Drittes Blatt M. 67 163. Jahrgang Grfcheinl täglich mit Ausnahme des Sonntags. B » H in dieser Beziehung auf ihre Pflichten verweisen mng luürb' Früher befand sich in den Eilzügen wenigstens en. 198C 11- , Avenäri'15 ?r hä« r dem Werte: 0, IM 75$ ein Automat, der gegen Entrichtung von 10 Pf. gewisse Ingredienzien der Gesichtspflege abgab. Auch das hat seht ru/gehört, so daß es überhaupt für jeden reinlich empfindenden Menschen unmöglich ist, sich der Waschgelegenheit in unseren Hauptbahnen bei Eilzügen zu bedienen. Es ist wirtlich wünschenswert, das; in dieser Frage einmal ein gehöriger Truck der öfsentlichen Meinung ausgeübt wird. Auch der Verein zur Wahrung der Reiseinteressen täte gut, sich dieser Frage einmal anzunehmen. Donnerstag, 20. Marz 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen «Iniversitäts - Blich- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. politische Tagesschau. Eisenbahnverwaltung und Hygiene. Die vor zwei Jahren in Dresden abgehaltene Internationale Hygiene-Ausstellung sollte den Kulturvölkern zeigest, welche Bedeutung die Hygiene für die Gesundheit und damit für das Wirtschaftsleben der Völler besitzt. In erster Linie waren es die Regierungen der Kulturstaatcn, die sich an dieser Ausstellung! beteiligten. Inwieweit sie iroit Wirkung auf die Erziehung der Rationen geworden ist, läßt sich bisher noch nicht absehen. Das eine aber steht jedenfalls fest, daß sic aus die Eisenbahnvcrwaltungen in Deutschland eine erzieherische Wirlung nicht ausgeiibt hat! Ist es nicht im höchsten Maße unhygienisch, wenn beispielsweise in den Ei l zü g e n der deutschen Bahnen selbst in deir höchsten Klassen weder Seife noch Handtuch in den Waschrciurneu zur Verfügung gestellt wird? Auf den D- Zügen hat man sich zu dieser Leistung entschlossen, die man äber dem Benutzer der Eilzüge versagt, obwohl es doch dieselben Menschcnklassen sind, die beide Züge benutzen, je nachdem es einem gegeben ist, den D»-Zug zu erreichen oder sich eines Eilzuges bedienen zu müssen. Die Ersparnisse aus einer derartigen Versagung der einfachsten hygienischen Mttel können doch gar nicht in Betracht kommen gegenüber dem Zweck, der damit erreicht werden soll. Es würde wünschenswert sein, wenn man 'sich in den Landtagen einmal dieser Sache annehmen und die Regie- E l.fi 19) 10 Die „Gießener Kamilienblijtter" werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das «Xr51. 9leba(tion:e=a^ll2. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. Von Tie Preise heuerlich in die Die Linweihunq 6es völkerschlachtdenkmcil; bei Leipzig die Krönung der Jubelfeiern des nationalen Gedenkjahres 1913, findet am 18. Oktober d. I. statt im Beisein des Kaisers und des Königs voll Sachsen, sowie vieler anderer deutscher und außerdeutschcr (österreichischer und russischer) Fürstlichkeiten. Der Fe st platz wird Raum für 60 000 Personen bieten, außerdem werden unmittelbar an das Denkmal Tribünen mit 4000 nummerierten Sitzplätzen gebaut. Von diesen Tribünenplätzen sind über 500 bereits fest vergeben und auch für die übrigen zur Verfügung stehenden Plätze haben zahlreiche Eiuzel- Personeil und niete Militär-, Turn-, Schützen-, Gesangvereine und ähnliche patriotische Gesellschaften schon feste Zusage zur Teilnahme an der Feier gemacht. — Offizielle Einladungen ergehen nicht, dagegen kann jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau gegen Lösung einer Festkarte an der Feier teilnehmen, der Preis für eine solche einschließlich der zur Ausgabe gelangenden reich ausgestatteten Festschrift und der bronzenen Festmünze und einmaligen Besuchs des Denkmals ist für Einzel-Personen aus 5 Mark, für Mitglieder von Vereinen, die geschlossen auftreten, ans 3 Mark festgesetzt. Tribüncnsitzplätze kosten einschließlich der Festkarte 105 Mark. In der Zeit vom 18. bis 20. Oktober d. I. wird der Besuch des Denkmals seitens der Festteilnehmer so stark sein, das; anderweitige Besucher an diesen Tagen keinen Zutritt werden finden können. Es empfiehlt sich, A u m c l d u n - gen zur Teilnahme au der Feier so zeitig wie nur möglich zu machen, zumal, da die Plätze aus den Tribünen nach der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben loerben. — Anmeldebogen für Einzel-Personen und für Vereine sind M beziehen von der Geschäftsstelle des Deutschen Patriotenbundes, Leipzig, Blücherstraße Rr. 11, die auch jede nähere Auskunft bereitwilligst erteilt. Kunstschriftsteller Julius Meier-Gräfe eine interessante Studie in der Zeitschrift „Kunst und Künstler" (Berlin, Verlag Bruno irren-öhren -teme, von Mk. 8.