Irr. 147 ack ab- 1000®' ?ssen richtungii ?□ MMIöMSW hnßft I pM W® Der einlassen. B|B'|BSE 0 1100 000 Waggons mtlhv'dttejtaii.B Telephon 733 g 2DDODDQDQDODQODC: £ 00 Erscheint ISglich mit Ausnahme beS Sonntags. ®vir werden an einzelnen Unstimmigkeiten nicht das Gesetz scheitern lassen. Der Widerspruch des Herrn Landsberg geht viel zu weit. Es ist z. A. angesichts der Bestimmungen des § 7a nicht denkbar, das-, die gerügte preußische Praxis auf das ganze Reich übertragen wird. Das Gesetz wird die deutschen Interessen ausrechterhalten und bedeutet einen außerordentlich wesentlichen Fortschritt. Wir begrüßen auch die Resolution Bassermaiin, eine Zentralstelle im Auswärtigen Amt zu begründen, um denjenigen Deutschen, die im Ausland: Unternehmungen lii'terhalteu, es zu erleichtern, die deutsche Staatsangehörigkeit zu behalten oder gar zu erwerben. Das Gesetz ist geeignet, auch unsere Wehrfähigkeit zu stärken ,-nd vor allem in unseren Ausländsdeutschen das Gefühl der festen Zugehörigkeit zum deutschen Vaterlande zu erwecken. Abg. Bernstein (Soz.): In seiner jetzigen Gestalt steckt das Gesetz voller Fusion a e l n. Der Staatssekretär meinte, mit unseren Anträgen sei cd unannehmbar Wir warten das ab, ein solches Gesetz muß kinuial kommen. Wir lehnen es aber ab, wenn es in seiner Wirkung außerordentliche Gefahren mit sich bringen muß. Abg Dr Landsbcrg (Soz.): Dis preußischen Behörden, deren Praxis in bisheriger Zeit ’C Viele Mißbräuche gezeitigt bat, die aber solche Mißbräuche stets bcsiritten haben, verdienen kein Vertrauen und gegen sie schafft das Gesetz keine Gewähr. Abg. Dr. Blnnck (Vp.): Tic Log!) der .Kollegen Bernstein und Landöberg ist sehr an- fcditbnr. Mißbräuche, die wir als pieußische Praxis bezeichnet haben, sind durch die Fassung des Gesetzes aiisgeschlosscu. . Damit schließt die allgemeine Aussprache. ' In der Cinzelberatung kommt Abg. Haussen (Däne) Mb. Deutscher Neichstag. 169. Sitzung, Mittwoch, den 25. Juni, ni Tische des Bundesrats: Delbrück. . Präsident Dr. Kacmpf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr. Trille Lesung öes Aaaksangehörjglelksgesetzes. icr Kunst, Wigentchaft, Moral einander nahestehenden auch redjt» hd) aiqnmmcnfmbcn. Ein einheitliches Echeckrecht ist ja in Vorbc- rcitung, hoffentlich auch bald ein Oligationenrecht und ein ein- Zeitliches Handelsrecht. Man hätte den Reichstag mit einer rvraktionSvertretung nicht von den Vorkonferenzen ausschließen sollcii. Bedauerlich ist die Richtbeil iligung der Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien. Abg. Dr. Belzer f^entr.): ein überaus erfreulicher Erfolg erzielt worden; hoffend nch ichliegen sich die beiden Grohstaaten, die noch draußen sind, bald der internationalen Verständigung an. TaS Abkommen wurde gekrönt werden durch einen internationalen Gerichtshof. .Vinn sollte zu den Vorkonferenzen in zukünftigen Fällen auch eine Kommission des Reichstags beraten lassen; bei solchen internatio. nalen Verhandlungen wurde sie der Regierung natürlich eine weite fiatitübc lassen. Abg. Dr. Junck (Nciil.): , - G8 ist in der Tat unerfreulich, daß der eine Faktor der Gesetz, gebung hier einfach ja oder luin sagen soll. Erfreulich ist dabei nur, daß unS erst die neu? Wechselordnung vorgelcgt werden soll und daß die Ratifikation des Abkommens nachfolgt. Schon d>« bisher ge Debatte zeigt, daß