■ H Berlin, ndfaden treibung „Herr Wachtmeister" freundlich zu stimmen und erzählt sich mit begeisterten Nachbarn von dec Dienstzeit. Ein sonnen st ich macht sich bemerkbar, kann aber königstreue (Gehirne, die den Strahl der monarchischen Gnade, Stärke für Kriegervereine, gewöhnt sind, nicht lähmen. Im Gegenteil, der Paroxismus der Fiirstenliebe tritt ein. Die dritte Fürstlichkeit! Wohlgenährte Familienväter durchbrechen jubelnd die Absperrung, kinderreiche Mütter stürzen auf die Automobile junger Prinzen, Jungfrauen hängen am Spritzblech S. K. H. des Kronprinzen, Kindermerdc nunter Geschrei hochgehalten, damit sie den bekannten Eindruck fürs Lehen bekommen, Säuglinge liegen achtlos in einem Winkel, alles schreit, tobt, stößt den andern zurück, lallt Hochrufe, stammelt Jahrhundertvhrasen, ist bereit, sich überfahren oder von einem Iolizeisäbel durchbohren zu lassen, nur um diese Menschen ganz, Hessen, der Erbprinz von Sachsen-Meiningen und Prinz Heinrich von Preußen sind heute nachmittag vom Lehrter Bahnhof abgereist. Eine Vorstellung im Kgl. Opernhause. Berlin, 26. Mai. Im Königlichen Opernhause wurde heute abend „Kertyra" in der bekannten Besetzung unter der Leitung von Tr. Besl gegeben. Die Vorstellung fand auf allerhöchsten Befehl statt. In der großen Hofloge erschien der Kaiser in englischer Feldmarschallsuniform mit der Königin von England, die eine blaßrote Robe trug, der König von England in der Uniform dar 1. Gardedragoner mit der Kronprinzessin, die hellblau gekleidet war. Tas Festspiel Lauffs und Hülsens mit der antiken Feierlichkeit des ersten Bildes, in dessen Schlußalkorde ja eine Andeutung unserer (und der englischen) Nationalhymne hineintlingt,'mit dem zweiten Teil, bei1 das muntere Treiben auf dem heutigen Korfu und die Herrlichkeiten des Achileion rot eher gibt, schien dem König und der Königin sehr zu gefallen. Ter Kaiser mag wohl die Vorgänge auf der Bühne durch persönliche Korfioter Erinnerungen vielfach erläutert haben. Prinz Ernst August zum Rittmeister befördert. Ter Kaiser hat den Prinzen Ernst August, Herzog zu Braunschlveig und Lüneburg, zum Rittmeister befördert. hat warten müssen. Das Stück, das den Mosesstvff zum Gegenstände hat, stammt aus den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts; Chateaubriand hatte es int Salon der Recamier vvr- gelesen und es dann auch der Comedic Franyaise übergeben. Die Aufführung ward schon vorbereitet, aber im letzten Augenblicke befürchtete Chateaubriand einen Mißerfolg und deswegen zog er sein Werk zurück. > — Für dieBebauung desrechtsseitigen Havelufers, das dem Grünewald gegenüber liegt und bei den Dörfern Cladow rind Gatow schon recht stattliche Villenkolonien der Berliner aufzuweisen hat, wird, wie die zbunstchronik berichtet, von dem Kreisaussckuß von Osthavelland ein Ideen Wettbewerb ausgeschrieben. Die deutschen Arckntekten sollen die Grundzüge eines Bebauungsplanes^ ,sür das Gelände entwerfen. Der Wettbewerb ist mit drei großen Preisen von 12 000, 9000 und 6000 Mk. ausgestattet, und 6000 Mk. stehen für Ankäufe zur Verfügung. Als Frist ist der 1. November dieses Jahres festgesetzt. Im Preisgerickü sind Baumeister Geftrich in Gatow, Geh. Baurat Prof. Eftrecke-Berlin, Baumeister Robert Guthmann in Neu-Cladow, Prof. Bruno Möhring-Beclin, 0kl). Reg.-Rat Muthesius in Nikolassee und Prof. Richard Petersen in Berlin. — Düs Schicksal der Tempel von Philae. Den Bejürchtungen für das Schicksal der berühmten Tempel von Philae, die seit der Vollendung des großen Nildammes von Assuan alljährlich im SomMer unter Wasser gesetzt werden, trat in der jüngsten Versammlung des Egypt Exploration Fund, die in der Royal Society in London tagte, der durch seine arck-äo- logischen Forschungen bekannte Kapitän H. G. Lyons in einem interessanten Vottrage entgegen. Schon vor der Vollendung des Nildammes wurde das Bedenken geäußert, daß die berühmten Bauwerke von Philae durch die regelmäßige Unterwassersetzting beschädigt rind schließlich zerstört werden müßten. In den er {tat Jahren wurden bei der Schließung des Sperrwerkes die Tcm- pelbauten auch teilweise überscl?wemmt. Die Befürchtungen aber wuchsen, als vor einigen Jahren sich herausstellte, daß der Wasserbedarf der Lcrndwirtschaft noch größer war, als die durch den (Damm von Assuan gewonnenen Wassermeugen. Man mußte infolgedessen den Assuan-Damm erhöhen, wodurch wiederum der Wassersptegel des Staubeckens erhöht wurde: und in diesem Jähre warm die Tenrpel von Philae zum ersten Male bis hinauf zu den Spitzen der Säulen und Pfeiler vollkommen unter Wasser gesetzt. Aber dank der getroffenen weitgehenden Maßnahmen Die nächste Botschafterkonserenz wurde diesmal auf Freitag, nicht, wie üblich, auf Donnerstag vertagt, um Sir Edward Grey Gelegenheit zu geben, von dem am Mittwoch abend zurückerwarteten König Georg Mitteilungen übkr die von dem Herrscher bei seinem Besuche in Berlin geführten Gespräche und gewonnenen Ein- * drücke betreffs der Balkankrftc und der internationalen Lage im allgemeinen zu erhalten. In diplomatischen Kreisen Londons ist man der Zuversicht, daß Edward Grey namens der Mächte noch in dieser Woche, wahrscheinlich vor. der nächsten Botschafter- Konferenz, den Schritt, der dem Kriegszustand ein Ende bereitet, herbeiführen werde. Man erwartet, daß der Zar in dem Zwist der Verbündeten ein den Weltfrieden wahrendes Wort sprechen wird. Laut einer Nachricht aus Bukar e,st hat der Zar das ^chiedsrichteramt zwischen den Balkanstaaten v!b gelehnt, weil diese sich seinem Urteil nicht bedingungslos unterwerfen wollten. Die griechrfch-bulgarischen Kämpfe. Salouiki, 26. Mai. Nach hierher gelangten Meldungen sollen dieBulgaren die griechischen Stellungen vor SochoS angegriffen und die Griechen Zurück ged rängt haben. Die Verluste der Griechen sollen gering sein. Arrrrst, Wissenschaft rrird Leben. — Prof. Erich Schmidts Nachfolger. Der Vertreter der neueren deutschen Sprache und Literatur an der Universität Leipzig, Geh. Hofrat Dr. Albert Köster, hat einen Ruf nach Berlin als Nachfolger von Prost Erich Schmidt erhalten habe. Präs. Köster ist am 9. November 1862 zu Ham lurg geboren. Am Johanneum vorgebildet, studierte er anfangs Jurisprudenz in Tübingen und Leipzig, seit Ostern 1883 Geschichte, hauptsächlich mittelalterliche, und Hilfswffscnschaften in Leipzig, besonders bei Arndt und Maurenbrecker und pvomovierte 1887 mit einer Dissertation über die Wormser Annalen. Von Ostern 1888 ab widmete sich Köster dem Studium der Germanistik in Berlin als Schüler von Erich Schmidt, Weinhold, Ed. Schröter und Andreas Heusler. Mai 1892 wurde er, als a. o. Professor nach Marburg berufen, wo er ein neugeschaffcn.es Extra- erbinariat für deutsche Literaturgeschichte übernahm. Hier blieb Köster sieben Jahre. Inzwischen lehnte er einen Ruf nach Zürich els Nachfolger Berchbolds ob, folgte aber einem solchen 1899 als Ordinarius auf Rudolf Hildebrands Lehrstuhl, der vier Jahre verwaist war. Neben mehreren größeren Werken und Ausgaben Veröffentlichte er eine große Zahl von Aufsätzen und Kritiken. — Di e Einweihung das neu erbauten physi- ?alisch-rad io logisch en Instituts in Heidelberg sand am Sonntag in feierlicher Weise statt. Direktor Gottlieb begrüßte die Vertreter der Regierung und den Prinzen von Sachsen-Weimar, gedachte dankend des Stifters der radiologischen Abteilung, Kommerzienrats Fleischer-Wiesbaden und würdigte die Fortschritte der Physik in den letzten Jahren. 