Die Ruhepausen des Eisenbahnpersonals sind ganz ungenügend. Die -3 er- einheitlichung des Eisenbahnwesens müssen wn. nach wie vor verlangen und lassen uns nicht damit abfpetfen, daß man den Zeitpunkt für verpaßt erklärt. ecid?i»iaaL ** Kriegsgericht der 21. Division. Am Mitt- wock tagte in der alten Zeughauskaserne ein Kriegsgericht. Der- hanoett wurde gegen den Reservisten P. £>., Mletzt in Gießen wohnhast, wegen Achtungsvcrlctzung vor versammelter Mannschaft in -wer Fällen, wegen Ungehorsam! in zwei Fällen, wegen Bedrohung und wegen Beleidigung. Die Anklage vertrat Kriegs ^gerichtsrat H c ß. Der Gerichtshof war zusammengesetzt aus Major Frhrn. v. Bibra als Vorsitzender, Kriegsgerichtsrat Wolf als Ber- handlungsleittr, sowie Haupttnann Stcphcm und den Oberleutnants 'Fritz und <£mil Firmenich. Zur der Verhandlung war ein großer 'Zeugcnapvarat aufgebotcn. Es wohnten das erstemal in Gießen auch Zivilisten einer Kricasgerichtsverhandlung bei. Der Angc- Aagtc war, weil er sich 18 Tage der militärischen Kontrolle entzogen hatte, vom Bezirksoffizier auf seine Bitten nickt mit zwei Tagen Arrest, sondern mit 9 Mk. Geldstrafe oder 2 Tage Arrest belegt worden Er hatte aber diese Strafe nicht bezahlt, weil er nach seiner Angabe mehrere Wochen in der Klinik gelegen habe. Er erhielt darauf eine Ladung von dem Bezirkskommando in Gießen und vermutete nun, daß er die zwei Tage Arrest ab- sitzen müsse. Er will min am Morgen, ehe er nach dem Bezirks- komrnaudo gegangen ist, 2—3 Viertelchen Schnaps getrunken haben, er erklärt, er sei ein sehr nervöser Mensch und könne Alkohol eigentlich nicht vertragen. Auf dem B^irkskommando angekommen, habe er mit dem Feldwebel verhandelt, ob er die Geldstrafe nicht in 3 Raten bezahlen könne und schließlich verlangte er, dem Hauptmann gemeldet zu werden. Es sei ihm bedeutet worden, dann solle er um 11 Uhr wiederkommen. Ter Angeklagte hat inzwischen noch 2 oder 3 Glas Mer getrunken, wodurch er ganz verwirrt geworden sei. Er habe nicht die leiseste Erinnerung, an das, was auf dem Bezirkskommando vorgefallen sei und könne dqher auf die Anklage nichts entgegnen. Ter Ge- ricAshof verneinte das Vorliegen von sinnloser Trunkenheit und zudem habe der Hlngeklagte an dem Tage, an dem der durch den Gestellungsbefehl aus das BezirkskoMmando bestellt war, auch als Mann des Beurlaubtenstandes unter den Militärgesetzen gestanden. Er sei deshalb mit 2 Monaten Gefängnis zu bestrafen. Ter Anklagevertreter hatte 3 Monate zu erkennen beantragt. Glaß, 21. FÄ>r. Der frühere Apothelenbesitzer und Millionär Sckittny, der sich mit dem von ihm erfundenen Jerusalem-Balsam ein großes Vermögen erworben hat, mußte sich gestern vor der Strafkammer weaen Steuerhinterziehung in Höhe von über 500 000 Mark verantworten. Das Urteil lautete auf 51 200 Mark Geldstrafe sowie auf Nachzahlung der hinterzogenen Steuer. Landwirtschaft. = Fohlenimport. Es ist beabsichtigt, in diesem Sommer nicht wie es bisher üblich war, Stutfohlen aus Belgien und Oldenburg, sondern nur belgische Stutsohlen einzuführen. Die belgischen Fohlenimporte sollen künftig alljährlich, die oldenburger dagegen bis auf weiteres nur ein über das andere Jahr durchgeführt werden. Maßgebend hierfür ist, daß der dem Arbeitsschlage (Belgier) zuzuzählcnde Pferdebestand doppelt so groß ist, als der dem Wagenschlage (oldenburger^, wie es ja auch jede Pferdeschau zeigt, aus der meist mindestens doppelt so viele Belgier-als Oldenburger ausgestellt ivcrden, wie es weiterhin aber, auch die ^Stamm- buchsührung ergibt (1130 belgische gegen 630 oldenburger Stuten) und wie es schließlich auck die Zahl der belgischen Landbefchäler . 