d e deutsche Volksvertretung das Ab- kommen freudig begrüßt, und cs märe nur zu wünschen, daß wir bei internationalen Abkommen stets so ausgezeichnet vertreten mären. Wir stimmen ohne Kommissionsberatung zu. Abg. Dr. Giese (Kons.): Wir begrüßen gleichfalls das Abkommen und danken unseren Vertretern auf der Haag.r Konferenz, ebenso mic der nieder- m>n^''c^cn Negierung. In der Hauptsache ist unser gutes altes Wechielrecht aufrecht erhalten morden. Der Gedanke eines Welt, tvechselgerichts ist uns sympathisch. Abg. Dovc (Vp.): Der Ausbau der internationalen Abkommen ist in der Tat eine ,yr:cbcn^arantic. Man macht konstitutionelle Bedenken geltend. Aber wenn ich mich international binde, muß ich aus der anderen Seite Zugeständnisse machen. Die Hauptsache ist doch, daß sonst der konstitutionelle Geist lebendig ist.° Unser Tank für das Zustandekommn des Abkommciis gilt zugleich dem internationalen Handelskammerkongreß. Möge sich auch England dem Abkommen bald anschließen. Abg. Wnrmutl, (Np.) spricht gleichfalls für das Abkommen. Ministerialdirektor Dr. Kriege: Dem Wunsche, dem Reichstag künftig von dem Ergeb« n i S internationaler Rechtskonferenzen so bald mic möglich Kenntnis zu geben, und zwar vor dem endgültigen Abschluß, werden mic entsprechen. Damit schließt die erste Lesung. Kommissionsberatung ist nicht beantragt. Das Abkommen rnird deshalb sofort auch in zweiter Lesung genehmigt. Entschädigung der Schössen und Geschwornen. Die Vorlage wird in dritter Lesung ohne Aussprache unverändert angenommen. , Nachtragsetat für das Statistische Amt wird o.;nc Aussprache in erster und zweiter Lesung angenommen. Zweite Lesung des Mehr'ueMgs. Iwial-rt* sSS-Ts- ”n4.L..,nl 5 baus» Staatssekretär des NcichSschatzamtes Kühn: Ter Grundgedanke des Vorschlags der Regierung ist aus all. gemeine Zustimmung gestoßen. Er wollte das Vermögen in ge- rechter Weise erfassen. Natürlich bleiben da immer Mängel bc» neben Die Kommission hat versucht, diesen Mängeln abzuhelfen. Lne nt dabei fast in das entgegengesetzte Extrem verfallen, denn oaß pe trotz langer dankenswerter Arbeit, trotzdem alle Parteien nfn haben, nicht die allgemeine Zustimmung findet, dcw beweist die Richtigkeit des Erfahruiigssatzes, den ich in meiner Emfuhrungsrede dargelegt habe ,daß es nicht möglich Nt nut einer direkten Steuer dieLeistungsfähigkeitder U CJ r- vollkommen gerecht z u erfassen. Wahrend die Regierung im wesentlichen das Vermögen, dieses allerdings auf breitester Grundlage, zu besteuern gedachte, will die Roinmifpon in ziemlich weitem Maße das Vermögen von der 'Steuer frei lassen, dafür hat sie eine Art von einmaliger E i nt o m m e n s st e u e r in den Gesetzentwurf eingefügt ^re Regierungen sind der Meinung, daß ihr Vorschlag de r be er e war, trotzdem stimmen sic doch nicht in die Icharse Kritik eia, welche allgemein in der Presse gegen die arbeiten der Kommission eingesetzt hat. Diese Kritik beraubt sich leibst von vornherein der Möglichkeit jedes Eindrucks und jeder Beweiskraft, indem sie sich in maßlosen llcbertrcibun. g c n bewegt, sosehr richtigI) Man spricht von einem brutalen öingrin m das Privatvermögen, von einer .Konfiskation des 23c- utzes, von einer neuen Steuerära, die sich auf der einfachen Weg- nähme des Vermögens aufbaue und dergleichen mehr. Eingriffe in das Privateigentum sind bei jeder