-o!< srren-Uhren e- zu sehr bill-Preiin WU $1.7.50 an 4lagtM.Sl.12.- ra • • von M. 2.20 ü- Iarmtie n ist, MA| . Früher Worms oH 'S* ' 15 bezeichnenderweise „Gute Rase" genannt, gehört dazu. Ter Besitz dieses Organs bedingt keine tiefere Empfindung, verträgt sich sogar mir erstaunlich primitiver Gesittung. Die östlichen Regionen unseres Erdteils produzieren Sammler, mit denen man nicht gut ohne Regenschirm frühstücken kann rmd die fabelhafte Bilder besitzen, und ein junger Deutscher, der vor kurzem die Rue .Laffitte mit uamlwften Käufen beglückte, kann nicht annähernd orthographisch schreiben. Ein einziger Sammler kann unter Umständen den ganzen Markt für die gesuchten Werte steigern. Als der Prinz von Wagram vor 'einigen Jahren binnen Wochen für mehrere Millionen moderne Bilder kaufte, sticaen die abgelegcnften Dinge. Bei einem Hä Mer in der Rue Lafitte war der Prinz mehrere Eezanne zu hohen Preisen schuldig geblieben. Nach ein paar Monaten, als ihnr die Geldmittel ausgingen, suchte er ben Kauf rückgängig zu Machen und fand freundlichstes (Sntgegenfonnncii. Denn inzwischen waren die Preise infolge feiner Kaufe so gestiegen, daß der Händler seine Cezcmnes viel vorteilhafter loswerden konnte. Es wurde auch behauptet, der ganze Prinz Wagram sei eine lEr- findung der Rue Laffitte, ein Gerücht, das durch die Assoziation des Prinzen mir einer anher en Firma eine gewisse Bestätigung fand. Im allgemeinen, nameirtlirf) bei großen Nationen, wird im Druat mehr bezahlt, als bei dem Händler. Ein Ring, von dem immer gesprochen wird, besteht in Wirklichkeit nicht. Das gemeinsame Interesse verbindet die Händler auch ohne besondere Konventionen. Im übrigen sucht jeder Händler Möglichst viel und möglichst hoch zu verkaufen und Dient feinen Kunden lieber als bem1 Konkurrenten. Der Pariser Kunsthändler ist im allgemeinen feljr ehrlich und so kirlant wie die großen Pariser Warenhäuser und alle nfoberneit Pariser Detailgeschäfte. Das gilt nicht nur von den großen Firmen, deren Korrektheit schon vorn' Geschäftsinteresse diktiert wird, foitbem auch von den kleinen Budiken. * — Die Ausgrabung der Ba si l i ea aus dem Fo- r u ni1 Romann m. Tic 179 v. Ehr. erbaute Basiliea Aemilia auf dem römischen Forum, nach bereit Zerstörung nur noch wenige schöne Marmor^eile von der Bedeutung dieses großartigen Baues zeugten, ist eins Der wickstigsten Denkmäler, über die durch die neueften i'lusgralmngen Klarheit geschaffen werden sollte. Man wußte nur, daß die große Basilica in den ersten Jahren des 5. Jahrhunderts durch eine Feuersbrunst beschidigt worden war, und glaubte, daß die Front dMirch zerstört worden sei, so daß man die dorischen Pilaster mit den noch jetzt erhaltenen Granit- säulen hätte unterstützen müssen. Die Untcrfudjungen. des Archäologen Alfonso Bartoli haben nunmehr, wie Fedettgo Her man in in der Kunstchronik mitteilt, zu bedeutsamen neuen Ergebnissen geführt. Nach d'-stn Feststellungen ist die Frontmauer erst in einer späteren Ze-- v^ngefallen: ihre Materialien bedeckten die ganze Oberfläche der Basiliea, so das' Die nach antiken Sckstitzeii suchenden Gelehrten der Renaissanee onrch diese schwere Decke keinen Weg in das Innere finden konnten. Diese Decke läßt sich in drei Schichten teilen, aus denen klar hervorgeht, daß die Bajikica rmJ 5. Jahtzhundett den erwähnten Brand erlitt und das f h“ ei» 9 CeLM« :ier 1 een Lösung Der Schwierigkeiten sehr zufrieden, aber Glückwünscku Möchte erZie'ber doch erst entgegerrnehmen, wenn das Bild wirklick lpnl und imversehrt in Deutschlaird eingetroffen ist. „Ich kaufte Die „Anbetung bei- Könige" im Mai 1910" erzählte Bode, „und ahnte' damals nicht, wieviel Schwierigkeiten erstehen würden, bis wir das Bild wirklich bekommen tvürden. Ein Hindernis uacks dem anberen tauchte auf: und bei alledem hatten wir die EinKüsfe eines gewissen Shndilätes zu bekämpfen, das verzweifelteZ'Olnsttengungen machte, das Bild für einen amerikanischen Millionär zu erlangen. Wer dieses Getnälde loollte ich für das Kaiser-Friedrich-Museum: sicherstellen." Der AitterikMler hebt die #tije Entschlossenheit hervor, mit der Bode Den Deutscher Anspruch/ Durchgesetzt habe: „sie ist charakteristisch für DaS gaity* Wirken dieses Mannes, Der das Kaiser-Friedrich Museum zu dem gemadrt hat, was es ist, zu der drittgrößten unD am biltere