5>er Kultus- nnnister überbrachte die Grüße der Regierung sowie deren Glückwünsche zum neuen Bau, der den Anfang bilde von der Abwanderung der Universitätsinstitute über den Neckar. Der Stadt Söeibefbcrg galt fein Dank für das weitherzige Entgegenkommen. Ter Direktor des neuen Instituts, Geheimrat Lenard, faßt nochmals den Dairk zusammen, der der Regierung und der Stadt fiir die Förderung des Baues gebühre unb hielt hierauf einen Wortrag über ultraviolettes Licht, elektrische Lichteffekte und ^athodenstrahlen. Ein Ründgang durch den Neubau beschloß die Feier. ' kf. Eine Uraufführung von Chateaubriand. Am Ddeonttzeater in Paris wird demnächst eine Tragödie von Chateaubriand gegeben werden, die volle 73 Jahre auf ihre Uraufführung lamtklam-'esFabMM Lager von ca- AM iortiert m ben ■ ph Murnern. Le bä Angab M Marss sieht gern« zum Schutze der Monumente haben sick nach den Ausführungen Lyons alle Befürclstimgen als unberechtigt erwiesen. Wenn von einem Schaden gesprochen werden kann, handelt es sich allenfalls um eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes, keineswegs aber um einen Schaben in archäologischer Hinsicht. Die Regierung hat vor Schließung des Stauwerkes die Fundamente der Tempel von Philae verstärkt, betoniert und .zum weiteren Schutze mit einer stark mit Cel getränkten Schicht umgeben, so daß eine Verringerung der Stabilität der Bauten vermieden ist. Gewiß werden durch die jetzige Erhöhung des Wasserspiegels die gemalten Kapitelle Schaden erleiden, aber die Widerstandsfähigkeit der Vattten selbst, steht außer Frage und ist durch die vorgenommenen Verstärkungen nur noch gesteigert worden. „Die Hempel sind heute so stabil wie nur irgend ein anderes Bauwerk in Aegypten/' — Ein Plan zur Bergung der Leiche des Kapi - t_ä n Scott Der kanadische Polarforscher Alexander Scott ist an die Royal Geographica! Society in London mit dem Plan herangetreten, eine Expedition zn unternehmen, um die irdiscl-en Ucberreftc Scotts und seiner Gefährten dem antarktischen Eise zu entreißen sund ihnen in ihrer Heimatserde eine letzte Ruhestätte zu bereiten. Mexander Scott, der in Polarreisen und Schlitten- expeditionen über eine reich? persönlich 'Erfahrung verfügt, hat sich bereit crflärt, alle Kosten des Unternehmens zu tragen, wenn ihm ein Schiff zur Verfügung gestellt rofrb, um ihn unb seine Gefährten bis zur Tisbarriere des Roßmeeres zu bringen -Ich macke diesen Vorschlag, weil ich stets ein Bewunderer Seotts und seiner Gefällten war und weil es meine feste Ueber- zeugung ist, daß man ihre irbifto Ucberreftc bergen sollte Ich würde etwa 40 Hunde ans Alaska, Schlitten und 5 oder 6 Gefährten mitnehmen, die mich auf arklischm Reisen bereits begleitet haben: im Sommer könnte die Ausreise stattfinden und bereits tm Herbst würde die Eisbarriere erreicht sein. Dann wäre es durchaus möglich, die Leickren zu bergen und die Seit würde auch ausrcichen, um der Notwendigkeit einer Ucberwin- terung zu entgelten." Heber die Annahme des Vorschlages ist ein Entsckstuß noch nicht getroffen. Professorin d er Musik. Der Lehrerin deS Sologesanges am Kgl. Konservatorium der Musik in Leipzig, Frau Marie Hedmont, geb. Kacerowskv, ist vom König von Sachsen der Titel Professorin der Musik verliehen morben. ir trauet* ,l!hr ****, «t Li#* »AS-B dV 6 von »irlfadßn darüber gebreitet liegt. Erneutes heftiges Zurückgedrängtwerdcn. HU ( Die Hühneraugen erreichen unter den Fußtritten die Fasson von nl/ctrickp etC.I Fünfmarkstücken. Die zweite Fürstlichkeit! Das Hurra Hingt DKdW luitv j schon etwas heiser, aber unentwegt begeistert. Man kauft sich ein Glas Bier, versucht den Schutzmann durch die lieber= 3obren war ich müde au, batte häufig wadm !^ovnchmer;enu.iedc -m Arbeiten und sum verloren. Der Arzt es sei ein oeralMs re asenteiden, p. Tmwttaabeii im itjcnber ÜebenöM'.se. ituL Rat nonE ich ichhorster flark- dei Stsrkquellc Mn^ManglM'8ch leiici rdion nacb eini rlaschen suhlte ich mich nzanöercrSlenich.Dk bionücrung wurde leb ,ö schmerzlos und ro Sem. Ich trinke ta inibclieBttättlitbM’ e io roohV xmb tä» to« heute., . warm emwu- Zi.mderUmvmtLv bete v gold. M ■ lilbmaer, A.M;. fli u. E. Roll. I:h Das Interesse der Berliner. Wiederholt hat die sozialdemokratische Presse es beklagt, daß bei Gelegenheit patriotischer oder militärischer Festtage in der Reichshauptstadt, bei Fürstenbesuchen und „hohen" Geburtstagsfeiern das Berliner Publikum so ganz und gar die demokratische Selbstbeherrschung verliere. Selbstverständlich ist daran etwas Wahres. Niemand wird es als ein Zeichen von Würbe und Bildung ansehen können, wenn die Schaulustigen hochgestellten Persönlichkeiten gar beharrlich und eng auf den Leib rücken. Auf der andern Seite ist es aber erfreulich, daß die Liebe des Volkes für fein Heer bei solchen Anlässen alle Eisriuden staatsfeindlicher oder staatsnörglerischer Gepflogenheiten durchbricht, und es zeigt sich da, daß im Ernstfälle die deutschen Antimilitaristen vergeblich zum Sammeln blasen würden. Selbstverständlich haben die letzten Monarchentage den leitenden Genossenkreisen viel Aerger bereitet. Da groß und klein feierte, mußten sie im Hintergründe sich herumducken, denn es wäre doch arg gewesen, wenn etwa der Abg. Liebknecht oder sonst eins der Häupter einmal unter den Zuschauern entdeckt worden wäre, und sei es auch nur, daß sie ganz zufällig dabei gestanden hätten. Aus dieser Stimmung heraus hat der Vorwärts nachfolgende Epistel veröffentlicht, die sehr lustig zu lesen ist und allen Teilen Spaß machen wird. Zuerst die üblichen Angrisfe auf das monarchische Gepränge, dann folgende Zeilen: Aber das Volk geht uns etwas an, die wir seinesgleichen sind, und feine Blamage ist in einem gewissen Sinn unsere Blamage. Unb das Volk, die guten Berliner, hat die Hochzeitstage reichlich ausgenützt, um sich nach allen Richtungen gründlich zu blamieren. Dieses Volk hat noch mehr getan: es hat ftch einer ganz gewöhnlichen Geschichtsfälscku ng schuldig gemacht, indem es rings um die leickseligen Fürstlichkeiten ein Heer gebeugter Rücken wogen ließ, so daß -die hohen Herrschaften mit Befriedigung konstatieren konnten, das umfangreiche Hinterteil sei immer noch vorhanden, dem traditionell Fußtritte zu versetzen sind, während von einem Kopf bet all den in Ehrfurcht gekrümmt Ersterbenden nichts zu bemerken war. Wenn heute ein Politiker sagt, das Volk sei mit irgendeiner Handlung Wilhelms II. nicht einverstanden, so wird der Reichskanzler am besten daran tut?, ein schallendes Holmgelächter zu