45» gegenüber der Zahl der oldenburger Beschäler (21) erweist. Daher sollen auch die für den Fohlenimport zur Verfügung stehenden Drittel künftig zu etwa 3 für die belgischen und zu etroa 1/3 für die oldenburger Stutfohlen Verwendung finden, daß die Einfuhr aus Belgien alljährlich, die aus Oldenburg >zur alle zwei Jahre vorerst stattfinden soll. Der diesjährige Ankauf in Belgien ist für Juni vorgesehen, die dlbnahme der Fohlen erfolgt voraussichtlich im Gegensatz zu den früheren Jahren, direkt int Anschluß an den Ankauf. Anfragen über die bisherigen Preise der belgischen Fohlen beantwortet die Landwirtschaftskammer in Darmstadt, welche auch die näheren Bestimmungen über den Fohlenimport versendet. Die Bestellungen haben mit möglichst genauer Angabe des gewünschten Alters, der Rasse usw. bis zum 1. Mai schriftlich bei der Landwirtschaftskammer in Darmstadt zu erfolgen. Die Landwirtschaftskammer behält sich vor, den .Import auszusehen, falls die Bestellung eine so geringe ist, daß die auf das einzelne Tier entfallenden Kosten zu hoch werden. Die Landwirtschaftskammer übernimmt bei diesen Ankäufen die sämtlichen allgemeinen Kosten (alle Kosten abzüglich der Ankaufspreise). Außerdem wird noch ein Zuschuß zu den Ankaufskosten gewährt, dessen Höhe sich nach der Mteiligung am Import richtet, aber 20 Prozent des Ankaufspreises nicht übersteigen soll. Der Zuschuß wird an einen Besteller nur für höchstens zwei Tiere bewilligt. — Die Pferde- und Fohlen-Auktion in D arm- stad t a m 2 5. Februar, vormittags 10 Uhr, wird mit etwa 80 Vierden hessischer Landwirte beschickt. Etwaige Fehler und Untugenden müssen von den Verkäufern angegeben werden. Tie Auktion bietet daher eine gute und reelle Gelegenheit zum Ankauf von Zucht- und Gebrauchsmaterial. vermischtes. • Erste Delikatessen- u n d Kolonialwaren- A u S st e l l u n g .Berlin 191 3". Tie int Mai d. Js. statt- iuioente -teiitaieijen- und uequuaji überaus interessant und reichhaltig zu werden. In 11 Abteilungen werden neben Nahrung?- und Genußmitteln sowie Materialwaren sämtliche iür Tetailgesckäste erforderlichen EiuricktungS- unö Ge- brauchsaegenstände zur Schau gebracht. Zur 1. "Abteilung geboren Delikatessen, seine Fleiichwaren, Konserven aller Art, Mayonnaisen usw. Tie 2. Abterlung enthält eine Sammlung der eigentlichen Kolonialwaren ivie Kaffee, Tee, Kakao, Reis re. Tie 3. Abteilung unttaßt Tlüblenfabrifate, von denen Brot, Pumpernickel, Keks, Biskuits, Lebkuchen, Waffeln und besonders Teigwaren bervorzuheben und. Zu der 4. Abteilung geböten Butter, sowie deren Ersatzmittel, ferner andere Erzeugnisse lebender Tiere, wie Käse und Eier nnb solche pflanzlicher Art, die in neuester Zeit leb bähen Zuspruch gefunden haben. Tie alkoholfreien und alkoholhaltigen toelränfe bilden die 5. Abteilung Hieran reihen ück in der 6. Abteilung Tabak und seine Vrodttkte fZigarren, Zigaretten nfiu.) Tie 7. Abteilung enthält Seiien und verwandte Artikel, Farbwareu, Lickte. Zn der 8. Abteilung gibt c5 Einricktnngsgegenstäude für