ge- orbneteji Galerie Deutschlands. In ihrer Ausgeglichenheit und ihrer Vollzähligkeit Der Samimüutgen Der verschiedenen Schulen steht diese Galette nur der englischen Natimml-Galette nach."; Aus Stadt und Land. Gießeit, 20. März 1913. Aerztliche Hilfe auf dem Lande. Die Korrespondenz des' Verbändes der Aerzcke Deutschlands schreibt uns: lieber mcingalhafet Besetznny des platten Landes mit Aer^ten ist schon vielfach und neuerdings wieder in Den Parlamenten geklagt worden. Diese Verhältnissei werden sich aber noch verschlimmern, wenn am 1. Jan. 1914 die neue Krankenversicherung in Kraft tritt. Der Grund dafür, daß sich vcrhälttrismäßig so wenig Aerztc auf dem Lande niederlassen, liegt in erster Linie in den geringen Aussichten auf einen auskömmlichen Erwerb und die Landflucht der AerM würde noch einen viel größeren Umfang annehmcn, wenn bisher die Landärzte sich nicht wenigstens noch auf einige Privatpraxis stützen könnten: das roirbi sich aber vom nächsten Jahre ab vollständig ändern, weil nähern die gesamte landw. Bevölkerung den Krankenkassen zugeführt wird. Versicherungspslichtig sind dann alle in der Landwirtschaft 'beschäftigten Arbeiter, Dienstboten, Hofmeister usw., versicherungsberechtigt sind außerdem alle Familienangehörigen des' Arbeitgebers, die ohne eigentlichen Arbeitsverdienst und ohne Entgelt in seinem Betriebe tätig sind, ferner alle BettiebsinHaber, welche regelmäßig keine oder höchstens' zwei Versicherungspflichtige beschäftigen. Alle diese Personen dürfen so lange in Der Krankenkasse bleiben, bis ihr Jahreseinkommen nachweislich 4000 Mi. übersteigt. Das unter solchen Umständen die ärztliche Privatpraxis auf dem Lande verschwinden muß!, ist selbstverständlich. Bei den lveiten Entfernungen, die Der Arzt auf dem Lande zurücklegen muß, kann bei* Landarzt heutzutage ohne das teuere Fuhrwerk aber Auto feine Praxis gar nicht betreiben. Dazu kommt, daß sich' bei den Behörden immer mehr die Gepflogenheit einbürgert, Impfungen, Leichenschau und die Gutachtertätigkeit für Berufsgenossenschaften, Landesversicherungsanstalten und Angestellten-Ver- sicherung den praktischen Aerzten zu entziehen und den Kreis- ober Bezirksärzten zu übertragen, b. h. bem Landarzt die Nebeneinnahmen, auf die er angewiesen ist, zu Verringern. Bedenkt man noch die Schwierigkeiten und die hohen Kosten der Kindererziehung, den Verzicht auf städttsche Genüsse und BiDungsmöglichkeitcn, schließlich die großen körperlichen Sttapazen, Denen der Landarzt ausgesetzt ist, so muß man sich wundem, Daß die Dinge nicht noch weit schlimmer liegen, als es jetzt schon der Fall ist, und das alles, obwohl tatsächlich in Deutschland ein sehr erheblicher Ileberflnß' an Aerzten vor landen ist. Dieser lieber slußi kann aber nur Dann auf das Land abgeleitet werden, teenu sich Die Gemeinden, die sich: einen Arzt erhalten wallen, zur Zahlung eines auskömmlichen Zuschusses für eine Reihe von Jahren verpflichten, wenn ferner Die Versicherungs- bchörden auf eine angemessene Entlohnung Der Aerzte durch Die Krankenkassen hinwirken. Eine weitere Erhöhung der Gesamtzahl Der Aerzte, Der von verschiedenen Seiten das Wort gereDet wird, hätte lediglich eine Zunahme des Heeres Der beschäftiaungs- und erwerbslosen Aerzte in den Groß^ ftäbten zur Folge, eine sehr unerfreuliche Erscheinung, womit niemand gedient ist. * ** Theologische Prüfungsordnung a n der Landes Universität. Das Ministerium des Innern hat eine Aendemng der Ordnung für Die theologische Fa- Cassirer). In Der UingenDcn Anerkennung eines Daumier in der großen llmwälzung, Die Den Impressionisten bis auf anscheinend so unzulängliche Meister >vie Eezamre gelang, Tonnte man geradezu eine proDuitive Tätigkeit Des üunstmarkles erkennen. Und nach den Entscheidungen, Die Der Markt bis heute getroffen hat, Darf man annehmen, Daß er Das, was noch Der Verurteilung wartet, ;um Beispiel Die in ansck KnenD unangreifbaren Burgen versckronzte Modemaleiei des englischen Jahrhunderts, eines Tages tiefer hängen und einen Hoganh Die materielle Anerleimung vettchaftm ivird, die ihm heute Engländer Dritten und vierten Ranges streitig machen; Das; er besser zwischen einem Turner und einem Constable und zwischen Belasguez unD Greco unterscherDen lernt. Auf bem1 mittelbar mäcktigsten Markt, in Paris, Dürfen schon heute große Irrtümer in Der materiellen Wertung einer Kunst — nicht eines einzelnen Werkes — als Ausnahmen gelten. Von London gilt, abgesehen von Der