erheben und als Gegenprobe einen Fürsteneinzug zu arrangieren: dann werden die guten Bürger von Berlin am Potsdamer Platz, am Brandenburger Tor und Unter den Linden mit .Hurrarusen ibstimmen, und der Herr. Reichskanzler wird feine Majorität haben. Diese guten Bürger! Am frühen Morgen zogen sie mit belegten Stullen aus. An der „Feststraße" suchten sie ftch einen Lagerplatz, inmitten Gleichgesinnter, ließen sich drei Stunden lang von Sckmtzleuten hin und her drücken, bis die erstL Fürstlichkeit kam. Hurra! Hurra! Hurra! Pause. Das Frühstück wird verzehrt. Ein Polizeigaul fährt den Patrioten mit dem Schwanz übers Gesicht, kann aber das Leuch ten nicht wegwischen, das noch von einem Blick deS Fürsten ganz in der Nähe zu sehen, die sich Hoheiten nennen, von einem Wall von tausend «Lchranzen und Drohnen umgeben sind und auf die schweißigen, in Begeisterung verdummten Gesichter rings um ihr Auto — mit huldvoll lächelnder Verachtung blicken! Das was bei solchen Anlässen als wirklich unwürdig auch von nattonalen Seiten gerügt werden kann und muß, ist aber noch deutlicher bei einem gau^ besonderen Anlaß in die Erscheinung getreten. Der Kaiser hat bekanntlich veranlaßt, daß der Brautschmuck seiner Tochter öffentlich ausgestellt wurde, und man hat dieser Verfügung gerne zustimmen mögen, da der Geldertrag für wohltätige Zwecke verwendet werden soll. Nun ist die Geschichte nach den letzten Berichten aus der Reichshauptstadt aber arg ausgeartet. „Man kommt zu schauen, man will am liebsten sehen," diese alte Wahrheit hat sich in geradezu verblüffender Weise wieder bewährt. Man könnte dieses Kapitel Das Interesse der Frauenwelt uherschreiben. Obgleich die Berlinerinnen es gewiß nicht so intensiv ernst genommen haben, wie etwa Frau Pank- hurst (die übrigens jetzt lvieder verhaftet worden ist, weil sie gegen die Bedingung der .Haftentlassung verstoßen hat), so ist der neue Skandal, so muß man es wirklich nennen, sehr arg. Berlin, 26. Mai. Der Andrang des Publikums namentlich an Damen, zu den im Kunstgewerbemuseuni ausgestellten Hochzeitsgeschenken nebst dem Brautkleid unb dem Brautschleier der Prinzessin Viktoria Luise war beute so stark, daß gegen 6 0 Schützte u t e vordem Portal a u f g e st e l l t und sowohl vor dem Kunstgewerbemuseum als vor, dem gegenüberliegenden Abgeordnetenhaus eine Sanitätswache eingerichtet werden mußte. Durch das D r ä n g e n u n b Stoßen der Menge wurden mehre re O hnma cht s an fälle verursacht, jedoch .sind ernstere Unfälle nicht zti verz-eickcncn. Berlin, ,27. Mai. Auch heute früh war der Andrang zum Kunstgewerbemuseum, wo die Hochzeitsgeschenke zur Be- sichtigmrg ausgestellt sind, sehr stark. Lange vor 10 Ubr hatten Tausende von Schaulustigen Aufstellung ge- n o mm e n. Schließlich erhalten wir noch folgende Trahtmcldung: Berlin, 27. Mai. Tie Ausstellung der Hochzeitsgeschenke tm Kunstgewerbemuseum ist um einen Tag verlängert wordcm. Die Blätter drücken den Wunsch aus, es möge nicht wieder zu solchem Gedränge kommen und zu so be- dauerlick)en Auftritten wie gestern. Auf Wunsch der jungen Herzogin von Braunschweig und Lüneburg sind der Blumen- taselschmuck und die Blumenangebinde von den Hochzeitsseier- lichkeiten den Krankenhäusern überwiesen worden. Am Mittwoch trifft das neuvermählte Paar, wie der „Berl. Lokalanz." meldet, im Jagdschloß Auerbach im Almtal ein. Eigentlich hatte man der beschämenden Vorkommnisse wegen die „Ausstellung" gleich schließen sollen! Das englische Königspaar in Neustrelitz. Neustrelitz, 26. Mai. Mittags um 12.30 Uhr langte das Königspaar von England hier an. Am hiesigen Hauptbahnhofe waren anwesend: das Großherzwgspaar, die Grvß- herzoginwitroe, der ErbgroßherKvg, sowie großes Gefolge. Die Begrüßung der fürstlichen Herrschaften war von überaus herzlichiml Charakter, besonders auf dem Gesichte der nun- rnehr 91jährigen Grostherzoainwitwe Augusta Carolina bemerkte man die herzlichste Freude. Nach Vorstellung der beiderseitigen Gefolge ging die Fahrt nach dem großherzoglichen Residenzschlosse. Die Truppen der Garnison, die Schulen und die Korporationen bildeten Spalier: das Publilum brachte lebhafte Kundgebungen dar. Um 1 Uhr 15 Min. fand Frühstückstafal im Gelben Saale statt. Der Großherz^og brachte auf die Majestäten einen herzlichen Trinkspruch aus und gedachte besonders des heutigen Geburtstages der Königin. Um 3.50 Uhr geleiteten die Großherzoglichen Herrschaften den Besrtch zum Bahnhof, wo um 4 Uhr die Abfahrt nach Berlin erfolgte. Berlin, 26. Mai. Tas englische Königspaar traf um 6 Uhr auf dem -Stettiner Bahnhof ein und begab sich nach dem Schloß. Ter Kaiser, die Kaiserin, die Groß-- Herzogin Luise von Baden und die Prinzen Oskar und Joachim speisten abends bei den englischen Herrschaften. Tas Königspaar reift morgen nachmittag 5.35 Uhr vom Lehrter Bahnhof über Vlissingeu nach London ab. Der König überwies der Stadt Berlin den Betrag von 10000 M k. für wohltätige Zwecke. Berlin, 26. Mai. Die Kön igin von England begeht heute ihren Geburtstag. Das Kaiserpaar erschien gegen 9s/4 Uhr Äur Beblückwünschung. Um 10.30 Uhr reiften der König und die Königin voElTugland mit Gefolge und Ehrendienst nach Neustrelitz, um den Tag am Hofe von Mecklenburg-Strelitz zu verleben. Das Kaiserpaar geleitete seine hohen Gäste vom Schlosse bis zu den Automobilen. Die Abreise des Großherzogs von Hefien. 26. Mai. Ter Groß Herzog von fien A dwiff Lazaw rtv^3jycr^_ laumW^mir Nr. \2\ Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Soimtags. - Beilagen: viermal wöchentlich SicßenerZamiiienblätter.' arucunal möchcnrl.llreis- brattsürdenrcreis Gießen (Dienstag und Freirag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitsragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Erstss Blatt WZ. Jahrgang Dienstag, 27. Mai 1913 W @ Bezugspreis: $ X A /A /x a x«. Jfe. A X ▲ A . monatlich 75Pf., viertel- IIIIPKPIIPI /■ ||*lz|4ll>r "SÄteaa WW W ki W W WM W W v< vA Jl M KM W W m WT W wi <^w. ng. W W W M W Fri W Xä/ X/ v-f W W M WW W auswärts 20 Pfennig. M M y w w v tm W W V Chefredakteur:A.Goetz. Verantwortlich für den Seneral-Mzeiger für MeHefse« MW Ta^snümme- ««tationsdnick uttö Verlag derBrühl'schen Univ.