offene Läden zu sehen, besonders auck Beleuchtun..setitricktiingen und Te- ko» ationsgegenfiände. T ic einschlägigen Erzelignisfe der Papier- indufirie Und in der 9. Abteilung vertreten dnrck Etiketten, Pack- napiere, Vaviertüten und dergl. Tte 1". Abt ilung ist für die Reklame, Schilder usw. reserviert und bildet einen fliuen Ucberblick über dieses vielseitige Gebiet. Viel des Interessanten zeigt die II. Abteilung, welche der Nahrmtgsmirtel-Koutrolle Vorbehalten ift. Vier soll em Bild von den UntersucktingSmelhoden gegeben werden, welche die Prüfung der NahrtntgS- und Gentlßmittel nach Reinheit und Unverfälschtheit ermöglichen Markte. •• Gießen, 21. Febr. Vieh markt. Bei dem am 18. und 19. Febrtlar abgehaltenen Markte waren 1184StückRindvieh nnb 23 Schweine anfgetrieben. Der nächste Markt findet voraussichtlich am 4. und 5. März statt. ch. Bingen, 20. Febr. Der Auftrieb zu deut heutigen Viehmarkt war sehr gilt. Insgesamt waren 6<)0 Tiere aufgetrieben. Ter Handel war bei reger Dlarbfraqe äußerst flott, so daß sämtliche Tiere in kurzer Zett abgesetzt werben konnten. Tie Preise sowohl für Schlacht- als auch für Nutzvieh sind etwas gurücf- aegcmgen. Bezahlt wurden für das Paar bester Fahrochfen 1 iu0 bis 1200 Mk., geringerer 950—1000 "Mk., für daS Stück Fahrkuhe 340 - 420 Mk., trächtige Kn he 430—450 Mk., frischmelkende Kühe mit Kalb 450—460 Mk, ohne Kalb 400 — 4 0 Mk., trächtige Rinder 440—450 Mk., fahrige Rtnder 170—190 Mk., halbjährige 90 bis 130 Mk. Ferner wurden für Schlachtvieh im Zentner Schlachtgewicht aitgelegt: fette gemäsleie Ochsen 93—95 Mk., fleischige weniger gemästete 89—91 Mk., geringere 87 Mk., fette gemästete Rinder 88—90 Alk., fleischige weniger gemästete 8'1—86 Mk., geringere 82—83 Mk., fette gemästete Kühe 84-85 Mk., fletschige weniger gemästete 80-82 Mk., geringere 75-77 Alk., Mastkälber 94—90 Alk., Mastkälber geringeren Scklacktivertes 91 —92 Alk., fette Kälber 88-90 "Mk., fette gemästete Schweine 88—9) Mk., fleischige weniger gemästete 83-86 Mk., geringere 79—81 Mk. Der nächste Markt findet am Tonuerstag, 6. "März, statt. Spielplan öes Gießener Stadttheaters. Direktion: Hermann Steingoeltcr. Soitntag, den 23. Februar, nachmittags 3'/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Ter Weg zur Holle/ Ende 6 Uhr. Abends 7'/, Uhr, bei kleinen Preisen (unter "Mitwirkung der Kapelle des Jiif.-Regls. Kaiser Wilhelm Nr. 116), zum letzten "Male: „Autolu bcheu." Ende nach 10 Uhr. Dienstag, den 25. Februar, abends 8 Uhr, bei ge- wöhnlichen Prelseit <18. Tienstag-Abonnement-Borstellung): „Mein Freund Teddy." Ende 10'/, Uhr. Mittwoch, den 26. Februar, abends 7 Uhr (17. Mittwock-Abonnement-Vorstellunq): „Hinter Mauern." Ende 10 Uhr. Freitai, den 28. Februar, abends 8 Uhr (18. Freitag-Abonnement-Vorstellung): „Die Herren Söhne." Ende 107, Uhr. Die nach- A Attala sind am Sonntag, 23. Febr. 1913, stehenden ßüÄ £ilv von 1 Unr inittajc« uis 12 . nr nacuts nur tue dringende Fälle sich-r anzutreffeu: D Dr. Meyer hoff. Süd-Anlage (a. d. Johanneskirehe). _________________Dr. Stnhl, Süd-Anlage 7._________________ Für dringende Fälle Ist am Sonntag,den 23. Febr., sicher anzntreffen: D ”/. Zahnarzt West-Anlage 1. Airehleche Nachrichten Evangelische Gemeinde. Son n tag, den 23. Febr l> ar, Oktrli. Gotterdienst. 