einheimischen Kunst, dasselbe Paris unD London Diktieren Den anderen Ländern. Tie Verttnigten Staaten, lange Zeit Der gefällige Konsument alles in Europa Entwerteten, ist zum finanziellen Hauptsaktor für Die vornehmsten Güter Europas geworden, raubt uns Die kostbarsten Holländer und Spanier, hat auf Dem Gebiet Der ost- afiatifchen K unst längst Europa übmflügelt, und besitzt einen losmopolitiicheii Sammlertstpus einziger "Art. Galetten, wie Die bon Havegcyer, in Der Die schönsten Werke von RembranDt, Greco und anDeren alten Meistern neben beit besten MlDern von Manet und Degas hängen, gibt es bei uns so gut wie nickt. Dre mässcn- l,afte Häufuna von Xivftbarleitcn und Seltenheiten aller nur erdenklichen Art ä la Picrpont Morgan entzieht sich unseren Vcr- bleibt dahingestellt, ob Deshalb Amettka für kultivierter zu gelten hat als vor dreißig Jal-ren, da man Drüben einen bedenklichen Kultus bet Achenback und Krönet trieb. Nächstens wird Argentinien Eberlein überwinden und zu Rodin übergehen, und womöglich wird es einmal bei Den nieirscheiifresscnDen Polvnesiern Mode,' nad: Der Mahlzeit Bilder von Matisse zu sich zu nehmen. Man kann vielerlei aus den materiellen Daten folgern, nur nichts Ideelles. Kultur hat mit Dem Kauf unD Berkaus von Kirnst gar nichts zu tun. Es gehört nicht zum minDejten ein höherer Mensch dazu, um gute Bilder von schlechten zu unteridKibcn. Das Dienstmädchen von Reiwir, Die brave Gabriele, Hai eininil in meiner 5>egenwart die Unechtheit eines Bildes konstatiert, das Renoir selbst für echt gehalten hatte. Henri Quarts Portier besaß in seiner Loge eine stattliche Sammlung von Daumier imb Corot, Die er int Hotel Dvouvt bei guter Gelegenhett erworben hatte, und es gibt sogar unter Den .Kunsthistorikern Leute, Die etwas von Kunst verstehen. Ein gewisser Flair, pollstüpchich Giehener Anzeiger Genera!-Anzeiger für Oberheffeu enberg-Bri -inen vorrüffücheia _.erdcn n. *„enonnne"’ rtWeW gut gelagerten weinen ■ 88, 38 ? n U 2.50 bä 95 m. ' 5.50 bis 2.7o\\ 1 C ää 83 bti 35 Pi» 1.75 bis 65 Ps.1 ’ 1.35 bis 35 U 3 95 bis 40 Pt : AMl. , Preise!:: a"> I schließt mir einer Einnahme von Wetterhäuschens tun Bahnhose. 92 K 39-40 80,00-8800 63.50—65.00 79.00-81.00 63.00—64.00 63.50—65.00 63.50-65.00 24 auS anderen hessischen Orten und 5 auS Preußen. Der Dienst 68—70 63—67 113-117 107—11' Schul- so daß waren. wisscnschcfftlichcn Prüfling zum cinjährig-sreiivilligen unterzogen sich 6 Schüler mit Erfolg. Im Laufe beS jahreS sind 8 Schüler auS der Anstalt ausgetreten, am Schluß deS Schuljahres noch 93 Schüler vorhanden Das neue Schuljahr beginnt am Montag, 31. März. Kreis Schotten. und geringere Masltämiilcr . . . Schweine. Dollfleifchige Schweine oon80-100 kg Lebendgewicht........ Vollfleischige Schweine »»Mer 80 kg Lebendgewicht........ Vottflelfchige Schweine oon 100—120 kg Lebendgewicht........ Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht........ 80.00—82.00 80.00—82.0 Letzte nacbricbtcn. Konstantinopel, 20. März. Mahmud S eheste erklärte gegenüber einer maßgebenden Persönlichkeit, das der gestrige Kampf an der Tschataldschaliuie ein ft u 6 g fr spro ebener Sieg der Türken sei. Die heftige, blutige Schlacht, an der drei türkische Korps beteiligt waren, enbigt mit der Erstürmung der bulgarischen Stellungen. Kälber. Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . Geringere Mast- und gute Saugkälber . . Schafe. Stallrnastschaie: Aeltere Masthanunel, gut genährte junge Schafe Kunstgegenstände zur Verteilung. B a o - N a u h e »m , 18. März. Ter Kur- und Verschmierungsverein hielt seine 45. Hauptversammlung ab. -ter Vorsitzende Lehrer Aug. Wagner bemerkte, daß trotz der ungünstigen Zeitverstälmiffe unsere Badeindustrie sich einer glänzenden Konjunktur erfreue. Sei doch die Zahl der Kurgäste auf 3o 87b gestiegen, und die der Bäder auf 486 157. Ter Redner verbreitete sich dann über die Gründung von R a t u r s ch u y a n l a g c n, in denen Vögel uitb Pflanzen in ihrem gegenwärtigen Zustande erhalten bleiben, auch früher bei uns l-ciimsclie, ausgerottete Arten wieder anzufiedeln. Zum Schluffe wurde ciii Bliä aut ine Verbesserungen und Neueinrichtungen unseres Bades geworfen, -tie von Herrn With. W a l l m a n u vorgetragene Iahresrechnuug schließt mir einer Einnahme von 868,48 Mk. und cmer Ausgabe von 847,36 Mk. ab. Tas Kapitalvermögen beträgt 746,32 Mk. Tie ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt: Hotelbesiher Aletter, Stadtv. Ialobi, Bademeister Kissel, Beig. Lenk, Öbergärtner Lstermeyer, Kaufmann Schwab, Villenbeutzcr Wallmanu und Restmiraleur Gaudes. Zum VenoaltungSrat im Konitzkt)stift wurde wieder der Vorsitzende ernannt. Für Anscha»- fintfl von FMterhäusck^en und Bänken und für Vogelfütterung wurden wieder größere Summen vorgesehen, ebenso wurden dem Verkehrsausschuß, dem Blumenschmuckausschuß, dem 'Bildungsverein, dem Ortsgewerbeverein und der Sanitätskololme Beihilfen bewilligt. Stadtv. .