-Vuch- und StcindruSerei B. Langs. BedaNion, «trpcöition und Druckerei- Schulstrahe 1. bis vormittags 9 Uhr. BudmZen: Ferusprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Athen, 26. Mai. Wie amtlich 'bekannt gegeben wird, betrugen die Verluste der Griechen in den Kämpfen mit den Bulgaren am Pangäusgebirge an Toten drei Offiziere und 5 0 Soldaten und an Verwundeten 3 Offiziere und 134 Soldaten. Die serbisch-bulgarischen Beziehungen. t Sofia, 26. Mai Der serbische Gesandte Spal- cikovitsch hat gestern die amtliche Erklärung abgegeben, das' Serbien eine Revision des serbisch- bulgarischen Vertrages wünsche. Wie an kompetenter Stelle verlautet, wird die bulgarische Regierung darauf antworten, daß Bulgarien unbedingt auf der Einhaltung des Vertrages bestehe und eine Revision des Vertrages ablehne. Das bulgarische Heer. Saloniki, 25. Mai. Die bulgarischen Militärbehörden haben die M oh am e dauer in den Gebieten von Serres, Drama, Kavalla, Demi, Hissar, Dedeagatsch und AdriaOopel aufgefordert, in die bulgarische Armee einzutreten. Tie Mohamedaner gaben, nachdem sie sich beraten hatten, die Erklärung ab, der Militärpflicht in der bulgarischen Armee unter der Bedingung Nachkommen zu wollen, daß sie nicht gezwungen würden, gegen Glaubensgenossen zu kämpfen. Deutsches Reich« Eine Ausweisung aus Elsaß-Lothringen. Pariser Blätter wissen vou brr in Kolmar erfolgten Ausweisung des französischem Schriftstellers Reg amen aus Elsaß- Lothringen zu berichten. Das Verbot des Aufenthaltes im Lande gegen den Schriftsteller ist bereits im Jamiar dieses Jahres verfügt worden. Es scheint ihm aber jetzt erst bekannt gemacht worden zu sein. Die Eheleute Fredoric und Ieanne Rsga- incv sind bekanntlich die Herausgeber einer ganzen Reihe von sehr deutschfeindlichen Werken. Der Abgeordnete Erzberger bezeichnet die Nachricht, daß er und Bass ermann dem Reichskanzler eine R e i ch s v e r mögens st euer an- geboten hätten, als freie Erfindung. Die neuen Steuern in Frankreich. Eine Note des französischen Finanzministeriums drückt aus, es sei ungerecht, den Landbesitz zu stark mit Steuern zu belegen und neue direkte Steuern zu verlangen, während bereits die Einkommensteuer vom »Senate beraten werde. Die durch die Teuerung der Lebensmittel hervorgerufene Krise verhindere, daran^ zu denken, die Lebensmittel mit neuen Abgaben zu betasten. Der Finanzminister hält es für das wichtigste, an Steucrobjekte heranzugehen, die augenblicklich am meisten einbringen. Von den 200 Millionen Mehreinnahmen, die er zu erzielen wiinscht, gedenke er 170 Millionen durch eine Berichtigung der Steuern au fzu bringen. Aus dem St euer ent Wurf des FinanMinisters Dumont seien hervorgchobcn die Erhöhung der Alkohol- und Absinthaxe, welche zusammen 36 Millionen Franken betragen soll, ferner die Erhöhung verschiedener Gebührensteuern, darunter auf Handelsesfekten (Erträgnisse 22 Mill. Frankenh der Versicherungstaxe (4,8 Mll. Franken), der Erträgnissteuer auf Wertpapiere, Losgewinnste und Rückzahlungsprämien (28 Mill. Frauken), der Uebertragungs- gebührcn auf Iuhaberwertpapiere (17 Millionen), 'Erhöhung der Stempelsteuer bei der Ausgabe ausländischer Wertpapiere von 2 auf 3 Prozent (15 Millionen), Erhöhung der Gebühren bei Immobilien besitz wechsel (51,3 Millionen), ferner eine 20prozentige Taxe tfom Reingewinn bei Kohlengruben, falls der Reingewinn 1,50 Frank per Tonne übersteigt (9 Millionen), Fabritationssteuer auf elektrische Lampen (1,5 Millionen) und schließlich eine Taxe von 10 Centimes auf jeden Meter kinematographi- scher Films (5,5 Millionen). Ein politischer Mord in China. Aus Schanghai wird gemeldet: General Hsu. Pao - san, der als Tiger Hsu allgemein bekannt ist, wurde durch lerne Bomb e getötet. Der General war ein treuer Anhänger Puanschikais und wurde von den Radikalen des Südens b^efonders gehaßt. Ans Stadt nnd Land. Gieße»'., 27. Mai 1913. ** Tageskalender für Dienstag, 27. Mai. Stadttheater. Gastspiel der Tanzkünstlerinnen Geschwister Wiesen- t h a l. w5)ie Sore* und „Das Schwert des Damokles." Anfang 8 Uhr. Oeffentl. Vortrag desAllde ntschen Verbandes. Dr. med. F. Siebert- München: Rassenqedanke und moderne Weltanschauung. Abends 81/« Uhr in Steins Garten. ♦* Da die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte die Bildung von Ortsausschüssen durch die Vertrauensmänner und deren Ersatzmänner ungeordnet hat, hat sich nunmehr auch für den Landkreis Gießen ein Ausschuß gebildet. In den Vorstand des Ortsausschusses, der das Bindeglied zwischen Versicherungsanstalt und Versicherten darstellt, wurden Brauereibesitzer JH-- ring-Lich als 1. Vorsitzender, Wertmeister Stroh- Grünberg als 2. Vorsitzender und Buchhalter Otto-Lich als Schriftführer gewählt. Wer bei der Reichsversicherungs- irnstalt einen Antrag aus Einleitung eines Heilverfahren.s usw. einreichen will, nimmt zweckmäßig die Hilfe der Vertrauensmänner oder des aus ihnen gebildeten Ortsausschusses in Anspruch. "Jnvalidendank. Ein Militär-Konzert gum Be sten des Jnvali dendank findet am Donnerstag abend in Steins Garten statt. ** Konzertverein. Für das Tenor-Solo im Reau i em voir Bcrlioz, das bekanntlich am Mittwoch in der St-adtkirche zur 2lüfsührung gelangt, ist Herr Konzertsänger Ludwig Rüge aus Berlin gewonnen worden. Herrn Rüge geht der Ruf eines ausgezeiämeün Oratoriensängers voraus, dessen Vortragskimst und reiche, klangvolle, in allen Lagen gut auc- gegliäume. Stimme gerühmt werden. Sie besitzt namentlich die Mühelose SdöIk, die diese so glanzvoll geschriebene Partie erheischt. Durch die freundliche Mitwirkung des B a u c r s ch e n Gesangvereins erfahren die Männerstimmen eirw ganz b" trächtliche Verstärkung, wie sie erforderlich ist gegenüber den N.'b n vrchestern mit ihren Posaunen, Tubabläst-rn und Pauken, die nach der Absicht des Komponisten ihre Fanfaren nach den verschiedenen Himmelsrichtungen hinaussckmettern sollen. ** Jungdeutschland An den Einweihungsfeier- liichkeiten des Stadions tu Berlin wird auch eine *!?lb- Ordnung des Jungdeutschlandbundes teilnehmen Aus Hessen 'ist hierzu für jeden Bezirk ein Jugendlicher (insgesamt 7) durch das Los bestimmt worden Für den Bezirk Gießen-Stadt fiel dieses aus den vom Ortsgewerbeverein vorgeschlagenen Zimmerlehrting Friedrich Zutt. Die Abfahrt ist auf dk.N 6, Junh die Rüchährt auf be.n 10. Juni festgesetzt. , ' ** Baugenossenschaft. Am Samstag abend hielt im Saal der Herberge zur Heimat die Baugenossenschaft des Evgl. Arbeitervereins ihre Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufiichtsrats, Dr. Krausmüller, wies nach Eröffnung der Versammlung darauf hin, daß vor wenigen Tagen der seitherige Vorsitzende, Sparkassen-Direktor Döring, in den Ruhestand getreten und von Metzen verzogen sei. In längeren Ausführungen würdigte er die grotzen Verdienste, die Herr Döring, der Gründer der T-augenossenschaft, und seit ihrer Gründung ihr Vorsitzender, sich in den nahezu 20 Jahren ihres Bestehens um sie erworben habe. In uneigennütziger, selbstloser Weise habe er auf diesem weiten Gebiet sozialer Fürsorge sich einen so großen Teil seines Lebens betätigt. Vom schönsten Erfolg sei sein Wirken gekrönt gewesen, das zeigten die zahlreichen Mietwohnungen am Wetzlarer Weg und die schmucken Einzelhäuschen in der Landmannstratze. Im Anschluß daran erstatte Rechner Haas den Jahresbericht und berichtete über das Ergebnis der Jahresrechnung 1912 der Genossenschaft und der Elisäbeth-Kleinkinder- schule. Die Ergebnisse sind erfreulich. Als Nachfolger für Herrn Döring wird Kaufmann Louis Wolff zum Vorsitzenden der Genossenschaft gewählt. Die Wahlen für den Aufsichtsrat ergaben die Wiederwahl des ausscheidenden Vorsitzenden, Dr. Krausmüller, sowie die Neuwahl von Oberpostschassner i. P. Volpert und Kaufmann Karl .Löttgen