3n der Stadtkirche. Vormittags 91/. Uhr: Pfarrer Schwabe. Vorntittags 11'Uhr: Kinderkirche für die Marknsgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Beichte und heil. Abendniahl für 'Matthälls- und MarkuS- gemeinde. Amneldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Standesanirrnachrichten. Gießen. Aufgebote: Februar 14. Bernhard Beck, Schmied, mit .GTijc Stocker, beide in Gießen. — Albert Bötz, Handlungsgehilfe, mit Fanny Heb streit, beide in Giehen. — 17. Johann Heinrich Moritz, Arbeiter, mit Katharine Elisabeth Krapf, beide in Roten- ifnirg a. d. Fulda. — Heinrich Alban, Bäcker in Wommelshausen, ;*nrit Anna Güntlier in Ruppertenrod. — 19. Ludwig Wilhelm Fmchs, Aushilfsweichensteller in Lollar, mit Katharina Benner i.in Ällendorf a. d. Lumda. — Heinrich Franz Kreuzkamp, Prediger in Großen-Linden, mit Berta Staus in Bottenhorn. — Wilhelm -Hahn, Gymnasiallehrer, mit Mathilde Roese, beide in Gießen. — 20. Llugust Fenot, Händler, mit Karoline Schneider, beide in Althcinc. — 21. Georg Heilmann, Schutzmann, mit Johanna Lcruber, beide in Gießen. — Leopold Friedrich Becker, Werk- sülirer in Viersen, mit Caroline Julie Becker in Lollar. E heschl i eßu n g en: Februar 15. Hermann Obmann, (Schneider, mit Karoline Volk, beide in Gießen. — Georg Wedel, Hetzer, mit Elisabethe Herrmann, beide in Gießen. — Peter Christmann, ohne Beruf, mit Kunigunde Kalk, beide in Marburg. Geborene: Februar 10. Dem' Oberkellner Emil Plattncr ein Sohn, Stcplian Adam. — Den: Fuhrmann Karl Becker ein Sohn, Willi. — 12. Dem Kaufmann Heinrich Schmitz ein Sohn. — 13. Dem Buchbinder Ludwig Bannt ein Sohn, August Wilhelm. — Dem Klaviermacker Georg Kurt Ebert eine Tochter, Herta Mathilde, — Dem Photographen Wilhelm Leinweber ein Sohn, Friedrich Wilhelm Karl. — Dem Geschäftsreisenden Robert "Müller eine Tochter, Herta Anna Luise Pauline Marie. — 15. Dem Hilfs heiz er Christian Warlich ein Sohn. — 16. Dem Schlosser Heinrich Storck ein Sohn, Friedrick Willi. Sterbefälle: Februar 14. Kttharine Fleckenstein, geb. Schmidt, 64 Jabre alt, Sonnenstraßc 14. —« 17.^ Barbara Repp, 74 Jahre alt, Licher Straße 74. - Margarete Sckorsck, 4 Jahre alt, West-Anlage 56. — 19. Elise Hartmann, geb. Schweiler, 63 Jahre alt, Nord-Anlage 19. Alsfeld. Aufgebote: Febr. 4. Markus Weinberg, Kaufmann in Trier, nnt Cäcilie Rothschild in Alsfeld. — Friedrich Karl Otto Müller, Kaufmann in Leipzig, mit Anna Emilie Louise Paula Schade zu Alsfeld. — 10. Heinrich Oestreich, Volizei- sergeant in Krefeld, mit Katharine Gertrude Hill in Alsfeld. — 13. Heinrich Wilhelm datier, Krankenwärter, mit Anna Elise Rausch, beibe zu Alsfeld. — Hermann Lorsch, Kaufmann zu Als- fdb, mit Jauchen Kützmann zu Gersfeld. — 16. Johannes Luckgei, Arbeiter zu Rixfeld mit Katharine Wiegel zu Lauterbach. — 13. Christian Lang, Bahnarbeitcr mit e§lisabethe Bücking, beide m Plettenberg, Eheschließungen: Febr. 15. Hch. Hölscher, Schneidergehilfe mit Anna Marie Knierim, beide zu Alsfeld. Geborene: Februar 3. Dem Taglöhner Friedrich Martin ein Sohn, Heinrich. Sterbefälle: Februar 10. Katharina Schmchl, Tag- löhncrin, 82 Jahre alt. — 12. Katharina Waldeck,, geb. Hartmann, 69 Jahre alt. Büdingen. Aufgebote: -^ebruar 16. Friedrich Eisenhuth, Fabrikarbeiter in Obbornhosen, mit Marie Jüngling in Büdingen. — 19. Wilhelm Trolle, Pferdebursche mit Marie Wenzel, beide in Büdingen. Eheschließungen: Februar 15. Richard Paul Viktor Stiitoc, Vizefeldwebel in Hanau a. M., mit Marie Katharine Eberhardt von Büdingen. Friedberg. Aufgebote: Februar 15. Karl Heinrich Görlach, Land-- wird in Eberstadt, mit Maria Kinzebach in Oppenrod. — 17. Jakob Wilhelm Faatz, Maler in Friedberg, nrit Maria Krauch in Bad-Nauheim. — 18. Franz Aegid Friedrich, Metzger und Wirt, mit Anna Marg. Leißner, geb. Blaulock, beide in Friedberg. — 19. Wilhelm König, Reserve-Lokomotivführer, mit Auguste Wilhelmine Elisabeth Gebauer, beide in Friedberg. E hes ckl i e ßu n gen: Februar 15. Gustav Heinr. Krieg cl- Maschinenputzer, mit Maria Theresia Hemberger, beide in Friedberg. Geborene: Februar 11. Dem Briefträger Heinrich Ganß ein Sohn, Heinrich. — 13. Dem Schmied Karl Binding ein Sohn, Karl. — 14. Dem Postdirektor Johann Adam Becker ein Sohn, Wilhelm. — 15. Dem Metzgermeister Wilh. Knorr eine Tochter, Gretel. — 19. Dem Großh. Oberlehrer Prof. Dr. Karl Wilhelm Schmidt ein Sohn, Johann Sebastian Ferdinand Wolfgang. ist erb cfüllt: Februar 12. Hermann Adalbert Gehbert, 1 Jahr alt. — 12. Wilhelmine Liermann, 26 Jahre alt. — 16. Johann Adanr Holler, Barbier und Heilgehilfe, 86 Jahre alt. — 19. Dietrich Fegbeutel, Hausierer, 60 Jahre alt. Grohen-Linden. G eb 0 r en c: Februar 7. Dem Bahnarbeiter Ludwig Franz eine Tochter, Martha. Heuchelheim. Eheschließungen: Februar 10 Louis Friedrich Rinn, Weißinndergeselle, mit Katharina Sack, beide in Heuchelheim. Lang-Gönr. Geborene: Februar 19. Dem Stationsaspiranten Johann Sdlcntin Jmmel eine Tochter, ToSka Martha Elise., -i ic Vereimgung Der loustrmlerieu luciblutien Ingens ter Matihänsaemsinde wird von Montag, den 24. Februar, auf Montag, den 3. Marz verlegt. 3n der Iohannerkirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer BecktolSheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Vufa4qenieinbe. Pfarrer Bechtolsheim er. 2lbendS 6 Uhr: Pfarrer AuSfeld. Abends 7'/, Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukas lemeinbe tm Lukassaale. AdendS 8 Uhr: Versammlung und Vibelbespreckung FobanneSsaal. Vortrag über die Vodelschwingh'schen Anstalten i?_ Bethel (mit Licktbildern). Mittwoch, den 26. Februar, abenvS 6 Uhr: 4. PasüonSandacht. Pfarrer Ausfeld. Freitag, den 28. Februar, abends 1 .6—'/,8 Uhr: Vereinig»,nß der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgememde i-s Iohannessaal. Nächflkünstiaen Sonntag, den 2. März, als am Sonntag Lätare, findet im Nachnnttags^ottesdienst Vorstellung und Prüfung der dies, jährigen Konfirmanden der Fohaunesgen»eu'de ftatt. Ter Wartburg« Verein 'Wensteinsiraße 38) veranstaltet jeden Sonntagabend einen Vortrag, jeden Dienstagabend ein? Bibelstunde, jeden Mittwochabend eine Turnstunde und jeden Donnerstagabend einen Lese- und Smelabend. Tas Bibelkränzcken für Schüler höherer Lehr- a n st a l t e u findet statt im Johanneskaal, und zwar jeden T ienZ. tag nm 5 Uhr für die jüngere Abteilung, jeden Samstag um 6 Uhr für die ältere Abteilung. Das Bibelkränzcken für Schülerinnen höherer Lehranstalten on5 der Johannesgemeinde jeden Tiensia^ um 6 Uhr int Johannes aal. Evangelischer ©ottesöienft. Staufenberg : Sonntag, 23. Februar, nachmittags Uhr: Dekan G u ß m a n n. Mainzlar: Sonntag, 23. Februar, nachmittags Uhr: Pfarrasfislent Klingel. Katholische Gemeinde. Sotterdienst. Samstag, den 