Steuergesetzgebung notwen- Ug. Der Gesetzgeber hat nur Sorge zu tragen, daß das zulässige Maß nicht überschritten wird. Die Frage des Maßes ist aber im wesentlichen abhängig Davon, ob es sich um eine einmalige oder dauernde Abgabe handelt. Wir haben jedenfalls eine neue Steuer- ara nicht angebahnt, denn ich kann auch bei diesem Anlaß nicht umhin, mit vollem Nachdruck zu 6 e, tonen,daßeinefoaußerordentliche Maßnahme, tote es die Fordern ng eines Wehrbeitrages ist, sich nicht wiederholen bar f. (Bravo rechts. — Heiter- mdMttnSoM ien( 'vr q. rassamen fir Zur S*«. ob" * * SS** Staatssekretär des Auswärtigen v. Jagow: Die Bestrebungen, ein einheitliches Wechselrecht für alle Kullurstaatcn zu schassen, reichen weit zurück. Schon in den fiebriger fahren wurde im Deutschen Reich der Versuch gemacht, zu einem einheitlichen Wechselrecht zu. gelangen, der aber ebenso wie em Versuch der belgischen Regierung gescheitert ist. Vor ungefähr sechs Jahren ist aus deutschen ö a n b c I § t r c i f c n eine neue Anregung ergangen. Besonders die Aeltesten der Kausiuannschaft uno an ihrer Spitze der jetzige Präsident des deutschen Reichstag? haben sich große Verdienste nach dieser Richtung erworben. Auch der deutsche Reichstag hat sich im Jahre 18U7 in einer Resolution im Sinne dieser Bc- ftrcbungei. ausgesprochen. Inzwischen hat die Reichsleitung den Gcdankeii aufgenommen und mit verschiedenen Staaten wegen der Berufung einer diplomatischen Wechselrechtskouscrcnz Fühlung genommen. Gemeinschaftlich mit der italienischen Regierung hat sic sich an die niederländische Regierung mit dem Vorschlag gewendet, eine W e ch s c l r c ch t s k o n f e r c n z na ch dem Haag einzu- berufen, wozu so gut wie alle zivilisierten Staaten eingeladen werden sollten. Die niederländische Regierung ist dieser Aiiregung dankbar entgegengekommen. Diese Haager Wcchselrechtskonfercuz trat 1910 zusammen. Außer Vertretern des Auswärtigen Amts und dcö Rcichsjustizamts nahmen als deutsche Delegierte auch der leider zu früh verstorbene Bankier Arthur Fischet daran teil. Am 23. Juli 1912 ist dann ein Abkommen unterzeichnet worden, dem fast alle Staaten des europäischen Kontinents sowie große Teile von Mittel- und Südamerika beigetreten sind. Es ist zu hoffen, daß auch mehrere noch außenstehende Konfereiizstaaten das Abkoinrnen unterzeichnen werden. Abseits stehen Großbitannien und die Vereinigten Staaten von Nordamerika, deren Vertreter erklärt haben, daß Iic nach der Verfassung ihrer Länder einem internationalen Vertrag über Wechselrecht nicht beitreten können. Wenn dies auch sehr bedauerlich ist, so bedeutet doch die Einigung der übrigen Staaten c i n c :i erheblichen Gcwin n für die gesamte Hande l treibende Welt. (Beifall.) Aber nicht bloß die kaufmännische Welt begrüßt das Abkommen, sondern auch in politischer Hinsicht ist es von großer Bedeutung, denn es ist ein neues B a nd zwischen den Völkern, das zur gegenseitigen Annäherung führen muß. (Lebhafte Zustimmung.) Die verbündeten Regierungen geben sich der Hoffnung hin, daß der Reichstag das Ergebnis der Haager Konferenz freudig begrüßen und dem Abkommen feine Zustimmung erteilen wird. (Lebhafter Beifall.) Staatsseretär des Reichsjustizamts Dr. Lisco: Das Abkommen wird zur Folge haben, daß dem deutschen Reichstag eine neue Wechselordnung für das Deutsche Reich vorgelegt wird. Dies wird bereits im Staatssekretär des Innern Dr. Delbrück? h.