für ein verstorbenes Mitglied und den zum Vorsitzenden gewählten Herrn Wolff. Der Vorsitzende teilte noch eine Entscheidung des Bundesrats mit, nach der die Genossenschaft auf Grund ihrer im letzten Jahre geänderten Satzungen von der Bezahlung der Wertzuwachssteuer bei Verkäufen befreit sei, dagegen wegen eines mehrere Jahre zurückliegenden Grundstückverkaufs nicht befreit werde»» könne. Oberbibliothekar Dr. Heuser stattete dem Vorstand und Aufsichtsrat den Dank der Genossenschaft ab für ihre Tätigkeit im verflossenen Jähr. •• Der Kreis-Ziegenzuchtverein Gießen hält am Donnerstag, 29. Mai, nachmittags, seine Hauptversammlung in Grünberg im .Hirsch" ab. ** ßit dem Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten teilt uns Stadtv. Dr. Ebel mit, daß nicht er, sondern Stadtv. Eichenauer sich über die Aufführungen in einem hiesigen Kinematographen beklagt.. Landkreis Gießen. □ Garbenteich, 25. Mai. Das H a s s i a b e z i r k fest des Bezirks Gießen wurde heute hier in Verbindung mit dem 37. Stiftungsfest des Kriegervereins abgehalten. Zu dem Feste hatten sich 36 Kriegervereine aus den Bezirken Gießen, Lich und Butzbach eingefunden, so daß sich ein langer Festzug durch das geschmückte Dorf bewegte. Sehr schön'war der Triumphwagen der Germania. Auf dem Festplatz sang der Gesangverein „Viktoria" einen Be- grüßungschor. Der Vorsitzende B rieg el begrüßte die Gäste, die Festrede hielt Bezirksvorsteher Lehrer Ta ab. Die vom Kaiser verliehene Fahnenschleife übergab Regierungsrat Welcker-Gießen. Fräulein E. Heller überreichte namens der Jungfrauen einen Fahnennagel und Herr Mohr für die „Viktoria" einen Fahnengurt. Pfarrer H e pd in g gedachte der großen Zeiten von 1813—1815 und 1870/71. Den Schluß des Festaktes bildeten Chöre der Gesangvereine „Liederblüte" und „Frohsinn". ? Lang-Göns, 26. Mai. Am Samstag nachmittag hielt Kreis-Feuerwehrinspektor Loos von Gießen eine Besichtigung unserer Feuerwehr ab. Es wurde ein Brandangriff gemacht, der sehr gut verlief. Herr Loos ließ die Führer zusammenrufen und sprach sich sehr lobend über die sehr guten Leistungen aus. — Dau bringen, 26. Mai. Der hiesige Ziegenzuchtverein will am 27. Juli eine Verlosung veranstalten. Es kommen reinrassige Ziegen und Lämmer, sowie Haushaltungsgegenstände zur Verlosung. Die Feier beginnt an» Ziegenpark wie voriges Jahr. Alle Kleintierzüchter werden eingeladen. g. Großen-Linden, 26. Mai. Der im letzten Winter gegründete Schützenbund „Krofdorf-Gr.- Linden - St ein d o r f" hielt gestern hier sein 1. Bundesschießen ab. Jeder Verein stellt fünf Bundesschützen, die je 3 Schüsse abzugeben haben. Als erster mit 143 Ringen ging der Schützenverein Krofdorf hervor, zweiter mit 143 Ringen war Großen-Linden und mit 111 Ringen Steindorf. Es umren drei Geldpreise vorgesehen, nämlich: 1. Preis 15 Mark, 2. Preis 10 Mark und 3. Preis 5 Märk mit je einer künstlerisch ausgeführten Urkunde. Die BeteiliHUng an dem Vereinsschießen war sehr lebhaft. Auch lnerin wurde, 13-Ringscheibe, auf 100 Meter geschossen. Es gab 15 Werkpreise, wovon Krofdorf 6, Großen-Linden 5 und Steindorf 4 errang. w. Muschenheim, 26. Mai. Beigeordneter Heinrich Eifer wurde einstimmig zum Bürgermeister gewählt. Der Gegenkandidat Heinrich Decker VI. zog seine Kandidatur zurück. Von 158 Wahlberechtigten mochten 132 von ihrem Wahlrecht Gebrauch, drei Stimmen waren ungültig. Kreis Büdingen. X Nidda, 26. Mcri. Auf der Rückreise von seiner zweitägigen Wanderung durch den Vogelsberg traf gestern oer Rin n ' sche Männer chor von Wetzlar in Krafts Garten zu längerer Rast ein. Der Männergesangverein Sängerkranz hatte sich zur Begrüßung eingefunden. Abwechselnd trugen beide Vereine gutgeschulte Chöre vor und trennten sich mit dem Wunsche: „Auf frohes Wiedersehen 1914". -- In der verflossenen "Nacht lam es auf dem Marktplätze zwischen einigen hier beschäftigten Monteuren für elektrische Anlagen und hiesigen Burschen zu Streitigkeiten, wobei auch von Revolvern Gebrauch gemacht wurde. Ein junger Schreiner von hier erhiell einen Schuß in den Unterleib. /< Bad Salz Hausen, 26. Mai Gestern fand das erste Mititärk o n zert, ausgefübrt von der Kapelle des Gießener Regiments, im Park statt. Ein ausgewähltes Programm wurde fein ausgcführt. Viel Beifall fanden die beiden Stücke „Tie Völkerschlacht bei Leipzig (15 einzelne Stücke, von der Reveille im Lager bis zu dem „9hm danket alle Gott" und 2. der Naturfreund 20 einzelne Melodien, die das Leben im Wald vom Tagesanbruch bis zum „Gute Nacht", darstellten' Unter den hier weckenden Kurgästen befindet srch Freiherr von Hehl zu Herrnsheim aus Worms. Kreis Schotten. 8t. S ch o t t c n , 24. Mai. Gemeinderatssitzung. Anwesend: Bürgermeister Kromm, Bcig.^Zinser, die Gemcinderats- mckglieder Hofiwann, Merski, Pröscher. Schlitt, Schlörb VIII., Weitz, Zeunges und Schlörb V. Auf die Eingaben der beiden größten Verbände deutscher Handlungsgehilfen erklärt sich der Stadt- rorstand grundsätzlich mit der Einführung des 1-Uhr- Ladenschlusses an Sonntagen einverstanden, wenn eine gleiche Regelung auch in den Nachbarstädten erfolgt und die hie- 1 figen Ladcnbesitzcr damit einverstanden sind. Es soll zunächst eine Versammlung der Interessenten ei-nberusen werden. —■ Vom Kreisamt wird die Errichtung eines städtischen Schlachthauses angestrebt. Nachdem der Stadtvorstand von der kreisamtlichen Verfügung und dem Gutachten des Kreis- voterinäramtes Kenntnis genommen, entsvinnt fick über diese Frage eine lebhafte Aussprache. Man ist allgemein der Ansickt, daß dieses Gutachten die Verhältnisse allzu kraß hingestellt lucke: so sei es in Wirllichkeit nicht, man müsse gegen diese Ausführungen Stellung nehmen. Der gute Ruf der Schottener Fleisch- und Wurstwaren sei auch ohne Schlachthaus immer noch vorhanden und man brauche dessen Verlust nicht zu befürchten: die Metzger würden für seine Erhaltung und Erweiterung das ihre tun. Ein guter Beweis dafür, daß hier gute Waren hergestellt würden, sei die Tatsache, daß alle einmal hier tätig gewesenen B'amten von Schotten Fleisch- und Wurstwaren beziehen. Tie Metzger bitten in einer Eingabe den Staotvorstand, gegen die Errichtung eines Schlachthauses zu stimmen, da die meisten von ihnen im Besitze konzessionierter Schlachthäuser oder Schlacktstatten seien und sie in der Errichtung eines Schlachthauses große Ausgaben erblicken, die unbedingt zu einer Verteuerung der Fleisch und Wurstwaren führen müssen. Durch den großen Unterschied in der Zahl der Schlachtungen im Winter und Sommer bedingt die Errichtung eines Schlachthauses dahier nicht unerhebliche Ausgaben, die den vom Kreisamt angenommenen Betrag von 15 000 Mark doch wesentlich übersteigen dürften. Die Beschafiung des Baukaoitals ist nach den seither gemachten Erfahrungen schon sehr schwer: ferner hat die Stadt Schotten zunächst nock nötigere Aufgaben zu erfüllen: cs wird nur an die Erweiterung der Kanalisation, die Kanalreinigungsanlage, die Herstellung von Wegen, Straßen und