22. Februar: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur beil. Bercht. Sonntag, den 2 3. Febr »i ar, 3. Fasten-Sonntag: Dorlnittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Tie erste hl. Messe. , um 8 Uhr : Austeilung der hl. Rommunton. „ um 9 Uhr: Lockaiut mit Predigt. , um 11 Uhr: Heil. "Diebe mit Predigt. Nachmittags um 5*/, Uhr: Christenlehre; daraufPasfionS-Andacht. Abends um ü'A Uhr: Vortrag. Dienstag und Freitag abend um 61/, Uhr ist Fastenandacht. Sonntag, den 23. Februar: In Grünberg um 9‘, Uhr: Hl Messe mit Predigt. In Hnugen um 9', Uhr: Hl. Meffe mit P>ed?at. Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzei. Febr. «a Wetter 191 S w 21. 2” 21. 9-1,! 2 8,0 -3,3 84 22. NE 2 0 50 98 NE NNE 0 8 2.9 4,4 Sonnenschein leicht bewölkter Hrmmel Klarer Himmel ui 32 -02 -2-S- K 2 CD — e 2?,|i ol,G 55,2 c = 7 u' -58,3 Höchste Temperatur am 20. bis 21. Februar — 3,5’0. Niedrigste „ „ 20. „ 21. , — — 6,1* c. Litederschlag: 0,0 mm. Der Ersatz des gewöhnlichen Kaffees durch Kaffee Hag, den coffe'infreieu Bohnenkaffee, ist bei Zahn- und Mund' krankheiten recht angebracht. b”/,. Zahnarzt Albert Schulz, KSlu. (Ztt. in »Die Güldenkammer , Ihrg. 2, Heft 11.) Gardinen '"ur8=‘hihbei A. Salomon & Cie. 5" Leihgestern. Geborene: Februar 11. Dem Landwirt Georg Schmands eine Tochter, Marie. Lollar. Aufgebote: Februar 18. Leopold Friedrich Becker, Werk* führet in Viersen, mit Karoline Julie Becker in Lollar. Nidda. Sterbefälle: Februar 19. Katharine Wagner, geb. Kuhl, 82 Jahre alt. Schotten. Aufgebote: Februar 17. Karl Friy Popplow, Schreinw gehtlfe, mit Margarethe Heck, beide in Schotten. Geborene: Februar 15. Dem Kaufmann Sally Kah' eine Tochter, Herta. watzenborn°5teinberg. _ Geborene: Februar 12. Dem Bahnarbeiter Shibttn; Schäfer II. eine Tochter, Emina. — 14. Dem Maurer Dbilip: Otto Horn eine Tochter, Maria. Zamilien-Nachrichten aus anderen Grien. ®e bürten: Herrn Felix Volland in Weilburg ein Sohn. Verlobte: Fräulein Marie Cckeoo in Göbelnrod mit Hem Wilhelm^Becker in Reiskirchen. — Fräulein Johanna Arnold ir Colditz (Sackfen) mit Herrn Han? Guntrnm in Schlitz. Gestorbene: Herr Heinrich Karl Geisel in Reibertenrod — Frau Katharina Kalbsteisch, geb. Eckstein, in Eifa. — Her Friedrich Hoffmann in Strebendorf. — Herr Karl Gerlach ir. Darmstadt. — Fran Susanne Nordt, geb. Stock, in Wetzlar. — ■Iran Elisabeth Dienst Witwe, geb. Weinbreuner, auf der Blumen- mühle. — Herr Heinrich Eduard Hecker in Haiger. — Frau Patba- rinn Metzger, geb. Rahm, in Dillenburg. — Herr Friedrich Friel in Burg (DillkreiS). — Herr Rar! Gillcr, Herr Bruno Emrnler beide in Marburg. — Herr Johannes Lahm in Munster (flret! Friedberg). — Frau Christiane Fey Witwe, geb. Stahl, u Dillenburg. Wenn Mutter- ober Ammenmilch m nicht genügender Men« vorhanden find, fo ergänze man diese durch eine keimfreie, milchbaltl«,' und leicht lösliche Nahrung. Eine solche ist Nestle'o Kindermeh- welches dem zartesten Körver alle in der Muttermilch vertretene- organischen und unorganischen Stoffe in äußerst leicht verdauliche: und woblfchmeckender i>orm amührt._____________________ »s _ Aller Damen Freund und verschwiegen bei der Anwendung, weil berent vnrtümiert, ist Nauwann s »Faust ring" Vanolinfeife. Beste Toiletteseise beste Familieuseife, bciu Kmderselse. Paket ä 5 Stück 65 Big. Einzelstück 20 Psg.