-witiü..?« ?IU?,cn "^ung hat der Abg. Haussen den Fall eines EJr“ .Leiters angeführt, der zu Unred;t des Diebstahls und oer Beamteiwelcuigung beschuldigt und auf Grund dieser Beschul- aUkOelUm.!Cn toorben sei. Nach den angestellten Er.iutte- wngen hat der Mann im Hause seines Tienstherrn eine vcr- Wioncne siommobe geöffnet und aus ihr ein Portemonnaie mit e,u"d anderc Anträge, die w.r gestellt haben, toiefarhn mv0Cbvn CnJ,a-cIcn- Wir werden sie auch diesmal ,u bcni ^uwahme machen wir unsere Haltung Kcu Sm® ,CeringS durch Herausgabe einer Heinen Auswahl teils Der Arbeiter E. M. in Hanau hatte seinen früheren Dienst- ernsten, teils humoristischeu Inhalts (unter dem Lite!: R'udols von üerru den Bäcker A. H. in Friedberg, der ihn wegen Unter- Jhenng in Briesen an seine Freunde) zu entsprechen, ^er Vries- Idilaqimn angezeigt hatte, bei seiner Vernehmung vor dem Amts- ivcchscl umfaßt einen Zeitraum voi» säst <>0 Zahlen. .Hst cui n 11 i.‘bhera h/r B-aelmna einer strafbaren Handlung ningeren Jahren war Jhenng mit dem spateren ^achiischen beschuldigt mden^ er behauptete H habe sich ihm unsittlich ge Kultusminister v. Gerber durch eine enge Freundschaft verbunden' näher Die Mweisaufnahme ergab, daß diese Angaben wider in den mittlneu. Jahren stand ihm Bernhard Windschcid am besseres Wissen gemacht mären. Urteil: 6 Monate Gefängnis nächsten, Die Briefe aus^dem spateren Alter sind meist an Os ar. unh Bi.kchkation^be'uaniä für den A H. Billow und an Wiener Freunde gerichtet. Reben der Entwichlung und Publikation 'berngnw snr Den -y. U R«hrswissenschaft im 19. Jahrhundert spiegeln sich auch dm Wegen f d) m e re n c b )t q l) .großen politischen Wandlungen der Zeit in Dielen Briefen. Anim Sinne der §§ 242, 243 Ziss. 2 StGB, mürbe ber Arbeiter Hangsmeise mirb JheringS berühmter Brief an Bismarck wicber I. M., zuletzt in Friedberg, zu einer GefängniSstrase von 3 JRo abgebrud:t; eine lebendig geschriebene Elstrraklcrißii au5 der Feder uaten verurteilt, wobei 2 Monate UnterfuchiingShast angercchnet seines ältesten Sohnes bildet den Sdstuß; zwei Bildnisse ldMÜ-ken wurden. Er erbrach in der Nacht vom 15. zum 16. 2lpril 1913 baö ^eine Werk. Diebstahls von Wurst im Werte von 2 Mark, konnte er mcht ?12 Armee-und Maiineeinteilung sur überführt erachtet rnerden. . — Wehrpflicht - Ter Rekrut Freiwilliger Eintritt — (Unter Betrug ii n b Urkunbenfal) chung ! nffizierichulen, Schiffsjimgendivision) — Der Zwei- intb Mem beging der Geflugelhändler A. H. zu Dorheim. Der Wagner jährig-Freiwillige — Der Einjährig-Freiwillige — Die Kapttu S. in Pohlgöns hatte von dem Pfei'behünbler F. in Gießen santenlaufdahn im beutfchen Heere — unb bringt im ttnyang ein Pfcrb gekauft, obwohl er gar keines nötig batte. Das Pferb Gelmltstafel, *tJhiftcr für Meldungem, Vcrzcillmis ber gemrDertni mürbe noch am gleichen Tag nach Pohlgöns gebracht. Am an- Größen, Bezeill'.mmgen ber körperlichen Fehler, VcTzeichnis dei deren Tag kam H. borchin zu S. unb gab sich als Sohn bes! Regimenter unb selbstäubigcn Bataillone, mit brei Taseln unv Pscrbehanblers G. von Frankfurt aus, fnbem er behauptete, s formobzeichen und einer Gnrnisonläi'te bes beutich-en Heeres. er sei Kompagiwn von F. Er erklärte sich bereit, baS Pferb!. ___j gegen Zahlung eines Rücktrittsgelbes von 