Fußsteigen, Finanzamtsneubau, Erbauung einer Rektorwohnung und die große Renovierung der Stadtkirche hin- gewiesen, welche Projekte sehr große Summen erfordern und die Schuldenlast der Stadt Schotten ganz bedeutend erhöhen. Von einem in der Sitzung anwesenden Metzger wird mitgeteilt, der frühere Kreisoeterinärarzt Dr. Scheibet habe ihm gesagt, Schotten brauche noch lange kein Schlachthaus zu bauen, da müßten erst andere, größere Städte, wie Nauheim, Butzbach und Friedberg, wo die Verhältnisse ebenso liegen, Schlachthäuser bauen. Tie durch die neue Polizeiverordnung geforderten Einrichtungen würden die Metzger Herstellen und der Stadtvorstand habe dann gar keine Ursache^ sich mit der Errichtung eines städtischen Schlachthauses zu beschäftigen. Die Abstimmung ergibt einsttmmige Ablehnung der Errichtung eines Schlachthauses. — Wegen Herstellung d e s im vorigen Jahre zurückgestellten Fußsteigs bezw. Plattenbelags vor dem Schlittschen Anwesen in der Bahnhofstraße sollen zunächst über die Art und die Kosten der Befestigung des Plattenbelags an der Grundstücksseite Erhebungen angestellt werden. — Als Hilfsfeldschützc, dessen Dienstteit vom 1 April bis 31. Oktober bestimmt ist, wird Heinrich Lauser gewählt. — Die durch den Tod des Ochsen Wärters Georg Straub II. frei- gewordene Stelle wird dem Johannes Schaub übertragen.,— Derselbe wird auch zum Nachtwächter anstelle des verstorbenen Christian Stein gewählt. — Der vorgelegte und im einzelnen erläuterte Voranschlag der höheren Bürgerschule für 19 14, abschließend mit 23845.— Mark und einen städtischen Zuschuß von 6400.— Mark vorsehend, wird genehmigt. Kreis Friedberg. tn. Langenhain, 25. Mai. Allmählich Irirb die bereits berichtete Belästigung des hochbetagten Pfarrers Jakob-vwsky durch nächtliche'Besuche unerklärlich. Nack>- dem die vergangene Woche ruhig verlaufen war, wurde dem Pfarrer in der Nacht auf Sonntag wieder ein Besuch adgestattet. Zwischen 12 und 1 Uhr schwang sich ein Mann über die Gartentür und gab, als er sich von zwei in der Waschküche verborgenen Wächtern-bemerkt sah, einen Schuß ab, so daß die Wächter sich nicht aus dem Versteck hervor- wagten. Der im Pfarrhause schlafende PollKeidiener öffnete erst die Haustüre, als der Eindringling wieder den Rückweg über den Gartenzaun genommen hatte. Es luiire Zeit, daß die Gendarmerie dem Unfug ein Ende macht denn nach und nach glaubt unsere Bevölkerung; daran, daß es im Pfarrhause „spukt", weil die Untaten immer in der Mitternachtsstunde ausgefuhrt werden. □ O st heim, 25. Mai. Ein Ei n'b ru chs d i eb st ahl wurde im Hause des Bürgermeisters Gatzert verübt. Der Dieb stahl eine goldene Uhr und ein Fahrrad. Als er beide Sachen in Friedberg verkaufen wollte, wurde er verhaftet. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 26. Mai. Ein schweres Un- glück ereignete sich heute mittag auf dem Truppenübungsplatz. Die reitende Batterie des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 25 war zu einer Uebung anSgerücft; plötzlich ging das Pferd des Einj.-Freiw. I. Rühle aus Elberfeld, der seit dem Herbst seiner Militärpflicht genügt, mit seinem Reiter durch nach dem nahen Wald. Dort verlor R. den Halt, stürzte und imirbe eine Zeitlang geschleift. Er erlitt dabei schwere Verletzungen am Kopf, so daß er nach dem Garnifons- lazarett gebracht werden mußte, wo er nach kurzer Zeit starb, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Die Eltern des jungen Menschen kamen hetite abend hier an. rm. Darmstadt, 27. Mai. Der 21 Jahre alte Student Wilhelm Finjaver hat sich, nachdem er einen Brief von zu Hause erhalten hatte, in der Wohnung eines Freundes erschossen. Die Sache ging so rasch, daß der am Tisch zeichnende Freund den Selbstmord nicht verhindern konnte. /^Traisa, 26. Mai. DaS goldene Jubiläum deS Gesangvereins .Eintracht" fand am Sonntag in Verbindung mit einem GesangSwettstreit statt. Am Wettstreit nahmen 18 Vereine teil. Das Wettsingen fand in zwei Stadtklassen und drei Landklafien statt, die 6. Klasse bildeten, die noch nicht preisgekrönten Vereine. Nach den Gesangsvorträgen der teilnehmenden Vereine fand abends die Preisverteilung statt. In der 1. Landklasse erhielt den Ehrenpreis und 1. Preis mit 240 Punkten der Gesangverein .Eintracht"- Klein-Linden. m. Offenbach, 26. Mai. Aufsehen erregt daS Verschwinden deS Bataillonsschreibers des 2. Bataillons deS Infanterie-Regiments 168, Feldwebel Lindemann. Die bisherigen Feststellungen haben ergeben, daß Lindemann in der Nacht zum Freitag vom Frankfurter Hauptbahnhof in der Richtung nach Metz abgefahren ist. Der Deserteur soll über größere Barmittel verfügen und einen umfangreichen Briefwechsel mit Italien und Frankreich geführt haben. Ob der Verrat von militärischen Geheimnissen mit seinem Verschwinden zusammenhängt, ist noch nicht festgestellt. Tie Militärbehörde bewahrt strengstes Stillschweigen. Lindemann ist 30 Jahre alt, ledig und stammt aus Hanau. Kreis Wetzlar. — Hohensolms, 26. Mai. Nachdem die Schutt- massen von dem Brande auf dem Fürstlichen Hofgut entfernt sind, kann der Wiederaufbau auf den alten Grundmauern in Angriff genommen. Sonstige Neubauten sind für dieses Jahr nicht vorgesehen. Maurermeister Roth baut die Schule in Königsberg. r. Mudersbach, 26. Mai. Die Straße Groß- Altenstädten-MuderSbach ist jetzt auSgebaut und auf gl genießen. (8t3V. 8 jnlichl Seife 1 Garnierte Damenhüte A. Salomon & Cie empfiehlt a*/4 Edgar Borrmann, Giessen Neustadt 11 Telephon 165 Haus- und Kttchengcrtttehundlung. Bitten um Besichtigung unseres Hut-Fensters noch die Eisenbuhnaufmerksam machte. n, bit Geschenk Wilhelm Schmidts, des früheren Präsidenten des deutschen Kriegerbundes. finden Sie bei uns noch eine Auswahl von mindestens 200 Stück — Um zu räumen verkaufen wir dieselben jetzt mit Haupt-Preislagen jetzt M. 950 750 600 5^ Er sah in seinem Zustande weder die Bahn schranke. Als ein Mi fahrender ihn darauf war cs bereits zu spät. * Tas er st e Bismarckdenkmal im Riverview-Park von Chicago enthüllt hat bei einfacher Verwendung unübertreffliche Wirkung und ist daher so beliebt, dass sie den grössten Umsatz allerjeifen der Welt hat! Nicht nur bei feinen Stoffen etc., sondern bei jeglichem Material erweist sie sich bei grösstem Remiqtmgswermögen als sparsam, weil sie sehr ausgiebig ist! Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen h'ir Mittwoch, den 28. Mai 1913: Gewitter, sonst meist heiter und trocken bei wellig veränderter Temperatur. Blumentische Blumenkrippen Blumenständer bei ms Ph. Henkel Möbelhdl., Sonncnstr. 14 vereinLnachrichten. n. Lollar, 25. Mai. Der Eisen bahn verein Lollar und Umgegend unternahm an den beiden legten Samstagen seine Sommerausflüge nach Braunfels. Der Wetzlarer Verein hat Homburg und die Saalburg als Ziel gewählt. Nächsten Mitt- woch folgt die zweite Fahrt, sie benlitzt die neue Bahn durch das Solmsbachtal. Schwarze Satin-Blusen mit Spitzen, Einsatz od. Stickerei zu Mk. 7.00, Q00 an/6| 5.00, 4.00, t) A. Salomon & Cie. >!!!