^linker fuß ersucht den Vorstand, dahin zu wirken, daß die Ruine am Bahnhofe, früher Böingsche Fabrik, wenigstens durch Bepslairzung mit Bäumen oder Buschwerk bedeckt werde. Villenbesiper Wallmanu beantragt die Ausstellung eines 91 nm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie v,ä der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswättl nach Gießen gebrachte Kranke kommen. fianbcl. — Frankfurt a. M., 19. Mär;. Zn der heutigen ordentlichen Haliptverfammlung der 9)1 i t l e l d e n t s ch e n Kreditbank würben sämtliche Anträge bev Verwaltung genehmigt und die Verteilung einer Dividende von 6% Vroz. beschlossen. Zn den Aufsichtsrar würben neu geivählt die Herren Kurt von Llenfville in Firma T. L I. de Neuiville in Frankfurt a. Al., Kommerrien« rat Theodor Simon in Firma Karl Simon Söhne in Stirn a. b. Nah«^ Gfeljeimcr Kommerzienrat Tr. Gustav Strnvv in Meiningen uni Kommerzienrat Anton Gustav Wittekind in Berlin. | Lebend- Schlachtgewicht Mk. Mk. vneinrnachnchten. ♦* Verein ehem 116er. Dem Bericht über die Mitgliederversammlung ist noch nachzutragen, daß als Zeugwatt Karl Burger und als Beisitzer Schneidermeister Oehler in den Vorstand gewählt worden sind. . Steinberg, 18. März. Ter G e i a u gv er e tu >> u g e nd- freund teilt uns mit, daß nicht 30, sondern nur 9 Vereine an dem Gesangswettstreit leilnehrnen. Auch sei^ das Preisgencyt noch nicht gebildet. Tas Fest flndet am 15. ^un^ statt = Großen-Buseck, 19. März. Am ^onntag iiadx mittag fand der Bertretertag zu dem Geiangswettstteit d^ Gesangvereins „Germania" im Saale des GaUwirts Brua statt. 12 Gesangvereine haben sich angemeldet, namllch Ltcoer- kranz-Leihgestern, Sängerkranz-Grünberg, Liederzwerg-Nied a. '.c, Heiterkeit-Annerod, Lieber kranz Dindcden, Harmonle-Reistiräien, Eintrackt-Butzbach, Liederblüte-Garbenteich, Germania Burkharbs- feiben, Männergesangverein-Homberg a. d. Ohm, Germanta-Wis- mar und Concordia-Rödgen bei Gießen. Ter Wettstreit wird am 15. 3-um abgehalten. Es kommen hohe Geldpreise und wertvolle (5crid)tsfaaL Berlin, 19. März. In dem Betrugsprozcß, der seit dem 3. Februar die Strafkammer und das Land- gerickst beschäftigt, in dem cs sich um betrügerische Handlungen zum Schaden der königlichen Bernsteinwerke handelte, ist heute nachmittag das Urteil verkündet worden. Der Kaufmann B r u m b y - Duisburg imd der Kaufmann Fricke-Essen a. d. R. wurden zu je 1000 Mark, der Bernsteindrechsler Bach-Ruhla zu 2000 Mark und der Kaufmann Möller- Berlin zu 9000 Mark (Geldstrafe verurteilt. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochcn. Berlin, 19. März. Der falsche Staatsan- ina 11 Unter der Anklage des Diebstahls oder der Hehlerei standen vor der 12. Strafkammer des hiesigen Lcmdye- richts l der Schuhmacher Robert Lange, der Möbelpolter >brumml»olz, die Arbeiter Schmidt und Schunke. dte Arbeiterin Anna Freß und eine Frau Wurmbrunn, die zahlreiche Fuhrwerke bestohlen hatten Bei der Einlieferung bc^ Lange in das Moabiter Untersuchungsgefängnis spielte Märkte. le. Frankfurt a.M. V i e h o f - M a r 11 b e r i d) t vom 20.März. Austrieb: Rinder 96, banmler Ochsen 41, Bullen 1, Kühe uni» Färsen 54, Kälber 131& Schake 57, Schweine 1755. Tenbenz: Kälber, Scha'e »mb Schiveine rnhig. Preis für 100 Pld. -| Unter-Seibertenrod, 19. März. Ein Unfall, her leicht die schlimmsten Folgen hätte haben können, ereignete sich aut her Straße zwischen der Lnhmühle und hier. Aut der Sttaße fuhr ein M o t o r s ä g e we r k. Ein Break tarn ihm entgegen Die Pferde des Fuhrwerks scheuten vor dem Motor und gingen durch. Seitwärts stürzten sie den Ebaussee- rain hinab Die Pferde blieben an einem 'Baum hängen. Ter Wagen stürzte um und ein Mädchen kam darunter. Trotzdem der Wagen völlig zertrümmert nnirbc, Famen die Insassen mit heiler Haut davon Kreis Wetzlar. X Krofdorf, 18. März. ES wirb beabsichtigt, hier eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Im Verein mit der im Herbst angelegten Wasserleitung