50 Mark zurückzu- nehmen. Man sckienkte seinen Angaben Glauben unb S. zahlte liianic. dem Angektagten 50 Mark bar aus. Die Vereinbarungen mur Limbnrg a. d. Lahn, 2->. Juni, ^ru cht ma rrr. F" den in einem Schriftstück niedergelegt, das ber Angeklagte selbst scbnittLvreis vro Malter, ^ioter Weizen (naßauischer)i. schrieb unb seinerseits mit „ßioldschrnibt Sohn" unterschrieb, weißer Weizen (angebaute tfremtüorteii) ™ öa5e7 während er einen weiter von ihm eb-Mfalls geschriebenen ^satz Gerste: Futtergerste 10,50 Mk., Lraugerste 0,00 0.00 . mit „Goldschmidt u. Dornberg Sohn, Fraiikfuista. M." unter- 7,00-9,00 Mk., Erb|en 0,00 Mk^ Kartoffeln Mk. 4,00-0,00 jju. j zeichnete. Das Gericht war bet Ansicht, daß der ixwals noch- jenigen, die im Jahre 1913 eine schwere Belastung erfahren haben, nicht zugemutet werden soll, in einem späteren Jahre einen Zuschlag, der fick) doch nur als ein neuer Wehrbeitrag barstellen würde, auf sich zu nehmen, noch dazu mit dem späteren Betrage der Vermögenszuwachssteiicr. Ich verkenne trotzdem nicht, daß es unter allen Umständeii ein gewaltiges Opfer ist, das die Nation bringt. Sic wird cs bringen, um sich dadurch die Aussicht auf den Frieden zu erkaufen, her ihr künftig in kulttireller und auch in materieller Hinsicht wohl einen Ausgleich für dieses gegenwärtige Opfer bieten kann. Möge ein dauernder Friede und mögen die Segnungen dieses Friedens dem hohen Preise entsprechen, den wir dafür zu tragen gesonnen sind. (Beifall.) Abg. Dr. David (Soz.): Der Staatssekretär scheint nicht bloß die Außenwelt beruhigen zu ivollen, sondern die Negieruiigen selbst. (Heiterkeit.) Es scheint ihnen selbst bange geworden zu sein. Wir hatten von vornherein keine Sympathien für baS Gesetz. Wir wollen aber zugestehen, daß n a ch den Arbeiten der Kommission unsere Sl)inpathien dafür etloas gewachsen sind. Wir stehen natürlich nicht freundlich zu einem Gesetz, bas - aufs neue ungeheure Summen der nationalwirtschaftlichen Organisation entziehen will, zu rulturwidrigen Zwecken, angeblich um das Vaterland zu sichern, in Wirklichkeit aber um die Unsicherheit zu erhöhen und unser Verhältnis zu den anderen Staaten zu verschleichtcrn, namentlich zu dem großen französischen Kulturvolk geradezu kritisch zu gestalten. (Sehr richtig! b. d. Soz.) Die Beratung der Wchrvorlage hat gezeigt, baß die Bürgerlichen fest eutsck)!osten sind, die neue ungeheure Mehrbelastung zu bewilligen, aber unsere Gegengriinbe find in den Wind gesprochen gewesen. Wir haben kein Mittel, um diese Steigerung der Rüstungen zu verhinsern. TaZ nötigte uns dazu, die Vorlage in einer * 1 * * * S. Gestalt zu verabscküeben, daß die wirtschaftlich Schwächeren ge- , schont und möalichst die ganzen Lasten auf die wirtschaftlich Starken tmd Stärksten geschoben wurden. (Zuruf rechts: Also Sie sind auch bafiir!) Wir haben ja noch die dritte Lesung. Warten Sie ab, dort roirt sich alles finden. Durch die Beratungen ber Kommission ist das Gesicht der Vorlage wesentlich beeänoert, und zwar wesentlich verstlwnert worden. Tie Regierung wollte schon zehn- tausend Ndark Vermögen besteuern, unbeschadet ob ein großes ober kleines Einkounnen damit verl-unden ist, andererseits Einkommen bis zu 50 000 Mk. freilassen, überhaupt sollten Große und Kleine mit herangezogeu werden. Das war keine Vesitzsteuer mehr, son- ' dern eine Steuer, die von den kleinen unb kleinsten Leuten aufgebracht wurde, namentlich von dem kleinen Mittelstand. Für diesen fino we?cntlichc Aenderungen in den Sätzen geschaffen 2Ius der Rechtssprechung des Reichsgerichts. — Inwieweit muß ber Gastwirtbem V e rkchr von Kindern bei ben Einrichtungen l e;ncs Hotels Rechnung tragen? BGB. §§ 276, 823 c. b W. o ,',cbruar 1912 in ber Jur. W.