«! IEMH HantansscMäge - Flechten Beinleiden. Tausende, Personen Jeden Standes, verdanken ihre Heilung unserer Broschüre mit bewährten Heilanweisungen einer erfahrenen Krankenschwester. Kostenloser Versand an leder- marm durch die Debckn-Centrale in Wiesbaden B. 92 in Amerika ist worden. Es ist ein Vermischte». * Der Herzog von Cumberland, der für die Unterbringung und sorgsamste Pflege des durch sein Automobil verunglückten Knaben K ü n i ck e in der Charitec sorgte, ließ gestern vor seiner Abreise dem Knaben auf seinem Krankenlager eine goldene Uhr mit der Widmung „Zum 24. Mai" mit einem Gruß überreichen. Das Besinden des Knaben hat sich wesentlich gebessert. * Oberbürgermcistorwahl in Freiburg. Aus Freiburg i B., 24. Mai, wird gemeldet: In der heutigen Festsitzung des Bürgcrausschusses wurde anstelle des nach 25jähriger Tätigkeit zurücktretcnden bisherigen Oberbürgermeisters Dr. W i n - ter er mit allen 106 abgegebenen Stimmen der bisherige erste Bürgermeister der Stadt Dr. Thona gewählt. Dem scheidenden Oberbürgermeister wurde das Ehrcnbürgerrecht der Stadt verlieljen und ihm von der Stadt ein kostbarer Tafelaufsatz gewidmet. Sein Ruhegehalt wurde über die gesetzliche Norm hinaus in anbetracht seiner Verdienste auf 75 Prozent festgesetzt und abgerundet auf 17000 Mark, während das Gehalt des neuen Oberbürgermeisters 18 000 Mark beträgt. * !EinMord fürachtMarkTrinkgeld. Aus Buda- pest wird gemeldet: Einer Meldung aus Dev a zufolge veranlaßte der durchgefallene Nicksterkandidal Todoreszk seinen Diener durch ein Trinkgeld von acht Mark den Richter B u z d u - gan zu beseitigen. Der Diener schlich des Nachts in das Hans des Richters, steckte eine Thnamitpatrone unter den Kopf des Schlafenden und zündete die Schnur an. Dem Richter wurde durch die Explosion der Kopf zerschmettert. Ter Mörder und sein Herr wurden verhaftet. * I m Wahn. Aus Landsberg tWarthe) wird gemeldet: In A l t e n s o r g e schoß der 50jährige Mühlenbesitzer Großwinvt, welcher glaubte, infolge einer Operation arbeitsunfähig zu werden und seine Familie nicht mehr ernähren zu können, auf seinen erwachsenen Sohn, den er durch die Hand traf, und auf seine Frau, ohne sie zu verletzen. Dann machte er durch einen Schuß feinem Rieben ein Ende. * Schwererer Unfall bei einer Prozession in Wie n. Bei der Fronleichnamsprozession des 17. Bezirkes ereignete sich eine Schreckensszene. Ein Motorwagen der Straßenbahn fuhr in eine Gruppe von Zuschauern, zwölf Personen wurden niedergestoßen und verletzt. * Direkter Wagen Fran k f u r t—L u z e r n. Der um 11.58 Uhr von Frankfurt über Mannheim abgehende D Zug Nr. 70, der seither nur direkte Wagen nach Neustadt und Basel hatte, erhält vom 1. Juni ab direkte W a g e n n a ch Luzern. * Seit st 4 Tagen bewußtlos. Im Allgemeinen Krankenhaus in Mannheim hat man zurzeit einen seltenen Fall. Am Pfingstmontag wurde ein hier in Arbeit stehender junger Schlosser, .Hermann Rhein aus Wiesloch, bei einem Naufhandel durch einen Schlag auf den Kopf zu Boden fleftrc.it. Rhein wurde bewußtlos ins Krankenhaus überführt, aber es ist bis I)eilte*noch nicht gelungen, ihn zum Bewußtsein zurück- zurufen. * Das lAutoMobilunglück bei Itzehoe ist, wie die Untersuchung ergab, durch die Schuld des Chauffeurs Warbka verursacht worden. Dieser brachte sich nach reichlichem Alkoholgenuß widerrechtlich in den Besitz des Automobils und fuhr dann in rasender Geschwindigkeit die Chaussee entlang. Universitäts-Nachrichten. — Der Kartelltag des' Eisenacher Kartells A k a d. TheoI. Vereine (E. K.) fand vom 13. dis 15. Mai in Eisenach unter dem Vorsitz des iAkad. Theol. Vereins Gießen statt. Er begann mit einem Spaziergang nach der Wartburg, worauf abends die Begrüßung im Karthäuser Hof stieg. Der nächste Tag war durch einen wissenschaftlichen Vortrag, den Pfarrer Herman n (Nidda) hielt und durch geschäftliche Sitzungen ausgefüllt. Wie auf früheren Psingsttagungen wurde mich diesmal wieder ein Kranz am Lutherdenkmal niedergelegt. Nach dem Ernst der Verhandlungen kam die Geselligkeit zu ihrem Rechte. Durch einen Kommers wurde das Z9jährige Stiftungsfest des Kartells, dem 14 Vereine angehören, gefeiert. Den Abschluß der Tagung bildete ein Exbummel über die Hohe Sonne nach Ruhla. ItttMtöjlOOOOM. bar ohne Abzug für nur 1 Mark in der Giessener Geld-Lotterie zu gewinnen. [8486 Lose bei allen Lose-Berkäufern zu haben. General-Vertrieb: Nuchackcr, Neuen Baue 11. Daselbst 11 gemischte Nummern für 10 Mark. Porto u. Liste 25 Pfg. mehr. Nachnahme teurer. Mich fcitb bie Wnrreti Mißlich. Nach- gen roat, wurde oicbe: ein Äeiuch ntz sich ein Mann von zwei in der sah, einen Schuß n Scheck hervor- hyibicncr öffnete riebet ben M- Kitte 6^ rväre •in sHade mck wNerung W, totalen immm ^chsdieb stahl Ratzert oenwi in Z^hrrad. W rvollte, wurde er Gartendünger und beste keimfähige Sämereien Baum wach* und Baut empfiehlt (2231 Central Drogerie Emil Karn, Schuletr. a-A 1 über birf. ~ 191 br S Mage “ '?rr hin. Uelll en ursch' und " in ,ntTneJ beding! die MheblicheM ertrag von i500() L yfwnunq des N^nm'schon ütfet noch nötigere lerun9 der Kanali- v°n Kegen, (rrbanung einer r ^tadikirche hin. Ordern und bie nb erhöben. Von irb mitgeteilt, der m aoagi, Spotten n’ müßten erst und tzriedberg, n» bauen. Tie durch tungrn würden die Mn gar seine llr- oen Schlachthauses invmge Ablehnung 'n Herstellung lgsberm.Mien- >ahnbosstraste sollen igung des Platten- gestellt werden. - MDt 1. April bis r gewählt. - Sie 1 Straub ü. frei« bcnragen. - Ser- t de- verstvckne/i md im cin^lnm Bürgerschule John s Waschmaschinen Badewannen Schornsteinaufsätze Kartoffeldämpfer Rasenbleiche Seifenpulver Moderne, niedere Form äuß. bequemes Trag., Kfl la. Qual., alle Weit. Pf. du a”/8 Giessener Konzert-Verein Mittwoch, den 28. Mai 1913. abends 7 Uhr pünktlich, in der Stadtkirchc mit einer Hauptprobe am Dienstag, 27. Mai, abends 6V2 Uhr ben Kreis übernommen roorben, an beiden Seilen der Straße werden Obstbäume gepflanzt. Hessen-Nassau. h. Marburg, 25. Mai. Auch hier bringt man der silbernen Hochzeit des Prinzen Heinrich Interesse entgegen. War doch Marburg die erste Stadt auf preußischem Gebiete, in der vor fünfundzwanzig Jahren die Braut, Prinzessin Irene von Hessen, begrüßt werden konnte. Als der geschmückte Sonderzug am 25. Mai 1888 in den hiesigen Bahnhof einlief, hatten sich dort außer Dielen Zuschauern die Spitzen der Behörden aus Kassel und Marburg, das Offiziert'orps des IägerbataillonS mit einer Ehrenlovchagnie, zahlreiche Abordnungen aus Stadt und Land, die Vereine und die Schulen eingefundcn. Nachdem die hohe Braut von hem1 Oberpräsidenten von Hessen-Nassau, Graf von und zu Eulenburg, begrüßt worden war, überreichten ihr weißgekleidete Mädchen und junge Damen aus Marburg, sowie 12 Hessenmädchen in ihrer bunten Tracht Munrenspenden. In Begleitung ihres Vaters und ihres Bruders, sowie des übrigen Gefolges schritt sie nach erfolgter Vorstellung der Behörden die Front der Ehren- kolmpagnie ab und dann begaben