ist eine Feuerwehr nur zu begrüßen. Auch in Atzbach ist eine freiwillige Wehr gegründet worben. Hessen-Nassau. w. Frankfurt a 'DL, 19. Mörz. An bem Neubau der Kroft- imb 'Lichtanstalt in der Rebstöcker Straße ereignete sich he»»te vormittag ein schwerer UnglückSsall. Der dort erst seit einigen Tagen beschäftigte Tagelöhner Sin et auS Hirsch e id in Bauern zog einen schweren Eimer zum dritte»» Stockwerk empor, als bas Seil riß und der Eimer in bie Tiefe stürzte. Dem Unglücklichen wurde der Kopf förmlich gespalten. Außerdem erlitt er einen Ober- und Unterkieferbruch. Linet war sofort tot. v so. Fulda, 18. März. Am Palmsonntag »vurde am Hummelskops bei Kämmerzell bet »Romanus stein* von den Forstbeamte»» deS Kreises Fulda in Anwesenheit von zahlreichen Zuschauern auS Stabt und Lanb entmültt. Das Denkmal ist bekanntlich von den Förstern ihrem vonlZigeuner Ebenber am 15. Februar o. I. erschossene»» Kollegen MomanuS von Reisig am Tatorte gefetzt worben. Nachbem eilte Tochter beS Försters NomanuS einen Prolog gesprochen starte, hielt Forstmeister Emmelheinz-Julda bie Gedächtnisrede. ’ vermiiehter. Ein fahnenflüchtiger Offizier als Juwelendieb. Der große Diebstahl im Berliner Union- Theater, bei dem einer russischen Dame aus der Garderobe ein Handtäschchen mit Juwelen im Werte von 125000 Mark entwendet worden ist, ist jetzt aufgeklärt. Der Haupttäter ist ein fahnenflüchtiger Leutnant eines et* säßischen Feldartillerieregiments namens Herbert Kol- derg aus Fürstenwalde, der zwette Hochstapler, der sich v. Wettersheim nannte, ist der Kaufmann Arthur Krause. Die Frau, welche er als seine Gattin ausgab, ist eine Frau Margarete Pfeffer. In einem Gasthaus der Potsdamer Stra^, welches die .Hochstapler besuchten, boten sie einem Juwelier die Schmucksachen telephonisch zum Kauf an, der es aber ablehnte, den Kauf sofort abzuschließen. Sie ließen dort, da es ihnen an Geld zur Bezahlung der Zeche fehlte, ein goldenes Armband der Russin als Pfand zurück. Die Spur der Gauner verliert sich in einem Gasthaus in Friedenau, w sie enioe goldene Uhr der Russin als Bezahlung zurückließen. Der in Friedenau wohnende Kaufmann Pfeffer, der Gatte der an dem großen Juwelertdiebstahl im Uniontheater beteiligten Frau, hat Selbstmord verübt. Vielleicht fürchtete er, zur Rechenschaft gezogen zu werden. In seinen Taschen wurde»» zwei Bitlets des Union-Theaters vom 17. Marz, den» Tage des Diebstahls gefunden, so daß es scheint, daß er während des Diebstahls in dem Theater anwesend war. Ferner wurde in der Wohnung ein Abschiedsbrief an seine Frau gefunden. Danach verließen die Diebe nach der Tat sofort Berlin. monatl. Uebersicht der Todessölle in der Stadl Sieben. Monat Februar 1918. Einwohnerzahl: angenommen tut 32 400 (iukl. 1600 Mann Militari, SterblichkeitSzifser: 19,2 •/„. nach Abzug voi» 28 Ort5|rc>iit>en : 8,4 " M. Kinder Athen, 20. Marz. Mönig Konstantin richtete feind erste,» Tagesbefehl an die Armee, der folqenbcrmaßM lautete: - 1 Ein ruchloser Anschlag ans die geheiligte Person des SomM nahm uns allen in einer für die ganze hellcnifdie Ration uK krittschen Zeit unseren Führer. Ich bin »ept dürft) die Boi» sehunq beruien, meinem unvergcßltftxii Vater auf den TbrM zv folgen, den er so lange ausgezeichnet bat. Fch bringe bttc Nachricht zur Kenntnis meiner Armee, der ich mein ganzes Siebe gewännet habe, mit der mich unglückliche und glückliche Mric^ unlösbar verknüpften. Ich erkläre, daß ich immer a~i ihrer Spitze mnridneren und niemals ablaffen »oerbe, me,« ganze Sorgfalt der Armee, der Mattne und bem Lande zu roifr men» bereit Ruhmestaten bas Vaterland vergrößetten unb t*» rühmt machten Saloniki, 20. März Tie Untersuchung hat fr* geben saß der Mörder des Königs ein elender, bennüfr* acfommcnei Mensch ist, der von Almosen lebte, ein Deklassiert«, der von seiner Familie vett'wßen worden ist. Er erklärte, ner» rasthenisch zu se»n. angemeldct unb von bieser mit amtlichem Anmelbevermerk und fortlaufender Nummer versehen sind. Innerhalb eme?