-r)chr. von 1912 S. 530 ’ einem Zimmer des Hotels des Beklagten konnte dic mikeinem ! ^r-egel versehene Platte eines Tisches auf- und \ ,j Da;; der Tisch ic nachdem als Toilette- oder Schrcwti|d) benutzt werden konnte. " , Jahre c'ic Kläger, der mit seinen. Eltern am Tage vorher u- bn3 Hotel gekommen mar, machte ftch.an der offenstehenden Platte des Tisches zu schäften, P baß ,ie um- iivpte und dem Kläger den rechten Daumen verguctMe. ■ö i ihm im Zimmer waren seine Mutter und das Emders rau lein beschäftigt gewesen. Der Beklagte wurde von dem Klager bczw. dessen Vater für den Unfall verantwortlich gemacht, weil er die verhältnismäßig schwere Platte ohne sd.ützende 'Stellvorrichtung und somit in einem, besonders für Kinder, gefahrdrohenden Zustand in dem dem Kläger und seinen Elttzrn zugcmiesenen Zimmer unterhalten habe; es falle ihm sowohl Ver|a-.uldcn bei Erfüllung des mit dem Gast geschlossenen Vertrags — BGB. F -'3b . 3 als auch schuldhafte rechtswidrige Verletzung des Körpers des Klagers — BGB. § 823 — zur Last. Verlangt wurde Ersatz der Heilungsiosten, eines erheblichen Schmerzensgeldes, Uüoic olle dem Kläger noch künftig, namentlich hinsichtlia, inner ^r^,Cv"^' sähigkeit, entstehenden Nachteile. Tie Klage wurde in allen Rcll>s- jügen abgewiesen. Allerdings müsse ein Gastwirt bet Aufnahme von Kindern in den Gasthof auck) auf deren Sicherheit tunlichst bedacht sein. Allein es müsse auch der, ^cr k i n I iN oas ^5 n irre ne juu vie,r aiunuiuiuuiiu. *"•?« Kindern nne Hotelmohnung beziehe, ans bieje 9€ben, Da ni ^rben, so daß sich der Verein ber Schwarzwaldfreunde zu Berlin ben Gasthossrniimetl mancherlei, sur Kinber in unbewachte Augen- -ß t • Ausführung seiner gemeinnützigen Bestrebungen blicken gefährliche, Einrichtungsgegenstärche vorhanden 'em könn en - ^1^» des VeÄhrs Bestellungen auf Rundreisekarten und der Gastwirt könne mii der ^Vcaaisilchttgung eines^ndcS durch Originalpreisen zu vermitteln. Ein Verzeichnis der ver- bte bazu berufenen Perionen rechnen. Nach, ben llmllandin pey .-d«cßcncn ^nb^ouren nebst näheren Angaben ist gegen Porto- vorliegenben Falles, in bem es sich nm eine fnr ^rwachjene^leM durch die Geschästsstelle bes Vereins, Rechtsanrnalt Walther crfcnnbarc und vermeidbare Gefahr gehandelt habe, '" 0)5/nach Potsdamer Straße 41 a, zn beziehen. dem Bellagten ein Verschulden, eine fahrlässige Vernachla||igung ^rauu, ^ri>n, loi^ina -na> ber ihm gegen ben Gast Obliegenheit Pflicht, nickst zur st zu legen. Man lege hierbei auck: nicht dem Kläger die ichnldvoll Niangelhafte Aufsicht seiner Äussichtspersonen — unzuläiiigerweiie — zur Last, sondern man verneine übeNtzaupt ein vorliegendes Verlchulden des Beklagten. * S i e b e n m a l e i n g e s ch l a g e n. Nach 9 Uhr am Tiens^ tag «abend zogen sich über Leipzig vier G e w 11ter zu- fammen. Ter Blitz zündete siebenmal. m I * Eine gefährliche Bootsfahrt machte ein 19jähr Gretzener Strasl^mmer. Münchener namens Dietrich aus der hochgehenden