sich die Herrschaften in ihren Salonwagen zurück, worauf der Zug unter dem brausenden Jubel der Menge die Fahrt nach Berlin fortsetzte. — Die Fleischerinnung setzte den Preis für gewöhn- Mes Schweinefleisch auf 90 P f g. herunter. Bratenstücke Dosten 95 Pfg. und Koteletts sowie Speck 1 Mk. r— Ein jUN gier Mann von hier, der angeblich eine kleine Strafe zu verbüßen hatte und deshalb das Weite suchte, hat sich bei der französischen Fremdenlegion anwerben lassen. Er schreibt jetzt, daß er seinen Entschluß bitter bereue. — Das heutige Schaufliegen war zahlreich besucht; die meisteu Zuschauer hielten jedoch die Landstraßen und die Höhen zwischen Marburg, Wehrda und Cölbe besAt. Mü rau- Gelsenkirchen stieg viermal auf und flog über das Lahntal bis nach Wehrda hin und zurück, die Landung ging dreimal gut, das letztemal geriet er beim Gleiten über die Wiese mit dem Vorderteil seines Grade-Apparates in einen Graben, wobei die Propeller etwas beschädigt wurden. Frl. M ö h r i n g - Mainz flog in geringer Höhe eine kurze Strecke und mußte bann landen, später kehrte sie wieder in ebenfalls sehr nie- drigem Flug zum Startplatz zurück. Heil. ,, schweres Hn* n Truppenübung?' Irtillerie.Regm'cE plötzlich ging ° eiben». mit !-«7 ”, ,-u, R, den Hani »fc e® * ch betn®«*1* haben. ®'= 611,1 116 n°W" ’S Bohnung” <0 M. ?• * 'ch nicht N-ch UBfonfl‘fl*% V irt Giessener buiULotterie zum Besten des 2660 FluRfcutes in Giessen am Pfingstsonntag. Bar Geld ohne Abzug. 1492 Geldgewinne 21000Mk. Hauptgewinn lOOOOMk. Ziehung am 3. Juni 1913. IneoälM sind bei allen Lose- LUÖü u 1 Hl, verkäuf. zu haben. Gener.-Vertrieb Bnchacker, NeuenBäue 11. Das. 11 Lose fürlOMk. Für Liste u. Porto 25 Pfg. mehr. Nachn. teurer. Amtliche Bckanntmachuugen der Stadt Gießen. Städtische Pflichtfcucrwchr. Mittwoch, 28. Mai 1913, abends 8'. Ubr, An treten her alten und neuen Mannschaften auf dem Brand« platz am Turmbaus. Versäumnisse werben gemäß Artikel 13 der Landes« seuerlöschordnung und § 368 Zifser 8 des Neichöstrafgesetz» buchs bestraft. Die zur Entlasfutta kommenden Mannschaften baben die "Armbinde abzuliesern. ________________BMA> Freitag, den 30. Mai 1913, nachmittags 5 Nbr, werden auf dem StadtbauS Saal 11 — die Wirnchafts ballen ans dem Picbmarktplaü öffentltch mctftbietenb verpachtet 15 '• Letzte Nachrichten. Die neue Bahn Kö l n — Düsseldorf. :|: Köln, 27. Mai. (Priv.-Tel.) Die Eisenbahn per * waltung plant die Erbauung einer möglichst graben vier- gleisigen Bahn von hier itach Düsseldorf, die über eine bei Flehe zu erbauende Brücke geführt werden soll. Später sollen sänttliche Züge zwischen Köln und Düsseldorf mit möglichst geringer Fahrzeit über die Strecke geleitet werden. 1 Ein H a n s e i n g e st ü r z t. Aachen, 27. Mai. Das Restaurationsgebäude „zu den St ei nett" ist heute früh ein gestürzt. Neben dem eingestürzten Gebäude werden gegenwärtig Ausschachtun g S a r b e i t c n für ein Waren ha us vorgenommen, die wohl die Ursache der Katastrophe waren. Tie Bewohner hatten schon in der Nacht das Haus verlassen, da sie durch verschiedene verdächtige Geräusche gewarnt worden waren. Der Konflikt ztvischen den Balkanverbündeten. ch. Bel g r ad , 27. Mai. (Priv-Tel.) Tie serbische Negierung ließ in Sofia Einspruch gegen die Angriffe der bulgarischen Truppen auf die Griechen erheben. Wenn die Angriffe iticht Qufhörten, werde Griechenland aus dem Balkanbund «ustreten. D a nt p f e r z u s a m m e n st o ß. London, 26. Mai. (Priv.-Tel.) Nach hier eingegangenen Nachrichten ist der Dampfer „Tainui", der nach London mit 314 Passagieren an Bord unterwegs war, an der spanischen Küste in dichtem Nebel mit dem Dampfer ,^nca" zusammengesloßen und hat beträchtlichen Schaden gelitten. Auf die funkentele- grapluscben Notsignale antworteten drei Dampfer. Ein Teil der Passagiere wurde auf das Schiff „Garth Castlew^ übernommen, der andere Teil verblieb auf der „Tainui", welche dann die Fahrt nach Coruna sortsetzle. Eine Reise des Präsidenten Poineavs nachEngland. Paris, 27. Mai. Präsident Poinearö wird, wie aus London gemeldet wird, am,.24. Juni nachmittags in Portsmouth eintreffen. Eine eigentliche Flottenrevue ftndet nicht statt. Am Mend ist im Bnckinghampalast in London ein Diner, am 25. vormittags iFrühstück in der Guildhall und abends Diner in der französischen Botschaft. Freitag früh kehrt der Präsident nach Dover zurück, von wo die Rückfahrt nach Calais an Bord der „Loire" erfolgt. Die tibetanische Frage. Tibet, 27. Mai. Die englische Regierung stimmte einem Vorschlag der chinesischen Regierung zu, jur, Regelung der tibetanischen Frage einen besonderen Gesandten zu ernennen. Die Verhandlungen, an denen auch Vertreter Tibets teilnehmen, sollen so bald wie möglich beginnen. Eine neue N o rb p o l r e i s e. New Port, 26. Mai. Der Nordpolsorscher Stefannsson rüstet im Auftrag der kanadischen Regierung eine aüf vier Jahre berechnete Forsck)ililgsreise aus. E i n e s i n n r e i ch e R e k l a«m c. Auf der Ersten Delikatessen- und Kolonialwaren Ausstellung, Berlin, beobachtet der^Besuck)er unter vielen anderen Schaustellungen ein im wahrsten Sinne Wortes originelles Ausstellungs-Objekt, das allgemeine Bewunderung erregt. Es stellt die in riesigen Dimensionen gehaltene Nachbildung des Völkerschlacht-Denkmals bei Leipzig dar, welche von der Mannten Firma Holländ. Margarine-Werke, Jurgens & Prinzen, Ä. m. b. H., Goch bme. Prinz-KmM-N«g in Cieiien Origiualaufnahme der B. K. L. [aS7/5 AuOerdsni intersssaDte und amüsante Scbaunumnierß! Programm v. 27.—30. Mai Hervorragender Schlager! IL Gastsviel des berühmtesten und größten Schausviclers Italiens Commendatore E.Zaswm in dem großen 3-aktigen Drama tachota Gemeinnützige Gesellschaft für Liciil-, M- üd Äm-W an der Lahn. D2% Eintrittskarten sind bei Badediener Müller an der Badeanstalt zu haben. Studenten haben Ermäßigung. Aus nach LadiSi-Tiroll Entzück. Alvenlustknrort, altrenomm. Schwefelbad. Pens. M. 4.70. Prosp.fr. d. Pr.Slllllcr, Ladis bei Landeck. iO"2/« 8WM Heute zum letzten Male der grosse Kunstfilm Ein iHsgestoOener Ein Roman in 4 Akten mit dem berühmten amerikanischen Tragöden Theodore Burgarth in der Hauptrolle. Steins Garten Donnerstag, den 29. Mai 1913 Militärkonzert znm Besten des Invalidendankes Anfang 815 abends- IC*%] Eintritt 50 Pfg. ” Zum Regiments - Jubiläum! Füp Wärt® ! 1200 Stück Bamast-Servietten 40/40. gesäumt, Stück 28 Pfg. ^aasfhaus Giessen k 14 Bahnhofstrasse 14 319i » I_____M " " UHI8 K Seine Schwiegermeller Die Grille und die Ameise Komisch. Wissenschaftlich. Und das übrige erstklassige Programm. Vom Banne befreit Dramatisches Bild aus dem Leben in 2 Akten. Das Neueste aus aller Welt. (3500 Columbo Herr!. Naturaufnahme Eine Militärhumoreske mit Arnold Rieck. $86 schuldige Baby Aus d. Leben ein. Kindes FlüchtigesGM Drama in 2 Akten. Es spielt die bekannte Künstlerin Lia Lind in der Hauptrolle. Ä&Cafe Ebel sä» Aeltestes Speisehaus am Platze. 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