- Monats nach bem letzten Eintrag ist jebeS Kontrollbuch roiebci der OttSpolizeibehörbe vorzulegen, bie in ihm ben Tag bei letzten Eintragung amtlich zu vermerken hat. Tie SttSpolizei- behörben haben über bie von jebtni Viehhänbler bei ihr an- qemelbetcn Kontrsllbücher ein Verzeichnis mit fottlaufenben Nummern zu führen. Zn bem Verzeichnis »st, sobald em Konlrollbuch als abgeschlossen vorgelegt wirb, die Zeit ber letzten Eintragung z»l vermerken. Kreis Alsfeld. m. Alsfeld, 19. Mär». Stadtvorstandssitzung. Anwesend Bürgermeister Tr. Völsing als Vorsitzenoer, b»e Beigeordneten Weitz uno Reh, iomie 11 Stabtvotttanosmttglleder. Im Zuteresfe der Nostenersparms batte der ^tabtroritanb bei der Regierung Darum nachgesucht, die örtlime Banaus licht bei der Wiederherstellung ber W a l p n r g i S k» r ch e dem Itadt. Balcheamten, statt einem staatlichen Bauauneher zu übertragen. Das Ministerium hat sich unter gewissen Bedingungen hierzu bereit erklärt. Die von Regierui'.gSbaumeister Mu bl mann ent- wotfenrn Bedingungen uno Vorausictzuitgen zur Annahme des städtischen Baubeamtm als örtlicher Bauleiter wurden vom U r a V c beschließt der Stadt- Vorstand, für den Fall, daß die Eisenbabnoettvaltung sich berett erffärt, anstelle des zur Bahnhosserweiteruitg enorderliche^ Ge- landestteisens von ungefähr 600 qm vom Wallach,cl)cn -^age- oerk, von der Stadt Alsfeld Erianyelande von dem leujeler Fahrweg zu erwerben, soll die Schließung deS deit Wallackstcheu >»lzvlatz durchziehciiden Leuselcr Fahr,vegs aut Grund der öligem einen Bauordnung beantragt und dastir dw ^onniing der Hochstraße vom Deckersclü,» Hause au bis 5um Zeller-Notlveg be schlossen werben, wottiber iwft» ein besonderes Proiekt at'fzustcllm wäre. In nichtöffentlicher Sitzung wurde durch ichrtftliche Abstimmung für bie endgültige Besetzung der 5. S_cbrcrHelle an der Stabtfcfnile der Lehrer Ludw. Nceb in ,\rici)bcrg vorgeschlagen Dem besuch des städtischen $ au b c amt en luegen Herabsetzung seiner zweijährigen Probedienstzeit aut 1 ^am wurde stattgegeben. Außerhalb der Tagesordnung^ wurde noch zu einem iüesnche nm Erteilung der Wirtschattskon Zession die Bedürf,üsfrage bejaht. , „ , .. . 0 Alsfeld, 19. März. Tie Gewerbeschule, d,e un WiMersemester von 28 Schülern in 3 Meilnngen besucht war, veranstaltele heute im' Särnlljous eine Dchlußfeicr. Haupt- leljrer 3d) in bei ridüetc beherzigenswette Worte Mi die cw- gehenben Schüler unb ermahnte sie zu Fleitz unb AuÄauer in ihrer Weiterbilduiig, damit sie in dem hatten Konkurrenzkamm in Ehren bestehen föunten Für ben Aufsichtsrat sprach Ober- ichulbirektor Tr. P i tz. Von Interesse war des,en Mitteilung, baß das Prüfungsergebnis dürft- die oberste Aufsichtsbel)örde vorzüglich gewesen ist. Er ermahnte die Schüler zur Dankbarkeit gegen die Schule und zur Liebe zum Vaterland. F-ur die Stadt Alsfeld und den SrtegewerbcDerein sprach Bürgernuister -lt. Wölfin g. Er briidte der Sd-ule das Wohlwollen der Stadt ans und i-rmahnte bie Schüler, bie Bestrebungen der Ottsgewcrbe- vereine tatkräftig zu imterinlten. Nach ber Ueberreichung der Schulzeugnisse sand eine Besiftfligung der in den unteren Raiimen ausgestellten Zeichnungen unb Arbeiten unter sachkundiger Fup- rung statt In (Gegenwart des Geh. Landesökonomierates Müller aus Tarne,tobt veranstaltete die Landw. Winter schule am Mittwvd; vormittag eine öffentliche Schlußseier, ver- buitben mit einer Scklußvrüfung, Biele Angehörige und Ver- yjanbte der Schüler, sowie Tvrcnnöe der Anstalt, wohnten der Prüfling als Zuhörer bei. Tic schriftlichen Arbeiten und Zeich- unngen brr Scküler waren auSgelegt. Die Schule nmrbe im1 Winterhalbjahr von 48 Schüleni in 2 Abteilungen besucht. An der Anstalt luirtcen 3 Landwittsckaftslehrer unb 6 Hilfslehrer. Leiter der -Install ist der Lanbwirtscl>aftülehrer Heck. Nachmittags nur 3 Uhr sand eine Nachfeier im „Tentschen Haus" statt: Mücke, 19. März. Vor dem Gntersft)uppeii des h»c|igen Bahnhofs hielten vier Fuhrwerke, um Güter zu verladen. Ein Zug fuhr ein. Tic Pferde der Fuhrwerke scheuten und gingen bnr'ch Alle vier Fuhrwerke rasten der hcrabgelaffcnen Schranke ,u. Tn- bie Schranke bebienenbe Beamte riß sie im letzten Augenblick in die Höhe und die Pferde tonnten durch Andem- salls wäre sicher ein folgenschwerer Zusammenstoß erfolgt. Kreis Lauterbach. ~ Laute rbach, 18. März. Nach bem Jahresbericht ber Höheren Bürgerschule (Ncalschule mit Einjährigenberechtigung) betrug bie Zahl ber am Anfang bes Schuljahres 1912/13 aufgenommenen Schüler 101. Darunter befanden sich 69 Knaben unb 32 Mäbchen. Nach bem Glaubensbekenntnis waren 94 evangelisch, 3 katholisch unb 4 israelitisch. Von ben Schülern waren 72 aus Lauterbach, * Eine abenteuerliche Geschichte. Eine vornehme Russin erzählte ber Berliner Polizei folgende Geschichte: Sic lernte in einem Cafe ein etwa 19jähriges Mädckwn kennen, dem sich bald ein Herr zugcsollte, der sich als Arttrr v. Wcttersheim vorstellte. Man suchte ein anderes Case auf. Tort schloß sich ein eleganter Herr, Leutnant a. D. v. Stierstett ihnen an. Gemeinsam besuchic man schließlich das Union-LichtsVieltl-cater Unter den Linden. Dort veranlaßte v. Stierstett die russische Tarne, ihre Handtasckie mit ivertvollem Inhalt in der Garderobe abaugeben unb er behielt bie Marke bei sich. Nach Wenigen Minuten vcr sftüvand Stierstett mit seiner Begleiterin, bald daraus aud> Wetters- Heim. Ms nad) einiger Zeit die Russin Dcrdadst säiöpste, verlangte sie ihre Garderobe und erfuhr, daß die Tasche bereits l)craii5gcgcbcit worben sei. Sie sah nun, daß sie Schwinblem in die Hände gesallen war. Tic Tasche enthielt Juwelen im Werte vor» 125 000 Mk. * Stürme ander Küste. Aus .Hamburg, 18. März, wird gemeldet: Turch den Sturm in der letzte»» Nacht Würbe großer Schaden angeridytet. Im Hasen wurde ein großer Dampfer unb ein Segelschiff von den Vettäimngen losgettsscn. wobei der Segler gegen ein Dock vor» Blohm u. Voß getrieben unb beschädigt wurde. Ein Sturm brachte in der vergangenen Nacht den Bagger „GoedHard II." bei ber Einfahrt in die neue Schleuse bei Brunsbüttel zum Kentern. Die an Borb befindlichen Personen, brei Männer, eine Frau unb ein Kind ertranken. — Im Kaiser Misteln»-Kanal sank ber Schlepper „Vulkan", die Maimschaft wurde gerettet. Tic Zahl ber im Hamburger Hafen und auf der Elbe untergegangnten Schuten unb Leichter sdpoonkt zwifchcn sechzig unb a cht z i g. * Brennende Erdölgucllen. Aus Bukarest nnrb gemeldet: Mehrere Bohranlagen in bem petroleumhaltigen Gebiete von M o r c n i, die bereits Petroleum zu Tage förderten, gerieten in Brand. Ein Ingenieur und mehrere Arbeiter sind schwer verletzt worden. Einige Arbeiter werden vermißt. fick ein nickst alltäglufler Vonall ab. Lange erschien mit Zylinderhut unb Monokel in ben» Gefangenentransport und d)Udi fick) unbemerkt in bie Gefängniskanzlei. Tort stellte er sich als „Staatsanwalt Tr Mönig" vor und erklärte, er sei beauftragt, bei» Durchstechereier» auf der Unters»»chungs. ffatton 2 auf ben Grund zu gehen. Ter Gesangnisinspeklvr begab sich mit bem „Herrn Staatsanwalt" unter M»tnähme einer Anzahl von Akten in bas Gerichtsgedäube, N» ihn i)iefer „einen Augenblick' warten ließ, nm bas Gerichts- gebäuhe schleunigst zu verlassen. Er erfreute sickr mbeä der goldenen Freiheit nickst allzu lange, da er bereits am nächsten Tage nneber ergriffen würbe. — Wege»» ber Dich. < stähle erkannte bas Gericht »rach längerer Perlmnblung gegen Lange, Schmibt unb Schunke auf je ein Fahr unb drei Mo- ncite Zuchthaus mit ben üblichen Nebcnstrafen, gegen die übrigen Angeklagten auf Gefängnisstrafe»» von 6 WocheM bis zu 6 Moi»aten. Lnftfcbiffahrt. Unfall eines Freiballons. Bremen, 19. März (Priv. Telegr.) Heute mittag um 1 Uhr geriet der Freiballm» „Malkastens der heute vormittag in Düsseldorf aufgestiegen war, bei dem Bn- such, auf dem Werder zu landen, mit der Gondel aus Telcgraphendrähte. Der Wind drückte den Ballon gegen ein Haus, von den» er einen Teil des Schornsteins urnriß. Die Insassen des BallonS waren zwei .perTCi» und eine Tarne. Die Dame und ein Herr wurden verletzt und ins Kranken, haus geschafft. Von den» herabstürzendcu Schornstein wurde , ein achtjähriges Mädchen erheblich verletzt. Paris, 19. März. Tie fr a»»z öf i s ch e F t»»g z e ugf p e >» de in, Betrage von 2 623 884 Frcs. soll in iolgeuder We»fe venrenbet iverdeu: 1 629 540 FrS. werben zur ^Inidiafiung von 108 Flug. z?ugeu bereitgestellt, 450 000 Frs. zi»r Ausbildnug von 76 Flugzeug- süstrerii. Z»»r Schaffung von 32 ,Uug;eug-Stulzountlcn sind runö 700 000 Frs. eingestellt »vorbei». ?er Restbetrag »ft für (onftnittioc Berteiierunaen unb für bas Marineflngivefen bestimmt. Außer der oben angegebenen Gesanusmnme sind bei ber Staatskasie noch 1 324 280 Frs. eingegangen, für bie u. a. weitere 54 Fl»»gzeuge an- geschaßt werden. 65 ft arbeit an: Zusammen: Erioachjeue: UN von» Kindbettflcber 1 ID L Lebeusiahr: 1 (1) - 2.—15. Jahr, Tuberkulose 8(5) 7(4) — 1 (1) Liingenentzündung 3(3) 2(2) — 1 (1) Lungenkalarrh 2 (1) 2 (1) — — Herzleiben 5(1) 5 (1) — — Lcklagfluß 5(1) 5(1) — — Krämpfen 2 1 1 •— Blinbbarnientzündung 2 (1) 1(1) — — anbeven llnterleib8- krankheiten 2(1) 3(1) — — Bösartige»» 'Jlen- bilbungen 7(6) 6(5) — 1(1) Selbstmord 1 1 — — Totschlag KD KD —— — Verunglückung 3(2) 3(2) — — andere»» Krankheiten 10 (6) o (2) 6 (4) — Summa: 52 (29) 42 (22) 6 (4) 4 in